Sehr gute Idee? Der Pro-Bahn-Chef hat auch eine "Idee"... (Allgemeines Forum)

liebe70, Sonntag, 28.03.2010, 03:02 (vor 5975 Tagen) @ Dan_P

Nur weil eine Idee von einer Gewerkschaft kommt, ist sie nicht per se gut.

Hier ist die Pressemeldung der Transnet dazu:

Winter und Deutsche Bahn: Management reagiert auf Forderung - Beschäftigte erhalten freien Tag

25.03.2010 Die Beschäftigten der DB erhalten einen zusätzlichen freien Tag. Anlass sind die erheblichen Belastungen im zurückliegenden Winter. Damit kommt das Management Forderungen von TRANSNET und GDBA nach.

„Die Beschäftigten, und zwar alle, haben mit ihrem großen Einsatz dafür gesorgt, dass der Verkehr zu großen Teilen aufrecht erhalten werden konnte“, stellten der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel fest. Deshalb sei dieser zusätzliche freie Tag ein „fairer Ausgleich“ für die entstandenen Mehrbelastungen. Zudem sei es „richtig, dass diesen alle Mitarbeiter erhalten und nicht zwischen unterschiedlichen Beschäftigtengruppen unterschieden wird“, machten Kirchner und Hommel deutlich.

Ungeachtet dieser Entscheidung verlangten die beiden Gewerkschafter, die Vorbereitungen auf den kommenden Winter zu verbessern. „Schwachstellen müssen untersucht, Probleme beseitigt werden.“ Sie verwiesen auf eine Gewerkschafts-Konferenz von über 200 Bahnbeschäftigten Anfang dieser Woche. Dabei seien zahlreiche Missstände deutlich geworden. „So gehört beispielsweise die Budgetierung auf den Prüfstand, die Vergabe an Subunternehmer muss korrigiert werden“, erklärten die Vorsitzenden von TRANSNET und GDBA.

Quelle: http://www.transnet.org/Presse/Presse2010/10_03_25_Winter_freier_Tag/

Und dann noch ein Aushang derselben Gewerkschaft, wo mit einem ganzen Gartenzaun gewunken wird, wie dieser Tag zu nutzen ist: >Klick< (pdf-Datei).

Aus dieser pdf-Datei zitiert:

"Der zusätzliche freie Tag soll vorrangig für gemeinsame Aktivitäten in den einzelnen Betrieben genutzt werden. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl der Eisenbahner-Familie. Die genaue Umsetzung wird bis Mitte April zwischen den Betriebsräten und den Betriebsleitungen geklärt."

Also ich möchte meine freien Tag so verbringen, wie ich es gern mag. Familie ist schön und gut, aber dann bitte mit meiner eignen Familie und nicht bei einer Zwangsveranstaltung, um ein "Gemeinschaftsgefühl" zu stärken, was sowieso kaum noch existiert. "Freiwillige" Pflichtveranstaltungen hatte ich zu DDR-Zeiten schon genügend, die haben auch nix gebracht.

Hier ist noch der Link zur Meldung von rp-online.

Dort steht auch eine "Idee" vom Pro-Bahn-Chef:

Der Pro-Bahn-Vorsitzende Karl-Peter Naumann schlägt allerdings vor, auch die Fahrgäste zumindest symbolisch für die erlittenen Unannehmlichkeiten zu entschädigen. (...) Naumann schlug (...) vor, dass die Bahn ihren Kunden einen kleinen Snack oder eine Süßigkeit schenkt -­ „als Zeichen der Entschuldigung”.

Die Fahrgastentschädigung an sich ist wirklich eine gute Idee, aber wenn der Reisende dann nur einen Snack bzw. eine Süßiglkeit bekommen soll... Ich käme mir da als Reisender genauso verscheißert vor, wie mit der aktuellen bahn.bonus-Auswahl-nach-Nase-Aktion.

Kopfschüttelnd, Ralf


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum