Differenzierter Flexpreis am Beispiel Hamburg-Hannover (Fahrkarten und Angebote)
telemaxx, Bremen, Hannover, Freitag, 01.11.2019, 14:04 (vor 2331 Tagen)
bearbeitet von telemaxx, Freitag, 01.11.2019, 14:06
Hallo zusammen,
ich habe mir mal den differenzierten Flexpreis am Beispiel Hamburg-Hannover angeschaut. Die Bahn behauptet ja, dass sie die Fahrpreise zum Fahrplanwechsel nicht erhöht. Das stimmt nur, wenn man eine sehr eingeschränkte Definition von Fahrpreiserhöhung hat.
Denn de facto ist es so, dass an den Tagen, wo die meisten Leute Bahn fahren, die Fahrpreise (weiter) erhöht werden. Beim Beispiel Hamburg-Hannover liegen die Preiserhöhungen im Vergleich zum "Normalpreis" (49 Euro) bei bis zu 14,3 % an manchen Tagen.
Aber selbst im Durchschnitt aller Tage bis Mai erhöht die DB die Fahrpreise um ca. 0,8 %. Gemittelt über alle Reisenden liegt die Preiserhöhung dann irgendwo zwischen den 0,8 % und 14,3 %.
Ich kann einerseits verstehen, dass die DB mit der Ausweitung des Angebots nicht hinterherkommt und deswegen versucht, durch Fahrpreiserhöhungen die Reisenden zu lenken. Andererseits können viele Menschen (dazu gehöre auch ich) nicht einfach flexibel den Reisetag ändern. Daher finde ich es dreist von der DB, so zu tun als ob sich die Fahrpreise nicht erhöhen würden.
Selbst mit einer Absenkung der MwSt haben wir an manchen Tagen dann immer noch eine Fahrpreiserhöhung. Und wer weiß, wie weit die DB das in der Zukunft noch treibt? Plus/minus 30 %?
Fahrpreise Fahrplanjahr 2019 (Rest):
![[image]](https://abload.de/img/fahrpreise_2019nekga.jpg)
Fahrpreise Fahrplanjahr 2020 (bis Mai):
![[image]](https://abload.de/img/fahrpreise_2020nbjr1.jpg)
Differenzierter Flexpreis am Beispiel Hamburg-Hannover
john.lennon, Freitag, 01.11.2019, 14:37 (vor 2331 Tagen) @ telemaxx
Zunächst mal Kudos, dass Du die Daten heranziehst. In Foren wird sonst oft wild spekuliert, ohne sich näher mit den Daten und Fakten auseinanderzusetzen.
Deine Interpretation teile ich jedoch nicht.
Erstens ist das Ganze nicht übertragbar auf andere Strecken (du hast schließlich keine Daten zu anderen Strecken). Zweitens, und das ist entscheidend, könnten das einfach nur saisonale Effekte sein, welche du da beobachtest.
(Beispiel zu - vermutlich - saisonalen Effekten: Die Freitage und Sonntage von KW52 bis KW02 des Folgejahres sind niedrig, weil es saure Gurken-Zeit für Fernpendler ist. Ende November bis Ende Februar ist generell schwächer, was Geschäftsreisende angeht. Deshalb sehen wir über deine gesamte Zeitreihe tendenziell recht moderate Preise montags, dienstags, donnerstags und freitags.)
Differenzierter Flexpreis am Beispiel Hamburg-Hannover
agw, NRW, Freitag, 01.11.2019, 15:20 (vor 2331 Tagen) @ john.lennon
Erstens ist das Ganze nicht übertragbar auf andere Strecken (du hast schließlich keine Daten zu anderen Strecken).
Alle Strecken sind gleich. Die +/- 14% sind pro Tag, nicht pro Strecke.
--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de
Ich denke, das ist schon repräsentativ
Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 15:34 (vor 2331 Tagen) @ john.lennon
bearbeitet von Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 15:35
Hallo john.lennon,
dazu ein paar Anmerkungen von mir:
Erstens ist das Ganze nicht übertragbar auf andere Strecken (du hast schließlich keine Daten zu anderen Strecken).
Doch, denn der differenzierte Flexpreis wird prozentual in ganz Deutschland gleich gesteuert. Ansonsten könnte man Inkonsistenzen nicht ausschließen, dass z.B. Hamburg-Hildesheim günstiger wäre als Hamburg-Hannover oder sich durch Stückeln günstigere Preise ergeben. Das führt leider auch dazu, dass eine Strecke wie Stralsund-Berlin an einem Winterfreitag teurer wird und an einem Frühlingssamstag möglicherweise billiger wird. Da die Nachfrage auf den Hauptachsen im ICE-Kernnetz aber einigermaßen synchron schwankt, nimmt man diese Außenseiter-Effekte in Kauf.
Zweitens, und das ist entscheidend, könnten das einfach nur saisonale Effekte sein, welche du da beobachtest.
(Beispiel zu - vermutlich - saisonalen Effekten: Die Freitage und Sonntage von KW52 bis KW02 des Folgejahres sind niedrig, weil es saure Gurken-Zeit für Fernpendler ist. Ende November bis Ende Februar ist generell schwächer, was Geschäftsreisende angeht. Deshalb sehen wir über deine gesamte Zeitreihe tendenziell recht moderate Preise montags, dienstags, donnerstags und freitags.)
Das wäre möglich, halte ich aber für eher unwahrscheinlich. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, eine "versteckte" Preiserhöhung über den differenzierten Flexpreis 2020 nicht durchzusetzen. Schließlich steigt die Nachfrage im Fernverkehr ungebrochen und mit der angekündigten Mwst-Senkung wird man wohl eher ein höheres Preisniveau als Absprungbasis vorgeben.
Trotzdem glaube ich der DB, dass es dabei mehr um Auslastungssteuerung geht als um Gewinnmaximierung. Letztere ist natürlich ein dankenswerter Effekt, weswegen die DB wohl so stark auf das Instrument der Preisdynamik setzt statt andere Maßnahmen zu testen (z.B. Reservierungspflicht oder ausgeweitete Buchungssperren).
Dieser Eindruck wird von insgesamt recht günstigen Sparpreis-Kontigenten gestärkt, bei der die Steuerung über Zugbindung gut funktioniert.
[Anekdote]
Ich habe vorgestern die Strecke Kempten-Münster und zurück über die Weihnachtsferien für 83 Euro inkl. Reservierung bekommen. Hinfahrt 22.12., Rückfahrt 04.01. also durchaus beliebte Daten. Das sind bezogen auf den Konkurrenten "Auto" 6,4 Cent/km. Aus meiner Sicht also absolut wettbewerbsfähig. Zu schlechteren Reisezeiten wäre es sogar noch günstiger gegangen.
[/Anekdote]
Beste Grüße
Eingleisigkeit
Ich denke, das ist schon repräsentativ
Henrik, Freitag, 01.11.2019, 20:31 (vor 2330 Tagen) @ Eingleisigkeit
dazu ein paar Anmerkungen von mir:
Erstens ist das Ganze nicht übertragbar auf andere Strecken (du hast schließlich keine Daten zu anderen Strecken).
Doch, denn der differenzierte Flexpreis wird prozentual in ganz Deutschland gleich gesteuert. Ansonsten könnte man Inkonsistenzen nicht ausschließen, dass z.B. Hamburg-Hildesheim günstiger wäre als Hamburg-Hannover oder sich durch Stückeln günstigere Preise ergeben. Das führt leider auch dazu, dass eine Strecke wie Stralsund-Berlin an einem Winterfreitag teurer wird und an einem Frühlingssamstag möglicherweise billiger wird. Da die Nachfrage auf den Hauptachsen im ICE-Kernnetz aber einigermaßen synchron schwankt, nimmt man diese Außenseiter-Effekte in Kauf.
Was meinst Du mit Stralsund-Berlin und dem "leider"?
Es ist auf der Relation die gleiche Berechtigung wie andernorts, insofern kann ich das "leider" nicht nachvollziehen.
Wenn die Bahn meint, auf der Relation Stralsund-Berlin ist es an jenem Freitag bzw. Samstag sinnvoll, die Preise anzuheben oder abzusenken, dann wird sie das tun - mit anderen Strecken hat das an den Tagen nichts zu tun.
Insofern ist der Punkt john.lennon ja auch nachvollziehbar. Die Betrachtung einer einzelnen Relation ist nicht aufs gesamte Netz übertragbar. Die prozentuale Sätze mögen gleich sein - nee, das passt doch auch schon nicht, oder? höchstens an vergleichbaren Tagen. Allein.. die Tage sind nicht die selben. Erkennt man bestens an heute und gestern.
Zweitens, und das ist entscheidend, könnten das einfach nur saisonale Effekte sein, welche du da beobachtest.
Natürlich ist es das. Das weiß er ja auch.
Adventswochenenden, .. vs. Schwachlastzeit zu Jahresanfang.
Macht er ne komplette Jahresstatistik, auch mit Vergleich zu Vor- und Nachjahr, sähe es anders aus,
dann käme er auch zu dem Ergebnis der 0% Preissteigerung.
(Beispiel zu - vermutlich - saisonalen Effekten: Die Freitage und Sonntage von KW52 bis KW02 des Folgejahres sind niedrig, weil es saure Gurken-Zeit für Fernpendler ist. Ende November bis Ende Februar ist generell schwächer, was Geschäftsreisende angeht. Deshalb sehen wir über deine gesamte Zeitreihe tendenziell recht moderate Preise montags, dienstags, donnerstags und freitags.)
Das wäre möglich, halte ich aber für eher unwahrscheinlich. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, eine "versteckte" Preiserhöhung über den differenzierten Flexpreis 2020 nicht durchzusetzen.
da gibt so etliche Gründe, sehr gute Gründe.
Es gibt aber
keinen Grund, eine "versteckte" Preiserhöhung über den differenzierten Flexpreis 2020 durchzusetzen.
Wieso sollte die DB? Zudem wenn sie zuvor groß proklamiert, dass diese nicht erfolgen wird.
Schließlich steigt die Nachfrage im Fernverkehr ungebrochen und mit der angekündigten Mwst-Senkung wird man wohl eher ein höheres Preisniveau als Absprungbasis vorgeben.
dafür steigt auch die Kapazität und damit die Sparpreis-Kontingente - das bringt der DB erheblich mehr.
Der Umsatz der Flexpreise wird relativ weiter abnehmen.
Trotzdem glaube ich der DB, dass es dabei mehr um Auslastungssteuerung geht als um Gewinnmaximierung. Letztere ist natürlich ein dankenswerter Effekt, weswegen die DB wohl so stark auf das Instrument der Preisdynamik setzt statt andere Maßnahmen zu testen (z.B. Reservierungspflicht oder ausgeweitete Buchungssperren).
Dieser Eindruck wird von insgesamt recht günstigen Sparpreis-Kontigenten gestärkt, bei der die Steuerung über Zugbindung gut funktioniert.
ja
Die DB wird sehr versuchen, den Eindruck der Fokussierung auf Gewinnmaximierung zu vermeiden, erst recht beim Flexpreis.
Die Preiswahrnehmung ist bei den Sparpreisen eine durchweg sehr positive, ganz im Gegensatz zu den Flexpreisen,
allein auch daher wird die DB weiter versuchen, die Kunden zu den Sparpreisen hinzuführen.
Differenzierter Flexpreis am Beispiel Hamburg-Hannover
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 01.11.2019, 17:38 (vor 2330 Tagen) @ john.lennon
Erstens ist das Ganze nicht übertragbar auf andere Strecken (du hast schließlich keine Daten zu anderen Strecken).
Für jemanden, der nur zwischen Hamburg und Hannover fährt ist es aber auch unerheblich, was die Tickets z.B. zwischen Heidelberg und Ulm kosten.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Und die Moral von der Geschicht?
Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 15:14 (vor 2331 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 15:15
Hallo telemaxx,
vielen Dank auch von mir erstmal für die eingängige Übersicht.
Ich stimme dir zu, dass wohl weitaus mehr Fahrgäste von Preiserhöhungen als von Preissenkungen betroffen sein werden.
Die Gründe dafür liegen vermutlich vorrangig in der Begrenzungen des Gutes "Eisenbahnfahrt". Hier ist es eine gängige Praxis, Güter nach Zahlungsbereitschaft zuzuteilen, also: "Wer am meisten bietet, bekommt den Zuschlag." Da eine Auktion von Bahntickets zu teuer ist, behilft sich die DB eben mit Preisstufen.
Ich glaube, soweit sind wir einer Meinung.
Ich kann einerseits verstehen, dass die DB mit der Ausweitung des Angebots nicht hinterherkommt und deswegen versucht, durch Fahrpreiserhöhungen die Reisenden zu lenken. Andererseits können viele Menschen (dazu gehöre auch ich) nicht einfach flexibel den Reisetag ändern. Daher finde ich es dreist von der DB, so zu tun als ob sich die Fahrpreise nicht erhöhen würden.
Und hier verlierst du mich in deiner Argumentation.
Ich verstehe, dass du dich benachteiligt fühlst, weil du eben nicht auf andere Tage ausweichen kannst. Es ist kein schönes Gefühl, am meisten bezahlen zu müssen. Dafür bekommst du aber auch eine Leistung, die am wertvollsten ist. Nämlich eine Bahnfahrt "zur besten Sendezeit", die am besten zu deinem Arbeits- und Lebensrhythmus passt.
Aber warum ist es "dreist", die Preiserhöhung nicht offen zu kommunizieren? Was würde sich für dich verbessern, wenn die DB in einer Pressemitteilung schreibt: "An den besonders starken Reisetagen freitags und sonntags werden wir die Tickets verteuern, um die Zahl der überbesetzten Züge zu reduzieren. Dafür schaffen wir über günstigere Tickets einen Anreiz, die Fahrt auf andere Wochentage zu verlegen. Im Schnitt steigen die Preise durch diese Maßnahmen um 0,8 Prozent." Du müsstest doch trotzdem mehr bezahlen für deine Bahnfahrt am Freitag und Sonntag.
Beste Grüße
Eingleisigkeit
Und die Moral von der Geschicht?
telemaxx, Bremen, Hannover, Freitag, 01.11.2019, 16:49 (vor 2331 Tagen) @ Eingleisigkeit
Mir geht es darum, dass die DB nicht so tun sollte, als erhöhten sich die Preise nicht. Die Preiserhöhung für mich beträgt irgendwas um die 8 %, das ist schon happig. Die Fahrgäste haben sich schon über kleinere Preiserhöhungen weit mehr aufgeregt. Weil die DB sie hier aber sehr gekonnt versteckt, hält sich die Aufregung anscheinend in Grenzen. Und weil ich mir eigentlich kein Auto anschaffen möchte oder mich in den unkonfortableren und langsameren Bus setzen möchte, bleibt mir nur die DB.
Es ist für mich auch kein Untergang, der Eindruck soll nicht entstehen. Aber es ist schon so, dass die Qualität oft nicht stimmt und ich für diese Leistung jetzt auch noch deutlich mehr bezahlen soll.
Und die Moral von der Geschicht?
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 01.11.2019, 17:48 (vor 2330 Tagen) @ telemaxx
Das alles ist trotzdem absolut unübersichtlich und weder durchschaubar noch nachvollziehbar, weil gleichzeitig auch Kontingente SP und SSP gestreut werden, was insgesamt mit einzupreisen wäre. Mal mehr, mal weniger, pauschal über's Land oder nur linienbezogen. Und die erste Klasse kann dabei auch schon mal billiger sein als die zweite. Dazu Bonus- und Rabattaktionen oder Sonderkontingente über dritte Anbieter. Wer weiß also was Bahn fahren offiziell wirklich kostet?
Das alles kann man nur philosophisch betrachten wie jenes gesammelte Werk, das da als offizielle Verspätungsstatistik veröffentlicht wird. Der glaubt auch nicht jeder.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
+1. Bei mir: Steigerung 2015-2019 6% p.a.
musicus, Freitag, 01.11.2019, 22:29 (vor 2330 Tagen) @ telemaxx
- kein Text -
6% etwas mehr als Inflation!?
bendo, Freitag, 01.11.2019, 22:46 (vor 2330 Tagen) @ musicus
Komisch: Die EZB wird trotzdem nicht müde uns ständig etwas von einer (viel zu niedrigen) 1% (+-)-Inflation zu erzählen...
ÖPV-Preissteigerungen regelmäßig deutlich über Inflation
musicus, Freitag, 01.11.2019, 22:55 (vor 2330 Tagen) @ bendo
bearbeitet von musicus, Freitag, 01.11.2019, 22:57
Öffentlicher Eindruck ist wichtiger als nüchterne Fakten
bendo, Freitag, 01.11.2019, 22:56 (vor 2330 Tagen) @ telemaxx
Mir geht es darum, dass die DB nicht so tun sollte, als erhöhten sich die Preise nicht...
Die DB erzählt auch eher selten, dass wesentliche Anteile ihres elektrischen Energiebedarfs aus feinster Kernenergie stammt. Dagegen wird neben dem gut sichtbaren Ökostrom-Label nun zusätzlich auf grüne Bauchbinde umgestellt...Was erzählt wird und was wirklich ist entscheidet v.a. eine Marketingstrategie ...
Öffentlicher Eindruck ist wichtiger als nüchterne Fakten
Henrik, Freitag, 01.11.2019, 23:30 (vor 2330 Tagen) @ bendo
Öffentlicher Eindruck ist wichtiger als nüchterne Fakten
fragt sich nur wofür?
Für die Mehrheit der Bevölkerung?
nöö, die ist noch nie Bahn gefahren und daran wird sich auch nichts ändern.
Mir geht es darum, dass die DB nicht so tun sollte, als erhöhten sich die Preise nicht...
Die DB erzählt auch eher selten, dass wesentliche Anteile ihres elektrischen Energiebedarfs aus feinster Kernenergie stammt.
feinste? ;) Fischfilet? :P
keine 10% - reichlich wesentlich.. ;)
und das benennt sie stets regelmäßig in ihren Geschäftsberichten + Daten&Fakten.
Dagegen wird neben dem gut sichtbaren Ökostrom-Label nun zusätzlich auf grüne Bauchbinde umgestellt...Was erzählt wird und was wirklich ist entscheidet v.a. eine Marketingstrategie ...
nun, das wird deckungsgleich sein - Lügen kann man da nicht.
Aber natürlich ist das alles rein nur fürs Image. Rein deswegen wird sich keiner für die Bahn entscheiden.
Inhaltliche Anmerkung
Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 15:50 (vor 2331 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 15:53
Hallo telemaxx,
wenn ich das in deinen Daten richtig sehe, betrug der durchschnittliche Preis (ohne Nachfragegewichtung) im aktuellen Jahr 49,41 Euro. Im nächsten Jahr liegt er bei 49,38 Euro. Da kann man aus meiner Sicht schon mit Fug und Recht behaupten, dass die Bahnpreise stabil bleiben.
Insgesamt wird die Streuung über die Wochentage sogar kleiner, die Benachteiligung der Freitags- und Sonntagsfahrer nimmt damit ab. Ich sehe hier also durchaus auch positive Argumente für das Preissystem 2020.
Dein Vorwurf einer Preiserhöhung von mind. 0,8 Prozent ist also auch nur haltbar, wenn man eine eingeschränkte Definition davon anwendet ;D
Beste Grüße
Eingleisigkeit
Inhaltliche Anmerkung
telemaxx, Bremen, Hannover, Freitag, 01.11.2019, 16:56 (vor 2331 Tagen) @ Eingleisigkeit
bearbeitet von telemaxx, Freitag, 01.11.2019, 16:56
2019 ist nicht mehr so recht respräsentativ. Ich habe einige Reisen am Freitag dieses Jahr nachgesehen und dort nie mehr als 51,50 Euro bezahlt. Für den Rest des Jahres gibt es aber fast nur 53,50 Euro am Freitag. Dadurch wird das Niveau also schon bereits vor dem Fahrplanwechsel angehoben, um dann sagen zu können, die Preise würden nicht erhöht.
Ich finde es unehrlich, denn selbst wenn die Tagespreise im Durchschnitt nicht erhöht würden, die Fahrgäste natürlich trotzdem höhere Fahrpreise zahlen. Denn die Preise werden ja an den Tagen, wo viele Menschen fahren, erhöht und an den Tagen, wo weniger Menschen reisen gesenkt.
Die Frage ist für mich, wo soll das hinführen? Zu einem zweiten Sparpreis-System? Wie stark dürfte deiner Meinung nach die Spreizung noch werden? Am Freitag für 65 Euro und am Mittwoch für 40 Euro?
Irgendwann passt das Preisgefüge m. E. nicht mehr und ich befürchte, dass die Menschen auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Denn Wettbewerber auf der Schiene gibt es kaum. Dann hätte die DB die Verkehrsströme zwar etwas gelenkt, aber nicht so wie gedacht. Das kann ja auch politisch nicht gewollt sein.
Das Schöne am Bahnfahren war/ist für mich eigentlich die Flexibilität und die relative Einfachheit.
Der argumentative Rundumschlag
Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 18:57 (vor 2330 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von Eingleisigkeit, Freitag, 01.11.2019, 18:57
Hallo telemaxx,
2019 ist nicht mehr so recht respräsentativ.
Das ist schade. Dann können wir die Diskussion hier beenden, weil du deinem Ausgangsposting selbst die Grundlage entziehst. Und john.lennon müsste die Kudos zurücknehmen ;) Dann ist alles nur noch Bauchipedia.
Ich habe einige Reisen am Freitag dieses Jahr nachgesehen und dort nie mehr als 51,50 Euro bezahlt. Für den Rest des Jahres gibt es aber fast nur 53,50 Euro am Freitag.
Naja, es gibt ja Licht am Ende des Tunnels: 2020 wird es für dich wieder günstiger *yaay* Dann zahlst du an 15 von 19 Freitagen wieder "nicht mehr als 51,50 Euro".
Ich finde es unehrlich, denn selbst wenn die Tagespreise im Durchschnitt nicht erhöht würden, die Fahrgäste natürlich trotzdem höhere Fahrpreise zahlen. Denn die Preise werden ja an den Tagen, wo viele Menschen fahren, erhöht und an den Tagen, wo weniger Menschen reisen gesenkt.
Das habe ich schon verstanden. Ich verstehe nur nicht, was sich ändert, wenn sich die Öffentlichkeit mit dir zusammen darüber aufregt. Am Ende fehlen dir bis zu 56 Euro im Geldbeutel. Mal mit mehr, mal mit weniger stark geteilter Aufregung.
Die Frage ist für mich, wo soll das hinführen? Zu einem zweiten Sparpreis-System? Wie stark dürfte deiner Meinung nach die Spreizung noch werden? Am Freitag für 65 Euro und am Mittwoch für 40 Euro?
Fragst du mich persönlich? Meinetwegen kann die Spreizung beliebig weit steigen. Ich bin eh zum Pauschalpreis unterwegs.
Fragst du mich als Volkswirt? Grundsätzlich wird der Preis so lange steigen, bis der Effekt der zurückgehenden Menge den Effekt der zusätzlichen Erlöse überkompensiert. Die DB wird also die Spreizung erst dann eindämmen, wenn du (und noch viele andere) ihr freitags den Rücken kehren.
Es gilt also der Blaschke: Handeln, nicht reden.
Grundsätzlich erkenne ich aber zwischen 2020 und 2019 keinen großen Unterschied. An Feiertags-Wochenenden wird die Spreizung etwas größer. Das betrifft wenige Tage. Da geht es vielleicht in Summe um 10-20 Euro im Jahr. Der andere Zeitraum bleibt doch ziemlich vergleichbar. Hier nimmt die Spreizung sogar ab: Freitage sind (wieder) etwas günstiger, Samstage etwas teurer. Alles paletti.
Irgendwann passt das Preisgefüge m. E. nicht mehr und ich befürchte, dass die Menschen auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Denn Wettbewerber auf der Schiene gibt es kaum. Dann hätte die DB die Verkehrsströme zwar etwas gelenkt, aber nicht so wie gedacht. Das kann ja auch politisch nicht gewollt sein.
Achja, die "Menschen". Wenn nicht mal du selbst, der Bahn angesichts dieser Preise den Rücken kehrst, warum sollten es andere tun?
Aber gut, angenommen. Auf welche unökologischeren Verkehrsmittel sollten "die Menschen" denn ausweichen? Das Flugzeug hat genau dieselbe Preispolitik wie die Bahn und ist freitags und sonntags teurer. Das Auto kostet eventuell nicht mehr, ich stehe aber im Stau und bezahle eben mit Zeit. Am Ende kostet das auch (etwas) mehr Sprit.
Das Schöne am Bahnfahren war/ist für mich eigentlich die Flexibilität und die relative Einfachheit.
Ich erkenne daran im Jahr 2020 keine Änderung. Nur könnte die Fahrt an manchen Tagen teurer und an anderen billiger werden. An den Tarifkonditionen ändert sich m.W.n. nichts.
Allzeit gute Fahrt
Eingleisigkeit
Kleine Anmerkung
sibiminus, Freitag, 01.11.2019, 21:34 (vor 2330 Tagen) @ Eingleisigkeit
Aber gut, angenommen. Auf welche unökologischeren Verkehrsmittel sollten "die Menschen" denn ausweichen? Das Flugzeug hat genau dieselbe Preispolitik wie die Bahn und ist freitags und sonntags teurer. Das Auto kostet eventuell nicht mehr, ich stehe aber im Stau und bezahle eben mit Zeit. Am Ende kostet das auch (etwas) mehr Sprit.
Beim Auto muss man sich auch mit den Preisschwankungen an den Tankstellen auseinandersetzen.
Versuch einer sachlichen Entgegnung
telemaxx, Bremen, Hannover, Sonntag, 03.11.2019, 15:13 (vor 2329 Tagen) @ Eingleisigkeit
Moin,
ich finde es schade, dass du diesen etwas abfälligen Ton in deine Argumentation einbauen musst. Ich habe nicht das Gefühl, dass du das nötig hättest.
Achja, die "Menschen". Wenn nicht mal du selbst, der Bahn angesichts dieser Preise den Rücken kehrst, warum sollten es andere tun?
Wer sagt denn, dass ich der Bahn langfristig nicht den Rücken kehre? Das ist ja ein eher schleichender Prozess. Es gibt ja nicht die eine Preisgrenze, bei der man sagt, das ist mir jetzt zu teuer.
Aber gut, angenommen. Auf welche unökologischeren Verkehrsmittel sollten "die Menschen" denn ausweichen? Das Flugzeug hat genau dieselbe Preispolitik wie die Bahn und ist freitags und sonntags teurer. Das Auto kostet eventuell nicht mehr, ich stehe aber im Stau und bezahle eben mit Zeit. Am Ende kostet das auch (etwas) mehr Sprit.
Die Preise fürs Autofahren sind in den letzten Jahren deutlich geringer gestiegen als für den öffentlichen Verkehr. Ich finde das ist keine gute Entwicklung, auch wenn das volkswirtschaftlich vielleicht begründet oder gerechtfertigt werden kann. Aber dann liegt das doch auch daran, dass bestimmte externe Kosten nicht eingepreist sind. Wieso sollen ausgerechnet die Bahnfahrer mehr bezahlen, wo das aus Umwelt- und Klimaschutzsicht eine der schonenderen Fortbewegungsarten ist?
Mir geht es nicht primär um ein paar Euro mehr pro Fahrt. Sondern um den Trend und die Tendenz. Der läuft meiner Meinung nach in die falsche Richtung.
Um beim Autofahren einen ähnlichen Effekt zu erzielen wie mit den differenzierten Flexpreisen, müsste es eine nachfrageabhängige und streckenabhängige Straßengebühr geben. Diese wäre freitagnachmittags dann auch höher als samstagvormittags. Die gibt es aber nicht, weil die Politik sie bisher nicht für durchsetzbar hielt. Den Bahnfahrern kann man es aber aufbürden.
Statt einer Kapazitätsausweitung bei der Bahn, die diese Form der Auslastungssteuerung überflüssig machen würde, gibt es höhere Preise, die das Bahnfahren relativ zum Autofahren teurer machen.
Ich könnte gut damit leben, wenn es ein verkehrspolitisches Gesamtkonzept gäbe, wenn also auch das Autofahren wie weiter oben beschrieben nachfragegesteuert bepreist würde. Dann könnte man auf das gesamte Verkehrssystem sowas wie einem Optimum näher kommen.
Du argumentierst als Bahnnutzer*in
Eingleisigkeit, Montag, 04.11.2019, 11:51 (vor 2328 Tagen) @ telemaxx
Hallo telemaxx,
bitte entschuldige die sarkastische Formulierung. Ich fand es nur unfair von dir, mitten in der Argumentation die Rolle zu wechseln von "ich sehe ein Problem für meine Fahrten" zu "ich kann es mir vielleicht noch leisten, aber die anderen nicht. Um die mache ich mir Sorgen". Wenn du solche Haken schlägst, ist es schwierig darauf zu antworten.
Ich widerspreche dir dahingehend, dass der SPFV (und das war ja dein gewähltes Beispiel) in den letzten Jahren überproportional teurer geworden ist.
Teilt man den Umsatz der DB Fernverkehr AG durch die Verkehrsleistung ergibt sich 2009 ein Yield von 10,1 Ct/pkm [Quelle]
2018 ein Yield von 11 Ct/pkm [Quelle]
Also eine Preissteigerung von 9 Prozent über 9 Jahre.
Der Durchschnittspreis für Normalbenzin lag 2009 bei 127,5 Ct/l
2018 lag er bei 145,6 Ct/l [Quelle]
Autofahren (nur auf den Treibstoff reduziert) ist also im gleichen Zeitraum 14 Prozent teurer geworden.
Die Debatte "Der Fernzug ist so teuer" ist aus meiner Sicht ein vorgeschobenes Argument. Wichtigere Hindernisse vom Umstieg Auto -> Öffentliche Verkehrsmittel sind aus Sicht der Autofahrer*innen:
- Fahrplangebundenheit und damit zwangsläufig geringere zeitliche Flexibilität
- Nachfrage-Bündelung auf festen Achsen und damit fast immer Umstiege von Tür zu Tür
- Soziophobie
- Fremdbestimmung im "System Bahn"
- je nach Route auch zeitlicher Nachteil, der aber meist eine Folge aus den Punkten 1 und 2 ist.
Die meisten dieser Punkte lassen sich leider nicht so richtig ändern, denn sie sind systemimmanent für den Öffentlichen Verkehr.
Ich habe deshalb eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
- ÖV so billig machen, dass die Einsparung die o.g. Nachteile überkompensiert [Pull]
- Autofahren so teuer oder anderweitig unattraktiv machen, dass das die o.g. Nachteile überkompensiert [Push]
Aber die Schlacht Auto vs. ÖV wird meines Erachtens nicht im Fernverkehr über den Flexpreis Hamburg-Hannover ausgetragen. Diese Schlacht entscheidet sich im ÖPNV im Ballungsraum.
Und leider erlebe ich gerade hier den von dir festgestellten, negativen Trend:
Preis Einzelfahrt Großbereich Hamburg 2009: 2,70 Euro [Quelle]
Preis Einzelfahrt Großbereich Hamburg 2018: 3,30 Euro [Quelle]
Macht eine Preiserhöhung von 22 Prozent in 9 Jahren.
In der Großstadt zahle ich mittlerweile immer etwa 7 Euro pro Tag, wenn ich nur hin und zurück will. Da kann ich direkt die Parkkosten gegenrechnen, denn die Spritkosten und Fahrzeug-Abnutzung sind ja marginal. Selbst wenn ich fürs Parken dann 9 Euro zahle, könnte ich mich aus den o.g. Gründen trotzdem noch fürs bequemere Auto entscheiden.
Im SPNV lande ich für Tagesausflüge ins Umland immer bei ungefähr 20 Euro. Darüber hinaus gibt es teils sehr großzügige Gruppenrabatte, aber den Autonutzer in Standardbesetzung (nämlich allein) überzeugt das natürlich nicht. Vor allem müsste der Preisrabatt ja viel stärker sein, um die weiteren Nachteile von oben noch zu kompensieren.
Von einer Erhöhung des Flexpreises Hamburg-Hannover sind hingegen nur die bisherigen Bahnnutzer*innen betroffen - und die auch meist nur mit BC50-Rabatt, also praktisch zur Hälfte.
Autonutzer*innen überzeuge ich doch sowieso nur mit einem günstigen Sparpreis auf dieser Langstrecke. Bedenke: Der Sprit für die etwa 160 km dürfte so ca. 15-20 Euro kosten. Hinzu kommt die Abnutzung, aber wir sind trotzdem noch weit entfernt von den mind. 42 Euro der Bahn.
Die Dynamisierung der (unrabattierten) Flexpreise hat also aus meiner Sicht keine Auswirkungen auf den modal split, sondern ist die einzige Möglichkeit, einer ressourcenschonenden Auslastungsverteilung zwischen Spitzen- und Nebenzeiten.
Deine Forderung, die Preise gerade zur HVZ zu senken, führt ja nur zu anderen (meist ineffizienteren) Verteilungsmethoden. Zum Beispiel stark überfüllte Züge oder Abweisung von Spontanfahrern, weil der Zug "ausverkauft" ist.
Allzeit gute Fahrt
Eingleisigkeit
Ich seh da nirgends ein Problem....
Blaschke, Samstag, 02.11.2019, 09:12 (vor 2330 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 02.11.2019, 09:13
Hallo.
Die Frage ist für mich, wo soll das hinführen? Zu einem zweiten Sparpreis-System?
Nichts spricht dagegen.
Wie stark dürfte (...) die Spreizung noch werden? Am Freitag für 65 Euro und am Mittwoch für 40 Euro?
So stark, wie die Kunden bereit sind zu zahlen. Sprich solange unterm Strich die Erlöse steigen.
Irgendwann passt das Preisgefüge m. E. nicht mehr und ich befürchte, dass die Menschen auf andere Verkehrsmittel ausweichen.
Warum? Wenn ich als Vergleich an den Benzinpreis denke ... Der wechselt täglich(!) zigfach(!) und ist auch noch an jeder Verkaufsstelle, vulgo Tankstelle, anders ... Und damit kommen die Leute auch klar.
Ja, beim Tanken kann ich gewisse Vorsorge betreiben. Heute tanken und morgen fahren. Das kann ich im Preissystem der Eisenbahn auch: mit Sparpreisen..
Das Schöne am Bahnfahren war/ist für mich eigentlich die Flexibilität und die relative Einfachheit.
Ist doch alles weiterhin gegeben.
Bei meinen Fahrgastbefragungen beschweren sich die Fahrgäste ja nun über vieles, wie ihr euch denken könnt. Der flexible Flexpreis war aber noch nie überhaupt mal ein Thema. Zumal "private Fahrgäste" damit recht selten unterwegs sind - meistens wird als Grund der Fahrt von solchen Fahrgästen "geschäftlich" angegeben - und wenn, dann häufig in Kombination mit der Bahncard ... Zumindest die derzeitig Reisenden sehen also offenkundig kein Problem. Was sich ja auch in der fehlenden öffentlichen Diskussion widerspiegelt.
Schöne Grüße von jörg
Differenzierter Flexpreis am Beispiel Hamburg-Hannover
Max64, Freitag, 01.11.2019, 17:29 (vor 2331 Tagen) @ telemaxx
Hallo zusammen,
Selbst mit einer Absenkung der MwSt haben wir an manchen Tagen dann immer noch eine Fahrpreiserhöhung. Und wer weiß, wie weit die DB das in der Zukunft noch treibt? Plus/minus 30 %?
na ja, jetzt schon *Spread* fast 30:
Min. 42
Max. 56
Reg. 49
Spanne = 14 = ca. 28,6%
Natürlich werden die (DB) das ausbauen. Kaum einer fährt freitags freiwillig, sondern weil er es dienstlich o.ä. muss.
kleine Anekdote am Rande, ein ZUB vorgestern ICE Berlin-Düdorf kannte diesen diff. Flexpreis gar nicht. Meinte er doch: "Das würde ja ein Aufschrei bei den Kunden geben, wenn die Preise täglich wechseln würden". :D
Hm ...
Blaschke, Samstag, 02.11.2019, 08:55 (vor 2330 Tagen) @ telemaxx
Hey.
Die Spreizung sinkt. Von 5,75€ auf 4,08€.
Und der durchschnittliche Preis sinkt auch. Um 3 Cent.
Was ist daran falsch?
Schöne Grüße von jörg
Hm ...
telemaxx, Bremen, Hannover, Sonntag, 03.11.2019, 15:17 (vor 2329 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von telemaxx, Sonntag, 03.11.2019, 15:19
Ich glaube, das habe ich in einem anderen Beitrag versucht zu erklären. Das Preissystem kommt einer Preiserhöhung gleich, weil die Preise an den Tagen erhöht werden, wo viele Menschen fahren. Ich denke, das ist im Prinzip auch unstrittig. Strittig scheint mir eher die Deutung zu sein. Wie ich in einem anderen Beitrag von vor ein paar Minuten versuche zu erklären, geht es mir weniger um ein paar Prozent im Durchschnitt, sondern eher um die Tendenz und den Trend.
Aus meiner Sicht ist das Ziel, die Bahn attraktiver zu machen. Mit höheren Preisen wird das erstmal nicht erreicht. Dass sie durchsetzbar sind, ist auch ein Effekt mangelnden Angebots.