9-Euro-Ticket für Jobticket-Inhaber (Fahrkarten und Angebote)

Mike65, Donnerstag, 14.04.2022, 13:40 (vor 1425 Tagen)

Zunächst bitte ich um Verständnis, dass ich hier noch einmal einen Thread aufmache, aber der alte ist schon zu weit unten angelangt.

Leider ist noch nicht genau geklärt, wie mit den Inhabern eines Abonnements für den ÖPNV verfahren werden soll. Ich habe ein Jobticket für einen NV-Verbund, zu dem der Arbeitgeber monatlich 25€ zuschiesst. So wie ich es verstehe, wird das Jobticket ab Juni zum 9-Euro-Ticket, die Differenz wird vergütet. Was ist mit dem Zuschuss? Mache ich mit dem Ticket dann pro Monat steuerfreie 16€ Gewinn? Oder werden die Abonnements quasi für 3 Monate beitrags- und zuschussfrei gestellt und ich muss mir das 9€-Ticket separat kaufen?

Beschluß erwartet vor Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 14:13 (vor 1425 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 14:15

Hallo Mike65,

um die Frage kurz zu beantworten: Das kann Dir niemand sagen bis der Gesetzentwurf beschlossen wurde.

Am 15. Mai 2022 sind Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Bis dahin darf keinesfalls bis zum Wähler durchsickern wie die CO2-Abgabe wirklich wirkt.

Könnte ja die Mehrheit verschieben.

Zur Umsetzung dieses auf 3 Kalendermonate befristeten, sauer aufstoßenden Wahlgeschenkes:

Die ersten Verkehrsverbünde haben schon Lastschrift-Reduzierungen und/oder Rückerstattungen angekündigt.

Bis Genaueres bekannt wird dürfte es also noch dauern.

Jede Menge Arbeit für die Lohnabrechnung also. Die Kassen des Bundes müssen zudem ein System von Ausgleichszahlungen an die Beförderer entwickeln und implementieren.

Ziel der Verkehrsverbünde wird es sein massenweise Rückgabe von Monats und Jahreskarten zu vermeiden.

Liebe Grüße

GUM

--
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Es ist halt doch immer irgendwo Wahl

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 14.04.2022, 14:15 (vor 1425 Tagen) @ GUM
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 14.04.2022, 14:16

Der Verweis auf bevorstehende Wahlen ist ermüdend, weil ein viel zu billiges Totschlagargument.

Die Länder werden sicherlich die Informationen geben, wenn alles ausgehandelt und fixiert ist. Das wird noch dauern.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Es ist leider das wesentliche Argument

GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 14:25 (vor 1425 Tagen) @ J-C
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 14:26

Hallo J-C,

in diesem Fall ist es aber das wesentliche Element der Entscheidungsfindung und Nebelkerze.

Die CO2-Zusatzsteuer mit ihrer stetig ansteigenden Treppe ist seit Jahren beschlossen und auch die Verkehrsunternehmen zahlen diese Steuer in diesem Jahr volle 12 Monate.

Das jetzt der Endkunde für die 3 Monate entlastet wird hat keinerlei verkehrspolitische Gründe.

Ansonsten hätte man beispielsweise für einen längeren Zeitraum die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets erheblich senken können.

So ist es keine Hilfe für die Beförderer, sondern eher Beruhigungspille für die Kunden.

Zudem ist das Problem unlösbar wie denn die Mittelrheinbahn mit ihren wenigen Waggons den Ansturm bewältigen will.

Oder dass die Diskussion um einen Eintritt für die Insel Sylt wieder entflammen wird. Weil "Umsonst" - Fahrgäste den Ort regelrecht überschwemmen.

Diese Subvention bringt Beförderer, Gastwirte und viele andere in Schwierigkeiten.

Und genau deshalb müssten viele an Eisenbahn interessierte Menschen dies diskutieren.

Und siehe da: Hätte ich ein Bundestagsmandat bei einer der Fraktionen, so wäre ich es zur nächsten Wahl wieder los.

Weil praktisch kostenloser Nahverkehr im Programm meines parlamentarischen Ansprechpartners nicht zu finden wäre. Und ich aus praktischen Erwägungen mit "Nein" stimmen müsste.

Die Zugbegleiter tun mir jetzt schon leid. Und die Bundespolizei auch, die dann wieder überfüllte Züge räumen und entscheiden muß, welches Fahrrad noch notgenommen werden muß.

Alles schlecht überlegt, leider.

Liebe Grüße

GUM

--
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oh ja, Fahrradmitnahme

Sportdiesel612, Donnerstag, 14.04.2022, 15:00 (vor 1425 Tagen) @ GUM


Die Zugbegleiter tun mir jetzt schon leid. Und die Bundespolizei auch, die dann wieder überfüllte Züge räumen und entscheiden muß, welches Fahrrad noch notgenommen werden muß.

Ja, das sehe ich auch so. Eine Fahrradmitnahme, die ich selber auch nutze, wird im Sommer wohl nicht planbar möglich sein. Was machen die Berufspendler mit Fahrrad?

Bis die Bundespolizei auf einem Dorfbahnhof in touristischer Gegend ankommt, das kann dauern.

oh ja, Fahrradmitnahme

gnampf, Donnerstag, 14.04.2022, 15:42 (vor 1425 Tagen) @ Sportdiesel612

Ja, das sehe ich auch so. Eine Fahrradmitnahme, die ich selber auch nutze, wird im Sommer wohl nicht planbar möglich sein. Was machen die Berufspendler mit Fahrrad?

Das Fahrrad am Bahnhof platzieren, oder mit dem Fahrrad statt mit der Bahn zur Arbeit fahren? Während der üblichen Pendelzeiten sind doch Fahrräder in vielen Zügen eh verboten. Also ändert sich in der Hinsicht genau... nix.

Keine kostenlose Fahrradmitnahme

Mike65, Donnerstag, 14.04.2022, 17:41 (vor 1425 Tagen) @ Sportdiesel612

So wie ich es verstanden habe, können mit dem 9-€-Ticket Fahräder nicht kostenlos mitgenommen werden. Damit dürfte sich derAndrang hier in Grenzen halten.

Dennoch befürchte ich wie bei allen befristeten Regelungen einen Strohfeuereffekt, nach Auslaufen der Regelung wird die Mehrzahl der Neukunden wieder auf ihre eigenen 4 Räder zurückgreifen. Sinnvoller wäre ein Ausbau des ÖPNV auf dem Land. Dafür wäre aber leider sehr viel mehr Geld nötig.

Wie meinen?

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 14.04.2022, 15:15 (vor 1425 Tagen) @ GUM

Hallo J-C,

in diesem Fall ist es aber das wesentliche Element der Entscheidungsfindung und Nebelkerze.

Das weißt du woher? Hast du exklusive Kontakte in die Entscheidungsträger?

Die CO2-Zusatzsteuer mit ihrer stetig ansteigenden Treppe ist seit Jahren beschlossen und auch die Verkehrsunternehmen zahlen diese Steuer in diesem Jahr volle 12 Monate.

Also hat das erstmal nichts damit zu tun.

Das jetzt der Endkunde für die 3 Monate entlastet wird hat keinerlei verkehrspolitische Gründe.

Ich denke schon, dass man die Kunden aus verkehrspolitischen Erwägungen besonders bei den Öffis entlasten will.

Ansonsten hätte man beispielsweise für einen längeren Zeitraum die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets erheblich senken können.

Sind sie das nicht schon?

So ist es keine Hilfe für die Beförderer, sondern eher Beruhigungspille für die Kunden.

Auch wenn eine langfristige Strategie schön wäre, ich denke, es geht um eine Maßnahme, um die Teuerug durch die steigenden Energiepreise zu lindern. Jene können ja irgendwann auch wieder sinken.

Zudem ist das Problem unlösbar wie denn die Mittelrheinbahn mit ihren wenigen Waggons den Ansturm bewältigen will.

Unlösbar, huh? Schon was von Mehrfachtraktion, Zusatzzügen, etc. gehört? Unlösbar ist erstmal gar nichts.

Oder dass die Diskussion um einen Eintritt für die Insel Sylt wieder entflammen wird. Weil "Umsonst" - Fahrgäste den Ort regelrecht überschwemmen.

Die müssen aber auch irgendwo übernachten, wenn sie eine signifikante Zeit dort überschwemmen wollen.

Und die Fische wollen auch was zu Essen haben.

Diese Subvention bringt Beförderer, Gastwirte und viele andere in Schwierigkeiten.

Weil die jetzt richtig viel Umsatz machen könnten?

Und genau deshalb müssten viele an Eisenbahn interessierte Menschen dies diskutieren.

Weil das einfach genial ist, dass ich selbst als Auslandsdeutscher davon profitieren könnte und mir im Sommer das Chiemgau entdecken könnte? Oder mal jetzt so richtig Deutschland entdecken kann? Ich denke, München war heuer nur der Anfang.

Und siehe da: Hätte ich ein Bundestagsmandat bei einer der Fraktionen, so wäre ich es zur nächsten Wahl wieder los.

Jemanden wie dich würde man auch mehr als einmal wählen, je nach Wahlkreis.

Weil praktisch kostenloser Nahverkehr im Programm meines parlamentarischen Ansprechpartners nicht zu finden wäre. Und ich aus praktischen Erwägungen mit "Nein" stimmen müsste.

Bei so einem gigantischen Parlament ist das aber eine sehr gewagte Vermutung.

Die Zugbegleiter tun mir jetzt schon leid. Und die Bundespolizei auch, die dann wieder überfüllte Züge räumen und entscheiden muß, welches Fahrrad noch notgenommen werden muß.

Die können damit klar kommen, ich gehe davon aus, dass Aufgabenträger darauf vorbereitet sein werden.

Alles schlecht überlegt, leider.

Nö, also es ist natürlich eine kurzfristige Maßnahme, aber wer behauptet, man könnte was anderes mit dem Geld machen, vergisst, dass das andere ja nicht geschah, obwohl man es auch so machen könnte. Das andere würde also so oder so nicht passieren, also freue ich mich auf die Möglichkeit, den kommenden Sommer mehr in Deutschland zu verbringen.

Liebe Grüße

GUM

Liebe Grüße
J-C

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Weniger Ironie ist hilfreich!

GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 17:09 (vor 1425 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

Weniger Ironie und mehr Rücksicht auf die Fahrgäste und Mitarbeiter wären hilfreich. Die persönlichen Angriffe zeigen das Fehlen einer Diskussionskultur.

Nachdenkliche Grüße

GUM

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Faszinierend.

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 14.04.2022, 17:17 (vor 1425 Tagen) @ GUM
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 14.04.2022, 17:17

Hallo J-C,

Weniger Ironie und mehr Rücksicht auf die Fahrgäste

"Die Fahrgäste"? Ich bin selbst oft Fahrgast...
Sofern mein Beitrag Ironie enthielt, ist das nicht beabsichtigt gewesen.

und Mitarbeiter wären hilfreich. Die persönlichen Angriffe zeigen das Fehlen einer Diskussionskultur.

Ich bemühe mich stets, auf persönliche Angriffe zu verzichten, da diese nirgendwo hinführen. Deswegen wäre ich besonders gespannt darauf zu sehen, wo du sowas verortest.

Nachdenkliche Grüße

GUM

Liebe Grüße
J-C

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Realitätsblick schadet nicht.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 14.04.2022, 18:13 (vor 1425 Tagen) @ J-C

Hi.

Das jetzt der Endkunde für die 3 Monate entlastet wird hat keinerlei verkehrspolitische Gründe.

Ich denke schon, dass man die Kunden aus verkehrspolitischen Erwägungen besonders bei den Öffis entlasten will.

Nein. Das ganze ist einfach nur ein Zuckerstück für die Grünen. Die haben im Koalitionsvertrag verkehrspolitisch kaum Akzente setzen können; nicht mal ein Tempolimit auf Autobahnen brachten sie durch.

Deswegen konnte man jetzt unmöglich nur die Straße entlasten, ohne dass es zum Koalitionskrach gekommen wäre.

So einfach ist das. Und mehr steckt da auch nicht hinter.

Zudem ist das Problem unlösbar wie denn die Mittelrheinbahn mit ihren wenigen Waggons den Ansturm bewältigen will.

Unlösbar, huh? Schon was von Mehrfachtraktion, Zusatzzügen, etc. gehört? Unlösbar ist erstmal gar nichts.


Willst du hier ernsthaft diskutieren, oder wie ich als weltferner Spinner wahrgenommen werden?

Es ist kein Platz für Zusatzzüge, es gibt nicht mehr Wagenparks und auch keine längeren Bahnsteige. Und selbst wenn, fehlt für all das noch immer Personal. Gerade in den Sommerferien.

Oder dass die Diskussion um einen Eintritt für die Insel Sylt wieder entflammen wird. Weil "Umsonst" - Fahrgäste den Ort regelrecht überschwemmen.

Die müssen aber auch irgendwo übernachten, wenn sie eine signifikante Zeit dort überschwemmen wollen.

Du hast schon mal was von TAGEStourismus gehört? Du kennst die Zustände von damals bei Einführung des SWT?

Schöne Grüße von jörg

sinnloser Aktionismus

arno50, Freitag, 15.04.2022, 13:02 (vor 1424 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von arno50, Freitag, 15.04.2022, 13:05

diese 9 Euro Karte ohne vernünftige Gründe. Wir erinnern uns, der Kraftstoff preis stieg um ca 30 %, da wurde diese merkwürdige Aktion aus der Taufe gehoben. Inzwischen ist m.W. der Kraftstoffpreis wieder deutlich heruntergegangen, während der Gas und Elektropreis sich mehr als verdoppelt hat. Die moderate Kraftstoffpreiserhöhung kann man m.E. durch weniger und langsamere Privatfahrten einsparen. Die deutliche (Verdoppelung) der km Pauschale wäre längst überfällig und würde die Berufsfahrer deutlich entlasten. Wie immer durch Augenblicksbefindlichkeit mit Blick auf die Bildzeitung erfolgter Schnellschuss. Während die grossen langfristigen Aufgaben (Bahnstrecken, Brücken, regionale Strassen(letztere sind teilweise Schlagloch-Anhäufungen)) ignoriert werden. Ja auch der Strassenzustand der innerörtlichen und regionalen Strassen sollte den Eisenbahnfan interessieren, diese sind schliesslich in grossen Teilen der Republik, wo der Nahverkehr quasi inexistent ist die Zubringer zu den Bahnhöfen.

sinnloser Aktionismus

Giovanni, Samstag, 16.04.2022, 09:04 (vor 1423 Tagen) @ arno50

Die deutliche (Verdoppelung) der km Pauschale wäre längst überfällig und würde die Berufsfahrer deutlich entlasten.

Die Kilometerpauschale wird effektiv mit dem individuellen Grenzsteuersatz multipliziert und begünstigt daher Personen mit hohem Einkommen besonders stark.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

ein Argument der 50er Jahre,

arno50, Sonntag, 17.04.2022, 08:32 (vor 1422 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von arno50, Sonntag, 17.04.2022, 08:34

hat mit der heutigen Steuerrealität aufgrund der inflationär kalten Steuerprogression nichts mehr zu sagen.

ein Argument der 50er Jahre,

agw, NRW, Sonntag, 17.04.2022, 08:49 (vor 1422 Tagen) @ arno50

hat mit der heutigen Steuerrealität aufgrund der inflationär kalten Steuerprogression nichts mehr zu sagen.

Sagen wir: die Pendlerpauschale berücksichtigt Menschen und besonders Familien mit schwachem Einkommen weiterhin unterproportional.
0% Steuern vs. 46% Steuern.

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Es ist leider das wesentliche Argument

gnampf, Donnerstag, 14.04.2022, 15:39 (vor 1425 Tagen) @ GUM

Ansonsten hätte man beispielsweise für einen längeren Zeitraum die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets erheblich senken können.

Na, mehr als 7% senken geht ja nicht mehr, sonst würde man noch Geld dazu bekommen... und wieso auf Fernverkehrstickets? Damit nur diejenigen was davon haben, die es sich eigentlich selbst leisten können, weil sie freiwillig lange Strecken im Fernverkehr fahren/pendeln? Ziel verfehlt. Wer es sich leisten kann sollte am besten gar keine Entlastung erhalten, sondern nur die, die ohne in Bedrängnis kommen. Und das sag ich als jemand, der dann definitiv auch nichts bekommen würde.

So ist es keine Hilfe für die Beförderer, sondern eher Beruhigungspille für die Kunden.

Es soll auch nicht dem Beförderer helfen, der soll einfach seinen Job machen. Es soll den bedürftigen Kunden helfen, die ansonsten nichtmals genug Geld bei ihrer Arbeit bekommen um sich den Weg zu ihrer Arbeit leisten zu können.

Oder dass die Diskussion um einen Eintritt für die Insel Sylt wieder entflammen wird. Weil "Umsonst" - Fahrgäste den Ort regelrecht überschwemmen.

Oh mein Gott, der Pöbel fällt auf Sylt ein, was machen denn die Bonzen jetzt nur? Ich kann dich beruhigen, da wird sich rein gar nichts ändern, denn es ist sicher nicht am Zugticket gescheitert, sondern an den Preisen auf der Insel.

Diese Subvention bringt Beförderer, Gastwirte und viele andere in Schwierigkeiten.

Äh.... ein Gastwirt bekommt ein Problem wegen einem 9 Eur Ticket? Weil er sich jetzt öfter so Stammtischparolen anhören muß? Oder weil womöglich jetzt Leute wieder Geld für ein Feierabendbier in der Kneipe über haben, das sie beim Monatsticket gespart haben?

Und genau deshalb müssten viele an Eisenbahn interessierte Menschen dies diskutieren.

Diskutieren kann man vieles, wird hier ja auch gemacht. Sogar Schnapsideen und Verschwörungstheorien.

Und siehe da: Hätte ich ein Bundestagsmandat bei einer der Fraktionen, so wäre ich es zur nächsten Wahl wieder los.

Wohl kaum. Entweder deine Partei steht hinter dir, dann bekommst du das Mandant und behältst es, oder sie steht nicht hinter dir, dann kommst du eh gar nicht erst soweit. Und wenn die ganze Partei dann raus fliegt, dann liegt es nicht an dir allein. Realistische Chancen würde ich dir aber auch nicht unbedingt einräumen, allerdings hätte ich die den modernen Nazis auch nicht eingeräumt...

Die Zugbegleiter tun mir jetzt schon leid. Und die Bundespolizei auch, die dann wieder überfüllte Züge räumen und entscheiden muß, welches Fahrrad noch notgenommen werden muß.

Wo es wahrscheinlich keinerlei nachweisbaren Unterschied geben wird in der Häufigkeit. Mit Ausnahme von wenigen Ausflügen vielleicht dürfte sich nämlich kaum Verkehr verschieben durch das Ticket. Die paar Bahnfuzzis fallen da nicht ins Gewicht.

Alles schlecht überlegt, leider.

Stimmt insofern, als dass es sinniger gewesen wäre das "Ticket" kostenfrei zu machen, das ganze schneller umzusetzen, und ohne 3-Monats-Beschränkung.


Ach ja, ich weiß schon, zur Kenntnis genommen von dir ;-)

Warum wurden die Kunden denn bedürftig?

GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 17:13 (vor 1425 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 17:14

Hallo gnampf,

das Barrel Öl pendelt wieder lustig um die 100 US$ pro Barrel Hin-und her, sodass der PrIvatanleger nichts damit anfangen kann.

Preistreiber bei den Eergieverkaufspreisen (nicht Kosten!) sind der unablässig steigende Hunger des Staates nach Geld und ein stetig verfallender Außenwert der Währung.

Beispiel von heute: Zusage bei der Umweltkonferenz in Palau, wieder 1 Milliarde weg.

Pressemitteilung der EU zu einem Ökologie-Projekt auf den Weltmeeren

Liebe Grüße

GUM

--
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Warum wurden die Kunden denn bedürftig?

gnampf, Donnerstag, 14.04.2022, 18:17 (vor 1425 Tagen) @ GUM

das Barrel Öl pendelt wieder lustig um die 100 US$ pro Barrel Hin-und her, sodass der PrIvatanleger nichts damit anfangen kann.

und die Kunden wurden bedürftig, weil sie zu sehr mit dem Öl rumspekuliert haben? Da mag es zwar welche geben, für die hab ich allerdings kein Mitleid. Spekulieren muß man sich leisten können.
Die Gruppe, über die wir reden, hat dagegen eher nichtmals Geld fürs sichere Sparkonto über. Warum? Weil es immer noch genug Job gibt, wo du mit Hungerlöhnen abgespeist wirst. Weil sich immer noch genug Leute auf sowas einlassen.
Und nein, der Lohn hat nicht unbedingt etwas mit dem Endkundenpreis des Produkts zu tun. So mancher bekommt nur Hungerlohn, obwohl er an Luxusprodukten mitarbeitet, die horrende Gewinne abwerfen. Manch anderer wird dagegen akzeptabel bezahlt, obwohl sein Produkt für 9 Euro im Monat "verramscht" wird. Manches ist halt nunmal auch besser nicht vom einzelnen zu tragen, sondern Staatsaufgabe. Infrastruktur gehört dort dazu. Bezahlbare Tickets für den ÖPNV ebenso. Billiges Benzin nicht zwangsläufig, wenn das Angebot an ÖPNV überall passen würde.

Preistreiber bei den Eergieverkaufspreisen (nicht Kosten!) sind der unablässig steigende Hunger des Staates nach Geld und ein stetig verfallender Außenwert der Währung.

Deswegen schmeißt der Staat das Geld ja auch mit vollen Händen raus, weil er sich so bereichern will und entwertet die eigene Währung deswegen?

Beispiel von heute: Zusage bei der Umweltkonferenz in Palau, wieder 1 Milliarde weg.

Pressemitteilung der EU zu einem Ökologie-Projekt auf den Weltmeeren

Manchmal muß man nunmal heute investieren, um morgen zu sparen... oder überhaupt noch da zu sein. Hat Vater Staat lange genug nicht kapiert, und deswegen seine Infrastruktur völlig verrotten lassen, sie es Bahn oder auch Straßen etc. Für ein paar Selbstverwirklichungsprojekte war wohl noch Geld da, das wars dann aber auch. Ergebnis dann irgendwann zig gesperrte wichtige Strecken, weil irgendwelche Brücken akkut einsturzgefährdet sind, auf nicht absehbare Zeit.

Und was wir brauchen ist keine Luxusbahn für Privilegierte, sondern einen ÖPNV für die Masse. Wenn der zuverlässig und stabil steht kann man mal nach dem Rest schauen, bis dahin kann man schauen, wie die Privilegierten das ganze bezahlen, egal ob sie es nutzen oder nicht. Am Ende kommt es ihnen genauso zu gute.

Fake News by GUM

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 15.04.2022, 13:14 (vor 1424 Tagen) @ GUM

Hallo gnampf,

das Barrel Öl pendelt wieder lustig um die 100 US$ pro Barrel Hin-und her, sodass der PrIvatanleger nichts damit anfangen kann.

Preistreiber bei den Eergieverkaufspreisen (nicht Kosten!) sind der unablässig steigende Hunger des Staates nach Geld

Vielleicht hängt es auch mit einem steigenden Verbrauch zusammen und einem Öl-Kartell…

und ein stetig verfallender Außenwert der Währung.

[image]

[image]

Stetiger Verfall deutlich zu sehen.

Beispiel von heute: Zusage bei der Umweltkonferenz in Palau, wieder 1 Milliarde weg.

Pressemitteilung der EU zu einem Ökologie-Projekt auf den Weltmeeren

Du hast kein Nachkommen und deshalb gilt „nach mir die Sintflut“, oder?

Frohe Feiertagsgrüße

1,23 USD pro Euro auf 1,08 USD pro Euro = Wertverfall

GUM, Freitag, 15.04.2022, 22:43 (vor 1424 Tagen) @ Paladin

Hallo Paladin,

Du zeigst es in der Graphik ja selber wie der Aussenwert Deines Euro in den letzten 2+ Jahren gefallen ist.

Liebe Grüße

GUM

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was

J-C, In meiner Welt, Freitag, 15.04.2022, 22:51 (vor 1424 Tagen) @ GUM

Und wen interessiert das hier eigentlich? Der Euro wird im Vergleich zum US-Dollar stärker, also verliert der US-Dollar im Vergleich zum Euro an Wert.

Was auch an Wert verlor: der russische Rubel. Der ist im Keller. In sofern ist hier eh noch die Welt in Ordnung.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Die Kurse sagen leider was Anderes

GUM, Freitag, 15.04.2022, 22:53 (vor 1424 Tagen) @ J-C

- kein Text -

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Die Kurse sagen leider was Anderes

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 06:57 (vor 1423 Tagen) @ GUM

Ohhhhhh, jetzt weiß ich, was du meinst, hab mir das immer umgekehrt angeschaut.

Und für wen ist das jetzt interessant?

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Für J-C und viele Foristen....

GUM, Samstag, 16.04.2022, 11:41 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

ich suche schon seit Monaten nach einer Eisenbahn-Aktie, die ich hätte hier im Forum beschreiben können.

Leider ist es so, daß das ein ziemlich stabiles Geschäftsmodell ist, was eine angemessene Rendite bringt.

Aber nicht das superstarke Investment, daß viele Standardwerte schlagen würde.

Also spare ich Eure Zeit für das Lesen. Auch wenn mich die Bilder mit den Güterwaggons mit zwei Containern immer wieder beeindrucken :-)

Liebe Grüße

GUM

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Für J-C und viele Foristen....

Reservierungszettel, KDU, Samstag, 16.04.2022, 12:20 (vor 1423 Tagen) @ GUM

Hallo J-C,

ich suche schon seit Monaten nach einer Eisenbahn-Aktie, die ich hätte hier im Forum beschreiben können.

Leider ist es so, daß das ein ziemlich stabiles Geschäftsmodell ist, was eine angemessene Rendite bringt.

Aber nicht das superstarke Investment, daß viele Standardwerte schlagen würde.

Also spare ich Eure Zeit für das Lesen. Auch wenn mich die Bilder mit den Güterwaggons mit zwei Containern immer wieder beeindrucken :-)

Liebe Grüße

GUM

Die gibts schon seit vielen Jahren, befinden sich nur zu 100% in Staatlichen Händen…

Für J-C und viele Foristen....

gnampf, Samstag, 16.04.2022, 20:20 (vor 1423 Tagen) @ Reservierungszettel

Die gibts schon seit vielen Jahren, befinden sich nur zu 100% in Staatlichen Händen…

Und die erzwungenermaßen erzielte Rendite musste am anderen Ende direkt zigfach wieder rein gebuttert werden. Leben halt nicht mehr im Jahre 1900, da hätte das wohl noch geklappt.

für China ist der schwächelnde Dollar interessant..

Henrik, Samstag, 16.04.2022, 21:12 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Und für wen ist das jetzt interessant?

für China ist der schwächelnde Dollar interessant.. bzw. besorgniserregend.

Nun hat China sicherlich kein Interesse daran, dass der US-Dollar zusammenbricht. Schon allein deshalb nicht, weil dadurch seine Dollar-Reserven von etwas über einer Billion entwertet würden. Und natürlich, weil die USA mit Abstand der wichtigste Abnehmer chinesischer Waren sind und daher eine Krise jenseits des Atlantiks sofort auf China übergreifen würde.

Andererseits bekommt Beijing mit dem Vorgehen der USA gegen Russland erneut gezeigt, welche Risiken mit seinem Dollarschatz verbunden sind. Entsprechend gab es in den letzten beiden Jahren wiederholt Berichte, dass Beijings Zentralbank US-Wertpapier abstößt und lieber Anlagen anderer Staaten kauft.

https://www.heise.de/tp/features/Abschied-vom-US-Dollar-6684934.html


..für uns Urlauber könnten USA-Reisen günstig werden, äähhm.. solange es USA noch gibt.

In Aktien von US-Gütergzug AGs zu investieren ist nun nicht so zu empfehlen, in dieser Zeit ja nun erst recht nicht.. autsch.


hoch im Kurs sind aktuell,
vor allem Aktien aus dem Bereich Tourismus und Freizeit. Im Dax gehörten Papiere von Airbus und des Triebwerkherstellers MTU zu den besten Werten. Im MDax waren die Anteilscheine des Autovermieters Sixt, des Flughafenbetreibers Fraport und der Lufthansa besonders gefragt.

was

Altmann, Samstag, 16.04.2022, 09:06 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Was auch an Wert verlor: der russische Rubel. Der ist im Keller. In sofern ist hier eh noch die Welt in Ordnung.

Na ja, das ist wenig überraschend. Aber auch nicht sooo toll, wie ARD uns erzählt.

vor 2 Monaten: € 1,- = RUB 86,- (also vorm Krieg)
vor 1 Monat: € 1,- = RUB 123,-
heute: € 1,- = RUB 89,- (also quasi wieder wie früher)

was

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 09:33 (vor 1423 Tagen) @ Altmann

Nachdem Putin halt herausfand, wie man den Rubel stabilisieren kann und gleichzeitig die EU von selbst sich nicht traut, ein Embargo auf Öl und Gas durchzusetzen…

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OT: Gas-Embargo

Altmann, Samstag, 16.04.2022, 09:39 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Nachdem Putin halt herausfand, wie man den Rubel stabilisieren kann und gleichzeitig die EU von selbst sich nicht traut, ein Embargo auf Öl und Gas durchzusetzen…

Was die Talfahrt des € zum Sturzflug werden ließe. Putin würde sein Öl halt nach China verkaufen, so what? Nur unsere Wohnungen wären kalt, es gebe kein Papier mehr, Strom müsste rationiert werden, und die Arbeitslosigkeit wäre auf einmal wieder ein großes Thema.

Und die Sanktionen und der Krieg kosten uns allen auch viel Geld (mehr wie Russland?). Und die Nullzinspolitik der EZB trägt auch nicht dazu bei, dass alle sich über den tollen € freuen.


Ach ja, zu Deiner Frage, was der Wechselkurs für uns bedeutet: Nun, wenn der USD aufwertet (oder der € abwertet), bedeutet das, dass Importe teurer werden für uns. Und ergo Inflation.

OT: Gas-Embargo

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 09:43 (vor 1423 Tagen) @ Altmann

Nachdem Putin halt herausfand, wie man den Rubel stabilisieren kann und gleichzeitig die EU von selbst sich nicht traut, ein Embargo auf Öl und Gas durchzusetzen…


Was die Talfahrt des € zum Sturzflug werden ließe.

Who cares? Das ist eh ein nur kurzfristiger Effekt

Putin würde sein Öl halt nach China verkaufen, so what?

Tut Putin das nicht eh schon? China kann man übrigens auch sanktionieren.

Nur unsere Wohnungen wären kalt,

Das wäre akzeptabel, wenn man dafür nicht Putin unterstützt.

es gebe kein Papier mehr,

wieso?

Strom müsste rationiert werden,

Strom ist doch das kleinere Problem

und die Arbeitslosigkeit wäre auf einmal wieder ein großes Thema.

Und verschwindet früher oder später wieder. Als ob der Markt das nicht regeln könnte.


Und die Sanktionen und der Krieg kosten uns allen auch viel Geld (mehr wie Russland?). Und die Nullzinspolitik der EZB trägt auch nicht dazu bei, dass alle sich über den tollen € freuen.

Und das kann man auch lösen. Dafür muss man sich freilich mit der Wirtschaft mehr auskennen, was ich halt nicht tu. Aber in meinem Buch ist „Geht nicht“ keine Tatsache, sondern ein Ausdruck der Bequemlichkeit.


Ach ja, zu Deiner Frage, was der Wechselkurs für uns bedeutet: Nun, wenn der USD aufwertet (oder der € abwertet), bedeutet das, dass Importe teurer werden für uns. Und ergo Inflation.

Weil wir ja auch so viel in Dollar importieren.

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OT: Gas-Embargo

Altmann, Samstag, 16.04.2022, 09:48 (vor 1423 Tagen) @ J-C

China kann man übrigens auch sanktionieren.

Klar, kann man. Dann kauft China nur mehr in Russland, und nichts mehr bei uns.

es gebe kein Papier mehr,

wieso?

Weil die Papierindustrie ohne Gas nicht produzieren kann (oder fast nicht).

Strom müsste rationiert werden,

Strom ist doch das kleinere Problem

17% des österreichischen Strombedarfs kommt aus Gas-Kraftwerken. Gleichzeitig würde der Strombedarf steigen, wenn ´s kein Gas gibt. Ergo ...


Weil wir ja auch so viel in Dollar importieren.

Ähm, ja. Den Großteil unseres Erdöls z.B.. Und auch sonst Vieles ...

OT: Gas-Embargo

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 09:58 (vor 1423 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Samstag, 16.04.2022, 09:58

China kann man übrigens auch sanktionieren.


Klar, kann man. Dann kauft China nur mehr in Russland, und nichts mehr bei uns.

Und du glaubst, das wird den Handel mit der EU ersetzen können? China ist daran interessiert, Russland zu seinem Vasallen zu machen. Mehr kriegt man nicht aus Putins Russland.

es gebe kein Papier mehr,

wieso?


Weil die Papierindustrie ohne Gas nicht produzieren kann (oder fast nicht).

Dann gibt‘s halt mehr Gas für die Papierindustrie.

Strom müsste rationiert werden,

Strom ist doch das kleinere Problem


17% des österreichischen Strombedarfs kommt aus Gas-Kraftwerken. Gleichzeitig würde der Strombedarf steigen, wenn ´s kein Gas gibt. Ergo ...

80% der Gasimporte kommen aus Russland, wenn ich es richtig verstehe? Da hat man ja noch 20% über.

Weil wir ja auch so viel in Dollar importieren.


Ähm, ja. Den Großteil unseres Erdöls z.B.. Und auch sonst Vieles ...

Die Verträge ermöglichen auch ein Bezahlen in Euro, oder nicht?

Zumal, dauerhaft bleibt ein Kurs selten. Da wird der Euro auch wieder an Wert gegenüber dem Dollar gewinnen.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Btw, es geht vor allem um bedruckbares Papier

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 11:04 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mein Leben funktioniert weitgehend papierlos. Energie sparen ist generell eine gute Idee.

Wir werdrn daran nicht kaputt gehen, die Dinge werden künftig einfach anders laufen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Btw, es geht vor allem um bedruckbares Papier

Altmann, Samstag, 16.04.2022, 13:42 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mein Leben funktioniert weitgehend papierlos.

Ich fürchte, da ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen. Auch wenn Du vlt keinen Drucker besitzt (Spoiler: Das bisschen Papier ist wirklich sch...egal), lebst Du noch nicht papierlos.

Es gibt wohl kein Produkt in Deinem Leben, das ohne Papier auskommt. Selbst, wenn es nie eine Kartonverpackung gesehen haben sollte, keinen Lieferschein, kein Zollformular, kein Preisetikett, keine Rechnung, usw. ... Ohne Papier geht heute gar nichts (und das wird sich so schnell auch sicher nicht ändern).

Und auch wenn Du Besitzer eines Smartphone-Tickets bist - ob der Zug ohne Papier fahren würde, wage ich mal zu bezweifeln. Bin da kein Experte (was sagen die Experten dazu?), aber könnte mir gut vorstellen, dass ein Tf immer noch ein Papier vor sich liegen hat, das ihm sagt, wie er fahren soll. Ähnliches gilt wohl für den Fdl, den Zub und viele andere ...


Der Papierverbrauch liegt in Österreich bei etwa 223 kg pro Kopf p.a., Tendenz steigend (seit 1990 +40%). Die Papierindustrie ist der größte Energieverbraucher Österreichs.


Wir werdrn daran nicht kaputt gehen, die Dinge werden künftig einfach anders laufen.

Nun. Zumindest würden wirs massiv spüren. Ob Putin es genauso massiv spüren wird, wenn Österreich kein Gas mehr kauft - ich wage es zu bezweifeln. Und zu glauben, wir würden damit den Krieg stoppen können - da muss man schon sehr optimistisch sein (vorsichtig ausgedrückt).

Btw, es geht vor allem um bedruckbares Papier

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 13:52 (vor 1423 Tagen) @ Altmann

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mein Leben funktioniert weitgehend papierlos.


Ich fürchte, da ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen. Auch wenn Du vlt keinen Drucker besitzt (Spoiler: Das bisschen Papier ist wirklich sch...egal), lebst Du noch nicht papierlos.

Es gibt wohl kein Produkt in Deinem Leben, das ohne Papier auskommt. Selbst, wenn es nie eine Kartonverpackung gesehen haben sollte, keinen Lieferschein, kein Zollformular, kein Preisetikett, keine Rechnung, usw. ... Ohne Papier geht heute gar nichts (und das wird sich so schnell auch sicher nicht ändern).

Und auch wenn Du Besitzer eines Smartphone-Tickets bist - ob der Zug ohne Papier fahren würde, wage ich mal zu bezweifeln. Bin da kein Experte (was sagen die Experten dazu?), aber könnte mir gut vorstellen, dass ein Tf immer noch ein Papier vor sich liegen hat, das ihm sagt, wie er fahren soll. Ähnliches gilt wohl für den Fdl, den Zub und viele andere ...

Ich konnte einen Blick in den Führerstand eines ÖBB-Zuges werfen, heutzutage hat das Tablet das Papier weitgehend abgelöst. Papier wird es ja nicht gar nicht geben, aber mit der fortschreitenden Digitalisierung gibt es genug Möglichkeiten, davon abzukommen. Selbstredend haben heutzutage Zugbegleiter vieles auf dem Tablet. Wir leben im 21. Jahrhundert, Altmann!

Bücher? Geht auch digital. Zeitung? Les ich nicht, hab das Internet dafür. Lieferschein? Naja, kann man auch anders lösen denke ich.

Papier nutzt man doch so oft, weil man keinen Druck hat, davon abzukommen. Es ist ein nachwachsender Rohstoff.


Der Papierverbrauch liegt in Österreich bei etwa 223 kg pro Kopf p.a., Tendenz steigend (seit 1990 +40%). Die Papierindustrie ist der größte Energieverbraucher Österreichs.

Die Energiekosten betragen derweil, soweit ich es mal in Erfahrung brachte, 20% des Preises von Papier? Da spielen noch ganz andere Faktoren, die nichts mit dem Ukraine-Konflikt zu tun ahben, im Preis eine Rolle. Anders gesagt, auch mit russischem Gas wird der Papierpreis steigen. Vielleicht auch nicht falsch, dann wird meine Uni hoffentlich aufhören, mich dazu zu nötigen, öfters was auszudrucken.

Und ich freue mich drauf, wenn Geld drucken teurer wird und dadurch die "Nur Bares ist Wahres" Fraktion endlich auch auf bargeldlose Zahlungsmittel umsteigt.

Wir werdrn daran nicht kaputt gehen, die Dinge werden künftig einfach anders laufen.


Nun. Zumindest würden wirs massiv spüren.

Und?

Ob Putin es genauso massiv spüren wird, wenn Österreich kein Gas mehr kauft - ich wage es zu bezweifeln.

Und deswegen sollen wir weiterhin Putins Krieg finanzieren?

Und zu glauben, wir würden damit den Krieg stoppen können - da muss man schon sehr optimistisch sein (vorsichtig ausgedrückt).

Wir müssen aber nicht Putins Krieg mitfinanzieren.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Papier und Elektronik

Co_Tabara-98, Hannover, Samstag, 16.04.2022, 16:23 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Ich konnte einen Blick in den Führerstand eines ÖBB-Zuges werfen, heutzutage hat das Tablet das Papier weitgehend abgelöst. Papier wird es ja nicht gar nicht geben, aber mit der fortschreitenden Digitalisierung gibt es genug Möglichkeiten, davon abzukommen. Selbstredend haben heutzutage Zugbegleiter vieles auf dem Tablet.

Der Betrieb eines Tablets und insbesondere die Produktion verbrauchen schließlich keine Energie, oder? Manchmal frage ich mich schon, ob an allen Arbeitsplätzen der Einsatz solcher Geräte notwendig ist (z.B. Zugbegleiter). Insbesondere wenn man das Gleiche mit Zettel und Stift auch erledigen könnte, bzw. Zange.

Papier nutzt man doch so oft, weil man keinen Druck hat, davon abzukommen. Es ist ein nachwachsender Rohstoff. ... Wir müssen aber nicht Putins Krieg mitfinanzieren.

Und die Rohstoffe, die in deinen elektronischen Geräten stecken, wachsen alle hier am Baum? Wenn ich das nebenbei richtig mitbekommen habe, versorgen Russland und China dabei einen erheblichen Teil des Weltmarkts. (Bedingungen des Abbaus aus "Mitarbeiter-" und Umweltperspektive?)

Auch die Entsorgung der Geräte, die in immer kürzer werdenden Zeitabständen ersetzt werden ("müssen"), wäre noch zu bedenken.

Btw, es geht vor allem um bedruckbares Papier

Reservierungszettel, KDU, Samstag, 16.04.2022, 14:19 (vor 1423 Tagen) @ Altmann

Und auch wenn Du Besitzer eines Smartphone-Tickets bist - ob der Zug ohne Papier fahren würde, wage ich mal zu bezweifeln. Bin da kein Experte (was sagen die Experten dazu?), aber könnte mir gut vorstellen, dass ein Tf immer noch ein Papier vor sich liegen hat, das ihm sagt, wie er fahren soll. Ähnliches gilt wohl für den Fdl, den Zub und viele andere ...

Die ÖBB haben da in den letzten Jahren schon einiges an Papier abgebaut, so sind für Railjet nahezu keine Wagenlisten und Reservierungsübersichten mehr vorgesehen.

Beim ICE gibts noch Wagenlisten.

Bei klassischen Wagenzügen sieht es da noch anders aus so werden für alle mir bekannten Züge (auch mit FIS) noch Reservierungen und Listen gedruckt - Wagenlisten bei Zügen nach Deutschland neuerdings in doppelter Ausfertigung einmal ÖBB Version und Internationale DB Version.

Sonderfälle wie Befehle werden wohl auch noch in Papierform gedruckt.

Nicht zu vergessen die Berge von Zeitungen die bei jeder Zugfahrt reingereicht werden.

Es gibt also noch genug Papier im Zug.

Eine Zeitung ist eine Zeitung!

ktmb, Samstag, 16.04.2022, 15:13 (vor 1423 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von ktmb, Samstag, 16.04.2022, 15:14

Papier ist das wichtigste Element. Ok, es gibt auch ein e-paper, aber das ist vom Lesekomfort nicht vergleichbar.
Herzliche Grüße und viel Gesundheit!

Darauf kann man aber verzichten.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 15:35 (vor 1423 Tagen) @ ktmb

E-Reader und Tablets können das, was eine Zeitung kann, oft noch besser.

Außer natürlich, man zweckentfremdet jene.

Nein, man kann viel Papier sparen im Leben, wenn es nur darum geht. Heutzutage können auch Unterschriften digital signiert erfolgen. Wenn wir nur die absolut notwendigen Einsatzgebiete von Papier uns anschauen, dann wird auch ein Papiermangel oder eine Teuerung uns nicht umhauen.

In sofern bin ich gelassen. Ein Papiermangel wird die Digitalisierung und damit die Abhängigkeit von bestimmten Produktionen verringern. Elektrizität kann auf vielfältige Art hergestellt und da hat man das Potenzial noch längst nicht abgeschöpft.

Dann wird man halt Energie sparen müssen, weniger heizen, weniger Papier verschwenden und lange Transportwege sind auch nicht mehr so geil, dann fährt man weniger Auto... so what gives?

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Darauf kann man aber verzichten.

ktmb, Samstag, 16.04.2022, 15:53 (vor 1423 Tagen) @ J-C

Ich bin halt beruflich oft vor einem Bildschirm. Ich habe auch das Format e-paper über ein iPad probiert. Letztendlich brauche ich für meinen digital detox aber eben doch die FAZ im Original! Ich nehme die Information einfach besser war. Außerdem kann ich die Zeitung aus Papier überall lesen.

Gefühlt sinkt allerdings der Einsatz von Papier durch Einsatz von iPads beispielsweise im Erziehungsbereich dramatisch. Musste ich vorher für eine Lerngruppe von 10-XX Schülerinnen und Schülern/Studierenden Arbeitsmaterialien kopieren, fällt das bei iPad-Klassen/Kursen komplett weg. Das ist schon eine große Ersparnis. Deshalb werden Kopiergeräte früher oder später aus den Schulen verschwinden bzw. reduziert werden. Ok, manchmal drucke ich altmodisch noch einmal den einen oder den anderen QR-Code für ein Padlet auf Papier aus.

Darauf kann man aber verzichten.

agw, NRW, Montag, 18.04.2022, 08:33 (vor 1421 Tagen) @ ktmb

Außerdem kann ich die Zeitung aus Papier überall lesen.

Würde ich fast das Gegenteil behaupten.
Eine FAZ aus Papier kann man eigentlich nur entspannt auf einem großen Tisch lesen.
Eine auf einem kleinen Digitalleser auch im Stehen in einer vollen S-Bahn.

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

... auf den Zug aber auch ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 18.04.2022, 11:01 (vor 1421 Tagen) @ J-C

Hallo.

Dann wird man halt Energie sparen müssen, weniger heizen, weniger Papier verschwenden und lange Transportwege sind auch nicht mehr so geil, dann fährt man weniger Auto... so what gives?

Weniger Zug übrigens auch!

Generell muss nämlich die Mobilität heruntergefahren werden. Weswegen man dein Klimaticket richtigerweise als Antiklimaticket bezeichnen müßte! Ähnlich wie das geplante 9-Euro-Ticket.

Es ist eine positive Entwicklung, dass Energie- und auch Lebensmittelkosten jetzt drastisch steigen und weiter steigen sollen. Solange hierzulande täglich Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen werden, ist das ohnehin geboten. Und Mobilität muss für alle überall teurer werden.

Außer wir meinen das Gesabbel vom Umwelterhalt dann gar nicht ernst. Oder denken wie ein Nimby: soll doch der Afrikaner auf Mobilität verzichten. Und bei sich bleiben. So kann unsereins weiter nach Herzenslust Spaßfahrten unternehmen.


Schöne Grüße von jörg

Viel wichtiger: selektiv lesen führt zu Verblödung.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 18.04.2022, 10:53 (vor 1421 Tagen) @ ktmb

Hey.

Papier ist das wichtigste Element. Ok, es gibt auch ein e-paper, aber das ist vom Lesekomfort nicht vergleichbar.

Was noch gar nicht erwähnt wurde:

So eine gedruckte Zeitung ist ja ein Sammelsurium von Themengebieten. Beim Durchblättern sticht da immer auch mal ein Artikel ins Auge, dessen Thema gar nicht das persönliche Hauptinteresse abdeckt. Was man dann aber beiläufig wahrnimmt oder manchmal auch bewußt Interesse weckt und so neue Themen erobert werden. Beim gezielten Lesen online übersieht man sowas aber viel schneller bzw bei der Möglichkeit, Themengebiete zu bestimmen, von vornherein gar nicht. Was zu zunehmender Fachidiotie und damit allgemeiner Verblödung führt.

Nun las ich zwar gerade im SPIEGEL, dass Dumpfe für das Funktionieren einer Demokratie ein Segen sind - aber es müssen ja nicht zu viele werden ...


Schöne Grüße von jörg

1,23 USD pro Euro auf 1,08 USD pro Euro = Wertverfall

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Samstag, 16.04.2022, 09:57 (vor 1423 Tagen) @ GUM

Hallo GUM,

Du hast von einem stetig verfallendem Außenwert gesprochen. Das ist in der Grafik eindeutig nicht der Fall. Wenn du sagen willst, dass der Euro ggü dem USD nicht an seinem Höchstwert ist, hast du recht. Stetiger Fall sieht anders aus.

Nochmal zum Vergleich das Chart seit Einführung:

[image]

Also ja, nicht auf Allzeit-Hoch, aber offensichtlich auch kein stetiger Verfall.

Danke für die wertvolle Grafik!

GUM, Samstag, 16.04.2022, 10:44 (vor 1423 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von GUM, Samstag, 16.04.2022, 10:45

Hallo Paladin,

danke für die wertvolle Grafik, die meine gefühlsmäßige Einschätzung der Kursentwicklung betont.

Natürlich kommt es auf den Betrachtungshorizont an. Und ein Abschmelzen des EUR-Wertes gegenüber dem USD seit ca. 2009 halte ich schon für beeindruckend.

Vielleicht transportiert dies ja auch die Idee, die dann in ein anderes Forum gehört, Aktien in USD überzugewichten.

Liebe Grüße & frohe Ostern

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Danke für die wertvolle Grafik!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Samstag, 16.04.2022, 11:51 (vor 1423 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Paladin, Samstag, 16.04.2022, 11:54

Hallo GUM,

Wenn du diene gefühlsmäßige Einschätzung ausgerechnet so legst, dass sie ab dem Euro-Höchstwert beginnt, dann ist deine Sichtweise nachvollziehbar, ja.

Tatsächlich hat mich die jüngste EZB-Entscheidung, den Leitzins weiterhin bei 0,00 zu belassen, auch schockiert. Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass es nicht den Rest des Jahres so bleiben wird und die EZB das im Laufe des Jahres korrigieren wird. Schauen wir mal.

Eine Übergewichtung der US-Aktien finden sich zumindest in meinem Portfolio wieder, aber das gehört nicht mehr ins Eisenbahnforum. Die von dir erwähnte Eisenbahn-Aktie fänd ich trotzdem interessant zu erfahren. ;-)

Ich wünsche ebenfalls frohe Ostern & ein paar schöne Festtage.

Nachgedacht?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 14.04.2022, 18:37 (vor 1425 Tagen) @ GUM

Hey.

Die Zugbegleiter tun mir jetzt schon leid.

Wieso? Endlich mal GUTEN GEWISSENS ab in den Führerstand ...

Alles schlecht überlegt, leider.

Da wird man gar nicht sonderlich nachgedacht haben. Bekanntlich hat die Regierung Sorge, dass sich Coronaproteste und radikale Parteien weiter ausbreiten. Nun hat man die Energiekosten mit einem riesigen Bums explodieren lassen. Ist ja auch clever. Einmal richtig - irgendwann gewöhnt sich der Bürger dran. Problem: zwischen 'Explosion' und 'irgendwann' muss der Bürger bei der Stange gehalten werden. Also muss die Möhre her, die dem Esel vor die Nase gehalten wird.

Ergo gibt's was für die Autofahrers und für Brummi. Soweit dürfte Einigkeit geherrscht haben. Aber dann fiel den Grünen auf, dass man für das öffentliche Bild von ihnen auch noch ein Stück Zucker braucht.

'Umsonst' wäre nun doof gewesen; bekommt der Autofahrer ja auch nicht. Irgendwer kannte dann die Sparpreise der Bahn; gehen bei um die 10 Euro los. Die Summe hat man dann als Maßstab genommen und einen einstelligen Betrag beschlossen. Punkt, fertig, paßt. Schön plakativ. Um Details und Kleinigkeiten dürfen sich dann die niederrangigen Chargen kümmern.


Schöne Grüße von jörg

Es ist leider das wesentliche Argument

sibiminus, Freitag, 15.04.2022, 14:13 (vor 1424 Tagen) @ GUM

in diesem Fall ist es aber das wesentliche Element der Entscheidungsfindung und Nebelkerze.

Aus den mir zugänglichen Informationen (der VU*) lässt sich das so nicht schließen. Da wird ernsthaft und lösungsorientiert an einer genauso einfachen Lösung für Abokunden gearbeitet, wie für Neukunden bereits entwickelt. Aber auch beim Neukundenangebot gab es Hürden, die genommen werden mussten. Dennoch war das Neukundenangebot schneller konzeptioniert als das für Bestandskunden aus ganz praktischen Notwendigkeiten heraus.

Paar Beispiele:
- Es gibt Regionen ohne stationären Vertrieb, in denen das örtliche Busunternehmen Ländertickets anerkennt, aber nicht verkauft. Wenn die noch nichtmal das nach ~20 Jahren hinbekommen, wird es mit dem 9€-Ticket noch weniger was.
- Es gibt Befürchtungen von Beanstandungen bei EBA-Kontrollen hinsichtlich des verpflichtend zu beauskunftenden günstigsten Fahrpreises: Hier musste ein einheitliches Verständnis über das Vorgehen mit dem BMDV gefunden werden, insbesondere wegen der sehr kurzen Vorlaufzeit.

Und für Bestandskunden:
- Es gibt Regionen, in denen CICO-Preiscapping angeboten wird. Wie wird mit Fahrten über den Geltungsbereich verfahren? Soll den Fahrgästen nach Erreichen der (9€) Preiskappung bis zum Monatsende dennoch ständiges Ein- und Auschecken zugemutet werden?
- Wie soll die Abopreisreduktion vollzogen werden? Was ist mit vorab gezahlten Jahreskarten ohne Kontkaktdaten zum Fahrgast?
- Wie ist mit Zahlungskreisläufen aus von Drittmitteln bezuschussten Angeboten (zB §45a PBefG, §228 SGB IX) umzugehen um sicherzustellen, dass die Entlastung beim Fahrgast und nicht dem Drittmittelgeber ankommt?

Keine unlösbaren Probleme, absolut nicht. Aber da einerseits die Branche komplett überrumpelt wurde und andererseits notwendige Informationen (bspw. zum von der Regierung vorgesehenen Geltungsbereich) beschafft werden mussten, sehe ich keinen Zusammenhang mit Wahlterminen. Gerade da durch die Forderung von Einfachheit und Einheitlichkeit viel Abstimmung notwendig ist.

* wie die Politik das diskutiert(e) und was davon den Verkehrsunternehmen mitgegeben wird wäre bestimmt auch spannend zu wissen

Das jetzt der Endkunde für die 3 Monate entlastet wird hat keinerlei verkehrspolitische Gründe.

Ist der anlassgebende Sachverhalt, das teurer Kraftstoff die Bürger belastet und man dafür ein subventioniertes Ticket als Entlastung schafft jetzt Verkehrspolitik? Energiepolitik? Preispolitik? Und was für eine Rolle spielt das?

Ansonsten hätte man beispielsweise für einen längeren Zeitraum die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets erheblich senken können.

Ernst gemeinte Frage: Gibt es die steuerrechtliche Unterscheidung zwischen Fern- und Nahverkehrsfahrkarten noch und die haben nur beide "zufällig" den gleichen Steuersatz? Oder hat man die Unterscheidung komplett aufgehoben? Davon ab behaupte ich mal dass man damit -wenn überhaupt- nur Fernpendler entlastet, Pendler auf Kurzstrecken aber in die Röhre gucken. Ich selbst habe einen Arbeitsweg unter 10 km und rechne aktuell dadurch mit einer Entlastung von über 120 Euro nur fürs "Pendeln", da ist der bundesweite Zusatznutzen für die Freizeit noch gar nicht drin. Entsprechend höher ist die Entlastung bei längeren Strecken. Wäre das über eine simple MwSt-Reduktion zu erzielen? Mindestens nein für die, die ihre Jahreskarte vorab bezahlt haben.

So ist es keine Hilfe für die Beförderer, sondern eher Beruhigungspille für die Kunden.

Das ist jetzt aber auch wenig fair. Ja, die Unternehmen haben durch die Bank weg unter den Preissteigerungen zu leiden. Aber die Politik hat eine signifikante Entlastung für Bürger beschlossen und da ist ein 9€-Ticket alles Mögliche, aber keine Beruhigungspille. Nachhaltig strukturell gestärkt wird der Verkehrssektor dadurch aber auch nicht, wobei es ja auch noch Aufgabenträger und Bundesländer gibt. Ich meine jedoch in Erinnerung zu haben dass die Regionalisierungsmittel revisioniert werden sollen und eine Erhöhung in Aussicht gestellt ist? Aber da bin ich mir nicht mehr hundertprozentig sicher.

Kurz: Das Eine tun heißt ja nicht automatisch das Andere zu lassen.

Die Zugbegleiter tun mir jetzt schon leid. Und die Bundespolizei auch, die dann wieder überfüllte Züge räumen und entscheiden muß, welches Fahrrad noch notgenommen werden muß.

Klitzekleine Anmerkung: Nach aktuellem Stand ist geplant, dass für Fahrräder das regional zutreffende Tarifangebot gilt, in vielen Fällen also eine Fahrradkarte käuflich zu erwerben sein soll. Dort, wo Radmitnahme entsprechend des Tarifs kostenfrei ist, wird's bestimmt nicht witzig.

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Mittelrheinbahn-Fahrzeuge

GUM, Donnerstag, 14.04.2022, 14:30 (vor 1425 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

Moderne Züge auf der Webseite der Mittelrheinbahn

Moderne Bahn, aber wohl nicht viel Kapazitätsreserve
Liebe Grüße

GUM

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Mittelrheinbahn-Fahrzeuge - HKX (zeitweilig)

ktmb, Donnerstag, 14.04.2022, 17:53 (vor 1425 Tagen) @ GUM

In denen bin ich einmal gefahren, als sie der damalige HKX als Ersatzfahrzeug im Programm hatte.

'Wahl' ist ein Argument. Wahlen unterschiedl. wichtig.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 14.04.2022, 18:20 (vor 1425 Tagen) @ J-C

Hallo.

Der Verweis auf bevorstehende Wahlen ist ermüdend, weil ein viel zu billiges Totschlagargument.

Eben nicht. Weil sich danach seit jeher politische Entscheidungen richten. Allerdings ist nicht jede Wahl gleich wichtig. Saarland war egal; interessiert niemanden. Schleswig-Holstein: na ja. Schon etwas wichtig. Aber dann NRW: 18 Mio Einwohner. Fast 1/4 der Republik. Hochwichtig! Holt sich die SPD das nicht zurück, ist das ein riesiger Dämpfer und eine gewaltige Belastung für die Bundesregierung. Vergeigt es andersrum die CDU, brennt da der Wald und nicht der Baum.

Viele Entscheidungen einer Regierung lassen sich mit bevorstehenden Wahlen erklären.

Aber dazu bist du noch zu jung, um das zu durchschauen.

Schöne Grüße von jörg

1 KLASSE!? Wie sieht es für die 1.Klasse Nutzer Monatskarte

Dampflokgaudi, Donnerstag, 14.04.2022, 17:39 (vor 1425 Tagen) @ Mike65

etc. p.p, - Vergünstigungen etc. aus?

1 KLASSE!?

Bahngenießer, Freitag, 15.04.2022, 17:58 (vor 1424 Tagen) @ Dampflokgaudi

Nach dem was ich bisher in der Presse gelesen habe, rechnet man wohl mit Folgendem:

- Die Abo-Kunden behalten ihre Nahverkehrs-Zeitkarten und können diese im gewohnten Geltungsbereich uneingeschränkt (also auch in der 1. Klasse) benutzen.
- Außerhalb des gewohnten Geltungsbereichs gelten die Zeitkarten nur ohne Zusatznutzen (also ohne 1. Klasse, ohne Mitnahme von Begleitpersonen oder Fahrrädern usw.).
- Der monatliche Fahrgeldeinzug wird gekürzt um die Differenz zwischen 9 Euro und dem üblichen 2.-Klasse-Fahrpreis (ohne Zusatznutzen). Eventuell kann auch auf anderem Wege eine Gutschrift erfolgen.

1 KLASSE!?

agw, NRW, Freitag, 15.04.2022, 19:02 (vor 1424 Tagen) @ Bahngenießer

Nach dem was ich bisher in der Presse gelesen habe, rechnet man wohl mit Folgendem:

Und was wird mit Firnentickets? Bleiben die im Preis?
Selbst wenn der Nutzer es vom AG "geschenkt" bekommt, der offizielle Preis wird ja von der Pendlerpauschale abgezogen.
Da können dreimal 100 Euro und mehr steuerlich einen Unterschied machen.

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

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