NL: Provinzen fordern mehr Züge nach Deutschland. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 10.06.2020, 14:52 (vor 2105 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

es wird wohl nicht das erste Mal sein, dass ich das schreibe (und wohl auch nicht das letzte Mal), aber es gibt hier in NL mal wieder die Aufforderung, mehr Züge nach Deutschland anzubieten.

Auf dem Wunschpaket stehen z.B.:

+ Eindhoven-Düsseldorf (soll ab 2025 verkehren)
+ Zwolle-Münster

NS verkoopt naar Brussel elk jaar 800.000 kaartjes, naar Parijs 500.000 en naar Berlijn slechts 100.000.

Der Vergleich der alljährlichen Fahrkartenzahlen hinkt.

1. Brüssel ist etwas näher dran als Berlin.
2. Amsterdam-Paris und Amsterdam-Berlin sind etwa gleich weit, aber Amsterdam-Paris hat viele Schnellfahrabschnitte, Amsterdam-Berlin nur wenige.
3. Amsterdam und Rotterdam sind direkt mit Brüssel und Paris verbindbar; bei Berlin muss man wählen.

Concreet wordt er nu onderzocht of de intercity van Den Haag naar Eindhoven door kan rijden naar Heerlen en Aken.

IC Den Haag-Eindhoven verlängern nach Aachen bedeutet Einsatz von IC200 mit DE-Paket.
Eher schrieb ich schon dass es noch bis 2025 dauern wird, bevor die IC200+BE in betrieb gehen. Eine Unterbaureihe IC200+DE ist erst noch gar nicht in Gespräch. Da wird, schätze ich mal, bis 2030 nichts passieren.

In den Kommentaren ganz viele Wunschprojekte (mit auch mal wieder ein ICE International Amsterdam-Berlin via Dortmund und ab dort eine ununterbrochene Rennbahn nach Hannover) aber da wird auch nicht viel passieren, befürchte ich.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: Provinzen fordern mehr Züge nach Deutschland.

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 10.06.2020, 15:52 (vor 2105 Tagen) @ Oscar (NL)

Steht Nijmegen - Kleve (- Düsseldorf) in Sachen Reaktivierungsbemühungen immer noch komplett still oder könnte sich da bald was tun? Wird in den Verwaltungen darüber diskutiert?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Nijmegen-Kleve(-Düsseldorf)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 10.06.2020, 17:12 (vor 2105 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo Alibizugpaar,

Steht Nijmegen - Kleve (- Düsseldorf) in Sachen Reaktivierungsbemühungen immer noch komplett still oder könnte sich da bald was tun? Wird in den Verwaltungen darüber diskutiert?

Bei uns in NL ist es eher still. Es wird geredet über Elektrobusse aber nicht über eine Reaktivierung der alten Trasse.


gruß,

Oscar (NL).

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Nijmegen-Kleve(-Düsseldorf)

JanZ, HB, Mittwoch, 10.06.2020, 18:11 (vor 2105 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 10.06.2020, 18:11

Eine Bekannte, die in Groesbeek wohnt, postete neulich ein Foto vom Draisinenverkehr auf der Strecke. Ich antwortete, dass ich mir wieder reguläre Züge auf der Strecke wünsche. Dass sie mich daraufhin nicht gleich gelyncht hat, ist alles. Das Problem ist wohl, dass Groesbeek inzwischen sein Stadtzentrum sehr dicht an der Strecke gebaut hat, in der Erwartung, dass die nie reaktiviert wird. Ich gehe davon aus, dass das tatsächlich so bald nicht passiert. Allenfalls mit einer Umgehungsstrecke, die natürlich entsprechend teurer und aufwendiger wäre.

NL: Provinzen fordern mehr Züge nach Deutschland.

oska, Mittwoch, 10.06.2020, 16:51 (vor 2105 Tagen) @ Oscar (NL)

NS verkoopt naar Brussel elk jaar 800.000 kaartjes, naar Parijs 500.000 en naar Berlijn slechts 100.000.

Der Vergleich der alljährlichen Fahrkartenzahlen hinkt.

Interessant wären die Zahlen, wieviele Menschen die Strecken in der Luft oder auf der Straße bereisen. Damit ergäbe sich dann automatisch das Potenzial für den Bahnverkehr.

NL: NRW wichtiger/mehr Potential als Berlin?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 10.06.2020, 17:37 (vor 2105 Tagen) @ oska

Hallo oska,

NS verkoopt naar Brussel elk jaar 800.000 kaartjes, naar Parijs 500.000 en naar Berlijn slechts 100.000.

Der Vergleich der alljährlichen Fahrkartenzahlen hinkt.


Interessant wären die Zahlen, wieviele Menschen die Strecken in der Luft oder auf der Straße bereisen. Damit ergäbe sich dann automatisch das Potenzial für den Bahnverkehr.

Genaue Zahlen fehlen mir leider, aber das Angebot NL-Brüssel-Paris ist dann auch sehr gut. Thalys und eurostar zusammen annähernd Stundentakt, AmBrüx-IC Stundentakt (wenn er aus Den Haag kommt, verkehrt ein IC Amsterdam-Rotterdam mit Anschluss). So, wie ich es in einer der Kommentaren bei Treinreiziger auch für Amsterdam-Köln vorgeschlagen habe:

A1. 2h-Takt ICE International Amsterdam-Frankfurt (wie heute), 2-3 Zugpaare pro Tag nach München
A2. eine Stunde verschoben ICE International Amsterdam-Berlin via Duisburg und/oder Dortmund
B. 30 Minuten verschoben IC200 der NS, Amsterdam-Köln.

Klar ist das 4x soviel wie das heutige Angebot. Aber:

+ sah Deutschland-Takt nicht etwa IC(E)-Halbstundentakt auf Hauptachsen vor (also auch auf K-N-M und K-S-M)?
+ hier in NL gibt es schon dekadenlang Halbstundentakt

Dann ist es doch logisch dass man zwischen den beiden Netzen auch halbstündlich einigermassen dezent reisen kann?

Noch interessanter wäre die Anzahl verkaufter Fahrkarten zwischen NL und Rhein-Ruhr-Sieg.
Es würde mich nicht überraschen, wenn diese Zahl deutlich höher ist als die von NL-Berlin.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: NRW wichtiger/mehr Potential als Berlin?

oska, Mittwoch, 10.06.2020, 21:57 (vor 2105 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von oska, Mittwoch, 10.06.2020, 21:59

NS verkoopt naar Brussel elk jaar 800.000 kaartjes, naar Parijs 500.000 en naar Berlijn slechts 100.000.

Noch interessanter wäre die Anzahl verkaufter Fahrkarten zwischen NL und Rhein-Ruhr-Sieg.
Es würde mich nicht überraschen, wenn diese Zahl deutlich höher ist als die von NL-Berlin.

Mich auch nicht. Berlin hat für Deutschland nicht die gleiche Bedeutung, wie Paris für Frankreich oder wie Brüssel für Belgien oder die EU.

Durchs Brandenburger Tor kann man nur in Berlin laufen, doch wenn man das einmal getan hat, dann muss man es kein zweites Mal tun. Auch in Köln, Düsseldorf oder Hamburg kann man shoppen gehen oder den Tag anderweitig verbringen. Für das Meer, die Berge oder die schöne Natur im Allgemeinen, fällt mir Berlin auch nicht als erstes ein.

Es gibt viele Unternehmen in Berlin, doch noch viel mehr, die nicht in Berlin sind. Neben den o.g. Städten kommt hier vor allem noch Frankfurt im Finanzsektor dazu, München und Stuttgart, ...

Doch viel naheliegender (auch wörtlich) sind die Städte, in der Nähe der Niederlande. Für Pendler aus/nach NL hat Berlin wohl eine sehr geringe Bedeutung.

37.900 Personen, die in den NL leben, arbeiten außerhalb. Davon 17.900 in Belgien, 16.200 in Deutschland und 2.400 im UK.

39.500 Menschen wohnen in Deutschland und arbeiten in den NL. Damit sind die NL das zweitwichtigste Land nach Luxemburg (52.200) und vor Österreich (29.800) für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland, die in einem anderen Land arbeiten. (Siehe Kapitel 2.3 im folgenden Link)

https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-digital-publications/-/KS-04-19-470

NL: NRW wichtiger/mehr Potential als Berlin?

Power132, Mittwoch, 10.06.2020, 22:13 (vor 2105 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Power132, Mittwoch, 10.06.2020, 22:14

Hallo Oscar

aus meiner Sicht dürften die Tickets nach NRW einen größeren Anteil haben, als die nach Berlin. Das hängt schon damit zusammen, dass das Sauerland (Winterberg) quasi vor der Haustür liegt. Da kann man schnell eine Woche zum Skifahren kommen und ist in max vier Stunden in Winterberg. Da dürfte schon etliches über die Weihnachtstage/Jahreswechsel unterwegs sein. Zusätzlich zu den Autotouristen.
Was auch ein beliebtes Ziel ist, das Centro Oberhausen. Und von Arnhem/Nijmegen ist man dank des RE 19 flott dahin gefahrtn.
Nicht zu vergessen die Besuche auf den "Kerstmärkten", die bei den Niederländern ungebrochen beliebt sind.

Auch gibt es schon die angesprochenen Pendler zur Arbeit und die studentischen Pendler. Gerade in Enschede studieren außerordentlich viele Deutsche. Kenn ich auch aus dem privaten Umfeld.

Berlin ist zwar Touristenmagnet, hat für viel Westdeutsche die vor 1980 geboren sind eher den Charakter weit weg. Kennt man nur von den obligatorischen Klassen/Abschlußfahrten. Viele meiner Kollegen waren in ihrem Leben bisher nicht in Berlin, allein aus dem Grund, das es traditionell nicht "ihre Richtung" war.

Wer keinen persönlichen Bezug zu Berlin hat, fährt da denke ich nicht so oft hin...

Gruß
Robert

NL-DE, Sammelantwort.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 11.06.2020, 11:31 (vor 2104 Tagen) @ Oscar (NL)

Oscar (NL):

NS verkoopt naar Brussel elk jaar 800.000 kaartjes, naar Parijs 500.000 en naar Berlijn slechts 100.000.

Zuerst mal ein bisschen rechnen. Denn die Zahl 100.000 ist an sich beeindruckend, aber nicht mehr so wenn ich es relativ betrachte.
Das Jahr hat 365 oder 366 Tage. Ich rechne mit 4% Downtime wegen Baustellen und so -> 350 Betriebstage.
NS verkauft also 280 Fahrkarten NL-Berlin pro Tag. Hinzu kommen DB-Fahrkarten der umgekehrten Strecke. Sagen wir mal 1000 grenzüberschreitende Reisende pro Tag. Das muss über 7 Zugpaare verteilt werden, macht 143 Fahrgäste pro Zugpaar.

Anders gesagt: von aktuell 8 IC-Wagen (Bistro nicht mitgerechnet) sind auf dem grenzüberschreitenden Abschnitt etwa sechs leer.

(gut, der Zug hat dafür sowohl in DE als in NL viel nationale Bedeutung)

oska:

Doch viel naheliegender (auch wörtlich) sind die Städte, in der Nähe der Niederlande. Für Pendler aus/nach NL hat Berlin wohl eine sehr geringe Bedeutung.

37.900 Personen, die in den NL leben, arbeiten außerhalb. Davon 17.900 in Belgien, 16.200 in Deutschland und 2.400 im UK.

39.500 Menschen wohnen in Deutschland und arbeiten in den NL. Damit sind die NL das zweitwichtigste Land nach Luxemburg (52.200) und vor Österreich (29.800) für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland, die in einem anderen Land arbeiten. (Siehe Kapitel 2.3 im folgenden Link)

https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-digital-publications/-/KS-04-19-470

Es gibt grob gesagt, drei Verkehre:

a. der Fernverkehr, z.B. Urlaubsreisende Amsterdam-Berlin oder Amsterdam-München
b. der interregionale Verkehr (Randstad-NRW)
c. der Regioverkehr (Enschede-Münster, Venlo-Düsseldorf/Köln, Heerlen-Aachen)

a. und c. durften relativ gut da stehen, aber bei b. sehe ich noch Ausbaubedarf.
Während DB Fernverkehr a. versorgt und DB Regio und die Privaten c., sehe ich für b. eine Rolle für NS. So, wie NS sich um die ähnliche Relation Amsterdam-Brüssel bemüht.

Power132:

Was auch ein beliebtes Ziel ist, das Centro Oberhausen. Und von Arnhem/Nijmegen ist man dank des RE 19 flott dahin gefahren.
Nicht zu vergessen die Besuche auf den "Kerstmärkten", die bei den Niederländern ungebrochen beliebt sind.

Diese Weihnachtsmarktverkehre sind auch grossenteils in der Hand der Fernreisebusse. In Aachen habe ich recht viele Busse mit gelben Nummernschildern gespottet (und zwar solche mit dem Lenkrad links).
So ein Bus kann die Leute vor Ort abholen und liefert sie quasi vor dem Eingang ab.

Auch gibt es schon die angesprochenen Pendler zur Arbeit und die studentischen Pendler. Gerade in Enschede studieren außerordentlich viele Deutsche. Kenn ich auch aus dem privaten Umfeld.

Also Pendlerverkehr durfte eher eine Aufgabe für die Regionalen sein; eher nicht für IC(E).
Andererseits wäre so ein Produkt wie der "IC" bei uns nett. Bei uns wird ja auch viel zwischen Städten gependelt.
Münster-Enschede sind 68 km. Entspricht Deventer-Enschede. Der "IC" fährt die Strecke mit zwei Zwischenhalten.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Zwolle - Münster

Power132, Mittwoch, 10.06.2020, 18:29 (vor 2105 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Oscar

danke für die Infos.

Zu Zwolle - Münster. Klingt interessant. Man plant ja auch das Projekt SBahn Münsterland. Vielleicht gibt das ja einen Schub für die Umsetzung des Projektes und die Elektrifizierung Münster - Enschede. Dann müssen nur noch die Prellböcke an Gleis 4 in Eschede weg und vielleicht Gleis 5 wieder reaktiviert werden, dann könnte es was werden mit einer grenzüberschreitenden Verbindung Zwolle - Münster.

Und bei dem Thema (Träumerei sind ja erlaubt) tut sich da noch was anderes auf. Eine FV Verbindung Amsterdam - Enschede - Münster - Kassel - Leipzig. Aber mit den Deutschlandtaktplanungen 2030 wohl eher doch nur Wunschdenken

Gruß
Robert

NL: Zwolle - Münster.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 11.06.2020, 10:38 (vor 2104 Tagen) @ Power132

Hallo Power132,

Zu Zwolle - Münster. Klingt interessant.

Zur Zeit gibt es eine Dienstleistung Zwolle-Enschede von Keolis, mit Stadler FLIRT3 gefahren.
Zuerst nur als Regionalbahn, aktuell auch mal als "RE" mit weniger Halten.
Es gibt aber auch Ansätze, hier das Produkt "IC" anzubieten (Halte wären dann Zwolle, Almelo, Hengelo, Enschede). Grenzüberschreitend dann weiter nach Münster, mit Halt in Gronau wegen dem Umstieg nach Dortmund.
Das geht allerdings nur wenn die Strecke komplett doppelgleisig ist. S.i.w. ist Enschede-Münster eingleisig. Gibt es schon Vorhaben zur Erweiterung nach Doppelgleis?

Man plant ja auch das Projekt SBahn Münsterland. Vielleicht gibt das ja einen Schub für die Umsetzung des Projektes und die Elektrifizierung Münster - Enschede.

Elektrifizierung wäre nett, Doppelgleis wäre wichtiger. Man kann ggf. auch mit Wasserstoff oder Batterien fahren (soll rundum Groningen und Leeuwarden gemacht werden).

Dann müssen nur noch die Prellböcke an Gleis 4 in Enschede weg und vielleicht Gleis 5 wieder reaktiviert werden, dann könnte es was werden mit einer grenzüberschreitenden Verbindung Zwolle - Münster.

Eschede gibt's auch...:(

Die FLIRT3 brauchen DE-Paket und für eine "IC"-Verbindung wird man wohl etwas Besseres brauchen als ein FLIRT3.

Auch denkbar, wenn aber weniger wahrscheinlich: stündliche Verlängerung der in Enschede endenden "IC"s der NS nach Münster. Weniger wahrscheinlich, weil man dann für einen relativ kurzen Abschnitt Mehrsystemfahrzeuge benötigt. Zudem sind Dosto-IC200 nötig, damit in der Randstad ausreichend Kapazität da ist.

Und bei dem Thema (Träumerei sind ja erlaubt) tut sich da noch was anderes auf. Eine FV Verbindung Amsterdam - Enschede - Münster - Kassel - Leipzig. Aber mit den Deutschlandtaktplanungen 2030 wohl eher doch nur Wunschdenken.

Selber dachte ich an eine Rennbahn Enschede-Münster-Bielefeld, mit Anschluss an die immerhin schon geplante Rennbahn Bielefeld-Hannover. Und dann der Amsterdam-Berlin-Zug via Enschede führen. Umstieg nach hamburg in Münster (via Rollbahn) oder in Bielefeld (via noch zu bauen Rennbahn Bielefeld-Hamburg mit nordwestlichem Hannover-Bypass).

Dann ist es wahrscheinlicher, dass Bielefeld-Dortmund für 250-300 km/h ausgebaut wird; dazu noch Zevenaar-Arnhem-Utrecht für 200 km/h. Diese beiden Abschnitte durften schon wesentlich mehr Ausbaubedarf haben (Arnhem-Utrecht erst recht wegen geplantem 10-Minutentakt).
Der so fahrende ICE International Berlin-Dortmund-Amsterdam durfte schneller sein als der heutige IC via Hengelo. Letztere darf gerne bleiben; zwischen Amsterdam-Brüssel verkehren ja auch Thalys und IC parallel.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: Zwolle - Münster.

Power132, Donnerstag, 11.06.2020, 12:53 (vor 2104 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Oscar,

Enschede - Münster ist komplett eingleisig. Da aber nach dem Konzept SBahn Münsterland eine Verdichtung zu einen 30min Takt und einer schnellen RE Linie geplant ist, käme man um einen Ausbau auf 2 Gleise nicht umhin. Auch wenn davon nicht explizit die Rede ist.

Und man könnte einen Stadler Flirt IC fahren, wenn der entsprechend ausgestattet ist (NL und D Paket, mehrsystemfähig.) Die PKP haben den ED 160. Das Konzept könnte man auch auf andere Bahnen und ihre EVU übertragen.

Gruß
Robert

Nachtrag: Zukunftsvision öV in NL 2040.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 11.06.2020, 13:06 (vor 2104 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo ICE-Fans,

auf der Suche nach weiteren Infos stiess ich auf dieses PDF-Dokument.

Auf Seite 8 steht eine Grafik. Man unterscheidet auf internationale Ebene zwei Verfahren:
A. Schnell (rot)
B. Verbindung (grau)

In Kategorie A stehen zwei Verbindungen mit Deutschland:
1. Amsterdam-Frankfurt (ICE International, wie aktuell)
2. Amsterdam-Berlin (via Arnhem, nicht via Hengelo!)

Und in Kategorie B:
1. Hengelo-Hannover (Teilstrecke des aktuellen IC)
2. Groningen-Bremen-Hamburg (a.k.a. Wunderline)
3. Eindhoven-Düsseldorf (etwa "RE13 Plus")
4. Lüttich-Maastricht-Aachen (a.k.a. LIMAX)

Auf Seite 10 eine weitere Grafik, mit internationalen Hauptkorridoren.
Für NL-DE ist das also ausschliesslich Amsterdam - Rhein-Ruhr-Sieg. Die Schnellverbindung Amsterdam-Berlin ist via Oberhausen und Dortmund trassiert. Zwar ist die Strecke via Hengelo kürzer, dafür aber die Strecke via Dortmund wichtiger.

Was ich allerdings weniger verstehe, ist dass der aktuelle IC Berlin-Amsterdam auf Hannover-Enschede verkürzt und umgeleitet wird. Auslassung Berlin-Hannover kann ich noch verstehen, aber die Abbiegung ab Hengelo nach Enschede weniger. Die Nachfrage für Enschede durfte eher aus Münster kommen als aus Osnabrück.

Hamburg-Bremen-Groningen ist also auch vorgesehen. Interessant wäre eine IC-Verbindung Berlin-Hannover-Bremen-Groningen, wobei in Hannover Anschluss nach Enschede besteht.
Weiterführung der Strecke ab Groningen nach Amsterdam ist nicht vorgesehen (auch nicht via ggf. NBS Groningen-Lelystad a.k.a. Zuiderzeelinie).

Bei Den Haag-Düsseldorf ist man angeblich noch nicht sicher:

+ IC200 Den Haag-Eindhoven-Düsseldorf
+ RE13 Plus Eindhoven-Düsseldorf
+ RE13 Venlo-Hamm (wie jetzt)

Auf Seite 12 die Cargos.
Die Betuweroute wird die Cargo-Hauptachse. Tata Steel ist dank Nordostspange Meteren schon via Betuweroute erreichbar; es fehlt allerdings noch eine Südwestspange. Damit brauchen Güterzüge für Deutschland nicht mehr via Breda und Tilburg zu fahren, und kann das "IC"-Angebot auf Eindhoven-Rotterdam auf 15-Minutentakt verdichtet werden.

Ein Ausbau Zutphen-Hengelo ist nicht vorgesehen. Cargos aus Arnhem müssen also nach wie vor in Deventer Fahrtrichtung wechseln (die Spange bei Colmschate, östlich von Deventer, wurde abgelehnt).


gruß,

Oscar (NL).

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