Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal (Reiseberichte)
VT642, Montag, 14.06.2021, 19:48 (vor 1739 Tagen)
Hallo miteinander,
ich würde einen derartigen Beitrag nicht eröffnen, wenn nicht meine Erfahrungen der letzten Fahrten derart miserabel waren.
Hier eine kleine Auswahl:
- Zugbegleiter im ICE: Beim Super Sparpreis gibt es ab 60min Verspätung nicht 25% zurück, sondern 4€
- anderer ICE, noch bevor die Funktion verfügbar war: Sie brauchen kein FGR-Formular, das geht alles online
- im IC: die Zugbindung ist erst ab 60min zu erwartender Verspätung aufgehoben
- ICE: wenn Sie den Anschluss nach Bamberg in Würzburg verpassen, müssen Sie bis Nürnberg mitfahren (ohne vor dieser Auskunft überhaupt ins RIS zu schauen, der Umweg über Nürnberg hätte 1h länger gedauert)
- ICE: Ihr Ticket ist in der HLB nicht gültig, das ist eine Privatbahn (Ticket war normaler Super Sparpreis, wegen Verspätung sollte sollte die HLB vorgemeldet werden)
Diese Auskünfte haben mich zugegebenermaßen sehr schockiert, da uninformierte Reisende hier teilweise katastrophal falsche Auskünfte erhalten hätten, welche sie mitunter deutlich später an ihrem Ziel hätten ankommen lassen. Ich frage mich, woran es liegt, dass das Zugpersonal teilweise derartigen, entschuldigt, Müll von sich gibt. Mangelnde Kenntnis oder mangelndes Interesse?
Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen machen müssen?
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
Warinese, Montag, 14.06.2021, 20:09 (vor 1739 Tagen) @ VT642
Leider kein Einzelfall. Hatte es erst vor zwei Wochen und habe es hier im Forum kundgetan.
Stattdessen wurde ich von einem Teilnehmer im Forum hingestellt als wenn es mir Spaß macht Umwege zu fahren und zu dumm bin mich selber in der App zu informieren anstatt mich an das Personal vom Zug zu wenden.
Hat mich leider auch diverse Stunden gekostet. Service sollte anders aussehen.
Hatte aber vor kurzem auch den Fall in der Bahn App, dass die Verspätungen stark schwanken und man sich darauf einfach nicht verlassen.
Ich hoffe es wird wieder besser oder ich hatte einfach in letzter Zeit Pech.
--
ICE-Treff-Tipp-Weltmeister 2014 ;D
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal stimmt
EK-Wagendienst, EGST, Montag, 14.06.2021, 21:03 (vor 1739 Tagen) @ Warinese
Leider kein Einzelfall. Hatte es erst vor zwei Wochen und habe es hier im Forum kundgetan.
Stattdessen wurde ich von einem Teilnehmer im Forum hingestellt als wenn es mir Spaß macht Umwege zu fahren und zu dumm bin mich selber in der App zu informieren anstatt mich an das Personal vom Zug zu wenden.
Hat mich leider auch diverse Stunden gekostet. Service sollte anders aussehen.
Hatte aber vor kurzem auch den Fall in der Bahn App, dass die Verspätungen stark schwanken und man sich darauf einfach nicht verlassen.
Ich hoffe es wird wieder besser oder ich hatte einfach in letzter Zeit Pech.
https://www.ice-treff.de/index.php?id=635677
Genau so ist es, und wenn es der "Tobias Brunnbach" nicht war haben will, ein zweiter Keksi hier.
Als "normaler" Reisender, und nicht als "Freak" kann man das nicht alles wissen.
Die Ahnung von Zugpersonal nimmt immer mehr ab, nicht bei allen, aber besonders bei denen die neu eingestiegen sind, den fehlt einfach der Überblick wie eine Eisenbahn funktioniert.
so was fällt mir auch öfter auf, das was total falsche gesagt wird.
--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal stimmt
Tobias Brunnbach, Dienstag, 15.06.2021, 14:25 (vor 1738 Tagen) @ EK-Wagendienst
Genau so ist es, und wenn es der "Tobias Brunnbach" nicht war haben will, ein zweiter Keksi hier.
Quark. Ich habe z.B. schon genügend emotionale Reaktionen eingefahren, als ich das (Nicht-) Handeln von Mitarbeitern selbst kritisiert hatte.
Als "normaler" Reisender, und nicht als "Freak" kann man das nicht alles wissen.
Mit dem "normalen Reisenden" meinst du offensichtlich den Seltenreisenden. Aber selbst der zurückgebliebenste chronische Kfz-Lenker kennt solche "neuartigen" Dinge wie Websites und will auch nicht wie ein Kleinkind ständig an die Hand genommen werden.
Die Ahnung von Zugpersonal nimmt immer mehr ab, nicht bei allen, aber besonders bei denen die neu eingestiegen sind, den fehlt einfach der Überblick wie eine Eisenbahn funktioniert.
Auch wenn es nicht in dein Weltbild passt: da stimme ich in vielen Fällen zu. Zu oft stinkt der Fisch aber vom Kopf her, was mancher Mitarbeiter durch ein übertriebenes "Selbstbewusstsein" zu überbrücken versucht.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal stimmt
CNL484, Donnerstag, 17.06.2021, 16:44 (vor 1736 Tagen) @ EK-Wagendienst
3 Monate Dauert die Ausbildung zum Quereinsteiger im FV? Echt wenig. Kann man nicht alles vermitteln. Letzten Oktober Strecke Leipzig-Frankfurt gab es Bauarbeiten. Zugausfälle ,1 Stunde länger Fahrzeit. Erfurt bis Frankfurt ohne Halt. Mein Zug ausgefallen. Ich ein früher gefahren um zur gleichen Zeit wie geplant in Frankfurt zu sein. Wollte nicht extra neues Ticket kaufen. Die Dame wusste nix von Bauarbeiten warum ich früher fahre kam als Antwort.Na ist doch wohl schon ausfällig genug das der Zug so eine Distanz ohne Halt fährt murmelte ich gereizt. Sie Verschwand mit meinen Ticket .Kamm nach 10 min zurück alles ok. Bissl Strecken Kunde oder Art Briefing wie bei den Airlines sollten schon drin sein finde ich.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
GreenLine, Montag, 14.06.2021, 21:04 (vor 1739 Tagen) @ Warinese
Ich finde schon das die Verspätungsprognosen in der App sehr zuverlässlich sind. Einzige Ausnahme: Großstörungen wie Personen im Gleis wo halt nichts mehr geht.
Was halt noch nicht so funktioniert ist die Kommunikation in der App ob der Anschluss wartet oder nicht. Da braucht man dann doch die ZuBs, die dann noch einmal die Durchsage machen.
Bei mir haben die ZuBs bisher immer auf dem Handy nachgeschaut. Diesen Eindruck kann ich also nicht bestätigen, wäre aber natürlich sehr ärgerlich
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
Tobias Brunnbach, Dienstag, 15.06.2021, 14:32 (vor 1738 Tagen) @ GreenLine
Bei mir haben die ZuBs bisher immer auf dem Handy nachgeschaut. Diesen Eindruck kann ich also nicht bestätigen, wäre aber natürlich sehr ärgerlich
Das "auf dem Handy nachgeschaut" ersetzt aber nicht in allen Situationen eigenes Wissen bzw. ist die Arbeitsqualität vermindert.
Was habe ich schon bei diversen EVU die Reklamatio eingereicht, dass es eben nicht genügt, wenn die Mitarbeiter (wie in der Schulung gesehen) in aller Ruhe versuchen, etwas "aus dem Handy" herauszubekommen und sich entweder keine Lösung, eine schlechte Lösung oder einfach ein zeitliches Versagen einstellt. Für "nette" werblich begründete Ansagen, ein wenig Touchscreengedaddel anstelle des Reisenden und ggf. den Getränkeausschank braucht es kein Zugbegleitpersonal.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
Tobias Brunnbach, Dienstag, 15.06.2021, 14:18 (vor 1738 Tagen) @ Warinese
Stattdessen wurde ich von einem Teilnehmer im Forum hingestellt als wenn es mir Spaß macht Umwege zu fahren und zu dumm bin mich selber in der App zu informieren anstatt mich an das Personal vom Zug zu wenden.
Und ich bleibe dabei: wer in Internetforen Beiträge posten kann, kann auch solch simple Dinge wie z.B. bahn.de aufrufen, um dort "Uelzen–Binz, sofort" einzugeben. Extrem schwierig und servicefern!
Hat mich leider auch diverse Stunden gekostet. Service sollte anders aussehen.
Regelmäßige Bahnfahrer unterhalten sich z.T. über etliche Stunden an Zielverspätungen wöchentlich und du jammerst jetzt in Ewigkeit einer Reisekette hinterher. Und ja, das System Bahn als Massenverkehrsmittel kann und soll kein persönliches Händehalten wie im Kindergarten und auch kein ständiges "Was könnten Sie mich jetzt sonst noch fragen?" wie im gehobenen Hotel bieten. Zumal du im konkreten Fall auch genügend Details schuldig geblieben bist.
Hatte aber vor kurzem auch den Fall in der Bahn App, dass die Verspätungen stark schwanken und man sich darauf einfach nicht verlassen.
Das haben Prognosen so an sich. Also lieber nur Planzeiten für dich?
Ich hoffe es wird wieder besser oder ich hatte einfach in letzter Zeit Pech.
"Der Bequeme meckert, während der Normalo längst angekommen ist." :-)
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
agw, NRW, Montag, 14.06.2021, 21:00 (vor 1739 Tagen) @ VT642
Ich habe auch viele Beispiel, aber mein Lieblingsbeispiel war bei einer DB-Regio-Zubine, die bei einem Online-QdL ihre RB nicht in der Reiseauskunft unter dem Ticket finden konnte und erst nach gut zureden wortlos das QdL als Tagesticket anerkannt hat. Vermutlich als "Kulanz".
--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
Bremer, Bremen, Montag, 14.06.2021, 22:21 (vor 1739 Tagen) @ VT642
bearbeitet von Bremer, Montag, 14.06.2021, 22:22
Ja, ist durchaus bekannt.
Insbesondere beim Thema Fahrgastrechte ist ein nicht kleiner Teil des Zugbegleitpersonals nur mangelhaft geschult.
Meine zwei Lieblingsbeispiele:
Zugbegleiter im +60 verspäteten ICs verteilte 2018 auch keine Formulare und sagt, man kann das Online-Ticket bequem auf bahn.de zur Erstattung einreichen. Völliger Unsinn.
Düsseldorf Hbf war vormittags vollgesperrt und meine Reise nach Utrecht verzögerte sich. Der nächstbeste ICE International war hoffnungslos überfüllt. Dennoch quetschte sich eine Zugbegleiterin und ihr Zugchef durch und meinte ernsthaft, ich sollte doch im Regionalverkehr nach Utrecht fahren, da meine Reiseverbindung ursprünglich eine Teil-Nahverkehrsverbindung beinhaltete und ich den nicht nehmen dürfte (es war aber ein FV-Ticket). Mit einem Hinweis auf Fahrgastrechte hat sie "eine Ausnahme" gemacht.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
heinz11, Montag, 14.06.2021, 23:02 (vor 1739 Tagen) @ VT642
Hallo miteinander,
ich würde einen derartigen Beitrag nicht eröffnen, wenn nicht meine Erfahrungen der letzten Fahrten derart miserabel waren.
Hier eine kleine Auswahl:- Zugbegleiter im ICE: Beim Super Sparpreis gibt es ab 60min Verspätung nicht 25% zurück, sondern 4€
- anderer ICE, noch bevor die Funktion verfügbar war: Sie brauchen kein FGR-Formular, das geht alles online
- im IC: die Zugbindung ist erst ab 60min zu erwartender Verspätung aufgehoben
- ICE: wenn Sie den Anschluss nach Bamberg in Würzburg verpassen, müssen Sie bis Nürnberg mitfahren (ohne vor dieser Auskunft überhaupt ins RIS zu schauen, der Umweg über Nürnberg hätte 1h länger gedauert)
- ICE: Ihr Ticket ist in der HLB nicht gültig, das ist eine Privatbahn (Ticket war normaler Super Sparpreis, wegen Verspätung sollte sollte die HLB vorgemeldet werden)
Diese Auskünfte haben mich zugegebenermaßen sehr schockiert, da uninformierte Reisende hier teilweise katastrophal falsche Auskünfte erhalten hätten, welche sie mitunter deutlich später an ihrem Ziel hätten ankommen lassen. Ich frage mich, woran es liegt, dass das Zugpersonal teilweise derartigen, entschuldigt, Müll von sich gibt. Mangelnde Kenntnis oder mangelndes Interesse?
Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen machen müssen?
Ja, heute, siehe hier:
Das ist aber nichts neues!
101-Fan, Köln, Dienstag, 15.06.2021, 14:03 (vor 1738 Tagen) @ VT642
Hallo zusammen,
das ist aber an sich nichts neues. 1998 gab es in Rheinland-Pfalz und im Saarland das so genannte Familien-Ferien-Ticket. Für 50,-DM konnte eine Familie 7 Tage durch ganz Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie nach Wiesbaden oder Karlsruhe fahren. Das war natürlich ein unschlagbar günstiges Angebot. Zumal man nicht nur den Nahverkehr, sondern auch den InterRegio benutzen durfte.
Meine Eltern sind dann mit mir in den Ferien öfter mit diesem Ticket durch Rheinland-Pfalz gefahren. Genutzt wurde meist unser Lieblingszug: Der InterRegio. Auf einer Fahrt von Trier nach Koblenz kam der Zugchef zur Fahrkartenkontrolle und meinte, dass das Ticket im InterRegio nicht gelte. Glücklicherweise hatten wir den Flyer für das Ticket dabei, in dem ausdrücklich stand, dass auch der InterRegio genutzt werden durfte. Er entschuldigte sich und meinte, dass ihm das keiner gesagt habe.
Eine andere Geschichte spielte sich im Dezember 2010 ab: Im Sommer gab es den sogenannten Jubiläumspass, mit dem man einen Monat lang soviel Bahn fahren konnte wie man wollte. Da am 7.Dezember 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland gefeiert wurde, war das Ticket auch da nochmal gültig. Ich hatte mir extra einen Tag Urlaub genommen um an diesem Tag unterwegs zu sein.
Bei der ersten Fahrkartenkontrolle im Nahverkehr meinte der Zugbegleiter. "Schauen Sie mal, hier steht gültig bis 16.August. Und heute haben wir den 7.Dezember!" Auf dem Ticket stand in einer Ecke aber auch, dass es am 07.12. nochmals gültig sei. Diesen text zeigte ich dem KiN woraufhin er meinte, dass er das nicht gewusst habe.
Natürlich sollte sowas nicht vorkommen, aber ganz ehrlich: Bei den vielen Tarifen, Regelungen und Verbindungen, da kann es doch durchaus mal vorkommen, dass auch mal ein Zub nicht bescheid weiss. Wie gesagt, sollte nicht passieren, aber ich habe da durchaus Verständnis für und mache den Mitarbeitern der DB da auch keinen Vorwurf.
--
Es grüsst aus Köln
Markus
Sehr gut !
Garfield_1905, Dienstag, 15.06.2021, 16:31 (vor 1738 Tagen) @ 101-Fan
Natürlich sollte sowas nicht vorkommen, aber ganz ehrlich: Bei den vielen Tarifen, Regelungen und Verbindungen, da kann es doch durchaus mal vorkommen, dass auch mal ein Zub nicht bescheid weiss. Wie gesagt, sollte nicht passieren, aber ich habe da durchaus Verständnis für und mache den Mitarbeitern der DB da auch keinen Vorwurf.
Ich bin sehr sicher, das so gut wie jeder Reisende irgenwelche Stories hat, bei dem man sich u.U. an den Kopf fasst. Trotzdem möchte ich diesen Job nicht machen, wo man sich mit z.T. hirnlosen Fahrgästen rumärgern muß, wg jedem Sch... von einzelnen Fahrgästen angemacht wird, sich von einzelnen Fahrgästen beschimpfen, z.T. anspucken, lassen muß und, und, und ... ! Habt ihr euch das mal überlegt ?
Wir haben in jeder - in JEDER - Schicht die Meldung von unseren Fahrgastbetreuern von Übergriffen der unterschiedlichsten Art, z.T. mit Messern bedroht etc. Die Security hat gerade in diesen Corona - Zeiten voll zu tun.
Das ist keine Entschuldigung für falsche oder ungenaue Auskünfte, es erklärt es nicht mal. Ich weiß leider auch nicht, warum es diese Fälle gibt. Aber schreibt ruhig noch mal ein paar Beispiele.
Ähm ja ...
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 15.06.2021, 20:43 (vor 1738 Tagen) @ Garfield_1905
Huhu.
Trotzdem möchte ich diesen Job nicht machen, wo man sich mit z.T. hirnlosen Fahrgästen rumärgern muß, wg jedem Sch... von einzelnen Fahrgästen angemacht wird, sich von einzelnen Fahrgästen beschimpfen, z.T. anspucken, lassen muß und, und, und ... ! Habt ihr euch das mal überlegt ?
Erstens sind es, wie du selbst schreibst, Einzelfälle! Nur sehr wenige werden ausfällig.
Zweitens: ja, ich mache meine Befragungen noch immer gerne. Bagaluten gibt es immer überall in jeder Bevölkerungsgruppe. Sind aber deutlichst(!) in der Minderheit!
Drittens: selbst wenn es so schlimm wäre, wie von dir suggeriert, ist das noch lange kein Argument, schlechte Arbeit abzuliefern. Zumal ja nun auch niemand zu der Tätigkeit gezwungen wird.
Wir haben in jeder - in JEDER - Schicht die Meldung von unseren Fahrgastbetreuern von Übergriffen der unterschiedlichsten Art, z.T. mit Messern bedroht etc.
Muss wohl an der Ansprache des Zugbegleitpersonals liegen.
Ich habe jetzt bei all den Bahnfahrten so gut wie keinen ernsthaften Vorfall gehabt, wo das Zugbegleitpersonal bedroht wurde. Und ich glaube kaum, dass das daran liegt, dass ich da im Zug rumturne.
Zur Eskalation tragen i.d.R. mehrere Parteien bei. Und ich sage es direkt: es gibt Zugbegleiter, da wundert es mich nicht, dass die regelmäßig Ärger haben. Wenn ich einen Schwarzfahrer erwische, muss ich nicht in Triumphgetöse ausbrechen, kann ich mir arrogante Sprüche ersparen etc. Ich muss den erwischten Gegenüber nicht noch unnötig reizen. Das Ganze kann man sachlich nüchtern abhandeln. Und das hat nichts mit Kuschelpädagogik zu tun - ich sage ja nicht, dass da Kulanz oder sowas gewährt werden soll.
Und ich muss auch nicht über jedes Stöckchen, den mir die Fahrgast hinhält, drüberspringen. Manchmal sage ich dem tobenden Fahrgast einfach, dass er in der Sache recht hat. Punkt. Schon wird nicht mehr hart im Wind gesegelt, sondern es herrscht Flaute beim Kunden. Ausgebremst. Auch eine Form der Deeskalation. Und da gibt es viele Formen.
Wie geschrieben, ich erlebe da manch Zugbegleiter, der in meiner Fa erstmal zu diversen Rhetorik- und Deeskalationsschulungen geschickt würde.
Schwierig wird das natürlich dann, wenn sich das Unternehmen für das Weltbeste hält und seinen Mitarbeitern mehr oder weniger eintrichtert, sie mögen auch mit dieser Tonalität auftreten.
Und nein, das alles rechtfertigt in keinster Weise irgendeine Aggression seitens des Fahrgastes. Aber es erklärt, warum es manchmal völlig unnötig aus dem Ruder läuft. Die meisten Abdrehenden lassen sich nämlich oft wieder 'einfangen'. Mal mit Freundlichkeit und mal auch mit klarer direkter Ansprache - aber auch die kann man sachlich ohne Erregung anbringen. Wenn man's kann ...
Wie geschrieben: für die Unternehmen gäbe es da viel zu tun ...
Dann müßte sich der Kater auch nicht mehr in JEDER Schicht die Probleme seiner Kollegen anhören.
Schöne Grüße von jörg
Na ja ...
Garfield_1905, Dienstag, 15.06.2021, 23:05 (vor 1738 Tagen) @ Der Blaschke
Drittens: selbst wenn es so schlimm wäre, wie von dir suggeriert, ist das noch lange kein Argument, schlechte Arbeit abzuliefern. (...)
Habe ich, glaube ich, deutlich geschrieben.
Na ja ...
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 15.06.2021, 23:31 (vor 1738 Tagen) @ Garfield_1905
Drittens: selbst wenn es so schlimm wäre, wie von dir suggeriert, ist das noch lange kein Argument, schlechte Arbeit abzuliefern. (...)
Habe ich, glaube ich, deutlich geschrieben.
Glaubst du oder weißt du?
ad 7.12.
sfn17, Mittwoch, 16.06.2021, 00:43 (vor 1738 Tagen) @ 101-Fan
Die Zubin im CNL-Anhängsel (also im IC) wollte mir das auch erst nicht glauben und holte noch einen Kollegen. Beide studierten den Text und ließen sogar leicht erfreut mich dann fahren. :-)
War mir schon klar, dass irgendein Zub stutzen würde. Sowas ist halt aber auch ungewöhnlich.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
se.gr, Dienstag, 15.06.2021, 15:52 (vor 1738 Tagen) @ VT642
Abgesehen von Falschauskünften bzgl. Tarifen und Fahrgastrechten ist das Personal scheinbar auch in Sicherheitsfragen nicht gut geschult. So wurden vor ein paar Tagen alle Fahrradbesitzer (darunter auch ich) in einem IC 2 KISS zu ihren Fahrrädern gebeten, da diese angeblich nicht richtig stehen würden. Nun ist es ja so, dass im IC 2 KISS die Fahrräder längs an den dafür vorgesehen Stangen mit dem entsprechenden Gurt befestigt werden, d.h. jeweils ein Fahrrad am Fenster und daran angelehnt ein weiteres, beide mit demselben Gurt gesichert (das ganze 4 x, also insgesamt 8 Stellplätze; siehe hier https://radverkehrsforum.de/forum/thread/2568-fahrradmitnahme-im-intercity-2/). Alle Fahrräder standen auch vorschriftsmäßig, allerdings war das Personal der Meinung, die Fahrräder müssten "quer" aufgestellt werden, weil nur so der Platz ausreichen würde. Auf meine Frage, wie die Fahrräder denn auf diese Weise zu sichern seien und wie man daran überhaupt vorbeilaufen sollte, kam nur die Wiederholung der Aussage, dass die Fahrräder "quer" zu stehen hätten. Nach einiger Diskussion hieß es dann nur lapidar "dann bleibt es eben so". Von allen Fahrradbesitzern hat im Übrigen keiner verstanden, was diese ganze Aktion (inklusive der Lautsprecherdurchsage) überhaupt sollte.
mit Abstand international schlechtester Stellplatz im FV
Sportdiesel612, Dienstag, 15.06.2021, 16:35 (vor 1738 Tagen) @ se.gr
Abgesehen von Falschauskünften bzgl. Tarifen und Fahrgastrechten ist das Personal scheinbar auch in Sicherheitsfragen nicht gut geschult. So wurden vor ein paar Tagen alle Fahrradbesitzer (darunter auch ich) in einem IC 2 KISS zu ihren Fahrrädern gebeten, da diese angeblich nicht richtig stehen würden. Nun ist es ja so, dass im IC 2 KISS die Fahrräder längs an den dafür vorgesehen Stangen mit dem entsprechenden Gurt befestigt werden, d.h. jeweils ein Fahrrad am Fenster und daran angelehnt ein weiteres, beide mit demselben Gurt gesichert (das ganze 4 x, also insgesamt 8 Stellplätze; siehe hier https://radverkehrsforum.de/forum/thread/2568-fahrradmitnahme-im-intercity-2/). Alle Fahrräder standen auch vorschriftsmäßig, allerdings war das Personal der Meinung, die Fahrräder müssten "quer" aufgestellt werden, weil nur so der Platz ausreichen würde. Auf meine Frage, wie die Fahrräder denn auf diese Weise zu sichern seien und wie man daran überhaupt vorbeilaufen sollte, kam nur die Wiederholung der Aussage, dass die Fahrräder "quer" zu stehen hätten. Nach einiger Diskussion hieß es dann nur lapidar "dann bleibt es eben so". Von allen Fahrradbesitzern hat im Übrigen keiner verstanden, was diese ganze Aktion (inklusive der Lautsprecherdurchsage) überhaupt sollte.
Das ist wirklich traurig, dass der Schrott auf die Fahrgäste losgelassen wird. Sommerurlaub, Gepäck an den Rädern, Bremsen & Anfahren, Fensterplatz will zuerst raus, wo genau ist mein reservierte Platz, Defekte, ... das gibt ein schönes Durcheinander. Wenn es nichts im Smartphone gibt, mal dort vorbeischauen, das verspricht Spitzenunterhaltung. Räderstapeln wie im n-Steuerwagen.
Die Gurte werden im Nahverkehr auch nur nachlässig genutzt, wenn die eine Sicherheitsfunktion bei IC-Geschwindigkeiten haben müssen - das wird nicht immer funktionieren.
Höhere Preise für Fahrradmitnahme, gerne nur mit 1. Kl, aber dafür viel mehr Komfort ist mein Wunsch.
Kein einfaches Thema oder?
ICE619, München, Dienstag, 15.06.2021, 16:33 (vor 1738 Tagen) @ VT642
Ich könnte da sicher wie viele hier auch einiges erzählen, bringt uns das aber wirklich weiter? Ich meine nein.
Denke, der DB wird das bewusst sein und ist ja kein bahnspezifsches DB Problem.
Sind wir doch aber mal ehrlich,
wir wünschen uns alle eine starke, zuverlässige und intakte Schiene. Kundenorientiertes Personal vom Fach mit möglichst noch eigener Leidenschaft zur Eisenbahn.
Wenn man der DB glauben schenken will, dann tut sie ja schon was dafür und stellt Personal ein. Mehr als je zuvor, wenn ich das richtig vernommen habe.
Der springende Punkt ist doch aber der, dass es nach wie vor ein Fachkräftemangel in Deutschland gibt.
Wo sollen denn die 100.000 Bahner mit Herz herkommen?
Die Gesellschaft ändert sich, auch im Berufsleben.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass solche Jobs für die DB früher mit stolz ein Lebenstraum waren. Heute macht da eher das Jobcenter die "Werbung" für Quereinsteiger oder Berufsneubeginner oä. Will da aber auch nicht verallgemeinern.
Statistiken, wie viele von den neueingestellten Personen nach einem Jahr noch zufrieden ihren Job innerhalb der DB nachgehen gibt es wohl öffentlich nicht nachzulesen.
Ich unterhalte mich immer mal wieder gern mit ZUBs,
wenn nach ein paar Minuten das erste Eis gebrochen ist und eine gewisse vertraute Basis entstanden ist, erfährt man da mal ganz schnell wie es intern so aussieht und das deckt sich von Gespräch zu Gespräch.
So schnell wie die "neuen" auch eingestellt sind, so schnell sind sie auch wieder weg. Viel Unzufriedenheit, wie Tobias Brunnbach hier schon angedeutet hat, dass der Fisch vom Kopf her stinkt.
Es wird sicher auch eine große Herausforderung das Personal was nach und nach in Ruhestand geht zu ersetzen, das kam so auch von den ZUBs.
Die Generation "Ein Leben für die Eisenbahn" und mit stolz das DB auf der Uniform hat sich eben sehr verkleinert und verändert mit dazu. Klar, es kommt immer wieder mal was nach. Kann mir gut vorstellen, dass da Eltern die der DB viel zu verdanken haben und vielleicht auch ihren Partner intern kennen gelernt haben, ihre möglichen Kinder dann auch schon früh für den Job begeistern.
Da sind dann die BBB mal schnell auswendig gelernt und das Schulbuch bleibt eher zu.
Finde das Thema wirklich schwer und könnte da sicher noch mehr Kopfgedanken zu schreiben.
Schauen wir mal in die Zukunft. Gibt es in 20 Jahren noch menschliche ZUBs?
Oder läuft dann alles vollautomatisch und bei einer Kontrollstörung kommt der DB-Roboter "SEMMI" aus dem Zugpersonalabteil was eigentlich eher nur eine Ladestation ist?
Mir taugt das auch immer so überhaupt gar nicht, wenn Menschen falsche Informationen erhalten. Auch dieses oft vorkommmene von oben herab der ZUBs sieht man immer mal wieder, da fehlt es einfach am denken im Ganzen. Ist auch schwierig was noch OK ist oder man wirklich melden sollte.
Ich schimpfe gerne mal über die DB, aber ich bin auch mal jemand der dazwischen haut und versucht eine Art Mitte zu finden. Da braucht es dann eben ein Fahrgast der die vielerlei Umstände etwas kennnt und aber auch das auf Augenhöhe der DB wo der Fahrgast an erster Stelle kommt und man nicht komplett als Beförderungsfall gesehn wird.
Aber genug geschrieben, könnte sicher noch vom einen Thema ins nächste übergehen.
Vermehrt "gefährliches Halbwissen" beim Zugpersonal
ByBahni, Riesa, Sachsen, Dienstag, 15.06.2021, 16:48 (vor 1738 Tagen) @ VT642
Ich erzähle es mal so, wie ich mich erinnern konnte, und wie meine Mutter es mir erzählt hat.
2012/2013:
Als ich noch ganz klein war (vllt. 5 oder 6 Jahre alt) sind wir vom Urlaub nach Hause gefahren. Da ich einen Schwerbehindertenausweis besaß, stand auf der Fahrkarte "Ein Erwachsener 2. Klasse". denn als Kind bin ich kostenlos gefahren und da ich ein B im Ausweis hatte, war die Begleitperson ebenfalls kostenlos. Somit musste nur einer Zahlen
Der ZB im ICE: Das geht nicht, sie müssen am nächsten Bahnhof raus, alle Fahrgäste müssen angegeben werden. Ich weiß nicht, wie meine Mutter es geschafft hat, den ZB weiß zu machen, dass das Ticket so wie es ausgestellt worden war, gültig für alle ist. Am Ende sind wir dann in LPZ angekommen... Aber trotzdem gefährliches Halbwissen. Sonst wären wir irgendwo in Lutherstadt Wittenberg gestrandet.
2. Fall
2019
Im IC von Dresden bis zur Verbundgrenze in Riesa werden Schwerbehindertenausweise anerkannt. Soweit, so gut. Als der IC kurz vor Riesa war, hat mich die Zugbegleiterin angebrüllt: Sie brauchen ein Ticket sonst stelle ich ihnen ein Erhöhtes Beförderungsentgeld aus. Ich hab ihr die App gezeigt wo das drinne steht. Das hat sie nicht interessiert. Sie hat gesagt "Ausnahmsweise" müssen wir nix zahlen, was Quatsch ist, weil ich war ja im Recht.
Reservierungserstattung im RZ bei BC100
tom66, Mittwoch, 16.06.2021, 23:24 (vor 1737 Tagen) @ ByBahni
Meine Frau und ich haben jedes Mal eine Wette abgeschlossen wenn wir in ein RZ in Deutschland gegangen sind um uns unsere Reservierung aus dem Kontingent bei der BC100 erstatten zu lassen weil die Bahn den Sitzplatz nicht zur Verfügung gestellt hatte.
Welche Antwort bekommen wir heute?
Folgende Antworten gab es in verschiedenen RZ bunt gemischt:
1. Geht hier gar nicht, wenden sie sich an den Comfort-Service
2. Geht ja gar nicht, sie haben ja auch nichts dafür bezahlt.
3. Mache ich nicht, kann ja jeder den Zettel (Online-Reservierung) mehrfach ausdrucken und kassieren.
4. Ich rufe mal beim Comfort-Service an und lasse sie ihnen wieder gutschreiben.
5. 4 Euro Erstattung
6. 4,50 Euro Erstattung
7. 5,90 Euro Erstattung
Meistens hatte meine Frau die Wette mit ihrem Tipp gewonnen. :-(
Richtig wäre übrigens lt. AGBs die Nummer 5.