Frage zur Fahrpreiserstattung (Fahrkarten und Angebote)
Liebe Bahnexperten,
ich habe folgendes Problem:
Am 12. Februar habe ich Online ein ICE-Sparpreis-Ticket (H+R)für 2 Personen (ohne Bahncard) für Anfang März von Berlin nach Essen gekauft (258 EUR). Eine Platzreservierung für die Hinfahrt war leider nicht möglich, also nur 5 EUR für die Rückfahrt-Plätze ausgegeben.
Einen Tag vor der Hinfahrt selber war der Zug dann online kein ICE mehr, sondern als IC Ersatzzug gekennzeichnet. Da ging plötzlich wieder Reservierung, was aber 9 EUR kostete, weil Reservierung ohne Ticketkauf.
Die Fahrt ging zwar genau so schnell, aber ich war der Ansicht, eine Erstattung beantragen zu können, (was mir telefonisch von der Bahn auch bestätigt wurde) - immerhin sind das ja zwei verschiedene Produktklassen.
Also hab ich den Erstattungsantrag ausgefüllt und mit dem Originalticket an das Fullfillment Center in Hamburg geschickt. Ende März kam dann Post vom Vertrieb, sie hätten das Servicecenter Fahrgastrechte weitergeleitet.
Von denen kam nun heute die Ablehnung des Antrages,
1. weil der "Sparpreis nicht downgradefähig" ist
2. weil die Verspätung nur 2 Minuten war (was ich gar nicht beanstandet hatte)
Anruf beim Servicecenter Fahrgastrechte:
die Mitarbeiterin versuchte mir klar zu machen, das die Bahn da keine Differenz zwischen ICE und IC ausrechnen könne, weil die Preise sowieso schon so reduziert sind, und das Ticket sei eben auch nicht downgradefähig.
Ich steh da nun auf dem Schlauch und versteh es nicht.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Hab ich recht und nur eine Aushilfe in der Spätschicht erwischt oder hab ichs nur nicht verstanden und die Bahn hat recht?
Vielen Dank für Eure Bemühungen (ich hab in den Beförderungsbedingungen leider nix passendes entdeckt)
Viele Grüße
Uwe
Frage zur Fahrpreiserstattung
Tut mir leid für dich, aber das ist vollkommen korrekt so. Es gibt in der Tat bei den Sparpreisen zu Festpreisen keine Unterschiede nach Produktklassen, du kannst also Hamburg-Berlin sowohl für 29 Euro im ICE als auch für 59 Euro im IC ein Ticket bekommen.
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Fabian, die Bedingungen sind so - aber korrekt finde ich es trotzdem nicht.
Die Frage ist doch nicht, ob Sparpreis oder nicht, sondern eine ganz andere: Trete ich die Reise im IC auch an, wie ich sie im ICE antreten wollte (sprich: versprochene Leistung...! Im ICE buche und zahle ich Komfort, vor dem IC schrecke ich persönlich nämlich immer mehr zurück. Da ist nicht einmal mehr die Klimaanlage sicher. Ich würde in dem Fall dann mit dem Auto fahren.
Aus meiner Sicht also doch erstattungsfähig. Und wenn es 5 EUR Kulanz sind, schließlich spart die DB mit dem IC auch Betriebsaufwand (allein die Abschreibungen!). Aber auf dem Ohr ist die DB ja taub. Schade.
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Fabian, die Bedingungen sind so - aber korrekt finde ich es trotzdem nicht.
Hätte ich noch ergänzen sollen: Ich habe nur rein von den Tarifbestimmungen gesprochen. Ich bin auch der Ansicht, dass wenigstens eine Entschädigung i.F.e. Reisegutscheines dabei herausspringen sollte.
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Persönlich stimme ich euch natürlich von ganzem Herzen zu. :)
Rechtlich würde ich sagen: Er _muß_ ja nicht fahren ! Er kann sich jederzeit überlegen, ob er vom Beförderungsvertrag wegen nicht erbringbarer Leistungen zurücktritt. Oder aber er fährt mit dem gebuchten Zug. Dann zahlt er aber auch nur für den Transport in einer bestimmten Zeit von A nach B. Nicht für IC oder ICE.
Bye. Flo.
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Hallo,
Dann zahlt er aber auch nur für den Transport in einer bestimmten Zeit von A nach >B. Nicht für IC oder ICE.
Die Argumentation zieht aber wohl auch nur für den Sparpreis, für den Normalpreis kümmert's die Bahn immerhin, da zahlt man für die Strecke bei gleicher Fahrzeit 30 EUR mehr im ICE.
Der entscheidende Punkt ist also wohl doch die fehlende Produktklassenunterscheidung beim Sparpreis.
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Der entscheidende Punkt ist also wohl doch die fehlende Produktklassenunterscheidung beim Sparpreis.
Und was machst Du, wenn durch die Fahrplanänderung der Normalpreis plötzlich günstiger wird, als der gebuchte Sparpreis? Dann greift irgendwie die gesamte Argumentation nicht mehr...
Gruß,
Jan
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Und was machst Du, wenn durch die Fahrplanänderung der Normalpreis plötzlich günstiger wird, als der gebuchte Sparpreis? Dann greift irgendwie die gesamte Argumentation nicht mehr...
Es ist ja nicht verboten, daß bestimmte Preiskategorien günstiger sind als andere. Siehe Last-Minute-Preise im Hotel. Diese können auch erst später erhältlich sein, jedoch günstiger als die vorher gebuchten Zimmer.
Fazit: Doof ist es, aber nicht verboten oder angreifbar ... ;)
Bye. Flo.
Ps: Vic Fontaine rulez. :D
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Die Parallele wäre hier wohl eher, zum Sonderpreis ein Zimmer mit meerblick gebucht zu haben und dann aber nur aufs Parkhaus gucken zu können. Das Hotel steht dann trotzdem in Wassernähe, man siehts nur nicht!
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Wenn Du im Hotel eine Suite mit Meerblick zum Sparpreis buchst, und dann als Ersatz ein enges Standardzimmer einnehmen musst, das im Normalpreis günstiger ist als der Sparpreis der Suite, hast du auch ein Anrecht auf Erstattung. Ein Narr, wer in solchem Fall nicht um sein Recht streiten würde.
Jan
Frage zur Fahrpreiserstattung
Wenn Du im Hotel eine Suite mit Meerblick zum Sparpreis buchst, und dann als Ersatz ein enges Standardzimmer einnehmen musst, das im Normalpreis günstiger ist als der Sparpreis der Suite, hast du auch ein Anrecht auf Erstattung. Ein Narr, wer in solchem Fall nicht um sein Recht streiten würde.
Und wenn ich ein "Überraschungs-Schnäppchen-Zimmer" kaufe, bei dem erst am Tag der Ankunft entschieden wird, welche Kategorie ich bekomme ? Dann hätten wir das Pendant zum Sparpreis, oder ?
Wie läuft das eigentlich in anderen Ländern ? Kennt jemand Vergleiche ?
Bye. Flo.
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Und wenn ich ein "Überraschungs-Schnäppchen-Zimmer" kaufe, bei dem erst am Tag der Ankunft entschieden wird, welche Kategorie ich bekomme ? Dann hätten wir das Pendant zum Sparpreis, oder ?
Nö, das ist eher das Pendant zur Kinderüberraschung. (Obwohl man sich be der Bahn häufig nicht anders vorkommt, aber das ist unabhängig von der Ticket-Art.)
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Eine Platzreservierung für die Hinfahrt war leider nicht möglich, also nur 5 EUR für die Rückfahrt-Plätze ausgegeben.
Einen Tag vor der Hinfahrt selber war der Zug dann online kein ICE mehr, sondern als IC Ersatzzug gekennzeichnet. Da ging plötzlich wieder Reservierung, was aber 9 EUR kostete, weil Reservierung ohne Ticketkauf.
Das kannst du noch reklamieren. Ich hatte selbst Fälle, bei denen die Reservierung in Verbindung mit dem Fahrkartenkauf nicht möglich war.
Das habe ich dem Kundendialog sachlich geschildert und wollte die Differenz wieder haben. Es kamen, soweit ich mich erinnern kann, zwar "nur" Bistrogutscheine, aber das ist ja auch schonmal was ;)