[6MGA] Teil 16: Wieder im Jura [m38B] (Reiseberichte)

Math5D, Montag, 27.04.2020, 12:16 (vor 2154 Tagen)

Wie in Teil 12 geht's heute in den Jura. Dabei möchte ich natürlich vor allem die mir bisher unbekannten Strecken fahren. Zwei Probleme stellen sich jedoch schnell heraus: 1. Der Zug nach Les Ponts-de-Martel fährt genauso unregelmäßig wie der nach Les Brenets und egal, wie ich nach La Chaux-de-Fonds fahre, hat der irgendwie immer Mittagspause, und 2. die idealen Anschlüsse zwischen Tavannes und Moutier fahren nur unter der Woche, nicht aber am Samstag.
Das erste Problem löse ich durch eine künstliche Verlängerung der Anfahrt, das zweite durch das vorläufige Weglassen dieser Strecke - ich plane diese zusammen mit der geradlinigen Verbindung Palézieux-Kerzers-Lyss für meine Abfahrt aus der Schweiz ein. Heute geht es als Erstes mit S4 und IC5 nach Yverdon-les-Bains. Dort fährt Travys mit Westschweizer Meterspurzügen nach Ste-Croix.

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1 Das wird noch im Dunkeln erreicht. Auf der Rücktour nach Yverdon wird es aber langsam hell, sodass man zumindest mit den Augen schön den Berghang runter schauen kann, den die Bahn in einer großen Kehre überwindet.

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2 Da kommt der Zug wieder an.

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3 Auch ein paar Teile älterer GTW und noch älterer Triebzüge stehen hier noch rum. Mit der S30, die mit Dominos gefahren wird, geht's nach Freiburg.

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4 Dort ist vor allem der unterirdische Busbahnhof sehenswert.

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5 Die FLIRT der tpf (transports publics fribourgeois) haben einen weiß-bordeaux-Anstrich, den ich farblich sehr schön finde. Zudem ist er auf beiden Endwagen punktsymmetrisch aufgetragen, sodass man zumindest daran nicht erkennen kann, wie herum der Zug steht. Das zerstört leider der gelbe 1.-Klasse-Balken.

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6 Mit genau so einem geht es anschließend mit der S20 in Richtung Neuchâtel, wobei ich schon in Ins aussteige.

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7 Dort treffen sich ebenfalls der RE nach La Chaux-de-Fonds und die S5 nach Bern, beide von der BLS.

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8 Ich nutze aber das dritte Unternehmen, das hier fährt: Die Aare-Seeland-Mobil. Hier der Ausgangspunkt der meterspurigen Biel-Täuffelen-Ins-Bahn

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9 und hier der rot angestrichene GTW. Weiter zurück kann man auf dem Bahnsteig leider nicht gehen.

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10 Nach einigen engen Kurven durch das Hinterland kann man kurz vor Täuffelen das erste Mal den Bielersee sehen, in den hier die Aare mündet.

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11 Einige GTW sind weniger schön angemalt.

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12 Kurz vor Biel wird die aus dem See fließende Aare wieder überquert

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13 und zwar zweimal. Das liegt an der massiven Gewässerverschiebung, die in der gesamten Region vorgenommen wurde. Natürlicherweise fließt die Aare nämlich am Bielersee vorbei (heute "Alte Aare") und wurde nur mit zwei Kanälen durch diesen umgeleitet. Diese letzte Überquerung geht über die ursprüngliche Zihl, die bei Yverdon schon in den Lac de Neuchâtel mündet, dann in den Bielersee fließt, und hinter diesem in die eigentliche Aare mündet.
In Biel fährt der Zug dann auf Gleis 11 ein, das unterirdisch liegt.

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14 Oberirdisch kommt hier der Zugteil nach Moutier aus der Abstellung, der an den gerade angekommenen RE aus Biel angehängt wird. Gemeinsam fahren sie bis Sonceboz-Sombeval und werden dann geflügelt, eben nach Moutier und als R nach Biel. Dort wird der R dann auf der Rücktour wieder zum RE, sodass sich dieser Umlauf schließt.

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15 Nach Sonceboz-Sombeval fahre ich mit dem vorderen Zugteil weiter. Der hintere steht noch im Bahnhof, in dem ebenfalls zwei Girunos abgestellt sind. Vermutlich stehen die hier nur, weil sie noch nicht gebraucht werden und an dieser Stelle halt Platz ist.

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16 Überblick über Sombeval. In Tavannes steige ich dann aus und wechsel in die Chemins de fer du Jura (CJ) nach Le Noirmont.

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17 Zugbegegnung auf dieser Strecke. Der Gegenzug ist wieder ein GTW; ich sitze in einem Wagen, den ein Westschweizer Meterspurzug zieht.

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18 Durch enge und recht steile Kurven geht es bergauf.

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19 Hier ist noch nicht La Chaux-de-Fonds, sondern La Chaux-des-Breuleux.

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20 In Le Noirmont muss ich dieses Mal den Zug wechseln auf die bekannte Strecke. Dabei hält mein Zug aus Tavannes kommend zwischen den beiden Bahnsteigen, sodass man je nach Richtung der Weiterfahrt auf beiden Seiten aussteigen und bahnsteiggleich umsteigen kann.

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21 Wie letztes Mal treffen sich hier die Züge aller drei Richtungen, die zufällig alle mit modernen Zügen gefahren werden. Mein Zug nach La Chaux-de-Fonds fährt als erstes ab, mittig steht noch mein alter Zug von und nach Tavannes, rechts der Gegenzug nach Glovelier.

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22 Standardbild auf den Triebwagen.

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23 Da erreichen wir auch schon La Chaux-de-Fonds.

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24 Einige Häuser am Stadtrand sehen gar nicht mal so wohnlich aus.

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25 Noch sind wir über Straßenniveau,

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26 dann geht es kurz als Straßenbahn weiter und erst direkt vor der Endstation trennen wir uns wieder von dieser.

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27 Auf dem Zug ist schon das Ziel der Gegenrichtung angeschlagen.

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28 Da kommt der Triebwagen aus Les Ponts-de-Martel, der in dieser Stunde erstmals wieder ganz normal fährt.

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29 Zuerst fährt er gemeinsam mit der CJ-Strecke bergauf, nimmt dann aber nicht den Abzweig auf die Straße.

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30 Stattdessen überquert er hier die Strecken nach Biel und Neuchâtel.

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31 Dann zweigt erst die nach Biel ab

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32 und hier auch die nach Neuchâtel.

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33 Endstation.

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34 Auf der Rücktour bekomme ich plötzlich Hunger.

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35 Wieder in La Chaux-de-Fonds fahren hier parallel die CJ und der RE nach Bern aus. Ich möchte aber nach Biel fahren, wohin beide Züge abseits der Hauptbegegnungszeit zur vollen Stunde fahren (Den Bahnhof deshalb als ITF-Knoten zu bezeichnen wäre etwas zu viel, finde ich). Deshalb hole ich mir noch etwas zu Essen und friere schließlich auf dem Bahnsteig, da in den Wartehäuschen geraucht wird. Wie übrigens auch im Treppenhaus südöstlich des Bahnhofs - ist ja wie im Ruhrgebiet.

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36 Manchmal ist der Nachschuss besser als das eigentliche Foto.

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37 Ich nehme dann den RE nach Biel, der hier kurz vor Sonceboz-Sombeval wieder auf die Strecke aus Moutier trifft. Von Biel aus nehme ich den noch-RE nach Bern, der dort auf Gleis 49 ankommt (wie in Teil 12 beschrieben), und schließlich den RE nach Neuchâtel.

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38 Irgendwo auf der Strecke ist dieses letzte Bild des Tages entstanden. Zurück geht's wieder mit IC5 und S3; St-Prex erreiche ich zu der erstaunlich frühen Uhrzeit von 17:46, zu der es mittlerweile schon stockdunkel ist.

Am Abend studiere ich noch die Wettervorhersage der nächsten Woche und schmiede erste Pläne für diese.


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