Wirecard und DB (Allgemeines Forum)
Hallo Zusammen,
Da Wirecard die Zahlungen der DB abwickelt gibt es aufgrund der Insolvenz mit EC &Kreditkarten Zahlung bei der Bahn aus (online und App) Probleme?
Gib es ein Statement der DB?
bei meinem Aldi ist zur Zeit nur Barzahlung möglich
Mit freundlichen Grüßen
Nscharrn
Ich kann eine gewisse Schadenfreude nicht unterdrücken!
Da Wirecard die Zahlungen der DB abwickelt gibt es aufgrund der Insolvenz mit EC &Kreditkarten Zahlung bei der Bahn aus (online und App) Probleme?
bei meinem Aldi ist zur Zeit nur Barzahlung möglich
Ich kann eine gewisse Schadenfreude nicht unterdrücken!
Was hat man uns Barzahler in den letzten Monaten angefeindet.
Und uns zum Teil jede vernünftige Möglichkeit zum barzahlen genommen, z.B. in Bussen.
Vielfalt statt Einfalt. Hoffentlich kommt das JETZT einmal an.
Wirecard und DB
Die Abwicklung von Zahlungen ist doch gar nicht unterbrochen? Aldi Süd akzeptiert z.B. weiterhin vollkommen problemlos Kredit- und Debitkarten. Die Wirecard Bank AG ist nicht von der Insolvenz betroffen.
Ich kann eine gewisse Schadenfreude nicht unterdrücken!
Und uns zum Teil jede vernünftige Möglichkeit zum barzahlen genommen, z.B. in Bussen.
Vielfalt statt Einfalt. Hoffentlich kommt das JETZT einmal an.
In welchen Bussen kann ich denn mit Karte zahlen? Und in welchen Bussen war Kartenzahlung möglich, Barzahlung aber nicht? Spoiler: Mir sind keine bekannt.
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Weg mit dem 4744!
Bargeldloses Zahlen im Bus
Klick
Das kann ich beantworten.
Bargeldloses Zahlen im Bus
Und die Abschaffung Anno 2018 war Coronabedingt bzw passierte in den letzten Monaten?
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Weg mit dem 4744!
Bargeldloses Zahlen im Bus
Hallo,
nein in den Niederlanden geht es schon seit 2018 im ÖV nur noch Bargeldlos, auch bei der NS gibt es immer mehr Automaten die nur noch Karten akzeptieren.
Wobei die letzten Monate echt übel waren, ich hatte 2 mal Prüfdienste die mir ein 60€ Ticket ausstellen wollten, weil der Fahrer keinen Fahrschein verkauft, kein Automat vorhanden ist(den hat der Verkehrsverbund vor einigen Jahren augebaut weil nicht wirtschaftlich und so) und ich mir kein Handyticket bzw Online Ticket gekauft habe. Beide sind dann wortlos abgezogen als ich denen angeboten habe mit der Polizei über das gesetzliche Zahlungsmittel zu diskutieren. Einen Fahrschein gegen Bargeld wollten mir beide aber auch nicht verkaufen, trotz des Angebotes von mir...
Zumindest bei den DB Regio Regiobus Gesellschaften konnte man schon lange mit Geldkarte bezahlen, das hat nur heute quasi keiner mehr...
Nur Kartenzahlung und dann 10 Jahre Speicherung
Da Wirecard die Zahlungen der DB abwickelt gibt es aufgrund der Insolvenz mit EC &Kreditkarten Zahlung bei der Bahn aus (online und App) Probleme?
bei meinem Aldi ist zur Zeit nur Barzahlung möglich
Ich kann eine gewisse Schadenfreude nicht unterdrücken!Was hat man uns Barzahler in den letzten Monaten angefeindet.
Und uns zum Teil jede vernünftige Möglichkeit zum barzahlen genommen, z.B. in Bussen.
Mal sehen wem man in 8 Jahren (Wenn man zu wenig zum CO2 Ziel beigetragen hat und die (Um)Welt zusammen gebrochen ist) Rechenschaft ablegen muss, dass man a) bei einer Tanke getankt hat die Umweltstandards verletzt hat oder dass man b) bei einem Fleischbetrieb gekauft hat der zu niedrige Loehne gezahlt hat. Entweder kommt dann der Internetpranger oder man darf da noch nachzahlen.
Da haelt man sich doch an Herrn P.: "Immer schoen die Eintrittskarten vom Kabarett aufheben um dann notfalls nachweisen zu koennen, dass man schon immer gegen diese Schweinesystem war".
Noch darf man Alkohol bar bezahlen. Prost.
BR752
Bargeldloses Zahlen im Bus
Beide sind dann wortlos abgezogen als ich denen angeboten habe mit der Polizei über das gesetzliche Zahlungsmittel zu diskutieren.
Interessant.
Danke für diesen Hinweis.
Wie ich lese kann die Verpflichtung Bargeld anzunehmen durch 'Privatrechtliche' Vereinbarungen ausgeschlossen werden.
Da wäre dann die Rechtsform des Unternehmen entscheidend, und die Verpflichtung besteht nur für Staatsbetriebe. Die meisten Verkehrbetriebs sind aber doch 'privatisiert'
?
Bargeldloses Zahlen im Bus
In Deutschland gilt im Busverkehr die "Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen". Von ihnen kann nicht zum Nachteil des Fahrgastes abgewichen werden, egal ob der Busbetrieb staatlich oder privat ist. Und die Verordnung sieht eindeutig Barzahlung vor.
Vollkommen zurecht Contactless>Bargeld
Wer einmal in einem modernen Nahverkehrssystem wie London unterwegs war merkt wie schnell und komfortabel die Bezahlung per Oyster&Co ist.
Barzahlung in Bussen ist einfach eine extrem unnötige Zeitverschwendung
Bargeldannahmepflicht in Bus/ Straßenbahn: Woraus folgt das?
In Deutschland gilt im Busverkehr die "Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen". Von ihnen kann nicht zum Nachteil des Fahrgastes abgewichen werden, egal ob der Busbetrieb staatlich oder privat ist. Und die Verordnung sieht eindeutig Barzahlung vor.
Ich habe das gerade nachlesen wollen, finde in http://www.gesetze-im-internet.de/befbedv/BJNR002300970.html dazu allerdings nichts.
Magst Du mir zeigen, wo das steht?
Es steht allerdings in § 6 Abs. 2:
Ist der Fahrgast beim Betreten des Fahrzeugs nicht mit einem für diese Fahrt gültigen Fahrausweis versehen, hat er unverzüglich und unaufgefordert den erforderlichen Fahrausweis zu lösen
woraus ich folgere, dass ein Anspruch auf Erwerb eines Fahrausweises im Fahrzeug besteht.
Vollkommen zurecht Contactless>Bargeld?
Barzahlung in Bussen ist einfach eine extrem unnötige Zeitverschwendung
Hmmm ... Möchtest Du diese Entscheidung nicht lieber dem Fahrgast überlassen?
Also wenn ich nur kurz mal vom Hotel zum Flughafen fahre (und sonst die Öffis nicht brauche), dann erspare ich mir ne Menge Zeit, wenn ich zuerst mal schaue, wo ich mir zuerst ne Oyster Card kaufen kann, um dann ein Guthaben aufzuladen (das ich nie verbrauche)? Hab ich das richtig verstanden?
Bargeldannahmepflicht in Bus/ Straßenbahn: Woraus folgt das?
In Deutschland gilt im Busverkehr die "Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen". Von ihnen kann nicht zum Nachteil des Fahrgastes abgewichen werden, egal ob der Busbetrieb staatlich oder privat ist. Und die Verordnung sieht eindeutig Barzahlung vor.
Ich habe das gerade nachlesen wollen, finde in http://www.gesetze-im-internet.de/befbedv/BJNR002300970.html dazu allerdings nichts.Magst Du mir zeigen, wo das steht?
Es steht allerdings in § 6 Abs. 2:
Ist der Fahrgast beim Betreten des Fahrzeugs nicht mit einem für diese Fahrt gültigen Fahrausweis versehen, hat er unverzüglich und unaufgefordert den erforderlichen Fahrausweis zu lösen
woraus ich folgere, dass ein Anspruch auf Erwerb eines Fahrausweises im Fahrzeug besteht.
Was auch lustig ist, weil es zumindest bei Straßenbahnen Betriebe gibt, in denen nur der Erwerb an der Haltestelle möglich ist, z.B. Darmstadt.
Bargeldannahmepflicht in Bus/ Straßenbahn: Woraus folgt das?
Magst Du mir zeigen, wo das steht?
Zur allgemeinen Situation steht bei Wikipedia: "Beim gesetzlichen Zahlungsmittel nutzt der Staat seine hoheitliche Aufgabe, die Währung des Staates innerhalb der Währungsverfassung zu bestimmen, zu organisieren und als Zahlungsmittel vorzuschreiben. Der sich daraus ableitende Annahmezwang für Gläubiger kann unbeschränkt sein (bei Banknoten) oder auch administrativ beschränkt werden (in den meisten Ländern besteht bei Münzen ein beschränkter Annahmezwang)."
Spezifisch für Deutschland folgt weiter: "Bei Euro- und Centmünzen ist die Annahmepflicht auf maximal 50 Münzen „beschränkt“. (...) Auch wenn grundsätzlich die Pflicht zur Annahme von Bargeld gilt, kann in privatrechtlichen Verträgen die Barzahlung ausgeschlossen werden, da für Verträge grundsätzlich die Privatautonomie gilt. Für öffentliche Stellen dagegen gilt aufgrund von § 14 (Abs. 1 Satz 2) die Annahmepflicht, sofern sie nicht durch eine bundesgesetzliche Regelung aufgehoben wurde (...)."
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Vollkommen zurecht Contactless>Bargeld?
Barzahlung in Bussen ist einfach eine extrem unnötige Zeitverschwendung
Hmmm ... Möchtest Du diese Entscheidung nicht lieber dem Fahrgast überlassen?Also wenn ich nur kurz mal vom Hotel zum Flughafen fahre (und sonst die Öffis nicht brauche), dann erspare ich mir ne Menge Zeit, wenn ich zuerst mal schaue, wo ich mir zuerst ne Oyster Card kaufen kann, um dann ein Guthaben aufzuladen (das ich nie verbrauche)? Hab ich das richtig verstanden?
Es kommt auf das System an. Bequemer als London geht wahrscheinlich nicht.
Ich brauche keine OysterCard oder mir Gedanken machen was für ein Ticket jetzt das beste und/oder richtige ist.
Ich halte einfach meine MasterCard am Drehkreuz hin und es wird automatisch der passende Fahrpreise berechnet.
Sobald die Tageskarte günstiger ist, wird maximal der Tageskartenpreis abgerechnet.
Wie oft stand ich schon vor der Entscheidung ob ich heute eine Tageskarte abfahre oder doch zwei Einzelfahrten ausreichen?
Aber wie du schon geschrieben hast, jeder sollte selbst entscheiden was er nutzen will.
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Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Bus und Straßenbahn kann privatrechtlich sein.
Auch wenn grundsätzlich die Pflicht zur Annahme von Bargeld gilt, kann in privatrechtlichen Verträgen die Barzahlung ausgeschlossen werden, da für Verträge grundsätzlich die Privatautonomie gilt. Für öffentliche Stellen dagegen gilt aufgrund von § 14 (Abs. 1 Satz 2) die Annahmepflicht, sofern sie nicht durch eine bundesgesetzliche Regelung aufgehoben wurde (...)."
An dem Punkt waren wir aber schon paar Beiträge weiter oben: Beförderungsverträge können durchaus auch privatrechtlich sein. Daher leitet sich aus dem von Dir zitierten nicht ab, dass in Bus und Straßenbahn Bargeldannahmepflicht besteht.
Vollkommen zurecht Contactless>Bargeld?
Ich brauche keine OysterCard oder mir Gedanken machen was für ein Ticket jetzt das beste und/oder richtige ist.
Der Service ist toll. Ich habe die OysterCard auch schon genutzt. Oder in Tokyo die Suica.
Mir ist jedoch manchmal das Gefühl der Kontrolle verlorengeganen. Was wurde nun abgebucht? Gerade in London gibts Ausgänge ohne Sperren im Netz, da hat man mir einmal eine Strafe draufgebucht, weil das System gedacht hat, ich hätte nicht ordentlich ausgecheckt.
Ich würde sogar soweit gehen, dass man Bargeld abschaffen kann für Transportsysteme, sofern eine Möglichkeit besteht, die entsprechenden Karten anonym gegen Bargeld zu erwerben und bei Nichtnutzung das Restguthaben auszahlen zu lassen.
Bye. Flo.
Barzahlung in Bussen
Barzahlung in Bussen ist einfach eine extrem unnötige Zeitverschwendung
Dieser Satz greift zu kurz und ist falsch.
Der Standard könnte die Bereitstellung von Automaten in den Bussen sein. Das ist den meisten Verkehrsbetrieben zu teuer.
Daher hat man sich vielerorts dafür entschieden, dass ohnehin vorhandene Personal (Fahrer) als Verkaufsstelle und Kontrollpersonal (Sichtkontrolle, nur Vorne-Einstieg) zu nutzen. Dann muss man als Verkehrsbetrieb aber auch damit leben, dass man Zeit verplempert und sich teilweise unnötige Verspätungen an den Hals bindet.
--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!
In Wien halt nicht.
Wenn du in Wien den Bus nimmst, musst du schon vorher eine Fahrkarte haben, im Bus selbst und an den Bushaltestellen werden generell keine Fahrkarten verkauft. Der Fahrkartenverkauf im Bus wurde vor paar Jahren abgeschafft. Und das geht auch. In der Straßenbahn hat's immerhin einen Automaten für Einzelfahrscheine. Fahrkartenautomaten bei den Wiener Linien gibt es jedenfalls nur bei den U-Bahnhaltestellen. Und das klappt eben auch.
Nebenbei total entzückt gewesen, als ich in Tschechien in den Bus einstieg und ein QR-Code-Scanner dort den Code meiner Handyfahrkarte scannen konnte.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Hängt aber auch vom Fahrpersonal ab, wie die drauf sind.
Barzahlung in Bussen ist einfach eine extrem unnötige Zeitverschwendung
Dieser Satz greift zu kurz und ist falsch.
Stimmt, gebe ich dir Recht.
Der Standard könnte die Bereitstellung von Automaten in den Bussen sein. Das ist den meisten Verkehrsbetrieben zu teuer.
Auch hier Zustimmung. Wobei die Verkehrsunternehmen vermehrt auf Abo und Smarttickets setzen. Abos werden so gestaltet, dass ein oder zwei Monate in der Endabrechnung günstiger sind und man setzt vermehrt auf Online Tickets.
Daher hat man sich vielerorts dafür entschieden, dass ohnehin vorhandene Personal (Fahrer) als Verkaufsstelle und Kontrollpersonal (Sichtkontrolle, nur Vorne-Einstieg) zu nutzen. Dann muss man als Verkehrsbetrieb aber auch damit leben, dass man Zeit verplempert und sich teilweise unnötige Verspätungen an den Hals bindet.
Erstens das und zweitens dass das Fahrpersonal teilweise nicht in der Lage ist, die korrekten Tickets zu verkaufen. Uns hat man in Zittau zwei Tageskarten verkauft, ohne das man überhaupt willens war, sich näher mit der ZVON Ticketlage zu beschäftigen und dann ein günstigeres Ticket für zwei Personen zu ziehen. Das zog dann wieder eine persönliche Vorsprache im Kundenzentrum nach sich, die wo die Sache anstandslos bereinigt wurde.
Und eine Ticketkontrolle durch den Fahrer wird auch immer seltener. Zumindest hier im Ruhrgebiet. Da sind in den Bussen Scanner ähnlich den Geräten in den NL (OV Chipkart) angebracht, wo die Tickets vorgehalten werden müssen. Sind die Geräte nicht funktionsfähig, wird einfach nur durchgewunken. Meine Erfahrung. Man verlässt sich hier auf Prüfpersonal, dass das die Schwarzfahrer erwischen soll.
Gruß
Robert
Bargeldannahmepflicht in Bus/ Straßenbahn: Woraus folgt das?
Ist der Fahrgast beim Betreten des Fahrzeugs nicht mit einem für diese Fahrt gültigen Fahrausweis versehen, hat er unverzüglich und unaufgefordert den erforderlichen Fahrausweis zu lösen
woraus ich folgere, dass ein Anspruch auf Erwerb eines Fahrausweises im Fahrzeug besteht.
Nein.
Wenn das VU eigene Bestimmungen (Tarif- und Beförderungsbestimmungen) festgelegt und genehmigt bekommen hat, gelten zunächst diese Bestimmungen, z.B. dass der Fahrgast sich vorher an einem Automaten zu schaffen machen soll.
Das, was Du da gefunden hast, ist bloß die Rückfallebene. (Falls z.B. ein Nachbarschaftsverein einen Quartiersbus einrichten möchte.)
Es würden außerdem zahllose Stadtverkehrsunternehmen sich täglich versündigen, weil in ihren Straßenbahnen keine Tickets mehr beim Fahrer gekauft werden können.
(Gibt's das in Deutschland jetzt überhaupt noch: beim Straßenbahnfahrer Tickets kaufen?)
Was das VU allerdings nicht machen kann, ist Fahrscheine nur gegen unbare Zahlungsmittel anzubieten. Das verstößt gegen das Bundesbankgesetz, wonach Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist.
Mit Privatrecht o.dgl. hat das nichts zu tun. Linienverkehre sind nicht rivatrechtlich. Allein schon, dass eine Konzession erforderlich ist. Privatrecht ist allenfalls beim Taxi (und selbst dann nicht, da es eine Beförderungspflicht gibt) oder bei diesen anderen Fahrtenanbietern, die es da so gab und gibt.
Wen's interessiert: Zum Thema Bargeldausschluss bei öffentlich-rechtlicher Zahlungspflicht wird gerade am EuGH verhandelt.
Ticketerwerb nach der Fahrt
Bei uns in Schwaben (DING-Verbund) gab es das gleiche Problem: Im Bus kein Fahrscheinverkauf, an den Haltestellen meist keine Automaten. Die früher mögliche Zahlung im Bus per Chipkarte wurde zugunsten des Handytickets eingestellt. Ich habe zwar ein Handy, aber keine mobilen Datenflatrate, da ich unterwegs keinen Internetzugang benötige. Eine Einzelbuchung einer Tagesflat kostet mit 1.50€ fast genauso viel wie ein Fahrschein. Wie sollte ich mir dann den Bus nutzen. Auf Anfrage wurde gesagt, dass man in diesem Fall das Ticket auch nach Fahrtende kaufen könne. Wie das kontrolliert werden sollte, blieb unklar. Allerdings habe ich während dieser Zeit auch keine einzige Kontrolle erlebt.
In Wien halt nicht.
Wenn du in Wien den Bus nimmst, musst du schon vorher eine Fahrkarte haben, im Bus selbst und an den Bushaltestellen werden generell keine Fahrkarten verkauft.
Kann man dort denn wenigstens Einzelfahrscheine vorab auf Vorrat kaufen? In D geht das meist nicht, Einzeltickets werden nur für den sofortigen Fahrtantritt verkauft. Die früheren Stempelautomaten im Bus wurden abgeschafft.
Persönlich finde ich Smartcards mit Lesegerät im Bus am sinnvollsten, das Handyticket ist ein Rückschritt, weil man das Ticket vor Einstieg kaufen muss. Man kann also nicht spontan einen gerade ankommenden Bus nehmen. Bei langen Taktzeiten von 30 Minuten und mehr riskiert man zudem, das Ticket umsonst gekauft zu haben, wenn man den Bus verpasst hat.
Naumburg?
Moin.
(Gibt's das in Deutschland jetzt überhaupt noch: beim Straßenbahnfahrer Tickets kaufen?)
Naumburg?
Und hatte Braunschweig das nicht auch kürzlich wieder eingeführt?
Viele Grüße
Sören
GVH
Moin.
Kann man dort denn wenigstens Einzelfahrscheine vorab auf Vorrat kaufen? In D geht das meist nicht, Einzeltickets werden nur für den sofortigen Fahrtantritt verkauft.
Im Großraum-Verkehr Hannover gibt es noch Vorratskäufe, ggfs. nicht auf allen Vertriebswegen.
Viele Grüße
Sören
(der noch in paar Zweizonen-Sammelkarten liegen hat und eine Kurzstrecke)
Eingebaute Schikane. Höllentalbahn findet das gut.
das Handyticket ist ein Rückschritt, weil man das Ticket vor Einstieg kaufen muss. Man kann also nicht spontan einen gerade ankommenden Bus nehmen.
Genau.
Bei langen Taktzeiten von 30 Minuten und mehr riskiert man zudem, das Ticket umsonst gekauft zu haben, wenn man den Bus verpasst hat.
Genau.
Aber Höllentalbahn findet solche Schikanen gut. Weil der Barverkauf zu lange dauert...
Na ja, manche Menschen finden Intoleranz gegenüber bestimmten Menschen halt gut. Muss man halt mit klarkommen.
Naumburg?
Naumburg, Woltersdorf, Schöneiche...
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Weg mit dem 4744!
Naumburg?
Leipzig? Wenigstens gab es vor wenigen Jahren die Möglichkeit, wenn der Automat streikte, Kleingeld/Karte nicht vorhanden etc. wenn auch mit eingeschränktem Angebot, d.h. keine Kurzstrecke etc.
In Wien halt nicht.
Nebenbei total entzückt gewesen, als ich in Tschechien in den Bus einstieg und ein QR-Code-Scanner dort den Code meiner Handyfahrkarte scannen konnte.
Tschechische Busfahrer brauchen eben technische Hilfe. In Deutschland kann der Fahrer mit bloßem Auge den QR Code der Fahrkarte mit City Ticket scannen und erkennen, ob es gültig ist. Echt cool!
Busse mit Fahrschein Verkauf und Kontrolle in Tschechien sind ein Thema für sich... typisch für Prag ist das saubere Anstehen an der Haltestelle. Wer sich nicht daran hält, wird gelyncht. Krass der Gegensatz dazu in Südmähren,da stopft sich dte Menschentraube mit vollem Körpereinsatz beim Fahrer rein. Die richtige Taktik kenne ich nicht, so kann ich nix zum Sitzkomfort in den Bussen in Zlín sagen, weil ich immer der letze bin.
Strabaticketkauf: Blaschi 1986 in Bremen.
Huhu.
(Gibt's das in Deutschland jetzt überhaupt noch: beim Straßenbahnfahrer Tickets kaufen?)
1986. Erster Tag der Ausbildung. Übernachtung in einer Gastfamilie. Auftrag: mit der 6 Richtung Huchting zur Norderländer Str.
Blaschi geht zum Bahnhof und steigt in eine 6 ein, am Blechschild stand Huchting als Ziel. Beim Fahrer gab es nur den teuersten Fahrschein und den günstigsten. Also teuer bezahlt. Irgendwann war Endstation. Hä? Unten auf dem Schild mit dem Laufweg stand klein "und zurück". Und genau auf der Fahrt war die Bimmel. Ich war also in Riensberg.
Also wieder einsteigen und nochmal bezahlen. Die Bimmel wird rappelvoll. Die Ansage kam von einem Kassettenband. Ich höre Norderländer Str. Also raus. Die Bimmel fährt ab. Aber die Kreuzung sieht ganz anders aus als beschrieben. Also die Lage erkunden. Statt Norderländer Straße war ich Neuenlander Straße ausgestiegen. Zu früh. Also in die nächste Straßenbahn rein, wieder voll bezahlt. Und dann endlich richtig ausgestiegen.
War ich damals noch jung ...
Und der erste Tag im Leben, wo ich Kaffee trank. In rauen Mengen. Und mich wunderte, dass ich die ganze Nacht nicht schlief ...
Na ja, immerhin, damals hätte noch was aus mir werden können beruflich. Aber mittlerweile gibt's den damaligen Arbeitgeber auch nicht mehr.
Schöne Grüße von jörg
VBN dito ...
Huhu.
Da muss man die Schnipsel auch erst abstempeln.
Für die Fahrgäste DIE Einladung zur Gratisfahrt, weil die Entwerter STÄNDIG manipuliert werden.
Schöne Grüße von jörg
(OT) Fahrkartendirektkauf bei den LVB
(LVB = Leipziger Verkehrsbetriebe)
Leipzig? Wenigstens gab es vor wenigen Jahren die Möglichkeit, wenn der Automat streikte, Kleingeld/Karte nicht vorhanden etc. wenn auch mit eingeschränktem Angebot, d.h. keine Kurzstrecke etc.
Das sind schon sehr viele wenige Jahre her. Dass man beim Straßenbahnfahrer(!) Tickets kaufen konnte, war noch zu DM-Zeiten. Der Fahrer verkaufte genau 1 Fahrkartenart, nämlich die Einzelfahrkarte Gesamtnetz(?) Leipzig (Stadt und Außenbereich). Die Neue Messe war z.B. schon im Außenbereich.
Das alles hat sich im neu gegründeten Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) geändert. Die Neue Messe gehörte dann wie der Hauptbahnhof zur gleichen Tarifzone 110, die hier forumsläufig als City+-Zone bekannt ist.
Naumburg, Gotha !
Ja in Naumburg und auch in Gotha gibt es keine Automaten. Der Fahrkartenverkauf erfolgt durch die Fahrpersonale.
Bin erst vor ein paar Tagen in Naumburg mit der Bahn gefahren. Die Fahrerin fragt sogar jeden einsteigenden Fahrgast nach der Fahrkarte. Wer keine hat, muss bei ihr eine kaufen. Gibt auch keinen Drucker (Gotha hat aus Bussen bekannte Fahrscheindrucker) sondern die FK, sind durchnummeriert auf einem Block. Da der ganze Betrieb ja historisch angehaucht ist, passen die FK super als Andenken.
Grüße 611 040
Ticketerwerb nach der Fahrt
Was machen denn da Leute ohne Smartphone bzw welche die keine Handytickets kaufen möchten oder können ?
Ganz legal schwarzfahren ?
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Ticketerwerb nach der Fahrt
Höchstens grau, es gab ja keine Kaufmöglichkeit...
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Weg mit dem 4744!
Bitte zu Ende denken
Stellen wir uns einfach mal vor, dass man, warum auch immer, total übermüdet gegen Mitternacht in irgendeiner Stadt ankommt, gerade noch den letzten Bus/Zug schafft. Jetzt soll sich der werte Fahrgast aber nicht nur mit dem Tarifsystem vertraut machen, muss gute örtliche Kenntnisse haben und wissen, dass sein Ziel X Ortsteil von Y ist und ob die Fahrt über A oder B geht, nein, er muss auch noch wissen, wo er die Debitkarten erwerben kann und selbstverständlich hat man am Ende 20 oder mehr Karten, da sich dies Problem ja auch bei der Abreise wieder stellt …
Wenn man an eine Nichtakzeptanz von Bargeld denkt, sind Modelle wie Oyster oder OV schlicht untauglich, sofern man das nicht wenigstens deutschlandweit nutzen kann. Aber da auch Chipkarten nicht ewig halten (hier haben sie sogar eine Geltungsdauer von 2,5 Jahren), ist dem Seltenfahrer damit auch nicht geholfen (und dem hilft auch eine App nicht, denn weder hat jeder ein Smartphone noch möchte man für jeden Verbund eine App installieren, von weiteren Dingen ganz abgesehen).
ÖPNV ist eine Sache der Daseinsvorsorge und Grundversorgung - ergo muss es möglich sein, mit dem einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel, also Bargeld, einen Fahrschein zu erwerben, wahlweise an der Station oder eben im Fahrzeug.
Dann sollten wir über das niederländische Modell nachdenken?
Stellen wir uns einfach mal vor, dass man, warum auch immer, total übermüdet gegen Mitternacht in irgendeiner Stadt ankommt, gerade noch den letzten Bus/Zug schafft. Jetzt soll sich der werte Fahrgast aber nicht nur mit dem Tarifsystem vertraut machen, muss gute örtliche Kenntnisse haben und wissen, dass sein Ziel X Ortsteil von Y ist und ob die Fahrt über A oder B geht, nein, er muss auch noch wissen, wo er die Debitkarten erwerben kann und selbstverständlich hat man am Ende 20 oder mehr Karten, da sich dies Problem ja auch bei der Abreise wieder stellt …
Wenn man an eine Nichtakzeptanz von Bargeld denkt, sind Modelle wie Oyster oder OV schlicht untauglich, sofern man das nicht wenigstens deutschlandweit nutzen kann. Aber da auch Chipkarten nicht ewig halten (hier haben sie sogar eine Geltungsdauer von 2,5 Jahren), ist dem Seltenfahrer damit auch nicht geholfen (und dem hilft auch eine App nicht, denn weder hat jeder ein Smartphone noch möchte man für jeden Verbund eine App installieren, von weiteren Dingen ganz abgesehen).
ÖPNV ist eine Sache der Daseinsvorsorge und Grundversorgung - ergo muss es möglich sein, mit dem einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel, also Bargeld, einen Fahrschein zu erwerben, wahlweise an der Station oder eben im Fahrzeug.
Denn da gibt es die OV Chipkart. Sehr praktisch - gerade wieder in Den Haag erlebt und benutzt. Da gibt es für alle die Karte, es wird erfasst, wo man einsteigt und wo wieder ausgestiegen wird, und der Betrag wird automatisch vom Konto abgebucht. Für Wenigfahrer und Touristen gibt es online und im Fahrzeug selber, bzw am Bahnhof Automaten, wo man die Karten erweben kann.
Es gibt, eine Karte die über das Konto läuft und eine Karte, die man am Automaten mit Guthaben aufladen kann. Auch eine Lösung für Deutschland?
Ich jedenfalls finde die Lösung mehr als praktisch. Man muss nur gewillt sein, dass auf Ebene der Entscheidungsträger zu wollen und umzusetzen.
Gruß
Robert
Stimmt; "Wagen im schaffnerlosem Betrieb".
Ist der Fahrgast beim Betreten des Fahrzeugs nicht mit einem für diese Fahrt gültigen Fahrausweis versehen, hat er unverzüglich und unaufgefordert den erforderlichen Fahrausweis zu lösen
woraus ich folgere, dass ein Anspruch auf Erwerb eines Fahrausweises im Fahrzeug besteht.
Nein.Wenn das VU eigene Bestimmungen (Tarif- und Beförderungsbestimmungen) festgelegt und genehmigt bekommen hat, gelten zunächst diese Bestimmungen, z.B. dass der Fahrgast sich vorher an einem Automaten zu schaffen machen soll.
Das, was Du da gefunden hast, ist bloß die Rückfallebene. (Falls z.B. ein Nachbarschaftsverein einen Quartiersbus einrichten möchte.)
Es würden außerdem zahllose Stadtverkehrsunternehmen sich täglich versündigen, weil in ihren Straßenbahnen keine Tickets mehr beim Fahrer gekauft werden können.
Ergibt sich sogar aus der "Rückfallebene" direkt: Mir fiel auch noch ein, dass da ja der Passus steht
(6) Wagen oder Wagenteile im schaffnerlosen Betrieb dürfen nur von Fahrgästen mit hierfür gültigen Fahrausweisen benutzt werden.
Und wenn das ganze Fahrzeug dann ein "Wagen für schaffnerlosen Betrieb" ist, dann ist halt vorher Fahrausweis zu beschaffen.
Bargeld ist was von vorgestern ...
Hey.
Barzahlung in Bussen ist einfach eine extrem unnötige Zeitverschwendung
Nicht nur da. Ich bin seit Corona total begeistert, dass ich endlich auch beim Bäcker meine Brötchen unbar erwerben kann. Und auch sonst überall.
Jetzt muss man nur noch die Daten zusammenfügen. Wenn ich dem Doc vorjammere, wie schlecht es mir geht, schaut der eben digital meine Einkaufszettel durch. Zuviel Cola und Einkäufe rund um die Uhr = zuwenig Schlaf. Die passenden Pillen findet die EDV selbständig - das Rezept landet direkt online in der Apotheke. Und die Krankenkasse lehnt den Kurantrag schon ab, bevor ich den überhaupt gestellt habe.
Meine Bewegungsprofile landen nicht nur in der Google-Timeline oder wie die heißt, sondern automatisch auch beim Verfassungsschutz. Da haben die bei mir schön was zu tun - warum fährt der Typ jetzt von Freitagmittag bis Sonntagabend 7x von Osnabrück nach Wilhelmshaven?
Das schöne aber: je mehr die speichern und auswerten, umso eher und mehr vertüdeln die sich und bringen alles durcheinander und verlieren den Überblick. Dann werde ich ungefragt Testimonial für Coca-Cola und die Nordwestbahn (7x WHV ...). Und für die Krankenkasse, die sich rühmt, auch hoffnungslose Fälle wie mich zu versichern.
Und in der Bäckerei erkennt mich die Gesichtserkennung - so wird meine übliche Leckereientüte von ganz allein fertiggepackt. Also: rein - "Hallihallo'" - Karte hochhalten - Ware nehmen - "Tschüssi!". Was das an Zeit spart ...
Alles wird gut! Also: weg mit dem lästigen Bargeld.
Schöne Grüße von jörg
In Wien halt nicht.
Wenn du in Wien den Bus nimmst, musst du schon vorher eine Fahrkarte haben, im Bus selbst und an den Bushaltestellen werden generell keine Fahrkarten verkauft.
Kann man dort denn wenigstens Einzelfahrscheine vorab auf Vorrat kaufen?
Das geht, habe ich gemacht, bevor ich mein Semesterticket mir holte.
In D geht das meist nicht, Einzeltickets werden nur für den sofortigen Fahrtantritt verkauft. Die früheren Stempelautomaten im Bus wurden abgeschafft.
Ja, das ist halt etwas blöd.
Persönlich finde ich Smartcards mit Lesegerät im Bus am sinnvollsten, das Handyticket ist ein Rückschritt, weil man das Ticket vor Einstieg kaufen muss.
Das ist für mich jetzt gar kein Problem, ein Ticket kriege ich super schnell zustande, in ganz Österreich brauch ich ja dafür nur eine App.
Man kann also nicht spontan einen gerade ankommenden Bus nehmen. Bei langen Taktzeiten von 30 Minuten und mehr riskiert man zudem, das Ticket umsonst gekauft zu haben, wenn man den Bus verpasst hat.
Ich mach's halt so, dass ich mein Ticket kaufe, sobald ich abschätzen kann, ob ich meine Verbindung auch erwische. Wenn's sehr kurzfristig ist, kann ich mein Ticket ja in den ersten 3 Minuten noch stornieren, wenn am Ende es doch nicht klappt.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky