Bad Hersfeld träumt von einer Anbindung an eine SFS FFU-UGT (Allgemeines Forum)

Power132, Freitag, 31.01.2020, 07:44 (vor 2309 Tagen)

Hallo,

In der Diskussion über eine SFS Fulda-Gerstungen träumt Bad Hersfeld von einer Anbindung an die Strecke.

Es wird auch von einer Tunnellösung gesprochen.

Die von Bürgermeister Thomas Fehling privat erarbeitete doppelte Tunnel-Lösung wird dann Bestandteil der weiteren Überlegungen werden. Der Fehling-Plan sieht einen Abzweig der Neubaustrecke von der Bahnlinie Würzburg-Hannover in Höhe des Überholbahnhofs Langenschwarz bei Burghaun vor. Die Trasse würde dann in einem etwa zehn Kilometer langen Tunnel verschwinden und erst unterhalb des Johannesberges bei Unterhaun auf die Bestandsstrecke aus dem Haunetal einschwenken.
Anschließend ginge es wie gehabt durch den Bahnhof Bad Hersfeld. Kurz vor Friedlos würde die neue Trasse entweder vor oder nach der Kläranlage in einem weiteren Tunnel Richtung Wildeck-Hönebach und dort wieder auf die bestehende Strecke nach Gerstungen führen.
Das ist sicher nicht die kostengünstigste Lösung“, weiß der Hersfelder Bürgermeister, sieht den ICE-Halt im Zentrum aber als unabdingbar für die weitere Stadtentwicklung an. Mit einer Fahrzeit von dann knapp 57 Minuten nach Frankfurt würde Bad Hersfeld zum erweiterten Einzugsgebiet des Rhein-Main-Bereiches gehören. „Das bringt Wachstum mit sich.“
Fehlings Variante deckt sich weitestgehend mit davon unabhängig erstellten Planungsideen der Bürgerinitiativen aus dem Aktivbündnis. Auch hier wurde von Anfang an für eine Tunnellösung ab Langenschwarz plädiert, um die Bedenken der Gemeinden im Fulda- und Geistal auszuräumen.

Gruß
Robert

Bad Hersfeld vs. NBS Fulda-Gerstungen

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 31.01.2020, 11:42 (vor 2309 Tagen) @ Power132

...ich dachte, UGT wäre Gotha...

Hallo Power132,

das Wort "schnell" konnte ich im Artikel nicht finden, geschweige "Schnellfahrstrecke".
Es ist die Rede einer Neubaustrecke. Daher im Titel: SFS -> NBS.

Und wenn ich das ganze angucke, wird es auch nicht schnell. PDF dazu.
Fulda-Langenschwarz sind etwa 20 km; von dort via Tunnel A nach Bad Hersfeld (HEF) etwa 15 km. Macht zusammen 35 km; entspricht Schiphol-Rotterdam bei uns, wo Thalys nur kurzzeitig die 300-Marke berührt.
In HEF muss man halten; Durchfahrt macht wenig Sinn, die Altstrecke ist ja schon langsam. Ähnliche Geschichte wie bei Mannheim.
HEF-Gerstungen sind 25 km; das entspricht Tilburg-Breda bei uns. Was passiert ab Gerstungen: Altstrecke nach Eisenach?

Insgesamt wird man also nicht viel Zeit sparen; es sei denn, die Altstrecke lässt nicht mehr zu als was ein Güterzug schafft.
Gut, dafür schützt man die Landschaft. Die ist offenbar so schön dass der ICE-Reisende auf den Weg nach HEF sie nicht sehen darf, der Autofahrer aber schon. Selbe Geschichte wie das Grüne Herz bei uns... :)

Und was macht Hünfeld? Dort hält doch auch der eine oder andere Fernzug? Oder inzwischen nicht mehr?


gruß,

Oscar (NL), der dennoch denkt, dass diese Lösung die beste ist, da alle andere Lösungen entweder zu teuer oder politisch nicht gewollt sind.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Absurde Idee

Celestar, Freitag, 31.01.2020, 12:10 (vor 2309 Tagen) @ Oscar (NL)

Bad Hersfeld hat keine 30.000 Einwohner. Ich finde alleine die Idee, einen ICE-Halt dort zu planen komplett absurd. Es gibt dort auch keinen Anschluß nach irgendwo. Das ist doch nur die Wunschvorstellung eines größenwahnsinnigen Bürgermeisters.

Dafür gibt es REs oder maximal vielleicht ICs.

Celestar

Bad Hersfeld vs. NBS Fulda-Gerstungen

ICE-TD, Freitag, 31.01.2020, 12:24 (vor 2309 Tagen) @ Oscar (NL)

HEF-Gerstungen sind 25 km; das entspricht Tilburg-Breda bei uns. Was passiert ab Gerstungen: Altstrecke nach Eisenach?

Eine SFS in Gerstungen enden zu lassen macht keinen Sinn, denn danach kommt der kurvenreiche Abschnitt, eine SFS müsste bis kurz vor Eisenach führen.

Unterschätze Bad Hersfeld nicht...

ffz, Freitag, 31.01.2020, 12:39 (vor 2309 Tagen) @ Celestar

Hallo,

in Bad Hersfeld sitzt immer hin die Deutschland Zentrale von Amazon, bisher hält dort 2-stündlich die ICE Linie 50 Wiesbaden- Frankflug-Erfurt-Leipzig-Dresden. Wenn man sich die Ein- und Aussteigerzahlen anschaut müsste man eher über den ICE-Halt in Eisenach und Gotha diskutieren. Die Größe einer Stadt hat nur bedingt mit einem Halt zu tun oder nicht.
Mit Fertigstellung der NBS/ABS Fulda-Gerstungen soll der ICE-Sprinter Frankfurt/Main-Berlin alle 2 Stunden verkehren und die Strecke in unter 3:30 Stunden schaffen.

Bad Hersfeld vs. NBS Fulda-Gerstungen

ffz, Freitag, 31.01.2020, 12:43 (vor 2309 Tagen) @ ICE-TD

Das „Problem“ beim Abschnitt Gerstungen-Eisenach ist dass man bei einer SFS zwingend in das Bergbau- und Setzungsgebiet der Kali+Salz im Werratal kommt, da eine NBS zu errichten dürfte extrem komplex werden.

Bad Hersfeld vs. NBS Fulda-Gerstungen

ICE-TD, Freitag, 31.01.2020, 12:47 (vor 2309 Tagen) @ ffz

Das „Problem“ beim Abschnitt Gerstungen-Eisenach ist dass man bei einer SFS zwingend in das Bergbau- und Setzungsgebiet der Kali+Salz im Werratal kommt, da eine NBS zu errichten dürfte extrem komplex werden.

Deshalb macht die Anbindung von Bad Hersfeld in meinen Augen auch nicht unbedingt Sinn. Ich würde die nördliche Variante bevorzugen die an Bebra vorbeiführt und dort eine Ausfädelung an die alte Strecke bauen für Züge die dann in Bebra halten. Von Bad Hersfeld kann man gute Nv-Verbindungen nach Bebra schaffen.

Unterschätze Eisenach nicht...

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 31.01.2020, 12:52 (vor 2309 Tagen) @ ffz
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 31.01.2020, 12:54

Eisenach hat genügend Ein- und Aussteiger um einen stündlichen Fernverkehrshalt zu rechtfertigen. Immerhin hängt hier noch der gesamte Wartburgkreis und große Teile von Schmalkalden–Meiningen mit dran, für die sich westwärts der Umweg über Erfurt nicht lohnt.

Hinzu kommt, dass aktuell die ICE-Zeitkarten günstiger als die NV-Zeitkarten sind und sehr viele Pendler nach Gotha und Erfurt mit dem ICE fahren. Die beiden in Eisenach beginnenden ICE sind mit 50+ Leuten nicht so schlecht ausgelastet.

Wenn der ICE Eisenach und Hersfeld auslassen soll, müsste es ersatzweise einen stündlichen IC zwischen Fulda und Leipzig mit Halt in Hersfeld, Eisenach, Gotha und Erfurt geben.

Amazon sitzt aber an der A4 weit ausserhalb von Bad Hersfeld

Power132, Freitag, 31.01.2020, 12:53 (vor 2309 Tagen) @ ffz

Das wäre kein zwingendes Argument.

Unterschätze Bad Hersfeld nicht...

Celestar, Freitag, 31.01.2020, 13:18 (vor 2309 Tagen) @ ffz

Hallo,

in Bad Hersfeld sitzt immer hin die Deutschland Zentrale von Amazon, bisher hält dort 2-stündlich die ICE Linie 50 Wiesbaden- Frankflug-Erfurt-Leipzig-Dresden. Wenn man sich die Ein- und Aussteigerzahlen anschaut müsste man eher über den ICE-Halt in Eisenach und Gotha diskutieren.

Ja. Müsste man meiner Meinung nach schon.

Celestar

Eisenach und Gotha haben größere Einzugsgebiete

Power132, Freitag, 31.01.2020, 13:41 (vor 2309 Tagen) @ Celestar
bearbeitet von Power132, Freitag, 31.01.2020, 13:42

Eisenach bis nach Eschwege und bis Mühlhausen und wie schon erwähnt Bad Salzungen/Rhön und Meiningen.
Gotha bis fast Ilmenau/Schmalkalden und Leinefelde.

Bad Hersfeld kann auch zum Einzugsgebiet Fulda zählen.

Unterschätze Bad Hersfeld nicht...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 31.01.2020, 15:03 (vor 2309 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 31.01.2020, 15:05

Bad Hersfeld ist auch nur ein Abklatsch von Stadtallendorf. Genau so 'wichtig'.

In Hersfeld kommen vermutlich so wenig Leute zur Ausbeute-Amazone zur Arbeit wie in Allendorf zu Ferrero. Irgend ein großes Werk hat jede Stadt.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

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