Warum gibt es in österreichischen REs keine 1. Klasse? (Allgemeines Forum)

HBNTrader, Samstag, 22.08.2020, 22:53 (vor 2237 Tagen)

In Deutschland gibt es in den meisten Regionalzügen mit längerem Lauf eine 1. Klasse, in der Schweiz gibt es sie in jeder Bimmelbahn. Nachfrage wäre auf jeden Fall gegeben - z.B. bei den Zügen von Wiener Neustadt nach Lundenburg oder auch im Cityjet-Express.

Im Dosto könnte man, wie in Deutschland, das Oberdeck des Mittelwagens zur 1. Klasse machen, und im Cityjet in den Triebköpfen entsprechende Abteile einbauen. Im Dosto müsste man die Bezüge ändern, im Cityjet würde es eigentlich reichen, wenn man einen Teil der Sitzplätze ausbaut und die Sitzabstände vergrößert, da die Sitze ja schon super sind.

Darum gibt es in österreichischen REX keine 1. Klasse!

J-C, In meiner Welt, Samstag, 22.08.2020, 23:23 (vor 2237 Tagen) @ HBNTrader
bearbeitet von J-C, Samstag, 22.08.2020, 23:28

In Deutschland gibt es in den meisten Regionalzügen mit längerem Lauf eine 1. Klasse, in der Schweiz gibt es sie in jeder Bimmelbahn. Nachfrage wäre auf jeden Fall gegeben - z.B. bei den Zügen von Wiener Neustadt nach Lundenburg oder auch im Cityjet-Express.

Kaum einer fährt von Wiener Neustadt oder gar Payerbach-Reichenau bis Břeclav im Regionalzug, wenn er nicht gerade ein Einfach-Raus-Ticket oder ein EURegio/GünTar-Ticket hat. Und für die ist der Preis wahrscheinlich wichtiger als der Komfort oder die Reisezeit. Davon abgesehen, dass der Komfort in der zweiten Klasse ohnehin recht hoch ist und mitunter die erste Klasse so einiger deutscher Züge übertrifft.

Die Relation wird ja vom Railjet abgedeckt. Mal davon abgesehen, dass erfahrungsgemäß die wenigsten Leute aus Richtung Tschechien über Wien hinaus fahren bzw. vor Wien einsteigen.

Der CJX ist auch nicht gerade ein Langläufer, zwischen Wien und Amstetten wäre der RJ die bessere Alternative.

Reden wir doch gleich über die richtigen Kandidaten! Da wären es die Züge von Wien nach Česke Velenice, die Züge von Linz nach Steinach-Irdning... da reist man doch länger und da kann eine erste Klasse Sinn ergeben. Aber dann mit anderen Sitzen, wenn denn schon.

Und eigentlich auch gleich mit Catering. Was daraus wohl eher einen Fernverkehr machen würde.

Im Dosto könnte man, wie in Deutschland, das Oberdeck des Mittelwagens zur 1. Klasse machen, und im Cityjet in den Triebköpfen entsprechende Abteile einbauen. Im Dosto müsste man die Bezüge ändern, im Cityjet würde es eigentlich reichen, wenn man einen Teil der Sitzplätze ausbaut und die Sitzabstände vergrößert, da die Sitze ja schon super sind.

Die Dostos werden auf das Cityjet-Design umgestellt, also auch andere Bezüge. Eine erste Klasse würde zu Stoßzeiten die Kapazitäten senken, das kann man nicht brauchen, wenn im Zuge des 1-2-3-Tickets eher mehr Kapazität gefragt ist.

Warum es keine erste Klasse im österreichischen Regionalverkehr gibt? Nun, soweit ich weiß wurde sie schlichtweg dort nie eingeführt, weil man keine Notwendigkeit dafür sieht.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Darum gibt es in österreichischen REX keine 1. Klasse!

GibmirZucker, Samstag, 22.08.2020, 23:39 (vor 2237 Tagen) @ J-C

Im innerstädtischen S Bahnverkehr verständlich. Aber Wien-Krems, Wien-Gmünd gibt es keinen Fernverkehr. Nur Nahverkehr bmit 1-2 Stunden Fahrzeit. Da werden solvente Fahrgäste abgeschreckt. Dass begreifen die ÖBB nicht.
Gegenbeispiele Tschechien, da ist die 1. Klasse im Elefant großzügig, wird rege genutzt und man kann auch innerstädtisch Mal die zehn Minuten während der Fahrt entspannen. Leider haben die meisten Dieseltriebwagen dagegen keine erste Klasse.
Ich denke, dass sie ÖBB pennen. Im RE Verkehr gibt es die erste Klasse in Deutschland, Tschechien, der Schweiz
Warum es gerade in Österreich nicht der Fall ist, ist unlogisch. Wien-Gmünd gibt es seit Ewigkeiten keinen Fernverkehr mehr, man muss den Nahverkehr nutzen. Da wäre eine erste Klasse mir sehr willkommen.

Darum gibt es in österreichischen REX keine 1. Klasse!

J-C, In meiner Welt, Samstag, 22.08.2020, 23:50 (vor 2237 Tagen) @ GibmirZucker

Im innerstädtischen S Bahnverkehr verständlich. Aber Wien-Krems, Wien-Gmünd gibt es keinen Fernverkehr. Nur Nahverkehr bmit 1-2 Stunden Fahrzeit. Da werden solvente Fahrgäste abgeschreckt. Dass begreifen die ÖBB nicht.

Wieso brauchen solvente Fahrgäste mehr als einen verstellbaren Sitz mit Fußstützen? Es soll wohl in Zukunft auch USB-Steckdosen geben, wenn der Umbau zum Cityjet-Design fertig ist.

Gegenbeispiele Tschechien, da ist die 1. Klasse im Elefant großzügig, wird rege genutzt und man kann auch innerstädtisch Mal die zehn Minuten während der Fahrt entspannen.

Ich würde den Komfort der ÖBB-Dostos als gleichwertig zur ersten Klasse vieler Regionalzüge einstufen.

Leider haben die meisten Dieseltriebwagen dagegen keine erste Klasse.

Wozu auch.

Ich denke, dass sie ÖBB pennen. Im RE Verkehr gibt es die erste Klasse in Deutschland, Tschechien, der Schweiz
Warum es gerade in Österreich nicht der Fall ist, ist unlogisch. Wien-Gmünd gibt es seit Ewigkeiten keinen Fernverkehr mehr, man muss den Nahverkehr nutzen. Da wäre eine erste Klasse mir sehr willkommen.

Aber was soll es da in der ersten Klasse geben? Da wäre generell Fernverkehr wünschenswert - etwa Wien - Budweis oder gar Wien - Pilsen.

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1. Klasse Reisende brauchen weniger, nicht mehr.

br752, Sonntag, 23.08.2020, 00:02 (vor 2237 Tagen) @ J-C

Wieso brauchen solvente Fahrgäste mehr als einen verstellbaren Sitz mit Fußstützen?

Die 1. Klasse Reisenden die ich kenne sind froh, dass es in der 1. Klasse weniger statt mehr gibt.

Weniger Spackos, weniger Krach, weniger Mitreisende, weniger klebrige Fussboeden, weniger laute Musik.


BR752

Faszinierend

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 00:13 (vor 2237 Tagen) @ br752

Wer's nicht aushalten kann, wenn in seltenen Fällen (die dann halt entsprechend aufgebauscht werden) die Klientele für eine meist eher kurze Zeit nicht den Bedürftnissen entspricht, hat möglicherweise ganz andere Probleme. Ich reise regelmäßig auch im Regionalverkehr und wie gesagt, das passiert sehr selten, meist kommt man mit der Klientele eh klar.

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Faszinierend

GibmirZucker, Sonntag, 23.08.2020, 00:28 (vor 2237 Tagen) @ J-C

Sicher kann man nicht pauschalisieren. Aber wenn man darauf angewiesen ist, die Reisezeit als Ruhezeit oder Arbeitszeit zu nutzen, sind Störungen lästig. Und Gmünd-Wien sind eben über zwei Stunden. Mehr als im ICE von Berlin nach Hamburg. Und da würde auch niemand die erste Klasse abschaffen wollen.

Faszinierend

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 09:42 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Und wie üblich schließt du von dir auf andere und meinst das müsse für jeden so gelten.
Ich fahre erste Klasse definitiv nicht nur wegen dem "Komfort", der sich gerade im Regionalbereich vielfach nicht sonderlich unterscheidet, sondern weil die Chance einen Platz zu bekommen weit höher ist und weil in anständigen Zügen das dann ein Einzelplatz ist und sich keiner daneben hockt. Und dafür bin ich bereit meinen Aufpreis zu zahlen.

Wird mir das dann jedoch nicht mehr geboten (in Deutschland gibts leider auch genug Fälle wo keine 1. Klasse mehr existiert oder sie ein schlechter Scherz ist) gibts zwei Möglichkeiten: entweder der Kübel ist so leer das ich trotzdem ungestört bleiben kann, dann zahl ich halt nur 2. Klassem oder der Kübel wird voll... dann fährt er ohne mich und ich mit dem Auto. Da ist mir dann mein Einzelplatz garantiert. Will ich aber eigentlich nicht, denn auf den Straßen sind auch viel zu viele Hornochsen unterwegs die nie eine Fahrerlaubnis hätten erhalten dürfen.

Faszinierend - aber auf andere Art und Weise

Power132, Sonntag, 23.08.2020, 09:48 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Hallo

die Bahn (egal welche ob DB oder private) ist ein Massenbeförderungsmittel. Daher finde ich hier deine (und andere immer wieder vorgetragene) Argumentation faszinierend. Man benutzt ein Massenbeförderungsmittel, besteht aber auf Ruhe und Eremitendasein. Bloß kein anderer Mitmensch in der direkten Umgebung. Das ist faszinierend.

Mal einfach so gefragt, wenn dir die Mitmenschen/Mitreisende in deiner Nähe so unangenehm sind, warum benutzt du dann dieses Massenbeförderungsmittel? Das ist mir nicht wirklich klar.

Gruß
Robert

Faszinierend - aber auf andere Art und Weise

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 09:53 (vor 2236 Tagen) @ Power132

Mal einfach so gefragt, wenn dir die Mitmenschen/Mitreisende in deiner Nähe so unangenehm sind, warum benutzt du dann dieses Massenbeförderungsmittel? Das ist mir nicht wirklich klar.

Hab ich doch geschrieben, weil auf den Straßen genauso lauter Idioten unterwegs sind denen der Lappen abgenommen gehören würde. Mir sind Menschen egal, solange sie mich in Ruhe lassen und mir nicht auf die Pelle rücken. Ist kein Problem bei entsprechender Auslastung in den Zügen, und wofür ich ja eben meinen entsprechenden Aufpreis zahle. Wenn du auf Gruppenkuscheln stehst ist das ja kein Problem, kannst du gerne machen, nur nicht mit mir. Manch einer findet es ja auch toll wildfremde Leute anzuquatschen oder von denen angequatscht zu werden. Deswegen aber bitte nicht wie J-C verlangen das alle sowas toll finden sollen.
Und wenn dir nicht passt das die Bahn mir ein entsprechendes Angebot unterbreitet... hast du leider Pech gehabt, denn sie tut es nunmal.

Faszinierend - aber auf andere Art und Weise

Power132, Sonntag, 23.08.2020, 10:02 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Ist kein Problem bei entsprechender Auslastung in den Zügen, und wofür ich ja eben meinen entsprechenden Aufpreis zahle. Wenn du auf Gruppenkuscheln stehst ist das ja kein Problem, kannst du gerne machen, nur nicht mit mir.

Dann dürftest du weder Bus, noch Straßen/UBahn oder ein Flugzeug nutzen. Denn da gibt es immer Fremde, die sich neben dich setzen oder platziert würden (im Flieger). Und auch eine 1. Klasse kann in der Woche in der HVZ sehr voll und ausgelastet sein, so dass möglicherweise nur ein Platz in einer 2er Reihe frei ist, wo schon jemand sitzt. Dafür aber auf eine Fahrt verzichten und den nächsten Takt nehmen ist eine Argumentation, die ich nicht nachvollziehen kann. Auch müsstest du dann, deiner Argumentation folgend auch Schlangen an Kassen im Supermarkt oder sonstige Ansammlungen kategorisch meiden und das wäre im echten Leben selten umsetzbar.

Ich will dir deine Meinung nicht nehmen, nur halte ich die aus meiner Sicht für sehr befremdlich.

Faszinierend - aber auf andere Art und Weise

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 10:17 (vor 2236 Tagen) @ Power132

Dann dürftest du weder Bus, noch Straßen/UBahn oder ein Flugzeug nutzen. Denn da gibt es immer Fremde, die sich neben dich setzen oder platziert würden (im Flieger). Und auch eine 1. Klasse kann in der Woche in der HVZ sehr voll und ausgelastet sein, so dass möglicherweise nur ein Platz in einer 2er Reihe frei ist, wo schon jemand sitzt. Dafür aber auf eine Fahrt verzichten und den nächsten Takt nehmen ist eine Argumentation, die ich nicht nachvollziehen kann. Auch müsstest du dann, deiner Argumentation folgend auch Schlangen an Kassen im Supermarkt oder sonstige Ansammlungen kategorisch meiden und das wäre im echten Leben selten umsetzbar.

Bus/Tram/U-Bahn: dort sitz/steh ich wenn wenige Minuten drin. Beim Zug, selbst bei der S-Bahn, deutlich über 30min bis mehrere Stunden. Aber ich kann dich beruhigen, zur HVZ wirst du mich nicht in einem Bus, Tram oder U-Bahn finden, ich bin keine Sardine!
Und ja, es gibt 1. Klasse Angebote die einfach unterirdisch sind, siehe BaWü. Da gibts dann auch keinen Anreiz dafür zu zahlen und sie zu nutzen.
In der Schlange am Supermarkt stehe ich auch selten stundenlang rum, davon mal ab das ich zu Zeiten einkaufen gehe wo der Laden möglichst leer ist, denn auch da gehen mir die viel verbreiteten Deppen auf den Senkel, die es nichtmals bei einem leeren Laden schaffen auf Abstand zu bleiben, selbst in Corona-Zeiten. Und mit sowas wie einem Stehplatz in einem Fußballstadion könntest du mich jagen... oder dem Geschubse auf dem Nürnberger Weihnachtsmarkt oder sonstigen Gruppenbesäufnissen.

Ich will dir deine Meinung nicht nehmen, nur halte ich die aus meiner Sicht für sehr befremdlich.

So wie ich es für sehr befremdlich halte wie man drauf stehen kann mit einer Menschenmenge freiwillig zu kuscheln und das auch noch toll zu finden. Trotzdem akzeptiere ich das, so lange mich dazu keiner zwingen will und man meine Meinung akzeptiert! Das ich mit der nicht alleine bin liest man ja selbst hier im Forum oft genug.

Faszinierend - aber auf andere Art und Weise

Power132, Sonntag, 23.08.2020, 13:25 (vor 2236 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von Power132, Sonntag, 23.08.2020, 13:26

Dann dürftest du weder Bus, noch Straßen/UBahn oder ein Flugzeug nutzen. Denn da gibt es immer Fremde, die sich neben dich setzen oder platziert würden (im Flieger). Und auch eine 1. Klasse kann in der Woche in der HVZ sehr voll und ausgelastet sein, so dass möglicherweise nur ein Platz in einer 2er Reihe frei ist, wo schon jemand sitzt. Dafür aber auf eine Fahrt verzichten und den nächsten Takt nehmen ist eine Argumentation, die ich nicht nachvollziehen kann. Auch müsstest du dann, deiner Argumentation folgend auch Schlangen an Kassen im Supermarkt oder sonstige Ansammlungen kategorisch meiden und das wäre im echten Leben selten umsetzbar.


Bus/Tram/U-Bahn: dort sitz/steh ich wenn wenige Minuten drin. Beim Zug, selbst bei der S-Bahn, deutlich über 30min bis mehrere Stunden. Aber ich kann dich beruhigen, zur HVZ wirst du mich nicht in einem Bus, Tram oder U-Bahn finden, ich bin keine Sardine!
Und ja, es gibt 1. Klasse Angebote die einfach unterirdisch sind, siehe BaWü. Da gibts dann auch keinen Anreiz dafür zu zahlen und sie zu nutzen.
In der Schlange am Supermarkt stehe ich auch selten stundenlang rum, davon mal ab das ich zu Zeiten einkaufen gehe wo der Laden möglichst leer ist, denn auch da gehen mir die viel verbreiteten Deppen auf den Senkel, die es nichtmals bei einem leeren Laden schaffen auf Abstand zu bleiben, selbst in Corona-Zeiten. Und mit sowas wie einem Stehplatz in einem Fußballstadion könntest du mich jagen... oder dem Geschubse auf dem Nürnberger Weihnachtsmarkt oder sonstigen Gruppenbesäufnissen.

Dann hälst du dich auch von beruflichen Seminaren fern, die dich möglicherweise weiterbringen könnten. Oder zahlst du dann auch Einzelsemninare, die auch ein Fremder hält und der auch mal näher käme, wenn er dir bspw was an deinem Bildschirm zeigen würde. Deine Argumentation löst sich hier für mich in Wohlgefallen damit auf.

Ich will dir deine Meinung nicht nehmen, nur halte ich die aus meiner Sicht für sehr befremdlich.


So wie ich es für sehr befremdlich halte wie man drauf stehen kann mit einer Menschenmenge freiwillig zu kuscheln und das auch noch toll zu finden. Trotzdem akzeptiere ich das, so lange mich dazu keiner zwingen will und man meine Meinung akzeptiert! Das ich mit der nicht alleine bin liest man ja selbst hier im Forum oft genug.

Nun es lässt sich - wenn man am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnimmt - nicht immer vermeiden, dass man in einem Menschenansammlung kommt. Man muss das nicht toll finden - hab ich auch so nicht geschrieben. Aber ich habe auch keinen mobilen Glaskasten, den ich mir überstülpe wenn ich das Haus verlasse.

Insgesamt finde ich es schon deine Argumentationsführung auch J-C gegenüber latent aggressiv und kann nicht nachvollziehen, dass du seine Erfahrungen, die er wahrschelich mehr macht vor Ort macht als du, so abtust, als wäre das eine singuläre allgemeingültige Meinung. Dreht man den Spieß um, könnte man dir genauso den Spiegel vorhalten.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 13:37 (vor 2236 Tagen) @ Power132

Ich verstehe es ja generell nicht, wieso Leute ein so großes Problem damit haben, in der Nähe anderer Menschen zu sein. Die meisten können damit auskommen, sonst nähmen sie ja das Auto, was ja durchaus eine Alternative sein kann.

Massenbeförderungsmittel haben eben ihre Vor- und Nachteile. Aufgabenträger und EVUs schauen sich natürlich an, dass die Auslastung nicht zu hoch ist, aber zu gewissen Peak-Zeiten können stehende Passagiere nicht vermieden werden. Wenn man dort jetzt zu diesen Peak-Zeiten eine erste Klasse hinstellt, heißt es im Endeffekt, dass im Rest es dichter wird, während die erste Klasse denen vorbehalten ist, die einen Zuschlag zahlen. Hier wird die Mehrheit zugunsten einer kleinen Minderheit benachteiligt. Kann man machen, ist halt ned so leiwand.

Das habe ich halt vor allem im RE1 zwischem Hamburg Hbf und Hamburg-Bergedorf erlebt. Der Zug ist zur HVZ einfach sehr sehr voll. Und gleichzeitig wird ein nicht unerheblicher Teil des Zuges für eine zugegebenermaßen ziemlich komfortable erste Klasse verwendet - ironischerweise mit dem selben Sitzen wie im Railjet zweiter Klasse, bloß mit Lederbezug und in verstellbar. Ich habe kein Problem, für die etwas mehr als 10 Minuten zu stehen, aber es ist auch durchaus der Fall, dass auch jenseits von Hamburg-Bergedorf nicht jeder einen Sitzplatz bekommt.

Wenn auch abseits absoluter Peak-Zeiten die Züge überfüllt sind, müsste in Kapazitätserweiterung investiert werden, anstatt den begrenzten Raum weiter einzuschränken.

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Faszinierend - aber auf vielfältige Art und Weise

HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 14:18 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Das ist doch auch der Sinn der 1. Klasse! Fahrgäste, die dafür zahlen würden, auch zur HVZ einen Sitzplatz zu haben, erhalten die Möglichkeit, dies zu tun, sodass die Bahn mehr Einnahmen hat.

Faszinierend - aber auf vielfältige Art und Weise

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 14:20 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader

Aber wieso stellt man nicht in der HVZ generell mehr Plätze zur Verfügung?

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Faszinierend - aber auf vielfältige Art und Weise

HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 14:24 (vor 2236 Tagen) @ J-C
bearbeitet von HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 14:28

Weil man damit Leistungsträger beziehungsweise Fahrgäste, die Stehen so sehr hassen, dass sie extra zahlen würden, um einen Platz zu bekommen, aus dem Zug vertreibt.

Und wenn die Bahn mehr Einnahmen hat, dann kann sie halt einen Wagen mehr ranhängen oder einen Entlastungszug fahren lassen.

Der Sinn mehrerer Klassen ist es, dass a.) auch Menschen mit höherem Komfort- und Statusbedürfnis Bahn und nicht Auto fahren und b.) jeder genausoviel zahlt, wie er auch kann.

Gibt es nur eine Einheitsklasse, so wird der Geschäftsmann oder MdB, nachdem er mehrere Tage lang zwischen Döneressern und pubertierenden Gören stehen muss, wohl "Nie wieder Bahn" sagen. Der Sinn einer 1. Klasse ist ja: "Guck mal, wir haben eine Lösung, wenn Du nicht neben diesen Leuten sitzen willst, aber dann musst Du mehr zahlen. Deal?"

1. Klasse = Leistungsträger? LOL

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Sonntag, 23.08.2020, 14:47 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader

- kein Text -

Den Wumms zahlen nicht die Kloreinigenden

br752, Sonntag, 23.08.2020, 14:50 (vor 2236 Tagen) @ Paladin

- kein Text -

Den Wumms zahlen nicht die Kloreinigenden

mrhuss, FKON, Mittwoch, 26.08.2020, 11:11 (vor 2233 Tagen) @ br752
bearbeitet von mrhuss, Mittwoch, 26.08.2020, 11:12

… aber die machen mein Klo sauber, das find ich gut. Das sind sehr wichtige Leute, ohne die kein Laden aufrechtzuerhalten wäre.

Es wird immer lustiger mit Dir ... :-)

Garfield_1905, Sonntag, 23.08.2020, 14:57 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader

Weil man damit Leistungsträger beziehungsweise Fahrgäste, die Stehen so sehr hassen, dass sie extra zahlen würden, um einen Platz zu bekommen, aus dem Zug vertreibt.

Ach so, solche 'Leistungsträger' wie ein gewisser HBNTrader ? :-):-):-) Und warst Du in einem anderen Beitrag nicht stolz darauf, für die 1. Klasse im Grunde (fast) nichts extra zu zahlen ? Wat denn nu ? :-)

Gibt es nur eine Einheitsklasse, so wird der Geschäftsmann oder MdB, nachdem er mehrere Tage lang zwischen Döneressern und pubertierenden Gören stehen muss, wohl "Nie wieder Bahn" sagen. (...)

Pubertierende Gören ? Und das sagt ein User, der nach eigenen Worten gerade mal der Pubertät (vielleicht) entwachsen ist ... :-) :-) :-)

Immerhin hätte der 'Geschäftsmann' oder insbersondere der MdB dann mal die Chance live zu erleben, was 'draußen' los ist. Und wer sind denn Deiner Meinung nach die sog. 'Döneresser' ? Wäre es Dir lieber, wenn die srattdessen Eisbein mit Sauerkraut essen würden ?

Da gibt es leckere Alternativen

br752, Sonntag, 23.08.2020, 15:08 (vor 2236 Tagen) @ Garfield_1905

Immerhin hätte der 'Geschäftsmann' oder insbersondere der MdB dann mal die Chance live zu erleben, was 'draußen' los ist. Und wer sind denn Deiner Meinung nach die sog. 'Döneresser' ? Wäre es Dir lieber, wenn die srattdessen Eisbein mit Sauerkraut essen würden ?

Warum nicht. Wuerde sicherlich die regionale und heimische Wirtschaft staerken koennen.
Von mir aus auch Haxen mit Kraut oder Schupfnudel mit Speck und Sauerkraut.
Gegen einen guten Schweinebraten mit Kartoffeln vom Acker nebenan ist auch nichts einzuwenden.


BR752

Es ist doch egal wie man von A nach B kommt.

br752, Sonntag, 23.08.2020, 14:59 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader
bearbeitet von br752, Sonntag, 23.08.2020, 15:02

Gibt es nur eine Einheitsklasse, so wird der Geschäftsmann oder MdB, nachdem er mehrere Tage lang zwischen Döneressern und pubertierenden Gören stehen muss, wohl "Nie wieder Bahn" sagen. Der Sinn einer 1. Klasse ist ja: "Guck mal, wir haben eine Lösung, wenn Du nicht neben diesen Leuten sitzen willst, aber dann musst Du mehr zahlen. Deal?"

Dafuer soll aber bald wieder staatliche Einheitskaufhaeuser geben. Da wird es bald auch einen diskriminierungsfreien einheitlichen Bahnverkehr geben. Warum sollten die Werktaetigenden und die Kaufhausleiterin in unterschiedlichen Wagen sitzen wollen?


Regierende Linke fordert staatliche Kaufhäuser – und massiven Ausbau des Sozialstaates

Der Weg der Kommunalisierung von Wohnungen müsse konsequent fortgesetzt werden. Nach dem Mietendeckel für Wohnungen werde nun ein Mietendeckel für Gewerberäume gebraucht.

„Wir machen seit 2016 konsequent Politik für diejenigen, die auf öffentliche Infrastruktur angewiesen sind“, sagte er mit Blick auf die Arbeit der rot-rot-grünen Koalition. Dabei gehe es um Ältere, Alleinerziehende, Flüchtlinge, Geringverdiener oder Obdachlose.

Außerdem bekräftigte Schubert das Ziel der Linken, die jüngst gestartete Ausschreibung für zwei der drei S-Bahn-Teilnetze zu stoppen. Eine „Zerschlagung“ der S-Bahn, die das Rückgrat der öffentlichen Nahverkehrsversorgung in Berlin und Brandenburg bilde, müsse verhindert werden. Ein Abbruch der Ausschreibung sei nur möglich, wenn das Land Anteile an der S-Bahn GmbH übernehme, die bisher zur Deutschen Bahn AG gehört. Dieses Ziel müsse in das Wahlprogramm.


Wenn es einen Mietendeckel und somit quasi einen Einheitswohnpreis gibt, warum sollte es dann nicht auch einen Einheitslohn geben? Auch einheitliche Kleidung koennte man resourcenschonender und mit geringerem CO2 Fussabdruck herstellen.

Toi, Toi, Toi


BR752

Faszinierend - aber auf vielfältige Art und Weise

mrhuss, FKON, Mittwoch, 26.08.2020, 11:10 (vor 2233 Tagen) @ HBNTrader

Gibt es nur eine Einheitsklasse, so wird der Geschäftsmann oder MdB

Ein MdB ist ein Vertreter des Volkes, der täte gut daran, sich nicht nur zu Wahlkampfzeiten mal unter das gemeine Volk zu mischen und wenn sie/er ihr/sein Mandat ernst nimmt, wird sie/er das auch gern tun.

Und neben einem Geschäftsmann will ich eigentlich auch nicht sitzen, die haben oft ein sehr schlechtes Benehmen. Außer wenn die zu zweit sind und ich Lust auf Bullshit-Bingo habe, dann kann das ganz amüsant sein.

Der Blaschke hat uns gelehrt, die Reichen sind die besten

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 26.08.2020, 13:00 (vor 2233 Tagen) @ mrhuss

Aber nur die wirklich Reichen, nicht die möchtegern-Reichen. Hab damit noch keine Erfahrung, aber das nehme ich ihm sofort ab.

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Faszinierend - aber auf vielfältige Art und Weise

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 15:25 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Ich verstehe es ja generell nicht, wieso Leute ein so großes Problem damit haben, in der Nähe anderer Menschen zu sein. Die meisten können damit auskommen, sonst nähmen sie ja das Auto, was ja durchaus eine Alternative sein kann.

Mußt du ja auch nicht, jeder ist anders. Du solltest es aber akzeptieren das es solche Menschen gibt und du sie nicht ändern wirst. Und auch deren Bedürfnissen kann die Bahn durchaus nachkommen wie man ja sieht, sie kann sogar noch Kapital daraus schlagen. Sie aufs Auto zu verjagen hilft auch keinem, im Gegenteil. Es schadet der Umwelt und es schadet teils auch den Betroffnen. Denn auch im Straßenverkehr ist man nicht allein sondern ständig mit anderen und ihren Fehlern "geplagt".

Massenbeförderungsmittel haben eben ihre Vor- und Nachteile. Aufgabenträger und EVUs schauen sich natürlich an, dass die Auslastung nicht zu hoch ist, aber zu gewissen Peak-Zeiten können stehende Passagiere nicht vermieden werden. Wenn man dort jetzt zu diesen Peak-Zeiten eine erste Klasse hinstellt, heißt es im Endeffekt, dass im Rest es dichter wird, während die erste Klasse denen vorbehalten ist, die einen Zuschlag zahlen. Hier wird die Mehrheit zugunsten einer kleinen Minderheit benachteiligt. Kann man machen, ist halt ned so leiwand.

Können nicht vermieden werden? Doch, können schon, wollen nicht weil es sonst zu teuer wird oder andere Probleme mit sich bringt.
Wie schon mehrfach erwähnt soll die erste Klasse nicht von der bestellten Kapazität abgezweigt werden sondern in Form von Zusatzkapazität bereitgestellt werden. Sie nimmt dann null Platz weg sondern schafft zusätzlichen, denn alle die in der ersten Klasse sind müssten sonst in die zweite, der Zug hätte insgesamt weniger Kapazität.

Das habe ich halt vor allem im RE1 zwischem Hamburg Hbf und Hamburg-Bergedorf erlebt. Der Zug ist zur HVZ einfach sehr sehr voll. Und gleichzeitig wird ein nicht unerheblicher Teil des Zuges für eine zugegebenermaßen ziemlich komfortable erste Klasse verwendet - ironischerweise mit dem selben Sitzen wie im Railjet zweiter Klasse, bloß mit Lederbezug und in verstellbar. Ich habe kein Problem, für die etwas mehr als 10 Minuten zu stehen, aber es ist auch durchaus der Fall, dass auch jenseits von Hamburg-Bergedorf nicht jeder einen Sitzplatz bekommt.

Und das Problem ist da die 1. Klasse, oder doch eher die fehlenden Wagen 2. Klasse? Das du kein Problem hast für 10 Minuten zu stehen ist ja schön, es gibt andere die haben aber schon ein Problem damit 60min wie eine Ölsardine gequetscht zu stehen... aus diversen Gründen.
Es ist zumindest in Deutschland übrigens auch vielfach der Fall das Leute stehen obwohl sogar in ihrem Wagen noch Sitzplätze frei wären, sie sich nur irgendwo dazu setzen müssten. Trotzdem ziehen sie den Stehplatz vor.

Wenn auch abseits absoluter Peak-Zeiten die Züge überfüllt sind, müsste in Kapazitätserweiterung investiert werden, anstatt den begrenzten Raum weiter einzuschränken.

Niemand sprach davon den bestellten Raum einzuschränken, das würde der Besteller auch gar nicht mitmachen.

Prinzipiell könnte man davon ab ja in Spitzenzeiten die 1. Klasse auch allgemein freigeben wenn man das wollte. Auf Sitzplätze kommt es dann ja eh nicht mehr an. Außerhalb der HVZ würde dann hingegen ein Wagen 2. Klasse leer rumfahren und kein Geld verdienen... wäre er dagegen 1. Klasse hätten in der 2. immer noch alle Platz und der 1. Klasse Wagen würde entweder genauso wenig Geld einfahren wie als 2. Klasse, oder aber Zusatzgeld verdienen durch 1. Klasse Tickets.
Das einzige was man nicht machen darf ist ide 1. Klasse "frei Schnauze" aufzuheben, wenn muß das ganze bereits bei Fahrkartenbuchung planbar sein. Steht sie also im Fahrplan muß sie auch geliefert werden und darf nicht freigeben werden, sonst fühlt man sich veräppelt.

Faszinierend - aber auf andere Art und Weise

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 14:42 (vor 2236 Tagen) @ Power132

Dann hälst du dich auch von beruflichen Seminaren fern, die dich möglicherweise weiterbringen könnten. Oder zahlst du dann auch Einzelsemninare, die auch ein Fremder hält und der auch mal näher käme, wenn er dir bspw was an deinem Bildschirm zeigen würde. Deine Argumentation löst sich hier für mich in Wohlgefallen damit auf.

Was ist für dich denn weiterbringen? Wieder dieses klassiche "oh ich muß möglichst weit aufsteigen um erfolgreich zu sein und möglichst viel Geld scheffeln zu können", auch Leben um zu arbeiten genannt? Stimmt, da bin ich raus, ich will gar keine andere Position im Job, da ich die im Leben nicht so gut erfüllen könnte wie meine jetzige. Wenn du denkst das es irgend einen Sinn für irgend jemanden machen würde mir Führungsverantwortung zu übertragen, dann hast du in der Tat null verstanden... auch wenn ich die auf Wunsch durchaus bekäme bzw. sogar schon ablehnen musste, da ja wie so oft nicht die Fähigkeiten für die neue Position zählen sondern so ein Blödsinn wie Betriebszugehörigkeit.
Davon ab gibt es noch einen Unterschied zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Situationen. In einem vollen Zug irgend jemanden neben sich zu haben ist z.B. vermeidbar, indem man zum einen schaut das man die vollen Züge grundsätzlich meidet und wo es geht reserviert. Und eben erste Klasse bucht.
Aber gut, wenn du es nicht vertehen willst, niemand zwingt dich. Ich war nur der irrigen Annahme das du es hättest verstehen wollen.

Nun es lässt sich - wenn man am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnimmt - nicht immer vermeiden, dass man in einem Menschenansammlung kommt. Man muss das nicht toll finden - hab ich auch so nicht geschrieben. Aber ich habe auch keinen mobilen Glaskasten, den ich mir überstülpe wenn ich das Haus verlasse.

Och, glaub mir, es läßt sich meist sehr gut vermeiden wenn man das will. Dazu braucht es auch keinen mobilen Glaskasten, ich bin weder ein Papagei der sich anstarren lassen will, noch ein Papst.

Insgesamt finde ich es schon deine Argumentationsführung auch J-C gegenüber latent aggressiv und kann nicht nachvollziehen, dass du seine Erfahrungen, die er wahrschelich mehr macht vor Ort macht als du, so abtust, als wäre das eine singuläre allgemeingültige Meinung. Dreht man den Spieß um, könnte man dir genauso den Spiegel vorhalten.

Und ich kann nicht nachvollziehen warum J-C immer wieder etwas als Fakt in den Raum stellt was in Wirklichkeit nur seine subjektive Meinung ist. Er stellt es ja nicht als Erfahrung oder seine Meinung hin. Ich dagegen mache nur klar das es eben auch andere Sichtweisen gibt und er nicht immer wieder von sich auf andere schließen soll.

(OT) Viel zu weit gefasst

Power132, Sonntag, 23.08.2020, 14:50 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Dann hälst du dich auch von beruflichen Seminaren fern, die dich möglicherweise weiterbringen könnten. Oder zahlst du dann auch Einzelsemninare, die auch ein Fremder hält und der auch mal näher käme, wenn er dir bspw was an deinem Bildschirm zeigen würde. Deine Argumentation löst sich hier für mich in Wohlgefallen damit auf.


Was ist für dich denn weiterbringen? Wieder dieses klassiche "oh ich muß möglichst weit aufsteigen um erfolgreich zu sein und möglichst viel Geld scheffeln zu können", auch Leben um zu arbeiten genannt? Stimmt, da bin ich raus, ich will gar keine andere Position im Job, da ich die im Leben nicht so gut erfüllen könnte wie meine jetzige. Wenn du denkst das es irgend einen Sinn für irgend jemanden machen würde mir Führungsverantwortung zu übertragen, dann hast du in der Tat null verstanden... auch wenn ich die auf Wunsch durchaus bekäme bzw. sogar schon ablehnen musste, da ja wie so oft nicht die Fähigkeiten für die neue Position zählen sondern so ein Blödsinn wie Betriebszugehörigkeit.

Darum geht es nicht. Man kann auch ein Seminar besuchen, um auf aktuellem Stand zu sein, was die eigene Tätigkeit angeht. Da muss es kein "Aufsteiger"-Seminar sein. Mein Arbeitgeber bietet sowas regelmäßig an in und extern.

Davon ab gibt es noch einen Unterschied zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Situationen. In einem vollen Zug irgend jemanden neben sich zu haben ist z.B. vermeidbar, indem man zum einen schaut das man die vollen Züge grundsätzlich meidet und wo es geht reserviert. Und eben erste Klasse bucht.

Pech nur, wenn der Zug den du schwach ausgelastet gebucht hast, außerplanmäßig Fahrgäste aus einem anderen Zug aufnimmt, der seine Fahrt nicht fortsetzen kann und dann plötzlich auch jemand da in deiner Nähe sitzt. Was machst du dann - Fahrtabbruch?

Insgesamt beharrst du aber auf deiner Meinung und bist auch nicht ein Millimeter bereit, dich auf andere Argumente einzulassen, daher bin ich raus aus dem Teilbaum.

(OT) Viel zu weit gefasst

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 14:57 (vor 2236 Tagen) @ Power132

Darum geht es nicht. Man kann auch ein Seminar besuchen, um auf aktuellem Stand zu sein, was die eigene Tätigkeit angeht. Da muss es kein "Aufsteiger"-Seminar sein. Mein Arbeitgeber bietet sowas regelmäßig an in und extern.

Und das ist wozu gut? Für Leute die ihr Wissen vorgekaut brauchen ist das ja ok, andere bringen sich das nötige halt im Selbststudium bei.

Pech nur, wenn der Zug den du schwach ausgelastet gebucht hast, außerplanmäßig Fahrgäste aus einem anderen Zug aufnimmt, der seine Fahrt nicht fortsetzen kann und dann plötzlich auch jemand da in deiner Nähe sitzt. Was machst du dann - Fahrtabbruch?

Wo ist das Problem? Ich sitze ja bereits auf meinem Einzelsitz in der 1. Klasse. Und wenn die Hütte so voll wird das sie da neben mir stehen steig ich an der nächsten Station aus und nehm einen späteren Zug oder fahr einen anderen Weg.

Insgesamt beharrst du aber auf deiner Meinung und bist auch nicht ein Millimeter bereit, dich auf andere Argumente einzulassen, daher bin ich raus aus dem Teilbaum.

natürlich beharre ich auf meiner Meinung, warum sollte ich meine Meinung ändern nur weil mir jemand sagt das ich nicht so empfinden dürfte? Ich lass mir doch meine Meinung nicht vorschreiben. Ich versuche aber auch nicht irgend jemandem meine Meinung aufzuzwingen, sondern stelle lediglich klar das es da die Menschen nunmal nicht alle gleich sind.

Jetzt dichte mir nicht was bei

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 10:18 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Habe ich geschrieben, dass jeder den Komfort der ÖBB gutzufinden hat? Selbstverständlich nicht, wär ja auch langweilig.

Aber der Komfort entspricht einem Niveau, welches den Bedürftnissen der allermeisten entspricht. Die Züge werden öffentlich bestellt, die ÖBB werden ganz sicher nicht die gegebenen Kapazitäten in der zweiten Klasse unterschreiten. Erst recht, wenn der Zug mal voll wird, will man möglichst alle Kapazitäten haben.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Jetzt dichte mir nicht was bei

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 10:20 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Aber der Komfort entspricht einem Niveau, welches den Bedürftnissen der allermeisten entspricht.

Und das gibst du vor? Woher weißt du das, hast du entsprechende Studien/Umfragen dazu vorliegen?

Die Züge werden öffentlich bestellt, die ÖBB werden ganz sicher nicht die gegebenen Kapazitäten in der zweiten Klasse unterschreiten. Erst recht, wenn der Zug mal voll wird, will man möglichst alle Kapazitäten haben.

Habe ich geschrieben das sie die geforderten Kapazitäten unterschreiten sollen? Nö. Ich habe gesagt man soll Zusatzkapazitäten dafür nutzen. Und warum sollten die ÖBB die herschenken?

Jetzt dichte mir nicht was bei

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 10:24 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Aber der Komfort entspricht einem Niveau, welches den Bedürftnissen der allermeisten entspricht.


Und das gibst du vor? Woher weißt du das, hast du entsprechende Studien/Umfragen dazu vorliegen?

Ich gebe das nicht vor, es entspricht einfach meiner Erfahrung. Es gibt nicht zu allem möglichen die Studien/Umfragen, deswegen kann ich das auch nicht quantifizieren, aber wenn ich mir anschaue, was andere zum Zug zu sagen haben, ist es eben meist positives.

Die Züge werden öffentlich bestellt, die ÖBB werden ganz sicher nicht die gegebenen Kapazitäten in der zweiten Klasse unterschreiten. Erst recht, wenn der Zug mal voll wird, will man möglichst alle Kapazitäten haben.


Habe ich geschrieben das sie die geforderten Kapazitäten unterschreiten sollen? Nö. Ich habe gesagt man soll Zusatzkapazitäten dafür nutzen. Und warum sollten die ÖBB die herschenken?

Wie soll man Zusatzkapazitäten nutzen, wenn man sie nicht hat?

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gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 10:40 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Ich gebe das nicht vor, es entspricht einfach meiner Erfahrung. Es gibt nicht zu allem möglichen die Studien/Umfragen, deswegen kann ich das auch nicht quantifizieren, aber wenn ich mir anschaue, was andere zum Zug zu sagen haben, ist es eben meist positives.

Also sag doch gleich das es deine Meinung ist und du das einfach so in den Raum wirfst ohne jegliche belegbare Grundlage.

Wie soll man Zusatzkapazitäten nutzen, wenn man sie nicht hat?

Also zum einen: weißt du das man sie nicht hat? Weißt du wieviele Plätze mit welchem Abstand bestellt wurden und dass das genau dem Zug entspricht? Und wenn ja, da findest du nicht das sowas ein "G'schmäckle" hat? Eine Ausschreibung wo schon im Vornherein feststeht wer sie gewinnen wird...
Und dann hätte man die Zusatzkapazitäten ja haben können als man die Züge bestellt hat.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 10:44 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Es war eine Direktvergabe, das wurde als solche auch kommuniziert. Der Betreiber wurde sofort festgelegt, da es keine Ausschreibung gab. Das war auch so rechtens, wurde vom Gericht bestätigt. Die Züge werden von den ÖBB ausgeschrieben, deren Kapazitäten werden dann vertraglich festgesetzt. Der Vertrag sieht keine erste Klasse vor, die ÖBB haben kein Interesse daran. Also wird es nicht passieren. Basta.

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gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 11:07 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Ja, das ist natürlich die Killererklärung dafür das die ÖBB keine 1. Klasse anbietet obwohl es möglich wäre... die "ich hab da auch keine Erklärung für, aber das ist so und sei gefälligst still"-Erklärung.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 12:01 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Die ÖBB sehen keinen Bedarf. Würden sie aus einer ersten Klasse Gewinn kriegen, würden sie das sich sicher anschauen. Aber das tun sie eben offenbar nicht. Und die Verkehrsverbünde sind eben auch ausnahmslos nicht für eine erste Klasse zu haben, obwohl in ihrem Verbundgebiet ja Züge mit erster Klasse fahren.

Wer bezahlt nochmal in Deutschland im Regionalverkehr die erste Klasse? Die DB oder der Aufgabenträger?

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gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 12:37 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Die ÖBB sehen keinen Bedarf. Würden sie aus einer ersten Klasse Gewinn kriegen, würden sie das sich sicher anschauen. Aber das tun sie eben offenbar nicht. Und die Verkehrsverbünde sind eben auch ausnahmslos nicht für eine erste Klasse zu haben, obwohl in ihrem Verbundgebiet ja Züge mit erster Klasse fahren.

Ok, das kann man einfach mal so behaupten und in den Raum stellen. Gibt es dazu auch irgendwelche Beweise? Genausogut könnte es sein das keiner das überhaupt untersucht hat oder einzelne Stellen es einfach nicht wollen, egal ob es sich rechnen würde.

Wer bezahlt nochmal in Deutschland im Regionalverkehr die erste Klasse? Die DB oder der Aufgabenträger?

Keine Ahnung, wird man sicherlich auch nicht einheitlich sagen können. Nach meinem Wissen gibt es zumindest DB-Züge die im verbundfreien Raum fahren und eine 1. Klasse haben.

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sibiminus, Sonntag, 23.08.2020, 12:45 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Wer bezahlt nochmal in Deutschland im Regionalverkehr die erste Klasse? Die DB oder der Aufgabenträger?


Keine Ahnung, wird man sicherlich auch nicht einheitlich sagen können. Nach meinem Wissen gibt es zumindest DB-Züge die im verbundfreien Raum fahren und eine 1. Klasse haben.

Die mir bekannten verbundfreien Räume in Sachsen-Anhalt und Bayern (gibt es sonst noch welche?) haben Aufgabenträger, die eine erste Klasse fordern und bezahlen. Verbund ist ungleich Aufgabenträger.

Jetzt dichte mir nicht was bei

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 12:58 (vor 2236 Tagen) @ sibiminus

Die mir bekannten verbundfreien Räume in Sachsen-Anhalt und Bayern (gibt es sonst noch welche?) haben Aufgabenträger, die eine erste Klasse fordern und bezahlen. Verbund ist ungleich Aufgabenträger.

Mir war da Bereich Thüringen im Hinterkopf. Aber ja, der einzig komplett eigenwirtschaftliche Nahverkehr ist wohl der IRE Hamburg/Berlin. Trotzdem ist damit nicht klar ob die 1. Klasse beauftragt wurde, und wenn ja ob sie beauftragt wurde weil sie sich rechnet oder aus anderen Gründen.

Jetzt dichte mir nicht was bei

sibiminus, Sonntag, 23.08.2020, 13:30 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Die mir bekannten verbundfreien Räume in Sachsen-Anhalt und Bayern (gibt es sonst noch welche?) haben Aufgabenträger, die eine erste Klasse fordern und bezahlen. Verbund ist ungleich Aufgabenträger.


Mir war da Bereich Thüringen im Hinterkopf.

Stimmt. Mir ist auch noch MV eingefallen, wobei dort durch die ständigen Notvergaben es zumindest mir schwerfällt eine langfristige Strategie zu erkennen.

Aber ja, der einzig komplett eigenwirtschaftliche Nahverkehr ist wohl der IRE Hamburg/Berlin. Trotzdem ist damit nicht klar ob die 1. Klasse beauftragt wurde

Also die NVS hatte zumindest für langlaufende Linien in den jeweiligen Teilnetzen 1.Kl. vorgeschrieben. Ob sich die Philosophie mit deren Auflösung geändert hat weiß ich nicht. Die NASA fordert 1.Kl, bei der BEG haben mindestens langlaufende Linien 1.Kl.

und wenn ja ob sie beauftragt wurde weil sie sich rechnet oder aus anderen Gründen.

Das ist auch eine Frage im Zusammenhang Brutto- oder Nettovertrag. Es kann sich für das EVU rentieren 1.Kl. anzubieten wenn es die Fahrgeldeinnahmen behalten darf, bei Abführung an den AT eher weniger. Wobei es da auch Anreiz- und Malussysteme gibt.

MV könnte spannend werden

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 13:41 (vor 2236 Tagen) @ sibiminus

Durch die Bestellung der ODEG hätte man jetzt die Gelegenheit, sich anzuschauen, wie das Konzept der ÖBB sich in Deutschland schlägt, schließlich kommen dort Züge mit den exakt selben Parametern wie in Österreich zum Einsatz - noch dazu auf einer touristisch wertvollen Linie, wo die Ansprüche entsprechend höher sein dürften. Vielleicht wird das ja auch mal untersucht.

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Nachfrage

Garfield_1905, Sonntag, 23.08.2020, 12:47 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Die ÖBB sehen keinen Bedarf. Würden sie aus einer ersten Klasse Gewinn kriegen, würden sie das sich sicher anschauen. Aber das tun sie eben offenbar nicht. (...)

(...) Genausogut könnte es sein das keiner das überhaupt untersucht hat oder einzelne Stellen es einfach nicht wollen, egal ob es sich rechnen würde.

Hilf mir bitte mal. Warum sollte es eine Stelle z.B. bei den ÖBB geben, die etwas nicht will, in diesem Fall meinetwegen die 1. Klasse im Nahverkehr, obwohl man damit (mehr) Geld verdienen würde und welche Stelle könnte das Deiner Meinung nach sein ?

Nachfrage

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 13:00 (vor 2236 Tagen) @ Garfield_1905

Hilf mir bitte mal. Warum sollte es eine Stelle z.B. bei den ÖBB geben, die etwas nicht will, in diesem Fall meinetwegen die 1. Klasse im Nahverkehr, obwohl man damit (mehr) Geld verdienen würde und welche Stelle könnte das Deiner Meinung nach sein ?

Weil sie z.B. die 1. Klasse ihren Fernzügen vorbehalten wollen, die ein "besonderes Prestige" bieten sollen. Oder weil jemand in entsprechender Lage einfach egal was die Fakten ggf. sagen der Meinung ist das sowas unsinnig ist. Es gibt immer Leute die es besser wissen oder auch nur ihre Macht ausspielen wollen.

Mal wieder faszinierend

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 13:21 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Das wäre ziemlich interessant, wir reden von den selben ÖBB, die eben explizit auf Nachtzüge mit Liege- und Schlafwagen setzen, obwohl sie theoretisch auch nur mit Sitzwagen im Nachtverkehr was erreichen könnten.

Wir reden von den selben ÖBB, welche eine Business-Klasse im Fernverkehr eingeführt hat und diese auch fortführt.

Wir reden von den selben ÖBB, die im Talent zunächst recht billige Sitze mit kaum Komfort einbauten, ehe sie auf Wunsch der Fahrgäste eine Komfortzone einsetzten - selbiges im Desiro Classic. Übrigens mit Sitzabständen, die ich für erstklassig halte.

Und der Fernverkehr der ÖBB ist nur zwischen Wien und Salzburg sowie auf Grenzstrecken eigenwirtschaftlich, wo selbst bei letzterem der Bund zu bestellen beginnt - etwa zwischen Wien und Břeclav. So oder so kriegen die ÖBB das Geld von der öffentlichen Hand. Wo sind da die Interessen?

Übrigens, auch im Fernverkehr gibt es bei den ÖBB Züge ohne erste Klasse.
Was würde jemanden irgendeine obskure Macht bringen, mit der er letztlich nichts bewirkt?

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Mal wieder faszinierend

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 14:34 (vor 2236 Tagen) @ J-C

und du meinst da wäre eine Person für alles zuständig? Mal ganz davon abgesehen das es ja dem Argument "will man den Premium-Zügen vorbehalten" nicht zuwider läuft. Wird an anderen Stellen ja auch durchaus mal gemacht... ok, andersrum, da bekommt die Sport-Variante eines Autos plötzlich keine Anhängelast eingetragen, weil das ja kein Arbeitstier werden soll. Technisch ohne jegliche Gründe, einfach weil das jemand der was zu sagen hatte so wollte.
Wenn Geld egal ist könnten sie ja erstrecht die Züge noch komfortabler machen oder eine erste Klasse anbieten.
Was hat Macht mit etwas bewirken zu tun? Bei Macht geht es nicht darum irgendwas vorwärts zu bringen, oder denkst du in Belarus ginge es dem lieben Diktator drum das Land vorwärts zu bringen und nur das blöde Volk hats nicht kapiert?

Darum gibt es in österreichischen REX keine 1. Klasse!

GibmirZucker, Sonntag, 23.08.2020, 00:05 (vor 2237 Tagen) @ J-C

Breitere Sitze, mehr Beinfreiheit. Und Ruhe von den Grüppchen mit erheblich ermäßigten Fahrkarten.

Auch faszinierend

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 00:26 (vor 2237 Tagen) @ GibmirZucker

Wie viel Bedarf soll's dafür geben? Das, was im österreichischen Regionalverkehr angeboten wird, langt doch für die allermeisten.

Noch dazu kommt, dass sich die Länder für die erste Klasse offenbar nicht interessieren - und die Finanzierung läge an eben diesen. Es gibt keine erste Klasse im Verkehrsverbund - und der stellt für die meisten Regionalzüge den relevanten Tarif.

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Auch faszinierend

frank_le, Sonntag, 23.08.2020, 08:14 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Vor dem Regionalverkehr sollte man erstmal die fürchterlichen RJ Züge mit verstellbaren Sitzen und Fernverkehrsstandard ausstatten. Solange im Fernverkehr nur deutsches S-Bahn Niveau angeboten wird ist mir der Regionalverkehr egal.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 09:50 (vor 2236 Tagen) @ frank_le

Puhh, eine deutsche S-Bahn mit solchen Sitzen habe ich noch nicht gesehen. Klar wäre es toll, würden die ÖBB mal endlich den Standard, den sie in Zukunft planen, bereits jetzt umsetzen - und zwar auch abseits der italientauglichen Railjets der letzten Generation, die ja bereits genau dies haben.

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Auch faszinierend

Altmann, Sonntag, 23.08.2020, 09:23 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Noch dazu kommt, dass sich die Länder für die erste Klasse offenbar nicht interessieren - und die Finanzierung läge an eben diesen.

Genau das ist wohl auch wirklich der Grund. Dazu kommt ja noch, dass die ÖBB ihre Züge möglichst flexibel in ganz Österreich einsetzen möchten (man kann schon mal in Linz in eine S-Bahn mit Vorarlberg-Logo einsteigen), daher müssten da alle Länder mitspielen.

Generell bin ich absolut bei Dir, was die "Notwendigkeit" von 1. Klasse betrifft. Eins wurde aber bisher nicht erwähnt: Man fährt ja i.d.R. nicht nur Nahverkehr, wenn man Nahverkehr fährt. Und so sitze ich dann halt auch regelmäßig im CJX oder REX mit einem 1. Klasse-Ticket, weil ich umgestiegen bin von einem RJ. Und klar sitzt man mit 1. Klasse-Ticket ungern in der 2.. Aber ja, man überlebt ´s ...

In Ungarn zahlt man übrigens 1. Klasse nur, wenn ´s im Zug auch 1. Klasse gibt. Das ist in Österreich / Deutschland leider anders (bei durchgehendem Ticket für Umsteiger). Schade.

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gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 09:49 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Wo ist das Problem? Dann verkauft man die erste Klasse halt auf eigene Rechnung. Klar, vom Verbund wir die Vorgabe kommen xyz Sitzplätze 2. Klasse anzubieten. Solange man das erfüllt kann man doch trotzdem eine 1. Klasse anbieten. Die entsprechenden (Aufpreis)Tickets könnte man wohl sogar vielfach am gleichen Ort wie das Verbundticket verkaufen, denn die gibts ja schließlich auch bei den ÖBB-Automaten und Verkaufsstellen. Also nein, ein "der Verbund wills nicht" dürfte nur eine Umschreibung für "wir wollen das nicht" sein, mit dem Versuch die Schuld auf andere zu schieben.

Und "langt für die allermeisten" ist angesicht mangelnder Alternativen toll. Langen würden auch Gütewagen in die man die Leute rein pfercht, du kannst doch auch mal 'ne Stunde stehen. Langen würde es auch wenn die Fahrt nur mit 10km/h erfolgt statt mit 160, du kommst trotzdem von A nach B. Auf die Ansprüche der Leute gehst du halt nicht ein und darfst dich nicht wundern wenn das Angebot ggf. nicht so angenommen wird wie du das möchtest.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 09:57 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Wo ist das Problem? Dann verkauft man die erste Klasse halt auf eigene Rechnung.

Wie viele nutzen das dann aber? Ob sich das rentiert...

Klar, vom Verbund wir die Vorgabe kommen xyz Sitzplätze 2. Klasse anzubieten.

Und wenn die Vorgabe an Sitzplätzen zweiter Klasse genau dem Angebot an Sitzplätzen im Zug entspricht? Die genannten Beispiele, wo REX eine erste Klasse haben, sind ja alleine dem Umstand geschuldet, dass sie allesamt vorher oder nachher als Fernverkehrszug fahren.

Solange man das erfüllt kann man doch trotzdem eine 1. Klasse anbieten.

Wenn man es denn erfüllt.

Die entsprechenden (Aufpreis)Tickets könnte man wohl sogar vielfach am gleichen Ort wie das Verbundticket verkaufen, denn die gibts ja schließlich auch bei den ÖBB-Automaten und Verkaufsstellen. Also nein, ein "der Verbund wills nicht" dürfte nur eine Umschreibung für "wir wollen das nicht" sein, mit dem Versuch die Schuld auf andere zu schieben.

Das Problem ist, Zeitkartenbesitzer müssen dann eine
ÖBB-Zeitkarte für die Relation kaufen. Das gibt es auch dort, wo in der zweiten Klasse nur Verbundszeitkarten verkauft werden.

Es hat nur ein Problem: mit der Zeitkarte kriegst du nicht die anderen Verkehrsmittel des Bundes, also Busse, Straßenbahnen, in Wien noch die U-Bahn. Und das ist halt etwas blöd.

Und "langt für die allermeisten" ist angesicht mangelnder Alternativen toll. Langen würden auch Gütewagen in die man die Leute rein pfercht, du kannst doch auch mal 'ne Stunde stehen.

Das würde nicht langen, weil ein Mindeststandard im Komfort unterschritten wird.

Bloß, der Komfort der in der Zweiten Klasse des Regionalverkehrs angeboten wird, übertrifft manche erste Klasse in Deutschland und hat allgemein eine hohe Zustimmung. Es gibt glaube ich nur wenige, die den Komfort im Cityjet nicht gut finden.

Langen würde es auch wenn die Fahrt nur mit 10km/h erfolgt statt mit 160, du kommst trotzdem von A nach B. Auf die Ansprüche der Leute gehst du halt nicht ein und darfst dich nicht wundern wenn das Angebot ggf. nicht so angenommen wird wie du das möchtest.

Na man geht ja eben auf die Ansprüche des Kunden ein und denen wird auch genügt. Man wird es nie allen Recht machen können. Am Ende wird's noch welche geben, die auf ihren Massagesitz und ihren Am-Platz-Service in der S-Bahn bestehen.

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gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 10:08 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Wie viele nutzen das dann aber? Ob sich das rentiert...

Muß man sich im Einzelfall anschauen, wenn man es nicht anbietet: keiner. Ist doch das gleiche wie beim ganzen Angebot, man muß halt schauen welcher Bedarf besteht. Nur: der Zug fährt hier ja eh schon und hat womöglich sogar mehr Kapazität als vom Besteller gefordert. Da hätte man dann nahezu null Zusatzkosten und es wäre somit sogar egal wenn es niemand nutzen würde... und es wird garantiert jemand nutzen.

Und wenn die Vorgabe an Sitzplätzen zweiter Klasse genau dem Angebot an Sitzplätzen im Zug entspricht? Die genannten Beispiele, wo REX eine erste Klasse haben, sind ja alleine dem Umstand geschuldet, dass sie allesamt vorher oder nachher als Fernverkehrszug fahren.

Dann kann man vermuten das bei der Ausschreibung "ein wenig" gemauschelt wurde und sie auf genau das ausgelegt wurde was die ÖBB anbieten, damit ja sonst keiner zum Zug kommt. Ist ja schon merkwürdig wenn die Ausschreibung so haargenau auf ein Zugmodell passt. Da die Verbünde das Zugmodell aber eh nicht vorschreiben können könnte der Anbieter auch eins wählen das entsprechend mehr Plätze bietet.

Das Problem ist, Zeitkartenbesitzer müssen dann eine
ÖBB-Zeitkarte für die Relation kaufen. Das gibt es auch dort, wo in der zweiten Klasse nur Verbundszeitkarten verkauft werden.

Warum sollten sie das müssen? Sie kaufen ein ganz normales Verbundticket (egal ob Zeitkarte oder nicht) und einen ÖBB-Aufpreis (egal ob Zeitkarte oder nicht).

Es hat nur ein Problem: mit der Zeitkarte kriegst du nicht die anderen Verkehrsmittel des Bundes, also Busse, Straßenbahnen, in Wien noch die U-Bahn. Und das ist halt etwas blöd.

Wie schon geschrieben: Denkfehler deinerseits.

Das würde nicht langen, weil ein Mindeststandard im Komfort unterschritten wird.

den wer festlegt? Für mich ist der Mindeststandard an Komfort unterschritten wenn ich jemanden neben mir sitzen hab oder jemanden anglotzen muß weil er mir gegenüber sitzt.

Bloß, der Komfort der in der Zweiten Klasse des Regionalverkehrs angeboten wird, übertrifft manche erste Klasse in Deutschland und hat allgemein eine hohe Zustimmung. Es gibt glaube ich nur wenige, die den Komfort im Cityjet nicht gut finden.

Komisch, das konnte ich bei meinen Fahrten im Regionalverkehr der ÖBB nicht feststellen. Und wie schon geschrieben geht Komfort für manchen weiter als bis zum Sitzabstand.

Na man geht ja eben auf die Ansprüche des Kunden ein und denen wird auch genügt. Man wird es nie allen Recht machen können. Am Ende wird's noch welche geben, die auf ihren Massagesitz und ihren Am-Platz-Service in der S-Bahn bestehen.

Na anscheinend ja nicht auf die Ansprüche aller Kunden, wenn hier die Frage aufkommt warum es denn keine 1. Klasse gibt. Und keine Sorge, auch in Güterwagen würden viele Leute mitfahren, ganz einfach weil ihnen nichts anderes übrig bleibt.

Auch faszinierend

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 10:39 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Wie viele nutzen das dann aber? Ob sich das rentiert...


Muß man sich im Einzelfall anschauen, wenn man es nicht anbietet: keiner. Ist doch das gleiche wie beim ganzen Angebot, man muß halt schauen welcher Bedarf besteht. Nur: der Zug fährt hier ja eh schon und hat womöglich sogar mehr Kapazität als vom Besteller gefordert. Da hätte man dann nahezu null Zusatzkosten und es wäre somit sogar egal wenn es niemand nutzen würde... und es wird garantiert jemand nutzen.

Das Problem ist halt, so wie es jetzt ist, bringt man sich halt sehr viel Flexibilität ein. Wenn man regionalspezifisch erste Klasse einführt, heißt das im Endeffekt, dass man solche Züge womöglich nur auf einer gewissen Linie sinnvoll einsetzen kann, weil es sonst keinen Bedarf dafür in der Region gibt. Und Flexibilität ist halt cool, so kann man Kapazitäten wesentlich besser disponieren.

Sitzplätzen zweiter Klasse genau dem Angebot an Sitzplätzen im Zug entspricht? Die genannten Beispiele, wo REX eine erste Klasse haben, sind ja alleine dem Umstand geschuldet, dass sie allesamt vorher oder nachher als Fernverkehrszug fahren.

Dann kann man vermuten das bei der Ausschreibung "ein wenig" gemauschelt wurde und sie auf genau das ausgelegt wurde was die ÖBB anbieten, damit ja sonst keiner zum Zug kommt. Ist ja schon merkwürdig wenn die Ausschreibung so haargenau auf ein Zugmodell passt. Da die Verbünde das Zugmodell aber eh nicht vorschreiben können könnte der Anbieter auch eins wählen das entsprechend mehr Plätze bietet.

Es gab de facto keine Ausschreibung, es sind bisher immer Direktvergaben gewesen. Aber die Verbünde haben auch bei den Privatbahnen keine erste Klasse gefordert und diese bieten sie nicht an - außer der Mariazellerbahn manchmal, das ist dann aber ein Sonderangebot mit Panoramawagen.

Das Problem ist, Zeitkartenbesitzer müssen dann eine
ÖBB-Zeitkarte für die Relation kaufen. Das gibt es auch dort, wo in der zweiten Klasse nur Verbundszeitkarten verkauft werden.


Warum sollten sie das müssen? Sie kaufen ein ganz normales Verbundticket (egal ob Zeitkarte oder nicht) und einen ÖBB-Aufpreis (egal ob Zeitkarte oder nicht).

Meines Wissens ist ein Aufpreis zur ersten Klasse von Verbundsfahrscheinen gar nicht vorgesehen. Da muss schon ein erste Klasse Ticket gelöst werden.

Es hat nur ein Problem: mit der Zeitkarte kriegst du nicht die anderen Verkehrsmittel des Bundes, also Busse, Straßenbahnen, in Wien noch die U-Bahn. Und das ist halt etwas blöd.


Wie schon geschrieben: Denkfehler deinerseits.

Nope. Weder die Verbünde, noch die ÖBB, noch die Privatbahnen haben ein Interesse daran.

Das würde nicht langen, weil ein Mindeststandard im Komfort unterschritten wird.


den wer festlegt? Für mich ist der Mindeststandard an Komfort unterschritten wenn ich jemanden neben mir sitzen hab oder jemanden anglotzen muß weil er mir gegenüber sitzt.

Den die Fahrgäste festlegen, die im Zweifel mit den Füßen abstimmen.

Deine Probleme hätte ich nebenbei ur gerne. Wenn es nicht wegen Corona wäre, wäre es mir sowas von egal, ob ich wen gegenüber hätte oder nicht. Ich hab ja kein Problem damit, dass in meiner Nähe Menschen existieren. Und ich bin mir eh bewusst, dass den, den ich gegenüber habe, in meinem Leben vorraussichtlich nie mehr wieder sehen werde, sobald man aussteigt.

Und deswegen ist mir mein Gegenüber herzlich egal, es sei denn ich habe mal aus Gründen die Idee, ein wenig Smalltalk oder so anzufangen. Das war ja vor allem im Abteil so, dass ich schnell ein Gespräch mit Mitreisenden anfing, einfach weil es ein netter Zeitvertreib ist.

Bloß, der Komfort der in der Zweiten Klasse des Regionalverkehrs angeboten wird, übertrifft manche erste Klasse in Deutschland und hat allgemein eine hohe Zustimmung. Es gibt glaube ich nur wenige, die den Komfort im Cityjet nicht gut finden.


Komisch, das konnte ich bei meinen Fahrten im Regionalverkehr der ÖBB nicht feststellen. Und wie schon geschrieben geht Komfort für manchen weiter als bis zum Sitzabstand.

Ich kenne viele Züge in Deutschland, da hat die erste Klasse keine verstellbaren Sitze, keine Fußstützen, manchmal nicht mal Steckdosen.

Na man geht ja eben auf die Ansprüche des Kunden ein und denen wird auch genügt. Man wird es nie allen Recht machen können. Am Ende wird's noch welche geben, die auf ihren Massagesitz und ihren Am-Platz-Service in der S-Bahn bestehen.


Na anscheinend ja nicht auf die Ansprüche aller Kunden, wenn hier die Frage aufkommt warum es denn keine 1. Klasse gibt. Und keine Sorge, auch in Güterwagen würden viele Leute mitfahren, ganz einfach weil ihnen nichts anderes übrig bleibt.

Ohh Mann. Deine Extremvergleiche erleben ja auch wieder Hochkonjunktur. Mal ernsthaft, fahren alle Leute im Regionalverkehr der ÖBB nur, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt? Es ist doch so, man kann im Cityjet bereits super am Laptop arbeiten, hat ja die Steckdosen, den großen Tisch, den einigermaßen komfortablen Sitz...

...und das ist eben ein Standard, der über das hinausgeht, dass man nur fahren würde, weil es nichts anderes übrig bleibt.

Vor allem, es bliebe einem was anderes über: das Auto. Österreich hat top ausgebaut Autobahnen und Schnellstraßen. Wenn die Wahl auf's Auto wählt, hat man dort bereits gute Bedingungen. Selbstverständlich wird einem da die Wahl gelassen, immerhin ist man in einer Demokratie.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Auch faszinierend

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 11:05 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Das Problem ist halt, so wie es jetzt ist, bringt man sich halt sehr viel Flexibilität ein. Wenn man regionalspezifisch erste Klasse einführt, heißt das im Endeffekt, dass man solche Züge womöglich nur auf einer gewissen Linie sinnvoll einsetzen kann, weil es sonst keinen Bedarf dafür in der Region gibt. Und Flexibilität ist halt cool, so kann man Kapazitäten wesentlich besser disponieren.

Deine Flexibilität erkaufst du dir aber auch teuer, denn die funktioniert überhaupt nur wenn es keine Mitbewerber gibt sondern das ganze Angebot von den ÖBB gefahren wird... und damit zu deren Konditionen. Und wann braucht man diese Flexibilität denn eigentlich? Hauptsächlich bei Fehlplanungen. Wenn es nur mal um kurzzeitige Verstärker für Sonderveranstaltungen ginge wäre es Wurst wenn die halt eine 1. Klasse haben, die ggf. dafür sogar deklassiert werden könnte.
Und: wir sprechen ja nicht von einem Angebot des Verbunds. Die ÖBB könnten also durchaus in all ihren Zügen eine 1. Klasse einführen.
Ach ja, noch was zur Flexibilität: da hat der eine Verbund jetzt 80 Sitzplätze bestellt und dafür Zugtyp A bekommen. Der andere Verbund 100 Sitzplätze und Zugtyp B. Wie soll Zugtyp A denn jetzt beim zweiten Verbund eingesetzt werden? Umgekehrt kein Problem, da stört aber dann auch die 1. Klasse nicht.

Meines Wissens ist ein Aufpreis zur ersten Klasse von Verbundsfahrscheinen gar nicht vorgesehen. Da muss schon ein erste Klasse Ticket gelöst werden.

Der Verkauf von meinem Auto ist auch nicht vorgesehen, trotzdem würde ich es verkaufen wenn es sich lohnt. Dein Argument lautet also "das gibts aktuell nicht, also kanns das nie geben".

Nope. Weder die Verbünde, noch die ÖBB, noch die Privatbahnen haben ein Interesse daran.

Darum ging es an der Stelle gar nicht, sondern du hast behauptet man müsse dann eine ÖBB-Zeitkarte kaufen. Und das muß man nicht.

Den die Fahrgäste festlegen, die im Zweifel mit den Füßen abstimmen.

Und wie sollen sie abstimmen wenn sie keine Alternativen haben die in Frage kämen?

Deine Probleme hätte ich nebenbei ur gerne. Wenn es nicht wegen Corona wäre, wäre es mir sowas von egal, ob ich wen gegenüber hätte oder nicht. Ich hab ja kein Problem damit, dass in meiner Nähe Menschen existieren. Und ich bin mir eh bewusst, dass den, den ich gegenüber habe, in meinem Leben vorraussichtlich nie mehr wieder sehen werde, sobald man aussteigt.

Guck, und mir ist Corona Wurstegal und ich wundere mich wie mancher so manche Maßnahme in diesem Zusammenhang auch noch befürworten kann und für sinnvoll hält. Trotzdem lasse ich denen ihre Meinung und behaupte nicht das meine die einzig wahre wäre.

Und deswegen ist mir mein Gegenüber herzlich egal, es sei denn ich habe mal aus Gründen die Idee, ein wenig Smalltalk oder so anzufangen. Das war ja vor allem im Abteil so, dass ich schnell ein Gespräch mit Mitreisenden anfing, einfach weil es ein netter Zeitvertreib ist.

Tja, und Leuten wie mir würdest du damit auf den Zeiger gehen. Und ob ich dich nochmal wiedersehen werde oder nicht spielt keine Rolle für mich... ok, für andere anscheinend nicht, die meinen dann sie könnten sich völlig daneben benehmen weil sie ja keiner kennt und keiner je wiedersehen wird.

Ich kenne viele Züge in Deutschland, da hat die erste Klasse keine verstellbaren Sitze, keine Fußstützen, manchmal nicht mal Steckdosen.

Ja, und? Für dich mag Komfort an verstellbaren Sitzen, Fußstützen und Steckdosen festgemacht werden, für andere gibt es da ganz andere Kriterien. Der verstellbare Sitz ist mir z.B. recht Wurscht, solange die Sitzform passt. Würde ich auf den stehen müsste ich eh Auto fahren, denn die Sitze im Zug sind maximal 2-fach verstellbar. Selbst Sitzabstand ist mir Wurscht.. ich hab nich durchaus schon manches Mal freiwillig im IC in die 2. Klasse gesetzt wenn die relativ leer war während nur ein Avmz mitfuhr und in jedem Abteil jemand saß. Der Komfort in der 2. Klasse auf dem 2er Reihensitz für mich allein war dann deutlich höher für mich. Warum denkst du also das du für alle definieren kannst was Komfort bedeutet?

Ohh Mann. Deine Extremvergleiche erleben ja auch wieder Hochkonjunktur. Mal ernsthaft, fahren alle Leute im Regionalverkehr der ÖBB nur, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt? Es ist doch so, man kann im Cityjet bereits super am Laptop arbeiten, hat ja die Steckdosen, den großen Tisch, den einigermaßen komfortablen Sitz...

Alle ganz sicher nicht, aber der Anteil wird auch sicherlich deutlich größer 0 sein.
Hängen wir also in die Güterzüge Steckdosen und ein WLAN rein, jetzt sind sie komfortabel?

...und das ist eben ein Standard, der über das hinausgeht, dass man nur fahren würde, weil es nichts anderes übrig bleibt.

und unter dem liegt was man anbieten könnte. Was willst du damit sagen? Nur weil man mehr als einen nackten Güterwagen bietet muß es dem Großteil der Fahrgäste als komfortabel und ausreichend erscheinen?

Vor allem, es bliebe einem was anderes über: das Auto. Österreich hat top ausgebaut Autobahnen und Schnellstraßen. Wenn die Wahl auf's Auto wählt, hat man dort bereits gute Bedingungen. Selbstverständlich wird einem da die Wahl gelassen, immerhin ist man in einer Demokratie.

Und das Auto kann sich jeder einfach so leisten? Nicht nur das man Führerschein und Auto erstmal braucht, wie auch Abstellmöglichkeiten... man muß das Ding auch noch ständig füttern. Und das zu 100% selbst, da gibts dann keine staatliche Unterstützung wie bei den Tickets für den ÖPNV.... a la die 365 Euro Wien-Tank-und-Park-Flatrate fürs ganze Jahr. Was wohl auch gleich ein gutes Beispiel dafür ist das es eben nicht allen um den Preis geht wenn man sich anschaut was in Wien noch auf den Straßen los ist.

Auch faszinierend

Altmann, Sonntag, 23.08.2020, 10:18 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Wo ist das Problem? Dann verkauft man die erste Klasse halt auf eigene Rechnung.

Prügelt mich, wenn ich mich irre - aber ich glaub, aktuell gibt ´s in Österreich keinen einzigen Tageszug, der auf eigene Rechnung geführt wird. Also scheint das hierzulande wohl einfach nicht zu funktionieren.

Auch faszinierend

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 10:23 (vor 2236 Tagen) @ Altmann

Prügelt mich, wenn ich mich irre - aber ich glaub, aktuell gibt ´s in Österreich keinen einzigen Tageszug, der auf eigene Rechnung geführt wird. Also scheint das hierzulande wohl einfach nicht zu funktionieren.

Ich sprach ja nicht von einem kompletten Zug, sondern einem Teilbereich im Zug. Das privatwirtschaftlicher Verkehr bei euch nichts wird ist klar, nachdem der Staat die ÖBB entsprechend stützt und keinen anderen Betreiber haben will.

Auch faszinierend

Altmann, Sonntag, 23.08.2020, 10:28 (vor 2236 Tagen) @ gnampf

Ich sprach ja nicht von einem kompletten Zug, sondern einem Teilbereich im Zug. Das privatwirtschaftlicher Verkehr bei euch nichts wird ist klar, nachdem der Staat die ÖBB entsprechend stützt und keinen anderen Betreiber haben will.

Nun ja. Angenommen, der Staat zahlt aktuell 50% der Kosten (?). Dann müsste ein eigenwirtschaftliches Ticket also doppelt so viel kosten.

Wenn ich dann noch in der 1. Klasse halb so viele Sitzplätze hab, müsste das Ticket dann schon 4mal so teuer sein wie jetzt.

Wie da dann die Auslastung aussehen würde?

Auch faszinierend

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 10:43 (vor 2236 Tagen) @ Altmann

Nun ja. Angenommen, der Staat zahlt aktuell 50% der Kosten (?). Dann müsste ein eigenwirtschaftliches Ticket also doppelt so viel kosten.

Wenn wir von einem komplett eigenwirtschaftlichen Zug reden. Das tun wir hier ja aber nicht. Wir reden davon das der Verbund ein 2. Klasse Ticket verkauft für Sitzplätze die er nicht bestellt hat. Und die ÖBB verkaufen dann einen Aufpreis dazu. Der Aufpreis muß somit nur die Zusatzkosten für die Mehrkapazität decken. Das sind ganz andere kosten als wenn man einen ganzen Zug finanzieren muß.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

GUM, Sonntag, 23.08.2020, 10:34 (vor 2236 Tagen) @ J-C
bearbeitet von GUM, Sonntag, 23.08.2020, 10:37

In Deutschland gibt es in den meisten Regionalzügen mit längerem Lauf eine 1. Klasse, in der Schweiz gibt es sie in jeder Bimmelbahn. Nachfrage wäre auf jeden Fall gegeben - z.B. bei den Zügen von Wiener Neustadt nach Lundenburg oder auch im Cityjet-Express.


Kaum einer fährt von Wiener Neustadt oder gar Payerbach-Reichenau bis Břeclav im Regionalzug, wenn er nicht gerade ein Einfach-Raus-Ticket oder ein EURegio/GünTar-Ticket hat. Und für die ist der Preis wahrscheinlich wichtiger als der Komfort oder die Reisezeit. Davon abgesehen, dass der Komfort in der zweiten Klasse ohnehin recht hoch ist und mitunter die erste Klasse so einiger deutscher Züge übertrifft.

Die Relation wird ja vom Railjet abgedeckt. Mal davon abgesehen, dass erfahrungsgemäß die wenigsten Leute aus Richtung Tschechien über Wien hinaus fahren bzw. vor Wien einsteigen.

Der CJX ist auch nicht gerade ein Langläufer, zwischen Wien und Amstetten wäre der RJ die bessere Alternative.

Reden wir doch gleich über die richtigen Kandidaten! Da wären es die Züge von Wien nach Česke Velenice, die Züge von Linz nach Steinach-Irdning... da reist man doch länger und da kann eine erste Klasse Sinn ergeben. Aber dann mit anderen Sitzen, wenn denn schon.

Und eigentlich auch gleich mit Catering. Was daraus wohl eher einen Fernverkehr machen würde.

Im Dosto könnte man, wie in Deutschland, das Oberdeck des Mittelwagens zur 1. Klasse machen, und im Cityjet in den Triebköpfen entsprechende Abteile einbauen. Im Dosto müsste man die Bezüge ändern, im Cityjet würde es eigentlich reichen, wenn man einen Teil der Sitzplätze ausbaut und die Sitzabstände vergrößert, da die Sitze ja schon super sind.

[..]

Warum es keine erste Klasse im österreichischen Regionalverkehr gibt? Nun, soweit ich weiß wurde sie schlichtweg dort nie eingeführt, weil man keine Notwendigkeit dafür sieht.

Hallo J-C,
liebe Community,

lang, lang ist es her: Zu Zeiten als die Nahverkehrszüge der österreichischen Bundesbahn noch orange-elfenbein waren, gab es vielfach noch 1. Klasse.

Wenn Du aber an das damalige und heutige Tarifsystem denkst, dann wird schnell klar, warum: Vom Nahverkehrszug bis zum Intercity galt der gleiche Preis.

Der 1. Klasse-Kunde, der kein Eisenbahn-Fan ist, wird also auch für Strecken von 20 bis 30 Kilometer den IC nutzen.

Und irgendwann setzte sich dort wohl der gleiche Gedanke wie bei der DB AG durch. Kostensparen, 1. Klasse im Nahverkehr raus.

Dann war der ehemalige TEE-Zielort und Devisenmaschine Kitzbühel nur noch alle vier Stunden erstklassig zu erreichen.

Und do quetschen sich die Touristen dann in einen Nahverkehrszug mit Einheitsklasse.

Ohne die Gesamtchance zu sehen, die ein Schweizer Wintertourist bietet. Jeder Einzelne gibt ja wohl vierstellige Euro-Beträge aus.

Das Gleiche gilt natürlich für die nach Innsbruck aus Garmisch kommenden Züge.

Liebe Grüße

GUM

--
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Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

Altmann, Sonntag, 23.08.2020, 10:42 (vor 2236 Tagen) @ GUM

lang, lang ist es her: Zu Zeiten als die Nahverkehrszüge der österreichischen Bundesbahn noch orange-elfenbein waren, gab es vielfach noch 1. Klasse.

Hmmm, ich erforsche mein Langzeitgedächtnis ... Du meinst in den Eilzügen? ... Nun ja, seitdem ist viel Wasser die Donau runter geronnen.

Da gab ´s ja auch Eilzüge, die quer durch Österreich gefahren sind. Die entsprechen eher den heutigen RJ als einem Nahverkehrszug. Und die verendeten nicht an der Grenze eines Bundeslandes wie der heutige Nahverkehr hierzulande (oft).


Wenn Du aber an das damalige und heutige Tarifsystem denkst, dann wird schnell klar, warum: Vom Nahverkehrszug bis zum Intercity galt der gleiche Preis.

Na ja, ich kann mich noch gut an den Schnellzug-Zuschlag erinnern (was es heute nicht mehr gibt, heute gibt ´s wirklich weitgehend einheitliche Preise).

Dann war der ehemalige TEE-Zielort und Devisenmaschine Kitzbühel nur noch alle vier Stunden erstklassig zu erreichen.

Ja, da bin ich schon bei Dir. Es gibt Strecken, wo ne 1. im NV Sinn machen würde. Aber dann bräuchte man eigene Garnituren für diese Strecken (weil in der Wiener S-Bahn macht ne 1. wenig Sinn). Und fort ist die Flexibilität.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

GibmirZucker, Sonntag, 23.08.2020, 11:01 (vor 2236 Tagen) @ Altmann

(weil in der Wiener S-Bahn macht ne 1. wenig Sinn).

Auch die Wiener S Bahn hat längere Strecken. Warum macht das in Wien keinen Sinn?
Dafür in Zürich (2+2 Bestuhlung, aber abnehmbarer Sitzteiler), warum macht das in Prag einen Sinn (2+1, Komfort mindestens Niveau IC2 - Leider nur auf elektrifizierten ČD Strecken). Klar, Berlin hat da auch keine erste Klasse. Da ist die S-Bahn aber auch mehr eine oberirdische U-Bahn. Geht's aus der Stadt raus, fährt da eh normaler Nahverkehr in Form von RB und RE, und da hat man die Wahl.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

Altmann, Sonntag, 23.08.2020, 12:21 (vor 2236 Tagen) @ GibmirZucker

Auch die Wiener S Bahn hat längere Strecken. Warum macht das in Wien keinen Sinn?

Sicher, kann man auch drüber nachdenken. Aber der Vorteil einer ersten Klasse ist doch eher dort vorhanden, wo jemand wirklich längere Strecken fährt (ja, klar, man kann theoretisch mit der S-Bahn von Gänserndorf nach Wiener Neustadt fahren - aber Hand aufs Herz, hat das schon mal jemand gemacht?).

Außerdem würden permanent Fahrgäste durch die 1. Klasse durchwandern auf der Suche nach ihrem Sitzplatz (oder sich in die 1. Klasse setzen trotz fehlendem Fahrschein). An ruhiges Arbeiten oder Entspannen wäre wohl kaum zu denken.

Und letztlich würden bei jedem Halt Fahrgäste erst mal ihren Einstieg suchen und die Haltezeit des Zuges in der Station verlängern (was auf der überlasteten Stammstrecke mittellustig wäre).

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 12:41 (vor 2236 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 12:43

Auch die Wiener S Bahn hat längere Strecken. Warum macht das in Wien keinen Sinn?


Sicher, kann man auch drüber nachdenken. Aber der Vorteil einer ersten Klasse ist doch eher dort vorhanden, wo jemand wirklich längere Strecken fährt (ja, klar, man kann theoretisch mit der S-Bahn von Gänserndorf nach Wiener Neustadt fahren - aber Hand aufs Herz, hat das schon mal jemand gemacht?).

Wer nach Neustadt fährt, wird wahrscheinlich durchaus den Railjet für den Abschnitt ab Wien nehmen. Aber was ist mit den Leuten, die nach Baden oder Vöslau wollen? Da ist es nur sinnvoll, im RE oder eben in der S-Bahn zu bleiben.

Und es gibt durchaus Leute, die auch auf kürzeren Strecken einen Aufschlag zahlen würden, zumindest in Form eines Jahresaufschlages. Manchmal ist es doch ganz praktisch, wenn man auch auf 20 Minuten nicht stehen muss, sondern sich in einem Ledersitz entspannen kann. Ich fahre regelmäßig von Erfurt nach Berlin Ostkreuz und setze mich auf dem letzten Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Ostkreuz auch immer in den RE, weil mir die 1. Klasse für die gesamte Fahrstrecke zusteht und weil es, vor allem mit mehreren Koffern und Taschen, nun mal komfortabler ist. Wenn man es oft genug macht oder eine Daueraufschlagskarte hat, dann wird man die 1. Klasse wohl auch für wenige Minuten nutzen wollen.

Außerdem würden permanent Fahrgäste durch die 1. Klasse durchwandern auf der Suche nach ihrem Sitzplatz (oder sich in die 1. Klasse setzen trotz fehlendem Fahrschein). An ruhiges Arbeiten oder Entspannen wäre wohl kaum zu denken.

In Deutschland wird es so gehandhabt: im Dosto ist die 1. Klasse immer auf dem Oberdeck (und keiner hat Lust, extra eine Treppe hochzugehen - außer, er will sich in die 1. Klasse setzen und hat die entsprechende Fahrkarte), und in Nicht-Dostos ist sie immer an einem Zugende.

Selbst ohne Ruhe bietet die 1. Klasse i.d.R. höheren Komfort. Und man muss da nun mal (fast) nie stehen.

Und letztlich würden bei jedem Halt Fahrgäste erst mal ihren Einstieg suchen und die Haltezeit des Zuges in der Station verlängern (was auf der überlasteten Stammstrecke mittellustig wäre).

Wie gesagt, in Deutschland funktioniert es auch. Bin regelmäßig auf der Strecke Nürnberg-Coburg und Suhl-Erfurt unterwegs und wenn ich die 1. Klasse nicht sofort finde, dann steige ich halt in den Zug und frage oder gehe dahin.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

gnampf, Sonntag, 23.08.2020, 13:08 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader

In Deutschland wird es so gehandhabt: im Dosto ist die 1. Klasse immer auf dem Oberdeck (und keiner hat Lust, extra eine Treppe hochzugehen - außer, er will sich in die 1. Klasse setzen und hat die entsprechende Fahrkarte), und in Nicht-Dostos ist sie immer an einem Zugende.

Wie kommst du da drauf? Es gibt durchaus auch Dostos wo die 1. Klasse nicht rein im Oberdeck ist, sondern z.B. ein halber Wagen Ober+Unterdeck. Und es gibt genug Leute die auch durchs Oberdeck durchtapsen... spielt doch auch praktisch keine Rolle ob ich Treppen hoch oder runter gehen muß. Und wenn ich die Wahl hab sitze ich oben und nicht unten. Die 1. Klasse Wagen werden auch längst nicht immer am Zug-Anfang/-Ende eingereiht.
Und 1. Klasse immer am Zugende bei Einstöckern ist auch falsch, fahr mal in BaWü mit. Da hat man die 1. Klasse mittlerweile auch in die Mitte gepackt, als Durchgangsabteil. Völlig für den Hintern.

Selbst ohne Ruhe bietet die 1. Klasse i.d.R. höheren Komfort. Und man muss da nun mal (fast) nie stehen.

Komfort ist wie gesagt immer subjektiv. Wer für die 1. Klasse mehr Geld ausgibt wird wohl einen Mehrkomfort sehen, andere hingegen werden ihn nicht sehen.

Wie gesagt, in Deutschland funktioniert es auch. Bin regelmäßig auf der Strecke Nürnberg-Coburg und Suhl-Erfurt unterwegs und wenn ich die 1. Klasse nicht sofort finde, dann steige ich halt in den Zug und frage oder gehe dahin.

Der Bereich der überlasteten Stammstrecken ist meist ja eh das beste Argument gegen eine erste Klasse, da die Züge auch mit rein 2. Klasse bereits aus allen Nähten platzen und mehr Kapazität nicht kurzfristig möglich ist. A la S-Bahn München. Da hätte man vermutlich wirklich am liebsten auf "Güterwagen" gesetzt beim Redesign, also Züge ganz ohne Sitzplätze, wenn es da nicht auch noch die Außenäuste gäbe wo das halt nicht zumutbar ist.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 12:55 (vor 2236 Tagen) @ Altmann

Auch die Wiener S Bahn hat längere Strecken. Warum macht das in Wien keinen Sinn?


Sicher, kann man auch drüber nachdenken. Aber der Vorteil einer ersten Klasse ist doch eher dort vorhanden, wo jemand wirklich längere Strecken fährt (ja, klar, man kann theoretisch mit der S-Bahn von Gänserndorf nach Wiener Neustadt fahren - aber Hand aufs Herz, hat das schon mal jemand gemacht?).

Ich glaube am ehesten in Richtung Langstrecke, die auch wirklich auf voller Länge als S-Bahn genutzt wird, käme man mit Wolfsthal - Wien. Wer von Baden nach Wien fährt, nimmt den Regionalzug, insbesondere in der HVZ ist es so, dass man am ehesten an den Halten der Regionalzüge von der S-Bahn aus umsteigt.

Ich glaube, was gemeint ist, sind eher die Regionalzüge, die durch die Stammstrecke fahren. Man kann darüber reden, wenn man es denn wirklich nötig hat.

Außerdem würden permanent Fahrgäste durch die 1. Klasse durchwandern auf der Suche nach ihrem Sitzplatz (oder sich in die 1. Klasse setzen trotz fehlendem Fahrschein). An ruhiges Arbeiten oder Entspannen wäre wohl kaum zu denken.

Im Oberdeck eines Dostos oder am Zugsende eines Desiro ML sehe ich nicht wirklich den Durchgangsverkehr.

Aber man verschenkt sich Kapazität, es gibt dann eben Zeiten, wo auch mal die S-Bahn etwas voller wird. Das sind eher kurze Peak-Zeiten, aber immerhin. Wenn man dort jetzt daher käme und die Kapazitäten durch eine erste Klasse für das Gros an Fahrgästen einschränkt, ist das halt ziemlich doof. Und das würde zu Corona-Zeiten nicht so toll sein, wenn man noch mehr kuschelt.

Und letztlich würden bei jedem Halt Fahrgäste erst mal ihren Einstieg suchen und die Haltezeit des Zuges in der Station verlängern (was auf der überlasteten Stammstrecke mittellustig wäre).

Oder man darf durch den halben Zug wandern, um den Platz zu kriegen, für den man bezahlt hat.

Ich weiß wirklich nicht, wer tatsächlich mal mit den Zügen der ÖBB gereist ist. Die Doppelstockzüge haben doch komfortable Sitze - sogar mit ein paar Komfortmerkmalen mehr als ein Railjet. Die Cityjet eben auch, dank Verstellbarkeit auch angenehmer als im Interpanter in Tschechien (mal davon abgesehen, dass Siemens wesentlich laufruhigere Züge herstellt als Skoda)

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

Henrik, Sonntag, 23.08.2020, 13:05 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Ich glaube am ehesten in Richtung Langstrecke, die auch wirklich auf voller Länge als S-Bahn genutzt wird, käme man mit Wolfsthal - Wien. Wer von Baden nach Wien fährt, nimmt den Regionalzug, insbesondere in der HVZ ist es so, dass man am ehesten an den Halten der Regionalzüge von der S-Bahn aus umsteigt.

natürlich gibts da auch Leute, die die S-Bahn nutzen. ;)

Ich glaube, was gemeint ist, sind eher die Regionalzüge, die durch die Stammstrecke fahren. Man kann darüber reden, wenn man es denn wirklich nötig hat.

Außerdem würden permanent Fahrgäste durch die 1. Klasse durchwandern auf der Suche nach ihrem Sitzplatz (oder sich in die 1. Klasse setzen trotz fehlendem Fahrschein). An ruhiges Arbeiten oder Entspannen wäre wohl kaum zu denken.

Im Oberdeck eines Dostos oder am Zugsende eines Desiro ML sehe ich nicht wirklich den Durchgangsverkehr.

Aber man verschenkt sich Kapazität, es gibt dann eben Zeiten, wo auch mal die S-Bahn etwas voller wird. Das sind eher kurze Peak-Zeiten, aber immerhin. Wenn man dort jetzt daher käme und die Kapazitäten durch eine erste Klasse für das Gros an Fahrgästen einschränkt, ist das halt ziemlich doof. Und das würde zu Corona-Zeiten nicht so toll sein, wenn man noch mehr kuschelt.

Dann kann man die 1. Klasse freigeben für Kunden der 2. Klasse,
wird andernorts auch gemacht, z.B. Ostholstein.

Und letztlich würden bei jedem Halt Fahrgäste erst mal ihren Einstieg suchen und die Haltezeit des Zuges in der Station verlängern (was auf der überlasteten Stammstrecke mittellustig wäre).

Oder man darf durch den halben Zug wandern, um den Platz zu kriegen, für den man bezahlt hat.

der gelbe Streifen ist doch sehr leicht und schnell zu erkennen.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

Altmann, Sonntag, 23.08.2020, 14:24 (vor 2236 Tagen) @ J-C

Im Oberdeck eines Dostos oder am Zugsende eines Desiro ML sehe ich nicht wirklich den Durchgangsverkehr.

Nun ja, Dostos fahren eher nur sehr selten auf der Wiener S-Bahn. Und wenn man die Erstklassler ins Obergeschoß oder ans andere Zugende verbannt, frag ich mich, wieso ich dort hin klettern sollte (wenn ich nur 2 Stationen mit der S-Bahn fahre). Da verzicht ich lieber auf die 1. Klasse ... Und dann fährt die 1. leer durch die Gegend.


Ich weiß wirklich nicht, wer tatsächlich mal mit den Zügen der ÖBB gereist ist. Die Doppelstockzüge haben doch komfortable Sitze - sogar mit ein paar Komfortmerkmalen mehr als ein Railjet.

Nun ja, der Vergleich mit dem RJ hinkt halt. Im Fernverkehr gibt ´s ja diverse schöne Extras für die erlauchte Klientel der First (APS, Lounge-Zugang, Zeitungen, ...). Diese würd ´s wohl im Nahverkehr nicht geben ...

Und diese Zutaten machen den Kuchen halt erst saftig. Deswegen bin ich auch bereit, € 10,- aufzuzahlen für ein First-Ticket von Amstetten nach Bregenz. Für ein S-Bahn-First-Ticket von Wien Hbf nach Wien Quartier Belvedere würd ich wohl einen Aufpreis, der € 0,01 übersteigt, als Wucher bezeichnen.

Früher gab es 1. Klasse im Regionalverkehr!

HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 14:40 (vor 2236 Tagen) @ Altmann

Es gibt eine 1. Klasse bei der S-Bahn Mitteldeutschland. Denn da kann man auch nur eine Station fahren, aber auch von Leipzig bis nach Wittenberg kommen. Genau so ein Format hat auch die Wiener Schnellbahn - vom Hauptbahnhof zur Landstraße braucht keiner eine 1. Klasse, aber nach Leobersdorf vielleicht schon. Vor allem, wenn er täglich pendelt und sich den Zug mit Schülern und Bauarbeitern teilen muss, die auch mal lauter werden können.

Unfassbar ...

Garfield_1905, Sonntag, 23.08.2020, 15:19 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader
bearbeitet von Garfield_1905, Sonntag, 23.08.2020, 15:20

(...) und sich den Zug mit Schülern und Bauarbeitern teilen muss, die auch mal lauter werden können.

... diese elitäre Arroganz sollten wir doch inzwischen überwunden haben, oder ? Und in Bezug auf die Schüler sagt das ein User, der selber noch zur Schule geht. Sprichst Du denn überhaupt noch mit Deinen Mitschülern oder müssen sie Dich siezen ?

Unfassbar, in einem Zug mit Schülern und Bauarbeitern - das geht ja gar nicht ! :-)

Amüsement

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 15:42 (vor 2236 Tagen) @ Garfield_1905
bearbeitet von J-C, Sonntag, 23.08.2020, 15:44

Als ich Schüler war, hab ich mich über laute Mitschüler auch total aufgeregt. Mittlerweile bin ich da gelassener, vor allem, weil ich die Lautstärke ja nicht den ganzen Tag über ertragen muss.

Und einen lauten Bauarbeiter habe ich auch noch nicht gesehen im Zug... ich hoffe mal, die werkeln nicht während der Fahrt mit dem Presslufthammer im Zug herum. :D

Ich meine, ich habe auch Leute im Zug erlebt, die etwas lauter waren.

Zum Beispiel deutsche Skitouristen, die am Arlberg im RJX einsteigen und im Ruhebereich laut wurden.

Da habe ich gesagt, dass sie bitte etwas leiser sein sollten und das geht dann auch.

Ich lerne ja auch dazu. In der vollen S-Bahn hat genau eine Person seine Maske nicht richtig angehabt, alle anderen taten das vorbildlich.

Hat eine Dame ihn darauf hingewiesen, die Maske über die Nase zu ziehen und das klappt dann auch.

Ja, im Zug muss man halt auch etwas Selbstständigkeit üben im Fall der Fälle, aber in der Regel läuft das eh gut.

Ich habe gerade im Zug festgestellt, dass die Gesellschaft von anderen Menschen durchaus etwas positives sein kann. Ich habe ja mal geschildert, wie man im KISS der Westbahn mal länger verbleiben musste wegen einer Störung und man so auch ins Gespräch kam. Ich denke, da wird Potenzial verschenkt, wenn man gar nichts mit den Mitmenschen zu tun haben will.

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Verknüpfung mit höherwertigen Zügen entscheidend

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.08.2020, 15:35 (vor 2236 Tagen) @ HBNTrader

Wer fährt mit der S-Bahn von Wien nach Leobersdorf, wenn sie zielsicher von einem Regionalzug überholt wird, der die Strecke schneller bedient?

Zur HVZ fahren die Regionalzüge sogar öfter als die S-Bahn auf der Relation.

Die S3/S4 ist da so ausgelegt, dass sie an entsprechenden Stationen Anschluss von und zum Regionalzug herstellt, dementsprechend dort einen Aufenthalt hat. Damit ist es auch kaum so, dass jemand von Leobersdorf nach Wien mit der S3/S4 fahren wird.

Die S7 ist, wenn die Regionalzüge nicht verkehren, meines Erachtens nach die einzige S-Bahnlinie, wo man tatsächlich eine längere Strecke im selben Zug verbringt. Die S3/S4 ist in Richtung Absdorf-Hippersdorf und Hollabrunn auf einen Anschluss zum Regionalverkehr in Stockerau ausgelegt, die S1 wird in Richtung Gänserndorf von Regionalzügen begleitet, die S2 nach Wolkersdorf ebenso.

Die S45 ist eine rein innerstädtische Linie, die S80 nun auch. Die S50 hätte den REX als schnelle Alternative für die längeren Relationen, die S60 ebenso.

Die S40 hat spätestens in Tullnerfeld eine Anschlussrelation zum CJX bzw. RJ. Zwischen Wien und Tulln die REX, zwischen St. Pölten und Herzogenburg die Regionalzüge.

Und ich könnte weitergehen und weitergehen. In der Ostregion sind die S-Bahnlinien auf die höherrangigen Zugsverbindungen ausgelegt, dementsprechend wird man eben nicht so viele Relationen finden, wo man tatsächlich eine längere Zeit in der S-Bahn verbringt.

Es zeigt dann ja auch durchaus, dass die S-Bahn in der Ostregion durchaus sinnvoll im Gesamtsystem eingebunden ist.

Die Regionalzüge und REX wiederum sind oft schnell genug bzw. mit dem Fernverkehr verzahnt, dass lange Reisezeiten nicht so oft der Fall sind.

Das einzige Bundesland das ich in Österreich kenne, wo es tatsächlich über längere Strecken keine Alternative zur S-Bahn gibt, wäre Kärnten.

Naja und da scheint das Geld generell für mehr ein wenig zu fehlen.

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Leuchtband?

GUM, Sonntag, 23.08.2020, 14:43 (vor 2236 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von GUM, Sonntag, 23.08.2020, 14:44

Und letztlich würden bei jedem Halt Fahrgäste erst mal ihren Einstieg suchen und die Haltezeit des Zuges in der Station verlängern (was auf der überlasteten Stammstrecke mittellustig wäre).

Hallo Altman,
liebe Community,

wenn man die 1. Klasse immer in den Steuerwagen setzt ist die Anzahl der Positionen ja überschaubar :-)

Ein paar Leuchtbänder am Bahnsteig können die ungefähre Position der 1. Klasse ja anzeigen.

Beim Kurzzug gibt es dann nur 2 Anzeige-Positionen, wenn der Lokführer einigermaßen am Halteschild anhält.

Kann man ja auch stylisch als Bodenband gestalten...

Liebe Grüße

GUM

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Leuchtband?

HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 15:13 (vor 2236 Tagen) @ GUM
bearbeitet von HBNTrader, Sonntag, 23.08.2020, 15:14

Ja, das wäre eine Lösung, wenn die 1. Klasse-Position normiert ist, was in Berlin aber nicht der Fall ist, weil da eben manchmal Dostos und manchmal normale Züge unterwegs sind.

Aber ich habe in Berlin am Gleis schon mal eine abgespeckte Variante der ICE-Wagenpläne, halt für die drei verschiedenen Arten der Regionalzüge (einstöckig, roter Dosto, ODEG) gesehen. Ich denke, das wäre die sinnvollste Lösung.

Beziehungsweise auch im Zuginterieur Pfeile, die zur 1. Klasse weisen, einkleben. Bin erst gestern unter Zeitdruck eingestiegen und bin erst mal in die falsche Richtung gelaufen. Auf einer 10-Minuten-Fahrt hat man halt Pech gehabt, wenn man nicht sofort in die 1. Klasse eingestiegen ist und lässt es eben, aber wenn man 50 Minuten im Zug verbringen wird, dann lohnt es sich schon, die 1. Klasse auch zu suchen.

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