NL: Schluss mit unerwünschten "Sightseeingfahrten". (Allgemeines Forum)
Hallo ICE-Fans,
nur so eine Szene bei uns in Bahnhof Eindhoven.
Man möchte nach Rotterdam reisen.
Auf Gleis 5 steht ein "IC" nach Rotterdam.
Auf Gleis 6 steht ein "IC" nach Rotterdam.
Der Zug von Gleis 5 ist einstöckig, der Zug von Gleis 6 doppelstöckig.
Der Zug von Gleis 6 endet in Rotterdam, der Zug von Gleis 5 fährt weiter nach Den Haag.
Welcher Zug sollte man nehmen?
Autsch, etwas zu lange gezweifelt. Jetzt fährt der Zug von Gleis 5 los.
Gut, dann hat man den Zug von Gleis 6 noch. Der fährt ja auch nach Rotterdam.
Dann ein Erschrecken bei Boxtel. Sollte der Zug nicht Richtung Tilburg fahren?
Bei Einfahrt von Den Bosch wird's klar: der Zug hält in Utrecht, Amsterdam Bijlmer, Amsterdam Zuid, Schiphol Airport, Leiden Centraal, Den Haag HS und endet in Rotterdam Centraal.
Man ist 2:20 unterwegs gewesen. Der Einstöcker schaffte es in einer Stunde.
Krasser wird's wenn man die Reise in Venlo beginnt. Dort beginnt auch besagter "Sightseeing-IC".
Man hätte die Idee eines "direkten" "IC" nach Rotterdam (via Schiphol) aber mit Umstieg in Eindhoven ist man mehr als eine Stunde schneller.
Schluss damit. Treinreiziger (NL) berichtet.
Das ganze wurde mit den digitalen ZZA nicht unterstützt. Die guten, alten Umklapp-ZZA hatten noch einen Hinweis in roter Beschriftung: Der IC ist eher in {Bahnhof}.
Übrigens wurde dieses Faltblättchen nur dort verwendet, wo ein "IC" einen "Sprinter" überholt. Bei Zwolle-Den Bosch gab es den Fallstrick nach wie vor: der direkte "IC" via Arnhem ist langsamer als die "IC"-Verbindung mit Umstieg in Utrecht.
In den Kommentaren wird vor allem Sinn und Unsinn von Kreislinien diskutiert.
Denkbar wäre ein "IC" Amsterdam-Almere-Zwolle-Deventer-Arnhem-Nijmegen-Den Bosch-Tilburg-Breda-Rotterdam-Schiphol-Amsterdam.
Oder in Deutschland ein ICE Hamburg-Berlin-Erfurt-Nürnberg-München-Stuttgart-Köln-Bremen-Hamburg.
Allerdings denke ich, dass sowas nur im Nahverkehr funktioniert: S-Bahn-Ring Berlin, Metrosur Madrid. Amsterdam hatte mal einen "cirkeltram" (Linie 20). Dort sind die Abstände klein und die Takte dicht. Ortskenntnisse sind auch besser.
Im Fernverkehr würde es vermutlich eher zu Missverständnissen führen. Von Nürnberg nach Stuttgart geht's ja schneller via direktem Weg als via München im "Kreislauf-ICE".
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Rundfahrten gibt es in D nur noch mit dem 1223/1224 bzw 985
Moin
Rundfahrten gibt's ja nur 2 bei der DB. Darmstadt-Dortmund-Kassel-München und München-Pasing-München.
Andere Rundfahrten sind hier eher Geschichte: Dresden-Köln-Passau.
Ein ähnliches Beispiel wie das geschilderte Rotterdam-Beispiel hat die DB auch:
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Gruß
Uwe
Umwegfahrten gibt es noch mehr
Umwegfahrten gibt es aber noch einige mehr, zum Beispiel Hamburg-Stuttgart oder -Passau über Köln oder Hamburg-München über Frankfurt. Auf den Fallblattanzeigern wurde da tatsächlich immer nur der Bahnhof als Ziel angezeigt, bis zu dem es sich lohnte, diesen Zug zu benutzen, bei den Rheinstrecken-ICs in Hamburg beispielsweise "Köln-Koblenz".
Umwegfahrten gibt es noch mehr
Das gibts häufig. Die ICEs Hamburg- Erfurt - Stuttgart- München werden auch immer mit Ziel Ulm angezeigt, mit dem Hinweis im Lauftext: "Zug fährt weiter bis München Hbf."
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Umwegfahrten gibt es noch mehr
Umwegfahrten gibt es aber noch einige mehr, zum Beispiel Hamburg-Stuttgart oder -Passau über Köln oder Hamburg-München über Frankfurt. Auf den Fallblattanzeigern wurde da tatsächlich immer nur der Bahnhof als Ziel angezeigt, bis zu dem es sich lohnte, diesen Zug zu benutzen, bei den Rheinstrecken-ICs in Hamburg beispielsweise "Köln-Koblenz".
So wie es die DB macht finde es übrigens unsäglich. Für die (ungeübten) Fahrgäste ist es oft einfach undurchschaubar, insbesondere wenn Informationsquellen dann unterschiedliche Dinge kommuniziert. Beispielsweise zeigt die App an, dass es ICE XXX ist, dessen letzter Halt Stuttgart ist, in Hamburg wird aber als finales Ziel Köln angezeigt. Für mich ist das ein gutes Beispiel für das Versagen der Bahn bzgl. kundenorientierter Kommunikation.
Zugegeben ist die Herausforderung nicht trivial und auch ich bin kein Experte in dem was die Skandinavier Servicedesign nennen. Aber ich würde doch dann zumindest die Halte nach Köln noch klein wie Unterwegshalte ankündigen: Osnabrück - Dortmund - Köln - Frankflug - Stuttgart. Oder Osnabrück - Dortmund - Köln Weiter nach: Frankflug - Stuttgart statt des sowieso überfrachteten Laufbandes
(Ein weiteres gutes Beispiel ist das kommunikative Versagen bei Baustellen/SEV: Zug schildert die Gesamtstrecke, Bahnsteiganzeige den verkürzten Laufweg bis Startpunkt SEV --> wie kann das sein, dass da offensichtlich niemand an einer Standardisierung und Harmonisierung interessiert ist!?)
NL: Schluss mit unerwünschten "Sightseeingfahrten".
Warum zeigt man in Eindhoven nicht einfach nur 'Schiphol' an? Kann man dann unterwegs irgendwo ändern.
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Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
NL: Schluss mit unerwünschten "Sightseeingfahrten".
Warum zeigt man in Eindhoven nicht einfach nur 'Schiphol' an? Kann man dann unterwegs irgendwo ändern.
Das war auch meine Idee, aber irgendwie läuft das schief.
Angeblich ist der Zuglauf komplett drin und kann man nicht davon abweichen.
In Eindhoven, Den Bosch und Utrecht:
Schiphol Airport
(verder naar Rotterdam)
In Amsterdam Bijlmer, Amsterdam Zuid und Schiphol:
Den Haag HS
(verder naar Rotterdam)
In Leiden, Den Haag Laan NOI/HS und Delft:
Rotterdam Centraal
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Neue Zuggattung drauf und fertig.
- kein Text -
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
NL: Schluss mit unerwünschten "Sightseeingfahrten".
Man kann nicht davon abweichen? Oh Gott, bitte fangt in den Niederlanden nicht an zu 'deutscheln', das würde in allen Bereichen des normalen Alltags schiefgehen.
Ein kleines sympathisches europäisches Volk, das Kirmes-Drehorgeln bauen kann groß wie Lkw, das kann doch wohl auch einen harmlosen Zugzielanzeiger umprogrammieren.
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Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Umwegfahrten gibt es noch mehr
So wie es die DB macht finde es übrigens unsäglich. Für die (ungeübten) Fahrgäste ist es oft einfach undurchschaubar, insbesondere wenn Informationsquellen dann unterschiedliche Dinge kommuniziert. Beispielsweise zeigt die App an, dass es ICE XXX ist, dessen letzter Halt Stuttgart ist, in Hamburg wird aber als finales Ziel Köln angezeigt. Für mich ist das ein gutes Beispiel für das Versagen der Bahn bzgl. kundenorientierter Kommunikation.
Ganz so schlecht finde ich die aktuelle Lösung eigentlich nicht. Du darfst da die Sicht eines Bahn-Experten nicht mit der Sicht eines Normalkunden durchmischen. Wenn ich eine Verbindung von Erfurt nach Stuttgart buche, bekomme ich z. B. bei ICE 693 in der Fahrplanauskunft angezeigt "Intercity-Express Richtung: Ulm Hbf". Das entspricht auch der Anzeige am Bahnsteig. Nur wenn ich mir den Zuglauf anschaue, sehe ich, dass der Zug nach München fährt.
In Erfurt kannst du übrigens tatsächlich die Situation haben, dass innerhalb von wenigen Minuten drei ICEs nach München fahren: zuerst der ICE über Stuttgart, dann der reguläre ICE über Nürnberg und anschließend der Sprinter. Die Ankunft ist in München genau andersrum :-)
Gruß, Philipp
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