Hannover. Fahrgast erliegt Herzinfarkt, mehrere offene Frag (Allgemeines Forum)

Power132, Dienstag, 03.12.2019, 13:32 (vor 2521 Tagen)
bearbeitet von Power132, Dienstag, 03.12.2019, 13:36

Nach dem am Sonntag (01.12.19) ein Fahrgast im ICE 881 in Hannvoer einem Herzinfarkt erlegen ist, gibt es mehrere (unangenehme) Auffälligkeiten, wie der Münchner Merkur berichtet.

Besonders böse stößt auf:
Verhalten der Fahrgäste. Lediglich die anwesenden Ärzte, Soldaten und der Polizist hätten eingegriffen. Einer der Helfer habe von einem „beschämendem“ Zustand gesprochen - dieser sei nach eigenen Angaben von Mitreisenden sogar gefragt worden, wann die Fahrt endlich fortgesetzt werden können

weiterhin bleibt die Frage offen, warum es so greifbare wenige Defibrillatoren wie in anderen Ländern gibt. Offenbar sei es aber äußerst schwierig gewesen, einen dringend benötigten Defibrillator zu beschaffen - im ICE sei kein solcher vorhanden gewesen. Erst in der U-Bahn-Station sei ein entsprechendes Gerät zu beschaffen gewesen.

In Railjets längst Defibrilatoren drin

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 03.12.2019, 13:38 (vor 2521 Tagen) @ Power132

Link

Muss es erst solche Fälle geben, dass gehandelt wird?

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Fahrgast erliegt Herzinfarkt am ICE in Hannover

Henrik, Dienstag, 03.12.2019, 13:45 (vor 2521 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Henrik, Dienstag, 03.12.2019, 13:46

Nach dem am Sonntag (01.12.19) ein Fahrgast im ICE 881 in Hannvoer einem Herzinfarkt erlegen ist, gibt es mehrere (unangenehme) Auffälligkeiten, wie der Münchner Merkur berichtet.

Besonders böse stößt auf:
Verhalten der Fahrgäste. Lediglich die anwesenden Ärzte, Soldaten und der Polizist hätten eingegriffen. Einer der Helfer habe von einem „beschämendem“ Zustand gesprochen - dieser sei nach eigenen Angaben von Mitreisenden sogar gefragt worden, wann die Fahrt endlich fortgesetzt werden können

weiterhin bleibt die Frage offen, warum es so greifbare wenige Defibrillatoren wie in anderen Ländern gibt. Offenbar sei es aber äußerst schwierig gewesen, einen dringend benötigten Defibrillator zu beschaffen - im ICE sei kein solcher vorhanden gewesen. Erst in der U-Bahn-Station sei ein entsprechendes Gerät zu beschaffen gewesen.

Welche Frage ist Dir da offen?
die U-Bahn-Station ist keine zwei Minuten entfernt - und nicht 20 min.

Und im Rettungswagen?

br752, Dienstag, 03.12.2019, 14:13 (vor 2521 Tagen) @ Henrik

Welche Frage ist Dir da offen?
die U-Bahn-Station ist keine zwei Minuten entfernt - und nicht 20 min.

Wie lange haben die bis zum Haltepunkt des Zuges gebraucht? Die sollten in recht schnell da sein.


BR752

Fahrgast erliegt Herzinfarkt am ICE in Hannover

ArbitroCollina, Dienstag, 03.12.2019, 14:14 (vor 2521 Tagen) @ Henrik

Hallo Henrik

Nur, weil zufällig in der U-Bahn Station einer ist, ist die Frage per se damit nicht beantwortet.

Konkretere Fragen zumindest ich daraus ableiten würde:

Warum kein Defi im ICE?

Warum kein Defi am Bahnhof?

Gruss
Christian

Fahrgast erliegt Herzinfarkt am ICE in Hannover

Henrik, Dienstag, 03.12.2019, 18:06 (vor 2521 Tagen) @ ArbitroCollina

Nur, weil zufällig in der U-Bahn Station einer ist, ist die Frage per se damit nicht beantwortet.

Konkretere Fragen zumindest ich daraus ableiten würde:

Warum kein Defi am Bahnhof?

was meinst Du mit zufällig?
Die sind nicht zufällig alle in den Stationen, damit einher ging eine große Informationskampagne.
Es ist einer am Bahnhof, s.o.

Fahrgast erliegt Herzinfarkt am ICE in Hannover

ArbitroCollina, Mittwoch, 04.12.2019, 10:34 (vor 2520 Tagen) @ Henrik

was meinst Du mit zufällig?
Die sind nicht zufällig alle in den Stationen, damit einher ging eine große Informationskampagne.
Es ist einer am Bahnhof, s.o.

Ok ich meinte, dass der Bahnhof an dem der ICE noch stand zufällig eine U-Bahn-Station integriert hat, der einen Defi hatte.

Ist am Bahnhof einer oder in der U-Bahn-Station? Sind für mich zwei voneinander unabhängige Bereiche.

Sind bei den Bahnhöfen der Kategorie 1 (oder jeder anderen Kategorie) eigentlich Vorgaben hinsichtlich medizinischer Ausstattung vorgeschrieben?

Gruss
Christian

Fahrgast erliegt Herzinfarkt am ICE in Hannover

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 11:13 (vor 2520 Tagen) @ ArbitroCollina

Nur, weil zufällig in der U-Bahn Station einer ist

Warum kein Defi am Bahnhof?

was meinst Du mit zufällig?
Die sind nicht zufällig alle in den Stationen, damit einher ging eine große Informationskampagne.
Es ist einer am Bahnhof, s.o.

Ok ich meinte, dass der Bahnhof an dem der ICE noch stand zufällig eine U-Bahn-Station integriert hat, der einen Defi hatte.

Dass der ICE an einer Station stand, die eine U-Bahn-Station integriert hat, ist nicht gerade ein Zufall. ;)

Ist am Bahnhof einer oder in der U-Bahn-Station? Sind für mich zwei voneinander unabhängige Bereiche.

Die Bereiche sind nicht unabhängig voneinander, es handelt sich um ein Gebäudekomplex.

Alle Tunnelstationen hat die ÜSTRA mit Defibrillatoren ausgestattet
Das wusste das Opfer, er kam aus Hannover. Der ICE hatte eine Auslastung von etwa 100%, mit zig Fahrgästen aus Hannover, die nahezu allesamt darüber Bescheid wissen.

Ebenso befindet sich auf der +0-Ebene ein Defibrillator,
Haupthalle, Westseite, Aufgang zu Gleis 10
https://www.einkaufsbahnhof.de/hannover-hauptbahnhof/store/sanifair-s6465/

vgl. auch
https://www.sanifair.de/versprechen.html
https://www.sanifair.de/partner/ueber-sanifair.html

Sind bei den Bahnhöfen ..

diese Artikel sind Dir bekannt?

Nach Notfall im Zug: Warum hat die Bahn keine Defis an Bord?

https://www.hna.de/politik/kein-herz-defibrillatoren-4605707.html
07.01.15


Bahn prüft Einsatz von Defibrillatoren - an einem Testbahnhof

https://www.tz.de/muenchen/stadt/pasing-obermenzing-ort43353/muenchen-pasing-bahn-pruef...
01.06.18

Interessant, danke, kannte ich noch nicht

ArbitroCollina, Mittwoch, 04.12.2019, 13:06 (vor 2520 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

Hannover. Fahrgast erliegt Herzinfarkt, mehrere offene Frag

moonglum, Hagen, Dienstag, 03.12.2019, 13:57 (vor 2521 Tagen) @ Power132

Moment mal. Ich dachte, ein Defri ist auch in jedem IC/E vorhanden, ebenso ein großer Verbandskasten. Stimmt das gar nicht?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ffz, Dienstag, 03.12.2019, 14:29 (vor 2521 Tagen) @ moonglum

Hallo,

im IC/EC und ICE der DB AG sind keine Defi's vorhanden. Das hat auch Gründe, denn die Geräte werden leider im öffentlichen Raum regelmäßig geklaut. Ein Notfallkoffer mit medizinischer Ausstattung ist vorhanden, allerdings darf dieser nur von einem Arzt oder einem Rettungssanitäter geöffnet werden.
Da es in Deutschland für alle Rettungsdienste feste Zeiten gibt, bis wann sie eine Einsatzstelle ab der Alamierung erreicht haben müssen und die Zeitvorgaben bei unter 20 Min liegen, ist in aller Regel der Notarzt schneller am Zug/Einsatzort wie der defi von einem Laien zum Einsatz gebracht werden kann

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ArbitroCollina, Dienstag, 03.12.2019, 14:56 (vor 2521 Tagen) @ ffz

Ich wage mal zu behaupten, dass mit den heutigen Defis (AED - Automatisierter Externer Defibrillator) ein Laie in 20 Minuten mehrere Schocks durchgeführt hat.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ffz, Dienstag, 03.12.2019, 15:20 (vor 2521 Tagen) @ ArbitroCollina

In einer Großstadt wie Hannover ist nach spätestens 10 Minuten der Notarzt und der Rettungsdienst vor Ort und die wissen durchaus was sie tun und können auch weit mehr tun, wie ein Laie mit einem AED.

Die ersten Minuten entscheiden

WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 15:28 (vor 2521 Tagen) @ ffz
bearbeitet von WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 15:31

Deine Aussagen stellen das gesamte AED und Erst-Helfer-Konzept auf den Kopf.Schon nach 2 - 3 Minuten kann es zu ersten Hirnschäden kommen. Auch wenn ein AED ein sehr begrenztes Einsatzfeld hat kann er Menschenleben retten oder vor einen falsch eingesetzten HLW bewahren,

Eine HLW im ICE ist ein echter Knochenjob. Warum wetterst Du (siehe unten im Baum) so massiv gegen AED. Die schaden nichts. Nicht ohne Grund wird in vielen belebten Stellen so ein Gerät deponiert, obwohl auch dort der RTW in 10 Minuten ist.

AED entwicklen sich leider zu einem Problem...

ffz, Dienstag, 03.12.2019, 19:37 (vor 2521 Tagen) @ WbuIV

Deine Aussagen stellen das gesamte AED und Erst-Helfer-Konzept auf den Kopf.Schon nach 2 - 3 Minuten kann es zu ersten Hirnschäden kommen. Auch wenn ein AED ein sehr begrenztes Einsatzfeld hat kann er Menschenleben retten oder vor einen falsch eingesetzten HLW bewahren,

Eine HLW im ICE ist ein echter Knochenjob. Warum wetterst Du (siehe unten im Baum) so massiv gegen AED. Die schaden nichts. Nicht ohne Grund wird in vielen belebten Stellen so ein Gerät deponiert, obwohl auch dort der RTW in 10 Minuten ist.

Hallo,

du beschreibst eigentlich sehr schön, das Denken vieler Ersthelfer, was durch die zunehmende Verbreitung von AED's zum Problem wird, wie es auch schon weiter unten verlinkt wurde. Bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt ist das aller wichtigst der sofortige Notruf unter der 112 mit dem Stichwort "Verdacht auf Herzinfarkt". Dann fängt bei der Rettungsleitstelle je nach Standort das ganz große Orchester an zu spielen. Die Rettungsleitstelle spricht sofort den Notarzt an, der am nächsten am Eisnatzort ist, sind die Vorgaben zur Anfahrtszeit nicht ein zu halten, in aller Regel 10 Min darf aber jede Gemeinde selber festlegen auf bis zu 20 Min, dann wird der nächste Notarzthubschrauber aktiviert, die sind so von DRF und ADAC in Deutschland verteilt, dass jeder Ort mit dem Heli in 15 Min zu erreichen ist. Auch die Inseln, sofern die nicht selber einen Heli oder ein Krankenhaus haben. Dann wird so fern vorhanden, das Spezialzentrum für Herzinfarkte und Schlagnafälle informiert und auf den Einsatz vorbereitet.

Nach dem Notruf sofort mit der Herzdruckmassage beginnen, das Beatmen ist bis zum Eintreffen des Notarztes nach neusten Erkenntnissen der Notfallmedizin nicht wichtig. Wenn das entfällt sinkt die Überlebenschance nicht entscheidend. Eine Herzdurckmassage war dann richtig gut, wenn man dem Patienten mindestens 2 Rippen gebrochen hat.

Der AED ist ein Beiwerkzeug was unterstützen kann, mehr aber auch nicht.

Heute gibt es leider immer mehr Bürger die bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt den Notruf absetzen, manchmal so verrückt wie das klingt nicht mal das, und den AED machen lassen und auf Rettung warten. Das endet dann leider sehr oft tödlich.

Wenn der Rettunsgdienst/Notarzt eintrifft machen die sofort mit der Herzdruckmassage weiter, andere Sachen wie Defi, Adrenalin, Blutverdünner,... kommen da erst später. Wenn man nicht drückt kann man sich alles andere sparen...

Es ist übrigens quasi unmöglich einem Patienten der keinen Herstillstand hat eine Herzdruckmassage zukommen zu lassen, selbst in Ohnmacht wird der Körper durch Reflexe geschützt.

Du hast sicher nachlesbare empirsche Studien zur Hand

Power132, Dienstag, 03.12.2019, 20:29 (vor 2521 Tagen) @ ffz

wenn nicht, so ist deine ganze Argumentation hinfällig, weil sie sehr altklug daherkommt. Beiwerk oder nicht, wenn man wie schon erwähnt, den AED gesellschaftfähig macht, sprich den richtigen Umgang den Leuten näherbringt, ist da schon einigen geholfen.

Und auch das hab ich an anderer Stelle schon erwähnt:

1. Es gibt Strecken, da gelangt ein NA nur unter erschwerten Bedingungen zum Einsatzort
2. Der beste NA kann nix ausrichten, wenn er erst zehn bis fünfzehn Minuten ein Spital nach dem anderen abtelefonieren muss, das ein Bett frei hat. Nicht jede Region hat ein Herzspezialzentrum wie bspw Bad Oeynhausen. Siehe hier. Schleswig-Holstein und Thüringen haben demnach keine Herzkliniken, Sachen gerade mal drei.

Herzkliniken

Nordy, Dienstag, 03.12.2019, 20:53 (vor 2521 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Nordy, Dienstag, 03.12.2019, 20:58

Schleswig-Holstein und Thüringen haben demnach keine Herzkliniken, Sachen gerade mal drei.

Schleswig-Holstein hat 3 Herzchirugiesche Zentren, siehe hier: https://www.dgthg.de/de/node/242

Herzkliniken

Henrik, Dienstag, 03.12.2019, 23:56 (vor 2521 Tagen) @ Nordy

Schleswig-Holstein und Thüringen haben demnach keine Herzkliniken, Sachen gerade mal drei.

Schleswig-Holstein hat 3 Herzchirugiesche Zentren, siehe hier: https://www.dgthg.de/de/node/242

..allein das Herzzentrum in Kiel erlangte ja promimäßig bundesweite Beachtung durch die Tochter einer prominenten Künstlerin.. damals wie auch jüngst heute.. bei Eröffnung des Neubaus.

AED entwicklen sich leider zu einem Problem...

WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 21:02 (vor 2521 Tagen) @ ffz
bearbeitet von WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 21:05

Ein kleiner Hinweis: Ich war viele Jahre Leitender Pfleger, also Chef von ca. 600 Schwestern und Pfleger) im einen Krankenhaus mit Maximalversorgung, z. B. Herzchirurgie, Herzkatheterplätzen und Rettungshubschrauber vor der Tür.

Während meiner aktiven Zeit war ich jahrelang im Rettungsdienst tätig und Ausbilder in Erste-Hilfe. Glaub mir, ich kenn den Unterschied zwischen Theorie und Praxis unseres Gesundheitssystems.

Ich glaub nicht, dass Du mir wirklich viel zu dem Thema erzählen kannst.

Ein interessierter Leser fragt nach

Garfield_1905, Dienstag, 03.12.2019, 22:07 (vor 2521 Tagen) @ WbuIV

Ich glaub nicht, dass Du mir wirklich viel zu dem Thema erzählen kannst.

Das glaube ich Dir sofort. Immerhin hast Du Dich aber nicht zur Argumentation von 'ffz' geäußert. Hat er nun Recht oder nicht ?

Ich muß dazu sagen, das ich nur ein interessierter Leser in dieser Sache bin. Fachlich habe ich davon keine Ahnung, also z.B. ob ein AED sinnvoll ist oder nicht. Ich werde aber trotzdem fast täglich (tatsächlich fast täglich !) mit dem Problem indirekt betroffen, wenn ein Fahrgastbetreuer den Notarzt wg. einem Fahrgast anfordert, der irgendein gesundheitliches Problem hat. Das geht vom Sturz auf der Treppe bis zum Herzinfarkt. Der diesbezügl. Aufenthalt dauert in der Regel kaum länger als vielleicht 20 Minuten, da der Notarzt/RTW sehr häufig nicht erst vom Bahnhof aus informiert wird (es sei denn, das das Vorkommnis direkt im Bahnhof passiert), sondern über den zuständigen Fahrdienstleiter von unterwegs, so das der Notarzt/RTW nicht selten schon am Bahnsteig wartet bzw. in sehr kurzer Zeit kommt.

Gleichzeitig wird über den Fdl auch die Notfallleitstelle in der Bz informiert. Die Info vom FB/Tf über den Fahrdienstleiter passiert deshalb, weil der natürlich besser weiß, welche Stelle für den jeweiligen Einsatz am nächsten liegt.

Ich kann mich an eine Ausnahme vom oben geschilderten Ablauf irgendwann im Sommer diesen Jahres erinnern, als tragischerweise tatsächlich ein Fahrgast beim Einstieg in den Zug Herzprobleme bekamm und leider wenig später verstarb, obwohl der Notarzt in weniger als 15 Minuten vor Ort am Bahnsteig war. Allerdings war das ein größerer Ort in der Nähe von Hannover, der auch vor Ort einen sehr kurzen Weg zum Bahnsteig hat. Der Fahrgast verstarb auf dem Weg vom Zug zum RTW.

Ein interessierter Leser fragt nach

WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 22:57 (vor 2521 Tagen) @ Garfield_1905

Naja, in den anderen Beiträgen habe ich schon inhaltlich geantwortet.Wie toll das Rettungsystem in D ist hat ffz beschrieben. Praktisch ist es ja nicht immer so perfekt. Nein es laufen nicht Heerscharen von Notärzten in der Gegend herum aus denen sich die Leitstelle einrn Herauspickt. Und die Diskussion um die Rettungsgassen und zugeparkten Rettungswege sind leider nicht nur theoretisch.
Es gilt in den ersten Minuten den Helfer an den Mann zu kriegen. Viele Zubs suchen ja per Durchsage medizinisches Personal. Und meistens ist in einem ICE auch jemand ensprechendes. Manchmal hilft da ne Krankenschwester mehr wls ein Arzt, der seit zwanzig Jahren nur in die Augen schaut. Die müssen dann anhand der Symptome und der Anamnese so viel herausfinden wie möglich. Wenn disen Helfern ein AED in die Hände fällt kann es bei entsprechender Erkrankung Leben retten (vorallem in Verbindung mit dem berühmmten Koffer).

Hast Du lauter Laien an Board bit du schon mal froh wenn überhaupt einer etwas macht. Schliesst du den Aed kann dieser z. B. feststellen, dass eine Elektrotherapie nicht angezeigt ist. Es geht dann auch kein Schuss. Bei den Geräten die ich kenne sagt dann die Blechelse des AED: Nicht notwendig oder bei erfolglosem Schuss: Druckmassage fortsetzen oder so ähnlich. Klarer kann die Anweisung nicht kommen. Wenns die Leute dann nicht HLW machen hätten sie es wahrscheinlich auch ohne AED nicht gemacht. An der Unsicherheit der Leute liegt das Problem. Wenn nur einem Helfer der AED den Mut gibt an den Erkrankten ran zu gehen ist viel geholfen. Tatsächlich hat der AED nur sein sehr begrenztes Einsatzgebiet. Wer völlig gegen AED ist soll das Ding stehen lassen. Ich würde jedes vorhandene Hilfsmittel in meine Übetlegungen einbeziehen, ob es zu meinem Problem passen könnte. Wenn dem Erkrankten ein paar Joule aufs Herz gut getan hätten hilft mir das nichts wenn ich kein entsprechendes Gerät vor Ort hätte.

Die Frage wo sich Zug und RTW/NA am besten treffen kann m. E. nur individuell gelöst werden. Vielleicht ist es Zufall, aber ich hab von München kommend mehrere Rondevouz in Ingolstadt Nord mitbekommen und zwar in ICE die dort eigenttlich nicht halten.

Und klar kenne ich viele Notärzte und Rettungsdienstler die glauben eigentlich können nur sie Menschen retten. Da kommen dann auch die Sprüche mit den notwendigen Rippenbrüchen her. Die passieren in der Praxis bei einer effektiven HLW tatsächlich regelmäßig, machen den Laien aber schon wieder Angst.

Ein interessanter Beitrag ..

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 02:00 (vor 2520 Tagen) @ WbuIV
bearbeitet von Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 02:00

... besten Dank dafür ! Ich werde auf jeden Fall mal für mich in der nahen Zukunft verfolgen, wie lange es tatsächlich dauert, bis eine externe Hilfe an den Zug kommt. Da wir sehr viel in der 'Pampa' ;-) herum fahren, Auch das Thema Defi werde ich bei uns mal uns mal nachfragen.

Hey, Herzkatheter hat was ...

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 00:29 (vor 2520 Tagen) @ WbuIV

Hey.

Herzkatheterplätzen

Jau, das hat was. Durfte ich schon 3x genießen. Immer 12 Jahre dazwischen. So bekomme ich den medizinischen Fortschritt hautnah mit. Nix mehr riesen Schlauch unten in die Leiste und dann 6 Std das arme Bein abklemmen vom Leben - mittlerweile geht's ja durch's Ärmchen.

Schön ist's, wenn man auf dem Tisch so liegt, dass man die Monitore sehen kann. Wenn der gefühlte Takt des Herzens übereinstimmt mit dem auf dem Monitor ... Und man der eigenen Pumpe bei malochen zuschaut ...


Bin mal gespannt, wann es wieder so weit ist. Als ich mich zuletzt mit 'bis in 12 Jahren dann!' verabschiedete, meinte das Personal nur muffig, so lange würde es bei meinem Lebenswandel diesmal nicht mehr dauern. Gut, sagte ich denen, wenn ich dann wieder eine neue Methode erlebe, soll's mir recht sein ...

Irgendwie hatten die das Gefühl, dass der Typ in eine ganz andere Klinik gehört ...


Schöne Grüße von jörg

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ArbitroCollina, Dienstag, 03.12.2019, 17:04 (vor 2521 Tagen) @ ffz

Ich war erst vor ein paar Wochen bei einem Notfall mitten in der Stadt Zürich vor Ort. Hier ist der Notarzt erst nach über 20 Minuten eingetroffen (bei max. 10 Minuten Vorgabe) und ich wage mal zu behaupten, dass die Versorgung in Zürich besser ist als in Hannover.

Nichtsdestotrotz kann man hier eher noch von "Glück" sprechen, denn wie ist das dann erst, wenn der ICE in einer Kleinstadt gewesen wäre bzw. irgendwo in der Pampa den Notfall gehabt hätte?

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

Henrik, Dienstag, 03.12.2019, 18:04 (vor 2521 Tagen) @ ArbitroCollina

Ich war erst vor ein paar Wochen bei einem Notfall mitten in der Stadt Zürich vor Ort. Hier ist der Notarzt erst nach über 20 Minuten eingetroffen (bei max. 10 Minuten Vorgabe) und ich wage mal zu behaupten, dass die Versorgung in Zürich besser ist als in Hannover.

wie kommst Du darauf?
Normal würde man genau Gegenteiliges erwarten, insbesondere ja auch hinsichtlich Zürich.
Dein Beispiel passt da ja auch gut ins Bild.

Nichtsdestotrotz kann man hier eher noch von "Glück" sprechen, denn wie ist das dann erst, wenn der ICE in einer Kleinstadt gewesen wäre bzw. irgendwo in der Pampa den Notfall gehabt hätte?

ja was für ein Glück. Die betreffende Person ist ja "nur" verstorben..

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ArbitroCollina, Dienstag, 03.12.2019, 19:39 (vor 2521 Tagen) @ Henrik

wie kommst Du darauf?
Normal würde man genau Gegenteiliges erwarten, insbesondere ja auch hinsichtlich Zürich.
Dein Beispiel passt da ja auch gut ins Bild.

Weil die Vorgabe in der Schweiz für die maximale Zeit niedriger ist. Ich kenne auch diverse andere Vorfälle bei denen der Notarzt maximal fünf Minuten gebraucht hat, da die Dichte von ärztlichen Fahrzeugen per Einwohner höher ist als in Deutschland.

ja was für ein Glück. Die betreffende Person ist ja "nur" verstorben..

Es ist natürlich etwas glücklicher am Bahnhof zu stehen, als in der Pampa.

Ich würde dich gern bitten, das Gespräch besser in den Kontext zu setzen bevor Du an der Diskussion teilnimmst, es würde einfach zu beiderseitigem erfolgreicherem Verständnisprozess führen. Zum Beispiel wäre es für mich interessant zu wissen, warum und wie genau Du zu Deinen Einschätzungen kommst.

Hoffnungsvolle Grüsse
Christian

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

Frecciarossa, Dienstag, 03.12.2019, 20:24 (vor 2521 Tagen) @ ArbitroCollina

Weil die Vorgabe in der Schweiz für die maximale Zeit niedriger ist. Ich kenne auch diverse andere Vorfälle bei denen der Notarzt maximal fünf Minuten gebraucht hat, da die Dichte von ärztlichen Fahrzeugen per Einwohner höher ist als in Deutschland.

In Zürich gibt es einen Notarztstandort, in Hannover fünf.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ArbitroCollina, Dienstag, 03.12.2019, 23:43 (vor 2521 Tagen) @ Frecciarossa

Und was hat die Anzahl mit der Arztdichte zu tun? Zumal Hannover vier hat, die Notarzteinsatzfahrzeuge besitzen und diese nichtmal 24h. Genausogut könnte man damit argumentieren, dass Zürich 18 Krankenhäuser hat und Hannover 14, nimmt genausowenig Bezug auf meine Aussage.

Ich denke wir können uns schon dazu bewegen, dass ein gewisses Equipment an Notfallversorgung zumindest im Paradezug der Deutschen Bahn vorhanden sein soll. Was spricht denn dagegen?

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

Frecciarossa, Mittwoch, 04.12.2019, 00:03 (vor 2521 Tagen) @ ArbitroCollina

Du hast behauptet, dass die Dichte an Arztfahrzeugen in der Schweiz höher wäre als in Deutschland. Das ist Unsinn wie ich am Vergleich Hannover (5 NEF)/Zürich (1 NEF + 1 Rendezvous-Bereitschaft) gezeigt habe.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ArbitroCollina, Mittwoch, 04.12.2019, 00:14 (vor 2520 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von ArbitroCollina, Mittwoch, 04.12.2019, 00:15

Ha, stimmt, ich sollte ins Bett.

Aber wie kommst du auf fünf in Hannover? Ich sehe nur vier Zentralen mit NEF. Wobei ich jetzt noch versuchen könnte mich mit nicht-NEF aus dem Schlamassel zu ziehen :D ich frage mich dann allerdings warum die Hilfszeit in Hannover nicht kürzer als in Zürich ist bzw. wie man mit einem NEF eine mittlere Hilfszeit von acht Minuten einhält.

Aber der Grundtenor stimmt doch, dass ein AED im Zug nur nützlich wäre?

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

Frecciarossa, Mittwoch, 04.12.2019, 00:26 (vor 2520 Tagen) @ ArbitroCollina

Aber der Grundtenor stimmt doch, dass ein AED im Zug nur nützlich wäre?

Von den Dingern verstehe ich nichts, habe daher keine Meinung.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 00:30 (vor 2520 Tagen) @ ArbitroCollina

Aber wie kommst du auf fünf in Hannover? Ich sehe nur vier Zentralen mit NEF.

Der Notarztstandort 1 befindet sich am Friederikenstift
Der Notarztstandort 2 befindet sich am Klinikum Nordstadt.
Der Notarztstandort 3 befindet sich im Kinderkrankenhaus auf der Bult.
Der Notarztstandort 4 befindet sich im Klinikum Siloah.
Der Notarztstandort 5 befindet sich in der MHH.

Danke für die Auflistung

ArbitroCollina, Mittwoch, 04.12.2019, 10:34 (vor 2520 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 00:11 (vor 2520 Tagen) @ ArbitroCollina

wie kommst Du darauf?
Normal würde man genau Gegenteiliges erwarten, insbesondere ja auch hinsichtlich Zürich.
Dein Beispiel passt da ja auch gut ins Bild.

Weil die Vorgabe [völlig themenfremdes Geschwafel]

Hannover gilt hier bekanntlich weltweit als Vorbild - Du stellst das komplett auf den Kopf, und zwar einfach so, Begründung bleibt aus, auch bei Nachfrage.

Nichtsdestotrotz kann man hier eher noch von "Glück" sprechen

ja was für ein Glück. Die betreffende Person ist ja "nur" verstorben..

Es ist natürlich etwas glücklicher am Bahnhof zu stehen, als in der Pampa.

"Es ist natürlich etwas glücklicher im Bahnhof zu sterben, als in der Pampa."

Pass mal besser auf Deine Sprache auf! Sowas geht echt gar nicht.
Du reißt Dich da ja sogar noch weiter rein, als Dich von Deiner ekelfhaften Sprache im Nachhinein zu distanzieren.

Ich würde dich gern bitten, das Gespräch besser in den Kontext zu setzen bevor Du an der Diskussion teilnimmst, es würde einfach zu beiderseitigem erfolgreicherem Verständnisprozess führen. Zum Beispiel wäre es für mich interessant zu wissen, warum und wie genau Du zu Deinen Einschätzungen kommst.

Tu Dir keinen Zwang an.

Was soll das darstellen? klassische Projektion?
Du bist hier in den Thread reingepoltert und hast in den entsprechenden Postings mit gradezu Stolz Deine Unwissenheit zur Schau gestellt. Daraufhin sachlich aufmerksam gemacht, entgegnest Du mit aggressivem persönlichen Angriff.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

611 040, Erfurt, Dienstag, 03.12.2019, 14:57 (vor 2521 Tagen) @ ffz

Naja man könnte ihn ja genauso wie den Verbandskasten im ZuB-Abteil, bzw. in NV-Triebwagen in einem der Führerstände unterbringen. Da wäre die Dienstahlgefahr dann sehr gering.

Und weshalb darf der Rettungskoffer/Verbandskasten nur von Ärzten/Sanitätern geöffnet werden ?
Ich kann mir vorstellen, dass dort evtl. Medikamente und Spritzen drin sind die nur ein Arzt geben darf, da sich andere nicht damit auskennen.
Aber einen Erste-Hilfe-Kurs müsste doch jeder ZuB haben ? (Ich gehe mal davon aus es gehört zur Ausbildung, oder zumindest habens die allermeisten vom Führerschein) Sodass sie die Erstversorgung übernehmen können.
Bspw. Herzdruckmassage mit Mund-zu-Mund-Beatmung.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ffz, Dienstag, 03.12.2019, 15:24 (vor 2521 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von ffz, Dienstag, 03.12.2019, 15:25

Wie soll ein Fahrgast/Arzt/Ersthelfer in das Zub-Abteil bzw den Führerstand kommen?? Einen AED so anzubringen, dass nur Betriebspersonal dran kommt ist recht sinnlos. Zu Mal bei einem medizinischen Notfall das Zugpersonal in Abstimmung mit der Notfallleitstelle entscheidet, wo der Zug ggf auch außerplanmäßig hält, damit der Notarzt/Rettungsdienst an den Zug kommen kann. Dafür wurde dieser Kommunikationsweg extra entwickelt und der funktioniert in aller Regel sehr gut.

In dem Rettungskoffer sind Dinge die ein Medizinischer Laie nicht benutzen darf, deshalb ist der Koffer auch verplombt und darf wie gesagt nur von einem Arzt oder Rettungssanitäter geöffnet werden.

Für eine Herz-Durck-Massage oder stabile Seitenlage oder Beatmung brauche ich keinen AED und keinen Rettungskoffer.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

611 040, Erfurt, Dienstag, 03.12.2019, 16:10 (vor 2521 Tagen) @ ffz

Es geht ja nicht nur um Herzinfarkte.
Aber für andere Verletzungen bzw. Notfälle ist es schon gut wenn Verbandsmaterial verfügbar ist.
Oder wozu muss sonst jedes KFZ mit einem Verbandskasten ausgestattet sein ?
Da sind ja auch die wenigsten Ärzte und können im Notfall schnell helfen.
Im Zug sollte diese Aufgabe der Zf bzw. das gesamte Zp übenehmen, da die meisten Fahrgäste eh nichts tun werden.
Wenn ich im Zug bewusstlos werden würde, würden bestimmt die Leute nur gucken und ggf. jemand den ZuB rufen, der dann handeln kann.
Außerdem ging es ja um Diebstahl... wie ich letztens erfahren habe werden im Desiro sogar Klopapierrollen im Führerstand aufbewahrt:D
Dachte immer die sind hinterm Spiegel im Schrank.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

WC-Papier

sibiminus, Dienstag, 03.12.2019, 19:42 (vor 2521 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von sibiminus, Dienstag, 03.12.2019, 19:43

Außerdem ging es ja um Diebstahl... wie ich letztens erfahren habe werden im Desiro sogar Klopapierrollen im Führerstand aufbewahrt:D
Dachte immer die sind hinterm Spiegel im Schrank.

Eine Zeit lang wurden die Verbrauchsmaterialien in einigen Baureihen tatsächlich auf den Führerständen aufbewahrt, Diebstahl steckt aber nicht dahinter. Das wurde aber mit Brandschutzbedenken begründet, der Sachverhalt wurde neu bewertet und die Bedenken ausgeräumt.

1. Hilfe Kasten vs. Rettungskoffer

ffz, Dienstag, 03.12.2019, 19:54 (vor 2521 Tagen) @ 611 040

Hallo,

in den Triebwagen und den Nahverkehrszügen ist so lange nicht über eine SRK-Strecke(Selbstrettungs Konzept) gefahren wird ein 1. Hilfe Kasten drin, wie er auch in einem Pkw vorhanden ist, es ist nur Anzahlmäßig mehr Verbandsmaterial drin. Der 1. Hilfe Kasten ist eher für Schürfwunden und kleine Schnittwunden brauchbar, für mehr nicht. In den KfZ würde ich wetten dass 30% mindestens abgelaufen sind(ja 1. Hilfe Kästen haben ein Verfallsdatum) und bei weiteren 20% müsste der Fahrer im Falle des Falles erst mal in der Betriebsanleitung schauen, wo der eigentlich ist. Alle Wunden die über 1cm tief oder 2cm lang sind, sind grundsätzlich Arzt bzw Krankenhauspflichtig. Wenn man sich im Zug verletzt empfiehlt sich das Krankenhaus bzw der Rtw schon aus Gründen der Sicherung und Wahrung der eigenen Rechte. Denn nur wenn die Verletzungen im Krankenhaus dokumentiert werden kann man später Schmerzensgeld und Schadensersatz vom EVU/Fahrzeughalter fordern.

Wer Arbeitnehmer ist und sich in der Freizeit durch einen anderen verursacht eine Verletzung zu zieht, die eine Krankschreibung nach sich zieht ist in Deutschland gesetzlich verpflichtet dem Arbeitgeber den Verursacher mit zu teilen, der Arbeitgeber kann dann vom Verursacher den Lohn für die Tage der Krankschreibung der im Rahmen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle bezahlt werden musste zurück fordern. Unterlässt der Arbeitnehmer dies wissentlich, ist der Arbeitgeber berechtigt den Lohn vom Arebitnehmer zurüc zu fordern, bzw Arbeitsrechtliche Konsequenzen zu ziehen.

Defi und Rettungskoffer in DB Zügen

ICE-TD, Dienstag, 03.12.2019, 17:20 (vor 2521 Tagen) @ 611 040

Naja man könnte ihn ja genauso wie den Verbandskasten im ZuB-Abteil, bzw. in NV-Triebwagen in einem der Führerstände unterbringen. Da wäre die Dienstahlgefahr dann sehr gering.

Versuch mal in einem ICE1 so wie hier an einem So geschehen 12 Wagen hin und zurück zu laufen um den Defi zu holen, ich wette der Notarzt ist schneller da wie du mit dem Defi zurück.

Defi und Rettungskoffer in SNCF Zügen JA

EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 03.12.2019, 15:07 (vor 2521 Tagen) @ ffz
bearbeitet von EK-Wagendienst, Dienstag, 03.12.2019, 15:08

Hallo,

im IC/EC und ICE der DB AG sind keine Defi's vorhanden. Das hat auch Gründe, denn die Geräte werden leider im öffentlichen Raum regelmäßig geklaut. Ein Notfallkoffer mit medizinischer Ausstattung ist vorhanden, allerdings darf dieser nur von einem Arzt oder einem Rettungssanitäter geöffnet werden.
Da es in Deutschland für alle Rettungsdienste feste Zeiten gibt, bis wann sie eine Einsatzstelle ab der Alamierung erreicht haben müssen und die Zeitvorgaben bei unter 20 Min liegen, ist in aller Regel der Notarzt schneller am Zug/Einsatzort wie der defi von einem Laien zum Einsatz gebracht werden kann

In Frankreich hängt in jedem TGV einer im Bistro,
wieso werden die da nicht geklaut?

Ferner auch in den größeren Bahnhöfen.

Aber die SNCF ist noch eine Richtige Eisenbahn wie es früher üblich war, mit Personal da wo es auch nötig ist.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Frankreich hat ein anderes medizinisches Netz

ffz, Dienstag, 03.12.2019, 15:33 (vor 2521 Tagen) @ EK-Wagendienst

Hallo,

in Frankreich sind die Medizinischen Verhältnisse ganz anders wie in Deutschland, viele LGV's laufen über zig Kilometer durch das absolute Nichts, dort gibt es keine Stadt, keinen Rtw und oft nicht mal ein Krankenhaus in der Nähe.
Frankreich kennt zB keine Notärzte, wenn du es nicht mit dem Krankenwagen oder selber ins Krankenhaus schaffst, dann gibt es eben nur noch die Holzkiste mit 4 Griffen(Sarg).

In Frankreich wird viel mehr auf das Geld geschaut, wer die OP nicht aus seinem Privatvermögen zahlen kann muss halt warten, wenn er Pech hat erledigt sich die OP durch das ableben von selber.

Frankreich hat ein anderes medizinisches Netz

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 03.12.2019, 15:41 (vor 2521 Tagen) @ ffz

Hallo,

in Frankreich sind die Medizinischen Verhältnisse ganz anders wie in Deutschland, viele LGV's laufen über zig Kilometer durch das absolute Nichts, dort gibt es keine Stadt, keinen Rtw und oft nicht mal ein Krankenhaus in der Nähe.

Warst du schon einmal in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern?

Frankreich hat ein anderes medizinisches Netz

WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 15:49 (vor 2521 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von WbuIV, Dienstag, 03.12.2019, 15:50

Wie ist es eigentlich bei den Schnellfahrstrecken? Zwischen Ebensfeld und Erfurt ist auch viel Landschaft und eine Komination aus Einhausung und Tunnel? Da kann ich mir eine 10-Minuten-Rettung schwer vorstellen.
Und im Berufsverkehr der Städte ist die 10-Minuten-Regel oft auch ein frommer Wunsch.

wer glaubt die Reizleitung im Herz besser als ein AED beurteilen zu können muss es ja nicht nutzen.

Frankreich hat ein anderes medizinisches Netz

oska, Dienstag, 03.12.2019, 16:02 (vor 2521 Tagen) @ WbuIV

Wie ist es eigentlich bei den Schnellfahrstrecken? Zwischen Ebensfeld und Erfurt ist auch viel Landschaft und eine Komination aus Einhausung und Tunnel? Da kann ich mir eine 10-Minuten-Rettung schwer vorstellen.

DB Netz über Ebensfeld-Erfurt: An den Tunnelportalen und den insgesamt 61 Notausgängen befinden sich 78 Rettungsplätze, die über Zufahrten an das Straßennetz angebunden sind und Landemöglichkeiten für Hubschrauber haben.

Und im Berufsverkehr der Städte ist die 10-Minuten-Regel oft auch ein frommer Wunsch.

Irgendwo ist immer ein Risiko. Es kann nicht jeder Mensch permanent präventiv von einem Notzarzt begleitet werden, der von einem Notarzt gebackupt wird, der von...

Es kann aber in jedem ICE ein AED sein *SCNR*

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 03.12.2019, 16:06 (vor 2521 Tagen) @ oska

- kein Text -

Es kann aber in jedem ICE ein AED sein *SCNR*

ICE-TD, Dienstag, 03.12.2019, 17:22 (vor 2521 Tagen) @ Paladin

Und ein OP, ein Notarzt, eine Intensivstation....

Es kann aber in jedem ICE ein AED sein *SCNR*

E 1793, Dienstag, 03.12.2019, 17:29 (vor 2521 Tagen) @ ICE-TD

Und ein OP, ein Notarzt, eine Intensivstation....

YMMD:)))

--
[image]

Die sind ja auch nicht an anderen öffentlichen Orten. Oder?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 03.12.2019, 17:35 (vor 2521 Tagen) @ ICE-TD

- kein Text -

Folgt man deiner Argumentation, kommt man nicht weit

Power132, Dienstag, 03.12.2019, 16:00 (vor 2521 Tagen) @ ffz

und zwar aus dem Grund, dass hier der Eindruck erweckt wird, alles gut im deutschen Rettungswesen. Man ist fix an jeder nur möglichen Stelle, die Fahrgäste sind potentielle Technikdiebe und es braucht keine Ändeurng von Vorhandenem. - Überspitzt dargestellt.

Aber ich gebe zu bedenken, gerade im ländlichen Raum (große Teile Ostdeutschlands, Niedersachsen und auch Westfalen, Ostwestfalen und Südwestfalen/Siegerland) sind ganz Landstriche teilweise doch dünn besiedelt, und das nächste Spital ist ein wenig weiter weg.
Erklär mir mal wie du an der VDE8 zwischen Leipzig und Nürnberg abseits von Erfurt, Weimar oder Ilemanau an Spitäler kommen willst, die dann auch noch Notfallbetten frei haben. Gerade bei der VDE8 zwischen Erfurt und Nürnberg wäre dann nur eine Berg/Luftrettung möglich - bedingt durch die baulichen Gegebenheiten. Und eine Zug (unabhänig von einer Produktklasse) fährt eben nicht nur durch Metropolregionen (Rhein/Ruhr, Rhein/Main oder München).

Ich denke schon, dass es einen AED im Zug braucht und eine Sensibilisierung für den Umgang mit gleichem. Quasi - um im Politikersprech zu gondeln - eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Meines Erachtens nach muss ein AED auch in eiben Bus und in eine Straßenbahn zur Unterstützung der notfallmäßigen Erstversorung.

Worst case

Taurus83, Nürnberg, Dienstag, 03.12.2019, 16:50 (vor 2521 Tagen) @ Power132

Vor allem muss man auch den Worst Case bedenken: Das Ganze passiert nicht wenn der ICE die nächsten 10 Minuten halten kann (auch im Thüringer Wald gibt es Betriebshalte wo man straßenseitig hinkommt) sondern wenn der Zug grad steht weil irgendeine Störung grad auftritt.

Aber ehrlich gesagt bin ich der Meinung dass das die Fachleute beurteilen sollen. Ich denke die Bahn und die Behörden haben schon Konzepte und sich was dabei gedacht.

Viel mehr stören mich die Arschlöcher, die gaffen, das Personal behindert haben und denen am Ende noch wichtiger ist dass sie rechtzeitig ankommen wie dass der Person geholfen werden kann. Es schwebt grad ein Mensch ein, zwei Wägelchen weiter in Lebensgefahr und mich interessiert der Anschlusszug? Geht's noch? Solche Leute soll's mal ein paar Wochen richtig scheiße gehen. Und zwar richtig.


Viele Grüße,
Bernhard

Worst case

Manitou, Mittwoch, 04.12.2019, 01:04 (vor 2520 Tagen) @ Taurus83

Es gubt auch Reiaende mit existenziellen Terminen. Ob es ein seit Monaten vorgebuchter Arzt-Termin bei einem Spezialisten ist, der Besuch bei einem Verwandten im Krankenhaus, wo ein verpaßter Anschluß dazu führt, das man dann seinen Verwandten nicht mehr lebend vorfindet, aber auch ein Vorstellungsgespräch, um nach Jahren der Arbeitslosigkeit wieder einen (möglicherweise sogar guten) Arbeitsplatz zu bekommen.
Deshalb sollte man auch in einem solchen Fall niemanden wegen der Frage nach der Weiterfahrt herabwürdigen.

Unglaublich !

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 02:44 (vor 2520 Tagen) @ Manitou

Es gubt auch Reiaende mit existenziellen Terminen. Ob es ein seit Monaten vorgebuchter Arzt-Termin bei einem Spezialisten ist, der Besuch bei einem Verwandten im Krankenhaus, wo ein verpaßter Anschluß dazu führt, das man dann seinen Verwandten nicht mehr lebend vorfindet, aber auch ein Vorstellungsgespräch, um nach Jahren der Arbeitslosigkeit wieder einen (möglicherweise sogar guten) Arbeitsplatz zu bekommen.

Sorry, aber Deiner Argumentation kann ich mich nun beim besten Willen nicht anschließen. Deine Beispiele mögen im Einzelfall zutreffen, aber sie sind nun wirklich sehr weit hergeholt. Und sie sind in diesem Fall völlig irrelevant.

Deshalb sollte man auch in einem solchen Fall niemanden wegen der Frage nach der Weiterfahrt herabwürdigen.

Da kämpft jemand um sein Leben und Du würdest ernsthaft fragen, wann es nun endlich weitergeht ? Von wem würdest Du denn auf diese Frage eine halbwegs sinnvolle Antwort erwarten ? Etwa vom Notarzt, der gerade versucht ein Leben zu retten ? Nee, tut mir leid, aber in diesem Augenblick muß alles zurückstehen (und tut es auch, egal was und wie oft Du fragst).

Aber selbst wenn Deine 'Beispiele' zutreffen würden, glaubst Du ernsthaft, der Notarzt würde dann seine Sachen zusammenpacken und aufhören bzw. den Patienten irgendwo anders behandeln, damit der Zug ganz schnell weiterfahren kann ? Der Notarzt bzw. der Rettungssanitäter entscheidet ganz allein, was zu tun ist, wo das zu tun ist und wie lange das dauert. Und er wird das ganz allein von der Gesundheit des Patienten abhängig machen und nicht von Deinem Geschäftstermin oder ggfs. verpassten Anschluß. Und das ist auch gut so !

Beruhig dich mal ...

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 06:32 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

Mahlzeit.

Als Umstehender bin ich nun nicht unbedingt im Bilde über den genauen Vorfall. Gaffen soll ich nicht. Und ein medizinisches Bulletin interessiert mich auch nicht. Da der Schaffner dann aber nun nicht die medizinische Versorgung übernimmt, sehe ich nichts schlimmes darin, ihn, wenn es grad paßt, mal eben freundlich anzusprechen, wie die Gefechtslage ist.

Mache ich übrigens regelmäßig bei Autobahnvollsperrungen. Da rufe ich die jeweilige Autobahnwache an und frage, ob es schon eine zeitliche Einschätzung der Sperrungsdauer gibt. Manche sind dann in etwa so wie du. Die meisten allerdings geben eben freundlich Auskunft. Erst Recht, wenn ich kurz erkläre, dass ich nicht zwecks Sensationsgier frage, sondern weil ich da später mit den Pillen lang muß - wenn die Sperrung absehbar länger dauert, kann ich frühzeitig umdisponieren, da ja die Touren miteinander verwoben sind. Wie geschrieben, in den meisten Fällen ist eine freundliche Anfrage kein Problem.

Und - zurück zum Schaffner -, wenn der mir sagt: Zug bleibt bis zum Abtransport stehen, Dauer unbestimmt, dann ist auch das ja schon mal eine Aussage, mit der ich arbeiten kann ...

Solange der Tonfall stimmt und ich Rücksicht nehme bzgl des Zeitpunktes des Nachfragens, ist das alles halb so wild. Gute Personale haben damit auch kein Problem.


Schöne Grüße von jörg

der das als Zähler in der NWB auch schon mal hatte. Notfall, Notarzt unterwegs, der Lokführer sagte mir dann nach einiger Zeit, dass der Zug unterwegs vorzeitig wenden wird. Die Info konnte ich dann schon mal an die Fahrgäste weitergeben - dass es also MINDESTENS + 60 werden. Lief alles völlig problemlos. Und während vorne der Notarzt werkelte, konnten mein Kollege und ich die Kundschaft mit Infos versorgen.

Ich brauche mich nicht zu beruhigen ...

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 10:20 (vor 2520 Tagen) @ Blaschke

(...)

Mache ich übrigens regelmäßig bei Autobahnvollsperrungen. Da rufe ich die jeweilige Autobahnwache an und frage, ob es schon eine zeitliche Einschätzung der Sperrungsdauer gibt. Manche sind dann in etwa so wie du. (...)

... denn ich war nicht aufgeregt. Zugegeben, ich habe mich über den Beitrag von 'Manitou' geärgert. Aber wenn ich dann in Deinem Beitrag lese, 'das manche so sind wie ich', dann frage ich mich: Woher willst du wissen, 'wie ich bin' ? Ich habe damit fast täglich indirekt zu tun (natürlich nicht in diesem Ausmaß), wenn ich mich da jedes Mal aufregen würde ... Natürlich komme ich dabei nicht an den coolen Fahrgastzähler aus Osnabrück ran, aber immerhin bemühe ich mich. ;-)

Ich habe, wie ich meine, in ruhigem aber bestimmten Ton geschrieben, was ich vom Beitrag vom 'Manitou' und dem daraus abzuleitenden Verhalten halte. Ich kann aus meinem Beitrag nicht ersehen, das Du inhaltlich an meinem Beitrag etwas auszusetzen hast. Was also willst Du sagen ?

Natürlich muß das Personal ruhig und besonnen bleiben und natürlich müssen die Fahrgäste möglichst schnell darüber informiert werden, warum der Zug jetzt wartet. Wenn möglich (= wenn möglich !!!) soll auch eine Prognose über die voraussichtliche Aufenthaltszeit gegegeben werden. Das ist manchmal möglich, manchmal nicht.

Und - zurück zum Schaffner -, wenn der mir sagt: Zug bleibt bis zum Abtransport stehen, Dauer unbestimmt, dann ist auch das ja schon mal eine Aussage, mit der ich arbeiten kann ...

Was, bitte schön, soll er anders sagen ? Die Auskunft kannst Du Dir auch ohne Nachfrage selber geben.

Wenn ich mich aber aufregen soll, dann bitte über solche Dinge:

https://www.heute.at/s/tod-von-wiener-62-in-ice-gaffer-schockieren-zeugen-57679150
04.12.2019 08:02

"Der Zugbegleiter zog die Notbremse. Ein zufällig mitreisender Arzt versuchte, den 62-Jährigen wiederzubeleben. Da der Zug noch am Bahnsteig zum Stehen kam, war auch der Notarzt schnell dort", wird Martin Ackert (58), Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover, von deutschen Medien zitiert.

Mitreisende behinderten offenbar die Lebensrettungsversuche. Die Helfer wurden bei der Rettung durch Fahrgäste gestört, die die Einsatzkräfte nach der Dauer des Einsatzes und nach möglichen Anschlusszügen fragten und damit die Rettung behinderten, hieß es. Einige Fahrgäste standen offenbar auch nur im Weg und sahen dem Österreicher beim Sterben zu.

Genau darüber, über nichts anderes, habe ich mich beklagt ! Zu Recht ?

+1

Altmann, Mittwoch, 04.12.2019, 10:43 (vor 2520 Tagen) @ Blaschke

Wenn ein Fahrgast einen (sinnlos umherstehenden) Mitarbeiter der DB (Zub, ...) um eine Auskunft fragt, dann weiß ich nicht, was so schlimm dran sein soll. Dass man niemanden von lebensrettenden Maßnahmen abhält, versteht sich hoffentlich von selbst.

Und manch DB-Mitarbeiter versteht hier scheinbar nicht, dass es auch ein Leben außerhalb der DB gibt. Wenn ein Fahrgast unterwegs ist zu einem Meeting, wo vielleicht 20 Leute auf ihn warten, dann hilft es diesen (hochbezahlten) Managern vielleicht zu wissen, dass sie ohne Kollege X anfangen sollen, dass dieser in einer Stunde kommt oder gar nicht.

Und nochmals: Wo ist das Problem, wenn man höflich fragt?

-1 mit Doppel *

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 10:58 (vor 2520 Tagen) @ Altmann

Wenn ein Fahrgast einen (sinnlos umherstehenden) Mitarbeiter der DB (Zub, ...) um eine Auskunft fragt, dann weiß ich nicht, was so schlimm dran sein soll. Dass man niemanden von lebensrettenden Maßnahmen abhält, versteht sich hoffentlich von selbst.

Offenbar ja wohl nicht. Und ob ein Mitarbeiter der DB da 'sinnlos' rumsteht ..., egal, ich lass es.

Und manch DB-Mitarbeiter versteht hier scheinbar nicht, dass es auch ein Leben außerhalb der DB gibt. Wenn ein Fahrgast unterwegs ist zu einem Meeting, wo vielleicht 20 Leute auf ihn warten, dann hilft es diesen (hochbezahlten) Managern vielleicht zu wissen, dass sie ohne Kollege X anfangen sollen, dass dieser in einer Stunde kommt oder gar nicht.

Ist das jetzt Dein Ernst ? Da liegt ein Mann im Sterben, der Notarzt kämpft um sein Leben und Du hast Dein hochwichtiges Meeting im Sinn ? Wenn das ein DB - Mitarbeiter dann nicht versteht, hat er mein volles Verständnis. Es gibt leider auch einen Tod nach dem Leben.

Dein hochbezahlter Manager soll 'wenauchimmer' anrufen, ihm die Lage erklären und sagen, das es ungewiß ist, wann er kommt. Wer das dann nicht versteht, ist auf jeden Fall überbezahlt.


Und nochmals: Wo ist das Problem, wenn man höflich fragt?

Extra für Dich zum Nachlesen. Das ist Thema, nichts anderes:

Mitreisende behinderten offenbar die Lebensrettungsversuche. Die Helfer wurden bei der Rettung durch Fahrgäste gestört, die die Einsatzkräfte nach der Dauer des Einsatzes und nach möglichen Anschlusszügen fragten und damit die Rettung behinderten, hieß es. Einige Fahrgäste standen offenbar auch nur im Weg und sahen dem Österreicher beim Sterben zu.

-1 mit Doppel *

Frecciarossa, Mittwoch, 04.12.2019, 11:06 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

Mitreisende behinderten offenbar die Lebensrettungsversuche. Die Helfer wurden bei der Rettung durch Fahrgäste gestört, die die Einsatzkräfte nach der Dauer des Einsatzes und nach möglichen Anschlusszügen fragten und damit die Rettung behinderten, hieß es. Einige Fahrgäste standen offenbar auch nur im Weg und sahen dem Österreicher beim Sterben zu.

Diese Behauptung ist schnell aufgestellt. Mir erschließt sich jedoch nicht, inwiefern die an einen DB-Mitarbeiter gerichtete Bitte um Auskunft die Arbeit des Rettungsdienstes behindert. Genauso ist der Vorwurf des Gaffens bigott, wenn man zufällig anwesenden Personen andererseits Teilnahmslosigkeit vorwirft, wenn diese sich desinteressiert zeigen. Diese Vorwürfe sind zurzeit ziemlich in Mode und sind daher solange mit Vorsicht zu genießen, wie keine konkreten Details benannt werden.

Noch mal ...

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 11:23 (vor 2520 Tagen) @ Frecciarossa

Diese Behauptung ist schnell aufgestellt. Mir erschließt sich jedoch nicht, inwiefern die an einen DB-Mitarbeiter gerichtete Bitte um Auskunft die Arbeit des Rettungsdienstes behindert. (...)

Okay, lassen wir die Behinderung mal beiseite, die m.E. trotzdem besteht. Was aber, bitte schön, erwartest Du vom DB - Mitarbeiter in einem solchen Fall für eine Antwort ? Wohlgermerkt eine Antwort, die Dir verbindlich den weiteren Ablauf gibt ? Sorry, das ist nicht möglich !

Ich bin kein medizinischer Fachmann, ich bin aber sehr sicher, das ein Nortarzt bzw. Rettungssanitäter immer zuschaut, das der Patient so schnell wie möglich aus dem Zug und in ein Krankenhaus kommt. Wie schnell das möglich ist, kann nur er entscheiden und dürfte unterschiedlich sein.

Noch mal ...

Frecciarossa, Mittwoch, 04.12.2019, 11:35 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

Diese Behauptung ist schnell aufgestellt. Mir erschließt sich jedoch nicht, inwiefern die an einen DB-Mitarbeiter gerichtete Bitte um Auskunft die Arbeit des Rettungsdienstes behindert. (...)


Okay, lassen wir die Behinderung mal beiseite, die m.E. trotzdem besteht. Was aber, bitte schön, erwartest Du vom DB - Mitarbeiter in einem solchen Fall für eine Antwort ? Wohlgermerkt eine Antwort, die Dir verbindlich den weiteren Ablauf gibt ? Sorry, das ist nicht möglich !

Welche Frage wurde denn genau gestellt und wie war sie formuliert? Solange wir das nicht wissen, sollten wir uns mit vorschnellen Urteilen zurückhalten.

Noch mal ...

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 11:39 (vor 2520 Tagen) @ Frecciarossa

Welche Frage wurde denn genau gestellt und wie war sie formuliert? Solange wir das nicht wissen, sollten wir uns mit vorschnellen Urteilen zurückhalten.

Gegenfrage: Welche Frage hättest Du in diesem (= der Notarzt kämpft mit irgendwelchen Mittel um das Leben des Fahrgastes) Fall denn für gerechtfertigt gehalten ? Und an wen hättest Du sie gerichtet ? An den DB - Mitarbeiter, der vermutlich kaum mehr weiß als Du ? An den Notarzt, der in diesem Augenblick wahrscheinlich andere Sorgen hat ?

Die Retter wurden wegen der Verzögerung des ICE beschimpft

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 11:53 (vor 2520 Tagen) @ Frecciarossa

Diese Behauptung ist schnell aufgestellt. Mir erschließt sich jedoch nicht, inwiefern die an einen DB-Mitarbeiter gerichtete Bitte um Auskunft die Arbeit des Rettungsdienstes behindert. (...)

Die DB-Mitarbeiter waren hier sichtlich unmittelbar bei der Rettung beteiligt.

Okay, lassen wir die Behinderung mal beiseite, die m.E. trotzdem besteht. Was aber, bitte schön, erwartest Du vom DB - Mitarbeiter in einem solchen Fall für eine Antwort ? Wohlgermerkt eine Antwort, die Dir verbindlich den weiteren Ablauf gibt ? Sorry, das ist nicht möglich !


Welche Frage wurde denn genau gestellt und wie war sie formuliert? Solange wir das nicht wissen, sollten wir uns mit vorschnellen Urteilen zurückhalten.

genau das wissen wir doch genau:

Die Rettungskette funktionierte, über Bordlautsprecher fand der Zugbegleiter einen Arzt unter den rund 500 Passagieren, der sofort half. Ebenso wie ein Rettungssanitäter der Bundeswehr. Ein Notarzt kam hinzu, eine weitere Sanitäterin. 40 Minuten kämpften sie verzweifelt um das Leben des Wieners.

Doch was sich am Rande abspielte, spottet jeder Beschreibung. Die Retter wurden wegen der Verzögerung des Zuges beschimpft, andere Fahrgäste fragten sie sogar nach Anschlusszügen und anderen Bahnsteigen. Andere sollen den Todeskampf mit ihren Handys gefilmt haben.

Die Deutsche Bahn reagierte empört, bezeichnete den Vorgang als „moralisch indiskutabel“. Martin Ackert von der Bundespolizei bestätigte den Vorfall. Der Zugführer beschwerte sich noch im ICE per Lautsprecher über die Gaffer.

https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Gaffer-behindern-Rettung-Wiener-tot/408242644

Der ICE fuhr an und kam weniger Meter darauf bereits wieder zum Stehen,
anschließend wurde über Bordlautsprecher nach einem Arzt gefragt.

Jedem Fahrgast war dadurch die Brisanz bewusst.. bzw. hätte bewusst sein müssen.

+1

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 04.12.2019, 11:56 (vor 2520 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

+2

E 1793, Mittwoch, 04.12.2019, 12:37 (vor 2520 Tagen) @ J-C

Die Leute werden immer verrückter.

Gaffer und Nörgler(warum das so lange dauert) sind leider an der Tagesordnung:(

Hier noch was von gestern sus Frankfurt: https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-tod-durch-fahrrad-unfall-polizei-geht-gegen-gaff...

Im Radio wurde zudem berichtet, das sich der Gaffer nicht mal durch Ersthelfer ablenken lies.

--
[image]

Noch mal ...

Manitou, Donnerstag, 05.12.2019, 01:57 (vor 2519 Tagen) @ Garfield_1905

Der DB-Mitarbeiter kann in diesem fall, vor allem, wenn der Zeitpunkt der Weiterfahrt unbestimmt ist, Auskunft über alternative Fahrmöglichkeiten geben, Zugbindungen aufheben, ggf. Verspätungen bestätigen bzw. Taxi-Gutscheine ausgeben.
Damit wäre Reisenden mit dringenden Terminen auch gehölfen.
Wenn dagegen Antworten von Reisenden als Herabwürdigend empfunden werden (z.B. "Dein Termin geht mir am Arsch vorbei"), muß man sich über entsprechende Reaktionen nicht wundern.

Noch mal ...

Garfield_1905, Donnerstag, 05.12.2019, 08:39 (vor 2519 Tagen) @ Manitou

Wenn dagegen Antworten von Reisenden als Herabwürdigend empfunden werden (z.B. "Dein Termin geht mir am Arsch vorbei"), muß man sich über entsprechende Reaktionen nicht wundern.

Und dieser Satz ist so gefallen ? Warst Du dabei ?

Noch mal ...

Manitou, Freitag, 06.12.2019, 00:11 (vor 2518 Tagen) @ Garfield_1905

Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, hättest du mitbekommen, daß ich die erwartete Verhaltensweise des Zugbegleiters und die mögliche falsche Verhaltensweise, die dann eine berechtigte Wutreaktion der Reisenden hervorrufen würde, gegenüber gestellt habe.

Ergänzung

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 11:34 (vor 2520 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 11:34

Mitreisende behinderten offenbar die Lebensrettungsversuche. Die Helfer wurden bei der Rettung durch Fahrgäste gestört, die die Einsatzkräfte nach der Dauer des Einsatzes und nach möglichen Anschlusszügen fragten und damit die Rettung behinderten, hieß es. Einige Fahrgäste standen offenbar auch nur im Weg und sahen dem Österreicher beim Sterben zu.


Diese Behauptung ist schnell aufgestellt. Mir erschließt sich jedoch nicht, inwiefern die an einen DB-Mitarbeiter gerichtete Bitte um Auskunft die Arbeit des Rettungsdienstes behindert. Genauso ist der Vorwurf des Gaffens bigott, wenn man zufällig anwesenden Personen andererseits Teilnahmslosigkeit vorwirft, wenn diese sich desinteressiert zeigen. Diese Vorwürfe sind zurzeit ziemlich in Mode und sind daher solange mit Vorsicht zu genießen, wie keine konkreten Details benannt werden.

Du hast natürlich Recht, ob sich das alles so abgespielt hat, weiß niemand von uns. Mag auch sein, das solche Vorwürfe 'in Mode' sind, leider sind sie nicht unbegründet. Auf Autobahnen wird das immer wieder gesehen und ggfs. von der Polizei auch dokumentiert. Vom Zug her kann ich aus der Praxis erzählen, das selbst bei einem vergleichsweise relativ (!) harmlosen Sturz von der Treppe in einem Dosto sehr schnell ein, zwei Dutzend 'Gaffer' da sind, die extra vom Platz aufstehen, aber nicht etwa helfen o.ä., sondern nur ... 'gaffen' und wenn der RTW kommt auch noch Aufnahmen mit dem Handy machen. Wie 'interessant' ist das erst, wenn da jemand um sein Leben kämpft ...

Wie gesagt, ich war nicht dabei, Du auch nicht, aber das das so oder zumindest so ähnlich war, will ich leider gerne glauben. Ich kann es mir sogar noch schlimmer vorstellen, wenn ich das berücksichtige, was ich fast tagtäglich von unserem Personal aus 1. Hand höre.

Noch 'ne Ergänzung

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 11:56 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

(...) Vom Zug her kann ich aus der Praxis erzählen, das selbst bei einem vergleichsweise relativ (!) harmlosen Sturz von der Treppe in einem Dosto sehr schnell ein, zwei Dutzend 'Gaffer' da sind, die extra vom Platz aufstehen, aber nicht etwa helfen o.ä., sondern nur ... 'gaffen' und wenn der RTW kommt auch noch Aufnahmen mit dem Handy machen. (...)

Vielleicht ein Beispiel aus der Praxis, gar nicht so lange her. Ein Fahrgast kippt im Zug, relativ leer, um, während der Fahrt. Der FB wird sehr schnell informiert und ruft über den Fdl den Notarzt bzw. RTW zum nächsten Bahnhof. Der war dann auch kurz nach dem Halt des Zuges dort und versorgte den Fahrgast.

Außer dem FB, zufällig jemand, der sich auskennt, half niemand dem Fahrgast und es standen im Abgang vom Dosto auf beiden Seiten 10 - 15 Leute rum (= nur zum gaffen), 3 oder 4 mit laufendem Handy. Und jetzt kommt's. Der Fahrgast (es war letztlich, Gott sei Dank, nichts Schlimmes, wie sich im Nachhinein rausstellte) wurde recht schnell auf der Bahre rausgehoben und auf dem Bahnsteig weiterbehandelt, bis der RTW dicht genug dran war. Und was passierte ? Der Zug hätte ja nun abfahren können, aber an 3 (= 3 !) Türen blockierten Fahrgäste die Weiterfahrt, weil sie mit Handy weiter filmten. Den Aufforderungen des FB in den Zug zu gehen, kamen sie nicht nach, so das erst der Tf aussteigen mußte (allerdings einer, vor dem man schon Angst bekommen könnte ...) und sie sehr nachdrücklich zum Einsteigern aufforderte. Allerdings war das dann auch gar nicht mehr nötig, denn die Person war inzwischen im RTW. Es war nicht mehr interessant, aber es waren rund 10 Minuten Verspätung mehr als nötig ... :-(

Kleine Klugscheisserei

WbuIV, Mittwoch, 04.12.2019, 12:04 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

Auf einer Bahre werden nur Tote transportiert. (Auch wenn duden/wiki beide Bedeutungen zulässt)- Sowas kostet beim Rettungsdienst in die Gmeinschaftskasse. . Bitte "Trage" verwenden

+1

ICE-TD, Mittwoch, 04.12.2019, 14:08 (vor 2520 Tagen) @ Altmann

Wenn ein Fahrgast einen (sinnlos umherstehenden) Mitarbeiter der DB (Zub, ...) um eine Auskunft fragt, dann weiß ich nicht, was so schlimm dran sein soll. Dass man niemanden von lebensrettenden Maßnahmen abhält, versteht sich hoffentlich von selbst.

Und manch DB-Mitarbeiter versteht hier scheinbar nicht, dass es auch ein Leben außerhalb der DB gibt. Wenn ein Fahrgast unterwegs ist zu einem Meeting, wo vielleicht 20 Leute auf ihn warten, dann hilft es diesen (hochbezahlten) Managern vielleicht zu wissen, dass sie ohne Kollege X anfangen sollen, dass dieser in einer Stunde kommt oder gar nicht.

Und nochmals: Wo ist das Problem, wenn man höflich fragt?

Fragen kannst du (einen DB-Mitarbeiter, nicht die Rettungskräfte), du wirst dich aber mit Nichts zufrieden geben müssen, denn er kann dir nicht sagen wie lange der Rettungseinsatz noch dauert. Und dein Termin interessiert in der Zeit einen Sch..., es sei denn du befindest dich grad selbst in Lebensgefahr. Du kannst ja bei einer Autonbahnsperrung wegen eines schweren Unfalls auch die Polizei volllabern wegen deines so wichtigen Termins, deshalb werden sie die Sperrung nicht eher aufheben, eher jagen sich dich wenn du genug genervt hast weg oder legen dir die Acht an.

Komische Vorstellung von Kommunikation ...

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 14:41 (vor 2520 Tagen) @ ICE-TD

Hallo.

Fragen kannst du (einen DB-Mitarbeiter, nicht die Rettungskräfte), du wirst dich aber mit Nichts zufrieden geben müssen, denn er kann dir nicht sagen wie lange der Rettungseinsatz noch dauert.

Das leuchtet wohl den meisten ein.

Im Hintergrund wird aber in der Zeit ja gewerkelt. Da sitzen nun nicht alle rum, warten auf das Ende und dann wird geschaut, was man weiter veranstaltet. Sondern da wird natürlich in gewissem Rahmen vorgeplant. Wenn z.B. feststeht, dass Umläufe und Schichten definitiv nicht mehr passen werden.

Ich persönlich schaue dazu gerne auch mal in die Onlinemedien. So konnte ich neulich der Kundschaft schon mitteilen, dass in Bantorf Ende ist und sie Haste erst mit dem Folgetakt erreichen, als die Offiziellen im Zug noch nichts verkündeten.
;-)

Du kannst ja bei einer Autonbahnsperrung wegen eines schweren Unfalls auch die Polizei volllabern wegen deines so wichtigen Termins, deshalb werden sie die Sperrung nicht eher aufheben, eher jagen sich dich wenn du genug genervt hast weg oder legen dir die Acht an.

'Miteinander reden' ist 'volllabern'?!

Und im Zweifel wird wer aufgefordert zu gehen und nicht 'weggejagt'. Und wie oft wird man da Delinquenten die Handschellen angelegt haben? Sind doch wohl eher Ausnahmefälle.

Aber dein Beitrag zeigt schön auf, dass eine VERNÜNFTIGE KOMMUNIKATION mittlerweile eine aussterbende Kulturtechnik ist. Vielleicht sollte man die mal vorrangig wiederbeleben.


Schöne Grüße von jörg

Dienstleistungsunternehmen

Altmann, Mittwoch, 04.12.2019, 16:10 (vor 2520 Tagen) @ ICE-TD

Fragen kannst du (einen DB-Mitarbeiter, nicht die Rettungskräfte), du wirst dich aber mit Nichts zufrieden geben müssen, denn er kann dir nicht sagen wie lange der Rettungseinsatz noch dauert.

Okay, mag sein. Aber vielleicht kann er mir alternative Züge nennen, meine Zugbindung aufheben, etc.. Also kurzum: Ein freundlicher DB-Mitarbeiter sein, der sich als um seine Kunden kümmert.

Dienstleistungsunternehmen

Mario-ICE, Mittwoch, 04.12.2019, 17:19 (vor 2520 Tagen) @ Altmann

Was das mit Dienstleistung zu tun hat erschließt sich mir nicht wirklich. Ein bisschen Empathie würde manchen hier gut zu Gesicht stehen. Das für die Zugbegleiter diese Situation auch nicht alltäglich ist wird schlicht vergessen. Was doch hier sich teilweise für widerliche Typen in diesem Forum rumtreiben. Deine Zugbindung ist doch völlig zweitrangig, aber Hauptsache Ich, Ich.

ein bisschen mehr Empathie täte gut.

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 17:53 (vor 2520 Tagen) @ Mario-ICE

Dienstleistungsunternehmen

Fragen kannst du (einen DB-Mitarbeiter, nicht die Rettungskräfte), du wirst dich aber mit Nichts zufrieden geben müssen, denn er kann dir nicht sagen wie lange der Rettungseinsatz noch dauert.

Okay, mag sein. Aber vielleicht kann er mir alternative Züge nennen, meine Zugbindung aufheben, etc.. Also kurzum: Ein freundlicher DB-Mitarbeiter sein, der sich als um seine Kunden kümmert.

Was das mit Dienstleistung zu tun hat, erschließt sich mir nicht wirklich. Ein bisschen Empathie würde manchen hier gut zu Gesicht stehen. Dass für die Zugbegleiter diese Situation auch nicht alltäglich ist, wird schlicht vergessen. Was doch hier sich teilweise für widerliche Typen in diesem Forum rumtreiben. Deine Zugbindung ist doch völlig zweitrangig, aber Hauptsache Ich, Ich.

..zumal der ICE 881 bereits mit +30 in Hannover ankam - da ist die Zugbindung eh automatisch aufgehoben.

Doch Gaffer sollen die Rettung gestört haben. Verzweifelt versuchte der Zugführer via Durchsage, die Fahrgäste (sie fragten während der Reanimationsversuche pausenlos nach Anschlusszügen) zur Vernunft zu bringen. Keine Chance

https://www.krone.at/2055335
04.12.2019 06:01

Die beiden DB-Mitarbeiter sind gewiss freundlich - das sind die allermeisten,
hier galt die volle Aufmerksamkeit eines einzelnen bestimmten Kunden und das war ersichtlich.
Wer da kein Verständnis für hat, dem mangelt es wahrlich gewaltig an Empathie!

Da sind noch 500 andere Fahrgäste im Zug, mit denen man sich heutzutage sehr gut über ggf. alternative Züge oder ähnliches unterhalten kann.

... echter Qualitätsjournalismus ...

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 19:36 (vor 2520 Tagen) @ Henrik

Huhu.

Doch Gaffer sollen die Rettung gestört haben. Verzweifelt versuchte der Zugführer via Durchsage, die Fahrgäste (sie fragten während der Reanimationsversuche pausenlos nach Anschlusszügen) zur Vernunft zu bringen. Keine Chance

https://www.krone.at/2055335
04.12.2019 06:01

Dass da nichts zusammenpaßt, merkst du aber selbst, gell?

Wenn der Zugchef Durchsagen macht, ist er nicht beim sterbenden Kunden, sondern im Dienstabteil. Also hat er dann auch mit den Rettungsmaßnahmen nix zu tun.

Und wenn ihn da die Leute vollblubbern, können sie ja nun nicht gleichzeitig gaffen und dem Sterbenden beim Sterben zuschauen.


Alles Blödsinn also.


Schöne Grüße von jörg

... unechter Qualitätsbeitrag ...

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 20:03 (vor 2520 Tagen) @ Blaschke

Dass da nichts zusammenpaßt, merkst du aber selbst, gell?

Diese Frage stellst Du am besten noch mal, wenn Du vorm Spiegel stehst. ;-)

Wenn der Zugchef Durchsagen macht, ist er nicht beim sterbenden Kunden, sondern im Dienstabteil. Also hat er dann auch mit den Rettungsmaßnahmen nix zu tun.

1.) hat der Zugchef noch Mitarbeiter und 2.) könnte es sein, das er zwischen dem Ort, wo der Fahrgast behandelt wird und dem Dienstabteil pendelt. Gesunde Füße und Beine hat er sicher. Glaubst Du tatsächlich, das er in so einer Situation ruhig und bequem 30, 40, 50 ... Minuten im Dienstabteil sitzt und da auf 'irgendwas' wartet ?

Und wenn ihn da die Leute vollblubbern, können sie ja nun nicht gleichzeitig gaffen und dem Sterbenden beim Sterben zuschauen.

1.) könnten die Leute sehr wohl vorm Dienstabteil stehen und ihn 'vollblubbern' und 2.) muß er auf dem Weg zum Dienstabteil fast zwangsläufig an anderen Fahrgästen vorbei, die ihn auch 'vollblubbern' können. Und sie tun das auch in aller Regel, wie Du selbst als Fahrgastzähler sicher schon am eigenen Leib erlebt hast.

Alles Blödsinn also.

Stimmt ! Aber vermutlich meinen wir etwas Unterschiedliches. Auf jeden Fall hast Du schon Beiträge gebracht, die deutlich logischer waren.

Was ist eigentlich für Dich so schwer, einfach mal ein zu gestehen, das es nicht nur DB - Personal gibt, das in Deinen Augen inkompetent sein kann, sondern das es auch Fahrgäste gibt, die sich deutlich daneben benehmen ?

... nächster Anlauf ...

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 21:49 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

Hallo.

Glaubst Du tatsächlich, das er in so einer Situation ruhig und bequem 30, 40, 50 ... Minuten im Dienstabteil sitzt und da auf 'irgendwas' wartet ?

Nein, ganz sicher nicht. Es gibt ja genug zu koordinieren und zu tun. U.a. Kundenbetreuung.

Was ist eigentlich für Dich so schwer, einfach mal ein zu gestehen, das es nicht nur DB - Personal gibt, das in Deinen Augen inkompetent sein kann, sondern das es auch Fahrgäste gibt, die sich deutlich daneben benehmen ?

Ist gar nicht schwer. Ich erlebe schließlich regelmäßig EINIGE Fahrgäste, die sich daneben benehmen.

Nur wird die simple Gleichung 'Zugpersonal doof - Fahrgäste gut' gerne und zu Recht als zu pauschal verurteilt. Da darf man dann andersrum die Gleichung 'Fahrgäste doof - Zugpersonal toll' haargenauso als Pauschalisierung anprangern. Nicht mehr und nicht weniger.

Übrigens schrieb ich in diesem Baum nirgends von 'inkompetentem' Personal, sondern nur von 'möglicherweise überemotionalisiert'. Was generell in Havariefällen selten dienlich ist - also weder für Personale noch Kunden von Nutzen ist.


Schöne Grüße von jörg

... echter Qualitätsjournalismus ...

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 20:13 (vor 2520 Tagen) @ Blaschke

Doch Gaffer sollen die Rettung gestört haben. Verzweifelt versuchte der Zugführer via Durchsage, die Fahrgäste (sie fragten während der Reanimationsversuche pausenlos nach Anschlusszügen) zur Vernunft zu bringen. Keine Chance

https://www.krone.at/2055335
04.12.2019 06:01

Dass da nichts zusammenpaßt, merkst du aber selbst, gell?

Wenn der Zugchef Durchsagen macht, ist er nicht beim sterbenden Kunden, sondern im Dienstabteil. Also hat er dann auch mit den Rettungsmaßnahmen nix zu tun.

Davon konnte man ausgehen, schließlich hat er mit diesem ICE dann später auch Hannover verlassen in Richtung Süden, er wurde nicht psychologisch betreut im Gegensatz zu seinen ZuB-Kollegen.

Und wenn ihn da die Leute vollblubbern, können sie ja nun nicht gleichzeitig gaffen und dem Sterbenden beim Sterben zuschauen.

Um einen solchen Tatbestand ging es bei dem Zitat ja nun nicht,
sondern darum, dass die Gaffer die Rettung gestört haben und damit nicht aufhörten.

Da wird eine der beiden ZuB dann dem Zugchef gebeten haben,
"Mach mal ne Durchsage.. die hören hier nicht auf zu gaffen und zu stören."

Alles Blödsinn also.

Krone ist gewiss alles andere als echter Qualitätsjournalismus ;)
aber dieses Zitat ist in sich plausibel.


übrigens litt der Verstorbene an einem Herzleiden, hatte da eh bereits Probleme.
Kann also durchaus gut sein, ja, dass er es auch bei sehr schneller Hilfe nicht geschafft hätte.

... echter Qualitätsjournalismus ...

ICE-TD, Mittwoch, 04.12.2019, 20:46 (vor 2520 Tagen) @ Blaschke

Dass da nichts zusammenpaßt, merkst du aber selbst, gell?

Wenn der Zugchef Durchsagen macht, ist er nicht beim sterbenden Kunden, sondern im Dienstabteil. Also hat er dann auch mit den Rettungsmaßnahmen nix zu tun.

Nöö, beim ICE1 hat er in jedem Wagen eine Sprechstelle.

Emparhie versus Emotionalität

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 19:50 (vor 2520 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo.

Ein bisschen Empathie würde manchen hier gut zu Gesicht stehen. Das für die Zugbegleiter diese Situation auch nicht alltäglich ist wird schlicht vergessen.

Einerseits ist das völlig richtig. Andererseits sollten Zugchefs doch so geschult sein, dass sie GERADE IN AUSNAHMEFÄLLEN kühlen Kopf bewahren und die Emotionalität zugunsten der Professionalität unterdrücken. Und das hat nichts mit fehlender Empathie zu tun.

Mir erscheint es in der Gesamtschau ein bißchen so, dass der Zugchef überdurchschnittlich emotional dabei war. Menschlich durchaus nachvollziehbar; fraglich aber, ob der Angelegenheit dann wirklich dienend.

Was übrigens bei mir grad so die Frage aufwirft, in welcher Art und Umfang Zugteams seitens der Arbeitgeber geschult werden für Notsituationen. Wenn ich so an den brennenden ICE denke oder die Schafsherde im SFS-Tunnel ... Ich denke da gerade an Pilotentrainings. Wo man auch nicht den Alltag simuliert und wo man 'Schönwetter-Experten' nicht braucht, sondern wo natürlich diverse Notfälle simuliert werden. Und ich lese auch nur selten von Großübungen mit allen Rettungskräften, wo mal Großunglücke simuliert werden zum Üben. Durch diesen Vorfall angeregt frage ich mich da gerade, wie es in Zeiten des 'Sparwahns' und von 'Schnellausbildungen' ja um dieses Thema bestellt ist.

Was doch hier sich teilweise für widerliche Typen in diesem Forum rumtreiben.

Deiner Auffassung nach demnach dann doch ein Abbild der Realität. Sind wir Bahnfreaks also gar nicht total verschrobene kaputte Typen, sondern quasi mitten in der Gesellschaft. Hm ...


Schöne Grüße von jörg

Bitte um sachliche Diskussion, danke!

Altmann, Donnerstag, 05.12.2019, 10:15 (vor 2519 Tagen) @ Mario-ICE

Was doch hier sich teilweise für widerliche Typen in diesem Forum rumtreiben.

Darf ich Dich an die Forenregeln erinnern? Danke!

Deine Zugbindung ist doch völlig zweitrangig, aber Hauptsache Ich, Ich.

Finde den Fehler! ;-)

Nichts für ungut. Es gibt 2 Seiten, und beide haben wohl ihre Argumente. Aber man kann das auch anders diskutieren, okay?

Glaubst du eigentlich, was du hier schreibst?

Power132, Mittwoch, 04.12.2019, 18:24 (vor 2520 Tagen) @ Altmann

Fragen kannst du (einen DB-Mitarbeiter, nicht die Rettungskräfte), du wirst dich aber mit Nichts zufrieden geben müssen, denn er kann dir nicht sagen wie lange der Rettungseinsatz noch dauert.


Okay, mag sein. Aber vielleicht kann er mir alternative Züge nennen, meine Zugbindung aufheben, etc..

Ein Großteil (96, 97%?) ist doch heute daueronline (sogar mit ICE WLAN). Du kannst dir dann (sofern du Smartphonebeitzer bist) deine Anschlußzüge selber raussuchen. Hast du kein mobiles Internet, so kannst du den Zub fragen, sobald der Zug wieder fährt.

Also kurzum: Ein freundlicher DB-Mitarbeiter sein, der sich als um seine Kunden kümmert.

Sich darum kümmert, dass der Respekt vor der Situation gewahrt bleibt. Ich glaube eine Kindergartengruppe zu beaufsichitgen wäre einfacher als erwachsene Fahrgäste in einer solchen Situation. Das das Personal in einer solchen Sitaution auch mal im Ausnahmezustand ist, verkennst du um Längen. Wie würdest du dich in eine solchen Situation fühlen?

+over 9000

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 04.12.2019, 18:40 (vor 2520 Tagen) @ Power132

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Zustimmung

8d5a, Mittwoch, 04.12.2019, 07:20 (vor 2520 Tagen) @ Garfield_1905

Einfach nur Widerlich.

Worst case

Taurus83, Nürnberg, Mittwoch, 04.12.2019, 14:51 (vor 2520 Tagen) @ Manitou

Es gubt auch Reiaende mit existenziellen Terminen. Ob es ein seit Monaten vorgebuchter Arzt-Termin bei einem Spezialisten ist, der Besuch bei einem Verwandten im Krankenhaus, wo ein verpaßter Anschluß dazu führt, das man dann seinen Verwandten nicht mehr lebend vorfindet, aber auch ein Vorstellungsgespräch, um nach Jahren der Arbeitslosigkeit wieder einen (möglicherweise sogar guten) Arbeitsplatz zu bekommen.
Deshalb sollte man auch in einem solchen Fall niemanden wegen der Frage nach der Weiterfahrt herabwürdigen.

Wurde schon mehrfach geschrieben: Die Rettung wurde dadurch behindert.

Natürlich kann man einen unbeteiligten Schaffner fragen, wie denn die Lage ist. Aber vermutlich gab es eine Durchsage (alleine schon die, ob ein Arzt an Bord ist sollte die Alarmglocken schrillen lassen) und damit ist gut. Mehr wissen die doch selber nicht.

Und wenn ein Termin so wichtig ist dass quasi meine Existenz davon abhängt, dann nehme ich nicht den letzten Zug des Tages, plane 1-2 Stunden Puffer ein. Irgendwas auf solche Entfernungen immer sein, egal mit welchem Verkehrsmittel man anreist.

Viele Grüße,
Bernhard

Worst case

Manitou, Donnerstag, 05.12.2019, 02:12 (vor 2519 Tagen) @ Taurus83

Und was machst Du, wenn z.B. Dich ein Anruf aus dem Krankenhaus erreicht, daß ein dort befindlicher Angehöriger im Sterben liegt? Da willst Du sicher sofort hinfahren und da interessiert Dich jedes Hindernis einen Scheiß.

Aussteigen und die nächste Verbidnung nehmen

Power132, Donnerstag, 05.12.2019, 06:22 (vor 2519 Tagen) @ Manitou
bearbeitet von Power132, Donnerstag, 05.12.2019, 06:23

Und was machst Du, wenn z.B. Dich ein Anruf aus dem Krankenhaus erreicht, daß ein dort befindlicher Angehöriger im Sterben liegt? Da willst Du sicher sofort hinfahren und da interessiert Dich jedes Hindernis einen Scheiß.

Wäre in dem konkreten Fall durchaus möglich gewesen. Und selbst dann wäre nicht sichergestellt den Angehörigen noch lebend anzutreffen. Viel zu threoretisch, an den Haaren herbeigezogen und argumentativ nicht gerade stark...

+1

Garfield_1905, Donnerstag, 05.12.2019, 11:03 (vor 2519 Tagen) @ Power132

Völlig absurd und mit aller Macht Recht haben wollen !

+1

Manitou, Freitag, 06.12.2019, 00:18 (vor 2518 Tagen) @ Garfield_1905

Es geht mir darum, zu zeigen, daß die arrogante Abwertung der erwartung, pünktlich zu Reisen bzw. Unterstützung bei der Suche nach einer Alternative durchaus wichtige Gründe haben kann. Reisende, die vom Zugbegleiter die Pflichterfüllung erwarten, können dafür durchaus wichtige gründe haben. Und wenn man solche Gründe herabwürdigt, muß man sich über eine gleichwertige Reaktion des Reisenden nicht wundern.
Auch eine rechtzeitige Ansage, welcher Zug vsl. zuerst weiterfährt, nimmt die Spannung aus der Situation, weil die eiligen Reisenden dann in einen anderen Zug umsteigen.

Hannover. Fahrgast erliegt Herzinfarkt, mehrere offene Frag

ICE-TD, Dienstag, 03.12.2019, 14:36 (vor 2521 Tagen) @ moonglum

Moment mal. Ich dachte, ein Defri ist auch in jedem IC/E vorhanden,

Nein, hast du im Auto einen oder ist im Bus einer? Der Zug stand (fast) ideal, lediglich die ersten 2 Wagen standen nicht mehr am Bahnsteig. Er stand mitten in einer Großstadt, da ist gewährleistet das schnell ein Notarzt vor Ort ist. Und bis dahin wird wie bei jeder ersten Hilfe Herzdruckmassage gemacht.

Interessante Diskussion, leider wegen toten Passagiers!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 03.12.2019, 15:39 (vor 2521 Tagen) @ Power132

in dem eine Fraktion deutlich argumentiert, dass die Vorsroge des Arbeitgebers DB AG reicht und sich die andere Fraktion fragt, warum nicht einfach in jedem Zug ein Defi ist ...

Dass in einer Großstadt sowieso ein Rettungsdienst schnell zur Stelle ist oder es gesetzliche Vorgaben gibt, wie schnell ein RTW an Ort und Stelle sein muss sind leider nur eins – Ausreden.

Defis in alle Züge! Jetzt.

Laien-Defibrillator kein Ersatz für kontinuierliche Herzdruc

oska, Dienstag, 03.12.2019, 15:50 (vor 2521 Tagen) @ Paladin

Defis in alle Züge! Jetzt.

„Für den Laienhelfer, der die Herzdruckmassage unmittelbar nach Absetzen des Notrufes konsequent durchführt, ist ein herbeigeschaffter Defibrillator ein Segen. Für den Laien, der den Einsatz des Defibrillators als wichtigste Maßnahme ansieht, ein Fluch“, zitiert das Ärzteblatt einen Notfallmediziner und Kardio­logen. Dieser stellt in dem Artikel klar, das die [manuelle] Herzdruckmassage die wichtigste Maßnahme bleibt.

Laien-Defibrillator kein Ersatz für kontinuierliche Herzdruc

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 03.12.2019, 15:57 (vor 2521 Tagen) @ oska

Jo. Ebenfalls aus dem von dir verlinkten Artikel:

Wenn jedoch zwei Helfer vor Ort seien, könne der eine mit der Herzdruckmassage als Sofortmaßnahme beginnen, während der andere einen Defibrillator – kurz AED (für „Automatisierter Externer Defibrillator“) – besorge.

Nach der Diskussion brauch ich auch n Defi ...

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 00:18 (vor 2520 Tagen) @ Power132

Moin moin!

Ob eigentlich der Fahrgast überlebt hätte, wäre nach 55 Sek der Defi im Einsatz gewesen? Mancher verabschiedet sich dann trotzdem von der Weltbühne; Frechheit! Und wir alle hier sind ausnahmslos sowieso auch irgendwann dran. Ende für immer und ewig. Zack aus.

Was da in diesem Fall aber aus einer der selbstverständlichen und natürlichsten Sache der Welt fürein Spektakel gemacht wird ... Mit Schweigeminute und so. Und was sollen all die Fahrgäste auch anderes machen als herumlungern, wenn sich schon Mitmenschen des Kranken angenommen haben. Oder soll da demokratisch jeder einmal einen Pulsachlag imitieren bei der Massage? Schlange stehen und dann darf jeder einmal drücken. Und wenn des Typen Herz' sich wieder zum Arbeiten entschließt, aber noch nicht alle dran waren, dann fordert nachher noch wer FGR ein oder wie?

Gestorben wird Zuhause, im Heim, in der Klinik, auf der Arbeit, im Straßenverkehr, auf dem Kreuzfahrtschiff und im Flugzeug - warum dann nicht auch mal im Zug? Kein Grund für großes Spektakel ...


Schöne Grüße von jörg


der sich immer sorgt, ob er nicht dann mal Ärger bekommen wird posthum. Denn in seinen Jobs sind Leute so rar, dass, wenn überhaupt, erst nach der Zeitungsrunde, nach der EssenPillenTour und nach der vollständigen Erhebung gestorben werden darf - und das auch nur, wenn vorher Ersatz organisiert wurde. Hm ... - ob ich deswegen immer noch da bin ... ?

Nach der Diskussion brauch ich auch n Defi ...

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 01:10 (vor 2520 Tagen) @ Blaschke

Ob eigentlich der Fahrgast überlebt hätte, wäre nach 55 Sek der Defi im Einsatz gewesen?

naja.. es war ja auch so dunkel, in Hannover Hbf, um 15:30 Uhr - da mussten doch auch noch die Taschenlampen besorgt werden.

Und wir alle hier sind ausnahmslos sowieso auch irgendwann dran.

nur beweisen konnte das bislang auch noch niemand.

Was da in diesem Fall aber aus einer der selbstverständlichen und natürlichsten Sache der Welt für ein Spektakel gemacht wird ... Mit Schweigeminute und so. Und was sollen all die Fahrgäste auch anderes machen als herumlungern, wenn sich schon Mitmenschen des Kranken angenommen haben. Oder soll da demokratisch jeder einmal einen Pulsschlag imitieren bei der Massage? Schlange stehen und dann darf jeder einmal drücken. Und wenn des Typen Herz' sich wieder zum Arbeiten entschließt, aber noch nicht alle dran waren, dann fordert nachher noch wer FGR ein oder wie?

naa.. wenn der ICE nach nur 50 Minuten weiter fährt, laufen sie Sturm und fordern, dass er sich nochmal für 10 Minuten hinlegen möge.

Gestorben wird Zuhause, im Heim, in der Klinik, auf der Arbeit, im Straßenverkehr, auf dem Kreuzfahrtschiff und im Flugzeug - warum dann nicht auch mal im Zug? Kein Grund für großes Spektakel ...

Er ist am Zug verstorben, auf dem Bahnsteig, nicht im Zug.

Bei dem Spektakel ging es dann wohl eher um diese Thematik:

https://www.hessenschau.de/panorama/lkw-ueberrollt-radfahrer-in-frankfurt---gaffer-foto...

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-toedlicher-unfall-radfahrer-lkw-erfasst-zr-13267...

https://www.merkur.de/welt/frankfurt-toedlicher-unfall-radfahrer-lkw-erfasst-zr-1326755...

Schöne Grüße von jörg

der sich immer sorgt, ob er nicht dann mal Ärger bekommen wird posthum.

..musst nur dran glauben. ;)

Gibt Schulngen fürs Personal ?

WbuIV, Mittwoch, 04.12.2019, 06:40 (vor 2520 Tagen) @ Power132

Würd mich mal interessieren: gibt es regelmäßige Schulungen für ZUB, KiN & Co. In Bezug auf organisatorische Maßnahmen und/oder Erste-Hilfe? Natürlich nur wenns kein Betriebsgeheimnis ist.

Gibt Schulngen fürs Personal ?

Action85, Mittwoch, 04.12.2019, 09:39 (vor 2520 Tagen) @ WbuIV

Ja, für das Zugpersonal gibt es regelmäßige Erste-Hilfe Schulungen. Nur die Lokführer haben keine Schulung.

Gibt Schulngen fürs Personal ?

IC 2083, Mittwoch, 04.12.2019, 15:11 (vor 2520 Tagen) @ Action85

Darf ich fragen, wie das mit Tfs aussieht die auch gleichzeitig Zugführer sind, beispielsweise in Triebwagen ohne weiteres Personal auf dem Zug?

Beste Grüße

2083

Gibt Schulngen fürs Personal ?

Action85, Mittwoch, 04.12.2019, 19:39 (vor 2520 Tagen) @ IC 2083

Das kann ich dir leider nicht beantworten.

Beim Fernverkehr ist der Tf im IC2 auch Zugführer aber es gibt noch einen Abfertigungshelfer der dementsprechend die Erste-Hilfe Schulung hat.

Die sollte jeder Autofahrer haben - Du, ich, wir alle

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 04.12.2019, 16:52 (vor 2520 Tagen) @ WbuIV

Für den Fall, daß ein Eingreifen wie selbstverständlich nur von Bediensteten erwartet wird.

Ich glaube die stabile Seitenlage kriege ich noch leidlich hin. Massage und Beatmung mit etwas Hemmungen. Das schlimmste aber ist wohl die Überwindung der Stress- und Schock-Situation im konkreten Fall direkt am Ort des Geschehens. Daran könnte es bei mir anfänglich scheitern.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Dann auf zur Auffrischung mit Staying Alive

WbuIV, Mittwoch, 04.12.2019, 17:08 (vor 2520 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von WbuIV, Mittwoch, 04.12.2019, 17:09

Hab meine (trotz meiner Vorbildung) im Frühjahr absolviert. Gerade im HLW-Bereich wird die Pump-Beatmung-Relation immer wieder angepasst. Und da ist Übung angesagt. Ich sag nur: Staying Alive ist der Rhythmus, wo du mit musst.

Dass mut der Überwindung hatte ich ja schhon geschrieben. Nach meinen vielen Klinik- und Rettungsdienstjahren beginnt ein Programm abzulaufen obwohl ich schon einige Jahre aus dem Geschäft bin. Das ist ein unschätzbarer Vorteil.

NICHT WARTEN. NOCH HEUTE ONLINE ANMELDEN UND HINGEHEN. Oder über den Arbeitgeber orgaanisieren, dann zahlt es meist die BG.

Muß man überlegen ...

Garfield_1905, Mittwoch, 04.12.2019, 17:21 (vor 2520 Tagen) @ WbuIV

NICHT WARTEN. NOCH HEUTE ONLINE ANMELDEN UND HINGEHEN. Oder über den Arbeitgeber orgaanisieren, dann zahlt es meist die BG.

... oder eigentlich doch nicht. Ich hab' meinen Erste-Hilfe-Kurs zum Führerscheinerwerb gemacht und das ist ein paar Jahrzehnte her. Ich weiß, ehrlich gesagt, gar nichts (mehr) ! Ein Pflaster könnte ich wohl noch aufkleben, aber dann hört's schon bald auf.

Aber unabhängig von Deiner völlig berechtigten Aufforderung hat mich gerade diese Diskussion auf die Idee gebracht, meine Kenntnisse in diesem Bereich noch mal aufzufrischen. Oder wohl besser gesagt, neu zu erwerben. Ich würde es mir wohl nie verzeihen, in eine solche Situation gebracht zu werden und aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht helfen zu können. Oder das man mir vielleicht nicht helfen kann, weil andere genauso nachlässig wie ich waren.

Dann auf zur Auffrischung mit Staying Alive

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 04.12.2019, 17:31 (vor 2520 Tagen) @ WbuIV

Der Schockmoment ist eben das fiese. Also wer seine Handykamera zieht, um die Situation zu filmen, der hat keinen großen Schock mehr. Die allermeisten haben aber eben keine 'stabil aushärtende' Erfahrung aus vielen Klinik- und Rettungsdienstjahren. Da beginnt bei Otto Normal kein Programm abzulaufen.

Generell hast Du natürlich recht.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Heilpraktiker (62) aus Wien stirbt am ICE - das sagt die DB

Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 09:13 (vor 2520 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Henrik, Mittwoch, 04.12.2019, 09:17

[...]

Hannover Hauptbahnhof: Toter im ICE nach München – das sagt die Deutsche Bahn

„Wir haben klare, interne Regeln für den Umgang mit medizinischen Notfällen in unseren Zügen“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn auf MOPO-Nachfrage zu dem Vorfall. „Sie sind auch Teil der Aus- und regelmäßigen Fortbildung unserer Zugbegleiterteams. Wir bieten unseren Kollegen nach solchen Einsätzen auch alle Hilfen durch die Teamleitung an. Im genannten Fall wurden die Kollegen sofort abgelöst.“

Die Deutsche Bahn äußert sich aber nicht zu dem Verhalten der Gaffer an Bord, da sie die konkrete Situation nicht bewerten könne. Grundsätzlich sei Gaffen moralisch indiskutabel. (tst)

https://www.mopo.de/im-norden/niedersachsen/todesdrama-im-ice-aus-hamburg-augenzeuge-sc...
03.12.19, 16:00 Uhr


Tod von Wiener (62) in ICE: Gaffer schockieren Zeugen

In einem ICE brach bei Hannover plötzlich der 62-jährige Wiener Eckart S. zusammen. In den folgenden 20 Minuten kam es zu unglaublichen Szenen.

Der 62-Jährige war mit dem ICE am Weg von Hamburg nach München, als es beim Bahnhof Hannover zu dem tragischen Zwischenfall kam – "Heute.at" berichtete. [...]

Wie ein Augenzeuge gegenüber "Heute.at" berichtet, kritisierten ein helfender Polizist und ein Bundeswehrsoldat die Gaffer heftig, aber offenbar ohne Erfolg. Die Polizei räumte indes den Bahnsteig in Hannover, der Bundeswehrsoldat versuchte, einen Defibrillator zu finden. Das habe längere Zeit gedauert, da erst im nahen U-Bahnbereich einer gefunden werden konnte.

[...]

https://www.heute.at/s/tod-von-wiener-62-in-ice-gaffer-schockieren-zeugen-57679150
04.12.2019 08:02


"Der Zugbegleiter zog die Notbremse. Ein zufällig mitreisender Arzt versuchte, den 62-Jährigen wiederzubeleben. Da der Zug noch am Bahnsteig zum Stehen kam, war auch der Notarzt schnell dort", wird Martin Ackert (58), Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover, von deutschen Medien zitiert.

Mitreisende behinderten offenbar die Lebensrettungsversuche. Die Helfer wurden bei der Rettung durch Fahrgäste gestört, die die Einsatzkräfte nach der Dauer des Einsatzes und nach möglichen Anschlusszügen fragten und damit die Rettung behinderten, hieß es. Einige Fahrgäste standen offenbar auch nur im Weg und sahen dem Österreicher beim Sterben zu.

https://www.heute.at/s/osterreicher-stirbt-im-ice-am-weg-von-hamburg-nach-munchen-40140246
03.12.2019 09:02


Heilpraktiker (62) stirbt im ICE von Hamburg nach München

04.12.2019 - 07:34 Uhr

Todes-Drama im ICE 881 von Hamburg-Altona nach München. In Hannover kollabierte plötzlich ein Mann (62) aus Österreich. Für den Wiener kam jede Hilfe zu spät, er starb trotz Reanimationsversuchen im Zug.

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https://www.bild.de/bild-plus/regional/muenchen/muenchen-aktuell/todes-drama-im-zug-aus...


04.12.2019 06:01

Er war Humanenergetiker und Heilpraktiker aus Leidenschaft: Seine Wiener Praxis ging gut, sein Wissen über die Alternativmedizin verbreitete der 62-Jährige als Dozent in halb Europa. Von seiner letzten Reise kam Eckart S. aber nicht mehr zurück – er starb im ICE von Hamburg nach München

https://www.krone.at/2055335

Der 62-jährige Wiener Humanenergetiker und Heilpraktiker Eckart S. reiste als Dozent durch ganz Europa. Aus beruflichen Gründen war euch auch mit der Deutschen Bahn von Hamburg nach München unterwegs. Es sollte die letzte Reise des Alternativmediziners werden.

https://www.kosmo.at/wiener-stirbt-im-zug-schaulustige-behindern-reanimationsversuche/

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