Hamburg und mehr (Teil 70: Rissen, 25 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 12.01.2022, 16:03 (vor 7 Tagen)

Moin.

Willkommen zurück. Heute beginnt unsere Reise auf dem letzten Ast der Hamburger S-Bahn und somit das Finale dieser Serie. Aufgrund einer sehr kurzfristigen Fahrplanänderung geht es mit Teil 70 weiter, Teil 69 folgt nächste Woche.


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Heute also Rissen, gelegen tief im Westen Hamburgs an der Strecke zwischen Blankenese und Wedel. Die Streckengeschichte habe ich bereits in Teil 0 dieser Serie abgehandelt. Den Link zum Nachlesen gibt es in meiner Signatur. Da hat sich seitdem nichts geändert abgesehen davon, dass die Buchstaben E, S, T und W sich in alphabetischer Reihenfolge in Stellung bringen, um auch diese Strecke für sich zu gewinnen.
Um 1980 erfolgte im Raum Rissen eine Neutrassierung der Strecke, 1983 die Inbetriebnahme. Die Strecke verläuft jetzt ein wenig weiter nördlich als zuvor, außerdem entfielen diverse Bahnübergänge. Ein paar Bilder aus alten Tagen gibt es beim UHU, auch in der Folge vor der verlinkten. Der Bahnhof Rissen präsentiert sich demnach ziemlich modern. Vom Ortskern ist er durch eine Schnellstraße getrennt. Östlich des Mittelbahnsteigs beginnt ein zweigleisiger Begegnungsabschnitt, der seinen westlichen Abschnluss an der in Schleswig-Holstein gelegenen Betriebsstelle Hamburg-Rissen Ölweiche Üst findet. Im Zehnminutentakt finden auf diesem Begegnungsabschnitt Zugbegegnungen statt, somit ist das nur werktags außer sonnabends im Berufsverkehr der Fall. Außerhalb dieser Zeiten wird der Abschnitt Blankenese - Wedel nur alle 20 Minuten bedient mit Kreuzung in Sülldorf.


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HH70-01. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

1 Am 13. April 1991 widmete Christoph dem Bahnhof zwei schnelle Bilder. Hier schauen wir von der Brücke Gudrunstraße, dem östlichen Zugang, gen Westen.


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HH70-02 by Sören Heise, auf Flickr

2 Am 18. Juli 2018 schienen mir die Wolken und der Strommast fast interessanter zu sein als der inzwischen ob seines hohen Alters ergraute Bahnhof.


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HH70-03 by Sören Heise, auf Flickr

3 Der westliche Zugang zum Bahnhof erfolgt von einer namenlosen Fußgängerbrücke, die die südlich der Schnellstraße gelegene Straße Am Rissener Bahnhof mit dem Weg Hinter der Bahn nördlich derselben verbindet. Ferner sehen wir die eine Richtungsfahrbahn der Schnellstraße.


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HH70-04. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

4 Christoph wählte einen Standpunkt nördlich der Bahnstrecke.


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HH70-05 by Sören Heise, auf Flickr

5 Bei meinem Besuch wählte ich die S-Bahn zur Anreise. Hier sehen wir sie gerade abfahren.


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HH70-06 by Sören Heise, auf Flickr

6 Jetzt stört sie kaum noch.


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HH70-07 by Sören Heise, auf Flickr

7 Die Bildbeschreibung Bahnsteigbild ist so einfallslos wie zutreffend.


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HH70-08 by Sören Heise, auf Flickr

8 Der Westeingang, hinten. Gut zu sehen die Lage etwas entfernt vom alten Ort.


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HH70-09 by Sören Heise, auf Flickr

9 Ein Blick hin zum Bahnhof.


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HH70-10 by Sören Heise, auf Flickr

10 Der Osteingang.


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HH70-11 by Sören Heise, auf Flickr

11 Östlich der Bahnsteige ein Technikhäuschen und die Weiche.


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HH70-12 by Sören Heise, auf Flickr

12 Der Osteingang.


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HH70-13 by Sören Heise, auf Flickr

13 Zug nach Poppenbüttel.


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HH70-14 by Sören Heise, auf Flickr

14 Gehen wir runter.


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HH70-15 by Sören Heise, auf Flickr

15 Die Perlschnüre zeigen den Linienweg und die Fahrzeiten an.


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HH70-16 by Sören Heise, auf Flickr

16 Die Pflasterung dürfte noch original sein, das Holzdach ist es ziemlich sicher nicht.


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HH70-17 by Sören Heise, auf Flickr

17 Richtung Blankenese.


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HH70-18 by Sören Heise, auf Flickr

18 Die andere Bahnsteigseite.


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HH70-19 by Sören Heise, auf Flickr

19 Der Treppenaufgang.


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HH70-20 by Sören Heise, auf Flickr

20 Und mit dieser Architekturstudie verabschieden wir uns.


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In der Einleitung hatte ich die Betriebsstelle Hamburg-Rissen Ölweiche Üst erwähnt. Diese Überleitstelle hat ihren Namen vom früheren Bahnhof Rissen Ölweiche. Zwischen Blankenese und Wedel errichtete so etwa um 1900 die Firma Mobil Oil an der Elbe eine Schmierstofffabrik. 1906 kam eine Raffinerie dazu. Diese erhielt einen Gleisanschluss von der Bahnstrecke Blankenese - Wedel. Der Anschlussbahnhof bekam den Namen Rissen Ölweiche. Das Industriegleis hatte weitere Anschließer, unter anderem die Zuckerfabrik. Die hatte, für Norddeutschland recht ungewöhnlich, eine Zahnradbahn. Mehr auf werkbahn.de. 1928 ging im Industriegebiet ein Kraftwerk in Betrieb, 1932 schloss die Zuckerfabrik. Direkte Fahrten ins Anschlussgleis waren nicht möglich, außerdem war aus Richtung Hamburg ein Fahrtrichtungswechsel erforderlich. Kurz nach dem Krieg versandte die Mobil Oil täglich 40 bis 50 Wagen. Die Firma hatte eigene Werkloks, die bis zur Ölweiche kamen.
Eine Kreuzungsmöglichkeit für die S-Bahn bestand in Rissen Ölweiche seit 1962, als das Kreuzungsgleis elektrifiziert wurde. Mit der Neutrassierung in der Ortslage Rissen 1983 ist der Abschnitt zwischen Rissen und der Ölweiche zweigleisig. 1997 schloß das Mobil Oil-Werk, 2003 erfolgte der Abbruch des Anschlussgleises. (Darstellung nach Wiesmüller/Lawrenz, Die Hamburger Rangier- und Güterbahnhöfe. Freiburg 2009)


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HH70-21. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

21 Der Standort ist mitterweile längst verjährt. Damals dürfte er auch eher nicht gestört haben.


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HH70-22. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

22 Hier schauen wir Richtung Blankenese.


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HH70-23. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

23 Rechts die beiden Gleise der S-Bahn. Links aus dem Bild heraus verschwindet das Industriegleis. Diese drei Aufnahmen stammen aus dem Frühjahr 1991. Weitere Aufnahmen aus der Betriebszeit, u. a. mit Stellwerk Öf, gibt es beim UHU. Das stand zwischen dem Anschlussgleis und den Bahnhofsgleisen.


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HH70-24. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

24 2011 war Christoph erneut vor Ort. Man vergleiche mit der Aufnahme davor. Von den Anschlussgleisen ist nur das Schotterbett verblieben.
Der zweigleisige Abschnitt endet auf Höhe des in Bild 23 zu sehenden Einkaufszentrums. Möglicherweise ist die Weiche von einer Fußgängerbrücke aus fotografierbar.


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HH70-25. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

25 Dieser Blick zurück in Richtung Blankenese beschließt dieses Portrait.


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Viele Grüße
Wolf-Dietmar, Christoph, Carsten und Sören

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