[6MGA] Teil 01: 4 kleine Touren in der Südwestschweiz [m15B] (Reiseberichte)
Zum Beginn noch kurz etwas Administratives:
Die Serie wird vsl. 31 chronologisch sortierte Teile haben, die größetenteils tagesfüllende Touren beschreiben und gut bebildert sind. Lediglich die Teile 1 (heute), 19 und 30 werden Zusammenfassungen kleinerer Touren sein, auf denen ich nicht so viele Fotos gemacht habe.
Absolute Highlights sind in den Teilen 2, 6, 7, 9, 14, 17, 20, 25, 29 und 31 enthalten, wofür ich ganz am Ende etwas die Chronologie durcheinanderbringe, aber ich will ja, dass es ein fulminantes Finale wird ;)
Hochladen werde ich die Teile so, wie ich es schaffe. Ein Teil pro Woche ist mein Ziel, das ich aber nicht garantiere.
Ausgangsort aller Fahrten war St-Prex am Genfersee (die Einheimischen nennen ihn Léman), und damit natürlich nicht so zentral gelegen, wie ich es manchmal gerne gehabt hätte. Die Beschreibung der Fahrten mit der lokalen S-Bahn, IC1/5 und IR15/90 werde ich daher größtenteils weglassen, sofern nichts Besonderes passiert ist. Wer Lust hat, darf gerne mitrechnen, wie viele Kilometer/Stunden ich alleine in diesen verbracht habe :D
Jetzt geht's aber los.
Die erste Tour ging mit der nächstgelegenen Zahnradbahn auf den Berg Les Pléiades. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit, Fenster im Zug zu öffnen (dazu passt ja gut der Thread hier) und der wirklich enttäuschenden Aussicht von oben - der gesamte Gipfel ist bewaldet, und es gibt eine kleine verlotterte Astronomieausstellung - habe ich nur zwei Bilder hier beizutragen (Und ganz eventuell hatte ich auch meine Kamera vergessen, sodass es nur Handybilder sind):
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1 Hier erkannt man gut die Zahnstange des Systems Strub
![[image]](https://abload.de/img/20190808_1441558rkn5.jpg)
2 Blick auf das Ostende des Sees
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3 Mein Heimatbahnhof für das folgende halbe Jahr, mit dem rangierenden "Geissberg-Walter"
Die zweite Tour war da schon wesentlich spannender. Mit dem EC, gefahren von 2xETR610, ging es nach Domodossola in Italien, wo mindestens im Übergangsverkehr nach Locarno auch schweizer Tarif gilt. Die landschaftlich schöne Strecke durchs Centovalli war auch mein primäres Ziel, leider war südlich des Alpenhauptkamms ein dermaßenes Scheißwetter, dass wieder kaum Fotos entstanden sind.
Spannend war aber durchaus die Fahrt mit den "neuen" Panaoramazügen der SSIF/FART, die laut Internetauskunft zuschlagspflichtig sind. Gut, denke ich mir, 2,50 werde ich dafür auch aufbringen können. Allerdings will dann weder der Herr im Fahrkahrtenhäuschen noch der Schaffner im Zug etwas davon wissen. Vielleicht, weil es bei dem Regen sowieso keine ernsthafte Aussicht gibt.
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4 Ein Bahnhof mit recht kurzem Namen und einer schönen Grafik. Hat irgendwer eine Ahnung, was diese uns mitteilen möchte?
Wir zuckeln also gemütlich durchs Tal, und während ich das EU-Roaming in Italien ausnutze, um den Fahrplan nachzugucken, stelle ich fest, dass wir schon 10min zu spät sind - der 12min Anschluss in Locarno wird jedenfalls knapp. Bis dort hat sich die Verspätung auch auf 15min aufgebaut. Irgendwie laufe ich aus Instinkt trotzdem als erster aus dem Zug und die Treppen hoch (Die Centovallibahn kommt in Locarno im Keller an), und tatsächlich - die S-Bahn Richtung Bellinzona steht gerade so noch da, macht hinter mir die Türen zu und fährt los. Glück gehabt! Eine Station geht es entlang am Lago Maggiore, bis Tenero, wo wir irgendwie nicht weiterfahren. Nach 10min sagt der Tf etwas durch, natürlich nur auf Italienisch, und es dauert etwas, bis ich ein paar Leute gefunde habe, die mir auf Englisch sagen, was Sache ist: Der Zug vor uns ist auf freier Strecke liegen geblieben und keiner weiß, wie es nun weitergeht. Nach weiteren 15min werden wir gebeten, den Zug zu verlassen, der dann leer zurück nach Locarno fährt. Da meine Tagesplanung sowieso durcheinander ist (Rückfahrt über Gotthard), folge ich ihm mit dem Regionalbus. So bin ich maximal flexibel und kann, falls die Sperre zu lange dauert, einfach die Strecke durchs Centovalli zurückfahren. Auf der Strecke ist aber auch sowas wie Mittagspause, weshalb ich mich in Locarno in der nun dort stehenden S-Bahn wieder unterstelle.
Nach geschlagenen 90min kommt dann ein einzelner Normalbus (also die ohne Gelenk) als SEV an - da hätte ich von der perfektesten Bahn der Welt aber mehr erwartet, sowohl zeitlich als auch an Raumangebot. Zum Glück schaffe ich es, mich in diesen Bus zu quetschen und freue mich ein wenig hämisch, als wir an Tenero, wo die meisten Leute aus dem ersten Zug noch warten, wegen Platzmangels einfach vorbeifahren. Auch die anderen Zwischenstationen werden ausgelassen, und so werden wir in Cadenazzo in den dort wartenden Zug geschmissen, der mich mit insgesamt 2h Verspätung nach Bellinzona bringt.
Die Gotthardbergstrecke ist damit zeitlich beerdigt, also nehme ich direkt den nächsten EC durch den Basistunnel, bei dem ich mich beim Schaffner über Entschädigungen informiere. Leider bekommt man in der Schweiz auf ein GA nichts so ohne Weiteres, da man ja nicht nachweisen könne, dass man wirklich den zu späten Zug genommen habe, und ich bin ein zweites Mal an diesem Tag von den SBB enttäuscht. Das sieht in D mit der BC100 doch anders aus, oder?
Aus Kulanz bekomme ich aber immerhin einen 5-Franken-Bordrestaurant-Gutschein. Irre.
Nördlich des Tunnels geht es dann über die Westseite des Zugersees, da die Ostseite >1 Jahr gesperrt ist.
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5 Arth-Goldau und der Zugersee
Zurück in Lausanne bekomme ich dank der Verspätung gerade so die letzte S-Bahn des Tages (die aufgrund von Bauarbeiten den ganzen August und Anfang September schon recht früh fährt, danach wäre auch SEV angesagt, auf den ich keine Lust habe).
Tour 3 ist wieder nur kurz, mit der tpc nach Champéry (nicht zu verwechseln mit Chambéry in FR)
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6 Ein Zahnrad-GTW der tpc
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7 Die Seilbahn, die ich mir aufgrund der Wolken schenke.
Tour 4 ging von Montreux über die Goldenpasslinie nach Spiez und von da über den Lötschberg nach Brig. Die doppelt verglasten Scheiben der MOB eignen sich leider auch überhaupt nicht für Fotos, und die im Lötschberger gefühlt noch weniger.
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8 Irgendwo im Tal zwischen Montbovon und Gstaad gelingt mir doch ein Bild fast ohne Spiegelei
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9 Weit genug oben liegt auch im August noch Schnee
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10 Traxx und Vectron Hand in Hand in Spiez
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11 Bereits aus Teil 0 bekanntes Bild ebendort
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12 Aufgrund der langen Umsteigezeit lohnt sich ein Blick runter zum Thunersee
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13 Blick Richtung Lötschberg
![[image]](https://abload.de/img/p1010096mskmj.jpg)
14 Aus dem Lötschbergtunnel raus ergibt sich ein sehr schöner Blick ins Rhônetal. Hier zu sehen ist Visp von oben, wo die MGB-Strecke nach Zermatt abzweigt.
![[image]](https://abload.de/img/p1010101rbjna.jpg)
15 Nochmal ein paar Meter weiter sieht man auch die Berggruppe, die das Tal nach Saas-Fee von dem nach Zermatt trennt.
So, das wars von mir zu diesen vier kleinen Fahrten und in Teil 2 geht's dann richtig los mit Tagestouren.
gesamter Thread:
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Math5D,
09.02.2020, 16:45
- DANKE!
-
GUM,
11.02.2020, 16:33
- DANKE!