Exzellente Kundenbindung (Fahrkarten und Angebote)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 13.04.2022, 10:49 (vor 1427 Tagen) @ Paladin

Hallo.

die Fahrkarten trotzdem günstiger sind als je zuvor

Womit der Kollege ja auch völlig Recht hat.

Wenn ich mir hier so alte Fahrkarten anschaue ... Vor zig Jahren schon mußte ich um die 20 Euro für Megasparpreisfahrkarten zahlen. Heute bekomme ich noch immer für dasselbe Geld Megasparpreise - aller normalen und außergewöhnlichen Inflation zum Trotz.

Als ich neulich in Stadthagen zum wiederholten Male vom KölnBerlinSprinter ausgebremst wurde, schaute ich mal nach, was die Mitraserei mich denn wohl würde kosten lassen, falls es mich mal dünkt. Ich sah SSP für 14,90 Euro ...

Und aus dem realen Leben kann berichtet werden, dass sich über die SP zumindest von denen, die dabei auch in meinen NV-Zügen landeten, noch nie jemand über die Höhe des Preises beschwert hat. Auch Flexpreisjünger übrigens nicht.

Teuer wird der ÖV nur dort EMPFUNDEN (obwohl er es auch nicht ist), wo das Preissystem starr ist. Vor allem also im Verbund. Von A nach B kostet es immer Preis X. Es wäre also dringend geboten, das atmende SP-Preissystem auch im NV zu implementieren. Man könnte wie früher bei den rosaroten Preisen der Behörden(!)-Bundesbahn (selbst da verstand man die Psychologie der Preisgestaltung!) z.B. mit Farben arbeiten - warum muss das Feature nur auf Baustellenaushänge beschränkt bleiben. Blassrosarote Verbund-Tickets gelten halt nicht in dunkelrosa gekennzeichneten Zügen. Oder der Metronom, der volle Züge als Sardinen-Züge kennzeichnet, verkauft Abokarten mit einem durchgestrichenen Sardinen-Symbol - die gelten dann in o.g. Zügen nicht.

Bahnfahren ist nicht zu teuer, sondern eher zu günstig. Auch dank der Vielzahl der Möglichkeiten. Ländertickets sind ein riesiger Erfolg; die Preiserhöhungen moderat. Mit dem QdL durch's Land düsen. Und wer reich ist, darf auch gerne Geld ausgeben.

Es ist doch nun eine Binse, dass der Preis nicht das abschreckende Kriterium für die Eisenbahn ist, sondern die ständig katastrophale Leistung und all die Unzulänglichkeiten. Die weltfremde Werbung korrespondiert in keinster Weise mit den realen Leistungen.

Neulich schrieb es doch wer in Bezug auf die 1. Klasse-Gimmicks wer so treffend: es sind die Kleinigkeiten und dann die Summe derer, die sich negativ bemerkbar machen. Während man im Tower Konzepte erarbeitet, Studien in Auftrag gibt und hochtrabende Pläne entwirft. Die dann daran scheitern, dass man im Zug das Personal gekürzt hat und in der Logistik Sparprogramme umsetzt, so dass erst der APS-Mitarbeiter fehlt und danach auch der linksdrehende Öko-Milch-vom-Hafer-Joghurt mit original wurmstichigen Apfelgeschmack.


Schöne Grüße von jörg


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