GDL-Streik im Personenverkehr ab Montag, 23.08.21, 2 Uhr (Allgemeines Forum)

Matze86, München, Freitag, 20.08.2021, 11:31 (vor 1807 Tagen)

... erneut für 48 Stunden.
Güterverkehr bereits ab morgen Abend.

GDL-Streik im Personenverkehr ab Montag, 23.08.21, 2 Uhr

markman, Freitag, 20.08.2021, 12:20 (vor 1807 Tagen) @ Matze86

oh, danke für den Hinweis, ich wollte bis Mo in Berlin bleiben, da fahre ich doch dann Sonntagabend zurück, Grüße!

PM: DB zu neuem Ferienstreik: GDL treibt es auf die Spitze

Henrik, Freitag, 20.08.2021, 14:04 (vor 1807 Tagen) @ Matze86

20.08.21 - 11:37 Uhr Berlin

DB zu neuem Ferienstreik: GDL treibt es auf die Spitze – Kampf um Ausweitung im Vordergrund

Völlig überflüssige Belastung der Fahrgäste und Güterverkehrs-Kunden – Kampf um Einfluss wichtiger als zügige Lösung • DB ruft GDL auf, Verweigerung aufzugeben • Bahn bedauert durch GDL-Streiks erwartete Einschränkungen für Fahrgäste und im Güterverkehr

(Berlin, 20. August 2021) Die Deutsche Bahn kritisiert die vom GDL-Chef heute angekündigten neuen Streiks im Bahnverkehr als „völlig überflüssige Belastung unserer Reisenden und unserer Kunden im Güterverkehr“. Zuvor hatte die GDL darüber informiert, dass sie ab morgen abermals im Güterverkehr und ab dem 23. August im Personenverkehr streiken werde.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Dieser zweite Ferienstreik zeigt: Ein Tarifpartner verweigert sich permanent. Statt den Mut zu haben, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, treibt die GDL-Führung ihren gewerkschaftspolitischen Kampf um Ausweitung und Einfluss auf dem Rücken der Bahnkunden auf die Spitze.“ Der Lokführergewerkschaft gehe es um etwas anderes als um Lösungen. Sie will bei der Bahn in Bereiche, in denen sie bislang kaum Mitglieder hat.

Die DB bedauert die durch den GDL-Streik möglichen Einschränkungen im Güter- und Personenverkehr. Die Bahn wird erneut alles unternehmen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem muss mit Beeinträchtigungen gerechnet werden. Die DB wird sich gegenüber den Fahrgästen weiterhin maximal kulant zeigen. Weitere Kundeninformationen werden folgen.

Seiler hält mehr denn je eine Einigung über die materiellen Forderungen für möglich. Es habe sich in diesen Tagen gezeigt, dass die GDL sich permanent widerspreche. „Die Gewerkschaftsspitze agiert voller Widersprüche: Einerseits klagt die GDL vor Gerichten dagegen, dass die DB das Tarifeinheits-Gesetz anwendet – und verliert. Dann wiederum verkündet die GDL, sie wolle das Gesetz anwenden – und zwar bei allen Eisenbahnverkehrsunternehmen“, so Seiler.

Die DB hatte am 7. Juni ihr Angebot erweitert. Es umfasst Lohnerhöhungen in Höhe der geforderten 3,2 Prozent in zwei Schritten: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2024. Um die Corona-Schäden zu bewältigen, benötigt die DB eine etwas höhere Laufzeit, so wie sie auch für den Bereich der Flughäfen im öffentlichen Dienst abgeschlossen wurde. Die DB bot außerdem einen zusätzlichen Kündigungsschutz an, Tausende Neueinstellungen und eine Altersvorsorge, die branchenführend ist.

Ein Presseblog unter deutschebahn.com/gdlstreik und Informationen auf bahn.de werden laufend aktualisiert.

Aktuelles zur Tarifrunde finden Sie unter: www.deutschebahn.com/tarif

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales/DB-zu-neuem-Ferienstreik-GD..

Was ein Gejammer. Im Tal stehend von der Spitze sprechen ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 20.08.2021, 15:20 (vor 1807 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 20.08.2021, 15:20

Hey.

Köstlich, diese Jammer-PM der DB ...

Nur was wollen die uns denn bei Ausstand Teil 3, 4, 5, 6 .... 25, 26, 27 .... 83 ... erklären, wenn sie schon jetzt von der Spitze der Eskalation sprechen ...

Wird die Armee eingreifen? Ist ja in Afghanistan grad überflüssig. Kommen uns die Chinesen zu Hilfe und trassieren Samstagnacht neue Strecken - die Nimby-Klagen werden erst Montag verhandelt; da läuft der Zugverkehr schon 36 Std!? Oder muss der Amerikaner ran? Luftbrücke! Oder rekrutiert man demnächst bei DS-O und hier Lokführer? Als Fähigkeitsnachweis reicht eine erfolgreiche Loksim-Fahrt.

Es bleibt also spannend.

Werden wohl die nächsten Ausstände im PV auch jeweils 48 Std dauern? Wird das in die Geschichte eingehen als der "48x48-Streik"?

Und wird man die DB unstrukturieren, ALLE Töchter beerdigen und es gibt nur noch EINE EINZIGE Firma - so dass man nicht mehr streiten muss, wer wo die Mehrheit hat?!?? Vor allem kann dann jeder alles machen. Heute einen Güterzug fahren, in der Wendezeit eben ein Stellwerk besetzen, mit ICE zurück und nach abgelaufener Lenkzeit eben noch 2 Std im Reisezentrum Fahrkarten verkaufen. Bevor es am nächsten Tag im Büro weitergeht und neue Tarife erfunden werden.

Der Mantel der Geschichte - ich spüre ihn wehen im Wind. Wir wohnen interessanten Zeiten bei..

Und das schöne ist: Montag ubd Dienstag werden auch alle ankommen. Niemand geht verschollen. Und niemand muss hungern oder dürsten, nur weil ein paar Züge nicht fahren.


Schöne Grüße von jörg

Ein Betrieb?

sibiminus, Freitag, 20.08.2021, 18:32 (vor 1807 Tagen) @ Der Blaschke

Und wird man die DB unstrukturieren, ALLE Töchter beerdigen und es gibt nur noch EINE EINZIGE Firma - so dass man nicht mehr streiten muss, wer wo die Mehrheit hat?!??

Das würde an der aktuellen Thematik der Mehrheitsfeststellung exakt nullkommanichts ändern. Die Betriebsdefinition orientiert sich unter Anderem am BetrVG und den BetrVTV'n. Da hättest du nach Fusion trotzdem noch eine zwei- bis dreistellige Zahl an Wahlbetrieben allein aus den (dann zusammengeführten) Gesellschaften Fernverkehr, Regio, Cargo und Vertrieb.

Da kämen dann natürlich noch Netz, S&S, Energie, FZI, FWD und viele weitere Gesellschaften mit ihren Wahlbetrieben dazu.

DB: 25% Kapazität im FV bundesweit, Ersatzfahrplan verfügbar

Henrik, Freitag, 20.08.2021, 14:53 (vor 1807 Tagen) @ Matze86

13:00 Uhr | Deutsche Bahn bietet erneut verlässliches Grundangebot während GDL-Streik

Ab 23. August rund 25 Prozent Kapazität im Fernverkehr bundesweit • Nahverkehr rollt mit Einschränkungen • Fahrplan ab Freitag, 15 Uhr auf bahn.de und im DB Navigator abrufbar • Wieder umfangreiche Kulanzregelungen: flexible Nutzung der Tickets bereits ab heute • kostenlose Streikhotline • DB Cargo sichert versorgungsrelevante Züge

Die Deutsche Bahn sorgt auch beim angekündigten zweiten Streik vom 23. bis 24. August der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) für ein verlässliches Mobilitätsangebot in Deutschland. Im Fernverkehr wird ein Grundangebot von rund einem Viertel des normalen Fahrplans unterwegs sein. Im Regional- und S-Bahnverkehr peilt die DB erneut etwa 40 Prozent des Zugverkehrs an. Die Anzahl der angebotenen Züge wird jedoch je nach Region stark schwanken.

DB Cargo hat nach der ersten Streikwelle in Rekordtempo auf allen Rangieranlagen den Rückstau von Güterzügen aufgelöst. So sind Kapazitäten geschaffen worden, um jetzt den Zugbetrieb in den nächsten Tagen zu sichern: Gemeinsam mit externen Partnerbahnen werden versorgungsrelevante Züge so rasch aufs Gleis gesetzt und Kunden bedient.

Die Erfahrungen des ersten Streiks hat die DB genutzt, um den Ersatzfahrplan im Fernverkehr zu optimieren und in der zweiten Streikwelle der GDL mehr Züge zu fahren. Im Fernverkehr sollen etwa 20 zusätzliche Züge pro Tag unterwegs sein, etwa zwischen Berlin und Bayern oder auch der Strecke zwischen Hamburg/Berlin, Flughafen Frankfurt und Stuttgart.

Ziel der DB ist es, Planungssicherheit für ihre Fahrgäste zu schaffen. Dabei haben die besonders stark genutzten Verbindungen sowie die Anbindung wichtiger Bahnhöfe und Flughäfen Priorität. Auf ausgewählten Hauptachsen ist wieder ein zweistündliches Angebot vorgesehen. Dennoch: Wer kann, sollte seine Reise auf die Zeit vor oder nach dem Streik verschieben. Trotz des Ersatzfahrplans kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen. Für wen ein Umplanen nicht möglich ist, sollte auf jeden Fall einen Sitzplatz reservieren.

Ab 25. August erwartet die Bahn wieder einen weitgehend regulären Bahnbetrieb.

Wieder umfangreiche Kulanzregelungen:

Die flexible Nutzungsmöglichkeit bereits gebuchter Tickets ist schon ab heute möglich und wird auf zehn Tage nach Streikende ausgedehnt. Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 23. bis einschließlich 24. August vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit und können bereits ab 20. August bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden. Bei entsprechenden Sparpreisen und Super Sparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben. Für die Weiterfahrt können auch andere Züge genutzt werden, dies gilt auch für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE und S-Bahn). Zudem können Fahrkarten kostenfrei erstattet werden.

Die Fahrradmitnahme ist in den verkehrenden Fernverkehrszügen nur möglich, wenn dort bereits ein Stellplatz reserviert ist. Als Service für jene Fernverkehrsreisende mit gebuchtem Stellplatz, deren Zug streikbedingt ausfällt, bietet die DB einen kostenlosen Fahrradversand per DB Gepäckservice.

Weitere Informationen dazu unter www.bahn.de/sonderkulanz

Welche Züge verkehren und wo es zu Ausfällen kommt, das wird derzeit schrittweise in die Fahrplanmedien und Informationskanäle eingespeist. Ab Freitag 15 Uhr ist der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar. Infos dazu bietet auch die kostenlose Streikhotline unter 08000 99 66 33, die ebenfalls heute ab 15 Uhr zu erreichen ist.

[image]

https://www.deutschebahn.com/gdlstreik

Business as usual ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 20.08.2021, 15:06 (vor 1807 Tagen) @ Henrik

Hey.

Das hat sich alles wunderbar eingespielt. Kann also noch lange so weitergehen.

Schöne Grüße von jörg

Könnte das neue Geschäftsmodell der DB werden.

heinz11, Freitag, 20.08.2021, 15:40 (vor 1807 Tagen) @ Henrik

Da braucht man nicht mehr soviel Lokführer dazu.

Dann würden 1200m ICE kommen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 20.08.2021, 19:49 (vor 1807 Tagen) @ heinz11

Herr Schaffner, wo ist bitte der Speisewagen?

In diese Richtung, etwa 20 Wagen weiter.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Dann würden 1200m ICE kommen

agw, NRW, Samstag, 21.08.2021, 19:38 (vor 1806 Tagen) @ Alibizugpaar

Herr Schaffner, wo ist bitte der Speisewagen?

In diese Richtung, etwa 20 Wagen weiter.

Den XXL-ICE hat man ja schon groß gefeiert. Aber da ist noch Luft.

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Dann würden 1200m ICE kommen

Barzahlung, Sonntag, 22.08.2021, 16:04 (vor 1805 Tagen) @ Alibizugpaar

Herr Schaffner, wo ist bitte der Speisewagen?

In diese Richtung, etwa 20 Wagen weiter.

Man könnte stattdessen auch einfach temporär die Sitze ausbauen. Das schafft Platz und schreckt die Kunden von der Nutzung ab.

Streik ist in Schleswig-Holstein schon zuende

Glümp, Berlin, Samstag, 21.08.2021, 09:58 (vor 1806 Tagen) @ Matze86

… behauptet zumindest bahn.de/aktuell :-)

Siehe verlinktes Bild.
Zum Foto (auf WeTransfer)

PM: GDL zu neuem Ferienstreik: DB mauert beharrlich

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 22.08.2021, 01:38 (vor 1805 Tagen) @ Matze86

Damit das scheinheilige Gejammer der Arbeitnehmerfeiflichen DB hier keinen einseitigen Konsens ergibt, hier mal die wahen Umstände:

„Die Deutsche Bahn (DB) hat sich keinen Schritt bewegt. Weder der eindrucksvolle Arbeitskampf in der vergangenen Woche noch die von breiter Solidarität getragene Protestkundgebung unseres Dachverbandes dbb vor dem Bahntower haben bisher zu einem Sinneswandel des Arbeitgebers geführt.
Statt mit einem verhandlungsfähigen Angebot den Weg für Verhandlungen freizumachen, ziehen die Manager weiterhin massiv gegen die GDL und ihre Mitglieder ins Feld“, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky bei der heutigen Pressekonferenz der GDL in Berlin.

Dabei sind die Forderungen der GDL einfach, nachvollziehbar und berechtigt: Erhöhung der Einkommen um 3,2 Prozent nach dem Vorbild des öffentlichen Dienstes, Schutz der Betriebsrente, eine Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro, die Verbesserung von Arbeitszeit sowie Tarifverträge für die ge-samte Infrastruktur, für Netz, Station und Service und die Werkstätten.

Streiks von 21. bis 25. August 2021
Doch die DB hat bisher keinerlei Einlenken in dem von ihr selbst herbeigeführten Tarifkonflikt erkennen lassen. Daher ruft die GDL bei der Deutschen Bahn erneut zum Arbeitskampf auf:

  • im Güterverkehr ab dem 21. August, 17 Uhr und
  • im Personenverkehr und der Infrastruktur ab 23. August, 2 Uhr.
  • Der Arbeitskampf endet am 25. August um 2 Uhr.

Schmutzkampagnen gegen die GDL
Scharf kritisierte Weselsky die Intervention des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. Dieser hatte behauptet, die Streiks der GDL erhöhten die Gefahr, sich mit COVID 19 zu infizieren. „Das ist nur der neueste Tiefpunkt in einer langen Reihe gezielter Schmutzkampagnen gegen die GDL,“ so Weselsky. Peinlich nur, dass eine gemeinsame wissenschaftliche Studie von DB und der Charité Research Organisation keinerlei erhöhtes Erkrankungsrisiko für Fahrgäste und Zugpersonal an COVID19 ergab. Damit sind die parteiischen Aussagen Lauterbachs klar widerlegt. Weselsky: „Statt, dass fachfremde Politiker sich mit halbgaren Mutmaßungen in die Debatte einmischen, sollte der Eigentümer Bund endlich handeln und die DB zur Einsicht bewegen. Nur so kann weiterer Schaden vom System Eisenbahn abgewendet werden.“

Ungerechtigkeit hat einen Namen
Und weiter: „Ungerechtigkeit hat einen Namen: DB-Führungskräfte. Die Mitarbeiter des Zugpersonals und der Infrastruktur, die Kollegen in den Werkstätten und die Fahrdiensteiter haben trotz des hohen Drucks, der vom Arbeitgeber und der EVG auf sie ausgeübt wurde, schon einmal ein deutliches Zeichen gesetzt – und sie werden es wieder tun. Sie werden es so lange tun, bis der Arbeitgeber den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen die Anerkennung und Wertschätzung zukommen lässt, die sie verdienen.“

https://www.gdl.de/Aktuell-2021/Pressemitteilung-1629451489


“Quo vadis Deutsche Bahn?”, Pressekonferenz mit GDL-Chef Weselsky

Bemerkenswert ist, dass genau der gleiche TV heuer bei allen EVU problemlos umgesetzt wurde - ausser bei dem, das glaubt etwas besseres zu sein und das jetzt daher erneut bestreikt werden muss...
Ich hoffe auf unbefistete Streiks, falls die DB-Manager (die m.M. überbezahlt und zudem überflüssig sind, falls sie die Fahrdienstvorschift nicht kennen) nicht zur Vernunft kommen.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Was denn nun ?

611 040, Erfurt, Sonntag, 22.08.2021, 04:28 (vor 1805 Tagen) @ 218 466-1

Ich hab neulich in mehreren Quellen gelesen (und von einem DB Sprecher gehört) dass die DB bereit sei, die geforderten 3,2% mehr Lohn zu zahlen und das sogar über 40, statt der geforderten 28 Monate.
Vor dem Hintergrund findet die DB die Streiks unnötig, wie der Sprecher mehrfach betonte. Würde ich jetzt auch so sehen.
Die hier zitierte Meldung hingegen besagt, die DB wäre überhaupt nicht bereit die Erhöhung zu bezahlen.
Was ist denn nun wahr ?
Klar schreibt jeder für sich vorteilhafte Meldungen aber das kann ja nun nicht beides wahr sein.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Was denn nun ?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 22.08.2021, 07:42 (vor 1805 Tagen) @ 611 040

Ich hab neulich in mehreren Quellen gelesen (und von einem DB Sprecher gehört) dass die DB bereit sei, die geforderten 3,2% mehr Lohn zu zahlen und das sogar über 40, statt der geforderten 28 Monate.

Das ist m.W. ja eine der Unstimmigkeiten. Die GDL will NUR 28 Monate, damit man früher über weitere Loherhöhungen verhandeln kann. Die DB will 40 um so schnell nicht mehr erhöhen zu müssen. Je kürzer die TV, desto besser für Arbeitnehmer. Je länger, desto besser für Arbeitgeber.
40 Monate wären ja Nullrunden für Eisenbahner über drei Jahre.

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Deine Informationen sind richtig.

heinz11, Sonntag, 22.08.2021, 07:49 (vor 1805 Tagen) @ 611 040

Ich hab neulich in mehreren Quellen gelesen (und von einem DB Sprecher gehört) dass die DB bereit sei, die geforderten 3,2% mehr Lohn zu zahlen und das sogar über 40, statt der geforderten 28 Monate.
Vor dem Hintergrund findet die DB die Streiks unnötig, wie der Sprecher mehrfach betonte. Würde ich jetzt auch so sehen.
Die hier zitierte Meldung hingegen besagt, die DB wäre überhaupt nicht bereit die Erhöhung zu bezahlen.

Es ist so, wie Du es oben dargestellt hast. Beim Thema Betriebsrenten gibt es widersprüchliche Aussagen von DB und GDL, aber das ist hier mangels vorliegender Unterlagen nicht zu klären.

Deine Informationen sind richtig.

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 22.08.2021, 08:25 (vor 1805 Tagen) @ heinz11

Es ist so, wie Du es oben dargestellt hast.

Nein. Die DB möchte 2021 eine Nullrunde, 2022 +1,5%, 2023 +1,7% bei Laufzeit bis 2024. Die GDL möchte 1,4% plus 600 Euro 2021 und 1,8% 2022 bei Laufzeit bis 2023. Die Forderungen sind also ein ganzes Stück auseinander.

--
Weg mit dem 4744!

Streik

sflori, Sonntag, 22.08.2021, 14:49 (vor 1805 Tagen) @ 218 466-1

Damit das scheinheilige Gejammer der Arbeitnehmerfeiflichen DB

Also da habe ich im Bekanntenkreis aber einige Arbeitnehmer der DB, die das ganz anders sehen. :)

Und natürlich poltert der Weselsky rum - das ist ja sein Job. ;) Auf der anderen Seite kann die DB auch nicht jeder beliebigen Gehaltsforderung nachgeben. Was auch gut ist, denn als Kunde bin ich an preiswerten Tickets interessiert. Am Ende muss man sich halt einig werden und dabei das Gesicht wahren. Hoffentlich dauerts bis dahin nicht so lange...


Bye. Flo.

Wozu Coronaprämie wenn kein erhöhtes Risiko?

Höllentalbahn, Sonntag, 22.08.2021, 19:35 (vor 1805 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Höllentalbahn, Sonntag, 22.08.2021, 19:36

Vieles nachvollziehbar, aber schon lustig eine Coronasonderprämie zu fördern und im gleichen Atemzug zu sagen

Peinlich nur, dass eine gemeinsame wissenschaftliche Studie von DB und der Charité Research Organisation keinerlei erhöhtes Erkrankungsrisiko für Fahrgäste und Zugpersonal an COVID19 ergab.

Da war der Beißreflex wohl stärker als die Lust diese Prämie zu erhandeln...
Ich meine diese Prämie hat nur ihre Daseinsberechtigung wenn das Risiko höher wäre.
Mfg
Höllentalbahn

Ein absurdes Theater mit ernsten Folgen,...

heinz11, Montag, 23.08.2021, 09:06 (vor 1804 Tagen) @ Matze86

...dieser Kommentar bringt es auf den Punkt.

Nein, nur Alltag.

musicus, Montag, 23.08.2021, 09:46 (vor 1804 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von musicus, Montag, 23.08.2021, 09:50

...dieser Kommentar bringt es auf den Punkt.

Nö. Es geht eben nicht um Inhalte! Also beim Streik - der Artikel bietet dieszbezüglich ohnehin nicht mehr als Delegtimierungsabsichten im Hinblick auf den Arbeitskampf. Und dann diese alberne Hindukusch-Parenthese: derailing und whataboutism at its best... Wirklich ernst kann ich diesen Kommentar leider nicht nehmen.

Nein, nur Alltag.

heinz11, Montag, 23.08.2021, 10:23 (vor 1804 Tagen) @ musicus

...dieser Kommentar bringt es auf den Punkt.


Nö. Es geht eben nicht um Inhalte! Also beim Streik - der Artikel bietet dieszbezüglich ohnehin nicht mehr als Delegtimierungsabsichten im Hinblick auf den Arbeitskampf. Und dann diese alberne Hindukusch-Parenthese: derailing und whataboutism at its best... Wirklich ernst kann ich diesen Kommentar leider nicht nehmen.


Da machst Du Dir es zu einfach. Es sind nicht die Tarifforderungen, an denen es hängt, sondern es geht darum
"...die EVG aus den Unternehmen zu jagen..." (sinngemäßes Zitat). Also ein politischer Streik um Einfluß bei den DB-Unternehmen - und das ist weder legal noch legitim.

Unabhängig von unserer subjektiven Einschätzung, wieweit ein Streik gehen kann, ist das Streikrecht nicht absolut, will sagen, ein Streik, der soviel Schaden anrichtet, daß er die Volkswirtschaft großflächig und nachhaltig schädigt, ist nicht gedeckt. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz git auch hier. Sicher, momentan sind wir noch nicht soweit. Aber es geht straff in diese Richtung, und weitere Eskalationen wurden ja schon angekündigt.

Schade nur, daß das Unternehmen dem Bund gehört. Normalerweise hat eine Tarifforderung ihre Grenze bei der Bezahlbarkeit, ansonsten wird das Unternehmen irgendwann Insolvenz anmelden. So kann man getrost darauf vertrauen, der Bund als Eigentümer wird es richten und die Mehrkosten dem Steuerzahler aufbürden.

Und bezüglich der Delegitimierungsthese: Da bist Du wohl bei der Presseschau des letzten (nicht diesjährigen) Streiks stehengeblieben. Die Einschätzung der Zulässigkeits eines Streiks wird allgemein geteilt; zum "Aber" siehe oben.

Nein, nur Alltag.

musicus, Montag, 23.08.2021, 10:35 (vor 1804 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von musicus, Montag, 23.08.2021, 10:36

Da machst Du Dir es zu einfach. Es sind nicht die Tarifforderungen, an denen es hängt

Glaub' ich nicht. Hätte die DB ein Angebot in der Größenordnung des ÖD vorgelegt, würde der GDL ob ihrer Haltung eine steife Brise Gegenwind ins Gesicht wehen (mild ausgedrückt).

sondern es geht darum "...die EVG aus den Unternehmen zu jagen..." (sinngemäßes Zitat).

Das ist weder sinngemäß noch ein Zitat, sondern eine polemische Zuspitzung. Aber das Tarifeinheitsgesetz hat derartige Konflikte ja erwarten lassen. Politischer Murks wird eben in aller Regel sozialisiert.

Also ein politischer Streik um Einfluß bei den DB-Unternehmen - und das ist weder legal noch legitim.

Legitim ist das allemal, denn das ist das Kerngeschäft einer Gewerkschaft. Ohne beteiligt zu sein - aber würde sich die GDL nicht so verhalten, wie sie sich verhält, müsste man umgehend austreten. Und angesichts der kolportierten Tarifangebote von AG-Seite, gibt es wenig, das im Moment ein Urteil in Richtung Illegalität nahelegt.

Sicher, momentan sind wir noch nicht soweit.

Na also!

Aber es geht straff in diese Richtung, und weitere Eskalationen wurden ja schon angekündigt.

Mal sehen, wann der öffentliche Druck die eine oder andere Seite unter Zugzwang setzt...

Schade nur, daß das Unternehmen dem Bund gehört.

Das vereinfacht eine vergleichende Einschätzung der Verhandlungspositionen ungemein.

Normalerweise hat eine Tarifforderung ihre Grenze bei der Bezahlbarkeit

....ääääh - wie war das noch gleich? Hindukusch lässt grüßen!

So kann man getrost darauf vertrauen, der Bund als Eigentümer wird es richten und die Mehrkosten dem Steuerzahler aufbürden.

Wie wärs mit einer Beamtenbahn? Würde die Debatte abkürzen...^^

Nein, nur Alltag.

Tobias Brunnbach, Montag, 23.08.2021, 20:25 (vor 1804 Tagen) @ heinz11

Unabhängig von unserer subjektiven Einschätzung, wieweit ein Streik gehen kann, ist das Streikrecht nicht absolut, will sagen, ein Streik, der soviel Schaden anrichtet, daß er die Volkswirtschaft großflächig und nachhaltig schädigt, ist nicht gedeckt. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz git auch hier. Sicher, momentan sind wir noch nicht soweit. Aber es geht straff in diese Richtung, und weitere Eskalationen wurden ja schon angekündigt.

Ach ja? Die DB (samt kopierender Medien) wird doch nicht müde, so häufig wie möglich zu bekunden, dass alles gut läuft, "[hier irgendeine aus der Luft gegriffene Zahl einsetzen] Prozent der Xyz-Züge" fahren würden, "das erwartete Chaos ausgeblieben" sei (wie ich solche Standardfloskeln der Massenmedien für jegliche Thematik liebe ...), "keiner nicht an sein Ziel gekommen" sei usw. usf.

Da die Eisenbahn hierzulande keinen gesellschaftlichen (und wirtschaftlichen) Stellenwert und Rückhalt besitzt, gehen Arbeitskampfmaßnahmen auch ohne DB-Nebelzahlen besorgniserregend bedeutungslos über die Bühne. "Volkswirtschaftliche Schädigungen" und von der Bevölkerung als große Schädigungen wahrgenommene Folgen wären an ganz anderer Stelle zu suchen.

Ein absurdes Theater mit ernsten Folgen,...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 23.08.2021, 20:09 (vor 1804 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Alibizugpaar, Montag, 23.08.2021, 20:11

Ach Gott ja, in der Geschichte der Bundesrepublik haben Streiks und Lohnerhöhungsforderungen nie in die jeweilige Situation gepasst, egal in welche: "Das ist jetzt nicht die geeignete Zeit dafür!" hieß es in den 60ern, 70ern, 80ern, 90ern und auch später noch. Entweder war die Konjunktur grad ein zartes Pflänzchen, Druiden haben fürchterliche Untergangsszenarien am schwarzen Wolkenhimmel abgelesen oder Unbeteiligte wurden wieder mal in Geiselhaft genommen. Unterstellt wurde irgendwem auch immer irgendwas. Der GDL-Streik hätte manchen Leuten in 10 Monaten oder zweieinhalb Jahren so wenig in den Kram gepasst wie jetzt.

Und ja, ich habe den ausgesprochen kurzen Kommentar gelesen. Verstehe deshalb im Zusammenhang auch diesen Absatz nicht:

Im Hintergrund schiebt sich nun ein neues Bühnenbild in die Kulissen: der Hindukusch, das stolze Gebirge Zentralasiens, das zum größten Teil in Afghanistan liegt. Und spätestens jetzt wird den Zuschauern klar, dass sie sich in einem gänzlich absurden Theater befinden, das Claus Weselsky inszeniert.

GDL und Hindukusch und EVG - häää??? Da brauche ich nun eine Schublok...

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

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