Neu bei die DB: der Flextrain. (Allgemeines Forum)

Blaschke, Mittwoch, 31.07.2019, 16:03 (vor 2490 Tagen)

Hallöchen!

Wie ich aus internen Quellen hörte, plant DB FV die Einführung der Zuggattung FLEXTRAIN.

Flexible Preise kennen wir ja schon. Flexible Abfahrtszeiten auch dank der allgegenwärtigen Verspätungen. Demnächst gibt es dann auch den flexiblen Laufweg.

Bei der Namensgebung lehnt man sich an den Flixtrain an. Schließlich ist das im Prinzip ja auch dasselbe:

Flextrain: Gerümpel als Fuhrpark und gern umfangreich verspätet

DB-IC: Gerümpel als Fuhrpark und gern umfangreich verspätet

Der DB-IC wird dann bald zum FLEXTRAIN.


Einen FLEX kannte die DB auch schon mal. Wer erinnert sich noch ... Mit alten IR-Wägelchen über den Kaiser-Wilhelm-Kanal ...

Nun also der FLEXTRAIN. Das besondere darin ist: der Laufweg ist flexibel und wird im Laufe der Fahrt festgelegt. Je nach Verfügbarkeit von Mensch, Material und freien Trassen. Rollbahn dicht? Fahren wir über Hannover. Nach Berlin sind grad 3 Züge raus? Dann zuckeln wir halt nach Leipzig. Alles voll in Köln? Dann von Düsseldorf nach Aachen und Ende. Und von Frankfurt führen viele Wege nach München. Und wenn mehr Fahrgäste im Wochenendverstärker von Nürnberg lieber über Jena nach Erfurt wollen als über Fulda, dann geht's eben da lang. Basisdemokratie pur.

Um nun nicht das Bordinfotainment mit Infos zu überfrachten und um nicht ständig alles umprogrammieren zu müssen, was doch nur Chaos erzeugt, wird das gute
alte Zuglaufschild wieder eingeführt. Da schreibt man die aktuelle Planung drauf. Und wenn die sich unterwegs ändert, dann einfach abwischen, neuer Laufweg drauf - fertig!

Die Zuglaufschilder sind testweise auch schon im Einsatz. Auch wenn derzeit noch die Beschriftung fehlt. Weil ja NOCH die DB an einem festgelegten klar definierten Zuglauf festhält.

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Kleines Rätsel am Rande: welche Straße quert der Zug da grad ...


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Ach ja, vor einem ist man im neuen System auch nicht gefeit: vorm Zugausfall! Der dann eintritt, wenn der Zugchef keinen betriebsbereiten funktionsfähigen WHITEBORDMARKER mehr hat ...


Schöne Grüße von jörg

Flexible Dispo-Züge für Taktfahrplan

oska, Mittwoch, 31.07.2019, 17:54 (vor 2490 Tagen) @ Blaschke

Der Name Flextrain ist natürlich blaschker Unsinn, aber der Rest stimmt.

Die Schweiz hat bereits Flextrains im Einsatz. Da auch Deutschland den Takt-Fahrplan anstrebt, ist es nur naheliegend, das auch die DB flexible Dispositionszüge stationieren und im unwahrscheinlichen Fall eines Zugausfalls auch einsetzen wird.

Das auch in der Schweiz 'Gerümpel' für diese Zuggattung eingesetzt wird, gibt die SBB offen zu, formuliert es nur charmanter. Doch auch in der Schweiz arbeitet man am Fortschritt. 2020 plant man den Einsatz von Klimaanlagen in den schweizer Ersatzzügen.

Flexible Dispo-Züge für Taktfahrplan

ffz, Mittwoch, 31.07.2019, 17:58 (vor 2490 Tagen) @ oska

Hallo,

es gibt in Deutschland schon länger Dispozüge(KP-Reserve) bzw in den Werken steht auch fast immer ein Zug auf den man als Ersatzzug zurück greifen kann.

Flexible Dispo-Züge für Taktfahrplan

Aphex Twin, Mittwoch, 31.07.2019, 19:08 (vor 2490 Tagen) @ ffz

es gibt in Deutschland schon länger Dispozüge(KP-Reserve) bzw in den Werken steht auch fast immer ein Zug auf den man als Ersatzzug zurück greifen kann.

Eine Frage ist natürlich inwieweit die unterschiedlichen Zugtypen zu Einschränkungen beim Einsatz von Dispozügen führen. Unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten, Sitzplatzkapazitäten und die Nichtübertragbarkeit von Reservierungen können dazu führen dass die von Dispozügen erbrachte Leistung deutlich von der der Planzüge abweicht. Ich habe das Gefühl dass diese Unterschiede in Schweiz weniger gravierend sind da es z.B. in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit nur drei Klassen gibt:
200 km/h, 160 km/h und 140 km/h für den Fernverkehr, wobei das meiste Zugmaterial entweder 200 oder 160 km/h erreicht. In Deutschland gibt deutlich mehr mit: 300 km/h, 280 km/h, 250 km/h, 230 km/h, 200 km/h und 160 km/h.

Flexible Dispo-Züge für Taktfahrplan

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 31.07.2019, 19:20 (vor 2490 Tagen) @ Aphex Twin

Die Bahn kann doch teilweise nicht einmal die Reservierungen eines ausgefallenen 411 in einen anderen Ersatz-411 übermitteln und aufspielen. Genauso passiert das bei planmäßig eingesetzten Fahrzeugen (Plan-Zugskompositionen), daß die Reservierungsdaten leider am Startbahnhof zurück bleiben müssen.

Um sowas zu erleben braucht es nicht Gerümpel-Dispozüge. ;)

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Flexible Dispo-Züge für Taktfahrplan

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 31.07.2019, 21:34 (vor 2489 Tagen) @ Alibizugpaar

Die Bahn kann doch teilweise nicht einmal die Reservierungen eines ausgefallenen 411 in einen anderen Ersatz-411 übermitteln und aufspielen.

Wenn das FIS/die Funkkommunikation im neuen Zug defekt ist kann eben nichts abgerufen und angezeigt werden - denn Disketten gibts nur noch bei einigen Leistungen ab Österreich.

Genauso passiert das bei planmäßig eingesetzten Fahrzeugen (Plan-Zugskompositionen), daß die Reservierungsdaten leider am Startbahnhof zurück bleiben müssen.

Wenn Funk nicht läuft gibts eben in den meisten Fällen nichts mehr.


Um sowas zu erleben braucht es nicht Gerümpel-Dispozüge. ;)

Genau das bekommt die DB auch ab und an in planmäßigen Zügen hin :)

Flexible Dispo-Züge für Taktfahrplan

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 31.07.2019, 23:17 (vor 2489 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von Alibizugpaar, Mittwoch, 31.07.2019, 23:20

Ist dann erstaunlich wie oft die DB-Funkkommunikation mitten in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt oder München nicht funktioniert. Hingegen kann ich meinen Nichten und Neffen jederzeit lustige Videos auf's Handy schicken. Binnen Minuten haben die das -vollständig- und die wohnen teilweise ausgesprochen ländlich.

Tut mir ja wirklich leid, daß die Bahn immer mit allem so viel Pech hat. Sicherlich kann sie nichts dafür, daß sie irgendwer mit einem ganz fürchterlichen Voodoo-Fluch belegt hat.


PS: Wie lustig, auch diese Antwort von meiner kleinen Funke hat den ICE-Treff vollständig erreicht. Wären wir bei der Bahn stünde hier statt Text jetzt nur 'GGF RESERVIERT'. ;)

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Reservegarnituren für verspätete reguläre Züge

ThomasK, Donnerstag, 01.08.2019, 00:23 (vor 2489 Tagen) @ oska

Der Name Flextrain ist natürlich blaschker Unsinn, aber der Rest stimmt.

Die Schweiz hat bereits Flextrains im Einsatz. Da auch Deutschland den Takt-Fahrplan anstrebt, ist es nur naheliegend, das auch die DB flexible Dispositionszüge stationieren und im unwahrscheinlichen Fall eines Zugausfalls auch einsetzen wird.

Das auch in der Schweiz 'Gerümpel' für diese Zuggattung eingesetzt wird, gibt die SBB offen zu, formuliert es nur charmanter. Doch auch in der Schweiz arbeitet man am Fortschritt. 2020 plant man den Einsatz von Klimaanlagen in den schweizer Ersatzzügen.


Zu Bundesbahnzeiten war das absolut selbstverständlich das an wichtigen Knotenbahnhöfen IC-Reservegarnituren bereit standen.

Diese Reservegarnituren kamen dann zum Einsatz, wenn der reguläre Zug mehr als 20 Minuten Verspätung hatte. Der reguläre Zug fuhr dann ab dem Startbahnhof der Reservegarnitur 20 Minuten hinter dieser her, sodass dann ab dem Startbahnhof der Reservegarnitur die Zugleistung doppelt geführt wurde. In der fahrplanmäßigen Trasse des regulären Zuges fuhr dann die Reservegarnitur.

Aufgrund der Knappheit der E 103 fuhren die Reservegarnituren meistens mit der E 110. Der IC-Zuschlag von 10 DM entfiel, wenn man eine Reservegarnitur benutzte. Meistens fuhren in den Reservegarnituren ein Mischmasch von Avmz und Am.

Um die Reservegarnituren wieder zu den Bestimmungsbahnhöfen zurückzubringen, ließ die Deutsche Bundesbahn dann später am selben Tag oder am darauffolgenden Tag einen üblicherweise stark belasteten IC doppelt fahren. Der Entlastungszug fuhr dann meistens ca. 10 Minuten vor dem Hauptzug. In diesem Entlastungszug entfiel der IC-Zuschlag von 10 DM, sodass die gewöhnliche Fahrkarte zur Benutzung berechtigte.

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