[FR] Nouveau Tramway de Caen (m.v.B.) (Reiseberichte)

kcp, Donnerstag, 12.09.2019, 17:20 (vor 2383 Tagen)

Bonjour,

nachdem ich mir in 2017 die TVR Gummitram in Caen angeschaut hat, ging es jetzt wieder hin, um die neue, "richtige" Tram in Augenschein zu nehmen. Hier lief der Countdown bis zur Inbetriebnahme im Juli 2019. Wovon das wohl inspiriert war

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Im Zentrum von Caen liegt die Festung. Blick von der Feste auf die Tram Trasse

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Tram unterhalb der Festung

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Die Haltstelle "Chateau-Quatrans" hat zwei Bahnsteige und drei Gleise. Hier endet die Linie T3. Eine Bahn der T3 wartet auf ihren nächsten Einsatz

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Eine Bahn der T1 oder T2 fährt biegt zu ihrem Bahnsteig an der Haltestelle "Chateau-Quatrans" ab. Warum man die Linien, die durchfahren, abzweigen läßt und nicht die Linie, die dort endet, verstehe ich nicht ganz. In Caen fiel extrem auf, was ich auch von anderen französischen Trams kenne: In Kurven und Weichen wird extrem langsam gefahren.

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Die in Frankreich am weitesten verbreitete Art von Chateau: Ein "Chateau d'eau" :-). Eine Tram passiert nach dem Verlassen der gleichnamigen Station das "Chateau" im Vorort Hérouville.

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Die Haltestellen sind eher spartanisch ausgestattet

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Am frühen Samstag Morgen ist der Takt eher dünn

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Innenansicht der Tram

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Wichtig für die Generation Smartphone: USB Ladebuchsen

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Der Infomonitor zeigt die nächste Station

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Blick auf eine Brücke auf die Tram mit Oberleitungsgewirr. Wenn ich mich recht erinnere, war die Brücke in der Nähe von Chateau d'Eau

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Das ganz geht auch im Doppelpack

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Als Bauvorleistung für zukünftige Ausbauten ist in der Stadt schon eine Weiche eingebaut

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Statt eine Kirchenfensters diesmal Tram und Kirche: Eine Tram biegt bei der Kirche St. Pierre ab

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Zwischen den Stationen "Université" und "CROUS-SUAPS" geht es ordentlich bergauf oder bergab

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Kleiner Zommtest auf eine Tram an der Endstation "Hérouville St Clair"

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Im Depot nahe der Station warten Bahnen auf ihren nächsten Einsatz

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Neben viel Rasengleis auf vom Straßenverkehr abgetrennten Bereichen, gibt es auch ganz "normale" mitten auf der Gasse Betonpisten. So wie hier nahe dem Bahnhof

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Immer wieder eine schönen Motiv: Trams und Wasser. Die Tram überquert den Fluß Orne.

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Tramway in the night. Die Fahrzeuge sind Citadis aus dem Hause Alstom

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Anreise von Paris nach Caen war mit einem Intercité. Die Intercité von Paris St Lazare in Richtung Normandie sind noch in der Hand von Lok bespannten Garnituren. Das Design der Loks gefällt mir einfach richtig gut.

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Innenansicht der ersten Klasse. Gegen den Komfort dieser bequemen Sitze können die ganzen Triebzüge nicht anstinken

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Der Bahnhof von Caen

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Einige Intercité enden in Caen, andere fahren weiter nach Cherbourg. Ich habe die Gelegenheit für einen Abstecher nach Cherbourg genutzt.

Cherbourg

Durch den flachen Bau überseht man den Bahnhof von Cherbourg fast

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Hauptsehenswürdigkeit ist der Museum "Cité de la Mer".

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Dort findet sich auch jener kleine Kahn: Die Redoutable - das erste französische Atom-U-Boot. Ein ganz schön dickes Ding.

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Sollte der Brexit wirklich (irgendwann) kommen, werden die Jungs mehr zu tun bekommen

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Boote wohin man schaut

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Nachdem ich das gesehen hatte, hatte ich den Rest des Tages eine bestimmte Melodie im Ohr

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Und zum Schluß noch einem Eisenbahn: Ein TER in der Anfahrt auf Cherbourg

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Soviel in aller Kürze vom jüngstem Tram-Neuzugang in Frankreich. Bald folgt die Straßenbahn in Avignon. Ein Trip dahin ist auch schon in der Planung :-).

Wie immer gilt: Rückmeldungen aller Art werden gerne genommen.

À bientôt.
Charly

[FR] Nouveau Tramway de Caen (m.v.B.)

oska, Donnerstag, 12.09.2019, 18:53 (vor 2383 Tagen) @ kcp
bearbeitet von oska, Donnerstag, 12.09.2019, 18:55

nachdem ich mir in 2017 die TVR Gummitram in Caen angeschaut hat, ging es jetzt wieder hin, um die neue, "richtige" Tram in Augenschein zu nehmen.

Sehr schöne Fotos, vielen Dank :)

Eine Bahn der T1 oder T2 fährt biegt zu ihrem Bahnsteig an der Haltestelle "Chateau-Quatrans" ab. Warum man die Linien, die durchfahren, abzweigen läßt und nicht die Linie, die dort endet, verstehe ich nicht ganz. In Caen fiel extrem auf, was ich auch von anderen französischen Trams kenne: In Kurven und Weichen wird extrem langsam gefahren.

Möglichkeit 1:
Die 'endende' Tram kann schnell in die Haltestelle einfahren, wobei schnell hier relativ ist, sie bremst ja auch schon vor der Haltestelle um langsamer zu werden. Sie kann die Haltestelle aber nur langsam verlassen, da sie noch eine Kurve fahren und dann an der Weiche abbiegen muss.

Die 'durchfahrende' Tram muss zum einen wegen der Weiche bremsen, zum anderen will sie ohnehin anhalten. Beim ausfahren geht es nur gerade aus, ohne abbiegende Weiche.

Möglichkeit 2:
Die mittlere Tram kann erst losfahren, wenn eine entgegenkommede Tram in der Haltestelle zum Stehen gekommen ist. Sie teilt sich mit der Gegenrichtung etwa 10 Meter eingleisige Strecke.

Die Tram an der eingleisigen Haltestelle kann theoretisch schon losfahren, wenn eine entgegenkommende Tram die Weiche verlassen hat. D.h. die beiden auf dem Bild sichtbaren Signalanlagen könnten das Signal 'Fahrt freigegeben' zu unterschiedlichen Zeiten bekommen. Die rechte früher als die linke.

Am wahrscheinlichsten erscheint mir Möglichkeit 3:
Die am Mittelbahnsteig endende Tram kann in beide Richtungen weiterfahren.

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Ein Traum. Danke!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 12.09.2019, 19:06 (vor 2383 Tagen) @ kcp

Daran könnten sich Hamburg oder Kiel ein Beispiel nehmen.

[FR] Nouveau Tramway de Caen (m.v.B.)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 12.09.2019, 20:04 (vor 2383 Tagen) @ kcp

Bild 2: Diese Platzverteilung Fußgänger, Tram, Pkw stelle man sich mal in Deutschland vor. Gut, es kann natürlich sein, daß Parallelstraßen nun den ganzen MIV auffangen müssen und die Anwohner dort sich herzlich bedanken. Aber beeindruckend ist dieser Ausblick allemal. Fehlt noch ein Fahrrad-Schnellweg, wenn ich ihn nicht übersehen habe.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

[FR] Nouveau Tramway de Caen (m.v.B.)

spraiynt, Bern, Dienstag, 17.09.2019, 10:29 (vor 2379 Tagen) @ Alibizugpaar

Urbanismus als Ingenieurwissenschaft hat in Frankreich eine grosse Tradition. Die Formsprache oder die verwendeten Materialien sind in Frankreich oft auf einem sehr hohen Level im Vergleich zu Deutschland und auch meiner Heimat der Schweiz.

Schöne Beispiele wie mit viel Liebe und Aufwand dort Urbanismus betrieben wird ist zb der Design Wettbewerb der Stadt Paris für den neuen Luxembourg Stuhl (der dann auch im Segment der Gartemöbel ein kleiner Verkaufsschlager wurde), die fehlende Oberleitung des Trams in Bordeaux oder das Lichtkonzept in Lyon. Die Stadt Paris hat sogar einen eigenen Studiengang für angehende Ingenieure der Stadtverwaltung, sammt späterem garantiertem prestigeträchtigem französichem Beamtenstatus.

Wo es aber dann in Frankreich leider oft ein bisschen hängt ist dann im Unterhalt...

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