Warum setzen sich in Deutschland keine "Fare Gates" durch? (Allgemeines Forum)
Sebastian56, München, Dienstag, 23.07.2019, 05:24 (vor 2450 Tagen)
Hallo zusammen,
Meine Frage steht oben. Ich bin momentan das erste Mal selber mit "Fare Gates" aufgrund eines Aufenthaltes in Kanada konfrontiert und ich muss sagen ich bin wirklich positiv überrascht. Es funktioniert bisher einwandfrei, egal ob mit Monatskarte oder Kreditkarte.
Auch sind die Stationen hier wesentlich sauberer und hier sind auch ausschließlich Fahrgäste unterwegs. Man bekommt ein gewisses Gefühl von Sicherheit und in der Regel ist auch ein Mitarbeiter des jeweiligen Verkehrsunternehmen an jeder Station ansprechbar.
Gibt es aus euerer Sicht tatsächlich Gründe warum man dieses Verfahren nicht auch in Deutschland praktizieren könnte? Ich bitte jetzt mal die Kostenfrage für die Installation außen vorzulassen. Sind euch andere Gründe bekannt, warum sowas nicht durchgesetzt wird. Warum sind da auch Städte wie London oder Paris einfach weiter?
Auch wenn das Thema vielleicht schon einmal diskutiert wurde, hoffe ich vielleicht auf ein paar informative Antworten.
Viele Grüße und einen schönen Abend
Sebastian
Warum setzen sich in Deutschland keine "Fare Gates" durch?
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 23.07.2019, 05:40 (vor 2450 Tagen) @ Sebastian56
Das würde nur auf großen Bahnhöfen funktionieren. Die 1000ten von Dorfhaltepunkte damit auszurüsten würde wenig Sinn machen.
Und damit wäre auch das Thema Sicherheit gleich unterlaufen, da man ja einfach mit einem Regionalzug von einem kleineren Halt in die Großstadt fahren kann und dort direkt am Bahnsteig wäre, Bahnsteigsperre hin oder her.
Sicherheit durch Präsenz und Zuverlässigkeit
arno50, Dienstag, 23.07.2019, 07:23 (vor 2450 Tagen) @ ICETreffErfurt
Früher als jeder Bahnhof sein Personal hatte ginge das mit den Bahnsteigsperren.
Aber da jeder, der auf dem Bahnhof herumlungern möchte dies dann mit einer billigen Nahverkehrskarte zum nächsten Halt auch machen könnte ist das m.E. witzlos.
Sicherheit geht nur durch Präsenz und Kontrolle. ich erinnere mich an einen Aufenthalte am Kölner Hauptbhf. Alle Naselang wurde ich angesprochen "haste mal... ", teilweise sogar 2mal von derselben Person, der ich gegen meine Überzeugung was gegeben hatte. Ich hatte dann auf dem Platz vor dem Bahnhof einen Einsatzwagen d er Polizei entdeckt, in/vor dem ca 1/2 Dutzend Uniformierte gelangweilt herumsassen und gesagt, dass ich in 1/2 Stunde hier von mehr Bettlern angesproche wurde als in 1 Woche in Palermo. Die interessierte das nicht, das ist in Köln so, wurde geantwortet. Wenn man das hochrechnet auf Nachtzeit und nicht-männliche Reisende - nein danke.
Bettler sind kein Sicherheitsproblem.
martarosenberg, Dienstag, 23.07.2019, 11:11 (vor 2449 Tagen) @ arno50
.. nur ggf. ein Komfortproblem.
Und sie zu sehen und zu erleben finde ich besser, als sie auszusperren, zeigen sie doch auch vorhandene gesellschaftliche Probleme auf.
Bettler sind manchmal schon Sicherheitsproblem
Armchair traveller, Dienstag, 23.07.2019, 12:42 (vor 2449 Tagen) @ martarosenberg
Naja, der Bettler, der mich vorgestern getreten hat als ich ihm nichts gegeben habe, sehe ich dann schon als Sicherheitsproblem.
Bettler sind manchmal schon Sicherheitsproblem
martarosenberg, Dienstag, 23.07.2019, 13:04 (vor 2449 Tagen) @ Armchair traveller
Naja, der Bettler, der mich vorgestern getreten hat als ich ihm nichts gegeben habe, sehe ich dann schon als Sicherheitsproblem.
Von Fussgreiflichkeiten war bisher keine Schreibe. Ja, sehe ich auch so aehnlich.
Fremde Hand im Gesicht = Komfortproblem?
schlaufuxxx, Dienstag, 23.07.2019, 15:35 (vor 2449 Tagen) @ martarosenberg
bearbeitet von schlaufuxxx, Dienstag, 23.07.2019, 15:39
https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-ort29098/muenchen-14-jaehriger-schuechtert-s-...
Aggressives Betteln in S-Bahnen: 14-Jähriger schüchtert Fahrgäste ein
Gleich mehrfach hat ein 14-jähriger Bettler im Raum München S-Bahn-Fahrgäste eingeschüchtert. Einem Schüler schlug er ins Gesicht.
München - Mit der Identifizierung eines 14-jährigen rumänischen Bettlers, dem zunächst ein Diebstahl in der S-Bahn vom 14. Juni 2019 vorgeworfen wurde, gelang es zwei weitere Straftaten vom 27. Juni, die zunächst gegen Unbekannt geführt worden waren, weitestgehend aufzuklären.
Fall 1: Bettler knöpft jungem S-Bahn-Fahrer Geld ab
Am 14. Juni 2019 bettelte ein Jugendlicher gegen 09.30 Uhr in einer S-Bahn (S4) zwischen Ostbahnhof und Ebersberg. Dabei legte er jeweils ein Päckchen Papiertaschentücher zusammen mit laminierten Bettelbriefen auf die Sitze neben Reisende. Bei der Einsammlung verlangte er von einem 14-Jährigen aus Ebersberg mehr als die ihm freiwillig angebotenen zwei Euro.
Nachdem er auch mit weiteren, angebotenen zehn Euro nicht zufrieden war, fasste er unversehens in den offenen Rucksack des Ebersbergers und holte daraus weitere 70 Euro heraus und nahm auch diese an sich. Dann ging er mit den 82 Euro weg und verließ beim Halt in Haar, zunächst unerkannt, die S-Bahn.
Fall 2: Schläge angedroht - Trio meidet S-Bahn an Folgetagen
Am 27. Juni 2019 nötigen zwei Bettler gegen 13 Uhr in einer S7 zwischen Pullach und Solln drei Jugendliche im Alter von 14 Jahren. Sie sollten ihnen Geld geben, obwohl sie die angebotenen Papiertaschentücher nicht kaufen wollten. Dabei machten sie den Jugendlichen aus Solln Angst: Sie drohten ihnen Schläge an, drückten sie auf den Sitz, damit sie nicht aufstehen konnten und versperrten ihnen teilweise den Weg zum Ausgang.
Einer der Schüler gab einem der Bettler ein 50 Cent-Geldstück, damit er die S-Bahn in Solln verlassen konnte. Aufgrund dieses Vorfalles und der massiven Einschüchterung benutzten die Schüler an den Folgetagen die S-Bahn nicht und wichen stattdessen auf Bus und Fahrrad aus.
Fall 3: Bettler schlägt Elfjährigem ins Gesicht
In einem weiteren Vorfall vom 27. Juni schlug ein Jugendlicher gegen 13.40 Uhr, nach der Fahrt in der S-Bahn (S7) von Großhesselohe-Isartalbahnhof nach Baierbrunn, einem Elfjährigen kurz hinter dem Bahnsteig mit der Faust ins Gesicht. Ein Unbeteiligter mischte sich ein, trennte die beiden und fotografierte den Täter, der zunächst unerkannt flüchtete. Das Foto zeigte der Elfjährige in der Hoffnung, dass jemand aus seiner Familie den Täter identifizieren könnte, herum.
Am 1. Juli erkannte eine Cousine des Baierbrunners, die das Foto gesehen hatte, den Täter in der S-Bahn und verständigte anwesende Mitarbeiter des zivilen Prüfdienstes. Diese hielten den 14-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei am S-Bahnhaltepunkt Trudering fest.
Der Festgenommene wollte sich bei der Bundespolizei zu den Vorwürfen auch mit Dolmetscher nicht äußern. Er spricht ausschließlich rumänisch und kann weder lesen noch schreiben.
Die telefonisch kontaktierte Mutter des 14-Jährigen war nicht bereit, zur Bundespolizei zu kommen. Gegen sie wird unter anderem in zahlreichen Fällen des Erschleichens von Leistungen ermittelt.
es trifft nicht immer nur die falschen..
Henrik, Dienstag, 23.07.2019, 17:01 (vor 2449 Tagen) @ schlaufuxxx
https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-ort29098/muenchen-14-jaehriger-schuechtert-s-...
von einem 14-Jährigen aus Ebersberg mehr als die ihm freiwillig angebotenen zwei Euro.
Nachdem er auch mit weiteren, angebotenen zehn Euro nicht zufrieden war, fasste er unversehens in den offenen Rucksack des Ebersbergers und holte daraus weitere 70 Euro heraus und nahm auch diese an sich. Dann ging er mit den 82 Euro weg und verließ beim Halt in Haar, zunächst unerkannt, die S-Bahn.
ein 14-jähriger.. mit über 80 Euro.... einfach so locker in seinem ..offenen Rucksack.
o.O
???
sfn17, Dienstag, 23.07.2019, 18:57 (vor 2449 Tagen) @ Henrik
Angesichts
ein 14-jähriger.. mit über 80 Euro.... einfach so locker in seinem ..offenen Rucksack.
o.O
und der neuen Überschrift: "es trifft nicht immer nur die falschen.."
Äh, geht's noch?
Weil Du die Lebenswirklichkeit eines 14-Jährigen, der 80 Euro locker im offenen Rucksack hat, nicht nachvollziehen kannst, hat es da also den Richtigen getroffen?
Der Rucksack könnte schon deswegen noch offen gewesen sein, weil die Schüler sich ihre Schularbeiten gezeigt haben. Die "Bettler" kamen ja plötzlich.
Oder kannst Du Dir 80 Euro mit einem 14-Jährigen nicht vorstellen? Braucht nur das Geld für die Monatskarte zu sein. Oder das Wechselgeld hiervon, weil sie es nicht kleiner hatten.
Manchmal...
???
Henrik, Dienstag, 23.07.2019, 19:29 (vor 2449 Tagen) @ sfn17
Angesichts
ein 14-jähriger.. mit über 80 Euro.... einfach so locker in seinem ..offenen Rucksack.
o.O
und der neuen Überschrift: "es trifft nicht immer nur die falschen.."
Äh, geht's noch?
Weil Du die Lebenswirklichkeit eines 14-Jährigen, der 80 Euro locker im offenen Rucksack hat, nicht nachvollziehen kannst, hat es da also den Richtigen getroffen?
Der Rucksack könnte schon deswegen noch offen gewesen sein, weil die Schüler sich ihre Schularbeiten gezeigt haben. Die "Bettler" kamen ja plötzlich.
Oder kannst Du Dir 80 Euro mit einem 14-Jährigen nicht vorstellen? Braucht nur das Geld für die Monatskarte zu sein. Oder das Wechselgeld hiervon, weil sie es nicht kleiner hatten.
Manchmal...
..haben die Kinder den Schuss nicht gehört,
es waren eben nicht Kinder, sondern ein einzelnes Kind - nicht-alleine wäre ihm das ja eben nicht widerfahren.
80 Euro, als 14-jähriger, mein lieber Scholli.. zur Frühstückszeit
dabei den Rucksack offen gelassen (waren eben nicht Schulsachen auf dem Tisch, wozu auch in den Ferien morgens um 9:30 Uhr?), und zudem die Kohle offen sichtbar im Rucksack deponiert
und sich auf einen entsprechenden zumindest vermeintlichen Konflikt eingelassen.
Es waren nicht die Bettler, sondern ein einzelner. Und er kam nicht plötzlich, sondern hielt sich bereits sehr lange in dem Zug auf.
Dieser Junge (bzw. ggf. seine Eltern ebenso) hat so einige noch zu lernen - wäre nur zu hoffen, er zieht wahrlich seine Lehren draus,
siehe eben Überschrift.
80 Euro für Monatskarte? Monatskarte 1. Klasse für den jungen Krösus?
die er am Ostbahnhof bekam, dort aber die Monatskarte nicht kaufen konnte?
Das ist nur das Wechselgeld? vom 500er oder 200er?
Äh, geht's noch?
Täter und Opfer verwechselt?
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 23.07.2019, 19:56 (vor 2449 Tagen) @ Henrik
Weil ein 14 Jähriger mit 80€ Bargeld rumläuft, geschieht es nicht dem Falschen? WAS ZUR HÖLLE?
es waren eben nicht Kinder, sondern ein einzelnes Kind - nicht-alleine wäre ihm das ja eben nicht widerfahren
Ach nein? "Fall 2" beschreibt doch, dass auch mehrere 14-Jährige betroffen waren.
.
80 Euro, als 14-jähriger, mein lieber Scholli.. zur Frühstückszeit
dabei den Rucksack offen gelassen (waren eben nicht Schulsachen auf dem Tisch, wozu auch in den Ferien morgens um 9:30 Uhr?), und zudem die Kohle offen sichtbar im Rucksack deponiert
und sich auf einen entsprechenden zumindest vermeintlichen Konflikt eingelassen.
Es waren nicht die Bettler, sondern ein einzelner. Und er kam nicht plötzlich, sondern hielt sich bereits sehr lange in dem Zug auf.Dieser Junge (bzw. ggf. seine Eltern ebenso) hat so einige noch zu lernen - wäre nur zu hoffen, er zieht wahrlich seine Lehren draus,
siehe eben Überschrift.
80 Euro für Monatskarte? Monatskarte 1. Klasse für den jungen Krösus?
die er am Ostbahnhof bekam, dort aber die Monatskarte nicht kaufen konnte?
Das ist nur das Wechselgeld? vom 500er oder 200er?Äh, geht's noch?
Diese Arroganz stimmt zum Himmel, lieber Henrik. Nur, weil jemand für sein Alter verhältnismäßig "viel" (wer definiert das?) Geld mit hat, sagt das noch lange nichts darüber aus, ob es "den Richtigen" oder "den Falschen" trifft.
Ob diverser Meinungsverschiedenheiten hatte ich bisher doch eine eher positive Meinung von dir, das ist jetzt leider hin, ich bin fassungslos!
Wie kann man denn in so einem Dieb oder gar Räuber einen Robin Hood sehen? Und der arme Junge, dem das Geld gestohlen wurde so ein Unrecht tun?
*Kopfschüttel*
Fälle und Stil verwechselt?
Henrik, Dienstag, 23.07.2019, 20:44 (vor 2449 Tagen) @ Paladin
Täter und Opfer verwechselt?
Weil ein 14 Jähriger mit 80€ Bargeld rumläuft, geschieht es nicht dem Falschen? WAS ZUR HÖLLE?
Da hat eine Person so ganz offensichtlich so einige Fehler begangen, so reichlich fahrlässig gehandelt.
Anschließend sei ihm natürlich bei aller Betroffenheit sehr ans Herz gelegt, aus diesen Fehlern zu lernen, insbesondere hier in seinen jungen Jahren.
Was werden ihm seine Eltern raten?
Do it again, Sam?
Wieso warnt die DB wohl in den Bahnhöfen, genau diese fahrlässigen Fehler nicht zu begehen? Damit man sie dann doch begeht?
Manche wollens auch sehr drauf ankommen lassen..
es waren eben nicht Kinder, sondern ein einzelnes Kind - nicht-alleine wäre ihm das ja eben nicht widerfahren
Ach nein? "Fall 2" beschreibt doch, dass auch mehrere 14-Jährige betroffen waren.
verschiedene Fälle beschreiben unterschiedliche Fälle zu untschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten.
Das haben unterschiedliche Fälle nunmal so an sich.
Nicht wie fälschlicherweise vom Vorredner unterstellt handelte es sich in jenem Falle von Kindern, sondern um eine einzelne Person.
Die Kinder in dem anderen Fall wurden nicht von einfach nur einer Person bedroht bzw. genötigt
und ereignete sich eben nicht während den Ferien.
80 Euro, als 14-jähriger, mein lieber Scholli.. zur Frühstückszeit
dabei den Rucksack offen gelassen (waren eben nicht Schulsachen auf dem Tisch, wozu auch in den Ferien morgens um 9:30 Uhr?), und zudem die Kohle offen sichtbar im Rucksack deponiert
und sich auf einen entsprechenden zumindest vermeintlichen Konflikt eingelassen.
Es waren nicht die Bettler, sondern ein einzelner. Und er kam nicht plötzlich, sondern hielt sich bereits sehr lange in dem Zug auf.Dieser Junge (bzw. ggf. seine Eltern ebenso) hat so einige noch zu lernen - wäre nur zu hoffen, er zieht wahrlich seine Lehren draus,
siehe eben Überschrift.
80 Euro für Monatskarte? Monatskarte 1. Klasse für den jungen Krösus?
die er am Ostbahnhof bekam, dort aber die Monatskarte nicht kaufen konnte?
Das ist nur das Wechselgeld? vom 500er oder 200er?Äh, geht's noch?
Diese Arroganz stimmt zum Himmel, lieber Henrik. Nur, weil jemand für sein Alter verhältnismäßig "viel" (wer definiert das?) Geld mit hat, sagt das noch lange nichts darüber aus, ob es "den Richtigen" oder "den Falschen" trifft.
Natürlich gehts um genau diesen Zusammenhang.
Um reichlich unerfahrene & fahrlässige Handlungsweisen an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten.
Nenn es Deinetwegen Lebenserfahrung und entsprechend Arroganz beim Hinweisen auf andere, die sie noch nicht haben aber entsprechend haben sollten.
Das als Stinken abzutun, ist keine schöne Art.
Ob diverser Meinungsverschiedenheiten hatte ich bisher doch eine eher positive Meinung von dir, das ist jetzt leider hin, ich bin fassungslos!
oho.. die persönliche Schiene.. muss das?
Man kann ja unterschiedliche Meinungen haben und auch Ansichten und auch den Humor nicht verstehen wollen (kommen ja wohl einige mit dem Wetter nicht zurecht..),
aber Sachlagen total durcheinander zu vermischen und dann auch damit seinen Gegenüber total persönlich angreifen....? wer's nötig hat.
Wie kann man denn in so einem Dieb oder gar Räuber einen Robin Hood sehen?
Wie man das kann?
Ganz leicht geht das.. erweitere Deinen Horizont. Das machen gewiss sehr viele.
Ich bezweifle auch eher sehr stark, dass Du Dir das nicht vorstellen könntest.
Und der arme Junge, dem das Geld gestohlen wurde so ein Unrecht tun?
*Kopfschüttel*
Unrecht? Recht / Unrecht? Täter / Opfer? WTF?
Der bestohlene Junge hat sich ganz öffentlich seiner Fahrlässigkeit bekannt.
Die liegt ja hier offensichtlich nicht nur einfach vor, Doppelfehler kann man es auch nicht mal nennen. Fahrlässiger gehts ja kaum noch.
Pardon
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 23.07.2019, 22:18 (vor 2449 Tagen) @ Henrik
Du hast Recht, die persönliche Schiene war unfair. Dafür entschuldige ich mich. Beim Rest muss ich damit leben, dass wir nicht einer Meinung sind.
Pardon
Henrik, Freitag, 26.07.2019, 02:16 (vor 2447 Tagen) @ Paladin
Du hast Recht, die persönliche Schiene war unfair. Dafür entschuldige ich mich.
ok. :)
Ich meinte es aber auch nur so, wie ich es geschrieben hatte,
persönliche Schiene - mehr nicht. Ich fühlte mich nicht persönlich von Dir angegriffen.
Beim Rest muss ich damit leben, dass wir nicht einer Meinung sind.
Ich hielte mich eher zurück mit meiner eigenen Meinung bzw. versuchte es,
hatte Dir auch kaum widersprochen,
unterstelle da eher Missverständnisse. Sowas kommt vor. Damit kann ich mit leben.
???
Frecciarossa, Dienstag, 23.07.2019, 20:14 (vor 2449 Tagen) @ Henrik
Eine Klassenkameradin (12 Jahre) hat im Supermarkt mal mit einem 500-Mark-Schein bezahlt. Meine Güte, was hat sich die Kassiererin echauffiert.
Wäre wahrscheinlich auch ein "richtiges" Kriminalitätsopfer gewesen. Leute gibt's.
???
Henrik, Mittwoch, 24.07.2019, 01:29 (vor 2449 Tagen) @ Frecciarossa
Eine Klassenkameradin (12 Jahre) hat im Supermarkt mal mit einem 500-Mark-Schein bezahlt. Meine Güte, was hat sich die Kassiererin echauffiert.
..wie wohl gewiss sämtliche andere, die Zeuge des Geschehens waren.
Die Kassiererin hätte schlicht einfach den Kaufvorgang ablehnen können, ja gar ablehnen müssen.
rechtlich gedeckt waren beide Seiten nicht.
Wäre wahrscheinlich auch ein "richtiges" Kriminalitätsopfer gewesen. Leute gibt's.
In der Analogie wäre sie mit dem Schein ja gar nicht angekommen im Supermarkt.
Denn an der Ampel zuvor, da war grade rot, und sie wedelte nochmal so richtig schön mit dem Schein in der Hand,
da kam nen Junge vorbei, schnappte sich den und lief davon.
Zurück zuhause berichtete sie davon.
Werden ihre Eltern sie nochmal losschicken, mit nem 500er in der Hand, ohne Hosentasche geschweige denn andere Tasche, ohne ihr zu erläutern, was der Schein für einen Wert hat? Mit Taschengeld hat der Wert nichts zu tun.
Nehmen wir doch mal diese Milliardärs.. ach quatsch.. Millionärsfamilie, die bekanntlich mit zwielichtigen Mitteln zu ihrem Vermögen gekommen ist, sich auch entsprechend sozial inkompetent verhält und vor allem so gar kein Gefühl zu Geld hat.
Und da verliert die 14- oder 12-jährige Tochter in äußerst fahrlässiger Weise nen 500er. ach quatsch, wird beklaut.
nun geh raus, richtig raus, ins richtige Leben, und befrag Leute,
[ ] hab total Mitleid, nichts als Mitgefühl und Mitleid
[ ] es trifft nicht immer nur die falschen
..und gehe mit aggressiven Worten gegen die zweite Gruppe vor.
Leute gibt's
???
Frecciarossa, Mittwoch, 24.07.2019, 08:33 (vor 2448 Tagen) @ Henrik
Eine Klassenkameradin (12 Jahre) hat im Supermarkt mal mit einem 500-Mark-Schein bezahlt. Meine Güte, was hat sich die Kassiererin echauffiert.
..wie wohl gewiss sämtliche andere, die Zeuge des Geschehens waren.
Nein, wir dachten alle, "was regt die Olle sich so auf?"
Die Kassiererin hätte schlicht einfach den Kaufvorgang ablehnen können, ja gar ablehnen müssen.
rechtlich gedeckt waren beide Seiten nicht.
Bargeld lacht. Wer ein Geschäft machen will, sollte das Geld in der vom Kunden dargebotenen Form annehmen, sonst bekommt er die Kohle nicht. "Rechtlich nicht gedeckt", ha ha.
Wäre wahrscheinlich auch ein "richtiges" Kriminalitätsopfer gewesen. Leute gibt's.
In der Analogie wäre sie mit dem Schein ja gar nicht angekommen im Supermarkt.
Denn an der Ampel zuvor, da war grade rot, und sie wedelte nochmal so richtig schön mit dem Schein in der Hand,
da kam nen Junge vorbei, schnappte sich den und lief davon.
Wedelte richtig schön mit dem Schein? Ernsthaft?
Zurück zuhause berichtete sie davon.
Werden ihre Eltern sie nochmal losschicken, mit nem 500er in der Hand, ohne Hosentasche geschweige denn andere Tasche, ohne ihr zu erläutern, was der Schein für einen Wert hat? Mit Taschengeld hat der Wert nichts zu tun.
Der Erläuterung bedurfte es nicht, die Kleine war immerhin schon 12.
Nehmen wir doch mal diese Milliardärs.. ach quatsch.. Millionärsfamilie, die bekanntlich mit zwielichtigen Mitteln zu ihrem Vermögen gekommen ist, sich auch entsprechend sozial inkompetent verhält und vor allem so gar kein Gefühl zu Geld hat.
Solche Leute interessieren mich nicht.
Und da verliert die 14- oder 12-jährige Tochter in äußerst fahrlässiger Weise nen 500er. ach quatsch, wird beklaut.
nun geh raus, richtig raus, ins richtige Leben, und befrag Leute,
[ ] hab total Mitleid, nichts als Mitgefühl und Mitleid
[ ] es trifft nicht immer nur die falschen
Ich werde bestimmt nicht die versammelten Spießbürger befragen, deren Meinung interessiert mich noch weniger.
..und gehe mit aggressiven Worten gegen die zweite Gruppe vor.
Was?
Leute gibt's
Was zu beweisen war.
???
Henrik, Donnerstag, 25.07.2019, 03:18 (vor 2448 Tagen) @ Frecciarossa
Eine Klassenkameradin (12 Jahre) hat im Supermarkt mal mit einem 500-Mark-Schein bezahlt. Meine Güte, was hat sich die Kassiererin echauffiert.
..wie wohl gewiss sämtliche andere, die Zeuge des Geschehens waren.
Nein, wir dachten alle, "was regt die Olle sich so auf?"
Die Kassiererin hätte schlicht einfach den Kaufvorgang ablehnen können, ja gar ablehnen müssen.
rechtlich gedeckt waren beide Seiten nicht.
Bargeld lacht. Wer ein Geschäft machen will, sollte das Geld in der vom Kunden dargebotenen Form annehmen, sonst bekommt er die Kohle nicht. "Rechtlich nicht gedeckt", ha ha.
Kassiererin - nicht ihr Geschäft.
einer 12-jährigen gegenüber, beschränkt geschäftsfähig.
Das Geschäft ist zunächst einmal schwebend unwirksam.
Dann noch mit nem 500er.
Die Frau kann froh sein, dass sie anschließend ihren Job noch hatte - da können andere Kunden denken, was sie wollen.
Wäre wahrscheinlich auch ein "richtiges" Kriminalitätsopfer gewesen. Leute gibt's.
In der Analogie wäre sie mit dem Schein ja gar nicht angekommen im Supermarkt.
Denn an der Ampel zuvor, da war grade rot, und sie wedelte nochmal so richtig schön mit dem Schein in der Hand,
da kam nen Junge vorbei, schnappte sich den und lief davon.
Wedelte richtig schön mit dem Schein? Ernsthaft?
Zurück zuhause berichtete sie davon.
Werden ihre Eltern sie nochmal losschicken, mit nem 500er in der Hand, ohne Hosentasche geschweige denn andere Tasche, ohne ihr zu erläutern, was der Schein für einen Wert hat? Mit Taschengeld hat der Wert nichts zu tun.
Der Erläuterung bedurfte es nicht, die Kleine war immerhin schon 12.
Nehmen wir doch mal diese Milliardärs.. ach quatsch.. Millionärsfamilie, die bekanntlich mit zwielichtigen Mitteln zu ihrem Vermögen gekommen ist, sich auch entsprechend sozial inkompetent verhält und vor allem so gar kein Gefühl zu Geld hat.
Solche Leute interessieren mich nicht.
Und da verliert die 14- oder 12-jährige Tochter in äußerst fahrlässiger Weise nen 500er. ach quatsch, wird beklaut.
nun geh raus, richtig raus, ins richtige Leben, und befrag Leute,
[ ] hab total Mitleid, nichts als Mitgefühl und Mitleid
[ ] es trifft nicht immer nur die falschen
Ich werde bestimmt nicht die versammelten Spießbürger befragen, deren Meinung interessiert mich noch weniger.
..und gehe mit aggressiven Worten gegen die zweite Gruppe vor.
Was?
ist hier geschehen.
Leute gibt's
Was zu beweisen war.
dann geh raus.. und befrage die Leute,
kaum jemand wird beim ersten ankreuzen - och doch, solche humorlosen gibt es, ja.
Die gehen zum Lachen in Keller, haben nen Kleiderbügel in der Schulter - das sind wahrlich Spießer, kommen über ihren Tellerrand nicht hinaus.
???
Frecciarossa, Donnerstag, 25.07.2019, 08:26 (vor 2447 Tagen) @ Henrik
Kassiererin - nicht ihr Geschäft.
einer 12-jährigen gegenüber, beschränkt geschäftsfähig.
Das Geschäft ist zunächst einmal schwebend unwirksam.
Dann noch mit nem 500er.
Die Frau kann froh sein, dass sie anschließend ihren Job noch hatte - da können andere Kunden denken, was sie wollen.
Nur mal zur Klarstellung, der zu entrichtende Betrag lag unter 20 Mark, da ist nichts schwebend unwirksam (Taschengeld-Paragraph). Mit welchem Schein die Zahlung durchgeführt wird, ist hierfür unerheblich. Die Kassiererin hat bis auf Ihre Wortmeldung alles richtig gemacht, es gab keinen Anlass für eine Kündigung.
???
Henrik, Freitag, 26.07.2019, 02:09 (vor 2447 Tagen) @ Frecciarossa
Kassiererin - nicht ihr Geschäft.
einer 12-jährigen gegenüber, beschränkt geschäftsfähig.
Das Geschäft ist zunächst einmal schwebend unwirksam.
Dann noch mit nem 500er.
Die Frau kann froh sein, dass sie anschließend ihren Job noch hatte - da können andere Kunden denken, was sie wollen.
Nur mal zur Klarstellung, der zu entrichtende Betrag lag unter 20 Mark, da ist nichts schwebend unwirksam (Taschengeld-Paragraph). Mit welchem Schein die Zahlung durchgeführt wird, ist hierfür unerheblich. Die Kassiererin hat bis auf Ihre Wortmeldung alles richtig gemacht, es gab keinen Anlass für eine Kündigung.
Die Quelle des 500-Scheins wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht das Taschengeld gewesen sein (direkt oder indirekt), insofern zieht hier der Taschengeld-Paragraph nicht.
Im Supermarkt? Ein Kosumgut für sich selbst für 20 im Supermarkt? Oder war es doch ein normaler Supermarkt-Einkauf im Auftrag ihrer Eltern mit Einkaufsliste (ob schriftlich oder im Kopf). Wäre dann anhand der Ware ersichtlich. Mit einem Satz von ihr "Eltern gaben mir nur diesen Schein dafür". Klingt immernoch verwunderlich, sollte aber ok sein.
Beim Kosumgut ist dann eben doch die Frage, wo der Schein herkommt. Geliehen? Dann zieht Taschengeld-Paragraph nicht, unabhängig von der Höhe.
Gar nicht mal geliehen? dann verlässt es diesen Graubereich und wird immer dunkler.. und genau darum gehts dann.
Warum heute nicht mehr 500er Scheine heraus gegeben werden, ist wohl bekannt.
Ja, stimmt, Kündigung wäre m.E. total übertrieben.
Ist ja eh eher eine Ausnahmesituation. Hat die Kassiererin erlebt, zuvor wohl nie und danach auch nie.
Sie wäre gewiss auf der sicheren Seite gewesen, wenn sie das Geschäft so zunächst abgelehnt hätte.
Wie sehr sie sich echauffiert hat - darüber kann man sich in der Art & Weise unterhalten,
grundsätzlich habe ich da Verständnis für,
akzeptiere aber auch Reaktion anderer, solange es im Rahmen bleibt.
Von richtigen und falschen Opfern
schlaufuxxx, Mittwoch, 24.07.2019, 10:02 (vor 2448 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von schlaufuxxx, Mittwoch, 24.07.2019, 10:04
ein 14-jähriger.. mit über 80 Euro.... einfach so locker in seinem ..offenen Rucksack.
o.O
LOL.
Selbst schuld also. Verstehe.
Was genau ziehst du zur Rechtfertigung der anderen Taten heran?
...und welchen Rat würdest du den Eltern geben, was sie in der Erziehung ihrer Tochter falsch gemacht haben?
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/sophia-l-prozess-in-bayreuth-was-der-angeklagte-...
(Der Mörder hat übrigens 1 Stunde bevor die Studentin in seinen LKW stieg noch Fotos von Frauen gemacht die auf die Autobahntoilette gingen und ein Video wie er sich selbst befriedigt...)
Du bist also von der Kategorie "Was ziehen sich die Frauen auch so kurze Röcke an. Kein Wunder dass sie vergewaltigt werden".
Bundespolizei empfiehlt achtsames Handeln und Zivilcourage
Henrik, Donnerstag, 25.07.2019, 02:59 (vor 2448 Tagen) @ schlaufuxxx
ein 14-jähriger.. mit über 80 Euro.... einfach so locker in seinem ..offenen Rucksack.
o.O
LOL.
Selbst schuld also. Verstehe.
Was genau ziehst du zur Rechtfertigung der anderen Taten heran?
Selbst schuld?
Rechtfertigung anderer Taten?
was redest Du da?
Gehst Du so mit Deinen besten Freunden um?
"Bist Doch selbst schuld, Junge.
Der Typ hat doch auch andere beklaut, bedenke das doch mal."
Nützt ihm das irgendwas? nöö, nichts.
Im dritten genannten Vorfall schritt eine dritte, unbeteiligte Person ein, trennte die beiden und fotografierte den Täter, was letztendlich zur Identifizierung und Festnahme des Täters 4 Tage später führte.
Auch daraus kann man lernen. Das nennt man Zivilcourage!
Die Polizei gibt Hinweise mit:
Die Münchner Bundespolizei empfiehlt, Bettlern in Zügen und S-Bahnen sowie an Bahnhöfen und Haltepunkten grundsätzlich kein Geld zu geben! Wer aggressiv angebettelt wird oder wenn sogar der Verdacht von Straftaten - wie in den vorgenannten Fällen im Raum stehen - sollten grundsächlich und schnellstmöglich Mitarbeiter der Deutsche Bahn oder Beamte der Bundes- oder Landespolizei verständigt werden.
Wenn Du diese ernstgemeinten Hinweise wahrlich mit "selbst schuld" und "Rechtfertigung von Taten" abwerten möchtest,
Tu Dir keinen Zwang an..
...und welchen Rat würdest du den Eltern geben
Wenn sie tatsächlich den Wert der 80 Euro zu schätzen wissen, dann werden sie es schon selbst wissen und in achtsamer Demut gefallen sein, gewiss ihre Lehren draus ziehen, wie der Junge selbst auch.
Rechne das hoch auf.. 10 Jahre - macht 8 € Lehrgeld pro Jahr. geht. Dafür dass er künftig achtsamer durch die Welt geht.
was sie in der Erziehung ihrer Tochter falsch gemacht haben?
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/sophia-l-prozess-in-bayreuth-was-der-angeklagte-...
(Der Mörder hat übrigens 1 Stunde bevor die Studentin in seinen LKW stieg noch Fotos von Frauen gemacht die auf die Autobahntoilette gingen und ein Video wie er sich selbst befriedigt...)
(Es ist nicht erwiesen, dass er ein Mörder ist. So etwas machen Menschen, ob man es schön findet oder nicht - kaum jemand von diesen töten andere Menschen..)
und nun überleg mal,
sind zu Zeiten der Berichterstattung dieses Falles in den Medien die Anzahl der per Anhalter alleinreisenden jungen Frauen in Leipzig wie auch Oberpfalz
- deutlich zurückgegangen
- gleich geblieben
oder
- deutlich angestiegen?
die Eltern & auch der Bruder werden sich gewiss Selbstvorwürfe gemacht haben, natürlich,
wie auch die Freundin.
Jede Eltern warnen Kinder, vor allem Töchter vor sowas.
Du bist also von der Kategorie "Was ziehen sich die Frauen auch so kurze Röcke an. Kein Wunder, dass sie vergewaltigt werden".
Es gibt Frauen, die nicht vergewaltigt worden wären, wenn sie keinen kurzen Rock getragen hätten?
Und nicht nur das - diese stellen einen sehr maßgeblichen Anteil dar?
hab ich noch nie was von gehört und halte ich für äußerst unglaubwürdig.
Die allermeisten derlei Taten geschehen eh in bekannten geschlossenen Räumen und Opfer & Vergewaltiger kennen sich bereits.
Hier war die Rede von Dunkelheit, alleine gehen und zwielichtige Gestalten (in Zusammenhang mit Bahnsteig/..).
Die allermeisten jungen Frauen werden beim nächtlichen alleine nachhause Gehen den direkteren Weg durch den Park mit zwielichtigen Gestalten dort eher meiden und außen rum gehen oder entsprechend Vorkehrungen treffen (Hand am Pfefferspray o.ä.). Von ihren Eltern werden sie entsprechenden Rat erhalten haben. Da gehts auch gar nicht um kurzen Rock und um Vergewaltigungen an sich auch nur u.a.
Bundespolizei empfiehlt achtsames Handeln und Zivilcourage
schlaufuxxx, Donnerstag, 25.07.2019, 10:01 (vor 2447 Tagen) @ Henrik
Selbst schuld also. Verstehe.
Was genau ziehst du zur Rechtfertigung der anderen Taten heran?
Selbst schuld?Rechtfertigung anderer Taten?
was redest Du da?
Du scheinst gerade Selbstgespräche zu führen, hm?
"Bist Doch selbst schuld, Junge.
Der Typ hat doch auch andere beklaut, bedenke das doch mal."Nützt ihm das irgendwas? nöö, nichts.
Im dritten genannten Vorfall schritt eine dritte, unbeteiligte Person ein, trennte die beiden und fotografierte den Täter, was letztendlich zur Identifizierung und Festnahme des Täters 4 Tage später führte.
Auch daraus kann man lernen. Das nennt man Zivilcourage!
Achso. Zivilcourage also.
Hast du dieses: "es trifft nicht immer nur die falschen.." also auch ein einem Kurs für Zivilcourage gelernt? Oder woher hast du das, dass es richtige und falsche Opfer gibt?
und nun überleg mal,
sind zu Zeiten der Berichterstattung dieses Falles in den Medien die Anzahl der per Anhalter alleinreisenden jungen Frauen in Leipzig wie auch Oberpfalz
- deutlich zurückgegangen
- gleich geblieben
oder
- deutlich angestiegen?
Der Mord dient also Präventionszwecken, oder wie sind deine kruden Gedankensprünge zu verstehen?
Jede Eltern warnen Kinder, vor allem Töchter vor sowas.
Dann ist die Tochter in deiner Kategorie: "Selbst schuld, du hättest es wissen können" also gut aufgehoben.
Es ist nicht erwiesen, dass er ein Mörder ist.
Wäre dir der Begriff "Töter" lieber? Geständnis hat er schon abgelegt.
Das mit den Mordmerkmalen wird auch noch klappen.
Es gibt Frauen, die nicht vergewaltigt worden wären, wenn sie keinen kurzen Rock getragen hätten?
Na so langsam geht dir wohl ein Licht auf...übertrag das mal auf den anderen Fall....
zu der räuberischen Erpressung des 14 Jährigen schweigst du dich ja lieber gleich mal ganz aus. Da fällt dir wohl nicht viel ein, warum es hier "keine falschen" getroffen hat.
Bundespolizei empfiehlt achtsames Handeln und Zivilcourage
Henrik, Freitag, 26.07.2019, 03:26 (vor 2447 Tagen) @ schlaufuxxx
bearbeitet von Henrik, Freitag, 26.07.2019, 03:30
Selbst schuld also. Verstehe.
Was genau ziehst du zur Rechtfertigung der anderen Taten heran?
Selbst schuld?
Rechtfertigung anderer Taten?
was redest Du da?
Du scheinst gerade Selbstgespräche zu führen, hm?
Das sind Deine Worte, Deine Selbstgespräche.
"Bist Doch selbst schuld, Junge.
Der Typ hat doch auch andere beklaut, bedenke das doch mal."Nützt ihm das irgendwas? nöö, nichts.
Im dritten genannten Vorfall schritt eine dritte, unbeteiligte Person ein, trennte die beiden und fotografierte den Täter, was letztendlich zur Identifizierung und Festnahme des Täters 4 Tage später führte.
Auch daraus kann man lernen. Das nennt man Zivilcourage!
Achso. Zivilcourage also.
Hast du dieses: "es trifft nicht immer nur die falschen.." also auch von einem Kurs für Zivilcourage gelernt? Oder woher hast du das, dass es richtige und falsche Opfer gibt?
Das sind Deine Worte, Deine Gedanken. Frag Dich selbst, woher Du das hast.
und nun überleg mal,
sind zu Zeiten der Berichterstattung dieses Falles in den Medien die Anzahl der per Anhalter alleinreisenden jungen Frauen in Leipzig wie auch Oberpfalz
- deutlich zurückgegangen
- gleich geblieben
oder
- deutlich angestiegen?
Der Mord dient also Präventionszwecken, oder wie sind deine kruden Gedankensprünge zu verstehen?
Der Gedankensprung "Mord dient also Präventionszwecken" ist Deiner.
Frag Dich selbst, wie das zu verstehen sei.
Jede Eltern warnen Kinder, vor allem Töchter vor sowas.
Dann ist die Tochter in deiner Kategorie: "Selbst schuld, du hättest es wissen können" also gut aufgehoben.
Es sind nicht meine Worte, nicht meine Kategorie.
Du sprichst von Schuld einer anderen Person.
Die Eltern werden es in diesem Falle nicht mehr ihrer Tochter sagen können, würden es auch nicht tun.
Und doch machen sie sich gewiss Selbstvorwürfe. Das ist nunmal leider so.
Nehmen wir mal allgemein die Vergewaltigung, die ja auch hier als Tat im Raume steht.
Was machen Vergewaltigungsopfer? sie machen sich Selbstvorwürfe. Wie krude sich das auch immer anhört, sie machen es. Hauptbestandteil der Therapie besteht darin, sie von diesen Selbstvorwürfen zu befreien.
Können wir noch viel weiter fassen. Es gibt nen Club der "als einzige Flugzeugabstürze überlebende". Diese eint die Selbstvorwürfe, anstatt die Freude des Überlebens.
Schuldvorwürfe anderer gegenüber, wie Du es ja meinst hier thematisieren zu müssen, kennen wir auch aus unserem Bereich vergleichbar. Hier gab es mehrmals Äußerungen, die Eschede ICE 884 Opfer seien ja selbst schuld, sie hätten ja die Notbremse ziehen können. Die aus dem vermeintlichen Gegenzug womöglich auch noch. Schnapp Dir mal besser solche vor!
Es ist nicht erwiesen, dass er ein Mörder ist.
Wäre dir der Begriff "Töter" lieber? Geständnis hat er schon abgelegt.
Das mit den Mordmerkmalen wird auch noch klappen.
ach herrje.. ;)
Du kannst ihn nennen wie Du willst - lesen wird er es hier eh nicht.
Womöglich ist er auch Mörder. Erwiesen ist es nicht (zumindest nach Lesen des Spiegel-Artikels). Für die Urteilssprechung ist das dann relevant, geht ja auch aus dem Artikel hervor.
Mir ist diese Wortklauberei relativ egal.. passt schon.
Warst es nicht Du, der andere versuchte darüber aufzuklären, dass es sich eben nicht um Betrug handelt, wo diese von Betrug sprachen? (Deine Ausführungen dort damals klangen für mich plausibel, nur das Nachhaken, nachdem von den anderen nichts mehr kam, täte aus meiner Sicht nicht Not)
Es gibt Frauen, die nicht vergewaltigt worden wären, wenn sie keinen kurzen Rock getragen hätten?
Na so langsam geht dir wohl ein Licht auf...übertrag das mal auf den anderen Fall....
zu der räuberischen Erpressung des 14-Jährigen schweigst du dich ja lieber gleich mal ganz aus. Da fällt dir wohl nicht viel ein, warum es hier "keine falschen" getroffen hat.
wollen wir differenzieren oder pauschal urteilen und total humorlos durch die Welt wandern?
Natürlich gehts um Vorkehrungen in Verhältnismäßigkeit.
Prävention spielt da eine große Rolle. Die Verantwortlichen in diesem Bahnbereich (Bundespolizei, Bahn etc) reden davon, dass durch Prävention, durch Aufklärung hauptsächlich die Straftaten zurück gegangen seien. Insofern finde ich es schon bedauerlich, dass die tz nicht die Hinweise der Bundespolizei erwähnte.
Kommen wir zurück,
Du unternimmst mit Deinen 4 besten Kumpels nen anlassbezogenen Trip nach Rio.
Dort trefft Ihr ein Mädel, die Ihr kennt, aber alles andere als sympathisch ist, so eine abgehobene überhebliche. Ihr könnt die nicht ab. Aus gleichem Anlass ist sie da. Mehr als Smalltalk ist da dann auch nicht. Sie schaut immer mal in aller Öffentlichkeit auf ihr neues iPhone.
Vielleicht warnt Ihr sie noch, dass es gewisse Stätte, Gassen gibt dort, wo man das Handy besser in der Hosentasche lässt und nicht so zeigt. Wie auch immer. Abends will sie noch in die Favelas, sich das da mal anschauen, allein.
Am nächsten Tag trefft Ihr sie wieder. Ohne iPhone, Handy ist weg, geklaut worden, in den Favelas. Aus der Hand rausgerissen worden. Sonst nichts passiert, keine Gewalttat, aber Handy weg.
Ihr äußert Euer Bedauern, bla blubb... etc und man sieht sich ja bei der Veranstaltung/..
Kaum ist sie weg, lässt einer Deiner Kumpels den hämischen Spruch fallen "na, da hats mal die richtige getroffen". Die anderen vier schmunzeln/lachen - und was machst Du?
Bundespolizei empfiehlt achtsames Handeln und Zivilcourage
schlaufuxxx, Mittwoch, 18.09.2019, 10:56 (vor 2392 Tagen) @ Henrik
(Es ist nicht erwiesen, dass er ein Mörder ist. So etwas machen Menschen, ob man es schön findet oder nicht - kaum jemand von diesen töten andere Menschen..)
Wir zu ewarten war, aber damit auch du es nun glaubst:
"Ein 42 Jahre alter Lkw-Fahrer ist wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung an der Tramperin Sophia Lösche zu lebenslanger Haft verurteilt worden"
https://www.sueddeutsche.de/panorama/sophia-loesche-bayreuth-landgericht-mord-1.4605516
Ich bezog mich auch nicht auf Handgreiflichkeiten.
martarosenberg, Mittwoch, 24.07.2019, 12:45 (vor 2448 Tagen) @ schlaufuxxx
- kein Text -
Wie oft passiert das?
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 25.07.2019, 07:30 (vor 2448 Tagen) @ schlaufuxxx
Ich fänd's ja auch cool, wenn man die Bettler alle abschieben könnte, aber aus Gründen geht das nicht. Andererseits habe ich schon viele Bettler gesehen und die sind in der Regwl nicht allzu unfreundlich. Wär auch sonst irgendqwie merkwürdig. Wobei der Taschentuch-Trick mir zu organisiert und oft angewendet erscheint, als dass sowas in irgendeiner Weise seriös oder authentisch gewesen wäre. Ich hätte dem keinen Cent gegeben.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Habe Sicherheitsdienste erlebt, die Bettler verscheuchen!
Bahngenießer, Dienstag, 23.07.2019, 11:20 (vor 2449 Tagen) @ arno50
Ich habe aber auch schon erlebt, dass ich in einem der größten Hauptbahnhöfe von zwei bettelnden Frauen am Fahrkartenautomaten angesprochen wurde. In dem Moment kamen zwei Sicherheits-Mitarbeiter und verscheuchten die Bettlerinnen, die daraufhin auch sofort wegrannten.
Einer der Sicherheitsleute sagte daraufhin zu mir, die Bettlerinnen würden die angesprochenen Personen bestehlen. Das käme leider immer wieder vor.
Sicherheit ist in Deutschland nicht erwünscht
worfie, Dienstag, 23.07.2019, 15:34 (vor 2449 Tagen) @ arno50
Sicherheit geht nur durch Präsenz und Kontrolle. ich erinnere mich an einen Aufenthalte am Kölner Hauptbhf. Alle Naselang wurde ich angesprochen "haste mal... ", teilweise sogar 2mal von derselben Person, der ich gegen meine Überzeugung was gegeben hatte. Ich hatte dann auf dem Platz vor dem Bahnhof einen Einsatzwagen d er Polizei entdeckt, in/vor dem ca 1/2 Dutzend Uniformierte gelangweilt herumsassen und gesagt, dass ich in 1/2 Stunde hier von mehr Bettlern angesproche wurde als in 1 Woche in Palermo. Die interessierte das nicht, das ist in Köln so, wurde geantwortet. Wenn man das hochrechnet auf Nachtzeit und nicht-männliche Reisende - nein danke.
Das Hauptproblem ist ja nicht die Frage, ob und wie Bahnsteigsperren existieren, sondern einfach die Mentalität und dass in Deutschland Sicherheit einfach nicht erwünscht ist (oder zumindest bis 2016, solange ich es beurteilen kann, nicht erwünscht war).
Als fahrendes Personal kriegt man viel mit und vor allem auch, wie sich die Gesellschaft über die Jahre hinweg verändert.
Wenn ich mal überlege, was passiert, wenn in meiner Wahlheimat irgendjemand mit vermutlich ungeklärtem Aufenthaltsstatus in einer Bahn handgreiflich gegenüber Fahrgästen und Personal wird, sie anschreit und anspuckt, und als einzigen "Ausweis" einen Stapel von Fahrpreisnacherhebungen im vierstelligen Eurobereich (darunter ICE-Fahrten in Bayern) vorzeigt und dann die Polizei gerufen wird, dann kommt die Polizei, nimmt die Person erst einmal in Haft.
Was passiert in Deutschland? Man ruft die Polizei und wartet über 15 Minuten am Bahnsteig, genauso wie die 300-400 Passagiere im Zug, die ja vermutlich eigentlich lieber zur Arbeit, in den Feierabend oder sonstwohin fahren möchte, wofür sie ja auch bezahlt haben. Irgendwann kommt die Polizei mit dem Ergebnis, dass die Person dann eine halbe Stunde wieder im Gegenzug sitzt und dort die Fahrgäste und das Personal belästigt.
Was passiert bei Diebstahl?
In Japan geht man zur Polizei und erstattet Anzeige.
In Deutschland?
Da geht man zur Bundespolizei und bekommt gesagt "Wir sind hier gerade beschäftigt, gehen Sie 300 Meter weiter in die andere Wache." In der anderen Wache: "Warum kommen Sie hier her? Für Anzeigen müssen Sie in die andere Wache gehen." "Die haben mich gerade zu Ihnen geschickt, weil die keine Zeit haben." "Oh, wirklich?" Daraufhin überprüft der Beamte erst einmal akribisch, was denn die anderen Beamten gerade machen um dann mit einem "Ich möchte Sie ja nicht wegschicken, aber es kann etwas dauern, bis wir einen Beamten haben, der Ihre Anzeige aufnehmen kann." "Wie lange denn?" "Das kann ich Ihnen nicht genau sagen, es kann aber auch drei bis vier Stunden dauern."
Und wie oft liesst man in Zeitungen von Übergriffen auf Zugpersonal oder von anderen Straftaten an Bahnhöfen. Wie oft steht das Wort "polizeibekannt" im Artikel? Da fragt man sich, schon was die Polizei so treibt, wenn sie ihre ganzen Pappenheimer sowieso schon "kennen".
Solche Erlebnisse waren für mich auch einer der Hauptgründe, den Beruf und dieses Land hinter mir zu lassen. Ich möchte hier auch nicht zu politisch werden, aber was mich an Deutschland wirklich fasziniert, ist die Überraschung, mit der man in Deutschland auf die Wahlerfolge der AfD reagiert, wo doch die allergrößten Unterstützer der AfD die Abgeordneten der CDU/CSU und SPD sind, die durch ihre jahrelange Vernachlässigung von grundlegenden Bedürfnissen wie öffentliche Sicherheit, Feuerwehr, Rettungs- und Pflegewesen permanent Öl in die Propagandamühlen dieser braunen Pest gegossen haben.
Sicherheit ist in Deutschland gegeben, daher kein Problem
Henrik, Dienstag, 23.07.2019, 16:21 (vor 2449 Tagen) @ worfie
Das Hauptproblem ist ja nicht die Frage, ob und wie Bahnsteigsperren existieren, sondern einfach die Mentalität und dass in Deutschland Sicherheit einfach nicht erwünscht ist (oder zumindest bis 2016, solange ich es beurteilen kann, nicht erwünscht war).
bzw. es gar kein Problem gibt.
Wir haben hier weltweit die höchsten Sicherheitswerte an sich,
Kriminalität ist seit Jahren & Jahrzehnten stets deutlich rückläufig.
Aber das ist ja alles eh bekannt,
Deine Satire auf die rechtspopulistische selbstsüchtige hassgeprägte AfD-Propaganda ist nicht so ganz gut gelungen,
könnte sein, dass es nicht sofort von jedem erkannt wird.. und gar für bare Münze genommen wird.
+ 200!!!
Frecciarossa, Dienstag, 23.07.2019, 17:01 (vor 2449 Tagen) @ Blaschke
Was wir hier in Deutschland nicht wollen, ist ein Polizeistaat nach asiatischem Vorbild! Potenzielle AfD-Wähler werden deshalb gerne exportiert.
Das ist vorbildlich von dir!
Blaschke, Dienstag, 23.07.2019, 22:11 (vor 2449 Tagen) @ worfie
Hallo.
Solche Erlebnisse waren für mich auch einer der Hauptgründe, den Beruf und dieses Land hinter mir zu lassen.
Das ist vorbildlich! Würden doch all die, denen es in Doitschland nicht mehr gefällt, es dir nachmachen. Und die Freiheit, auswandern zu dürfen, doch einfach nutzen.
Da ja Millionen auf den Weg hier zu uns sind, gibt es bestimmt viele schöne ruhige Ecken in dieser Welt, wo man sich entfalten kann und seine Ruhe hat.
Es kann so einfach sein. Stattdessen bleiben sie hier und nölen pausenlos rum und wählen dumpfe Hohlköpfe, die wie ihre politischen Vorfahren nichts auf die Kette bekommen.
Ich bleibe übrigens hier. Weil es mir unterm Strich noch immer gefällt. Und der Lebensstandard sicher kaum irgendwo auf der Welt überboten werden kann. Ich sitze grade in der NWB Richtung Vechta und habe Dienst. 31 Fahrgäste, wovon man 4 als einheimisch bezeichnen kann. Trotzdem fühle ich mich wohl und sicher. Warum auch nicht? Und die Leute sind alle friedlich und freundlich. Zumindest wenn man jeden Menschen zunächst freundlich anspricht unabhängig von Nationalität, Alter, Sozialstatus u.ä. Zum unfreundlich werden ist bei entsprechender Reaktion des Gegenübers im Zweifel ja immer noch Zeit und Gelegenheit. Ist sooo oft aber nicht nötig ...
Schöne Grüße von jörg
Solche Aussagen führten schon zu mindestens einem Mord
E 1793, Dienstag, 23.07.2019, 22:55 (vor 2449 Tagen) @ Blaschke
Das ist vorbildlich! Würden doch all die, denen es in Doitschland nicht mehr gefällt, es dir nachmachen. Und die Freiheit, auswandern zu dürfen, doch einfach nutzen.
Der nordhessische Regierungspräsident Walter Lübcke bezahlte solche Aussagen mit seinem Leben, bitte beachte das!
Es kann so einfach sein. Stattdessen bleiben sie hier und nölen pausenlos rum und wählen dumpfe Hohlköpfe, die wie ihre politischen Vorfahren nichts auf die Kette bekommen.
Wieder eine plumpe verallgemeinerung, aber ist ja dein Stil, leider:(
--
![[image]](https://abload.de/img/e1793rlzkhi.jpg)
Und nun?
Blaschke, Dienstag, 23.07.2019, 23:26 (vor 2449 Tagen) @ E 1793
Tach.
Das ist vorbildlich! Würden doch all die, denen es in Doitschland nicht mehr gefällt, es dir nachmachen. Und die Freiheit, auswandern zu dürfen, doch einfach nutzen.
Der nordhessische Regierungspräsident Walter Lübcke bezahlte solche Aussagen mit seinem Leben, bitte beachte das!
Und nu? Willst du mir jetzt sagen, dass ich das nicht sagen darf?
Ansonsten: posthum bekomme ich dann richtig Aufmerksamkeit, in allen Medien ist von Blaschi die Rede. BILD wertet mein Foreneinträge aus. Tausende pilgern zum Grab und trauern.
Und dann meine 'Freunde' im Forum ... - die all das ertragen müssen ...
Nicht zu vergessen: jedes Jahr am Mordtag gibt's dann das große Gedenken mit entsprechendem Medienbohei. Vielleicht wird sogar ein nationaler Gedenktag draus - dann haste dank meiner auch noch frei bei richtiger Berufswahl.
Schöne Grüße von jörg
der es aber toll findet, dass gerade DU dir Sorgen um mich machst ...
Und nun?
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 24.07.2019, 08:52 (vor 2448 Tagen) @ Blaschke
Du bist definitiv dann ein gehöriger Wirtschaftsfaktor, wenn der Coke-Konsum zu deinen Ehren exponentiell ansteigt ;-)
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Sicherheit ist in Deutschland nicht erwünscht
E 1793, Dienstag, 23.07.2019, 22:40 (vor 2449 Tagen) @ worfie
Und wie oft liesst man in Zeitungen von Übergriffen auf Zugpersonal oder von anderen Straftaten an Bahnhöfen. Wie oft steht das Wort "polizeibekannt" im Artikel? Da fragt man sich, schon was die Polizei so treibt, wenn sie ihre ganzen Pappenheimer sowieso schon "kennen".
Die Polizei wurde halt wie so vlele Bereiche über Jahre gnadenlos gegen die Wand gefahren. Es wurde(ähnlich wie bei der Bahn) viel zu lange nicht auf den Nachwuchs gesetzt.
Wenn ich so die Stärke(eher Schwäche) der Polizeiwache bei mir um die Ecke so sehe, bin ich jedes mal froh wenn hier nichts großes passiert.
(...) aber was mich an Deutschland wirklich fasziniert, ist die Überraschung, mit der man in Deutschland auf die Wahlerfolge der AfD reagiert, wo doch die allergrößten Unterstützer der AfD die Abgeordneten der CDU/CSU und SPD sind, die durch ihre jahrelange Vernachlässigung von grundlegenden Bedürfnissen wie öffentliche Sicherheit, Feuerwehr, Rettungs- und Pflegewesen permanent Öl in die Propagandamühlen dieser braunen Pest gegossen haben.
Das wundert mich auch jedesmal aufs neue.
--
![[image]](https://abload.de/img/e1793rlzkhi.jpg)
Japan ist sicher. Kein Wunder.
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 23.07.2019, 23:28 (vor 2449 Tagen) @ worfie
bearbeitet von J-C, Dienstag, 23.07.2019, 23:32
Es könnte auch daran liegen, dass in Ländern wie Japan immer so ein gewisser Drill herrscht. Das packt nicht jeder. Die Suizidrate gehört in Japan zu den höchsten weltweit. Ich habe in Erfahrung gebracht, dass man jetzt erst langsam die recht strikten Bedingungen zur Einwanderung lockert. Vor allem, weil die eigene Bevölkerung ziemlich am Altern ist (Quelle).
Da weht einfach ein anderer Wind und ehrlich gesagt, ich weiß nicht so ganz, ob ich mit japanischen Verhältnissen glücklich werde.
Tatsächlich wird die Kriminalität in den Zügen Deutschlands zu einem größeren Problem, ob deswegen man von mangelnder Sicherheit spricht, das muss jeder für sich selbst erwägen. Ich fühle mich in Zügen sicher, zugestoßen ist auf meinen vielen Reisen bisher nichts. Statistisch dürfte ich damit auch zur Mehrheit gehören. Und dann ist es ja auch so, dass die Justiz in Japan anders funktioniert.
Über das japanische Rechtssystem titelte die NZZ vor 3 Jahren: Es gilt die Schuldsvermutung. Da wird von einer Methodik geschrieben, die mitunter gruselig sind. Das Recht auf einen Anwalt oder das Recht zu Schweigen ist kaum das Papier wert, auf dass es geschrieben ist. Folter ist keine Seltenheit. Wie in den USA gibt es in Japan auch die Todesstrafe. Wobei die Art der Vollstreckung in den USA noch geradezu human wirkt im Vergleich. Kombiniert man all die Dinge, kriegt man ein sicheres Land. Aber wie lebenswert ist es? Wollen wir das wirklich in Europa so haben?
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Straftaten in Zügen und Bahnhöfen gehen zurück
Henrik, Mittwoch, 24.07.2019, 21:09 (vor 2448 Tagen) @ J-C
Tatsächlich wird die Kriminalität in den Zügen Deutschlands zu einem größeren Problem, ob deswegen man von mangelnder Sicherheit spricht, das muss jeder für sich selbst erwägen.
hier geht es thematisch ja um die Sicherheit der Fahrgäste
und diese wird stets zu einem immer kleineren Problem.
Das geht so ja auch aus dem Artikel hervor, in dem zu lesen ist, dass die Zahl der Körperverletzungen und der Diebstähle rückläufig waren in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr des letzten Jahres.
Der Bundestrend der letzten Jahre sieht genauso aus,
Rückgang dieser Art der Delikte gegenüber Fahrgästen im teils zweistelligen Prozentbereich pro Jahr.
vgl.
https://www.abendblatt.de/region/../Straftaten-in-Zügen-und-Bahnhöfen-gehen-zurück.html
https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article213550419/Polizei-zaehlt-weniger...
https://mobilitymag.de/weniger-straftaten-zuege-bahnhoefe/
Ich fühle mich in Zügen sicher, zugestoßen ist auf meinen vielen Reisen bisher nichts. Statistisch dürfte ich damit auch zur Mehrheit gehören.
allein nur 4,7 Milliarden Fahrgäste in DB-Zügen,
betroffen von Körperverletzungen im Bahnbereich sind etwa 12.000 Personen.
Wollen wir das wirklich in Europa so haben?
Nein, ganz gewiss nicht.
Wir leben hier in einem sehr sicheren Land.
Straftaten im Bahnbereich gibt es und jede Körperverletzung und Diebstahl ist eine zuviel,
von daher arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck daran, dass die Zahlen weiter zurückgehen.
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-mehr-als-50-neue-kameras-rund-...
Sammelantwort
worfie, Mittwoch, 24.07.2019, 16:40 (vor 2448 Tagen) @ worfie
bzw. es gar kein Problem gibt.
Wir haben hier weltweit die höchsten Sicherheitswerte an sich,
Kriminalität ist seit Jahren & Jahrzehnten stets deutlich rückläufig.
Aber das ist ja alles eh bekannt
Weltweit die höchsten Werte? Die wird man vermutlich irgendwo in der skandinavischen Provinz oder in Island oder so finden. ;)
Man sollte sich dennoch die Frage stellen, welchen Einfluss denn Diebstähle und andere Straftaten haben, die überhaupt nicht zur Anzeige gebracht werden (dürfen), weil die deutsche Polizei keine Lust oder kein Personal hat, um ihrer Arbeit nachzukommen. Richtig, die fallen komplett raus.
Ich bleibe übrigens hier. Weil es mir unterm Strich noch immer gefällt.
Ist ja auch völlig korrekt. Es ist ja auch nicht alles schlecht an Deutschland (aber hey, wir haben Coca Cola Flaschen, die je mit regionalem Design erscheinen). Und meine Fahrgäste waren zu 95% auch neutral oder positiv. Nur ist es so, dass die paar wenigen Prozent an Leuten, die sich nicht an gewisse gesellschaftliche Grundregeln halten können, eben auch fast 100% des Ärgers ausgemacht haben. Und gefühlt ist die Sicherheit in den Zügen stark gesunken. Ich kann mich früher nicht an Durchsagen in Zügen erinnern, die darauf hinweisen, dass man ja nicht sein Gepäck aus den Augen lassen soll, weil gerade professionelle Diebesbanden im Zug unterwegs sind. Früher ist man so aufs Klo oder in die Fresskiste gegangen und hat vielleicht bestenfalls die Abteilgenossen höflich darum gebeten, ein Auge aufs Gepäck zu haben. Und früher, wenn da ein Fahrgast gesagt hätte, er konnte keine Fahrkarte kaufen, weil sein Fahrkartenautomat gesprengt(!) wurde, da hat man ihn im besten Fall gründlich ausgelacht.
Polizei-, Feuerwehr- und Rettungswesen sind wichtige Grundpfeiler einer Gesellschaft. Wenn da massiv gespart wird, gewinnen nur die, die keine guten Absichten haben.
Kombiniert man all die Dinge, kriegt man ein sicheres Land. Aber wie lebenswert ist es? Wollen wir das wirklich in Europa so haben?
Viele der Punkte, die du genannt hast, sind nicht unwahr. Und ja, es ist auch kein Land, wo alles aus Gold ist. Eher ein Land, wo eine Regierung 60+ eine Politik für die Generation 80+ macht und der Rest der Bevölkerung mit Arbeit oder irgendwelchen Unterhaltungsshows beschäftigt sind. Hier gibts keine Demonstrationen für mehr Umwelt. Dafür guten Atomstrom aus der Steckdose (ist sauber und sicher, sagt der Netzbetreiber und die Regierung) und aufgemuckt wird nicht. Da kann auf Dauer auch nichts gutes draus werden.
Wenn man ein halbwegs vernünftiges Land haben will, trifft man sich wahrscheinlich irgendwo in der Mitte zwischen Deutschland und Japan. Wenn man aber zwischen den zwei Welten steht, stösst man sich öfter an den Kopf und fragt sich, warum keiner vom anderen lernen will. ;)
Sammelantwort
Henrik, Mittwoch, 24.07.2019, 22:27 (vor 2448 Tagen) @ worfie
bzw. es gar kein Problem gibt.
Wir haben hier weltweit die höchsten Sicherheitswerte an sich,
Kriminalität ist seit Jahren & Jahrzehnten stets deutlich rückläufig.
Aber das ist ja alles eh bekannt
Weltweit die höchsten Werte? Die wird man vermutlich irgendwo in der skandinavischen Provinz oder in Island oder so finden. ;)
Island ist albern.
Skandinavien Nein. LOL.. ja bekanntlich ganz im Gegenteil.
Man sollte sich dennoch die Frage stellen, welchen Einfluss denn Diebstähle und andere Straftaten haben, die überhaupt nicht zur Anzeige gebracht werden (dürfen), weil die deutsche Polizei keine Lust oder kein Personal hat, um ihrer Arbeit nachzukommen. Richtig, die fallen komplett raus.
weil die Polizei keine Lust hätte und kein Personal da wäre?
das gibt es nicht. Das ist wieder purer ekelhafter AfD-Hass-Sprech.
Vor allem in diesem Bereich der Bundespolizei wo seit Jahren intensiv u.a. in Personal investiert wurde.
Ich bleibe übrigens hier. Weil es mir unterm Strich noch immer gefällt.
Ist ja auch völlig korrekt.
...
Und gefühlt ist die Sicherheit in den Zügen stark gesunken.
einfach mal so schön gehässigt in die Gegend hinaus posaunen.
Diese Aussage entbehrt jedweder Grundlage.
Ich kann mich früher nicht an Durchsagen in Zügen erinnern, die darauf hinweisen, dass man ja nicht sein Gepäck aus den Augen lassen soll, weil gerade professionelle Diebesbanden im Zug unterwegs sind. Früher ist man
..einfach dann beklaut worden.
Es mangelte jeweils an Achtsamkeit.
Nun wird man zuvor informiert, aufgeklärt über mögliche Gefahren, Risiken.
Das nennt man Prävention.
Eine der Hauptgründe, warum die personengebundenen Straftaten im Bahnbereich deutlich zurückgegangen sind.
Und früher, wenn da ein Fahrgast gesagt hätte, er konnte keine Fahrkarte kaufen, weil sein Fahrkartenautomat gesprengt(!) wurde, da hat man ihn im besten Fall gründlich ausgelacht.
weil es die ja noch gar nicht gab. ganz toller Witz.
Heute wird er ausgelacht, weil ihn eh keiner mehr benutzt und es einige andere Wege gibt, Tickets zu erwerben.
Polizei-, Feuerwehr- und Rettungswesen sind wichtige Grundpfeiler einer Gesellschaft. Wenn da massiv gespart wird, gewinnen nur die, die keine guten Absichten haben.
und wenn masssiv in die Sicherheit im Bahnbereich investiert wird,
sprich nicht nur in Personal der Bundespolizei wie auch sonstige Sicherheitskräfte, sondern auch in Ausstattung und Prävention
dann führt das zum Rückgang der Kriminalitätsdelikte, wie wir es hier in den letzten Jahren, Jahrzehnten im Bahnbereich erleben.
Wenn man ein halbwegs vernünftiges Land haben will, trifft man sich wahrscheinlich irgendwo in der Mitte zwischen Deutschland und Japan.
mag sein, fragt sich nun wo genau? Indien?
Wenn man ein vernünftiges Land haben will, trifft man sich halt in Deutschland.
Wenn man aber zwischen den zwei Welten steht, stösst man sich öfter an den Kopf und fragt sich, warum keiner vom anderen lernen will. ;)
nicht man, sondern Du
Versuchs mal mit Meditieren, wenigstens das solltest Du in Asien lernen.
voneinander lernen? Bahnen?
Wenn es zwei Bahnen, Länder im Bahnbereich im FV, im HGV gibt, die voneinander gelernt haben, dann sind es ja Deutschland und Japan.
Du hast das schöne Wort Mentalität benutzt (wenn auch im völlig falschen Zusammenhang).
Religion / Spiritualität gehört da ebenso dazu.
Diese ist völlig unterschiedlich.
Da müssen auch nicht die einen von den anderen lernen, sondern sollten versuchen, die unterschiedlichen Mentalitäten, Glaubensrichtungen zu verstehen, anzuerkennen und zu respektieren.
Warum setzen sich in Deutschland keine "Fare Gates" durch?
Sebastian56, München, Dienstag, 23.07.2019, 17:14 (vor 2449 Tagen) @ ICETreffErfurt
Das würde nur auf großen Bahnhöfen funktionieren. Die 1000ten von Dorfhaltepunkte damit auszurüsten würde wenig Sinn machen.
Es würde ja auch erstmal reichen, dass in großen Bahnhöfen oder auf einzelnen Linien zu etablieren. Das man dies nicht bundesweit einführen kann ist mir auch bewusst. Aber ich stelle mir trotzdem die Frage, warum wird das kategorisch in Deutschland abgelehnt.
Und damit wäre auch das Thema Sicherheit gleich unterlaufen, da man ja einfach mit einem Regionalzug von einem kleineren Halt in die Großstadt fahren kann und dort direkt am Bahnsteig wäre, Bahnsteigsperre hin oder her.
Für die Zeit, die du vielleicht Abends oder im dunkeln allein auf dem Bahnsteig verbringen musst, auch wenn das hier nur sehr kurz ist, gerade zum Beispiel als Frau, halte ich schon für einen gewissen Vorteil. Natürlich kann sich jeder für 1.75$ ein Fare Ticket holen aber 100% Sicherheit gibt es nie. Allerdings sind meine Erfahrungen durch aus positiv.
Warum setzen sich in Deutschland keine "Fare Gates" durch?
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 23.07.2019, 07:34 (vor 2450 Tagen) @ Sebastian56
Man könnte eingangs kurz erläutern, was 'Fair Gates' sind.
Think I mal so.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
"Freie" Fahrt für freie Bürger
Nordy, Dienstag, 23.07.2019, 08:29 (vor 2449 Tagen) @ Alibizugpaar
Wir Deutschen halten noch zu viel von Freiheit und Nichtbevormundung. Wer will sich schon reglementieren lassen durch Sperren?
Gemäß der Lieblingsmottos der Deutschen :
"Freie Fahrt für freie Bürger"
"Geiz ist geil"
Bahnsteigsperren.
Blaschke, Dienstag, 23.07.2019, 10:51 (vor 2449 Tagen) @ Alibizugpaar
- kein Text -
Google-Bilder-Suche "Fare Gate"
MC_Hans, 8001376, Dienstag, 23.07.2019, 12:43 (vor 2449 Tagen) @ Alibizugpaar
Man könnte eingangs kurz erläutern, was 'Fair Gates' sind.
fare = Tarif
Ob die 'fair' sind, muss jemand anderes beurteilen ;-)
Warum setzen sich in Deutschland keine "Fare Gates" durch?
Sebastian56, München, Dienstag, 23.07.2019, 16:55 (vor 2449 Tagen) @ Alibizugpaar
Man könnte eingangs kurz erläutern, was 'Fair Gates' sind.
Think I mal so.
Sorry, ich bin beim Erstellen des Themas davon ausgegangen dass das jedem bekannt ist.. Nach meinem Wissen heißen die Dinger aber immer noch "Fare Gates".
Das sind Bahnsteigsperren, die sich nur durch vorzeigen, einer gültigen Fahrkarte oder Kreditkarte öffnen. Bei letzterem wird der fällige Betrag für eine Fahrt berechnet.
Nachteile (Oscar?)
Alphorn (CH), Dienstag, 23.07.2019, 11:27 (vor 2449 Tagen) @ Sebastian56
Selbst wenn das sicherheitsmässig was bringt: Irgendwann muss man ja zum Bahnhof raus. Man sollte also das Problem lieber an der Wurzel packen und nicht einfach verschieben.
Kommt hinzu, dass Bahnsteigsperren ein merklicher Komfortverlust ist:
- Man muss neu jedes mal das Ticket/die Zeitkarte hervorkramen
- Vor den Bahnsteigsperren gibt es potentiell Stau, vor allem bei der Ankunft
- Kinderwagen/Rollstühle/Grossgepäck sind mühsam
- Oft sind Umwege zum Gleis nötig, weil man nicht mehr überall rein kann
Ich bin froh, dass wir ohne Bahnsteigsperren auskommen. Aber vielleicht kann ja Oscar die Realität in den Niederlanden beschreiben.
Nachteile (Oscar?)
martarosenberg, Dienstag, 23.07.2019, 13:05 (vor 2449 Tagen) @ Alphorn (CH)
Bahnsteigsperren koennen auch wieder Menschenauflaeufe (Schlangen) verursachen, die wiederum ein gutes Ziel fuer Diebe sind.
Nachteile (Oscar?)
Sebastian56, München, Dienstag, 23.07.2019, 17:16 (vor 2449 Tagen) @ martarosenberg
Bahnsteigsperren koennen auch wieder Menschenauflaeufe (Schlangen) verursachen, die wiederum ein gutes Ziel fuer Diebe sind.
Die gibt es auch an Ticketautomaten oder in Reisezentren, dort wo sich immer viele Menschen befinden. Halte ich jetzt für kein Argument was wirklich dagegen spricht.
Nachteile (Oscar?)
kllaas, Dienstag, 23.07.2019, 13:32 (vor 2449 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hallo,
Als gelegentlicher Nutzer der 'Poortjes' in den NL begrüße ich diese, sogar meistens mit DB-Fahrkarten. Für übergroßes Gepäck oder Kinderwagen gibt es breitere P. Für mehrere Personen reicht man die eine Fahrkarte wieder nach hinten und weiter geht's.
Den Gewinn an gefühlter Sicherheit halte ich für gering.
Ich Stelle mir jetzt vor, in Düsseldorf Hbf würden Bahnsteigsperren wieder aufgebaut.
Gehen dann die Unberechtigten wirklich den Umweg über die Ellerstr. oder die Kölner Str.?
Ja,der Bahnhof ist nicht der Ort zum Lösen von Problemen wie Armut oder Drogen. Aber ändert sich das mit Bahnsteigsperren? In Amsterdam oder Rotterdam CS würde ich sagen, ja, ein bisschen, auch weil Durchgänge ohne Sperren und Gleiszugang gebaut wurden.
Bon voyage ... Kristian
Nachteile (Oscar?)
Sebastian56, München, Dienstag, 23.07.2019, 17:07 (vor 2449 Tagen) @ Alphorn (CH)
Selbst wenn das sicherheitsmässig was bringt: Irgendwann muss man ja zum Bahnhof raus. Man sollte also das Problem lieber an der Wurzel packen und nicht einfach verschieben.
Kommt hinzu, dass Bahnsteigsperren ein merklicher Komfortverlust ist:
- Man muss neu jedes mal das Ticket/die Zeitkarte hervorkramen
Dies ist tatsächlich ein Punkt, aber auch daran gewöhnt man sich unglaublich schnell. Vor allem weil man hier beobachten kann, die meisten verwenden Handy-Hüllen mit integrierten Kartenfächern. Dort befindet sich im Regelfall Fahrkarte und Kreditkarte. Daneben soll es auch direkt mit dem Handy möglich sein, allerdings bin ich mir da nicht zu 100% sicher. Desweiteren kann man online innerhalb wenigen Minuten seine Karte registrieren lassen und bekommt im Fall des Verlustes oder Diebstahl sein gebuchtes Guthaben übertragen.
- Vor den Bahnsteigsperren gibt es potentiell Stau, vor allem bei der Ankunft
Ja, könnte man allerdings relativ einfach lösen indem man mehr Gates aufbaut, wo regelmäßig viele Menschen ein und aussteigen. Außerdem kann man ja häufig die Gates in beide Richtungen verwenden, das heißt sowohl zum "Einschecken" als auch zum "Ausschecken".
- Kinderwagen/Rollstühle/Grossgepäck sind mühsam
Auch dort gibt es ein extra Gate für. Im übrigen habe ich hier in 4 Wochen bisher keinen einzigen defekten Fahrstuhl oder Rolltreppe gesehen. Warum bekommen die das hier einfach viel besser hin? So sieht man wesentlich mehr Menschen auch im Rollstuhl unterwegs und mobil sein und es ist schön das gerade diese Menschen es einfach mal leichter haben, als bei uns...
- Oft sind Umwege zum Gleis nötig, weil man nicht mehr überall rein kann
Ist dem wirklich so?
Ich bin froh, dass wir ohne Bahnsteigsperren auskommen. Aber vielleicht kann ja Oscar die Realität in den Niederlanden beschreiben.
Nachteile (Oscar?)
Alphorn (CH), Dienstag, 23.07.2019, 17:37 (vor 2449 Tagen) @ Sebastian56
- Vor den Bahnsteigsperren gibt es potentiell Stau, vor allem bei der Ankunft
Ja, könnte man allerdings relativ einfach lösen indem man mehr Gates aufbaut, wo regelmäßig viele Menschen ein und aussteigen. Außerdem kann man ja häufig die Gates in beide Richtungen verwenden, das heißt sowohl zum "Einschecken" als auch zum "Ausschecken".
Das kostet natürlich.
- Kinderwagen/Rollstühle/Grossgepäck sind mühsam
Auch dort gibt es ein extra Gate für. Im übrigen habe ich hier in 4 Wochen bisher keinen einzigen defekten Fahrstuhl oder Rolltreppe gesehen. Warum bekommen die das hier einfach viel besser hin? So sieht man wesentlich mehr Menschen auch im Rollstuhl unterwegs und mobil sein und es ist schön das gerade diese Menschen es einfach mal leichter haben, als bei uns...
Ich erinnere mich in meinem ganzen Leben an keinen defekten Aufzug in der Schweiz, das geht also auch ohne Bahnsteigsperren. Die Rollstühle haben wohl mehr mit den Bahnsteighöhen zu tun, die in den UK (innerhalb eines Systems) etwas einheitlicher sind als in Deutschland.
- Oft sind Umwege zum Gleis nötig, weil man nicht mehr überall rein kann
Ist dem wirklich so?
Ja, zwangsläufig. Beispiel Zürich Gleis 3: Dort kann man auf der ganzen Länge von 400 Metern überall direkt aus der Stadt ans Gleis latschen. Bei Bahnsteigsperren wäre man auf einige Zugangspunkte beschränkt und müsste z.B. von der Fahrradstation aus wohl gewisse Umwege in Kauf nehmen.
Ist eher ein Problem bei kleineren Stationen, aber da will man wohl eh keine Sperren.
Aber insgesamt kosten Sperren einen Haufen Geld, dass ich lieber in Züge investiert sehe.
Nachteile (Oscar?)
Aphex Twin, Dienstag, 23.07.2019, 18:44 (vor 2449 Tagen) @ Alphorn (CH)
Ja, zwangsläufig. Beispiel Zürich Gleis 3: Dort kann man auf der ganzen Länge von 400 Metern überall direkt aus der Stadt ans Gleis latschen. Bei Bahnsteigsperren wäre man auf einige Zugangspunkte beschränkt und müsste z.B. von der Fahrradstation aus wohl gewisse Umwege in Kauf nehmen.
In Zürich im besonderen wird man wohl auch kaum den Zugang zum Shopville nur auf Leute mit Bahnticket beschränken. Man müsste dann im Prinzip jeden der sieben Zugänge pro (Mittel)Bahnsteig mit einer Sperre versehen. Auch wird die Sihlpassage sicher auch von Leuten ohne Billet zum Queren der Gleise benutzt.
Nachteile (Oscar?)
Henrik, Mittwoch, 24.07.2019, 02:11 (vor 2449 Tagen) @ Alphorn (CH)
- Vor den Bahnsteigsperren gibt es potentiell Stau, vor allem bei der Ankunft
Ja, könnte man allerdings relativ einfach lösen indem man mehr Gates aufbaut, wo regelmäßig viele Menschen ein und aussteigen. Außerdem kann man ja häufig die Gates in beide Richtungen verwenden, das heißt sowohl zum "Einchecken" als auch zum "Auschecken".
bei paar tausend Fahrgästen?
Das kostet natürlich.
In Erstinvestition als auch Betrieb, plus zusätzliches Personal vor Ort.
- Kinderwagen/Rollstühle/Grossgepäck sind mühsam
Auch dort gibt es ein extra Gate für. Im übrigen habe ich hier in 4 Wochen bisher keinen einzigen defekten Fahrstuhl oder Rolltreppe gesehen. Warum bekommen die das hier einfach viel besser hin? So sieht man wesentlich mehr Menschen auch im Rollstuhl unterwegs und mobil sein und es ist schön, dass gerade diese Menschen es einfach mal leichter haben, als bei uns...
Ich erinnere mich in meinem ganzen Leben an keinen defekten Aufzug in der Schweiz, das geht also auch ohne Bahnsteigsperren. Die Rollstühle haben wohl mehr mit den Bahnsteighöhen zu tun, die in den UK (innerhalb eines Systems) etwas einheitlicher sind als in Deutschland.
Wie kommst du auf UK? Er spricht nicht von UK. Er befindet sich in Kanada.
Schonmal was gehört von Bahnverkehr in Kanada?
nicht, gar nicht, noch nie oder absolut überhaupt nicht?
Am Bahnverkehr oder irgendwelchen Bahnsteighöhen hat das also ganz gewiss nichts zu tun.
Gilt Schweiz als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Nein, nicht. nichmal einzelne Städte.
Gilt Deutschland als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Nein, nicht. einzelne Städte vielleicht, Berlin gewiss.
Gilt Kanada als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Jo. ja. forciert durch Administration, aber eben auch sehr von der Zivilgesellschaft.
- Oft sind Umwege zum Gleis nötig, weil man nicht mehr überall rein kann
Ist dem wirklich so?
Ja, zwangsläufig. Beispiel Zürich Gleis 3: Dort kann man auf der ganzen Länge von 400 Metern überall direkt aus der Stadt ans Gleis latschen. Bei Bahnsteigsperren wäre man auf einige Zugangspunkte beschränkt und müsste z.B. von der Fahrradstation aus wohl gewisse Umwege in Kauf nehmen.
Ist eher ein Problem bei kleineren Stationen, aber da will man wohl eh keine Sperren.
man nicht - er.
Führt bei den großen Stationen aber Punkte an, die nur an kleinen Stationen gegeben sind (Dunkelheit, kein Personal, Einsamkeit, keine anderen Menschen/Fahrgäste).
Aber insgesamt kosten Sperren einen Haufen Geld, dass ich lieber in Züge investiert sehe.
nicht lieber.
Die Frage von Sperren stellt sich nicht.
Abgesehen davon wären es Mittel des Betriebs, nicht Netz.
OT: Barrierefreiheit im internationalen Vergleich
Alphorn (CH), Mittwoch, 24.07.2019, 23:37 (vor 2448 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Alphorn (CH), Mittwoch, 24.07.2019, 23:41
Gilt Schweiz als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Nein, nicht. nichmal einzelne Städte.
Dem widerspreche ich vehement. Die Schweiz investiert gewaltige Summen in die Barrierefreiheit des Bahnsystems und ab 2023 soll gemäss aktueller Planung alles barrierefrei sein (minimal eine Verbindung pro Stunde schweizweit, meist mehr). Mindestens 81% (PDF, Seite 8) der Einstiegsvorgänge werden für Rollstuhlfahrer den höchstmöglichen Standard erfüllen: Spontan und autonom. Bei den Anderen Ersatzmassnahmen. Nicht nur einzelne Städte: Jeder Zug. Jedes Tram. Jeder Bus (letztere meist nur spontan, nicht autonom).
Gilt Deutschland als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Nein, nicht. einzelne Städte vielleicht, Berlin gewiss.
DB Fernverkehr gewiss nicht - kein einziges Fahrzeug ist spontan und autonom nutzbar. Am ehesten noch der IC2, aber nur wenn Start und Ziel an einem 55-cm-Bahnsteig liegen. Aber auch bei der S-Bahn Berlin setze ich Fragezeichen: Die hat doch meines Wissens keine Schiebetritte, was schon bei geraden Bahnhöfen mit einem E-Rollstuhl problematisch wird (in der Schweiz kaum zulassungsfähig), aber bei Kurvenbahnöfen definitiv einen Einstieg verunmöglicht.
Gilt Kanada als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Jo. ja. forciert durch Administration, aber eben auch sehr von der Zivilgesellschaft.
Worauf basiert diese Aussage? Dieses Video beeindruckt mich nicht im Geringsten - weder spontan noch autonom. Das ist bestenfalls der Stand in Deutschland und der Schweiz von vor 20 Jahren und die gezeigten Bahnsteighöhen von 10 cm erlauben auch keine schnelle Besserung. Nicht mal die Toiletten sind rollstuhltauglich - erbärmlich. Und hier ist die Rede von einem Rollstuhlplatz pro Zug: "I've never heard a positive thing about VIA rail". Und bei "Go Transit" (Ontario) muss man eine Reise drei Tage vorher anmelden.
Spontan und autonom ist kein Luxus. Wenn ein berufstätiger Rollstuhlfahrer in einer fremden Stadt einen Termin hat, kann er nicht immer wissen, wann die endet. Dann will er nicht erst noch die Rückfahrt anmelden - spontan ist also sehr wichtig. Auch Autonomie ist nicht unwichtig: Sie bringt Zuverlässigkeit, Kosteneinsparungen und Menschenwürde.
Klar, das kostet erstmal Investitionen. In der Schweiz war's sehr teuer, weil man's vergleichesweise schnell haben wollte und noch nicht renovationsbedürftige Bahnsteige umgebaut hat. Aber in Deutschland gibt es ja nicht mal ein absehbares Fernziel für richtige Barrierefreiheit - dafür braucht es in nicht getrennten Systemen eine einheitliche Bahnsteighöhe. Und ich habe schon oft genug gesagt, dass man auf 55 cm hinarbeiten sollte, denn Doppelstöcker wird es weiter brauchen und die sind mit 76 cm ineffizient.
Barrierefreiheit im internationalen Vergleich
Henrik, Donnerstag, 25.07.2019, 01:54 (vor 2448 Tagen) @ Alphorn (CH)
Gilt Schweiz als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Nein, nicht. nichmal einzelne Städte.
Dem widerspreche ich vehement.
Benennst aber überhaupt nichts um Deinen vermeintlichen Widerspruch zu untermauern.
In der dieser Tage veröffentlichten Studie ist keine schweizer Stadt an Platz 1 gelandet, auch nicht Platz 2.
Gilt Deutschland als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Nein, nicht. einzelne Städte vielleicht, Berlin gewiss.
DB Fernverkehr gewiss nicht.
Am ehesten noch der IC2, aber nur wenn .. an einem 55-cm-Bahnsteig liegen.
DB Fernverkehr kann man durchaus eine Vorbildsfunktion beimessen.
55-cm-Bahnsteig hat nichts mit künftiger Barriererfreiheit zu tun - der ist langfristig ein Auslaufmodell.
Aber auch bei Berlin setze ich Fragezeichen
behindertenfreundlichste Hauptstadt Europas: Berlin Platz 2
was aber zuvor schon von Berlin bekannt war, Düsseldorf spielt auch ganz oben mit.
Gilt Kanada als Vorbild in Sachen Barrierefreiheit? Jo. ja. forciert durch Administration, aber eben auch sehr von der Zivilgesellschaft.
Worauf basiert diese Aussage?
das schreibst Du ernsthaft und meinst groß rumzutönen zu müssen, dass Du es besser wüsstest und allein nur die Schweiz weltbeste sei?
Mit Verlaub.. mein lieber Scholli.
Informier Dich echt mal vorher.
Schau Dir die gewaltigen Investitionen Kanadas in diesen Bereichen an der letzten paar Jahrzehnte.
Die Bewertungen der Barrierefreiheit dort in Studien, die Bewertungen der Behindertenverbände, Reiseportale etc.
Barrierefreiheit im internationalen Vergleich
Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 03:06 (vor 2448 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 03:08
Benennst aber überhaupt nichts um Deinen vermeintlichen Widerspruch zu untermauern.
Ich verlinke erneut meine Quelle (Seite 8). Ist das nichts? Du hingegen hast bisher keine Quellen verlinkt.
In der dieser Tage veröffentlichten Studie ist keine schweizer Stadt an Platz 1 gelandet, auch nicht Platz 2.
Du meinst wohl compare the market "Studie", welche die Eisenbahn überhaupt nicht angeschaut hat - bein Transport ausschliesslich Airports! Und nur Hauptstädte - Bern hat nicht mal einen richtigen Flughafen.
DB Fernverkehr kann man durchaus eine Vorbildsfunktion beimessen.
DB Fern: 0% der Rollstuhl-Mitfahrten spontan und autonom möglich - oder?
Schweiz: 59% der Rollstuhl-Mitfahrten spontan und autonom möglich Quelle Seite 8
Aber auch bei Berlin setze ich Fragezeichen
behindertenfreundlichste Hauptstadt Europas: Berlin Platz 2
Wir reden über Bahnen, und die hat die "Studie" nicht betrachtet. S-Bahn Berlin ist für E-Rollis nicht spontan und autonom nutzbar, also zweitklassig.
Worauf basiert diese Aussage?
das schreibst Du ernsthaft und meinst groß rumzutönen zu müssen, dass Du es besser wüsstest und allein nur die Schweiz weltbeste sei?
Strohmann-Argument. Ich sagte nie weltbeste, ich widersprach nur bei "kein Vorbild".
Informier Dich echt mal vorher.
Hab ich gemacht und die Quellen verlinkt - keine spontanen Reisen möglich, keine Toiletten für Rollstuhlfahrer. Hast du gegenteilige Infos? Bitte verlinken. Du hast dich ja sicher vorher informiert.
Schau Dir die gewaltigen Investitionen Kanadas in diesen Bereichen an der letzten paar Jahrzehnte. Die Bewertungen der Barrierefreiheit dort in Studien, die Bewertungen der Behindertenverbände, Reiseportale etc.
Ist in Kanada irgendein Zug spontan und autonom nutzbar? Welcher?
Kanada: 0% der Züge spontan und autonom nutzbar - oder zeig mir anderslautende Quelle
Schweiz: 59% der Züge spontan und autonom nutzbar
Barrierefreiheit im internationalen Vergleich
Henrik, Donnerstag, 25.07.2019, 03:42 (vor 2448 Tagen) @ Alphorn (CH)
Benennst aber überhaupt nichts um Deinen vermeintlichen Widerspruch zu untermauern.
Ich verlinke erneut
Du hast nach wie vor nichts verlinkt, was Deinen vermeintlichen Widerspruch untermauern würde.
In der dieser Tage veröffentlichten Studie ist keine schweizer Stadt an Platz 1 gelandet, auch nicht Platz 2.
Du meinst wohl compare the market "Studie", welche die Eisenbahn überhaupt nicht angeschaut hat
hier gehts ja auch nicht um die Eisenbahn.
Hallo?
Kanada. noch immer vergessen?
DB Fernverkehr kann man durchaus eine Vorbildsfunktion beimessen.
Aber auch bei Berlin setze ich Fragezeichen
behindertenfreundlichste Hauptstadt Europas: Berlin Platz 2
Wir reden über Bahnen
Eben nicht über Bahn,
sondern um Barrierefreiheit an sich. Der Junge befindet sich in Kanada. Rede da nochmal was von Bahn.
Warum bekommen die das hier einfach viel besser hin? So sieht man wesentlich mehr Menschen auch im Rollstuhl unterwegs und mobil sein und es ist schön das gerade diese Menschen es einfach mal leichter haben, als bei uns...
und da kommst Du an mit Bahnsteighöhen, die es da gar nicht gibt..
Die S-Bahn Berlin wird deutlich gelobt eben aufgrund ihrer nahezu vollständigen Barrierefreiheit.
Worauf basiert diese Aussage?
das schreibst Du ernsthaft und meinst groß rumzutönen zu müssen, dass Du es besser wüsstest und allein nur die Schweiz weltbeste sei?
Strohmann-Argument. Ich sagte nie weltbeste, ich widersprach nur bei "kein Vorbild".
das ist albern, das ist dasgleiche.
Tenor war hier Kanada und ihre Barrierefreiheit.
Informier Dich echt mal vorher.
Hab ich gemacht und
und Du geizt nicht mit Deiner Unwissenheit.
Schau Dir die gewaltigen Investitionen Kanadas in diesen Bereichen an der letzten paar Jahrzehnte. Die Bewertungen der Barrierefreiheit dort in Studien, die Bewertungen der Behindertenverbände, Reiseportale etc.
Ist in Kanada irgendein Zug
Zug?
"hier gehts ja auch nicht um die Eisenbahn" - LOL
Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 04:01 (vor 2448 Tagen) @ Henrik
- kein Text -
+1 owt
Aphex Twin, Donnerstag, 25.07.2019, 13:27 (vor 2447 Tagen) @ Alphorn (CH)
- kein Text -
Barrierefreiheit im internationalen Vergleich
Aphex Twin, Donnerstag, 25.07.2019, 13:36 (vor 2447 Tagen) @ Henrik
55-cm-Bahnsteig hat nichts mit künftiger Barriererfreiheit zu tun - der ist langfristig ein Auslaufmodell.
Hier gibt es zwei Sichtweisen:
1) Aus Kapazitätsgründen wird langfristig das allermeiste auf Doppelstock umgestellt
2) Aus Kapazitätsgründen wird (vor allem) im S-Bahnbereich eine so kurze Zugfolge nötig sein das Doppelstock nicht möglich ist.
Zum letzten Punkt ist die Frage natürlich ob S-Bahnhöfe mehr Bahnsteig- wie Streckengleise haben. Wenn es mehr Bahnsteig- als Streckengleise gibt, kann man eine längere Fahrgastwechselzeit verkraften.
Wirklich?
Altmann, Donnerstag, 25.07.2019, 13:46 (vor 2447 Tagen) @ Aphex Twin
2) Aus Kapazitätsgründen wird (vor allem) im S-Bahnbereich eine so kurze Zugfolge nötig sein das Doppelstock nicht möglich ist.
Ist das tatsächlich so, dass man mit klassischen Zügen mehr Personen kann als mit DoSto?
Streckenkapazität bei Einstock und Doppelstock
Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 13:56 (vor 2447 Tagen) @ Altmann
2) Aus Kapazitätsgründen wird (vor allem) im S-Bahnbereich eine so kurze Zugfolge nötig sein das Doppelstock nicht möglich ist.
Ist das tatsächlich so, dass man mit klassischen Zügen mehr Personen kann als mit DoSto?
Kommt auf die Bauweise der Bahnhöfe an.
Wenn in den Bahnhöfen pro Richtung nur ein Gleis zur Verfügung steht, bringen (stehplatzoptimierte) Einstöcker mit vielen Türen am meisten Züge über die Strecke, denn die Haltezeiten sind kurz.
Wenn aber in den (wichtigsten) Bahnhöfen zwei Gleise pro Richtung zur Verfügung stehen, dann gewinnen die Doppelstöcker. Sie können dann gleich wie Einstöcker alle zwei Minuten fahren, bringen aber pro Zug mehr Reisende durch. So läuft es in Zürich.
In beiden Szenarien gewinnt der Einstöcker bei der Durchschnittsgeschwindigkeit.
Okay, verstehe, danke!
Altmann, Donnerstag, 25.07.2019, 14:00 (vor 2447 Tagen) @ Alphorn (CH)
Wenn in den Bahnhöfen pro Richtung nur ein Gleis zur Verfügung steht, bringen (stehplatzoptimierte) Einstöcker mit vielen Türen am meisten Züge über die Strecke, denn die Haltezeiten sind kurz.
Hat dann also mit der Verstopfung der Bahnsteige zu tun, wenn Züge in 2 Richtungen fahren. Versteh ich das richtig?
Okay, verstehe, danke!
Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 14:37 (vor 2447 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 14:39
Wenn in den Bahnhöfen pro Richtung nur ein Gleis zur Verfügung steht, bringen (stehplatzoptimierte) Einstöcker mit vielen Türen am meisten Züge über die Strecke, denn die Haltezeiten sind kurz.
Hat dann also mit der Verstopfung der Bahnsteige zu tun, wenn Züge in 2 Richtungen fahren. Versteh ich das richtig?
Nein. Bis alle aus einem Doppelstöcker ausgestiegen sind, dauert es auch bei leerem Bahnsteig ein Weilchen. Der Weg von der Mitte Oberdeck bis zum Ausstieg im Unterdeck (bei Tiefeinstiegs-Dostos wie in der Schweiz) ist einfach länger. Zudem müssen sich eine grössere Anzahl Reisende eine kleinere Anzahl Türen teilen, das verlangsamt die Aktion ebenfalls. Kurz: Ein Dosto muss länger halten. Wenn nun der Bahnhof nur ein Gleis hat, blockiert der haltende Dosto damit den nachfolgenden Zug ziemlich lange, sodass pro Stunde weniger Züge über die Strecke fahren können. Bei vieltürigen Einstöckern ist diese Blockierungszeit deutlich kürzer.
Falls aber zwei Gleise pro Richtung zur Verfügung stehen, wird während der Passagierwechselzeit des vorderen Zugs der hintere Zug nicht blockiert und es kann alle zwei Minuten ein Zug fahren - mehr gibt eine Strecke sowieso nicht her.
Zur weiteren Reduktion der Passagierwechselzeit bei Einstöckern gibt es übrigens noch die "spanische Lösung": Bahnsteige auf beiden Seiten des Gleises, einer zum Einstiegen und einer zum Aussteigen.
Okay, verstehe, danke!
Altmann, Donnerstag, 25.07.2019, 14:42 (vor 2447 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hmmm ... Also aus Wien kann ich das so nicht wirklich bestätigen.
Auf der Stammstrecke hat man - als man zum ersten Mal DoSto einsetzte - anfangs Halte ausgelassen, damit der Zug mit den Einstöckern mithalten kann.
Heute halten die DoSto in allen Haltestellen, und das funkt problemlos ...
Okay, verstehe, danke!
Alphorn (CH), Donnerstag, 25.07.2019, 18:23 (vor 2447 Tagen) @ Altmann
Hmmm ... Also aus Wien kann ich das so nicht wirklich bestätigen.
Auf der Stammstrecke hat man - als man zum ersten Mal DoSto einsetzte - anfangs Halte ausgelassen, damit der Zug mit den Einstöckern mithalten kann.
Heute halten die DoSto in allen Haltestellen, und das funkt problemlos ...
Ein oder zwei Gleise pro Richtung an den Zentrumsbahnhöfen?
Niemand sagt, dass da irgendwas nicht funktioniert - man muss nur die Einstöcker gemächlich fahrplanen oder die Zahl der Züge limitieren. Wenn man das Maximum aus einer Strecke rausholen will - also 30 Züge pro Richtung - dann ergibt sich folgende Reihenfolge, beste Lösung zuerst:
1. (Pro Richtung) zweigleisige Bahnhöfe
2. Eingleisige Bahnhöfe mit vieltürigen Einstöckern und zwei Bahnsteigen pro Gleis
3. Eingleisige Bahnhöfe mit vieltürigen Einstöckern
4. Eingleisige Bahnhöfe mit Einstöckern
5. Eingleisige Bahnhöfe mit Doppelstöckern
Die S-Bahn Wien hat glaube ich nur zwei Türen pro Wagenseite, der Unterschied zum Dosto ist also nicht so gross.
Könnte andere Gründe gehabt vaben.
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 25.07.2019, 18:33 (vor 2447 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 25.07.2019, 18:35
Die Doppelstockzüge sind lokbespannt und beschleunigen entsprechend nicht so gut. Außerdem kann es auch sein, das man anfangs einen beschleunigten Verkehr dort mit weniger Halten - das ist ja außerhalb Wiens nach wie vor die Essenz der Regionalzüge, die die Stammstrecke benutzen, erreichen wollte.
Heutzutage funktioniert es leidlich. Die größten Probleme sind m.E. Probleme von außerhalb und teils träge Fahrgastwechsel, wenn man etwa den Zug für einen Adventskalender hält.
Außerdem sind die 4020er ziemlich störungsanfällig und als wäre das micht genug, müssen Doppelstockwagen zu Teilen durch einstockige Cityshuttlewafgen - vor allem im Sommer - ersetzt werden. Die Klimas sind dort so zuverlässig wie in einem deutschen Fernzug.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Okay, verstehe, danke!
oska, Donnerstag, 25.07.2019, 14:38 (vor 2447 Tagen) @ Altmann
Wenn in den Bahnhöfen pro Richtung nur ein Gleis zur Verfügung steht, bringen (stehplatzoptimierte) Einstöcker mit vielen Türen am meisten Züge über die Strecke, denn die Haltezeiten sind kurz.
Hat dann also mit der Verstopfung der Bahnsteige zu tun, wenn Züge in 2 Richtungen fahren. Versteh ich das richtig?
Nein, hier geht es ja nur um eine Richtung. Während im Dosto die Leute noch die Treppe runtergehen ist der Einstöcker schon wieder losgefahren und der nächste Zug kann einfahren.
Bei zwei Gleisen kann der nächste Zug bereits auf dem zweiten Gleis einfahren, während die Menschen aus dem oberen Zugteil noch aussteigen.
barrierefreie S-Bahn Berlin
Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 25.07.2019, 20:57 (vor 2447 Tagen) @ Alphorn (CH)
Aber auch bei der S-Bahn Berlin setze ich Fragezeichen: Die hat doch meines Wissens keine Schiebetritte, was schon bei geraden Bahnhöfen mit einem E-Rollstuhl problematisch wird (in der Schweiz kaum zulassungsfähig), aber bei Kurvenbahnöfen definitiv einen Einstieg verunmöglicht.
Bei dem geringen Abstand zwischen Bahnsteig und Wagenkasten wird auch kein Schiebetritt benötigt*. In die Fahrzeuge der Baureihen 480, 481 und 482 kann ein Rollifahrer problemlos rein- und rausfahren, nur bei den 485ern muß auf vielen Bahnhöfen eine Rampe angelegt werden, weil die etwas höher sind. Auch bei Kurvenbahnhöfen kommt man gut in die Bahn, wenn man sich nicht ausgerechnet die mittleren Türen aussucht.
*Die Züge der nächsten Generation (BR 483) sollen meines Wissens Schiebetritte erhalten um die zwei Zentimeter zwischen Bahnsteig und Zug auszugleichen. Bin gespannt, wie sich das auf die Fahrgastwechselzeit und damit auf den ganzen Fahrplan auswirkt.
Nachteile (Oscar?)
guru61, Arolfingen, Mittwoch, 24.07.2019, 07:54 (vor 2448 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von guru61, Mittwoch, 24.07.2019, 07:56
Ich erinnere mich in meinem ganzen Leben an keinen defekten Aufzug in der Schweiz, das geht also auch ohne Bahnsteigsperren. Die Rollstühle haben wohl mehr mit den Bahnsteighöhen zu tun, die in den UK (innerhalb eines Systems) etwas einheitlicher sind als in Deutschland.
Dann geh mal auf Gleis 5 im Wankdorf. Der Aufzug dort ist regelmässig defekt.
Türe auf, Pause, Türe zu. Vor Allem im Sommer geht das mindestens jede Woche so. Wie dann Leute mit Kinderwagen und Rollstühlen sich die 3 Treppen hochquälen, ist schon sehenswert.
https://www.flickr.com/gp/r_walther/1H2Y0g
Antwort vom Liftbauer und vom SBB Kundendienst gibt's nicht!
Daher das Video, um endlich mal was auszulösen.
Gated Stations in GB
ffz, Dienstag, 23.07.2019, 12:39 (vor 2449 Tagen) @ Sebastian56
Hallo,
ich kann aus GB berichten, dort setzen sich die Gated Stations(Bahnhöfe und Haltepunkte mit Zugangssperren zur Fahrkartenkontrolle) und die penalty fare(Strafgebühr für das fahren ohne Fahrkarte) immer mehr durch. In GB ist es Vorschrift, dass nur die Bahnsteige abgesperrt sein dürfen, der Bahnhof selber muss ohne Fahrkarte zugänglich sein. Zusätzlich muss der Bahnhof über einen geöffneten Fahrkartenschalter verfügen(Fahrkartenautomaten sind in GB eher weniger verbreitet und können auch nicht alle Fahrkarten und Ziele verkaufen) und die Gates selber müssen mit Aufsichtspersonal besetzt sein, dass Fahrgäste mit Fahrkarten die nicht durch die Gates lesbar sind durch lässt. Zusätzlich hat der Bahnhofs Chef auch immer ein paar Visitor permissions (Besucher Ausweise) damit Fotografen und Train spotter(Leute die Statistikbücher führen) Zugang zu den Bahnsteigen haben können. In GB ist das Eisenbahnhobby sehr viel verbreiteter wie in Deutschland es gibt Bahnhöfe wie Doncaster, Carlisle, York und Reading da finden sich jeden Tag mehrere Leute mit Campingstühlen ein die Stundenlang ihre Statistikbücher führen oder Fotots machen, oder beides.
Folge: Deutlich mehr Personal als bei der DB
Norddeich, Dienstag, 23.07.2019, 14:44 (vor 2449 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Norddeich, Dienstag, 23.07.2019, 14:45
In GB ist es Vorschrift, dass nur die Bahnsteige abgesperrt sein dürfen, der Bahnhof selber muss ohne Fahrkarte zugänglich sein. Zusätzlich muss der Bahnhof über einen geöffneten Fahrkartenschalter verfügen(Fahrkartenautomaten sind in GB eher weniger verbreitet und können auch nicht alle Fahrkarten und Ziele verkaufen) und die Gates selber müssen mit Aufsichtspersonal besetzt sein, dass Fahrgäste mit Fahrkarten die nicht durch die Gates lesbar sind durch lässt.
Das scheint mir eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu sein.
Muß der Fahrkartenschalter immer geöffnet sein, d.h von frühmorgens bis zum letzten Zug in der Nacht?
In Indien dürfte das alles kein Problem sein, bei deutschen Löhnen dagegen...
Folge: Deutlich mehr Personal als bei der DB
Benjamin.Keller, Dienstag, 23.07.2019, 15:07 (vor 2449 Tagen) @ Norddeich
Das scheint mir eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu sein.
Muß der Fahrkartenschalter immer geöffnet sein, d.h von frühmorgens bis zum letzten Zug in der Nacht?In Indien dürfte das alles kein Problem sein, bei deutschen Löhnen dagegen...
Die SL leistet sich das in Stockholm an den Sperren selbst mit schwedischen Löhnen, zum Teil sogar mit zwei Personen an den weitläufig entgegengesetzt liegenden Eingängen zur gleichen Station selbst außerhalb der Touristenzentren.
Das mag auch eine Form von Arbeitsbeschaffung sein, ob das jetzt sozial ist weiß ich nicht: da außerhalb der Innenstadt quasi nie jemand in Kontakt mit diesen Menschen tritt scheinen sie ihre ganze Schicht über in ihrer Kabine am mitgebrachten Netbook im Internet zu hängen.
Folge: Deutlich mehr Personal als bei der DB
ffz, Dienstag, 23.07.2019, 15:25 (vor 2449 Tagen) @ Norddeich
Das scheint mir eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu sein.
Muß der Fahrkartenschalter immer geöffnet sein, d.h von frühmorgens bis zum letzten Zug in der Nacht?In Indien dürfte das alles kein Problem sein, bei deutschen Löhnen dagegen...
Die Gates dürfen nur geschlossen sein, wenn der Fahrkartenschalter geöffnet ist, wenn die Gates offen sind und der Fahrkartenautomat die gewünschte Fahrkarte nicht verkaufen kann, darf man ohne Bordpreis beim train guard(Zugführer/Schaffner) nach lösen
Nicht mehr Personal, andere Aufgabenverteilung..
Sebastian56, München, Dienstag, 23.07.2019, 17:24 (vor 2449 Tagen) @ Norddeich
In GB ist es Vorschrift, dass nur die Bahnsteige abgesperrt sein dürfen, der Bahnhof selber muss ohne Fahrkarte zugänglich sein. Zusätzlich muss der Bahnhof über einen geöffneten Fahrkartenschalter verfügen(Fahrkartenautomaten sind in GB eher weniger verbreitet und können auch nicht alle Fahrkarten und Ziele verkaufen) und die Gates selber müssen mit Aufsichtspersonal besetzt sein, dass Fahrgäste mit Fahrkarten die nicht durch die Gates lesbar sind durch lässt.
Das scheint mir eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu sein.
Muß der Fahrkartenschalter immer geöffnet sein, d.h von frühmorgens bis zum letzten Zug in der Nacht?In Indien dürfte das alles kein Problem sein, bei deutschen Löhnen dagegen...
Ob die hier mehr Personal einsetzen, glaube ich schon fast nicht, da hier zum Beispiel fast gänzlich auf allen U Bahn Linien autonom gefahren wird. Das heißt es ist widerrum mehr Personal verfügbar, welches nun an allen Bahnhöfen eingesetzt werden kann.
(OT) Warum ich den Brexit furchtbar finde, ist
sfn17, Dienstag, 23.07.2019, 19:08 (vor 2449 Tagen) @ ffz
bearbeitet von sfn17, Dienstag, 23.07.2019, 19:12
weil:
es gibt Bahnhöfe wie Doncaster, Carlisle, York und Reading da finden sich jeden Tag mehrere Leute mit Campingstühlen ein die Stundenlang ihre Statistikbücher führen oder Fotots machen, oder beides.
In Schland undenkbar, da würden die deutschen Pufferküsser sich selbst zu spinnert vorkommen, um da mit Campingstühlen anzurücken.
Eben wegen so etwas liebe ich die Briten (wie wegen anderem die Franzosen und wegen dem Bahnhofsklavier die Niederländer und und und).
Der Brexit wird ganz furchtbar. Passend zu Halloween. Ausgerechnet.
(OT) Bahnfanszene in Brexitannien
ffz, Dienstag, 23.07.2019, 20:40 (vor 2449 Tagen) @ sfn17
Hallo,
ich denke man muss da abr auch ganz klar zwischen der Größe der Bahnfanszene in Brexitannien und Schland unterscheiden. In Brexitannien ist die Bahnfanszene so groß dass davon mehrere Verlage leben können, schau mal hier https://www.ianallanpublishing.com/ was Monatlich an neuen Büchern erscheint. Dann hier die Anzahl der neu erscheinenden DVD's https://225studios.com/ und https://www.videoscene.co.uk/ dazu die entsprechenden Karten https://www.trackmaps.co.uk/
Viele Museumsbahnen in Brexitannien sind richtige Wirtschaftsbetriebe, die längste Museumsbahn die West Somerset Railway ist ca 40km lang und hat 50 Festangestellte, davon 5 Azubis.
Sammelantwort.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 23.07.2019, 14:59 (vor 2449 Tagen) @ Sebastian56
Sebastian56:
Ich bin momentan das erste Mal selber mit "Fare Gates" aufgrund eines Aufenthaltes in Kanada konfrontiert und ich muss sagen ich bin wirklich positiv überrascht. Es funktioniert bisher einwandfrei, egal ob mit Monatskarte oder Kreditkarte.
In etwa wie bei uns in NL.
Auch sind die Stationen hier wesentlich sauberer und hier sind auch ausschließlich Fahrgäste unterwegs. Man bekommt ein gewisses Gefühl von Sicherheit und in der Regel ist auch ein Mitarbeiter des jeweiligen Verkehrsunternehmen an jeder Station ansprechbar.
...und am siebten Tag schuf unser lieber Gott den Mülleimer, damit der Mensch seinen Müll daneben werfen kann...;)
Sauberkeit ist eine Disziplinsache. Da besteht in NL Nachholbedarf. Da kann man zwar in Zeitungen alle hochloben, die sich die Mühe nehmen, Abfälle aus den Naturschutzgebieten zu entfernen; man soll zuerst versuchen dieses Wegschmeissverfahren zu eliminieren.
ICETreffErfurt:
Das würde nur auf großen Bahnhöfen funktionieren. Die 1000en von Dorfhaltepunkte damit auszurüsten würde wenig Sinn machen.
Wir haben hier in NL auch Tausende von Dorfhaltepunkte(n?), allerdings nicht bei der Vollbahn dafür aber bei der gummibereiften Bahn. Lösung ist also das Ein-/Auscheckverfahren im Fahrzeug zu machen.
Bahngenießer:
Ich habe aber auch schon erlebt, dass ich in einem der größten Hauptbahnhöfe von zwei bettelnden Frauen am Fahrkartenautomaten angesprochen wurde. In dem Moment kamen zwei Sicherheits-Mitarbeiter und verscheuchten die Bettlerinnen, die daraufhin auch sofort wegrannten.
Also Bettler krigt man mit der OV-Chipkaart nicht weg. Das Bettlerproblem verschiebt sich vom Bahnhof zum Bahnhofsvorplatz, oder die Bettler schleichen einen anderen Fahrgast hinterher ("tailgating").
Alphorn (CH):
Man muss neu jedes mal das Ticket/die Zeitkarte hervorkramen
Das musste ich vorher bei jeder Fahrkartenkontrolle auch.
Vor den Bahnsteigsperren gibt es potentiell Stau, vor allem bei der Ankunft
Das ist richtig, und vor allen in CH mit dem ITF kann das sogar dazu führen, dass man den Anschluss verpasst.
Kinderwagen/Rollstühle/Grossgepäck sind mühsam
Es gibt dafür einige überbreite Sperren.
Oft sind Umwege zum Gleis nötig, weil man nicht mehr überall rein kann
Also Gleiswechsel sind bei uns meistens nicht problematisch.
Ich bin froh, dass wir ohne Bahnsteigsperren auskommen. Aber vielleicht kann ja Oscar die Realität in den Niederlanden beschreiben.
Es gibt BahnSTEIGsperren und BahnHOFssperren. Bei der Metro erfolgt das Ein-/Auschecken im Metrohof, bei Tram und Bus im Fahrzeug.
Ich bin mit der OV-Chipkaart sehr zufrieden. Habe schon seit lange keinen Fahrkarkartenautomaten in NL gesehen...;)
Dafür muss ich leider gestehen, dass so ungefähr jeder Bahnhof unterschiedliche Verfahren hat bzgl. Ein-/Auschecken.
1. Amsterdam Amstel: beim Einchecken darauf achten, wo man steht! Es gibt Einlässe für die Vollbahn (gelbblau) und Stadtbahn (rot). Wechsel zwischen Vollbahn/Stadtbahn erfolgt mit Umcheckposten auf dem Bahnsteig (Aussengleis ist Vollbahn, Innengleis ist Stadtbahn).
2. Amsterdam Zuid: hier muss man tatsächlich bei Bahnsteigwechsel erneut aus-/einchecken. Das Verfahren "Overstap OK" gilt aber = man muss nicht erneut Starttarif bezahlen.
3. Utrecht Centraal: hier ist fast die komplette Bahnhofshalle abgesperrt. Heisst auch, dass man für einen Besuch an Ketten wie Julia's, AH To Go, Broodzaak oder Smullers "eine Fahrkarte benötigt"; wenn man das Geschäft auf 30 Minuten beschränkt, sogar "eine Fahrkarte von null Euro". Dafür ist das Bahnhofsklavier (NL: "stationspiano") auch ohne Fahrkarte bespielbar...;)
4. 's Hertogenbosch und Geldermalsen: hier gibt es noch keine Sperren.
5. Eindhoven: hier ist auch der komplette Bahnhofsbereich gesperrt; bedeutet also auch, dass die Bahnhofspassage nicht barrierefrei begehbar ist. Vom Taxiplatz zum Bushof muss man ein-/auschecken; zum Glück kostenlos (das Verfahren "Incheck Geannuleerd").
6. Arnhem, Zutphen: aufgepasst, hier sind drei Verkehrsunternehmen tätig (NS, arriva, Arnhem: Breng, Zutphen: Blauwnet).
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Sammelantwort.
oska, Dienstag, 23.07.2019, 18:29 (vor 2449 Tagen) @ Oscar (NL)
Man muss neu jedes mal das Ticket/die Zeitkarte hervorkramen
Das musste ich vorher bei jeder Fahrkartenkontrolle auch.
Wenn Du das Problem nicht erkennst, dann bist Du vermutlich ein Berufspendler. Oft mit sehr wenig Gepäck unterwegs. Das Ticket sicher vor Taschendieben in der Innentasche, nur ein leichter Rucksack auf dem Rücken, kannst Du Dein Ticket im Gehen rausholen, einchecken und das Ticket wieder verstauen ohne das Du Zeit verlierst.
Der Gelegenheitsreisende, der zwei Rollkoffer hinter sich herzieht, eine Handtasche auf der einen, eine Reisetasche auf der anderen Schulter kann in Deutschland im Zug erst mal durchatmen und in Ruhe versuchen sein Gepäck zu verstauen. Wenn der Schaffner kommt, deponiert er einen Teil seiner Sachen auf dem Sitz um sein Ticket ganz unten aus seinem Rucksack zu holen.
Nun ist es mit Sicherheit sehr dumm von meinem Beispiel-Gelegenheitsreisenden, das Ticket ganz unten zu verstauen, und spätestens wenn er einmal seinen halben Rucksack vor dem Gate entleeren musste, wird er beim nächsten mal den Rucksack schlauer packen oder mit dem Auto fahren.
Selbstverschuldet ist mein Gelegenheitsreisender natürlich auch erst kurz vor knapp am Bahnhof angekommen. Ob er nun einfach einen Stadtbus früher genommen hätte oder nicht so viel Zeit für den Abschied hätte aufwenden sollen. Jeder von uns war schon mal froh einen Zug noch knapp erwischt zu haben.
Es geht mir nicht darum das Gate schlecht zu reden. Bahnsteigsperren funktionieren in Paris wunderbar. Auch in Deutschland würden sich die Menschen sehr schnell daran gewöhnen. Dennoch lasse ich das Argument des gegen das Hervorkramen gelten. Es hat noch niemand den Zug verpasst, in dem er nach seinem Ticket gefragt wurde.
Sammelantwort.
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 23.07.2019, 18:38 (vor 2449 Tagen) @ oska
Jo, dein Beispiel oder - ein Mensch greift in die Tasche, holt das Handy raus, scannt seine Fahrkarte und geht mit seinen Taschen durch. Wie oft kommt dein Beispiel vor, wie oft meins?
Bahnsteigsperren haben in der Altergruppe bis 30 keine Wirk.
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 23.07.2019, 18:42 (vor 2449 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 23.07.2019, 18:43
ICETreffErfurt:
Das würde nur auf großen Bahnhöfen funktionieren. Die 1000en von Dorfhaltepunkte damit auszurüsten würde wenig Sinn machen.
Wir haben hier in NL auch Tausende von Dorfhaltepunkte(n?), allerdings nicht bei der Vollbahn dafür aber bei der gummibereiften Bahn. Lösung ist also das Ein-/Auscheckverfahren im Fahrzeug zu machen.
Das würde aber nicht die Bahnsteige sicherer machen, höchstens die Fahrzeuge und auch da nur begrenzt.
Davon abgesehen gibt es in Deutschland viele Menschen die unentgeltlich mit der Bahn fahren können und gar keine Fahrkarte im engeren Sinne benötigen. Ich zähle mich als Verkehrserheber auch in diese Kategorie. Auch Schwerbehinderte mit Ausweis brauchen keine explizite Fahrkarte, da der Transport im SPNV und ÖPNV mit der Wertmarke auf dem Ausweis abgegolten ist. Ich mache ja gerade 3 Wochen lang Schwerbehinderten-Zählung in Eisenach im Stadtverkehr. Sind so knapp 15 % aller Fahrgäste.
Schüler haben Fahrkarte von der Schule oder das Azubi-Ticket, d.h. sie bezahlen monatlich 50 Euro und können damit fast bundeslandweit sämtlichen ÖPNV uns PNV nutzen, können also in ihrer Freizeit mit diesem Fahrschein am Bahnhof "herumlungern", wenn sie es wollen.
Studenten haben Semesterticket frei Haus von der Uni, auch diese Gesellschaftsgruppe kann Bahnsteigsperren problemlos passieren. Jeder der sich an einer Hochschule einschreibt und den Semesterbeitrag bezahlt, bekommt diese Fahrkarten.
d.h. in der Altersgruppe 0-30 hat die Bahnsteigsperre also mal 0 Effekt, was die Erschwerung der Zugänglichmachung öffentlicher Bahnsteige angeht.
Bahnsteigsperren haben in der Altergruppe bis 30 keine Wirk.
sfn17, Dienstag, 23.07.2019, 19:24 (vor 2449 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von sfn17, Dienstag, 23.07.2019, 19:26
Bissl schräg ist Deine Argumentation aber schon, besonders, wenn man den Betreff liest.
Davon abgesehen gibt es in Deutschland viele Menschen die unentgeltlich mit der Bahn fahren können und gar keine Fahrkarte im engeren Sinne benötigen.
Solche Menschen gibt es auch in NL, und ich denke mir mal, dass sie spezielle Fahrkarten für die Poortjes haben.
Schüler haben Fahrkarte von der Schule oder das Azubi-Ticket, d.h. sie bezahlen monatlich 50 Euro und können damit fast bundeslandweit sämtlichen ÖPNV uns PNV nutzen, können also in ihrer Freizeit mit diesem Fahrschein am Bahnhof "herumlungern", wenn sie es wollen.
Studenten haben Semesterticket frei Haus von der Uni, auch diese Gesellschaftsgruppe kann Bahnsteigsperren problemlos passieren. Jeder der sich an einer Hochschule einschreibt und den Semesterbeitrag bezahlt, bekommt diese Fahrkarten.
d.h. in der Altersgruppe 0-30 hat die Bahnsteigsperre also mal 0 Effekt, was die Erschwerung der Zugänglichmachung öffentlicher Bahnsteige angeht.
Schräg ist Dein argumentativer Fokus: Erschwerung der Zugänglichmachung öffentlicher Bahnsteige und dass junge Leute (die meinst Du wohl mit den 0-30) da quasi ungehindert reinkämen. Die Bahnsteigsperren sollen eigentlich nur Fahrgäste reinlassen und die Nichtfahrgäste draußen halten.
Das "Problem" mit Deinem Fokus ist, dass Schüler und Studenten für ihre speziellen Tickets bezahlen, und zwar sogar so viel, dass das die Möglichkeiten eines willentlich fahrgastlästigen Menschen in der Regel übersteigt.
Ein Herumlungern geschieht z.B. bei einem kostenlosen Nah- oder Stadtverkehr. Das war eine spezielle Erfahrung, die vor Zeiten in Köthen gemacht wurde. Dort ist die Dorf(?)jugend stundenlang mit dem Bus quasi im Kreis gefahren.
Herumlungern und auch Herumstehen ist an öffentlichen Orten übrigens nicht verboten und kann auch nicht durch eine kommunale Gefahrenabwehrordnung (oder wie sich das immer schimpft) örtlich verboten werden. Wir haben das Grundrecht auf Allgemeine Handlungsfreiheit - auch wenn es desinteressierte Kreise immer al gusto aushöhlen wollen.
Bahnsteigsperren haben in der Altergruppe bis 30 keine Wirk.
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 23.07.2019, 20:25 (vor 2449 Tagen) @ sfn17
Schräg ist Dein argumentativer Fokus: Erschwerung der Zugänglichmachung öffentlicher Bahnsteige
Das ist nicht meiner. Das ist die Intention einer Sperre. Sperre bedeutet einen Ort vor ungewollten Zugriff zu schützen. Sie ist per se diskriminierend.
Eine Bahnsteigsperre bedeutet, dass due Menschen unterscheidest in zwei Gruppen:
Menschen die den Bahnsteig betreten dürfen und Menschen die den Bahnsteig nicht betreten dürfen.
Das ist nicht meine Argumentation, sondern zieht sich durch den gesamten Beitragsbaum. Es geht darum Menschen auszusperren.
Im Übrigen bin ich Befürworter von kostenlosem öffentlichen Nahverkehr, für alle Menschen die darauf angewiesen sind.
Bahnsteigsperren haben in der Altergruppe bis 30 keine Wirk.
Elchie, Dienstag, 23.07.2019, 20:40 (vor 2449 Tagen) @ ICETreffErfurt
Im Übrigen bin ich Befürworter von kostenlosem öffentlichen Nahverkehr, für alle Menschen die darauf angewiesen sind.
N'Abend,
magst Du diesen Punkt etwas ausführen? Was heißt hier "darauf angewiesen sind"? Wie definiert man das? Wo zieht man die Grenze?
Wäre es dann nicht einfacher, den ÖPNV generell kostenlos zu machen - denn eine Abgrenzung wäre ja (a) wieder eine Diskriminierung und (b) mit einem Regelwerk verbunden, dessen Einhaltung irgendwie gewährleistet sein sollte, damit der, der nicht darauf angewiesen und somit nicht zur kostenlosen Benutzung berechtigt wäre, nicht doch den kostenlosen ÖPNV nutzt - denn dann wäre eine solche Regelung vollkommen sinnfrei.
"Kostenloser" ÖPNV
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 23.07.2019, 21:01 (vor 2449 Tagen) @ Elchie
Im Übrigen bin ich Befürworter von kostenlosem öffentlichen Nahverkehr, für alle Menschen die darauf angewiesen sind.
N'Abend,magst Du diesen Punkt etwas ausführen? Was heißt hier "darauf angewiesen sind"? Wie definiert man das? Wo zieht man die Grenze?
Ich würde es so wie mit dem Rundfunkbeitrag machen. Bezieher von Sozialleistungen können sich von der Bezahlung der Tickets an ihrem Heimatort befreien lassen. Sie bekommen also ein Äquivalent einer Wertmarke für ihren Ausweis.
Das bedeutet, sie müssten noch Fernreisen und SPNV in andere Städte bezahlen, haben aber am Ort ihres Wohnsitzes / im Landkreis ihres Wohnsitzes eine kostenlose Beförderung im ÖPNV / SPNV.
Behinderte mit Schwerbehindertenausweis und Wertmarke sind ohnehin befreit und können ÖPNV / SPNV kostenlos nutzen. Die neue Regelung würde dies auf Rentner in Grundsicherung, Arbeitslose und Aufstocker erweitern.
Menschen mit Arbeitseinkommen bezahlen dann weiterhin für den SPNV, allerdings einen reduzierten Betrag. Das bedeutet, wer mit ÖPNV / SPNV zur Arbeit pendelt oder Menschen pflegt, Kinder betreut oder sich gesellschaftlich engagiert, bezahlt für diese Wegstrecken grundsätzlich nur die Hälfte vom üblichen Tarif. Kann man ja über eine Berechtigungskarte lösen, wie es sie schon für Schüler gibt.
Der volle Tarif wird nur für Touristen, Geschäftsreisende, Freizeitausflüge und ortsfremde Personen fällig.
Einteilung von Menschen in ganz viele Gruppen
sfn17, Dienstag, 23.07.2019, 22:45 (vor 2449 Tagen) @ ICETreffErfurt
Zunächst: Ich schätze es hoch, wenn Du Bahnsteigsperren mit drastischen Eingriffen in die Menschenrechte verbinden möchtest. In meinen Augen fehlt da aber so ziemlich eine Verhältnismäßigkeit.
Ich würde es so wie mit dem Rundfunkbeitrag machen.
Ausgerechnet den Rundfunkbeitrag als Vergleich heranzuziehen, ist ganz dünnes Eis:
Dieser Rundfunkbeitrag wird so ziemlich für jeden Menschen, der in Deutschland eine Wohnung innehat, fällig - und ein "Entrinnen" ist nur durch Armut, Obdachlosigkeit, Schwerstbehinderung (nur schlecht hören reicht nicht mehr), Auswandern oder Tod möglich. Heftige Gerichtsprozesse bis hinauf zum EuGH und zum EGMR wurden geführt. Menschen wurden wegen weniger als 200 Euro ins Gefängnis geworfen, während Steuerhinterziehung unter 1 M€ per Selbstanzeige knastfrei bleibt. Und so weiter. Ganz heißes Eisen. Lassen wir lieber die Finger davon.
Zu Deinen ausführlichen Vorschlägen...
Bezieher von Sozialleistungen (...) Touristen, Geschäftsreisende, Freizeitausflüge und ortsfremde Personen fällig.
...ich, auch ein Menschenrechtler, halte dagegen, dass da verdammt viele Unterschiede gemacht werden, also massive Diskriminierung getrieben wird.
Und ich wiederhole gerne deutlicher: Eine Bahnsteigsperre sperrt nicht "Menschen", sondern "Menschen ohne gültigen Fahrschein" aus. Besser so?
Sonst halte ich mal ganz locker die Szene vor: Ein Ladendetektiv hält einen Menschen fest, der an der Kasse vorbeigeht, ohne die Ware zu bezahlen. Ist das nicht infame Freiheitsberaubung?
Kannst ruhig mal einen Juristen fragen, wie das Grundrecht auf persönliche Freiheit (des festgehaltenen Menschen) und das Grundrecht auf Eigentum (des Verkäufers) in dieser Szene austariert werden.
Du wirst vielleicht erstaunt sein, dass es da durchaus einen komplexen Gedankengang gibt, der damit beginnen muss, dass beide benannten Grundrechte nicht absolut gelten können.
Kurzes Nachschauen... und siehe da: Art. 104 (1) GG relativiert die Freiheit der Person. Ob der Ladendetektiv gerade wg. Art. 104 GG den Dieb festhalten darf, will ich hier nicht gleich behaupten; ich will nur belegen, dass die Angelegenheit verwickelter ist.
Aber ich höre jetzt auf. Wir sind viel zu weit off-topic.
Einteilung von Menschen in ganz viele Gruppen
ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 24.07.2019, 11:08 (vor 2448 Tagen) @ sfn17
Was ich mich bei der ganzen Diskussion frage: Wie sieht es eigentlich aus, wenn man einen Fahrscheinautomat im Zug hat?
In Thüringen ist die Mitnahme eines Fahrkartenautomaten im Nahverkehr in der jeweiligen Ausschreibung verpflichtend vorgeschrieben. Das bedeutet, dass man auch Menschen ohne Fahrschein Zugang zu diesen Automaten gewähren sollte. Wobei die Bahnhöfe mit Fare Gate ohnehin eigene ortsfeste Automaten hätten. Die ortsunabhängigen Automaten hat man ja eingeführt, um sich Wartungskosten zu sparen, indem man gering frequentierte Haltestellen nicht mehr mit Automaten ausstattet.
Bahnsteigsperren haben in der Altergruppe bis 30 keine Wirk.
oska, Dienstag, 23.07.2019, 19:25 (vor 2449 Tagen) @ ICETreffErfurt
Davon abgesehen gibt es in Deutschland viele Menschen die unentgeltlich mit der Bahn fahren können und gar keine Fahrkarte im engeren Sinne benötigen.
Polizisten zum Beispiel.
Komfortgewinn für den Fahrgast - Ein TOP System
john.lennon, Mittwoch, 24.07.2019, 14:09 (vor 2448 Tagen) @ Sebastian56
bearbeitet von john.lennon, Mittwoch, 24.07.2019, 14:12
Durch "tap in" und "tap out" wird die Tarifberechnung automatisiert. Es ist super-bequem, da in modernen Systemen der tap in und tap out mit kontaktloser Kreditkarte möglich ist.
Ich liebe das System einfach nur. In London komme ich am Flughafen an und kann sofort mit der Piccadilly Line weiterfahren. Kein Fahrkarte ziehen, keine Auseinandersetzung mit Tarifen. Einfach nur PERFEKT!
Es wäre echt schön, wenn wir das in Deutschland auch hätten.
Eine Kostenfrage kann das Ganze nicht sein. Solche Systeme funktionieren in x unterschiedlichen Ländern. Und an Orten, wo die Leute deutlich weniger Geld haben als hier. Auch in Danzig, Breslau oder Tallinn kann ich direkt mit kontaktloser Kreditkarte in den Bus oder die Straßenbahn steigen.
Ein vorheriger Poster hat schon geschrieben: An Punkten mit wenig Verkehrsaufkommen nimmt man dann keine Schranken und kein "abgesperrtes" Bahnhofsgebiet, sondern bringt die Leser am Fahrzeug an.
Wenn Flatrate-Preise gewünscht sind, ist es entsprechend auch nur mit tap in und ohne tap out realisierbar.