Aktionsbündnis gegen ICE-Einschränkungen ab 2011 (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Samstag, 27.03.2010, 09:42 (vor 5856 Tagen)

-> http://www.mdr.de/thueringen/7199105.html

Kommunalpolitiker in Sachsen und Thüringen wehren sich gegen die von der Deutschen Bahn geplanten Einschränkungen im ICE-Verkehr. In einem Brief an Bahnchef Grube und Bundesverkehrsminister Ramsauer fordern 13 Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und ein Regierungspräsident in Sachsen und Thüringen ein dringendes Krisengespräch.

Ja wir hier im Osten machen es der armen deutschen Bahn so schwer wie möglich ;)

Davon kann man auch im "Westen" etwas lernen....

GUM, Samstag, 27.03.2010, 10:40 (vor 5856 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.mdr.de/thueringen/7199105.html

Kommunalpolitiker in Sachsen und Thüringen wehren sich gegen die von der Deutschen Bahn geplanten Einschränkungen im ICE-Verkehr. In einem Brief an Bahnchef Grube und Bundesverkehrsminister Ramsauer fordern 13 Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und ein Regierungspräsident in Sachsen und Thüringen ein dringendes Krisengespräch.


Ja wir hier im Osten machen es der armen deutschen Bahn so schwer wie möglich ;)

Da sollte der "Westen" auch etwas davon lernen. Was hier die Bürgerinnen und Bürger so alles mit sich machen lassen *kopfschüttel*

Da fehlt gesundes Selbstbewußtsein ! Wir haben ja auch keine friedliche Revolution selbst hinbekommen.

Davon kann man auch im "Westen" etwas lernen....

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Samstag, 27.03.2010, 10:58 (vor 5856 Tagen) @ GUM

Da sollte der "Westen" auch etwas davon lernen. Was hier die Bürgerinnen und Bürger so alles mit sich machen lassen *kopfschüttel*

Da fehlt gesundes Selbstbewußtsein ! Wir haben ja auch keine friedliche Revolution selbst hinbekommen.

Wie auch? Wenn ich mir das so ansehe, was da seit Kriegsende 1945 so gelaufen ist. Ganz grob gesagt, wurde ja den Westteilen Deutschlands von jeher (seit 1945) nur Zucker in den Hintern geblasen. Wird Zeit, das man aufwacht und sein Schicksal selber in die Hand nimmt....

Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr. Oder anders, was können sie tun, außer protestieren? NIX! Es ist allein eine Entscheidung der DB, ob oder ob nicht. Die Konsequenzen aus dieser Entscheidung stehen auf einemganz anderen Blatt...

leider sind die Ossis der Bahn davongerannt ....

ktmb, Samstag, 27.03.2010, 11:02 (vor 5856 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von ktmb, Samstag, 27.03.2010, 11:03

Es hat aber auch etwas mit dem Verkehrsverhalten der Ossis (war selber mal einer) zu tun. War der Leipziger Hbf. bis Ende 1989 noch ein richtiger Bahnhof, ist er jetzt nur noch mit Kaufhaus mit Haltepunkt.

leider sind die Ossis der Bahn davongerannt ....

RhBDirk, Samstag, 27.03.2010, 11:08 (vor 5856 Tagen) @ ktmb

Es hat aber auch etwas mit dem Verkehrsverhalten der Ossis (war selber mal einer) zu tun. War der Leipziger Hbf. bis Ende 1989 noch ein richtiger Bahnhof, ist er jetzt nur noch mit Kaufhaus mit Haltepunkt.

Ich hoffe Du meinst das jetzt nur von dem, was das Zugangebot/die Zugdichte, im Fernverkehr angeht. Einen DR oder DB (Bundesbahn) Bahnhof wünsche ich mir unter keinen Umständen zurück.

leider sind die Ossis der Bahn davongerannt ....

ktmb, Samstag, 27.03.2010, 11:14 (vor 5856 Tagen) @ RhBDirk

Ja, ich meinte die Zugdichte im FV. Ich bin halt vor den Toren Leipzigs großgeworden und war als Kind immer begeistert von diesem riesigen Bahnhof.
Jetzt ist da leider nicht mehr soviel los. Leipzig kann sich ja glücklich schätzen, dass es noch etwas FV gibt. Gera, Zwickau, Chemnitz, Plauen usw. haben nur noch "Schienenbananen".

An der Überschrift ist schon was dran ...

Christian_S, Samstag, 27.03.2010, 14:43 (vor 5855 Tagen) @ ktmb

An der Überschrift der vorhergehenden 3 Beiträge ist schon was dran. Die Bereitschaft, mit dem Zug zu verreisen, ist im Osten in der Tat prozentual geringer als im Westen (ausgenommen SWT-Fahrten). Woran das liegt ist schwer zu sagen, aber ich denke, im Osten sind viele Menschen einfach preissensibler. Hinzu kommt in der Tat die schlechte Anbindung vieler Regionen im Vergleich zur Autobahn.

leider sind die Ossis der Bahn davongerannt ....

heinz11, Samstag, 27.03.2010, 14:48 (vor 5855 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von heinz11, Samstag, 27.03.2010, 14:48

Ja, ich meinte die Zugdichte im FV. Ich bin halt vor den Toren Leipzigs großgeworden und war als Kind immer begeistert von diesem riesigen Bahnhof.
Jetzt ist da leider nicht mehr soviel los. Leipzig kann sich ja glücklich schätzen, dass es noch etwas FV gibt. Gera, Zwickau, Chemnitz, Plauen usw. haben nur noch "Schienenbananen".


Und meine These ist nach wie vor: Wäre Dresden keine Landeshauptstadt, endete die Linie 50 längst in Leipzig und der Rest würde bestenfalls mit IC-Zügen, die aus abge...wracktem IR-Material bestehen würden, abgewickelt.


heinz

Davon kann man auch im "Westen" etwas lernen....

Steffen, Samstag, 27.03.2010, 11:13 (vor 5856 Tagen) @ Tabernaer

Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr. Oder anders, was können sie tun, außer protestieren? NIX! Es ist allein eine Entscheidung der DB, ob oder ob nicht. Die Konsequenzen aus dieser Entscheidung stehen auf einemganz anderen Blatt...

Sie können der DB Geld bieten, dass sie weiter/öfter fährt. Da gibt es also schon eine direkte und wirksame Einflussmöglichkeit.
(ob das sinnvoll ist und ob sie das tun ist was anderes...)

--
[image]

Bestechung...

liebe70, Samstag, 27.03.2010, 11:56 (vor 5856 Tagen) @ Steffen

Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr. Oder anders, was können sie tun, außer protestieren? NIX! Es ist allein eine Entscheidung der DB, ob oder ob nicht. Die Konsequenzen aus dieser Entscheidung stehen auf einemganz anderen Blatt...


Sie können der DB Geld bieten, dass sie weiter/öfter fährt. Da gibt es also schon eine direkte und wirksame Einflussmöglichkeit.
(ob das sinnvoll ist und ob sie das tun ist was anderes...)

...funktionierte noch nie. Mit solchen Aktionen ist bespielsweise Sachsen-Anhalt gewaltig auf die Schnauze gefallen. Im Übrigen ist es eine Illusion, unternehmerische Entscheidungen mit Geld beeinflussen zu können. Das ging auch bei Nokia Bochum und der Opel AG schief.

Gruß, Ralf

Immerhin ist der Bund noch Eigentümer....

GUM, Samstag, 27.03.2010, 11:53 (vor 5856 Tagen) @ Tabernaer


Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr.

Doch ! Der Bund ist immerhin noch Eigentümer der Bahn. Also kann er als Eigentümer über seinen Verkehrsminister, den Aufsichtsrat einen sehr großen Einfluß nehmen. Schon alleine aktienrechtlich, weil Grundstücksgeschäfte vom AR genehmigt werden müssen (z. B. das Geld nicht für Prestigebauten raushauen).

Darüberhinaus auch noch über politische Vorgaben und zudem verbietet niemand, den betroffenen Bundesländern ein EVU zu gründen und selbst Fernverkehr anzubieten. Ist ja auch eine politische Aussage, wenn man eines der größten Zentren Deutschlands so einfach teilweise vom FV-Netz nimmt.

Immerhin ist der Bund noch Eigentümer....

liebe70, Samstag, 27.03.2010, 12:06 (vor 5856 Tagen) @ GUM


Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr.


Doch ! Der Bund ist immerhin noch Eigentümer der Bahn.

Klar doch. Der Bund wollte doch seine Staatskonzerne alle privatisieren, weil ihm das zu teuer wurde. Wohin das führt, sieht man doch bei Post und Telekom sehr gut.

Also kann er als Eigentümer über seinen Verkehrsminister, den Aufsichtsrat einen sehr großen Einfluß nehmen. Schon alleine aktienrechtlich, weil Grundstücksgeschäfte vom AR genehmigt werden müssen (z. B. das Geld nicht für Prestigebauten raushauen).

Der Eigentümer sollte sich endlich mal entscheiden, was er konkret will. Entweder eine Privatisierung mit allen Konsequenzen (die dann auch heißt, daß die Politik keinen Einfluß auf unternehmerische Entscheidungen hat) oder flächendeckenden Fernverkehr unter Staatsregie, dann kann die Privatisierung abgeblasen und alles damit Zusammenhängende rückgängig werden. Beides zusammen geht nicht. Es gibt auch keine eierlegende Wollmilchsau.

Darüberhinaus auch noch über politische Vorgaben und zudem verbietet niemand, den betroffenen Bundesländern ein EVU zu gründen und selbst Fernverkehr anzubieten.

Und warum betreibt die LNVG mit dem metronom keinen Fernverkehr? Oder die HLB?

Die Antwort dürfte in den regionalen Verkehrsgesetzen stehen.

Gruß, Ralf

"Fernverkehr mit dem Metronom?"

ktmb, Samstag, 27.03.2010, 12:11 (vor 5856 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von ktmb, Samstag, 27.03.2010, 12:12

"Fernverkehr mit dem Metronom?"

Sicherlich mit anderem Wagenmaterial, oder?

"Fernverkehr mit dem Metronom?"

ICE 79, Samstag, 27.03.2010, 12:20 (vor 5856 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von ICE 79, Samstag, 27.03.2010, 12:20

mit den supertollen DoStos die vielleicht auf den Strecken HH-Lüneburg annehmbar sind, nicht aber auf den Strecken HH-Göttingen.

Immerhin ist der Bund noch Eigentümer....

GUM, Samstag, 27.03.2010, 12:22 (vor 5856 Tagen) @ liebe70

Klar doch. Der Bund wollte doch seine Staatskonzerne alle privatisieren, weil ihm das zu teuer wurde. Wohin das führt, sieht man doch bei Post und Telekom sehr gut.

Meine volle Zustimmung. Habe ich mir auch neulich in einem Postamt gedacht: Nur noch etwa ein Viertel des Personals, ein Bruchteil der Öffnungszeit usw. . Aber immerhin darf man dann da "schön designt" sinnlos warten.

Dies ist leider oftmals der wahre Kern einer Privatisierung, die ausschließlich auf den kurzfristigen Gewinn und Effizienz setzt. OT: Meine Wahlentscheidung in Zukunft hängt auch davon ab, wer das Gemeinwohl wirklich berücksichtigt.

Ich zumindest bin von den ersten 6 Monaten Nichtstun der Wunschkoalition maßlos enttäuscht.

Der Eigentümer sollte sich endlich mal entscheiden, was er konkret will. Entweder eine Privatisierung mit allen Konsequenzen (die dann auch heißt, daß die Politik keinen Einfluß auf unternehmerische Entscheidungen hat) oder flächendeckenden Fernverkehr unter Staatsregie, dann kann die Privatisierung abgeblasen und alles damit Zusammenhängende rückgängig werden. Beides zusammen geht nicht. Es gibt auch keine eierlegende Wollmilchsau.

Alles zusammenhängende nicht ! Aber der Staat und die Regierung muss zumindest alle paar Jahre eine wirtschafts- und gesellschaftspolitische Abwägung vornehmen. Nicht einfach die Privatisierungsthesen der 60er-Jahre des letzten Jahrtausends unverändert durchsetzen wollen.

Darüberhinaus auch noch über politische Vorgaben und zudem verbietet niemand, den betroffenen Bundesländern ein EVU zu gründen und selbst Fernverkehr anzubieten.


Und warum betreibt die LNVG mit dem metronom keinen Fernverkehr? Oder die HLB?

Ist kein Fernverkehrsunternehmen ! Der metronom hat lediglich die Ausschreibung für den Nahverkehr bekommen und der Aufbau einer Fernverkehrslogistik ist teuer. Und wenn man jetzt so die Staatsverschuldung ansieht, dann ist wohl auch auf längere Sicht kein finanzielles Polster da.

Grüß, GUM

(OT): Eierlegende Wollmilchsäue

Blaschke, Samstag, 27.03.2010, 12:31 (vor 5856 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 27.03.2010, 12:32

Es gibt auch keine eierlegende Wollmilchsau.

Ich dachte immer, dass seid ihr Zugbegleiter!

- Fahrkartenkontrolleure
- Fahrkartenaussteller
- Schwarzfahrererwischer
- Auskunftei für alle möglichen Reisewünsche
- Servicekräfte für Kaffee, Kuchen, Benefits und Zeitungen
- Anschlußsicherer
- Psychologen
- Friedensstifter, wenn 2 oder mehr Reisende Zoff miteinander haben
- Kümmerer, die jedem Hinweis des Publikums sofort nachgehen
- Betriebsexperten, die in München schon wissen, wie man von Kiel nach Eutin kommt
- Reparateure, die z.B. das Klo wieder ans Laufen bringen
- Ansager - und das gleich zweisprachig
- Erste-Hilfe-Beherrscher, die auch mal einen ICE evakuieren
- Organisierer im Verspätungsfalle, die entsprechende Maßnahmen vorschlagen
- Befehlsumsetzer, die die Vorgaben von oben 1:1 in die Wirklichkeit übertragen

Und da gibt's bestimmt noch ein paar Punkte...

Und das natürlich alles zusammen im mit 738 Fahrgästen und 68 Min. Verspätung durch's Land brausenden ICE 1 Berlin - Frankfurt - München am Haupturlaubsreisetag in 1:2 Besetzung.


Und jetzt sagst Du, es gibt keine eierlegenden Wollmilchsäue. Da bin ich enttäuscht. Verspricht mir nicht die Bahn die Existenz dieser Lebewesen? ;-)


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Immerhin ist der Bund noch Eigentümer....

heinz11, Samstag, 27.03.2010, 14:40 (vor 5855 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von heinz11, Samstag, 27.03.2010, 14:41

Und warum betreibt die LNVG mit dem metronom keinen Fernverkehr? Oder die HLB?

Die Antwort dürfte in den regionalen Verkehrsgesetzen stehen.

Gruß, Ralf


Wenn das der einzige Hinderungsgrund ist, muß man halt die Gesetze ändern.

heinz

der Bund ist noch Eigentümer, bleibt es auch mehrheitlich

Henrik, Sonntag, 09.05.2010, 15:50 (vor 5812 Tagen) @ liebe70

Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr.


Doch ! Der Bund ist immerhin noch Eigentümer der Bahn.


Klar doch. Der Bund wollte doch seine Staatskonzerne alle privatisieren, weil ihm das zu teuer wurde. Wohin das führt, sieht man doch bei Post und Telekom sehr gut.

... und Postbank.
Alles 3 sehr erfolgreiche große Unternehmen und der Steuerzahler hat durch Verkäufe von Aktien Milliarden an Euro eingenommen.
Die Deutsche Post AG ist das größte Logistik- und Postunternehmen weltweit.
Die Deutsche Telekom AG ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen.

Lufthansa wäre auch zu nennen,
einer der größten, weltweit agierenden Konzerne in der Zivilluftfahrtbranche.

Also kann er als Eigentümer über seinen Verkehrsminister, den Aufsichtsrat einen sehr großen Einfluß nehmen. Schon alleine aktienrechtlich, weil Grundstücksgeschäfte vom AR genehmigt werden müssen (z. B. das Geld nicht für Prestigebauten raushauen).


Der Eigentümer sollte sich endlich mal entscheiden, was er konkret will. Entweder eine Privatisierung mit allen Konsequenzen (die dann auch heißt, daß die Politik keinen Einfluß auf unternehmerische Entscheidungen hat) oder flächendeckenden Fernverkehr unter Staatsregie, dann kann die Privatisierung abgeblasen und alles damit Zusammenhängende rückgängig werden. Beides zusammen geht nicht. Es gibt auch keine eierlegende Wollmilchsau.

Schau in Koalitionsvertrag und weiteren entsprechenden Äußerungen des Eigentümers bzw. eben des Bundesverkehrsministers.

Wieso sollte es nur schwarz und weiß geben, aber nichts dazwischen?
Du hast doch oben die Beispiele genannt, die aus der Bundespost hervorgegangen sind.
Sowohl bei der Post als auch bei der Telekom hat der Staat noch beträchtliche Anteile.
Und bei der Bahn ist es nicht geplant, mehr als 50% zu veräußern, sogar lediglich nur etwa 25%, wenn es überhaupt dazu kommt.
Und damit sitzt man sehr wohl auch noch im Aufsichtsrat etc.

Darüberhinaus auch noch über politische Vorgaben und zudem verbietet niemand, den betroffenen Bundesländern ein EVU zu gründen und selbst Fernverkehr anzubieten.


Und warum betreibt die LNVG mit dem metronom keinen Fernverkehr? Oder die HLB?

Die Antwort dürfte in den regionalen Verkehrsgesetzen stehen.

Wieso die LNVG? Die LNVG ist doch kein EVU.

Da wird auch nichts weiter passieren, befürchte ich

liebe70, Samstag, 27.03.2010, 11:51 (vor 5856 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.mdr.de/thueringen/7199105.html

Kommunalpolitiker in Sachsen und Thüringen wehren sich gegen die von der Deutschen Bahn geplanten Einschränkungen im ICE-Verkehr. In einem Brief an Bahnchef Grube und Bundesverkehrsminister Ramsauer fordern 13 Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und ein Regierungspräsident in Sachsen und Thüringen ein dringendes Krisengespräch.


Ja wir hier im Osten machen es der armen deutschen Bahn so schwer wie möglich ;)

Ich habe damals die Verschlimmbesserungen und Kahlschläge der Interregiolinien Ruhrgebiet - Hannover - Magdeburg - Leipzig - Dresden bzw. Ruhrgebiet - Hannover - Magdeburg - Berlin und Hamburg/Lübeck - Wittenberge - Magdeburg - Leipzig miterleben müssen. Da gab es halbherzige Proteste und Interventionen sowohl beim Bundesverkehrsminister als auch beim Chef der DB. Letzterer versprach zwar etwas, aber den systematischen und gezielten Niedergang der Linien hielt das nicht auf. Im Gegenteil, diverse Landespolitiker erhielten später Posten innerhalb des DB-Konzerns.

Die wenigen Pseudo-Alibi-IC(E) wie ihn Magdeburg beispielsweise hat, werden mittelfristig auch wieder eingestellt.

Gruß, Ralf

Da wird auch nichts weiter passieren, befürchte ich

ICE-T-Fan, Samstag, 27.03.2010, 12:17 (vor 5856 Tagen) @ liebe70

Ich glaube auch nicht, dass es effektiv irgendetwas hilft, aber es beruhigt zumindest das Gewissen das Kommunalpolitiker ;)

Ich warte erstmal die erste offiziell Fahrplanveröffentlichung ab und entscheide mich dann erst, wie ich in Zukunft mit der Bahn als Verkehrsmittel verfahre. Noch ist ja nix bestimmtes festgelegt.

Druckmittel

frank_le, Samstag, 27.03.2010, 12:50 (vor 5856 Tagen) @ ICE-T-Fan

Sachsen und Leipzig haben noch ein Druckmittel: In einigen Monaten werden die Nahverkehrsleistungen komplett neu vergeben.

Die Bahn hat jetzt schon wegen der Unzufriedenheit mit Ihren Leistungen und Erpressungsversuchen von DB Regio gegenüber dem Zweckverband 50% der Leistungen an die Mitteldeutsche Regionbahn verloren. Wenn sie 100% verlieren wollen sollen Sie einfach so weitermachen.

Druckmittel - Ging in Sachsen-Anhalt schief

liebe70, Samstag, 27.03.2010, 13:11 (vor 5856 Tagen) @ frank_le

Sachsen und Leipzig haben noch ein Druckmittel: In einigen Monaten werden die Nahverkehrsleistungen komplett neu vergeben.

In Sachsen-Anhalt wollte auch mal ein Landesverkehrsminister der DB diverse Nahverkehrsleistungen in einem 10-Jahres-Vertrag überhelfen, um damit u.a. das Fernverkehrsangebot zu halten.

Die Sache flog auf - und das wars. Der Herr ist schon seit geraumer Zeit kein Landesverkehrsminister und erst recht kein Landespolitiker mehr...

Gruß, Ralf

Druckmittel

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Samstag, 27.03.2010, 13:17 (vor 5856 Tagen) @ frank_le
bearbeitet von Tabernaer, Samstag, 27.03.2010, 13:17

Sachsen und Leipzig haben noch ein Druckmittel: In einigen Monaten werden die Nahverkehrsleistungen komplett neu vergeben.

Die Bahn hat jetzt schon wegen der Unzufriedenheit mit Ihren Leistungen und Erpressungsversuchen von DB Regio gegenüber dem Zweckverband 50% der Leistungen an die Mitteldeutsche Regionbahn verloren. Wenn sie 100% verlieren wollen sollen Sie einfach so weitermachen.

Und wo bitte soll da das Druckmittel liegen? Die Bosse in den Plüschetagen stört eine verlorene Ausschreibung im NV doch überhaupt nicht. Da gehen die halt statt nach Leipzig auf Arbeit nach Berlin oder Frankfurt und pendeln halt am WE. Sie bekommens ja bezahlt - mehr oder weniger gut. AUSBADEN müssen die ganze Choose die kleinen Leuts unten vorm Kunden. DIE sind ja Prellbock und Prügelknabe für alles mögliche und für Ottonormalbahnfahrer "die Bahn" ...
Personal kostet Geld und schmälert den Gewinn. Also kann ich nicht genug davon loswerden. Die Umsatzvorgabe wird aber deswegen trotzdem nicht verringert. Da müssen halt die andern Geschäftsfelder etwas mehr ranklotzen. Da kommen dann so nette Umsatzvorgaben für die Zuggastronomie zustande, wie der folgende: IC 2060 von Stuttgart nach Karlsruhe soll ca. 100,- Euro erwirtschaften bei rund 50 Min. Fahrzeit. Gefüllt ist der Zug aber allerhöchstens zu 40% (und das ist schon sehr hoch geschätzt). Ausnahmesituation ist Freitags, wenn selbiger Zug von Nürnberg kommt. Wie und womit der Gesammtumsatz erwirtschaftet wird, interessiert die Leut schlichtweg nicht. Wenn der betreffende GB nicht in der Lage ist, die Vorgaben zu erfüllen, rollen Köpfe. Der Neue, der dann kommt, weiß zwar auch nicht, wie er das anders oder besser machen kann, aber er kostet vielleicht nur die Hälfte seines Vorgängers...

Oh Mann, wie ich es hasse. Das hat mit Eisenbahn nix mehr zu tun...

Druckmittel

heinz11, Samstag, 27.03.2010, 14:45 (vor 5855 Tagen) @ frank_le

Sachsen und Leipzig haben noch ein Druckmittel: In einigen Monaten werden die Nahverkehrsleistungen komplett neu vergeben.

Schön und gut, aber in Dresden ist der VVO mal wieder eingeknickt und hat der DB für die nächsten 17 Jahre(!) den S-Bahn-Verkehr überlassen.

heinz

Druckmittel

Alexander, Samstag, 27.03.2010, 14:52 (vor 5855 Tagen) @ heinz11

Hi,

Schön und gut, aber in Dresden ist der VVO mal wieder eingeknickt und hat der DB für die nächsten 17 Jahre(!) den S-Bahn-Verkehr überlassen.

aber dafür liefert DB Regio auch eine sehr gute Arbeit bei der S-Bahn Dresden!
Und warum sollte das Land Sachsen DB Regio ausschließen, wenn DB Fernverkehr den Fernverkehr in der Regio etwas ausdünnt?

Dann dürfte ja Veolia und wie sie alle heißen auch an keiner Ausschreibung dran teilnehmen - diese bieten ja auch keinen Fernverkehr auf ihre Kosten an (bzw. haben ihre Streckennetz schon drastisch eingekürzt)...

Aber wie Ralf schon schrieb, erst muss sich die Politik einig werden was diese will und zwar mit allen Konsequenzen!

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Druckmittel

heinz11, Samstag, 27.03.2010, 14:58 (vor 5855 Tagen) @ Alexander

Hi,

Schön und gut, aber in Dresden ist der VVO mal wieder eingeknickt und hat der DB für die nächsten 17 Jahre(!) den S-Bahn-Verkehr überlassen.


aber dafür liefert DB Regio auch eine sehr gute Arbeit bei der S-Bahn Dresden!
Und warum sollte das Land Sachsen DB Regio ausschließen, wenn DB Fernverkehr den Fernverkehr in der Regio etwas ausdünnt?

Wie groß das "etwas" ist, werden wir sehen.

Aber wie Ralf schon schrieb, erst muss sich die Politik einig werden was diese will und zwar mit allen Konsequenzen!

Das ist zumindest bei der S-Bahn in Dresden sehr deutlich sichtbar, weil bei jedem x-ten Fahrzeug zu lesen ist: "Gefördert mit Mitteln des Freistaates Sachsen"

heinz

Druckmittel

Alexander, Samstag, 27.03.2010, 15:17 (vor 5855 Tagen) @ heinz11

Das ist zumindest bei der S-Bahn in Dresden sehr deutlich sichtbar, weil bei jedem x-ten Fahrzeug zu lesen ist: "Gefördert mit Mitteln des Freistaates Sachsen"

Das ist Standart im Nahverkehr, dies fließt alles mit im Kilometerpreis rein, welches der Besteller an das EVU zahlen muss.

Die perversion daran ist ja, dass die Ausschreibungen meist nur ca. 10 Jahre laufen (Ausnahme siehe oben) und meistens wieder Neufahrzeuge gefordert werden.
Die Folge sieht man in NRW, dort stehen 10 Jahre alte Dieseltriebwagen abgestellt weil die Ausschreibung verloren wurde.
Die Fahrzeuge dürfen aber nicht außerhalb von NRW eingesetzt werden, da diese vom Land gefördert worden und daher nur in NRW eingesetzt werden dürfen...

100km entfernt vom Abstellort herrscht Fahrzeugmangel wegen hohen Schadstand, die Fahrzeuge dürfen dort jedoch nicht aushelfen.


Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Druckmittel

frank_le, Montag, 29.03.2010, 16:07 (vor 5853 Tagen) @ heinz11

Hi,

Schön und gut, aber in Dresden ist der VVO mal wieder eingeknickt und hat der DB für die nächsten 17 Jahre(!) den S-Bahn-Verkehr überlassen.


aber dafür liefert DB Regio auch eine sehr gute Arbeit bei der S-Bahn Dresden!


Das kann ich nur bestätigen! - Die Qualität des DB Nahverkehrs ist in Dresden um WELTEN besser als im Großraum Leipzig!

Während in Dresden fast ausschlieslich moderne Fahrzeuge an geflegten Bahnhöfen halten ist es in Leipzig einfach nur noch schlimm. Unklimatisierte, ungepflegte Doppelstockwagen welche Nachts aus Spargründen im Oberdeck nur noch zwei Lampen an haben prägen das Bild des Nahverkehrs. Lediglich die Mitteldeutsche Regiobahn mit komfortablen Diesel-Triebwagen bringen Licht in den Nahverkehrsalltag.

Aktionsbündnis gegen ICE-Einschränkungen ab 2011

Mario-ICE, Montag, 29.03.2010, 00:12 (vor 5854 Tagen) @ ICE-T-Fan

Wenn überall etwas die Polemik herausgenommen würde könnte man sicher über ein tragbares Ergebnis sprechen. Nur wird derzeit von pauschaler Ausdünnung und 2-Stunden-Takten gefaselt, die oft jeder Grundlage entbehren bzw. mit Halbwahrheiten gespickt sind. Wer denkt , wie in anderen Foren, z.B. DSO dass Leipzig - Berlin nur 2 stündlich bedient werden würde der glaubt auch das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Aktionsbündnis gegen ICE-Einschränkungen ab 2011

ICE-T-Fan, Montag, 29.03.2010, 01:00 (vor 5854 Tagen) @ Mario-ICE

Wenn überall etwas die Polemik herausgenommen würde könnte man sicher über ein tragbares Ergebnis sprechen. Nur wird derzeit von pauschaler Ausdünnung und 2-Stunden-Takten gefaselt, die oft jeder Grundlage entbehren bzw. mit Halbwahrheiten gespickt sind. Wer denkt , wie in anderen Foren, z.B. DSO dass Leipzig - Berlin nur 2 stündlich bedient werden würde der glaubt auch das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Naja bei Leipzig-Berlin gibt es ja definitiv noch keine Aussage von irgendwem, was nun in Zukunft passiert.

Fakt ist nur, dass ein Halbtakt der Linie 28 über Halle geführt wird und vermutlich eine Korrespondenz in Naumburg an die ICE nach Dresden bestehen wird.
Mehr ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Das Problem ist halt, dass die Ungeduld auf neue Informationen durch Spekulationen und Anschuldigungen überlagert wird.

Du hast recht, dass hier sehr polemisch und nicht ziel orientiert in die Öffentlichkeit gegangen wird. Allerdings liegt ein Grund auch darin, dass niemand etwas genaues weiß.

Selbst die Fahrplanmacher werden noch nicht bis ins letzte Detail alle Fragen und Probleme gelöst haben.

Aktionsbündnis gegen ICE-Einschränkungen ab 2011

Tino389, Sonntag, 09.05.2010, 14:25 (vor 5813 Tagen) @ ICE-T-Fan

Im Augenblick sehe ich als Dresdner der jeden Tag von und nach hier und im ganzem Land die DB nutzt keine Einschränkungen. Man sollte sich hierzu die aktuellen Planungen ansehen.

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/presseinformationen/ssat/ssat20100420.html

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