[AT] Der eine Fernverkehrshalt in Wien Stadlau (m. 9 B.) (Reiseberichte)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 06.03.2020, 15:27 (vor 2206 Tagen)
bearbeitet von J-C, Freitag, 06.03.2020, 15:30

Wien Stadlau ist ein Bahnhof, welcher bisher nur von der S80 Hütteldorf - Aspern Nord in einem für Wiener Verhältnisse lächerlichen Takt von 30 Minuten verkehrt sowie von den Regionalzügen in Richtung Marchegg, die meist von 5047ern - einteiligen Dieseltriebwagen - befahren wird.

Darüber hinaus haben die REX Wien - Bratislava, welche meist aus 2 klimatisierten slowakischen Wagen und 3 unklimatisierten österreichischen Wagen gebildet werden hier auch einen Halt. Der Bahnhof bietet einen schnellen Übergang zur U-Bahnlinie U2, welche vom Karlsplatz nach Aspernstraße im 5-Minuten-Takt und weiter bis Seestadt Aspern im 10-Minuten-Takt verkehrt.

Die Station ist also ein Knotenpunkt im Norden von Wien. Dessen Bahnsteig ist etwas breiter als bei anderen Bahnhöfen, was mit den Aufgängen zur U2 zusammenhängen dürfte und weist eine Länge von 210 Metern auf, womit auch ein einteiliger Railjet hier halten könnte.

Bis zum Fahrplanwechsel 2019/2020 haben Fernverkehrszüge dort jedoch nie regulär gehalten. Anders als etwa Wien Simmering, wo nach Abriss des Wiener Südbahnhofes vor Fertigstellung des Wiener Hauptbahnhofes gehalten wurde.

Damit ist der EC 106 Wien - Gdynia Główna, welcher vor Fahrplanwechsel als EC 104 um 8:10 in Wien Hbf abfuhr eine Besonderheit geworden. Nun fährt er um 6:06 in Wien Hbf - die Abweichung von der sonst stets eingehaltenen Taktminute 10 erklärt sich dann eben durch den Halt in Wien Stadlau zwischen 6:15 und 6:17. Und ja, der Zug kann theoretisch auch nur zwischen Wien Hbf und Wien Stadlau mit Fahrscheinen der Kernzone Wien benutzt werden. Hab es freilich nicht ausprobiert, aber es ist eben das, was bereits zwischen Wien Hbf und Wien Meidling im Fernverkehr möglich ist.

Genug Text, den wahrscheinlch eh niemanden interessiert, man ist ja für die Bilder hier.

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Hier also der Monitor mit den nächsten Abfahrten. Aus Gründen hat man eine S-Bahn ausfallen lassen. Das ist ja sehr "witzig" bei dem ohnehin miesen Takt... beziehungsweise hab ich keine Ahnung, was die sich dabei ausgedacht haben. Eine S-Bahn aus Aspern Nord kam erst an, dann wurde vom Lautsprecher mehrmals durchgesagt, dass sie zurück nach Aspern Nord fährt. Anzahl der Fahrgäste: 0.

Vorher fuhr jedenfalls noch der REX aus Bratislava nach Wien Hbf ein...

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an diesen Anblick wird man sich wohl noch gewöhnen müssen. Also daran, dass der Zug auch planmäßig hält.

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Und dann kam dann auch planmäßig der EC 106 Sobieski an:

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Ich stieg jedenfalls ein. Selbstverständlich in den Speisewagen, dank dessen ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort frühstücken konnte.

Als erstes gibt es einen Tee der Firma Eilles aus Hamburg:
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Und dann Brot mit Pasteten:

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Zusätzlich beschloss ich, meine Mahlzeit mit panierten Camembert zu vollenden:

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Und damit hatte ich einen guten Start in den Tag hingelegt. Wie immer restlos begeistert.

Auf dem Weg zu meinem Sitzwagen fiel mir jedoch das auf. Das wurde an jeder Durchgangstür in jedem Wagen aufgeklebt:

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...hoffentlich hat man mir keinen Corona im Speisewagen serviert...

Wie dem auch sei, so habe ich für das erste Mal den Halt in Wien Stadlau von diesem einen Zug genutzt. In der Gegenrichtung wird der Bahnhof übrigens auch nicht angefahren. Somit hat Wien Stadlau derzeit noch nicht so viele Fernverkehrshalte wie Hamburg-Bergedorf...

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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