RND: Bahn-Manager und Lokführer kommen sich offenbar näher (Allgemeines Forum)

Henrik, Samstag, 11.09.2021, 15:39 (vor 6 Tagen) @ Henrik

Bahn-Manager und Lokführer kommen sich offenbar näher

- Bahn bastelt im Tarifkonflikt mit der GDL an einem neuem Angebot.
- Ein Experte erwartet, dass sich die Kontrahenten schon bald am Verhandlungstisch treffen.
- Das Tarifeinheitsgesetz wird der Knackpunkt bei den Gesprächen sein.

10.09.2021, 16:19 Uhr

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„Es ist etwas in Bewegung“, hieß es am Mittag in Verhandlungskreisen.

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Unter Insidern wurde am Freitag folgendes Szenario gehandelt: Die Bahn legt ein Angebot vor, bei dem es nicht nur um Geld und Laufzeiten geht, sondern auch ein Entgegenkommen beim hoch umstrittenen Tarifeinheitsgesetzes (TEG) signalisiert wird. Die GDL nimmt das Angebot an, steigt in neue Verhandlungen ein und verzichtet zunächst einmal auf weitere Streiks.

Ob es dann allerdings tatsächlich eine Einigung geben kann, ist nach Ansicht von Beobachtern immer noch völlig offen. Auch weil die Gräben zwischen beiden Parteien in jüngster Zeit immer tiefer geworden sind.

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Die Lokführer haben im aktuellen Tarifkonflikt schon dreimal gestreikt, zuletzt im Personenverkehr an fünf Tagen hintereinander. Massenweise Zugausfälle im Fern- und Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen waren die Folge.

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Politologe fordert Expertengremium

Wolfgang Schroeder, Professor für Politikwissenschaften und Experte für Gewerkschaften und Arbeitsbeziehungen, geht davon aus, dass sich beide Seiten demnächst am Verhandlungstisch treffen. „Es wird in dieser Tarifauseinandersetzung keine Endlosschleife geben“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Mit einer Überdehnung des Konflikts würde sich auch die GDL keinen Gefallen tun.“

Dann drohe nämlich eine Intervention durch die Politik. Er fügt hinzu, „dass ein Kompromiss, der nur zwischen Bahn und GDL vereinbart würde, keinen befriedenden Charakter“ hätte.

Man müsse die EVG einbinden „und in einer ersten Etappe eine Art Waffenstillstand“ vereinbaren. „Darauf aufbauend könnte dann eine strukturelle Aufteilung der Einflussbereiche innerhalb der Bahn vereinbart werden“, so der Politologe.

Dabei sei es ratsam, eine Art Expertengremium zu bilden, dem jeweils fünf Vertreter von der GDL, der EVG und vom Bahn-Management angehören. „Dieses Gremium könnte sich auch noch einmal vergegenwärtigen, warum es zu der Eskalation kommen konnte und welche Lösungsmodelle denkbar sind, wobei die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen sind“, betont Schroeder.

https://www.rnd.de/wirtschaft/tarifkonflikt-bahn-manager-und-lokfuehrer-kommen-sich-off...


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