? *NV bei Fahrkarte mit Gültigkeit über 2 Tage (Fahrkarten und Angebote)

VT642, Freitag, 09.10.2020, 10:53 (vor 1981 Tagen)
bearbeitet von VT642, Freitag, 09.10.2020, 10:54

Hallo miteinander,

ich habe eine Fahrkarte SSP gebucht mit 1. Geltungstag am 10.10., dann Nutzung des ICE 1021 über Nacht und schließlich einem letzten NV Stück, welches laut Reiseverbindung erst am 11.10. gefahren wird.

Nun benötige ich eigentlich nur noch das letzte NV Stück, die übrige Strecke habe ich durch eine sich zufällig ergebende Mitfahrgelegenheit zurückgelegt.

Frage: Kann ich das letzte NV-Stück, das laut Reiseplan erst am 11.10. genutzt würde, auch schon am 10.10. nutzen - die Fahrkarte hat ja als Gültigkeit 10.-11.10.

Vielen Dank für Eure Antworten!

Jein

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 11:00 (vor 1981 Tagen) @ VT642
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 09.10.2020, 11:03

Theoretisch also rein formal geht das schon. Das Problem ist, dass du hier nicht mit dem Verfall einer Teilstrecke argumentieren kannst, da du ja die Fahrt im Abbringer zeitlich vor Gültigkeit deiner Zugbindung (im zubringenden FV-Zug) beginnst. Ein Kundenbetreuer in Diskussionslaune könnte dir das zum Vorwurf machen und die Mitnahme verweigern. Weil theoretisch könntest du die Fahrkarte ja zweimal (an aufeinanderfolgenden Tagen) für die gleiche Einzelfahrt im NV benutzen.

? *NV bei Fahrkarte mit Gültigkeit über 2 Tage

SEE 238, Freitag, 09.10.2020, 11:12 (vor 1981 Tagen) @ VT642
bearbeitet von SEE 238, Freitag, 09.10.2020, 11:12

Hallo,

dieses "Problem" hatte ich auch mal. Ich hatte einen Sparpreis NV*FV*NV. Da ich unerwartet schon früher fahren konnte, wollte ich den FV-Abschnitt mit einem zusätzlich gekauften Flexpreis überbrücken, die NV-Abschnitte des Sparpreises aber wahrnehmen.

In der Service-Community schrieb die DB damals, dass das möglich sei. Leider ist die Frage mittlerweile gelöscht worden, wie ich soeben festgestellt habe.

"[…] Sie gelten in Zügen der Produktklasse C im Vor- und Nachlauf zu den in der Fahrkarte eingetragenen Zügen am jeweils eingetragenen Geltungstag sowie bis 10:00 Uhr des Folgetages."

Insgesamt bin ich auch der Auffassung, dass man den Passus aus den BB so und so auslegen kann, wobei ich den schlechteren Fall (für den Kunden) hiermit leider argumentativ einfacher zu vertreten finde.

Viele Grüße
SEE 238

--
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Das Problem ist recht allgemein

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 11:19 (vor 1981 Tagen) @ SEE 238
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 09.10.2020, 11:23

Ich habe neulich mal wieder Frühdienst bei Fahrgastbefragung in Abellio auf der RB20 von Eisenach nach Leipzig gehabt. Da ist ein Fahrgast mitgefahren, der Supersparpreis von Stuttgart bis Weißenfels hatte. Er ist über Nacht mit dem ICE 698 (Ankunft Erfurt etwa 5:15 Uhr) gefahren und wollte dann am frühen Morgen mit uns (RB20) um 6:00 Uhr von Erfurt nach Weißenfels.

Der Kundenbetreuer hat auch erstmal kritisch auf die Fahrkarte geschaut, weil sie vom Vortag war, und der Fahrgast hat ihm das mit der Übernachtfahrt erklärt.

Ich finde das Problem ließe sich leichter umgehen, wenn man eine Fahrkarte grundsätzlich so ausstellt, dass nicht nur ein Gültigkeitsdatum aufgedruckt ist sondern auch eine Gültigkeitsuhrzeit. So kann man einfach die Fahrkarte Einzelfahrt (Flex- oder Sparpreis) für 24 Stunden ausstellen. Also wenn man um 22 Uhr die Fahrt antritt, ist sie bis 22 Uhr des Folgetages gültig. Würde viele Probleme lösen. So braucht man auch diese Mehrtagesregelung bis 10 Uhr nicht. Zumal wenn es dumm läuft und der Anschlusszug erst 10:01 Uhr am Ziel ist, man die Einzelfahrt nicht nutzen kann sondern zwei Fahrkarten benötigt.

Das Problem ist recht allgemein

bahnfahrerofr., Freitag, 09.10.2020, 11:35 (vor 1981 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich verstehe was du meinst. Fände die von dir vorgeschlagene Variante auch ganz gut.

Dennoch ist es auch beim Status quo etwas ungünstig: auf ausgedruckten (S)SP steht seit einiger Zeit die 10-Uhr Regelung nicht mehr drauf. Das hat mir schon mindestens zwei Mal Probleme verschafft (bei Nutzung des NV Nachlaufs am Folgetag vor 10 Uhr, der bei der Buchung nicht so angegeben wurde), jeweils bei der Kontrolle in NE-Bahnen (VLEXX und TransRegio Transdev)

OT: sorry, das sind doch Fakenews ... ;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 09.10.2020, 12:17 (vor 1981 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 09.10.2020, 12:17

Huhu.

Da ist ein Fahrgast mitgefahren, der Supersparpreis von Stuttgart bis Weißenfels hatte. Er ist über Nacht mit dem ICE 698 (Ankunft Erfurt etwa 5:15 Uhr) gefahren und wollte dann am frühen Morgen mit uns (RB20) um 6:00 Uhr von Erfurt nach Weißenfels.

Kann gar nicht sein. Mit Nacht-ICE fährt man nicht mit. Frag dich hier im Forum schlau. Nachts fährt man Nachtzug. Oder gar nicht.


Schöne Grüße von jörg

Der 698 ist sehr gut genutzt

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 12:21 (vor 1981 Tagen) @ Der Blaschke

Also immer wenn ich den ICE 698 um 4:40 Uhr, meist mit -3 oder -4 min, in Eisenach ankommen sehe, ist der recht voll. Neulich hat er es in Erfurt sogar auf -19 Minuten geschafft, wo ich nicht schlecht gestaunt habe.

Der 698 ist sehr gut genutzt

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 12:28 (vor 1981 Tagen) @ ICETreffErfurt

? *NV bei Fahrkarte mit Gültigkeit über 2 Tage

chriL999, Freitag, 09.10.2020, 11:28 (vor 1981 Tagen) @ VT642
bearbeitet von chriL999, Freitag, 09.10.2020, 11:29

Frage: Kann ich das letzte NV-Stück, das laut Reiseplan erst am 11.10. genutzt würde, auch schon am 10.10. nutzen - die Fahrkarte hat ja als Gültigkeit 10.-11.10.

Wieso doppelte Nutzung? Bei einem Automatenticket gibt es einen Zangenabdruck und bei einem Online-Ticket wird es in jedem Falle eingescannt und damit entwertet.

Unabhängig davon ist der Nahverkehr im Rahmen der gesamten Geltungsdauer (bis 10 Uhr am zweiten Tag) beliebig nutzbar (zeitlich gesehen), da im Nahverkehr keine Zugbindung und in Folge auch keine Bindung an eine Uhrzeit gegeben ist und damit auch keine Einschränkung. Eine solche gibt es nur im Fernverkehr. Auch gibt es in der Regel keine Möglichkeit einer Reservierung im Nahverkehr (in den meisten Fällen). Schließlich ist es völlig okay, Anteile einer Fahrkarte (eben den FV-Anteil) verfallen zu lassen.

Deine Frage ist aber an sich völlig angebracht. Es steht aber eben nirgends, dass ein NV-Anteil im Nachlauf zeitlich gesehen nur nach dem Fernverkehr abgefahren werden darf. Und da dies nirgends so steht, gibt es keine Einschränkung. Sehr wohl gibt es eine solche aber beim "City-Ticket".

? *NV bei Fahrkarte mit Gültigkeit über 2 Tage

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 11:48 (vor 1981 Tagen) @ chriL999
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 09.10.2020, 11:49

Frage: Kann ich das letzte NV-Stück, das laut Reiseplan erst am 11.10. genutzt würde, auch schon am 10.10. nutzen - die Fahrkarte hat ja als Gültigkeit 10.-11.10.


Wieso doppelte Nutzung? Bei einem Automatenticket gibt es einen Zangenabdruck und bei einem Online-Ticket wird es in jedem Falle eingescannt und damit entwertet.

Ja, falls eine Kontrolle im NV vorhanden ist, was nicht immer selbstverständlich ist. Und aus schlechter Erfahrung wittern manche KiN hier einen potentiellen Betrugsversuch, wenn du einen Tag früher (oder später) als auf der Fahrkarte vermerkt fährst. Hier bei uns im VMT ist es leider Gang und Gäbe, dass einige unverbesserliche Fahrgäste ihre Einzelfahrten nicht abstempeln und sie versuchen mehrmals zu benutzen. Daher sind die KiN bei Abellio immer sofort alarmiert, wenn man (im Rahmen der eigentlich legalen Möglichkeiten) eine Fahrkarte an einem anderen Tag als dem eingetragenen nutzen möchte.

? *NV bei Fahrkarte mit Gültigkeit über 2 Tage

chriL999, Freitag, 09.10.2020, 11:51 (vor 1981 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ja, falls eine Kontrolle im NV vorhanden ist, was nicht immer selbstverständlich ist. Und aus schlechter Erfahrung wittern manche KiN hier einen potentiellen Betrugsversuch, wenn du einen Tag früher (oder später) als auf der Fahrkarte vermerkt fährst. Hier bei uns im VMT ist es leider Gang und Gäbe, dass einige unverbesserliche Fahrgäste ihre Einzelfahrten nicht abstempeln und sie versuchen mehrmals zu benutzen. Daher sind die KiN bei Abellio immer sofort alarmiert, wenn man (im Rahmen der eigentlich legalen Möglichkeiten) eine Fahrkarte an einem anderen Tag als dem eingetragenen nutzen möchte.

Und in einem solchen Falle habe ich hier im Forum gelernt, dass man freundlich sein soll und eventuell gleich dem Zugbegleiter freundlichst mitteilt (z.B. nach einem "Guten Tag"), dass man den Anteil FV verfallen lässt (bevor er mit den Augen grollt und seine Bedenken bezüglich eines Betrugsversuchs äußert).

? *NV bei Fahrkarte mit Gültigkeit über 2 Tage

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 11:54 (vor 1981 Tagen) @ chriL999
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 09.10.2020, 11:56

Richtig. Alles eine Frage der Kommunikation. Bisher haben sich alle Fälle aufgeklärt, bei denen ich anwesend wahr. Ein Fahrgast wollte sich sogar mir gegenüber rechtfertigen, als ich meine Befragung gemacht habe. Hab ihm dann erklärt, dass ich mit seinem Reiseweg und dem grundlegenden Problem vertraut bin und ihm glaube und er sich bei mir nicht rechtfertigen muss. Wir erfassen beim Interview ja nur den tatsächlichen Reiseweg und keine Uhrzeiten oder Gültigkeitsangaben von den Fahrkarten, außer bei Zeitkarten.

OT: Ach, bei euch auch?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 09.10.2020, 12:14 (vor 1981 Tagen) @ ICETreffErfurt

Huhu.

Und aus schlechter Erfahrung wittern manche KiN hier einen potentiellen Betrugsversuch, wenn du einen Tag früher (oder später) als auf der Fahrkarte vermerkt fährst. Hier bei uns im VMT ist es leider Gang und Gäbe, dass einige unverbesserliche Fahrgäste ihre Einzelfahrten nicht abstempeln und sie versuchen mehrmals zu benutzen.

Ach, bei euch auch? Im VBN um Bremen muss man gekaufte Tickets auch entwerten. Mittlerweile verstopfen einige Fahrgäste fast durchgängig die Entwerter. Und dann winken sie alle fröhlich im Zug mit dem Ticketschnipsel: abstempeln ging nicht. Und ich sehe anhand des aufgedruckten Kaufdatums die Kontrolldichte ...

Alle Beteiligten wissen es, aber den Verantwortlichen ist es offensichtlich egal.

Daher sind die KiN bei Abellio immer sofort alarmiert, wenn man (im Rahmen der eigentlich legalen Möglichkeiten) eine Fahrkarte an einem anderen Tag als dem eingetragenen nutzen möchte.

Tja, hier ist man da entspannt, meistens. Weil: s.o.
Und Mehrfachnutzung läßt sich ja nicht beweisen.


Schöne Grüße von jörg

OT: Ach, bei euch auch?

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 09.10.2020, 12:18 (vor 1981 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

Und aus schlechter Erfahrung wittern manche KiN hier einen potentiellen Betrugsversuch, wenn du einen Tag früher (oder später) als auf der Fahrkarte vermerkt fährst. Hier bei uns im VMT ist es leider Gang und Gäbe, dass einige unverbesserliche Fahrgäste ihre Einzelfahrten nicht abstempeln und sie versuchen mehrmals zu benutzen.


Ach, bei euch auch? Im VBN um Bremen muss man gekaufte Tickets auch entwerten. Mittlerweile verstopfen einige Fahrgäste fast durchgängig die Entwerter. Und dann winken sie alle fröhlich im Zug mit dem Ticketschnipsel: abstempeln ging nicht. Und ich sehe anhand des aufgedruckten Kaufdatums die Kontrolldichte ...

Ich habe auch schon einen Fahrgast erwischt, der im Ticketautomat im Zug Papier ins Münzfach gestopft hat und dem Kundenbetreuer eine Automatenstörung als Ausrede präsentieren wollte, dass er keine Fahrkarte hat. Dumm nur, dass in den Zügen von Abellio zwei Fahrkartenautomaten sind. ;-)

Alter Hut

Christian_S, Freitag, 09.10.2020, 12:20 (vor 1981 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Christian_S, Freitag, 09.10.2020, 12:21


Ach, bei euch auch? Im VBN um Bremen muss man gekaufte Tickets auch entwerten. Mittlerweile verstopfen einige Fahrgäste fast durchgängig die Entwerter. Und dann winken sie alle fröhlich im Zug mit dem Ticketschnipsel: abstempeln ging nicht. Und ich sehe anhand des aufgedruckten Kaufdatums die Kontrolldichte ...

Ach, das konnten einige Bewohner der Dörfer rund um Tübingen schon vor gut 15 Jahren. Automatenschlitz oder Entwerter verstopft und dann fröhlich grinsend zum Lokführer gegangen und gesagt, man konnte ja nicht ... um sich im Falle einer Kontrolle abzusichern. Gerade am Wochenende abends hatte das Methode. Es war aber auch keine Energieverschwendung darauf wert, denn Prüfdienst gabs eh kaum, schon gar nicht zu diesen Uhrzeiten


Alle Beteiligten wissen es, aber den Verantwortlichen ist es offensichtlich egal.

Richtig. Anfrage beim örtlichen Zweckverband bzgl höherer Kontrollquote wurde negativ beschieden mit der Begründung, das die meisten Fahrgäste ehrlich seien ...

OT: Ach, bei euch auch?

Ösi, Freitag, 09.10.2020, 12:35 (vor 1981 Tagen) @ Der Blaschke

Und dann winken sie alle fröhlich im Zug mit dem Ticketschnipsel: abstempeln ging nicht.

Ich bin früher regelmäßig von einem Bahnhof ohne Fahrkartenautomat und mit einem Entwerter gefahren. Dieser eine Entwerter war einmal vier Monate defekt.

Wenn man sich dann beim KiN gemeldet hat oder kontrolliert wurde, gab es nach Erklärung eine Handentwertung mit Zangenabdruck und Kuli, bei der Kontrolle mit Hinweis, dass man sich beim nächsten Mal sofort melden soll. Einmal auch einen 40er (nur beobachtet, nicht selbst kassiert), nachdem es jemand wohl mehrfach probiert hatte und der KiN sich erinnerte.

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