ZM: Fahrgastzahlen im Fernverkehr sinken wieder (Allgemeines Forum)

Henrik, Sonntag, 25.10.2020, 11:35 (vor 1989 Tagen)

Fahrgastzahlen im Fernverkehr sinken wieder

Immer mehr Menschen verzichten angesichts steigender Corona-Zahlen auf Reisen mit der Bahn. Laut einem Bericht beträgt die Auslastung im Fernverkehr nur noch 30 Prozent.
25. Oktober 2020, 10:51 Uhr

Angesichts steigender Infektionszahlen und neuer politischer Gegenmaßnahmen in der Corona-Krise verzichten wieder mehr Menschen auf Fernreisen mit der Bahn. "Seit Anfang Oktober registrieren wir eine zunehmende Verunsicherung unserer Kunden im Fernverkehr", teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Besonders betroffen seien Geschäftsreisen sowie längerfristige Buchungen. Das Verkehrsaufkommen im Regionalverkehr hingegen sei stabil geblieben.

Einem Bericht der Welt am Sonntag unter Berufung auf Konzernkreise zufolge beträgt die Auslastung im Fernverkehr derzeit nur 30 Prozent mit fallender Tendenz.

Im Frühjahr, als bundesweit erhebliche Reise- und Ausgehbeschränkungen galten, war die Nachfrage bei der Deutschen Bahn teilweise zum Erliegen gekommen. Dennoch hielt der bundeseigene Konzern einen Großteil des eigenen Angebots aufrecht. Mit den Lockerungen im Sommer stieg auch die Nachfrage wieder. Zwischenzeitlich lag das Verkehrsaufkommen im Fernverkehr dem Sprecher zufolge wieder bei rund 75 Prozent des vor der Corona-Pandemie üblichen Niveaus.

[...]

https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-10/corona-krise-deutsche-bahn-fernverkehr-fahrgaest...

Nicht weiter verwunderlich

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 25.10.2020, 11:42 (vor 1989 Tagen) @ Henrik

Moin

Bei den Zahlen, die wir täglich hören und die tagtäglich neue Spitzen erreichen, bleibt ein Grossteil eben zu Hause oder fährt mit dem Auto.
Auch die noch strittige, nicht einheitlich geregelte Frage für Urlaubs Übernachtungen schreckt viele von geplanten Fahrten sicher ab.
Das wird sich auch bis min Jahresende nicht bessern.

--
Gruß
Uwe

? Warum keinen 2 Stunden Takt Fernverkehr bis Ende Januar

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 12:00 (vor 1989 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Liebe Community,

ich frage mich, warum die Bahn im Fernverkehr nicht auf einen 2 Stunden Takt beispielsweise bis Ende Januar umstellt?

Dieser China Virus scheint hartnäckiger als gedacht oder die Tests zeigen sehr viele falsch Positive an. Kann ich nicht beurteilen.

In beiden Fällen sollte die Bahn handeln. Und im Fernverkehr auf einen 2 Stunden-Takt umstellen. Die gesparten Gelder kann sie auf dem steinigen Weg der Erholung sehr gut gebrauchen.

Liebe Grüße

GUM

--
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Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Das wäre im März sinnvoll gewesen

GreenLine, Sonntag, 25.10.2020, 12:08 (vor 1989 Tagen) @ GUM

- kein Text -

Eine weitgehende Betriebseinstellung ist unumgänglich.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.10.2020, 12:41 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Huhu.

Das ist doch ein Witz: Merkel sagt 'zuhause bleiben' und die DB wirbt munter mit Sparpreisen und Urlaub in Deutschland. Dass passt vorne und hinten nicht zusammen.

Insofern ist eine weitgehende Betriebseinstellung mindestens bis Ostern 2021 geboten.

Ich schrieb es anderswo schon: wenn schon Zug und ÖPNV, dann nur mit Berechtigungsschein der Behörde. Sämtliche Fahrkartenverkäufe werden eingestellt. Alle Tickets und sonstigen Berechtigungen sind ab sofort ungültig. Anhand der genehmigten Fahrten kann der Bedarf an Bus und Bahn ermittelt werden.


Für Flieger und Pkw muss es natürlich ähnlich geregelt sein. Außer Frankfurt werden alle Flughäfen geschlossen. Fliegen wie oben erwähnt nur mit Genehmigung zulässig.

Beim Pkw ist für jeden das Führen eines Fahrtenbuches Pflicht. Dabei muss die Notwendigkeit jeder Fahrt begründet und nachgewiesen werden. Tankstellen haben nur begrenzte Öffnungszeiten und dürfen nur begrenzte Mengen Kraftstoff verkaufen.

Ohne all das (und noch viel mehr) ist das Gerede von Ortstreue nur dummes Gesabbel.


Schöne Grüße von jörg

Eine weitgehende Betriebseinstellung ist unumgänglich.

Bahngenießer, Sonntag, 25.10.2020, 15:10 (vor 1989 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

Das ist doch ein Witz: Merkel sagt 'zuhause bleiben' und die DB wirbt munter mit Sparpreisen und Urlaub in Deutschland. Dass passt vorne und hinten nicht zusammen.

Insofern ist eine weitgehende Betriebseinstellung mindestens bis Ostern 2021 geboten.

Ich schrieb es anderswo schon: wenn schon Zug und ÖPNV, dann nur mit Berechtigungsschein der Behörde. Sämtliche Fahrkartenverkäufe werden eingestellt. Alle Tickets und sonstigen Berechtigungen sind ab sofort ungültig. Anhand der genehmigten Fahrten kann der Bedarf an Bus und Bahn ermittelt werden.


Für Flieger und Pkw muss es natürlich ähnlich geregelt sein. Außer Frankfurt werden alle Flughäfen geschlossen. Fliegen wie oben erwähnt nur mit Genehmigung zulässig.

Beim Pkw ist für jeden das Führen eines Fahrtenbuches Pflicht. Dabei muss die Notwendigkeit jeder Fahrt begründet und nachgewiesen werden. Tankstellen haben nur begrenzte Öffnungszeiten und dürfen nur begrenzte Mengen Kraftstoff verkaufen.

Ohne all das (und noch viel mehr) ist das Gerede von Ortstreue nur dummes Gesabbel.


Schöne Grüße von jörg

Das wäre die logische Konsequenz!

Alleine fehlt es an Personal für die vielen Genehmigungsanträge.

Daher würde ich bei einer weiteren Verschärfung der Infektionslage eher eine nächtliche Ausgangssperre (für Bürger ohne triftigen Grund) befürworten, in Risikogebieten vielleicht auch allgemein ein Verbot, sich ohne triftigen Grund mehr als x km vom Wohnort zu entfernen. Aber da kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.

Und die wären?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 25.10.2020, 15:18 (vor 1989 Tagen) @ Bahngenießer

Daher würde ich bei einer weiteren Verschärfung der Infektionslage eher eine nächtliche Ausgangssperre (für Bürger ohne triftigen Grund) befürworten, in Risikogebieten vielleicht auch allgemein ein Verbot, sich ohne triftigen Grund mehr als x km vom Wohnort zu entfernen. Aber da kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.

Hallo

das Ruhrgebiert ist Risikogebiet. Meine Eltern wohnen aber knapp 400km entfernt und sind nicht eine Risikogebiet. Jedoch bedürfen sie Unterstützung nach einem nicht einfachen Jahr bisher. Wäre das ein triftiger Grund? Oder wäre das außerhalb deiner Gründe.

Klar kann man da unterschiedlicher Meinung sein, aber wenn du sowas in den Raum stellst, wäre eine Debattengrundlage (-> triftiger Grund) schon hilfreich.

--
Gruß
Uwe

"Triftiger Grund" ist keine juristisch fassbare Vorgabe

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 19:09 (vor 1988 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Das müsste ein Gericht in jedem Einzelfall entscheiden, ob ein "triftiger Grund" vorgelegen hat oder nicht.

Dieses Szenario ist in D eher unwahrscheinlich.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 19:08 (vor 1988 Tagen) @ Bahngenießer

Daher würde ich bei einer weiteren Verschärfung der Infektionslage eher eine nächtliche Ausgangssperre (für Bürger ohne triftigen Grund) befürworten, in Risikogebieten vielleicht auch allgemein ein Verbot, sich ohne triftigen Grund mehr als x km vom Wohnort zu entfernen. Aber da kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.

Es gibt keine juristische Definition von "triftiger Grund". Und das Grundgesetz hält nur sehr wenig Spielraum bei der Beschränkung von Freiheitsrechten bereit.

Ich würde mal sagen, ein solches Szenario würde an der deutschen Bürokratie scheitern. Außerdem gibt es in keiner größeren Stadt genügend Polizeikräfte und Ordnungsbeamte, um ein solch umfassendes Verbot effektiv durchsetzen zu können.

Davon abgesehen macht eine Ausgangssperre, welche eine Uhrzeitvorgabe hat, keinen Sinn. Ob ich mich nun 12 Uhr mittags mit jemanden treffe oder um 2 Uhr nachts, das Ansteckungsrisiko ist das gleiche.

Sowas kann man mal für 2-3 Wochen machen und räumlich begrenzt für Großstädte und Ballungsgebiete aber nicht fürs gesamte Land und für längere Zeiträume.

Dieses Szenario ist in D eher unwahrscheinlich.

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 20:11 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt


Es gibt keine juristische Definition von "triftiger Grund". Und das Grundgesetz hält nur sehr wenig Spielraum bei der Beschränkung von Freiheitsrechten bereit.

An sich auch gut so, aber natürlich können "Sonderverordnungen" festgelegt werden - aber natürlich nur unter demokratischer Zustimmung des Parlaments. Beim Kriegsrecht ist man zum Glück noch nicht angekommen.


Ich würde mal sagen, ein solches Szenario würde an der deutschen Bürokratie scheitern. Außerdem gibt es in keiner größeren Stadt genügend Polizeikräfte und Ordnungsbeamte, um ein solch umfassendes Verbot effektiv durchsetzen zu können.

Das stimmt, aber oft reicht eine teilweise Dutchsetzung als Symbolik schon aus. In Deutschland aber eher nicht, dafür ist der Strafrahmen zu gering.


Davon abgesehen macht eine Ausgangssperre, welche eine Uhrzeitvorgabe hat, keinen Sinn. Ob ich mich nun 12 Uhr mittags mit jemanden treffe oder um 2 Uhr nachts, das Ansteckungsrisiko ist das gleiche.

Im Prinzip gehts dabei eher darum, Menschenansammlungen zu den beliebten Feierstunden am Abend zu verhindern. Ist aber natürlich keinesfalls ein Allheilmitttel. Wer böses will kann trotzdem Menschensammlungen zu anderen Zeiten organisieren.


Sowas kann man mal für 2-3 Wochen machen und räumlich begrenzt für Großstädte und Ballungsgebiete aber nicht fürs gesamte Land und für längere Zeiträume.

Hat man hier in Israel ja fast 4 Wochen lang gemacht - mit begrenztem Erfolg. Anfangs hats noch halbwegs geklappt, aber irgendwann riß vielen halt der Geduldsfaden. Wer kann schon wochenlang fast nur zuhause sitzen?
In der letzten Woche des totalen Lockdowns gab es hier teils skurille Szenen, z.B. diverse Menschen am Strand. Als plötzlich die Polizei in den Strandabschnitt eintrat flüchteten alle Badegäste in komplett unterschiedliche Richtungen, damit die Polizei keine Chance hatte.
Erinnerte mich sehr stark an Szenen aus den Gendarm-von-St-Tropez-Filmen mit Louis de Funes.

Eine weitgehende Betriebseinstellung ist unumgänglich.

Münchner, Montag, 26.10.2020, 08:40 (vor 1988 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Münchner, Montag, 26.10.2020, 08:41

Huhu.

Das ist doch ein Witz: Merkel sagt 'zuhause bleiben' und die DB wirbt munter mit Sparpreisen und Urlaub in Deutschland. Dass passt vorne und hinten nicht zusammen.

Insofern ist eine weitgehende Betriebseinstellung mindestens bis Ostern 2021 geboten.

Ich schrieb es anderswo schon: wenn schon Zug und ÖPNV, dann nur mit Berechtigungsschein der Behörde. Sämtliche Fahrkartenverkäufe werden eingestellt. Alle Tickets und sonstigen Berechtigungen sind ab sofort ungültig. Anhand der genehmigten Fahrten kann der Bedarf an Bus und Bahn ermittelt werden.


Für Flieger und Pkw muss es natürlich ähnlich geregelt sein. Außer Frankfurt werden alle Flughäfen geschlossen. Fliegen wie oben erwähnt nur mit Genehmigung zulässig.

Beim Pkw ist für jeden das Führen eines Fahrtenbuches Pflicht. Dabei muss die Notwendigkeit jeder Fahrt begründet und nachgewiesen werden. Tankstellen haben nur begrenzte Öffnungszeiten und dürfen nur begrenzte Mengen Kraftstoff verkaufen.

Ohne all das (und noch viel mehr) ist das Gerede von Ortstreue nur dummes Gesabbel.

Am besten vor jede Haustüre einen Wachposten. Alternativ kann man ein Online-Formular schalten, wo jeder Bürger seine Nachbarn denunzieren kann, wenn er sie auf der Straße sieht. Damit das auch wirkt, kann man eine verpflichtende Quote einführen, wie viele Denunziationen jeder abzuliefern hat.

Bitte nochmal ins Wörterbuch gucken.

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.10.2020, 08:46 (vor 1988 Tagen) @ Münchner

Insbesondere, was Denunziation überhaupt ist.

--
Weg mit dem 4744!

Bitte nochmal ins Wörterbuch gucken.

Münchner, Montag, 26.10.2020, 09:09 (vor 1988 Tagen) @ JeDi

Insbesondere, was Denunziation überhaupt ist.

Das Wort ist schon bewusst so gewählt.

Erschreckend realitätsnah....

GUM, Mittwoch, 28.10.2020, 07:10 (vor 1986 Tagen) @ Münchner
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 28.10.2020, 07:11

Hallo Münchner,

danke für Deinen sehr gut gewürzten Beitrag. Vor einigen Wochen ging ein Formular durch die Medien (leider keine Satire oder Aufweck-Aktion).

Dort wurde zu dem von Dir dargestellten Verhalten aufgerufen:

Ordnungsamt Essen, Formular

Liebe Grüße

GUM

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Erschreckend... (Verlinkung)

GUM, Mittwoch, 28.10.2020, 07:39 (vor 1986 Tagen) @ GUM
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 28.10.2020, 07:40

Liebe Community,

Da fehlte wohl ein Doppelpunkt im Link. Entschuldigung für etwaige damit verbundene Unannehmlichkeiten.

Link zum Original-Formular der Stadt Essen

Liebe Grüße

GUM

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Sogar Verstöße im Speisewagen kannst du melden!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 28.10.2020, 15:07 (vor 1986 Tagen) @ GUM

Huhu.

Ergibt in ESSEN ja auch Sinn.

Wobei sich das Formular ja erstmal teilweise erledigt hat. Ab Montag ist ja alles wieder zu. Im Dezember dann wieder offen. Um im Januar wieder zu schließen. Usw usw ...


Schöne Grüße von jörg

Daumen runter für den mittleren Absatz

wachtberghöhle, Sonntag, 25.10.2020, 12:42 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Deine Frage ist eigentlich sinnvoll.
Der mittlere Absatz aber überflüssig und verhindert eine sachliche Auseinandersetzung mit der Idee.

Daumen runter für den mittleren Absatz

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 13:09 (vor 1989 Tagen) @ wachtberghöhle
bearbeitet von GUM, Sonntag, 25.10.2020, 13:10

Danke Wachtberghöhle,
liebe Community,

dann habe ich wohl schlecht formuliert. Und nehme die Kritik gerne an.

Wissenschaftler und Deutsche Bahn wissen fast nichts. Wie lange wird eine überstandene Erkrankung noch als aktiv angezeigt, wie lange werden Antikörper/Impfstoffe halten, gibt es frühere Coronaviren, die falsch positiv anzeigen? Sind die Anzeigeschwellen richtig?

Das lässt sich in Tausende offene Fragen teilen, die alle antworten: Unbekannt.

Und bis dahin sollte man den Fahrplan der traurigen Realität anpassen.

So war es gemeint.

Liebe Grüße

GUM

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Daumen runter für den mittleren Absatz

john-vogel, Sonntag, 25.10.2020, 14:26 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Wissenschaftler und Deutsche Bahn wissen fast nichts.

Eigentlich schon relativ viel.

Wie lange wird eine überstandene Erkrankung noch als aktiv angezeigt

Klassische PCR-Tests im Rachen-/Nasebereich sind nur für ein paar Tage während der Infektion positiv.

wie lange werden Antikörper/Impfstoffe halten

Sieht zur Zeit ganz gut aus, dass es länger halten wird.

Gibt es frühere Coronaviren, die falsch positiv anzeigen?

Nein. Positive PCR Tests werden immer noch ein zweites Mal durch das Gerät gejagt, wo dann auf eine andere Gensequenz getestet wird. Dadurch läuft die Anzahl von falsch positiven Tests effektiv gegen 0. Ob man beim Fund von SARS-CoV-2 Viren im Rachen des Getesteten auf eine Infektion mit COVID-19 schließen kann, steht zwar auf einem anderen Blatt, aber zur Zeit ist es das beste Testverfahren das wir nunmal haben.

Daumen runter für den mittleren Absatz

Giovanni, Sonntag, 25.10.2020, 14:59 (vor 1989 Tagen) @ john-vogel

Wissenschaftler und Deutsche Bahn wissen fast nichts.


Eigentlich schon relativ viel.

Trotzdem fehlt es noch an wirklich effektiven Behandlungsmethoden

Wie lange wird eine überstandene Erkrankung noch als aktiv angezeigt


Klassische PCR-Tests im Rachen-/Nasebereich sind nur für ein paar Tage während der Infektion positiv.

Korrekt.

Gibt es frühere Coronaviren, die falsch positiv anzeigen?


Nein. Positive PCR Tests werden immer noch ein zweites Mal durch das Gerät gejagt, wo dann auf eine andere Gensequenz getestet wird. Dadurch läuft die Anzahl von falsch positiven Tests effektiv gegen 0. Ob man beim Fund von SARS-CoV-2 Viren im Rachen des Getesteten auf eine Infektion mit COVID-19 schließen kann, steht zwar auf einem anderen Blatt, aber zur Zeit ist es das beste Testverfahren das wir nunmal haben.

PCR-Tests sind das präziseste System.
Angesichts von Laborkapazitäten und Bearbeitungszeiten könnten die Schnelltestverfahren trotz geringerer Genauigkeit womöglich einen größeren Beitrag zur Eindämmung leisten.
Positive Ergebnisse der Schnelltests werden weiterhin mittels PCR-Methode validiert.

Ein Fund im Rachen ohne Infektion ist wohl nur bei sehr geringen Virenkonzentrationen möglich.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Daumen runter für den mittleren Absatz

GibmirZucker, Sonntag, 25.10.2020, 17:26 (vor 1988 Tagen) @ Giovanni

PCR-Tests sind das präziseste System.

Ja, leider geistert seit Monaten an echten und virtuellen Stammtischen der Hoax rum, dass der PCR Test sehr viele falsch positive Resultate liefert.

Freundliche Ergänzung

GUM, Montag, 26.10.2020, 07:57 (vor 1988 Tagen) @ Giovanni

Wissenschaftler und Deutsche Bahn wissen fast nichts.


Eigentlich schon relativ viel.


Trotzdem fehlt es noch an wirklich effektiven Behandlungsmethoden

Wie lange wird eine überstandene Erkrankung noch als aktiv angezeigt


Klassische PCR-Tests im Rachen-/Nasebereich sind nur für ein paar Tage während der Infektion positiv.


Korrekt.

Problematisch ist halt, dass sich die Gesellschaft auf Methoden eines vergleichsweise kleinen, inzwischen umbenannten Labors verlassen muss.

Da tappen wir alle fast ziemlich im Dunkeln.

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? Warum keinen 2 Stunden Takt Fernverkehr bis Ende Januar

Altmann, Sonntag, 25.10.2020, 13:01 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Liebe Community,

ich frage mich, warum die Bahn im Fernverkehr nicht auf einen 2 Stunden Takt beispielsweise bis Ende Januar umstellt?

Nun ja, prinzipiell denkbar. Aber wenn man ein paar Umstiege eingeplant hat, und dann jedesmal ne Extra-Stunde am Bahnhof verbringt ... Da fährt man dann wohl lieber mit Auto ... Außerdem kämen wohl einige FGR-Zahlungen auf die DB zu, wenn die bereits gebuchten Fahrten platzen.


Dieser China Virus scheint hartnäckiger als gedacht oder die Tests zeigen sehr viele falsch Positive an. Kann ich nicht beurteilen.

Das glaub ich nicht, so wie ich auch andere Verschwörungstheorien eher nicht glaube. Ich glaub den offiziellen Zahlen.

Übrigens titeln heute unsere Zeitungen groß: "20.000 Infizierte in Österreich!" ... Okay, ist nicht lustig, aber ... Das sind 0,2% der Bevölkerung (hatte Merkel nicht von 70-80% gesprochen?).

? Warum keinen 2 Stunden Takt Fernverkehr bis Ende Januar

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 13:15 (vor 1989 Tagen) @ Altmann

Übrigens titeln heute unsere Zeitungen groß: "20.000 Infizierte in Österreich!" ... Okay, ist nicht lustig, aber ... Das sind 0,2% der Bevölkerung (hatte Merkel nicht von 70-80% gesprochen?).

Da stimme ich zu, wobei es wahrscheinlich um die Neu-Infizierten dieses Tages geht.

Problematisch ist auch, dass die Angabe der wieder Gesundeten fehlt.

Wahrscheinlich ist in der Freizeit zu Hause bleiben das Einzige was bei aktuellem Kenntnisstand übrig bleibt.

--
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? Warum keinen 2 Stunden Takt Fernverkehr bis Ende Januar

Altmann, Sonntag, 25.10.2020, 15:59 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Übrigens titeln heute unsere Zeitungen groß: "20.000 Infizierte in Österreich!" ... Okay, ist nicht lustig, aber ... Das sind 0,2% der Bevölkerung (hatte Merkel nicht von 70-80% gesprochen?).


Da stimme ich zu, wobei es wahrscheinlich um die Neu-Infizierten dieses Tages geht.

Nein, das sind die aktuell Infizierten (also okay, nicht die Gesamtzahl der Infizierten seit März, die liegt bei 80.000, also 0,9% der Bevölkerung).


Problematisch ist auch, dass die Angabe der wieder Gesundeten fehlt.

Deswegen eben "nur" 22.000 (nach Abzug der Genesenen).


Wahrscheinlich ist in der Freizeit zu Hause bleiben das Einzige was bei aktuellem Kenntnisstand übrig bleibt.

Das macht definitiv Sinn. Sowohl aus gesundheitlichen wie auch aus organisatorischen Gründen (Grenzen? Hotels? Flüge? Züge? ... Das macht echt keinen Spaß aktuell :-() ...

Danke & Zustimmung

GUM, Montag, 26.10.2020, 07:53 (vor 1988 Tagen) @ Altmann

Das macht definitiv Sinn. Sowohl aus gesundheitlichen wie auch aus organisatorischen Gründen (Grenzen? Hotels? Flüge? Züge? ... Das macht echt keinen Spaß aktuell :-() ...

Ja, das stimmt. Vorsichtig überwintern ist wohl angesagt...

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gemach, gemach, der Abschwung kommt ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.10.2020, 13:02 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Hey.

In beiden Fällen sollte die Bahn handeln. Und im Fernverkehr auf einen 2 Stunden-Takt umstellen. Die gesparten Gelder kann sie auf dem steinigen Weg der Erholung sehr gut gebrauchen.

Eine Erholung erleben erst wieder die nächsten Generationen. Ich erinnere an Merkels '70-Jahre-Theorie'. Die niedersächsische Landesregierung warnt schon vor einem 'harten Winter'; bei Kriegsrethorik sind wir schon. Im nächsten Jahr dürften wir 2stellige Millionenwerte an Arbeitslosen erwarten und den Zusammenbruch etlicher Branchen. Was natürlich zu Unruhen in der Bevölkerung führen wird. Dazu kommen die wirtschaftlichen Verwerfungen in anderen Gegenden dieser Erde, was neue, gewaltige Wanderungswellen zur Folge haben wird; das Ziel dürfte klar sein.

Kurzum: S 21 wird einer der überdimensioniertesten Bahnhöfe der Republik sein. Alles tot da unten. 20 Mio Arbeitslose brauchen keinen Zug. Unser kulturelles, soziales wirtschaftliches Wertesystem bricht zusammen.

Das alles ist aber normal und kein Grund, Nudeln oder Klopapier zu kaufen. Reicht für 15 Jahre sowieso nie. Alle Generationen vor uns haben Verwerfungen und Veränderungen erlebt - wir werden das auch. Der normale Lauf der Dinge. Deswegen kann man auch entspannt bleiben.

Es lohnt nur nicht, sich über Dinge wie den BVWP von 2030 z.B. Gedanken zu machen. Oder den ICE 1-LDV-Umlauf des Jahres 2022 zu ergründen. Nichts davon wird kommen wie geplant. Die nächsten Jahre wird es rein ums Überleben gehen.

Erst danach, nach dem Zusammenbruch, geht es wieder aufwärts. Dann wird auch wieder in 5 Jahren errichtet, was heute 20 dauert. Und Bahnlärm wird als positiv empfunden, weil er Aufschwung, Essen und Einkommen suggeriert.

Wir müssen also alt werden. Oder hinnehmen, dass wir die superschönen Zeiten früher im Leben hatten im Gegensatz zu den Generationen vor uns, bei denen es umgekehrt war.


Schöne Grüße von jörg

Danke & Grüße... bin sprachlos

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 14:22 (vor 1989 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

--
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Nachtrag.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.10.2020, 14:26 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Lieber GUM,

Du schreibst selbst: im Prinzip wissen wir nichts. Ich teile deine Einschätzung.

Kurzfristig und mittelfristig bleibt das Virus.

Warum dann willst du bspw. den Fahrplan nur bis Ende Januar beschneiden?

Oder wir spielen Jo-Jo. Zahlen runter. Lockern. Zahlen hich. Lockdown. Zahlen runter usw usw ... Auch nicht sinnig und rettet die Wirtschaft und unser Leben auch nicht.


Schöne Grüße von jörg

Nachtrag.

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 17:38 (vor 1988 Tagen) @ Der Blaschke

Lieber GUM,

Du schreibst selbst: im Prinzip wissen wir nichts. Ich teile deine Einschätzung.

Kurzfristig und mittelfristig bleibt das Virus.

Warum dann willst du bspw. den Fahrplan nur bis Ende Januar beschneiden?

Oder wir spielen Jo-Jo. Zahlen runter. Lockern. Zahlen hich. Lockdown. Zahlen runter usw usw ... Auch nicht sinnig und rettet die Wirtschaft und unser Leben auch nicht.


Schöne Grüße von jörg

Hallo Jörg,

Ende Januar (oder Ende Februar) sind natürlich eher Orientierungs-Termine.

Sie verhindern zudem das jetzt zu viel Geld ausgegeben wird für leere Züge.

Gibt genug Vorlauf, wenn irgendeine Lösung (sei es Therapie oder Impfstoff) gefunden ist sozusagen mit 6 Wochen oder so Vorlauf hochzufahren.

Ist auch eher vermittelbar, als wenn jemand sagt erst im Sommer geht es weiter.

Die Ansage der von uns gewählten Verantwortlichen ist halt zu Hause bleiben.

Deshalb würde ich wirklich ausdünnen. Ist ja irgendwie auch Geld von uns allen.

Danke noch mal für den vorherigen, super-deutlichen Beitrag.

Liebe Grüße

GUM

--
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Ehrlich sein ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.10.2020, 18:28 (vor 1988 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 25.10.2020, 18:31

Hey GUM,

Ende Januar (oder Ende Februar) sind natürlich eher Orientierungs-Termine. (...)

Ist auch eher vermittelbar, als wenn jemand sagt erst im Sommer geht es weiter.


Na ja, wenn schon jetzt eine Innotrans 2021 abgesagt wird, wenn schon jetzt das Deutsche Turnfest Mai 2021 direkt auf den nächsten Turnus 2025 verschoben wird, usw ..., dann denke ich, wissen Verantwortliche deutlich mehr als wir kleinen Bürger. Und dass wir uns wenig Hoffnung auf kurzfristig nachhaltig dauerhafte Entspannung machen sollten.

Gut, wir können natürlich eine Art BER draus machen: Alle paar Monate verkünden, dass in Kürze alles gut wird. Man darf sich aber natürlich Illusionen hingeben.

Meines Erachtens erachtet man zweierlei als wichtig: dieses Jahr noch das Weihnachtsgeschäft am Laufen halten und da bei etlichen Firmen noch ein letztes Mal nennenswerte Einkünfte erzielen. Und dann die Bevölkerung bis zur Bundestagswahl im Herbst 21 einigermaßen ruhig zu halten. Spätestens in einem Jahr wird dann Tacheles geredet werden. Wobei ich mir auch den Ausfall der Wahl vorstellen kann und dass mit Notgesetzen und Notregierungen verwaltet wird. Dann kommt das große Erwachen vielleicht schon im Frühjahr oder Sommer 2021.

Aber so ist das: systemimmanent ist immer auch ein zwischenzeitlicher Systemzusammenbruch. Kennt jeder Windows-Benutzer. ;-)


Schöne Grüße von jörg

2 Stunden Takt kann man gerne machen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 25.10.2020, 13:33 (vor 1989 Tagen) @ GUM

Sicherlich mit ein paar Verdichtungen an Fr und So sowie morgens im Berufsverkehr. Aber sonst kann man die Chance nutzen und die Personale Plusstunden abbauen und meinetwegen Minusstunden aufbauen lassen. Unabhängig von der Frage, ob das rechtlich zulässig ist jemanden zu Minusstunden zu verpflichten, aber Freiwillige würden sich bestimmt finden lassen.

Bei einem 2 Stunden Takt muß natürlich sichergestellt werden, daß es bei Zugausfall umgehend einen Ersatz gibt. Denn Durchsagen wie "Nächste Reisemöglichkeit in 120 Minuten von Gleis 9" machen sich echt nicht gut.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

2 Stunden Takt kann man gerne machen

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 14:24 (vor 1989 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von GUM, Sonntag, 25.10.2020, 14:25

Bei einem 2 Stunden Takt muß natürlich sichergestellt werden, daß es bei Zugausfall umgehend einen Ersatz gibt. Denn Durchsagen wie "Nächste Reisemöglichkeit in 120 Minuten von Gleis 9" machen sich echt nicht gut.

Da stimme ich zu. Irgendwie sollte das Unternehmen Lösungen finden, kostbare Liquidität zu bewahren. Und dafür haben wir ja einen sehr gut ausgestatteten Bahn-Vorstand.

--
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Warum schon wieder verschoben?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Sonntag, 25.10.2020, 16:57 (vor 1988 Tagen) @ GUM

Warum wurden hier denn schon wieder Beiträge verschoben, die Themenbezogen sind?

Warum schon wieder verschoben?

sfn17, Sonntag, 25.10.2020, 17:40 (vor 1988 Tagen) @ Paladin

Warum wurden hier denn schon wieder Beiträge verschoben, die Themenbezogen sind?

Meine Vermutung: Hier hat sich jemand einen viralen Fehlgriff geleistet (der noch zu lesen ist und auch mitzitiert wird), und somit wurde ein großes, aber verseuchtes Baumstück in den Forumskompost verschoben. Ist nur eine Vermutung von mir.

Warum schon wieder verschoben?

Administrator, Sonntag, 25.10.2020, 17:50 (vor 1988 Tagen) @ sfn17

Danke für den Hinweis und die konstruktiven Beiträge. Es ist alles wieder an seinem Platz.

Für weitere Diskussionen zur Pandemie-Situation steht dann auch der Sammelthread "Corona" zur Verfügung.


Das ICE-Treff-Team.

Welche Plusstunden??

Weiler, Montag, 26.10.2020, 09:35 (vor 1988 Tagen) @ Alibizugpaar

Sicherlich mit ein paar Verdichtungen an Fr und So sowie morgens im Berufsverkehr. Aber sonst kann man die Chance nutzen und die Personale Plusstunden abbauen und meinetwegen Minusstunden aufbauen lassen. Unabhängig von der Frage, ob das rechtlich zulässig ist jemanden zu Minusstunden zu verpflichten, aber Freiwillige würden sich bestimmt finden lassen.

Bei einem 2 Stunden Takt muß natürlich sichergestellt werden, daß es bei Zugausfall umgehend einen Ersatz gibt. Denn Durchsagen wie "Nächste Reisemöglichkeit in 120 Minuten von Gleis 9" machen sich echt nicht gut.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 17:08 (vor 1988 Tagen) @ GUM
bearbeitet von ICETreffErfurt, Sonntag, 25.10.2020, 17:09

Das Problem ist, dass die Umläufe mittlerweile über mehrere Linien verschachtelt sind. Eine Reduzierung auf einen 2h-Takt hat dann zur Folge, dass Fahrzeuge nicht mehr zu ihren Werken kommen, bevor deren Kilometerfristen abgelaufen sind.

Der gesamte Fernverkehr ist wie ein durch getimtes Ballett. Nimmst du einen Zug heraus, funktioniert das gesamte System nicht mehr.
Um das umzusetzen müsste man den kompletten Zugbildungsplan und alle Umlaufpläne komplett neu aufstellen und da ist es wohl betrieblich einfach zunächst einfach den normalen Betrieb weiterlaufen zu lassen, egal wie leer oder voll die Züge sind.

Ich sage mal mit 6 Monaten Vorplanung kann man sicherlich einen deutschlandweiten Corona-Fahrplan erstellen und fahren, aber nicht von heute auf morgen.

PS: Gilt sinngemäß natürlich auch fürs Personal. Die wollen ja auch wieder an ihrem Heimatort ankommen. Blöd nur, wenn dann denen ihre Zugleistungen fehlen.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 17:36 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

PS: Gilt sinngemäß natürlich auch fürs Personal. Die wollen ja auch wieder an ihrem Heimatort ankommen. Blöd nur, wenn dann denen ihre Zugleistungen fehlen.

Och, das ist weniger das Problem, wird ja z.B. bei Streiks mit zahlreichen Ausfällen auch gemacht und kurzfristig umgeplant.

Tf-seitig gehts ja jetzt schon wieder los mit dem Ausfall der Nightjets. Die sind fast alle mit weiterhin verkehrenden Tagesleistungen verknüpft.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 17:47 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S

Ein Tf or Zub vom Fernverkehr kann notfalls noch eine Gastfahrt im NV von und zur Dienststelle machen.

Das stellst Du Dir zu einfach vor

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 17:50 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ein Tf or Zub vom Fernverkehr kann notfalls noch eine Gastfahrt im NV von und zur Dienststelle machen.

Das wiederrum stellst Du Dir zu einfach vor. Einfaches Beispiel aus der Vergangenheit (ich weiss nicht, ob das heute noch so ist):
Zu meiner Tf-Zeit im Süden fuhr ein Nürnberger Tf den ICE 90 von Nürnberg bis Hannover, Pause und den EN (heute NJ) 491 zurück. Fällt der 491 nun weg, wie kommt der Tf zurück?

Und das ist jetzt nur EIN Beispiel, verzahnt mit einigen anderen. Das fordert schon einiges an Umplanung.

Das stellst Du Dir zu einfach vor

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 17:52 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S

Ein Tf or Zub vom Fernverkehr kann notfalls noch eine Gastfahrt im NV von und zur Dienststelle machen.


Das wiederrum stellst Du Dir zu einfach vor. Einfaches Beispiel aus der Vergangenheit (ich weiss nicht, ob das heute noch so ist):
Zu meiner Tf-Zeit im Süden fuhr ein Nürnberger Tf den ICE 90 von Nürnberg bis Hannover, Pause und den EN (heute NJ) 491 zurück. Fällt der 491 nun weg, wie kommt der Tf zurück?

Und das ist jetzt nur EIN Beispiel, verzahnt mit einigen anderen. Das fordert schon einiges an Umplanung.

Ja, darum schrieb ich ja, dass es kompliziert ist und Zeit benötigt. Ich stimme mit dir da völlig überein. Aber ich sage mal, im NOTFALL kann Zugpersonal auch mit anderen Zügen von und zur Dienststelle kommen, wenn es notwendig ist. Gilt natürlich nur für Tagverbindungen.

NightJet Lok und Personal

GibmirZucker, Montag, 26.10.2020, 00:03 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S

Wie wird das in so einer Situation abgerechnet? Die ÖBB lassen den NightJet CH-D platzen. Wird die Leistung dennoch in Rechnung gestellt, d.h. fährt als Ausgleich weiterhin der Taurus von Stuttgart nach Singen und wird das mit der nur noch virtuell verkehrenden NJ Leistung gegengerechnet? In dem Fall ist der Schaden ja nicht ohne. Ähnliches gilt sicher für eingekaufte Leistungen des Personals.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 25.10.2020, 17:52 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ein Tf or Zub vom Fernverkehr kann notfalls noch eine Gastfahrt im NV von und zur Dienststelle machen.

Das ist besonders bei einer Dienstelle von Hause aus schon so :)

Dann wird der Plan eben geändert.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.10.2020, 17:38 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 25.10.2020, 17:39

Hallo.

Der gesamte Fernverkehr ist wie ein durch getimtes Ballett. Nimmst du einen Zug heraus, funktioniert das gesamte System nicht mehr.
Um das umzusetzen müsste man den kompletten Zugbildungsplan und alle Umlaufpläne komplett neu aufstellen

Genau so wird es auch kommen.

und da ist es wohl betrieblich einfach zunächst einfach den normalen Betrieb weiterlaufen zu lassen, egal wie leer oder voll die Züge sind.

Bis die neuen Pläne fertig sind. Man wird längst dran arbeiten.

Ich sage mal mit 6 Monaten Vorplanung kann man sicherlich einen deutschlandweiten Corona-Fahrplan erstellen und fahren, aber nicht von heute auf morgen.

Was soll daran 6 Monate dauern?

Man muss nur schauen, dass das Personal gleichmäßig über die Dienststellen übrig ist und wo man all die überflüssigen Züge parkt.


Vorstand Huber soll ja geäußert haben, man wolle nicht voreilig kürzen. Was impliziert, dass man kürzt. Man wird sicher derzeit im Hintergrund dran werkeln.


Schöne Grüße von jörg

Dann wird der Plan eben geändert.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 17:50 (vor 1988 Tagen) @ Der Blaschke

Ich sage mal mit 6 Monaten Vorplanung kann man sicherlich einen deutschlandweiten Corona-Fahrplan erstellen und fahren, aber nicht von heute auf morgen.


Was soll daran 6 Monate dauern?

So lange wird es dauern genügend Abstellorte für die Fahrzeuge bei DB Netz anzumieten und die Arbeitspläne der Werkstätten umzustellen. Die Fahrzeuge haben ja Fristen, auch Zeitfristen. Die Zeitfristen laufen auch, wenn der Triebzug nicht bewegt wird. Und meistens befinden sich die Triebzüge nicht unbedingt dort, wo man sie aktuell haben will.

Was nützt es dir einen ICE1 in Dortmund abzustellen, wenn nur das Werk in Hamburg die Fristarbeiten erledigen kann. Dann fahren die Züge halt als Leerfahrten umher, fahren tun sie aber.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

GUM, Sonntag, 25.10.2020, 17:42 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Danke @ICETreffErfurt,

als Nicht-Eisenbahner kann ich das in Teilen nachvollziehen. Es gibt aber durchaus nicht komplizierte Verbindungen, bei denen das geht.

Die Bahn sollte halt ganz besonders aufs Geld achten. Das Zurückgewinnen der Verkehre wird schwer genug werden.

Liebe Grüße

GUM

--
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Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 17:47 (vor 1988 Tagen) @ GUM


als Nicht-Eisenbahner kann ich das in Teilen nachvollziehen. Es gibt aber durchaus nicht komplizierte Verbindungen, bei denen das geht.

Das geht auch bei komplexeren Umläufen, erfordert aber halt einen gewissen Umplanungsaufwand und da überlegt man halt genau, ob dieser es wert ist.

Denke nur an die GDL-Streiks damals, als Linien wie die 50 stark ausgedünnt verkehrten mit Umläufen außerhalb ihrer normalen Pläne. Da wurde das auch gemacht und ettliche Male angewendet.


Die Bahn sollte halt ganz besonders aufs Geld achten. Das Zurückgewinnen der Verkehre wird schwer genug werden.

Das wird eine Weile dauern, ja. Aber wohl bei der Bahn zumindest etwas schneller gehen als beim Flugzeug.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 17:58 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S


als Nicht-Eisenbahner kann ich das in Teilen nachvollziehen. Es gibt aber durchaus nicht komplizierte Verbindungen, bei denen das geht.


Das geht auch bei komplexeren Umläufen, erfordert aber halt einen gewissen Umplanungsaufwand und da überlegt man halt genau, ob dieser es wert ist.

Denke nur an die GDL-Streiks damals, als Linien wie die 50 stark ausgedünnt verkehrten mit Umläufen außerhalb ihrer normalen Pläne. Da wurde das auch gemacht und ettliche Male angewendet.

Die Linie 50 ist ein schlechtes Beispiel. Die fährt im Inselbetrieb zwischen Wiesbaden und Dresden. Es wird zwar in Frankfurt und Leipzig mit anderen Linien getauscht, aber wenn es die Kilometerfristen der Fahrzeuge her geben, könnte man diese Linie auch komplett isolieren und die Fahrzeuge nur dort einsetzen.
Daher ist es einfach diese Linie aus dem Fahrplan zu nehmen, ohne andere Umläufe kaputt zu machen.

Bei den Takt-ICE Hamburg–Berlin–Erfurt–München würde dies nicht funktionieren, da diese in Berlin, Hamburg und München auf andere Linien über gehen. So kommt es nicht selten vor, dass ein ICE München–Berlin–Hamburg über die VDE8 nordwärts und dann Hamburg–Kassel–Würzburg–München südwärts fährt oder umgekehrt. Einfach weil es in München und Hamburg so von den Slots in den Werkstätten besser passt. Das kannst du nicht einfach von heute auf morgen aufheben. Zumal die Linien 18 und 28 gemischt mit ICE1, ICE4 und ICE-T fahren und nicht fahrzeugrein sind.

Die Fahrzeugplanung gibt das gar nicht her.

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 18:07 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt


Die Linie 50 ist ein schlechtes Beispiel. Die fährt im Inselbetrieb zwischen Wiesbaden und Dresden. Es wird zwar in Frankfurt und Leipzig mit anderen Linien getauscht, aber wenn es die Kilometerfristen der Fahrzeuge her geben, könnte man diese Linie auch komplett isolieren und die Fahrzeuge nur dort einsetzen.
Daher ist es einfach diese Linie aus dem Fahrplan zu nehmen, ohne andere Umläufe kaputt zu machen.

Das war damals, während der GDL-Streiks im Jahr 2015 aber noch deutlich anders, vor allem auf der Leipziger Seite und da hat man es wie gesagt auch gemacht ;-)


Bei den Takt-ICE Hamburg–Berlin–Erfurt–München würde dies nicht funktionieren, da diese in Berlin, Hamburg und München auf andere Linien über gehen. So kommt es nicht selten vor, dass ein ICE München–Berlin–Hamburg über die VDE8 nordwärts und dann Hamburg–Kassel–Würzburg–München südwärts fährt oder umgekehrt. Einfach weil es in München und Hamburg so von den Slots in den Werkstätten besser passt. Das kannst du nicht einfach von heute auf morgen aufheben. Zumal die Linien 18 und 28 gemischt mit ICE1, ICE4 und ICE-T fahren und nicht fahrzeugrein sind.

Das es kompliziert ist ist klar und ich schrieb ja auch, das man gut abwägen wird, ob sich der planerische Aufwand lohnt im Verhältnis zur Dauer der Einschränkungen.
Bei größeren Bauarbeiten wirds ja auch gemacht, siehe die NBS-Sperrung Kassel-Göttingen nächstes Jahr mit zahlreichen anderen Zuglaufzusammensetzungen.
Gehen tut das schon und wird auch gemacht, ist aber halt Aufwand ...

Dann müsste jeden Tag das Fernverkehrsnetz zusamenbrechen

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 18:06 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

ja die Umläufe sind in einenander verschachtelt, aber es ist ganz normales Tagesgeschäft ad-hoc die Umläufe umzuplanen. Das tut auch den Kilometerfristen nicht wirklich weh. Das ist einem Netz wie Deutschland wo es quasi jeden Tag mindestens einen PU gibt und liegengebliebene Züge und Bauarbeiten ganz normal.

Die Umläufe im Zugbildungsplan Fernverkehr (ZpAR) sind nach spätestens 6 Wochen nicht mehr aktuell, weil dann wegen den ersten Baustellen sich die Umläufe und Wenden ändern. Man macht aber nicht wegen jeder Baustelle den Zugbildungsplan neu oder auch den Umlaufplan. Das wäre ein völlig übertriebener Aufwand der nicht Zielführend ist. Im System FRED in dem alle Fernverkehrsfahrzeuge geplant werden sieht man für jedes Fahrzeug die entsprechenden Fristen. In FRED wird jedes Fahrzueug mit 2-3 Tagen Vorlauf auf die entsprechenden Züge geplant und auch jede ad-hoc Ändeurng nachgetragen. Dadrüber werden auch die Fristarbeiten eingeplant.

Deswegen werden aber nicht die Umlaufpläne geändert. Die Umlaufpläne sind eher für die langfristige Planung gut, man muss wissen wie viele Fahrzeuge man braucht um welche Leistungen zu fahren und wie viel Reserve man hat. Es gibt immer mal wieder Fahrzeuge die zB nicht in Traktion laufen dürfen.

Man aktualisiert zB den Umlaufplan und den Zugbildungsplan auch nicht für die Feiertage. Das wäre viel zu viel Aufwand für viel zu wenig Nutzen.

Realistisch betrachtet würde man es in 2-3 Tagen schaffen die Umläufe so anzupassen, dass man auf einen 2-Stundentakt reduziert. Es ist eher die Frage ob das wirklich viel bringt und viel Geld spart. Man muss dementsprechend die Fahrpläne bei DB Netz teilweise umbestellen und sich überlegen wo man die ganzen Züge abstellt und was man mit den Fahrkarten macht die schon gekauft und bezahlt wurden für Züge die jetzt nicht mehr fahren.

Baustellen und Wagenreihungen

ICE 1517, Sonntag, 25.10.2020, 18:25 (vor 1988 Tagen) @ ffz

Ich wollte gerade ähnliches schreiben. Wenn ich überlege, mit welch kurzen Vorläufen auch manchmal Baustellenfahrpläne an die Fahrgäste rausgehen, wird es dem Disponenten ja kaum besser gehen und er auch von der ursprünglichen Planung abweichen müssen.

Wir hatten in den letzten Tagen hier ja außerdem die Diskussion um die geänderten Wagenreihungen. Da ging's zwar mehr drum, ob's richtig an die Kunden kommuniziert wird, aber der Grundtenor war ja auch, dass der ursprüngliche Plan seltener eingehalten wird. Und das dürfte damit ja auch zusammenhängen: Wenn ein anderes Fahrzeug als geplant eingesetzt wird, dann wird womöglich auch die Wagenreihung nicht mehr stimmen.

Klar, es gibt natürlich noch andere Ursachen für falsche Wagenreihungen wie geänderte Halte (Frankfurt Süd statt Frankfurt Hbf, Halle statt Leipzig) und andere Umleitungen. Aber ein Teil wird sicher auch mit den Umplanungen der Umläufe zu tun haben.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 18:34 (vor 1988 Tagen) @ ICE 1517
bearbeitet von ICETreffErfurt, Sonntag, 25.10.2020, 18:35

Aber diese Umplanungen sparen keine Fahrten. Dadurch ändern sich nur Fahrzeuge auf bereits stattfindenden Fahrten. Bei Ausfällen müssen dann die Fahrzeuge leer in die Werke überführt werden oder es kommt zu Doppeltraktionen, wo keine vorgesehen waren.

Bei einem 2h-Takt braucht man unterm Strich mehr als 50% der Fahrzeuge, die man für 1h-Takt benötigt. Auf jeden Fall ergeben sich dadurch mehr Leerfahrten, da weniger Fahrgastfahrten vorhanden sind, um die Fahrzeuge in die Werke zurück zu bekommen.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 18:38 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

man spart zunächst mal Geld, weil man Personal spart bei den
Fahrten die nicht stattfinden. Fahrzeuge spart man weniger ein, ist aber auch nicht gewünscht, weil alle Fahrzeuge einer Baureihe ungefähr gleich viele Kilometer laufen sollen. Man würde also trotzdem die Fahrzeuge Regelmäßig durchtauschen.

+1

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 18:40 (vor 1988 Tagen) @ ffz

- kein Text -

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 18:57 (vor 1988 Tagen) @ ffz

Hallo,

man spart zunächst mal Geld, weil man Personal spart bei den
Fahrten die nicht stattfinden. Fahrzeuge spart man weniger ein, ist aber auch nicht gewünscht, weil alle Fahrzeuge einer Baureihe ungefähr gleich viele Kilometer laufen sollen. Man würde also trotzdem die Fahrzeuge Regelmäßig durchtauschen.

Ich meinte damit nicht, dass man Fahrzeuge gleich ganz abstellt. Aber man spart halt nicht 50% der Laufkilometer, nur weil man von München oder Hamburg nur alle zwei Stunden einen Zug los schickt. Denn man kann nicht davon ausgehen, dass dann die Züge auch gleichmäßig wieder alle zwei Stunden ankommen. Gibt ja Zeitdifferenzen bei den Laufwegen, ich sage da als Beispiel nur mal Augsburg vs. Ingolstadt oder Halle vs. Leipzig.

Im dümmsten Fall fehlt dir dann irgendwo in der Randzone eine Fahrzeug, weil bei einem bestimmten Zugpaar die Laufwege und damit Fahrzeiten zwischen Hin- und Rückfahrt unterschiedlich sind. Also braucht man wieder ne Zuführung von einem nahegelegenen Werk, was natürlich auch Personal benötigt.

Was man aber machen kann und wohl auch machen wird: Ganze Linien einstellen.

Zuerst würden wohl die Sprinter der Linien 15 und 29 wieder eingestellt und wohl auch die Linien 13 und 50. Das sind so klassische Füllleistungen, die meist in ein- oder zweitägigen Umlaufplänen gefahren werden. Und auf diesen Relationen gibt es genügend parallel laufenden Taktverkehr, sodass man alle restlichen Fahrgäste ans Ziel bekommt.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 19:49 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

Fahrzeugwenden sind nicht starr, weil die Umlaufpläne nicht regelmäßig aktualisiert werden für jede Baustelle und jede Umlaufänderung.

Ob die Fahrzeugwenden bei Taktausdünunngen noch passen sieht man dann, wenn nicht ändert man die Wenden entsprechend, so wie bei jeder Unterjährigen Baustelle auch, oder man ändert den Zuglauf entsprechend ab.

Wenn es besser passt wird eben Halle an der Saale nicht mehr von den ICE Berlin - Nürnberg - München bedient, sondern man fährt immer über Leipzig, oder man bedient Leipzig nicht mehr und fährt immer über Halle an der Saale. Genau so mit Augsburg und Ingolstadt. Man kann die ICE aus Berlin zB auch auf Nürnberg einkürzen und Nürnberg - München mit einem ICE Shuttle, oder der Linie 41 bedienen oder ähnliches.

Der Umlauf für die ICE-T hat etwa 20 Umlauftage, weder die Linie 13 noch die Linie 50 haben seperate Umläufe in einer Baureihe.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 20:03 (vor 1988 Tagen) @ ffz
bearbeitet von ICETreffErfurt, Sonntag, 25.10.2020, 20:04

Der Umlauf für die ICE-T hat etwa 20 Umlauftage, weder die Linie 13 noch die Linie 50 haben seperate Umläufe in einer Baureihe.

Viele Zugläufe der Linien 13 und 50 kannst du aber komplett ausfallen lassen ohne das sich der Standort der Fahrzeuge von einem Tag zum nächsten ändert. Sind viele Tagesumläufe dabei. Dadurch würden sich zwar die Lauf-km der Fahrzeuge ändern nicht aber die Übergänge zu anderen Linien.

Bis Dezemver bei der Linie 13 nicht...

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 20:15 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

da bis Mitte Dezember die Linie 11 wieder über Braunschweig verkehrt und die Linie 13 dafür zwischen Berlin und Leipzig pendelt mit Umleitung über Dessau, mit einzelnen Verlängerungen über Erfurt bis Frankfurt am Main und die Linie 13 so lange bei den ICE-T über die Linie 15 an Frankfurt am Main angebunden ist, wird es nicht ganz einfach werden die Linien 13 und 15 ausfallen zu lassen.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 18:40 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Aber diese Umplanungen sparen keine Fahrten. Dadurch ändern sich nur Fahrzeuge auf bereits stattfindenden Fahrten. Bei Ausfällen müssen dann die Fahrzeuge leer in die Werke überführt werden oder es kommt zu Doppeltraktionen, wo keine vorgesehen waren.

Nicht zwangsläufig. Die Umläufe werden meist so angepasst, das eine ganze "Fahrtenfolge" ausfällt und das Fahrzeug somit trotzdem beim richtigen Werk ist, während ein anderes Fahrzeug einen neuen Umlauf mit ähnlich vielen Fahrten wie nach Normalfahrplan bekommt.
Derartige Anpassungen sind normal und werden seit Jahren vorgenommen.
Einzelne Leerfahrten bleiben natürlich trotzdem nicht aus, sind aber in der Regel nicht umfangreich.


Bei einem 2h-Takt braucht man unterm Strich mehr als 50% der Fahrzeuge, die man für 1h-Takt benötigt. Auf jeden Fall ergeben sich dadurch mehr Leerfahrten, da weniger Fahrgastfahrten vorhanden sind, um die Fahrzeuge in die Werke zurück zu bekommen.

Richtig ist, das man mehr als 50% der Fahrzeuge braucht, aber nicht signifikant mehr Leerfahrten. Du denkst da etwas zu starr in den Umläufen.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 18:49 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S


Bei einem 2h-Takt braucht man unterm Strich mehr als 50% der Fahrzeuge, die man für 1h-Takt benötigt. Auf jeden Fall ergeben sich dadurch mehr Leerfahrten, da weniger Fahrgastfahrten vorhanden sind, um die Fahrzeuge in die Werke zurück zu bekommen.


Richtig ist, das man mehr als 50% der Fahrzeuge braucht, aber nicht signifikant mehr Leerfahrten. Du denkst da etwas zu starr in den Umläufen.

Das Problem wird sein, dass man trotzdem die HVZ abdecken wird wollen und müssen. Dadurch kann es vorkommen, dass zeitgleich in mehreren Richtungen Züge an einem bestimmten Startbahnhof abfahren, die Ankünfte aber gestaffelt sind.

Man muss ja den Versatz ausgleichen. Entweder durch Leerfahrten oder durch Taktlücken die länger als 2 Stunden sind. Das wird dann so richtig kompliziert. Bei einem Stundentakt ist es wesentlich einfacher, da ständige Züge ankommen und wieder raus gehen. Da hat man einen gleichmäßigeren Fahrzeugfluss.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 18:51 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S

So ist es, die Umläufe werden angepasst. Fast alle Werke von DB Fernverkehr betreuen mehrere Baureihen. Dem Werk ist es dann mit ein paar Tagen Vorlauf recht egal ob da ein ICE 1 oder ein ICE 4 oder ein ICE-T auf dem Umlauf ist und entsprechend im Werk versorgt wird.

In Hamburg-Eidelstadt wird teilweise erst im Laufe der Nacht entschieden welcher Triebzug am nächsten Tag auf welchem Zug läuft, je nach dem ob der Zulauf am Abend vorher pünktlich war und es das richtige Fahrzeug war und ob die Wartung umfangreich ist.

Der Umlaufplan ist da völlig uninteressant, weil man ad-hoc reagieren und eine Lösung finden muss. Dafür gibt es dann FRED. Da ist es dann immernoch besser statt mit einem ICE 4 mit einem ICE 1 zu fahren, wie den Zug ausfallen zu lassen.

Es ging mir darum, wie viel man damit einsparen kann.

ICE 1517, Sonntag, 25.10.2020, 18:51 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Aber diese Umplanungen sparen keine Fahrten. Dadurch ändern sich nur Fahrzeuge auf bereits stattfindenden Fahrten. Bei Ausfällen müssen dann die Fahrzeuge leer in die Werke überführt werden oder es kommt zu Doppeltraktionen, wo keine vorgesehen waren.

Ich wollte auch eher damit sagen, dass es vielleicht doch leichter ist, die Umlaufplanungen zu ändern, weil's ohnehin schon Tagesgeschäft ist, an diesem Plan zu rütteln.
Und das würde ja dann dafür sprechen, dass man eben Taktausdünnungen vornehmen kann und sich Lösungen finden werden, um das wieder gerade zu biegen.

Das von dir angesprochene Beispiel mit der Sprinterlinie Berlin-München ist da ja ein schönes, weil es sich wahrscheinlich wirklich noch relativ leicht umsetzen lässt. Und da gibt's sicher noch viele andere Beispiele, wo man was drehen kann. Wichtig ist, dass bestimmte Anschlussketten/Korrespondenzen zumindest dann auch im selben Takt erhalten bleiben, damit der Fahrgast trotzdem noch ein attraktives Angebot vorfindet, wenn er doch eine unvermeidliche Reise quer durch die Republik vor sich hat.

An anderer Stelle wurde hier im Baum ja auch geschrieben, dass man aufpassen muss, dass bei Taktausdünnungen im Fernverkehr nicht irgendwas abgeschnitten wird, wo vielleicht doch eine höhere Auslastung drauf ist. Aber da gibt's bestimmt auch kreative Lösungen. Wenn man Leistungen hat, die im Berufsverkehr auf der Achse Frankfurt-Köln, Hannover-Hamburg oder Nürnberg-München wichtig sind, kann man ja auch die Frage stellen, ob man überhaupt den restlichen Laufweg dieses Zuges dann unbedingt fahren muss. Und dann muss man sich anschauen, ob es im Feierabendverkehr eine passende und gefragte Rückfahrt gibt, die dazupasst und man ähnliches praktizieren kann.

Akademische Diskussion

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 19:01 (vor 1988 Tagen) @ ICE 1517

Eigentlich ist die ganze Diskussion akademisch. Denn in real wird ein solch radikales Szenario vermutlich nicht durchgeführt werden.

Egal wie schlimm die Pandemie ist, es gibt bei 83 Mio Menschen immer genügend viele Leute, die essentiellen Berufsgruppen angehören und ihren täglichen Arbeitsweg erledigen müssen. Und es wird genügend unbelehrbare Leugner geben, die trotz aller Beschränkungen quer in der Republik umher reisen.

Selbst bei nur noch 10% Auslastung würde es sich nicht lohnen den Fernverkehr radikal auszudünnen. Der Aufwand ist viel größer als der Verlust durch die laufenden Betriebskosten. Zusatzleistungen wie Sprinter oder Randverkehre werden wohl ausgesetzt, aber die Taktverkehre werden auf den Hauptstrecken alle so bleiben wie sie sind.

Akademische Diskussion

ICE 1517, Sonntag, 25.10.2020, 19:11 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Eigentlich ist die ganze Diskussion akademisch.

Aber vielleicht trotzdem gar nicht mal so schlecht, dass sie geführt wird. Ich fand die Beiträge dazu auf jeden Fall sehr erkenntnisbringend. Und sonst wären wir ja nicht alle in diesem Forum unterwegs, wenn's uns nicht irgendwie interessieren würde. ;-)

Denn in real wird ein solch radikales Szenario vermutlich nicht durchgeführt werden.

Momentan ist es schwer vorhersehbar, aber die derzeitigen Entwicklungen stimmen mich nachdenklich.

Aus wirtschaftlichen Gründen ist es sinnvoll, irgendwann vielleicht doch an Ausdünnungen im Angebot ranzugehen. Aus personellen Gründen kann man vielleicht auch irgendwann gezwungen sein, darüber nachzudenken, wenn eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern aufgrund von Quarantäne oder Erkrankung gar nicht mehr zur Verfügung steht.

Akademische Diskussion

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 19:17 (vor 1988 Tagen) @ ICE 1517

Momentan ist es schwer vorhersehbar, aber die derzeitigen Entwicklungen stimmen mich nachdenklich.

Aus wirtschaftlichen Gründen ist es sinnvoll, irgendwann vielleicht doch an Ausdünnungen im Angebot ranzugehen. Aus personellen Gründen kann man vielleicht auch irgendwann gezwungen sein, darüber nachzudenken, wenn eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern aufgrund von Quarantäne oder Erkrankung gar nicht mehr zur Verfügung steht.

Wenn Personal fehlt, ist eine pauschale Reduzierung auf 2h-Takt noch viel unpraktischer, da man dann ggf. mit den Arbeitszeitbegrenzungen und Ruhzeiten in Konflikt gerät. Denn je weniger Zugfahrten man hat, desto länger muss das Personal ja unterwegs sein, um wieder an die Heimatdienststelle zurück zu kommen. Im Zweifel bedeutet das irgendwo 2 Stunden auf den Anschlussdienst zu warten.

Wenn Personalnot droht, würde man wie im Streikfall erstmal wenig nachgefragte Linien komplett einstellen und die Zuglängen verkürzen, um weniger Kundenbetreuer pro Zug einsetzen zu können (Selbstrettungskonzept).

Da ja dann auch Disponenten, Werkstattpersonal und Bereitsteller betroffen wären, würde es wohl auf einen Notbetrieb hinaus laufen, dass man Zugläufe einkürzt und bestimmte Endbahnhöfe ohne Werkszugang gar nicht mehr anfährt.. beispiel Kiel, Emden, Stralsund, Saarbrücken oder Passau.

Akademische Diskussion

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 19:31 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo

Auswärtige Übernachtungen sind beim Zugpersonal völlig normal, die wenigsten Schichten beginnen und enden in einer Schicht an der Heimatdienststelle. Bei den Lokführeren ist es etwas besser.

In aller Regel sind die Schichtübergänge eh etwas länger, neben Arbeitsschutzpausen muss man ja auch einen gewissen Verspätungspuffer einkalkulieren.

Akademische Diskussion

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 19:38 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt


Wenn Personal fehlt, ist eine pauschale Reduzierung auf 2h-Takt noch viel unpraktischer, da man dann ggf. mit den Arbeitszeitbegrenzungen und Ruhzeiten in Konflikt gerät. Denn je weniger Zugfahrten man hat, desto länger muss das Personal ja unterwegs sein, um wieder an die Heimatdienststelle zurück zu kommen. Im Zweifel bedeutet das irgendwo 2 Stunden auf den Anschlussdienst zu warten.

Nicht zwangsläufig, weil die Personale keine symmetrischen Umläufe haben. Die Aufenthaltszeiten zur Pause/Tätigkeitsunterbrechung sind völlig verschieden und haben kein System, sondern ergeben sich aus sehr komplizierten Detailplanungen.

Fiktives Beispiel: Personal München fährt ICE 882 nach Kassel und nach 50 Minuten Aufenthalt ICE 787 zurück nach München. Zwei Stunden später kommt das Personal aus ICE 880 ebenfalls nach Kassel, fährt aber NICHT ICE 789 zurück, sondern - weiterhin fiktiv - ICE 74 weiter nach Hamburg zur Übernachtung und am nächsten Tag via Berlin zurück nach München.
Daher ergibt sich aus einer Ausdünnung auf 2-Stunden-Takt nicht unbedingt ein Nachteil, da sowieso alles noch geplant werden muss, nicht nur eine Symmetrik umgestrickt.

Lediglich an Wechselstellen mit nur einer Linie gibts eine halbwegs überschaubare Symmetrik, z.B. in Passau.


Da ja dann auch Disponenten, Werkstattpersonal und Bereitsteller betroffen wären, würde es wohl auf einen Notbetrieb hinaus laufen, dass man Zugläufe einkürzt und bestimmte Endbahnhöfe ohne Werkszugang gar nicht mehr anfährt.. beispiel Kiel, Emden, Stralsund, Saarbrücken oder Passau.

Das ist durchaus möglich.

Eher ein reales Szenario

ffz, Sonntag, 25.10.2020, 19:27 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

je nach dem wie die Tarifverhandlungen mit der GDL ausgehen, die EVG hat eine Klausel, dass sie die gleiche Entgelterhöhung erhält, wenn die GDl mehr bekommen sollte, und wie sich die Reisendenzahlen entwickeln wird man im Fernverkehr mehr oder minder radikal vorgehen.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass man einen großen Teil des Personals in Kurzarbeit schickt, Kündigung ist bis 2023 ausgeschlossen, und den Fernverkehr mehr oder minder Großflächig einstellt. Die wenigsten Krankenhausmitarbeiter, Polizisten, Soldaten, usw usf dürften mit dem Fernverkehr durch Deutschland pendeln.

Ich fürchte eher um die LDV der ICE1.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 22:12 (vor 1988 Tagen) @ ffz

Ich vermute mal, sollte es sich abzeichnen, dass die Fahrgastzahlen langfristig (> 3 Jahre) niedrig bleiben, dass man die LDV der ICE1 beendet und sie mit den ICE2 ausmustert. Dann hätte man reine ICE3/ICE4-Fahrzeugflotte mit Ergänzung ICE-T und IC2 für den Randverkehr.

Ich fürchte eher um die LDV der ICE1.

Bronnbach Bhf, Montag, 26.10.2020, 22:21 (vor 1987 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Bronnbach Bhf, Montag, 26.10.2020, 22:25

Ich vermute mal, sollte es sich abzeichnen, dass die Fahrgastzahlen langfristig (> 3 Jahre) niedrig bleiben, dass man die LDV der ICE1 beendet und sie mit den ICE2 ausmustert. Dann hätte man reine ICE3/ICE4-Fahrzeugflotte mit Ergänzung ICE-T und IC2 für den Randverkehr.

Du weißt schon dass das ICE1 LDV bis 2024 abgeschlossen sein soll. Ich rechne fest damit, dass das ICE1 LDV kommt und die fest geplanten 48 ICE1 Tz umgebaut werden. Der Einsatz der ICE1 LDV ist doch auf der L60 (ab 2025 wegen ETCS auf der SFS S-Ulm), L13, L14, L18, L26 und L1 (Sprinter Köln-Hamburg) fest eingeplant.

Auch zusätzliche Sprinterleistungen zwischen Ffm und Hamburg mit dem ICE1 LDV sollen nach dem Sanierungsprogramm der Nord-Süd SFS (also ab 2024) noch kommen.

Die IC1mod Garnituren werden ab 2023/24 ausgemustert und müssen durch ICE Garnituren vollständig ersetzt werden. Woher nehmen wenn nicht stehlen?

Ein Großteil wird auf den ICE-T fallen (welche durch den ICE1 LDV auf der L13 und L26 freigesetzt werden und auf der L31 in DT verkehren sollen), ein Teil auf den ICE1 LDV (z.B. L60), ein weiterer Teil auf die ICE4 12-Teiler (L30). Dazu die Talgo ECE.

Die Umstellung der L50 von ICE-T auf ICE4 12-Teiler steht auch noch im Raum.

48 Tz (geplante ICE1 LDV Flotte) kannst Du nicht eben mal so hinten runter fallen lassen. Das reißt riesige Lücken in die Flotte.

Für den ICE2 sehe ich dagegen schwarz, wenn die Fahrgastzahlen ab 2023 nicht wieder annähernd Vorkrisenniveau erreichen. Die ICE2 Triebköpfe haben nicht mal ETCS. Neben der Generalüberholung der Technik käme die (sehr teure) ETCS Nachrüstung bei den TK noch on top.

Da dürfte die Neuanschaffung weiterer ICE4 7-Teiler oder alternativ eine weitere Tranche aus der ICE3 neo Bestellung (man hat noch eine Option auf 60 weitere ICE3 neo) fast schon wirtschaftlicher sein.

ICE 2 und ETCS

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 26.10.2020, 22:28 (vor 1987 Tagen) @ Bronnbach Bhf

Danke für die ausführlichen Informationen mal wieder!

Was ich mich schon öfter gefragt habe: Warum wurden die ICE1 mit ETCS ausgestattet, die 'wenig später' in Dienst gestellten ICE2 aber nicht und auch keine Planung in Sicht? Liegt das ausschließlich an dem (vergleichsweise schlechten) Zustand der Wagenkästen der 2er?

ICE 2 und ETCS

Bronnbach Bhf, Montag, 26.10.2020, 22:45 (vor 1987 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von Bronnbach Bhf, Montag, 26.10.2020, 22:47

Danke für die ausführlichen Informationen mal wieder!

Was ich mich schon öfter gefragt habe: Warum wurden die ICE1 mit ETCS ausgestattet, die 'wenig später' in Dienst gestellten ICE2 aber nicht und auch keine Planung in Sicht? Liegt das ausschließlich an dem (vergleichsweise schlechten) Zustand der Wagenkästen der 2er?

Bei den ICE2ern bestand schlicht nie Bedarf für eine teure ETCS Nachrüstung, da für die L10 und L25.2 die LZB ausreicht. Wozu also viel Geld für ein reines "nice to have" ausgeben? Die Nachrüstung ist teuer, und die Zulassung langwierig.

Die ICE1er wurden für die VDE8 mit ETCS ausgerüstet, damit die L18 und L28 überhaupt mit ICE Zügen bedient werden konnten, als die VDE8.1 im Dezember 2017 in Betrieb genommen wurde. Die SFS Ebensfeld-Erfurt verlangt nun mal ETCS als Zugangsvoraussetzung. Die ICE4 12-Teiler waren zu dem Zeitpunkt kaum verfügbar (wegen der vielen Umbestellungen hat sich ja die Auslieferung um Jahre verzögert), und die damals schon mit ETCS ausgerüsteten ICE-T Tz waren zu wenig für L15, L18, L28 und L50.

Die Ausrüstung des ICE1 mit ETCS war mal wieder eine Sturzgeburt a la DB Fernverkehr. Da die ICE4er Ende 2017 nur in geringer Zahl verfügbar waren, die ICE1 in großer Stückzahl auf die L18 und L28 abgezogen wurden, musste die L22 teilweise auf IC1mod Matertial downgegraded werden, so eklatant war der damalige ICE Fahrzeugmangel. Ohne die Nachrüstung der ICE1er mit ETCS hätte die DB schlicht ohne taugliches Zugmaterial für die ICE Taktlinien der VDE 8.1 dagestanden.

ICE 2 und ETCS

Henrik, Montag, 26.10.2020, 22:54 (vor 1987 Tagen) @ Paladin

Danke für die ausführlichen Informationen mal wieder!

lol :D

der ist gut.

Was ich mich schon öfter gefragt habe: Warum wurden die ICE1 mit ETCS ausgestattet, die 'wenig später' in Dienst gestellten ICE2 aber nicht und auch keine Planung in Sicht? Liegt das ausschließlich an dem (vergleichsweise schlechten) Zustand der Wagenkästen der 2er?

Die Wagenkästen der ICE 2 sind nicht in schlechten oder vergleichsweise schlechten Zustand, ganz im Gegenteil.
Und da bestünde ja auch kein Zusammenhang. Die Wagenkästen haben nichts mit der Ausstattung mit ETCS zu tun.

Den ICE 1 hat man mit ETCS ausgestattet für den Einsatz auf VDE 8.. und man stattet ihn noch weiter mit ETCS aus.
Ein Einsatz von ICE 2 auf den Strecken war nie in Überlegung. Die ICE 2 fahren gut auf den Linien 10 und 25.

Die Ausstattung der Tk der ICE 2 ist nicht das Problem.. bzw. gar keines. Diese unterscheiden sich nicht von denen der ICE 1.
Die Ausstattung der Steuerwagen der ICE 2 ist der springende Punkt. Das gabs bislang noch nicht.
Da müsste getestet und zugelassen werden.. für ne längere Zeit. Das bindet einen ganzen Triebzug. doch soviele hat man ja nun nicht. Rechne das mal durch.. das wäre halt verhältnismäßig teuer geworden.

Dass es 2024 weniger Fahrgäste geben sollte als heute, ist natürlich Quatsch - den Scherz hast Du wohl auch erkannt.
Auch den mit dem ICE 3 neo..

Das mit den Fahrgastzahlen steht noch nicht fest.

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 27.10.2020, 02:58 (vor 1987 Tagen) @ Henrik

Dass es 2024 weniger Fahrgäste geben sollte als heute, ist natürlich Quatsch

Es könnte 2024 aber weniger Fahrgäste als 2019 geben. Nach der Pandemie kommt höchstwahrscheinlich eine deftige Wirtschaftskrise. Aber noch haben wir die Pandemie nicht im Griff. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit erwarte ich den nächsten Lockdown / Shutdown.

OT: endlich mal besinnliche Weihnachten ... ;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 27.10.2020, 07:24 (vor 1987 Tagen) @ ICETreffErfurt

Huhu.

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit erwarte ich den nächsten Lockdown / Shutdown.

Das wäre doch auch mal ein Segen. Läden dicht - dann gibt's auch weniger Streß mit der Einkauferei und dem Geschenkewahn. Wozu auch beiträgt, dass Millionen Menschen die Arbeitslosigkeit droht oder schon da ist.

Auch das wohl die meisten Weihnachtsmärkte ausfallen, ist sehr positiv zu bewerten.

Und wenn dann noch Reiseverbote kommen, hat auch die Bahn keinen Streß!

Da kann es dieses Jahr endlich mal eine besinnliche Adventszeit geben.

So wie es sich die Kirchen immer erträumen. Und die Bürger auch, obwohl sie selbst alle das Gegenteil machen.

Ganz sicher kommt der Lockdown dann ab 27. Dezember. Bzw 28.12. Wenn nämlich die Geschäfte geschlossen sind, kann man auch nicht das Weihnachtsgeschenk umtauschen. ;-)

Und ich wünsche mir den Lockdown dann auch bis mindestens Neujahr. Dann erübrigt sich die alljährliche Diskussion um die Böllerei von allein.

Sorge bereitet mir ja nur das NEUJAHRSKONZERT der Wiener Philharmoniker. Wenn nämlich der Radetzky-Marsch gespielt wird und ich vollgefressen satt auf dem Sofa liege und die Heizung bollert, dann weiß ich jedes Jahr für mich: meine Welt ist in Ordnung. Wobei das Geklimper und Geklatsche der Leute natürlich problematisch ist - gespielt wird nämlich die Nazi-Version und auch das Mitklatschen geht auf eben jene zurück. Das stört aber nun in Österreich nicht wirklich jemanden.


Ansonsten: Machen wir es in der Vorweihnachtszeit einfach ein bißchen wie DEL GRIFFITH in EIN TICKET FÜR ZWEI. Mit Improvisation, Geduld und Langmut vorwärts kommen ...

"Ich war mit Del Griffith zusammen. Danach stehst du ALLES durch."


Schöne Grüße von jörg

Das mit den Fahrgastzahlen steht ewig bereits fest.

Henrik, Mittwoch, 28.10.2020, 00:24 (vor 1986 Tagen) @ ICETreffErfurt

Dass es 2024 weniger Fahrgäste geben sollte als heute, ist natürlich Quatsch

Es könnte 2024 aber weniger Fahrgäste als 2019 geben. Nach der Pandemie kommt höchstwahrscheinlich eine deftige Wirtschaftskrise. Aber noch haben wir die Pandemie nicht im Griff. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit erwarte ich den nächsten Lockdown / Shutdown.

es könnte vieles,
derzeit sieht es nicht danach aus, dass es 2024 weniger Fahrgäste geben wird als 2019, ganz im Gegenteil.
Die schlimmsten Prognosen sind nicht eingetreten - die Wende wird aktuell eher weit eher geschehen.
In der Wirtschaftskrise stecken wir längst drin.. seit über 7 Monaten.. und sie sieht besser aus als befürchtet,
allein China verzeichnet bereits über 2% Wachstum.

Änderung der Lebensgewohnheiten

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 28.10.2020, 03:03 (vor 1986 Tagen) @ Henrik

Die Frage ist eher, ob und wie die Krise die Lebensgewohnheiten der Menschen verändern wird, gerade in Hinblick auf Mobilität. Ich denke mal eher, dass zukünftig noch mehr soziale und ökonomische Aktivität übers Internet und weniger bei realen Zusammenkünften stattfinden wird. Dadurch sinkt auch der Bedarf an Reisen.

Im Nahverkehr wird man diese Änderung weniger spüren als im Fernverkehr.

Änderung der Lebensgewohnheiten

sflori, Mittwoch, 28.10.2020, 09:00 (vor 1986 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Frage ist eher, ob und wie die Krise die Lebensgewohnheiten der Menschen verändern wird, gerade in Hinblick auf Mobilität.

Die Frage ist berechtigt. Es gibt aber auch eine Menge an Mobilität, die man einfach nicht dringend braucht, die man aber jederzeit wieder nutzen würde, wenn es geht.

Ich habe einen Haufen an Reisen, die nicht dringend sind, die ich aber nachholen werde, falls sich die Situation eines Tages entspannt. Und da werde ich nicht der einzige sein. ;)

Und dann gibt es Reiseanlässe, die man nun "halt" online oder mit dem Auto erledigt, obwohl man sie lieber persönlich und mit der Bahn erledigen würde. Auch diese Kunden werden sofort wieder auf die Bahn wechseln, sobald das Sinn macht.


Bye. Flo.

Mobilität

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Mittwoch, 28.10.2020, 09:30 (vor 1986 Tagen) @ sflori
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Mittwoch, 28.10.2020, 09:34

Die Frage ist eher, ob und wie die Krise die Lebensgewohnheiten der Menschen verändern wird, gerade in Hinblick auf Mobilität.


Die Frage ist berechtigt.

Moin
Die Mobilität wird bleiben gerade in Ballungsräumen. Gerade dann, wenn man arbeitsbedingt pendelt/pendeln muss. Und sich dauerhaft auf das (E)Auto zu konzentrieren wird sich auch nicht zwingend halten. Es sei denn die Preise für die E-Mobilität werden erheblich sinken. Nicht jeder kauft sich ein neues (E)Auto oder/oder steigt um, wenn die ein ganzes Brutto Jahresgehalt oder mehr kosten und wenn es nicht ausreichend Ladeinfrastruktur gibt.

Viele werden sich weiter auch auf die Bahn konzentrieren. Die Fernpendler Rhein/Ruhr - Rhein/Main oder Rhein/Main Stuttgart oder nach Bayern werden auch bleiben. Das Argument unterwegs arbeiten zu können, was im (E)Auto nicht zwingend möglich. Das wird bleiben.

Ich denke nach den Beobachtungen in diesem Jahr, nach dem der 1. Lockdown aufgehoben war, wird sich auch die Urlaubsmobilität nicht zwingend ändern. Wir haben gesehen, sobald die Temperaturen steigen, pilgern Unmengen von Menschen an die Küsten oder zum Wandern in die Mittelgebirge und nicht wenige werden da wieder die Bahn nutzen.
Ändern wird sich das - so denke ich - nur mit entsprechend Auflagen, die empfindlich sanktioniert werden, sobald es da Verstöße gibt.

--
Gruß
Uwe

wenn du denn dann Geld hast ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 28.10.2020, 15:14 (vor 1986 Tagen) @ sflori
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 28.10.2020, 15:15

Huhu.

Die Frage ist berechtigt. Es gibt aber auch eine Menge an Mobilität, die man einfach nicht dringend braucht, die man aber jederzeit wieder nutzen würde, wenn es geht.

Ich habe einen Haufen an Reisen, die nicht dringend sind, die ich aber nachholen werde, falls sich die Situation eines Tages entspannt. Und da werde ich nicht der einzige sein. ;)

Wenn du sie denn bezahlen kannst ...

Nicht jeder wird das können - Millionen landen in Hartz IV. Die reisen nirgendwo hin.

Außerdem werden zig Reiseanbieter pleite gehen. Der Markt teilt sich dann auf wenige größere Anbieter auf. Und die werden natürlich bei den Preisen zulangen, um die aktuellen Verluste teilauszugleichen. Wer eh kein Geld hat, fährt ohnehin nicht. Wer aber noch Geld hat, dem wird es mehr als jetzt aus der Tasche gezogen.

Reisen wird wieder exklusiv! Und das muss auch kein Nachteil sein. Im Gegenteil. Die Umwelt freut sich. Und in Venedig kannst du dich u.U. dann sogar auf dem Markusplatz bewegen und siehst womöglich wieder was anderes außer Touristen.


Schöne Grüße von jörg

Änderung der Lebensgewohnheiten

Henrik, Donnerstag, 29.10.2020, 01:47 (vor 1985 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Frage ist eher, ob und wie die Krise die Lebensgewohnheiten der Menschen verändern wird, gerade in Hinblick auf Mobilität. Ich denke mal eher, dass zukünftig noch mehr soziale und ökonomische Aktivität übers Internet und weniger bei realen Zusammenkünften stattfinden wird. Dadurch sinkt auch der Bedarf an Reisen.

"eher" würde ich streichen
und ja, klar, das ist auch eine Frage, berechtigt.
Der von Dir beschriebene Punkt ist einer, der mit untersucht wird, ja.
einer von vielen.
in die andere Richtung geht der gestiegene Zusammenhalt, die höhere Achtsamkeit, die zu höherem Schwerpunkt des öffentlichen FV tendiert.

man könnte auch Punkte anführen.. ach,
schrieb nicht jemand davon, dass Touristik/Reiseanbieter pleite gehen würden etc?
Davon würde DB FV dann erheblich profitieren, die vordergründig in einem anderen Wettbewerb stehen (MIV/Öl.. Klima/Umwelt) und von daher zunehmend immer weiter immer billiger werden.
Da können dann schnell auch Prognosen vom Jahre 2019 fürs Jahr 2025 übertroffen werden,
und die Hater die sich den Tod des ICE 2 wünschten können dann das LDV-Programm dann kaum noch erwarten.

aber am wichtigsten ist in diesen Forum aber ja eigentlich doch nur, dass sie und nur sie es heute schon ganz genau wissen.. ;) :p
..und dass sie dafür auch noch Zuspruch / Danksagung ernten.

Fahrgastzahlen im Fernverkehr nahe "null"...

ffz, Mittwoch, 28.10.2020, 17:35 (vor 1985 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

nachdem die Fahrgastzahlen sich im Fernverkehr seit letzter Woche im freien Fall befinden und inzwischen bei nahe "null" angekommen sind, wer mal einen ICE 3 Wagen für sich haben will hat jetzt die Chance dazu, sind starke Angebotseinschränkungen zu erwarten.

Nachdem ja noch nicht mal das erste Corona-Hilfspaket für die DB bisher genehmigt wurde, bzw ausgezahlt wurde, sind wohl mehr oder minder heftige Angebotsanpassungen die durchaus längerfristig andauern dürften zu erwarten.

Die Sprinter werden wohl als erstes dezimiert werden, danach werden die Verstärker Linien wie die Linie 32 und 47 dem Streichkonzert zum Opfer fallen. Auf der internationalen Verbindungen sieht es leider nicht viel besser aus.

Sie könnte es sicherlich

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 25.10.2020, 19:32 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich bin mir ausgesprochen sicher, daß die Bahn -wenn sie wollte oder müsste- binnen weniger Tage einen Notfallfahrplan mit angepassten Fahrzeugumläufen aufstellen könnte.

Das könnte und müsste sie auch, wenn aus technischen Gründen eine Fahrzeugbaureihe vorübergehend komplett stillgelegt werden müsste.

Also in den Werkszuführungen sehe ich keine unlösbare Herausforderung. Gar nicht.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Nicht weiter verwunderlich

Münchner, Montag, 26.10.2020, 08:33 (vor 1988 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Bei den Zahlen, die wir täglich hören und die tagtäglich neue Spitzen erreichen, bleibt ein Grossteil eben zu Hause oder fährt mit dem Auto.
Auch die noch strittige, nicht einheitlich geregelte Frage für Urlaubs Übernachtungen schreckt viele von geplanten Fahrten sicher ab.
Das wird sich auch bis min Jahresende nicht bessern.


Es gibt seitens der Bundeskanzlerin seit zwei Wochen die dringende Bitte, auf alle nicht notwendigen Reisen zu verzichten.

Nicht nur vor dem Hintergrund wundert es mich schon, dass die Bahn noch so auf ihrer Linie bei der Stornierung von Fahrkarten beharrt. Damit sorgt sie selbst dafür, dass man es gleich gar nicht erst mehr in Erwägung zieht.

Wenn man sich Lufthansa anschaut, dann kann man dort seit Monaten bei jedem gebuchten Flugticket entweder den Flugtermin verschieben oder das Ticket gegen einen Gutschein stornieren. Das auch nicht nur beim hochpreisigen "Normal-Flug-Ticket".

Man muss differenzieren; meine Erfahrungen

Bahngenießer, Sonntag, 25.10.2020, 14:54 (vor 1989 Tagen) @ Henrik

Wenn ich morgens zwischen 4 und 5 Uhr zur Arbeit fahre, sehe ich in den Zügen und Bussen immer dieselben Berufstätigen. Es sind immer noch 90 Prozent der Fahrgäste im Zug, die vor Corona auch gefahren sind. Die Züge sind auf Teilstrecken zu 100 Prozent ausgelastet. Betriebseinschränkungen wären hier fatal.

Im Nahverkehr würde ich Einschränkungen zur Zeit kaum für geboten ansehen. (Ausnahme: Für Verkehre, die zu mitternächtlicher Stunde oder am Wochenende hauptsächlich von Sauf-Grüppchen benutzt werden, könnte eine Ausdünnung vielleicht nachfragegerecht sein.)

Im Fernverkehr sehe ich große Unterschiede. Da müsste man die verschiedenen IC-/ICE-Linien differenziert betrachten und sich die Fahrgastzahlen genauer anschauen.

Man kann einzelne Zugpaare gar nicht effektiv streichen.

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 25.10.2020, 17:02 (vor 1988 Tagen) @ Bahngenießer

Das Problem ist eben, dass jeder Zug, den man in der Schwachlastzeit nicht fahren lässt dann in der Hauptverkehrszeit fehlt, da es ja Fahrzeugumläufe gibt.

Man kann ganze Linien ausdünnen, aber man kann nicht sagen, dass man von 20 bis 24 Uhr alle Züge ausfallen lässt, da dann kein Fahrzeug mehr pünktlich ins Werk kommt und am nächsten Morgen überall Züge fehlen.

Deswegen fährt der Fernverkehr sein normales Programm, egal ob die Züge nun zu 60 oder nur zu 30% ausgelastet sind.

Wenn, dann sollte man vielleicht die Sprinter nach Berlin aussetzen, wie man es es schon im Frühjahr gemacht hat. Denn die fahren in einem eigenen Umlauf und sind nicht mit anderen Linien verbunden.

Man kann einzelne Zugpaare gar nicht effektiv streichen.

Christian_S, Sonntag, 25.10.2020, 17:33 (vor 1988 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Problem ist eben, dass jeder Zug, den man in der Schwachlastzeit nicht fahren lässt dann in der Hauptverkehrszeit fehlt, da es ja Fahrzeugumläufe gibt.

Das kann man schon machen. Aber es erfordert eine umfangreiche Umplanung, die man nur macht, wenn der Zeitraum es auch erforderlich macht. Bei der aktuellen Ereignislage ists halt schwierig zu erahnen, für wie lange eine solche Angebotsreduzierung Bestand hätte und ob sich daher der Aufwand lohnt.


Man kann ganze Linien ausdünnen, aber man kann nicht sagen, dass man von 20 bis 24 Uhr alle Züge ausfallen lässt, da dann kein Fahrzeug mehr pünktlich ins Werk kommt und am nächsten Morgen überall Züge fehlen.

Das eher weniger, aber man kann halt ganze Umläufe ausfallen lassen. Natürlich nicht nur einen, das muss sich ja zwecks Werksanbindung auch wieder ausgleichen, geht aber zu machen. Reißt natürlich ggf unschöne Taktlücken auf.


Deswegen fährt der Fernverkehr sein normales Programm, egal ob die Züge nun zu 60 oder nur zu 30% ausgelastet sind.

Zur Zeit noch ...


Wenn, dann sollte man vielleicht die Sprinter nach Berlin aussetzen, wie man es es schon im Frühjahr gemacht hat. Denn die fahren in einem eigenen Umlauf und sind nicht mit anderen Linien verbunden.

Das kann man natürlich machen.

Auch im Nahverkehr !

611 040, Erfurt, Sonntag, 25.10.2020, 20:04 (vor 1988 Tagen) @ Henrik

Oder besser in Regionalzügen. Denn die Entfernungen und Reisezeiten sind ja doch manchmal FV-ähnlich.

Ich hab es gestern besonders stark gemerkt: Die meisten Züge mit denen ich fuhr waren lange nicht mehr so stark ausgelastet wie noch im Juni oder Juli, obwohl dort genau die gleichen "Beschränkungen" wie jetzt galten.

Ich fand es schon ungewöhnlich leer, in meinem Stammzug, dem letzten RE2 nach Erfurt waren ab Leinefelde, gerade mal 4-5 Leute, sonst sinds immerhin so 20.

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren. Auf Dauer machen die ganzen Beschränkungen und Verbote mehr kaputt als Corona es überhaupt tun würde.

Grüße 611 040

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

OT: Sehr steile These

Berlin-Express, nähe BPHD, Sonntag, 25.10.2020, 20:07 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren. Auf Dauer machen die ganzen Beschränkungen und Verbote mehr kaputt als Corona es überhaupt tun würde.

Grüße 611 040

Du meinst also, vorübergehend nicht zu verreisen ist schlimmer als eventuell schwer zu erkranken und ggf. zu sterben?

Die letzte Reise ist die längste. Und schönste.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.10.2020, 23:47 (vor 1988 Tagen) @ Berlin-Express

Huhu.

Einziger Haken an der letzten Reise: es gab noch nie einen Reisebericht ...


Schöne Grüße von jörg

Die letzte Reise ist die längste. Und kann ewig andauern.

Henrik, Montag, 26.10.2020, 00:17 (vor 1988 Tagen) @ Der Blaschke

Die letzte Reise ist die längste. Und schönste.

Huhu.

Einziger Haken an der letzten Reise: es gab noch nie einen Reisebericht ...


Schöne Grüße von jörg

hege ich leichte Zweifel.


Ich schrieb einst einen Reisebericht mit Titel ICE 884 über meine ICE-Fahrt vom 03.06.1998.
Einzig.. es blieb nicht meine letzte, sollte es auch nicht sein. war mir klar.

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es ICE-Reisende von jenem Tage gab, deren es tatsächlich die letzte Reise war und sie es auch anschließend zu Papier brachten. war dann auch wohl eher nicht die schönste..

ob sie paar Monate später auch überlegten, eben diesen einzureichen beim Lyrik-Wettbewerb der DB, ist eine andere Frage.

OT: Sehr steile These

Münchner, Montag, 26.10.2020, 09:34 (vor 1988 Tagen) @ Berlin-Express

Du meinst also, vorübergehend nicht zu verreisen ist schlimmer als eventuell schwer zu erkranken und ggf. zu sterben?

Es gibt viele Gründe, warum Leute auf Reise sind, und oft geht es dabei nicht um den Städtetrip am Wochenende.

OT: Sehr steile These

Altmann, Montag, 26.10.2020, 10:01 (vor 1988 Tagen) @ Berlin-Express

Du meinst also, vorübergehend nicht zu verreisen ist schlimmer als eventuell schwer zu erkranken und ggf. zu sterben?

Man kann aber auch daheim sterben (z.B. mit nem Herzinfarkt, verursacht durch Corona-Panik).

Zum Vergleich: Corona-Tote Deutschland bisher rund 10.000
Herzinfarkt-Tote Deutschland jährlich rund 50.000
Krebs-Tote Deutschland jährlich rund 240.000

Aber Herzinfarkt ist (wie auch Krebs) halt nicht sexy, das gibt keine Schlagzeile in der Zeitung.

OT: Sehr steile These

ICE2020, Montag, 26.10.2020, 10:06 (vor 1988 Tagen) @ Altmann

Zum Vergleich: Corona-Tote Deutschland bisher rund 10.000

Was natürlich zu einem nicht unwesentlichen Teil an den Kontrollmaßnahmen liegt. Schau mal in andere Länder, wo das nicht so gut geglückt ist, und dann sehen die Zahlen ganz anders aus. Im Übrigen sind Herzinfarkt und Krebs nicht ansteckend also sicherlich ein schlechter Vergleich.

Aber Herzinfarkt ist (wie auch Krebs) halt nicht sexy, das gibt keine Schlagzeile in der Zeitung.

Sexy ist weder das eine noch das andere.

OT: Sehr steile These

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 26.10.2020, 10:35 (vor 1988 Tagen) @ Altmann

Du meinst also, vorübergehend nicht zu verreisen ist schlimmer als eventuell schwer zu erkranken und ggf. zu sterben?


Man kann aber auch daheim sterben (z.B. mit nem Herzinfarkt, verursacht durch Corona-Panik).

Dass ein Herzinfarkt einzig und allein auf "Corona-Panik" zurückzuführen ist, scheint mir unrealistischer als ein Lottogewinn. Herzinfarkt MIT Corona-Panik oder AN Corona-Panik...? ;-)

Zum Vergleich: Corona-Tote Deutschland bisher rund 10.000

Vorsorge-Paradoxon

Herzinfarkt-Tote Deutschland jährlich rund 50.000

Welche Verhaltensweisen begünstigen denn einen Herzinfarkt? Ist ja nicht so, dass man einen Herzinfarkt von einem Mitmenschen in der U-Bahn kriegt wie einen Schnupfen, oder vom Familienmitglied bei einer feuchtfröhlichen Feier wie Corona...

Krebs-Tote Deutschland jährlich rund 240.000

Und spätestens hier wird der Vergleich lächerlich, weil das Wortl "Krebs" viele komplexe Sachverhalten unzureichend vereinfachert und verallgemeinert.

Ernsthaft, man darf ja die eine oder andere Maßnahme anzweifeln, aber nach mehr als einem halben Jahr "Corona-Pandemie" sollte man die möglichen Folgen einer exponentiellen Ausbreitung doch wirklich nicht mehr verharmlosen.

Reisetipp

GibmirZucker, Montag, 26.10.2020, 00:11 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Reisetipp:
Fahr nach Prag, der EC fährt ja noch.
Bitte schon in Holešovice raus. Dann ein Stück den Berg rauf.
Da gibt es ein schönes Krankenhaus (ja, das wo schon Heydrich war). Lies deinen letzten Absatz dem Personal vor. Und warte die Reaktion ab.

+1

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 26.10.2020, 08:49 (vor 1988 Tagen) @ GibmirZucker

Bitte schon in Holešovice raus. Dann ein Stück den Berg rauf.

Im Landesschnitt steht Prag mit 640 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen gar nicht mal so übel da. :-(
Drei Kreise haben laut https://onemocneni-aktualne.mzcr.cz/covid-19 die 1.000er Marke geknackt, bei vielen ist es nicht mehr weit bis dahin.

Viele Grüße
Sören

Auch im Nahverkehr !

Reservierungszettel, KDU, Montag, 26.10.2020, 00:46 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Oder besser in Regionalzügen. Denn die Entfernungen und Reisezeiten sind ja doch manchmal FV-ähnlich.

Ich hab es gestern besonders stark gemerkt: Die meisten Züge mit denen ich fuhr waren lange nicht mehr so stark ausgelastet wie noch im Juni oder Juli, obwohl dort genau die gleichen "Beschränkungen" wie jetzt galten.

Ich fand es schon ungewöhnlich leer, in meinem Stammzug, dem letzten RE2 nach Erfurt waren ab Leinefelde, gerade mal 4-5 Leute, sonst sinds immerhin so 20.

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren. Auf Dauer machen die ganzen Beschränkungen und Verbote mehr kaputt als Corona es überhaupt tun würde.

Das stimmt nicht ganz - Bahnfahren war zu jeder Zeit in Deutschland möglich.

Ob es gewünscht war ist etwas anderes.

Auf der RB20 merkt man kaum einen Unterschied

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 26.10.2020, 01:21 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Die beiden Züge, welche ich am Samstag befragt hatte, waren rappelvoll. Die Hinfahrt nach Leipzig musste ich die meiste Zeit über stehen, da in meiner Platzgruppe alle Plätze belegt waren.

Auch im Nahverkehr !

ICE2020, Montag, 26.10.2020, 10:04 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren. Auf Dauer machen die ganzen Beschränkungen und Verbote mehr kaputt als Corona es überhaupt tun würde.

Dir ist schon klar, dass die Lage in weiten Teilen Europas jetzt weitaus ernster ist als im März / April?

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 26.10.2020, 10:38 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren. Auf Dauer machen die ganzen Beschränkungen und Verbote mehr kaputt als Corona es überhaupt tun würde.

Grüße 611 040

Was ist dir lieber - arbeitslos oder tot? Hast du noch Eltern, Großeltern? In welchem Alter und welcher körperlichen Verfassung? Wenn alle an Covid-19 schwer erkranken und nur einer davon beatmet werden kann, für wen würdest du dich entscheiden?

Nur mal so zum Nachdenken anregen ...

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Christian_S, Montag, 26.10.2020, 11:25 (vor 1988 Tagen) @ Paladin


Was ist dir lieber - arbeitslos oder tot? Hast du noch Eltern, Großeltern? In welchem Alter und welcher körperlichen Verfassung? Wenn alle an Covid-19 schwer erkranken und nur einer davon beatmet werden kann, für wen würdest du dich entscheiden?

Nur mal so zum Nachdenken anregen ...

Vergiss aber bitte nicht die vielen seelischen Probleme, die durch diese Pandemie und ihre Folgen schon entstanden sind. Hier in Israel haben die Krankenkassen schon Seelsorge-Hotlines für durch die Kontaktverbote vereinsamte Menschen geschaltet und die haben nicht wenig Nachfrage.

Die Mutter des Ehemanns meiner Schwiegermutter lebte schon länger in einem Altersheim. Ihre Kraft zog sie aus den Besuchen ihrer Kinder. Als diese wegen der Krise und des Lockdowns sie nicht mehr besuchen durften vereinsamte sie zusehends. Im Juli starb sie.
Ist nur wichtig, das sie nicht Corona-infiziert war?

Auf keinen Fall sollte man Corona auf die leichte Schulter nehmen! Aber eben bei all den Maßnahmen auch bedenken, was für andere Folgen die Krise für den Menschen haben kann ...

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 26.10.2020, 11:33 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S

Vergiss aber bitte nicht die vielen seelischen Probleme, die durch diese Pandemie und ihre Folgen schon entstanden sind. Hier in Israel haben die Krankenkassen schon Seelsorge-Hotlines für durch die Kontaktverbote vereinsamte Menschen geschaltet und die haben nicht wenig Nachfrage.

Das ist ein nicht zu unterschätzendes und nicht zu vernachlässigendes Dilemma, dem nun bei der zweiten Welle (Zumindest in Deutschland, woanders kann man ja schon von der 3. Welle sprechen) zweifellos besser begegnet werden muss.

Die Mutter des Ehemanns meiner Schwiegermutter lebte schon länger in einem Altersheim. Ihre Kraft zog sie aus den Besuchen ihrer Kinder. Als diese wegen der Krise und des Lockdowns sie nicht mehr besuchen durften vereinsamte sie zusehends. Im Juli starb sie.
Ist nur wichtig, das sie nicht Corona-infiziert war?

Nein, auf gar keinen Fall!

Auf keinen Fall sollte man Corona auf die leichte Schulter nehmen! Aber eben bei all den Maßnahmen auch bedenken, was für andere Folgen die Krise für den Menschen haben kann ...

Da hast du Recht, aber zwischen der von dir beschriebenen Situation und dem Alltag (s.u.) besteht nun doch ein erheblicher Unterschied, oder?

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren.

Natürlich muss es Besuchsmöglichkeiten für die Menschen in sozialen Einrichtungen geben, bzw. müssen diese in irgendeiner Form aufrechterhalten werden. Von einem "normalen Alltag" sind wir jedoch weit entfernt. Mitnichten kann auch die Rede sein von "ewig nur zu Hause bleiben", da war im Frühjahr das Gebot der Stunde, im Sommer bis weit in den Herbst hinein konnte man vielerorts doch ein relativ alltägliches, gutes Leben führen.

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Christian_S, Montag, 26.10.2020, 12:19 (vor 1988 Tagen) @ Paladin

Das ist ein nicht zu unterschätzendes und nicht zu vernachlässigendes Dilemma, dem nun bei der zweiten Welle (Zumindest in Deutschland, woanders kann man ja schon von der 3. Welle sprechen) zweifellos besser begegnet werden muss.

Richtig, deshalb müssen Entscheidungen sorgfällig getroffen werden. Gute Beispiele sieht man ja in Deutschland, wo einige Bundesländer nicht alle Regeln vom Bund bedenkenlos übernehmen, sondern z.B. unsinnige Regeln wie das Beherbergungsverbot auch schnell kippen.


Da hast du Recht, aber zwischen der von dir beschriebenen Situation und dem Alltag (s.u.) besteht nun doch ein erheblicher Unterschied, oder?

Es war ja auch nur ein recht extremes Beispiel. Nicht jeder stirbt an Einsamkeit, aber man muss eben auch bedenken, das man Menschen nicht einfach so "einsperren" im Sinne von Kontakte abschneiden kann. Sicher, auch die Menschen müssen verantwortungsbewusster werden und akzeptieren, das zur Zeit eben nicht alles so geht wie immer. Man darf aber eben auch nicht ins andere Extrem verfallen.


Natürlich muss es Besuchsmöglichkeiten für die Menschen in sozialen Einrichtungen geben, bzw. müssen diese in irgendeiner Form aufrechterhalten werden. Von einem "normalen Alltag" sind wir jedoch weit entfernt. Mitnichten kann auch die Rede sein von "ewig nur zu Hause bleiben", da war im Frühjahr das Gebot der Stunde, im Sommer bis weit in den Herbst hinein konnte man vielerorts doch ein relativ alltägliches, gutes Leben führen.

Was soziale Einrichtungen betrifft, so gab es ja schon bei der 1. Welle sehr positive Beispiele, z.B. in den Niederlanden und auch in Deutschland, wo manche soziale Einrichtungen sogar sehr gute und schützende Möglichkeiten fanden, um Besuche weiterhin zu vermöglichen. Aber es gibt eben auch immer wieder Kommunen oder auch Einrichtungen, denen alles egal ist und die nur 1:1 umsetzen, was der Bund ihnen vorgibt.

Wir hatten hier in Israel ja nun einen weiteren fast 4-wöchigen Lockdown mit Ausgangssperre. Selbst Aktivitäten im Freien waren z.T. verboten und das mitunter völlig unnötig (Strandspaziergänge, Naturschutzparks etc). Man hat die einfachste, generellste Variante gewählt. Folge? Die Proteste gegen die Regierung wurden immer größer, Menschen hielten sich ab der 3. Woche immer weniger an die Regeln und was die Schulschließungen über einen längeren Zeitraum für Auswirkungen haben sieht man an einem bei einer Schlägerei zwischen arabischen und jüdischen Jugendlichen getöteten 17-jährigen - und das geschah in einer sonst absolut problemlosen, friedlichen Gegend. Den jungen Leuten fehlt eben mittlerweile auch die Beschäftigung, das können auch Online-Kurse nicht vollständig ersetzen. Auch sowas muss man bedenken, sonst verliert man eine ganze Generation ...

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Altmann, Montag, 26.10.2020, 12:34 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S

Auch bei uns in Österreich wird es wohl in Kürze den zweiten Lockdown geben (und das bei definitiv wesentlich niedrigeren Infektionszahlen als in Israel).

Was bei uns noch erschwerend dazukommt, ist, dass es hier viele grenzüberschreitende Kontakte gibt, und viele internationale (Wochenend-) Beziehungen.

All diese internationalen Kontakte / Beziehungen sind nun gekappt, und das wohl noch für viele Monate. Das ist für viele Paare keine einfache Situation. Also bei uns betrifft Einsamkeit nicht nur Senioren, und "Besuchsregelungen" gibt es da oft auch keine.

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Christian_S, Montag, 26.10.2020, 13:35 (vor 1988 Tagen) @ Altmann


All diese internationalen Kontakte / Beziehungen sind nun gekappt, und das wohl noch für viele Monate. Das ist für viele Paare keine einfache Situation. Also bei uns betrifft Einsamkeit nicht nur Senioren, und "Besuchsregelungen" gibt es da oft auch keine.

In Israel auch nicht. Das Verbot, sich weiter als 1 km vom Haus zu entfernen schloss auch Paare mit unterschiedlichen Wohnsitzen mit ein. Gerade hier gibts nicht wenige junge Leute, die noch bei ihren Eltern wohnen und der Partner genauso. Fernbrziehungen z.B. Haifa - Tel Aviv sind keine Seltenheit und litten unter den Beschränkungen.

OT: Internationale Beziehungen

Altmann, Montag, 26.10.2020, 15:02 (vor 1988 Tagen) @ Christian_S


All diese internationalen Kontakte / Beziehungen sind nun gekappt, und das wohl noch für viele Monate. Das ist für viele Paare keine einfache Situation. Also bei uns betrifft Einsamkeit nicht nur Senioren, und "Besuchsregelungen" gibt es da oft auch keine.


In Israel auch nicht. Das Verbot, sich weiter als 1 km vom Haus zu entfernen schloss auch Paare mit unterschiedlichen Wohnsitzen mit ein. Gerade hier gibts nicht wenige junge Leute, die noch bei ihren Eltern wohnen und der Partner genauso. Fernbrziehungen z.B. Haifa - Tel Aviv sind keine Seltenheit und litten unter den Beschränkungen.

Ja, aber das galt nur während des Lockdown, richtig? Hier ist z.B. die Grenze zu Ungarn seit 5 Wochen komplett zu, und wird wohl in den nächsten Wochen auch nicht mehr aufgehen. Und Bayern machte nun auch weitgehend dicht (Einreise nur noch mit Covid-19-Test, ab 8.11. nur mit Quarantäne) - und all das eben zeitlich unbefristet und ohne Zusammenhang mit einem Lockdown.

OT: Internationale Beziehungen

Christian_S, Montag, 26.10.2020, 15:16 (vor 1988 Tagen) @ Altmann

Ja, aber das galt nur während des Lockdown, richtig? Hier ist z.B. die Grenze zu Ungarn seit 5 Wochen komplett zu, und wird wohl in den nächsten Wochen auch nicht mehr aufgehen. Und Bayern machte nun auch weitgehend dicht (Einreise nur noch mit Covid-19-Test, ab 8.11. nur mit Quarantäne) - und all das eben zeitlich unbefristet und ohne Zusammenhang mit einem Lockdown.

Alles richtig, ich brachte es eher als Beispiel dafür, das selbst dieser Zeitraum den Leuten schon sehr zusetzte und daher ein Zustand wie zwischen einigen europäischen Ländern noch viel kritischer ist und schnell kippen kann.
Auch Deutschland denkt ja bei seinen Reiseregeln immer nur an seine Urlauber und nie an internationale Paare, Familien etc.

OT: Internationale Beziehungen

Münchner, Dienstag, 27.10.2020, 08:09 (vor 1987 Tagen) @ Christian_S

Auch Deutschland denkt ja bei seinen Reiseregeln immer nur an seine Urlauber und nie an internationale Paare, Familien etc.

Die haben eben keine Lobby. Ist leider so.

Es gewinnt immer der, der am lautesten schreit. Deshalb gab es für die Fußball-BL gleich ganz am Anfang erhebliche Lockerungen. Der Deutsche Reiseverband gehört auch mit in den Kreis der Schreihälse.

OT: Internationale Beziehungen

Altmann, Dienstag, 27.10.2020, 09:27 (vor 1987 Tagen) @ Münchner

Gestern Bericht im ORF über die Situation an der Grenze:

Das Pferd einer Österreicherin steht in Bayern im Stall. Sie darf es nicht versorgen.

Österreichische Schüler einer Schule in Bayern dürfen nicht in die Schule. Distance-Learning bietet die Schule nicht an. Wie sollen sie dem Unterricht folgen?

...

OT: Internationale Beziehungen

Christian_S, Dienstag, 27.10.2020, 09:37 (vor 1987 Tagen) @ Altmann

Gestern Bericht im ORF über die Situation an der Grenze:

Das Pferd einer Österreicherin steht in Bayern im Stall. Sie darf es nicht versorgen.

Österreichische Schüler einer Schule in Bayern dürfen nicht in die Schule. Distance-Learning bietet die Schule nicht an. Wie sollen sie dem Unterricht folgen?

...

Und was ist die Moral aus der Geschichte? War das Europa der offenen Grenzen doch nicht so gut? Sollte man das in Zukunft wieder verschärfen? Das z.B. für das österreiche Pferd in Bayern eine Aufenthaltsgenehmigung nötig ist und für die Besitzerin ein Visum zum Grenzübertritt? Oder die Schüler aus Österreich wieder ausschliesslich österreichische Schulen besuchen dürfen?

Du verstehst sicher, was ich damit sagen will :-) Man sieht in der Krise auf einmal Probleme, die vorher längst keiner mehr im Sinn hatte ...

OT: Internationale Beziehungen

sflori, Dienstag, 27.10.2020, 09:38 (vor 1987 Tagen) @ Christian_S

Man sieht in der Krise auf einmal Probleme, die vorher längst keiner mehr im Sinn hatte ...

Das ist eigentlich etwas, auf das wir alle sehr stolz sein können, finde ich. :)


Bye. Flo.

OT: Internationale Beziehungen

Christian_S, Dienstag, 27.10.2020, 09:58 (vor 1987 Tagen) @ sflori


Das ist eigentlich etwas, auf das wir alle sehr stolz sein können, finde ich. :)

An sich ja, aber die jetzige Situation offenbart ganz plötzlich Probleme, an die vorher keiner je gedacht hätte. Und die Politik entscheidet im Großen, nimmt also auf sowas eher gar keine Rücksicht ...

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Münchner, Dienstag, 27.10.2020, 08:14 (vor 1987 Tagen) @ Christian_S
bearbeitet von Münchner, Dienstag, 27.10.2020, 08:17

Wir hatten hier in Israel ja nun einen weiteren fast 4-wöchigen Lockdown mit Ausgangssperre. Selbst Aktivitäten im Freien waren z.T. verboten und das mitunter völlig unnötig (Strandspaziergänge, Naturschutzparks etc).


Da hat man sich in Deutschland aber auch kein Ruhmesblatt verdient. In Bayern wurden auch Leute von Parkbänken vertrieben, die dort weit und breit alleine in der Frühjahrssonne ein Buch gelesen haben. In anderen Städten hat man im April / Mai Sonntag um 21:00 Uhr noch für Verstöße gegen Regeln kassiert, die drei Stunden später ohnehin aufgehoben wurden.

Man hat die einfachste, generellste Variante gewählt. Folge? Die Proteste gegen die Regierung wurden immer größer, Menschen hielten sich ab der 3. Woche immer weniger an die Regeln


Die Stimmung wird immer gereizter und das merkt man auch in Deutschland sehr deutlich. Auch ist zu erwarten, dass man bei den nächsten Schritten auch den einfachsten Weg geht. Gastronomie zwangsschließen ist eben einfacher, als wenn man den Sommer über was für die Schulen getan hätte.

und was die Schulschließungen über einen längeren Zeitraum für Auswirkungen haben sieht man an einem bei einer Schlägerei zwischen arabischen und jüdischen Jugendlichen getöteten 17-jährigen - und das geschah in einer sonst absolut problemlosen, friedlichen Gegend. Den jungen Leuten fehlt eben mittlerweile auch die Beschäftigung, das können auch Online-Kurse nicht vollständig ersetzen. Auch sowas muss man bedenken, sonst verliert man eine ganze Generation


Ich befürchte, der große Knall steht uns erst noch bevor und das wird auch keiner aus medizinischer Richtung sein. Langsam realisieren die Leute, dass es sich eben um nichts handelt, was in ein paar Monaten vorbei ist. Wenn man sich anschaut, wie lange eine Impfstoffentwicklung normalerweise dauert, dann kann man hier von einem Zeitraum von Jahren ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das regelmäßige komplette Runterfahren des gesamten Lebens auf Dauer durchhält. Das mag in der Welt von Virologen so klappen. Andere Konzepte hat man aber nicht.

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 27.10.2020, 08:56 (vor 1987 Tagen) @ Münchner

Ich befürchte, der große Knall steht uns erst noch bevor und das wird auch keiner aus medizinischer Richtung sein. Langsam realisieren die Leute, dass es sich eben um nichts handelt, was in ein paar Monaten vorbei ist. Wenn man sich anschaut, wie lange eine Impfstoffentwicklung normalerweise dauert, dann kann man hier von einem Zeitraum von Jahren ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das regelmäßige komplette Runterfahren des gesamten Lebens auf Dauer durchhält. Das mag in der Welt von Virologen so klappen. Andere Konzepte hat man aber nicht.

Unsinn. Die ersten Impfstoffe werden im kommenden Jahr der breiten Masse zur Verfügung gestellt werden. Allein: Wer möchte sich gern einen neu entwickelten Impfstoff spritzen lassen, der nicht die gängigen jahrelangen Zulassungen durchlaufen hat? In Deutschland sehe ich das kritisch, wenn es hier nicht zu massenhaft Toten im Winter kommt. Und das wünsche ich keinem! In anderen Ländern ist die Bereitschaft aufgrund der inländischen worst-case-Erfahrungen mit Corona wahrscheinlich schlimmer.

... ansonsten: Ein Virologe spricht über sein Fachgebiet und was aus seiner Berufsperspektive das Beste ist. Es ist nicht seine Aufgabe, das volkswirtschaftlich zu beurteilen. Das kann er auch gar nicht, dafür fehlt ihm das Know-how.

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Münchner, Dienstag, 27.10.2020, 09:30 (vor 1987 Tagen) @ Paladin

Unsinn. Die ersten Impfstoffe werden im kommenden Jahr der breiten Masse zur Verfügung gestellt werden. Allein: Wer möchte sich gern einen neu entwickelten Impfstoff spritzen lassen, der nicht die gängigen jahrelangen Zulassungen durchlaufen hat?


Das hängt sehr vom Impfstoff ab. Ist es einer, der dann eben einfach bloß nichts nützt oder läuft man Gefahr, hier enorme Langzeitschäden bekommen zu könne. Vor letzterem Hintergrund sehe ich die mRNA-Impfstoffe sehr kritisch. Hier arbeitet man nur nicht nur im Bereich des Genoms rum, hier fehlt auch jegliche Langzeiterfahrung.


Der Möglichkeit, dass es nicht wirkt, ist man sich bewusst. Man redet ja ganz offen davon, die Maßnahmen auch mit Impfung noch lange aufrecht zu erhalten. Und das hängt nicht nur daran, dass man eine Zeit braucht, bis man eine höhere Impfquote hat.

In Deutschland sehe ich das kritisch, wenn es hier nicht zu massenhaft Toten im Winter kommt. Und das wünsche ich keinem! In anderen Ländern ist die Bereitschaft aufgrund der inländischen worst-case-Erfahrungen mit Corona wahrscheinlich schlimmer.

Auch die anderen werden keine Lust haben, sich als Versuchkaninchen für innovative Lösungen herzugeben.

... ansonsten: Ein Virologe spricht über sein Fachgebiet und was aus seiner Berufsperspektive das Beste ist. Es ist nicht seine Aufgabe, das volkswirtschaftlich zu beurteilen. Das kann er auch gar nicht, dafür fehlt ihm das Know-how.


Das nehme ich einem Virologe auch nicht übel. Ich finde es aber sehr bedenklich, wenn für Entscheidungen ausschließlich die Meinung von Virologen rangezogen wird.

Nur mal so zum Nachdenken anregen...

Christian_S, Dienstag, 27.10.2020, 09:32 (vor 1987 Tagen) @ Paladin

Unsinn. Die ersten Impfstoffe werden im kommenden Jahr der breiten Masse zur Verfügung gestellt werden. Allein: Wer möchte sich gern einen neu entwickelten Impfstoff spritzen lassen, der nicht die gängigen jahrelangen Zulassungen durchlaufen hat? In Deutschland sehe ich das kritisch, wenn es hier nicht zu massenhaft Toten im Winter kommt. Und das wünsche ich keinem! In anderen Ländern ist die Bereitschaft aufgrund der inländischen worst-case-Erfahrungen mit Corona wahrscheinlich schlimmer.

Das halte ich nicht für Unsinn, sondern durchaus für eine richtige Aussage Deines Vorredners. Natürlich, ja, man hat einen Impfstoff, der getestet wurde. Aber über Langzeitwirkungen hat man noch keine wirklichen Aussagen. Hier in Israel wird der zugelassene Impfstoff nun an die Bevölkerung verteilt - an einen zunächst kleinen Teil, vor allem an Risikogruppen. Erst danach und mit weiteren Erfahrungen erfolgt die weitere Verteilung, eben weil man erstens gar nicht soviel produzieren kann und zweitens auch mögliche Langzeitfolgen über z.B. 6 Monate abwarten will. Bis 9 Millionen Einwohner hier geimpft sind vergeht weit mehr als ein Jahr, eher mehr. Schau Dir die Bevölkerungszahl z.B. in Deutschland an, dann weisst Du ungefähr, von welchen Dimensionen die Rede ist.


... ansonsten: Ein Virologe spricht über sein Fachgebiet und was aus seiner Berufsperspektive das Beste ist. Es ist nicht seine Aufgabe, das volkswirtschaftlich zu beurteilen. Das kann er auch gar nicht, dafür fehlt ihm das Know-how.

Das stimmt, aber dann sollte man eben auch nicht ausschließlich das machen, was Virologen sagen. Wir haben hier mit unserem "Projektor" da so unsere Erfahrungen gemacht ... die Zahlen sanken dank seines Lockdowns logischerweise, also hat er aus seiner Sicht seine Arbeit gemacht. Die Folgen außerhalb der medizinischen Sicht sind aber noch gar nicht abschätzbar. Umso schlimmer, dass man hauptsächlich seinen Empfehlungen folgte. Naja, ihm wirds egal sein, gut Geld hat er damit jetzt sicher gemacht ...

Vergleich mit der spanischen Grippe 1918/1919

Bahngenießer, Dienstag, 27.10.2020, 23:46 (vor 1986 Tagen) @ Münchner
bearbeitet von Bahngenießer, Dienstag, 27.10.2020, 23:47


Ich befürchte, der große Knall steht uns erst noch bevor und das wird auch keiner aus medizinischer Richtung sein. Langsam realisieren die Leute, dass es sich eben um nichts handelt, was in ein paar Monaten vorbei ist. Wenn man sich anschaut, wie lange eine Impfstoffentwicklung normalerweise dauert, dann kann man hier von einem Zeitraum von Jahren ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das regelmäßige komplette Runterfahren des gesamten Lebens auf Dauer durchhält. Das mag in der Welt von Virologen so klappen. Andere Konzepte hat man aber nicht.

Da kann man schon Parallelen mit der spanischen Grippe 1918/1919 ziehen:
- Im Frühjahr 1918 war die erste Welle, im Oktober/November 1918 kam eine ganz große und furchtbare zweite Welle. (Die dritte Welle im Frühjahr 1919 war nicht mehr so groß, danach kamen nur noch kleinere Wellen.)
- Es gab auch "Lockdowns" (Ausgehverbote, Konzertverbote, Oper-/Theaterschließungen), sie betrafen aber nicht den Einzelhandel. Auch "Quarantäne" und Nachverfolgung gab es.
- Obwohl es auch nach dem Frühjahr 1919 noch viele Tote gab, fand sich die Bevölkerung zunehmend mit der Situation ab. Die Zeitungen berichteten immer weniger, die Bürger akzeptierten die Maßnahmen immer weniger, es gab schließlich auch immer weniger Maßnahmen.
- Und irgendwann hatten andere aktuelle Themen die spanische Grippe in ihrer Wichtigkeit abgelöst. Weitgehend vorbei war die Pandemie aber eher erst 1920 oder 1921.

Vergleich span. Grippe - Sehr informativ, danke!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 28.10.2020, 00:07 (vor 1986 Tagen) @ Bahngenießer

- kein Text -

Vergleich mit der spanischen Grippe 1918/1919

Münchner, Mittwoch, 28.10.2020, 09:37 (vor 1986 Tagen) @ Bahngenießer

Da kann man schon Parallelen mit der spanischen Grippe 1918/1919 ziehen:
- Im Frühjahr 1918 war die erste Welle, im Oktober/November 1918 kam eine ganz große und furchtbare zweite Welle. (Die dritte Welle im Frühjahr 1919 war nicht mehr so groß, danach kamen nur noch kleinere Wellen.)
- Es gab auch "Lockdowns" (Ausgehverbote, Konzertverbote, Oper-/Theaterschließungen), sie betrafen aber nicht den Einzelhandel. Auch "Quarantäne" und Nachverfolgung gab es.
- Obwohl es auch nach dem Frühjahr 1919 noch viele Tote gab, fand sich die Bevölkerung zunehmend mit der Situation ab. Die Zeitungen berichteten immer weniger, die Bürger akzeptierten die Maßnahmen immer weniger, es gab schließlich auch immer weniger Maßnahmen.
- Und irgendwann hatten andere aktuelle Themen die spanische Grippe in ihrer Wichtigkeit abgelöst. Weitgehend vorbei war die Pandemie aber eher erst 1920 oder 1921.


Es gibt eine Übersicht über bekannte Grippepandemien seit ca. 1890. Daraus lässt sich ablesen, dass solche Pandemien in Wellen verlaufen und um die zwei, in einem Fall bis hin zu sechs Jahren dauern.

Bei der spanische Grippe gibt es noch zwei Besonderheiten: Zum einen, dass der Erreger im Sommer 1918 eine Mutation durchgemacht hat, die zu der tödlichen Variante geführt hat, die man im Herbst 1918 erlebt hat. Zum anderen, dass die Menschen kriegsbedingt ohnehin schon stark geschwächt waren.

Was mir aber auffällt: Meine Großeltern haben von allem möglichen gesprochen, aber nie von der spanischen Grippe. Im Gespräch mit Freunden habe ich festgestellt, dass es bei denen ähnlich war. Also scheint die spanische Grippe zu dem Zeitpunkt gar nicht als die Horrorpandemie wahrgenommen worden zu sein, wie man es uns heute verkauft.

Ein anderer Punkt: Man motiviert die Lockdown-Maßnahmen mit dem Beispiel von St. Louis in den USA, die im Gegensatz zu allen anderen strenge Maßnahmen hatten und dadurch besser weggekommen sind. Was man unterschlägt: St. Louis hatte während der Flut seine Dämme hochgezogen und nachdem die Flut weg war, wieder abgebaut. Nachdem nun die anderen ringsherum immun waren, konnte es auch St. Louis nicht mehr treffen, weil sich die Leute dort nirgendwo mehr anstecken können. Das kann heute nicht passieren, da die Immunität bei den anderen fehlt.

Wie das weiter geht ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 28.10.2020, 15:54 (vor 1986 Tagen) @ Münchner

Huhu.

Ich befürchte, der große Knall steht uns erst noch bevor und das wird auch keiner aus medizinischer Richtung sein. Langsam realisieren die Leute, dass es sich eben um nichts handelt, was in ein paar Monaten vorbei ist. Wenn man sich anschaut, wie lange eine Impfstoffentwicklung normalerweise dauert, dann kann man hier von einem Zeitraum von Jahren ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das regelmäßige komplette Runterfahren des gesamten Lebens auf Dauer durchhält. Das mag in der Welt von Virologen so klappen. Andere Konzepte hat man aber nicht.

Doch, die hat man. Will man aber nicht anwenden.

Jetzt spielen wir erstmal Jojo. November alles dicht. Dezember alles offen. Dann steigen die Zahlen natürlich wieder. Januar Februar wieder alles dicht. Zu Ostern wieder offen. Dann ist der Bürger derart eingeschüchtert und verängstigt, dass er dann alles macht, was die Regierung befiehlt, nur damit alles offen bleibt.

Und genau darum geht es. Im Zeitalter der Demokratisierung der Meinung durch das Internet ist die Pandemie der letzte Versuch der Politik, die Meinungsmachthoheit zu behalten. Wen z.B. interessiert heutzutage noch irgendeine Parlamentsdebatte. Genau ...

In Zukunft heißt es: wer nicht haargenau das macht, was wir von der Regierung sagen, gefährdet den Wohlstand. Und wird geächtet oder bestraft. Bei Millionen wird das kurzfristig verfangen. Bei der nächsten Bundestagswahl, so sie stattfindet, wird sich das System noch ein letztes Mal retten können. Aber auf Dauer hat auch das keinen Erfolg. Denn wachsame Bürger gibt es immer; die kann man nie alle töten oder einsperren. Also geht die Strategie langfristig auch nicht auf. Ging sie in der DDR nicht; aktuell bricht Belarus langsam zusammen. Und hier wird es genau so kommen. Soziale Unruhen und der Systemzusammenbruch sind die Folge. Die Frage ist nur, wann und wie schnell.

Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Ich weiß natürlich, dass jetzt alle wieder den Kopf schütteln und sich aufregen über das Geschreibsel. Ist ja auch okay. Und wir dürfen ja auch gerne darüber diskutieren, ob der ICE 1 im Jahr 2030 noch den Sprinter Hamburg Köln bestückt. Es wird zwar so nicht kommen, wie wir uns es heute denken. Aber die Phantasie wird uns keine Regierung dieser Welt je verbieten.


Schöne Grüße von jörg

Papa Jörg, bitte kommen

MC_Hans, 8001376, Mittwoch, 28.10.2020, 16:39 (vor 1985 Tagen) @ Der Blaschke

Und genau darum geht es. Im Zeitalter der Demokratisierung der Meinung durch das Internet ist die Pandemie der letzte Versuch der Politik, die Meinungsmachthoheit zu behalten.

Hilfe, mein Aluhut ist verrutscht :( Die darauf befindliche Antenne empfängt rätselhafte Signale.

Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Ich weiß natürlich, dass jetzt alle wieder den Kopf schütteln und sich aufregen über das Geschreibsel.

Wenn ich meinen Kopf noch mehr schüttele, gefährde ich den Sitz meines Aluhuts doch nur noch weiter...


;-)

Naja Blaschi hat ja Recht...

gbstngrtz, Mittwoch, 28.10.2020, 17:01 (vor 1985 Tagen) @ MC_Hans

mit dem was er schreibt, denn genauso wie Papa Blaschi das geschrieben hat, wird es auch kommen letztlich!
Die Wahrheit gefällt natürlich nicht jedem, aber das ist ja klar...

Naja Blaschi hat ja seine eigenen Worte...

Henrik, Donnerstag, 29.10.2020, 01:19 (vor 1985 Tagen) @ gbstngrtz

Und genau darum geht es. Im Zeitalter der Demokratisierung der Meinung durch das Internet ist die Pandemie der letzte Versuch der Politik, die Meinungsmachthoheit zu behalten.

Hilfe, mein Aluhut ist verrutscht :( Die darauf befindliche Antenne empfängt rätselhafte Signale.

mit dem was er schreibt, denn genauso wie Papa Blaschi das geschrieben hat, wird es auch kommen letztlich!
Die Wahrheit gefällt natürlich nicht jedem, aber das ist ja klar...

;)
*hehe*

klar..
Volker Pispers sagte,
der Mensch ist in der Lage, die offensichtliche Wahrheit zu leugnen,
kennt jeder im Alltag,
"Du, es regnet" - "Ist nicht wahr"

Nur gings nicht darum,
auch nicht darum, dass Blaschke etwas vorhersagen wollte,
ganz im Gegenteil, er wollte eine Handlung in der Gegenwart beschreiben mit seinen Worten,
eine unterschwellige, nicht offene, sondern insgeheim gewollte Intention.
Das erfüllt alle Kriterien einer Verschwörungstheorie.
Da stellt sich einfach nur die Frage, wie ernst er seine eigenen Worte selbst nimmt und wie ernst man seine Worte nimmt.
mehr nicht.

rein sachlich ist es ja eher so, dass das Vertrauen in die Institutionen in diesem Jahr insgesamt massiv zugenommen hat,
vordergründig das Vertrauen in die Wissenschaft und sich die administrative Politik diesem größtenteils angeschlossen hat und daraus auch von größeren Vertrauen genießt - auch nach mittlerweilen über 6 Monaten weiterhin.

Bitte keine Fakenews verbreiten.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 28.10.2020, 17:08 (vor 1985 Tagen) @ MC_Hans

Hallo.

Ich bin kein Papa. Und wünsche das auch nicht. Ich möchte nicht, dass meine Gene weitergegeben werden. Ich möchte niemandem zumuten, mein Sproß zu sein.

Auch von Hüten rate ich ab. Die behindern die Durchlüftung. Ich habe es übrigens anläßlich eines CT schriftlich, dass in meinem Kopf sogar die Hohlräume gut durchlüftet sind. Alles in Ordnung bei mir.

Ansonsten empfehle ich, zwischen den Zeilen zu lesen. Die aktuellen Maßnahmen sollen doch nur dazu dienen, Weihnachten friedlich feiern zu können. Von Januar ist da keine Rede. Also setz einfach mal den Hut ab und schau in die Ferne und durchdenke einfach mal alles.

Natürlich gibt es das Corona-Virus. Und natürlich hat das auch eine Brisanz. Das ist aber nicht BSE. Befällt also nicht das Gehirn. Aber leider hat Curt Goetz wohl doch Recht: allen ist das Denken erlaubt - vielen bleibt es erspart.


Schöne Grüße von jörg

Bitte keine Fakenews verbreiten.

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 28.10.2020, 23:02 (vor 1985 Tagen) @ Der Blaschke

Auch von Hüten rate ich ab. Die behindern die Durchlüftung. Ich habe es übrigens anläßlich eines CT schriftlich, dass in meinem Kopf sogar die Hohlräume gut durchlüftet sind. Alles in Ordnung bei mir.

Soso, du bist im Umkehrschluss also auch Maskengegner - die behindern nämlich auch die Durchlüftung :)

Danke & Kurzreplik

GUM, Freitag, 30.10.2020, 07:23 (vor 1984 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu & danke für diesen Beitrag, Jörg!

Eine These möchte und darf (?) ich gleich anfangs widerlegen. Denn sobald einer den Kopf nicht schüttelt, kannst Du nicht mehr schreiben "alle".

Ich habe ihn nicht geschüttelt.

Die Hauptproblematik bei den derzeitigen Maßnahmen ist, dass wir derzeit mehr eine Staatsratsvorsitzende, denn eine Bundeskanzlerin haben.

Unsere verfassungsgebende Versammlung hat ja damals eine starke Stellung des Parlaments vorgesehen. Dieses wurde komplett übergangen.

Ebenso der übliche Weg mit Ausfertigung der Gesetze, Einspruchsmöglichkeit zumindest der Verfassungsorgane beim obersten Urkundsbeamten und dann in Kraft treten.

Heutzutage treten Empfehlungen schon mit einem nicht barrierefreien Podcast in Kraft. Und Grundrechts-Einschränkungen durch eine Tagung der Staatsratsvor mmm Bundeskanzlerin und der Bez mmm Ministerpräsidenten.

Das ist traurig.

Und alles, weil eine einzige Person ihre hervorgehobene, aber nicht Alkeinherrscher-Stellung in der Demokratie nicht verstanden hat.

Wie es weitergeht: Ganz normal, diesmal schwarz-grün. Denn grün leistet auch einen täglichen, wertvollen Beitrag bei der Einschüchterung.

Und die Übertragung der Kompetenzen nach oben ist eh fast abgeschlossen. Nichts wird sich tun, ausser dass "gelb" 2025 wieder 12+ Prozent erreicht.

Deshalb passt auf Euch auf.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Bitte Schluss mit diesem Zeug

platz42, Freitag, 30.10.2020, 07:40 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Kann das Forum bitte wieder zu einem Bahnforum werden und weg von diesem Unsinn?

"Staatsratsvorsitzende", ich glaubs nicht. Können die Admins nicht mal einschreiten? Dieser Verschwörungskram gehört hier einfach nicht hin. Ist doch kein Afdp-Forum.

Danke für die Einwendung, Platz 42!

GUM, Freitag, 30.10.2020, 08:39 (vor 1984 Tagen) @ platz42
bearbeitet von GUM, Freitag, 30.10.2020, 08:40

Kann das Forum bitte wieder zu einem Bahnforum werden und weg von diesem Unsinn?

"Staatsratsvorsitzende", ich glaubs nicht. Können die Admins nicht mal einschreiten? Dieser Verschwörungskram gehört hier einfach nicht hin. Ist doch kein Afdp-Forum.

Danke für Deinen Beitrag, platz42!

Ich habe lediglich dargestellt wie schnell und ohne Vorwarnung die Fahrgastzahlen im Fernverkehr einbrechen können.

Da Du gleichzeitig die AfD- und Aluhut-/Verschwörungs-Keule schwingst:

Ziemlich viele Oppositions-Politiker warnen vor einer enormen Handlungsgeschwindigkeit und der Schwächung der Parlamente.

Ich habe nichts anderes beschrieben, was der gelbe Abgeordnete aus Schleswig-Holstein auch getan hat. Er ruft sogar zu Klagen auf.

Und der Begriff "Staatsratsvorsitzende" überhöht das, was passiert ist. Es wird nicht erst im Parlament diskutiert und dann beschlossen. Sondern 17 Personen setzen sich zusammen und auch die Bundesländer-Parlamente werden nicht gefragt.

Im Gegensatz zu Erlassen des Präsidenten in den USA ist halt hier die Stellung des Bundeskanzlers eher in das Parlament und Entscheidungsfindung integriert.

Das Parlament in Berlin hat mehr Initiativrechte, als in anderen Demokratien.

Die Entscheidungsfindung ist die Woche entgleist, mit allen negativen Folgen für Bahnhofskioske und Mieter.

Liebe Grüße

GUM

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Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Danke für die Einwendung, Platz 42!

Ösi, Freitag, 30.10.2020, 08:52 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Der Unterschied ist, dass die Ministerpräsidenten (und Landräte und Bürgermeister) auf der Basis eines Gesetzes, das der Bundestag beschlossen hat, agieren. Und die Gerichte diese Verordnungen genauso wie auf deren Basis erkannte Strafen auch wieder aufheben können. Ulbricht und Honecker konnten hingegen tatsächlich durchregieren.

Danke!

GUM, Freitag, 30.10.2020, 09:22 (vor 1984 Tagen) @ Ösi

- kein Text -

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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Danke & Kurzreplik

platz42, Freitag, 30.10.2020, 07:45 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Lieber GUM,

Du willst sicher keinen selfmade-Mann am Steuer Deines Triebzugs haben. Das ist richtig so. Aber mit Do-it-yourself-Verfassungsjuristen ist es kein Stück besser. Das glauben nur leider viele, weil keine Knöpfe dran sind.

Was willst du uns damit sagen?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Freitag, 30.10.2020, 08:43 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Huhu & danke für diesen Beitrag, Jörg!

Eine These möchte und darf (?) ich gleich anfangs widerlegen. Denn sobald einer den Kopf nicht schüttelt, kannst Du nicht mehr schreiben "alle".

Ich habe ihn nicht geschüttelt.

Die Hauptproblematik bei den derzeitigen Maßnahmen ist, dass wir derzeit mehr eine Staatsratsvorsitzende, denn eine Bundeskanzlerin haben.

Unsere verfassungsgebende Versammlung hat ja damals eine starke Stellung des Parlaments vorgesehen. Dieses wurde komplett übergangen.

Ebenso der übliche Weg mit Ausfertigung der Gesetze, Einspruchsmöglichkeit zumindest der Verfassungsorgane beim obersten Urkundsbeamten und dann in Kraft treten.

Heutzutage treten Empfehlungen schon mit einem nicht barrierefreien Podcast in Kraft. Und Grundrechts-Einschränkungen durch eine Tagung der Staatsratsvor mmm Bundeskanzlerin und der Bez mmm Ministerpräsidenten.

Das ist traurig.

Und alles, weil eine einzige Person ihre hervorgehobene, aber nicht Alkeinherrscher-Stellung in der Demokratie nicht verstanden hat.

Wie es weitergeht: Ganz normal, diesmal schwarz-grün. Denn grün leistet auch einen täglichen, wertvollen Beitrag bei der Einschüchterung.

Und die Übertragung der Kompetenzen nach oben ist eh fast abgeschlossen. Nichts wird sich tun, ausser dass "gelb" 2025 wieder 12+ Prozent erreicht.

Deshalb passt auf Euch auf.

Liebe Grüße

GUM

Moin

egal wie du dieses Verfassungsorgan der Republik nennst, es ist schon erstaunlich, wie du hier argumentierst und dich ein gehöriges Stück in das Fahrwasser von Verschwörungstheoretikern begibst. Allein das ist genaugenommen ein Abdriften, was es unmöglich macht, eine plausible nachhaltige Diskussion zu führen. Du berufst dich auf Grundrechtseinschränkungen, was dein gutes Recht ist. Aber bedenke immer den Vorsatz, was ist das Grundrecht eines einzelnen Wert, wenn einhundert andere dadurch Schaden nehmen. Die Auswirkungen der Post-Corona Erscheinungen sind sicher nicht von den betroffenen herbeigeredet und auf psychische Faktoren zurückzuführen. Von daher sehe ich - nur ich - der Schutz der Allgemeinheit steht über dem Grundrecht eines Einzelnen - das ist auch schon durch diverse Einzelentscheidungen diverser Gerichte festgestellt worden.
Was man aber durchaus kritisieren kann, da bin ich ca. 1% bei dir, wie man diese Situation politisch bewältigt und dabei keinen im Regen stehen lässt - Stichwort Kulturschaffende. Da muss sich die Politik gehörig hinsetzten und ihre Aufgaben angehen. Es kann nicht sein, dass diese mit ihren Problemen allein gelassen werden und andere Bereiche mit x Milliarden Euro abgefedert werden.
Also statt dich einer Verschwörungsclique anzuschließen, wäre es gut, wenn du deine Gedanken zu Bewältigung zur Diskussion stellst und man sich darüber austauscht. Vorschläge habe ich bisher von dir und auch von den Oppositionsparteien im Bundestag nicht wirklich wahrgenommen. Von außen, ohne das man handelnder Akteur ist, ist es immer sehr einfach, zu rufen, reicht nicht oder das ist falsch.
Ich denke schon, dass es der Föderalismus hier ein Stück weit ausgesetzt werden muss und die Regierung inkl ihrer Chefin das Heft des Handelns übernehmen muss und rechtskonforme Grundsatzentscheidungen für alle trifft ohne sich zu kümmern, was sagen die Wähler und Lobbygruppen dazu. Das man es einen ganzen Sommer lang versäumt hat, sich für eine zweite (größere) Welle zu wappnen, steht für mich ausßer Frage. Aber ich rede deshalb nicht in der Art wie du es hier gerade (mehrfach) tust.

--
Gruß
Uwe

Bewußt kein Troll - Alarm ...

Garfield_1905, Freitag, 30.10.2020, 09:06 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Die Hauptproblematik bei den derzeitigen Maßnahmen ist, dass wir derzeit mehr eine Staatsratsvorsitzende, denn eine Bundeskanzlerin haben.

Inhaltlich werde ich Dir nicht antworten, weil ich wie 'platz42' der Meinung bin, das diese Diskussion hier ausufert und in diesem Ausmaß nicht hierher gehört. Kann man anders sehen, okay, aber es ist meine Meinung.

Ich kann mich dran erinnern, das Du vor ein paar Wochen 3x am Tag einen sog. 'Troll - Alarm' (was immer das auch sein mag ...) ausgelöst hast, weil Du der Meinung warst, das der Schreiber andere Leute beleidigt hat. War schon damals m.E. nicht der Fall, aber wenn Du heute ein ordentlich gewähltes Verfasssungsorgan als 'Staatsratsvorsitzende' bezeichnest, überzieht das m.E. bei weitem das Zulässige, auch oder gerade wenn Frau Merkel m.W. nicht als Userin hier im Forum registriert ist. Ich habe Frau Merkel und ihre Partei noch nie gewählt und werde das aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht tun. Aber diese Bezeichnungen gehören sich unter Demokraten einfach nicht !

So, und geht's hoffentlich in erster Linie wieder um die Bahn.

Danke für Deinen Hinweis!

GUM, Freitag, 30.10.2020, 09:28 (vor 1984 Tagen) @ Garfield_1905

Hallo Garfield_1905,

danke für Deinen Hinweis.

Ich nehme diesen gerne auf und ziehe den Begriff der Staatsratsvorsitzenden zurück.

Falls diese Darstellung jemanden verletzt hat entschuldige ich mich dafür.

Und hoffe, dass es unabhängig davon eine neue Kulanz-Lösung für Sparpreise gibt.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Danke & Kurzreplik

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 30.10.2020, 09:41 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Und die Übertragung der Kompetenzen nach oben ist eh fast abgeschlossen. Nichts wird sich tun, ausser dass "gelb" 2025 wieder 12+ Prozent erreicht.

Hoffen wir Mal, dass das nicht passiert, und die Pünktchenpartei vielleicht sogar das eine oder andere Mal ihr wahres Gesicht als Neonazi-Kollaborateurin zeigt. Dann könnten sogar 2% oder noch weniger drin sein.

Niemand braucht Rechtsradikale und ihre Unterstützer_innen!

--
Weg mit dem 4744!

Die FDP macht vieles falsch ...

Ösi, Freitag, 30.10.2020, 09:58 (vor 1984 Tagen) @ JeDi

... aber Rechtsradikalität oder das Unterstützen von Rechtsradikalen kann man ihr als Partei nicht vorwerfen.

+1

heinz11, Freitag, 30.10.2020, 10:31 (vor 1984 Tagen) @ Ösi

- kein Text -

Immer diese Pseudo-Dilemmas

Ösi, Montag, 26.10.2020, 12:38 (vor 1988 Tagen) @ Paladin

Es gibt zahlreiche Alternativen zum Lockdown, aber die hätte man in den letzten Monaten auch umsetzen müssen.

Contact Tracing funktioniert - aber nicht, wenn das Gesundheitsamt mit Stift und Papier arbeitet. Wo bleibt die bundes-, wenn nicht europaweite digitale Contact-Tracing-Lösung?

Testen funktioniert - aber nicht, wenn man den Test in den meisten Fällen selbst bezahlen muss, hinfahren muss und die Auswertung mehrere Tage dauert. Wo bleibt der tägliche, kostenlose Schnelltest für zuhause?

Masken funktionieren - aber nicht, wenn die Maskenpflicht nicht konsequent durchgesetzt wird und die Masken durchlässig sind. Wo bleibt die FFP2-Maske für jeden Tag und jeden Bürger und das konsequente Durchgreifen bei Verstößen?

Ja, das alles kostet Geld. Aber es hätte weniger gekostet als es jetzt wieder kosten wird, die Wirtschaft irgendwie in Gang zu halten. Oder auch nur die Corona-Kranken zu behandeln.

Mit diesen Maßnahmen gäbe es zwar vermutlich noch immer Corona-Infektionen, aber im niedrigen dreistelligen Bereich pro Tag. Dann kann es einen trotzdem noch tödlich treffen, aber das fällt dann ins allgemeine Lebensrisiko, man kann auch in Eschede im ICE zerquetscht werden und trotzdem sind Züge nicht verboten.

Immer diese Pseudo-Dilemmas

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 26.10.2020, 13:09 (vor 1988 Tagen) @ Ösi

Es gibt zahlreiche Alternativen zum Lockdown, aber die hätte man in den letzten Monaten auch umsetzen müssen.

Ich habe mit keinem Wort einen Lockdown gefordert, begrüßt oder gerechtfertigt.

Auch im Nahverkehr !

Aphex Twin, Montag, 26.10.2020, 13:20 (vor 1988 Tagen) @ 611 040

Man kann nunmal nicht ewig nur zu Hause bleiben. Klar im März, April war es nicht anders möglich aber irgendwann muss auch wieder Alltag einkehren. Auf Dauer machen die ganzen Beschränkungen und Verbote mehr kaputt als Corona es überhaupt tun würde.

Meine eigene steile These:

Kann es sein dass zum einem rund 90% der Einbrüche in der Wirtschaftsleistung die Folge freiwilliger Entscheidungen sind, und zum anderen 90% aller Infektionen auf Aktivitäten zurückgehen die von 10% der Bevölkerung ausgeübt werden? Man kann es beklagen dass Menschen z.B. weniger bahnfahren (Bahnfahren selber ist ja nicht verboten und das Maskengebot galt ja schon im Sommer), aber es ist schwierig Menschen die vorsichtig sein wollen zu einem anderen Verhalten zu bewegen.

Bei Infektionen sollte man vielleicht zwischen häuslichen und ausserhäuslichen Infektionen unterscheiden, d.h. Aktivitäten die dazu führen dass die Infektion von einem Haushalt in einen anderen getragen wird, da fast alle Gegenmassnahmen nur die ausserhäuslichen Infektionen beeinflussen können. Mehr Händewaschen und etwas weniger Körperkontakt kann auch innerhalb eines Haushalts implementiert werden; Masken wird wohl praktisch niemand innerhalb eines Haushalts tragen bis vielleicht auf Situationen bei bekannter Erkrankung eines Haushaltsmitglieds.

Auch im Nahverkehr !

Bahngenießer, Freitag, 30.10.2020, 01:05 (vor 1984 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von Bahngenießer, Freitag, 30.10.2020, 01:06

...; Masken wird wohl praktisch niemand innerhalb eines Haushalts tragen bis vielleicht auf Situationen bei bekannter Erkrankung eines Haushaltsmitglieds.

Ein Bundestagsabgeordneter mit derzeit hohem Bekanntheitsgrad und fachmedizinischem Background hat bereits Kontrollen in den Privatwohnungen gefordert. Was könnte man kontrollieren?
- Einhaltung der Maskenpflicht zu Hause, wenn mehr als einer anwesend ist,
- bei Nicht-Single-Haushalten darf die Wohnung quasi im Schichtbetrieb immer nur von einer Person benutzt werden oder jeder isoliert sich in einem separaten Raum,
- Hygiene- und Frischluft wären zu kontrollieren.
Zudem könnte es finanzielle Anreize geben, Nachbarn bei Verstößen zu denunzieren.

Ach ja, zurück zum Thema Eisenbahn:
Wenn die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr pandemiebedingt zu gering werden, könnte das aufgrund der Klimaschutzziele zur Konsequenz haben, dass es doch einen Nulltarif (zu Lasten aller) geben muss, damit nicht zu viele mit Auto oder Flugzeug fahren.

Auch im Nahverkehr !

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 30.10.2020, 01:43 (vor 1984 Tagen) @ Bahngenießer

...; Masken wird wohl praktisch niemand innerhalb eines Haushalts tragen bis vielleicht auf Situationen bei bekannter Erkrankung eines Haushaltsmitglieds.


Ein Bundestagsabgeordneter mit derzeit hohem Bekanntheitsgrad und fachmedizinischem Background hat bereits Kontrollen in den Privatwohnungen gefordert. Was könnte man kontrollieren?
- Einhaltung der Maskenpflicht zu Hause, wenn mehr als einer anwesend ist,
- bei Nicht-Single-Haushalten darf die Wohnung quasi im Schichtbetrieb immer nur von einer Person benutzt werden oder jeder isoliert sich in einem separaten Raum,
- Hygiene- und Frischluft wären zu kontrollieren.
Zudem könnte es finanzielle Anreize geben, Nachbarn bei Verstößen zu denunzieren.

Viel mehr soll es darum gehen das Geschehen von Zusammenkünften zu kontrollieren, was sich durch Schließung von Bars und Kneipen nun nach Hause in Privatwohnungen verlagern könnte.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article218845610/Corona-und-Wohnungskontrollen-...


Ach ja, zurück zum Thema Eisenbahn:
Wenn die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr pandemiebedingt zu gering werden, könnte das aufgrund der Klimaschutzziele zur Konsequenz haben, dass es doch einen Nulltarif (zu Lasten aller) geben muss, damit nicht zu viele mit Auto oder Flugzeug fahren.

Auch im Nahverkehr !

Henrik, Freitag, 30.10.2020, 02:39 (vor 1984 Tagen) @ Bahngenießer

...; Masken wird wohl praktisch niemand innerhalb eines Haushalts tragen bis vielleicht auf Situationen bei bekannter Erkrankung eines Haushaltsmitglieds.


Ein Bundestagsabgeordneter mit derzeit hohem Bekanntheitsgrad und fachmedizinischem Background hat bereits Kontrollen in den Privatwohnungen gefordert. Was könnte man kontrollieren?
- Einhaltung der Maskenpflicht zu Hause, wenn mehr als einer anwesend ist,
- bei Nicht-Single-Haushalten darf die Wohnung quasi im Schichtbetrieb immer nur von einer Person benutzt werden oder jeder isoliert sich in einem separaten Raum,
- Hygiene- und Frischluft wären zu kontrollieren.

*hehe*

zuhause besteht keine Maskenpflicht.
zuhause steckt man sich eh nicht an bzw. verbreitet das Virus.
Die Maßgabe sind max. 10 Personen aus max. zwei Haushalten.

Konsum von Seife und Klopapier sind in diesen Tagen wieder in die Höhe geschossen.
Über mangelnde Hygiene in privaten Haushalten müssen wir uns keine Sorgen machen. ;)
Körperkontakte im eigenen Haushalt gibts seit über 7 Monaten inzwischen nicht mehr.

Wenn die Leute mal lernen würden, so richtig Stoß zu lüften,
dann gehen hauptsächlich kräftig Schimmelbildung zurück - das fördert auch die Gesundheit.

Zudem könnte es finanzielle Anreize geben, Nachbarn bei Verstößen zu denunzieren.

Gibts doch schon.
In Bayern wird öffentlich zum Denunzieren aufgefordert, extra Webformulare stehen bereit.

Bayern will Corona-Einschränkungen auch in Wohnungen durchsetzen

Die Polizei soll die Regeln auch im privaten Raum durchsetzen, Nachbarn könnten „entsprechende Hinweise“ geben.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bayern-will-corona-einschraenkungen-auch-in-wo...

Ach ja, zurück zum Thema Eisenbahn:
Wenn die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr pandemiebedingt zu gering werden, könnte das aufgrund der Klimaschutzziele zur Konsequenz haben, dass es doch einen Nulltarif (zu Lasten aller) geben muss, damit nicht zu viele mit Auto oder Flugzeug fahren.

*hehe*

kostenlosen ÖPNV, damit die Leute weniger fliegen - das hat was.

..ooh, ok - Du schreibst ÖPV, nicht ÖPNV. kostenloser ICE?

Wenn aktuell die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr zurückgehen, ist das nur eines: positiv

Flugzeug? was war das noch..... ach, diese Dinger, die nun verschrottet werden bzw. eingemottet sind?
auf Flughäfen, auf denen tote Hose herrscht bzw. stillgelegt sind - morgen soll einer der größten gar komplett für immer stillgelegt werden.
Die Straßen.. Autobahnen sind auch wieder leeer.

In Hannover kommt jetzt der kostenlose ÖPNV,
in Hamburg ja auch ..an Sonnabenden.

Arbeitsplatzverlust durch neue Sozialleistungen?

GUM, Freitag, 30.10.2020, 07:31 (vor 1984 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von GUM, Freitag, 30.10.2020, 07:32

Liebe Community,

ich bin absolut gegen die Freifahrt im Nah- oder Fernverkehr. Nicht nur, weil es ein Stück Sozialismus ist, sondern weil es auch wieder Arbeitsplätze kosten wird.

Alles was mit Ticketing, Kontrolle, Ausfahren der Papierrollen, Zurückholen des Geldes, Pflege der Automaten zu tun hat, fällt dann weg.

Das geht nicht.

Liebe Grüße

GUM

--
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Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Arbeitsplatzverlust durch neue Sozialleistungen?

Ösi, Freitag, 30.10.2020, 07:53 (vor 1984 Tagen) @ GUM

Es ist näher am Sozialismus, ein neues Konzept nicht umzusetzen, weil dadurch Arbeitsplätze wegfallen würden, als (temporär) Freifahrten zu ermöglichen.

Im real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden wurde 1. sehr gerne gemacht, 2. nie. Auch wenn Freifahrt wohl in den meisten Stadtverkehren sogar billiger für den Staat gewesen wäre, so niedrig wie die Preise waren.

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