Ab Montag werden die Kunden befragt! (Reiseberichte)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 20.07.2019, 21:49 (vor 2440 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 20.07.2019, 21:52

Ey, ich war auch mal Erster!

Und zwar im weltallerersten InterRegio, der da am Sonntagmorgen des Fahrplanwechsels 1988 um 05:56 in Göttingen zur Fahrt nach Hamburg startete. Vorne erstes Abteil direkt hinter der 103. Erst zwanzig Minuten später sollte der zweite IR in Altona losrollern. Ich hatte nicht erwartet, daß eine Abordnung des Göttinger Schützenvereins zu einer Blaskapelle den Kasatschok tanzt, aber mit Andrang und Fotoapparaten hatte ich schon gerechnet. Da war aber gar nichts los auf dem Bahnsteig, mit mir vielleicht 10 Leute, die Hälfte davon unbeteiligte Senioren. Ich war über so viel Gleichgültigkeit der Göttinger aufrichtig entsetzt.

Da konnte man am Premierentag für einen symbolischen Sonderpreis von 3 oder 5 DM(?) Göttingen - Hannover oder Hannover - Hamburg fahren. Habe ich natürlich beides gemacht, hin und rück. Anders als auf den Werbeplakaten "nur im Vorverkauf am Schalter" konnte ich direkt beim netten Schaffner die Folgeetappe lösen und im IR sitzen bleiben statt in Hannover zum Schalter zu flitzen und zwei Stunden warten zu müssen. Irgendwann war ich ins neue BordBistro gewechselt.

Interessant finde ich, daß es diesen Zug seit besagtem Sonntagmorgen ununterbrochen bis heute gibt, also schon über 30 Jahre! Zwischenzeitlich mal als NORDPFEIL bis in die nördlichste Einöde Jütlands und heute als ICE. Mal sehen, ober er auch den Deutschlandtakt 2030 überlebt.


Jörg, Du Bundeserhebungsleiter*, dann winke doch mal bitte einen schönen Gruß an den wildromantischen ZOB von Quendorf zu. Richte ihm aus, daß ich ihn mal besuchen kommen werde. Mit Klappstuhl und Getränkevorrat.

(* Hätte Dir nicht auch exklusiv zugestanden das heutige Bundeswehr-Glöbnis in Berlin abschreiten zu dürfen und daß sich vor Dir die Truppenfahne senkt?)

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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