[6MGA] Teil 25: Winter in Graubünden [m103B] (Reiseberichte)

Math5D, Sonntag, 14.06.2020, 08:43 (vor 2105 Tagen)

In Teil 6 habe ich ja das erste Mal die Berninabahn behandelt. Jetzt möchte ich die nochmal im Winter fahren und hoffe natürlich auf viel Schnee. Ganz runter möchte ich es dieses Mal nicht durchziehen, da mir der knappe Anschluss in Tirano und die Gesamtdauer der Tour zu stressig sind. Das heißt, den Kreisviadukt kann ich nicht nochmal erreichen, und damit ist das letzte Highlight, bis zu dem es sich für mich lohnt, ein zweites Mal zu fahren, Alp Grüm.
Nach Zürich fahre ich wie immer mit S4 und IC1. Dort fährt der IC3 inzwischen von Gleis 9 ab und ist eine Doppeltraktion Twindexx - denke ich. Aber dann sehe ich, dass der vordere Teil aus Basel (der dann zum hinteren Teil würde) hier endet, und der andere Teil ist logischerweise mal wieder übervoll. Ich bekomme somit keinen Fensterplatz mehr, aber immerhin noch überhaupt einen Sitzplatz ganz vorne, von wo ich in Chur wieder direkt in die voraussichtlich zwischen Lok und Albula-Gliederzug eingereihten Wagen umsteigen möchte. In meinem Wagen müssen ca. 20 Leute auch stehen. In Sargans und Landquart steigen aber mehr als 20 aus, darunter auch die Leute auf meinem Vierer.

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1 Wie immmer gehe ich nach Landquart auf Toilette, um mich dann schon an die Tür zu stellen. Dort zeigt der Zug dieses Schienennetz, das ich etwas seltsam finde. Gut, das gesamte SBB-FV-Netz ist eingezeichnet, soweit so logisch. Aber die Auswahl der anderen Strecken erscheint mir fragwürdig. Vor allem sind internationale Verbindungen drauf, selbst wenn diese schmalspurig sind (Mont-Blanc-Express, Berninabahn). Der Detailgrad ist dafür sehr lobenswert, so ist bei St. Moritz sogar der Shortcut eingezeichnet, bei Olten ebenso, und sogar schon der Ceneri-Basistunnel.

Kurz vor Chur wird dann angezeigt, dass wir nicht auf Gleis 9 sondern 4 halten, was natürlich den bahnsteiggleichen Anschluss wegnimmt, weshalb ich zwei Wagen nach hinten gehe, um voraussichtlich bei der Treppe auszusteigen. Auch ändert sich die Ausstiegsseite von rechts nach links, was jedoch nicht durchgesagt wird, sodass die meisten Leute im Bahnhof erstmal komisch gucken. Auf Bahnsteig 9/10 angekommen folgt die nächte Überraschung: Die Extrawagen sind heute am Zugschluss und es sind ganze 4 Stück. Der erste ist 1. Klasse, im zweiten gehen die Fenster entweder gar nicht auf, oder so schwer, dass ich es nicht hinbekommen habe, also gehe ich in den dritten. Den behalte ich auch bis zum Ausstieg für mich alleine und kann mich voll austoben. Auch hier gehen die Fenster nur sehr schwer auf, aber es klappt immerhin überhaupt. Keine Ahnung, ob die RhB das im Winter manuell erschwert oder ob es nur durch die Kälte klemmt.

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2 Kurz nach Chur überholen wir diesen Güterzug mit Ge6/6 II.

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3 Drüben steht ein nettes Sammelsurium an Wagen.

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4 Vor Reichenau-Tamins sieht man schon die beiden Hinterrheinbrücken.

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5 Die coop-Lok scheint am Bahnhof ewig weit weg zu sein.

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6 Dann geht es über die neue Brücke, daneben die fertig renovierte alte.

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7 Hier trennen sich die Strecken.

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8 Vor der Rhäzünser Getränkefabrik kommt der Zug schön in die Sonne.

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9 Den Gegenzug in Thusis schiebt die Integral-Lok.

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10 Hinterrhein Richtung Viamala.

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11 Der Solisviadukt ist mit Zug drauf leider im Schatten,

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12 genau wie die benachbarte Brücke hier.

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13 Rückblick mit Spiegelung.

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14 Wenn der eine Baum hier nicht stünde, wäre es die perfekte Fotostelle.

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15 Auf dem Lehnenviadukt, den ich ja auch gerne als Generalprobenviadukt bezeichne, ist es besser.

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16 Landwasserviadukt nun auch endlich komplett störfrei drauf,

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17 da mache ich gleich zwei Bilder von.

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18 Der Gegenzug in Filisur kommt mit einer ganz seltenen Nicht-Werbe-Ge4/4 III daher.

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19 In Bergün steht vor dem Bahnmuseum Albula das Krokodil 407, das als Simulator dient.

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20 Dorf und Berge so halb in der Sonne.

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21 Rückblick,

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22 hier nochmal zwei Etagen weiter oben.

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23 Beim Überqueren des Albulaviadukts I sieht man die Strecke, die aus dem ersten Kehrtunnel dieses Abschnitts rauskommt.

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24 Gegenbild mit der Straße, die im Winter zur Schlittelbahn umfunktioniert wird. An dieser steht hier das Schneeschloss, in der es Getränke und Snacks gibt.

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25 Hier geht es über Viadukt II

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26 und nach einem weiteren Kehrtunnel über III.

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27 Hier wird die Strecke selbst gekreuzt mit Blick auf II.

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28 Auf der anderen Seite sieht man die Strecke oberhalb von IV, das selbst nicht zu sehen ist, da es etwas um die Ecke liegt.

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29 Gegenbild auf III.

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30 Nach dem letzten Kehrtunnel sieht man hinten im Schatten IV und unten die Stelle, an der Bild 29 aufgenommen wurde.

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31 Etwas weiter sieht man nochmal III.

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32 In Preda steigen nur etwa 10 Schlittler aus, dann geht es mal wieder in den Albulatunnel.

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33 In Bever sind hier ein paar Eisflächen präpariert, die sehr umweltfreundlich ohne Kühlung auskommen dürften.

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34 Die Kirche ist auch perfekt in der Sonne.

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35 Dann kommt die Strecke aus dem Engadin dazu.

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36 In Samedan steige ich um in den Zug nach Pontresina. Aus dem Wagen komme ich gerade raus

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37 und schaue nochmal zurück auf die Lok.

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38 In der Ausfahrt steht die Ge4/4 II mit Glacier-Werbung.

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39 Pontresina ist schnell erreicht.

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40 Links mein Zug von eben, rechts der nach St. Moritz.

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41 Dann kommt mein nächster Zug. Der ist zwar recht voll, aber in meinem Wagen herrscht zum Glück Konsens, dass die Fenster offen bleiben und wir zu beiden Seiten Fotos machen.

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42 Hier ist es so hell, dass ich im Zug die Sonnenbrille aufsetze.

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43 Montebello-Kehre

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44 und Morteratschgletscher mit Piz Morteratsch und Piz Bernina.

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45 Bernina Suot.

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46 Vorblick auf Lagalp,

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47 als wir bei der Diavolezza stehen, die heute nicht in Wolken verschwindet.

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48 Hier eine der beiden Brücken bis zum Pass.

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49 Vor uns der Allegra auf der letzten Steigung.

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50 Die Wasserscheide ist im Winter eher eine Schneescheide.

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51 Im Gegensatz zum Lej Nair macht der Lago Bianco auch seinem Namen alle Ehre.

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52 Hier endet der See schon,

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53 sodass man gut zurückschauen kann.

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54 Zoom auf die Ospizio.

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55 Vorbei an der Staumauer geht es nach Alp Grüm, wo ich aussteige.

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56 Eigentlich wollte ich hier essen und dann entspannt dieselbe Strecke zurückfahren, befinde dann aber, dass das eine Verschwendung des Wetters wäre.

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57 So mache ich noch ein paar Bilder, bevor der Gegenzug kommt. Hier auf die Kehre mit dem Poschiavo im Hintergrund

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58 und hier auf den Palügletscher, der selbst im Winter nicht besonders stark ist.

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59 Vor dem Restaurant liegt ein guter Meter Schnee, der natürlich auch durch das Räumen der Strecke in der Menge zustandekommt.

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60 Davor steht einer der ABe4/4 II, die nicht mehr im regulären Personenverkehr eingesetzt werden.

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61 Frontal passt die Alp nicht komplett auf ein Foto. Dann kommt der Gegenzug, in dem alle normalen Wagen reserviert sind. So setze ich mich in den Allegra und esse meine ursprünglich fürs Abendessen vorgesehenen Brote. Fotos kommen keine, denn die habe ich ja auf der Hintour alle erledigt.

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62 In Pontresina steht inzwischen der bekannte Capricorn. Der scheint aber nicht als Personenzug hergekommen zu sein, denn dann müsste er in seinem Umlauf ja auch wieder zurückfahren.

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63 Das macht aber dieser klassische Zug mit RhB-Club-Lok. Inzwischen steigen fast alle Leute aus, wohingegen ich bis St. Moritz fahre.

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64 Kurz vor Punt Muragl (Staz) überquert der Shortcut den Flaz.

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65 Dahinter geht auch die Standseilbahn hoch.

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66 Wir fahren noch ein Stück weiter am Fluss neben Fußgängern und Skifahrern und biegen dann ab.

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67 Vor Celerina geht es an San Gian vorbei, das schon das ein oder andere Gewitter abbekommen hat.

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68 Dann erreichen wir St. Moritz über die bekannte Brücke,

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69 die den Inn überquert.

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70 In der Abstellung steht hier leicht eingeschneit ein einzelner Wagen.

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71 Im Bahnhof ist hinten der Albula-IR zu sehen, davor steht mein nächstes Ziel bereit: Der Engadin-Star. Den hatte ich sowieso für die nächsten Tage geplant und kann ihn durch meine Änderung vorhin noch heute fahren. Die 36min Umstiegszeit nutze ich aber, um nochmal zum See zu gehen.

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72 Und mit zum meine ich auf den. Der ist nämlich auch gefroren, und zwar richtig dick. Das letzte Mal auf einem zugefrorenen See war ich glaube ich 2004 oder so, damals in Bayern. Hier der Blick Richtung Süden.

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73 Im Osten steht das Waldhaus am See.

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74 Im Westen sind Piz Albana und Piz Güglia zu sehen, davor die Seilbahn zum Piz Nair.

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75 Etwas weiter rum sieht man den auch sowie die Standseilbahn auf die Corviglia.

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76 Noch weiter rum steht unter dem Funkturm der Bahnhof.

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77 Noch ein Blick auf die Berge im Osten

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78 und die Anlagen, die hier für das Snow-Polo aufgebaut werden, das am kommenden Wochenende stattfindet.

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79 Dann fährt auch die Standseilbahn.

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80 Auf der Brücke der Berninabahn wird fleißig umrangiert.

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81 Es bleibt sogar noch Zeit für ein Bild des Bahnhofs.

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82 Dort steht der Albula-IR mit der schon in Bild 9 gesehenen Integral-Lok und einem Speisewagen dahinter.

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83 Am anderen Zugende ist ganz normal der Albula-Gliederzug.

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84 Hier geht die Berninabahn los

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85 und hier die Albulabahn. Dann steige ich in meinen Zug.

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86 Zunächst geht es vorbei an Celerina, davor die bekannte Bobbahn. Dann mache ich vom Engadin nicht mehr so viele Bilder, weil das im Winter gar nicht so anders aussieht als im Herbst.

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87 So erklärt sich dieser Sprung nach Zernez im Unterengadin.

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88 Ein Stück nach Susch sieht man dann links das Portal zum Shortcut in den Vereinatunnel, den ich nun zum ersten Mal fahre und damit streng genommen erst das Streckennetz der RhB vervollständige. In der Ostschweiz fehlt mir jetzt wirklich nur noch das in Teil 15 ausgelassene Stück nach Nesslau-Neu St. Johann.

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89 Hier noch von etwas näher dran.

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90 Durch den benachbarten Tunnel nach Sagliains kann man sogar durchgucken.

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91 Auf der anderen Seite des Vereinatunnels sitze ich dieses Mal richtig, um dessen Nordportal aufzunehmen.

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92 Davor steht gerade ein längerer Autoverlad-Zug.

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93 Nach bzw in dem Zugwaldtunnel kommt die Strecke aus Davos dazu (Gegenbild zu Teil 9 Bild 38.)

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94 In Klosters steht im Schatten der Stammnetzpendel von und nach Davos.

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95 Rückblick auf das Tunnelportal

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96 und etwas weiter auf Klosters.

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97 An der Seite liegt die Kehre nach Davos,

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98 hier nochmal rangezoomt. Leider ist der Pendel dort noch nicht angekommen.

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99 Vorbei geht es noch an der Sunnibergbrücke.

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100 In Landquart gehe ich direkt rüber zum SBB-Gleis, um wieder den IC3 zu nehmen, den der ICE4 fährt. Drüben bei der RhB kommt derweil der RE nach Scuol-Tarasp an, der wie in Teil 20 drei Postwagen zieht.

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101 Gegenüber leuchtet die Reklame des Outlet-Centers

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102 und dann fährt mein IC(E) ein. Da ich mein Abendessen ja schon zum Mittag gegessen habe, möchte ich eigentlich in den Speisewagen. Der ist aber außer Betrieb, weil - so die Ansage - aus Deutschland kein Personal mitgekommen sei. Nun gut, dann halt im IC5.

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103 Wie ich die Folge begonnen habe, beende ich sie auch: Mit einer Karte. Die zeigt noch dieselben Fehler wie beim letzten Mal.

Mein Anschluss-IC5 fällt in Zürich dann aus - so wird es wieder nichts mit dem Essen. Der IC1 fährt in dieser halben Stunde nicht und auf einen Umstieg in Bern habe ich keine Lust. Also fahre ich mit der S6 dem nachfolgenden IC5 bis Oerlikon entgegen, um mich dort direkt in den Speisewagen zu setzen. Das klappt dann immerhin und ich bekomme ungefähr in Aarau mein Essen. Als mich die Kellnerin später fragt, ob ich einen Nachtisch haben möchte, frage ich zurück, welchen sie denn empfiehle. Erst da erzählt sie, dass sie eigentlich gar kein Deutsch spricht und nur die üblichen gastronomischen Begriffe kennt - die aber völlig akzentfrei hochdeutsch! Jedenfalls wechseln wir auf Französisch und ich erfahre, dass es eh nur den Schokokuchen gibt, der zwar lecker ist, aber wirklich sehr süß. Eben eher was für Kinder.
Um 21:14 bin ich dann wieder zuhause und da ich nicht viel zu den bereits aus früheren Teilen bekannten Strecken geschrieben habe, passen alle 103 Bilder sogar locker in einen Beitrag. Nice!


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