[6MGA] Teil 09: Von Krokodilen und Bären [m98B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 21.03.2020, 13:58 (vor 7 Tagen) @ Math5D

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58 Nebenan steht auch der nächste Engadin-Star nach St. Moritz bereit, heute mit der RhB-Club-Lok.

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59 Rückblick auf meinen Zug aus Davos.

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60 Auch an Industrie mangelt es hier nicht.

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61 Da kommt die SBB-Strecke dazu,

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62 die wir mit dieser Brücke überqueren.

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63 Gegenzug mit einer chinesischsprachigen Werbelok.

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64 In Chur kann man hier einmal schön sehen, was alles so fährt.

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65 Mein nächster Zug ist der nach Arosa, der hier nur eine recht kurze Wendezeit hat, und trotzdem auf Gleis 1 (rechts) ankommt und auf 2 abfährt.

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66 Da ist er.

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67 Und jetzt wird auch klar, warum das so gemacht wird. Die Strecke wird (noch) ohne Steuerwagen gefahren, sodass der Allegra immer ziehen muss. Dazu fährt er nach dem Rausschmeißen aller Fahrgäste an zwei bereitstehende Wagen ran, schiebt diese noch etwas weiter vor, sodass die "alten" Wagen an derselben Stelle zum Stehen kommen. Diese werden einfach abgekoppelt und bleiben 1h so stehen, während der Allegra mit den neuen Wagen auf Gleis 2 fährt. Genial, aber potenziell natürlich sehr störanfällig, wenn es auch hier zuverlässig zu klappen scheint.

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68 Da kommt er wieder an. Der Fenster wegen setze ich mich in den einzigen 2.-Klasse-Wagen, der als Spezialwagen für Kinder konzipiert ist und das zweite Titelmotiv der Folge thematisiert. Keine Ahnung, ob es hier wirklich Bären gibt, aber sowohl von außen als auch von innen stellt der Wagen eine "Bärenhöhle" dar. Einige thematisch passende Kinderbücher liegen (angekettet) bereit und auf der Streckenkarte sind ein paar Fotostellen mit einem Bärenkopf markiert. Beim Passieren ertönt außerdem ein Bärenschrei als Ankündigung.

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69 Bis zum ersten Halt, Chur Altstadt, geht es ausschließlich als Straßenbahn voran, teilweise sogar zweigleisig auf der entsprechenden Fahrspur.

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70 Kurz danach verlassen wir aber die Straße und es geht als Vollbahn weiter. Das Besondere der Strecke ist dabei, dass es nahezu nie geradeaus geht, weil das Gelände in diesem Tal - dem Schanfigg - einfach kurvig ist. Auch dient dies der Streckenverlängerung, um die Höhenunterschiede zu schaffen. In fast jeder talabgewandten Kurve wird eine Brücke überquert, hier eine, die irgendwann mal durch diese neue Konstruktion ersetzt wurde.

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71 Die hier sieht noch original aus.

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72 Und noch eine andere Konstruktion über den Castieler Tobel, die in den Tunnel "Bärenfalle" führt.

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73 Die hier über den Clasauer Tobel sieht fast aus wie ein kleiner Landwasserviadukt.

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74 Und über den Grosstobel.

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75 Die Bahnhöfe an der Strecke sehen alle gleich aus, exemplarisch hier St. Peter-Molinis (nicht Ording). Auf den Gebäuden stehen motivierende Sprüche, hier "Fürcht nicht die Welt, greif tapfer an".

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76 Noch eine ältere Brücke.

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77 Langsam kommt der Punkt in Sicht, an dem das Tal abzweigen wird.

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78 Und noch eine neuere Brücke.

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79 Kurz vor Langwies wird der Gründjitobel-Viadukt überquert, der dem folgenden schon ähnelt.

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80 Das ist der Langwieser Viadukt, die mit 284m längste Brücke der RhB. Fast alle deren Brücken wurden beim Bau aus herumliegenden Steinen hergestellt und schmiegen sich daher in die Landschaft ein, was hier wegen der Länge nicht möglich war. Somit entstand die Brücke als eine der ersten im Stahlbetonbau. Hier auf der Hintour ist sie noch im starken Gegenlicht, aber ich hoffe, dass die Sonne auf der Rücktour weit genug gewandert sein wird. Mit der Brücke wird der Plessur überquert, danach macht das Tal den angekündigten Knick und steigt sehr steil an.

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81 In Litzirüti warten wir kurz auf den Gegenzug, der sich hier durch ein paar Kehren runterschraubt. Entgegen mancher Streckendarstellungen gibt es hier aber keine Kreiskehre, die Strecke kreuzt sich selbst an keiner Stelle.

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82 Ein Stück weiter unten,

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83 dann fahren wir weiter.

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84 Blick voraus

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85 und zurück von ganz oben.

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86 Hier sieht man den S-förmigen Verlauf.

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87 Kurz vor Arosa ist links der Stausee Arosa.

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88 Im Ort selbst auf 1739m Höhe ist dann der Obersee,

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89 hinter dem hier der Bahnhof liegt und dahinter die Seilbahn auf das Weisshorn.

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90 Die großzügige Wendezeit von 39min ermöglicht einen kleinen Rundgang zum Untersee

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91 und auf der anderen Seite wieder hoch, wo der Zug inzwischen umrangiert hat.

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92 Gegenbild zum Tunnel.

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93 In Litzirüti wartet dieses Mal der Gegenzug auf uns.

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94 Blick vom Langwieser Viadukt ins Tal runter. Die Sonne ist offensichtlich weit genug rum, aber die Berge sind in dieser Richtung so hoch, dass sie hier gar nicht mehr ankommt.

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95 Macht aber nichts, das Bild wird trotzdem viel besser als auf der Hintour.

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96 Schon wieder in Chur wirbt dieses Gebäude mit dem Spruch "Heute hier, morgen fort". Warum man von hier weg will, ist mir zwar unklar, aber eine kleine Recherche ergibt, dass es sich um eine temporäre Studentenunterkunft handelt - passt also.

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97 Und noch ein Kirchturm in der Sonne.

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98 Kurz vor dem Bahnhof geht es wieder über die vielbefahrene Straße.

Um 16:51 erreiche ich zum vorerst letzten Mal Chur und nehme dieselben Züge zurück wie in der letzten Folge.
Es ist vollbracht, ich habe das Streckennetz der vielleicht legendärsten Bahn überhaupt vollständig bereist. Vor ein paar Jahren noch ein weit entfernt scheinender Traum ist überraschend schnell wahr geworden.

Dass die nächsten paar Folgen an so eine Fülle von Highlights nicht rankommen, ist klar, aber dafür werden sie auch wieder etwas kürzer.


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