Tagesspiegel-Kommentar: Deutsche Bahn muss ihre Daten teilen (Allgemeines Forum)
Hallo
Ein langer interessanter Kommentar.
https://background.tagesspiegel.de/mobilitaet/deutsche-bahn-muss-ihre-daten-teilen
Fazit:
"Wenn wir das Potenzial für klimafreundliches Reisen wirklich ausschöpfen wollen, dann müssen wir über die in Deutschland etablierten Bahnbetreiber hinaus auch neue Geschäftsmodelle in den Blick nehmen. Unabhängige, neutrale Plattformen können wieder mehr Menschen auf die Schienen bringen, mehr Vergleichbarkeit schaffen und die Branche mit neuen Ideen voranbringen.
Auch der Deutschen Bahn könnten sie steigende Passagierzahlen bescheren – wenn die Bahn denn bereit wäre, sich auf faire Partnerschaften einzulassen. Am Ende schadet die Deutsche Bahn nicht nur sich selbst, sondern handelt auch gegen Verbraucherinteressen und bremst die Bundesregierung beim Vorantreiben der Verkehrswende aus."
--
Gruß
Uwe
Als CEO von Trainline würde ich das auch fordern
Als Lutz würde ich einen Teufel tun. Die Bahn hat mit dem Navigator eine Goldgrube, die sie aktuell nicht hebt.
Einfach wie bei anderen Buchungsportalen mal nebenbei mit wenigen Klicks Angebote wie Flinkster, Call a bike und so weiter offerieren. Gleich dazu einen e-Scoter, ein Hotel oder Mietwagen.
Stattdessen ist BahnID immer noch nicht online. Da hat der Vorstand geschlafen.
Bei der Bahn könnte das einen erheblichen Anteil am Gewinn ausmachen.
Mehr dazu: https://www.airliners.de/fluggesellschaften-milliarden-zusatzeinnahmen/51152
BahnID
Einfach wie bei anderen Buchungsportalen mal nebenbei mit wenigen Klicks Angebote wie Flinkster, Call a bike und so weiter offerieren. Gleich dazu einen e-Scoter, ein Hotel oder Mietwagen.
Dazu ist die gute Bahn vermutlich zu träge - man hört ja auch hier im Forum immer wieder, man solle sich aufs "Kerngeschäft" konzentrieren.
Stattdessen ist BahnID immer noch nicht online. Da hat der Vorstand geschlafen.
Das stimmt nur teilweise. Für ein 10er Nahverkehrsticket musste ich mir dieses BahnID-Konto anlegen.
Es ist immer dasselbe: das Netz muss in andere Hände!
Hallöchen!
Das Netz gehört der DB noch eher gestern als heute weggenommen. Das gehört in eine Gesellschaft, an der viele beteiligt sind, u.a. alle, die auf dem Netz umherfahren. Niemand hat eine Mehrheit, so kann niemand allein bestimmen.
Und diese Netz GmbH hat eine Auskunftsplattform, die neutral über alle Verbindungen informiert und die auch über die aktuelle Verkehrslage und Verspätungen informiert. Auf diese Daten kann jeder, u.U. gegen Gebühr, zurückgreifen.
Daneben kann jedes EVU ja weiter seine eigene Auskunft weiter betreiben. Und auch nach eigenem Gutdünken Fahrkarten verkaufen.
Wichtig ist, dass es eine übergeordnete, neutrale Auskunft gibt.
Schöne Grüße von jörg
BahnID
Das stimmt, aber ist ja nur ein Nischenprodukt.
Erst bis Ende nächsten Jahres sollen alle relevanten Dienste eingebunden sein. Dauert also noch gut 1 1/2 Jahre :-)
"Kerngeschäft" ist schwierig zu definieren
Ich würde die Bahn ähnlich wie SIEMENS aufstellen:
1. Fern- und Regionalverkehr
2. Netz
3. Station und Service
Als Tochtergesellschaften mit 51% dann Schenker und Arriva.
Was sind denn Wachstumstreiber? Fakt ist, das man nun mal heutzutage nicht nur Geld verdient wenn man von A nach B fährt, sondern durch Zusatzeinnahmen: Und da würde ich nun mal eine Platform (Provisionen) und BahnBonus (ähnlich wie bei Lufthansa) anbieten.
Das hat mit Mobilität alles zu tun, macht Kunden glücklich und spült ein paar Milliarden in die Kassen.
"Kerngeschäft" ist schwierig zu definieren / "BahnID"
Was sind denn Wachstumstreiber? Fakt ist, das man nun mal heutzutage nicht nur Geld verdient wenn man von A nach B fährt, sondern durch Zusatzeinnahmen: Und da würde ich nun mal eine Platform (Provisionen) und BahnBonus (ähnlich wie bei Lufthansa) anbieten.
Das hat mit Mobilität alles zu tun, macht Kunden glücklich und spült ein paar Milliarden in die Kassen.
Da hast du Recht - Evtl. BahnBonus als eigene Gesellschaft aufziehen und da auch ein richtiges Programm draus machen, ggf. einfach an Miles&More oder so verscherbeln unter der Bedingung, dass die Marke mit den Konditionen erhalten bleibt (wie auch immer man das juristisch dingfest machen kann). Das BahnBonus "Programm" ist ja sowieso ein Witz, da kann man auch viel mehr mit machen.
Ich würde die Bahn ähnlich wie SIEMENS aufstellen:
1. Fern- und Regionalverkehr
2. Netz
3. Station und ServiceAls Tochtergesellschaften mit 51% dann Schenker und Arriva.
Bei Arriva stimme ich dir da vielleicht noch zu, aber Schenker als Logistikdienstleister sollte als 4. Säule eigenständig erhalten bleiben. Ich denke, dass das Logistikgeschäft auf der Schiene mit Straße, See und Luft gute Synergieeffekte erzielen kann, wenn man das vor dem Hintergrund Industrie 4.0 gut aufzieht.
Bzgl. BahnID: Ja, ich weiß, dass das ein Nischenprodukt ist - mir ist im Nachhinein dann sogar aufgefallen, dass ich mit meiner BC50 besser fahre als mit dem 10er Ticket, aber was soll's, Lehrgeld halt ... Bin gespannt, ob es die DB schafft das ganze ordentlich aufzuziehen. Mit dem Verkauf von STROER hat man ja auch mal potenzielle Milliarden liegen lassen ...
Tagesspiegel-Kommentar: Deutsche Bahn muss ihre Daten teilen
Plattform ja, neutral meinetwegen.
Seit Jahren fabulieren die Herzogtümer im Nahverkehr von einer Plattform, die sie gemeinsam zum Ticketkauf einrichten würden. Sie kriegen es aber nicht auf die Reihe. Auch der Scheuer-Andi fabuliert immer nur von der Forderung nach einer Lösung. Meine Kölner KVB ist sogar aus der Plattform Handy-Ticket mit fadenscheinigen Gründen wieder ausgetreten.
Die aus meiner Sicht einzig brauchbare Plattform zum Ticketkauf ist derzeit der DB-Navigator, bei dem still und leise immer mehr Nahverkehre vertreten sind. Die Besteller müssten im Lastenheft deutlich festschreiben, dass nicht nur die selbstgestrickten, teils grottenschlechten Apps angeboten werden sondern dass eine bundesweite Plattform Pflicht wird.
--
Stephan
Zum Glück ist Blaschi nicht im Vorstand ...
Zum Glück sind die Verträge einiger DB-Vorstände verlängert und somit Blaschi nicht für eine dieser Positionen berücksichtigt worden ;-)
Es braucht keine eigene Netzbetreibergesellschaft, da es letztlich egal ist, in wessen Verantwortung sich das Netz befindet. Denn es gibt gültige Gesetze und Regeln zur Diskriminierungsfreiheit und außerdem im Regierungsumfeld angesiedelte Bundesnetzagentur, die die Einhaltung der Gesetze und den diskriminierungsfreien Netzzuggang überwacht.
Natürlich meckert mancher dann ganz schnell und fühlt sich benachteiligt, aber das ist eher aus Eigennutz heraus. Denn da wo viele "mitspielen" kann nunmal nicht das individuelle Interesse jedes Einzelnen an erster Stelle stehen.
Blaschi nicht im Vorstand ... stimme ihm hier aber zu
Nun, ob er sich gut im Vorstand machen würde, da bin ich zwar auch nicht sicher,
Aber dass das Netz neutral verwaltet gehört, sehe ich genauso.
Regeln, Überwachung und Klagemöglichkeiten können niemals auf eine gleichwertige Weise einen diskriminierungsfreien Zugang ermöglichen.
Wie viele 50/50 Entscheidungen kann es in einer DB Netz geben, bei denen sich (menschlich verständlich) der Mitarbeiter sich so (für DB FV) oder so (im Sinne des anderen Unternehmens) entscheiden kann. Und es wahrscheinlich häufiger im Sinne der DB tut.
Und selbst "wenn es letztlich egal ist" (Zitat) dann könnte man es doch auch unabhängig machen bzw ausprobieren. Die paar mehr Leute, die das Netzunternehmen dann leiten würden stellen dann auch nicht so hohe Kosten dar ...
Grüße
Lafa
+1
- kein Text -
Ein Beispiel dafür
Regeln, Überwachung und Klagemöglichkeiten können niemals auf eine gleichwertige Weise einen diskriminierungsfreien Zugang ermöglichen.
Wie viele 50/50 Entscheidungen kann es in einer DB Netz geben, bei denen sich (menschlich verständlich) der Mitarbeiter sich so (für DB FV) oder so (im Sinne des anderen Unternehmens) entscheiden kann. Und es wahrscheinlich häufiger im Sinne der DB tut.
Gegenfrage: warum sollte der Mitarbeiter das tun? Und was macht der Mitarbeiter einer "neutralen" Behörde anders, wenn er die Möglichkeit hat, Entscheidung A oder B zu treffen? Er hat genauso nur zwei Möglichkeiten - zum Vorteil des einen, zum Nachteil des anderen.
Und selbst "wenn es letztlich egal ist" (Zitat) dann könnte man es doch auch unabhängig machen bzw ausprobieren. Die paar mehr Leute, die das Netzunternehmen dann leiten würden stellen dann auch nicht so hohe Kosten dar ...
Darum gehts ja gar nicht, Führungspersonen gibts in jedem Unternehmen.
Eine größere Unabhängigkeit wird kaum erreicht, denn auch heute schon hat ein Mitarbeiter quasi nichts mit Zügen von DB Fernverkehr, Cargo oder Regio zu tun - jedenfalls nicht mehr oder weniger als mit anderen EVU.
Ein Beispiel von neulich: aufgrund eines kurzzeitig liegengebliebenen Gz kam es zu einem "Stau" weiterer Gz, in einem Bahnhof auch auf mehreren Gleisen nebeneinander. Waren 5 oder 6 Züge. Nach einer kurzen Zeit fuhr der Haverist weiter und dann auch nach und nach die anderen Gz. Da beschwerte sich der Tf eines Gz von DB Cargo, warum der "Private" neben ihm zuerst fahren darf, also wieso wir die Privaten bevorzugen würden. Selbstverständlich traf ich die Entscheidung entsprechend der Reihenfolge, in der die Züge angekommen waren. Da beide Vmax 100 km/h fahren konnten gab es keinen Grund, an der vor der Störung vorhandenen Reihenfolge nach Störungsbegebung etwas zu ändern.
Aber der Tf vermutete Bevorzugung. Wie aber hätte es ausgesehen, hätte ich dem DB Cargo Zug den Vorrang gewährt? Da hätte dann sicher das andere EVU Benachteiligung gewittert.
Nun sage mir, was hätte der Mitarbeiter einer "neutralen" Netzagentur für Möglichkeiten gehabt?
Auch nur A oder B ...
Ein Beispiel dafür
Regeln, Überwachung und Klagemöglichkeiten können niemals auf eine gleichwertige Weise einen diskriminierungsfreien Zugang ermöglichen.
Wie viele 50/50 Entscheidungen kann es in einer DB Netz geben, bei denen sich (menschlich verständlich) der Mitarbeiter sich so (für DB FV) oder so (im Sinne des anderen Unternehmens) entscheiden kann. Und es wahrscheinlich häufiger im Sinne der DB tut.
Gegenfrage: warum sollte der Mitarbeiter das tun? Und was macht der Mitarbeiter einer "neutralen" Behörde anders, wenn er die Möglichkeit hat, Entscheidung A oder B zu treffen? Er hat genauso nur zwei Möglichkeiten - zum Vorteil des einen, zum Nachteil des anderen.
Der Mitarbeiter der DB Netz könnte
- Kollegen aus jener Abteilung kennen,
- sich Gedanken um das Betriebsergebnis des gemeinsamen Arbeitgebers machen (was zB den Spielraum für Lohnerhöhungen oder andere Verbesserungen des Arbeitsumfeldes beeinflusst)
- einen Vorgesetzten haben, der vor 3 Monaten noch bei DB Fv wahr (sehr viel wahrscheinlicher als wenn der den AG hätte wechseln müssen) und dieser natürlich DB-gefärbt ist
- im gemeinsamen Intranet über die Heryusforderungen der Kollegen gelesen haben, und tendieren, ihnen zu 'helfen'
Kurz, 1000 Möglichkeiten, menschlich verständlich, aber vom setup falsch/tendenziell parteiisch.
Und selbst "wenn es letztlich egal ist" (Zitat) dann könnte man es doch auch unabhängig machen bzw ausprobieren. Die paar mehr Leute, die das Netzunternehmen dann leiten würden stellen dann auch nicht so hohe Kosten dar ...
Darum gehts ja gar nicht, Führungspersonen gibts in jedem Unternehmen.
Eine größere Unabhängigkeit wird kaum erreicht, denn auch heute schon hat ein Mitarbeiter quasi nichts mit Zügen von DB Fernverkehr, Cargo oder Regio zu tun - jedenfalls nicht mehr oder weniger als mit anderen EVU.Ein Beispiel von neulich: aufgrund eines kurzzeitig liegengebliebenen Gz kam es zu einem "Stau" weiterer Gz, in einem Bahnhof auch auf mehreren Gleisen nebeneinander. Waren 5 oder 6 Züge. Nach einer kurzen Zeit fuhr der Haverist weiter und dann auch nach und nach die anderen Gz. Da beschwerte sich der Tf eines Gz von DB Cargo, warum der "Private" neben ihm zuerst fahren darf, also wieso wir die Privaten bevorzugen würden. Selbstverständlich traf ich die Entscheidung entsprechend der Reihenfolge, in der die Züge angekommen waren. Da beide Vmax 100 km/h fahren konnten gab es keinen Grund, an der vor der Störung vorhandenen Reihenfolge nach Störungsbegebung etwas zu ändern.
Aber der Tf vermutete Bevorzugung. Wie aber hätte es ausgesehen, hätte ich dem DB Cargo Zug den Vorrang gewährt? Da hätte dann sicher das andere EVU Benachteiligung gewittert.Nun sage mir, was hätte der Mitarbeiter einer "neutralen" Netzagentur für Möglichkeiten gehabt?
Auch nur A oder B ...
In dem Beispiel: da ich das genaue Arbeitsfeld nicht kenne, nehme ich an, dass regelbasiert entschieden wird, und du jetzt tatsächlich egal als Angestellter von A oder B gleich entschieden hättest.
Aber: es gibt ja auch den, der die Regeln festlegt. Und auch da gibt es 50/50Entscheidungen...
Ein Beispiel dafür
Der Mitarbeiter der DB Netz könnte
- Kollegen aus jener Abteilung kennen,
Das könnte der Mitarbeiter eines staatlichen Netzbetreibers auch
- sich Gedanken um das Betriebsergebnis des gemeinsamen Arbeitgebers machen (was zB den Spielraum für Lohnerhöhungen oder andere Verbesserungen des Arbeitsumfeldes beeinflusst)
Darauf hat der Mitarbeiter wenig Einfluss, eher wird eher anhand der Zahlen "seines" Gesellschaftsteils bewertet.
- einen Vorgesetzten haben, der vor 3 Monaten noch bei DB Fv wahr (sehr viel wahrscheinlicher als wenn der den AG hätte wechseln müssen) und dieser natürlich DB-gefärbt ist
Auch das wäre bei einem staatlichen Netzbetreiber genauso möglich und in der heutigen Zeit gar nicht so unwahrscheinlich, wo doch gerade Führungskräfte/Manager häufig zwischen verschiedenen Firmen bzw Konzernen und Agenturen hin und her wechseln.
- im gemeinsamen Intranet über die Heryusforderungen der Kollegen gelesen haben, und tendieren, ihnen zu 'helfen'
Genauso schwatzt der Mitarbeiter aber auch bei der Fahrt zur Arbeit oder bei Streckenkundefahrten etc mit den Mitarbeitern privater EVU. Dabei könnte er von deren z.T. schwierigen Bedingungen hören und ihnen daher helfen wollen ...
Kurz, 1000 Möglichkeiten, menschlich verständlich, aber vom setup falsch/tendenziell parteiisch.
Genau, aber eben in keinem Unterschied, ob der Netzbetreiber nun unter einem Dach - aber trotzdem als eigenständige Gesellschaft innerhalb des Konzerns - firmiert oder in der Privatwirtschaft oder beim Staat angesiedelt ist. Mensch bleibt Mensch, daher wäre theoretisch vieles möglich ...
In dem Beispiel: da ich das genaue Arbeitsfeld nicht kenne, nehme ich an, dass regelbasiert entschieden wird, und du jetzt tatsächlich egal als Angestellter von A oder B gleich entschieden hättest.
Aber: es gibt ja auch den, der die Regeln festlegt. Und auch da gibt es 50/50Entscheidungen...
Regeln sind das eine, die müssen natürlich beachtet werden. Aber bei meinem Beispiel spielen noch viel mehr Einflüsse eine Rolle als die von mir genannten. Und wie gesagt, auch im Regelrahmen gibts bei jeder 50:50-Entscheidung einen Gewinner und einen Verlierer ...
Entscheidend sollte doch eher sein, das der Betrieb so reibungslos wie möglich läuft, denn schließlich ist doch der Zweck der ganzen Übung, Güter und Personen so sicher, zuverlässig und reibungslos wie möglich von A nach B zu bringen.
Es geht nicht nur um das Prinzip wer fährt zu erst
Moin
es geht nicht nur um das Prinzip wer zu erst fährt. Es geht auch um grundsätzliche Dinge. Erinnert sei an das Hick-Hack um die zu späte Trassenzuweisung an Flix vor einigen Jahhren. Das hat schon was sehr willkürliches, wenn Planungen von Wettbewerbern so tropediert werden. Das kann in einer neutralen Gesellschaft besser gelöst werden. Da gibt es einen Stichtag X bis zu dem alles angemeldet wird und einen Stichtag X an dem alles genehmigt sein muss. Da kann sich niemand mehr berufen ich hab keine Leute, die das bearbeiten und entscheiden.
Und die Trassenkosten sind auch so ein Ding, die sind ja nicht wirklich transparent und das man sich untereinander bezahlt und das in der Bilanz quasi verschiebt ist dann auch unterbunden. Vielleicht kämen dann Einlagen in einer solchen Gesellschaft wirklich ausschließlich dem Unterhalt der Infrastrucktur zu gute.
--
Gruß
Uwe
Ein Beispiel dafür
Das das Netz im DB Konzern liegt würde ich für private EVU's sogar eher positiv sehen...
Ist auch heute schon so das bei jedem Verdacht auf Diskriminierung geklagt wird... *hust* flixtrain *hust* das tut man sich eigentlich nicht freiwillig an...
Auch im täglichen Betrieb fällt mir keine Diskriminierung auf... Für die meisten ist das Arbeiten bei der DB auch nur ein Job... Die Gedanken die hier viele haben dürften eher aufgrund ihres Hobbys auftauchen... Als fdl bist du einfach froh wenn du alle Züge schnell wieder weg hast und dir nicht den ganzen Bahnhof mit Privaten zustellst um DB Cargo durch zu lassen... ;)
Das Netz hat echt wichtigere Probleme als das es der DB gehört... Jeder der schon eine Reorganisation mit gemacht hat weiß eigentlich das es danach nicht unbedingt besser ist nur anders :D...
Es geht nicht nur um das Prinzip wer fährt zu erst
Ähm du meinst das hick hack weil der Flix pervers einfach mal den Nahverkehr eines nicht DB EVU weggekegelt hat und das weder das private evu noch der Besteller oder Passagiere das toll fanden...
Mal davon abgesehen das zwei? DB Züge jetzt anders bzw gar nicht mehr fahren?
Und welches armes kleines noch nicht mal evu das mit dem Bahn Betrieb eigentlich gar nix zu tun hat hat gleich nochmal die tassen bekommen die sie dann auch vor Corona nicht voll nutzten?
Nochmal: nicht zum Staat ...
Huhu.
Das könnte der Mitarbeiter eines staatlichen Netzbetreibers auch
Nur nochmal zum Mitschreiben: ich sprach noch nie von einem staatlichen Netzbetreiber! Dass 'der Staat' im Wirtschaftsleben total unfähig ist, beweist er aktuell mal wieder bei Corona mehr als genug. Da wäre ein Verschieben des Netzes dorthin tatsächlich eine noch größere Katastrophe.
Und dass die DB 'Gestaltungsmöglichkeiten' hat, sieht der Bahnkunde täglich, wenn der Weiße mit seiner öffentlichkeitswirksamen Verspätungsquote wieder extrem Vorrang vor allem anderen bekommt. Oder wenn das Trassenpreissysten oder die Stationsentgeltsysteme der DB nicht schaden.
Niemand käme auf die Idee, dass alle Grundstücke aller Lebensmittelläden Aldi gehören - auch wenn da ein Lidl oder ein Edeka draufsteht.
Das Netz ist am besten in einer Gesellschaft aufgehoben, die im Prinzip ALLEN Beteiligten gehört. Natürlich gibt das auch ein paar Reibungsverluste bedingt durch eine gewisse Kakophonie. Und natürlich wird jede einzelne Entscheidung vom Benachteiligten u.U. kritisiert werden. Aber schlussendlich wird von vornherein mehr drauf geachtet, dass eine einseitige Parteilichkeit nicht vorkommt.
Dass die DB das Netz unter allen Umständen behalten will, zeigt doch deutlich, dass es ein Eigeninteresse an der Gestaltung gibt. Und was die angesprochenen Gesetze und Regularien betrifft: Staatliche Stellen überwachen ein staatliches Unternehmen ... Wie das klappt, sieht man schon daran, wie egal dem Eigentümer sein Laden ist. Die Geschäftsführung werkelt und der Eigentümer nimmt es mangels Ahnung hin, solange die Publicity nicht zu negativ ist.
Das Netz gehört in eine 'Deutsche Eisenbahn GmbH'. Jeder, der darauf rumfahren will, muss sich finanziell an dieser GmbH beteiligen. Neben Trassengebühren und staatlicher Investitionen wäre dies eine 3. Schiene der Finanzierung. Wodurch sich z.B. Trassenkosten senken ließen und Mehrverkehr attraktiver wäre. Und wer drauf rumfährt, der weiß auch, wo es hakt und wo investiert werden muss. Da denkt auch jeder erst an sich - aber wenn niemand einseitig seine Wünsche zu 100% durchdrücken kann, entsteht der Zwang zum Kompromiss. Und das muss nichts schlechtes sein. Im Gegenteil.
Schöne Grüße von jörg
Und was deinen sich beschwerenden Lokführer angeht. Bei meinem Kumpel auf dem Stellwerk maulte auch einer rum, warum es nicht voran gehe und er ewig rot sehe. "Kollege, wir haben Corona! Da ist Abstand halten oberstes Gebot!". Und schon war Ruhe im Äther ... ;-)
Interessante Idee!
Das Netz gehört der DB noch eher gestern als heute weggenommen. Das gehört in eine Gesellschaft, an der viele beteiligt sind, u.a. alle, die auf dem Netz umherfahren. Niemand hat eine Mehrheit, so kann niemand allein bestimmen.
Interessante Idee, die ich so nicht gehört habe. Gibt es irgendwelche Politiker oder Wissenschaftler, die so etwas fordern?
Ich bin zwar der Meinung, dass das Netz aufgrund seiner öffentlichen Aufgaben in die direkte Verwaltung des Bundes gehört. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass bestimmte Management-Aufgaben (gerade bei der Informationsbereitstellung) durch die Nutzer selbst organisiert werden. Die DENIC z.B., die die de.-Domains verwaltet, gehört als Genossenschaft den Registraren:
"Theoretisch kann jedes Unternehmen Mitglied der DENIC werden, das .de-Domains registrieren oder damit zusammenhängende Dienstleistungen erbringen möchte. (...) Die DENIC besitzt knapp 300 Mitglieder. Unter diesen befinden sich praktisch alle bedeutenden nationalen und internationalen Internet Service Provider, beispielsweise die Deutsche Telekom, United Internet, Strato, Vodafone Deutschland oder auch Verizon Deutschland." (Wikipedia-Artikel)
Na klar! ;-)
Hey.
Das Netz gehört der DB noch eher gestern als heute weggenommen. Das gehört in eine Gesellschaft, an der viele beteiligt sind, u.a. alle, die auf dem Netz umherfahren. Niemand hat eine Mehrheit, so kann niemand allein bestimmen.
Interessante Idee, die ich so nicht gehört habe. Gibt es irgendwelche Politiker oder Wissenschaftler, die so etwas fordern?
Ich kenne keinen. ;-). Noch beanspruche ich das als meine Idee! ;-)
Ich bin zwar der Meinung, dass das Netz aufgrund seiner öffentlichen Aufgaben in die direkte Verwaltung des Bundes gehört. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass bestimmte Management-Aufgaben (gerade bei der Informationsbereitstellung) durch die Nutzer selbst organisiert werden. Die DENIC z.B., die die de.-Domains verwaltet, gehört als Genossenschaft den Registraren:
Interessant! Muss ich mich mal mit beschäftigen. Danke!
Schöne Grüße von jörg