[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.) (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
heute lade ich euch ein, mich auf meinem Tagesausflug von Bamberg nach Luzern und Zürich zu begleiten. Als Fahrkarte wurden für Hin- und Rückfahrt je ein Super Sparpreis Europa genutzt.
Los geht es mit dem ersten RE des Tages um 4.38h von Bamberg (daher die "Sieben Hügel" im Betreff) in Richtung Nürnberg, zum Einsatz kam eine Doppeltraktion 442 des Franken-Thüringen-Express, beim Ausstieg in Nürnberg stellte ich fest, dass die Auslastung des führenden Tz doch ganz ordentlich war, während im von mir genutzten hintere Zugteil nur sehr vereinzelt Fahrgäste Platz genommen hatten.
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ET 442 zur Fahrt nach Nürnberg Hbf in Bamberg
Nürnberg Hbf wurde nach etwa 40min Fahrt pünktlich erreicht, dort stand der erste von insgesamt 10 Umstiegen des heutigen Tages an: bahnsteiggleich stand schon die RB nach München Hbf bereit, die von mir bis Treuchtlingen genutzt wurde. Hier kam ein 445 zum Einsatz, die Auslastung war nicht sonderlich hoch, wobei unterwegs einige Fahrradfahrer eingestiegen sind, wodurch zwischenzeitlich eine Verspätung von 2min eingefahren wurde, welche dank der äußerst kurzen Stationshalte des Tf (teilweise betrug die Standzeit etwa 10 Sekunden) bis Treuchtlingen wieder aufgeholt wurden und die Ankunft dort sogar 2min zu früh erfolgte, wodurch der 4minütige Umstieg problemlos möglich war.
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ET 445 zur Fahrt nach München Hbf in Nürnberg Hbf
Umstieg Nummer 2 nach etwa 50min Fahrt in Treuchtingen: Hier stand bereits ein 440 des Fugger-Express zur Fahrt nach München Hbf über Donauwörth und Augsburg bereit. Auslastung war dort praktisch nicht vorhanden, ich habe insgesamt 20 Fahrgäste im Zug gezählt.
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ET 440 zur Fahrt nach Donauwörth in Treuchtlingen
Nach nur rund 30min Fahrt wurde ebenfalls mit 2min Verfrühung Donauwörth erreicht. Hier folgte Umstieg Nummer 3 ebenfalls in einen 440 der agilis zur etwa einstündigen Fahrt nach Ulm Hbf bereit. Dort hatte ich nur 7min für den Umstieg und war daher nicht sonderlich begeistert, dass die Vorleistung mit 5min Verspätung wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" aus Ulm ankam. In Donauwörth finden derzeit Baumaßnahmen statt, gepaart mit dem zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden und durchaus ordentlichen Regen blieb mir der Bahnhof Donauwörth in durchaus schlechter Erinnerung :)
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ET 440 nach der Ankunft in Donauwörth
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Verwandtschaft am Gleis gegenüber: Ebenfalls ET 440 zur Fahrt nach Ulm Hbf
Im Bereich Offingen, beim Zusammentreffen der Strecken aus Treuchtlingen und Augsburg entstanden die ersten "ernstzunehmenden" Verspätungsminuten des Tages. In gefühlter Schrittgeschwindigkeit fuhren wir zwischen zwei Güterzügen hindurch und nahmen erst hinter dem Güterbahnhof wieder Fahrt auf, wodurch Günzburg mit +4 erreicht wurde. Der dortige Stationsaufenthalt war dann auch etwas länger, sodass es erst mit +5 weiterging - ab Günzburg fand dann auch nennenswerter Fahrgastwechsel statt, zuvor war die Auslastung eher schwach. Bei 7min Umstieg auf einen Zug, der nur alle 2 Stunden verkehrt, gibt das durchaus zu denken...
Bis Ulm Hbf erfolgte kein nennenswertes Aufholen der Verspätung, eine einzige Minute Verspätung konnte immerhin abgebaut werden, womit Ulm Hbf auf dem unsäglichen Gleis 28 mit +4 erreicht wurde. In der Befürchtung eines "Sichtanschlusses" ging es eilenden Schrittes über die Brücke und hinunter zum Gleis 8, wo ein 612er-Doppel zur Fahrt nach Basel Bad Bf schon abfahrbereit wartete.
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VT 612 im bwegt Design als IRE nach Basel Bad Bf
Pünktlich setzte sich die Fuhre in Bewegung und es ging ohne besondere Vorkommnisse bis Friedrichshafen Stadt, wo der 7minütige Aufenthalt rege genutzt wurde, um sich am Bahnsteig für einige Minuten des unsäglichen Mundschutzes zu entledigen und sich auf die sehr "Neigetechnik-lastige" Fahrt entlang des Bodenseeufers vorzubereiten.
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Ehemalige 1. Klasse, jetzt Bereich der 2. Klasse und Fahrradabteil im bwegt 612
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Entlang des Bodensee. Die Neigetechnik war auf diesem Streckenabschnitt deutlich wahrzunehmen.
Pünktlich wurde nach rund 2 Stunden Fahrt bei ordentlicher Auslastung Schaffhausen erreicht, dort erfolgte mit 6 Minuten Zeit Umstieg Nummer 5 in eine S-Bahn nach Winterthur. Zum Einsatz kam ein Doppelstocktriebzug, mit Schweizer Baureihenbezeichnungen habe ich es nicht so, ich tippe aber stark darauf, dass es sich um einen Stadler KISS gehandelt hat.
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Vermutlicher KISS zur Abfahrt als S33 Richtung Winterthur
Vorbei am Rheinfall ging es in etwa 30min nach Winterthur, die Auslastung dieser S-Bahn war wieder sehr schwach.
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"Schützen Sie sich und andere!" - Hier lohnt es sich wirklich, eine Maske zu tragen...
In Winterthur erfolgte mit 7min Zeit der letzte Umstieg der Hinfahrt - wobei ich m.E. hier einen Fehler machte: Ich folgte der Beschilderung zu den anderen Gleisen und landete in einem gefühlt ewigen Treppenhaus, das mich letztlich in ein Parkhaus führte. Zwar konnten von dort alle anderen Bahnsteige erreicht werden, wer es eilig hat, sollte aber besser einen anderen Weg nehmen, ich meine, in der Ferne auch eine Unterführung ausgemacht zu haben.
Pünktlich traf IR 2116 zur Fahrt nach Luzern ein. Und hier zeigten sich deutliche Qualitätsmängel: Das FIS war ausgefallen, folglich war auf den Außenanzeigen nicht ersichtlich, wohin der Zug fahren würde. Zudem war 1 Wagen wegen defekter Klimaanlage gesperrt und in den übrigen Wagen überzeugte die Klimatisierung auch nicht wirklich. Eingesetzt wurden Doppelstockwagen, die ich in Ermangelung profunder Kenntnisse über die SBB-Fahrzeuge als IC2000-Wagen bezeichnen.
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Sitzbereich im IR 2116. Leider bietet die SBB in diesem Fahrzeug ausschließlich vis-a-vis Sitzgruppen an.
Nach etwa 90min Fahrt erreichen wir pünktlich um 12.25h und damit nach etwa 8 Stunden Fahrt Luzern. Angesagt werden die Stationen aufgrund des FIS Ausfalls manuell, teilweise aber erst, nachdem der Zug bereits angehalten hat.
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IR 2116 nach der Ankunft in Luzern.
Vorab: Wer an Bildern ohne Bahnbezug nicht interessiert ist, kann den folgenden Teil überspringen und dann bei der Rückfahrt wieder "einsteigen" :)
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Willkommen in Luzern!
Praktischerweise liegt der Bahnhof so zentral, dass nach nicht einmal 2 Minuten bereits das Ufer des Vierwaldstättersee erreicht ist.
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Luzerns Wahrzeichen schlechthin: Die Kapellbrücke.
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Für einen kleinen Rundgang in Luzern habe ich 2 Stunden eingeplant. Es geht über die Kapellbrücke zur Hofkirche St. Leodegar, anschließend am Ufer des Sees wieder zurück und durch die Gassen der Altstadt in Richtung der Jesuitenkirche.
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Die Jesuitenkirche
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...und nochmal eine andere Perspektive :)
Grundsätzlich hatte ich den Eindruck, dass der Tourismus in Luzern durchaus (wieder) vorhanden ist. Ich habe einige Zeit am Schiffsanleger gegenüber des Bahnhofs verbracht, die Nachfrage auf die Schiffe war durchaus ordentlich und soweit erkennbar waren nahezu alle Plätze an Bord belegt. Auch in der Innenstadt blieb die ein oder andere (Bus-)Gruppe nicht unbemerkt, wobei auffällig war, dass nahezu alle Gruppen aus dem deutschen Sprachraum stammten. Recht angenehm war allerdings, dass es auf der Kapellbrücke nicht zu überlaufen war - aus diversen Quellen habe ich erfahren, dass der "Normalzustand" dort ein ganz anderer sei.
Hofkirche St. Leodegar
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Innenraum der Jesuitenkirche
Damit soll es das für Teil 1 gewesen sein - ich danke allen, die bis hierher mitgelesen haben und freue mich, wenn ihr bei Teil 2 auch wieder dabei seid.
Es geht gleich weiter :)
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