Deutsche Bahn: Weniger Anträge auf Entschädigung (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 27.02.2020, 19:59 (vor 2231 Tagen)

Deutsche Bahn
Weniger Anträge auf Entschädigung

27.02.2020 12:00 Uhr

Die Deutsche Bahn musste ihren Kunden 2019 weniger Geld zurückerstatten als im Vorjahr - und das, obwohl die Fahrgastzahlen deutlich gestiegen seien.

Die Deutsche Bahn hat 2019 weniger Geld für Entschädigungen an Reisende zahlen müssen. Rund 52,6 Millionen Euro erstattete der Konzern seinen Kunden vor allem wegen Verspätungen, wie ein Sprecher mitteilte. Das seien zwei Millionen Euro weniger als 2018.

[...]

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/deutsche-bahn-weniger-antraege-fuer-entschaedigung...


Die Bahn will dieses Verfahren nun auch online möglich machen. "Wir sind voll im Zeitplan und werden im ersten Halbjahr 2021 unseren Kunden digitale Erstattungsmöglichkeiten anbieten", teilte Fernverkehrschef Michael Peterson mit. Bislang hatte die Bahn stets vom Jahr 2021 gesprochen, ohne sich auf einen engeren Zeitraum festzulegen.

https://www.fvw.de/mobilitaet/news/verspaetungen-bahn-muss-weniger-entschaedigungen-zah...


hat sich der Wert im Januar deutlich verbessert. 84,3 Prozent aller Fernzüge waren im ersten Monat dieses Jahres pünktlich.

https://www.idowa.de/inhalt.umstaendliches-verfahren-weniger-entschaedigungsantraege-be...

https://www.ffh.de/nachrichten/top-meldungen/detail/toController/Topic/toAction/show/to...

Gibt es auch Ausfallübersicht?

WbuIV, Donnerstag, 27.02.2020, 21:26 (vor 2231 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von WbuIV, Donnerstag, 27.02.2020, 21:27

Zu den tollen Pünktlichkeitswerten in der Hurra-Meldung: gibt es auch eine Übersicht über die Entwicklung der Zugausfälle (total, mit und ohne Ersatz, Haltausfälle)?

Wenn ständig prophylaktisch der Verkehr eingestellt wird reduziert sich natürlich die Verspätungswahrschenlichkeit.

es gibt auch Ausfallübersicht

Henrik, Donnerstag, 27.02.2020, 21:57 (vor 2231 Tagen) @ WbuIV

Zu den tollen Pünktlichkeitswerten in der Hurra-Meldung: gibt es auch eine Übersicht über die Entwicklung der Zugausfälle (total, mit und ohne Ersatz, Haltausfälle)?

Wenn ständig prophylaktisch der Verkehr eingestellt wird reduziert sich natürlich die Verspätungswahrschenlichkeit.

ist nicht so recht plausibel, wie Du auf Deinen Rückschluss kommst, erscheint sehr widersprüchlich.

Im Rahmen einer Zeit mit besten Pünktlichkeitswerten seit 6 Jahren den Fernverkehr wie von Dir unterstellt prophylaktisch einzustellen, wirkt sich dann ja nicht positiv auf die Statistik aus sondern negativ, erst recht auf die Anzahl der FGR-Fälle.

Und fern von Einstellung des kompletten Verkehrs ab, haben ausgefallene Züge ja keinen Einfluss auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte, wenn diese konstant bei etwa 1% liegen.

es gibt auch Ausfallübersicht

agw, NRW, Donnerstag, 27.02.2020, 22:48 (vor 2231 Tagen) @ Henrik

Und fern von Einstellung des kompletten Verkehrs ab, haben ausgefallene Züge ja keinen Einfluss auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte, wenn diese konstant bei etwa 1% liegen.

Natürlich kann es da eine Veränderung geben. In beide Richtungen.
Lasse ich einen pünktlichen Zug verenden, werden die Pünktlichkeitswerte schlechter. Lasse ich einen stark verspäteten Zug verenden oder verenden, wenn eine noch stärkere Verspätung abzusehen ist, werden die Pünktlichkeitswerte besser.

Am besten wäre es für die Statistik z.B., wenn verspätere Bereitstellungen am Startbahnhof sofort zum Ausfall führen würden. Ggf. kann man im späteren Verlauf des Zuglaufes dann wieder einen Zug einsetzen, wenn man gerade einen übrig hat, der für eine andere Zugleistung zu spät aus dem Werk kam. Das kommt sicher noch und die Art von Ausfall bekommt dann wieder den Namen vom Vorstand, der das vorgeschlagen hat.

Pünktliche Züge auf keinen Fall ausfallen zu lassen ist natürlich etwas schwieriger, aber man weiß ja welche Linien eher Verspätung produzieren und welche nicht. Da könnte man dann Personal- und Wartungsreserven nur für die eher pünktlichen Linien einsetzen. Beispiel: Es wird ein Ersatzlokführer oder Ersatzfahrzeug für eine notorisch unpünktliche Linie gesucht. Man hat zwar einen/eins vor Ort, lässt die Leistung aber trotzdem ausfallen, nur für den Fall, dass man einen/eins für die eher pünktliche Linie braucht. Da besteht natürlich die Gefahr, dass die Gesamtausfälle leicht steigen, aber die stehen ja auch seltener in der Zeitung, also alles gut.

--
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- bahn.de

es gibt auch Ausfallübersicht

Henrik, Freitag, 28.02.2020, 02:12 (vor 2231 Tagen) @ agw

Und fern von Einstellung des kompletten Verkehrs ab, haben ausgefallene Züge ja keinen Einfluss auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte, wenn diese konstant bei etwa 1% liegen.

Natürlich kann es da eine Veränderung geben. In beide Richtungen.
Lasse ich einen pünktlichen Zug verenden, werden die Pünktlichkeitswerte schlechter. Lasse ich einen stark verspäteten Zug verenden oder verenden, wenn eine noch stärkere Verspätung abzusehen ist, werden die Pünktlichkeitswerte besser.

Du lässt ja einen ICE ausfallen, der im Vorjahreszeitraum ebenso ausgefallen ist.
Inwiefern dieser Ausfall nun Einfluss haben soll auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte der übrigen ICE, ist nicht plausibel erläutert worden.

Du widersprichst ja dem anderen Vorredner mit Deiner m.E. plausiblen These,
dass bei einem Ausfall eines pünktlichen Zuges (Einstellung des Betriebes), die Pünktlichkeitswerte insgesamt schlechter werden würden.

Am besten wäre es für die Statistik z.B., wenn verspätete Bereitstellungen am Startbahnhof sofort zum Ausfall führen würden. Ggf. kann man im späteren Verlauf des Zuglaufes dann wieder einen Zug einsetzen, wenn man gerade einen übrig hat, der für eine andere Zugleistung zu spät aus dem Werk kam. Das kommt sicher noch und die Art von Ausfall bekommt dann wieder den Namen vom Vorstand, der das vorgeschlagen hat.

Das ist ja auch Status Quo.
Die ICE nach Kiel enden durchaus mal in Hamburg - die Fahrgäste kommen auch so noch zu ihrem Ziel.
In Gegenrichtung starten diese ICE ab Hamburg statt bereits ab Kiel.
Verspätete Bereitstellungen von Triebzüge fahren in Hamburg dann doch nicht los, sondern werden dort noch von anderen Triebzügen ersetzt.
Schadhafte verspätete Langläufer enden durchaus in Frankfurt und ein anderer ICE wird dann in der Zeitlage eingesetzt.
In der Fachliteratur kannst Du aktuell von Fachleuten deren Sicht lesen, dass dieses Vorgehen weit aus vielmehr praktiziert werden müsste als Grundlage für den Deutschlandtakt.

Vom ITF zum Deutschland-Takt bei Verdoppelung der Fahrgastzahl Teil 2
Februar 2020 | Werner Weigand, Felix Berschin
ETR – Eisenbahntechnische Rundschau | Ausgabe 01-02/2020
https://eurailpress-archiv.de/SingleView.aspx?show=1359517

Herr Weigand sollte in Zusammenhang mit dem Deutschland-Takt ein Begriff sein.

bei Wikipedia wird er natürlich fälschlicherweise Wolfgang benannt. Wie schafft man das?

Pünktliche Züge auf keinen Fall ausfallen zu lassen ist natürlich etwas schwieriger, aber man weiß ja welche Linien eher Verspätung produzieren und welche nicht. Da könnte man dann Personal- und Wartungsreserven nur für die eher pünktlichen Linien einsetzen. Beispiel: Es wird ein Ersatzlokführer oder Ersatzfahrzeug für eine notorisch unpünktliche Linie gesucht. Man hat zwar einen/eins vor Ort, lässt die Leistung aber trotzdem ausfallen, nur für den Fall, dass man einen/eins für die eher pünktliche Linie braucht. Da besteht natürlich die Gefahr, dass die Gesamtausfälle leicht steigen, aber die stehen ja auch seltener in der Zeitung, also alles gut.

Die Anzahl der Ausfälle sind ja in dem speziellen Falle gleich. Die Entscheidung wird dann hinsichtlich der Auswirkungen getroffen. In welchem Falle wären die Auswirkungen für die Fahrgäste geringer, ist entscheidend.
Personal und Wartung ist aber ja nicht limitiert. Also wird man sich natürlich die Linien verstärkt anschauen, die stärker von Verspätungen und Ausfall betroffen sind und hier für mehr Vorkehrungen sorgen (ebenda).

es gibt auch Ausfallübersicht

agw, NRW, Freitag, 28.02.2020, 09:16 (vor 2231 Tagen) @ Henrik

Und fern von Einstellung des kompletten Verkehrs ab, haben ausgefallene Züge ja keinen Einfluss auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte, wenn diese konstant bei etwa 1% liegen.

Natürlich kann es da eine Veränderung geben. In beide Richtungen.
Lasse ich einen pünktlichen Zug verenden, werden die Pünktlichkeitswerte schlechter. Lasse ich einen stark verspäteten Zug verenden oder verenden, wenn eine noch stärkere Verspätung abzusehen ist, werden die Pünktlichkeitswerte besser.


Du lässt ja einen ICE ausfallen, der im Vorjahreszeitraum ebenso ausgefallen ist.

Nein, genau dieser muss im Vorjahreszeitraum nicht ausgefallen sein. Von daher ist das alles plausibel.


Du widersprichst ja dem anderen Vorredner mit Deiner m.E. plausiblen These,
dass bei einem Ausfall eines pünktlichen Zuges (Einstellung des Betriebes), die Pünktlichkeitswerte insgesamt schlechter werden würden.

Ne, lies mal weiter unten bei mir. Da erkläre ich das ausführlich.

--
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- bahn.de

es gibt auch Ausfallübersicht

Henrik, Freitag, 28.02.2020, 14:54 (vor 2231 Tagen) @ agw

Und fern von Einstellung des kompletten Verkehrs ab, haben ausgefallene Züge ja keinen Einfluss auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte, wenn diese konstant bei etwa 1% liegen.

Natürlich kann es da eine Veränderung geben. In beide Richtungen.
Lasse ich einen pünktlichen Zug verenden, werden die Pünktlichkeitswerte schlechter. Lasse ich einen stark verspäteten Zug verenden oder verenden, wenn eine noch stärkere Verspätung abzusehen ist, werden die Pünktlichkeitswerte besser.

Du lässt ja einen ICE ausfallen, der im Vorjahreszeitraum ebenso ausgefallen ist.

Nein, genau dieser muss im Vorjahreszeitraum nicht ausgefallen sein. Von daher ist das alles plausibel.

Einen solchen Zug gibt es schlicht nicht.
Dein ausgefallener ICE muss zwingend im Vorjahr ebenso ausgefallen sein, s.o.
und nun behauptest Du, dass genau dieser ICE mit dem selben Ausfallverhalten in der Statistik Auswirkungen auf die Veränderung der Pünktlichkeitswerte der anderen ICE hat.
Nachvollziehbar erklärt wurde es nach wie vor von niemanden.

Du widersprichst ja dem anderen Vorredner mit Deiner m.E. plausiblen These,
dass bei einem Ausfall eines pünktlichen Zuges (Einstellung des Betriebes), die Pünktlichkeitswerte insgesamt schlechter werden würden.

Ne, lies mal weiter unten bei mir. Da erkläre ich das ausführlich.

Du hast da nichts weiter erklärt, wäre auch komisch, wenn Du Dir selbst auch noch einmal widersprechen wollen wolltest..

Deutsche Bahn: Weniger Anträge auf Entschädigung

Murrtalbahner, Donnerstag, 27.02.2020, 22:57 (vor 2231 Tagen) @ Henrik

Erstes Halbjahr 2021...
Ich verstehe nicht, warum und woran man da so ewig herumdoktert. Ein einfaches Kontaktformular würde völlig ausreichen.

Deutsche Bahn: Weniger Anträge auf Entschädigung

markw, Freitag, 28.02.2020, 06:16 (vor 2231 Tagen) @ Henrik

Interessant: Ich führe zwar keine Statistik, aber ich persönlich habe im letzten Jahr so viele Fahrgastrechteanträge gestellt wie noch nie. In den letzten Jahren wo es hieß die Verspätungen nehmen zu, war ich kaum betroffen.

++

tommy_898, Freitag, 28.02.2020, 09:52 (vor 2231 Tagen) @ markw

- kein Text -

Deutsche Bahn: Weniger Anträge auf Entschädigung

MFBM, Mannheim, Freitag, 28.02.2020, 07:57 (vor 2231 Tagen) @ Henrik

Oftmals sende ich meine FG-Fall an den BahnComfort-Service, welcher sich entschuldigt aber das ganze an das SC FG weiterleitet. Ist für mich weniger Aufwand, da der Ticket-Ausdruck entfällt. Wieso sollte ich - auch Centbeträge - dafür verschenken, nur weil die DB keinen schlanken Prozess einführt (noch nicht)? Bei Sabine ging es ja auch über Bahn.de.

Online-Ticketausdruck ist nicht erforderlich

Matze86, München, Freitag, 28.02.2020, 08:58 (vor 2231 Tagen) @ MFBM

Es genügt die Auftragsnummer.

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