Warum aktuell viele KISS-IC2 als Ersatz-IC ? (Allgemeines Forum)

patj, Berlin, Dienstag, 18.01.2022, 09:52 (vor 1539 Tagen)

Hallo!

Weiß jemand, warum auf der Strecke IC17 (Dresden-Berlin-Rostock) gerade sehr viele der KISS-IC2 durch alte IC ersetzt werden? Scheint "geplant" zu sein, da der Ersatz reibungslos läuft und offenbar Reserven vorhanden sind.

Gruß,
patj

Warum aktuell viele KISS-IC2 als Ersatz-IC ?

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 18.01.2022, 11:05 (vor 1539 Tagen) @ patj
bearbeitet von Reservierungszettel, Dienstag, 18.01.2022, 11:07

Hallo!

Weiß jemand, warum auf der Strecke IC17 (Dresden-Berlin-Rostock) gerade sehr viele der KISS-IC2 durch alte IC ersetzt werden? Scheint "geplant" zu sein, da der Ersatz reibungslos läuft und offenbar Reserven vorhanden sind.

Gruß,
patj

Eventuell stehen erste Untersuchungen/Reparaturen an.

Und Wagen dürften ausreichend frei sein so wurden zum Fahrplanwechsel doch einige IC1 in etwas anderes umgewandelt.

Warum aktuell viele KISS-IC2 als Ersatz-IC ?

Berliner65, Berlin, Dienstag, 18.01.2022, 13:58 (vor 1539 Tagen) @ patj

Ich mag auf der Strecke jedes alternative Fahrzeug, sofern dann mehr 1.-Klasse-Plätze verfügbar sind als im KISS.

--
Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Willkommene Abwechslung

idle2, Dienstag, 18.01.2022, 14:03 (vor 1539 Tagen) @ Berliner65

Das sehe ich genauso. Die IC1 sind eine willkommene Abwechslung. Leider nicht mehr im 101 Sandwich aber dafür mit abwechslungsreicher Sitzlandschaft im Steuerwagen. Bei aller Liebe zum KISS: die 4-Teiler sind für die Strecke einfach unterdimensioniert und dann setzen sich die Sheriffs noch auf die Comfort Plätze.

Grüße

Willkommene Abwechslung

SH-Sprinter, Dienstag, 18.01.2022, 18:30 (vor 1539 Tagen) @ idle2

Sollten die nicht auf die #sechteiler umgestellt werden?

Willkommene Abwechslung

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 19.01.2022, 06:27 (vor 1539 Tagen) @ SH-Sprinter
bearbeitet von ICETreffErfurt, Mittwoch, 19.01.2022, 06:27

Das wurde ad acta gelegt, weil eine Neuzulassung erforderlich wäre, die nicht wirtschaftlich ist.

Willkommene Abwechslung

Aphex Twin, Mittwoch, 19.01.2022, 10:02 (vor 1538 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das wurde ad acta gelegt, weil eine Neuzulassung erforderlich wäre, die nicht wirtschaftlich ist.

Dass dies aufgrund der Kosten aufgegeben wurde hatte ich auch gehört. Aber dass der Zulassungsprozess selber teuer genug war, überrascht mich.

Willkommene Abwechslung

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 19.01.2022, 10:06 (vor 1538 Tagen) @ Aphex Twin

Hi!

Verstehe ich nicht.

Auf der Gäubahn sollen doch auch 6-Teiler fahren. Warum müssen 4-Teiler, die auf 6-Teiler aufgerüstet werden, dann eine separate Zulassung bekommen? Kann mir das jemand erklären?

Danke!

Willkommene Abwechslung

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 21.01.2022, 16:31 (vor 1536 Tagen) @ Paladin

Hoi,

Auf der Gäubahn sollen doch auch 6-Teiler fahren. Warum müssen 4-Teiler, die auf 6-Teiler aufgerüstet werden, dann eine separate Zulassung bekommen? Kann mir das jemand erklären?

Nein, weil die Info falsch ist. Mit dem Sechsteiler der zweiten Lieferserie wird die entsprechende Zulassung in jedem Fall kommen. DB Fernverkehr hat einfach aus Kostengründen auf neunmal zwei Zusatzwagen verzichtet, aber das hatte nichts mit der Zulassung zu tun, sondern rein um die Baukosten für diese 18 Wagen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Willkommene Abwechslung

Berliner65, Berlin, Mittwoch, 19.01.2022, 13:53 (vor 1538 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Provisorium KISS soll der Dauerzustand auf Dresden-Berlin-Rostock werden?
Inakzeptabel.

Ich ertrug das Schlechtreisen im KISS auf meiner Häufigstrecke B-HRO nur deshalb, weil ich daran geglaubt habe, dass noch 2 Wagen dazukommen und dass dann einiges besser wird.

Es wird sich nichts ändern? Dann bitte die KISS abziehen und durch Regio-Doppelstöcker ersetzen. Fahrzeiten und Halte dürfen gern so bleiben wie sie sind, aber die Fahrzeuge gehen gar nicht.

--
Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Ansichtssache

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 19.01.2022, 14:19 (vor 1538 Tagen) @ Berliner65

Ich fahre sehr gern mit den Fahrzeugen nach Berlin. Und besser als KEIN Fernverkehr bzw. 1 Zug am Tag, was der Zustand vor dem KISS-IC2 war, ist es alle mal.

Achja, und besser als die anderen IC2 ist er sowieso ... (finde ich).

Abwarten

Siggis Malz, Mittwoch, 19.01.2022, 15:22 (vor 1538 Tagen) @ Berliner65

Ich geb mal wieder meine Lieblingsantwort zum Besten.

Das Problem bei der Auslastung ist ja, dass es gerne mal zwischen gähnender Leere und Schweinemestanlage wechselt. Im letzten Sommer hat die DB ja immerhin auch die ersten wenigen Doppeltraktionen (zu lasten der Reserve) eingesetzt.

Sobald im Winter die "neuen" KISS in den Einsatz gehen, ist Abzuwarten wie diese disponiert werden, welche Umläufe sich ergeben (ob Wien - Warnemünde bleibt...) und ob daraus auch 6-Teiler im Norden eingesetzt werden können...

Alternativ wird man wahrscheinlich auch erst Mitte bis Ende der 20er die Fahrplangewschwindigkeit auf die tatsächlichen 200 km/h anheben, so lang können also auch die immer noch eintrudelnden IC 2 von Alstom eingesetzt werden.

So oder so würde ich mal behaupten, dass es nicht für alle Tage festgesetzt ist, dass die 4-Teiler in ihrem Inselbetrieb verbleiben. Da könnte wieder Bewegung rein kommen.

Wenn sich der Verkehr in den nächsten 2-3 Jahren stark erholt könnte vielleicht auch die Verlängerung wieder wirtschaftlich werden.

Abwarten

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 21.01.2022, 16:48 (vor 1536 Tagen) @ Siggis Malz
bearbeitet von Twindexx, Freitag, 21.01.2022, 16:50

Hoi,

Sobald im Winter die "neuen" KISS in den Einsatz gehen, ist Abzuwarten wie diese disponiert werden, welche Umläufe sich ergeben (ob Wien - Warnemünde bleibt...) und ob daraus auch 6-Teiler im Norden eingesetzt werden können...

Die acht Sechsteiler reichen noch nicht mal für die Gäubahn, da hierfür sieben Umläufe nötig wären, aber nur sechs Umläufe möglich sind. Wegen des ETCS-Problems der DB Netz zwischen Schaffhausen und Singen laufen zwar noch Abklärungen zum PZB-Betrieb auf diesem Abschnitt, aber grundsätzlich will man im Dezember 2022 mit den Kiss zwischen Zürich und Stuttgart starten:

Phase 1, 11.12.2022 bis 02.06.2023
Vier Umläufe Kiss und dazu zwei Umläufe SBB IC, diese total sechs Umläufe werden sich alle Leistungen Zürich-Stuttgart und Zürich-Singen teilen, es wird also auch DB-Kiss geben, die nur Zürich<->Singen verkehren werden;
zusätzlich zwei Umläufe IC2-BT Stuttgart-Singen zur Lückenfüllung.

Phase 2, 03.06.2023 bis 27.10.2023, Sperre Horb-Sulz
Fünf Umläufe Kiss Zürich-Sulz und drei Umläufe IC2-BT Stuttgart-Horb, einzelne SBB-IC Zürich-Singen (zwei Zugspaare am Tag).

Phase 3, ab 28.10.2023 bis 2025
Sechs Umläufe Kiss Zürich-Stuttgart, ein Umlauf IC2-BT Stuttgart-Singen/Konstanz und einzelne SBB-IC Zürich-Singen (drei Zugspaare am Tag).

Im vorläufigen Zielkonzept wird man also bei jedem siebten Zug in Singen umsteigen müssen. Es gibt zu wenig sechsteilige Kiss. Der siebte Sechsteiler ist in Wien in der Instandhaltung und der achte Sechsteiler ist das Reservefahrzeug. Zwischen Wien und Stuttgart sollen die Kiss mittels nächtlicher Leerfahrten verschoben werden, während der Sperre Horb-Sulz denkt man an nächtliche Leerfahrten Zürich-Allgäu-Wien.

Wenn sich der Verkehr in den nächsten 2-3 Jahren stark erholt könnte vielleicht auch die Verlängerung wieder wirtschaftlich werden.

Oder ab Ende 2025 können dann doch die IC2-BT nach Zürich verkehren. Dann würde man die Kiss dort wieder abziehen, da auf der Gäubahn nirgends 200 km/h gefahren wird. Die sechsteiligen Kiss stünden dann für andere Linien zur Verfügung.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Danke für die detaillierten Infos

Siggis Malz, Freitag, 21.01.2022, 18:26 (vor 1536 Tagen) @ Twindexx

Hey,

wie immer danke für die präzisen Infos, aber genau der Umstand, dass man die Züge wegen Minderverfügbarkeit (bzw. mangelnder Flottengröße) eben nicht isolieren kann haben mich zu der Idee hinreißen lassen, dass sie daher auch nicht vollständig auf der Gäubahn zum Einsatz kommen.

Ich hatte aber auch eher vermutet, dass es bei "Halb und Halb" bleibt, also Halb KISS, halb SBB EC. dafür immer Zürich - Stuttgart.

Nun kommt es anders, warten wir mal bis 2025 ^^ denn abwarten hilft bei der Bahn immer :D

Danke für die detaillierten Infos

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 21.01.2022, 23:38 (vor 1536 Tagen) @ Siggis Malz

Hey,

wie immer danke für die präzisen Infos, aber genau der Umstand, dass man die Züge wegen Minderverfügbarkeit (bzw. mangelnder Flottengröße) eben nicht isolieren kann haben mich zu der Idee hinreißen lassen, dass sie daher auch nicht vollständig auf der Gäubahn zum Einsatz kommen.

Ich hatte aber auch eher vermutet, dass es bei "Halb und Halb" bleibt, also Halb KISS, halb SBB EC. dafür immer Zürich - Stuttgart.

Das habe ich mich in dem Zusammenhang auch gefragt SBB seitig hat es sich immer so gelesen das schnellstmöglich der durchgehenden Stundentakt gewollt ist.

Anderseits braucht die SBB wohl ihre Wagen für inländische Leistungen und der eventuelle Einsatz von IC1 seitens der DB scheitert offensichtlich auch an einem bestimmten Detail, vom IC2 mal ganz abgesehen bis 2025 kann noch viel passieren ob der dann wirklich bis Zürich fahren kann ist eben nicht sicher…


Nun kommt es anders, warten wir mal bis 2025 ^^ denn abwarten hilft bei der Bahn immer :D

Das ist wohl wahr, was mir noch einfällt - man könnte auch die Überführungsfahrt vielleicht im Plan des ersten und letzen Railjet führen wobei das wahrscheinlich zeitlich nicht passen würde, habe es mir nämlich im Fahrplan nicht genau angeschaut.

Danke für die detaillierten Infos

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 22.01.2022, 13:43 (vor 1535 Tagen) @ Reservierungszettel

Hoi,

Ich hatte aber auch eher vermutet, dass es bei "Halb und Halb" bleibt, also Halb KISS, halb SBB EC. dafür immer Zürich - Stuttgart.

Die DB hat ein Interesse, möglichst auf die SBB-Kompositionen zu verzichten. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass beim Grenzübergang Basel die Leistungen SBB EC in Deutschland und ICE 4 in der Schweiz etwa ausgeglichen sind, um in der gegenseitigen Verrechnung ein Nullsummenspiel zu erreichen. Da nun der Grenzübergang St. Margrethen-Lindau ausschliesslich mit SBB Rollmaterial betrieben werden muss, ist hier der Ausgleich naheliegend, beim Grenzübergang Schaffhausen-Singen mit DB-Rollmaterial zu arbeiten. Dann würden sich SBB Leistungen Lindau-München und DB-Leistungen Zürich-(Thayngen) möglichst gegenseitig ausgleichen. Der aktuelle Stand ist einfach, dass die DB seit Abzug der ICE-T diesen Ausgleich mit Geld leisten muss, welches sie regelmässig an die SBB überweisen muss.

Im Prinzip kann aber der fehlende siebte Kiss-Umlauf nun mit möglichst geringen Auswirkungen integriert werden. So ist die Ankunft 17.23 Uhr und Abfahrt 17.37 Uhr in Zürich HB sowieso aus Gründen der Sitzplatzkapazität zumindest Montag bis Freitag mit Bruch in Singen vorgesehen gewesen. Dieser Bruch wird nun einfach auf sämtliche Wochentage ausgedehnt. Zusätzlich kommt umlaufbedingt nun noch ein Bruch mit dem IC mit Ankunft um 10.23 Uhr und Abfahrt um 10.37 Uhr in Zürich HB dazu. Daraus folgt, dass der IC2-BT wie folgt fährt:
Stuttgart (07.18) - Singen (09.24/11.36) - Stuttgart (13.42/14.18) - Konstanz (16.48/18.07) - Stuttgart (20.42/21.18) - Konstanz (23.46); und am Morgen wieder nach Stuttgart während um 07.18 Uhr ab Stuttgart wieder ein anderer IC2-BT den entsprechenden Umlauf macht.

Anderseits braucht die SBB wohl ihre Wagen für inländische Leistungen

Eigentlich nicht mehr so dringend. Ab Dezember 2023 gilt, dass auf jeder Fernverkehrslinie alle 60 Minuten ein Niederflureinstieg angeboten werden muss. Deshalb wurden auch 60 neue IR-Dosto RABe 512 (Stadler Kiss Sechsteilig) mit besserer Ausstattung bestellt, um dieses Ziel zu erfüllen. Die einstöckigen Reisezugwagen sind damit nur noch Lückenfüller (für Halbstundentakte oder Zusatzzüge) oder als Verstärkungsmodul für IC2000-Doppelstockwagen, die den Niederflureinstieg bereits anbieten.

Man wird dann mit den EC-Wagen der Linie Zürich-Stuttgart hauptsächlich die letzten Wagen des Typs B21-73 mit zu öffnenden Fenstern ins Alteisen schicken, sodass diese Ära bei den SBB ab 2023 endgültig der Vergangenheit angehören wird. Die B21-73 werden jetzt schon nur noch als Zusatzwagen zu Spitzenzeiten bei einzelnen bestimmten Zügen eingesetzt. Sogar für die Auswärtsfans bei Fussballspielen werden nun 35 klimatisierte EW IV hergerichtet, um auch in diesem Bereich die B21-73 bereits in dIesem Jahr aus dem Verkehr zu ziehen.

und der eventuelle Einsatz von IC1 seitens der DB scheitert offensichtlich auch an einem bestimmten Detail,

Dafür hatte die DB bisher eben nie ICmod übrig gehabt und alles, was nicht ICmod ist, kann den SBB EC-Wagen nicht das Wasser reichen. Da reklamieren dann die Kunden über das ungepflegte und nicht mehr zeitgemässe Rollmaterial. Sowieso will aber auch die DB nicht mehr mit einstöckigen IC-Wagen planen. Dass die DB-Wagen in der Schweiz nur 13-polig ohne NBA und ohne seitenselektive Türfreigabe fahren können, ist dann noch ein anderes Thema.

vom IC2 mal ganz abgesehen bis 2025 kann noch viel passieren ob der dann wirklich bis Zürich fahren kann ist eben nicht sicher…

Ich habe vorletzte Woche eine BR 147.5 selbstfahrend in Zürich gesehen. Also sie sind schon weiter an dem Thema dran.

Das ist wohl wahr, was mir noch einfällt - man könnte auch die Überführungsfahrt vielleicht im Plan des ersten und letzen Railjet führen wobei das wahrscheinlich zeitlich nicht passen würde, habe es mir nämlich im Fahrplan nicht genau angeschaut.

Ist denn der erste railjet am Morgen von Wien zeitlich so gelegen, dass die Abfahrt um 06.29 Uhr ab Stuttgart Hbf nach Zürich erreicht wird? Denn so ist das vorgesehen: Der IC 181 Stuttgart Hbf-Zürich HB kommt zuvor direkt aus Wien nachdem dieser Kiss am Vortag in der Instandhaltung in Wien verweilte.
Man wird hier wohl mit Leerfahrten planen, da mit diesen Fahrlagen keine sinnvolle kommerzielle Nutzung möglich wäre. Oder wieviel Nachfrage generiert eine Ankunft am Morgen um 06.00 Uhr in Stuttgart von Wien her?


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Der SBB FV-Dosto.

Danke für die detaillierten Infos

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 22.01.2022, 13:57 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx

Kleine Korrektur

Daraus folgt, dass der IC2-BT wie folgt fährt:
Stuttgart (07.18) - Singen (09.24/11.36) - Stuttgart (13.31/14.29) - Konstanz (16.48/18.07) - Stuttgart (20.42/21.18) - Konstanz (23.46); und am Morgen wieder nach Stuttgart während um 07.18 Uhr ab Stuttgart wieder ein anderer IC2-BT den entsprechenden Umlauf macht.

Da befindet sich der Umlauf des IC2-BT in der schnellen IC-Fahrlage.

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Wenn der Irrsinn Methode hat ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 22.01.2022, 15:10 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Der Blaschke, Samstag, 22.01.2022, 15:11

Hallo.

Ist denn der erste railjet am Morgen von Wien zeitlich so gelegen, dass die Abfahrt um 06.29 Uhr ab Stuttgart Hbf nach Zürich erreicht wird? Denn so ist das vorgesehen: Der IC 181 Stuttgart Hbf-Zürich HB kommt zuvor direkt aus Wien nachdem dieser Kiss am Vortag in der Instandhaltung in Wien verweilte.
Man wird hier wohl mit Leerfahrten planen, da mit diesen Fahrlagen keine sinnvolle kommerzielle Nutzung möglich wäre. Oder wieviel Nachfrage generiert eine Ankunft am Morgen um 06.00 Uhr in Stuttgart von Wien her?


Der Schwachsinn nimmt immer größere Ausmaße an. Allnächtliche Leerfahrten Stuttgart Wien Stuttgart?! 2x nachts leer ca 650 Kilometer?! Da kann man nur hoffen, dass BILD und "Monitor" diese Energieverschwendung mal in den Focus nehmen!


Und was heißt 'erster Railjet aus Wien'? Die aktuellen Fahrzeiten betragen bestenfalls um die 6 1/2 Std. Wäre dann wohl eher der 'letzte Railjet aus Wien' - denn man müßte ja wohl vor Mitternacht los.

Da wäre es sinnvoller, wenn man es zeitlich hinbekommt, die Einheit dem IC 94 bis Nürnberg mitzugeben. Und dann könnte man einen Früh-IC Nürnberg - Stuttgart erfinden; den gibt's nämlich noch nicht. Während ab München um ca 3.30 Uhr ein ICE Richtung Stuttgart startet. Da wäre der Park als zusätzlicher Zug von nur überschaubarem Nutzen.

Also Wien ca 19.15 Uhr bis Nürnberg, ca. Mitternacht. Als Leerpark dem 94 beigeben oder bei Nachfrage für Kunden öffnen. Dann Nürnberg ca 3.40 Uhr nach Stuttgart an ca 5.50 Uhr im IC-Takt. Die reine Fahrzeit auf der Gesamtstrecke mit ca 7 Std dauert dann auch nicht sooooo viel länger als über München ...

Aber gut - man sieht ja, dass bei den Entscheidungsträgern in den Plüschetagen noch volle Kassen vorhanden sind, wenn man ernsthaft über ca 1.300 Kilometer Leerfahrten pro Nacht nachdenkt ... - anstatt sich Ideen über Angebotsverbesserungen zu machen, wenn die Fahrten dann schon unumgänglich sind. Sie können's halt nicht. Da muss erst der Foren-Zampano mal 30 Minuten über das Thema nachdenken, um zu sinnvolleren Lösungen zu kommen (die Gastfahrt auf der S 5 nach Paderborn ziiiiieht sich wieder ...).


Schöne Grüße von jörg

Ach ja, Praxischeck ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 22.01.2022, 15:20 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke

Hey.

Also Wien ca 19.15 Uhr bis Nürnberg, ca. Mitternacht. Als Leerpark dem 94 beigeben oder bei Nachfrage für Kunden öffnen. Dann Nürnberg ca 3.40 Uhr nach Stuttgart an ca 5.50 Uhr im IC-Takt. Die reine Fahrzeit auf der Gesamtstrecke mit ca 7 Std dauert dann auch nicht sooooo viel länger als über München ...


Ach ja, keine Sorge, mir ist natürlich klar, warum das alles nicht geht. Die "sowas-ham-wa-ja-noch-nie-gemacht"-Fraktion wird schon genug Gründe finden. Dann ist in Nürnberg der Lokführer nicht ausgebildet auf der Baureihe. Irgendwo ist bis 4.13 Uhr noch Streckenruhe. Oder unterwegs ragt ein Oberleitungsmast ins Lichtraumprofil. Oder oder oder ...

463 Gründe, mindestens, werden sich finden, warum es eine Leerfahrt zwingend sein muss.

Schöne Grüße von jörg

Ach ja, Praxischeck ...

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 22.01.2022, 15:32 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Twindexx, Samstag, 22.01.2022, 15:36

Hoi,

Soll denn das tatsächlich die Endlösung sein? Warum nicht in Nürnberg eine Instandhaltung planen, die sowohl von den Vierteilern aus Nordostdeutschland als auch von den Sechsteilern aus dem Gäu zentral genutzt werden könnte? Ich stelle mir da etwas in der Art vor:

IC 182 Stuttgart Hbf an 21.31 Uhr -> Abend-IC Stuttgart-Nürnberg,
Unterhalt über Nacht in Nürnberg,
Morgen-IC Nürnberg-Stuttgart -> IC 483 Stuttgart Hbf ab 09.18 Uhr.

Das hätte auch den Vorteil, dass plötzlich ein Kiss mehr im Betrieb zur Verfügung stünde, wenn derselbe Kiss, der Abends weggeht, morgens auch wieder da wäre und nicht erst am übernächsten Tag. Also dann gingen auch sieben Umläufe plus ein Reservefahrzeug.

Zum Reservefahrzeug muss sowieso noch gesagt werden, dass dieses natürlich nicht in Stuttgart oder sonstwo in der Nähe der Gäubahn steht. Dieser sechsteilige Kiss steht dann in Wien als gemeinsame Reserve auch für die Vierteiler. Von den acht Sechsteilern sind also die sechs Umläufe auf der Gäubahn unterwegs und die beiden Fahrzeuge in der Instandhaltung und in der Reserve findet man dann in Wien.
Damit könnte also tatsächlich auch mal ausserplanmässig ein Sechsteiler zwischen Dresden und Rostock auftauchen. Da bin ich dann gespannt, ob wir dann auch mal einen Vierteiler in Zürich sehen werden, weil die in Wien irgendeinen Knoten reinbekommen haben.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Wartung in Nürnberg

Stammstrecke, Samstag, 22.01.2022, 16:27 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx

Hallo!


Soll denn das tatsächlich die Endlösung sein? Warum nicht in Nürnberg eine Instandhaltung planen, die sowohl von den Vierteilern aus Nordostdeutschland als auch von den Sechsteilern aus dem Gäu zentral genutzt werden könnte? Ich stelle mir da etwas in der Art vor:

In Nürnberg soll ja ein neues Fernverkehrswerk entstehen. Dieses wird aber nach den Ankündigungen erst im Jahr 2028 in Betrieb gehen. Davor glaube ich nicht an den Wartungsstandort Nürnberg, weil sich dann DB Regio eine für das Werk unbekannte Fahrzeugart in ihre Werkstatt holen müsste.

Grüße von der Stammstrecke

Ich vertraute dir.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 22.01.2022, 18:40 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx

Hey.

Soll denn das tatsächlich die Endlösung sein?

Das weiß ich nicht. Ich habe jetzt ganz ernsthaft deinen Ausführungen vertraut.

Kleine Bitte am Rande: das Wort "Endlösung" läßt die Sensibleren in Deutschland schnell zusammenzucken. War dir wohl nicht bewußt - aber nächstes Mal bitte einen anderen Ausdruck verwenden. Macht sich einfach besser. Auch in deinem Sinne. DANKE!


Schöne Grüße von jörg

Ich vertraute dir.

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 22.01.2022, 18:53 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke

Hoi,

Das weiß ich nicht. Ich habe jetzt ganz ernsthaft deinen Ausführungen vertraut.

Die mir bekannte Planung reicht genau bis Mitte 2025. Weil dann beginnt scheinbar die Abkopplung des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit dieser Vaihingen-Lösung. Dann werden die Karten sowieso wieder neu gemischt und alles ist wieder möglich bezüglich Rollmaterialeinsatz, eben auch eine komplette Umstellung aller IC Zürich-Vaihingen auf die IC2-BT. Aber bis dahin gehen eben auch die Sechsteiler-Kiss nach Wien in den Unterhalt, eben bisher geplant mit diesen nächtlichen Leerfahrten.

Kleine Bitte am Rande: das Wort "Endlösung" läßt die Sensibleren in Deutschland schnell zusammenzucken.

Ups…


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Hi, Sensibelchen hier

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Samstag, 22.01.2022, 23:10 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke

Ja, ich hab da direkt Assoziationen gehabt. Ist aber auch nicht schwer, nachdem in der vergangenen Woche das Thema Wannsee-Konferenz traurigen Jahrestag hatte ...

Umso schöner, dass es deutschsprachige Nachbarn gibt, die den Begriff ganz normal verwenden können ohne Assoziationen. :)

+1

Berliner65, Berlin, Sonntag, 23.01.2022, 15:07 (vor 1534 Tagen) @ Der Blaschke

+1 (und weitere +100)
Bei "E...g" lief es mir eiskalt den Rücken runter.

--
Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Ach ja, Praxischeck ...

Alexander, Samstag, 22.01.2022, 22:26 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx

Soll denn das tatsächlich die Endlösung sein? Warum nicht in Nürnberg eine Instandhaltung planen, die sowohl von den Vierteilern aus Nordostdeutschland als auch von den Sechsteilern aus dem Gäu zentral genutzt werden könnte? Ich stelle mir da etwas in der Art vor:

Wien ist meines Wissens nicht die Endlösung. So wie ich es gehört habe, strebt man München als Werkstattstandort an.
Hier hat DB Fernverkehr neben dem ICE-Werk noch ein „Lok-Werk“, wo durch den Wegfall von Lokbespannten Zügen die Leistungen deutlich sinken. Bereits heute werden dort Triebwagen von DB Regio Instandgehalten. Aber ob dies wirklich bereits spruchreif ist, weiß ich nicht.

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Das wär fad

J-C, In meiner Welt, Samstag, 22.01.2022, 15:56 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Samstag, 22.01.2022, 15:57

Es gibt viele Möglichkeiten des Einsatzes:

von Wien um 21:15 über Nürnberg nach Stuttgart und damit eine neue Spätverbindung via Passau - die Strecke ist m.M.n. stark ausbaufähig vom Angebot her.

Oder um 21:55 von Wien über Linz, Salzburg und München nach Stuttgart, wo in der Lage ein RJ nur bis Linz fährt und somit Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck und Neumarkt am Wallersee eine verbesserte Verbindung am Abend bekämen.

Man kann also an so vielen Ecken das Angebot verbessern mit dieser Überführungsfahrt. Wär doch schade, wenn alles, was man kriegt, eine Frühverbindung Nürnberg-Stuttgart ist…

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wenn der Irrsinn Methode hat ...

Stammstrecke, Samstag, 22.01.2022, 16:22 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo!

Hallo.

Man wird hier wohl mit Leerfahrten planen, da mit diesen Fahrlagen keine sinnvolle kommerzielle Nutzung möglich wäre. Oder wieviel Nachfrage generiert eine Ankunft am Morgen um 06.00 Uhr in Stuttgart von Wien her?


Der Schwachsinn nimmt immer größere Ausmaße an. Allnächtliche Leerfahrten Stuttgart Wien Stuttgart?! 2x nachts leer ca 650 Kilometer?! Da kann man nur hoffen, dass BILD und "Monitor" diese Energieverschwendung mal in den Focus nehmen!

Aber gut - man sieht ja, dass bei den Entscheidungsträgern in den Plüschetagen noch volle Kassen vorhanden sind, wenn man ernsthaft über ca 1.300 Kilometer Leerfahrten pro Nacht nachdenkt ... - anstatt sich Ideen über Angebotsverbesserungen zu machen, wenn die Fahrten dann schon unumgänglich sind. Sie können's halt nicht. Da muss erst der Foren-Zampano mal 30 Minuten über das Thema nachdenken, um zu sinnvolleren Lösungen zu kommen (die Gastfahrt auf der S 5 nach Paderborn ziiiiieht sich wieder ...).


Schöne Grüße von jörg

Ich würde hier erstmal abwarten und Tee bzw. Cola drinken, bis hier konkretere Informationen zu den Fahrplänen bekannt werden. Bei den heutigen IC 94 und 95 hätten vermutlich auch die wenigsten die heutige Lösung erwartet und heute ist die Lösung ein voller Erfolg. Wir werden schon noch rechtzeitig sehen, ob wir uns hier nicht auch über eine solche Lösung freuen können.

Grüße von der Stammstrecke

Wenn der Irrsinn Methode hat ...

Holger2, Sonntag, 23.01.2022, 02:54 (vor 1535 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Holger2, Sonntag, 23.01.2022, 02:56

Bzgl. Werkstattanbindung:

Nein,

sondern es ist so, dass der o.g. Umlauf nicht ganz korrekt ist - ich habe ihn weiter unten korrigiert.

Auf der Gäubahn kann und wird es ja weiterhin einen IC2 - Umlauf geben, dieser wird dann mit den IC2 der Strecke (Leipzig -) Nürnberg - Karlsruhe durchgetauscht, die ja auch zum Teil in Stuttgart übernachten, und so ins Werk nach Leipzig gebracht.
Karlsruhe 15:06 - Leipzig 22:06 -> 7:38 - Karlsruhe 14:53

Mit den KISS ist nicht ganz klar, wie sie nach Wien gebracht werden. Grundsätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, diese nach Nürnberg zu fahren und sie dann in die Verbindung Rostock - Wien einzuscheren. Dann würden die KISS nicht mehr täglich von Rostock nach Wien fahren, sondern abwechselnd aus Stuttgart oder Rostock. Oder sie fahren über Salzburg. Gerade Tagesrandverbindungen fahren ja nicht immer exakt im Taktgefüge

Holger

Mögliche Lösung ohne Leerfahrten

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 25.01.2022, 11:51 (vor 1532 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Reservierungszettel, Dienstag, 25.01.2022, 11:51

Habe mir nun die aktuellen Fahrpläne angeschaut, morgens und abends wird es schwierig aber am Tag geht es.

Wenn die RJ 169 und 368 als KISS geführt werden.

An 13:20 - 368 KISS -> Ab 13:37 - 486 KISS (Zug aus Wien)
An 13:23 - 185 KISS -> Abstellung für 169

Ab 14:23 - 485 -> Ab 14:37 - 186
Ab 14:40 - 169 KISS -> aus Abstellung (Zug nach Wien)

Danke für die detaillierten Infos

RadExpress, Samstag, 22.01.2022, 20:53 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx

Das hat man beim IC94/95 auch gedacht, und dieser ist zwischen Nürnberg und Leipzig oft voll und wird sehr gut angenommen. Ich könnte mir auch vorstellen das ein Nachtzug nach Stuttgart angenommen wird , besonders wenn man in Stuttgart den ersten TGV Richtung Paris erreicht

Abwarten

Aphex Twin, Freitag, 21.01.2022, 18:31 (vor 1536 Tagen) @ Twindexx

Die acht Sechsteiler reichen noch nicht mal für die Gäubahn, da hierfür sieben Umläufe nötig wären, aber nur sechs Umläufe möglich sind. Wegen des ETCS-Problems der DB Netz zwischen Schaffhausen und Singen laufen zwar noch Abklärungen zum PZB-Betrieb auf diesem Abschnitt, aber grundsätzlich will man im Dezember 2022 mit den Kiss zwischen Zürich und Stuttgart starten:

Du hattest doch von ETCS “Problemen” zwischen Schaffhausen und Singen im ersten Jahr berichtet. Hat sich da jetzt eine Lösung gefunden?

Abwarten

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 21.01.2022, 18:57 (vor 1536 Tagen) @ Aphex Twin

Hoi,

Du hattest doch von ETCS “Problemen” zwischen Schaffhausen und Singen im ersten Jahr berichtet. Hat sich da jetzt eine Lösung gefunden?

DB Fernverkehr hatte deshalb nochmal bei DB Netz interveniert, ETCS früher wieder in Betrieb zu nehmen. DB Netz blieb jedoch bei frühestens Ende 2023.

Nun soll entweder eine kleine Gruppe SBB Lf die PZB-Ausbildung erhalten (auf Kosten der DB) oder die IC sollen Schaffhausen-Singen immer mit DB-Lf geführt werden und Personalwechsel in Schaffhausen. Die nötige Haltezeit in Schaffhausen bleibt natürlich Thema, die im Abschnitt Schaffhausen-Tuttlingen kompensiert werden müsste.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Abwarten

Holger2, Sonntag, 23.01.2022, 02:10 (vor 1535 Tagen) @ Twindexx

Hallo,

1. nun mit einiger Genugtuung möchte ich zunächst einmal konstatieren, dass man offenbar die fehlenden Minuten für die ETCS - Umschaltung in Schaffhausen gefunden hat. Einige Forumsteilnehmer hatten den Einsatz der KISS ja noch vor kurzem deswegen gänzlich in Frage gestellt.

2. Was die Umläufe angeht: Morgens um 6:30 in Singen kommt der IC aus Konstanz, weil eben aus der Schweiz so früh morgens noch gar kein IC kommt (und es fährt auch keiner dort hin).
Außerdem fährt der IC abends um 17:27 in Singen weiter nach Konstanz, und dann von dort wieder zurück nach Stuttgart (Singen ab 18:30). Grund ist, dass während der HVZ die Züge von Zürich nach Schaffhausen verstärkt fahren müssen, eine Doppeltraktion ist mit den KISS leider nicht möglich. D.h. es muss zwischen Zürich und Singen ein Ersatzzug fahren, um die größeren innerschweizerischen Fahrgastströme zu bewältigen.

D.h., dass der Umlauf: Konstanz 6:04 - Stuttgart 8:43/(9:16 - Singen 11:25/12:35 - Stuttgart 14:43)/15:16 - Konstanz 17:48/18:07 - Stuttgart 20:43/21:16 - Konstanz 23:46 ohne größere Probleme mit IC2 gefahren werden kann. Es fällt nur zusätzlich eine mögliche Durchbindung in der Schwachlastzeit weg.

Es bleiben also 6 Umläufe für KISS. Richtig ist, dass es einen weiteren Umlauf zur Werkstattzuführung geben muss -> das sind dann 7 Umläufe

3. Für den Fall einer Störung muss ganz sicher nicht ein weiterer achter KISS als Ersatzzug vorgehalten werden muss. Dies wäre betriebswirtschaftlicher Nonsens. Im seltenen Fall, dass ein Zug ausfällt, wird einfach irgendeine Reserve herangezogen, zur Not mit Umstieg in Singen, oder eben o.g. schweizerische Garnitur, die ohnehin noch für die HVZ vorgehalten werden muss.

Holger

Abwarten

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 23.01.2022, 10:04 (vor 1534 Tagen) @ Holger2

Hoi,

1. nun mit einiger Genugtuung möchte ich zunächst einmal konstatieren, dass man offenbar die fehlenden Minuten für die ETCS - Umschaltung in Schaffhausen gefunden hat. Einige Forumsteilnehmer hatten den Einsatz der KISS ja noch vor kurzem deswegen gänzlich in Frage gestellt.

Du hättest meine Beiträge schon komplett lesen müssen, statt mir gänzlich andere Dinge in den Mund zu legen. Ich hatte nämlich auch folgendes geschrieben:
Die tatsächlichen Prozesszeiten in Schaffhausen beim DB-Kiss müssen natürlich noch zwischen Fahrzeugeigentümer (DB Fernverkehr), verantwortlichem EVU (SBB Personenverkehr) und der Infrastrukturbetreiberin (SBB Infrastruktur) geklärt werden. Allenfalls ist auch noch Stadler als Hersteller einzubeziehen

Auch jetzt sind noch nicht alle Punkte restlos geklärt. Und deshalb hatte ich dort im Herbst auch geschrieben, dass ich da einfach noch nicht die Hand ins Feuer legen würde.

Außerdem fährt der IC abends um 17:27 in Singen weiter nach Konstanz, und dann von dort wieder zurück nach Stuttgart (Singen ab 18:30).

Nein, umlaufbedingt muss sich das um eine Stunde verschieben:

                  IC 2389    IC 4
Stuttgart Hbf  ab   14.29
Singen         an   16.24 ⬊
Singen         ab   16.27   16.31
Konstanz       an   16.48
Zürich HB      an           17.23

                  IC 2382    IC 4
Zürich HB      ab           17.37
Konstanz       ab   18.07
Singen         an   18.33   18.29
Singen         ab   18.36 ⬋
Stuttgart Hbf  an   20.42

D.h., dass der Umlauf: Konstanz 6:04 - Stuttgart 8:43/(9:16 - Singen 11:25/12:35 - Stuttgart 14:43)/15:16 - Konstanz 17:48/18:07 - Stuttgart 20:43/21:16 - Konstanz 23:46 ohne größere Probleme mit IC2 gefahren werden kann.

Nein, der Umlauf des IC2-BT sieht wie folgt aus:
Stuttgart (07.18) - Singen (09.24/11.36) - Stuttgart (13.31/14.29) - Konstanz (16.48/18.07) - Stuttgart (20.42/21.18) - Konstanz (23.46).
Und die morgendliche Fahrt läuft separat Konstanz (06.04) - Stuttgart (08.42) und dann ist der IC2-BT auch wieder aus dem Gäubahn-Umlauf draussen. Um 07.18 Uhr ab Stuttgart Hbf schert auf IC 2381 ein anderer IC2-BT in den Umlauf ein.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

KISS sind Planfahrzeuge, kein Provisorium

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 21.01.2022, 11:01 (vor 1536 Tagen) @ Berliner65
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 21.01.2022, 11:02

Das Provisorium KISS soll der Dauerzustand auf Dresden-Berlin-Rostock werden?

Wieso Provisorium? Es war immer schon so kommuniziert, dass die Strecke auf KISS bleibt. Einzig die Verlängerung von 4 au 6 Wagen ist vom Tisch, d.h. man muss in Zukunft in der HVZ dann halt mit 2x4 Wagen fahren. Dafür wird es wohl auf der Strecke den ein oder anderen ICE aus Hamburg mehr geben, der nach Dresden verlängert wird, da man ja nur eine begrenzte Anzahl an 4-Teiler hat.

KISS sind Planfahrzeuge, kein Provisorium

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.01.2022, 13:29 (vor 1536 Tagen) @ ICETreffErfurt

Sagen wir es mal so, mit dem Ausbau der Via Vindobona in den nächsten Jahrzehnten - und in der Zeitspanne wird sich die Lebensdauer der IC2-KISS durchaus bewegen, wird es eben so sein, dass mehr Fernverkehr zwischen Berlin und Dresden stattfindet. Dann werden wie IC2 nur mehr eine regionale Erschließung erfüllen. Das wäre aber nicht zu unterschätzen. Man schaue sich einfach mal an, was der Fahrplan zwischen Dresden und Elsterwerda abseits des Fernverkehrs ist. Tja.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

KISS sind Planfahrzeuge, kein Provisorium

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 21.01.2022, 13:46 (vor 1536 Tagen) @ J-C

Bin mir nicht sicher, was du damit aussagen willst. Aber Elsterwerda hat auch nur knappe 8.000 Einwohner und zwischen Elsterwerda und Dresden hält der IC2 nicht - nicht einmal in Großenhain, was bedeutend mehr Einwohner hat als Elsterwerda.

Also ich weiß nicht, welche regionale Erschließung der IC2 da erfüllen soll.

KISS sind Planfahrzeuge, kein Provisorium

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.01.2022, 15:56 (vor 1536 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von J-C, Freitag, 21.01.2022, 15:58

Elsterwerda ist ja noch ein Bahnknoten. Mit einem Transfer durch den RB34 nach Elsterwerda-Biehla, der von den ICs durchaus funktionieren kann, ist es hier möglich, in weitere Züge umzusteigen.

Zusammen mit Doberlug-Kirchhain werden in dieser Region durch die ICs 2 Bahnknoten an den Fernverkehr angebunden, was so einige Reiseketten beschleunigt und damit insgesamt die Attraktivität des Systems Bahn steigert.
[image]
Der Regionalverkehr bietet da einfach keine Alternative:
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Wenn man über Großenhain Cottbusser Bahnhof fahren wollte, wird man dann auch nicht die Ausbaustrecke nutzen können. Da fehlt eine entsprechende Verbindung.

[image]

So muss der IC2 einen Umweg über eine langsamere Strecke machen. Das ist halt die Frage, ob die Kapazität dort reicht und ob man dieses Trade-Off für einen weiteren Halt machen will. Großenhain ist ohnehin gut an Dresden angebunden dank des REs Dresden - Cottbus.

Von Berlin her wäre Elsterwerda sinnvoller als Anknüpfung.

U

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

KISS sind Planfahrzeuge, kein Provisorium

Berliner65, Berlin, Sonntag, 23.01.2022, 15:33 (vor 1534 Tagen) @ ICETreffErfurt

Wieso Provisorium? Es war immer schon so kommuniziert, dass die Strecke auf KISS bleibt.

Angekündigt waren mittelfristig 6-Teiler. Die hätten dann auch in der 1. Klasse für ein angemessenes Platzangebot gesorgt. Die 4-Teiler sollten eine Übergangslösung sein - aka "ein Provisorium". Schlechte Übergangslösungen kann man ertragen - schlechte Dauerzustände nicht.

Einzig die Verlängerung von 4 au 6 Wagen ist vom Tisch, ...

Was heißt denn hier "einzig"? Das in Bezug auf die 1. Klasse DER Unterschied.

... d.h. man muss in Zukunft in der HVZ dann halt mit 2x4 Wagen fahren.

Auch außerhalb der HVZ besteht Verbesserungsbedarf. Bist Du schon mal im KISS in der 1. Klasse (in der 2. Klasse dürften die Probleme mind. genauso, vermutlich schlimmer sein) gereist?

Ich fahre die Strecke häufiger mal. Gern in Kleingruppen mit 3-4 Personen, die jeder einen (kleinen) Rollkoffer haben. Wenn die anderen Plätze auch gebucht sind (sehr schön für die Einnahmenseite), gibt es nahezu keinen Platz für das Gepäck (sehr schlecht für die Reisendenseite). Die Idee "dann eben 2x4" stellt für dieses Problem keine Lösung dar.

Auf dieser Strecke werden Züge benötigt, die das Reisendenprofil berücksichtigen. Das ist keine Pendler-Business-Strecke. Wer B-HRO (oder weiter) fährt, der hat gern mal einen Koffer dabei. So lange sich das in der Ausstattung nicht widerspiegelt, kann ein KISS (in der heutigen Form) nur ein Provisorium sein. So sieht kein ausreichendes FV-Angebot aus.

--
Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Willkommene Abwechslung

RadExpress, Samstag, 22.01.2022, 20:37 (vor 1535 Tagen) @ Berliner65

Die Inneneinrichtung soll ja noch auf DB Standard geändert werden. Hat mir ein ZUB vor ein paar Wochen gesag nachdem ich die Sitzbank zum schlafen nach Wien genutzt habe. Solle es noch genieße da diese rausfliegen sollen

Willkommene Abwechslung

Obotritia, Donnerstag, 20.01.2022, 16:42 (vor 1537 Tagen) @ idle2

Wie kann man die dort als Ersatz eingesetzten IC1 eigentlich so feiern?

Kein WLAN, Temperatur im Wagen entweder zu kalt oder zu warm, durchgesessene Schmuddelsitze und Wagenübergänge wie vor 50 Jahren. Von den WCs mal ganz zu schweigen.

Ja, die KISS sind zu klein in Spitzenzeiten (dazu braucht es gar nicht unbedingt den touristischen Verkehr, welcher spätestens diesen Sommer wiederkehren wird). Allerdings halte ich Sie vom Fahrkomfort für die besten eingesetzten Züge der DB...

Willkommene Abwechslung

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 21.01.2022, 04:46 (vor 1537 Tagen) @ Obotritia
bearbeitet von 218 466-1, Freitag, 21.01.2022, 04:51

Wie kann man die dort als Ersatz eingesetzten IC1 eigentlich so feiern?

Weil IC1 seit dem Ende der ex-MET wieder die komfortabelsten Züge von DB-FV sind?
Weil die beste E-Lok der DB (BR 101) am Zug ist, was für mich aus Prinzip auch als Fahrgast relevant ist? Ich lasse mich doch nicht von einem Schienenkühlschrank eines deutschen Haushaltswarenherstellers befördern. Gilt auch hier in New Jersey.
Das wären zwei Gründe, warum ich mich immer über IC1 gefreut habe, selbst wenn sie andere noch so unzeitgemäss empfunden haben, aber ich teile ohnehin fast nie Meinungen anderer. ;)

Kein WLAN,

IC1 haben doch inzwischen Wi-Fi? Falls nicht - kein cellphone, kein Problem. ;) Ausserdem muss man nicht dauernd suchteln. Je nach Region funktioniert es mit dem Empfang eh nicht.

Temperatur im Wagen entweder zu kalt oder zu warm,

Das Problen hatte ich nie.

durchgesessene Schmuddelsitze

Immernoch besser, als brettharte Foltersitze und Billigaustattung in ICE's - und das im Vergleich der ex-MNX (IC1 in Rot sogar ohne ICmod und ohne Redesign) gegen den sämtliche ICE-Triebzüge im direkten Vergeich auf der NIM in allen mir wichtigen Punkten verloren haben!

und Wagenübergänge wie vor 50 Jahren.

Was genau ist das Problem dabei?

Von den WCs mal ganz zu schweigen.

Wo ist der Unterschied?


Ja, die KISS sind zu klein in Spitzenzeiten (dazu braucht es gar nicht unbedingt den touristischen Verkehr, welcher spätestens diesen Sommer wiederkehren wird). Allerdings halte ich Sie vom Fahrkomfort für die besten eingesetzten Züge der DB...

Kann ich nicht beurteilen, da noch nie mit KISS gefahren. Angesichts des Feedbacks hier und was ich da sehen kann, bin ich aber absolut nicht traurig darüber. ;)
Stadler-Züge aller Art haben mir noch nie zugesagt. Die FLIRT des "Meridian" waren nach den BR 612 das schlimmte, was ich je erlebt habe. Diese Züge lehne ich seit einer Testfahrt München - München Ost 2014 als völlig unzulässig ab und da Go Ahead die Fahrgäste heuer auf einigen meiner damaligen Stammstrecken mit FLIRT belästigt, kann ich jeden Ruf nach Bundesbahn-Komfort nachvollziehen.
Die Latte für "die besten eingesetzten Züge der DB" haben die MET sehr hoch gelegt. Wird schwer das zu schlagen und KISS verlieren - auch gegen IC1 - schonmal in vier Punkten, die ich auch ohne Selbsterfahrung beurteilen kann, wegen Treppen im Zug, im Sitzabstand, nicht verstellbaren Rückenlehnen in der 2. Klasse (jedefalls nicht ohne Einschränkung der Beinfreiheit) und wegen abgeschrägten Wänden im Oberdeck, was ich grudsätzlich unakzeptabel finde. Ich bin mir zu 99% sicher, dass ich bei einer Begehung mit Sitzprobe vergeblich nach jeglichen Vorteilen der KISS ggü. IC1 oder MET suchen würde, wie schon bei allen anderen Zügen, ab Baujahr 1996.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Willkommene Abwechslung

Garfield_1905, Freitag, 21.01.2022, 05:34 (vor 1537 Tagen) @ 218 466-1

Ja, die KISS sind zu klein in Spitzenzeiten (dazu braucht es gar nicht unbedingt den touristischen Verkehr, welcher spätestens diesen Sommer wiederkehren wird). Allerdings halte ich Sie vom Fahrkomfort für die besten eingesetzten Züge der DB...


Kann ich nicht beurteilen, da noch nie mit KISS gefahren. Angesichts des Feedbacks hier und was ich da sehen kann, bin ich aber absolut nicht traurig darüber. ;)

Komisch, beim ICE 4 kannst Du es 'beurteilen', obwohl Du den auch noch nie gefahren oder auch nur gesehen hast. :-)

Willkommene Abwechslung

AlbertP, Ulm, Freitag, 21.01.2022, 09:43 (vor 1536 Tagen) @ 218 466-1

IC1 haben doch inzwischen Wi-Fi? Falls nicht - kein cellphone, kein Problem. ;) Ausserdem muss man nicht dauernd suchteln. Je nach Region funktioniert es mit dem Empfang eh nicht.

Soweit ich gesehen habe, haben die IC1 auf der L77 schon Wi-Fi aber die auf der L62 noch nicht alle. Wie es auf anderen Linien geht weiß ich nicht.

Interessant. Mal ein Blick nach NJ geworfen.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 22.01.2022, 20:28 (vor 1535 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von J-C, Samstag, 22.01.2022, 20:29

Wie kann man die dort als Ersatz eingesetzten IC1 eigentlich so feiern?


Weil IC1 seit dem Ende der ex-MET wieder die komfortabelsten Züge von DB-FV sind?

Die meisten haben mit dem ICmod einen ähnlichen Komfort wie die ICE1 bis ICE-T. Und ich kann mich noch erinnern, wie ich mal in einem unmod IC-Wagen einfach richtig furchtbare Sitze bekam...

Weil die beste E-Lok der DB (BR 101) am Zug ist,

Ich würde eher zur 146 tendieren, die hat gefühlt ein wenig mehr Dynamik.

was für mich aus Prinzip auch als Fahrgast relevant ist?

Jetzt ist dir wohl klar, dass du damit zu einer kleinen Minderheit gehörst. Die wenigsten werden überhaupt wissen, was für eine Lok den Zug zieht. Hauptsache es funktioniert.

Ich lasse mich doch nicht von einem Schienenkühlschrank eines deutschen Haushaltswarenherstellers befördern.
Gilt auch hier in New Jersey.

Wenn du was gegen Siemens hast, wirst du wohl die meisten Fernverkehrszüge von Amtrak jenseits des Acela Express nicht nehmen können. Seit dem eher wenig erfolgreichen Einsatz der HHP8 (MARC scheint die aber immer noch zu haben, soweit ich informiert bin) setzt Amtrak ja bei lokbespannten Zügen vermehrt auf Siemens-Lokomotiven. Sei es die ACS-64 für die Elektrotraktion oder die Charger für Dieseltraktion.

Aus Interesse, bist du schon abseits der Ballungsräume an der Ostküste gereist? NJ Transit bietet ja durchaus ein respektables Angebot auf seinen Hauptmagistralen. Erst 2020 wurden eine weitere Serie ALP45-DP in Dienst gestellt, soweit ich es sehe. Diese Hybrid-Lokomotiven scheinen ziemlich solide zu sein. Anderseits werden halt auch noch 55 Jahre alte Arrow III eingesetzt:
Link.

Wenn man jedoch mal in Richtung Westen fährt, scheint da eher tote Hose zu sein. Amtrak-Fernverkehr, der vielleicht 1, 2 Mal täglich Orte bedient, die gar nicht so klein sind.

Was ich sagen will, mag sein, dass es nett ist bei dir in NJ, aber das ist halt der Lage an der Ostküste geschuldet. Und dann ist es auch so, dass eigentlich durchaus mehr möglich wäre, wenn die Politik auch mitspielen würde.

Die Penn Station in New York ist zum Beispiel als meistfrequentierter Bahnhof ziemlich nachlässig behandelt worden von der Infrastruktur her. Man könnte da mehr machen, aber im Weichenbereich fährt man mit 15 mph, was nicht gerade den Verkehrsfluss fördert. Nur so als Beispiel. Oder generell der Zustand der Strecke, wo ein gewisser Sanierungsstau zu verorten wäre.

Das wären zwei Gründe, warum ich mich immer über IC1 gefreut habe, selbst wenn sie andere noch so unzeitgemäss empfunden haben, aber ich teile ohnehin fast nie Meinungen anderer. ;)

Puhh, ich war mal in einem Ohrensessel-Wagen, der jetzt zu Regiojet gehört, gewesen. Ja, der Sitzkomfort ist da, aber der Rest ist eher meh.

Kein WLAN,


IC1 haben doch inzwischen Wi-Fi? Falls nicht - kein cellphone, kein Problem. ;) Ausserdem muss man nicht dauernd suchteln. Je nach Region funktioniert es mit dem Empfang eh nicht.

Heutzutage will man aber seine Reisezeit produktiv nutzen - ein gutes Argument, um die Bahn zu nutzen übrigens.

Temperatur im Wagen entweder zu kalt oder zu warm,


Das Problen hatte ich nie.

Sagen wir es mal so, die Klimaanlagen sind doch schon betagt. Aber es geht von der Temperatur her...

durchgesessene Schmuddelsitze


Immernoch besser, als brettharte Foltersitze und Billigaustattung in ICE's - und das im Vergleich der ex-MNX (IC1 in Rot sogar ohne ICmod und ohne Redesign) gegen den sämtliche ICE-Triebzüge im direkten Vergeich auf der NIM in allen mir wichtigen Punkten verloren haben!

Diese brettharten Foltersitze und billigausstattung wurde meiner Meinung nach schon oft unterboten. Von den EC-Wagen, die die CD zwischen Hamburg und Prag einsetzt, von den ÖBB-Railjets in der zweiten Klasse... ja und die älteren Reisezugwagen der PKP Intercity sind auch nicht so toll.

Da setzt die DB eigentlich doch hohe Standards in modernen Zügen.

und Wagenübergänge wie vor 50 Jahren.


Was genau ist das Problem dabei?

Sagen wir es mal so, wenn ich zu Starklastzeiten für eine kurze Strecke stehen muss, ist es doch etwas angenehmer, wenn der Wagenübergang auch zum Stehen zur Verfügung steht. Hab ich schon hin und wieder so gehabt. Im Railjet geht das ja ganz gut.

Und letztendlich reduziert es das Fahrtgeräusch um ein Vielfaches.

Wenn ich dazu komme, du merkst den IC1-Wagen ihr Alter einfach an, so hören sie sich eben auch an. Da sind ICEs einfach viel angenehmer von der Lautstärke und vor allem von der Laufruhe her.

Das kann auch eine Frage der Drehgestelle sein. Vielleicht ist es deswegen so angenehm, im Bbdpmz 84-91 der MÁV aus Ungarn zu reisen.

Von den WCs mal ganz zu schweigen.


Wo ist der Unterschied?

Definitiv angenehmer in einem ICE.

Ja, die KISS sind zu klein in Spitzenzeiten (dazu braucht es gar nicht unbedingt den touristischen Verkehr, welcher spätestens diesen Sommer wiederkehren wird). Allerdings halte ich Sie vom Fahrkomfort für die besten eingesetzten Züge der DB...


Kann ich nicht beurteilen, da noch nie mit KISS gefahren. Angesichts des Feedbacks hier und was ich da sehen kann, bin ich aber absolut nicht traurig darüber. ;)

Ja dann verpasst du was halt, dagegen sehen deine ach so tollen NJT-Züge sehr alt aus. Sprichwörtlich. Die Dinger haben Komfort, sie haben eine schöne Laufruhe, mehr wünsche ich mir fast nicht. Wenn man im Unterdeck reist, fühlt es sich an wie auf einem Luftkissen.

Stadler-Züge aller Art haben mir noch nie zugesagt. Die FLIRT des "Meridian" waren nach den BR 612 das schlimmte, was ich je erlebt habe.

Und ich hab die FLIRTs und 612 beide gern :D

Diese Züge lehne ich seit einer Testfahrt München - München Ost 2014 als völlig unzulässig ab und da Go Ahead die Fahrgäste heuer auf einigen meiner damaligen Stammstrecken mit FLIRT belästigt, kann ich jeden Ruf nach Bundesbahn-Komfort nachvollziehen.

Sind nicht besonders viele Rufe nach dem Bundesbahn-Mief...

Die Latte für "die besten eingesetzten Züge der DB" haben die MET sehr hoch gelegt. Wird schwer das zu schlagen und KISS verlieren - auch gegen IC1 - schonmal in vier Punkten, die ich auch ohne Selbsterfahrung beurteilen kann,

Ohne Selbsterfahrung würde ich ja vorsichtig sein. Im Kontext sieht es ganz anders aus.

wegen Treppen im Zug

...aber nicht in den Zug. Man steigt zumindest in Österreich höhengleich ein und kann ohne eine Stufe zu erklimmen, sofort einen Sitzplatz einnehmen.

, im Sitzabstand,

der meiner Meinung nach völlig geht

nicht verstellbaren Rückenlehnen

Except, sie sind verstellbar. Nur halt nicht auf die Art, dass du dem Hintermann auf die Nerven gehst.

in der 2. Klasse (jedefalls nicht ohne Einschränkung der Beinfreiheit)

das wäre vernachlässigbar

und wegen abgeschrägten Wänden im Oberdeck, was ich grudsätzlich unakzeptabel finde.

Blame the Europeans! Denn anders kriegt man einen Zug nicht ins Lichtraumprofil eingefügt. Dabei überschreiten die KISS1 bereits das Standard-Lichtraumprofil, da sie ja für schweizerische und österreichische Verhältnisse konstruiert wurden. Sind eben noch in Bussnang und nicht in Pankow hergestellt worden.

Ich bin mir zu 99% sicher, dass ich bei einer Begehung mit Sitzprobe vergeblich nach jeglichen Vorteilen der KISS ggü. IC1 oder MET suchen würde, wie schon bei allen anderen Zügen, ab Baujahr 1996.

Meine Vorteile wären, Steckdosen an jedem Platz, ein schön großer Klapptisch, ganz generell eine angenehme, ruhige Atmosphäre.

Die Züge wurden aber auch zunächst von der privaten WESTbahn eingesetzt. Die sind natürlich auf möglichst hohe Kapazitäten und Auslastung ausgelegt. Deswegen ja auch KISS, weil so der Fahrgastfluss schnell wie bei einer S-Bahn geht und man damit Zeit spart. Außerdem sind so die Betriebskosten nicht so hoch. Das rechnet sich schneller als bei einem Railjet oder ICE.

Es gibt aber 2 Länder in Mitteleuropa, wo noch heute Reisezugwagen produziert und eingesetzt werden und das auch auf lange Sicht: Polen und Ungarn.

Derzeit wird der von mir sehnsüchtig erwartete 175A der PKP Intercity ausgerollt, während die MÁV mit den ARmz 85-91 eine weitere Komponente in ihrer IC+-Serie in Betrieb nehmen wird.

Wie man sieht, es gibt Länder, wo Reisezugwagen produziert werden. Falls du jemals was anderes als Triebwagen oder feste Garnituren sehen willst ;)

Achja... und Regiojet hat ja die Ohrensesselwagen in der LowCost-Klasse drin.

und modernisierte Touristik-Wagen auf der Schnellzuglinie R23

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Interessant. Mal ein Blick nach NJ geworfen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 23.01.2022, 05:08 (vor 1535 Tagen) @ J-C

Die meisten haben mit dem ICmod einen ähnlichen Komfort wie die ICE1 bis ICE-T. Und ich kann mich noch erinnern, wie ich mal in einem unmod IC-Wagen einfach richtig furchtbare Sitze bekam...

ICmod oder original - mir weitgehend egal - ausser die 1. Klasse die mit original Plüsch besser war.

Ich würde eher zur 146 tendieren, die hat gefühlt ein wenig mehr Dynamik.

Im NV ja. Für IC1 aber zu langsam und zu wenig Power.

Jetzt ist dir wohl klar, dass du damit zu einer kleinen Minderheit gehörst. Die wenigsten werden überhaupt wissen, was für eine Lok den Zug zieht. Hauptsache es funktioniert.

Das ist mir schon lange klar, dass ich fast überall eine exclusive Eine-Person-Minderheit bin und das finde ich gut. ;)

Wenn du was gegen Siemens hast, wirst du wohl die meisten Fernverkehrszüge von Amtrak jenseits des Acela Express nicht nehmen können. Seit dem eher wenig erfolgreichen Einsatz der HHP8 (MARC scheint die aber immer noch zu haben, soweit ich informiert bin) setzt Amtrak ja bei lokbespannten Zügen vermehrt auf Siemens-Lokomotiven. Sei es die ACS-64 für die Elektrotraktion oder die Charger für Dieseltraktion.

Amtrak fährt hier auf dem NEC und hält nicht zw. EWR und Metropark. Die Abzweigung zur Coast Line ist bereits in Rahway, weshalb Amtrak für mich obsolete ist - auch tariflich. Nach Trenton reicht auch NJT und weiter südlich muss ich normal nicht.

Aus Interesse, bist du schon abseits der Ballungsräume an der Ostküste gereist? NJ Transit bietet ja durchaus ein respektables Angebot auf seinen Hauptmagistralen. Erst 2020 wurden eine weitere Serie ALP45-DP in Dienst gestellt, soweit ich es sehe. Diese Hybrid-Lokomotiven scheinen ziemlich solide zu sein. Anderseits werden halt auch noch 55 Jahre alte Arrow III eingesetzt:
Link.

Ja, die wurden 2017 zusätzlich bestellt und werden wie schon die anderen Bombardier-Loks in Kassel produziert. Ausserdem Dosto-Triebzüge um die in der Tat veralteten Arrows (die auch nicht bis Red Bank kommen und daher mir egal sind) zu ersetzen.
Ich habe meine ALP-46 (101-Ableger) mit bequemen "Flachwagen" oder Dosto ohne angeschrägte Wände die hier auf der Coast Line südlich von Aberdeen-Matawan den Gesamtverkehr stellen und mehr brauche ich nicht.

Wenn man jedoch mal in Richtung Westen fährt, scheint da eher tote Hose zu sein. Amtrak-Fernverkehr, der vielleicht 1, 2 Mal täglich Orte bedient, die gar nicht so klein sind.
Was ich sagen will, mag sein, dass es nett ist bei dir in NJ, aber das ist halt der Lage an der Ostküste geschuldet. Und dann ist es auch so, dass eigentlich durchaus mehr möglich wäre, wenn die Politik auch mitspielen würde.

Ja, das sind aber andere Bundesstaaten und andere Entfernungen. Mit Rad-Schiene kommt man nicht gegen Fluchzeuge an. Es bräuchte das hier.
Ausserhalb von NJ war ich seit März 2020 nicht mehr.

Die Penn Station in New York ist zum Beispiel als meistfrequentierter Bahnhof ziemlich nachlässig behandelt worden von der Infrastruktur her. Man könnte da mehr machen, aber im Weichenbereich fährt man mit 15 mph, was nicht gerade den Verkehrsfluss fördert. Nur so als Beispiel. Oder generell der Zustand der Strecke, wo ein gewisser Sanierungsstau zu verorten wäre.

Das Getaway Program gibt es dafür, aber es geht halt auch nur langsam voran.

Heutzutage will man aber seine Reisezeit produktiv nutzen - ein gutes Argument, um die Bahn zu nutzen übrigens.

Diese brettharten Foltersitze und billigausstattung wurde meiner Meinung nach schon oft unterboten. Von den EC-Wagen, die die CD zwischen Hamburg und Prag einsetzt, von den ÖBB-Railjets in der zweiten Klasse... ja und die älteren Reisezugwagen der PKP Intercity sind auch nicht so toll.

RJ ja, den genannten Rest kenne ich nicht.

Wenn ich dazu komme, du merkst den IC1-Wagen ihr Alter einfach an, so hören sie sich eben auch an. Da sind ICEs einfach viel angenehmer von der Lautstärke und vor allem von der Laufruhe her.

Das Motorgeräuch der ICE3 ff. fand ich problematischer.

Das kann auch eine Frage der Drehgestelle sein. Vielleicht ist es deswegen so angenehm, im Bbdpmz 84-91 der MÁV aus Ungarn zu reisen.

Ja dann verpasst du was halt, dagegen sehen deine ach so tollen NJT-Züge sehr alt aus. Sprichwörtlich. Die Dinger haben Komfort, sie haben eine schöne Laufruhe, mehr wünsche ich mir fast nicht. Wenn man im Unterdeck reist, fühlt es sich an wie auf einem Luftkissen.

Ich habe eben mehr Ansprüche als Komfort (bzw. stelle mir sowas und sowas und das darunter vor.

, im Sitzabstand,

der meiner Meinung nach völlig geht

nicht verstellbaren Rückenlehnen

Except, sie sind verstellbar. Nur halt nicht auf die Art, dass du dem Hintermann auf die Nerven gehst.

in der 2. Klasse (jedefalls nicht ohne Einschränkung der Beinfreiheit)

das wäre vernachlässigbar

Ja und mir ist Beinfreiheit eben besonders wichtig - eigentlich gogar das wichtigste überhaupt.

Blame the Europeans! Denn anders kriegt man einen Zug nicht ins Lichtraumprofil eingefügt. Dabei überschreiten die KISS1 bereits das Standard-Lichtraumprofil, da sie ja für schweizerische und österreichische Verhältnisse konstruiert wurden. Sind eben noch in Bussnang und nicht in Pankow hergestellt worden.

Dann sollen sie Dosto lassen und längere "Flachwagen"-Züge wie IC1 einsetzen bzw. neue n-Wagen bauen.

Meine Vorteile wären, Steckdosen an jedem Platz, ein schön großer Klapptisch, ganz generell eine angenehme, ruhige Atmosphäre.

Die Züge wurden aber auch zunächst von der privaten WESTbahn eingesetzt. Die sind natürlich auf möglichst hohe Kapazitäten und Auslastung ausgelegt. Deswegen ja auch KISS, weil so der Fahrgastfluss schnell wie bei einer S-Bahn geht und man damit Zeit spart. Außerdem sind so die Betriebskosten nicht so hoch. Das rechnet sich schneller als bei einem Railjet oder ICE.

Es ist aber nunmal ein NV-Fahrzeug und für FV daher ungeeignet. Ein weiterer Teppich-RE halt.

Es gibt aber 2 Länder in Mitteleuropa, wo noch heute Reisezugwagen produziert und eingesetzt werden und das auch auf lange Sicht: Polen und Ungarn.

Derzeit wird der von mir sehnsüchtig erwartete 175A der PKP Intercity ausgerollt, während die MÁV mit den ARmz 85-91 eine weitere Komponente in ihrer IC+-Serie in Betrieb nehmen wird.

Wie man sieht, es gibt Länder, wo Reisezugwagen produziert werden. Falls du jemals was anderes als Triebwagen oder feste Garnituren sehen willst ;)

Achja... und Regiojet hat ja die Ohrensesselwagen in der LowCost-Klasse drin.

und modernisierte Touristik-Wagen auf der Schnellzuglinie R23

Schön und gut, aber für DB leider zu zuverlässig, zu komfortabel und ohne überflüssige Computertechnik. DB würde ihren schlechten Ruf auf's Spiel setzen und daher kommt das nicht in Frage.^^

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Interessant. Mal ein Blick nach NJ geworfen.

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.01.2022, 12:25 (vor 1534 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von J-C, Sonntag, 23.01.2022, 12:27

Die meisten haben mit dem ICmod einen ähnlichen Komfort wie die ICE1 bis ICE-T. Und ich kann mich noch erinnern, wie ich mal in einem unmod IC-Wagen einfach richtig furchtbare Sitze bekam...


ICmod oder original - mir weitgehend egal - ausser die 1. Klasse die mit original Plüsch besser war.

Aber ICmod ist doch vom Komfort nicht viel anders als beim ICE. Es sind im Prinzip ja fast die selben Sitze.

Ich würde eher zur 146 tendieren, die hat gefühlt ein wenig mehr Dynamik.


Im NV ja. Für IC1 aber zu langsam und zu wenig Power.

Ja stimmt, für IC1 wäre der 182/ÖBB1116 besser.

Jetzt ist dir wohl klar, dass du damit zu einer kleinen Minderheit gehörst. Die wenigsten

Das ist mir schon lange klar, dass ich fast überall eine exclusive Eine-Person-Minderheit bin und das finde ich gut. ;)

Hey, ich bin wohl auch irgendwo eine Minderheit.

Amtrak fährt hier auf dem NEC und hält nicht zw. EWR und Metropark. Die Abzweigung zur Coast Line ist bereits in Rahway, weshalb Amtrak für mich obsolete ist - auch tariflich. Nach Trenton reicht auch NJT und weiter südlich muss ich normal nicht.

Ach stimmt, du fährst auf der North Jersey Coast Line. Das Ding kann man zwischen New York und Long Branch im Train Simulator mit ALP-45DP und Comet V bzw. ALP-46 und Doppelstockwagen fahren. Jenseits von Long Branch wäre dann Dieselbetrieb angesagt.

Frägt sich aber, warum man nicht jenseits von Long Branch elektrifiziert hat. Die neuen Doppelstock-Triebwagen können dann ja nicht weiter nach Bay Head...

Was mir beim Blick auf Openrailwaymap.org auch auffällt, es gibt eine Nebenbahn bis Lakewood, was immerhin 135 tausend Einwohner zählt. Und dann fahren dort nur Güterzüge hin. Mir scheint, du hast einfach zufälligerweise eines der Gegenden gefunden, die gut per Bahn erreichbar sind, während es weiter unten halt eine Stadt hat, die so viele Einwohner wie Bern hat und gar keinen Schienen-Personenverkehr hat.

Ja, die wurden 2017 zusätzlich bestellt und werden wie schon die anderen Bombardier-Loks in Kassel produziert. Ausserdem Dosto-Triebzüge um die in der Tat veralteten Arrows (die auch nicht bis Red Bank kommen und daher mir egal sind) zu ersetzen.

Dann gibt es aber keine neueren einstöckigen Triebzüge mehr?

Ich habe meine ALP-46 (101-Ableger) mit bequemen "Flachwagen" oder Dosto ohne angeschrägte Wände die hier auf der Coast Line südlich von Aberdeen-Matawan den Gesamtverkehr stellen und mehr brauche ich nicht.

Freut mich. Ich bin ja ganz happy mit den Zügen der PKP Intercity und wenn ich mal mit dem Klimaticket einfach so nach Linz fahre, wird's halt ein WESTbahn-KISS. Die haben sogar eine eigene Klasse für Besitzer:innen des Klimatickets.

Ja, das sind aber andere Bundesstaaten und andere Entfernungen. Mit Rad-Schiene kommt man nicht gegen Fluchzeuge an.

Vielerorts eigentlich schon, wie in Frankreich oder Japan. Und die USA haben eigentlich eine Struktur, wo solche Nonstop-Hochgeschwindigkeitstrassen sich ideal verlegen ließen.

Aber dann hat man zwischen den Metropolen Washington und New York nicht nur eine Geschwindigkeit weniger als 250 km/h (was vermutlich auch mit dem Stromsystem zusammenhängt, von Washington nach Boston fährt man ja über insgesamt 3 Stromsysteme und erst in Massachusetts fährt man die 150 mph aus. Das sind ja ca. 240 km/h. Anders ausgedrückt, zwischen Washington und New York ist die Strecke so ausgebaut wie zwischen München und Wien.

Und zwischen München und Wien fahren an sich mehr Züge, wenn man die Umsteigeverbindungen IC/ EC - RJX dazunimmt.

Es bräuchte das hier.
Ausserhalb von NJ war ich seit März 2020 nicht mehr.

Das erklärt natürlich was.

Die Penn Station in New York ist zum Beispiel als meistfrequentierter Bahnhof ziemlich nachlässig behandelt worden von der Infrastruktur her. Man könnte da mehr machen, aber im Weichenbereich fährt man mit 15 mph, was nicht gerade den Verkehrsfluss fördert. Nur so als Beispiel. Oder generell der Zustand der Strecke, wo ein gewisser Sanierungsstau zu verorten wäre.


Das Getaway Program gibt es dafür, aber es geht halt auch nur langsam voran.

Ja, das habe ich schon gesehen... man will glaub ich sogar mit Schleifen aus Secaucus Junction einen richtigen Kreuzungsbahnhof machen, wo Züge dann auch zwischen beiden Linien wechseln können.

Heutzutage will man aber seine Reisezeit produktiv nutzen - ein gutes Argument, um die Bahn zu nutzen übrigens.

Das Motorgeräuch der ICE3 ff. fand ich problematischer.

Das gibt mir ja persönlich eine besonders coole Note. Ich setze mich tatsächlich gezielt in den motorisierten Teil. Aber gerade da hat der KISS seine Vorzüge, die Motoren sind ziemlich leise.

Das kann auch eine Frage der Drehgestelle sein. Vielleicht ist es deswegen so angenehm, im Bbdpmz 84-91 der MÁV aus Ungarn zu reisen.

Ja dann verpasst du was halt, dagegen sehen deine ach so tollen NJT-Züge sehr alt aus. Sprichwörtlich. Die Dinger haben Komfort, sie haben eine schöne Laufruhe, mehr wünsche ich mir fast nicht. Wenn man im Unterdeck reist, fühlt es sich an wie auf einem Luftkissen.


Ich habe eben mehr Ansprüche als Komfort (bzw. stelle mir sowas und sowas und das darunter vor.

Da sag ich nur sweet. Die Dinger kriegt man ja noch für einige Jahre in Österreich und Tschechien.

Und Regiojet bietet fast ausschließlich Wagen, die dir gefallen dürften - und mit etwas Glück auch eine Traxx

Ja und mir ist Beinfreiheit eben besonders wichtig - eigentlich gogar das wichtigste überhaupt.

Ich weiß nicht, für mich funktioniert es

Blame the Europeans! Denn anders kriegt man einen Zug nicht ins Lichtraumprofil eingefügt. Dabei überschreiten die KISS1 bereits das Standard-Lichtraumprofil, da sie ja für schweizerische und österreichische Verhältnisse konstruiert wurden. Sind eben noch in Bussnang und nicht in Pankow hergestellt worden.


Dann sollen sie Dosto lassen und längere "Flachwagen"-Züge wie IC1 einsetzen bzw. neue n-Wagen bauen.

So wie in UK stößt es an seine Grenzen. Ich wüsste schon, wie das in Hamburg Hbf einfach gar nicht funktionieren täte.

Meine Vorteile wären, Steckdosen an jedem Platz, ein schön großer Klapptisch, ganz generell eine angenehme, ruhige Atmosphäre.

Die Züge wurden aber auch zunächst von der privaten WESTbahn eingesetzt. Die sind natürlich auf möglichst hohe Kapazitäten und Auslastung ausgelegt. Deswegen ja auch KISS, weil so der Fahrgastfluss schnell wie bei einer S-Bahn geht und man damit Zeit spart. Außerdem sind so die Betriebskosten nicht so hoch. Das rechnet sich schneller als bei einem Railjet oder ICE.


Es ist aber nunmal ein NV-Fahrzeug und für FV daher ungeeignet. Ein weiterer Teppich-RE halt.

Wer definiert, was für den FV geeignet ist und nicht?

Die Leute nehmen am Ende einen Zug, der komfortmäßig ihnen zusagt und sie möglichst flott von A nach B bringt. Diese leidige Trennung Regional-/Fernverkehr ist auch längst nicht mehr zeitgemäß. Wozu überhaupt?

Es gibt aber 2 Länder in Mitteleuropa, wo noch heute Reisezugwagen produziert und eingesetzt werden und das auch auf lange Sicht: Polen und Ungarn.

Derzeit wird der von mir sehnsüchtig erwartete 175A der PKP Intercity ausgerollt, während die MÁV mit den ARmz 85-91 eine weitere Komponente in ihrer IC+-Serie in Betrieb nehmen wird.

Wie man sieht, es gibt Länder, wo Reisezugwagen produziert werden. Falls du jemals was anderes als Triebwagen oder feste Garnituren sehen willst ;)

Achja... und Regiojet hat ja die Ohrensesselwagen in der LowCost-Klasse drin.

und modernisierte Touristik-Wagen auf der Schnellzuglinie R23


Schön und gut, aber für DB leider zu zuverlässig, zu komfortabel und ohne überflüssige Computertechnik. DB würde ihren schlechten Ruf auf's Spiel setzen und daher kommt das nicht in Frage.^^

Halt nicht zeitgemäß und auch nichts, was die Fahrgäste heutzutage sehen wollen. Zumindest ich reise lieber im ICE-T als im IC1.

Und gerade die neuen Reisezugwagen haben ja durchaus einiges an Elektronik für ein modernes Fahrgast-Informationssystem. Wenn man in einem tschechischen Fernzug reist, laufen sämtliche Ansagen automatisch, selbst die für die Verspätungen. Anschlüsse werden aber aus Gründen nicht angesagt... also so gut wie gar nicht.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Interessant. Mal ein Blick nach NJ geworfen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 24.01.2022, 04:47 (vor 1534 Tagen) @ J-C
bearbeitet von 218 466-1, Montag, 24.01.2022, 04:49

Aber ICmod ist doch vom Komfort nicht viel anders als beim ICE. Es sind im Prinzip ja fast die selben Sitze.

Fast ist nicht ganz. Dazu bleiben die Vorteile der Laufruhe, angenehmeres Raumklima und BR 101.

Ja stimmt, für IC1 wäre der 182/ÖBB1116 besser.

Nein, da sind wir wieder bei den fahrenden Siemens-Haushaltsgeräten. Als IC 2082/2083 zweitweise planmässig damit bespannt waren, habe ich die gemieden und die Gäubahn-IC wären auch nichts mehr für mich, seit da BR 101 nicht mehr fährt. Noch schlimmer sind Vectron am Rheingold, was ich als Beleidigung empfinde! Da wäre es besser gar nicht zu fahren.

Ja, das habe ich schon gesehen... man will glaub ich sogar mit Schleifen aus Secaucus Junction einen richtigen Kreuzungsbahnhof machen, wo Züge dann auch zwischen beiden Linien wechseln können.

Das ist aktuell ein Turmbahnhof wo NEC/NJC/Morristown Lines von NY-Penn (oben) und Main/Bergen/pasack Valley Lines von Hoboken (unten) kreuzen.

Das gibt mir ja persönlich eine besonders coole Note. Ich setze mich tatsächlich gezielt in den motorisierten Teil. Aber gerade da hat der KISS seine Vorzüge, die Motoren sind ziemlich leise.

In IC1 hört man sie eben gar nicht, bzw. nur im ersten Wagen, dann aber mit angenehmeren Geräuschen der Lok.

Da sag ich nur sweet. Die Dinger kriegt man ja noch für einige Jahre in Österreich und Tschechien.

Österreich habe ich nur über den Arlberg durchfahren 2013/2014 natürlich mit und wegen BR101 und IC1 bzw. je einmal Vergleichsfahrt mit RJ 362 Innsbruck - Zürich der in Telfs-Pfaffenhofen überholte und IC 118 damals noch Salzburg - Lindau - Münster(Westf) der von Rosenheim Süd Abzw. bis Heidelberg-Wieblingen Abzw. kurze Zeit später hinterher fuhr. Die 1116 fielen bergab negativ durch ruckeligen Fahrweise auf.
Ein paar mal über die Ausserfernbahn mit BR 628.0 oder BR 642. In den 1990er mit IR und BR 218 Lindau - Bregenz. Das wars mit meinen AT-Fahrten. GKB 218 ging sich leider nie aus. RJ kenne ich dazu einmal innerdeutsch München - Passau während deren Umleitungen beim Hochwasser 2013.
Tschechien kenne ich nur von der Grenze in Bayerisch-Eisenstein und die Zugsicherung in Tschechien ist katastrophal.

Und Regiojet bietet fast ausschließlich Wagen, die dir gefallen dürften - und mit etwas Glück auch eine Traxx

Die TRAXX ist aber für mich ein zwingend erforderliches Kriterium, angesichts dessen, was sonst da fährt und Regiojet fährt nur da, wo ich noch nie gefahren bin.

So wie in UK stößt es an seine Grenzen. Ich wüsste schon, wie das in Hamburg Hbf einfach gar nicht funktionieren täte.

Bis 1992 hat es auch ohne Dosto funktioniert.

Wer definiert, was für den FV geeignet ist und nicht?
Die Leute nehmen am Ende einen Zug, der komfortmäßig ihnen zusagt und sie möglichst flott von A nach B bringt. Diese leidige Trennung Regional-/Fernverkehr ist auch längst nicht mehr zeitgemäß. Wozu überhaupt?

FV sollte schon mindestens 200 Km/h erreichen (das tut der KISS) und deutlich mehr Komfort bieten. Bei DB sind das zwei komplett unterschiedliche Firmen. Klar, man hätte auch unter "DB-Personenverkehr" beides vereinen können, wäre vmtl. besser.
Ich will nicht immer von A nach B kommen, sondern von A wieder nach A und nur der Zug selbst ist dann überhaupt Grund zu fahren. Zeit spielt untergeordnete Rolle, wobei ich lange Nonstopfahrten trotzdem immer gut finde.

Halt nicht zeitgemäß und auch nichts, was die Fahrgäste heutzutage sehen wollen. Zumindest ich reise lieber im ICE-T als im IC1.

"Die Fahrgäste" bin nicht ich. Wie erwähnt habe ich ICE-T wegen Kippelei, zu engem Wagengasten, unbequemen Sitzen und Motorgeräusch extra gemieden, in Ingolstadt absichtlich ohne mich abfahren lassen um mit dem daneben stehenden "Roten IC1" (MNX) hinterher zu fahren. Der jetzige Skoda-Zug wäre keine Alternative mehr und ich würde auf der NIM nicht mehr Bahn fahren.


Und gerade die neuen Reisezugwagen haben ja durchaus einiges an Elektronik für ein modernes Fahrgast-Informationssystem. Wenn man in einem tschechischen Fernzug reist, laufen sämtliche Ansagen automatisch, selbst die für die Verspätungen. Anschlüsse werden aber aus Gründen nicht angesagt... also so gut wie gar nicht.

Wenn es keine Abweichungen bei Anschlüssen gibt, besteht auch kein Grund das zu erwähnen. Gerade bei vorhandenem FIS wo es eh die ganze Zeit einsehbar ist bzw. davor in den ausgelegten Reiseplänen.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
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Interessant. Mal ein Blick nach NJ geworfen.

J-C, In meiner Welt, Montag, 24.01.2022, 09:39 (vor 1533 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von J-C, Montag, 24.01.2022, 09:40

Aber ICmod ist doch vom Komfort nicht viel anders als beim ICE. Es sind im Prinzip ja fast die selben Sitze.


Fast ist nicht ganz. Dazu bleiben die Vorteile der Laufruhe, angenehmeres Raumklima und BR 101.

Ja stimmt, für IC1 wäre der 182/ÖBB1116 besser.


Nein, da sind wir wieder bei den fahrenden Siemens-Haushaltsgeräten. Als IC 2082/2083 zweitweise planmässig damit bespannt waren, habe ich die gemieden und die Gäubahn-IC wären auch nichts mehr für mich, seit da BR 101 nicht mehr fährt. Noch schlimmer sind Vectron am Rheingold, was ich als Beleidigung empfinde! Da wäre es besser gar nicht zu fahren.

Bombardier stellt doch auch Fluchzeuge her. Und Siemens Mobility ist erstmal unabhängig von seinen Konzernschwestern - Siemens Healthineers stellt übrigens medizinisches Equipment her. Also nicht nur Haushaltswaren ;)

Ja, das habe ich schon gesehen... man will glaub ich sogar mit Schleifen aus Secaucus Junction einen richtigen Kreuzungsbahnhof machen, wo Züge dann auch zwischen beiden Linien wechseln können.


Das ist aktuell ein Turmbahnhof wo NEC/NJC/Morristown Lines von NY-Penn (oben) und Main/Bergen/pasack Valley Lines von Hoboken (unten) kreuzen.

Jup. Ein relativ neuer noch dazu. Halt derzeit ohne, dass Züge von der unteten auf die obere Ebene könnten wie in Berlin Ostkreuz

Das gibt mir ja persönlich eine besonders coole Note. Ich setze mich tatsächlich gezielt in den motorisierten Teil. Aber gerade da hat der KISS seine Vorzüge, die Motoren sind ziemlich leise.


In IC1 hört man sie eben gar nicht, bzw. nur im ersten Wagen, dann aber mit angenehmeren Geräuschen der Lok.

Und da versteh ich dich gar nicht. Der Taurus ist die Lok, mit der ich richtig schöne Erinnerungen bei offenem Fenster hatte. Ob im IC Königssee oder im Cityshuttle REX am Abend…

Da sag ich nur sweet. Die Dinger kriegt man ja noch für einige Jahre in Österreich und Tschechien.


Österreich habe ich nur über den Arlberg durchfahren 2013/2014 natürlich mit und wegen BR101 und IC1 bzw. je einmal Vergleichsfahrt mit RJ 362 Innsbruck - Zürich der in Telfs-Pfaffenhofen überholte und IC 118 damals noch Salzburg - Lindau - Münster(Westf) der von Rosenheim Süd Abzw. bis Heidelberg-Wieblingen Abzw. kurze Zeit später hinterher fuhr. Die 1116 fielen bergab negativ durch ruckeligen Fahrweise auf.

Vermutlich weil sie entsprechend sägezahn-like bremsen müssen und das bei längeren Zügen etwas ruckelig sein kann? War am Arlberg länger nicht dabei, aber eigentlich sind die 1144er die mit der ruckeligen Fahrweise. Ich merke schon den Unterschied zwischen denen und einem 1116er. Die Loks, mit denen ich es zu tun habe, sond ČD380, 1116, 1216 und bei Regiojet halt Vectrons bzw. Traxx. Einen Unterschied kann ich im Fahrverhalten nicht wirklich spüren.

Ein paar mal über die Ausserfernbahn mit BR 628.0 oder BR 642.

628er fahren ja nach wie vor bis Salzburg. Die Dinger haben wegen der Verlängerung der REX aus Braunau bis Freilassing die 5047er ersetzt. Haben eine schlechte Beschleunigung, also nimmt man die DB 642er… ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass der Unterschied zu den baugleichen ÖBB 5022 so groß sein könnte.

Abgesehen davon fahren nach wie vor IC1 bis nach Graz und Klagenfurt. Die Strecken werden wohl zu den letzten Einsatzgebieten der IC1 gehören.

In den 1990er mit IR und BR 218 Lindau - Bregenz. Das wars mit meinen AT-Fahrten. GKB 218 ging sich leider nie aus. RJ kenne ich dazu einmal innerdeutsch München - Passau während deren Umleitungen beim Hochwasser 2013.

Die fahren heuer übrigens einen Frühzug von Treuchtlingen nach München. Eine Zeit lang hat man wegen eines Unfalls eine verkürzte Railjet-Garnitur in Deutschland gehabt, die dann ICE-Ersatz fuhr…

Tschechien kenne ich nur von der Grenze in Bayerisch-Eisenstein und die Zugsicherung in Tschechien ist katastrophal.

Sie existiert. Und zumindest von Österreich nach Prag scheint ETCS verbaut zu sein.

Und Regiojet bietet fast ausschließlich Wagen, die dir gefallen dürften - und mit etwas Glück auch eine Traxx


Die TRAXX ist aber für mich ein zwingend erforderliches Kriterium, angesichts dessen, was sonst da fährt und Regiojet fährt nur da, wo ich noch nie gefahren bin.

Nach Budapest fährt hin und wieder auch die MÁV mit Traxx

So wie in UK stößt es an seine Grenzen. Ich wüsste schon, wie das in Hamburg Hbf einfach gar nicht funktionieren täte.


Bis 1992 hat es auch ohne Dosto funktioniert.

Seitdem sind‘s halt viel mehr Fahrgäste geworden. Mit 30 Jahre alten Rezepten kannst du die Dinge von Heute nur bedingt lösen. Und ganz stimmt es auch nicht, in Ostdeutschland fuhren ja schon Doppelstockzüge zu der Zeit.

Wer definiert, was für den FV geeignet ist und nicht?
Die Leute nehmen am Ende einen Zug, der komfortmäßig ihnen zusagt und sie möglichst flott von A nach B bringt. Diese leidige Trennung Regional-/Fernverkehr ist auch längst nicht mehr zeitgemäß. Wozu überhaupt?


FV sollte schon mindestens 200 Km/h erreichen (das tut der KISS) und deutlich mehr Komfort bieten. Bei DB sind das zwei komplett unterschiedliche Firmen. Klar, man hätte auch unter "DB-Personenverkehr" beides vereinen können, wäre vmtl. besser.
Ich will nicht immer von A nach B kommen, sondern von A wieder nach A und nur der Zug selbst ist dann überhaupt Grund zu fahren. Zeit spielt untergeordnete Rolle, wobei ich lange Nonstopfahrten trotzdem immer gut finde.

Jetzt ist das, was du fährst, nicht maßgebend für irgendwas.

Für mich wäre ja die Strecke ein Maßstab.

Die WESTbahn bringt mir ja den Komfort, dass ich von zu Hause aus zum Bahnhof gehen kann und von dort direkt einen Fernzug kriege und spontan mal nach Linz fahren kann. Das ist halt das, was für mich zählt. Wenn wir schon dabei sind. Ich liebe einfach diese Geräusche von der Elektronik im KISS3, deswegen bin ich gerne im Unterdeck. Davon abgesehen ist die Beschleunigung einfach episch. In so Bahnhöfen wie St. Pölten trifft man ein und hat in einer Minute die Massen an Ein- und Aussteigenden Personen flott abgewickelt, Abfertigung mit Außenansage (wobei ein KISS ja ohnehin auf 0:0 Betrieb ausgestattet ist), Tür zu und schon geht‘s weiter.

Halt nicht zeitgemäß und auch nichts, was die Fahrgäste heutzutage sehen wollen. Zumindest ich reise lieber im ICE-T als im IC1.


"Die Fahrgäste" bin nicht ich.

Das mir klar. Nur bin ich so pedantisch, wenn du absolute Behauptungen à la „das ist kein Fernverkehr“ bringst.

Wie erwähnt habe ich ICE-T wegen Kippelei,

Das tun sie nur noch zwischen Nürnberg und Passau. Eigentlich erstaunlich, dass man das überhaupt noch tut.

zu engem Wagengasten,

Für Reisen mit Koffer wenig geeignet

unbequemen Sitzen

Ich find die bequem

und Motorgeräusch

gerade deswegen…

extra gemieden,

…nehm ich extra die anstelle der Railjets.

in Ingolstadt absichtlich ohne mich abfahren lassen

Wo ich reise, könnte ich mir kaum leisten, einen Zug ohne mich abfahren zu lassen. Ich reise ja auch, um am Ende anzukommen.

um mit dem daneben stehenden "Roten IC1" (MNX) hinterher zu fahren.

Ob mir der gefiele, steht in Zweifel. Mittlerweile fahren da ja Škoda-Dostos.

Der jetzige Skoda-Zug wäre keine Alternative mehr und ich würde auf der NIM nicht mehr Bahn fahren.

Schade. Verpasst du halt was.


Und gerade die neuen Reisezugwagen haben ja durchaus einiges an Elektronik für ein modernes Fahrgast-Informationssystem. Wenn man in einem tschechischen Fernzug reist, laufen sämtliche Ansagen automatisch, selbst die für die Verspätungen. Anschlüsse werden aber aus Gründen nicht angesagt... also so gut wie gar nicht.


Wenn es keine Abweichungen bei Anschlüssen gibt, besteht auch kein Grund das zu erwähnen. Gerade bei vorhandenem FIS wo es eh die ganze Zeit einsehbar ist bzw. davor in den ausgelegten Reiseplänen.

Oder online. Es wird regelmäßig auf die App Můj vlak der ČD verwiesen.

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Interessant. Mal ein Blick nach NJ geworfen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 25.01.2022, 03:58 (vor 1533 Tagen) @ J-C
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 25.01.2022, 03:59

Jup. Ein relativ neuer noch dazu. Halt derzeit ohne, dass Züge von der unteten auf die obere Ebene könnten wie in Berlin Ostkreuz

Ist aktuell ohne Strom unten nicht relevant, da es oben nach NY Penn geht, wo nicht gedieselt werden darf. Alle Diesel-Züge fahren stattdessen Hoboken an. Von dort wiederum kommt man auch auf den NEC in Newark.

Und da versteh ich dich gar nicht. Der Taurus ist die Lok, mit der ich richtig schöne Erinnerungen bei offenem Fenster hatte. Ob im IC Königssee oder im Cityshuttle REX am Abend…

Viele mögen die "Tonleiter" der 1116. Gibt mir nichts. BR 101 & ALP-46 mit dem einen, heller werdenden Ton der sich dann mit dem Wechselrichter ändert, gefällt mir besser, ebenso die kantige Form statt rund, was mich schon bei der ebenfalls runden 103 gestört hat. Und einen Gong mit "Schliessvorgang eingeleitet" gibt es s.i.w. auch nur in BR101 (und IC1 Steuerwagen).

Vermutlich weil sie entsprechend sägezahn-like bremsen müssen und das bei längeren Zügen etwas ruckelig sein kann? War am Arlberg länger nicht dabei, aber eigentlich sind die 1144er die mit der ruckeligen Fahrweise. Ich merke schon den Unterschied zwischen denen und einem 1116er. Die Loks, mit denen ich es zu tun habe, sond ČD380, 1116, 1216 und bei Regiojet halt Vectrons bzw. Traxx. Einen Unterschied kann ich im Fahrverhalten nicht wirklich spüren.

Ich kenne halt 101 & 1116 am Arlberg und da war die 101 wesentlich angenehmer in der Fahrweise bergab.

628er fahren ja nach wie vor bis Salzburg. Die Dinger haben wegen der Verlängerung der REX aus Braunau bis Freilassing die 5047er ersetzt. Haben eine schlechte Beschleunigung, also nimmt man die DB 642er… ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass der Unterschied zu den baugleichen ÖBB 5022 so groß sein könnte.

Salzburg ist ganz wo anders und das sind 628.4 der SOBB. 628.0 gibt es noch in Polen.
Im Ausserfern fahren heuer 633 - wenn irgendwann die Strecke repariert wird...
642 scheinen da weg zu sein. Gibt es heuer noch auf Augsburg - Memmingen / Bad Wörishofen.

Sie existiert. Und zumindest von Österreich nach Prag scheint ETCS verbaut zu sein.

Aber nicht überall und zuletzt gab es deswegen mehrere schwere Zugunglücke in Tschechien.

Seitdem sind‘s halt viel mehr Fahrgäste geworden. Mit 30 Jahre alten Rezepten kannst du die Dinge von Heute nur bedingt lösen. Und ganz stimmt es auch nicht, in Ostdeutschland fuhren ja schon Doppelstockzüge zu der Zeit.

Dichtere Takte, längere Bahnsteige. Dosto sind nicht alternativlos.

Wo ich reise, könnte ich mir kaum leisten, einen Zug ohne mich abfahren zu lassen. Ich reise ja auch, um am Ende anzukommen.

Und ich reise um zu reisen, nicht um befördert zu werden. Komfort geht über Reisezeit und entsprechende Bastelverbindungen haben dank langen Umstiegszeiten immer funktioniert. Im konkreten Fall machte das aber keinen Unterschied, da die paar Minuten spätere Ankunft in München keine Auswirkung auf den Anschluss hatte. Bei Verspätung der ICE dürfte der MNX ohnehin manchmal vorher abfahren (wohl um drohende Strafzahlungen der BEG zu vermeiden) und der ICE-T müsste sich bis München dann hinten anstellen und durfte auch in Petershausen nicht mehr vorbei.

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MET - Der beste Zug den es je gab
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Willkommene Abwechslung

patj, Berlin, Freitag, 21.01.2022, 16:06 (vor 1536 Tagen) @ Obotritia

Wie kann man die dort als Ersatz eingesetzten IC1 eigentlich so feiern?

Ich halte die Ersatz-IC1 auch nicht für schlecht. Sie verkehren zuverlässig und sind pünktlich. Es ist Ansichtssache, ob KISS-IC2 oder IC1 besser ist.

Ich z.B. pendle regelmäßig Berlin-Dresden (2. Klasse) und finde dann den KISS deutlich besser, da:
- WLAN (sehr stabil)
- großes FIS
- große Türen
- laufruhig
- SB Kaffeeautomat
- sehr große Klapptische an den 2er Sitzen
- mir sagen die Lederstühle in der 2. Klasse sehr zu (im krassen Gegensatz zu ICE4 und Co)

Wenn man nur reisen möchte ist der IC1/EC ganz willkommen, da:
- große Fenster
- "gefühlt" mehr Platz, da die Sitze nicht so hoch sind
- man kann die Lehne mehr verstellen

Zum KISS IC2 ist noch anzumerken, dass unten der Sitzabstand größer ist als oben. Also wenn mehr Platz gewünscht ist, einfach unten sitzen!

Nach meiner Beobachtung fahren mehr tägliche Pendler mit dem IC2 als mit den EC, da es sich dort einfach besser arbeitet. Trotz der 15 Minuten längeren Fahrt. Gefühlt versucht man auch immer den EC172/173 zu meiden, da man dort gar nicht arbeiten kann (keine Klapptische und kein WLAN)

Aber ich werde mich hüten irgendwas wirklich schlechtes über den KISS IC2 zu sagen, da ich 3 Jahre Pendelei nur mit den 2h-Takt der ECs überlebt habe und man jetzt den quasi Stundentakt hat.

Willkommene Abwechslung

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.01.2022, 16:16 (vor 1536 Tagen) @ patj
bearbeitet von J-C, Freitag, 21.01.2022, 16:17

Wie kann man die dort als Ersatz eingesetzten IC1 eigentlich so feiern?

Ich halte die Ersatz-IC1 auch nicht für schlecht. Sie verkehren zuverlässig und sind pünktlich. Es ist Ansichtssache, ob KISS-IC2 oder IC1 besser ist.

Ich z.B. pendle regelmäßig Berlin-Dresden (2. Klasse) und finde dann den KISS deutlich besser, da:
- WLAN (sehr stabil)
- großes FIS
- große Türen
- laufruhig
- SB Kaffeeautomat
- sehr große Klapptische an den 2er Sitzen
- mir sagen die Lederstühle in der 2. Klasse sehr zu (im krassen Gegensatz zu ICE4 und Co)

Wenn man nur reisen möchte ist der IC1/EC ganz willkommen, da:
- große Fenster
- "gefühlt" mehr Platz, da die Sitze nicht so hoch sind
- man kann die Lehne mehr verstellen

Zum KISS IC2 ist noch anzumerken, dass unten der Sitzabstand größer ist als oben. Also wenn mehr Platz gewünscht ist, einfach unten sitzen!

Nach meiner Beobachtung fahren mehr tägliche Pendler mit dem IC2 als mit den EC, da es sich dort einfach besser arbeitet. Trotz der 15 Minuten längeren Fahrt. Gefühlt versucht man auch immer den EC172/173 zu meiden, da man dort gar nicht arbeiten kann (keine Klapptische und kein WLAN)

Die EC 172/173 haben doch auch die neuen Bbdpmz, die sind mit Klapptischen ausgestattet und eigentlich ziemlich angenehm. Es werden Drehgestelle des Modells SF 400 von Siemens eingesetzt, die selben wie im ÖBB-Railjet oder ICE2.

Aber ich werde mich hüten irgendwas wirklich schlechtes über den KISS IC2 zu sagen, da ich 3 Jahre Pendelei nur mit den 2h-Takt der ECs überlebt habe und man jetzt den quasi Stundentakt hat.

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patj, Berlin, Freitag, 21.01.2022, 17:21 (vor 1536 Tagen) @ J-C

Die EC 172/173 haben doch auch die neuen Bbdpmz, die sind mit Klapptischen ausgestattet und eigentlich ziemlich angenehm. Es werden Drehgestelle des Modells SF 400 von Siemens eingesetzt, die selben wie im ÖBB-Railjet oder ICE2.

Ja, mittlerweile sind alle Wagen neu ausgestattet. Problem: Diese "Tische" sind 20 cm lang und durch die schräge Lehne des Vordersitzes kann man dort höchstens eine Brotdose ablegen. Laptop kann man dort nicht mal auf dem Schoß aufklappen, da der Sitzabstand zu gering ist :(

Willkommene Abwechslung

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.01.2022, 17:47 (vor 1536 Tagen) @ patj

Wirklich? Ich meine, dass das schon geht. Deine Schilderung würde ja eher so auf die 159A der PKP Intercity zutreffen, deren Sitze sich auch in modernisierten älteren Wagen wiederfinden.

Gleichwohl hat man auf der zweiten Serie der 159er immerhin Tische verwendet, wo ich durchaus mit dem Laptop arbeiten könnte...

Und die modernisierten Wagen der MÁV haben doch entsprechende Tische.

Link, man sieht eigentlich nur noch modernisierte Wagen im internationalen Verkehr.

Oder meintest du Die Dinger?

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Willkommene Abwechslung

patj, Berlin, Dienstag, 25.01.2022, 09:39 (vor 1532 Tagen) @ J-C

Und die modernisierten Wagen der MÁV haben doch entsprechende Tische.

Ich habe soeben nochmal eine Stichprobe im EC 173 gemacht. Der Sitzabstand ist doch größer als in meiner Erinnerung, aber mit dem Laptop (14 Zoll) ist das Problem, dass er durch die Form der Tische nicht stabil stehen kann. Durch die Krümmung kippt er immer, sobald ich die Handballenauflage unter der Tastatur benutze, was beim Schreiben leider wesentlich ist. Deshalb lobe ich mir die Rollstuhlbegleitplätze. Da kann man ihn einfach auf dem Schoß nehmen und diese Nachricht hier schreiben :)

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