Lufthansa Chef empfiehlt auf Kuzrstrecke die Bahn (PM) (Allgemeines Forum)

Power132, Freitag, 21.06.2019, 20:06 (vor 2484 Tagen)

Im Spiegel+ Interview mit Lufthansa Chef empfiehlt dieser die Bahn bei der Kurzstrecke, weil diese für die für die LH unprofitabel sind.

https://www.spiegel.de/plus/lufthansa-chef-carsten-spohr-tickets-unter-zehn-euro-sind-n... (evtl über Google lesbar).

Die Verbotspartei will Inland-Flüge ganz verbieten

Blaschke, Freitag, 21.06.2019, 23:07 (vor 2484 Tagen) @ Power132

Tach.

Die Verbotspartei meldet sich auch wieder. Demnach ist 2038 Schluß mit Inlandsflügen.

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/inlands-fluege-verbot-gruenen-politiker...


Wäre der Branche wahrscheinlich nicht mal unrecht, wenn es ALLE trifft. Denn dann werden reichlich Slots frei für Langstreckenflüge. Dann wird lang statt kurz geflogen. Soll für die Umwelt nicht so schön sein. Aber was stört's die Ökos?

Gilt das dann eigentlich auch für die Politikerkaste? Was da wohl die Parteifreunde hoch droben an den Fleischtöpfen der Macht dazu sagen? Ach so, die fahren dann Auto. Wird wie ähnlich in Rußland und Co. dann die Hauptstraße freigeräumt. Und der ÖPNV muss warten.


Schöne Grüße von jörg

Billige Polemik

Power132, Samstag, 22.06.2019, 09:26 (vor 2483 Tagen) @ Blaschke

und kein Sachbeitrag

Billige Polemik

agw, NRW, Samstag, 22.06.2019, 11:26 (vor 2483 Tagen) @ Power132

und kein Sachbeitrag

Wer bei progressiven Parteien von Verbotsparteien redet, hat gar nicht bemerkt, dass konservative Parteien genauso gerne verbieten bzw. (Und das ist der Trick) verboten bleiben lassen ("verboten, weil...illegal").

Der konservative verbietet etwas, weil es schon immer so war. Und erlaubt wird, was schon immer erlaubt war. Beweggründe werden nicht neu hinterfragt.

Progressive verbieten etwas neu, weil sich die Welt weitergedreht hat. Und erlauben andere Sachen, weil sich die Welt weitergedreht hat.

Verboten wird also von allen Seiten. Nur von der einen lässt sich so mancher gerne für dumm verkaufen.

Danke!

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 22.06.2019, 12:12 (vor 2483 Tagen) @ agw

- kein Text -

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Weg mit dem 4744!

Doch was ist konservativ?

J-C, In meiner Welt, Samstag, 22.06.2019, 13:14 (vor 2483 Tagen) @ agw

Ich denke, Konservativ ist es, bewährte Konventionen zu erhalten, sich aber immer wieder die Frage stellen, ob man diese auch sinnvoll vertreten kann.

Hab dazu einen Artikel gefunden

Konkret ist jemand nicht konservativ, wenn er etwas nur damit begründen kann, dass es halt schon immer so war; so jemand hat bestenfalls Angst vor Veränderungen generell.

Ich sehe mich als konservativ und ich wäre von so einer Sichtweise intellektuell unterfordert. Wenn man etwas nicht hinreichend begründen kann, dann kann man dafür sich such nicht überzeugend einsetzen. Das wäre nicht konservativ, da war man zu fa, Argumente zu finden.

Jemand, der ein wenig von Rhetorik versteht, wird auch nicht rechtfertigen, wieso er gegen etwas ist, sondern darlegen, wofür er sich einsetzt und was die Konsequenzen des Standpunktes sind.

Auf deinen Beitrag fokussiert heißt es, dass es zumindest aus meinem Verständnis nicht konservativ ist, etwas Neues aus Prinzip zu verbieten. Stattdessen ist es konservativ, darzulegen, wieso der bisherige Zustand sich bewährt und auch zukunftsfähig ist und man eine Veränderung aus diesem Grund ablehnt. Nur so kann ein Diskurs sinnvoll geführt werden, nur so kann ein Marktplatz der Ideen sinnvoll funktionieren.

Ich bin selber der Auffassung, dass man Prinzipien immer hinterfragen muss, idealerweise um dann den Sinn dieser umso besser zu begreifen und sich dann auch entsprevjend für den Erhalt dieser einsetzen zu können.

Übrigens, was ist konservativer als Klimaschutz, also die Erde zu erhalten, zu konservieren? ;-)

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Nachschlag: Ein Artikel aus der Zeit

J-C, In meiner Welt, Samstag, 22.06.2019, 13:48 (vor 2483 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Samstag, 22.06.2019, 13:48

Link

Find ich sehr lesenswert in der Sache. Ich bin einfach gegen pauschale Verunglimpfungen des konservativen Gedankens, weil diese auch Gift für den Diskurs sind.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Nachschlag: Ein Artikel aus der Zeit

agw, NRW, Samstag, 22.06.2019, 13:59 (vor 2483 Tagen) @ J-C

Link

Find ich sehr lesenswert in der Sache. Ich bin einfach gegen pauschale Verunglimpfungen des konservativen Gedankens, weil diese auch Gift für den Diskurs sind.

Ich bin auch gegen pauschale Vetunglimpfung, deswegen hatte ich Ja konkrete Beispiele genannt.

Ansonsten darf ich aus meiner Email-Signatur zitieren:
"There are two kinds of fool:
One says, 'This is old, and therefore good.'
And one says, 'This is new, and therefore better.'"

Nachschlag: Ein Artikel aus der Zeit

ICE11, Aachen, Samstag, 22.06.2019, 19:38 (vor 2483 Tagen) @ J-C

Ich bin einfach gegen pauschale Verunglimpfungen des konservativen Gedankens, weil diese auch Gift für den Diskurs sind.

Ist aber leider alltäglich geworden. Wenn man kein Anhänger des linksgrünen Mainstreams ist oder es gar wagt, dessen Positionen zu hinterfragen, kriegt man sie spätestens in den so genannten "sozialen Medien" (in meinen Augen gehört vor das "s" noch ein "a") kräftig auf die Mütze!

Nachschlag: Ein Artikel aus der Zeit

Power132, Samstag, 22.06.2019, 19:48 (vor 2483 Tagen) @ ICE11
bearbeitet von Power132, Samstag, 22.06.2019, 19:50

Ich bin einfach gegen pauschale Verunglimpfungen des konservativen Gedankens, weil diese auch Gift für den Diskurs sind.


Ist aber leider alltäglich geworden. Wenn man kein Anhänger des linksgrünen Mainstreams ist oder es gar wagt, dessen Positionen zu hinterfragen, kriegt man sie spätestens in den so genannten "sozialen Medien" (in meinen Augen gehört vor das "s" noch ein "a") kräftig auf die Mütze!

Andersrum ist es aber genauso. Also nehmen sich beide Seiten nichts. Nur halte ich wenig von Blachkes Einlassung und die ungeprüfte Übernahme - außer Populismus nichts vorhanden. Wer sich die Sendung und den Abschnitt anschaut hört da nicht das Wort Verbot.

Kampagnen streut auch das konservativ-rechte Lager mehr als genug. Siehe Rote Socken Kampagne oder die Verteufelung des Veggi Days, was lediglich ein Vorschlag zur Redzuzierung von Fleisch in Kantinen war.

Bestes Besipiel für eine fehlgeleitete konservative Politik: Klasse A ohne Prüfung wenn Klasse B vorhanden.

Hat das Verkehrsministerium nicht andere Baustellen?

Doch was ist konservativ?

agw, NRW, Samstag, 22.06.2019, 13:56 (vor 2483 Tagen) @ J-C

Wenn du damit sagen willst, dass aktuelle konservative Parteien (darauf bezog ich mich), Konservatismus nicht gut umsetzen, das mag sein.
Das Argument bleibt aber bestehen.

(OT) Konservative haben auch keine Antworten

Power132, Samstag, 22.06.2019, 14:45 (vor 2483 Tagen) @ agw

auf die Fragen der Zeit.

Kosnervatismus ist Werteerhalt. Und diese Werte stammen aus den späten 60ziger und 70zigern des letzten Jahrhunderts. Doch die Welt hat sich weitergedreht und der gesellschaftliche Wandel hat sich dem entsprechend auch gezeigt. Gesellschaftlich sind wir wesentlich weiter als der Konservatismus uns Glauben macht.

Was Konservatismus heute zeigt sind aberwitzige Ansichten in verschiedenen Themenbereichen: Abtreibung, Wahlalter auf 16 senken und eine Jugendorganisation, die teilweise Ansichten hat, die der "Mutterparei" noch zu konservativ sind. Oder warum spricht ein 25jähriger MdB einem 16 Jährigen ab, eine konkrete Wahlentscheidung zu treffen. Amthor gegen Senkung des Wahlalters- Mit der aberwitzigen Begründung es gäbe dann Jüngere die sich dann ausgeschlossen fühlten.

Die Hilflosigkeit der Konservativen zeigt sich deutlichst bei dem Vorgang Rezo und deren widersinniges Handeln beim §219a.

Es ist auch kein NoGo Grüne zu kritisieren und an ihren Taten und Vorhaben zu messen, aber echte Antworten haben (Wert)Konservative auf die Fragen unserer Zeit eben nicht. Denen geht es nur um Erhalt der Macht und jedes Mittel ist recht diese zu erhalten. Da geht man mit Konzernen ins Bett die nachweislich zum Schaden der Gesellschaft handeln (Automobilkonzene oder Nestlé) und schreit "Verbot Verbot", wenn Vorsächläge aus der anderen Richtung kommen, wenn man einen Lösungsvorschlag für ein gesellschaftliches Problem offertiert.
Da muss ja die Angst mächtig groß sein, dass die Futtertröge der Macht und des Einflusses wegfallen.

Konservative sind seit 36 Jahren (mit Ausnahme von von sieben Jahren) also sagen wir 29 Jahre in Regierungsverantwortung. Aber wirklichen gesellschaftlichen Wandel haben andere eingeleitet und die Konservativen ruhen sich auf den Lorbeeren anderer aus.

Danke auch von mir!

JanZ, HB, Samstag, 22.06.2019, 16:14 (vor 2483 Tagen) @ agw

- kein Text -

Das Verbot wird ihr in den Mund gelegt

Power132, Samstag, 22.06.2019, 10:13 (vor 2483 Tagen) @ Blaschke

Sie hat in der Sendung (wo es eineinhalb Minuten vor Schluss zum Thema Fliegen kommt) nur gesagt es braucht keine innerdeutschen Flüge. Ab Minute 37:00 geht es ums Fliegen. Da ist was von einer Abschaffung eines Fliegens bspw Berlin - Frankfurt die Rede und die Stärkung der Bahn. Wo sagen beide da was von Verbot?

Wie schon erwähnt, billige parteipolitische Polemik. Selbst der LufthansaChef hat ja wie verklnkt erwähnt, wie kostenintensiv innerdeutsche Flüge sind.

Die Verbotspartei will Inland-Flüge ganz verbieten

ICE11, Aachen, Samstag, 22.06.2019, 13:12 (vor 2483 Tagen) @ Blaschke

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/inlands-fluege-verbot-gruenen-politiker...

Der zitierte Politikwissenschaftler ist allerdings auch schlecht informiert, denn immerhin wurden die Inlandsflüge CGN <=> FRA schon vor 12 Jahren eingestellt.

@ Blaschke: Ganz schön leichtsinnig von Dir, die Grünen zu kritisieren. Das ist aktuell doch ein "No Go", weil die doch in den Augen mancher als einizge derzeit die Weisheit gepachtet haben.... ;)

Die Verbotspartei will Inland-Flüge ganz verbieten

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 22.06.2019, 15:05 (vor 2483 Tagen) @ ICE11

Welche Partei, Interessensverband oder Bürgerinitiative behauptet das nicht von sich?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

theoretisch ja

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 21.06.2019, 23:35 (vor 2483 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 21.06.2019, 23:37

Im zentralsten Mitteleuropa gelegen: Brüssel 19:25 - 21:15 Köln = letzte Fahrt mitten in der Woche. Das ist recht bescheiden. Vor allem wenn man eine Rückverlängerung aus London und Paris hinzu nimmt. Ist der Fahrplan auf die Tagesabläufe in Altenheimen ausgerichtet?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Unrentabel

Taurus83, Nürnberg, Samstag, 22.06.2019, 07:57 (vor 2483 Tagen) @ Alibizugpaar

Ist der Fahrplan auf die Tagesabläufe in Altenheimen ausgerichtet?

Nein, auf's Geldverdienen bei den Bahnunternehmen. Die späteren Züge sind halt weniger gefüllt.


Viele Grüße,
Bernhard

Entscheide dich!

idle2, Samstag, 22.06.2019, 08:35 (vor 2483 Tagen) @ Taurus83

Nein, auf's Geldverdienen bei den Bahnunternehmen. Die späteren Züge sind halt weniger gefüllt.

Deswegen muss sich entscheiden werden: Soll die Bahn Profit machen oder soll der CO2 Ausstoß verringert werden?

Unrentabel

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 22.06.2019, 11:05 (vor 2483 Tagen) @ Taurus83

"Geldverdienen bei den Bahnunternehmen"

Etwa so wie die DB gesagt hat Schlafwagenzüge lohnen sich nicht und dann kommt die ÖBB und macht es einfach? Und die dann -als wäre es nicht schon genug Aufregung- sogar noch ganz neue Nachtzüge kauft, über Pläne zur Netzausweitung nachdenkt.

Deshalb weiß ich nicht so recht. Fällt mir schwer zu glauben, wenn die DB beteuert etwas würde sich nicht lohnen. Ich wette auf den Autobahnen ist auch nach Abfahrt des letzten ICE/THA Brüssel - Köln noch jede Menge los. Und für London - Brüssel - Köln zeigt die Bahnauskunft sogar eine letzte Abfahrt um 15 Uhr in St. Pancras an. In Köln dann um 20:15 Uhr.

--
Gruß, Olaf

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Goethe an Schiller 1797

Unrentabel

agw, NRW, Samstag, 22.06.2019, 11:36 (vor 2483 Tagen) @ Alibizugpaar

Ich sehe auch keine guten Konzepte, wie man zu Schwachlastzeiten weniger heiße/gekühlte Luft durch Die Gegend fährt und zu Stoßzeiten keine Überfüllungen hat.
Andere Länder sind da zum Teil weiter.

Beispiel: man kauft für seine 400m Bahnsteige einen unteilbaren 345m ICx und einen nicht verlängerbaren 245m ECx.

Für mich unverständlich, wenn man bedenkt, dass Trassen das teuerste Gut sind.

Vergleich erster/letzer Flug vs erster/letzter Zug

Power132, Samstag, 22.06.2019, 09:41 (vor 2483 Tagen) @ Alibizugpaar

Im zentralsten Mitteleuropa gelegen: Brüssel 19:25 - 21:15 Köln = letzte Fahrt mitten in der Woche. Das ist recht bescheiden. Vor allem wenn man eine Rückverlängerung aus London und Paris hinzu nimmt. Ist der Fahrplan auf die Tagesabläufe in Altenheimen ausgerichtet?

er erste Flug von Brüssel nach Frankfurt geht um 6:05 (Beispiel 22.06.19) der erste ICE nach Frankfurt um 06:25. Nimmt man die Fahrzeit zum Flughafen Brüssel dann passt das in etwa. Aber der letzte Flug Frankfurt - Brüssel geht auch um 19:05 (Beispiel 22.06.19). Also zu ähnlicher Zeit wie der letzte ICE. Und in der Woche (Bsp 09.07.19) geht der letzte Flug um 18:05 als eine Stunde vor dem letzten ICE.

Was nicht bedeuten soll, dass es auch eine Abfahrt eines ICE nach 21Uhr ab Brüssel geben sollte. Aber da müssen sich auch mehrere Bahnunternehmen einigen. Von einem ICE Paris CDG - Brüssel - Frankfurt oder nach Berlin kann man da weiter nur träumen.

Vergleich erster/letzer Flug vs erster/letzter Zug

Christian_S, Samstag, 22.06.2019, 10:01 (vor 2483 Tagen) @ Power132


er erste Flug von Brüssel nach Frankfurt geht um 6:05 (Beispiel 22.06.19) der erste ICE nach Frankfurt um 06:25. Nimmt man die Fahrzeit zum Flughafen Brüssel dann passt das in etwa. Aber der letzte Flug Frankfurt - Brüssel geht auch um 19:05 (Beispiel 22.06.19). Also zu ähnlicher Zeit wie der letzte ICE. Und in der Woche (Bsp 09.07.19) geht der letzte Flug um 18:05 als eine Stunde vor dem letzten ICE.

Was nicht bedeuten soll, dass es auch eine Abfahrt eines ICE nach 21Uhr ab Brüssel geben sollte. Aber da müssen sich auch mehrere Bahnunternehmen einigen. Von einem ICE Paris CDG - Brüssel - Frankfurt oder nach Berlin kann man da weiter nur träumen.

Man braucht dafür nicht mal internationale Strecken heranzuziehen. Selbst auf kürzeren Strecken ohne direkte Flugkonkurrenz ist die Bahn in Tagesrandlagen oft keine Alternative, da man die Kunden eben am liebsten nur tagsüber befördern möchte, in Tagesrandlage sollen die Leute dann doch bitte zu hause bleiben.

Mein Lieblingsbeispiel ist ja immer Leipzig-Berlin. Abends fährt der letzte ICE ab Leipzig nach Berlin seit Eröffnung der VDE 8.1 generell schon um 22:15, vorher gab es freitags und sonntags zum 23:15 und 00:15 noch zwei weitere Verbindungen.
In der Gegenrichtung ists noch schlimmer, letzter ICE ab Berlin nach Leipzig schon um ca 21:30. Auch im Nahverkehr gibts später keine Verbindung mehr. Jegliches Abendprogramm in Berlin ist damit für Leipziger nicht machbar mit der Bahn, es hilft nur Flixbus oder der PKW.

Abseits der deutschen Hauptroute Hamburg-Ruhrgebiet-Frankfurt-München/Basel ist der Fernverkehr in Tagesrandlagen kaum verhanden und somit häufig auch kein Ersatz für Kurzstreckenflüge.

Vergleich erster/letzer Flug vs erster/letzter Zug

agw, NRW, Samstag, 22.06.2019, 14:05 (vor 2483 Tagen) @ Christian_S

Das Problem könnte man ja durch Ausschreibung von FV-Linien lösen.

Es wird die gesamte Betriebszeit ausgeschrieben, die man gerne hätte, inkl. unwirtschaftlicher Tagesrand- und ggf. Nachtexpresszügen.
Gäbe es die Möglichkeit zur Ausschreibung/Konzessionsvergabe, könnte man so erstmal kostenneutral diese Fahrten bekommen.

Am Ende wird die fehlende Kostendeckung natürlich auch auf alle Fahrkarten umgelegt. Gerade diese Spätzüge könnten aber über Sparpreise sogar die günstigsten bleiben.

Hamburg - Hannover

HBSA, Hamburg, Samstag, 22.06.2019, 16:22 (vor 2483 Tagen) @ Christian_S

Von Hannover nach Hamburg fahren den ganzen Abend lang ICEs.
Von Hamburg nach Hannover wird es ab 20:01 dünn, dann erst wieder mitten in der Nacht.

Wer in Hamburg einen Tagesausflug macht kann abends nicht/nur noch früh essen gehen, sonst bleibt nur noch der Metronom, der nach Hannover fast doppelt so lange fährt. Durch die Baustelle Hannover - Göttingen fährt der letzte ICE bereits eine halbe Stunde früher...

Schlimmer noch für die Tagespendler nach Hamburg, die müssen dann spätestens 19:30 bzw. 19:00 Feierabend machen.

--
Fahrdienstleiter & Genießer guter Bahnerlebnisse

Hamburg - Hannover

markman, Samstag, 22.06.2019, 17:23 (vor 2483 Tagen) @ HBSA

Von Hannover nach Hamburg fahren den ganzen Abend lang ICEs.
Von Hamburg nach Hannover wird es ab 20:01 dünn, dann erst wieder mitten in der Nacht.

Wer in Hamburg einen Tagesausflug macht kann abends nicht/nur noch früh essen gehen, sonst bleibt nur noch der Metronom, der nach Hannover fast doppelt so lange fährt. Durch die Baustelle Hannover - Göttingen fährt der letzte ICE bereits eine halbe Stunde früher...

Schlimmer noch für die Tagespendler nach Hamburg, die müssen dann spätestens 19:30 bzw. 19:00 Feierabend machen.

solang ich schon selbstständig bin (seit über 17 Jahren), hat sich da nichts geändert. Ich bin häufig in HH und gerade im Sommer kommt man da abends nicht weg. Nichts gegen Hotels, aber Abendveranstaltungen kommen dann noch so oft in Frage, wie ich gerne teilnehme würde,

Gruß,
Markman

Hamburg - Hannover

HBSA, Hamburg, Samstag, 22.06.2019, 17:38 (vor 2483 Tagen) @ markman

Teile deine Meinung vollkommen.

Ich hatte vor einem Jahr überlegt, meine Wohnung in Hamburg gegen eine BC100 zu tauschen...

Als ich aber feststellte, dass ich dann abends nach Vorlesungen richtig zum Bahnhof heizen oder Metronom fahren müsste, war das Thema für mich vorbei. 2+ Stunden fahren und suboptimale Anschlüsse sind nicht meine Welt. Vor allem wenn ich jetzt sehe, dass beim Metronom wegen fehlenden Steuerwagen am Limit gefahren wird...

--
Fahrdienstleiter & Genießer guter Bahnerlebnisse

Hamburg - Hannover

Aphex Twin, Samstag, 22.06.2019, 22:26 (vor 2483 Tagen) @ HBSA

Von Hannover nach Hamburg fahren den ganzen Abend lang ICEs.
Von Hamburg nach Hannover wird es ab 20:01 dünn, dann erst wieder mitten in der Nacht.

Und der Grund dafür ist wahrscheinlich dass die DB keine ICEs in Hannover (oder Kassel, Fulda) übernachten lassen will. Jeder ICE der abends Hamburg verlässt muss es daher vor Betriebsschluss noch bis nach Frankfurt schaffen. Vereinfacht gesagt zumindest.

Hamburg - Hannover

gnampf, Sonntag, 23.06.2019, 11:49 (vor 2482 Tagen) @ Aphex Twin

Und der Grund dafür ist wahrscheinlich dass die DB keine ICEs in Hannover (oder Kassel, Fulda) übernachten lassen will. Jeder ICE der abends Hamburg verlässt muss es daher vor Betriebsschluss noch bis nach Frankfurt schaffen. Vereinfacht gesagt zumindest.

Dagegen spricht z.B. ICE580 aus München der in Kassel Wilhelmshöhe endet. Oder 776 der in Oldenburg endet. Vermutlich werden beide im Anschluß dann ohne Fahrgäste wo anders hin überführt.
Und was ist schon Betriebsschluß? Einen Schluß gibt es ja nicht, es fahren auf den Fernstrecken rund um die Uhr Züge, Fahrdienstleister sind da, Bahnhöfe sind zugänglich, etc. Also erstmal nur eine Frage der Personalplanung. Wenn nicht für den gesamten Laufweg genug Fahrgastpotential besteht kann man z.B. die Mannschaft auf den Lokführer reduzieren und halt eine reine Überführungsfahrt machen.
Wenn es scheitert, dann also eher am fehlenden Personal, fehlendem Fahrmaterial oder der fehlenden Wirtschaftlichkeit.

Hamburg - Hannover

Aphex Twin, Sonntag, 23.06.2019, 12:22 (vor 2482 Tagen) @ gnampf

Und der Grund dafür ist wahrscheinlich dass die DB keine ICEs in Hannover (oder Kassel, Fulda) übernachten lassen will. Jeder ICE der abends Hamburg verlässt muss es daher vor Betriebsschluss noch bis nach Frankfurt schaffen. Vereinfacht gesagt zumindest.


Dagegen spricht z.B. ICE580 aus München der in Kassel Wilhelmshöhe endet. Oder 776 der in Oldenburg endet. Vermutlich werden beide im Anschluß dann ohne Fahrgäste wo anders hin überführt.
Und was ist schon Betriebsschluß? Einen Schluß gibt es ja nicht, es fahren auf den Fernstrecken rund um die Uhr Züge, Fahrdienstleister sind da, Bahnhöfe sind zugänglich, etc. Also erstmal nur eine Frage der Personalplanung. Wenn nicht für den gesamten Laufweg genug Fahrgastpotential besteht kann man z.B. die Mannschaft auf den Lokführer reduzieren und halt eine reine Überführungsfahrt machen.
Wenn es scheitert, dann also eher am fehlenden Personal, fehlendem Fahrmaterial oder der fehlenden Wirtschaftlichkeit.

Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Die DB vermeidet es Züge in Orten wie Kassel oder Oldenburg enden zu lassen (mit einigen wenigen Ausnahmen) weil sie die Kosten, Personal, Trassen, Fahrzeuge die vor allem für die daraus resultierenden Überführungen notwendig sind scheut (weil z.B. ein Zug der überführt wird nicht gleichzeitig gereinigt und gewartet werden was zusätzliche Garnituren oder mehr parallel bereitstehende Wartungskapazitäten benötigt).

Und natürlich ist Betriebsschluss ein vereinfachter Begriff in Bezug auf den Fernverkehr der DB. Zum einen gibt ein paar echte Nacht-ICEs und zum anderen sind die Kriterien die die Bahn benutzt um den letzen Halt eines Fernverkehrszuges am Tagesende festzulegen variabel. Da ist z.B. der Punkt bis wann am Abend die Fernverkehrsreisenden noch Anschluss an Nahverkehr in Form von S-Bahnen, Trams und Bussen haben, auch werden manche Bahnhöfe für eine gewisse Zeit über Nacht komplett geschlossen und schliesslich ab wann die Bahn plant Trassen auf den Fernverkehrsstrecken für Güterzüge zu verwenden (echte Nachtzüge sind oft langsamer weil Güterzüge die schnellen Trassen beschneiden).

Problem sind die Abstellgleise, Kosten und Tf

ffz, Sonntag, 23.06.2019, 13:35 (vor 2482 Tagen) @ gnampf

Hallo,

das problem warum man ICE's nicht gerne außerhalb der Werke übernachten lässt sind der Mangel an Abstellgleisen, ein ICE 1 braucht schon ein Abstellgleis was 360m lang ist, mit Oberleitung versehen und was auch noch abgezäunt ist sonst wird der Zug Nachts völlig voll gesprayt. Dann braucht es gesicherte Wege und Beleuchtung für die Reiniger, sonst darf der Zug nicht gereinigt werden und eine Entsorgungsmöglichkeit für die WC's und Frischwasserversorgung. Dann braucht man einen Tf der mit dort übernachtet oder eine Einsatzstelle von DB Fernverkehr. Ein Abstellgleis kostet pro Nacht 65€, ein Trassengleis zu belegen kostet 150€, das summiert sich ganz schnell. In den Werken von DB Fernverkehr ist die Abstellung kostenlos, da die Werke DB Fernverkehr gehören.

Das nächste Thema ist das Vorrangsrecht des Güterverkehrs auf den SFS Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart zwischen 23:45 Uhr und 5 Uhr. In dieser Zeit dürfen außer im Verkerhrsauslauf und bei Baustellen und dann nur mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ICE's über die oben genannten SFS'en fahren, die SFS'en sind dann für den Güterverkehr reserviert und der läuft auch entsprechend. Wenn der letzte ICE entsprechend Verspätung hat, wird der Zug dispositv durch die BZ über die Altbaustrecken umgeleitet mit der entsprechenden Verspätung, das trifft den ICE 990/RJx 66 München - Stuttgart - Frankfurt(Main) Hbf mit beeindruckender Regelmäßigkeit, hat der Zug mehr wie 20 Min Verspätung ab Stuttgart Hbf, fällt der Zug entweder ab Stuttgart Hbf aus, oder wird mit 15 Min Zusatzverspätung über die SFS mit 160 km/h gefahren, oder wenn er mehr wie 30 Min Verspätung hat wird er mit 45 Min Zusatzverspätung über die Altbaustrecke umgeleitet.

Dazu kommen viele Baustellen Nachts zwischen 22 Uhr und 5 Uhr, die dafür sorgen dass die Züge dann sehr oft umgeleitet werden müssen, die Nacht ICE 618/1018/1118/619/1019, 992/993 dürften am Jahresende auf etwa 12 Wochen von 52 Wochen kommen, wo wirklich durchgehend der Regelweg befahren wird.

Hamburg - Hannover

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 23.06.2019, 12:55 (vor 2482 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 23.06.2019, 12:58

Warum sollte ein ICE nicht in Kassel übernachten können? Ich gehe davon aus, daß die ICE nicht nur nachts zwischen 21 und 6 Uhr in den Werken gewartet werden, sondern rund um die Uhr. Warum also müssen die Züge unbedingt noch Hamburg oder Frankfurt erreichen?

Wenn ein ICE um 17 Uhr gewartet und gereinigt aus dem Werk kommt, dann ist der um 23 Uhr doch nicht schon wieder hoffnungslos verdreckt und die WC müssten auch noch Wasser haben. Warum sollte es zwangsläufig zu Überführungsfahrten kommen? Es muß doch jemanden in Kassel geben, der nachts mit einem blauen Sack durch den Zug geht. Und wenn es jemand im Auftrag von Regio ist.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Vergleich erster/letzer Flug vs erster/letzter Zug

Aphex Twin, Samstag, 22.06.2019, 10:05 (vor 2483 Tagen) @ Power132

Im zentralsten Mitteleuropa gelegen: Brüssel 19:25 - 21:15 Köln = letzte Fahrt mitten in der Woche. Das ist recht bescheiden. Vor allem wenn man eine Rückverlängerung aus London und Paris hinzu nimmt. Ist der Fahrplan auf die Tagesabläufe in Altenheimen ausgerichtet?


er erste Flug von Brüssel nach Frankfurt geht um 6:05 (Beispiel 22.06.19) der erste ICE nach Frankfurt um 06:25. Nimmt man die Fahrzeit zum Flughafen Brüssel dann passt das in etwa. Aber der letzte Flug Frankfurt - Brüssel geht auch um 19:05 (Beispiel 22.06.19). Also zu ähnlicher Zeit wie der letzte ICE. Und in der Woche (Bsp 09.07.19) geht der letzte Flug um 18:05 als eine Stunde vor dem letzten ICE.

Böse Zungen könnten behaupten dass Nicht-Belgier nach Büroschluss möglichst bald Brüssel verlassen wollen (oder dass die meisten ausländischen Besucher nur aus beruflichen Gründen nach Brüssel kommen).

Lufthansa Chef empfiehlt auf Kuzrstrecke die Bahn (PM)

Lumi25, Montag, 24.06.2019, 21:22 (vor 2481 Tagen) @ Power132

Die ICE-Fahrzeiten sind aber oftmals nicht konkurrenzfähig.

Köln-Berlin in über 4 Stunden ist ein Witz und auch die Zukunft verheißt nichts gutes. Es wird nur kurze Rennpisten geben wo Flixtrain eine Konkurrenz bleiben wird.

Bei Köln-Hamburg könnte man schon jetzt attraktive Fahrzeiten anbieten aber das macht die DB nur zwei mal am Tag (wenn überhaupt).

Köln-München in 4 Stunden gab es auch mal hat man aber eingestellt. Ist auch nur ein Zugpaar gewesen also völlig halbherziges Angebot. Der Taktzug benötigt mindestens 30 Minuten länger.

Also Kurzstreckenflüge wird es auch weiterhin geben die Bahn ist meist einfach viel zu langsam, da man fast nirgens mit Vmax. vorbei fahren darf. Umso verwunderlicher, dass es in Stendal eine Umfahrung gibt.

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