[AT] Eine Reise ins hier und jetzt (mit 32 Bildern) (Reiseberichte)

J-C, In meiner Welt, Montag, 20.07.2020, 12:42 (vor 2073 Tagen)
bearbeitet von J-C, Montag, 20.07.2020, 12:46

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Eine Kräutersuppe und Schinkenfleckerl, so isst es sich gut im Railjet nach Bregenz. Ich hatte heute mir eigentlich gedacht, fahr ich doch mal nach Brennero/Brenner. Hab aber meinen Plan geändert. Ich hätte trotz der Verspätung von 8 Minuten - da wäre die S-Bahn nach Brennero/Brenner aus Innsbruck abgefahren - den Anschluss erreichen können, da man wartete, doch kam mir der Einfall, dass ich doch erstmal wieder über den Arlberg fahren könnte. So kann ich gleich die letzte Strecke in Vorarlberg mitnehmen, die ich noch nicht bereiste - nämlich die in Richtung Lindau. Außerdem hätte ich genug Zeit, um noch zu studieren, ich hatte nämlich noch eine Hausarbeit zu erledigen. Es ist freilich nicht optimal, dass eine Maske dabei zu tragen ist, worauf sowohl auf Hin- als auch Rückreise mehrfach hingewiesen wird und wo bei Verstoß seit heute 40€ fällig werden, aber es ging.

Die Verspätung in Innsbruck konnte bis Bregenz auch fast ganz wieder aufgeholt werden. Der Anschluss von planmäßig 3 Minuten auf die S-Bahn nach Lindau war etwas knapp geworden, wurde aber am selben Bahnsteig ohne Probleme erreicht. Interessanterweise war da grade auch ein EC in Richtung Zürich dort in Bregenz gewesen:
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Die kurze Strecke zwischen Bregenz und Lindau war durchaus interessant, so fährt man recht nah am Bodensee entlang.
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Dann kam man auch schon in Lindau an:

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Der Zug, den ich auf der Rückfahrt nehme, wird bereits bereit gestellt. Eigentlich sollte er in Stuttgart beginnen, fällt jedoch zwischen Stuttgart und Lindau aus und fuhr nur Lindau - Innsbruck.

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Es hat viel geregnet, also konnte ich nicht besonders viel dort tun:
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Also verblieb ich im Bahnhof, konnte einen 650er mir anschauen:

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...ehe es dann auch wieder in den IC nach Innsbruck ging.

Auf der Suche nach einem Platz zum Arbeiten lief ich durch den Steuerwagen...
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...und die Großraumwagen...
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...zu dem einen Abteilwagen. Davon später mehr.
Auf der Fahrt zurück fiel mir der Bau des Bahnhofs Lindau-Reutin auf, an dem künftig die Fernverkehrszüge halten werden:
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Es ging dann durch Vorarlberg. Ich fing an, wieder zu arbeiten. Im Abteil lief die Heizung, das ist - ich trug auch im sonst leeren Abteil die Maske - nicht das angenehmste gewesen und die Sitze hätten im Großraum mehr Komfort, bloß waren es Vis-a-vis-Plätze ohne adäquate Tische.

Da war der Abteilwagen ironischerweise am besten geeignet zum Arbeiten...
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Keine Sorge, es war hell draußen, da war ich bloß im Tunnel.

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Die Reise ging so voran...

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...bis dann in Innsbruck umzusteigen war.

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Mein Railjet fährt in diesen Zeiten nur bis Linz, nach Wien kam ich nur mit der WESTbahn weiter, die ich derzeit auch mit dem ÖBB-Sommerticket nutzen konnte.

Also in Salzburg umgestiegen

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...Baureihe 415 "Altenbeken" bewundert

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...und dann ab in den KISS!

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Im Unterdeck hat der Zug eine recht gute Laufruhe, generell schätze ich die Züge wegen ihres Komforts und ihres Beschleunigungsvermögens.
Es war noch ein Zug der Baureihe 4010, also einer mit 6 Wagen und zweiflügeligen Türen.
Ich beschloss die restliche Zeit weiter mich meiner Hausarbeit zu widmen...

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...was freilich nicht schwer ist, um die Zeit war es draußen schon zu dunkel, um noch was zu sehen.

Die Reise ging recht angenehm weiter. Man fuhr maximal 160, da der Fahrplan halt generell recht locker ist, um die Taktknoten schön zu erreichen.

Ds ging reibungslos bis man in Enns anhielt. In St. Valentin gab es einen Rettungseinsatz, die Türen wurden jedenfalls bald freigegeben, wenngleich es bei dem Wetter nicht besonders attraktiv war, sich draußen aufzuhalten...

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Und so stand man... und stand man... wann es weiter geht, war nicht bekannt. Eigentlich sollte man kurz vor Mitternacht in Wien ankommen, daraus wurde aber erst einmal nichts. Und so habe ich das eigentliche Ziel meiner Reise erreicht: das hier und jetzt. Insgeheim wollte ich schon immer in einem Stadler KISS der WESTbahn die Nacht verbringen, jetzt geht mein Traum in Erfüllung. Zumindest für eine gewisse Zeit. Und diese Zeit war zu nutzen, das Ziel vorerst aus dem Sinn, den Start ebenso. Dafür eben gefangen sein im Moment, gefesselt von dem Zauber dieser Uhrzeit, befreit von Sorgen und Ängsten, von Gedanken an morgen und sonst wann, von Gedanken von gestern und vorgestern... es bleibt nur dieser Moment...

...und es geht weiter. Nach St. Valentin. Dort steht man auch wieder eine Weile.
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So schnell kommst man eben nicht heraus. Ich konnte also weiter noch den Moment genießen. Aber irgendwann musste alles enden, man kam wieder an in der neuen Normalität, hatte sehr kurze Aufenthalte in Amstetten, St. Pölten und Tullnerfeld... für sowas ist ein KiSS halt immer gut.

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Aus dem Fenster heraus wirken die Bahnhöfe auf mich wie aus einer anderen Dimension.

Der Zug wendete dann in Wien Meidling, eine Besonderheit des Sonderfahrplans im Zuge der Notvergabe durch das Ministerium.

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Nach 80 Minuten Verspätung und damit 4 einhalb Stunden Zeit in diesem Zug - insgesamt fast 15 Stunden, die ich in Zügen verbrachte kam man dann jedenfalls um halb 2 in der Früh am Westbahnhof an, welcher um diese Zeit eigentlich geschlossen ist.
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Die Securities haben die Fahrgäste, es waren nicht wenige und die meisten waren mit Koffer unterwegs, zügig aus dem Bahnhof herausgefü he t. Um die Zeit fährt in der Woche keine U-Bahn, also war der Nachtbus zu nutzen.

Tja und ds war es dann auch.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

? BR 415 in A

Tobs, Region Köln/Bonn, Dienstag, 21.07.2020, 16:28 (vor 2072 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

zum "eigentlichen" Reisebericht habe ich zwar keine (direkte) Frage (= er liest sich übrigens sehr schön), aber dennoch ist mir der ICE-T5 (BR 415) im Salzburger Hbf. besonders aufgefallen. Ich war - in meinem beschränkten (Fach-)Wissen - bislang der Meinung, dass diese keine Zulassung in Österreich hätten. Oder gilt da für Salzburg eine Ausnahmeregelung?

Vielen Dank und beste Grüße,
Tobs

BR 415 in Salzburg ja, in A allgemein nein

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 21.07.2020, 16:39 (vor 2072 Tagen) @ Tobs
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 21.07.2020, 16:40

Für Grenzbahnhöfe wie Basel, Salzburg, Linz usw gibt es Sonderregelungen, dass auch ein nur mit D gekennzeichneter Zug in den Bahnhof fahren darf. Jedoch nicht darüber hinaus.
Gibt für AT und CH eine Grenzbahnhof-Regelung. Auch nur mit AT beschriftete Züge dürfen bis zum ersten deutschen Grenzbahnhof fahren.

Linz/Donau ein Grenzbahnhof?

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 21.07.2020, 16:44 (vor 2072 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von J-C, Dienstag, 21.07.2020, 16:48

Das ist ja ein Stück weit weg von der Grenze. An sich dürfte ja Passau der Grenzbahnhof sein.

Das ist ja auch der Grund, wieso 5047 nicht nach Freilassing, aber nach Simbach können.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Linz/Donau ein Grenzbahnhof?

ICE16, Dienstag, 21.07.2020, 21:47 (vor 2071 Tagen) @ J-C

Linz brauchst du auch AT Zulassung mit D kommst du da nicht hin.

Salzburg, Basel Bad - SBB, und die Außerfernbahn sind Bahnhöfe / Strecken wo du mit DE einfach hin kommst.

Bei allen anderen Strecken endet der letzte halt in Deutschland und der übertritt ist auf freier Strecke. Venlo war da sehr lange eine sonderlocke aber der TF musst soweit ich weiß Niederländisch sprechen um rüber zu dürfen auch wenn das Fahrzeug nur Deutschssprachig war ;). Mittlerweile aber auch nicht mehr der Fall soweit ich weiß.

Linz/Donau kein Grenzbahnhof!

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 21.07.2020, 21:53 (vor 2071 Tagen) @ ICE16
bearbeitet von J-C, Dienstag, 21.07.2020, 21:55

Dachte ich es mir. Dann hätte man noch Passau Hbf, Simbach/Inn, Kufstein und Lindau Hbf, um die Grenzbahnhöfe, wo betrieblich bis zum Bahnhof gefahren werden kann, genannt zu haben, die es zwischen der Deutsch-Österreichischen Grenze gibt. Heraus sticht dabei die Mittenwaldbahn, da verläuft der Grenzübertritt tatsächlich auf freier Strecke. Meines Wissens nach wird die Außerfernbahn auf österreichischem Gebiet betrieblich der Deutschen Bahn zugeschlagen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Linz/Donau kein Grenzbahnhof!

ICE16, Dienstag, 21.07.2020, 22:07 (vor 2071 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ICE16, Dienstag, 21.07.2020, 22:08

Lindau ist aber ein ganz normaler Deutscher Bahnhof das ist eher für die Kollegen aus dem Ausland was besonderes ;).

Das die grenze nicht an einem Bahnhof ist kommt relativ häufig vor auf die normale ICE strecke in die Niederlande oder die Strecke nach Polen ist das auf freier Strecke.

Außerfern ist richtig da ist das Besondere halt Deutsches Netz auf ausländischem Boden das ist noch etwas Krasser als andere ausländische Bahnhöfe ;)

Linz/Donau kein Grenzbahnhof!

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 21.07.2020, 22:10 (vor 2071 Tagen) @ ICE16

Nach Tschechien, Slowakei, Ungarn, etc. ja auch.

Es ist halt freilich leicht, wo Deutschland und Österreich das selbe Stromsystem und sogar das selbe Sicherungssystem - wenngleich ältere Fahrzeuge in Österreich wohl eine veraltete Version haben.

Sogar die Signalsysteme sind heutzutage seit dem KS-System nicht ganz unähnlich...

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Baseler Verbiundungsbahn bis Basel SBB

ffz, Dienstag, 21.07.2020, 21:56 (vor 2071 Tagen) @ ICE16

Hallo,

die Baseler Verbindungsbahn zwischen Basel Bad Bf und Basel SBB darf nur mit einer Schweiz Zulassung befahren werden, ggf ohne Schweizer Zugsicherung dann waird im Zulassungsregister das "CH*" eingetragen, *=gemäß besonderer Vereinbarung. Für ein befahren der Baseler Verbindungsbahn muss das Fahrzeug beim BAV eingetragen und eingeschränkt zugelassen werden, zusätzlich braucht der Tf eine Zusatzausbildung für die Verbindungsbahn.

Sonst wird in der jeweiligen Grenzbetriebsvereinbarung der Grenzbahnhof vereinbart und wie dort gefahren wird, mit welcher Zulassung und was die Betriebssprache ist.

Baseler Verbiundungsbahn bis Basel SBB

ICE16, Dienstag, 21.07.2020, 22:05 (vor 2071 Tagen) @ ffz

Nein Basel SBB reich D.

Sonst würden da Fahrplanmäßig 411 (vermutlich 415), 402, 403,306 und 401 im Fahrplanmäßigen Betrieb runterfahren ohne ne Zulassung und das wage ich irgendwie zu Bezweifeln ;). Und bei den 401 meine ich die ohne extra Stromabnehmer ;)

Das der Triebfahrzeugführer Kundig sein muss und ne SBB Zulassung braucht ist eine andere Sache ;)

Baseler Verbiundungsbahn bis Basel SBB

EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 21.07.2020, 22:42 (vor 2071 Tagen) @ ICE16

Nein Basel SBB reich D.

Sonst würden da Fahrplanmäßig 411 (vermutlich 415), 402, 403,306 und 401 im Fahrplanmäßigen Betrieb runterfahren ohne ne Zulassung und das wage ich irgendwie zu Bezweifeln ;). Und bei den 401 meine ich die ohne extra Stromabnehmer ;)

reicht nicht mehr aus, man braucht ein kleine Zulassung, die Fahrzeuge müssen zumindest dem BAV gemeldet sein. Wobei es da auch noch Unterschiede gibt ob nur Basel Bad Bf oder bis Basel SBB.
DB Fernverkehr schreibt es nicht an, DB Regio hat das an ihre Fahrzeuge angeschrieben.
Die Fahrzeuge benötigen dazu aber nichts spezielles für die Schweiz.
Aber einfach hinfahren geht nicht.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Grenzbetriebsvereinbarungen

ffz, Dienstag, 21.07.2020, 22:17 (vor 2071 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

dass Fahrzeuge aus Österreich und der Schweiz einfach so bis zum ersten Bahnhof in Deutschland fahren dürfen ist in der Pauschalität falsch!

Es gibt für jede Grenzstrecke eine Grenzbetriebsvereinabrung https://fahrweg.dbnetze.com/fahrweg-de/kunden/nutzungsbedingungen/regelwerke/betrieblic... wer will kann sich unter dem Link jede einzelne zu Gemüte führen. Da ist genau festgelegt, wer bis wo hin mit welcher Zulassung fahren darf.

Die 415er dürfen zwar nach Salzburg Hbf, aber nur bis Passau und auch nur zwischen Lindau Hbf und Lindau-Reutin pendeln, nach lindau Hbf müssten sie aktuell mangels Oberleitung geschleppt werden.

Auch für Österreich ist wegen der anderen PZB-Funktion (500Hz Magnete sind in Österreich unbekannt) und anderer Störströme separate Zulassungen erforderlich. So ist die DB AG übrigens zur Baureihe 182 gekommen. Die Baureihe 152 hat keine Zulassung für Österreich bekommen, also hat DB Cargo damals bei Siemens die letzten 25 152er in Tauri umbestellt, die ja eine Österreich Zulassung hatten.

Das Problem der Länderzulassung wird auch ETCS nicht lösen, da trotzdem die Störströme, verschiedene Gleisfreimeldetechniken und die Achslasten, sowie die zulässige Querbeschelunigung Zulassungsrelevan im jeweiligen Land bleiben.

Fachfrage: Was machst Du denn mit QGIS?

IC2027, Heute hier, morgen dort, Dienstag, 21.07.2020, 23:01 (vor 2071 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Erreichbarkeiten von ÖPNV-Stationen in Wien-Liesing

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 21.07.2020, 23:24 (vor 2071 Tagen) @ IC2027

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Hier ein Beispiel von den Resultaten mit der Anzahl schienengebundener Stationen, die sich von den Blöcken in 10 Minuten erreichen lassen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Erreichbarkeiten von ÖPNV-Stationen in Wien-Liesing

Altmann, Freitag, 25.09.2020, 16:05 (vor 2006 Tagen) @ J-C

Falls es Dich intressiert: Die Wiener Linien haben (pünktlich vor der Gemeinderatswahl) einige Ideen für den Ausbau von Öffi-Linien präsentiert. Darunter auch (wieder mal) der Ausbau der Bahnstrecke Liesing-Perchtoldsdorf-Kaltenleutgeben.

Übrigens hatte ich 9 Jahre lang ein Häuschen in Perchtoldsdorf.

Link (siehe Ausbaupläne)

Jei!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 22.07.2020, 08:07 (vor 2071 Tagen) @ J-C

Hey.

Außerdem hätte ich genug Zeit, um noch zu studieren, ich hatte nämlich noch eine Hausarbeit zu erledigen.

Studierendenlogik: Hausarbeiten macht man unterwegs ...

Es ist freilich nicht optimal, dass eine Maske dabei zu tragen ist

Siehste ... Hättest du zuhause nicht gemusst.

Die Verspätung in Innsbruck

Verspätung? Sowas gibt's im kleinen Österreich auch? Wahnsinn!

Dann kam man auch schon in Lindau an:

Wow. Sieht ja immer noch so aus wie anno dunnemals bei meinem letzten Besuch. Wo bleibt da der Fortschritt ...

Es ging dann durch Vorarlberg. Ich fing an, wieder zu arbeiten.

Wahnsinn. Schon wieder. Mit der Story bist du ein Kandidat für eine Talkshow ...

Keine Sorge, es war hell draußen, da war ich bloß im Tunnel.

Auch emotional in Bezug auf die Rackerei oder nur rein räumlich?

Ich beschloss die restliche Zeit weiter mich meiner Hausarbeit zu widmen...

Was willst du uns damit sagen? 3x am Tag arbeiten. Als Studierender!?! Was läuft da falsch? J-C, ich mache mir Sorgen!!!

Und so habe ich das eigentliche Ziel meiner Reise erreicht: das hier und jetzt.

Kann ich als Lebensformentwurf übrigens nur begrüßen. Im Hier und Jetzt zu leben. Können die wenigsten. Viele leben in der Vergangenheit - hätte ich damals mal ..., früher war alles besser ..., der HSV ... -, oder in der Zukunft: wenn sie vorab per Google Maps das Urlaubsdomizil begutachten oder im Sommer 2020 über die Kreditrate Dezember 2023 nachdenken (obwohl die Hütte bis dahin längst zwangsversteigert ist ...)

Insgeheim wollte ich schon immer in einem Stadler KISS der WESTbahn die Nacht verbringen, jetzt geht mein Traum in Erfüllung.

Yeah! Das gefällt mir wieder, lieber Forenkollege! Als Ferrophiler muss man da Prioritäten setzen! Kulturbanausen träumen von einer lauen Sommernacht am Strand irgendeiner einsamen karibischen Insel - wir Zugfuzzys sind da doch deutlich näher am wahren Leben.

Und diese Zeit war zu nutzen, das Ziel vorerst aus dem Sinn, den Start ebenso. Dafür eben gefangen sein im Moment, gefesselt von dem Zauber dieser Uhrzeit, befreit von Sorgen und Ängsten, von Gedanken an morgen und sonst wann, von Gedanken von gestern und vorgestern... es bleibt nur dieser Moment...

+ 1.000

Aber irgendwann musste alles enden

Einer der unschönen Dinge unseres Daseins ...

Aus dem Fenster heraus wirken die Bahnhöfe auf mich wie aus einer anderen Dimension.

Was du als Erkenntnis hoffentlich in dein Studium einfließen lässt. Ist doch 'Raumplanung' oder sowas ...

Nach 80 Minuten Verspätung

Böh ... Ist ja voll öde. Nur 80 Min. Deiner Schilderung nach klang es nach mehreren Stunden. Und nur das ist auch genial. Unvergessen die 2,5 Std beim Autozug aus Rijeka. Wo damals noch überall 'unbestimmt verspätet' angezeigt war.

Tja und das war es dann auch.

Ich hätte ja nun erwartet, dass du noch ein letztes Mal arbeitest ...


Schöne Grüße von jörg

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