Interessante ITinerarii im Immunisierungs-Impf-Iahr: Mai 1/4 (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Freitag, 11.02.2022, 20:54 (vor 1497 Tagen) @ Krümelmonster

Um das Tagesticket für die Öffis gebührend zu nutzen (ob es Einzelfahrscheine gibt, weiß ich nicht; die Tageskarte kostet stolze 20 €), schipperte ich nun vom Markusplatz abermals zurück zum Bahnhof. Diesmal allerdings nicht nochmal durch den Canal Grande, den kannte ich nun ja schon, sondern mit einem Bogen über den Süden an der Inselgruppe Giudecca entlang. Das ist fast 20 min schneller.^^ Nachdem der erste Capitano so streng bzgl. der Maultäschle gewesen war, trug dieser hier seins selbst à la Depp und quatschte die ganze Zeit mit einem Deppen mit Canabis-Blatt-Form aufm Basecap, der die Maske irgendwie lose vorm Mund baumeln hatte. Erst als sie unterm Kinn baumelte, gab's einen halbherzigen Hinweis, doch bitte mal die Maske aufzusetzen.
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138 Abschied mit dunklen Wolken
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139 Blick hinüber zur Chiesa di Santa Maria della Salute
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140 Chiesa di San Giorgio Maggiore
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141 Der Markusplatz bei eher unitalienischem Wetter
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142 Da entschwindet er
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143 – 144 Fähre zum Lido
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145 Fähre im Detail
An der Piazzale Roma angekommen stellte ich fest, dass Maultäschle-Pflicht im Freien + Regen eine recht nervige Kombi ist. -.- Maskenpflicht galt damals landesweit drinnen wie draußen (draußen wurde irgendwann im Juni aufgehoben in den weißen Zonen und um Weihnachten landesweit wieder eingeführt), es muss allerdings keine FFP2-Maske sein (seit Weihnachten drinnen schon). Einzige Ausnahme: Da, wo man keine anderen Menschen trifft, gilt auch draußen keine Maultäschle-Pflicht. In der Praxis dürften das höchstens Bergwanderungen sein, mein Städteurlaub keinesfalls. Da ich nicht permanent zwischen normaler Maske draußen und FFP2-Maske drinnen wechseln wollte, trug ich generell FFP2. Die Dinger ziehen so elendig an den Ohren… -.- Zum Glück war es nicht die ganze Zeit sonnig, außen Farbe wie Hello Kitty und unter der Maske weiß hätte ich sonst wohl ziemlich deppert ausgeschaut. :D Im Laufe des Aufenthaltes stellte ich fest, dass die Maultäschle-Pflicht generell sehr lax umgesetzt wird (baumelt auch gern mal unterm Kinn), selbst drinnen gönnten sich die Italiener bisweilen Zeit ohne Maske. Ich denke aber, den ganzen Tag ohne Maultäschle durch Städte zu laufen hätte nicht funktioniert! Auf jeden Fall war es rückblickend überhaupt keine gute Idee, mir Anfang März des (ersten) saublöden Seuchenjahres ein Handy mit Gesichtserkennung zuzulegen. -.-
Wer mal ultimativ bescheuert aussehen möchte, dem empfehle ich übrigens, seine Maske nicht nach unten abzusetzen (unters Kinn), sondern nach oben über die Augen, auf die Stirn. Hat was!
Ich sah mich an der Piazzale Roma um und beobachtete zudem einige Züge beim Kriechen im Hbf. Santa Lucia.
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146 Aus der Kategorie „Was es nicht alles gibt!“: Hier sehen wir eine horizontale Standseilbahn. Vorne über den Verkehrszeichen erkennt man die Seilwinde. Die Bahn verbindet die riesigen Parkhäuser sowie das Kreuzfahrtterminal mit der Piazzale Roma, Endstation der Tram und nicht weit vom Bahnhof entfernt.
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147 Blick von der Ponte della Costituzione beim Piazzale Roma auf den Canal Grande
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148 Ein roter Pfeil aus dem fernen Neapel erreicht den Bahnhof auf Gleis 7
Anschließend verließ ich die Insel wieder. Das Ticket für die Boote gilt auch in der „Tram“ zum Festland. Apropos Tram: Kann man das Ding eigentlich als Bahnstrecke zählen oder nicht? :-s Zum Schutz vor anderen Mutanten gab’s in der mutierten Tram sogar Desinfektionsmittelspender. Kann jemand mal diesem permanent am Telefonino babbelnden Volk erklären, dass man mit Desinfektionsmittel deutlich weniger als 10 % der Infektionen vermeidet, aber dass es wesentlich effizienter wäre, Gespräche zu vermeiden? Wahrscheinlich ist das Griffel Desinfizieren nur wegen dem psychologischen Aspekt Pflicht. Aerosole sind nicht zu sehen, nicht zu riechen, nicht zu schmecken, nicht zu spüren. Wenn man sich dauernd die Griffel desinfiziert, hat man wenigstens das Gefühl, was gegen Die Seuche zu tun. Und erklär mal den Italienern, dass sie plötzlich nicht mehr überall in ihr Telefonino quäken dürfen – die rasten dir aus. :D Die Italiener hängen permanent am Telefonino. Dafür desinfizieren sie sich bei jeder Gelegenheit die Griffel. -.- Für mich und für jeden jeden Italiener ist absolut unverständlich, warum ausgerechnet ein komisches Volk in Nordosteuropa, das dafür bekannt ist, so wenig wie irgend möglich zu sprechen, jahrelang weltweit führend war in der Entwicklung von Mobilfunktechnologie. Ich frag mich ja immer noch, was wohl aus den Italienern geworden wäre, wenn die Finnen das Handy nicht entwickelt hätten. In Italien wird es ja noch sehr reichlich zum ursprünglichen Zweck genutzt. Naja, wahrscheinlich hätten die Italiener es irgendwann selbst erfunden.^^
Auf der Ponte della Libertà schafft die Tram etwas über 50 km/h und ist langsamer als die Stinktiere. Ich fuhr ziemlich genau 9 km weit bis ins Zentrum von Mestre (dem Stadtteil Venedigs auf dem Festland). Für das letzte Stück zum dortigen Bahnhof nahm ich einen Bus (auch in der Tageskarte inklusive) und erwischte gerade noch den Zug nach Verona (Stundentakt). Der Zug erreichte den letzten Zwischenhalt Verona Porta Vescovo mit – 5 und stand dort die Zeit ab bis zur pünktlichen innerstädtischen Weiterfahrt. -.- Immerhin gab’s diesmal ne Durchsage.^^
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149 Oh mein Gott, 2021 ist sogar die Tram mutiert! :-O
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150 – 151 Die seitlichen Teile der Tram auf Höhe der Räder schwenken in den Kurven weit zur Seite aus. Gut erkennbar, v. a. auf dem zweiten Bild, sind die Gummireifen unterhalb der Teile.
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152 Ich nehme Reißaus
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153 Griffelschmiere
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154 – 155 Blick zurück Richtung Bahnhof
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156 Auf der Ponte della Libertà in die andere Richtung sieht man die Alpen
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157 Desinfektionsmittel gibt’s sogar im Bus. (Wirklich überall, auch in allen Bahnhöfen, ist auch wirklich niemals alle.^^)
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158 Berge am Abend sind erquickend und labend
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159 Mein Zug für die Rückfahrt
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160 Nach der Ankunft gab’s noch diesen schönen Sonnenuntergang zu bestaunen
In Verona angekommen stellte ich fest, dass sogar die Innengastronomie geöffnet hatte. Natürlich (wie alles) ohne Seuchentests. Alle möglichen Leute liefen ohne Maske und ohne Abstand drinnen herum (Personal hatte selbstverständlich Masken), sie schrien betrunken rum. Natürlich alles ungetestet. Da wollte ich mich nicht dazwischensetzen, sondern bestellte zum Mitnehmen. Die Außentische hatte man nämlich wegen dem Wolkenbruch eine halbe Stunde zuvor weggeräumt.

Da ich wie gesagt nicht in Norditalien bleiben wollte, ging es am nächsten Morgen weiter gen Süden. Verona & Venedig sollten die einzigen Stationen der Reise bleiben, die ich vorher schon besucht hatte.
Die Strecke Verona – Bologna fuhr ich zum vierten Mal, aber erstmals in einem italienischen Zug.^^ Die Fahrt führte durch den Arsch der Welt: die Po-Ebene. Auch in der 2. Klasse gab es für jeden Fahrgast ein Paket mit einem Trinkpäckchen Wasser, einem Desinfektionstuch sowie einer OP-Maske. In Bologna erhielt unser ETR485 Vorfahrt vor einem ETR500, obwohl letzterer doch 50 km/h schneller ist. :-s Weiter ging’s durch die längste U-Bahn der Welt. ;-)
Wohin? Das erfahrt ihr im nächsten Kapitel. :p
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161 – 162 Die Alpen am Morgen
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163 Alpen & Renne
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164 Renne von innen. Müsste ziemlich ausgebucht gewesen sein, es durften nur 50 % der Kapazität belegt werden.


Aufgrund des Orts- und Regionswechsel halte ich es für sinnvoll, hier zu splitten. Wirklich viel passiert ist ja noch nicht. Seht den Bericht daher als Appetithappen, quasi als Kekslein. ;-)

Bis demnächst grüßt erstmal
Das Krümelmonster

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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