? zu SSP EU CZ, Streckenbindung/Grenztarifpunkt (Fahrkarten und Angebote)

bahnfahrerofr., Dienstag, 04.06.2019, 22:55 (vor 2485 Tagen)
bearbeitet von bahnfahrerofr., Dienstag, 04.06.2019, 22:57

Hallo zusammen,

leider mal wieder eine leidige Frage zur Zug- oder besser gesagt Streckenbindung.

Gebucht ist ein Sparpreis Europa Tschechien von Nordost-Tschechien nach Deutschland. Die gebuchte Verbindung geht über Prag, Pilsen, Furth im Wald mit anschließendem NV nach Nürnberg, dortiger Übernachtung, weiter NV nach Würzburg, FV-Teil und weiterer NV-Nachlauf (ja, sorry, etwas komplex, aber der innerdeutsche Teil ab Nürnberg ist für die Frage eher unwichtig).

Gewählt habe ich die "letzte" Verbindung des Tages ab Prag nach Bayern, die ohne Bus auskommt, nämlich ab 17:45 (mit dem ALX nach Furth im Wald). Sonst wäre ich über Cheb gefahren, dort ist aber schon bei der Verbindung ca. eine Stunde früher Ende. Später als ca. 19 Uhr fährt kein Zug mehr nach Marktredwitz...

Schon bei der Buchung hatte ich etwas Bedenken bzgl. Anschlussverlust tief in CZ und anschließendem Stranden in Prag oder Plzen, nun ist aber am betreffenden Tag auch noch SEV östlich von Prag, bis Prag muss ich insgesamt 4x umsteigen mit teils sehr kurzen Übergängen.

Der Wegetext lautet:

VIA: <1154>Hradec Kralove*Nymburk*Praha*Plzen<1080>(xx.xx.2019)NV*(xx.xx.2019)WÜ-Hbf xx:xx ICxxxx/Mainz*NV

Die Frage ist nun zuerst mal: Warum ist kein Grenztarifpunkt enthalten? Für die Hinfahrt ist einer drin.

Aufgrund der durch den SEV erhöhten Anschlussverlustgefahr würde ich nun evtl. eine Stunde eher los fahren. Dann wäre eine Verbindung über Cheb genau passend. Jetzt ist die Frage, ob ich aufgrund der fehlenden Grenzübergangsangabe im Wegetext einfach über Cheb (gr) fahren darf? Ich meine, *Plzen* passt ja für Cheb auch... und innerdeutsch sollte es sowieso kein Problem sein, da der NV bis Nürnberg so oder so verkehrsüblich ist. Die Frage ist eher wie das Tschechische Personal im Abschnitt Plzen-Cheb die Fahrkarte beurteilt. Leider ist es ein Online Ticket, d.h. die Verbindung über Furt im Wald ist unten abgedruckt.

Kann jemand was dazu sagen, ob das Fehlen des Grenztarifpunktes dazu berechtigt alle abgedeckten Übergänge zu nutzen?

Eine weitere Fallkonstellation wäre: Ich fahre wie gebucht, es gibt Verspätungen und in Prag ist also der Anschluss weg. Auch dann würde es sich anbieten, nach Cheb zu fahren und dort ein Taxi nach Marktredwitz zu nehmen (vielleicht 25 Euro, tschechisches Taxi), denn man erreicht so noch Nahverkehr nach Nürnberg und erreicht das Zwischenziel noch am selben Tag. Auch hier wieder die Frage ob die Fahrt nach Cheb abgedeckt wäre, mit dem Unterschied, dass hier noch ein Verspätungsfall vorliegt...?

Was eine Erstattung der Taxikosten angeht sieht es sowieso mau aus, da diese nicht vom SC FGR bearbeitet werden. Zuständig für Hilfeleistungen wäre wohl der tschechische Betreiber des letzten Bahnhofs, an dem man strandet, wenn die Weiterreise am selben Tag nicht mehr zumutbar ist. Wenn man nach eigener Entscheidung nach Cheb weiterfährt, obwohl eine andere Verbindung am Ticket steht, erscheint mir die Erfolgsaussicht wohl eher gering.

Vielleicht wäre diese höher, wenn man noch bis Domazlice fährt wie auf der Verbindung, nur bei einer Ankunft gegen 22 Uhr wird man dort nicht mehr viel Personal antreffen. Also auch keine Lösung.

Was wäre euer Rat im Falle einer Verspätung?

Danke schon mal im Voraus,

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A-W, Hannover, Mittwoch, 05.06.2019, 03:06 (vor 2484 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Hallo bahnfahrerofr.,

Warum der Grenztarifpunkt nicht explizit genannt ist, kann man nur spekulieren. Das ist aber nicht einzigartig. Das hatte ich bei einer Fahrt nach Stettin auch: siehe hier. Meine Vermutung ist, dass die DB das bewusst gemacht hat, damit man auf der Fahrt nach Deutschland mehr Flexibilität bei Verspätungen im Ausland hat. Wie Du dem Thread oben entnehmen kannst, habe ich sowohl bei der DB als auch PKP IC es mündlich bestätigt bekommen, dass bei einem nicht eingetragenen Grenztarifpunkt, darf die Fahrt über beliebigen Grenzübergang erfolgen, solange du deinen übrigen Wegevorschrift einhalten kannst. Das bedeutet nicht nur die Strecke bzw. den Raum sondern auch die Beförderer.

Also, die Fahrt über Cheb als auch Fürth in Wald erscheint mir zulässig. Bei Fragen, muss man darauf verweisen, dass wenn kein Grenzübergang genannt ist, dann ist jeder erlaubt. (Früher hat man das mit drei Sternchen gelöst z. B. <1154>***<1080> bzw. <1154>Hradec Kralove*Nymburk*Praha*Plzen***<1080> und alle wussten Bescheid)

Für die Fahrgastrechte stellt dein Zwischenhalt gar keine Rolle. Es zählt ausschließlich der Ziel und wenn du verspätet am Ziel ankommst, dann wie viel Verspätung hast du erreicht in Bezug auf die Ankunftszeit am Zielort laut gekaufter Fahrkarte. Solange du den Zielort mit weniger als 60 Minuten Verspätung erreichst, bekommst du keine Entschädigung.

Da ich deine Verbindung nicht im Detail kenne kann ich nur nach den bekannten Daten beurteilen: Wenn du befürchtest, dass du irgendwo in Tschechien stranden würdest, würde ich eine Strecke nehmen, die über eine (idealerweise größere) Stadt führt, denn da hat man eine größere Chance überhaupt Personal zu finden. Auch Übernachtung wäre leichter in einer Stadt im Vergleich zum kleinen Dorf zu organisieren. Sieh das ganze aber nicht schwarz: Immerhin hast du eine durchgehende Fahrkarte, was das ganze viel leichter macht und in Tschechien sollte das Problem mit der Sprache zu lösen sein.

Viele Grüße,
A-W

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bahnfahrerofr., Mittwoch, 05.06.2019, 06:23 (vor 2484 Tagen) @ A-W

Hallo,

erst mal Danke für deine Einschätzung bzgl
des Grenztarifpunktes. Das klingt ja schon mal ganz gut :-)

Für die Fahrgastrechte stellt dein Zwischenhalt gar keine Rolle. Es zählt ausschließlich der Ziel und wenn du verspätet am Ziel ankommst, dann wie viel Verspätung hast du erreicht in Bezug auf die Ankunftszeit am Zielort laut gekaufter Fahrkarte. Solange du den Zielort mit weniger als 60 Minuten Verspätung erreichst, bekommst du keine Entschädigung.

Dass die EU FGR wegen der Übernachtung nicht greifen war mir schon beim Kauf klar, nur hätte man theoretisch Anspruch auf Hilfeleistung nach "Ziffer 9.5 GCC-CIV/PRR" (aber nur bei Verschulden der Bahn). Da male ich mir eben in Cheb deutlich bessere Chancen aus am Abend ein Taxi nach Marktredwitz zu erhalten, als in Domazlice.

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mmandl, Donnerstag, 06.06.2019, 09:19 (vor 2483 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Dass die EU FGR wegen der Übernachtung nicht greifen war mir schon beim Kauf klar, nur hätte man theoretisch Anspruch auf Hilfeleistung nach "Ziffer 9.5 GCC-CIV/PRR" (aber nur bei Verschulden der Bahn). Da male ich mir eben in Cheb deutlich bessere Chancen aus am Abend ein Taxi nach Marktredwitz zu erhalten, als in Domazlice.

Auch das ist keineswegs klar!

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mmandl, Donnerstag, 06.06.2019, 09:18 (vor 2483 Tagen) @ A-W

Für die Fahrgastrechte stellt dein Zwischenhalt gar keine Rolle. Es zählt ausschließlich der Ziel und wenn du verspätet am Ziel ankommst, dann wie viel Verspätung hast du erreicht in Bezug auf die Ankunftszeit am Zielort laut gekaufter Fahrkarte. Solange du den Zielort mit weniger als 60 Minuten Verspätung erreichst, bekommst du keine Entschädigung.

Das ist auch so ein Märchen. Schau mal in die Verordnung: "Wurde der Beförderungsvertrag für eine Hin- und Rückfahrt abgeschlossen, so wird die Entschädigung für eine entweder auf der Hin- oder auf der Rückfahrt aufgetretene Verspätung auf der Grundlage des halben entrichteten Fahrpreises berechnet. In gleicher Weise wird der Preis für einen verspäteten Verkehrsdienst, der im Rahmen eines sonstigen Beförderungsvertrags mit mehreren aufeinanderfolgenden Teilstrecken angeboten wird, anteilig zum vollen Preis berechnet."

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Gast, Mittwoch, 05.06.2019, 08:30 (vor 2484 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Vielleicht wäre diese höher, wenn man noch bis Domazlice fährt wie auf der Verbindung, nur bei einer Ankunft gegen 22 Uhr wird man dort nicht mehr viel Personal antreffen.

Ich habe Domazlice noch nie ohne Fahrdienstleiter gesehen, allerdings war ich auch noch nie später als 20:20 Uhr dort.

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bahnfahrerofr., Mittwoch, 05.06.2019, 09:04 (vor 2484 Tagen) @ Gast

Vielleicht wäre diese höher, wenn man noch bis Domazlice fährt wie auf der Verbindung, nur bei einer Ankunft gegen 22 Uhr wird man dort nicht mehr viel Personal antreffen.


Ich habe Domazlice noch nie ohne Fahrdienstleiter gesehen, allerdings war ich auch noch nie später als 20:20 Uhr dort.

FDL wird schon da sein, aber eher kein Servicepersonal o.ä.

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Gast, Mittwoch, 05.06.2019, 10:56 (vor 2484 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Der kommt aber immer heraus, wenn ein Zug kommt, und wäre in solchen Fällen wohl auch nicht schlechter ansprechbar als „Servicepersonal“.

Allerdings käme in Domazlice nur eine Übernachtung in Betracht, da von Furth im Wald auch nichts mehr fahren würde, und falls sich die Bahn nicht zuständig sieht, dort dann um diese Zeit selbst nach einer Unterkunft zu suchen, könnte eher unschön sein.

OT: Unbürokratische Hilfe

Gast, Mittwoch, 05.06.2019, 11:20 (vor 2484 Tagen) @ Gast

Mir wurde beim letzten Problemfall in Domazlice sehr unbürokratisch geholfen: Ich wollte vom Personenzug aus Klatovy, Planankunft 19:52 Uhr, in den letzten Alex, Planabfahrt 20:01, umsteigen. Der Personenzug hatte 20 Minuten Verspätung, ich fragte die Schaffnerin nach dem Anschluß, sie telefonierte und sagte dann, der letzte Alex dürfe vereinbarungsgemäß nicht länger als 10 Minuten aufgehalten werden, er sei außerdem auch fast pünktlich von Pilsen abgefahren, das werde also leider nichts. Ich bat, dann für meine Weiterreise zu sorgen, am besten gleich ein Taxi nach Furth im Wald zu organisieren, so daß ich dort die letzte Oberpfalzbahn erreiche. Da telefonierte sie nochmal, druckste herum und meinte, das gehe wohl nicht, das solle ich aber mit dem Fahrdienstleiter in Domazlice klären. Kurz vor der Ankunft kam sie nochmal vorbei und flüsterte in verschwörerischem Tonfall: Alex čeka! Tatsächlich sah ich ihn in Domazlice vor dem Bahnhof am Einfahrsignal stehen - es hatte da anscheinend eine Störung gegeben und das Signal schaltete seltsamerweise genau in dem Moment auf grün, als mein Zug eintraf ... Was auch immer da los gewesen sein mag, ich dankte ...

OT: Unbürokratische Hilfe

bahnfahrerofr., Mittwoch, 05.06.2019, 12:30 (vor 2484 Tagen) @ Gast

Danke für den Erfahrungsbericht, sehr amüsant :-)

Allerdings käme in Domazlice nur eine Übernachtung in Betracht, da von Furth im Wald auch nichts mehr fahren würde, und falls sich die Bahn nicht zuständig sieht, dort dann um diese Zeit selbst nach einer Unterkunft zu suchen, könnte eher unschön sein.

Genau deswegen hatte ich für den Fall eher Cheb ins Auge gefasst, weil dort wie gesagt in Marktredwitz noch ein Wackeldackel nach Nürnberg erreicht wird.

*g*

Blaschke, Mittwoch, 05.06.2019, 14:43 (vor 2484 Tagen) @ Gast

Huhu.

Ich wollte vom Personenzug aus Klatovy, Planankunft 19:52 Uhr, in den letzten Alex, Planabfahrt 20:01, umsteigen. Der Personenzug hatte 20 Minuten Verspätung, ich fragte die Schaffnerin nach dem Anschluß, sie telefonierte und sagte dann, der letzte Alex dürfe vereinbarungsgemäß nicht länger als 10 Minuten aufgehalten werden, er sei außerdem auch fast pünktlich von Pilsen abgefahren, das werde also leider nichts. Ich bat, dann für meine Weiterreise zu sorgKurz vor der Ankunft kam sie nochmal vorbei und flüsterte in verschwörerischem Tonfall: Alex čeka! Tatsächlich sah ich ihn in Domazlice vor dem Bahnhof am Einfahrsignal stehen - es hatte da anscheinend eine Störung gegeben und das Signal schaltete seltsamerweise genau in dem Moment auf grün, als mein Zug eintraf ... Was auch immer da los gewesen sein mag, ich dankte ...


Ja, was mag da wohl losgewesen sein ... ;-)

Hierzulande ging sowas früher auch. Da hat man in Osnabrück den Rollbahn-IC auch schon mal warten lassen, wenn die Haus- und Hofeisenbahn etwas später kam aus Bramsche. Irgendwie ließ sich das Signal einfach nicht auf grün schalten.

Aber im heutigen Überwachungssystem geht sowas natürlich nicht mehr so einfach. Da kommt aus einer fernen Zentrale dann schon mal eine Nachfrage. Und da ja der ITF republikweit DIE Segnung ist, kann ja auch nirgends irgendwer warten.

Immerhin scheint in deinem Falle die Schaffnerin dich gemocht zu haben, wenn sie soviel für dich tat. Hast du dich wenigstens erkenntlich gezeigt? Sex oder harte Währung? Oder seid ihr mittlerweile zusammen? Oder trauert Mausi dir wohl heute noch hinterher und hat auch seitdem nie wieder was gemacht für einen Fahrgast? Fragen über Fragen. Wer findet Mausi, um das Rätsel zu lösen ...

Schöne Grüße von jörg

*g*

Gast, Donnerstag, 06.06.2019, 14:29 (vor 2483 Tagen) @ Blaschke

Es kam zu keinerlei Unkeuschheiten. Mir blieb einstweilen nur das Gebet für das Bahnpersonal, alles weitere ist noch offen. Schließlich mußte ich ja schnellstens umsteigen, die Schaffnerin war im Führerstand, es war auch keine Zeit, dem Fahrdienstleiter die Hand zu schütteln und ein Präsent zu überreichen, und seitdem war ich nicht mehr dort...

SSP Tschechien und Ex/ALX doch Anerkennung entgegen BB?

unternehmenzukunft, Mittwoch, 05.06.2019, 16:56 (vor 2484 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Wie ist folgender Tarifkonflikt zu lösen?

Laut
"Besondere Internationale Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG - Sonderbestimmungen für Verkehre mit bestimmten Beförderern ins/im Ausland (SCIC-SB)"
Punkt "5.7 Übersicht zu Besonderheiten für Sparpreis-Angebote in Ländern Osteuropas"
zu "Super Sparpreis Tschechien" und "Sparpreis Tschechien":
"Keine Anerkennung in Zügen der ALEX-Länderbahn und der Vogtlandbahn GmbH."

Gebe ich aber in der Reiseauskunft für z. B. 11.07. ab 09:30 Uhr Praha-Augsburg via Furth im Wald und München ein, so wird mir ein Sparpreis auch für die Verbindungen Praha-München mit direktem Ex/ALX angeboten. Ich dachte bisher, dass ich mit diesem Ex/ALX nur bis Furth im Wald fahren kann, da er ab Grenze eben von ALEX-Länderbahn betrieben wird, die eben laut BB den SP/SSP Tschechien nicht anerkennt.

SSP Tschechien und Ex/ALX doch Anerkennung entgegen BB?

ICE920, München, Mittwoch, 05.06.2019, 17:49 (vor 2484 Tagen) @ unternehmenzukunft

Wie ist folgender Tarifkonflikt zu lösen?

Laut
"Besondere Internationale Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG - Sonderbestimmungen für Verkehre mit bestimmten Beförderern ins/im Ausland (SCIC-SB)"
Punkt "5.7 Übersicht zu Besonderheiten für Sparpreis-Angebote in Ländern Osteuropas"
zu "Super Sparpreis Tschechien" und "Sparpreis Tschechien":
"Keine Anerkennung in Zügen der ALEX-Länderbahn und der Vogtlandbahn GmbH."

Gebe ich aber in der Reiseauskunft für z. B. 11.07. ab 09:30 Uhr Praha-Augsburg via Furth im Wald und München ein, so wird mir ein Sparpreis auch für die Verbindungen Praha-München mit direktem Ex/ALX angeboten. Ich dachte bisher, dass ich mit diesem Ex/ALX nur bis Furth im Wald fahren kann, da er ab Grenze eben von ALEX-Länderbahn betrieben wird, die eben laut BB den SP/SSP Tschechien nicht anerkennt.

Interessanter Aspekt...
Ich habe erst kürzlich so einen Super Sparpreis EU gebucht (Fahrt steht noch aus). Buchung klappt. Der Wegetext sagt:

VIA: <1080>(xx.xx.2019)Y-Stadt zz:zz Zug123/M-Hbf*NV*Furth i Wald(Gr)<1154>

Mal schauen, ob der Schaffner was sagt!

? zu SSP EU CZ, Streckenbindung/Grenztarifpunkt

ICE920, München, Mittwoch, 05.06.2019, 17:57 (vor 2484 Tagen) @ bahnfahrerofr.
bearbeitet von ICE920, Mittwoch, 05.06.2019, 18:01

Der Wegetext lautet:

VIA: <1154>Hradec Kralove*Nymburk*Praha*Plzen<1080>(xx.xx.2019)NV*(xx.xx.2019)WÜ-Hbf xx:xx ICxxxx/Mainz*NV

Die Frage ist nun zuerst mal: Warum ist kein Grenztarifpunkt enthalten? Für die Hinfahrt ist einer drin.

Ist einfach ein Fehler in der IT. Hatte letztens erst so ein SSP Schweiz mit dem tollen Wegetext:

VIA: <1185> [...] Sargans 17:37 RJX367*Buchs(SG)<1181><1080>(22.04.2019)NV*M-Hbf [...]

Grenzübergang CH-AT drin, AT-DE nicht. Gebucht war Lindau. Gefahren sind wir über Kufstein. Hat niemand was gesagt (weder der im Railjet Sargans-Kufstein, noch in den Meridian Kufstein-München.

In deinem Fall, ganz blöd gefragt: Wie willst du denn mit der DB von Plzen aus nach Würzburg kommen? In Plzen hält (soweit ich weiß) kein einziger Zug, der mit <1080> dort abgewickelt wird. Ist ein relativ offensichtlicher Fehler.

Leider ist es ein Online Ticket, d.h. die Verbindung über Furt im Wald ist unten abgedruckt.

Zeig dein Ticket in deiner App vor und schon ist die Verbindung aus den Augen des Schaffners ;)

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mmandl, Donnerstag, 06.06.2019, 09:15 (vor 2483 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Schon bei der Buchung hatte ich etwas Bedenken bzgl. Anschlussverlust tief in CZ und anschließendem Stranden in Prag oder Plzen, nun ist aber am betreffenden Tag auch noch SEV östlich von Prag, bis Prag muss ich insgesamt 4x umsteigen mit teils sehr kurzen Übergängen.

Wenn es den fahrplanmäßigen Zug nicht mehr gibt, darfst du nach EU-Fahrgastrechten mit jedem anderen Zug zu jedem beliebigen Zeitpunkt fahren (vor der geplanten Abfahrt oder zu einem späteren Zeitpunkt). In diesem Fall fällt der gebuchte Zug aus und du wirst voraussichtlich gar nicht mehr am Zielort ankommen. "Gar nicht" ist mehr als 60 Minuten. Daher greift Art. 16 der VO unproblematisch ein. Voraussetzung ist nur, dass es sich um vergleichbare Beförderungsbedingungen zur urpsrünglichen Verbindung handelt. Diese Voraussetzung spielt in der Praxis keine Rolle, sofern du eine vernünftige Verbindung wählst.

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bahnfahrerofr., Donnerstag, 06.06.2019, 10:42 (vor 2483 Tagen) @ mmandl
bearbeitet von bahnfahrerofr., Donnerstag, 06.06.2019, 10:42

Schon bei der Buchung hatte ich etwas Bedenken bzgl. Anschlussverlust tief in CZ und anschließendem Stranden in Prag oder Plzen, nun ist aber am betreffenden Tag auch noch SEV östlich von Prag, bis Prag muss ich insgesamt 4x umsteigen mit teils sehr kurzen Übergängen.


Wenn es den fahrplanmäßigen Zug nicht mehr gibt, darfst du nach EU-Fahrgastrechten mit jedem anderen Zug zu jedem beliebigen Zeitpunkt fahren (vor der geplanten Abfahrt oder zu einem späteren Zeitpunkt). In diesem Fall fällt der gebuchte Zug aus und du wirst voraussichtlich gar nicht mehr am Zielort ankommen. "Gar nicht" ist mehr als 60 Minuten. Daher greift Art. 16 der VO unproblematisch ein. Voraussetzung ist nur, dass es sich um vergleichbare Beförderungsbedingungen zur urpsrünglichen Verbindung handelt. Diese Voraussetzung spielt in der Praxis keine Rolle, sofern du eine vernünftige Verbindung wählst.

Daß ist mir schon bewusst. Innerhalb eines Landes, insbesondere D, hätte ich auch gar kein Problem damit. Aber weil hier eigentlich ein Grenztarifpunkt mit im Spiel ist und fremdsprachige Schaffner bin ich halt etwas vorsichtig. Habe auch schon mal die Aussage gehört, dass bei Abweichungen vom Grenztarifpunkt bei Verspätungen eine neue Fahrkarte vorzustecken ist und anschließend beim SC FGR eingereicht werden muss, da irgendwas mit der Einnahmenverteilung sonst nicht klappt. Dabei kommt mir jetzt aber zu gute, dass die Fahrkarte keinen Grenztarifpunkt aufweist.

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