Harburg und mehr (Teil 68: Stade, 40 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 16.12.2021, 09:35 (vor 1556 Tagen)

Moin.

Eine Stunde Stade sah mein Fahrplan vor. Das reichte neben dem Bahnhofsrundgang für einen kurzen Abstecher in die Altstadt.


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Das Eisenbahngeschehen in Stade teilt sich auf drei Strecken: Die Unterelbebahn, deren Fahrdraht hier irgendwo westlich der Bahnsteige endet, die Strecke nach Hesedorf und die Kehdinger Kreisbahn. Die ersten beiden habe ich schon vorgestellt. Die dritte war die Kehdinger Kreisbahn, deren meterspurige Strecke von Stade über Drochtersen, Wischhafen und Freiburg nach Itzwörden führte. Sie ist schon länger Geschichte als sie existiert hat, denn ihre 34 Jahre dauernde Existenz endete vor 88 Jahren, letzte Gleisanschlüsse in Stade wurden noch durch die Bundesbahn bedient. Ferner gibt es ein Industriegleis Richtung Elbe, das hinterm Stellwerk vorbeiführt.


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Das erste Empfangsgebäude in Stade bestand aus einem eingeschossigen, zwölfachsigen Bau längs zu den Gleisen und gen Harburg einem zweigeschossigen Querbau, also dem Standardbau der Niederelbebahn in der einfacheren Variante. Es wurde auf dem Gelände der Stadtbefestigung errichtet. 1903/1905 und 1935 erfolgten ein Neubau und Umbauten. 1903/1905 „wurde der erste Stader Bahnhof […] „infolge unzureichender Verhältnisse und oftmaliger Überlastung“ unter teilweiser Einbeziehung der alten Bausubstanz sowohl technisch wie auch im Hinblick auf die Eisenbahn-Benutzer grundlegend erneuert“ (Schlichtmann, S. 158). Der bisherige Querbau wurde durch ein neues, zeittypisches Empfangsgebäude ersetzt. Auf der gegenüberliegenden Seite entstand ein zweigeschossiger Bau mit Walmdach, der die Bahnmeisterei und die Dienstwohung des Bahnhofsvorstehers beherbergte. Zum selben Zeitpunkt erfolgte auch ein Umbau der Gleisanlagen, die Bahnsteige waren nun durch eine Unterführung miteinander verbunden. Später (1935?) wurde der Längsbau aufgestockt.

Der Personenbahnhof verfügt über einen Haus- und einen Mittelbahnsteig. An dem endet Gleis 3, das durch die S-Bahn genutzt wird, stumpf. Der Bahnsteig, der einst den Zügen gen Bremervörde diente, ist außer Betrieb. Das Stellwerk liegt, wie auch die Güter- und die Abstellgleise der S-Bahn, östlich der Bahnsteige.


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HH68-01. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

1 Am 6. September 1989 lichtete Christoph das Empfangsgebäude von der die Bahnanlagen querenden Straße ab.


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HH68-02 by Sören Heise, auf Flickr

2 Ende Oktober 2021 hatte es einen leichten Dachschaden.


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HH68-03 by Sören Heise, auf Flickr

3 Der ist auch auf dieser Aufnahme zu sehen, die vom Mittelbahnsteig aus entstand.
Obwohl: Das sieht mir eher nach Giebelschaden aus. Aber das klingt nicht so schön.


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HH68-04. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

4 Christoph wählte einen Winkel ohne Brücke.


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HH68-05. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

5 Blick Richtung Brücke.


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HH68-06 by Sören Heise, auf Flickr

6 Da muss ich diese Aufnahme dagegenstellen.


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HH68-07. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

7 Nach Hamburg.


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HH68-08 by Sören Heise, auf Flickr

8 Güterabfertigung? Parkhaus!


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HH68-09 by Sören Heise, auf Flickr

9 Charakteristisch sind die versetzten Bahnsteige. Am Vorderende von Gleis 1 halten die Busse. Der Bus nach Grünendeich hält aber nicht am Grünendach, sondern an der Straße.


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HH68-10. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

10 Im Jahr 1989 war mehr Gleis. Den Busbahnhof gab es offenbar noch nicht.


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HH68-11. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

11 Citybahn Richtung Hamburg.


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HH68-12 by Sören Heise, auf Flickr

12 Dieselbe Blickrichtung, leicht variiert.


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HH68-13. Foto Christoph Arndt by Sören Heise, auf Flickr

13 Ansicht vom Bahnsteigende.


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HH68-14 by Sören Heise, auf Flickr

14 Mit dieser Aufnahme beenden wir den Vergleich im Abstand von 32 Jahren.


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HH68-15 by Sören Heise, auf Flickr

15 Den Rundgang beginnen wir im Personentunnel. Eine undatierte Aufnahme aus der Sammlung Benno Wiesmüller zeigt den Wasserturm.


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HH68-16 by Sören Heise, auf Flickr

16 Draußen. Links das Stumpfgleis der S-Bahn, rechts das Bremervörder Gleis.


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HH68-17 by Sören Heise, auf Flickr

17 261 050 war mit einer Rangierung befasst. Ja wer schaut denn da zur Laterne?


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HH68-18 by Sören Heise, auf Flickr

18 Kaputter Bahnsteig, nochmal die 261 050 und hinterm Güterzugende das Stellwerk. Sf ist seit 1986 in Betrieb.


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HH68-19 by Sören Heise, auf Flickr

19 Das Parkhaus.


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HH68-20 by Sören Heise, auf Flickr

20 246 007 und der Busbahnhof. Auch wenn die Marke Start Unterelbe heißt, so ist die Melodie vor der Ansage im Zug doch ein Harfensolo aus Smetanas „Moldau”. Dieser Fluss ist bekanntermaßen in Mělník der längere und wasserreichere.


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HH68-21 by Sören Heise, auf Flickr

21 Der Eingang ins Empfangsgebäude.


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HH68-22 by Sören Heise, auf Flickr

22 Ansicht von oben.


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HH68-23 by Sören Heise, auf Flickr

23 Selbstportrait mit Kleinbahnhof.


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HH68-24 by Sören Heise, auf Flickr

24 St. Cosmae et Damiani (links) und St. Wilhadi, die beiden Kirchen der Altstadt.


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HH68-25 by Sören Heise, auf Flickr

25 Der Schwedenspeicher.


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HH68-26 by Sören Heise, auf Flickr

26 Häuser am Wasser.


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HH68-27 by Sören Heise, auf Flickr

27 Der Kran am Ende des alten Hafens.
Ein paar wenige Restaurants hatten weder Urlaub noch Ruhetag.


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HH68-28 by Sören Heise, auf Flickr

28 Äh, nein.


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HH68-29 by Sören Heise, auf Flickr

29 Spiegelei mit Spiegelei.
Das war übrigens Kunst und ist jetzt weg, wie u. a. hier nachzulesen ist.


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HH68-30 by Sören Heise, auf Flickr

30 Am Pferdemarkt befindet sich die zentrale Bushaltestelle der Altstadt.


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HH68-31 by Sören Heise, auf Flickr

31 Zeughaus.


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HH68-32 by Sören Heise, auf Flickr

32 Der Busbahnhof am Gleis 1.


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HH68-33 by Sören Heise, auf Flickr

33 Richtung Fahrleitungsende. Links die Regierung.


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HH68-34 by Sören Heise, auf Flickr

34 Bahnhofseingang, etwas abseits vom Geschehen.


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HH68-35 by Sören Heise, auf Flickr

35 Innendrin Reisebedarf, Fahrkartenschalter und mittlerweile die Filiale eine Großbäckers aus dem Herzogtum Lauenburg. Vor ein paar Jahren war an deren Stelle noch eine echte Bahnhofsgaststätte.


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HH68-36 by Sören Heise, auf Flickr

36 Stimmt.


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HH68-37 by Sören Heise, auf Flickr

37 Blick in den Güterbahnhof.


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HH68-38 by Sören Heise, auf Flickr

38 S-Bahn.


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HH68-39 by Sören Heise, auf Flickr

39 Ankommender RE 5.


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HH68-40 by Sören Heise, auf Flickr

40 Und er fährt ab.


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Wir sind dann auch mal weg. Die Luftlinie zu unserem nächsten Halt in Wedel beträgt etwa 15 Kilometer, dafür sind über Hamburg eindreiviertel Stunden Fahrzeit erforderlich. Bei vernünftigen Anschlüssen wäre die Reise mit der Fähre Lühe - Schulau nennenswert kürzer.
Hier und jetzt verabschiedet sich „Harburg und mehr”, die Serie in der Serie. Irgendwann im nächsten Jahr setzt dann „Hamburg und mehr” wieder ein, die Numerierung ist ohnehin fortlaufend.

Frohe und gesegnete Weihnachten und alles Gute fürs neue Jahr wünschen
Wolf-Dietmar, Christoph, Carsten und Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr


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