[6MGA] Teil 14: Rigi und Engelberg [m70B] (Reiseberichte)
Die heutige Tour hatte ich eigentlich für den vorherigen Samstag geplant, aber da waren bei der zentralbahn Bauarbeiten. So ergriff ich die Möglichkeit, mir am Montag frei zu nehmen, um auf die Rigi und nach Engelberg zu fahren. Dazu muss ich wie immer nach Zürich und von dort nach Arth-Goldau. Dorthin führe um 9:10 ein durchgängiger EC mit dem perfekten Anschuss auf die Arth-Rigi-Bahn (ARB), ich bin jedoch schon um 8:30 in Zürich. Die Zwischenzeit möchte ich nutzen, um mit der S24, die nicht den Zimmerberg-Basistunnel nimmt, nach Zug zu fahren, wo ich dann noch 10min auf denselben EC habe.
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1 In Zürich hält die S24 fast ganz außen, von wo man die Sihlpost sieht.
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2 Hier trennt sich die Strecke nach Zug von der nach Chur. In Horgen Oberdorf stehen wir dann 10min rum, sodass ich schon befürchte, dass wir den EC vorlassen, und meinen S24-Plan bereue. Tatsächlich haben wir aber nur auf den verspäteten Gegenzug gewartet, der aus dem eingleisigen Zimmerbergtunnel (ein anderer als der Zimmerberg-Basistunnel!) kommt.
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3 Hinter dem wird die Sihl wieder erreicht.
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4 Nach dem folgenden Albistunnel kann man schon links Rigi und rechts Pilatus sehen. Dann erreiche ich um 9:34 Zug, gehe schnell auf das andere Gleis, und bekomme den Schock des Tages, als der EC mit +40 angekündigt ist. Wegen einer Verspätung aus vorheriger Fahrt - wieso haben die SBB da bitte nichtmal in Zürich eine Ersatzgarnitur bereit? Das ist nicht meine perfekteste aller Bahnen! Schnell lote ich alle Möglichkeiten aus, finde aber keinen Zug, mit dem ich nun schnell genug nach Arth-Goldau komme, um die ARB noch zu erreichen. Auch der Bus an der Ostseite des Zugersees entlang ist zu langsam, aber nur um 2min. Also entscheide ich mich, den zu nehmen - in der Hoffnung auf ein Wunder und mit der Genugtuung, so immerhin an dieser Seeseite auch mal langzufahren, an der ja die Bahnstrecke gesperrt ist.
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5 Blick aus dem Bus zurück auf Zug.
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6 Pilatus
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7 und Rigi sind von hier perfekt zu sehen.
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8 Walchwil wird gerade umgebaut.
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9 Da ist bereits Arth.
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10 Auf der Westseite ist hier ein Voralpenexpress mit alter Garnitur unterwegs.
Und dann kurz vor Arth-Goldau habe ich die Idee: Laut Display im Bus wird die Haltestelle vor dem Bahnhof 4min vor diesem erreicht und ein Blick auf meine Offline-Navigationsapp verrät mir, dass wir nicht so weit weg vom Bahnhof sind. Also steige ich um 10:16 am Löwenplatz aus und lege den Sprint meines Lebens hin, um gerade noch so den 10:18er Zug zu bekommen.
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11 So schafft man also einen -2min-Umstieg. Leider ist der Zug schon fast komplett voll mit Chinesen, sodass ich nur noch einen Fensterplatz auf der linken Seie bekomme. Auch quasseln die Leute alle durcheinander und erwähnen dabei in jedem zweiten Satz Florenz. Ich weiß ja nicht, ob das Wort noch eine andere Bedeutung hat, aber wenn nicht, haben die sich ganz ordentlich verfahren! Trotzdem machen sie alle mit ihren Handys, die an Selfiesticks hängen, alle 2min Selfies mit der Landschaft oder dem Zug im Hintergrund. Immerhin beschwert sich so keiner, dass ich trotz der Kälte mein Fenster auch die ganze Zeit geöffnet habe.
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12 Links raus hat man einen guten Blick auf die Mythen und den Lauerzersee. Rechts raus sähe man Goldau und den Gipfel der Rigi, der nach und nach leider in den Wolken verschwindet...
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13 Alternatives Verkehrsmittel.
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14 Endlich erreichen wir den Schnee - am Wochenende war davon reichlich gefallen.
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15 Dieser Wasserfall ist aber noch nicht gefroren.
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16 Der Gegenzug führt einen lustigen Schneeschieber mit.
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17 Der Wasserfall sieht schon dünner aus.
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18 Die nicht benötigten Ausweichen sind auch nicht zweigleisig geräumt.
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19 Während die Gruppe am Vierer gegenüber kurz auf meiner Seite was aufnimmt, nutze ich im Gegenzug deren Fenster, um den Blick in Richtung Gipfel zu fotografieren.
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20 Kurz vor Rigi Staffel sieht man schon die Strecke der Vitznau-Rigi-Bahn (VRB).
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21 Da kommt sie dazu und kurz liegen hier vier Gleise nebeneinander, was für Zahnradbahnen schon selten ist. Dabei waren die beiden Bahnen lange Zeit als Konkurrenten völlig voneinander getrennt und bekamen erst 1990 hier die Gleisverbindung.
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22 Der der Blick zurück auf die Abzweigung.
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23 Auf dem nächsten Stück geht es parallel, aber auf unterschiedlichen Höhen, bergauf.
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24 Endstation. Eigentlich sollte die Vitznau-Rigi-Bahn 10min vor meiner ankommen, aber auf der Strecke gibt's wohl eine größere Verspätung.
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25 Ein paar Meter muss man noch zu Fuß gehen, dann erreicht man den Gipfel mit Sendemast. Hier liegen etwa 30cm Schnee, aber zum Glück bin ich vorbereitet und habe gutes Schuhwerk an.
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26 Unter den leider recht dichten Wolken kann man ab und zu Teile des Zugersees sehen.
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27 Und hier sogar ein bisschen von Luzern.
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28 Hier die Anlagen um den Gipfel rum. Nach einiger Zeit gehe ich wieder runter, um in der Bahn nach Vitznau einen guten Platz zu bekommen.
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29 Auf dem Weg steht hier noch eine Lok älterer Bauart.
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30 Diese Stunde ist die VRB pünktlich - und leer. Als dann plötzlich die Wolken abreißen, renne ich in den verbleibenden 15min nochmal auf den Gipfel.
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31 So ist der ganze Zugersee sichtbar.
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32 Der Vierwaldstättersee leider nicht, aber hinter ihm der Sempachersee.
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33 Beim erneuten Abstieg kommt gerade die nächste ARB dazu.
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34 Ich nehme noch schnell beide nebeneinander auf, dann setze ich mich in die VRB. In deren Wagen sind die Fenster an einer lustigen Konstruktion befestigt, die man um 180° öffnen und dort wieder am Wagen festmachen kann. Ideal für mich, wenn auch weniger ideal für die laufende Heizung. Aber durch das Reisen mit elektrischen Zügen statt eines Autos mache ich schon genug gegen den Klimawandel, finde ich.
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35 Gegenbild zu 23. Kurz nach der Abzweigung, genau genommen an der Kantonsgrenze, beginnt das älteste Stück Zahnradbahn Europas, das schon 1871 eröffnet wurde.
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36 In Freibergen kommt der Gegenzug.
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37 Erst sehr tief sind wir wieder richtig unter den Wolken. Hier kann man den Bürgenstock sehen,
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38 hier den Durchgang vom Weggiser Becken zum Gersauer See.
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39 Noch ein Stück weiter rum.
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40 Auch Brücken kann die VRB.
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41 Nochmal der Bürgenstock von weiter unten.
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42 Das markante Parkhotel Vitznau
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43 und der Rest des Orts.
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44 Auf dem letzten Stück geht es abwechselnd fast plan und sehr steil runter.
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45 Mal wieder Endstation.
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46 Zur Remise führt hier eine Zahnraddrehscheibe. Davon dürfte es auch nicht allzu viele geben, andernorts hat man sie auf jeden Fall durch einen Tunnel ersetzt.
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47 Blick zurück auf den Bahnhof.
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48 Selbsterklärend.
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49 Auf den Bürgenstock führt der schwach sichtbare Hammetschwandlift, der höchste Freiluftaufzug Europas. Leider ist er nicht mit dem Zug erreichbar, sonst führe ich dort bestimmt auch mal hin. Aber auch von Vitznau aus geht die einzige Bahnlinie zurück auf die Rigi, was unheimlich viel Zeit kosten würde. Stattdessen nehme ich nach Luzern das wesentlich schnellere Schiff, das auch im GA enthalten ist.
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50 Da kommt die Gotthard an. Auf der ist das Oberdeck als 1. Klasse gekennzeichnet. Da während der Fahrt keiner Tickets kontrolliert, wäre das wohl auch nicht aufgefallen, wenn ich mich dorthin gesetzt hätte, aber auch von unten hat man mit ein wenig Bewegung einen Rundumblick. Und wegen der Kälte sitzen die meisten Leute eh drinnen und essen oder trinken etwas im selbst für schweizer Verhältnisse teuren Restaurant.
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51 Blick zurück auf Vitznau.
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52 Der Pilatus, der zwischenzeitlich wie die Rigi komplett unsichtbar war, befreit sich langsam wieder aus den Wolken.
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53 Entlang des Sees kommt erst Riedsort,
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54 dann Weggis, wo wir auch halten. Außerdem kommt hier eine Seilbahn von der Rigi runter.
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55 Die ist nun wieder wolkenfrei - ärgerlich, aber mein Zeitplan hat nunmal keinen längeren Aufenthalt erlaubt.
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56 In Küssnacht spiegelt sich die Sonne genau in einer Kirche. Das meint man wohl mit der göttlichen Erleuchtung. Oder wird die künstlich angestrahlt?
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57 Kurz vor Luzern steht eine kleine Burg am Seeufer.
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58 Fast hätte ich "Gegenzug" geschrieben; das stimmt offensichtlich nur halb. Die "Weggis" kommt hier.
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59 Dann erreichen wir Luzern.
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60 Dort hängt eine Übersicht aller Schiffsstationen.
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61 Das ist der nächste geplante Zug, der Luzern-Engelberg-Express. Im Gegensatz zum Luzern-Interlaken-Express der zb wird dieser noch mit Lok und Wagen gefahren, von denen man einige Fenster öffnen kann. Die Schaffnerin bittet mich aber, in den Tunnels nicht den Kopf rauszuhalten - das hatte ich eh nicht vor, denn da gibt's ja auch nichts zu sehen.
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62 In Stansstad befindet sich die Werkstatt der zb. Wenig später geht es durch Stans - das war der letzte Kantonshauptort, der mir noch fehlte.
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63 Auch von hier ist die Rigi gut zu sehen.
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64 Die Strecke ist fast komplett Adhäsion, erst kurz vor Ende wird ein 4km langer Zahnradtunnel mit 105‰ Steigung durchfahren. Dieser ersetzt seit 2010 einen 246‰ steilen oberirdischen Abschnitt. Dann wird Engelberg erreicht.
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65 Auch hier liegt einiges an Schnee rum und nur ein Gleis ist geräumt.
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66 Nochmal der Gegenblick.
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67 Weiter auf die Gerschnialp führt eine Standseilbahn.
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68 Dann geht's zurück in den Tunnel.
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69 Zum Abschluss noch ein klassisches Bild mit Lok
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70 und eines vom inzwischen komplett freien Pilatus, mal aus einer anderen als der üblichen Perspektive.
Zurück nehme ich ab Luzern nun die Seetalbahn nach Lenzburg, von der man wieder einen schönen Blick auf Pilatus und Rigi hat, der aber gegen die Sonne durch die Scheibe unmöglich aufnehmbar ist. Dann geht's mit der S-Bahn nach Olten und da in den IC5, in dem ich von dem Angebot Gebrauch mache, dass es montags alle Speisen zum halben Preis gibt.
Ich warne schonmal vor, dass die nächsten beiden Teile wieder kürzer und weniger attraktionsreich werden - aber danach haue ich mit Teil 17 wieder einen raus.
[6MGA] Teil 13 und 14.
Hoi,
Teil 13:
Los geht's wieder mal mit S4 und IC5 nach Zürich und von dort mit der S25 nach Linthal. Die fährt zunächst sehr schnell an der Südwestseite des Zürichsees entlang und nimmt dabei bis Thalwil sogar den Zimmerberg-Basistunnel.
Mit der S25 wird zwischen Zürich und Ziegelbrücke der Fernverkehrstakt zum Halbstundentakt ergänzt. Dabei bedient die S25 einfach Lachen SZ statt Thalwil.
Endstation. Eigentlich wollte ich von hier die S25 bis Ziegelbrücke zurück nehmen, aber wir sind so pünktlich, dass ich die S6 mit 0min Umstiegszeit bekomme, die ich bis Rapperswil durchnehmen kann.
Mit dem im kommenden Ausbauschritt beschlossenen und finanzierten Ausbau von Leuggelbach zur Kreuzungsstation wird bis Linthal der durchgehende und exakte Halbstundentakt eingeführt. Die Wendezeit in Linthal wird dann immer sieben Minuten betragen (.11 auf .18 und .41 auf .48). Damit kann der längere Halt in Schwanden aufs nötigste reduziert werden und die Fahrzeit Ziegelbrücke-Linthal sinkt von derzeit 47 Minuten um neun Minuten auf nur noch 38 Minuten.
unter der Kulisse des Schlosses und der Stadtpfarrkirche. Von hier nehme ich die S7, die nach Zürich am rechten Zürichseeufer fährt.
Dort konnte man Ende September beim Streckenfest die Linie mit Extrazüge befahren, von alt bis neu: Dampfzug, RBDe 4/4-Pendel und FV-Dosto RABe 502.
Den Uetliberg erreicht man mit der S10 der Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn (SZU), die in Zürich HB in ihrem eigenen Tiefbahnhof mit der Gleisen 21 und 22 hält.
Der SZU-Bahnhof wurde übrigens mal für die nie realisierte Metro gebaut. Vom Milchbugg aus gibts da auch noch einen Tramtunnel, der mal für die Metro gebaut wurde. Bei der Volksabstimmung wurde die Metro dann jedoch abgelehnt, da waren diese Tunnelabschnitte aber bereits im Bau oder fertiggestellt. Normalerweise sollte man Volksabstimmungen immer vor Baustart machen. In diesem Fall war es jedoch für die früher in Selnau endende SZU ein Glücksfall, die die Metro-Station Hauptbahnhof dann für sich nutzen konnte.
zweitens ist die Oberleitung nicht zentral über der Schiene, sondern ein Stück versetzt. Das liegt an der unterschiedlichen Spannung zur Sihltalbahn, die teilweise dieselben Gleise nutzt. Aus diesem Grund kann die Uetlibergbahn aber auch nie die Sihltalbahn kreuzen, sondern bleibt immer auf ihrer Seite und kann im SZU-Bahnhof in Zürich HB auch nur das eine Gleis (22) nutzen (die Sihltalbahn könnte auf beide, nutzt aber normalerweise nur 21). Als wäre das nicht schon fancy genug, kann der gezeigte Triebzug sogar beide Stromsysteme und hat dafür seitlich verschiebbare Pantos.
Der Triebzug kann auch in Randzeiten auf der S4 verkehren. Ansonsten kann mit diesem Rollmaterial die Umelektrifikation in Angriff genommen werden. Diese soll zu einem späteren noch nicht bestimmten Zeitpunkt nämlich mal noch stattfinden.
Eine Kreuzung der Fahrleitungen gibt es übrigens sehr wohl: Die Linie von Wiedikon durch den Manessetunnel kreuzt im Giesshübel die Fahrleitung der Üetlibergbahn.
Durchfahrt eines Güterzugs mit Re10/10 - jetzt wird mir endlich klar, warum hier so viele kreuzungsfreie Gleise liegen: Die Strecke wird im Güterverkehr als Gotthardnordzulauf genutzt, v.a. weiter an Brugg vorbei durch den Bözberg nach Basel.
Genau, mit mindestens sechs Güterzugtrassen pro Stunde und Richtung dient die durchgehend auf Doppelspur ausgebaute aargauische Südbahn hauptsächlich dem internationalen Güterverkehr mit zulässigen Zugslängen von 750 m. Diese Kapazität wird aber bei weitem nicht genutzt, weil die Rheintalbahn Karlsruhe-Basel diese Zugzahlen sicher bis in die 2040er-Jahre nur Ansatzweise abnehmen kann.
Im Personenverkehr gibt es nur drei S-Bahnen pro Stunde (in Pendlerzeiten fünf) und Fernverkehr nur sporadisch mit Extra- und Entlastungszügen, die wegen der Einspur am Zimmerberg und Albis nicht via Zug trassiert werden können.
Über die alte Hauensteinstrecke fährt nur noch eine S-Bahn, die S9, die ebenfalls mit Thurbo-GTW gefahren wird.
Bei Bauarbeiten auf der Basislinie kommt es immer wieder vor, dass die S9 durch Busse ersetzt wird und der Fernverkehr via Läufelfingen geführt wird. Ich bin da bisher jedenfalls nur einmal mit der S-Bahn drübergefahren, ansonsten immer nur mit IC-Zügen.
Teil 14:
Wegen einer Verspätung aus vorheriger Fahrt - wieso haben die SBB da bitte nichtmal in Zürich eine Ersatzgarnitur bereit?
Weil das GBT-taugliche Rollmaterial nur sehr begrenzt vorhanden ist und der GBT-taugliche Dispozug in Biasca und nicht in Zürich steht. Man hat für die GBT-Eröffnung 2016 nur einen kleineren Teil der EW IV- und EC-Wagen, 13 der 119 Re 460 sowie 18 der 44 ICN GBT-tauglich umgerüstet. Dies im angenommenen Wissen, Ende 2019 über 29 Giruno zu verfügen (hat sich um ein Jahr verzögert, die Giruno sind erst im Testeinsatz) und ab Dezember 2020 die Linie mit FV-Dosto befahren zu können (da kommt es nun aber wegen Corona zu Verzögerungen [4m-Korridor Güterverkehr und damit einhergehend die Doppelstocktauglichkeit]).
Im kommenden Refit-Programm der ICN und den derzeit laufenden Refit-Programmen der IC2000 und Re 460 werden sämtliche ICN, IC2000 und Re 460 technisch wieder angeglichen und dann sind davon künftig alle GBT-tauglich. Auch der Traverso der SOB wäre GBT-tauglich, was bei neu beschafftem Rollmaterial ja etwas einfacher ist, wenn man das von Anfang an berücksichtigt. Im GBT gelten deutlich schärfere Brandschutzvorgaben (auch im Vergleich zum Lötschberg-Basistunnel [LBT]) und Anforderungen an die im Tunnel herrschenden Druckverhältnisse.
Walchwil wird gerade umgebaut.
Nach einmonatigem schweizweiten Baustopp wird auf dieser Baustelle ab Montag die Arbeit wieder aufgenommen. Neu gibt es pro Baustelle einen Corona-Manager, der die notwendigen Massnahmen überwachen soll. Die Auswirkungen der neuen Arbeitsabläufe und des einmonatigen Baustopps müssen aber nun erstmal aufgearbeitet werden. Man muss aber damit rechnen, dass schweizweit viele Bahnprojekte nicht planmässig beendet werden können und somit der Fahrplanwechsel im Dezember nicht in der geplanten Form wird stattfinden können. Man will den Fahrplan 2021 nun bis im Juni 2021 statt im Dezember 2020 einführen, allenfalls in Etappen.
Da kommt sie dazu und kurz liegen hier vier Gleise nebeneinander, was für Zahnradbahnen schon selten ist. Dabei waren die beiden Bahnen lange Zeit als Konkurrenten völlig voneinander getrennt und bekamen erst 1990 hier die Gleisverbindung.
Und ab 2021 gibts dann auch neues Rollmaterial mit einheitlichem Markenauftritt: http://www.bahnonline.ch/bo/56915/rigi-bahnen-bestellen-neues-rollmaterial-bei-stadler.htm
Die je nach Linie unterschiedlichen Lackierungen gehen damit zunehmend in den historischen Bereich über.
Das ist der nächste geplante Zug, der Luzern-Engelberg-Express. Im Gegensatz zum Luzern-Interlaken-Express der zb wird dieser noch mit Lok und Wagen gefahren, von denen man einige Fenster öffnen kann.
Die Ablösung durch neue Adler-Triebzüge ist bereits bestellt. Aber ich glaub, das hab ich schon irgendwo erwähnt?
Die Strecke ist fast komplett Adhäsion, erst kurz vor Ende wird ein 4km langer Zahnradtunnel mit 105‰ Steigung durchfahren. Dieser ersetzt seit 2010 einen 246‰ steilen oberirdischen Abschnitt. Dann wird Engelberg erreicht.
Dazu kann ich diese Webseite empfehlen: https://eingestellte-bahnen.ch/zentralbahn-zb-lse-steb/
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.