"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt! (Reiseberichte)

VT642, Dienstag, 01.09.2020, 10:29 (vor 2026 Tagen)
bearbeitet von VT642, Dienstag, 01.09.2020, 10:33

Guten Morgen miteinander,

gestern habe ich eine Vorgehensweise miterlebt, die ich bislang als völlig ausgeschlossen eingestuft hätte: Gebucht war eine Fahrt von Leipzig nach Obernburg-Elsenfeld mit ICE 695 bis Frankfurt, ICE 1021 und ab Aschaffenburg RB.

Wegen einer Signalstörung verspätete sich ICE 695 um ca. +40, wodurch der Anschluss an ICE 1021 in Frankfurt sehr unwahrscheinlich wurde (ICE 695 mit Verspätung an 22.24h, ICE 1021 ab 22.21h, nicht bahnsteiggleich). Daher entschloss ich mich, ab Fulda den ICE 877 nutzen, der in Hanau planmäßig um 22.34h ankommt - Abfahrt des ICE 1021 in Hanau war gestern (31.08.) planmäßig um 22.37h. In 3min von Gleis 6 nach 103 ist natürlich kein offizieller Anschluss.

Nichtsdestotrotz teilte ich dem Zf des 877, der wegen Anschlussaufnahme in Fulda mit +6 abgefahren ist, meinen Wunsch mit - und tatsächlich erhielt ich die Antwort, man würde alles versuchen, um den Anschluss zu erreichen! Statt der üblichen Vormeldung über die RIS App griff der Zf zum Handy und telefonierte längere Zeit mit irgendjemandem, kam schließlich etwa 15min vor dem Erreichen von Hanau zurück und meinte, der ICE 1021 würde den Anschluss abwarten! Hierzu muss man anmerken, dass der 1021 bis dato absolut pünktlich unterwegs war, wir hatten zwischenzeitlich +8 und konnten bis Hanau wieder auf +6 reduzieren, sodass ICE 877 um 22.40h in Hanau ankam, wir schleunigst zum Gleis 103 geeilt sind und dort tatsächlich den ICE 1021 vorgefunden haben, der ganze 8min bis 22.45h einen inoffiziellen Anschluss abgewartet hat!

Und es kommt noch besser: Der Zf aus dem 877 hat wohl bereits mit dem Zf aus 1021 telefoniert, dieser begrüßte uns mit den Worten, er habe den Anschlusszug in Aschaffenburg bereits vorgemeldet, denn durch das 8 minütige Warten reduzierte sich die Umstiegszeit in Aschaffenburg von 11 auf 3min, jedoch hat der Anschlusszug noch einmal 3min gewartet, sodass ein entspannter 6min Übergang möglich war.

Habt ihr eine ähnliche Vorgehensweise schon einmal erlebt? Ich war wirklich sehr positiv überrascht über das Engagement der beteiligten Mitarbeiter und die Tatsache, den Reisenden so trotz Verspätung eine pünktliche Ankunft am Ziel zu ermöglichen! Ich könnte mir das allenfalls damit erklären, dass der 1021 weder in Würzburg, noch in Nürnberg nennenswerte Anschlüsse erreichen muss und eine geringe Verspätung daher vernachlässigbar ist...

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

ICE619, München, Dienstag, 01.09.2020, 10:42 (vor 2026 Tagen) @ VT642

Guten Morgen miteinander,

gestern habe ich eine Vorgehensweise miterlebt, die ich bislang als völlig ausgeschlossen eingestuft hätte: Gebucht war eine Fahrt von Leipzig nach Obernburg-Elsenfeld mit ICE 695 bis Frankfurt, ICE 1021 und ab Aschaffenburg RB.

Wegen einer Signalstörung verspätete sich ICE 695 um ca. +40, wodurch der Anschluss an ICE 1021 in Frankfurt sehr unwahrscheinlich wurde (ICE 695 mit Verspätung an 22.24h, ICE 1021 ab 22.21h, nicht bahnsteiggleich). Daher entschloss ich mich, ab Fulda den ICE 877 nutzen, der in Hanau planmäßig um 22.34h ankommt - Abfahrt des ICE 1021 in Hanau war gestern (31.08.) planmäßig um 22.37h. In 3min von Gleis 6 nach 103 ist natürlich kein offizieller Anschluss.

Nichtsdestotrotz teilte ich dem Zf des 877, der wegen Anschlussaufnahme in Fulda mit +6 abgefahren ist, meinen Wunsch mit - und tatsächlich erhielt ich die Antwort, man würde alles versuchen, um den Anschluss zu erreichen! Statt der üblichen Vormeldung über die RIS App griff der Zf zum Handy und telefonierte längere Zeit mit irgendjemandem, kam schließlich etwa 15min vor dem Erreichen von Hanau zurück und meinte, der ICE 1021 würde den Anschluss abwarten! Hierzu muss man anmerken, dass der 1021 bis dato absolut pünktlich unterwegs war, wir hatten zwischenzeitlich +8 und konnten bis Hanau wieder auf +6 reduzieren, sodass ICE 877 um 22.40h in Hanau ankam, wir schleunigst zum Gleis 103 geeilt sind und dort tatsächlich den ICE 1021 vorgefunden haben, der ganze 8min bis 22.45h einen inoffiziellen Anschluss abgewartet hat!

Und es kommt noch besser: Der Zf aus dem 877 hat wohl bereits mit dem Zf aus 1021 telefoniert, dieser begrüßte uns mit den Worten, er habe den Anschlusszug in Aschaffenburg bereits vorgemeldet, denn durch das 8 minütige Warten reduzierte sich die Umstiegszeit in Aschaffenburg von 11 auf 3min, jedoch hat der Anschlusszug noch einmal 3min gewartet, sodass ein entspannter 6min Übergang möglich war.

Habt ihr eine ähnliche Vorgehensweise schon einmal erlebt? Ich war wirklich sehr positiv überrascht über das Engagement der beteiligten Mitarbeiter und die Tatsache, den Reisenden so trotz Verspätung eine pünktliche Ankunft am Ziel zu ermöglichen! Ich könnte mir das allenfalls damit erklären, dass der 1021 weder in Würzburg, noch in Nürnberg nennenswerte Anschlüsse erreichen muss und eine geringe Verspätung daher vernachlässigbar ist...

Ähnliches mal miterlebt, ebenso zusätzlich telefoniert.
Ging um ein Regioanschluss in Ingolstadt.

Daran merkt man aber auch, was alles möglich ist.
Aber wo sind die Vorgaben?
Wem helf ich als Zf und wem nicht?
Dem einen teil ich mit, dass der Zug leider nicht warten kann obwohl nicht mal angefragt und für den andern telefonier ich 2x hinterher?

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

VT642, Dienstag, 01.09.2020, 10:53 (vor 2026 Tagen) @ ICE619
bearbeitet von VT642, Dienstag, 01.09.2020, 10:54

Gefühlt scheint man in den Tagesrandlagen, v.a. spätabends jedoch "wartefreudiger" zu sein, was auch durchaus nachvollziehbar ist.

Im konkreten Fall ICE 1021 scheint begünstigend gewirkt zu haben, dass der Zug in Würzburg keine knappen Anschlüsse zu erreichen hat und bis Nürnberg die Verspätung so weit rausfahren kann, dass der einzig knappe Anschluss (S1 nach Bamberg) erreicht werden bzw. mit wenig Warten sichergestellt werden kann)

Dennoch hat mich wie gesagt sehr verwundert, dass man einen inoffiziellen Anschluss sicherstellt, ich hätte eher erwartet, dass man mir mitteilt, dass ein Umstieg in Hanau schlicht nicht vorgesehen ist.

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

bahnfahrerofr., Dienstag, 01.09.2020, 11:07 (vor 2026 Tagen) @ VT642

Interessante Erfahrung. Ähnliches habe ich noch nicht erlebt.

Was wäre denn gewesen wenn der Anschluss nicht geklappt hätte, wärt ihr dann noch ohne Taxi ans Ziel gekommen?

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

ICE619, München, Dienstag, 01.09.2020, 11:10 (vor 2026 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Bei letzt möglichen Anschluss, man sonst auf Taxi oder Hotel ausweichen muss, ist schon immer eine andere Prio als am Tag.
Zumindest oft genug erlebt, dass da auch mal der letzte ICE nach München in Würzburg zb auf den Regio von irgendwoher wartet.
Was er Mittags natürlich nicht tut, aber auch verständlich.

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

bahnfahrerofr., Dienstag, 01.09.2020, 11:13 (vor 2026 Tagen) @ ICE619

Genau, bei der letztmöglichen Verbindung war schon immer mehr möglich.

Sollte das im vorliegenden Fall aber nicht di e letzte gewesen sein, wäre es schon erstaunlich.

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

VT642, Dienstag, 01.09.2020, 11:14 (vor 2026 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Moin,
wären wir, ja. Es fährt ab Aschaffenburg nochmal eine Stunde später ein Zug.

Habt ihr eine ähnliche Vorgehensweise schon einmal erlebt?

EDO, Dienstag, 01.09.2020, 11:36 (vor 2026 Tagen) @ VT642

Ja! Ist aber schon einige Jahre her, ebenfalls Tagesrandlage.

Abendlicher ICE der Linie 41 von München nach Dortmund, Planankunft 22.30 Uhr in Dortmund, hatte ab Frankfurt eine (gestrandete) Reisegruppe nach Rheine an Bord, die vorher schon einen Anschluss verpasst hatte. Letzte Möglichkeit nach Rheine war um 22.25 Uhr der IC Richtung Hamburg, dann Umstieg in Münster.

Besagter ICE wurde in Bochum nicht ans geplante Gleis, sondern an ein anderes geleitet. Von hier aus soll die Ausfahrgeschwindigkeit Richtung Dortmund höher gewesen sein.*

Jedenfalls kam dieser ICE ca. 22.23 / 22.24 Uhr (statt 22.30) in Dortmund an. Der IC nach Hamburg hätte, so war es angekündigt, ohnehin ein paar Minuten gewartet, konnte dann aber relativ pünktlich abfahren. Die Reisegruppe wird dann wohl Rheine noch am Samstag erreicht haben.

Auf der Fahrt von Frankfurt nach Dortmund gab es mehrere Durchsagen, dass diese Gruppe an Bord sei und man alles versuchen werde, sie ans Ziel zu bringen. Klasse Kommunikation.

* Ich hatte dann nach dem Ausstieg in Dortmund den Zugführer gefragt, wie das mit dem Anschluss klappen konnte. Er erzählte dann von den verschiedenen Geschwindigkeiten von Bochum Richtung Dortmund.

Vielleicht hat einer der Foristen hier die korrekte Antwort.

Ja. Ca 50 Min wurde gewartet ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 01.09.2020, 15:25 (vor 2025 Tagen) @ EDO

Huhu.

War Anfang der 1990er meine ich. Der letzte IC Hamburg Dortmund hatte wegen Unwetter und Schrankenstörung ca 50 Min Verspätung. In Münster wartete der Zug Richtung Essen.

Genaues Datum kann ich bei Bedarf nachschauen, wenn ich wieder zu Hause bin. Dann kann wer 'ins System' schauen, was da damals hinterlegt worden ist.


Schöne Grüße von jörg

Ja. Ca 50 Min wurde gewartet ...

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 01.09.2020, 15:36 (vor 2025 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

War Anfang der 1990er meine ich. Der letzte IC Hamburg Dortmund hatte wegen Unwetter und Schrankenstörung ca 50 Min Verspätung. In Münster wartete der Zug Richtung Essen.

Genaues Datum kann ich bei Bedarf nachschauen, wenn ich wieder zu Hause bin. Dann kann wer 'ins System' schauen, was da damals hinterlegt worden ist.


Schöne Grüße von jörg

Bezweifle allerdings das noch Daten der 90er zugänglich sind - die dürften schon um Datenhimmel des www. sein :)

Ja. Ca 50 Min wurde gewartet ...

schluggy, Dienstag, 01.09.2020, 22:11 (vor 2025 Tagen) @ Reservierungszettel

Bezweifle allerdings das noch Daten der 90er zugänglich sind
die dürften schon um Datenhimmel des www. sein :)

Also die Datenbank Fernverkehr kennt die Fernverkehrszüge seit 1987, inkl. Fahrplan...
https://www.fernbahn.de/datenbank/

--
Viele Grüße
Marco Krings
--
Mobilitätsportal für behinderte Reisende: https://www.oepnv-info.de
Datenbank Fernverkehr: https://www.fernbahn.de/datenbank/

Ja. Ca 50 Min wurde gewartet ...

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 01.09.2020, 22:16 (vor 2025 Tagen) @ schluggy

Bezweifle allerdings das noch Daten der 90er zugänglich sind
die dürften schon um Datenhimmel des www. sein :)


Also die Datenbank Fernverkehr kennt die Fernverkehrszüge seit 1987, inkl. Fahrplan...
https://www.fernbahn.de/datenbank/

Meinte damit die Echtzeitdaten ;)

07.08.1991 war es. IC 630 'Alster-Kurier'

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 02.09.2020, 17:13 (vor 2024 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

War Anfang der 1990er meine ich. Der letzte IC Hamburg Dortmund hatte wegen Unwetter und Schrankenstörung ca 50 Min Verspätung. In Münster wartete der Zug Richtung Essen.

Genaues Datum kann ich bei Bedarf nachschauen, wenn ich wieder zu Hause bin. Dann kann wer 'ins System' schauen, was da damals hinterlegt worden ist.


Schöne Grüße von jörg

In Münster wartete RSB 3436 Richtung Essen Hbf. Der letzte über Haltern (Westf) - damals noch ohne See *g* - fahrende Zug. Den heutigen Nachtverkehr gab es noch nicht.

Ich hatte ursprünglich in Osnabrück aus dem 630 aussteigen wollen. Aber durch das Unwetter nach Hause laufen hatte ich keine Lust.

Also fuhr ich bis Dortmund mit. Endstation. Mit D 441 nach Leipzig; der wartete. Mit N nach Bitterfeld. Mit D 700 nach Berlin. Mit EC 73 in 3:40 Std (!!!) nach Braunschweig (in der DDR war ja alles besser - auch der Fahrwegzustand natürlich). Dann Hannover Hamburg Hannover Osnabrück etwas rumcruisen. Und knappe 24 Std später daheim. War ja egal. Ich war ja frei.

Am nächsten Abend ging es dann wieder los. Ich wollte ja unbedingt noch nach Amerika. Dafür nahm ich sogar den Fotoapparat mit und kaufte extra einen Film. So dass ich noch heute beweisen kann, da gewesen zu sein.


Schöne Grüße von jörg

TMT-Gefühle machen sich breit :)

heinz, Berlin Stadtbahn, Mittwoch, 02.09.2020, 17:21 (vor 2024 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

--
In Saarbrücken Hbf kann mit Anschluß nicht gerechnet werden.

Ja. FREIHEIT PUR!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 02.09.2020, 18:29 (vor 2024 Tagen) @ heinz
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 02.09.2020, 18:31

Hey.

Fahren, wann wo wie man will. Es gab hunderte Nachtzüge, in denen sich die Nacht überbrücken ließ. Es reichte, gegen 17 oder 18 Uhr den eigenen Standort zu ermitteln, um sich Gedanken zu machen, welcher nächtliche Zug der meinige sein wird.

Kein Internet. Kein Handy.

Mutter meinte immer: ruf doch mal an, wo du bist. Ich sag: was n Quatsch. Wenn ich um 14h aus München anrufe, hast du da nix von, weil ich um 22 Uhr in Hamburg bin und um 4 Uhr in Köln. Um 10 Uhr in Saarbrücken und um 21 Uhr in Leipzig. Usw.

Unendlich vieles wußte man gar nicht und hat es verpaßt. Dafür war alles Erlebte quasi Überraschung und eben ein Erlebnis. Heute wird der Törn bis ins kleinste Detail vorbereitet und durchgetaktet. Auf Google Mapsstreetview schon mal alles anschauen. Genaue Zeiten berechnen. Und dann kommt in genau DER Sekunde der Gegenzug ins Bild. Oder der Autofahrer. Oder die Fotowolke. Oder man muss just dann im Busch kacken. Dann ist alles sch...

Im Zug muss es Platz 27 in Wagen 7 sein. Der oder keiner. Und wehe, es ist ein Ersatzpark - wo man doch tagelange Vorbereitung und tausende Euro investiert hat, um mit dem MET zu fahren. Oder mit ICE Tz 167.

Tja, wir hatten ein paar Eisenbahnzeitungen, die monatlich erschienen. Und Papas Brockhaus. Den wir aber nicht verstanden.

Also fuhren wir einfach los. Und kamen nie an. Weil wir nicht DAS Ziel hatten, sondern uns treiben ließen. Und wenn wir nach Westerland wollten, aber uns der Zug und die Leute nicht gefielen, dann fuhren wir halt nach Puttgarden. Oder Kiel. Oder später dann nach Sassnitz. Egal. Westerland blieb ja für ein anderes mal.

Und auf der ersten SFS Fulda Würzburg bin ich mal 2x am Stück hin und her gefahren, weil das damals geil war. In Würzburg den Berg hoch. Aus dem letzten Wagen des IC nach draußen schauen und durch die Tunnel jagen. Und die Gruseltour Bebra Obersuhl - mit dem Schienenbus gute 1,5 km über DDR-Territorium - fuhr ich auch zweimal. Und überlebte.


Frei - das war es. Meist fuhr ich etliche Tage und Nächte am Stück. Ab nach Hause in den Heimathafen. Richtig duschen. Klamotten wechseln bzw austauschen. Und dann wieder los. Und das einen Monat lang ... Persönlicher 'Rekord' liegt bei ca 43.000 km im Monat. Und wäre ich die Kilometer 4 Monate früher gefahren bzw wäre niemand kurz vor mir mehr Kilometer gefahren, hätte ich im Guiness Buch der Rekorde gestanden. Man war ja auch noch jung. Schlafen ist was für alte Leute (also mich heute ...). Bzw man hat Zeit, wenn man tot ist.

Also hieß es Bahnfahren bis der Arzt kommt. Und geschichtlich betrachtet hatte ich auch Glück: die SFS kamen. Der ICE. Die DDR dazu. Das Interregio-Netz. Es gab jedes Jahr neues zu entdecken.

Freiheit. Herrlich.


Schöne Grüße von jörg

Ja. FREIHEIT PUR!

BGSMH, Donnerstag, 03.09.2020, 21:48 (vor 2023 Tagen) @ Der Blaschke

Schön geschrieben!

Hast du diese Touren alleine unternommen? Womit hast du dir die Zeit vertrieben?

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

Lumi25, Dienstag, 01.09.2020, 14:18 (vor 2025 Tagen) @ VT642
bearbeitet von Lumi25, Dienstag, 01.09.2020, 14:21

Ich habe mal erlebt, dass der letzte IC Hamburg-Köln in Münster (Westf) Hbf auf den verspäteten RE aus Richtung Emden gewartet hat.

Das ist allerdings ein offizieller Anschluss. Dennoch das Fernverkehr auf Nahverkehr wartet erlebt man auch nicht so oft.

Als Jugendlicher bin ich mal mit einer Jugendgruppe in die Nähe von Dietmannsried gefahren. Damals gab es die KRM noch nicht und der IC hatte Verspätung. Der RE nach Oberstdorf hat allerdings gewartet für uns in Ulm Hbf.

Es gab mal einen Zusatzhalt in Hofgeismar ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 01.09.2020, 15:45 (vor 2025 Tagen) @ VT642

Huhu.

Diente aber dazu, dass das Personal des Nachtzuges den geplanten Gegenzug erreichte, um am Morgen wieder daheim Feierabend machen zu können.

Planmäßig war der Umstieg in Kassel Hbf vorgesehen, was wegen der großen Verspätung aber nicht geklappt hätte.

Ich berichtete schon mal ...

Schöne Grüße von jörg

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

frank_le, Dienstag, 01.09.2020, 16:34 (vor 2025 Tagen) @ VT642

Alles ist möglich wenn die Beteiligten es wollen.

Bis vor einigen Jahren durfte der ICE Frankfurt - Leipzig abends hin und wieder in Neudietendorf stoppen damit die Kunden der Erfurter Bahn Ihre eigentlich in Erfurt geplanten Anschlüsse erreichten.

Auch in Leipzig wurde mitgedacht. Es wurde nach einer Vormeldung sogar die S-Bahn am gleichen Bahnsteig gegenüber abfahrtsbereit hingestellt damit diese mit einer minimalen Verspätung starten konnte und alle Ihre Anschlüsse erreichten.

Es gab auch schon einen Anruf zum Zugchef des aufnehmenden ICE nachdem die TP den Anschluss abgelehnt hatte "ich komme eine Minute nach deiner Planabfahrszeit am Gleis gegenüber rein -du hast doch bestimmt eine Türstörung."

Es gibt aber auch die negativen Fälle.

Trotz Bitte wurde kein Anschluss vom ICE Leipzig-Berlin zum Nacht ICE nach Bonn vorgemeldet. Da gab es dann einen Taxigutschein obwohl es um 3 Minuten Warten ging. Der MA am Servicepoint rief extra in der TP an und es gab keine Vormeldung - der Zug hätte sonst gewartet. Die Dame hatte allerdings schon im Zug offensichtlich keine Lust auf Arbeit.

Einmal wollte ich mit dem IC von Halle nach Berlin (das Anhängsel zum Nachtzug) der hatte jedoch 90 Minuten Verspätung (aber pünktlich im Internet und am Bahnhof angezeigt). Der Servicepoint schickt uns mit der RB nach Bitterfeld und dann mit dem ICE nach Berlin. Dort hätte der Anschlusszug nach Polen 2 Minuten warten müssen. Die Dame (Modell Reichsbahn) weigerte sich den Anschluss vorzumelden und sagte Sie interessiert nicht was welche in anderen Zügen für Anschlüsse gehabt hätten...

Prinzipiell versucht man abends alle noch irgendwie (und auch kreativ) zum Ziel zu bringen. Am Morgen (bis 9 Uhr) wird fast nie gewartet (außer die Zugchefs verständigen sich untereinander).

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

heinz, Berlin Stadtbahn, Dienstag, 01.09.2020, 16:43 (vor 2025 Tagen) @ frank_le

Zu meinen absoluten Negativbeispielen gehört auch das Nicht-Warten des (an diesem Tag einzigen!) EC nach Zürich in München an den verspäteten Sprinter aus Berlin. Der EC stand am Gleis gegenüber, es wollten bestimmt 50+ Fahrgäste diesen Anschluss kriegen, der ZuB war sich sicher, dass der warten wird - Pustekuchen. Während sich die Türen des ICE öffneten, schlossen sich die Türen des EC, der somit pünktlich abfuhr. Für uns ging es dann mit dem Alex eine Stunde später nach Lindau und via Bregenz und St. Margrethen nach St. Gallen. 2 Stunden Verspätung wegen 3 Minuten.

Wenn Züge nicht warten, die im Stundentakt fahren: geschenkt. Aber das habe ich nicht verstanden.

--
In Saarbrücken Hbf kann mit Anschluß nicht gerechnet werden.

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

Ösi, Mittwoch, 02.09.2020, 12:45 (vor 2025 Tagen) @ heinz

Diese EC sind bezüglich Anschlusssicherheit eine Katastrophe, sodass ich sie inzwischen meide.

Einerseits wird in München praktisch nie auf Anschlüsse gewartet, selbst wenn es nur um wenige Minuten gehen würde. Umgekehrt kassiert der EC Richtung München meistens ordentlich Verspätung und für die paar Leute, die ihn nutzen, wartet natürlich kein ICE.

Fast die Hälfte meiner FGR-Fälle letztes Jahr gehen auf diesen Anschluss zurück.

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

heinz, Berlin Stadtbahn, Mittwoch, 02.09.2020, 12:51 (vor 2025 Tagen) @ Ösi

Meine Hoffnung ist, dass sich das ab Dezember bessert.

--
In Saarbrücken Hbf kann mit Anschluß nicht gerechnet werden.

Was ist daran unverständlich? ;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 02.09.2020, 17:51 (vor 2024 Tagen) @ heinz

Hey.

Zu meinen absoluten Negativbeispielen gehört auch das Nicht-Warten des (an diesem Tag einzigen!) EC nach Zürich in München an den verspäteten Sprinter aus Berlin. Der EC stand am Gleis gegenüber, es wollten bestimmt 50+ Fahrgäste diesen Anschluss kriegen, der ZuB war sich sicher, dass der warten wird - Pustekuchen. Während sich die Türen des ICE öffneten, schlossen sich die Türen des EC, der somit pünktlich abfuhr.

Aber das habe ich nicht verstanden.

Nachher kommt der Zug deswegen 2 Minuten zu spät an der Schweizer Grenze an. Dann muss die DB beichten: wir sind schon zu spät losgedümpelt beim Start.

Dann sind die SBB wieder brummelig. Und ein User hier im Forum erzählt uns wieder von der Unfähigkeit der DB und der supidupihypertollen megaschweizer SBB - nur ca 40x größer als die DB, aber 4.638x zuverlässiger.

Und das nur, weil du und ein paar andere mal einmal mitfahren wolltet.

Und hättest du das Zeichen mal richtig gedeutet - die Schweiz will euch Ausländer nicht!!! - hättest du umdisponiert und dir ein neues Ziel gesucht. Ich wollte mal nach Stralsund und landete in Ulm.


Schöne Grüße von jörg

"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt!

Garfield_1905, Dienstag, 01.09.2020, 16:50 (vor 2025 Tagen) @ frank_le

Prinzipiell versucht man abends alle noch irgendwie (und auch kreativ) zum Ziel zu bringen. Am Morgen (bis 9 Uhr) wird fast nie gewartet (außer die Zugchefs verständigen sich untereinander).

Ich habe mich bewußt aus diesem Thread rausgehalten, kann aber bestätigen, das öfter mal versucht wird, etwas hinzukriegen, was eigentlich gar nicht möglich bzw. nicht vorgesehen ist. Manchmal klappt's, manchmal nicht.

Deinen 1. Satz kann ich voll unterstreichen, bei der jeweils letzten Verbindung sowieso, das ist auch mindestens z.T.in der WZR so vorgesehen.

Morgens und am späten Nachmittag ist der Berufsverkehr, da ist es auch mitunter wegen der engen Bahnsteigbelegung nicht möglich zu warten. Und Zugchefs untereinander verständigen auf eine Wartezeit ? Das sag' bitte mal nicht so laut. Ich hab's noch nicht erlebt (was nicht heißt, das es nicht gemacht wurde) und würde es auch nicht für gut heißen. Die haben dann u.U. dieses eine kleine Loch geschlossen und machen dafür an anderen Bahnhöfen welche auf. Das sollte schon den normalen Gang über TPL/Leitstelle und Bz gehen. Auch die Fdl finden es sicher nicht so lustig, wenn sie Fahrt geben und der Zug nicht abfährt und damit u.U. Cargozüge o.ä. ausbremsen. Es hat alles immer 2 Seiten.

Sehr spät abends machen die das

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 01.09.2020, 17:45 (vor 2025 Tagen) @ VT642
bearbeitet von Alibizugpaar, Dienstag, 01.09.2020, 17:46

Hat natürlich auch mit dem persönlichen Engagement des initiierenden Bahners zu tun. Mittags um 12 geht sowas aber nicht, es sei denn es liegen sehr unglückliche Verkettungen von Anschlussverlusten vor.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

"offizieller Anschluss" wurde sichergestellt!

EDO, Dienstag, 01.09.2020, 20:18 (vor 2025 Tagen) @ VT642

Ein anderes Beispiel, ca. 5-10 Jahre her, mitten am Tag: IC Hamburg - Ruhr - Köln - Süddeutschland ist verspätet, Anschluss an ICE Köln - Basel in Köln Hbf „wackelt“. Kreative Lösung: IC hält zusätzlich in Köln-Deutz zum Ausstieg. ICE nach Basel hält ebenfalls dort und sammelt Anschlussreisende auf. Verspätung ab Frankfurt-Flughafen: nullkommanull.

"offizieller Anschluss" wurde sichergestellt! Mein Reden!

br752, Dienstag, 01.09.2020, 22:01 (vor 2025 Tagen) @ EDO

Ein anderes Beispiel, ca. 5-10 Jahre her, mitten am Tag: IC Hamburg - Ruhr - Köln - Süddeutschland ist verspätet, Anschluss an ICE Köln - Basel in Köln Hbf „wackelt“. Kreative Lösung: IC hält zusätzlich in Köln-Deutz zum Ausstieg. ICE nach Basel hält ebenfalls dort und sammelt Anschlussreisende auf. Verspätung ab Frankfurt-Flughafen: nullkommanull.

TOP !!

Hallo EDO.

Das habe ich bis heute NICHT begriffen, warum man das nicht mehr macht! Die kurzen 5 Minuten Umstiege in Koeln Hbf platzen oft. Und so hat man sich entschieden GAR KEINE* kurzen Anschluesse mehr in Koeln Hbf zu machen.

Die von dir beschriebene Regel haette bis ca. 10 Minuten IC Verspaetung vieles wieder wett gemacht. Der einzige der dabei Stress gehabt haette waer der IC Zugchef gewesen, der KLAR, LAUT und DEUTLICH sagen muss, dass Koeln-Deutz NICHT Koeln Hbf ist und hier nur die Umsteiger aussteigen. :-) :-)


BR752


* Bis auf Ausnahmen.

"offizieller Anschluss" wurde sichergestellt!

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 02.09.2020, 00:43 (vor 2025 Tagen) @ EDO

Ein anderes Beispiel, ca. 5-10 Jahre her, mitten am Tag: IC Hamburg - Ruhr - Köln - Süddeutschland ist verspätet, Anschluss an ICE Köln - Basel in Köln Hbf „wackelt“. Kreative Lösung: IC hält zusätzlich in Köln-Deutz zum Ausstieg. ICE nach Basel hält ebenfalls dort und sammelt Anschlussreisende auf. Verspätung ab Frankfurt-Flughafen: nullkommanull.

Das gleiche Spiel gab es auch schonmal bei 2209 auf 619 müsste in 2018 oder 2019 gewesen sein...

Als 2209 in Deutz war stand der 619 schon wartend am Bahnsteig gegenüber.

Gegenbeispiel: Nur Sichtanschluss, daher Taxigutschein!

Bahngenießer, Dienstag, 01.09.2020, 21:39 (vor 2025 Tagen) @ VT642

Erlebnis:
Vor ein paar Jahren hatte mein ICE ca. 15 Minuten Verspätung. Obwohl vorgemeldet wurde, dass ich an meinem Umsteigebahnhof (NRW) noch meine letzte S-Bahn bekommen wollte, fuhr meine Anschluss-S-Bahn gerade in dem Augenblick aus dem Bahnhof raus, als ich mit dem ICE einfuhr. Ich hatte quasi nur Sichtanschluss an die letzte S-Bahn vor der Nachtruhe. (Und das, obwohl die S-Bahn wegen längerer Standzeiten an Unterwegsbahnhöfen die Verspätung spielend aufgeholt hätte und ein anderer Reisender auch noch betroffen war!)

Der Servicepoint bot mir an:
Alternative A: Über einen komplizierten Umweg konnte ich mit ICE plus S-Bahn noch gegen 2.40 Uhr (statt wie vorgesehen um 0.50 Uhr) am Zielbahnhof ankommen.
Alternative B: Ich durfte die ca. 45 km mit dem Taxi nach Hause fahren.

Ergebnis:
Ich entschied mich für den Taxigutschein und war somit sogar noch eher am Ziel, als wenn in der Nacht alle Züge pünktlich gewesen wären.
Der Servicepoint erläuterte mir, dass die Ausgabe von Taxigutscheinen für die DB immer viel, viel billiger sei als das Abwarten von Anschlusszügen.

Der letzte Satz stimmt wohl nicht...

Matze86, München, Mittwoch, 02.09.2020, 10:22 (vor 2025 Tagen) @ Bahngenießer

- kein Text -

Der letzte Satz stimmt wohl nicht...

sfn17, Mittwoch, 02.09.2020, 11:13 (vor 2025 Tagen) @ Matze86

d.h., es gab gar keinen Servicepoint, der es erläutert hätte, dass Taxigutscheine billiger seien als das Abwarten von Anschlusszügen?^^

Egal. Ich würde sagen, allein das Mehr an Lohnkosten für das Zub auf den wartenden Anschlusszügen überwiegt locker die meisten Taxigutscheine, selbst wenn für die gestrandete Reisegruppe mehrere Taxen fahren müssen. Das eine Mal im Jahr, wenn zwanzig Leute in fünf Taxen von Berlin nach Bonn chauffiert werden, kann man dann auch noch wegstecken...

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