[6MGA] Teil 24: Mürren, Aareschlucht und der Giruno [m109B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 06.06.2020, 12:26 (vor 2117 Tagen)

In Teil 17 hatte ich einen kleinen Teil des im Winter befahrbaren Berner Oberlands ausgelassen: Mürren. Falls ihr euch weder im Berner Oberland auskennt, noch Teil 17 gelesen habt, empfehle ich zum besseren Verständnis des Anfangs dieser Folge, das nachzuholen. Der lohnt sich auch sowieso von allen am meisten. Mürren hole ich nun heute nach und nehme wie immer davor und danach noch ein paar schöne Strecken mit. Genau wie bei letzten Mal geht es erstmal nach Interlaken, wobei der EC wieder 5min zu spät ist.

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1 Am Thunersee entlang Rückblick in Richtung Spiez.

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2 Interlaken liegt noch komplett im Schatten.

Von dort aus muss man nach Mürren ja erstmal wieder mit der BOB nach Lauterbrunnen fahren. Ich habe aber etwas anderes vor. Da das Ende meiner Zeit in der Schweiz abzusehen ist, kann ich auch gut einschätzen, wie viel Geld ich noch ausgeben kann, und dabei sind recht genau die 27,50CHF für eine komplette Fahrt mit der WAB übrig. Dieses Mal kaufe ich mein Ticket am Automaten und zwar möglichst schnell, um den Zug sofort zu bekommen. Das klappt auch so gerade und ich steige wie gewünscht in den Zugteil nach Grindelwald.

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3 In Zweilütschinen zweigen wir ab.

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4 Hier geht es über die schwarze Lütschine und danach beginnt der erste Zahnradabschnitt.

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5 Schon früh kann man hier den Eiger sehen. Dann halten wir im neuen Bahnhof Grindelwald Terminal, wo tatsächlich einige Leute schon aussteigen.

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6 Schließlich erreichen wir Grindelwald, wo ich eine halbe Stunde Fotopause eingeplant habe. Als erstes treten natürlich die Pfeiler des Eiger-Expresses hervor.

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7 Hier BOB und WAB nebeneinander. Die fährt diesen Umlauf wie bei meiner Talfahrt letztes Mal mit zwei BDhe4/8,

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8 aber zusätzlich dem passenden Steuerwagen Bt 252, der wie behauptet noch nicht umgebaut ist.

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9 Dann fahren beide Bahnen ab.

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10 Die WAB gibt einen ganz alten BDhe4/4 frei.

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11 Außerhalb der normalen Trassen kommt gegenüber noch ein Güterzug runter und bringt den Fahrplan (für schweizer Verhältnisse) komplett durcheinander. Ab jetzt haben nämlich alle folgenden Züge mindestens 5min Verspätung.

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12 So auch der Zug aus Bild 7, der jetzt erst von Grund aus hochfährt.

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13 Hier einmal der Überblick über die gesamte sichtbare Strecke, die etwa bis zur ersten Ausweiche reicht. Unterhalb derer kommt inzwischen ein einzelner Pano runter, der gleich mein Zug werden wird. Ich hoffe, dass der in Grund noch verstärkt wird, denn so wäre die Kapazität schon sehr mau.

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14 Vor ihm fährt auch ein Güterzug runter.

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15 In der Kurve sieht man, dass es sich um den Pano 143 handelt, der für 125 Jahre WAB wirbt.

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16 Hier noch ein letzter Blick auf diese Seite des Eigers.

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17 Drüben geht die neue Gondelbahn auf den Männlichen hoch, der gerade in die Sonne kommt.

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18 Dann kommt pünktlich die nächste BOB und füllt den Bahnsteig komplett.

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19 Schließlich kommt aus Grund immernoch der einzelne Pano - nicht deren Ernst. Dann habe ich aber Glück im Unglück. Der Pano wird nämlich sofort übervoll, aber der vorderste Hochflurteil bleibt für eine Gruppe abgesperrt. Da ich keine Gruppe gesehen habe, stelle ich mich davor und spekuliere zurecht darauf, dass die Absperrung noch von einer vorherigen Fahrt stammt. So wird der Teil bald von der Schaffnerin freigegeben und ich bekomme nach einigen Metern einen perfekten Platz auf der linken Seite.

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20 Als wir in Grund ankommen, fährt vor uns ein Güterzug hoch. Dem schließt sich noch so ein Triebwagen an, der sogar mit Leuten gefüllt ist. So steigt hier immerhin keiner mehr dazu, was den einzelnen Pano zumindest etwas relativiert.

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21 Hier unten stehen auch noch jede Menge BDhe4/4 rum.

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22 Jetzt fahren wir auch hoch und es ergibt sich das Gegenbild zu 14.

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23 Die Berge hinter Grindelwald sind inzwischen ganz in der Sonne.

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24 Der Gegenzug ist genau so eine Garnitur wie in Bild 7 - das hier muss also, auch wenn keine Nummer dransteht, der Bt 251 sein. Aber eventuell ist es auch einer der älteren Bt, die eigentlich für die modernisierten BDhe4/4 gemacht sind (dazu später mehr).

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25 Hier sieht man vor uns den Personenzug aus Grund

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26 und hier mal den eigenen Zug.

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27 Die kleine Scheidegg kommt in Sicht.

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28 Die letzte Zugbegegnung findet irgendwo in dieser Galerie-Tunnel-Mischung statt.

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29 Oberhalb dessen kommt nur der Nach-Güterzug entgegen.

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30 Hier nochmal unsere beiden Vorzüge (der Güterzug ist genau an der Ecke).

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31 Das Wetterhorn

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32 und der Eiger.

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33 Oben steht schon der Zug nach Lauterbrunnen bereit, aber diesen einen Umstieg kann ich mal entspannt angehen. Da werden gleich nicht viele Leute mit runterfahren.

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34 Noch ein Gruppenfoto unseres Zugverbands aus Grindelwald.

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35 Der Tunnel Kleine Scheidegg ist geöffnet, aber es wird nichts rangiert.

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36 Ja, da habe ich den Pano für mich alleine. Bzw zu zweit mit dem Schaffner, der mich genau in dem Moment kontrollieren muss, als wir parallel zur JB ausfahren. Glücklicherweise habe ich davon schon gute Fotos, sonst hätte ich die Kontrolle wohl auch versucht, zu verschieben. Auch guckt er mich sehr seltsam an, als er mein Ticket von Grindelwald nach Wengen über die kleine Scheidegg sieht.

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37 Hier ist die JB schon um die Ecke.

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38 Auch die Skifahrer müssen die Bahn überqueren.

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39 Gegenüber ist bereits Mürren zu erkennen.

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40 Da kommt einer der bei Bild 24 angesprochenen älteren Steuerwagen hoch,

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41 der von einem der modernisierten BDhe4/4 geschoben wird. Das war aber auch nur ein Leerzug;

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42 der Personenzug folgt hier.

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43 Gegenüber ist wieder das Schilthorn links zu sehen, rechts das Bietenhorn.

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44 Vorne steht der nächste Gegenzug in Wengen.

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45 Auch auf dieser Ortsseite gibt es ein Willkommensschild.

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46 Wenn es nach mir ginge, sollte man das Haus, was hier den Schatten liefert, abreißen ;)

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47 Unseren BDt sieht man aber schön.

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48 Gegenbild zu 44 mit demselben Zug drauf.

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49 Und wieder raus aus Wengen, hier ohne störendes Haus.

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50 Im leeren Zug kann ich hier natürlich leicht die Seite wechseln

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51 und dann sind wir schon fast in Lauterbrunnen.

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52 Da ist der Ort, an dessen rechtem Ende man schon die Seilbahn sieht, die ich gleich nehmen werde.

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53 Dort ist auch der "Ausgang" aus dem Lauterbrunnental.

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54 Direkt vorm Endbahnhof ist der Zug nochmal schön in der Sonne.

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55 Auf der anderen Seite steht hier eine etwas ältere He2/2, wie sie bei der SPB noch eingesetzt werden.

Im nächsten Beitrag geht es weiter!

[6MGA] Teil 24: Mürren, Aareschlucht und der Giruno [m109B]

Math5D, Samstag, 06.06.2020, 12:26 (vor 2117 Tagen) @ Math5D

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56 Kurz nach uns kommt auch die BOB hoch, dann gehe ich rüber zur Seilbahn. In die passen 100 Personen rein, die wir auch etwa füllen, und unten drunter werden ein paar Güter eingeladen. Als Besonderheit pendeln hier nicht zwei Kabinen hin und her, die sich in der Mitte begegnen, sondern nur eine.

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57 Somit sind sowohl die Station als auch die Pfeiler asymmetrisch. Früher fuhr hier eine Standseilbahn, die 2006 stillgelegt wurde, weil der Hang sich im Laufe der Zeit zu viel bewegt hat.

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58 Unten fährt mein Zug der WAB wieder hoch. Hinter ihm erkennt man gut die Schneise der alten Strecke,

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59 die hier in Wengen wieder auf die neue trifft.

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60 Von hier hat man den perfekten Blick auf das Dreigestirn, das im Gegensatz zu von der kleinen Scheidegg aus mit meinem Weitwinkel auf ein einziges Bild passt.

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61 Inzwischen erreicht die WAB Wengen und wir steigen auf der Grütschalp von der Seilbahn in die Meterspurbahn nach Mürren, die nur leicht bergauf führt.

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62 Hier ist deren Ausweiche bei Winteregg.

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63 Mit solchen Triebwagen wird die Bahn derzeit noch gefahren, die Beschaffung neuer Züge läuft aber.

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64 In der Station steht auch dieser Größenvergleich der Orte im Berner Oberland im Maßstab 1:1000. Ab jetzt geht es zu Fuß in den Ort, und zwar immer der Nase nach. Auf eine Karte habe ich vorher nicht geschaut, muss man aber auch nicht.

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65 Das Dreigestirn ist schon etwas schräg von hier.

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66 Von Mürren führt diese Standseilbahn auf den Allmendhubel, die jedoch nicht im GA enthalten ist.

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67 Mittlerweile verdeckt die ganz schön korpulente Jungfrau den Mönch und der Eiger sieht von hier besonders steil aus. Auf der anderen Seite des Orts befindet sich dann die Station der Schilthornbahn. Die geht in vier Sektionen von Stechelberg über Gimmelwald, Mürren und Birg nach oben. Die unteren beiden sind dabei im GA enthalten, die oberen würden fast so viel wie die JB kosten.

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68 Neben der 2. Sektion, die ich als erstes runter fahre, geht rechts raus die direkte Bahn nach Stechelberg, die normalerweise zum Gütertransport verwendet wird. Nur während der Revision der normalen Bahn dürfen auch Personen mitfahren.

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69 Kabinenwechsel in Gimmelwald.

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70 Von hier geht es an der senkrechten Wand entlang zur Talstation.

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71 Neben der steht auch die Talstation der Transportbahn. Das gesamte Dreieck wird auch mit Bahnen betrieben, die nur je eine Gondel haben.

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72 Die Transportbahn geht hier über den Felsen.

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73 Zurück nach Lauterbrunnen geht es mit dem Bus. Die angeschlagenen Trümmelbachfälle, die im Berg herunterfließen, sind im Winter allerdings nicht erreichbar.

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74 Der Staubbachfall liegt gegenüber und ist immer sichtbar. Das Wasser gefriert dabei im Fall und kommt als Schnee unten an.

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75 Wieder in Lauterbrunnen mache ich mein letztes Foto von der WAB.

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76 Da kommt meine BOB hoch, die in dieser Richtung immernoch recht leer ist.

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77 Nebenan steht noch eine He2/2.

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78 Entlang der weissen Lütschine geht es nun abwärts.

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79 Von hier ist die Schynige Platte zu erkennen.

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80 Überquerung des Flusses kurz vor Zweilütschinen.

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81 Da koppeln wir wieder an den Zug aus Grindelwald an.

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82 Drüben steht noch eine ältere Garnitur.

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83 Schnelle Zugbegegnung

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84 von beiden Seiten.

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85 In Wilderswil verläuft das normalerweise nicht verwendete Gleis 1 über den Bahnsteig von 2.

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86 Berge in Richtung Brienz.

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87 Ganz vorne haben wir dieses Mal einen älteren ABt-Steuerwagen.

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88 Und schon erreichen wir Interlaken

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89 auf dem üblichen Gleis.

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90 Nebenan stehen ein IC-Erstatzzug der BLS und ein Fink als Regionalzug nach Meiringen, der seinen Zahnradantrieb auf dem Stück gar nicht braucht. Den nehme ich jetzt auch, um von dort nach Innertkirchen zu fahren. Die Meiringen-Innertkirchen-Bahn (MIB) fährt allerdings auch gut unregelmäßig und so habe ich noch eine halbe Stunde Puffer.

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91 Die nutze ich in Brienz für dieses Foto nach Osten,

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92 das nach Norden mit der Talstation der BRB

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93 und das nach Westen in Richtung Interlaken.

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94 Schließlich fahre ich mit dem IR nach Meiringen weiter, in dem mal wieder ein Teil des Adlers auch durch einen Fink ersetzt ist.

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95 Neben den Zügen steht hier ein kleiner Traktor.

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96 Von dieser Seite sieht man deutlich den Fink-Triebkopf in der Zugmitte.

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97 Die MIB fährt auf ihrem Stück mit diesem GTW hin und her. Das einzig Spektakuläre an dem Streckenstück ist der Tunnel durch die Aareschlucht. Einer der Daseinsgründe für die Bahn ist die Kraftwerke Oberhasli AG, auf deren Gelände sie auch endet.

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98 Ein paar hübsche Felsen sind auch zu sehen.

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99 Hier wird mit Sherlock Holmes geworben, der (Achtung, Spoiler!) in der Gegend gestorben ist - oder auch nicht.

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100 Zurück in Meiringen habe ich nun 30min Wartezeit auf den nächsten IR nach Luzern; in der Zwischenzeit fährt der Gegenzug durch.

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101 Dann geht's weiter in Richtung Lungerersee

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102 und Giswileraa, die in den Sarnersee fließt. Den Teil habe ich ja bereits in Part 5 behandelt.

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103 Klassisches Bild vom Pilatus, auf dem wohl auch eine steife Brise weht.

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104 Luzern erreichen wir neben dem Zug aus Engelberg.

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105 Eigentlich wollte ich von hier den IR15 nach Lausanne nehmen. Als ich den erreiche, sind die Dostos schon komplett voll, weshalb ich mich in einen der vorangestellten Einheitswagen setze. 5min nach der planmäßigen Abfahrtszeit werden wir aber aus denen verscheucht, weil es wohl technische Probleme gibt. Da ich keine Lust auf die übervollen Wagen habe, beschließe ich noch eine kleine Planänderung. Hier fährt der IR15 dann mit etwa +15 ab, seltsamerweise mit zwei Loks. Das habe ich bisher wenn überhaupt beim IR15 nur als Sandwich gesehen. Die Wagen mit Störung sind auch noch dran, obwohl zwischendurch eine Rangierlok an die rangefahren war, aber dann wieder wegfuhr.

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106 Ich gehe derweil nochmal rüber zur Kapellbrücke, die hier mit der Rigi im Hintergrund steht.

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107 Vom anderen Ufer befindet sich der Pilatus dahinter.

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108 Zwischendurch fährt hier noch ein VAE ab, dann kommt mein IC21, den ich nun bis Olten nehme. Und zwar habe ich das gemacht, weil er mit einem Giruno gefahren wird, den ich bisher noch nie erwischt habe. Von außen sieht der ja ganz schnittig aus. Ich bin dann aber aus drei Gründen enttäuscht.
1. Er sieht von innen genau so aus wie ein FLIRT und fährt sich auch so. Die Sitze kommen mir kein bisschen gemütlich vor (für NV wären sie ok, aber halt nicht für FV) und der Fahrgastraum mit seinen ständigen Wechseln zwischen Hoch- und Niederflur sieht auch einfach nicht nach einem Schnellzug aus.
2. Die Türen machen einen Höllenlärm und jaulen, solange man sie öffnen kann, pausenlos. Beim Schließen piepsen sie zusätzlich.
3. In einem Zugteil bestehend aus 11 Wagen sind 11 WCs verbaut: 3 normale, 3 normale nur für Frauen, 3 Pissoirs nur für Männer (wieso bekommen wir keine normalen alleine? (Ich halte die Geschlechtertrennung bei Zugklos allerdings für kompletten Quatsch)) und 2 für Behinderte. Alle sind in meinem Zugteil, der ja noch nicht so alt sein kann, kaputt. Manche haben auch ein entsprechendes Schild, manche gehen einfach nicht auf. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob man sie mit dem Knopf neben der Tür oder mit dem Türgriff öffnen soll - Letzterer leuchtet beim Berühren schick auf, was auch immer das bringen soll, Ersterer gibt ein unfassbar lautes Piepsen von sich, und sonst passiert nichts. Und das in jedem Bereich dreimal, denn ich musste nunmal auf Toilette und wollte deshalb alle (zur Not auch die Damentoiletten) ausprobieren. So habe ich mich wohl bei allen anderen Fahrgästen unbeliebt gemacht, war aber damit immerhin nicht alleine. Nachdem ich einmal durch war, kam mir auf dem Rückweg zu meinem Platz eine Frau mit demselben Problem entgegen, die ich über den Zustand der restlichen WCs aufklärte und wir haben uns kurz gemeinsam darüber aufgeregt.

Um 18:28 erreichen wir dann Olten, wo ich mich wundere, dass der IC5 nach Genf (Abfahrt :40) nicht nur schon da steht, sondern auch fast komplett leer ist, worüber ich mich natürlich freue.

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109 Das war der Grund dafür: Eine Sperrung auf der Strecke Zürich-Aarau. Der IC1 umfährt diese über Brugg wie auch der IC8, der aber zusätzlich in Olten hält und dadurch Anschlüsse herstellt. IR17 und IC5 wenden in Olten.

Nach meiner Rückfahrt hat dieser Bericht nun 21692 Zeichen und passt damit gerade so nicht in einen Beitrag - kann man nichts machen. Auch Teil 31 wird zweigeteilt daherkommen, alle anderen sind ab jetzt kompakter.

Danke und etwas zum Giruno

462 001, Taunus, Samstag, 06.06.2020, 14:18 (vor 2117 Tagen) @ Math5D

Hej,

danke, das waren wieder sehr schöne Bilder/Eindrücke:))

Den Giruno konnte ich am 18.01.2020 auch mal testen(Bei DSO gibt es auch Bilder: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?106,9189498). So richtig Freund wird er glaube ich nicht, ist aber beim Twindexx genauso, der punktet aber noch, da er ein Doppelstockzug ist;)

108 Zwischendurch fährt hier noch ein VAE ab, dann kommt mein IC21, den ich nun bis Olten nehme. Und zwar habe ich das gemacht, weil er mit einem Giruno gefahren wird, den ich bisher noch nie erwischt habe. Von außen sieht der ja ganz schnittig aus. Ich bin dann aber aus drei Gründen enttäuscht.
1. Er sieht von innen genau so aus wie ein FLIRT und fährt sich auch so. Die Sitze kommen mir kein bisschen gemütlich vor (für NV wären sie ok, aber halt nicht für FV) und der Fahrgastraum mit seinen ständigen Wechseln zwischen Hoch- und Niederflur sieht auch einfach nicht nach einem Schnellzug aus.

Ich empfand die Sitze(auch schon bei der Innotrans 2016) als zu hart und ähnlich wie du, eher für den NV geeignet.

2. Die Türen machen einen Höllenlärm und jaulen, solange man sie öffnen kann, pausenlos. Beim Schließen piepsen sie zusätzlich.

Das haben moderne Züge/Türen leider an sich, überall viel zu lautes gepiepse...

3. In einem Zugteil bestehend aus 11 Wagen sind 11 WCs verbaut: 3 normale, 3 normale nur für Frauen, 3 Pissoirs nur für Männer (wieso bekommen wir keine normalen alleine? (Ich halte die Geschlechtertrennung bei Zugklos allerdings für kompletten Quatsch)) und 2 für Behinderte. Alle sind in meinem Zugteil, der ja noch nicht so alt sein kann, kaputt. Manche haben auch ein entsprechendes Schild, manche gehen einfach nicht auf. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob man sie mit dem Knopf neben der Tür oder mit dem Türgriff öffnen soll - Letzterer leuchtet beim Berühren schick auf, was auch immer das bringen soll, Ersterer gibt ein unfassbar lautes Piepsen von sich, und sonst passiert nichts. Und das in jedem Bereich dreimal, denn ich musste nunmal auf Toilette und wollte deshalb alle (zur Not auch die Damentoiletten) ausprobieren. So habe ich mich wohl bei allen anderen Fahrgästen unbeliebt gemacht, war aber damit immerhin nicht alleine. Nachdem ich einmal durch war, kam mir auf dem Rückweg zu meinem Platz eine Frau mit demselben Problem entgegen, die ich über den Zustand der restlichen WCs aufklärte und wir haben uns kurz gemeinsam darüber aufgeregt.

Getrenne WCs finde ich auch blöd, da hat die DB es gut gemacht und beim Kauf der Westbahn KISS diese in normale WCs umgezeichnet.

Um 18:28 erreichen wir dann Olten, wo ich mich wundere, dass der IC5 nach Genf (Abfahrt :40) nicht nur schon da steht, sondern auch fast komplett leer ist, worüber ich mich natürlich freue.

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109 Das war der Grund dafür: Eine Sperrung auf der Strecke Zürich-Aarau. Der IC1 umfährt diese über Brugg wie auch der IC8, der aber zusätzlich in Olten hält und dadurch Anschlüsse herstellt. IR17 und IC5 wenden in Olten.

Eine Störung in der Schweiz? Klingt nach "Fake News"...

(Und ja, ich hab dort auch schon die ein oder andere Großstörung erlebt)


Gruß aus dem verregneten Taunus

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Gründe für Störungen

Math5D, Samstag, 06.06.2020, 16:17 (vor 2117 Tagen) @ 462 001

Eine Störung in der Schweiz? Klingt nach "Fake News"...

Definitiv! Wobei ich mich in dem Fall wirklich wundere, was da passiert ist, denn nach zwei Stunden oder so ging es schon wieder normal weiter. In der Zeit wäre wohl kaum ein ernsthafter Gleisschaden behoben (und falls es wirklich ein Gleisschaden war, muss der ja immerhin so ernsthaft gewesen sein, dass er 4 Gleise lahmgelegt hat).
Die Standardvermutung wäre natürlich, dass die SBB mit dieser Grundangabe einen Selbstmord verschleiern wollen - dagegen hilft das perfekteste Bahnsystem nicht. Aber dafür habe ich an anderen Tagen andere Gründe in der App gesehen. Vielleicht sind die SBB dabei also nicht immer konsistent?

[6MGA] Teil 24: Mürren, Aareschlucht und der Giruno [m109B]

GibmirZucker, Samstag, 06.06.2020, 14:44 (vor 2117 Tagen) @ Math5D

Eindrücklich ist die Konstruktion in Gimmelwald, wo das Zugseil umgelenkt wird... eigentlich eine halbe Pendelbahn. Und auch ein Beweis mit welcher filigranen Konstruktion schwieriges Gelände bezwungen wird. Ein Paradebeispiel, weshalb in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum noch Zahnradbahnen gebaut worden sind... In fünf Minuten 600 Meter hohe Unterschied über 1-2 Stützen ist konkurrenzlos. Leider für den Schienenfan.

[6MGA] Teil 24: Mürren, Aareschlucht und der Giruno [m109B]

Math5D, Samstag, 06.06.2020, 16:19 (vor 2117 Tagen) @ GibmirZucker

Eindrücklich ist die Konstruktion in Gimmelwald, wo das Zugseil umgelenkt wird... eigentlich eine halbe Pendelbahn. Und auch ein Beweis mit welcher filigranen Konstruktion schwieriges Gelände bezwungen wird.

Ist das also tatsächlich so. Das hatte ich mal irgendwo aufgeschnappt, aber dann neulich keine verlässliche Quelle mehr dafür gefunden und es deswegen aus meinem Text gestrichen :)

Aareschlucht

Power132, Samstag, 06.06.2020, 16:33 (vor 2117 Tagen) @ Math5D

loht auch einen Besuch. Von Meiringen bis zum Tunnelausstieg Aareschlucht Ost und da kann man dann direkt zwischen den Felswänden an der Aare bis nach Meiringen zurückwandern.

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