DB prüft erneuten Einstieg in Nachtzugverkehr (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 13.09.2019, 10:18 (vor 2445 Tagen)

Das berichtet die Wirtschaftswoche

Drei Jahre nach dem Ende des City Night Line prüft die Deutsche Bahn, ob sie ihre Nachtzüge wieder einführen soll. Es gebe Überlegungen, sagt ein mit dem Vorgang vertrauter Konzernmanager. Allerdings wolle die Bahn das Geschäft dieses Mal nicht alleine betreiben, sondern mit Partnern im Ausland. Der Vorstand befinde sich dazu in „ersten Gesprächen“ mit den Österreichischen (ÖBB) und Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), heißt es in Konzernkreisen. Bahn-Chef Richard Lutz selbst treibt die Idee voran.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

DB prüft erneuten Einstieg in Nachtzugverkehr

cc-drake, Freitag, 13.09.2019, 11:09 (vor 2445 Tagen) @ J-C

Allerdings wolle die Bahn das Geschäft dieses Mal nicht alleine betreiben, sondern mit Partnern im Ausland. Der Vorstand befinde sich dazu in „ersten Gesprächen“ mit den Österreichischen (ÖBB) und Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), heißt es in Konzernkreisen.

Lustigerweise war die CityNightLine ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen mit ÖBB und SBB. Geschichte wiederholt sich :-)

Es konnte ja keiner ahnen, dass Bahnfahren wieder hip wird.

ktmb, Freitag, 13.09.2019, 11:13 (vor 2445 Tagen) @ cc-drake

An sich aber eine gute Nachricht.

Wenn es soweit ist, dann bitte mit vernünftigen Abfahrten

Power132, Freitag, 13.09.2019, 11:25 (vor 2445 Tagen) @ J-C

Und nicht bereits um kurz nach 18Uhr am Startbahnhof - wie es lange in Dortmund praktiziert wurde.

Und was ist aus dem "ICE Night" geworden?

1040bln, Berlin-Mitte, Freitag, 13.09.2019, 12:33 (vor 2445 Tagen) @ J-C

Es sollte doch auch mal der ICE Night ausgebaut werden. Das scheint aber mehr oder weniger im Sande verlaufen zu sein - oder? Jedenfalls stoße ich kaum noch auf ihn, in den letzten Monaten gar nicht mehr.

Es konnte ja keiner ahnen, dass Bahnfahren wieder hip wird.

ICE-TD, Freitag, 13.09.2019, 13:21 (vor 2445 Tagen) @ ktmb

Konnte man wirklich nicht. Die Trendwende haben wir auch der von dir gehassten Greta zu verdanken die das Thema Klimaschutz in viele Köpfe (auch in die der Politiker) getragen hat.

Es konnte ja keiner ahnen, dass Bahnfahren wieder hip wird.

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 13.09.2019, 13:34 (vor 2445 Tagen) @ ICE-TD

Stimmt nicht ganz. Die Trendwende zur Bahn zeichnete sich bereits früher ab. Nur wollte das keiner wahr haben bzw es wurde bewußt negiert. Erst als es zu spät war, begann man sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Die Nachtzüge wurden bewußt schlecht gerechnet.

Und was ist aus dem "ICE Night" geworden?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 13.09.2019, 13:43 (vor 2445 Tagen) @ 1040bln

ICE Night?

Das einzige, was mir dazu einfällt, sind ICEs, die die Nacht hindurchfahren. Und die gibt es.

Es konnte ja keiner ahnen, dass Bahnfahren wieder hip wird.

ThomasK, Freitag, 13.09.2019, 14:14 (vor 2445 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von ThomasK, Freitag, 13.09.2019, 14:15

Stimmt nicht ganz. Die Trendwende zur Bahn zeichnete sich bereits früher ab. Nur wollte das keiner wahr haben bzw es wurde bewußt negiert. Erst als es zu spät war, begann man sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Die Nachtzüge wurden bewußt schlecht gerechnet.


Exakt so ist es.

Bereits vor 2016 war erkennbar, dass es eine deutliche Trendwende geben wird und sich über kurz oder lang die politischen Rahmenbedingungen ändern werden.

Da geht es längst nicht nur um die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für SPFV-Fahrkarten von 19 % auf 7 %. Vielmehr geht es auch um von der Politik bestellte Nachtzüge wie z.B. zwischen Stockholm und Hamburg.

Wäre die DB intelligent gewesen, dann hätte sie die Jahre vor der Neubestellung mit der Grenzkostenrechnung überbrückt, bis durch geänderte politische Rahmenbedingungen auch die Vollkostenrechnung wieder einen Ertrag ausweist.

Jetzt sind die ÖBB Chef im Ring. Sie haben die kritische Phase erfolgreich mit der Grenzkostenrechnung überbrückt und sogar noch in den Kauf von 13 neuen Schlafwagenzügen investiert, was sehr mutig ist.

Die ÖBB wäre gut beraten, wenn sie einen Wiedereinstieg der DB ins Nachtgeschäft nur zu ihren Bedingungen akzeptiert und darauf hinweist, dass die ÖBB gerade in der kritischen Zeit das unternehmerische Risiko ganz alleine getragen hat.

Aber wie will man denn von der Deutschen Bahn Weitsichtigkeit erwarten, wenn sie jetzt beispielsweise den Fernbahnsteig Ansbach auf 350 m Länge zurückbauen will.

Solche Planungsfehler gehören der Deutschen Bahn links und rechts um die Ohren geschlagen.

Es konnte ja keiner ahnen, dass Bahnfahren wieder hip wird.

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 13.09.2019, 16:05 (vor 2445 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 13.09.2019, 16:07

Richtig, ohne Greta und die vielen zehntausend Fridays gäbe es diese Meldung jetzt garantiert nicht zu lesen. Mangelnder Klima-Umweltschutz und fehlende Nachhaltigkeit sind zwar Themen, die die Grünen, Umweltverbände und viele Naturwissenachftler schon vor Jahren und Jahrzehnten mit Nachdruck beklagt haben, aber damals wie heute in der Welt egoistischen Handelns kaum Gehör fanden, als Spinner belächelt wurden.

Nun merken wir alle, daß in unseren Gärten tatsächlich die Vögel verschwinden. Das sommerliche Vogelgezwitscher früh ab 4 Uhr ist weitestgehend verstummt. Gerade im Sommer merkt man es, wenn man bei offenem Fenster schläft. Die Tiere sind einfach weg.

Da war die Geste der Greta auf der Isomatte eine überfällige Initialzündung. Weil ihr Auftritt in einer Hausecke sitzend gewaltfrei, sachlich und nachvollziehbar begründet war. Gerade weil sie inhaltlich unangreifbar ist, aber viele ihr folgen, macht dies manche verrückt und rasend, weil die sich überrumpelt fühlen und teilweise auch den Erfolg neiden.

Deshalb ist das für mich vom Auslöser her tatsächlich ein extra Push, den ich den Greta-Effekt nennen möchte, ja!

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Und was ist aus dem "ICE Night" geworden?

Zauberpilz, Freitag, 13.09.2019, 17:45 (vor 2445 Tagen) @ Paladin

ICE Night?

Das einzige, was mir dazu einfällt, sind ICEs, die die Nacht hindurchfahren. Und die gibt es.

Mit viel zu geringem Yield. Gefällt auch wieder keinem Controller.

Da hast du was falsch verstanden.

ktmb, Freitag, 13.09.2019, 18:28 (vor 2445 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von ktmb, Freitag, 13.09.2019, 18:29

Oder es lag an mir. Ich habe nichts gegen Greta. Ich bin ja selber Bahnfahrer und habe noch nicht einmal einen Führerschein und fliege selbst in Europa nicht. Ich finde es gut, dass es Greta gibt. Ich befürchte allerdings, dass es schon zu spät sein könnte.

DB prüft erneuten Einstieg in Nachtzugverkehr

moonglum, Hagen, Freitag, 13.09.2019, 18:55 (vor 2445 Tagen) @ cc-drake

Ganz genau!

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Geht doch nur darum, die ÖBB 'einzunorden' ...

Blaschke, Freitag, 13.09.2019, 22:23 (vor 2445 Tagen) @ J-C

Hey.


Das berichtet die Wirtschaftswoche

Allerdings wolle die Bahn das Geschäft dieses Mal nicht alleine betreiben, sondern mit Partnern im Ausland. Der Vorstand befinde sich dazu in „ersten Gesprächen“ mit den Österreichischen (ÖBB) und Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), heißt es in Konzernkreisen. Bahn-Chef Richard Lutz selbst treibt die Idee voran.

[/quote]


Also zahlt man den ÖBB ein paar Talerchen - denn so reich wird die bekanntlich mit dem NJ auch nicht - und darf dann auf die Wägelchen ein DB-Keks drauf bappen.

Und auf irgendeiner Verkaufshomepage steht dann: WIR von der DB verkaufen Ihnen auch das Nachtzug-Ticket. Als besonderen Clou wird es dann durchgängige Fahrscheine geben. Im Gegenzug muss die ÖBB für die Kooperation wa zahlen. Und nur darum geht's doch schlußendlich.


Die DB will doch da nicht in den Markt einsteigen, um mehr oder eigene Nachtzüge fahren zu lassen. Es geht nur darum, von dem noch mageren Gewinn der ÖBB was abhaben zu wollen und parat zu stehen, sollten die ÖBB wider Erwarten mal anständig Geld verdienen.

Wehret den Anfängen. Die Konkurrenz gar nicht erst groß werden lassen.

Offene Kampfansage geht ja nicht, da müßte man ja investieren. Und womöglich eigene Züge fahren lassen. Kann und will niemand bezahlen.

Also auf diesem Wege. Und dabei kooperiert man bestimmt gerne mit den Schweizern. Wenn die irgendwo Geld raussaugen können, sind die ungeachtet jeder Moral immer dabei. Paßt also.

Wenn die ÖBB also clever sind, schlagen sie jedes Angebot in den Wind und machen ihr Ding weiter allein. Auch wenn sie dann mit 'Störfeuer' der DB rechnen müssen.


Schöne Grüße von jörg

+1

Multi, Samstag, 14.09.2019, 00:08 (vor 2445 Tagen) @ Alibizugpaar

Besser hätte ich es nicht sagen können!

Einladung zum Zeitungszustellen ...

Blaschke, Samstag, 14.09.2019, 00:14 (vor 2445 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Nun merken wir alle, daß in unseren Gärten tatsächlich die Vögel verschwinden. Das sommerliche Vogelgezwitscher früh ab 4 Uhr ist weitestgehend verstummt. Gerade im Sommer merkt man es, wenn man bei offenem Fenster schläft. Die Tiere sind einfach weg.

Also ich höre es beim Zeitungszustellen noch oft genug!


Schöne Grüße von jörg

Einladung zum Zeitungszustellen ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 14.09.2019, 01:52 (vor 2445 Tagen) @ Blaschke

Osnabrück ist sicher ein heilklimatischer Luftkurort und kein Melting Pot wie dieses Köln-Dingens hier. Vielleicht ist unser Gefieder zu Euch umgezogen. Diesen Sommer habe ich keinen einzigen Piepmatz an meinen Tränken beobachtet, und das Wasser ist täglich frisch eingefüllt.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

In Wien scheinen sie noch zu zwitschern...

J-C, In meiner Welt, Samstag, 14.09.2019, 03:15 (vor 2445 Tagen) @ Alibizugpaar

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Du musst es ja am besten wissen....

keksi, Samstag, 14.09.2019, 09:23 (vor 2444 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Na klar!

Blaschke, Samstag, 14.09.2019, 10:25 (vor 2444 Tagen) @ keksi

Hey!

Ansonsten wird es die Zukunft ja zeigen! Ich jedenfalls glaube an keinen einzigen zusätzlichen Nachtzug, der maßgeblich auf Eigeninitiative der DB zurück geht.

Falls doch, werden mich sicher einige User auf meinen Beitrag aufmerksam machen. Dann werde ich Abbitte leisten und nach Canossa ..., äh, nein, also mit dem Nachtzug mitfahren.

Schöne Grüße von jörg

'scheinen'???? Ja oder nein?

Blaschke, Samstag, 14.09.2019, 10:45 (vor 2444 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 14.09.2019, 10:50

Huhu.

Wieso 'scheinen' sie da zu piepen?

Es gibt doch nur schwarz oder weiß, ja oder nein, sie trällern oder sie trällern nicht.

Oder hörst du in deinem Köpfchen Gepiepe und kannst das nicht genau zuordnen? Teilzeit-Tinnitus vom Technosound? Einbildung vom Ecstasy-Einwurf? Der Wecker im Wahn? Oder doch tatsächlich Paul und Paula Piepmatz beim Palaver?

Oh je Jott Ceh, was ist los bei dir morgens um 3 Uhr?


Schöne Grüße von jörg

Ecstasy gab's gestern im RE. Total zugedröhnt die drei people. Nur einen Fahrschein hielten sie für überflüssig. Also 3x 60er. Was sie nicht davon abhielt, weiter zu nerven. Aber dann meinten sie an einem Unterwegshalt eben rauchen zu müssen auf dem Bahnsteig. War praktisch: fix den roten Knopf gedrückt, Tür schließt, Lokführer die Freigabe zurückgenommen und so blieben sie am Dorfbahnhof draußen während drinnen dann Ruhe war ... Na fast, der Zählerkollege, der im Hauptjob Polizist ist, hatte den nächsten Delinquenten am Wickel. Ticket angeblich auf dem Smartphone, was aber kein Strom mehr habe. Kein Problem, er konnte aushelfen. Nur dass sich dann herausstellte, dass es gar keinen Fahrschein gab, die mitgeführten Papiere teilweise gefälscht waren und der Gute in der Fahdungsdatei der Polizei stand. Da rückte dann doch noch die BPol an ...

ÖBB-Nightjet in München-Moosach

ThomasK, Samstag, 14.09.2019, 21:20 (vor 2444 Tagen) @ J-C

Als ich gerade um 20.36 Uhr in München-Moosach aus der S-Bahn ausstieg, sah ich zu meiner großen Überraschung auf dem Nachbargleis, also Gleis 3, den ÖBB Nightjet München - Salzburg - Roma/Milano.

Da ich nach Hause gehen wollte und keine zeitlichen Zwangspunkte hatte, schaute ich mir den ÖBB-Nightjet näher an. Die ersten 5 Wagen fahren nach Roma Termini und die letzten 3 Wagen fahren nach Milano C.

Die Sitzwagen waren zu etwa 90 % belegt. In zwei Drittel aller Abteile war das Licht aus. Wiederholt wurde schon festgestellt, dass die DB es nicht kapiert, dass ein erheblicher Teil der Fahrgäste nachts nicht im grellen Licht fahren will.

Die Liegewagen waren zu etwa 60 % ausgelastet.

Bei den Schlafwagen standen noch viele Türen offen. Mindestens 2/3 aller Abteile sind belegt. Beim letzten Drittel kann ich es nicht beurteilen, weil die Türen zu waren.

Obwohl also die Sommerferien vorbei sind, ist der ÖBB-Nightjet München - Roma/Milano sehr gut ausgebucht.

Warum er sich aber nach München-Moosach verirrt hat, weiß ich nicht. Der Nightjet musste natürlich den regulären Verkehr passieren lassen. Erst um 20.44 Uhr fuhr er weiter.

Planmäßig wegen Bauarbeiten

Matze86, München, Samstag, 14.09.2019, 21:28 (vor 2444 Tagen) @ ThomasK

- kein Text -

ÖBB-Nightjet in München-Moosach

IT19, Samstag, 14.09.2019, 21:41 (vor 2444 Tagen) @ ThomasK

Gutes Infomanagement gibt es hier, da wird anständig über die Umleitung informiert.

Auch bei den ÖBB (m.B.)

J-C, In meiner Welt, Samstag, 14.09.2019, 22:02 (vor 2444 Tagen) @ IT19
bearbeitet von J-C, Samstag, 14.09.2019, 22:02

[image]

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wer hat es wieder nicht hingekriegt?

IT19, Samstag, 14.09.2019, 22:19 (vor 2444 Tagen) @ J-C

Umleitung München Hbf ◀▶ Rosenheim und veränderte Fahrzeiten sowie kein Halt in München Ost
Zugausfall Frankfurt (Main) Hbf ◀▶ Heidelberg Hbf/Stuttgart Hbf
Die EC- IC- und RJ-Züge werden zwischen München Hbf und Rosenheim umgeleitet und fahren dadurch bis zu 30 Min. später. Der Halt in München Ost fällt aus.

Für Max Maulwurf existiert der Nightjet nicht

J-C, In meiner Welt, Samstag, 14.09.2019, 22:29 (vor 2444 Tagen) @ IT19

Denn der Vertrieb und damit auch die Kundeninformation wurde ja an die ÖBB delegiert.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Doch natürlich

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 14.09.2019, 22:33 (vor 2444 Tagen) @ J-C

Denn der Vertrieb und damit auch die Kundeninformation wurde ja an die ÖBB delegiert.

Es werden ja sogar Fahrplanänderungen der Russenzüge bei bauarbeiten.bahn.de veröffentlicht. DB Netz dürfte es für die Baustellen auch ziemlich egal sein, ob DB Vertrieb für die Züge Tickets verkauft oder nicht.

Doch natürlich

J-C, In meiner Welt, Samstag, 14.09.2019, 22:36 (vor 2444 Tagen) @ Berlin-Express

Ja, aber wo darf ich dann im Bauinfo-Portal der Bahn suchen?

Und wieso gibt es keine schicke Streckeninfo-Karte wie bei den ÖBB?

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wer suchet, der findet

MC_Hans, 8001376, Samstag, 14.09.2019, 22:52 (vor 2444 Tagen) @ J-C

'Voll' klingt gut. Wir reden aber über gerade 8 Wägelchen!

Blaschke, Samstag, 14.09.2019, 23:16 (vor 2444 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 14.09.2019, 23:18

Hey.

ÖBB Nightjet München - Salzburg - Roma/Milano. (...) Die ersten 5 Wagen fahren nach Roma Termini und die letzten 3 Wagen fahren nach Milano C.

Die Sitzwagen waren zu etwa 90 % belegt. In zwei Drittel aller Abteile war das Licht aus.

Die Liegewagen waren zu etwa 60 % ausgelastet.

Bei den Schlafwagen standen noch viele Türen offen. Mindestens 2/3 aller Abteile sind belegt. Beim letzten Drittel kann ich es nicht beurteilen, weil die Türen zu waren.

Obwohl also die Sommerferien vorbei sind, ist der ÖBB-Nightjet München - Roma/Milano sehr gut ausgebucht.


Nur zur Klarstellung: wir reden von INSGESAMT gerade mal ACHT Wagen. Zu 2 Destinationen. Je ein einzelner Sitz-/Liege-/Schlafwagen nach Mailand und je 2 Sitz- und Liegewagen und ein einzelner Schlafwagen nach Rom.

Diese eher mickrige Zahl an Wagen an einem Wochenende im Spätsommer voll zu bekommen, sollte nicht ernsthaft ein Problem darstellen. Denn sonst kann man's gleich ganz lassen.

Interessant jetzt: wie hoch müssen die Fahrpreise für die WENIGEN Fahrgäste sein, dass der Betreiber die Fuhre gewinnbringend betreiben kann?

Und wie hoch ist da der Anteil am modal split - also wie hoch das gesamte nächtliche Personenverkehr-Verkehrsbedürfnis München Milano/Roma im Vergleich zu den paar Reisenden des Nachtzuges; bei nur 8 Wagen können das nicht viele sein ...


Insofern ist es durchaus nett von den ÖBB, sich da zu engagieren. Aber wie man selbst kundtat, läßt sich bei solchen Zug'längen' und aktuellen Preisen nicht ausreichend verdienen, um Investitionen bezahlen zu können. Es gibt da also noch einiges zu tun, soll der Nachtzug nachhaltig sein!


Schöne Grüße von jörg

Schlafwagenauslastung

4652, Sonntag, 15.09.2019, 00:36 (vor 2444 Tagen) @ Blaschke

Nur zur Klarstellung: wir reden von INSGESAMT gerade mal ACHT Wagen. Zu 2 Destinationen. Je ein einzelner Sitz-/Liege-/Schlafwagen nach Mailand und je 2 Sitz- und Liegewagen und ein einzelner Schlafwagen nach Rom.

Auf den meisten Verbindungen der ÖBB gibt es nur einen einzelnen Schlafwagen, der in manchen Zügen auch oft ausgebucht ist. Hamburg/Düsseldorf-Wien scheint bspw. sehr stark nachgefragt zu sein, ich müsste in diesem Jahr schon mehrfach auf eine Nachtzugfahrt verzichten weil der Zug ausgebucht war. Weshalb die ÖBB bis auf den Dostos sämtliche ältere Schlafwagenbauarten abgestellt haben und nicht einmal die MUn als Bedarfswagen benutzen, verstehe ich dann auch nicht wirklich.

Schlafwagenauslastung

caboruivo, CH, Sonntag, 15.09.2019, 07:28 (vor 2443 Tagen) @ 4652

Hallo

Das "Problem" mit den gut gebuchten Schlafwagen existiert z.B. auch bei der Linie Zürich-Berlin/Hamburg. Bleibt zu hoffen, dass diesem Umstand bei der neuen Nachtzuggeneration Rechnung getragen wird. Weiss jemand, aus wie vielen Wagen die bestehen wird?

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Schlafwagenauslastung

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 15.09.2019, 08:20 (vor 2443 Tagen) @ caboruivo

Generell 7 Wagen pro Garnitur. kann aber auch variiert werden.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wirklich?

E 1793, Sonntag, 15.09.2019, 10:51 (vor 2443 Tagen) @ J-C

Generell 7 Wagen pro Garnitur. kann aber auch variiert werden.

Ja? Schau mal hier: http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=577651

Wenn das so stimmt, dann im warsten Sinne des Wortes 'Gute Nacht'.

--
[image]

Womöglich auch mehr flexibel als beim Railjet

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 15.09.2019, 11:10 (vor 2443 Tagen) @ E 1793
bearbeitet von J-C, Sonntag, 15.09.2019, 11:11

Die bisherigen Railjet, die als fixe Garnituren bestellt wurden, hatten früher öfters Schleuderwagen - also klassischen Reisezugwagen - angehängt bekommen, mitunter auch Autotransporter. Das sollte bei den neuen Nightjets auch möglich sein. Außerdem meinte ich mal gelesen zu haben, dass man auch je nach Bedarf weniger Wagen einsetzen kann.

Und im Gegensatz zum IC2 etwa kann man auch flexibler in der Bespannung agieren.

Da sehe ich kaum ein Problem. Vorteilhaft ist der anscheinend mitgeführte Steuerwagen, so kann man etwa problemlos an Stationen wie Frankfurt am Main einen Zwischenhalt einlegen.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Schwer Vorstellbar

E 1793, Sonntag, 15.09.2019, 11:42 (vor 2443 Tagen) @ J-C
bearbeitet von E 1793, Sonntag, 15.09.2019, 11:43

Die bisherigen Railjet, die als fixe Garnituren bestellt wurden, hatten früher öfters Schleuderwagen - also klassischen Reisezugwagen - angehängt bekommen, mitunter auch Autotransporter. Das sollte bei den neuen Nightjets auch möglich sein. Außerdem meinte ich mal gelesen zu haben, dass man auch je nach Bedarf weniger Wagen einsetzen kann.

Bei den RJ-Garnituren mag das stimmen, aber bei neuen Zügen wird ja immer mehr auf überwachende Technik gesetzt und die stört Flexibilität.

Und im Gegensatz zum IC2 etwa kann man auch flexibler in der Bespannung agieren.

Nur so am Rande, ein IC2 funktioniert auch mit einer anderen Lok wie einer 146.5/147.5 - z.B. einer 120 und ja es gab schon Testfahrten mit dieser Kombi.

Da sehe ich kaum ein Problem.

Das Zauberwort heißt heutzutage WTB, eigentlich eine schöne Sache, aber bei neuen Zügen wird es teilweise zur Qual.

Die Flexibilität geht so mittlerweile fast komplett verloren, denn alle Denken nur noch in festen Zugeinheiten, Einzelwagenzüge sind "uncool".

Vorteilhaft ist der anscheinend mitgeführte Steuerwagen, so kann man etwa problemlos an Stationen wie Frankfurt am Main einen Zwischenhalt einlegen.

Steuerwagen ist immer ein Vorteil, es reduziert auf jeden Fall den Lokeinsatz und das mitführen von schwerer "toter" Masse.

--
[image]

Ich bin ja nicht immer am selben Platz.

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 15.09.2019, 14:48 (vor 2443 Tagen) @ Blaschke

Gerade bin ich in einem Dorf in Tschechien. Hier zwitschern auch Vögel, welch Überraschung!

In Wien habe ich auch schon draußen die Vögel zwitschern hören, aber da ich nicht so viel drauf achte und grade nicht dort bin...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

...in Deutschland schon, bei uns eher nicht.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 16.09.2019, 08:46 (vor 2442 Tagen) @ ICE-TD

Konnte man wirklich nicht. Die Trendwende haben wir auch der von dir gehassten Greta zu verdanken die das Thema Klimaschutz in viele Köpfe (auch in die der Politiker) getragen hat.

Wishing they had...:(

Nein. Zumindest bei uns in NL nicht in dem Mass wie in Deutschland.
Nach der Drohnenattacke in Saudiarabien machen die Niederländer sich an erster Stelle Sorgen, dass sie jetzt vermutlich 20 Euro mehr bezahlen müssen, und den Kraftstofftank der Privatlimousine zu füllen. Dass wegen der Ölbrände nebst ganz viel CO2 auch ganz viel CO1 und CO0 in die Luft fliegt, ist einem egal. Und inzwischen sind die Politiker vor allem mit der Schuldfrage beschäftigt.

Nachtzug fahren wird angeblich eine Nischenmarkt bleiben. Wenn ich diese Berichtgebung lese, denke ich: "Lass die Schweizer doch Weltmeister im Bahnfahren sein. Wir werden Weltmeister im elektrisch fliegen!"


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

...in Deutschland schon, bei uns eher nicht.

Christian_S, Montag, 16.09.2019, 09:14 (vor 2442 Tagen) @ Oscar (NL)

Nach der Drohnenattacke in Saudiarabien machen die Niederländer sich an erster Stelle Sorgen, dass sie jetzt vermutlich 20 Euro mehr bezahlen müssen, und den Kraftstofftank der Privatlimousine zu füllen. Dass wegen der Ölbrände nebst ganz viel CO2 auch ganz viel CO1 und CO0 in die Luft fliegt, ist einem egal. Und inzwischen sind die Politiker vor allem mit der Schuldfrage beschäftigt.

Die steht für den durchschnittlichen dezrschen Social-Media-User längst fest: Schuld ist natürlich der böse böse Donald Trump, der das wohlmeinende und friedfertige, die Menschenrechte achtende Regime im Teheran immer wieder ärgert^^

Ob höhere Benzinpreise allerdings den Bahnverkehr ankurbeln wage ich zu bezweifeln. Häufig fehlt es dazu ja schon an den nötigen Kapazitäten.

...in Deutschland schon, bei uns eher nicht.

Power132, Montag, 16.09.2019, 09:23 (vor 2442 Tagen) @ Christian_S

Ob höhere Benzinpreise allerdings den Bahnverkehr ankurbeln wage ich zu bezweifeln.

Kaum, die Schmerzgrenze ist ja bei vielen mit 1,509€ oder 1709€ nicht erreicht. Ich kann mich an Preis um die 1,749€ pro Liter erinnern (so vor vier oder fünf Jahren), da gabs auch keinen spürbaren Einbruch bei den Autopendlern. Und viele werden auch bei einem Preis von über 2€ pro Liter fröhlich weiterfahren.

...in Deutschland schon, bei uns eher nicht.

Christian_S, Montag, 16.09.2019, 09:31 (vor 2442 Tagen) @ Power132

Kaum, die Schmerzgrenze ist ja bei vielen mit 1,509€ oder 1709€ nicht erreicht. Ich kann mich an Preis um die 1,749€ pro Liter erinnern (so vor vier oder fünf Jahren), da gabs auch keinen spürbaren Einbruch bei den Autopendlern. Und viele werden auch bei einem Preis von über 2€ pro Liter fröhlich weiterfahren.

Ja, das ist mir so auch in Erinnerung. Da wurde zwar viel gemeckert, aber eine spürbare Verlagerung auf den ÖPNV/ÖPFV gabs nicht. Dazu ist der Deutsche insgesamt auch viel zu autoaffin.

Wer hat es wieder nicht hingekriegt?

Taurus83, Nürnberg, Montag, 16.09.2019, 14:32 (vor 2442 Tagen) @ IT19

Umleitung München Hbf ◀▶ Rosenheim und veränderte Fahrzeiten sowie kein Halt in München Ost
Zugausfall Frankfurt (Main) Hbf ◀▶ Heidelberg Hbf/Stuttgart Hbf
Die EC- IC- und RJ-Züge werden zwischen München Hbf und Rosenheim umgeleitet und fahren dadurch bis zu 30 Min. später. Der Halt in München Ost fällt aus.

Das einzig relevante für Kunden ist doch, dass in München Ost nicht gehalten wird. Alles andere ist doch nur für Eisenbahnfreaks relevant, wo ist also das Problem?


Viele Grüße,
Bernhard

DB prüft erneuten Einstieg in Nachtzugverkehr

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 16.09.2019, 15:15 (vor 2442 Tagen) @ J-C

Hallo ICE-Fans,

auch bei uns in NL wurde darüber berichtet.

Es gibt also folgende Initiativen:

1. ÖBB nightjet (zusammen mit DB und SBB? Verlängerung nach Amsterdam?)
2. von Schweden via Dänemark nach Deutschland und weiter
3. RegioJet CZ-SK
4. Flixtrain

Hinzu gibt es Angebote von Thello (FR-IT), Trenhotel und die ICN / "Treni Notte" der Trenitalia. Auch in Osteuropa gibt es reichlich Nachtzüge.

De Zweedse spoorwegen SJ gaf eerder aan nog te willen wachten, totdat de spoortunnel tussen Duitsland en Denemarken gerealiseerd is.

Auch ohne Tunnel lohnt sich ein Nachtzug. Gerade wenn der Tunnel noch nicht da ist. Flensburg würde sich da vermutlich sehr freuen!

Het Kennisinstituut voor Mobiliteitsbeleid (KiM) concludeerde eerder al dat de nachttrein potentie heeft voor bestemmingen als Wenen, München, Kopenhagen, Praag, Warschau, Milaan en Turijn.

Wenn man aber wirklich eine Alternative zum Flieger haben möchte, dann muss man etwa jede Städteverbindung mit einem eigenen Zugverband von 2 Sitzwagen, 3 Liegewagen und 2 Schlafwagen ansteuern. Erst dann ist man in der Lage, den Spätabendflug und den Frühmorgenflug zusammen auf die Schiene zu verlagern.
Andererseits: in Vergleich zum Auto ist der Flugbedarf geringer und erst recht wenn man nur den Tagesrand nimmt. Dagegen ist der Nachtzugaufwand relativ gross.

HGV-Nachtzüge seien noch Zukunftsmusik. Genannte Gründe sind technische und finanzielle Beschwerden.
Technik glaube ich nicht. Solche Züge fahren ja in China.
Moneten sind da; man muss nur die Wille haben, sie auszugeben.
Was aber fehlt (und vermutlich wird DAS gemeint), ist ein durchgehendes HGV-Netz. Jetzt ist es bestenfalls ein 200-230 km/h Netz. Dann reicht sowas wie nightjet, und erst recht wenn man die Züge schrittweise nach 230 oder 250 km/h pimpen kann.

In den Kommentaren wird ein HGV-Nachtzug vorgeschlagen, der Amsterdam-Barcelona direkt fahren kann. Dann wird Amsterdam-Paris Highspeed gefahren, Paris-Perpignan durch die Nacht über das klassische Netz und danach geht's wieder Highspeed nach Barcelona.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Railjet-Night in Doppeltraktion (410 m)

ThomasK, Dienstag, 17.09.2019, 13:13 (vor 2441 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ThomasK, Dienstag, 17.09.2019, 13:14

Wenn man aber wirklich eine Alternative zum Flieger haben möchte, dann muss man etwa jede Städteverbindung mit einem eigenen Zugverband von 2 Sitzwagen, 3 Liegewagen und 2 Schlafwagen ansteuern. Erst dann ist man in der Lage, den Spätabendflug und den Frühmorgenflug zusammen auf die Schiene zu verlagern.

Was aber fehlt (und vermutlich wird DAS gemeint), ist ein durchgehendes HGV-Netz. Jetzt ist es bestenfalls ein 200-230 km/h Netz. Dann reicht sowas wie nightjet, und erst recht wenn man die Züge schrittweise nach 230 oder 250 km/h pimpen kann.> gruß,

Oscar (NL).

Die Überlegungen der ÖBB gehen genau in die Richtung, die du hier andeutest.

Im Prinzip entwickelt die ÖBB gerade einen Railjet-Night.

Taurus + 2 WLABmz + 3 Bcmz + 2 Bvmz

OK, es ist kein Steuerwagen vorhanden, was aber im Nachtzugverkehr auch nicht relevant ist. Die Länge von 205 m des Railjet-Night ist mit der Länge von 205 m des Railjets identisch, d.h. in Doppeltraktion wird mit 410 m Zuglänge gefahren.

Damit ist der Railjet-Night im Prinzip exakt so flexibel wie der Railjet, der sowohl in Einfachtraktion, als auch in Doppeltraktion unterwegs ist.

Der entscheidende Punkt ist aber folgender:

In der Luftfahrt ist es absolut selbstverständlich, dass die Hersteller (also im Prinzip das Duopol Boeing und Airbus) das Flugzeug technisch voll entwickeln und die Fluggesellschaften dann völlig frei sind, die Standardmodelle nach ihren Wünschen in der Inneneinrichtung gestalten zu können.

Dieser Punkt, der in der Luftfahrt absolut selbstverständlich ist, liegt bei der Schienenfahrzeugindustrie noch ganz in den Anfängen.

Bezogen auf den künftigen de facto Railjet-Night der ÖBB kann man schlussfolgern, dass die bestehende Höchstgeschwindigkeit von Vmax = 200 km/h ohne großen Aufwand - analog zum Railjet - auf 230 km/h angehoben werden könnte.

Mit diesem Konzept des Railjet-Night, also Taurus + 2 WLABmz + 3 Bcmz + 2 Bvmz mit Vmax = 200 km/h oder auch Vmax = 230 km/h ist die ÖBB hinreichend flexibel und kann damit ein Einfachtraktion bzw. Doppeltraktion einen europaweiten Nachtverkehr anbieten.

Die Zuglänge von 410 m sollte kein Problem sein. Zwar ist nach TSI eine Zuglänge von 404 m erwünscht, aber im Prinzip sind auch 420 m lange Fernzüge kein Problem. Bei der Neuplanung des Berliner Hauptbahnhofes wurde extra auf 430 m langen Bahnsteigen bestanden, damit man uneingeschränkt mit 420 m langen Fernzügen fahren kann. Von den 430 m zieht man 5 m Sichtabstand zum Signal und 5 m Halteungenauigkeit ab, um auf die 420 m zu kommen. Die 420 m Zuglänge aus Bundesbahnzeiten kamen dadurch zustande, weil man mit E-Lok + 15 Wagen rechnete, wobei 13 Wagen die Standardlänge von 26,4 m hatten und 2 Wagen mit einer Länge von 27,5 m etwas länger waren. Meist waren die Speisewagen 27,5 m lang.

Soweit mir bekannt, hat die SBB sogar sämtliche Fernbahnplanungen an 420 m langen Fernzügen ausgerichtet, sodass die Doppeltraktion des Railjets mit 410 m Zuglänge keinerlei Probleme haben dürfte.

Wenn ein Railjet-Night in Doppeltraktion mit 410 m Länge nach Amsterdam CS führe, sollte das eigentlich auch kein Problem sein.

Railjet-Night in Doppeltraktion (410 m)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 17.09.2019, 14:13 (vor 2441 Tagen) @ ThomasK

Hallo ThomasK,

In der Luftfahrt ist es absolut selbstverständlich, dass die Hersteller (also im Prinzip das Duopol Boeing und Airbus) das Flugzeug technisch voll entwickeln und die Fluggesellschaften dann völlig frei sind, die Standardmodelle nach ihren Wünschen in der Inneneinrichtung gestalten zu können.

Dieser Punkt, der in der Luftfahrt absolut selbstverständlich ist, liegt bei der Schienenfahrzeugindustrie noch ganz in den Anfängen.

Bin ich mir nicht sicher.

Bei uns fährt NS mit dem Stadler FLIRT3 auf Den Bosch-Deurne. Keolis fährt mit FLIRT3 auf Zwolle-Enschede und arriva tut das auf Roermond-Maastricht. Alle drei FLIRT3 sind unterschiedlich von der Inneneinrichtung.
Im Fernverkehr auch: der AT-railjet sieht ja auch anders aus als der CZ-railjet.

Mit diesem Konzept des Railjet-Night, also Taurus + 2 WLABmz + 3 Bcmz + 2 Bvmz mit Vmax = 200 km/h oder auch Vmax = 230 km/h ist die ÖBB hinreichend flexibel und kann damit ein Einfachtraktion bzw. Doppeltraktion einen europaweiten Nachtverkehr anbieten.

Leider ist man nicht so flexibel wie damals der Euronight. Dieser Zug fuhr ab Amsterdam mit folgenden Wagengruppen: 4x Kopenhagen, 4x Prag, 4x Warschau, 1x Minsk, 1x Moskau. Das geht mit dem railjet dann nicht mehr.
Und der CNL hatte 6 Wagen München, 6 Wagen Zürich und 3 Bimz-Wagen die man als Spätabendverbindung nach Köln benutzen konnte. Auch dieses Verfahren geht dann also nicht mehr.

Aber wie ich schon schrieb: in der Zukunft braucht Amsterdam-Kopenhagen eine eigene Garnitur, Amsterdam-Warschau braucht eine, Amsterdam-Prag braucht eine. Zudem brauchen Wien, Mailand, München und Zürich noch jeweils eine (dorthin fuhren damals ja auch DB Nachtzug bzw. CNL).
Das ist schon einiges an Aufwand. Dabei kann man Flüge Amsterdam-München 22:00-23:30 oder 6:00-7:30 auf den Nachtzug verlagern, aber 14:00-15:30 nicht. Das ist Aufgabe des ICE International.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Und was ist aus dem "ICE Night" geworden?

1040bln, Berlin-Mitte, Samstag, 21.09.2019, 14:01 (vor 2437 Tagen) @ Paladin

Heißen die nicht so?

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum