[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.) (Reiseberichte)

VT642, Dienstag, 28.07.2020, 14:27 (vor 2061 Tagen)
bearbeitet von VT642, Dienstag, 28.07.2020, 14:30

Hallo zusammen,

heute lade ich euch ein, mich auf meinem Tagesausflug von Bamberg nach Luzern und Zürich zu begleiten. Als Fahrkarte wurden für Hin- und Rückfahrt je ein Super Sparpreis Europa genutzt.

Los geht es mit dem ersten RE des Tages um 4.38h von Bamberg (daher die "Sieben Hügel" im Betreff) in Richtung Nürnberg, zum Einsatz kam eine Doppeltraktion 442 des Franken-Thüringen-Express, beim Ausstieg in Nürnberg stellte ich fest, dass die Auslastung des führenden Tz doch ganz ordentlich war, während im von mir genutzten hintere Zugteil nur sehr vereinzelt Fahrgäste Platz genommen hatten.

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ET 442 zur Fahrt nach Nürnberg Hbf in Bamberg

Nürnberg Hbf wurde nach etwa 40min Fahrt pünktlich erreicht, dort stand der erste von insgesamt 10 Umstiegen des heutigen Tages an: bahnsteiggleich stand schon die RB nach München Hbf bereit, die von mir bis Treuchtlingen genutzt wurde. Hier kam ein 445 zum Einsatz, die Auslastung war nicht sonderlich hoch, wobei unterwegs einige Fahrradfahrer eingestiegen sind, wodurch zwischenzeitlich eine Verspätung von 2min eingefahren wurde, welche dank der äußerst kurzen Stationshalte des Tf (teilweise betrug die Standzeit etwa 10 Sekunden) bis Treuchtlingen wieder aufgeholt wurden und die Ankunft dort sogar 2min zu früh erfolgte, wodurch der 4minütige Umstieg problemlos möglich war.

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ET 445 zur Fahrt nach München Hbf in Nürnberg Hbf

Umstieg Nummer 2 nach etwa 50min Fahrt in Treuchtingen: Hier stand bereits ein 440 des Fugger-Express zur Fahrt nach München Hbf über Donauwörth und Augsburg bereit. Auslastung war dort praktisch nicht vorhanden, ich habe insgesamt 20 Fahrgäste im Zug gezählt.

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ET 440 zur Fahrt nach Donauwörth in Treuchtlingen

Nach nur rund 30min Fahrt wurde ebenfalls mit 2min Verfrühung Donauwörth erreicht. Hier folgte Umstieg Nummer 3 ebenfalls in einen 440 der agilis zur etwa einstündigen Fahrt nach Ulm Hbf bereit. Dort hatte ich nur 7min für den Umstieg und war daher nicht sonderlich begeistert, dass die Vorleistung mit 5min Verspätung wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" aus Ulm ankam. In Donauwörth finden derzeit Baumaßnahmen statt, gepaart mit dem zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden und durchaus ordentlichen Regen blieb mir der Bahnhof Donauwörth in durchaus schlechter Erinnerung :)

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ET 440 nach der Ankunft in Donauwörth

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Verwandtschaft am Gleis gegenüber: Ebenfalls ET 440 zur Fahrt nach Ulm Hbf

Im Bereich Offingen, beim Zusammentreffen der Strecken aus Treuchtlingen und Augsburg entstanden die ersten "ernstzunehmenden" Verspätungsminuten des Tages. In gefühlter Schrittgeschwindigkeit fuhren wir zwischen zwei Güterzügen hindurch und nahmen erst hinter dem Güterbahnhof wieder Fahrt auf, wodurch Günzburg mit +4 erreicht wurde. Der dortige Stationsaufenthalt war dann auch etwas länger, sodass es erst mit +5 weiterging - ab Günzburg fand dann auch nennenswerter Fahrgastwechsel statt, zuvor war die Auslastung eher schwach. Bei 7min Umstieg auf einen Zug, der nur alle 2 Stunden verkehrt, gibt das durchaus zu denken...

Bis Ulm Hbf erfolgte kein nennenswertes Aufholen der Verspätung, eine einzige Minute Verspätung konnte immerhin abgebaut werden, womit Ulm Hbf auf dem unsäglichen Gleis 28 mit +4 erreicht wurde. In der Befürchtung eines "Sichtanschlusses" ging es eilenden Schrittes über die Brücke und hinunter zum Gleis 8, wo ein 612er-Doppel zur Fahrt nach Basel Bad Bf schon abfahrbereit wartete.

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VT 612 im bwegt Design als IRE nach Basel Bad Bf

Pünktlich setzte sich die Fuhre in Bewegung und es ging ohne besondere Vorkommnisse bis Friedrichshafen Stadt, wo der 7minütige Aufenthalt rege genutzt wurde, um sich am Bahnsteig für einige Minuten des unsäglichen Mundschutzes zu entledigen und sich auf die sehr "Neigetechnik-lastige" Fahrt entlang des Bodenseeufers vorzubereiten.

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Ehemalige 1. Klasse, jetzt Bereich der 2. Klasse und Fahrradabteil im bwegt 612

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Entlang des Bodensee. Die Neigetechnik war auf diesem Streckenabschnitt deutlich wahrzunehmen.

Pünktlich wurde nach rund 2 Stunden Fahrt bei ordentlicher Auslastung Schaffhausen erreicht, dort erfolgte mit 6 Minuten Zeit Umstieg Nummer 5 in eine S-Bahn nach Winterthur. Zum Einsatz kam ein Doppelstocktriebzug, mit Schweizer Baureihenbezeichnungen habe ich es nicht so, ich tippe aber stark darauf, dass es sich um einen Stadler KISS gehandelt hat.

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Vermutlicher KISS zur Abfahrt als S33 Richtung Winterthur

Vorbei am Rheinfall ging es in etwa 30min nach Winterthur, die Auslastung dieser S-Bahn war wieder sehr schwach.

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"Schützen Sie sich und andere!" - Hier lohnt es sich wirklich, eine Maske zu tragen...

In Winterthur erfolgte mit 7min Zeit der letzte Umstieg der Hinfahrt - wobei ich m.E. hier einen Fehler machte: Ich folgte der Beschilderung zu den anderen Gleisen und landete in einem gefühlt ewigen Treppenhaus, das mich letztlich in ein Parkhaus führte. Zwar konnten von dort alle anderen Bahnsteige erreicht werden, wer es eilig hat, sollte aber besser einen anderen Weg nehmen, ich meine, in der Ferne auch eine Unterführung ausgemacht zu haben.

Pünktlich traf IR 2116 zur Fahrt nach Luzern ein. Und hier zeigten sich deutliche Qualitätsmängel: Das FIS war ausgefallen, folglich war auf den Außenanzeigen nicht ersichtlich, wohin der Zug fahren würde. Zudem war 1 Wagen wegen defekter Klimaanlage gesperrt und in den übrigen Wagen überzeugte die Klimatisierung auch nicht wirklich. Eingesetzt wurden Doppelstockwagen, die ich in Ermangelung profunder Kenntnisse über die SBB-Fahrzeuge als IC2000-Wagen bezeichnen.

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Sitzbereich im IR 2116. Leider bietet die SBB in diesem Fahrzeug ausschließlich vis-a-vis Sitzgruppen an.

Nach etwa 90min Fahrt erreichen wir pünktlich um 12.25h und damit nach etwa 8 Stunden Fahrt Luzern. Angesagt werden die Stationen aufgrund des FIS Ausfalls manuell, teilweise aber erst, nachdem der Zug bereits angehalten hat.

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IR 2116 nach der Ankunft in Luzern.

Vorab: Wer an Bildern ohne Bahnbezug nicht interessiert ist, kann den folgenden Teil überspringen und dann bei der Rückfahrt wieder "einsteigen" :)

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Willkommen in Luzern!

Praktischerweise liegt der Bahnhof so zentral, dass nach nicht einmal 2 Minuten bereits das Ufer des Vierwaldstättersee erreicht ist.

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Luzerns Wahrzeichen schlechthin: Die Kapellbrücke.

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Für einen kleinen Rundgang in Luzern habe ich 2 Stunden eingeplant. Es geht über die Kapellbrücke zur Hofkirche St. Leodegar, anschließend am Ufer des Sees wieder zurück und durch die Gassen der Altstadt in Richtung der Jesuitenkirche.

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Die Jesuitenkirche

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...und nochmal eine andere Perspektive :)

Grundsätzlich hatte ich den Eindruck, dass der Tourismus in Luzern durchaus (wieder) vorhanden ist. Ich habe einige Zeit am Schiffsanleger gegenüber des Bahnhofs verbracht, die Nachfrage auf die Schiffe war durchaus ordentlich und soweit erkennbar waren nahezu alle Plätze an Bord belegt. Auch in der Innenstadt blieb die ein oder andere (Bus-)Gruppe nicht unbemerkt, wobei auffällig war, dass nahezu alle Gruppen aus dem deutschen Sprachraum stammten. Recht angenehm war allerdings, dass es auf der Kapellbrücke nicht zu überlaufen war - aus diversen Quellen habe ich erfahren, dass der "Normalzustand" dort ein ganz anderer sei.

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Hofkirche St. Leodegar

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Innenraum der Jesuitenkirche

Damit soll es das für Teil 1 gewesen sein - ich danke allen, die bis hierher mitgelesen haben und freue mich, wenn ihr bei Teil 2 auch wieder dabei seid.

Es geht gleich weiter :)

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

VT642, Dienstag, 28.07.2020, 15:25 (vor 2061 Tagen) @ VT642
bearbeitet von VT642, Dienstag, 28.07.2020, 15:26

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil meines Reiseberichts. In Teil 1 sind wir von Bamberg über Nürnberg, Treuchtlingen, Donauwörth, Ulm, Schaffhausen und Winterthur nach Luzern gefahren. Jetzt führt uns die Reise weiter über Zürich, wo wir noch einmal für einen kleinen Stadtrundgang aussteigen werden, Singen, Stuttgart und Nürnberg wieder zurück nach Bamberg.

Aber eines nach dem anderen: zurück am Bahnhof Luzern fährt gerade die Vorleistung des IR 2125 auf Gleis 5 ein. Frage an die Schweiz-Experten: Sind Kurz-/Bahnsteigwenden dort die Regel? Sowohl dieser Zug, als auch der später genutzte IC von Zürich nach Singen haben unmittelbar von der Vor- auf die "Nachleistung" gewendet, es wurde nicht einmal zwischenzeitlich gereinigt - die neuen Fahrgäste sind unmittelbar eingestiegen, nachdem alle von der Hinfahrt ausgestiegen waren. Die Aufenthaltszeiten an den Endbahnhöfen lagen in beiden Fällen unter 20min.

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Hier nun also wieder eine IC2000-Komposition als IR 2125 nach Konstanz. Wir fahren bis Zürich mit. Entweder scheint diese Fahrzeugbaureihe ein grundsätzliches Problem mit der Klimatisierung zu haben oder ich habe einfach Pech, aber trotz Außentemperaturen von gerade einmal 26 Grad ist es im Wageninneren unangenehm stickig und warm. In beiden bisher genutzten SBB-Zügen war übrigens auch die Seife leer :)

Wie dem auch sei, nach genau 50min Fahrt treffen wir pünktlich in Zürich HB ein. In der Schweiz ist es sehr angenehm, dass im Bahnhofsbereich keine Maskenpflicht besteht, so kann man sich des lästigen Lappens gleich nach dem Ausstieg entledigen.

Für einen kurzen Rundgang in Zürich habe ich ebenfalls etwa 2 Stunden eingeplant - ich hatte ja zuvor hier im Forum um Tipps gebeten und einige davon auch umgesetzt :)

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Am Limmatquai entlang geht es in Richtung der Innenstadt.

Zunächst besichtigte ich die Kirchen Fraumünster und Großmünster (danke an Winti für die Empfehlung) - dank Studentenausweis konnte ich mir die Zahlung des Eintrittsgelds ersparen :)
Fotografieren ist in sämtlichen Kirchen in Zürich verboten und wird streng kontrolliert - einige Touristen wurden sehr vehement darauf hingewiesen, dies bleiben zu lassen und unübersehbar viele Hinweisschilder unterstrichen den Eindruck, dass man es mit dem Verbot sehr ernst meine.

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Nur Außenbilder erlaubt - Großmünster zu Zürich

Anschließend folgte ich der Empfehlung von Aphex Twin und Winti und machte einen Abstecher zum Lindenhof - auf dem Weg dorthin besuchte ich noch die sehr fotogene Augustinergasse.

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Am Lindenhof verweilte ich dann etwas, ehe es schon wieder an der Zeit für den Rückweg zum Bahnhof war.

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"Rückblick" auf Zürich

Dort stand dann schon der Kurzläufer IC 482 zur Fahrt nach Singen bereit. Das eingesetzte Wagenmaterial (vermutlich Einheitswagen, kennt jemand die genaue Bezeichnung?) war recht angenehm, allerdings auch hier wieder ausschließlich vis-a-vis Bestuhlung, wobei angesichts der geringen Auslastung nahezu jeder Fahrgast eine Sitzgruppe alleine beanspruchen konnte. Immerhin waren "richtige" Einzelsitze verbaut und nicht diese unsäglichen Sitzbänke ohne Mittelarmlehne, die ich vor einigen Jahren im IC Chur-Zürich erleben durfte.

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Großraumwagen im IC Zürich-Singen

In diesem IC fand auch die erste Fahrscheinkontrolle auf SBB-Gebiet statt - in den beiden IR-Zügen waren zwar Zugbegleiter anwesend, die auch mehrmals durch die Wagen gegangen sind, allerdings wurden nie die Fahrscheine verlangt. Ist das irgendeine "Corona-Policy" der SBB oder war es einfach Zufall, dass nicht kontrolliert wurde?

Nach unspektakulärer Fahrt erreichte der IC mit 3min Verspätung Singen. Aus unerklärlichen Gründen ist dort kein bahnsteiggleicher Übergang Richtung Stuttgart möglich, sondern es muss von Gleis 5 zu Gleis 1 (also mit die größtmögliche Entfernung, die man in Singen anbieten kann) umgestiegen werden. Der Dosto-IC war sehr gut ausgelastet (kein Wunder bei NV-Freigabe, gefühlt waren auch die meisten Fahrgäste mit Baden-Württemberg-Tickets ausgestattet) und ich war sehr gespannt, wie mein Eindruck von diesem Zug sein würde. Auch hier im Forum liest man ja gerne Bezeichnungen wie "Teppich-RE", insofern rechnete ich schon mit dem Schlimmsten...

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...wurde aber völlig enttäuscht :) Ganz im Gegenteil - der Dosto-IC war so ziemlich der angenehmste Zug, den ich an diesem Tag genutzt habe. Eine ordentliche Klimaanlage, Steckdosen an der Wand und nicht zwischen den Sitzen auf Höhe der Gepäckablage, also am unpraktischsten Punkt überhaupt (vgl. SBB Dosto), Fußstützen und eine ordentliche Zahl an Reihensitzen (kein SBB vis-a-vis-Zwang) sowie funktionierendes WLAN (in keinem genutzten SBB-Zug vorhanden) - ganz ehrlich: Der Dosto-IC ist mein absoluter Favorit dieses Tages geworden. Gewiss ist es nicht wirklich IC-würdig, alle 10min an irgendwelchen unbedeutenden Bahnhöfen anzuhalten und RE zu spielen, aber vom Fahrzeug selbst bietet der Dosto-IC auf jeden Fall mehr Komfort als andere Wagen, die schon in IC Zügen gelaufen sind, v.a. Bimz.

Mit -3 erreichten wir schließlich nach knapp über 2h Fahrzeit Stuttgart Hbf überpünktlich. Der Großteil der Fahrgäste ist tatsächlich die gesamte Strecke mitgefahren, dementsprechend voll wurde es auch am Bahnsteig nach dem Ausstieg.

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Nach dem Ausstieg: Unterdeck im Dosto-IC

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147 571-4 zog den IC2 bis Stuttgart

Mit 14min war der Umstieg in Stuttgart Hbf nahezu großzügig bemessen, dennoch durfte die zurückzulegende Wegstrecke nicht unterschätzt werden, schließlich stand der RE90 nach Nürnberg als zweiter Zug im Gleis 16, sodass zunächst die gesamte Zuglänge des RE nach Lindau entlanggelaufen werden musste, um den Go-Ahead Flirt zu erreichen.

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Transportmittel für die nächsten rund 2,5 Stunden: Flirt von Go-Ahead

Der dreiteilige Flirt war mäßig ausgelastet, wobei sich der Zug an den Stationen unmittelbar hinter Stuttgart schon deutlich leerte, sodass es alles in allem wirklich sehr ruhig war. Was allerdings nicht so ruhig war: Die ständigen Ansagen mit Fahrtziel und nächstem Halt sowie die ohrenbetäubend lauten Warntöne beim Öffnen und Schließen der Türen (haben die GA-Flirts eigentlich extra große Türen? Mir kamen diese im Vergleich z.B. zum SÜWEX Flirt deutlich breitet vor...). Vermutlich wegen Corona schlossen sich die Türen nach dem Öffnen nicht wieder nach einigen Sekunden von selbst, sondern blieben so lang geöffnet, bis sie zentral geschlossen wurden. Dadurch wurde es bei jedem Halt unangenehm kühl im Zug, und bis Nürnberg sind es auf dem RE90 bekanntlich so einige Halte...

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Innenraum des GA Flirt

Zum Sitzkomfort: Naja. Die Sitze im SÜWEX Flirt sind deutlich bequemer, es ist so eine Mischung aus ET 425 hinsichtlich der Härte der Sitzfläche und "normaler" DB-Dosto hinsichtlich der Dimensionen des Sitzes. Für eine Regionalbahn ok, aber für 2,5 Stunden Fahrt auf der Gesamtstrecke nicht das Gelbe vom Ei.

Nichtsdestotrotz wollen wir nicht verschweigen, dass der Zug pünktlich unterwegs war, beide WC geöffnet und mit allem Nötigen ausgestattet waren und auch Steckdosen und WLAN bestens funktioniert haben.

In Nürnberg stand dann der letzte Umstieg an: Mit einem dreiteiligen ET 442 ging es zurück nach Bamberg. Die Auslastung war für diese Uhrzeit überdurchschnittlich gut.

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ET 442 des Franken-Thüringen-Express wird bereitgestellt.

Und so endet nach fast 20 Stunden mein Tagesausflug pünktlich um 00.28 Uhr in Bamberg. Der ET 442 fährt jetzt noch weiter bis Lichtenfels.

Fazit: Trotz der fast 16 Stunden reiner Fahrzeit und das hauptsächlich in Nahverkehrszügen war es ein wunderschöner Ausflug in zwei sehr interessante Städte - und die DB hat wieder einmal gezeigt, dass man auch hierzulande mit knappen Anschlüssen planen und dennoch pünktlich am Ziel ankommen kann - und, dass der IC2 gar nicht so schlecht ist, wie er immer dargestellt wird :)

Ich danke allen, die bis hier mitgelesen haben und freue mich auf Rückmeldungen.

Liebe Grüße
VT 642

Danke sehr schön

Power132, Dienstag, 28.07.2020, 15:27 (vor 2061 Tagen) @ VT642

Und vielleicht reicht die Zeit ja auch mal für die Arth-Rigi Bahn. Und dann rauf auf den Luzerner Hausberg. Von dort hat man bei gutem Wetter einen tollen 360° Rundblick.

Vielen Dank!

ktmb, Dienstag, 28.07.2020, 15:35 (vor 2061 Tagen) @ Power132

Es wird Zeit, dass es wieder durchgehende Züge zwischen Zürich und Stuttgart gibt. Vielen Dank für die zahlreichen Bilder und Reiseeindrücke! Ich hoffe auf die Zukunft nach Corona und fahre in der nächsten Woche für zwei Wochen nach Bornholm, allerdings bis Sassnitz mit dem Auto.

IC Singen-Zürich

VT642, Dienstag, 28.07.2020, 15:43 (vor 2061 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von VT642, Dienstag, 28.07.2020, 15:43

Hallo,

es gibt einige durchgehende Züge von Stuttgart nach Zürich, allerdings nicht sehr viele und daher passiert es durchaus häufig, dass man auf eine Umsteigeverbindung zurückgreifen muss. Ich verstehe allerdings nicht, weshalb der Umstieg in Singen nicht bahnsteiggleich sein kann.

IC Singen-Zürich

PhilippK, Dienstag, 28.07.2020, 16:00 (vor 2061 Tagen) @ VT642

es gibt einige durchgehende Züge von Stuttgart nach Zürich, allerdings nicht sehr viele

Na ja - jeder zweite fährt durch. Das sind zwei sich überlagernde Linien: Stunde 1 beschleunigt ohne Umstieg, Stunde 2 entschleunigt mit Umstieg.

Ich verstehe allerdings nicht, weshalb der Umstieg in Singen nicht bahnsteiggleich sein kann.

Da macht dir der :30-Knoten einen Strich durch die Rechnung.

Zur ungeraden Stunde (Umstieg in Richtung Zürich) hast du ihn:
- Der IC2 kommt auf Gleis 2 an, der SBB-IC fährt auf Gleis 3 ab (in die Richtung scheitert der Anschluss leider sehr oft)
- Der Gegenzug nutzt Gleis 4

Zur geraden Stunde (Umstieg in Richtung Stuttgart) klappt das nicht, weil es recht viele Einschränkungen bei der Bahnsteigbelegung gibt.

Gruß, Philipp

IC Singen-Zürich

ktmb, Dienstag, 28.07.2020, 16:34 (vor 2061 Tagen) @ VT642

Stimmt. Gerade erst im letzten Jahr Zürich-Stuttgart im Oktober ohne Umstieg im 5er-"Abteil" gefahren. ;)

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

Winti, Dienstag, 28.07.2020, 18:28 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Fußstützen und eine ordentliche Zahl an Reihensitzen (kein SBB vis-a-vis-Zwang) sowie funktionierendes WLAN (in keinem genutzten SBB-Zug vorhanden) - ganz ehrlich: Der Dosto-IC ist mein absoluter Favorit dieses Tages geworden.

WLAN gibt es glaube ich nur im Giruno, dann aber auch mit kostenlosen Filmen und so. Theoretisch kann man mit einem CH-Mobil-Abo, welches eine Volumenbegrenzung hat, kostenlos, also ohne Volumenberechnung, surfen - Stichwort SBB Freesurf - aber macht glaube ich kaum jemand. An den Bahnhöfen ist in der Regel ein kostenloses WLAN.

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

Barbara, Dienstag, 28.07.2020, 18:49 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Danke für den Reisebericht. Aber seien wir ehrlich: Mit dem Umstieg in Ulm hast Du großes Glück gehabt! Hättest Du mir vorher die Reisezeiten gesagt, hätte ich Dir enrgegnet, dass das niemals klappt. Aber so freue ich mich für Dich

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

VT642, Dienstag, 28.07.2020, 22:37 (vor 2060 Tagen) @ Barbara

Danke für den Reisebericht. Aber seien wir ehrlich: Mit dem Umstieg in Ulm hast Du großes Glück gehabt! Hättest Du mir vorher die Reisezeiten gesagt, hätte ich Dir enrgegnet, dass das niemals klappt. Aber so freue ich mich für Dich

Im Reisezentrum erntete ich auch große Skepsis, als ich das gekauft habe. Aussage des Mitarbeiters: "Das klappt niemals" :)

Ist denn die Strecke Donauwörth-Ulm sehr anfällig für Verspätungen? Wäre für zukünftige Fahrten interessant zu wissen...

RE 90 Stgt - Nbg sind FLIRT 3 XL

ffz, Dienstag, 28.07.2020, 18:54 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Hallo,

auf dem RE 90 Stuttgart - Nürnberg setzt Go Ahead FLIRT 3 XL ein, wie sie auch von Abellio bei der S-Bahn Rhein-Ruhr eingesetzt werden. Beim FLIRT 3 XL sind die Wagenkästen länger und auch die Türen breiter, daran erkennt man die Fahrzeuge recht schnell.

Die Sitze sind leider die Baden-Württemberg Standard Sitze im Nahverkehr, da wünscht man sich wenn man darin länger sitzen muss ganz schnell die DB Dostos zurück. Genau wie die Miniatur 1. Klasse mit 8 bzw 9 Sitzplätzen pro Fahrzeug. Meiner Meinung nach hätte man da auch gleich ganz auf die 1. Kalsse verzichten können. Aber das Land wollte unbedingt auf gleicher Zuglänge mit einstöckigen Treibwagen wie 5 Dostos die gleiche Sitzplatzanzahl unterbringen.

RE 90 Stgt - Nbg sind FLIRT 3 XL

VT642, Dienstag, 28.07.2020, 22:45 (vor 2060 Tagen) @ ffz

auf dem RE 90 Stuttgart - Nürnberg setzt Go Ahead FLIRT 3 XL ein, wie sie auch von Abellio bei der S-Bahn Rhein-Ruhr eingesetzt werden. Beim FLIRT 3 XL sind die Wagenkästen länger und auch die Türen breiter, daran erkennt man die Fahrzeuge recht schnell.

Interessant, das wusste ich nicht. Danke für die Info!

Die Sitze sind leider die Baden-Württemberg Standard Sitze im Nahverkehr, da wünscht man sich wenn man darin länger sitzen muss ganz schnell die DB Dostos zurück. Genau wie die Miniatur 1. Klasse mit 8 bzw 9 Sitzplätzen pro Fahrzeug. Meiner Meinung nach hätte man da auch gleich ganz auf die 1. Kalsse verzichten können. Aber das Land wollte unbedingt auf gleicher Zuglänge mit einstöckigen Treibwagen wie 5 Dostos die gleiche Sitzplatzanzahl unterbringen.

Die Sitze sind mir auch im VT 612 schon negativ aufgefallen, aber da war der Tag noch jung und ich noch nicht so empfindlich, daher habe ich sie da jetzt nicht ganz so unbequem in Erinnerung wie im GA Flirt, wobei das ja vermutlich die gleichen Sitze sein dürften. Für längere Fahrten ist das eine Zumutung, die "Original DB Sitze" im 612, wie sie z.B. bei Regio Nordost noch drin sind, sind da deutlich bequemer.

Ein Dosto und der Flirt XL lassen sich vom Fahrkomfort ohnehin nicht vergleichen, der Flirt war unglaublich laut und hat gerumpelt und gequietscht wann immer es nur ging, da wäre die Fahrt in einem Dosto wesentlich angenehmer gewesen. Die 1. Klasse von bwegt ist ein Witz, besonders auch im VT 612, ein Abteil, viel Durchgangsverkehr, 2 Vierersitzgruppen. Da wird man fast noch gestraft, wenn man 1. Klasse bucht.

OT: VT 612

611 040, Erfurt, Mittwoch, 29.07.2020, 04:02 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Die Sitze sind mir auch im VT 612 schon negativ aufgefallen, aber da war der Tag noch jung und ich noch nicht so empfindlich, daher habe ich sie da jetzt nicht ganz so unbequem in Erinnerung wie im GA Flirt, wobei das ja vermutlich die gleichen Sitze sein dürften. Für längere Fahrten ist das eine Zumutung, die "Original DB Sitze" im 612, wie sie z.B. bei Regio Nordost noch drin sind, sind da deutlich bequemer.

DB Regio Nordost hat keine 612 ;) Da oben um Rostock bzw. Berlin wären sie auch irgendwie ziemlich fehl am Platz. Du meinst sicher DB Regio Südost.
Und da stimme ich dir zu 100% zu ! Unsere Erfurter 612er haben ja auch noch die Originalsitze und die sind deutlich weicher gepolstert und auch für längere Fahrten bestens geeignet.
Auch sehr zu empfehlen sind die Kepmtener und Nürnberger 612er. Die haben auch noch die sehr bequemen Grammersitze in der 1. Klasse. (Und diese noch zwischen Füherstand und Tür)

Das bwegt-Redesign ist m.E. eine furchtbare Verschlimmbesserung dieser schönen Fahrzeuge.
Die Sitze in der 2. Klasse sind deutlich härter geworden, wenn auch wenigestens der Sitz an sich geblieben ist. (Wie heisst das Modell eigentlich? Von Kiel?) Die 1. Klasse ist aber ja wie du auch geschrieben hast ne Frechheit, öfter hab ichs schon erlebt dass ich dort eng mit 7 anderen Leuten sitzen musste während in der 2. noch genug frei war. Und die Fahrradstellplätze vor dem Fst sind auch suboptimal, da ja die Radler gerne mal alles vollstellen, sodass das Personal nochnicht mal mehr zum Füherstand kommt.
Alles in Allem wirklich enttäuschend, da reisst es das WLAN und die Steckdosen auch nicht mehr raus.

Ein Dosto und der Flirt XL lassen sich vom Fahrkomfort ohnehin nicht vergleichen, der Flirt war unglaublich laut und hat gerumpelt und gequietscht wann immer es nur ging, da wäre die Fahrt in einem Dosto wesentlich angenehmer gewesen.

Ja für elektrischen NV mit hohem Fahrgastaufkommen finde ich die Dostos 98 mit Klima auch das Beste und komfortabelste was es so gibt. Sehr laufruhig, bequeme Sitze, angenehme Atmosphäre und nicht dieses überall weisse Plastik und grelle Beleuchtung wie in fast allen neuen Triebwagen ab 2015.

Grüße 611 040

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

OT: VT 612

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 29.07.2020, 07:42 (vor 2060 Tagen) @ 611 040

Ich persönlich finde ja die Flirt und KISS relativ angenehm, wobei ich da vom Flirt 1 der BLB und KISS der WESTbahn rede. Fakt ist, dass heutzutage die Leute eben lieber in helle, moderne Züge einsteigen als in irgendwas dunkles, schummriges.

612er sind innen doch auch recht hell designt gewesen. ich meine, ich kann deine Meinung teilen, die 612er haben mich auf der einen Fahrt von Erfurt nach Göttingen völlig überzeugt.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

OT: VT 612

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 29.07.2020, 07:53 (vor 2060 Tagen) @ 611 040

Unsere Erfurter 612er haben ja auch noch die Originalsitze und die sind deutlich weicher gepolstert und auch für längere Fahrten bestens geeignet.
Auch sehr zu empfehlen sind die Kepmtener und Nürnberger 612er. Die haben auch noch die sehr bequemen Grammersitze in der 1. Klasse.

612 und "für längere Fahrten bestens geeignet" kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe es in den Kisten nicht über 23 Km ausgehalten und eine Fahrt ab Lindau beim ersten Halt in Hergatz abgebrochen, den Zug fluchtartig verlassen und nie wieder einen 612 betreten.
Sitze (1. Klasse), Lärmpegel, Kippel - jede Fulterkammer ist angenehmer.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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OT: VT 612

bahnfahrerofr., Mittwoch, 29.07.2020, 08:22 (vor 2060 Tagen) @ 611 040

DB Regio Nordost hat keine 612 ;) Da oben um Rostock bzw. Berlin wären sie auch irgendwie ziemlich fehl am Platz. Du meinst sicher DB Regio Südost.
Und da stimme ich dir zu 100% zu ! Unsere Erfurter 612er haben ja auch noch die Originalsitze und die sind deutlich weicher gepolstert und auch für längere Fahrten bestens geeignet.
Auch sehr zu empfehlen sind die Kepmtener und Nürnberger 612er. Die haben auch noch die sehr bequemen Grammersitze in der 1. Klasse. (Und diese noch zwischen Füherstand und Tür)

Vielleicht meinte er DB Regio Nordostbayern. Das sind die in Hof. Hat Nürnberg eigentlich eigene 612?

Aber ja, die Hofer 612 sind im Allgemeinen recht ordentlich, Reinigung ist gut und die alten Sitze sind passabel. Gerade die 1 Klasse hat einen echten Mehrwert

OT: VT 612

VT642, Mittwoch, 29.07.2020, 08:53 (vor 2060 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Ich meine natürlich DB Regio SÜDost :)

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

Aphex Twin, Mittwoch, 29.07.2020, 14:58 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Aber eines nach dem anderen: zurück am Bahnhof Luzern fährt gerade die Vorleistung des IR 2125 auf Gleis 5 ein. Frage an die Schweiz-Experten: Sind Kurz-/Bahnsteigwenden dort die Regel? Sowohl dieser Zug, als auch der später genutzte IC von Zürich nach Singen haben unmittelbar von der Vor- auf die "Nachleistung" gewendet, es wurde nicht einmal zwischenzeitlich gereinigt - die neuen Fahrgäste sind unmittelbar eingestiegen, nachdem alle von der Hinfahrt ausgestiegen waren. Die Aufenthaltszeiten an den Endbahnhöfen lagen in beiden Fällen unter 20min.

An Kopfbahnhöfen ist dies die Regel. Es ist im Prinzip ein ganz 'normaler' Vollknotenbetriebsablauf. Zug kommt kurz vor der vollen (und halben) Stunde an und fährt kurz danach wieder zurück. Für wendende Linien bietet es sich an die längste Haltezeit in diesem Knoten zu haben da ja dadurch keine Fahrzeit für sitzenbleibende Fahrgäste verlängert wird. In Bezug auf die Wende an der Endhaltestelle ist dies ähnlich wie Strassenbahnen oder Busse betrieben werden. Es ist auch sehr selten dass so eine Kurzwende zu einer Verspätungsübertragung führt.

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

akbar23, Mittwoch, 29.07.2020, 15:38 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Wow, du musst Zugfahren ja wirklich lieben!
Ich finde es ziemlich schwach und ehrlich gesagt unverschämt, dass es in schweizer Fernzügen kein W-Lan gibt. In so einem kleinen Land wo viele Fahrgäste dann horrende Roaminggebühren bezahlen müssen sollte das schon vorhanden sein!
Und im IC 2 hattest du W-Lan?
Das wäre auch eine positive Neuerung!

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

VT642, Mittwoch, 29.07.2020, 16:41 (vor 2060 Tagen) @ akbar23
bearbeitet von VT642, Mittwoch, 29.07.2020, 16:42

Wow, du musst Zugfahren ja wirklich lieben!

Allerdings! Gerade bei solchen Fahrten achte ich auch darauf, möglichst viele Umstiege einzubauen um möglichst viele verschiedene Baureihen und Strecken zu befahren :)

Ich finde es ziemlich schwach und ehrlich gesagt unverschämt, dass es in schweizer Fernzügen kein W-Lan gibt. In so einem kleinen Land wo viele Fahrgäste dann horrende Roaminggebühren bezahlen müssen sollte das schon vorhanden sein!
Und im IC 2 hattest du W-Lan?
Das wäre auch eine positive Neuerung!

Die Roaming-Gebühren durfte ich auch zahlen, um die Pünktlichkeit meiner Rückfahrt vorab zu prüfen. In das SBB WLAN in Zürich HB konnte ich mich nicht einloggen und auch sonst ist CH offenbar sehr sparsam mit öffentlichen WLAN Netzen, sodass mir nur die Mobildatennutzung blieb, mit 7ct für 10KB ja ein wirkliches Schnäppchen ;)

Dafür, dass in diesem Forum von einigen Nutzern die SBB und deren Wagenmaterial stets aufs Höchste gelobt werden, war ich zugegebenermaßen schon ziemlich enttäuscht, dass WLAN dort offenbar nicht zum Standard gehört.

WLAN wird im IC 2 sukzessive eingebaut und der von mir genutzte Zug hatte es offenbar bereits - es waren auch überall große WLAN-Symbole aufgeklebt. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass die Gäubahn-IC 2 das WLAN schon länger haben, da sie ja auch als RE fahren und es da evtl. vom Besteller gefordert war.

SBB ohne WLAN / In CH auch nicht nötig.

Hansjörg, Mittwoch, 29.07.2020, 16:58 (vor 2060 Tagen) @ VT642

Dafür, dass in diesem Forum von einigen Nutzern die SBB und deren Wagenmaterial stets aufs Höchste gelobt werden, war ich zugegebenermaßen schon ziemlich enttäuscht, dass WLAN dort offenbar nicht zum Standard gehört.


Kundinnen und Kunden fordern WLAN im Zug. Warum setzt die SBB im nationalen Verkehr nicht auf diese Technologie?

Die SBB verzichtet im nationalen Fern- und Regionalverkehr bewusst auf WLAN im Zug, da die eingebauten Signalverstärker bereits für guten Empfang unterwegs sorgen. Ein zwischengeschaltetes WLAN im Zug wirkt wie ein Flaschenhals, weil die WLAN-Signale vieler Nutzer gebündelt und auf wenige Verbindungen aus dem Zug ins Mobilfunknetz übertragen werden müssen. Internationale Züge hingegen verkehren im Ausland oft auf Strecken, welche durch schlechter versorgte Gebiete führen. Hier macht der Einsatz von WLAN Sinn.

Quelle: https://company.sbb.ch/de/medien/dossier-medienschaffende/weitere-dossiers/unterwegs-ve...


Zusätzlich kann man z.B. mit Salt ohne das Inklusivvolumen anzuknabbern im Zug über LTE surfen. Somit ist WLAN überflüssig.

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

Aphex Twin, Mittwoch, 29.07.2020, 19:11 (vor 2059 Tagen) @ VT642

Die Roaming-Gebühren durfte ich auch zahlen, um die Pünktlichkeit meiner Rückfahrt vorab zu prüfen. In das SBB WLAN in Zürich HB konnte ich mich nicht einloggen und auch sonst ist CH offenbar sehr sparsam mit öffentlichen WLAN Netzen, sodass mir nur die Mobildatennutzung blieb, mit 7ct für 10KB ja ein wirkliches Schnäppchen ;)

Das SBB WLAN in Bahnhöfen erfordert eine Registrierung mit einer Mobilfunknummer, funktioniert sonst aber gut für mich (Abdeckung und Geschwindigkeit variieren von Bahnhof zu Bahnhof). Sonst haben COOP Supermärkte normalerweise auch kostenloses WLAN, Starbucks natürlich auch.

Das Roaming mit der Schweiz (in beide Richtungen) ist ärgerlich, allerdings haben viele Verträge auf beiden Seiten der Grenze zumindest ein begrenztes Roaming. Als Nicht-EU-Mitglied schert die Schweiz da leider aus.

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 30.07.2020, 00:18 (vor 2059 Tagen) @ akbar23

Wow, du musst Zugfahren ja wirklich lieben!
Ich finde es ziemlich schwach und ehrlich gesagt unverschämt, dass es in schweizer Fernzügen kein W-Lan gibt. In so einem kleinen Land wo viele Fahrgäste dann horrende Roaminggebühren bezahlen müssen sollte das schon vorhanden sein!

Genau wie in Deutschland wäre das vermutlich sinnlos. Mein LTE funktioniert in der Regel problemlos, auch in der Schweiz. Wer da Roaming-Gebühren zahlt, sollte sich halt fragen, warum sein Tarif in Deutschland so billig ist.

--
Weg mit dem 4744!

[CH] Sieben Hügel, Zwei Städte, Zehn Umstiege (m.v.B.)

VT642, Donnerstag, 30.07.2020, 00:26 (vor 2059 Tagen) @ JeDi

Wer da Roaming-Gebühren zahlt, sollte sich halt fragen, warum sein Tarif in Deutschland so billig ist.

Wenn man in 2 Jahren 1x in der Schweiz ist, lohnt es sich nicht wirklich eigens dafür einen teureren Vertrag abzuschließen, welcher ohne Roaming-Gebühren auskommt. Was täte sich die SBB dabei ab, ihre Züge mit WLAN auszurüsten? Es ist schon sehr merkwürdig, dass die SBB sich damit als eines der rückschrittlichsten Bahnunternehmen Europas profilieren möchten, wenn selbst in Tschechien ex-DB VT628 mit WLAN ausgerüstet werden.

Erklärung gibt doch die SBB selbst.

Hansjörg, Donnerstag, 30.07.2020, 07:43 (vor 2059 Tagen) @ VT642
bearbeitet von Hansjörg, Donnerstag, 30.07.2020, 07:43

Was täte sich die SBB dabei ab, ihre Züge mit WLAN auszurüsten? Es ist schon sehr merkwürdig, dass die SBB sich damit als eines der rückschrittlichsten Bahnunternehmen Europas profilieren möchten, wenn selbst in Tschechien ex-DB VT628 mit WLAN ausgerüstet werden.

Hast Du meinen Beitrag gelesen? Da steht die offizielle Erklärung drin. Und zustätzlich die Möglichkeit für Leute mit Schweizer SIM LTE ohne Anrechnung zu nutzen. Auch die Nachteile von WLAN sind dort aufgeführt.

Erklärung gibt doch die SBB selbst.

VT642, Donnerstag, 30.07.2020, 09:42 (vor 2059 Tagen) @ Hansjörg

Diese Erklärung der SBB ist ziemlich schwach. Demnach bräuchte man ja überhaupt kein WLAN - wenn ich mich so in deutschen ICE und auch NV-Zügen umsehe, fällt schon auf, dass das WLAN Angebot rege genutzt wird. Da auf irgendwelche SIM Karten zu verweisen macht wenig Sinn, zum einen im Hinblick auf ausländische Fahrgäste, zum anderen insoweit, als dass Laptops und Tablets häufig nicht mit einer SIM Karte ausgestattet sind.

Erklärung gibt doch die SBB selbst.

EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 30.07.2020, 11:22 (vor 2059 Tagen) @ VT642

Diese Erklärung der SBB ist ziemlich schwach. Demnach bräuchte man ja überhaupt kein WLAN - wenn ich mich so in deutschen ICE und auch NV-Zügen umsehe, fällt schon auf, dass das WLAN Angebot rege genutzt wird. Da auf irgendwelche SIM Karten zu verweisen macht wenig Sinn, zum einen im Hinblick auf ausländische Fahrgäste, zum anderen insoweit, als dass Laptops und Tablets häufig nicht mit einer SIM Karte ausgestattet sind.

und Ausländer ggf. Roaming Gebühren zahlen dürfen,
in der Schweiz weiß man schon, wie man an das Geld von Ausländern kommt.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

+1

VT642, Donnerstag, 30.07.2020, 11:34 (vor 2059 Tagen) @ EK-Wagendienst

- kein Text -

Erklärung gibt doch die SBB selbst.

Aphex Twin, Donnerstag, 30.07.2020, 13:03 (vor 2059 Tagen) @ EK-Wagendienst

Diese Erklärung der SBB ist ziemlich schwach. Demnach bräuchte man ja überhaupt kein WLAN - wenn ich mich so in deutschen ICE und auch NV-Zügen umsehe, fällt schon auf, dass das WLAN Angebot rege genutzt wird. Da auf irgendwelche SIM Karten zu verweisen macht wenig Sinn, zum einen im Hinblick auf ausländische Fahrgäste, zum anderen insoweit, als dass Laptops und Tablets häufig nicht mit einer SIM Karte ausgestattet sind.


und Ausländer ggf. Roaming Gebühren zahlen dürfen,
in der Schweiz weiß man schon, wie man an das Geld von Ausländern kommt.

Das Roamingproblem besteht ja in der anderen Richtung auch (Schweizer Verträge innerhalb der EU). Es stellt sich eben die Frage ob der Bahnticketpreis auch eine Internetdatenverbindung beinhalten sollte. WLAN in deutschen Zügen wird ja nicht hauptsächlich gemacht um nicht-EU-Ausländern die Roaminggebühren zu ersparen sondern um Kunden die Bahn attraktiver zu machen (ob damit global Geld gespart wird oder nur für den Endkunden vom Mobilvertrag in das Bahnticket verschoben wird ist ja nicht unbedingt klar).

Für die Verbindungsqualität kann eine Bündlung der Netze aller Anbieter über WLAN im Zug vorteilhaft sein (vor allem für Kunden mit Verträgen von schlechteren Netzen), genauso kann es aber auch vorteilhafter sein wenn 20 Handyantennen pro Wagen eine Verbindung herstellen, verglichen eine Antenne fürs WLAN pro Wagen.

WLAN in stationären Situationen (Bahnhof, Restaurant, Ladengeschäft, etc.) macht deutlich mehr Sinn da eine Festnetzverbindung ein besseres Preis-Leistungs-Verhältniss (Preis gegenüber Geschwindigkeit & Datenmenge) als eine Funkverbindung aufweist.

30€ für Schweiz-Roaming

VT642, Sonntag, 16.08.2020, 17:33 (vor 2041 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von VT642, Sonntag, 16.08.2020, 17:34

Heute habe ich meine Handyrechnung für Juli erhalten. 1x Google Maps und 1x DB Navigator zum Prüfen der Verbindung für die Rückfahrt haben mit satten 30€ für die Datennutzung zu Buche geschlagen. Damit war die Handyrechnung teurer als die Hinfahrt, die hat nämlich nur 19,70€ gekostet ;)

30€ für Schweiz-Roaming - ungünstiger Anbieter?

Power132, Sonntag, 16.08.2020, 17:39 (vor 2041 Tagen) @ VT642

Als ich 2016 in der Schweiz war, hat mich mein (Daten)Roaming keinen Cent gekostet.

30€ für Unwissenheit bei Schweiz-Roaming

br752, Montag, 24.08.2020, 05:49 (vor 2034 Tagen) @ VT642

Heute habe ich meine Handyrechnung für Juli erhalten. 1x Google Maps und 1x DB Navigator zum Prüfen der Verbindung für die Rückfahrt haben mit satten 30€ für die Datennutzung zu Buche geschlagen. Damit war die Handyrechnung teurer als die Hinfahrt, die hat nämlich nur 19,70€ gekostet ;)

Tja, so sehen Strafen aus wenn man nicht den Anfuehren folgt.

Bei vielen Anbietern wurde die Schweiz nach dem EU+EWR Dumpingroaming aus der Gruppe "Europa" rausgenommen und in die Gruppe "Welt" gesteckt. Ohne ersichtlichen Grund wurden die Roamingpreise nicht beibehalten sondern saftig erhoeht. Bei mir war es irgendwas um das 30 fache.

Loesung: Einen passenden Anbieter nutzen: Die Telekom* hat zumindest ein Datenfair-Use-Roaming mit drin?! Soll heissen: Telefonie Laendergruppe 1, Daten wie zu Hause.

Kann das jemand so bestaetigen?

Ansonsten hilft ne Schweizer Karte oder eine gebuchte Option des eigenen Anbieter sicherlich weiter.

Was hast du denn fuer Preise in der SMS beim Grenzuebertritt bekommen?


BR752

* Gilt zum Teil auch fuer die Sparanbieter im Telekom Netz ?!

Erklärung gibt doch die SBB selbst.

Holger2, Montag, 17.08.2020, 14:13 (vor 2041 Tagen) @ Aphex Twin

Das Roamingproblem besteht ja in der anderen Richtung auch (Schweizer Verträge innerhalb der EU).

Nein das Roamingproblem besteht nur in der einen Richtung, da praktisch bei sämtlichen schweizerischen Verträgen die EU mit inbegriffen ist. Alles andere macht auch keinen Sinn, innerhalb der Schweiz kann man sich seine Nachrichten schließlich auch zurufen.

Holger

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