Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen (Allgemeines Forum)

GreenLine, Dienstag, 02.02.2021, 17:02 (vor 1882 Tagen)

Dann dürfte es auch im Fernverkehr keine Tickets mehr geben, sondern gleich eine Fahrpreisnacherhebung

Quelle: https://www.evg-online.org/meldungen/details/news/verzicht-auf-ticketverkauf-darf-nicht...

Dafür bekommt der ZUB 3 Euro Prämie für jede ausgestellte FN

Hansjörg, Dienstag, 02.02.2021, 18:36 (vor 1882 Tagen) @ GreenLine

Dann dürfte es auch im Fernverkehr keine Tickets mehr geben, sondern gleich eine Fahrpreisnacherhebung

Quelle: https://www.evg-online.org/meldungen/details/news/verzicht-auf-ticketverkauf-darf-nicht...

Dort liest man:

ab dem 1.1.2022 gibt es im Fernverkehr statt der bisherigen Nachlöseprämie eine Prämie für jede ausgestellte Fahrpreisnacherhebung (FN). Diese beträgt 3,00 Euro und wird jährlich um 2% dynamisiert.

Was ???

611 040, Erfurt, Mittwoch, 03.02.2021, 15:18 (vor 1881 Tagen) @ Hansjörg

Das ist ja der Super-GAU !
Ich hatte sowas bei Konteolleuren ja schon immer vermutet, aber immer als "wirds ja wohl nicht geben" abgetan.
Das ist ja unfassbar !
Das Zp wird also vom Arbeitgeber aktiv ermutigt FNs zu schreiben. Daher sind Kontoelleure im innerstädtischen NV auch immer so gnadenlos und geben immer auch wenn Zweifel bestehen sofort FNs.
Bei DB Regio beobachte ich oft, das im Zug trotzdem noch Fahrkarten verkauft werden, obwohl es eigentlich nicht vorgesehen ist. Die meisten ZuBs sind sehr freundlich und auch menschlich wenn jemand keine Zeit mehr hatte oder gleich sagt "Ich brauche noch eine FK nach XY".
Das sorgt für eine gute Atmosphäre zwischen Fahrgast und ZuB und sie werden nicht als die bösen Kontolleure angesehen, die nur auf FN aus sind.
Im innerstädischen Bereich sind die meisten Kontrolleure eher unfreundlich und haben 0 Toleranz bei Zweifeln über die Gültigkeit.
Liegt ab sicherlich auch daran dass die EVUs ihr Personal hauptsächlich nach Kundenfreundlichkeit, Ausstrahlung und Servicebereitschaft auswählen und die Kontrollfirmen eher nach Gestalt und Durchsetzungsvermögen. Da sehen fast alle wie Ex-Knackis oder Türsteher aus.
Bei einigen EVUs die ja keine eigenen KiN mehr einstellen fällt mir das auch öfter negativ auf. Mal abgesehen von der Unwissenheit über Anschlüsse etc.
Man merkt einfach die sind nurnoch zum kontrollieren und nicht mehr zum Kunden bei Fragen zur Seite zu stehen.
Hoffen wir mal das dadruch auch im FV der Kunde an erster Stelle steht und nicht das Geld (was aber bei dieser Regelung natürlich verständlich wäre).

Grüße 611 040

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Was ???

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 03.02.2021, 15:25 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

Weißt du, was "Super-GAU" bedeutet?

Was ??? - Fahrkarte haben und gut ist es

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 03.02.2021, 15:31 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

Das ist ja der Super-GAU !
Ich hatte sowas bei Kontrolleuren ja schon immer vermutet, aber immer als "wirds ja wohl nicht geben" abgetan.
Das ist ja unfassbar !
Das Zp wird also vom Arbeitgeber aktiv ermutigt FNs zu schreiben. Daher sind Kontrolleure im innerstädtischen NV auch immer so gnadenlos und geben immer auch wenn Zweifel bestehen sofort FNs.

Kann man ganz einfach umgehen, in dem man einfach eine gültige Fahrkarte hat.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Was ??? - Fahrkarte haben und gut ist es

611 040, Erfurt, Mittwoch, 03.02.2021, 16:57 (vor 1881 Tagen) @ EK-Wagendienst

Hab ich, keine Sorge :)
Aber darum geht es hier doch garnicht. Mir geht es eher theoretisch um den Tabubruch wie es bei unseren letzten Landtagswahlen so schön hieß, Prämien für FNs auszuzahlen. So dass die ZuBs dann möglicherweise nicht mehr objektiv, neutral entscheiden, sondern auf den eigenen finanziellen Vorteil bedacht.
Es sollte doch so sein, dass es einem ZuB gleichgültig ist, was als Ergebnis herauskommt und es deshalb frei entscheidet ob die FK gültig ausgelegt oder nicht wird.
Immerhin hat er in keinem Fall einen Vor- oder Nachteil.
Bei der neuen Regelung könnte es aber einige ZuBs geben die, völlig verständlich, auf die zusätzliche Prämie "scharf sind" und deshalb spitzfindig und kleinlich sind nur um an die 3€ zu kommen. Das wäre nicht im Sinne des zahlenden Kunden und gilt es zu vermeiden.
Im Grunde soll das Zp ja für den Kunden (natürlich nicht Schwarzfahrer ohne FK) sein und nicht gegen ihn.

Grüße aus dem RE3
611 040

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Was ??? - Fahrkarte haben und gut ist es

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 03.02.2021, 17:10 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

Hab ich, keine Sorge :)
Aber darum geht es hier doch gar nicht. Mir geht es eher theoretisch um den Tabubruch wie es bei unseren letzten Landtagswahlen so schön hieß, Prämien für FNs auszuzahlen. So dass die ZuBs dann möglicherweise nicht mehr objektiv, neutral entscheiden, sondern auf den eigenen finanziellen Vorteil bedacht.
Es sollte doch so sein, dass es einem ZuB gleichgültig ist, was als Ergebnis herauskommt und es deshalb frei entscheidet ob die FK gültig ausgelegt oder nicht wird.
Immerhin hat er in keinem Fall einen Vor- oder Nachteil.
Bei der neuen Regelung könnte es aber einige ZuBs geben die, völlig verständlich, auf die zusätzliche Prämie "scharf sind" und deshalb spitzfindig und kleinlich sind nur um an die 3€ zu kommen. Das wäre nicht im Sinne des zahlenden Kunden und gilt es zu vermeiden.
Im Grunde soll das Zp ja für den Kunden (natürlich nicht Schwarzfahrer ohne FK) sein und nicht gegen ihn.

Wenn die 60€ nicht berechtigt sind, dann kann das auch nieder geschlagen werden, also keine Willkür.
Der Nachteil ist eben man muss sich dann darum kümmern,

Wieso soll einem ZuB das gleichgültig sein, es ist seine Aufgabe die Interessen seiner Firma zu vertreten.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Was ??? - Fahrkarte haben und gut ist es

Stephan.B, Köln, Mittwoch, 03.02.2021, 17:34 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

Prämien auszuzahlen sorgt u. A. dafür, dass ZuBs engagiert alle Fahrgäste kontrollieren, sich nicht an angeblich Schlafenden vorbeischlängeln und sich nicht stattdessen irgendwo verkrümeln.

--
Stephan

(S)SP Falschfahrer sollten auch belangt werden

Hansjörg, Mittwoch, 03.02.2021, 19:40 (vor 1881 Tagen) @ Stephan.B

Prämien auszuzahlen sorgt u. A. dafür, dass ZuBs engagiert alle Fahrgäste kontrollieren, sich nicht an angeblich Schlafenden vorbeischlängeln und sich nicht stattdessen irgendwo verkrümeln.

Falschfahrer

Das Problem ist ja das die meisten aktuell bei den (S)SP Falschfahrer alles durchgehen lassen und diese nicht regelkonform abkassieren.

(S)SP Falschfahrer sollten auch belangt werden

keksi, Mittwoch, 03.02.2021, 23:31 (vor 1881 Tagen) @ Hansjörg

Prämien auszuzahlen sorgt u. A. dafür, dass ZuBs engagiert alle Fahrgäste kontrollieren, sich nicht an angeblich Schlafenden vorbeischlängeln und sich nicht stattdessen irgendwo verkrümeln.

Falschfahrer

Das Problem ist ja das die meisten aktuell bei den (S)SP Falschfahrer alles durchgehen lassen und diese nicht regelkonform abkassieren.

Das ist aber bei einigen schon immer so gewesen...nicht erst seit Corona. Gibt auch genug die korrekt arbeiten und nix durchgehen lassen :-)

(S)SP Falschfahrer sollten auch belangt werden

GibmirZucker, Donnerstag, 04.02.2021, 00:21 (vor 1881 Tagen) @ keksi

Ja, wobei ich denke, dass dies nur Ausnahmen sind. Nach Anschlussbruch drei Umstiege später wird man meistens gefragt, warum man in einem andern Zug sitzt. Auch wenn der Zub das nicht immer überprüft, die Glaubwürdigkeit beurteilt er schon... Hatte nie das Gefühl, dass da pauschal locker durchgewunken wird.

Was ??? - Fahrkarte haben und gut ist es

gnampf, Donnerstag, 04.02.2021, 09:07 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

Hab ich, keine Sorge :)

och, da hast du hier schon andere Sachen berichtet.

Aber darum geht es hier doch garnicht. Mir geht es eher theoretisch um den Tabubruch wie es bei unseren letzten Landtagswahlen so schön hieß, Prämien für FNs auszuzahlen. So dass die ZuBs dann möglicherweise nicht mehr objektiv, neutral entscheiden, sondern auf den eigenen finanziellen Vorteil bedacht.

Was für sie dann auch schnell nach hinten los gehen wird wenn ihre Nacherhebungen dann von den nachgelagerten Stellen ständig wieder kassiert werden weil sie unberechtigt waren. Denn anonym sind die ja logischerweise nicht.. sonst wäre ja schon die Prämie gar nicht möglich.

Es sollte doch so sein, dass es einem ZuB gleichgültig ist, was als Ergebnis herauskommt und es deshalb frei entscheidet ob die FK gültig ausgelegt oder nicht wird.

Es sollte dem Zub also gleichgültig sein ob sein Arbeitgeber für seine Leistungen auch Geld vom Kunden erhält? Kann man so sehen, allerdings muß man sich nicht wundern wenn es den Job dann über kurz oder lang nicht mehr gibt... und den Arbeitgeber.

Immerhin hat er in keinem Fall einen Vor- oder Nachteil.

Außer das er halt ggf. keinen Job mehr hat weil der Arbeitgeber pleite ist.

Bei der neuen Regelung könnte es aber einige ZuBs geben die, völlig verständlich, auf die zusätzliche Prämie "scharf sind" und deshalb spitzfindig und kleinlich sind nur um an die 3€ zu kommen. Das wäre nicht im Sinne des zahlenden Kunden und gilt es zu vermeiden.

Naja, als erstes Mal muß es etwas zu beanstanden geben, denn sonst wird das nur ein Eigentor. Und wenn es dann Beschwerden über einzelne hagelt weil jegliche "Empathie" fehlt wird das ggf. auch zum Gespräch führen. Davon mal ab das manche schon jetzt alles durchsetzen, nicht wegen 3 Euro in der eigenen Tasche sondern um ihren Arbeitsplatz zu sichern.

Im Grunde soll das Zp ja für den Kunden (natürlich nicht Schwarzfahrer ohne FK) sein und nicht gegen ihn.

Nein, im Grunde soll das Zugpersonal für seinen Arbeitgeber da sein, denn der zahlt erstmal ihr Gehalt. Der Kunde steht somit erst dann im Vordergrund wenn es für den Arbeitgeber vorteilhaft ist.

Was ???

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 03.02.2021, 16:19 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

Das ist ja der Super-GAU !
Ich hatte sowas bei Konteolleuren ja schon immer vermutet, aber immer als "wirds ja wohl nicht geben" abgetan.
Das ist ja unfassbar !
Das Zp wird also vom Arbeitgeber aktiv ermutigt FNs zu schreiben. Daher sind Kontoelleure im innerstädtischen NV auch immer so gnadenlos und geben immer auch wenn Zweifel bestehen sofort FNs.

Fangprämien gibt es nur bei den wenigsten kommunalen VU. Allerdings sind die Prüfpersonale (egal, bei welchem Unternehmen) auch nicht dazu da, Zweifelsfälle zu klären.

--
Weg mit dem 4744!

Weiterer Schritt zur Servicewüste

GUM, Dienstag, 02.02.2021, 19:12 (vor 1882 Tagen) @ GreenLine
bearbeitet von GUM, Dienstag, 02.02.2021, 19:13

Hallo GreenLine,
liebe Community,

danke für die Information. Ich finde es unglaublich, dass die Bahn hier zur Servicewüste werden möchte.

Da zeigt sich zudem wieder die wahre Wertschätzung für Kunden und Leistung der Mitarbeiter!

Gibt einen ganz einfachen Gegenvorschlag: Mit Ende des aktuellen Mietvertrages aus einer Prestige-Immobilie in Berlin in eine normalere Lage.

Das spürt der Kunde nicht und in Berlin Potsdamer Platz gibt es ja eh keinen komplexen Bahnbetrieb. Der rechtfertigen würde unbedingt dort die Verwaltung haben zu müssen.

Da lässt sich jede Menge Geld einsparen ohne Kahlschlag bei der eigenen Belegschaft.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen

GibmirZucker, Dienstag, 02.02.2021, 19:24 (vor 1882 Tagen) @ GreenLine

Nicht nachzuvollziehen. Gerade da es die technische Entwicklung ja eher einfacher macht, mobil Fahrkarten zu verkaufen. Inzwischen würde sogar eine Softwarelösung auf gängigen Smartphones reichen. Drucker muss wegen FN eh vorhanden sein. Auch wenn ich in den seltensten Fällen eine Fahrkarte im Zug gekauft habe, zu wissen, dass wenn alle Stricke reißen (Handy vergessen, Kreditkartenprobleme bei der Authentifizierung) und es knapp ist, man sich auch so in den Zug setzen darf, war sehr beruhigend. Aber man sieht es bei den SBB, nach einem Shitstorm und Pseudolösung wie dem Perronbillet schlucken die Kunden die Kröte. Was bleibt einem denn auch sonst übrig....

Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen

Hansjörg, Dienstag, 02.02.2021, 20:02 (vor 1882 Tagen) @ GibmirZucker

Nicht nachzuvollziehen. Gerade da es die technische Entwicklung ja eher einfacher macht, mobil Fahrkarten zu verkaufen.

Gerade da es die technische Entwicklung ja eher einfacher macht, mobil Fahrkarten zu KAUFEN

Nur als Alternativvorschlag.

Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen

GibmirZucker, Dienstag, 02.02.2021, 20:49 (vor 1882 Tagen) @ Hansjörg

Nicht zu bestreiten und der Verkauf im Zug ist ja eine Randerscheinung (geworden). Weshalb aber einen Service abschaffen, der funktioniert? Vielleicht weil weniger Personal eingesetzt werden soll, das nur noch Stichkontrollen macht? Klar kann man lange darüber diskutieren, aber es erhöht die Hemmschwelle für das Benutzen der Bahn. Eigentlich grundlos.

Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen

Mario-ICE, Dienstag, 02.02.2021, 21:26 (vor 1882 Tagen) @ GibmirZucker

Nicht zu bestreiten und der Verkauf im Zug ist ja eine Randerscheinung (geworden). Weshalb aber einen Service abschaffen, der funktioniert? Vielleicht weil weniger Personal eingesetzt werden soll, das nur noch Stichkontrollen macht? Klar kann man lange darüber diskutieren, aber es erhöht die Hemmschwelle für das Benutzen der Bahn. Eigentlich grundlos.

Ich verstehe jetzt nicht ganz deine Aussage, dass es die Hemmschwelle zum benutzen der Bahn erhöht. Gerade neue Nutzer der Bahn werden doch nun nicht im Zug ihre erste Fahrkarte kaufen wollen. Auch flexible Nutzer haben in der Regel die Möglichkeit auf einem Vertriebsweg ihren Fahrschein zu erwerben. Spannend bleibt sicher die Frage, wie die Ausnahmen (Übergang, Umweg) gelöst werden.

Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen

Stephan.B, Köln, Dienstag, 02.02.2021, 20:04 (vor 1882 Tagen) @ GibmirZucker

Ich sehe das entspannter. 80% haben derzeit bereits ein Smartfon.

Ich hatte bereits vergeblich in DSO nach weiteren Fakten gefragt, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können.
Wie hoch ist der Anteil von an Bord gekauften Fahrkarten überhaupt?
Welche neuen Features sind bis 2022 im Navigator zu erwarten?

--
Stephan

Lohnsumme und Freiheit sind zwei der wesentlichen Argumente

GUM, Mittwoch, 03.02.2021, 07:48 (vor 1882 Tagen) @ Stephan.B
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 03.02.2021, 07:49

Hallo Stephan.B,
hallo Community,

für einen normalen Fahrgast ist das erste, bedeutende Argument ebenso wie für den Eisenbahnfan identisch:

Wieviel Lohnsumme in Prozent oder Euro bewege ich pro Fahrkartenkauf?

Zahle ich die teilweise hohen Preise eines Full-Service Unternehmens und bekomme ich dann neben einem freundlichen Willkommen auch einen Service am Platz (Intercity?) und kann angstfrei reisen.

Das heißt: Habe ich einen echten Eisenbahner, der mir bei Änderung der Reise auch die Tarifdifferenz berechnet ohne dass das Ungewöhnlich wäre. Was ist mit Sparpreisen?

Oder stehe ich bei Änderungswünschen gleich als Schwarzfahrer da?

Wo ist der Vorteil, wenn statt einem echten Schaffner nur noch eine reduziert bezahlte Kraft durchgeht und die Selbstbedienungs-Check Ins prueft?

Der zweite Teil ist noch schwieriger: Was habe ich davon, wenn anonymes Reisen mehr und mehr als abwegig gilt und der Ticketkauf möglichst nur noch mit Deinem persönlichen Peilsender möglich ist?
Darüber denken die Digital Naives meist nicht nach.

Jubelorgien sind deshalb fehl am Platz, weil die Zahl der Personenstunden per Zug sinkt und langfristig auch der Stundensatz.

Und jeder Kundenkontakt auch die Markenbindung stärkt. Kostenreduzierung alleine setzt eine Abwärtsspirale in Gang.

Liebe Grüße

GUM

--
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Lohnsumme und Freiheit sind zwei der wesentlichen Argumente

frank_le, Mittwoch, 03.02.2021, 09:00 (vor 1882 Tagen) @ GUM

Und jeder Kundenkontakt auch die Markenbindung stärkt. Kostenreduzierung alleine setzt eine Abwärtsspirale in Gang.

Das jeder Kundenkontakt die Markenbindung stärkt halte ich beim teilweise katastrophalen Auftreten der Schaffner für ein Gerücht.

Lohnsumme und Freiheit sind zwei der wesentlichen Argumente

GibmirZucker, Mittwoch, 03.02.2021, 11:44 (vor 1882 Tagen) @ frank_le

Es gibt leider gelegentlich katastrophales Auftreten. Die Mehrheit ist aber eher neutral und macht ihren Job. Und es gibt auch viele positive Erlebnisse, absolut nett und zuvorkommend habe ich häufiger erlebt als katastrophal. Kommt bei allen Dienstleistern vor, bei der Bahn ist die Spanne zwischen ganz nett und unfreundlich auffallend groß. Wobei ich mit unfreundlich nicht mal die meine, welche absolut überkorrekt jede kreative Fahrkarte prüfen, sondern die, welche Null Ahnung haben und irgendwelche Komplexe kompensieren wollen. Aber wie gesagt, bei etwa 2000 Fahrten im Fernverkehr habe ich nur ein halbes Dutzend Fälle erlebt, wo ich das Gefühl hatte, der Mensch hätte nie eingestellt werden dürfen.

Verweigerungshaltung

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Mittwoch, 03.02.2021, 09:50 (vor 1882 Tagen) @ GUM

Hallo

das ist die typische Verweigerungshaltung gegenüber allem Neuen. Blos keine Bestandsänderung. Lieber GUM, deine Argumentation ist eine von gestern.

Die Digitalisierung ist das Projekt der Zukunft und in einigen Ländern auf dem Kontinent gibt es da Leuchttürme wie Estland, wo durch die Digitalisierung keine Massenarbeitslosigkeit ausgebrochen ist, sondern eher das Leben wesentlich entspannter.

Du machst hier ein Szenario auf, dass ich so nicht sehe. Bei meinen Fahrten bisher im Fernverkehr habe ich nicht einen Kunden erlebt, der im Zug eine Fahrkarte zum Bordpreis erworben hat. Von daher gehe ich davon aus, dass wie hier schon von Mitusern angemerkt, der Anteil derer mehr als gering ist. Du machst hier einen Vergleich auf, der nicht zieht.

Im Übrigen sehe ich die Digitalisierung eher als Segen. Allein der Behördengang zur Beantragung eines Personalausweises ist mehr als aufwändig. Du brauchst 2 Termine: einen zur Beantragung und einen zu Abholung. Das heißt im ungünstigen Fall, 2 Tage Urlaub, weil du es sonst nicht anders einrichten kannst. Termine in Stadtverwaltungen recht früh oder später am Nachmittag/frühen Abend sind begrenzt und sehr begehrt. Da ist es wenigstens schon mal ein kleiner Schritt, wenn man online Termine vereinbaren kann, was aber auch nicht ganz so einfach ist, eben weil die Termine vor 9Uhr oder nach 16Uhr super schnell weg sind.
Auch ist die Digitalisierung im Arbeitsumfeld für den Großteil eine echte Entlastung. Dafür das einfache Dinge über eine automatisierte Prozessabwicklung laufen, bleibt mehr Zeit für die größeren Fälle, die mehr Aufmerksamkeit brauchen - zumindest bei mir und meinen Kollegen.

Und ich gehe nicht davon aus, dass hier die Abschaffung eines Bordverkaufs signifikante Auswirkungen auf die Stundenzahl der Mitarbeiter hat. Die sind ja eh auf dem Zug und somit sind die Schichten entsprechend ausgefüllt. Von daher wäre eine Begründung, wie du auf diesen Gedanken kommst, schon mehr als hilfreich.

--
Gruß
Uwe

Arbeitswerte rechnen

GUM, Mittwoch, 03.02.2021, 15:05 (vor 1881 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Hallo Ost-Lok-Fan,

es gab ja bei diversen Busbetrieben im Verkehrsverbund eine ähnliche Diskussion.

Damals ging es um eine tarifliche Zulage, die für den Fahrkartenverkauf im Bus gewährt wurde.

Habe die Zeitungsartikel leider nicht aufgehoben, aber es ging wohl um einen monatlich dreistelligen Betrag pro Fahrer. Der letztendlich diesen Beruf vorher attraktiver machte.

Beim Fahrkartenverkauf am Bord eines Zuges bzw. dessen Einstellung ist etwas leicht Unterschiedliches zu befürchten.

Einerseits fallen die nach REFA zu berechnenden Arbeitswerte des Fahrkartenverkaufs weg. Zweitens die bezahlte Arbeitszeit der Abrechnung, Einzahlung der Tageseinnahmen. Der Zub ist zudem schneller durch den Zug. Also kann man beim Langzug durchaus an weniger Personale denken.

Wenn dies umgestellt wird, kann der Sparpreis-Kunde wohl auch nicht mehr im Zug umbuchen.

Zweites Problem ist, dass so eine Umstellung natürlich den Arbeitgeber einladen kann bei Lohnkosten kreativ zu werden. Also kann es durchaus sein, dass er die Belegschaft auf einen "echten" Eisenbahner reduziert und sonst Sicherheitspersonal eines anderen Tarifvertrags mitfahren soll.

Anders ist die Wirtschaftlichkeit dieser Umstellung nicht zu erklären.

Also Minus bei der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden und dem Dutchschnittsentgelt.

Das hat nichts mit dem inhaltsfreien Werbebegriff zu tun, dass etwas "modern" sei oder auch Verweigerungshaltung besteht. Im Klartext muss ich als Kunde natürlich auf der Seite sein möglichst viel Leistung für das Geld erhalten zu wollen.

Deshalb wäre der umgekehrte Weg besser. Riesengroße Schaltfläche in gelb (1. Kl.) und grün (2. Kl.) für ein Anfangsticket. Und dann beim echten Schaffner Fahrschein kaufen.

Zur Frage APS oder nicht im 1. Klasse Intercity habe ich als Nichtbahner natürlich keine Arbeitswerte-Zahlen. Ich weiß aber, dass selbst im 90.000 Euro teuren Auto aus Stuttgart niemand vorbeikommt, um ein Croissant oder einen Kaffee zu bringen. Und damit ein Produktvorteil verlorengeht

Der ja eigentlich mit 60 % Klassendifferenz statt 50 % mitgezahlt wäre. Das zudem auch, weil die Flächenproduktivität im Apm zum Redesign so 2016 erhöht wurde.

So war es gemeint und natürlich im Hinblick auf die Bahn als gutes Verkehrsmittel, dass auch saubere und gute Arbeit bietet.

In einem Forum für Elektronik-Liebhaber wäre das natürlich fehl am Platz.

Liebe Grüße

GUM

--
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Arbeitswerte rechnen

Hansjörg, Mittwoch, 03.02.2021, 15:25 (vor 1881 Tagen) @ GUM

Deshalb wäre der umgekehrte Weg besser. Riesengroße Schaltfläche in gelb (1. Kl.) und grün (2. Kl.) für ein Anfangsticket. Und dann beim echten Schaffner Fahrschein kaufen.

Wie läuft dann der Verkauf im Ruheabteil? Ich würde im Leben nicht mehr Zug fahren wenn jeder Fahrgast sprechen muss um eine Fahrkarte zu bekommen. Dann auch noch der Bezahlvorgang. Schreckliche Vorstellung. Abfahrt erst wenn alle gelöst haben.

Arbeitswerte rechnen

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 03.02.2021, 15:30 (vor 1881 Tagen) @ GUM

Hallo GUM,

Soweit ich weiß, ist bereits die jetzige Anzahl von Personal an Bord eines ICEs eher auf Sicherheitsbestimmungen begründet als die Kontrolle / Verkauf von Fahrscheinen. Da kann man wohl davon ausgehen dass sich dahingehend eher nichts ändern wird...

Auch ein Drücken des Lohns halte ich angesichts einer doch relativ starken Gewerkschaft (EVG) für unwahrscheinlich, dafür ist der Anteil "Fahrscheinverkauf" an den Gesamtaufgaben einfach zu gering.

Ich weiß auch nicht, wo du die ganzen Einnahmen der Fahrkartenverkäufe in deiner Überschlagsrechnung hernimmst, um eine "Wirtschaftlichkeitsbetrachtung" durchzuführen.

Arbeitswerte rechnen

gnampf, Mittwoch, 03.02.2021, 16:28 (vor 1881 Tagen) @ GUM

es gab ja bei diversen Busbetrieben im Verkehrsverbund eine ähnliche Diskussion.

Damals ging es um eine tarifliche Zulage, die für den Fahrkartenverkauf im Bus gewährt wurde.

Was auch immer da bei den Busbetrieben gemacht wurde... das dürfte erstmal recht wenig mit der DB Fernverkehr zu tun haben.

Habe die Zeitungsartikel leider nicht aufgehoben, aber es ging wohl um einen monatlich dreistelligen Betrag pro Fahrer. Der letztendlich diesen Beruf vorher attraktiver machte.

Dann hat man vermutlich eher dem Fahrer die gesamte Tarifkenntnis abgenommen, so das er auch keine Fahrkarten mehr kontrollieren braucht sondern der Prüfdienst das erledigt.

Beim Fahrkartenverkauf am Bord eines Zuges bzw. dessen Einstellung ist etwas leicht Unterschiedliches zu befürchten.

Gut, sind wir also einer Meinung das dein Beispiel nicht passt ;-)

Einerseits fallen die nach REFA zu berechnenden Arbeitswerte des Fahrkartenverkaufs weg. Zweitens die bezahlte Arbeitszeit der Abrechnung, Einzahlung der Tageseinnahmen. Der Zub ist zudem schneller durch den Zug. Also kann man beim Langzug durchaus an weniger Personale denken.

Wenn der Zub keine Abrechnung machen und keine Tageseinnahmen einzahlen oder auch nur mit sich rumschleppen muß... dürfte ihn das eher freuen. Auf die Tätigkeiten freut sich vermutlich keiner.

Wenn dies umgestellt wird, kann der Sparpreis-Kunde wohl auch nicht mehr im Zug umbuchen.

Kann er jetzt auch nicht, denn zu einem Sparpreis gibt es weder einen Umweg noch einen Klassen- oder Produktwechsel zu kaufen.

Zweites Problem ist, dass so eine Umstellung natürlich den Arbeitgeber einladen kann bei Lohnkosten kreativ zu werden. Also kann es durchaus sein, dass er die Belegschaft auf einen "echten" Eisenbahner reduziert und sonst Sicherheitspersonal eines anderen Tarifvertrags mitfahren soll.

einen "echten Eisenbahner" macht wie gesagt eben nicht aus ob er Fahrkarten verkauft. Das kann auch jetzt schon Sicherheitspersonal übernehmen, oder Zugbegleiter ohne betriebliche Ausbildung.

Anders ist die Wirtschaftlichkeit dieser Umstellung nicht zu erklären.

Doch, nämlich darin das es keine "Graufahrer" mehr gibt, die angeblich gerade erst eingestiegen sind, in Wirklichkeit aber schon über 1h im Zug mitfahren aber nicht kontrolliert wurden weil sie immer passend weggeschaut haben oder nie jemand kam.

Also Minus bei der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden und dem Dutchschnittsentgelt.

Wie sollte das gehen? Nach jedem Halt 5min Arbeitszeit und ab dann Pause im Schichtplan? Das wird sich schon aufgrund der echten betrieblichen Aufgaben die sie haben nicht so ergeben.

Deshalb wäre der umgekehrte Weg besser. Riesengroße Schaltfläche in gelb (1. Kl.) und grün (2. Kl.) für ein Anfangsticket. Und dann beim echten Schaffner Fahrschein kaufen.

Und wer soll das bezahlen? Dann müsstest du (sobald die Pandemie vorbei und der Zugverkehr wieder auf die Beine gekommen ist) in der Tat viel mehr Personal einstellen und könntest trotzdem gerade in Spitzenzeiten gar nicht allen ihr Ticket verkaufen weil du dann ggf. gar nicht mehr durch den Zug kommst.

Zur Frage APS oder nicht im 1. Klasse Intercity habe ich als Nichtbahner natürlich keine Arbeitswerte-Zahlen. Ich weiß aber, dass selbst im 90.000 Euro teuren Auto aus Stuttgart niemand vorbeikommt, um ein Croissant oder einen Kaffee zu bringen. Und damit ein Produktvorteil verlorengeht

Och, wer das möchte bekommt auch im Auto sein Croissant geliefert, indem der Chauffeur halt kurz irgendwo ran fährt oder gleich vor der Fahrt passend Vorräte besorgt hat. Die sind dann auch nicht "leider gerade aus" wie es einem im Bordrestaurant gerne mal ergeht.

Der ja eigentlich mit 60 % Klassendifferenz statt 50 % mitgezahlt wäre. Das zudem auch, weil die Flächenproduktivität im Apm zum Redesign so 2016 erhöht wurde.

Das würde die in der 2. Klasse auch genauso. In der 1. Klasse hab ich neben mehr Sitzabstand auch noch weniger Sitze je Reihe, wodurch der Aufpreis wohl eigentlich selbst ohne sonstige Benefits noch höher sein müsste. Aber da reden wir ja eh wieder nur von Flexpreisen und BC100F, denn der Sparpreis interessiert sich nicht dafür und liegt keineswegs einfach 60% über dem Sparpreis für die 2. Klasse... im Gegenteil, ggf. ist er sogar mal billiger als der für die 2. Klasse.

"Jemand zugestiegen?"

Hansjörg, Mittwoch, 03.02.2021, 16:54 (vor 1881 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von Hansjörg, Mittwoch, 03.02.2021, 16:54

Anders ist die Wirtschaftlichkeit dieser Umstellung nicht zu erklären.


Doch, nämlich darin das es keine "Graufahrer" mehr gibt, die angeblich gerade erst eingestiegen sind, in Wirklichkeit aber schon über 1h im Zug mitfahren aber nicht kontrolliert wurden weil sie immer passend weggeschaut haben oder nie jemand kam.

Der gemeine GRaufahrer kenn aber seine Pappenheimer. Wer viel unterwegs ist weiß gang genau wann wo ein Wechsel des Personales stattfindet. Da kommt dann nur noch ein "Zugestiegen" und man ist fein raus.

"Jemand zugestiegen?"

gnampf, Mittwoch, 03.02.2021, 21:24 (vor 1881 Tagen) @ Hansjörg

Der gemeine GRaufahrer kenn aber seine Pappenheimer. Wer viel unterwegs ist weiß gang genau wann wo ein Wechsel des Personales stattfindet. Da kommt dann nur noch ein "Zugestiegen" und man ist fein raus.

Und die Zub kennen auch ihre Pappenheimer, die dann keine Chance mehr haben noch nachzulösen. Und gerade bei einem Wechsel weißt du nicht wer dann kommt... oder ab sofort jedes Mal an der Tür stehen und wenn die falschen am Bahnsteig sind schnell aussteigen? Und es ist ja keinesfalls so das man jeden Tag auf das gleiche Personal trifft... zumindest da wo ich unterwegs bin.
Es gibt ja auch genug Personal das genau weiß wer zugestiegen ist und wer nicht, oder das nach einem Wechsel einfach eine Vollkontrolle durchführt (mit Ausnahme der Eingecheckten).

"Jemand zugestiegen?"

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.02.2021, 00:12 (vor 1881 Tagen) @ gnampf

Der gemeine GRaufahrer kenn aber seine Pappenheimer. Wer viel unterwegs ist weiß gang genau wann wo ein Wechsel des Personales stattfindet. Da kommt dann nur noch ein "Zugestiegen" und man ist fein raus.


Und die Zub kennen auch ihre Pappenheimer, die dann keine Chance mehr haben noch nachzulösen. Und gerade bei einem Wechsel weißt du nicht wer dann kommt... oder ab sofort jedes Mal an der Tür stehen und wenn die falschen am Bahnsteig sind schnell aussteigen? Und es ist ja keinesfalls so das man jeden Tag auf das gleiche Personal trifft... zumindest da wo ich unterwegs bin.
Es gibt ja auch genug Personal das genau weiß wer zugestiegen ist und wer nicht, oder das nach einem Wechsel einfach eine Vollkontrolle durchführt (mit Ausnahme der Eingecheckten).

Auch nach einem Wechsel machen viele einfach nur Zustieg, gerade bei Auslaufenden Zügen - das wird sich in der Hoffnung auf die Prämie in Zukunft sicher ändern.

Lohnsumme und Freiheit sind zwei der wesentlichen Argumente

Stephan.B, Köln, Mittwoch, 03.02.2021, 11:15 (vor 1882 Tagen) @ GUM

Deine Vorstellung von Eisenbahn und deren Fahrgästen kommt mir ein wenig seltsam vor, Gum.

Der "normale Fahrgast" interessiert sich für die Fahrzeit, den Fahrpreis und für eine bequeme Reise. Die Lohnsumme interessiert ihn nicht die Bohne - noch nicht mal die Eigene.

Der "Eisenbahnfan" interessiert sich vor Allem für prähistorische, unbequeme Altfahrzeuge, die er fotografieren kann. Regelmäßig Zugfahren tut er eher selten, da er zu seinen Fotopunkten eh mit dem Auto fährt.

Ein ZUB, der keine Fahrkarten verkauft, hat mehr Zeit, um geduldig abweichende Anschlussverbindungen wegen Verspätungen zu erklären und Händchen zu halten, um dir deine Angst zu nehmen, damit du angstfrei reisen kannst. Vielleicht erklärt er dir auch den DB-Navigator. Graufahren wird 2022 jedenfalls eindeutig zum Schwarzfahren.

Sparpreie konnte man noch nie im Zug kaufen, oder was meintest du?

Die Welt dreht und ändert sich. Auch Dampfloks interessieren nur noch Nostalgiker, denen der in die Augen fliegende Ruß nicht stört. Ich erwarte, dass bis 2022 die elektronischen Kaufmöglichkeiten auch die derzeit noch nicht möglichen Sonderfälle abbilden werden.

--
Stephan

"Früher" Sparpreise umbuchen im Zug

GUM, Mittwoch, 03.02.2021, 18:15 (vor 1881 Tagen) @ Stephan.B

Sparpreie konnte man noch nie im Zug kaufen, oder was meintest du?

Vor einigen Jahren konntest Du, wenn Du den Zug verpasst hattest und nicht die Bahn was dafür konnte bei Deinem Sparpreis nachzahlen.

Also quasi den neuen Fahrschein am selben Tag und zu einer anderen Stunde im Zug kaufen und das wurde dann irgendwie mit Normalpreis + Zuschlag - bezahlter Sparpreis berechnet.

Natürlich nicht beim Super Sparpreis.

Liebe Grüße

GUM

--
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Security advice: Don't leave your politicians unattended!

"Früher" Sparpreise umbuchen im Zug

keksi, Mittwoch, 03.02.2021, 23:34 (vor 1881 Tagen) @ GUM

Sparpreie konnte man noch nie im Zug kaufen, oder was meintest du?

Vor einigen Jahren konntest Du, wenn Du den Zug verpasst hattest und nicht die Bahn was dafür konnte bei Deinem Sparpreis nachzahlen.

Also quasi den neuen Fahrschein am selben Tag und zu einer anderen Stunde im Zug kaufen und das wurde dann irgendwie mit Normalpreis + Zuschlag - bezahlter Sparpreis berechnet.

Natürlich nicht beim Super Sparpreis.

Liebe Grüße

GUM

War der größte Blödsinn den es gegeben hat. Es gab nur Diskussionen, weil es angeblich immer unberechtigt gewesen ist. Freiwillig wollte das eh nie einer machen, also schadet es auch keinen, das es abgeschafft wurde:-)

"Früher" Sparpreise umbuchen im Zug

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.02.2021, 00:09 (vor 1881 Tagen) @ GUM

Sparpreie konnte man noch nie im Zug kaufen, oder was meintest du?

Vor einigen Jahren konntest Du, wenn Du den Zug verpasst hattest und nicht die Bahn was dafür konnte bei Deinem Sparpreis nachzahlen.

Warum sollte die DB auch für etwas gerade stehen was sie nicht verschuldet hat.

Wenn du verschläfst ist das alleine dein Problem, dein Chef lässt es schließlich auch nicht durchgehen wenn du jeden Tag 30 Minuten zu spät kommst.


Also quasi den neuen Fahrschein am selben Tag und zu einer anderen Stunde im Zug kaufen und das wurde dann irgendwie mit Normalpreis + Zuschlag - bezahlter Sparpreis berechnet.

Wenn du es nicht selbstverschuldet zu spät am Bahnhof bist bekommst du den Zugbindung Aufgehoben Stempel und gut.

Bist du schuld kannst du dein Ticket in Ablage P geben - ist doch nur gerecht oder?

Und dann wundert man sich...

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 08:10 (vor 1881 Tagen) @ Reservierungszettel

...wenn die Bahn nur ein Bruchteil des Marktanteils des Autos hat.

Beim Auto kann man auch mal eine Stunde später fahren und es kostet keinen Cent mehr, man muss sich auch nicht lange im Vorfeld auf eine Verbindung festlegen.

Trotzdem macht die Bahn mit ihrer Tarifstruktur lieber das für den Modal Split innerdeutsch fast völlig irrelevante Flugzeug nach.

Und dann wundert man sich... Flexpreis? *owt*

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 04.02.2021, 08:28 (vor 1881 Tagen) @ Ösi

- kein Text -

Flexpreis ist zu teuer

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 10:04 (vor 1881 Tagen) @ Paladin

Würde man den Flexpreis um 50% reduzieren, die Gültigkeit auf den gesamten öffentlichen Verkehrs bundesweit ausdehnen und ähnlich wie in der Schweiz Halbtax und GA anbieten, dafür alle Sparpreise und sonstigen Supersonderangebote streichen, wäre schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung getan.

Flexpreis ist zu teuer

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 04.02.2021, 10:19 (vor 1881 Tagen) @ Ösi

Würde man den Flexpreis um 50% reduzieren,

BahnCard 50, als Vielfahrer rechnet sich das durchaus.

die Gültigkeit auf den gesamten öffentlichen Verkehrs bundesweit ausdehnen

City-Ticket inkl. bei vielen Orten?

und ähnlich wie in der Schweiz Halbtax und GA anbieten,

dafür alle Sparpreise und sonstigen Supersonderangebote streichen, wäre schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung getan.

Um Gottes Willen, nein! Die (Super) Sparpreise und auch andere Aktionen sind verdammt wichtig für das Marketing und für die Attraktivität der Bahn / des Fernverkehrs.

Flexpreis ist zu teuer

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 11:22 (vor 1881 Tagen) @ Paladin

BahnCard 50, als Vielfahrer rechnet sich das durchaus.

Ich schlage im Vergleich zu den heutigen Preisen eine "BC75" vor, die aber weniger kostet und nicht nach 1. und 2. Klasse getrennt ist.

City-Ticket inkl. bei vielen Orten?

Aber eben nicht bei allen. Und nicht in jedem Fall.

Um Gottes Willen, nein! Die (Super) Sparpreise und auch andere Aktionen sind verdammt wichtig für das Marketing und für die Attraktivität der Bahn / des Fernverkehrs.

Ich sehe das genau umgekehrt. Das beste Marketing und die beste Attraktivität wäre ein günstiger Fahrpreis flexibel und jederzeit. Wie gesagt, der Konkurrent ist das Auto.

Flexpreis ist zu teuer

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 04.02.2021, 11:27 (vor 1881 Tagen) @ Ösi

BahnCard 50, als Vielfahrer rechnet sich das durchaus.


Ich schlage im Vergleich zu den heutigen Preisen eine "BC75" vor, die aber weniger kostet und nicht nach 1. und 2. Klasse getrennt ist.

Uff. Wieso soll ich a.s 2. Klasse-Fahrer die BC75 der 1. Klasse mitfinanzieren? Wieso 75% Rabatt? Das gibt das Fahrzeugmaterial und die Infrastruktur gar nicht her.

City-Ticket inkl. bei vielen Orten?


Aber eben nicht bei allen. Und nicht in jedem Fall.

Im Flexpreis mit BC50 doch bei allen Orten, wo es das gibt (oder?). Wo ist das Problem?

Um Gottes Willen, nein! Die (Super) Sparpreise und auch andere Aktionen sind verdammt wichtig für das Marketing und für die Attraktivität der Bahn / des Fernverkehrs.


Ich sehe das genau umgekehrt. Das beste Marketing und die beste Attraktivität wäre ein günstiger Fahrpreis flexibel und jederzeit. Wie gesagt, der Konkurrent ist das Auto.

Damit funktioniert aber keine Auslastungssteuerung.

Flexpreis ist zu teuer

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 11:58 (vor 1881 Tagen) @ Paladin

Uff. Wieso soll ich a.s 2. Klasse-Fahrer die BC75 der 1. Klasse mitfinanzieren?

Das kann man beliebig weitertreiben: Du fährst nie nach München, warum soll also auch nur ein Cent deiner Fahrgeldausgaben in den Münchner Hbf gehen?

Wieso 75% Rabatt?

Weil man dann zum Beispiel auf Berlin-München unter dem Preis einer durchschnittlichen Autofahrt zu zweit wäre. Ein starkes Argument, die Bahn zu nutzen.

Das gibt das Fahrzeugmaterial und die Infrastruktur gar nicht her.

Also: Man soll die Bahn nicht zu attraktiv machen, sonst fahren zu viele Leute?

Im Flexpreis mit BC50 doch bei allen Orten, wo es das gibt (oder?). Wo ist das Problem?

Erstens gilt das City-Ticket tatsächlich in erster Linie in "Citys". Das heißt, wenn ich mit dem Regionalbus irgendwohin muss, brauche ich ein separates Ticket.

Zweitens beschränken sich die Bereiche meistens auf die Stadtzone, -wabe oder was auch immer, obwohl der ÖPNV vieler Städte auch über die Grenze geht, weil die Stadt mit ihren Vororten verwachsen ist.

Drittens gibt es kein City-Ticket bei kurzen Strecken (unter 100 km).

Damit funktioniert aber keine Auslastungssteuerung.

Soll sie auch nicht. Die Bahn soll fahren, wenn die Leute fahren wollen, nicht umgekehrt. Ist ein Zug übermäßig ausgelastet, muss er verstärkt oder ein zweiter Zug eingesetzt werden. Entsprechende Reserven von Fahrzeugen und bei der Infrastruktur sind vorzuhalten.

Ja, das kostet alles Geld. Aber der Autobahn-, Straßen- und Parkplatzbau und die Instandhaltung auch, und da gilt es einfach als Infrastruktur, die man halt haben muss. Ich will dasselbe auch für die Bahn erreichen.

Ist er nicht

Hansjörg, Donnerstag, 04.02.2021, 12:28 (vor 1881 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von Hansjörg, Donnerstag, 04.02.2021, 12:31

Wieso 75% Rabatt?


Weil man dann zum Beispiel auf Berlin-München unter dem Preis einer durchschnittlichen Autofahrt zu zweit wäre. Ein starkes Argument, die Bahn zu nutzen.

Die Bahn sagt 2 Personen BC50 grob 140 Euro. Mit dem Auto sind es um die 190 Euro bei 0,32ct der km was schon ein günstiges Auto ist.

Hinzu kommen noch die Parkiergebühren wenn man das Auto am Hbf des Zielortes stehen lassen muss.

Ich sehe keinen Bedarf einer BC75.

Falsch gerechnet

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 13:05 (vor 1881 Tagen) @ Hansjörg

Die Bahn sagt 2 Personen BC50 grob 140 Euro. Mit dem Auto sind es um die 190 Euro bei 0,32ct der km was schon ein günstiges Auto ist.

2 Personen mit BC50 kosten morgen 152,20 Euro. Auto kostet bei 30 Cent/km 175,50 Euro. Die BC50 kosten aber zusätzlich noch pro Jahr 458 Euro, die Ersparnis hat man also erst bei der zwanzigsten Fahrt wieder rein.

Falsch gedacht

Hansjörg, Donnerstag, 04.02.2021, 13:45 (vor 1880 Tagen) @ Ösi

Die Bahn sagt 2 Personen BC50 grob 140 Euro. Mit dem Auto sind es um die 190 Euro bei 0,32ct der km was schon ein günstiges Auto ist.


2 Personen mit BC50 kosten morgen 152,20 Euro. Auto kostet bei 30 Cent/km 175,50 Euro. Die BC50 kosten aber zusätzlich noch pro Jahr 458 Euro, die Ersparnis hat man also erst bei der zwanzigsten Fahrt wieder rein.

Ich habe ja auch heute geguckt, wollte spontan losfahren, wie mit einem Auto. Morgen ist Freitag da ist der flexible Flexpreis eh teurer.

Die 30ct der km sind auch bei einer einmaligen Fahrt mit einem Auto höher und gelten nur wenn man es öfter nutzt.

Falsch gedacht

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 14:03 (vor 1880 Tagen) @ Hansjörg

Die 30ct der km sind auch bei einer einmaligen Fahrt mit einem Auto höher und gelten nur wenn man es öfter nutzt.

Die enthalten aber grundsätzlich auch Unterhalt des Autos, Kfz-Steuer, ...

Falsch gedacht

Hansjörg, Donnerstag, 04.02.2021, 14:35 (vor 1880 Tagen) @ Ösi

Die 30ct der km sind auch bei einer einmaligen Fahrt mit einem Auto höher und gelten nur wenn man es öfter nutzt.


Die enthalten aber grundsätzlich auch Unterhalt des Autos, Kfz-Steuer, ...

Ja baer nicht wenn ich das Auto nur für die Strecke BErlin München einmalig nutze und nicht mind. 20 Mal wie im Falle der Bahncard 50. Das war der Hintergrund.

Falsch gedacht

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 14:44 (vor 1880 Tagen) @ Hansjörg

Den Preis der BahnCard 50 muss man trotzdem anteilig dazurechnen.

Falsch gedacht

Hansjörg, Donnerstag, 04.02.2021, 14:46 (vor 1880 Tagen) @ Ösi

Den Preis der BahnCard 50 muss man trotzdem anteilig dazurechnen.

Das stimmt aber nicht mit dem vollen preis sondern wie auch beim Auto km abhängig.

Falsch gedacht

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 14:54 (vor 1880 Tagen) @ Hansjörg
bearbeitet von Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 14:54

Richtig. 1/20 scheint mir ein guter Kompromiss zu sein.

Flexpreis ist zu teuer

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 04.02.2021, 12:35 (vor 1881 Tagen) @ Ösi

Uff. Wieso soll ich a.s 2. Klasse-Fahrer die BC75 der 1. Klasse mitfinanzieren?


Das kann man beliebig weitertreiben: Du fährst nie nach München, warum soll also auch nur ein Cent deiner Fahrgeldausgaben in den Münchner Hbf gehen?

Wieso 75% Rabatt?


Weil man dann zum Beispiel auf Berlin-München unter dem Preis einer durchschnittlichen Autofahrt zu zweit wäre. Ein starkes Argument, die Bahn zu nutzen.

Und die Kosten des Betriebs werden dann wie gedeckt? Der Preis ist nicht alles. Der durchschnittliche Autofahrer muss halt auch lernen, dass die Fahrt am Steuer aktiv ist, während das Zugfahren passiv ist. Beim Zugfahren kann man andere Dinge erledigen, beim Autofahren eher nicht. Jedoch müssen die Weichen gestellt (der wird nie alt) werden, damit dafür auch die notwendige Zuverlässigkeit gewährleistet werden kann.
Der öffentliche Verkehr muss Tür-zu-Tür ein attraktives Angebot sein, nicht nur Hbf zu Hbf und Geld ist eben auch nicht alles.

Das gibt das Fahrzeugmaterial und die Infrastruktur gar nicht her.


Also: Man soll die Bahn nicht zu attraktiv machen, sonst fahren zu viele Leute?

Man sollte kein Überangebot bewerben, das man nicht liefern kann.

Im Flexpreis mit BC50 doch bei allen Orten, wo es das gibt (oder?). Wo ist das Problem?


Erstens gilt das City-Ticket tatsächlich in erster Linie in "Citys". Das heißt, wenn ich mit dem Regionalbus irgendwohin muss, brauche ich ein separates Ticket.

Wenn ich mit dem Regionalbus irgendwohin muss, dann vermutlich zum Regionalbahnhof und nicht zum Hbf Berlin oder Frankfurt ... und das Zugticket gilt ja nunmal bis zum Regionalbahnhof. Das ist, denke ich, schon einigermaßen gut gelöst. Die 'last Mile' muss aber hinzuzubuchen sein, das stimmt schon.

Zweitens beschränken sich die Bereiche meistens auf die Stadtzone, -wabe oder was auch immer, obwohl der ÖPNV vieler Städte auch über die Grenze geht, weil die Stadt mit ihren Vororten verwachsen ist

"meistens" ist sehr relativ und möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter diskutieren, weil ich dafür die Cityticketliste genaustens angucken müsse. Ich habe mit dem CItyticket sehr positive Erfahrungen gemacht, deutschlandweit. Ansonsten bringe ich hier wieder das obige Regionalbahnhof-Argument.


Drittens gibt es kein City-Ticket bei kurzen Strecken (unter 100 km).

Das ist vielleicht ein Punkt, der noch beachtenswert wäre. Aber da geht es glaub ich schon ins Gesetz und wird damit noch komplizierter...

Damit funktioniert aber keine Auslastungssteuerung.


Soll sie auch nicht.

Doch.

Die Bahn soll fahren, wenn die Leute fahren wollen, nicht umgekehrt.

Okay, also lassen wir Freitags und Sonntags 100 Züge fahren, Sa, Di und Mi aber nur einen? Dazwischen findet sich auch eine passable Zahl.

Ist ein Zug übermäßig ausgelastet, muss er verstärkt oder ein zweiter Zug eingesetzt werden. Entsprechende Reserven von Fahrzeugen und bei der Infrastruktur sind vorzuhalten.

Also stimmst du mir im Endeffekt zu mit Fahrzeugen und Infrastruktur. Fein. :)

Ja, das kostet alles Geld. Aber der Autobahn-, Straßen- und Parkplatzbau und die Instandhaltung auch, und da gilt es einfach als Infrastruktur, die man halt haben muss. Ich will dasselbe auch für die Bahn erreichen.

Da kommen wir auf einen Nenner! :-) ich hab irgendwo aufgeschnappt, dass in den nächsten Jahren sogar mehr Geld in die Schiene als in die Straßen fließen soll, zumindest vom Bund ... leider weiß ich nicht mehr, wo das stand oder wie haltbar das war. Vielleicht liest Henrik ja noch mit und bringt das ein, er konnte ja immer sehr gut mit Zahlen.

Flexpreis ist zu teuer

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 13:13 (vor 1881 Tagen) @ Paladin

Und die Kosten des Betriebs werden dann wie gedeckt?

Wie werden die Kosten von Straßenbau und -unterhaltung gedeckt?

Der öffentliche Verkehr muss Tür-zu-Tür ein attraktives Angebot sein, nicht nur Hbf zu Hbf und Geld ist eben auch nicht alles.

Richtig, dazu gehört:
- Dichter Takt
- Hohe Reisegeschwindigkeit
- Flexibles Reisen
- Günstiger Preis
und zwar bundes-, perspektivisch europaweit.

Man sollte kein Überangebot bewerben, das man nicht liefern kann.

Das Problem ist, dass mit den derzeitigen Fahrgastzahlen jedes Bauprojekt mit "fährt ja eh kaum wer" abgebügelt werden kann. (Das verstehen übrigens auch viele Städte nicht, die einen teuren ÖPNV mit unattraktiven Takten und Linienführungen haben und das damit rechtfertigen, dass er kaum genutzt wird. Woran das wohl liegen könnte?)

Wenn ich mit dem Regionalbus irgendwohin muss, dann vermutlich zum Regionalbahnhof und nicht zum Hbf Berlin oder Frankfurt ... und das Zugticket gilt ja nunmal bis zum Regionalbahnhof.

Es geht mir um die durchgängige Bepreisbarkeit und durchgängige Fahrgastrechte von jeder Haltestelle zu jeder anderen Haltestelle. Ein großes Problem ist zum Beispiel auch, dass ein Anschlussverlust Regionalbus zu Regionalbahn auf deine Kappe geht, auch wenn dadurch der gebuchte ICE weg ist. Da können die Leute im Forum hier noch so oft "selber schuld!" schreiben, ein attraktives Angebot ist das trotzdem nicht.

Okay, also lassen wir Freitags und Sonntags 100 Züge fahren, Sa, Di und Mi aber nur einen?

Nein. Es würde schon ein dichter Grundtakt mit Verstärkern zu den absoluten Stoßzeiten reichen.

Flexpreis ist zu teuer

ICE920, München, Donnerstag, 04.02.2021, 19:16 (vor 1880 Tagen) @ Paladin

Uff. Wieso soll ich a.s 2. Klasse-Fahrer die BC75 der 1. Klasse mitfinanzieren?

Inwiefern würde eine 2. Klasse die 1. Klasse mitfinanzieren? Kannst du bitte erklären, wieso eine 1. Klassebahncard mehr kosten muss als die für eine 2. Klasse?

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[image]

Flexpreis ist zu teuer

Hansjörg, Donnerstag, 04.02.2021, 19:19 (vor 1880 Tagen) @ ICE920

Uff. Wieso soll ich a.s 2. Klasse-Fahrer die BC75 der 1. Klasse mitfinanzieren?


Inwiefern würde eine 2. Klasse die 1. Klasse mitfinanzieren? Kannst du bitte erklären, wieso eine 1. Klassebahncard mehr kosten muss als die für eine 2. Klasse?

Weil sie auch mehr Euro spart.

Flexpreis ist zu teuer

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 20:18 (vor 1880 Tagen) @ Hansjörg

Mit der Logik müsste die Bahncard mehr kosten, wenn man mehr fährt. Das ist aber genau das Gegenteil vom Zweck der Bahncard.

Flexpreis ist zu teuer

ICE920, München, Samstag, 06.02.2021, 00:56 (vor 1879 Tagen) @ Hansjörg

Könntest du das näher ausführen?

Wenn ich einen 1. Klasse Sparpreis zu 100 Euro kaufen möchte, dann spare ich mit der BC 25 Euro. Handelt es sich um einen Sparpreis 2. Klasse zu 100 Euro, spare ich komischerweise auch 25 Euro. Wo spare ich mit der 1. Klasse Variante mehr Geld ein?

Interessante Frage der Gerechtigkeit!

GUM, Donnerstag, 04.02.2021, 10:37 (vor 1881 Tagen) @ Reservierungszettel

Wenn du es nicht selbstverschuldet zu spät am Bahnhof bist bekommst du den Zugbindung Aufgehoben Stempel und gut.

Bist du schuld kannst du dein Ticket in Ablage P geben - ist doch nur gerecht oder?

Das ist eine interessante Fragestellung, Reservierungszettel.

Persönlich befürworte ich das frühere Verfahren des Aufzahlens auf den Normalpreis plus x Euro. - > Aufpreis Sparpreis

Gibt unterschiedliche Gründe:
1. Ungerechtigkeit des Schadensersatzes. Komme ich als Kunde auch nur 2 Minuten zu spät, soll alles Geld weg sein? Hat die Bahn eine Ankunftsverspätung von 45 Minuten bekomme ich gar nichts.
2. Wertschätzung für Geld. Ohne einen ersichtlichen Grund eine 100%-ige Vertragsstrafe durch Nichtanrechnung auf eine spätere Fahrmöglichkeit zu erheben ist gerade bei selbst erarbeitetem Geld nicht zu verstehen.
Denke mal an den Familien- oder Freundeskreis-Ausflug, bei dem dann gleich mehrere Personen voll neu bezahlen müssen. Wie soll das dann im neuen Verfahren aussehen?
Verpasst beispielsweise zu Dritt
Den ICE Stuttgart->München.

Da beträgt der Flexpreis 1. Klasse knapp 277 Euro, als Fahrpreisnacherhebung 554 Euro?

Wirklich?

Liebe Grüße

GUM

--
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Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Interessante Frage der Gerechtigkeit! - Eigentlich nicht.

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 04.02.2021, 10:45 (vor 1881 Tagen) @ GUM

Hi GUM,

zur Bedeutungserklärung von Gerechtigkeit aus dem Duden:

Gerechtigkeit, die

(1) das Gerechtsein; Prinzip eines staatlichen oder gesellschaftlichen Verhaltens, das jedem gleichermaßen sein Recht gewährt

(2) etwas, was als gerecht (2) angesehen wird

gerecht

1. dem geltenden Recht entsprechend, gemäß; nach bestehenden Gesetzen handelnd, urteilend

2. dem [allgemeinen] Empfinden von Gerechtigkeit, Wertmaßstäben entsprechend, gemäß; begründet, gerechtfertigt

(u.a.)

Die Frage ist, wäre der Sachverhalt begründet/gerechtfertigt?

Gibt unterschiedliche Gründe:
1. Ungerechtigkeit des Schadensersatzes. Komme ich als Kunde auch nur 2 Minuten zu spät, soll alles Geld weg sein? Hat die Bahn eine Ankunftsverspätung von 45 Minuten bekomme ich gar nichts.

Das kommt auf das Ticket an. Beim Flexpreis kann man einfach den nächsten Zug nehmen. Beim Sparpreis erkauft man sich den günstigeren Preis mit Unflexibilität - also ja, dann ist das Geld eben weg.

2. Wertschätzung für Geld. Ohne einen ersichtlichen Grund eine 100%-ige Vertragsstrafe durch Nichtanrechnung auf eine spätere Fahrmöglichkeit zu erheben ist gerade bei selbst erarbeitetem Geld nicht zu verstehen.

Der reduzierte Preis des Sparpreises gegenüber des Flexpreises erkauft man sich halt mit Bedingungen - der Zugbindung.

Denke mal an den Familien- oder Freundeskreis-Ausflug, bei dem dann gleich mehrere Personen voll neu bezahlen müssen. Wie soll das dann im neuen Verfahren aussehen?
Verpasst beispielsweise zu Dritt
Den ICE Stuttgart->München.

Da beträgt der Flexpreis 1. Klasse knapp 277 Euro, als Fahrpreisnacherhebung 554 Euro?

In dem Fall kann man doch einfach den nächsten Zug nehmen ohne FN. Wo ist das Problem?

Interessante Frage der Gerechtigkeit!

gnampf, Donnerstag, 04.02.2021, 11:06 (vor 1881 Tagen) @ GUM

1. Ungerechtigkeit des Schadensersatzes. Komme ich als Kunde auch nur 2 Minuten zu spät, soll alles Geld weg sein? Hat die Bahn eine Ankunftsverspätung von 45 Minuten bekomme ich gar nichts.

So ist das Leben, kommst du zu spät zum Theater hast du ggf. auch Pech gehabt und mußt für die nächste Vorstellung ein komplett neues Ticket kaufen. Die Bedingungen sind ja im Vorfeld bekannt.

2. Wertschätzung für Geld. Ohne einen ersichtlichen Grund eine 100%-ige Vertragsstrafe durch Nichtanrechnung auf eine spätere Fahrmöglichkeit zu erheben ist gerade bei selbst erarbeitetem Geld nicht zu verstehen.

Vertragsstrafe? Das ist keine Vertragsstrafe. Die Leistung wurde erbracht oder wäre erbracht worden. Halt da, wo sie gebucht wurde.

Denke mal an den Familien- oder Freundeskreis-Ausflug, bei dem dann gleich mehrere Personen voll neu bezahlen müssen. Wie soll das dann im neuen Verfahren aussehen?
Verpasst beispielsweise zu Dritt
Den ICE Stuttgart->München.

Da beträgt der Flexpreis 1. Klasse knapp 277 Euro, als Fahrpreisnacherhebung 554 Euro?

also haben 3 Leute gepennt, wollen dann noch unbedingt 1. Klasse fahren und sind zu faul einen neuen Sparpreis zu buchen sondern wollen gefälligst alles im Zug erledigen obwohl sie ja dank ihrer eigenen Verspätung jetzt Zeit hätten wirs RZ / Automaten / ...? Da soll man dann Mitleid haben oder Verständnis?

Wirklich?

Definitiv.

Lohnsumme und Freiheit sind zwei der wesentlichen Argumente

gnampf, Mittwoch, 03.02.2021, 11:43 (vor 1882 Tagen) @ GUM

Wieviel Lohnsumme in Prozent oder Euro bewege ich pro Fahrkartenkauf?

und wie Antwort der meisten wird lauten: so wenig wie möglich, denn das muß ich ja alles zahlen.

Zahle ich die teilweise hohen Preise eines Full-Service Unternehmens und bekomme ich dann neben einem freundlichen Willkommen auch einen Service am Platz (Intercity?) und kann angstfrei reisen.

Was hat das Ticket denn mit dem Sicherheitsgefühl zu tun? Nur weil ich ein Ticket bei einer Zubine im Zug kaufen kann fühle ich mich nicht sicherer, und bin es auch nicht.

Das heißt: Habe ich einen echten Eisenbahner, der mir bei Änderung der Reise auch die Tarifdifferenz berechnet ohne dass das Ungewöhnlich wäre. Was ist mit Sparpreisen?

Wenn er denn genug Erfahrung hat um das ganze überhaupt korrekt zu berechnen. Da hört man ja auch des öfteren diverse Geschichten, von "fahren sie einfach, ich hab keinen Plan was ich machen soll" bis zu "das kostet sie ihr Haus".

Oder stehe ich bei Änderungswünschen gleich als Schwarzfahrer da?

Wenn deine Änderungswünsche erst im Zug aufkommen und du sie dann einfach auslebst: ggf. ja, aber das geht nicht klar aus der Meldung hervor. Wenn du sie vor Abfahrt hast gibt es ja Wege sie legal umzusetzen.

Wo ist der Vorteil, wenn statt einem echten Schaffner nur noch eine reduziert bezahlte Kraft durchgeht und die Selbstbedienungs-Check Ins prueft?

Einen Zugbegleiter machen durchaus andere Sachen aus als der Verkauf von Fahrkarten. Zum Verkaufen von Fahrkarten benötigt er nämlich gerade keine betriebliche Ausbildung. Und Tarifkenntnis braucht er auch zum Kontrollieren von TIckets, nicht nur für den Verkauf. Ändert sich in der Hinsicht also nichts an der Qualifikation der MA.

Der zweite Teil ist noch schwieriger: Was habe ich davon, wenn anonymes Reisen mehr und mehr als abwegig gilt und der Ticketkauf möglichst nur noch mit Deinem persönlichen Peilsender möglich ist?
Darüber denken die Digital Naives meist nicht nach.

Nun, wenn du im Zug anonym kaufen willst darfst du das aber nicht mit deiner geliebten American Express Karte machen, sondern mußt Bar ein ggf. paar Hundert Euro mitschleifen. Und die darf dann der Zugbegleiter danach mit sich rumtragen, plus natürlich Wechselgeld. Damit macht er sich dann selbst als Ziel krimineller Personen attraktiv. Ist es so schlecht wenn beim Zugbegleiter kein Geld mehr zu klauen ist?
Anonymer Kauf ist beim Automaten und am Schalter ja weiterhin problemlos möglich.

Jubelorgien sind deshalb fehl am Platz, weil die Zahl der Personenstunden per Zug sinkt und langfristig auch der Stundensatz.

Warum sollte das so sein? Die Leute sind immer noch genauso lange auf dem Zug, geht gar nicht anders. Aber sie haben so ggf. gerade in schwierigen Situationen mehr Zeit sich um die Reisenden zu kümmern... und das bei höheren Einnahmen weil alle Reisenden auch in schwierigen Situationen bereits in Ticket haben.

Und jeder Kundenkontakt auch die Markenbindung stärkt. Kostenreduzierung alleine setzt eine Abwärtsspirale in Gang.

Nicht kosten reduziert sondern Einnahmen erhöht und Risiko reduziert. Und mehr Zeit sich um die Kunden zu kümmern.

Lohnsumme und Freiheit sind zwei der wesentlichen Argumente

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.02.2021, 00:02 (vor 1881 Tagen) @ GUM


Das heißt: Habe ich einen echten Eisenbahner, der mir bei Änderung der Reise auch die Tarifdifferenz berechnet ohne dass das Ungewöhnlich wäre. Was ist mit Sparpreisen?

Oder stehe ich bei Änderungswünschen gleich als Schwarzfahrer da?

Was verstehst du darunter?

Meine Meinung: Ein echter Eisenbahner kann alles was mit dem Thema Zug zu tun hat und kennt sich auch an vielen Bahnhöfen aus, das ist bei den heutigen Zub meist nicht mehr der Fall.

In diesem zusammenhang gibt es nämlich dinge mit denen der Zub heute gar nichts mehr zu tun hat und haben soll, ein Eisenbahner früher schon...


Wo ist der Vorteil, wenn statt einem echten Schaffner nur noch eine reduziert bezahlte Kraft durchgeht und die Selbstbedienungs-Check Ins prueft?

Der Vorteil ist das kosten reduziert werden.


Der zweite Teil ist noch schwieriger: Was habe ich davon, wenn anonymes Reisen mehr und mehr als abwegig gilt und der Ticketkauf möglichst nur noch mit Deinem persönlichen Peilsender möglich ist?

Darüber denken die Digital Naives meist nicht nach.

Jubelorgien sind deshalb fehl am Platz, weil die Zahl der Personenstunden per Zug sinkt und langfristig auch der Stundensatz.

Und jeder Kundenkontakt auch die Markenbindung stärkt. Kostenreduzierung alleine setzt eine Abwärtsspirale in Gang.

Viellicht möchte die DB das gar nicht, wozu braucht man 5 Zub wenn es auch zwei schaffen?

Bahn plant Bordverkauf von Tickets iab 2022 abzuschaffen

gnampf, Mittwoch, 03.02.2021, 11:17 (vor 1882 Tagen) @ GibmirZucker

naja, es macht die Sache auf jeden Fall einheitlicher (warum kann ich im FV ein Ticket kaufen, aber im NV meist nicht?), zum anderen klarer: wer kein Ticket hat ist Schwarzfahrer und kann nicht auf die Idee kommen mal zu warten ob denn wohl eine Kontrolle erfolgt und ob die ggf. erst 3 Stationen später passiert und man sich somit Fahrtstrecke oder das ganze Ticket sparen kann. Ab jetzt droht dann eben kein Bordpreisaufschlag mehr sondern der doppelte Flexpreis.

Manche Fahrkarten nicht am Automaten/Handy erhältlich!

Bahngenießer, Dienstag, 02.02.2021, 20:19 (vor 1882 Tagen) @ GreenLine

Einige Fahrkarten sind am Automaten (teils auch am Handy) nicht erhältlich, z. B.
- Produktübergang (z. B. von IC/EC nach ICE)
- Wagenklassenübergang (von 2. in 1. Klasse)
- Umwegkarte (z. B. Köln - Frankfurt über Schnellstrecke statt Bonn-Koblenz)
- Anschlusskarte (wenn Automat keine Karte zum Zielbahnhof verkaufen konnte)

Und welchen Vertriebsweg (Reisezentrum, Automat, Handy, PC, Telefon, Zug) der Kunde nutzt, sollte er eigentlich selbst entscheiden.
Wenn eine Warenhauskette entscheidet, dass die Kunden alle mit Kreditkarte bezahlen und online bestellen sollen, muss sie sich nicht wundern, wenn die anderen Kunden sich teilweise vom Unternehmen abwenden.
Natürlich ist es logisch, dass die Preise bei den einzelnen Vertriebswegen unterschiedlich hoch sind, aber gerade DB Fernverkehr sollte Vorbildfunktion zeigen und den Bogen nicht überspannen.

Manche Fahrkarten nicht am Automaten/Handy erhältlich!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 02.02.2021, 20:38 (vor 1882 Tagen) @ Bahngenießer

Ich finde den Vergleich "Fahrkarte im Voraus kaufen" mit "Warenhauskette bietet nur noch Kreditkartenzahlung" unpassend. Wie wäre es mit "Warenhauskette bietet keinen Kauf auf Rechnung" mehr an? Das trifft's glaub ich besser ...

Ich finde jedenfalls nicht, dass DB Fernverkehr "den Bogen überspannt". Man könnte halt noch 'ne 2-Jahreskulanz einführen, wenn kein Ticket vorher gelöst wurde. In diesen 2 Jahren wird dann halt nur der Flexpreis berechnet statt einer FN ... und nach diesen 2 Jahren hat sich das eh erledigt.

Manche Fahrkarten nicht am Automaten/Handy erhältlich!

GibmirZucker, Dienstag, 02.02.2021, 21:05 (vor 1882 Tagen) @ Paladin

Der Vergleich wäre eher: das Restaurant (für die Jungen unter uns: Restaurant war in Zeiten vor den Pandemien, wo Menschen aus unterschiedlichen Haushalten essen konnten) serviert nur nach Vorauszahlung. Gibt es schon? Ja, Fastfood Ketten mit zweifelhaften kulinarischen Ruf! Merke: es gehört zum Luxus, sich an den Tisch zu setzen und in Ruhe danach zu zahlen. Warum verweigert die Bahn diesen Luxus? Gerade da Bord-Flexpreise Luxus sind. Wer bereit ist, für einen Service zu zahlen, soll ihn auch bekommen.

Manche Fahrkarten nicht am Automaten/Handy erhältlich!

Stephan.B, Köln, Dienstag, 02.02.2021, 23:00 (vor 1882 Tagen) @ Bahngenießer

Einige Fahrkarten sind
derzeit
am Automaten (teils auch am Handy) nicht erhältlich


Weiß jemand, wie das für 2022 geplant ist?

fragt

--
Stephan

Manche Fahrkarten nicht am Automaten/Handy erhältlich!

gnampf, Mittwoch, 03.02.2021, 11:26 (vor 1882 Tagen) @ Bahngenießer

Einige Fahrkarten sind am Automaten (teils auch am Handy) nicht erhältlich, z. B.
- Produktübergang (z. B. von IC/EC nach ICE)
- Wagenklassenübergang (von 2. in 1. Klasse)
- Umwegkarte (z. B. Köln - Frankfurt über Schnellstrecke statt Bonn-Koblenz)
- Anschlusskarte (wenn Automat keine Karte zum Zielbahnhof verkaufen konnte)

Ist im NV aber ja auch schon das gleiche Thema (auch wenn da Produktübergang nicht interessiert). Und wer weiß, womöglich wird im FV dann auch nicht der ganze Verkauf eingeschränkt (dann gäbe es ja bei Automatendefekt auch keine Fahrkarte) sondern nur der Verkauf des "normalen" Programms.

Und welchen Vertriebsweg (Reisezentrum, Automat, Handy, PC, Telefon, Zug) der Kunde nutzt, sollte er eigentlich selbst entscheiden.

Darf er ja auch, er darf frei zwischen den angebotenen Vertriebswegen entscheiden. Aber er kann natürlich nicht vorgeben was angeboten werden soll, sonst hätte ich gerne den persönlichen Fahrkartenverkauf durch eine hübsche junge Vertreterin an der Haustür.

Wenn eine Warenhauskette entscheidet, dass die Kunden alle mit Kreditkarte bezahlen und online bestellen sollen, muss sie sich nicht wundern, wenn die anderen Kunden sich teilweise vom Unternehmen abwenden.

Wenn die Warenhauskette die einzige ist bei der man dieses Produkt erwerben kann und man das unbedingt haben will, dann wird man sich drauf einlassen oder ohne leben müssen. Durch die Einstellung des Bordverkaufs vom FV wird die Bahn aber sicherlich nicht viele Einnahmen verlieren, womöglich sogar die Einnahmen noch erhöhen wenn weniger beim Ticketkauf betrogen werden kann.

Natürlich ist es logisch, dass die Preise bei den einzelnen Vertriebswegen unterschiedlich hoch sind, aber gerade DB Fernverkehr sollte Vorbildfunktion zeigen und den Bogen nicht überspannen.

weil? Im Gegensatz zum NV leisten sie ja nichtmals direkt eine Grundversorgung. Wenn könnte man sowas in meinen Augen also eher im NV fordern.

Produktübergang soll doch eh abgeschafft werden

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 03.02.2021, 11:47 (vor 1882 Tagen) @ Bahngenießer

Es gab hier oder bei DSO mal eine Diskussion, dass die DB den Produktübergang abschaffen will und man für eine Fahrt im ICE wieder eine neue Fahrkarte benötigt.

Allerdings ist mir nicht klar, ob das nur zwischen NV und FV oder auch zwischen B-Tarif (IC/EC) und A-Tarif (ICE) gelten soll.

Wie lange haben A-Tarif und B-Tarif überhaupt noch Bestand?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 03.02.2021, 11:54 (vor 1882 Tagen) @ ICETreffErfurt

Allerdings ist mir nicht klar, ob das nur zwischen NV und FV oder auch zwischen B-Tarif (IC/EC) und A-Tarif (ICE) gelten soll.

Ich denke nicht, dass es diese Unterscheidung zwischen A-Tarif und B-Tarif noch lange geben wird. Dann sind wir einem einheitlichen Tarif wenigstens einen Schritt näher ...

Der B-Tarif ist eigentlich nur noch in Verbünden interessant

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 03.02.2021, 12:06 (vor 1882 Tagen) @ Paladin

Dank des B-Tarifes kann man auf Fahrstrecken innerhalb von Verkehrsverbünden durch Nutzung der Bahncard50 noch eine günstigere Fahrkarte erwerben.
Betrifft mich seit diesem Jahr zwischen Eisenach und Erfurt ja nun auch, da hier in der RB20 jetzt ausschließlich nur noch der VMT-Tarif verkauft wird und nicht mehr der C-Tarif. Außer natürlich man kauft bereits ab Eisenach West. Aber das kann sich ja irgendwann auch noch ändern.

Historisch hat sich der A-Tarif ja nur entwickelt, weil der B-Tarif wie der C-Tarif noch ein rein tarifkilometerbasierter Tarif war, während man für die ICE als besondere und exklusive Zuggattung schon von Beginn an relationsbasierte Fahrpreise eingeführt hatte. Erst mit der Tarifreform von 2003/2004 hat man das auch beim B-Tarif und teilweise auch C-Tarif geändert. Es gab ja bis 2003 auch einen festen IC-Zuschlag, der immer gleich war.
Der ICE-Aufpreis war hingegen nicht fest sondern immer abhängig von der Fahrstrecke, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Bitte korrigiert mich, wenn ich da was falsches sage. Ansonsten hätte man einfach festen Aufpreis zwischen IC und ICE verlangen können.

Jetzt wo es kein IC-Netz mehr gibt und die IC eigentlich nur noch die Ränder der Netze bedienen, mit Ausnahme von Nürnberg–Karlsruhe und Dresden–Hannover–Köln, braucht man den B-Tarif eigentlich nicht mehr. Die Preise sind ja eh relationsgebunden, egal welche Zuggattung fährt. Die Sparpreise sind auch gleich, nur das auf IC-Linien es auch Kontingente der kleinsten Preisstufen von weniger als 20 Euro gibt, die auf ICE-Linien normalerweise nicht angeboten werden.

Ich wäre für einen Einheitstarif im Fernverkehr, der allerdings nicht dazu führen sollte, dass die Randlinien viel teurer werden. Man sollte sich hier wohl auf der halben Strecke zwischen A und B irgendwo treffen.

Noch weiter gehen

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.02.2021, 00:16 (vor 1881 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Reservierungszettel, Donnerstag, 04.02.2021, 00:16

Ich wäre für einen Einheitstarif im Fernverkehr, der allerdings nicht dazu führen sollte, dass die Randlinien viel teurer werden. Man sollte sich hier wohl auf der halben Strecke zwischen A und B irgendwo treffen.

Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und nur noch einen Tarif für jede Strecke einführen wie in manchen Nachbarländern.

Du gibst dein Ziel ein und bekommst ein Ticket für alle Züge der Stecke, die wichtigsten via Bahnhöfe/Strecken sind Ausgeschrieben und nicht verschlüsselt aufgeführt.

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

sflori, Dienstag, 02.02.2021, 20:22 (vor 1882 Tagen) @ GreenLine

Welche Motivation gibt es noch, Fahrkarten beim Schaffner zu kaufen? Mir fällt nur der Last-Minute-Kunde ein, der es nicht mehr zum Automat oder zum Schalter schafft. Und für solche Zwecke gibts dann noch das Smartphone.

Daher frage ich mich, wer denn bislang den hohen Aufpreis in Kauf genommen hat und beim Schaffner den Bordpreis gezahlt hat. Ich sehe da eine geringe Zielgruppe.

Auf der anderen Seite hingegen besteht aufgrund des Wegfalls die Verpflichtung, künftig einen Fahrschein vor Fahrtbeginn zu lösen. Fahrgäste, die bislang nicht nachgelöst haben, müssen künftig einen Fahrschien kaufen und bringen der Bahn zusätzliches Geld.

Daher halte ich den Plan für gelungen.


Bye. Flo.

Früher gab es mit der BC50(F) ein BC100(F) Einseteigegefühl

Hansjörg, Mittwoch, 03.02.2021, 09:11 (vor 1882 Tagen) @ sflori

Welche Motivation gibt es noch, Fahrkarten beim Schaffner zu kaufen? Mir fällt nur der Last-Minute-Kunde ein, der es nicht mehr zum Automat oder zum Schalter schafft. Und für solche Zwecke gibts dann noch das Smartphone.

Exakt, zumindest bis soweit mir bekannt zwei Minuten vor Abfahrt. Aber man kann ja im Flexpreis auch einfahc die nächste VErbindung buchen.

Daher frage ich mich, wer denn bislang den hohen Aufpreis in Kauf genommen hat und beim Schaffner den Bordpreis gezahlt hat. Ich sehe da eine geringe Zielgruppe.

Habe ich bisher nur, dafür aber regelmäßig in der 1.Klasse zwischen Mannheim und Stuttgart erlebt.

Auf der anderen Seite hingegen besteht aufgrund des Wegfalls die Verpflichtung, künftig einen Fahrschein vor Fahrtbeginn zu lösen. Fahrgäste, die bislang nicht nachgelöst haben, müssen künftig einen Fahrschien kaufen und bringen der Bahn zusätzliches Geld.

Meiner Meinung war der Kauf im Zug nur zu der Zeit sinnvoll als es mit der BC50(F) noch möglich war im Zug ohne Bordaufschlag zu zahlen. Da hatte man quasi ein BC100(F) Einseteigegefühl.

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

markman, Mittwoch, 03.02.2021, 09:37 (vor 1882 Tagen) @ sflori

Welche Motivation gibt es noch, Fahrkarten beim Schaffner zu kaufen? Mir fällt nur der Last-Minute-Kunde ein, der es nicht mehr zum Automat oder zum Schalter schafft. Und für solche Zwecke gibts dann noch das Smartphone.


mir fallen da eine Menge Menschen ein, die umsonst fahren wollten, z.B. Hannover-Göttingen und darauf hoffen, dass die Kontrolle nicht kommt, sprich: die potentiellen Schwarzfahrer,

Gruß,
Markman

Das Problem ist die Zeitbegrenzung laut AGB / BB.

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 03.02.2021, 11:55 (vor 1882 Tagen) @ sflori

Man kann nach Abfahrt eines Zuges im DB Navigator keine Fahrkarte mehr für diesen Zug erwerben. Irgendwo in den AGB / BB steht auch, dass die Fahrkarte bis spätestens 2 oder 3 Minuten vor Abfahrt des Zuges erworben sein muss, damit sie noch gültig ist.
Bei Verbundfahrkarten im Nahverkehr gibt es sogar eine herunterlaufende Countdown-Uhr in der jeweiligen App.

Ich hatte das Problem auch schon. Ich war auf Erhebungsfahrt und wollte mit dem ICE zurück fahren statt die im Dienstplan eingetragene Gastfahrt mit Abellio zu nutzen.
Nun kommt die RB20 in Leipzig quasi unmittelbar vor Abfahrt der ICE11 an.

Ich bin auf einem kulanten ZuB im ICE getroffen, der mir 5 Minuten Zeit gegeben hat mir im DB Navigator eine ICE-Fahrkarte zu ziehen und ist dann noch ein zweites mal zu mir gekommen und hat dann die Fahrkarte eingescannt. Ansonsten hätte ich doof da gestanden.

Ich habe aber auch oft genug erlebt, dass ich vom Zugpersonal des Fernverkehr kostenlos mitgenommen wurde, wenn ich mich als Erheber für Abellio ausgewiesen habe. Aber in der Anfangszeit habe ich immer zur Sicherheit eine Fahrkarte gezogen.

Ich würde der DB also raten, diese Zeitbegrenzung zu ändern, wenn der Fahrkartenkauf im Zug durch das Personal abgeschafft werden soll. Man sollte den Kunden nach Abfahrt des noch 5 Minuten Zeit geben mit dem eigenen Smartphone ein Online-Ticket zu ziehen. Erst danach sollte man FN / EBE ausstellen, wenn jemand länger wartet.

Das Problem ist die Zeitbegrenzung laut AGB / BB.

Sportdiesel612, Mittwoch, 03.02.2021, 12:37 (vor 1882 Tagen) @ ICETreffErfurt

Man kann nach Abfahrt eines Zuges im DB Navigator keine Fahrkarte mehr für diesen Zug erwerben. Irgendwo in den AGB / BB steht auch, dass die Fahrkarte bis spätestens 2 oder 3 Minuten vor Abfahrt des Zuges erworben sein muss, damit sie noch gültig ist.

Wie sieht es mit dem Automaten und Online aus? Bei DSO hat jemand geschrieben "Fahrkarten am Automaten oder in der App gibt es nur bis 5 Minuten vor Planabfahrt!"

Das kann lustig werden, wenn mal wieder alles mehr als 60 Minuten Verzögerung hat.

Davon abgesehen habe ich in den letzten 10 Jahren vielleicht einmal im Fernverkehrszug gelöst, das ist für mich nur eine theoretische Einschränkung.

Im Nahverkehr kann ich mich an zwei Fälle erinnern. Bauernticket in Austria gekauft zur Fahrt nach Franken, aber Fahrradkarte erst im Zug hinter Passau gekauft. In Austria git es keine am Automaten und in Passau war die Umstiegszeit zu kurz.

Beim anderen Fall fuhr ein Zug anders als im Aushangfahrplan angezeigt etwas eher ab, also Kaufvorgang abgebrochen und rein in den Zug.

OT: Eisenbahnerfamilie ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 04.02.2021, 16:05 (vor 1880 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hey.

Ich habe aber auch oft genug erlebt, dass ich vom Zugpersonal des Fernverkehr kostenlos mitgenommen wurde, wenn ich mich als Erheber für Abellio ausgewiesen habe.

Ja, da gilt die 'Eisenbahnerfamilie' noch was ... ;-).

Auch wenn wir ja genau genommen gar nicht dazu gehören.

Erzähl's hier nur nicht so laut. Denn wenn das die richtigen wieder mitlesen ... Und wir wollen hier außerdem ja keinem auf den Keks gehen!


Schöne Grüße von jörg

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

mrhuss, FKON, Mittwoch, 03.02.2021, 17:35 (vor 1881 Tagen) @ sflori

Welche Motivation gibt es noch, Fahrkarten beim Schaffner zu kaufen?

Spontaner Klassenwechsel, wenn die 2. voll ist. Dann kauf ich sogar mit BC100 eine Fahrkarte beim Schaffner.

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Re 8/12, Winterthur, Mittwoch, 03.02.2021, 22:20 (vor 1881 Tagen) @ sflori

Aber es haben eben nicht alle ein Smartphone!

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weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.02.2021, 00:17 (vor 1881 Tagen) @ Re 8/12

Es gibt an allen Fernbahnhöfen Automaten.

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Re 8/12, Winterthur, Donnerstag, 04.02.2021, 00:36 (vor 1881 Tagen) @ Reservierungszettel

Klar, aber wenn das DAS entscheidende Argument wäre, wäre der Hinweis auf das Smartphone ja ohnehin überflüssig. Siehe oben:

Welche Motivation gibt es noch, Fahrkarten beim Schaffner zu kaufen? Mir fällt nur der Last-Minute-Kunde ein, der es nicht mehr zum Automat oder zum Schalter schafft. Und für solche Zwecke gibts dann noch das Smartphone.

Ich habe eingewendet, dass eben nicht alle ein Smartphone haben. Und auch wenn man keins hat, kann man in Situationen geraten, wo der Automat einem auch nicht weiterhilft. Sei es, dass er defekt ist, sei es, dass man schlicht die Zeit dafür nicht mehr hat, oder dass man sie zwar noch hätte, aber einem die oben erwähnte Zeitbegrenzung dazwischenkommt. Und dann gibt es last but least auch Leute, die mit den Touchscreen-Automaten einfach nicht klarkommen.

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weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 08:12 (vor 1881 Tagen) @ Re 8/12

Man muss nicht auf jede Marotte Rücksicht nehmen. Ich kenne genug Rentner, die Smartphones, Tablets und Laptops haben und kein Problem mit Automaten haben. Wir müssen nicht als Gesellschaft in den 80ern stehenbleiben, nur weil manche Leute geistig in den 80ern stehengeblieben sind.

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Re 8/12, Winterthur, Sonntag, 14.02.2021, 01:45 (vor 1871 Tagen) @ Ösi

Ich kenne genug Rentner, die Smartphones, Tablets und Laptops haben und kein Problem mit Automaten haben.

Weil es welche gibt (meist 65-85), die das hinkriegen, müssen alle anderen (inkl. 95+) auch?

Wir müssen nicht als Gesellschaft in den 80ern stehenbleiben, nur weil manche Leute geistig in den 80ern stehengeblieben sind.

Dass man zahlende Kundschaft mit solcher Schnoddrigkeit abkanzeln zu dürfen glaubt, kündigt tatsächlich ganz neue Zeiten an.

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weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Ösi, Sonntag, 14.02.2021, 14:12 (vor 1870 Tagen) @ Re 8/12

Weil es welche gibt (meist 65-85), die das hinkriegen, müssen alle anderen (inkl. 95+) auch?

Ja, natürlich. Wer alleine mit dem Zug fahren kann, sollte das auch hinkriegen. Wer bereits stark dement ist, schafft das natürlich nicht, wäre aber auch nicht mehr in der Lage, sich beim Ein-, Um- und Aussteigen zurechtzufinden.

Dass man zahlende Kundschaft mit solcher Schnoddrigkeit abkanzeln zu dürfen glaubt, kündigt tatsächlich ganz neue Zeiten an.

Rentner sind nicht meine zahlende Kundschaft. Übrigens verlangen auch Taxifahrer, dass man sich ins Auto und nicht in die Pferdedroschke setzt, Supermärkte wollen Euro und nicht Reichs-, Deutsche oder nur Mark, und wenn man dann doch eine Fahrkarte gekauft hat, hat man auch kein Anrecht auf einen Zug gebildet aus 01 + Schürzenwagen.

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Re 8/12, Winterthur, Sonntag, 14.02.2021, 18:15 (vor 1870 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von Re 8/12, Sonntag, 14.02.2021, 18:15

Ja, natürlich. Wer alleine mit dem Zug fahren kann, sollte das auch hinkriegen. Wer bereits stark dement ist, schafft das natürlich nicht, wäre aber auch nicht mehr in der Lage, sich beim Ein-, Um- und Aussteigen zurechtzufinden.

Und was ist mit Leuten, die vielleicht leicht 'dement' sind oder einfach von ihrem Jahrgang her die Digitalisierung nicht mitbekommen haben? Die können sich nämlich sehr wohl beim Einsteigen etc. orientieren, haben aber trotzdem Mühe mit der Bedienungslogik heutiger Fahkartenautomaten - mal ganz abgesehen von den zeitweise mehr schlecht als recht funktionierenden Touchscreens.


Rentner sind nicht meine zahlende Kundschaft.

Wie meinst du jetzt das? Die zahlen mit gutem Geld wie jeder andere.

Übrigens verlangen auch Taxifahrer, dass man sich ins Auto und nicht in die Pferdedroschke setzt, Supermärkte wollen Euro und nicht Reichs-, Deutsche oder nur Mark, und wenn man dann doch eine Fahrkarte gekauft hat, hat man auch kein Anrecht auf einen Zug gebildet aus 01 + Schürzenwagen.

Mit solchen Bemerkungen legst du nur deine zutiefst diskriminierende und altenfeindliche Einstellung offen. Das sind immerhin die Generationen, die den Wohlstand aufgebaut haben, den wir heute für selbstverständlich nehmen.

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weiterer Schritt in Richtung Zukunft

Ösi, Sonntag, 14.02.2021, 18:25 (vor 1870 Tagen) @ Re 8/12

Und was ist mit Leuten, die vielleicht leicht 'dement' sind oder einfach von ihrem Jahrgang her die Digitalisierung nicht mitbekommen haben? Die können sich nämlich sehr wohl beim Einsteigen etc. orientieren, haben aber trotzdem Mühe mit der Bedienungslogik heutiger Fahkartenautomaten - mal ganz abgesehen von den zeitweise mehr schlecht als recht funktionierenden Touchscreens.

Die hatten jetzt mehrere Jahrzehnte Zeit, sich darauf einzustellen.

Wie meinst du jetzt das? Die zahlen mit gutem Geld wie jeder andere.

Ja, aber nicht an mich bzw. mein Unternehmen, da du von meiner zahlenden Kundschaft gesprochen hast.

Mit solchen Bemerkungen legst du nur deine zutiefst diskriminierende und altenfeindliche Einstellung offen. Das sind immerhin die Generationen, die den Wohlstand aufgebaut haben, den wir heute für selbstverständlich nehmen.

Zu diesen Generationen gehören aber auch Leute, die beispielsweise in die Nazi-Mord- und Kriegsmaschinerie verstrickt waren, oder in der DDR das Regime gestützt haben, oder, da du aus der Schweiz kommst, die dafür gesorgt haben, dass jahrzehntelang das Wahlrecht der Hälfte der Schweizer nicht gewährt wurde.

Vielleicht sollte man die Leute einzeln aufgrund ihrer Person betrachten statt aufgrund ihrer Generation?

weiterer Schritt in Richtung Zukunft

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 04.02.2021, 10:20 (vor 1881 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 04.02.2021, 10:20

Das sollte kein Problem sein. Bei den ÖBB kann auch ein Telefonjoker weiterhelfen. Und wenn kein funktionsfähiger Automat zur Verfügung steht, sollte es meines Wissens nach mit entsprechendem Nachweis auch im Regionalverkehr möglich sein, Fahrkarten zu kaufen. Ansonsten eben schauen, dass man im Reisezentrum was kriegt.

Empfehlenswert ist, eben zeitig aufzutauchen. Meistens hatte man vorher Zeit, am Computer ein Ticket zu kaufen und auszudrucken. Just sayin'

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

In CH schon länger. Ist effizienter

Alphorn (CH), Mittwoch, 03.02.2021, 16:12 (vor 1881 Tagen) @ GreenLine
bearbeitet von Alphorn (CH), Mittwoch, 03.02.2021, 16:12

Klar ist das ein gewisser Komfortverlust, aber mit Handytickets kein grosses Ding mehr.

Dem steht ein erheblicher Effizienzgewinn gegenüber. Ticketverkäufe im Zug brauchen viel Zeit und daher eher mehr Personal. Und ein Reisender ohne Ticket, welcher auf einer Teilstrecke nicht kontrolliert wurde, reist gratis. Künftig geht das nur noch, wenn man eine Nacherhebung riskieren will.

Auch wird neu möglich, die Tickets nur noch stichprobenhaft zu kontrollieren - so wie im Nahverkehr. Eingespartes Personal bedeutet billigere Tickets. Persönlich bevorzuge ich das Nahverkehrs-Modell, da werde ich nur sehr selten durch Ticketkontrollen belästigt.

In CH schon länger. Ist effizienter

heinz11, Mittwoch, 03.02.2021, 16:29 (vor 1881 Tagen) @ Alphorn (CH)

...
Auch wird neu möglich, die Tickets nur noch stichprobenhaft zu kontrollieren - so wie im Nahverkehr. Eingespartes Personal bedeutet billigere Tickets.


Das mit den billigeren Tickets glaubst Du doch wohl selbst nicht, oder glaubst Du noch an den Klapperstorch?

In CH schon länger. Ist effizienter

611 040, Erfurt, Mittwoch, 03.02.2021, 17:31 (vor 1881 Tagen) @ Alphorn (CH)

FV und NV sind aber 2 verschiedene Paar Schuhe.

Im FV haben wir meist lange Distanzen mit langen Halteabständen. Dort ist jeder Zug mit 2 oder mehr Zugpersonalen besetzt, was ja auch im Sinne des Service gewünscht ist. Zp ist ja nicht nur zum kontrolieren, sondern eben gerade auch zur Auskunft da.
Da wäre dein Gedanke eher eine "Servicewüste".
Außerdem werden im FV eh meist alle Fahrgäste kontrolliert (durch viel Personal auf langen Abständen) sodass die Möglichkeit des Schwarzfahrens sehr gering ist. (Mal von Abschnitten wie im Ruhrgebiet abgesehen)

Im NV hingegen ist pro Zug oft nur ein ZuB unterwegs (in neuen Verträgen wie hier im NeitechNetz sogar einer pro VT) viele Züge fahren auch komplett unbegleitet. Aus Servicegründen ist das vertretbar da ja viele Pendler und Ortskundige keine Auskunft benötigen. Da aber dort auch die Hst.-Abstände gering sind ist hier, selbst bei einem ZuB im Zug und "cleverer" Wagenwahl die Möglichkeit hoch schwarz zu fahren. Dagegeb muss natürlich etwas unternommen werden. Und zwar in Form der 60€, die Schwarzfahren oft auch bei einer Kontrolle nur bei einer von 5 Fahrten nicht "wirtschaftlich sinnvoll" machen.
Im FV hingegen könnte es ja angesichts der höheren Ticketpreise durchaus lukrativ erscheinen. Deshalb muss dort die Pauschale entweder noch höher sein 150-200€ oder aber der doppelte Fahrpreis (wie ja theoretisch auch im NV wenn über 60€) fällig sein.
Sonst könnte man ja nach dem Motto:
"Gibt keinen günstigen Sparpreis Hamburg- München mehr, egal setze ich mich halt so in den ICE, 100€ FN ist ja immerhin billiger als Flexpreis.

Grüße 611 040

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Aua

Höllentalbahn, Mittwoch, 03.02.2021, 18:52 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

EBE kostet das doppelte des Fahrpreises, mindestens aber 60€...
Müsstest du doch eigentlich wissen, nachdem du neulich eine Fahrpreisbacherhebung kassiert hast

Aua

611 040, Erfurt, Mittwoch, 03.02.2021, 19:53 (vor 1881 Tagen) @ Höllentalbahn

Ja natürlich... das hab ich ja auch geschrieben. Es ging aber ja um die neuen Regeln im FV. Im NV werden in der Praxis ja immer die 60€ fällig, selbst wenn man Erfurt - Aachen bspw fährt. Wobei die EBE Quittung siw. auch nur bis Zielbahnhof des erwischten Zuges gilt. (Hab ich im Zug noch nie bekommen daher kann ich nichts dazu sagen)

Grüße
611 040

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

In CH schon länger. Ist effizienter

gnampf, Donnerstag, 04.02.2021, 09:21 (vor 1881 Tagen) @ 611 040

FV und NV sind aber 2 verschiedene Paar Schuhe.

Leistungserschleichung bleibt Leistungserschleichung

Im FV haben wir meist lange Distanzen mit langen Halteabständen. Dort ist jeder Zug mit 2 oder mehr Zugpersonalen besetzt, was ja auch im Sinne des Service gewünscht ist. Zp ist ja nicht nur zum kontrolieren, sondern eben gerade auch zur Auskunft da.

Ich bezweifel mal das man das aus Servicegründen so macht...

Außerdem werden im FV eh meist alle Fahrgäste kontrolliert (durch viel Personal auf langen Abständen) sodass die Möglichkeit des Schwarzfahrens sehr gering ist. (Mal von Abschnitten wie im Ruhrgebiet abgesehen)

Und deswegen kann man manchmal von Würzburg bis Hannover fahren ohne je kontrolliert zu werden? Trotz mehrfacher Wechsel auf der Strecke. Und ohne das man sich "verstecken" müsste... es kommt einfach niemand. Von den Tricks bei "jemand zugestiegen" nicht zu reagieren ganz abgesehen.

Im NV hingegen ist pro Zug oft nur ein ZuB unterwegs (in neuen Verträgen wie hier im NeitechNetz sogar einer pro VT) viele Züge fahren auch komplett unbegleitet.

Einer pro Triebwagen ist aber (ggf.) mehr als einer pro Zug ;-)

Aus Servicegründen ist das vertretbar da ja viele Pendler und Ortskundige keine Auskunft benötigen.

Nicht wirklich. Solange alles nach Plan läuft braucht auch im FV kaum einer eine Auskunft. Und Oma Erna die das erste Mal seit 50 Jahren mit der Bahn fährt wird wohl im NV genauso hilflos unterwegs sein wie im nachfolgenden FV-Zug. Und im Störungsfall macht es dann auch keine Unterschied ob ich gerade im NV oder FV sitze. Erstrecht wo zu einer FV-Fahrt vielfach auch ein NV-Teil gehört.

Da aber dort auch die Hst.-Abstände gering sind ist hier, selbst bei einem ZuB im Zug und "cleverer" Wagenwahl die Möglichkeit hoch schwarz zu fahren. Dagegeb muss natürlich etwas unternommen werden. Und zwar in Form der 60€, die Schwarzfahren oft auch bei einer Kontrolle nur bei einer von 5 Fahrten nicht "wirtschaftlich sinnvoll" machen.

Wenn es wirtschaftlich wäre würde man halt mehr Kontrollpersonal durchlaufen lassen. Dann rutschen auch weniger durch. Nur im NV reden wir halt von ganz anderen Ticketbeträgen als im FV... da muß ich im NV ja schon einige Fahrten ohne Ticket unterwegs sein um auf den gleichen gesparten Betrag wie bei einer FV-Fahrt zu kommen.

Im FV hingegen könnte es ja angesichts der höheren Ticketpreise durchaus lukrativ erscheinen. Deshalb muss dort die Pauschale entweder noch höher sein 150-200€ oder aber der doppelte Fahrpreis (wie ja theoretisch auch im NV wenn über 60€) fällig sein.

Warum sollte die Pauschale höher sein? Die Pauschale gibt es ja nur damit es bei Kurzstrecken nicht lächerlich wird. Ob die Kurzstrecke dann im NV oder FV gefahren wurde ist doch Wurst.

Sonst könnte man ja nach dem Motto:
"Gibt keinen günstigen Sparpreis Hamburg- München mehr, egal setze ich mich halt so in den ICE, 100€ FN ist ja immerhin billiger als Flexpreis.

Wenn du immer doppelten Flexpreis, min. aber 60 Euro zahlen mußt, wie soll es dann billiger sein als der Flexpreis? Ich glaub da hast du irgendwas nicht verstanden. Klar, mag manchen geben der so denkt wie du: 60 Euro ist ja billiger als der Flexpreis. Da wird dann halt bei der ersten Kontrolle die böse Überraschung kommen, wenn es nicht 60 Euro sondern der doppelte Flexpreis werden.

Bist Du Dir sicher?

GUM, Mittwoch, 03.02.2021, 21:15 (vor 1881 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 03.02.2021, 21:16

Auch wird neu möglich, die Tickets nur noch stichprobenhaft zu kontrollieren - so wie im Nahverkehr. Eingespartes Personal bedeutet billigere Tickets. Persönlich bevorzuge ich das Nahverkehrs-Modell, da werde ich nur sehr selten durch Ticketkontrollen belästigt.

Hallo Alphorn (CH),

offen gesprochen finde ich diesen Beitrag nicht sehr realitätsnah. Meist gehen diese Effizienzsteigerungen zu Lasten der Mitarbeiter. Kostenersparnisse werden normalerweise nicht an die Kunden weitergegeben.

Sh. auch Selbstbedienungs-Kassen im Supermarkt. Nach seen Einführung sind weder Edeka noch Rewe günstiger geworden.

Liebe Grüße

GUM

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Bist Du Dir sicher?

Aphex Twin, Donnerstag, 04.02.2021, 13:05 (vor 1881 Tagen) @ GUM

offen gesprochen finde ich diesen Beitrag nicht sehr realitätsnah. Meist gehen diese Effizienzsteigerungen zu Lasten der Mitarbeiter. Kostenersparnisse werden normalerweise nicht an die Kunden weitergegeben.

Sh. auch Selbstbedienungs-Kassen im Supermarkt. Nach seen Einführung sind weder Edeka noch Rewe günstiger geworden.

Preise ergeben sich aus einem Wechselspiel zwischen dem was der Kunde bereit ist zu zahlen und welche Marge der Anbieter erzielen will. Je nachdem wie groß der (Preis)Wettbewerb in einer Branche ist werden Effizienzgewinne über Preissenkungen an den Kunden weitergegeben oder zur Erhöhung der Marge benutzt.

Die Realität ist natürlich viel komplexer. Meistens wird es wohl eine Kombination von beiden sein. Das Wichtigste hier ist aber dass sich ständig eine große Anzahl von Parametern ändert. Als ganz einfaches Beispiel gibt es zum einen tarifliche Lohnsteigerungen und zum anderen Effizienzsteigerungen die sich gegenseitig aufheben können und sich damit am Ende weder die Preise noch die Gewinne des Unternehmens ändern.

Die relevante Frage ist wieviel ‘Macht’ die verschiedenen Parteien haben: Kunden, Mitarbeiter, Unternehmenseigentümer, usw.. Im Lebensmitteleinzelhandel haben Kunden vergleichsweise viel Macht da ein starker Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern herrscht. Im öffentlichen Verkehr ist dies fast umgekehrt, was aber dadurch kompensiert wird dass die Kunden als Wähler im Umweg über die Politik Einfluss auf die Entscheidungen der Eigentümer gaben.

Gibt schlimmeres

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 04.02.2021, 10:30 (vor 1881 Tagen) @ GreenLine

Der Bordverkehr wurde mit gesalzenen Bordpreisen bereits extrem unattraktiv gemacht. Manche dürften jetzt erst drauf kommen, dass dieser überhaupt bisher möglich war. Wer kein Handy hat, kann es sich im Reisezentrum oder beim Automaten kaufen, bei Fehlen von beidem kann man wie im Regionalverkehr einfach einsteigen und aufpreisfrei das Ticket kaufen. Man sollte sich die Automatennummern notieren.

Der Vorteil wird nicht sein, dass man Personal spart, sondern, dass es rascher durch den Zug kommt und man so den Service besser gestalten kann.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Gibt schlimmeres

GibmirZucker, Donnerstag, 04.02.2021, 10:47 (vor 1881 Tagen) @ J-C

Der Vorteil wird nicht sein, dass man Personal spart, sondern, dass es rascher durch den Zug kommt und man so den Service besser gestalten kann.

Da der Verkauf an Bord eine Randerscheinung ist, verzögert das nicht grossartig die Abläufe. Aber die Wahrnehmung des Personals kann sich grundsätzlich andern. Der Zugbegleiter stellt dann nicht mehr auf Wunsch eine Fahrkarte zu einem frei gewählten Ziel aus, sondern fungiert mehr als Polizist, der einen Strafzettel ausstellt und dabei die Personalien aufnimmt. Obwohl es nur eine kleine Minderheit betrifft, die Wahrnehmung kann sich dadurch schnell ändern.

Gibt schlimmeres

gnampf, Donnerstag, 04.02.2021, 11:10 (vor 1881 Tagen) @ GibmirZucker

Da der Verkauf an Bord eine Randerscheinung ist, verzögert das nicht grossartig die Abläufe. Aber die Wahrnehmung des Personals kann sich grundsätzlich andern. Der Zugbegleiter stellt dann nicht mehr auf Wunsch eine Fahrkarte zu einem frei gewählten Ziel aus, sondern fungiert mehr als Polizist, der einen Strafzettel ausstellt und dabei die Personalien aufnimmt. Obwohl es nur eine kleine Minderheit betrifft, die Wahrnehmung kann sich dadurch schnell ändern.

Stimmt, die Wahrnehmung könnte sich verändern... da fahren nicht mehr irgendwelche Typen einfach ohne Ticket rum und lösen dann einfach für eine deutlich kürzere als die gefahrene Strecke was im Zug, während ich viel Geld für meins ausgegeben hab. Endlich hat das Personal eine Handhabe dagegen vorzugehen und muß das ganze nicht auch noch zähneknirschend unterstützen.

Wie du schon sagst ist das eine Randerscheinung... der "Schaden" wenn man es nicht mehr anbietet ist also auch marginal. In meinen Augen überwiegen sogar die positiven Merkmale, da das ganze eben auch einen ziemlichen Graubereich eleminiert.

Kein Bordverkauf 2022 - dafür bis 10min nach Abfahrt online

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 09.02.2021, 15:10 (vor 1875 Tagen) @ GreenLine

Hallo zusammen,

damit werden einige Argumente aus diesem Thread entkräftet:

Nach der Umstellung zum 1. Januar 2022 können Fahrgäste bis 10 Minuten nach Abfahrt eine Fahrkarte per App oder Website buchen (kein Bordzuschlag). Damit ist es auch weiter möglich, spontan zu reisen... ;-)

Quelle: ZEIT online

Umsetzung wird spannend

Bremer, Bremen, Dienstag, 09.02.2021, 15:14 (vor 1875 Tagen) @ Paladin

Die Umsetzung wird spannend...

Was ist, wenn der Zugbegleiter früher als 10 Minuten kontrolliert? Darf man dann sagen: Ich buche innerhalb der nächsten 5 Minuten selbst, oder muss sofort gebucht werden?

Was ist, wenn man auf einer Strecke mit großen Funklöchern ist? Oder gibt es sowas 2022 nicht mehr?

Umsetzung wird spannend

EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 09.02.2021, 15:23 (vor 1875 Tagen) @ Bremer

Die Umsetzung wird spannend...

Was ist, wenn man auf einer Strecke mit großen Funklöchern ist? Oder gibt es sowas 2022 nicht mehr?

Da fährt dann kein Fernverkehr mehr!

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Umsetzung wird spannend

Sportdiesel612, Dienstag, 09.02.2021, 18:48 (vor 1875 Tagen) @ EK-Wagendienst

Die Umsetzung wird spannend...

Was ist, wenn man auf einer Strecke mit großen Funklöchern ist? Oder gibt es sowas 2022 nicht mehr?


Da fährt dann kein Fernverkehr mehr!

Genau, auf dem Abschnitt fährt der ICE nur als Ersatz-RE (fliegender Wechsel) und schon muss Fahrgast ein Ticket haben.

Probleme sind viele denkbar: Funkloch, Providerausfall, Repeater im Zug defekt, Akku leer, nach 9 Minuten Herzinfarkt, Zertifikate abgelaufen, ... aber was soll das? Das sind alles seltene Ausnahmen und sind kein Grund gegen das neue Verfahren. Mir ist mal ein Papierfahrschein in die Lüftungsgitter am Fenster gefallen. Ein Smartphone passt da nicht rein.

Umsetzung wird spannend

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.02.2021, 19:35 (vor 1875 Tagen) @ Sportdiesel612

Man sollte nach dem Einsteigen schon beim Buchen der Fahrkarte sein, wenn man sich eingerichtet hat. Beim Kauf im Zug musste man der Regelung nach ja selbst zum Zub gehen und das ASAP.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Umsetzung wird spannend

bahnfahrerofr., Donnerstag, 11.02.2021, 08:34 (vor 1874 Tagen) @ J-C

Beim Kauf im Zug musste man der Regelung nach ja selbst zum Zub gehen und das ASAP.

Das gilt soweit ich weiß nicht bei DB FV, sondern bei einigen EVU im Nahverkehr.

und was ist von Jan bis Ende März 22?

Nordy, Dienstag, 09.02.2021, 17:33 (vor 1875 Tagen) @ Bremer

Denke nicht von April sondern bis April 22 sollte es heissen, oder?

Kein Bordverkauf 2022 - dafür bis 10min nach Abfahrt online

ICE619, München, Dienstag, 09.02.2021, 15:19 (vor 1875 Tagen) @ Paladin

Hallo zusammen,

damit werden einige Argumente aus diesem Thread entkräftet:

Nach der Umstellung zum 1. Januar 2022 können Fahrgäste bis 10 Minuten nach Abfahrt eine Fahrkarte per App oder Website buchen (kein Bordzuschlag). Damit ist es auch weiter möglich, spontan zu reisen... ;-)

Quelle: ZEIT online

Die Argumente, die aber wirklich wichtig wärn und die DB zum umdenken bringen müsste - entfallen dadurch nicht.

z.B.?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 09.02.2021, 15:34 (vor 1875 Tagen) @ ICE619

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