[6MGA] Teil 31: Finale [m146B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 11.07.2020, 15:00 (vor 2078 Tagen)

Wie ihr in den letzten Folgen gesehen habt, war in meiner letzten Woche durchgehend schlechtes Wetter und das beinahe in der ganzen Schweiz. Auch am 31.01.2020 sah es größtenteils nicht viel besser aus, nur eine Ecke versprach nach anfänglichen Wolken im Laufe des Vormittags großflächig aufzuklären: Zermatt. Das trifft sich gut, denn nach meinem ersten Besuch der Stadt in Teil 3 hatte ich dort noch etwas vor...

Selbstverständlich fahre ich auch nochmal mit der 5:41er S4 nach Morges, um dort in den IR90 einzusteigen, mit dem man in Visp den Zug nach Zermatt erreicht. Auf dem Bahnsteig kommt mir aber noch eine bessere Idee, und zwar fährt ja vor dem IR90 ein EC her, der zwar nicht in Visp hält, aber in Brig. Und dadurch, dass er schneller ist als der IR, bekommt man dort schon denselben Zug nach Zermatt mit einer vermutlich größeren Sitzplatzauswahl. Also fahre ich mit dem RE nach Lausanne und nehme dort den EC.

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1 Der zeigt ein Liniennetz an, auf dem alle potenziell von ihm befahrenen Strecken hervorgehoben sind.

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2 In Brig kann ich ein letztes Mal ein Bild der MGB-Abfahrtstafel machen, auf der steht, dass der erste Zug nach Fiesch durch einen Bus ersetzt wird.

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3 Zum ersten Mal nutze ich nun Gleis 14. Normalerweise beginnt dieser Takt nach Zermatt erst in Visp, aber in dieser Stunde eben schon hier. Es zieht die HGe4/4 II mit Werbung für den Mount Fuji in Japan.

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4 Tatsächlich wird der Zug hier auch schon ca. halb voll, wobei mein hinterster Wagen wesentlich leerer ist.

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5 In Gamsen haben die SBB irgendeine Betriebsstelle.

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6 Erster Gegenzug, auch mit Lok.

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7 Nach Visp, wo es nicht viel voller wird, fahren wir um die Kurve. Ein Glacier-Wagen fährt wieder in der 1. Klasse mit. In meinem Wagen sind wir glücklicherweise zu dritt am Fotografieren; so kommt keiner auf die Idee, sich über das Öffnen der Fenster zu beschweren.

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8 Heute mal ein seitliches Bild von der Umfahrung.

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9 Für die Brücken ist es von Norden aus noch etwas dunkel,

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10 von Süden aus ist es zumindest etwas besser.

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11 Hier beginnt der erste Zahnradabschnitt,

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12 der steil hoch nach Stalden-Saas führt.

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13 Kurz stehen wir am Einfahrtssignal, bevor wir in den Bahnhof dürfen.

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14 Dort kommt eine einzelne HGe4/4 II entgegen, auf deren Stehenbleiben wir wohl gewartet haben.

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15 In Kalpetran steht neben dem Gleis das Chalet Enzian,

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16 auf dem Gleis folgt der nächste lokbespannte Gegenzug.

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17 Überquerung der Mattervispa bei schwierigen Lichtverhältnissen.

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18 Gegenüber meinem eigentlichen Platz ermöglicht mir ein freier Vierer auch Bilder nach rechts raus.

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19 In der Ausweiche auf freier Strecke kommt ein Güterzug entgegen.

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20 Geradeaus wird das Klein Matterhorn sichtbar, das schon in der Sonne liegt.

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21 Der nächste Gegenzug, der uns kurz vor Herbriggen kreuzt, ist einer mit Komet

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22 und Kofferkuli-Steuerwagen. Das waren 1984 die ersten Niederflurwagen der Schweiz.

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23 Hier fahren wir nochmal durch eine schöne Kurve.

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24 Von der folgenden Brücke kann man rechts raus das Breithorn sehen.

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25 Vor Randa geht es wieder am Bergsturz mit Gegensteigung vorbei.

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26 Oben thront das 4505m hohe Weisshorn.

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27 Im Bahnhof dann der nächste Gegen-Komet.

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28 Vor Täsch hat sich der Nebel breit gemacht. Mitten in der Suppe halten wir an dem Haltepunkt Monte Rosa, der nur im Winter ein paar mal täglich bedient wird und zu einer Ferienwohnungs-Siedlung gehört.

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29 In Täsch steht das Matterhorn Terminal, an dem die Autofahrer ihr Gefährt stehen lassen müssen.

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30 Im Bahnhof kommt dann der Glacier entgegen

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31 und fährt in Richtung St. Moritz.

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32 Neben dem Bahnhof für die Shuttlezüge nehmen wir auch Anschwung für die letzte Steigung (natürich nur bildlich, tatsächlich muss immer vor Zahnstangenabschnitten stark abgebremst werden zum Einfädeln in diese).

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33 Hier kommt auch ein Shuttle entgegen.

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34 Kurz vor Zermatt erscheint das Matterhorn in strahlendem Weiß. Im folgenden Tunnel begegnet mir der nächste Komet nach Fiesch, das Bild davon ist aber leider komplett verwackelt, da ich den Fahrer nicht mit Blitzlicht erschrecken wollte.

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35 Eine kleine Tea2/2 rangiert hier ein paar Wagen um.

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36 Das nächste Shuttle fährt schon wieder los.

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37 Hier steht meine Lok im Bahnhof.

Und nun zum eigentlichen Tagesziel: Links des Bahnhofs startet die Gornergratbahn (GGB), die ich aber genau dort liegenlasse, da ich sie bei letzten Mal gefahren bin. Außerdem geht sie nur auf 3089m hoch, was seit Teil 17 mit 3571m ja Kindergarten ist. Aber auch das werde ich heute nochmal deutlich überbieten und muss dafür die Seilbahn nehmen, die am anderen Ortsende startet. Zu dieser bringen den faulen Touri Shuttlebusse im Minutentakt; ich gehe aber zu Fuß. Der Weg ist dabei einfach immer der Nase nach, die Talstation ist nicht zu verfehlen.
Kurz zu den für diese Folge wichtigen Seilbahnen: Von Zermatt aus führt eine alte Pendelbahn nach Furi und von dort eine weitere Pendelbahn zum Trockenen Steg. 2002 und 2009 wurde parallel dazu der Matterhorn-Express gebaut, eine Umlaufbahn mit drei Sektionen. Die erste fährt ebenfalls Zermatt-Furi, die zweite Furi-Schwarzsee mit Zwischenhalt nur bei Bergfahrt und nur im Winter in Aroleid, die dritte Schwarzsee-Trockener Steg mit Zwischenhalt in Furgg, wohin es ab Schwarzsee zwischendurch bergab geht. Der Matterhorn-Express hat dabei so viel Kapazität, dass die beiden Pendelbahnen nur noch zu Stoßzeiten zusätzlich betrieben werden. Zusätzlich hat er den Vorteil, dass die Gondeln im Normalbetrieb von einer Sektion zur nächsten durchgereicht werden, sodass man fast eine halbe Stunde in einer sitzen bleiben kann, bis man das Ziel erreicht. Insgesamt 257 Kabinen sind maximal unterwegs - jeweils an den Enden der Sektionen können flexibel welche ein- und ausgehängt werden.

Wer nur an Zügen interessiert ist, kann hier zu Bild 124 springen, wird aber das Beste verpassen!

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38 Erstmal geht's an der Kirche vorbei.

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39 Das Matterhorn ist ständig im Blick.

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40 Hier werden die Busse ausgeleert und auch ich überquere den Fluss, von dem ein Aufzug in die Talstation führt.

Dort stehen ungefähr 200 Leute schon für die Seilbahn an, ich muss mir aber erstmal ein Ticket kaufen, da das GA nur 50% Rabatt bringt. In der Schlange am Schalter sind nur vier Leute vor mir, die aber alle ewig brauchen. Nach 15min komme ich auch an die Reihe und habe nach 1min mein Ticket, das praktischerweise auf den SwissPass geladen wird. In der Matterhorn-Express-Schlange stehen nun locker 300 Leute, aber was solls. Die geht immerhin wesentlich schneller voran und etwas aktives Anstellen, gerade in den Kurven, bringt mich schon nach 5min in die Gondel, in der ich mich wegen der Sonne nach hinten setze.

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41 Hier die Talstation

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42 und los geht's. Rechts sind Talstation und riesiger Pfeiler der Pendelbahn zu sehen, für deren Inbetriebnahme der Andrang wohl noch nicht groß genug war.

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43 Nach 233m Höhendifferenz wird Furi durchfahren. Die zweite Sektion der Pendelbahn rechts fährt interessanterweise. Die kleinen Gondeln, die hinter der zu sehen sind, führen rüber zum Riffelberg mit Anschluss an die GGB.

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44 Auf diesem Abschnitt ist oberhalb unseres Seils ein weiteres angebracht, an dem diese Bergegondel hängt, die im Notfall die Passagiere aus ihren Kabinen befreien könnte, wenn die Bahn mal zum längeren Stillstand käme.

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45 Weitere 450m höher passieren wir Aroleid, wo die Gondeln talwärts wie erwähnt nicht halten. Rechts davon steht die zweite Bergegondel bereit.

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46 Vorne raus kommt der namensgebende Berg wieder hervor.

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47 Auf der anderen Talseite sieht man den Abschnitt der GGB zum Riffelberg

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48 sowie deren Bergstation.

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49 Am Schwarzsse, 262m über Aroleid, werden wir um 90° in die dritte Sektion abgelenkt. Auch steigen zwei Leute aus meiner Kabine aus, deren Plätze aber gleich wieder gefüllt werden. Da haben die neuen Leute aber Glück gehabt, denn die allermeisten fahren früh morgens erstmal hoch zur Bergstation, sodass der Zustieg an den Zwischenstationen schwierig ist.

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50 Jetzt geht's abwärts,

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51 und zwar 151m nach Furgg.

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52 Gegenüber folgt dann der finale Aufstieg, der die letzten 507m zum Trockenen Steg überwindet.

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53 Rückblick auf Schwarzsee.

Am Trockenen Steg geht es dann auf 2939m raus, ich hatte euch aber mehr als 3571m versprochen. Die kann man vor hier mit einer weiteren alten Pendelbahn erreichen, die auf das Klein Matterhorn (Bild 20) führt. Den Matterhorn-Express auch um diesen Abschnitt zu verlängern, wäre technisch unmöglich, da normale Umaufbahnen alle paar Meter eine Stütze benötigen. Die Seilbahn überquert aber den Unteren Theodulgletscher, auf dem keine platziert werden kann. Zum Glück wurde 1991 die 3S-Bahn erfunden, die Elemente von Pendel- und Umlaufbahn kombiniert. Wie bei vielen Pendelbahnen gibt es zwei statische Tragseile, die nur dazu dienen, das Gewicht der Gondeln aufzunehmen, und ein Zugseil, das so nur die Längskräfte aushalten muss. Das ermöglicht größere Kabinen und weitere Spannfelder und damit eine hohe Kapazität trotz viel Platz zwischen den Kabinen. Erst 2018 wurde eine solche Bahn parallel zur Pendelbahn auf das Klein Matterhorn gebaut, die nun denselben Zweck erfüllt wie der Matterhorn-Express auf seinen Abschnitten: Der "Matterhorn glacier ride" stemmt die Grundlast und die Pendelbahn fährt nur noch bei Bedarf.

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54 Hier fährt eine der Kabinen in die Station ein. 28 Leute haben darin Platz. Die italienische Firma Pininfarina, die man sonst häufig mit Ferrari in Verbindung bringt (oder bei Eisenbahnern z.B. mit einigen Zügen der MOB oder dem ICN), hat die Kabinen designt. Technisch war Leitner verantwortlich. Die Stationen einer 3S-Bahn sind dabei auch besonders, da die schweren Kabinen auf einer kurzen Strecke abgebremst und beschleunigt werden müssen und sich dabei bestimmt um 20° neigen. Pendelbahnen können hingegen auf freier Strecke schon abbremsen und brauchen daher keine solchen Stationseinfahrten.

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55 Weiter geht's. Die Sitze sind übrigens beheizt, für meinen Geschmack definitiv zu warm. Aber ich habe auch keine so dicken Hosen an wie die Skifahrer.

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56 Eine der drei riesigen Stützen. Selbst diejenigen der Pendelbahn wirken klein daneben. Nach zwei Stützen geht es erstmal wieder bergab, weil das Spannfeld bis zur letzten Stütze, die direkt vor der Bergstation steht, etwa 2800m lang ist und das Seil gut durchhängt. Die parallele Pendelbahn kommt sogar ohne bergseitige Stütze aus, da die Kabinen dort schräg in die Station einfahren können. Somit hat diese das längste Spannfeld der Schweiz mit 2885m.

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57 An der Bergstation auf 3820m (höchste Bergstation Europas) sieht man gut die Abbremsstrecke, die nicht so einfach in den Berg zu bauen war. Mit einem Lift und anschließender Treppe geht es noch hoch auf den Berggipfel, der auf 3883m liegt.

Hier oben bin ich dann insgesamt 2,5h geblieben und habe verschiedenste Fotos in alle Richtungen gemacht, weshalb ich ausnahmsweise davon abweiche, meine Auswahl hier in der Reihenfolge der Aufnahme zu zeigen (Wer sich dafür interessiert, kann die Reihenfolge an der 7stelligen Zahl nach dem zweiten Unterstrich im Dateinamen erkennen, dem abload 5 zufällige Zeichen hinzugefügt hat. Die dreistellige Zahl davor habe ich zum Sortieren verwendet und stellt ganz grob die Richtung in Grad dar, in die das Foto aufgenommen ist. Die siebenstellige Zahl am Anfang war wiederum notwendig, damit alle umsortierten Bilder an dieser Stelle in der Gesamtserie einsortiert werden). Auch habe ich zwischendurch Mittag gegessen, da man die Toilette nur gratis benutzen darf, wenn man etwas konsumiert. Dabei war das Personal sowohl bei der Bestellung als auch an der Kasse dermaßen unfreundlich und inkompetent, dass es denen bestimmt nichtmal aufgefallen wäre, wenn ich mein Essen ohne Bezahlung mitgenommen hätte. Vor allem war die Frau an der Kasse dauernd damit beschäftigt, irgendwelche Zettel umzusortieren, wovon sie erst aufblickte, als 5 Leute anstanden, ich in der Mitte. Sofort guckte sie den Hintersten der Schlange an, der das natürlich als Aufforderung zum Bestellen sah (die Getränke bekommt man im Gegensatz zum Essen direkt an der Kasse). Erst auf seine Nachfrage, ob wir vor ihm denn nichts wollen (ne, wir stehen nur zum Spaß an!), hat die Frau sich dann dem Vordersten zugewendet und die bereits für den hintersten Kunden gegriffenen Getränke wieder zurückgestellt.

Im nächsten Beitrag geht es weiter!

[6MGA] Teil 31: Finale [m146B]

Math5D, Samstag, 11.07.2020, 15:00 (vor 2078 Tagen) @ Math5D

Jetzt aber zu den Bildern. Die beginne ich mit drei Panoramas von der dafür geeigneten Seite und führe sie schließlich mit Detailaufnahmen einmal ganz rum fort. Wer den Bergen noch genauer folgen möchte, dem sei der Peakfinder nahegelegt.

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58 Panorama Südwest,

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59 West

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60 und das unsichtbare dritte.

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61 Mit den Details fange ich im Norden an und drehe mich einmal im Uhrzeigersinn. Unten ist das Mattertal zu sehen, die Berge im Hintergrund kommen ganz am Ende genauer. Auf dem Hauptgrat geht es etwa in der Bildmitte mit dem Dürrenhorn und rechts davon dem Hohberghorn los, worauf der Dom folgt, der mit 4545m der höchste Berg ist, der vollständig auf schweizer Boden steht. Es folgen Täschhorn und der breite Alphubel.

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62 Die drei nächsten Berge sind das Allalinhorn, Rimpfischhorn und Strahlhorn.

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63 Bereits auf den letzten beiden Bildern war darunter der Gornergrat zu sehen.

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64 Direkt unterhalb des Gipfels geht der Klein Matterhorngletscher steil abwärts.

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65 Oberhalb dessen sieht das Breithorn von hier gar nicht breit aus.

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66 Zoom an die Gipfel dahinter: Liskamm West- und Ostgipfel, vorne Pollux und rechts Castor - die Zwillinge.

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67 Nach Südosten erstreckt sich das Breithornplateau. Rechts im Süden liegt die Gobba di Rollin, die mit 3898m noch etwas höher ist. Dort kommt man aber nur per Skilift hin.

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68 Hier sieht man den Aufzug und dahinter weit bis Italien und Frankreich.

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69 Zwischendurch wird sogar diese etwa 200km entfernte Bergkette um den Bric Costa Rossa (im 45°-Winkel links oberhalb des Pfeilers in der Mitte) sichtbar, hinter dem es über den Col de Tende direkt runter zum Mittelmeer (Nizza, Ventimiglia - auch eine schöne Bahntour) geht. Die Berggruppe mehr im Vordergrund hat ihren höchsten Gipfel rechts des Pfeilers, den Monte Debat.

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70 Jetzt aber wieder etwas mehr in die Nähe. Der herausstechende Berg links ist der Monvisio. Zwischendurch könnte ich hunderte Berge auflisten, das wäre aber etwas langweilig. Markant ist noch der höchste Berg der rechten Bildhälfte, der Gran Paradiso.

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71 Nur ein paar Grad weiter ist dieses Bild aufgenommen, aber es war einfach das beste, das in dem rechten Bildteil die Grivola zeigt und damit die Lücke zum nächsten Bild schließt.

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72 Die Grivola ist hier ganz links zu sehen. In den Wolken thront der Mont Blanc, am rechten Wolkenrand liegt der Grand Combin, am rechten Bildrand die spitze Dent d'Hérens.

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73 Unterhalb dieser Gruppe führen die Skipisten vom Klein Matterhorn und der Gobba di Rollin rechts aus dem Bild raus zum Trockenen Steg und von der Bildmitte nach oben zur Testa Grigia in Italien.

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74 Dort sind die Bauarbeiten für eine weitere 3S-Bahn hier aufs Klein Matterhorn voll im Gange (bzw im Winter natürlich pausiert). Mit ihrer Fertigstellung wird man hier die höchste Überquerung der Alpen vorfinden, deswegen soll die Bahn auch "Alpine Crossing" heißen.

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75 Wesentlich später am Tag hatten sich die Wolken am höchsten Berg Europas dann verzogen.

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76 Mehr Zoom geht nicht. Direkt neben dem Hauptgipfel liegt der Mont Blanc de Courmayeur, zweithöchster Berg der Alpen.

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77 Blick zwischen Mont Blanc und Matterhorn. Davor sieht man die Materialseilbahn von der Testa Grigia.

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78 Weiter im Text folgt hinter dem Theodulpass das Matterhorn, das von hier natürlich anders aussieht als aus der Standardperspektive mit der Nordwand. Daneben die Dent Blanche und der Grand Cornier.

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79 Unterhalb ein "Fun Park" im Skigebiet.

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80 Nach den drei schon benannten Bergen folgt in der Bildmitte das Obere Gabelhorn, dann spitz das Zinalrothorn und der hohe Berg rechts ist das Weisshorn, das wir schon in Bild 26 hatten.

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81 Zoom auf die beiden letztgenannten Berge, zwischen denen noch die Pointe Sud de Moming, die Crête Nord de Moming und das Schalihorn liegen.

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82 Damit schließt sich der Kreis zum Mattertal.

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83 Direkt unterhalb des Gipfels gehen die beiden Bahnen zum Trockenen Steg ab.

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84 Weiter unten liegt ganz klein Zermatt, wovon man vor allem den Bahnhof rechts erkennt.

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85 Da geht es das Mattertal runter mit dem deutlich sichtbaren Bergsturz von Randa und der ebenso deutlich in Täsch endenden Straße.

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86 Jetzt zu den Bergen auf der anderen Seite der Rhône. Links Tschingelhorn, dann Bietschhorn. Rechts am Bildrand folgt

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87 hier mittig die Jungfrau, aus dieser Richtung erstaunlich spitz. Rechts daneben ist folglich der Mönch,

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88 der hier am linken Bildrand steht. Nach dem Trugberg kommt das am höchsten aussehende Aletschhorn, dann Grosses und Hinter Fiescherhorn, Klein und Gross Grünhorn, Schreckhorn und Lauteraarhorn.

Das war's mit dem Rundumblick. Jetzt folgen noch ein paar Detailbilder vom Gipfel.

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89 Zuerst natürich das Gipfelkreuz mit der Inschrift "GROSS UND WEIT WIE EWIGKEITEN WELTEN SICH VOR UNS AUSBREITEN, MAJESTÄTISCH BERGE, HÖHN. GOTT IST GROSS UND HOCH ERHOBEN, ALLE HÖHEN IHN NUR LOBEN, DER DA IST VON EWIGKEIT."

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90 Am Aufzug steht Psalm 104:24 im Englisch der King-James-Bibel. Zu Deutsch "HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter."

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91 Auch eine Wetterstation ist hier untergebracht.

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92 Dieser Hahn sollte wohl die Windrichtung anzeigen, ist aber festgefroren.

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93 Schön an dieser Aufschrift finde ich die Inkonsequenz, welcher der beiden Sätze fett gedruckt ist.

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94 Übersicht über die Möglichkeiten hier oben.

Jetzt geht's wieder runter, wobei ich in der 3S-Bahn eine Kabine für mich alleine bekomme.

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95 Die fährt als erstes am Klein Matterhorngletscher vorbei.

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96 Rückblick auf den Gipfel.

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97 Hier herrscht steter Gegenverkehr - 25 Kabinen sind insgesamt unterwegs.

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98 Weitere Begegnung bei der mittleren Stütze.

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99 Drüben steht immer noch diejenige der Pendelbahn, die ich den ganzen Tag nicht habe fahren sehen.

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100 Überblick über den Trockenen Steg. Die Seilbahn unten führt zum Furggsattel.

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101 Hier steige ich erstmal aus und nehme eine Kabine vorm Matterhorn auf.

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102 Blick zwischen den beiden Seilbahnen hoch aufs Klein Matterhorn, links davon das Breithorn.

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103 Weiter links folgen der Westgipfel des Liskamms und dann die Dufourspitze, mit 4634m der höchste Berg der Schweiz und der dritthöchste der Alpen.

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104 Zermatt ist von hier vollständig sichtbar.

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105 Hier sind wir ungefähr auf einer Höhe mit den Wolken im Rhônetal, sodass diese maximal wenig vom Blick auf die Berge dahinter wegnehmen. Mönch und Jungfrau schauen aber nur noch knapp heraus.

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106 Das Dach des Restaurants, in dem auch ein kleiner Inforaum zur 3S-Bahn zur Testa Grigia ist, kann man zwar im Winter nicht besteigen, aber über die Treppe zumindest an dessen Grenze gehen und so tun, als stünde das Matterhorn hinter einer riesigen Ebene.

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107 An dessen Nordostgrat steht auf 3260m die Hörnlihütte, die als Basis für Besteigungen des Bergs dient. Weiter oben gibt es noch die Solvayhütte, die aber erstens in einer Art Felsspalte steht und damit kaum sichtbar ist, und zweitens nur beim Abstieg in Gefahrensituationen genutzt werden darf. Die Gebühr bei Missachtung beträgt aber nur 10CHF - für den Preis kann man sonst kaum woanders übernachten.

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108 Nun geht es wieder mit dem Matterhorn-Express weiter. Das hiesige Gondel-Depot ist fast leer.

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109 So sehen die Kabinen aus, die für 8 Leute konzipiert sind. Zu mir kommt hier noch ein Italiener, der mit seinem iPhone auch ein paar Bilder macht. Dadurch kommen wir ein wenig ins Gespräch über Kameras.

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110 Von hier sieht man besonders gut nochmal Zermatt mit dem Dom und den anderen Bergen der Ostseite.

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111 Rückblick auf den Trockenen Steg.

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112 In Furgg steige ich kurz aus, stelle aber fest, dass man hier ohne Skier nicht weit kommt. Links sieht man noch die Seilbahn auf den Sandigen Boden. Das Foto ging so schnell, dass ich wieder dieselbe Kabine erreiche.

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113 Gemeinsam mit meinem Mitfahrer steige ich am Schwarzsee für weitere Fotos aus. Der Boden ist hier zwar auch glatt, aber nicht ganz so steil, sodass man etwas zu Fuß gehen kann. Die Infotafel links gibt Anweisungen zum Verhalten bei Lawinen.

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114 Matterhorn mit werbewirksamem Schriftzug.

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115 Weiter geht's nach rechts.

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116 Unterhalb von Aroleid nehme ich dieses Mal die obere Bergegondel auf. Durch die Scheibe ergibt sich eine interessante Sonnenreflexion.

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117 Blick auf Zermatt und Furi,

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118 das wir hier erreichen.

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119 Weiter unten sieht man hier die GGB, wie sie über die Findelbachbrücke fährt.

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120 Und hier erreichen wir die Talstation, die heute Morgen noch voll mit Personen stand - 41,50CHF hat der Spaß übrigens "nur" gekostet.

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121 Hier ist für den Namen der Pizzeria der falsche Berg im Bild.

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122 Noch ein letztes Matterhornbild mit Schwarzsee und Aroleid im Vordergrund, die von der Brücke des Winkelmattenwegs über die Mattervispa nahezu auf der gleichen Höhe erscheinen und man nicht ahnt, dass die beiden sichtbaren Seilbahnen eigentlich eine sind.

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123 Bild von derselben Brücke in die andere Richtung.

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124 Zurück beim Bahnhof ist der erste Zug nach Visp dieser Komet - darauf habe ich beim besten Willen keine Lust und beschließe, so lange zu warten, bis ein ordentlicher Zug kommt.

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125 Währenddessen kommt ein Shuttle aus Täsch an,

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126 dann fährt der Komet los. Ich habe derweil Glück, dass der Zug 36min später lokbespannt ist.

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127 Beziehungsweise triebwagenbespannt, ihn zieht nämlich dieser Deh4/4. Der war mir auf der Hintour gar nicht entgegengekommen und ein Blick in den grafischen Fahrlan bestätigt, dass es genau der Umlauf ist, der hinter meinem Zug heute Morgen unterwegs war und eben aus Fiesch kam.

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128 Dieser schöne Abschnitt liegt im Winter leider immer im Schatten, bergwärts durchfließt der Fluss hier eine enge Schlucht.

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129 Rückblick auf den Gipfel.

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130 Von Randa aus sieht man das Grabenhorn, das aus dieser Perspektive den Dom verdeckt.

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131 Dann geht es die Gegensteigung bergauf.

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132 Von St. Niklaus sieht man das Seetalhorn, das ein bisschen wie der Eiger aussieht, dann das charakteristische Gabelhorn und schließlich das Platthorn.

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133 Einfahrt in den Tunnel, in dem es nach Stalden-Saas runtergeht.

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134 Bei der Ausfahrt sieht man nach unten die Chinegga-Brücke, die noch nicht in Betrieb genommen ist. Ab 2023 soll sie die Ortsumfahrung von Stalden gewährleisten.

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135 Nach oben liegt vorne die aktuelle Straßenbrücke, dahinter eine Fußgängerbrücke - dieses Bild hatte ich vorher schon bestimmt 4 Mal versucht, aber erst jetzt den besten Winkel erwischt.

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136 In Stalden-Saas kommt nun der wirklich letzte Glacier der Serie entgegen.

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137 Da verschwindet er nach Zermatt.

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138 Wir fahren schließlich den letzten Zahnradabschnitt runter,

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139 den man von unten nochmal sieht.

Da es noch nicht ganz dunkel ist, beschließe ich, zum Schluss nochmal die zuletzt in Teil 1 besuchte Lötschberg-Bergstrecke zu fahren - so schließt sich der Kreis. Den Lötschberger in Brig würde ich mit meinem Zug zwar um 1min verpassen, kann aber bereits in Visp auf den IR90 umsteigen, der mich schneller nach Brig bringt. Somit heißt es für mich, Abschied von meiner (wie ich in Teil 20 beschlossen habe) Lieblings-Bahngesellschaft der Schweiz zu nehmen.

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140 Immerhin sehe ich aus dem Lötschberger nochmal deren Depot in Glis, dessen Aufnahmen am Morgen wegen Dunkelheit und zu schneller Bewegung gescheitert waren.

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141 Über Visp hängt inzwischen eine nach Industrie aussehende Wolke.

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142 Darüber liegt die Berggruppe des Doms.

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143 Unten begegenen sich derweil die Züge aus St-Gingolph und nach Monthey.

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144 Reproduktion des Bilds von Visp aus Teil 1.

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145 Nördlich des Lötschbergs geht die Sonne dann auch unter.

Ich fahre mit dem Lötschberger bis Bern und ein letztes Mal mit dem IC1 nach Lausanne, wo ich noch den IR90 nach Morges nehme und die S4 nach St-Prex, das ich um 20:14 erreiche.

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146 Noch ein Spaßbild zum Abschluss: Diese Flasche Rivella hatte ich zuletzt auf 3883m Höhe fast leergetrunken und dann nicht mehr geöffnet. Auf etwa 380m überm Meer sieht sie nun so aus. Wie schon Peter Lustig sagte, "Aber zum Glück gibt's die Physik".

Damit verabschiede ich mich von der Serie 6MGA und hoffe, sie hat euch so viel Spaß gebracht wie mir beim Schreiben und vor allem beim Fahren! Vielen Dank für alle Kommentare, Ergänzungen, Korrekturen; und vielleicht habe ich ja den ein oder anderen dazu gebracht, mal wieder unser kleines Nachbarland zu besuchen!

[6MGA] Teil 31: Finale [m146B]

platz42, Samstag, 11.07.2020, 19:17 (vor 2077 Tagen) @ Math5D

Vielen Dank! Ich habe Deine Berichte fasziniert verfolgt. Hoffentlich komme ich auch mal wieder in die Schweiz.
Grüße
platz42

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