Frage zu Erstattung bei Sturm (Fahrkarten und Angebote)
Hallo,
wie wird es eigentlich gehandhabt, wenn ein Zug wegen Unwetters/ Sturms etc. nicht pünktlich fährt oder ganz entfällt und der Reisende verspätet an sein Ziel gelangt? Kann man hoffen, trotzdem eine Entschädigung zu bekommen oder geht man leer aus? Man könnte ja argumentieren, dass die Bahn ihre Anlagen so beschaffen muss, dass sie den Sturm aushalten. :-)
Gruß,
Tommyboy
--
Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)
Sturm
Hi,
ist dein Zug unmittelbar von Sturmauswirkungen betroffen, z.B. Unmittelbar, weil auf dem Vorhergehenden Streckenabschnitt ein Baum im Gleis liegt, und eine Umleitung unmöglich geworden ist. Dann nicht.
Besteht die Chance, dass das EVU die Auswirkungen mildern kann, z.b. durch Umleitung, und du kommst trotzdem mit min. 60 Minuten Verspätung an Zielort an, dann wohl schon.
Sturm-Zentrale Anordnung der ZTP
Um 16 Uhr kam folgende Meldung an alle Zubs:
"16:12 - Meldung ZTP Frankfurt: Ausgabe von FGF ab sofort für heute gesperrt. Grund: extreme Witterungsauswirkungen. Ausgabe FGF nur noch im Einzelfall bei eindeutig bahnverschuldeten Ereignissen. ZTP Frankfurt. Danke!"
Soviel dazu!
Sturm-Zentrale Anordnung der ZTP
Gut, das hatte ich vergessen, zur Erwähnen. Ich wollte es noch ergänzen, konnt es aber nicht mehr *g*
Die ZTP kann die Ausgabe von bestätigten FGF sperren :)
Sturm
Hallo,
oh Gott, und das sollen die armen SP-Mitarbeiter mehrere Tage nach der Reise prüfen und entscheiden, ob sie nun den begehrten Sticker auf das Formular kleben oder nicht? Es wirkt schon etwas kompliziert...
Gruß,
Tommyboy
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Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)
Konsequenzen?
Bedeutet das, dass auch der Service im nachhinein die Formulare nicht bestätigen darf bzw. das Service-Center die Anträge ggf. zurückweist?
Gruß,
Tommyboy
--
Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)
Konsequenzen?
Ja, so siehts wohl aus.
Alle ausgefüllten Formulare mit Reisedatum 28.2.ab 16 Uhr werden wohl dann von vornherein abgelehnt werden.
Also nur noch bei echtem Bahnverschulden, dann muß man halt nochmal hart bleiben.
Schließlich gab es keine Unwetterwarnungen durch die Meteorologen!
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm
Hallo,
wie wird es eigentlich gehandhabt, wenn ein Zug wegen Unwetters/ Sturms etc. nicht pünktlich fährt oder ganz entfällt und der Reisende verspätet an sein Ziel gelangt? Kann man hoffen, trotzdem eine Entschädigung zu bekommen oder geht man leer aus? Man könnte ja argumentieren, dass die Bahn ihre Anlagen so beschaffen muss, dass sie den Sturm aushalten. :-)
Gruß,
Tommyboy
Hallo zusammen,
ich habe heute bis 20 Minuten vor Abfahrt des IC 2057 gewartet mit meiner Ticketbuchung. Der Zug stand im 17:20 noch als pünktlich im RIS. Als ich am Bahnhof ankam, habe ich gesehen, daß er immer noch auf der Anzeige stand. Etwa 5 Minuten vor der Abfahrt wurde dann bekanntgegeben, daß der Zugverkehr im Saarland auf unbestimmte Zeit eingestellt wird.
Zwei Fragen hierzu:
1. Wenn ich mein Ticket zurückgebe, muß ich dann die 15 Euro bezahlen (vielleicht fahre ich morgen früh mit dem Auto)?
2. Kann ich morgen früh dieses Ticket noch benutzen (ist nur Hinfahrt, Gültigkeit 28.2.-1.3., aber ich habe da sowas im Kopf, daß die Fahrt am ersten Tag angetreten werden muß)?
Gruß
pole73
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm
1. Wenn ich mein Ticket zurückgebe, muß ich dann die 15 Euro bezahlen (vielleicht fahre ich morgen früh mit dem Auto)?
Nein, musst Du nicht. Du stornierst das Ticket, falls die 15 Euro abgezogen wird, sollte eine kurze EMail an die DB reichen.
2. Kann ich morgen früh dieses Ticket noch benutzen (ist nur Hinfahrt, Gültigkeit 28.2.-1.3., aber ich habe da sowas im Kopf, daß die Fahrt am ersten Tag angetreten werden muß)?
Du kannst morgen ohne Probleme fahren.
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm - LIDL Ticket?
Hallo zusammen,
ich hab jetzt meine Reise von Schwerte nach Stuttgart auch wetterbedingt auf morgen früh verschieben müssen. Um 18:05 wurde im Internet noch die Behauptung aufgestellt, sowohl der RE in Schwerte als auch der ICE in Köln seien pünktlich... leider kam der RE nach Köln nicht mal, Zugvekehr komplett eingestellt. Bevor ich zum Bahnhof gelatscht bin, hab ich nun das heutige Datum in mein Lidl-Ticket eingetragen, wie sieht denn das da aus mit Erstattung? Korrekturen sind ja nicht zulässig.
Normalerweise ist die Haltung wohl, dass man einfach den nächsten Zug nehmen soll, wenn man mit nem Lidl-Ticket unterwegs ist, wird heute allerdings ziemlich schwierig, glaub ich.
Also, was tun? :\
Danke und Gruß,
Marco
doch, die gab es...
Schließlich gab es keine Unwetterwarnungen durch die Meteorologen!
Das ist nicht korrekt, der Deutsche Wetterdienst hat bereits gestern vorwarnungen für NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Würtemberg und Hessen ausgegeben!
Und heute früh 7.43 Uhr wurde für die meisten Teile von NRW eine Unwetterwarnung vor Orkanböen ausgegeben, gültig seit 12Uhr bis vorraussichtlich mitternacht, nur so als beispiel...
Näheres gibt es auch hier
Stürmische Grüsse,
Kai
*mit demolierter Balkonverkleidung*
--
I am older now, but still running against the wind...
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm - LIDL Ticket?
wie sieht denn das da aus mit Erstattung? Korrekturen sind ja nicht zulässig.
Normalerweise ist die Haltung wohl, dass man einfach den nächsten Zug nehmen soll, wenn man mit nem Lidl-Ticket unterwegs ist, wird heute allerdings ziemlich schwierig, glaub ich.
Also, was tun? :\
Du machst Dir wie viele andere da wirklich zu viele Gedanken. Das sollte morgen ohne Probleme anerkannt werden.
doch, die gab es...
Wegen ein paar Euro Erstattung solch ein Theater machen?!?! Da wird eine Unwetterwarnung herausgegeben, aber alle müssen meinen jetzt mit dem Zug fahren zu müssen. Warum nicht einfach zu Hause bleiben und das ganze Unwetter im Fernsehen anschauen.
Konsequenzen?
Alle ausgefüllten Formulare mit Reisedatum 28.2.ab 16 Uhr werden wohl dann von vornherein abgelehnt werden.
Damit würden die es sich aber extrem einfach machen. Als ob "ohne Unwetter" alles pünktlich gewesen wäre. Das das so ist, hat man ja in den vergangenen Wochen gesehen.
Jan
doch, die gab es...
Hallo,
Wegen ein paar Euro Erstattung solch ein Theater machen?!?! Da wird eine Unwetterwarnung herausgegeben, aber alle müssen meinen jetzt mit dem Zug fahren zu müssen. Warum nicht einfach zu Hause bleiben und das ganze Unwetter im Fernsehen anschauen.
also eine Erstattung bei so einer Wetterlage haben zu wollen, halte ich auch für überzogen. Auch wenn die Gehölzpflege manchmal zu wünschen übrig lässt, so ist für mich das heute ganz klar "Höhere Gewalt".
Einfach zu Hause bleiben? Wäre schön, wenn es so einfach wäre. Was ist mit den vielen Wochenendpendlern, deren Arbeitgeber die morgen sehen wollen? Es gibt viele Menschen, die über das Wochenende unterwegs sind und eben nach Hause wollen. Klar, man kann keine großen Erwartungen haben, aber mindestens Personal und eine warme Tasse Tee sollte man den Menschen anbieten können, die an größeren Bahnhöfen stranden.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Nachtrag: Zugbindung und "einfach zu Hause bleiben"
Hallo,
Wegen ein paar Euro Erstattung solch ein Theater machen?!?! Da wird eine Unwetterwarnung herausgegeben, aber alle müssen meinen jetzt mit dem Zug fahren zu müssen. Warum nicht einfach zu Hause bleiben und das ganze Unwetter im Fernsehen anschauen.
noch eine Ergänzung: Hat die DB den Kunden mit zuggebundenen Fahrkarten heute eine unbürokratische Umbuchung auf andere Züge angeboten? Ich meine nicht. Fahrgäste haben also gar keine andere Wahl als ihre Reise heute auch anzutreten. Oder habe ich etwas verpasst?
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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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doch, die gab es...
Achja und dieses Personal kommt dann an die Bahnhöfe geflogen oder was? Setzen sich ins Auto und düsen sofort zum nächsten Bahnhof. Aber klar doch, das Personal muss egal wie zur Arbeit kommen. Ich kann dir aber ein Geheimnis verraten, auch wir Eisenbahner fahren mit der Bahn zur Arbeit. Und auf meiner Strecke fährt im Moment kein Zug.
Nachtrag: Zugbindung und "einfach zu Hause bleiben"
Also habe ich morgen einen Fahrgast mit einer zuggebundenen Fahrkarte im Zug, dann werde ich diesen Fahrgast ganz unbürokratisch mitnehmen. Das habe ich übrigens auch schon ohne Sturmtief gemacht.
doch, die gab es...
Achja und dieses Personal kommt dann an die Bahnhöfe geflogen oder was?
Ich habe es schon weiter unten geschrieben: Das ganze Fernverkehrs-Zugbegleitpersonal ist an vielen Bahnhöfen gerade untätig gestrandet - die könnte man auch an die ServicePoints beordern.
Aber bei der DB gibt es Tausend Gründe, warum so einfache Sachen nicht klappen.
doch, die gab es...
Und für jeden Fernverkehrschaffner steht natürlich auch ein PC am Service-Point bereit, damit er auch vernünftig Auskunft geben kann.
doch, die gab es...
Hallo,
Und für jeden Fernverkehrschaffner steht natürlich auch ein PC am Service-Point bereit, damit er auch vernünftig Auskunft geben kann.
natürlich nicht. Aber spätestens seit Kyrill sollte die DB ins Nachdenken gekommen sein, was sie in solchen Situationen macht. In Leipzig scheint ja wohl mehr möglich zu sein. Spontan kann man nichts regeln. Aber man kann zumindest Personal "vorwarnen", dass ein Herbeiruf möglich ist und dann hätte man am Mittag das Personal anfordern können. Stromversorger machen sowas zum Beispiel. Natürlich hat man auch mal eine "Fehlanforderung", aber das muss man halt in Kauf nehmen.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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doch, die gab es...
Man beachte allerdings auch, dass hier bei uns kein Orkan herrscht und somit nicht alles lahmliegt.
doch, die gab es...
Stimmt, wir Eisenbahner haben ja auch kein Privatleben. Wir leben ja nur für die Bahn und stehen immer sofort zur Verfügung. Wir haben ja auch einen so wichtigen Job wie die Stromversorger. Alle Eisenbahner sofort zu den nächsten Bahnhöfen!!!!! Also ich werde mein Haus nicht verlassen. Weil ich habe Frau und Kinder und möchte doch gesund und munter bleiben. Weil draussen ist ein Sturm. Und ich habe sogar schon von Toten gelesen. Dann muss ich doch wirklich sagen: NEIN DANKE
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm - LIDL Ticket?
sehe ich auch so. Das ist nun einmal eine nicht normale Situation und wenn man sachlich argumentiert.... aber die LIDL-Fahrer haben wir ja sowieso gern. Da würde ich fast dazu neigen: Pech gehabt?!
doch, die gab es...
Stimmt, wir Eisenbahner haben ja auch kein Privatleben. Wir leben ja nur für die Bahn und stehen immer sofort zur Verfügung. Wir haben ja auch einen so wichtigen Job wie die Stromversorger. Alle Eisenbahner sofort zu den nächsten Bahnhöfen!!!!! Also ich werde mein Haus nicht verlassen. Weil ich habe Frau und Kinder und möchte doch gesund und munter bleiben. Weil draussen ist ein Sturm. Und ich habe sogar schon von Toten gelesen. Dann muss ich doch wirklich sagen: NEIN DANKE
Tja, so wie die DB ihre Mitarbeiter behandelt auch kein Wunder, dass manche kb haben. Die DB ist von der SBB noch Meilen Jahre entfernt! Vergleichen? Niemals!
doch, die gab es...
Und für jeden Fernverkehrschaffner steht natürlich auch ein PC am Service-Point bereit, damit er auch vernünftig Auskunft geben kann.
Da hätte es heute im Ruhrgebiet auch keines PC benötigt.
Da hätte es schon gereicht sagen zu können, dass keine Züge fahren, dass die Zugbindung für morgen aufgehoben ist und man heute nicht mehr nach München oder Kiel kommt. Dafür braucht es keinen PC! Wenn die DB aber schon nicht in der Lage ist, auf der großen Abfahrtstafel mitzuteilen, dass der Zugverkehr eingestellt ist, dann stehen halt alle mit so blöden Fragen in der Schlange und die zwei Mitarbeiter am ServicePoint sind völlig überfordert.
doch, die gab es...
Stimmt, wir Eisenbahner haben ja auch kein Privatleben. Wir leben ja nur für die Bahn und stehen immer sofort zur Verfügung. Wir haben ja auch einen so wichtigen Job wie die Stromversorger. Alle Eisenbahner sofort zu den nächsten Bahnhöfen!!!!!
Hat das hier irgendjemand gefordert? Nein.
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm - LIDL Ticket?
Da würde ich fast dazu neigen: Pech gehabt?!
Warum? Da kann doch der Lidl-Ticket-Kunde nichts zu?
Mir ist ein Lidl-Ticket-Kunde tausend mal lieber als ein Nicht-Kunde der Bahn!
doch, die gab es...
Da muss auch kein Sturm sein, trotzdem stehen die Reisenden mit blöden Fragen in der Schlange. Oder kommen an den Bahnsteig und fragen in deinem Kopfbahnhof in welche Richtung fährt den der Zug.
doch, die gab es...
Da muss auch kein Sturm sein, trotzdem stehen die Reisenden mit blöden Fragen in der Schlange.
Wo sollen sie die Fragen auch sonst beantwortet bekommen? Nirgends gab es Hinweise auf den eingestellten Zugverkehr.
Oder kommen an den Bahnsteig und fragen in deinem Kopfbahnhof in welche Richtung fährt den der Zug.
Es ist bei manchen Bahn-Mitarbeitern immer wieder erstaunlich, dass nur erklärt wird, dass alles sowieso nicht geht. Und auch, dass so viele Kunden zu dumm sind. Da frage ich mich immer, warum man sich für diesen Beruf entschieden hat? Ich weiß auch, dass mir 27 kleine Quälgeister täglich von 8 Uhr bis 14 Uhr entsetzlich auf den Wecker gehen würden und bin deswegen aus voller Überzeugung kein Lehrer geworden!
doch, die gab es...
Naja Burkhard, du darfst 1) Essen nicht als Paradebeispiel für NRW nehmen und 2) ist es nun in der Tat so, dass EVUs und Station&Service nichts mehr gemeinsam haben, also da auch nicht ausgeholfen wird. Das ist keine Entscheidung, die die DB jetzt trifft, sondern seit Jahren ein politisch festgelegtes System.
Heute sind in meinem Bahnhof 2 ICEs gestrandet und das Zugpersonal hat mir dabei geholfen, meine Schlange zu entfernen. Unter anderem haben sie selbst abzuwarten und Infos zu erhalten, welchen Zug sie fahren. Wenn du mit 10 Leuten im Servicepoint stehst kannst du die Schlange genauso schlecht abbauen wie mit zwei weil alle durcheinander reden und keiner mehr irgendwas versteht, glaub mir, das ist wirklich so und bringt nichts!
Wetter Köln
Mittlerweile regnet es nur noch leicht und der Sturm ist auch weg.
doch, die gab es...
Naja Burkhard, du darfst 1) Essen nicht als Paradebeispiel für NRW nehmen und
Wie ich die Dortmunder kenne, war es da nicht anders.
2) ist es nun in der Tat so, dass EVUs und Station&Service nichts mehr gemeinsam haben, also da auch nicht ausgeholfen wird. Das ist keine Entscheidung, die die DB jetzt trifft, sondern seit Jahren ein politisch festgelegtes System.
Wo ist die politische Entscheidung gefallen, die Mitarbeiter der ServicePoints und von DB Vertrieb (also Reisezentrum) nicht beim Personenverkehr anzusiedeln gefallen? Da ist mir keine bekannt, dass ist eine rein unternehmenspolitische Entscheidung der DB!
Wenn du mit 10 Leuten im Servicepoint stehst kannst du die Schlange genauso schlecht abbauen wie mit zwei weil alle durcheinander reden und keiner mehr irgendwas versteht, glaub mir, das ist wirklich so und bringt nichts!
Wenn das alles nichts bringt: Tür abschließen. Im Übrigen, für solche Sachen gibt es ein ganz effektives System, was andere auch nutzen. Nicht alle 10 im Servicepoint stehen sondern einfach mit mehreren Personen an unterschiedlichen Stellen aktiv auf die Schlange zugehen und gezielt Leute ansprechen. Grob die Hälfte kann man schon mit ganz einfachen Infos zufrieden stellen und die rücken ab und die Schlange ist schon nur noch halb so lang. Den anderen sagt man dann "Für so eine Info müssen Sie hier noch kurz warten" In Essen war heute "Stille Post" angesagt - dann ging es dann die Schlange lang "Der davorne mit der roten Mütze hat gesagt, es fahren heute keine Züge mehr, habe ich glaube ich gerade verstanden"
In der U-Bahn waren auf jeden Fall viele Menschen, die aufgrund von Null-Infos erst ewig gewartet haben und dann wieder nach Hause gefahren sind. Die hätte man mit einer Durchsage (ja, es gibt auch Lautsprecher!) oder einer Anzeige auf dem Haupthallendisplay sicherlich schneller über die Lage informieren können.
Ob Essen da heute beispielhaft für ganz NRW war weiß ich nicht. Für mich war es am drittgrößten Bahnhof des Landes einfach mal wieder die totale Peinlichkeit in Sachen Fahrgastinformation.
ZUG DES TAGES: IC 2012 - Steht vor Andernach mit +450 (owT.)
-
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
gab es eine derart hohe Verspätung eigentlich bei einem anderen Fernverkehrszug schon einmal?
doch, die gab es...
Da spricht da der wahre Experte. Bei der Bahn arbeitest du aber nicht, oder? Schade eigentlich. So einen Verkehrsexperten brauchen wir unbedingt bei der Bahn. Nie wieder Probleme mit Kunden. Wir haben eine Menge Personal. Das natürlich zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Arbeit kommt. Die sitzen zu Hause vor dem Telefon und warten nur auf deinen Anruf um sofort alles stehen und liegen zu lassen und sofort zur Arbeit zu kommen. Naja die Leute müssen ja auch bezahlt werden. Aber ist doch egal.
Sorry, aber große Töne spucken kann jeder. Und die höre ich auch jeden Tag im Zug. Jeder kann alles besser machen. Nur wo sind den die ganzen Möchtegernexperten? In einem Internetforum.
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
ja, ich bin vor vielen Jahren in Köln mit 11 Stunden Verspätung angekommen. EC 8 Tiziano auf dem Weg von Milano nach Dortmund. War eine sehr angenehme Fahrt damals. Soviel Probleme mit Fahrgästen bei 5 Min heute, gab es damals nicht.
Wahre Worte, die Du da sprichst.
...Wir haben eine Menge Personal. Das natürlich zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Arbeit kommt. Die sitzen zu Hause vor dem Telefon und warten nur auf deinen Anruf um sofort alles stehen und liegen zu lassen und sofort zur Arbeit zu kommen. Naja die Leute müssen ja auch bezahlt werden. Aber ist doch egal.
Sorry, aber große Töne spucken kann jeder. Und die höre ich auch jeden Tag im Zug. Jeder kann alles besser machen. Nur wo sind den die ganzen Möchtegernexperten? In einem Internetforum.
Das ist in etwa so wie mit den gut 82 Millionen -1+ Fußballtrainern in Deutschland, die sowieso alles besser können.
* -1 deswegen, weil mich Fußball nicht die Bohne interessiert
Gruß, Ralf
Wetter Köln
Mittlerweile regnet es nur noch leicht und der Sturm ist auch weg.
Der nähert sich dafür inzwischen Berlin. Hier kommt der Regen streckenweise waagerecht...
Gruß, Ralf
doch, die gab es...
balduin, keiner verlangt, dass DB Mitarbeiter extra von zu Hause anreisen müssen um Kunden zu informieren, was gefordert wurde war nur:
1. Durch vielen ausgefallenen Züge waren bestimmt viel Zugebgleitpersonal auf dem Bahnhof in den Pausenräumen oder haben gewartet, dass auch sie wieder nach Hause kommen können. Diese Mitarbeiter hätte man einfach auf den Bahnsteig stellen können und bereits dort hätten viele Fragen beantwortet werden können, auch ohne Computer. Also, warum wurde diese einfache Maßnahme nicht getroffen?
2. Vernünftige Ansagen und Anzeigen. Dank LED-Technik ist es doch heute kein Problem mehr auf den Anzeigetafeln die aktuelle Verkehrssituation wiederzugeben? Warum wurde dies nicht gemacht? Warum sind keine klare Durchsagen erfolgt?
Dazu muss man kein Verkehrsexperte sein, sondern ein logisch denkender Mensch. Leider ist die Bahn eine so bürokratische Behörde, dass Logik innerhalb dieser Behörde tunlichst unterdrückt wird.
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
gab es eine derart hohe Verspätung eigentlich bei einem anderen Fernverkehrszug schon einmal?
Ja, bei Kyrill hatte ein ICE was an die 800 Minuten - weil er die Nacht auf einem Dorfbahnhof verbrachte (samt Reisenden) und es erst am nächsten Mittag weiter ging.
Gibt bestimmt noch mehr Fälle. Vor einigen Jahren beim Eisregen in Norddeutschland an Heiligabend wurde ein IC mit ich meine 12 Stunden Verspätung gefahren. Und auch da gab's noch etliche andere derart verspätete Züge.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Bestes Marketing!
Um 16 Uhr kam folgende Meldung an alle Zubs:
"16:12 - Meldung ZTP Frankfurt: Ausgabe von FGF ab sofort für heute gesperrt. Grund: extreme Witterungsauswirkungen. Ausgabe FGF nur noch im Einzelfall bei eindeutig bahnverschuldeten Ereignissen. ZTP Frankfurt. Danke!"
Soviel dazu!
Jau. Erstklassiges Kundenbindungsprogramm.
Ich weiß, wir Kunden wollten ja unbedingt mehr Rechte - und jetzt schauen wir auf der anderen Seite in die Bildröhre. Wer so denkt, hat im Dienstleistungssektor nicht viel zu suchen.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Die Bahn wird nicht pleite gehen, wenn sie FREIWILLIG auch bei solch Ereignissen ein paar Euros Entschädigung zahlt.
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
ach Gott waren das noch Zeiten, wo Leonardo da Vince (wahlweise auch Verdi), Mont Blanc und Lötschberg den Rhein rauf und runter fuhren....nicht zu vergessen den Blauen Enzian, Karlstein, Franz Liszt und Karwendel, Nebelhorn, Rätia und Berner Oberland...naja mit dem Verschwinden der Namen verschwand auch der Service...
Die Sammelantwort zum Thread
Hallo zusammen, ich habe die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu in einem Beitrag zusammengefaßt. Ihr könnt Euch Eure Antwort dann aussuchen... ;-)
Tommyboy: Bedeutet das, dass auch der Service im nachhinein die Formulare nicht bestätigen darf bzw. das Service-Center die Anträge ggf. zurückweist?
Ja, das bedeutet es.
Holger_HAM: Hat die DB den Kunden mit zuggebundenen Fahrkarten heute eine unbürokratische Umbuchung auf andere Züge angeboten?
Warum sollte sie? In den BB Bahn steht, daß bei einer zu erwartenden Verspätung von 20 Minuten die Reisenden den nächstbesten Zug in Richtung Reiseziel nehmen können. Damit ist de facto die Zugbindung aufgehoben. Außerdem steht in den BB Bahn noch:
"9.1.3 Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mehr als 60 Minuten verspätet ankommen wird, kann er auch die Reise abbrechen ..."
Abgesehen davon habe ich etlichen Reisenden genau dieses auf der Rückseite der Fahrkarte bestätigt - verbunden mit dem Vermerk, daß die Fahrkarte wegen des Unwetters auch noch für den morgigen Tag gilt. Dieses hat nicht nur das Zub eigentlich schon immer gemacht. Viele Zub haben inzwischen bloß vergessen, daß sowas problemlos geht.
Burkhard: Ich habe es schon weiter unten geschrieben: Das ganze Fernverkehrs-Zugbegleitpersonal ist an vielen Bahnhöfen gerade untätig gestrandet - die könnte man auch an die ServicePoints beordern.
Kann man nicht. Die Antwort steht weiter unten.
Burkhard: ...Aber bei der DB gibt es Tausend Gründe, warum so einfache Sachen nicht klappen.
Der Hauptgrund liegt in der Gründung der DB AG. Die Politik beschloß diese und damit einher ging auch die Aufsplittung in die einzelnen Gesellschaften. Zum 01.01.1999 wurden nämlich in der gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Stufe der Bahnreform die Geschäftsbereiche für Fernverkehr, Nahverkehr, Güterverkehr, Fahrweg und Personenbahnhöfe in Aktiengesellschaften umgewandelt.
Damit war ein einfaches „Ausborgen“ von Mitarbeitern des Fernverkehrs zu den Personenbahnhöfen - wie von Dir gefordert – nicht mehr möglich. Auch einfache „Gefälligkeiten“ müssen zwingend monetär verrechnet werden.
Früher war es recht einfach: Wenn man im aus Berlin abfahrenden Zug 1 feststellte, daß beispielsweise Servietten fehlten, rief das Zub von Zug 1 den entgegenkommenden und in Berlin endenden Zug 2 an und vereinbarte den Austausch der Servietten im Bahnhof X. Das Servicepersonal vom Bahnhof X wurde informiert, wartete auf die Ankunft des Zuges 2, nahm die Servietten entgegen und brachte sie anschließend zum Zug 1. Ein paar freundlichen Worte waren der einzige Dank, was jedem der Beteiligten vollends genügte.
Heute würde diese „Gefälligkeit“ (das Abholen der Servietten am Zug 2 durch den Servicemitarbeiter vom Bahnhof X und Übergabe dieser an den Zug 1) einen sehr hohen zweistelligen Eurobetrag kosten, den DB Fernverkehr an DB Netze (also ehemals DB Station & Service) bezahlen müßte. Ich habe das Spiel schon selbst durchmachen müssen. Mein Wunsch nach den Servietten ( = Übernahme vom Zug 2) wurde rundweg abgelehnt – mit Verweis auf die Bezahlung. Alternativ hätte ich den Geldbetrag selbst vorschießen können, was dann für mich mit vielen Laufereinen und Schriftverkehr verbunden gewesen wäre, damit ich zu meinem Geld wieder käme. Also unterblieb das alles...
Holger_HAM: Aber man kann zumindest Personal "vorwarnen", dass ein Herbeiruf möglich ist und dann hätte man am Mittag das Personal anfordern können.
Auch das geht nicht. Jeder Mitarbeiter hat eine Jahresarbeitszeit, die genau vorgegeben ist. Ebenso sind die Ruhezeiten fest vorgegeben und können nicht einfach so verändert werden. Da muß vorher der Betriebsrat gefragt werden. Außerdem sind die gesetzlich und tarifvertraglich vorgegebenen Arbeits- und Ruhezeiten einzuhalten. Nach einer maximalen Arbeitszeit von 54 Stunden innerhalb eines 168-Stunden-Zeitraumes hat eine zusammenhängende Ruhe von mindestens 56 Stunden zu erfolgen.
Auf Deutsch:
Wenn der DB-Mitarbeiter (das Zub) 5 Tage in einer 7-Tage Woche arbeitete, hat er zwei Tage hintereinander frei zu bekommen. Geht er an einem der beiden Tage arbeiten, bzw. wird zur Arbeit gerufen, überschreitet er die maximal zulässige Stundenzahl von 54 Stunden. Damit kann er die für ihn vorher geplante Arbeitszeit des Folgezeitraumes nicht mehr ableisten. Ein anderer muß einspringen, was zur weiteren Folge hat, daß dessen maximal zulässige Arbeitszeit auch überschritten wird. Der dritte Mitarbeiter muß einspringen und so weiter. Früher oder später bleibt ein Zug stehen.
Holger_HAM: Stromversorger machen sowas zum Beispiel. Natürlich hat man auch mal eine "Fehlanforderung", aber das muss man halt in Kauf nehmen.
Das was Du Dir vorstellst, nennt sich „Rufbereitschaft“, die entsprechend bezahlt werden muß. Da die DB aus unterschiedlichen Gründen dieses nicht tun will/kann/darf, gibt es auch so etwas nicht. Abgesehen davon, ist eine Rufbereitschaft für das Zub nicht vorgesehen und obendrein auch keine Freizeit. Es gibt nur die normalen Knotenpunktreserven, diese Schichten sind jedoch bereits in den Dienstplan eingearbeitet. Und wenn die unterwegs sind…
br 403: Tja, so wie die DB ihre Mitarbeiter behandelt auch kein Wunder, dass manche kb haben. ...
Das hat nichts mit „kein Bock“ zu tun, sondern sind gesetzliche und tarifvertraglich festgelegte Vorgaben, die nicht einfach außer Kraft gesetzt werden können und dürfen.
Burkhard: ... Wenn die DB aber schon nicht in der Lage ist, auf der großen Abfahrtstafel mitzuteilen, dass der Zugverkehr eingestellt ist, ...
...Nirgends gab es Hinweise auf den eingestellten Zugverkehr.
Wurde denn der Zugverkehr eingestellt? Ich kenne nur Informationen, daß aufgrund der Witterungsunbilden die Fernverkehrszüge im Regionalbereich West (also ganz NRW) komplett für Nahverkehrsreisende freigegeben wurde. Die NE-Bahnen fuhren auch weitestgehend. In der Region Berlin-Brandenburg gab es beispielsweise keinerlei witterungsbedingte Ausfälle im DB-Nahverkehr. Also kann von einem eingestellten Zugverkehr keine Rede sein.
Burkhard: Es ist bei manchen Bahn-Mitarbeitern immer wieder erstaunlich, dass nur erklärt wird, dass alles sowieso nicht geht.
Es ist bei manchen Nicht-Eisenbahnern immer wieder erstaunlich, daß sie sich vieles so furchtbar einfach vorstellen. Manchen Eisenbahnern und sehr vielen Nicht-Eisenbahnern fehlen die dazugehörigen Hintergrundinformationen und das Wissen um die Zusammenhänge. Es soll zum Glück auch Ausnahmen geben. ;-)
Burkhard: Und auch, dass so viele Kunden zu dumm sind. Da frage ich mich immer, warum man sich für diesen Beruf entschieden hat?
Was hat die vermeintliche und lediglich von Dir so formulierte „Dummheit“ der Kunden mit der Berufswahl eines DB-Mitarbeiters zu tun? Ich wollte beispielsweise bei der Reichsbahn Chef vom Magdeburger Hbf werden. Daß ich nun ein kleiner, dummer, arroganter und was-weiß-ich-noch-alles schlechter Zugschaffner geworden bin, lag bloß an der feindlichen Übernahme der DDR durch die BRD (und daran, daß die meisten Ossis - allen voran die Sachsen - den Witz mit dem „wir sind ein Volk“ nicht verstanden haben). ;-)
Burkhard: Ich weiß auch, dass mir 27 kleine Quälgeister täglich von 8 Uhr bis 14 Uhr entsetzlich auf den Wecker gehen würden und bin deswegen aus voller Überzeugung kein Lehrer geworden!
Nur 27 Quälgeister von 8-14 Uhr? Zu meiner Schulzeit waren wir Minimum 30 Schüler in der Klasse. Der Unterricht ging von 7.45 Uhr bis 13.30 Uhr, teilweise sogar bis 15.30 Uhr, und zwar vom montags bis samstags. Samstags war dann allerdings „schon“ 12.45 Uhr Schluß... - Welches ist denn Deine Berufung?
Gruß, Ralf
Konsequenzen! Das steht in den BB Bahn:
Alle ausgefüllten Formulare mit Reisedatum 28.2.ab 16 Uhr werden wohl dann von vornherein abgelehnt werden.
Damit würden die es sich aber extrem einfach machen.
In den BB Bahn steht dieses:
Tfv Nr. 600/Z - VERORDNUNG (EG) Nr. 1371/2007 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr:
KAPITEL IV - VERSPÄTUNGEN, VERPASSTE ANSCHLÜSSE UND ZUGAUSFÄLLE
Artikel 15 - Haftung für Verspätungen, verpasste Anschlüsse und Zugausfälle
Vorbehaltlich der Bestimmungen dieses Kapitels ist die Haftung der Eisenbahnunternehmen für Verspätungen, verpasste Anschlüsse und Zugausfälle in Anhang I Titel IV Kapitel II geregelt.
Und in Anhang I Titel IV Kapitel II steht wieder um das:
ANHANG I - Auszug aus den einheitlichen Rechtsvorschriften für den Vertrag über die internationale Eisenbahnbeförderung von Personen und Gepäck (CIV)
TITEL IV - HAFTUNG DES BEFÖRDERERS
K a p i t e l II - Haftung bei Nichteinhaltung des Fahrplans
Artikel 32 - Haftung bei Ausfall, Verspätung und Anschlussversäumnis
(1) Der Beförderer haftet dem Reisenden für den Schaden, der dadurch entsteht, dass die Reise wegen Ausfall, Verspätung oder Versäumnis des Anschlusses nicht am selben Tag fortgesetzt werden kann oder dass unter den gegebenen Umständen eine Fortsetzung am selben Tag nicht zumutbar ist.
Der Schadensersatz umfasst die dem Reisenden im Zusammenhang mit der Übernachtung und mit der Benachrichtigung der ihn erwartenden Personen entstandenen angemessenen Kosten.
(2) Der Beförderer ist von dieser Haftung befreit, wenn der Ausfall, die Verspätung oder das Anschlussversäumnis auf eine der folgenden Ursachen zurückzuführen ist:
a) außerhalb des Eisenbahnbetriebes liegende Umstände, die der Beförderer trotz Anwendung der nach Lage des Falles gebotenen Sorgfalt nicht vermeiden und deren Folgen er nicht abwenden konnte,...
Tja. Das Unwetter fällt eindeutig unter die obige Formulierung von Absatz (2a). Zumindest die Folgen (nämlich das Umstürzen der Bäume) konnte der Beförderer nicht abwenden. Böse Deutsche Bahn. ;-)
Gruß, Ralf
PS: Wer sich mal mit den ganzen Baumfäll-Vorschriften befaßt hat, weiß warum die DB so ungern Bäume fällt. Dankesschreiben an die Öko-Fraktion des Bundestages und den deutschen Amtsschimmel...
Bestes Marketing!
Um 16 Uhr kam folgende Meldung an alle Zubs:
"16:12 - Meldung ZTP Frankfurt: Ausgabe von FGF ab sofort für heute gesperrt. Grund: extreme Witterungsauswirkungen. Ausgabe FGF nur noch im Einzelfall bei eindeutig bahnverschuldeten Ereignissen. ZTP Frankfurt. Danke!"
Soviel dazu!
Jau. Erstklassiges Kundenbindungsprogramm.Ich weiß, wir Kunden wollten ja unbedingt mehr Rechte - und jetzt schauen wir auf der anderen Seite in die Bildröhre. Wer so denkt, hat im Dienstleistungssektor nicht viel zu suchen.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vomblaschke
Die Bahn wird nicht pleite gehen, wenn sie FREIWILLIG auch bei solch Ereignissen ein paar Euros Entschädigung zahlt.
Nö. Sie holt das mit der nächsten Fahrpreiserhöhung auch wieder rein. Aber wir haben ja auch noch unsere Eurokraten mit ihren schwachsinnigen Verordnungen und die Bundestagsfuzzis, die mit ihren Ideen alles nur noch verschlimmbessern.
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Ein solcher Sturm ist grundsätzlich ohne jeden Zweifel höhere Gewalt - und damit ebenso grundsätzlich ein individuelles Risiko.
Dennoch ist die Bahn nicht grundsätzlich aus der Haftung befreit:
In den Teilen Deutschlands, die vom Sturm nicht oder nur marginal betroffen waren (hier insbesondere der hohe Norden), darf das nicht als "Ausrede" benutzt werden, die hier nachzulesende Weisung der Zentralen Transportleitung ist insoweit definitiv rechtlich nicht gedeckt.
Züge, die unabhängig von den Witterungsverhältnissen bereits die relevante Verspätungsgrenze überschritten hatten, sind ebenso selbstverständlich in die Entschädigungsregelungen einzubeziehen, auch insoweit ist die Weisung nicht rechtskonform.
Spannender - weil schwerer nachweisbar - werden folgende Fälle: Kommt es zu einer Störung, weil die Bahn ihre Sorgfaltspflichten verletzt hat, muss sie dafür auch haften. Dies trifft insbesondere Fälle, in denen beispielsweise bereits bekannt war, dass ein Baum morsch ist, selbiger aber bisher nicht gefällt wurde und nun auf die Strecke gefallen ist. Oder Behinderungen durch unsachgemäß - weil in Anbetracht der Unwetterwarnung nicht oder nicht ausreichend gesichertes - gelagertes Baumaterial, soweit dies kausal für eine Streckensperrung war. Grenzwertig auch, ob die Bauwerkssicherheit ausreichend war, wenn beispielsweise der Frankfurter Hauptbahnhof gesperrt werden muss. Beim Frankfurter Flughafen-Fernbahnhof stellt sich die Frage anders, da die dortigen Beschädigungen durch unsachgemäße Handlungen (Baumaterial trotz Unwetterwarnung offenkundig unzureichend gesichert) Dritter verursacht wurden. Auf jeden Fall ist hier immer eine Einzelfallprüfung notwendig, eine generelle Verweigerung ist auch hier nicht durch geltendes Recht gedeckt.
Unabhängig davon gibt es aber auch weitergehende Rechte, nämlich die, dass der Anspruch auf Beförderungsleistung erhalten bleibt bzw. die Fahrkarten - auch solche, die eigentlich nicht erstattungsfähig sind - ohne Abzug irgendeiner Bearbeitungsgebühr erstattet werden müssen. Bei abgebrochenen Fahrten wird die Lage etwas komplizierter, aber hier wäre die Bahn - Rechtslage hin oder her, die kann da sehr verworren sein - gut beraten, kulant zu verfahren.
doch, die gab es...
balduin, keiner verlangt, dass DB Mitarbeiter extra von zu Hause anreisen müssen um Kunden zu informieren, was gefordert wurde war nur:
1. Durch vielen ausgefallenen Züge waren bestimmt viel Zugebgleitpersonal auf dem Bahnhof in den Pausenräumen oder haben gewartet, dass auch sie wieder nach Hause kommen können. Diese Mitarbeiter hätte man einfach auf den Bahnsteig stellen können und bereits dort hätten viele Fragen beantwortet werden können, auch ohne Computer. Also, warum wurde diese einfache Maßnahme nicht getroffen?
Weil die Information auf den Bahnhöfen Arbeit von DB Netze ist und die Zub zu DB Fernbverkehr gehören. DB Fernverkehr muß für diese an sich selbstverständliche Dienstleistung Geld verlangen, was DB Netzte verständlicherweise nicht bezahlen wird. Das ist auch Folge der ach so tollen und schönen Bahnreform.
2. Vernünftige Ansagen und Anzeigen. Dank LED-Technik ist es doch heute kein Problem mehr auf den Anzeigetafeln die aktuelle Verkehrssituation wiederzugeben? Warum wurde dies nicht gemacht? Warum sind keine klare Durchsagen erfolgt?
Weil in den Drunter und drüber stets neue Informationen reinkamen, die sich teilweise widersprachen. Nun stelle Du als Lautsprecherbediener mal fest, welche der Infos nun den aktuellen Stand darstellen. Und LED-Technik funktioniert auch nicht in dem Umfang, wie man es erwartet. In Bielefeld am Gleis 1 und 2 versagt beispielsweise diese wnundervolle Technik auch regelmäßig...
Dazu muss man kein Verkehrsexperte sein, sondern ein logisch denkender Mensch. Leider ist die Bahn eine so bürokratische Behörde, dass Logik innerhalb dieser Behörde tunlichst unterdrückt wird.
Leider ist die Bahn durch die Bahnreform gezwungen, jede eigentliche Selbstverständlichkeit in Geld umzurechnen und eine Einnahme-/Ausgabe-Rechnung aufmachen. Was nützt einem die Bahnreform, wenn jeder abgelassene Furz in einer Bilanz auftauchen muß? Passiert das nicht, schreien diverse Leute auch auf...
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Ein solcher Sturm ist grundsätzlich ohne jeden Zweifel höhere Gewalt - und damit ebenso grundsätzlich ein individuelles Risiko.
Dennoch ist die Bahn nicht grundsätzlich aus der Haftung befreit:
Die böse Bahn weiß das natürlich auch, aber um dem Personal, was Fahrgastrechteformulare ausgibt eine einheitliche Handlungsgrundlage zu geben, wurde die Ausgabe kurzerhand bundesweit gesperrt. Im Nachhinein wird man jeden einzelnen Fall prüfen und jeden entschädigen, wo die Ursache außerhalb des Sturms lag. Das macht zwar eine enorme Mehrarbeit, ist aber immer noch sinnvoller, als dem einzelnen die Entscheidung zu überlassen, das Formular auszugeben oder nicht.
Der Frankfurter Flughafen wurde wegen des Sturmes auch vorübergehend geschlossen und mehrere hundert Flüge mußten umgeleitet werden, um auf anderen Flughäfen landen. Da kräht kein Schwein nach einer Entschädigung. Ist ja auch der Flugverkehr, der kann ja bei Sturm nicht fliegen... Nur die Bahn soll die eierlegende Wollmilchsau sein... :-(
Warum werden unternehmerische Maßnahmen bei der Bahn (was anderes ist die Sperrung der Ausgabe der FGF nämlich nicht) stets kritisiert, während unternehmerische Maßnahmen bei anderen Konzernen klaglos hingenommen werden?
Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit?
Und weil die Bahn so böse ist, sind die Wochenendtickets heute bis 12 Uhr gültig. Ist auch eine unternehmerische Maßnahme...
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
gab es eine derart hohe Verspätung eigentlich bei einem anderen Fernverkehrszug schon einmal?
Wer weiß wie die geschichte mit Allgäu gestern Abend/Nacht/heute Morgen ausgegangen ist. Der Gegenzug soll jedenfalls in Leipzig gestartet sein. Aber die "Wendezeit" in Leipzig von 23.20 bis 4.40 dürfte ja kaum ausgereicht haben?
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Kann es sein, dass Du da gerade eine gewisse Polemik an den Tag legst?
Wir sind uns einig, dass die generelle Verweigerung einer Entschädigung eine zwar einfache, dem konkreten Fall aber nicht immer gerecht werdende "Lösung" darstellt. Die Bahn kann und darf sich nicht wundern, wenn sie so eine generelle Linie ausgiebt, dass der zu Unrecht betroffene Kunde stinksauer ist. Zudem ist es oft eine Frage des Tonfalls - und damit tut man sich bei der Bahn ebenso schwer wie mit angemessener Kundeninformation; dem am Bahnhof/im Zug gestrandeten Fahrgast ist das Kompetenz-Hickhack egal, der will wissen ob, wann und wie es weiter geht. Und einige der Probleme angeht, so ist das bahnseitig hausgemacht, denn die Aufhebung der Zugbindung hätte man beispielsweise ebenso lautstark verkünden können wie die Verlängerung der Gültigkeit des SWT - aber dazu schreibt die Bahn auf ihrer Homepage nichts ... Letztlich (mal wieder) vor allem ein Problem in der Kommunikation.
Wenn die Bahn bei Problemen mehr im Fokus und in der Kritik steht als andere Verkehrsunternehmen, so kann das einfach Pech sein, vielleicht hat es aber auch Gründe!?! Natürlich sind bei der Bahn mehr Kunden betroffen als bei einem Flieger, was die Sache nicht einfacher macht. Aber die Flugbranche versteht es beispielsweise regelmäßig besser, derartige Probleme zu kommunizieren und dem Kunden verständlich zu machen. Dort ist es - wieso auch immer - meist auch möglich, recht schnell (verbindliche) Informationen bereitzustellen und Personal, welches die Kundschaft mit kleinen "Goodies" (Kaffee, Kekse etc.) bei Laune hält; an eine generelle Öffnung der Lounges, der Kantinen o.ä. - um wenigstens ein paar Leuten warme Sitzplätze bieten zu können - denkt bei der Bahn aber niemand. Wo sich Kunden alleine gelassen vorkommen, eskaliert der Unmut nun einmal schneller - wieder hausgemachte Bahn-Probleme.
Und auch zum guten Schluss wieder hausgemachte Bahnprobleme: Ein Teil der Probleme müsste nicht sein, wenn entlang der Bahnstrecken der Grünschnitt konsequent vorgenommen würde. Weitere Probleme kämen nicht auf, wenn man dem Kunden gegenüber ehrlich wäre und sich womöglich auch herabließe, die betrieblichen Probleme ein wenig zu erläutern - Otto Normalkunde sieht im Bahnhofsvorfeld nur diverse Züge leer stehen und fragt sich, warum denn kein Ersatzzug los fahren kann.
So sehr ich Deine Verteidigung der Bahn verstehe und so unegrecht sie manchmal behandelt wird, so viel Verbesserungspotenzial hat sie noch - und nach den diversen Pannen (S-Bahn Berlin, ICE-Achsen etc.) darf sie sich nicht wundern, wenn sie weit kritischer beäugt wird als andere Verkehrsträger.
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Wenn die Bahn bei Problemen mehr im Fokus und in der Kritik steht als andere Verkehrsunternehmen, so kann das einfach Pech sein, vielleicht hat es aber auch Gründe!?! Natürlich sind bei der Bahn mehr Kunden betroffen als bei einem Flieger, was die Sache nicht einfacher macht. Aber die Flugbranche versteht es beispielsweise regelmäßig besser, derartige Probleme zu kommunizieren und dem Kunden verständlich zu machen. Dort ist es - wieso auch immer - meist auch möglich, recht schnell (verbindliche) Informationen bereitzustellen und Personal, welches die Kundschaft mit kleinen "Goodies" (Kaffee, Kekse etc.) bei Laune hält; an eine generelle Öffnung der Lounges, der Kantinen o.ä. - um wenigstens ein paar Leuten warme Sitzplätze bieten zu können - denkt bei der Bahn aber niemand. Wo sich Kunden alleine gelassen vorkommen, eskaliert der Unmut nun einmal schneller - wieder hausgemachte Bahn-Probleme.
Eigentlich gibst du dir doch die Antwort selber. Eisenbahn ist ein viel komplexeres System als der Flugverkehr. Die 240 ausgefallenen Flüge in Frankfurt sind ein Bruchteil von dem was allein in NRW an Zügen unterwegs ist. Und das an einer überschaubaren Anzahl von Zugangsstellen (sprich Flughäfen) anders kommuniziert werden kann als auf Bahnhöfen und Haltepunkten liegt ebenfalls auf der Hand. Die Vergleiche enden da immer so wie die Äpfel mit den Birnen.
Das es auf den unterschiedlichen Bahnhöfen mehr oder weniger Infos gibt hat sicher nicht die große DB zu verantworten, sondern sind oftmals auch subjektive Probleme vor Ort.
Und auch zum guten Schluss wieder hausgemachte Bahnprobleme: Ein Teil der Probleme müsste nicht sein, wenn entlang der Bahnstrecken der Grünschnitt konsequent vorgenommen würde. Weitere Probleme kämen nicht auf, wenn man dem Kunden gegenüber ehrlich wäre und sich womöglich auch herabließe, die betrieblichen Probleme ein wenig zu erläutern - Otto Normalkunde sieht im Bahnhofsvorfeld nur diverse Züge leer stehen und fragt sich, warum denn kein Ersatzzug los fahren kann.
Mit dem Grünzeug hat "liebe 70" schon was geschrieben. Bitte wen interessiert denn wirklich die betriebliche Situation? Das sind ein paar Hobbyeisenbahner, die sowieso alles besser wissen. Den Normalverbraucher interessiert das in der Regel eher weniger, der möchte so schnell wie möglich sein Ziel erreichen.
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
Ganz einfach, 2012 hat in Hannover geendet und wendet auf IC 2013. Von Leipzig fuhr ein Ersatzpark und in Hannover wurden die Wagenparks getauscht.
IC 2012 - neue Prognose für Andernach nun +600
Weiß denn jemand, weshalb der 2012 so lange vor Andernach stand? Andere Züge sind doch wohl auch durch gekommen...
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Der Frankfurter Flughafen wurde wegen des Sturmes auch vorübergehend geschlossen und mehrere hundert Flüge mußten umgeleitet werden, um auf anderen Flughäfen landen. Da kräht kein Schwein nach einer Entschädigung. Ist ja auch der Flugverkehr, der kann ja bei Sturm nicht fliegen... Nur die Bahn soll die eierlegende Wollmilchsau sein... :-(
Warum werden unternehmerische Maßnahmen bei der Bahn (was anderes ist die Sperrung der Ausgabe der FGF nämlich nicht) stets kritisiert, während unternehmerische Maßnahmen bei anderen Konzernen klaglos hingenommen werden?
Die Airlines haben auch nicht seit nunmehr Anfang des Jahres:
* dauerhaft auf den Hauptlinien Flugzeuge der halben Kapazität eingesetzt.
* regelmäßig ihre Flieger wegen Überfüllung von der Polizei räumen lassen.
* ihre Flieger bei Bahn-Streiks für die Kunden der Deutschen Bahn kostenfrei zur Verfügung gestellt.
* auch nur ansatzweise so viele Verspätungen und Ausfälle durch den ""harten Winter"" wie die Konkurrenz auf der Schiene.
* Probleme wegen verschleppten Wartungsmängeln.
Jan
Bestes Marketing!
Aber warum sollte sie FREIWILLIG solche Ereignisse entschädigen. Macht die Bahn das einmal wird es jedesmal aufs neue verlangt. Und ich würde mal sagen, solche Wetterereignisse häufen sich in Zukunft.
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Wieder Äpfel und Birnen. Ehrlich es ist nur noch langweilig, langsam verkommt dieses Forum auch immer mehr zum Kasperletheater.
Frage zu Ticketumtausch bei Sturm - LIDL Ticket?
Hat alles sehr unkompliziert geklappt, besten Danke. Und das Gerede gegen Leute mit LIDL-Ticket ist allerdings etwas seltsam: Woher ich mein Ticket habe, sollte doch eigentlich nebensächlich sein; solange sich die BC100 für mich (noch) nicht lohnt, werde ich solche Sonderaktionen auch weiterhin wahrnehmen...
Danke und Gruß
Marco
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Ja, es sind Äpfel und Birnen. Und wenn ein Baum laufend faulige Äpfel trägt, und der andere saftige Birnen, fängt man ja auch an nachzudenken.
Jan
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Hallo Jan,
Die Airlines haben auch nicht seit nunmehr Anfang des Jahres:
Jetzt mal abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, was das mit dem Sturm zu tun haben soll:
* regelmäßig ihre Flieger wegen Überfüllung von der Polizei räumen lassen.
Nein, weil sie Reservierungspflicht und Flugbindung haben. Wer nichts mehr bekommt, kommt gar nicht erst zum Eingang. Und ich habe sogar schon erlebt, dass Passagiere trotz Reservierung wegen Überfüllung zurückgeblieben sind. Möchtest Du das für die Bahn haben?
* ihre Flieger bei Bahn-Streiks für die Kunden der Deutschen Bahn kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Mein Gott. Jetzt reagiert die Bahn mal schnell und unbürokratisch, nu is et auch wieder falsch.
Im übrigen: Wieso kostenfrei? Die Kunden hatten für ihr Flugticket bezahlt, und die Bahn hat sich die Kosten von der Lufthansa wieder hereingeholt.
* auch nur ansatzweise so viele Verspätungen und Ausfälle durch den ""harten Winter"" wie die Konkurrenz auf der Schiene.
Dafür hätte ich gerne Zahlen. Ich habe unendliche Geschichten gehört von Stunden Verspätungen und Ausfällen wegen vereisten Fliegern und zeitweise komplett gesperrten Flughäfen.
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Jetzt mal abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, was das mit dem Sturm zu tun haben soll:
Nicht direkt. Indirekt schon, weil solch ein Sturm natürlich ein prima Vorwand ist, von den eigenen Problemen abzulenken. Bloß weil es stürmt werden ja nicht plötzlich wieder Doppelzüge eingesetzt.
* regelmäßig ihre Flieger wegen Überfüllung von der Polizei räumen lassen.
Nein, weil sie Reservierungspflicht und Flugbindung haben. Wer nichts mehr bekommt, kommt gar nicht erst zum Eingang. Und ich habe sogar schon erlebt, dass Passagiere trotz Reservierung wegen Überfüllung zurückgeblieben sind. Möchtest Du das für die Bahn haben?
Nein, hab ich auch nicht gesagt. Ich möchte aber nicht jeden Abend nur einen Sardinenplatz in einem Halbzug haben.
* ihre Flieger bei Bahn-Streiks für die Kunden der Deutschen Bahn kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Mein Gott. Jetzt reagiert die Bahn mal schnell und unbürokratisch, nu is et auch wieder falsch.
Hab ich auch nicht gesagt, dass es falsch ist. Es gehört aber zu den Ursachen dazu, die in den letzten 5 Wochen für Chaos gesorgt haben. (Wenn alles andere reibungslos funktioniert hätte, wären die paar hundert Passagiere gar nicht aufgefallen.)
* auch nur ansatzweise so viele Verspätungen und Ausfälle durch den ""harten Winter"" wie die Konkurrenz auf der Schiene.
Dafür hätte ich gerne Zahlen. Ich habe unendliche Geschichten gehört von Stunden Verspätungen und Ausfällen wegen vereisten Fliegern und zeitweise komplett gesperrten Flughäfen.
Genau, der entscheidende Punkt: zeitweise. Soweit ich es mitbekommen habe, war es bei der Fliegerei kein Dauerzustand.
Als Tagesfernpendler kann ich an einer Hand abzählen, wie oft dieses Jahr durch Verspätung/Überfüllung von ICE 725 mein Anschluss noch nicht geplatzt ist. Sonntags pendle ich natürlich nicht. Aber wenn die Bahn behaupten würde, ohne Sturm wäre der Anschluss gestern drin gewesen, kämen mir ganz erhebliche Zweifel.
Jan
Die Sammelantwort zum Thread
Burkhard: Ich habe es schon weiter unten geschrieben: Das ganze Fernverkehrs-Zugbegleitpersonal ist an vielen Bahnhöfen gerade untätig gestrandet - die könnte man auch an die ServicePoints beordern.
Kann man nicht. Die Antwort steht weiter unten.
Chritz schrieb ja, dass es bei ihm geklappt hat. Offensichtlich ist mit Eigeninitiative mancher Mitarbeiter viel möglich!
Damit war ein einfaches „Ausborgen“ von Mitarbeitern des Fernverkehrs zu den Personenbahnhöfen - wie von Dir gefordert – nicht mehr möglich. Auch einfache „Gefälligkeiten“ müssen zwingend monetär verrechnet werden.
Das steht nirgendwo gesetzlich festgeschrieben, dass wird von der DB so gehandhabt.
Holger_HAM: Aber man kann zumindest Personal "vorwarnen", dass ein Herbeiruf möglich ist und dann hätte man am Mittag das Personal anfordern können.
Auch das geht nicht. Jeder Mitarbeiter hat eine Jahresarbeitszeit, die genau vorgegeben ist. Ebenso sind die Ruhezeiten fest vorgegeben und können nicht einfach so verändert werden. Da muß vorher der Betriebsrat gefragt werden. Außerdem sind die gesetzlich und tarifvertraglich vorgegebenen Arbeits- und Ruhezeiten einzuhalten. Nach einer maximalen Arbeitszeit von 54 Stunden innerhalb eines 168-Stunden-Zeitraumes hat eine zusammenhängende Ruhe von mindestens 56 Stunden zu erfolgen.
Wenn es bei der DB nicht möglich ist, für einen Bahnhof mit täglich rund 200.000 Fahrgästen nicht einen einzigen Mitarbeiter auf Abruf bereit zuhalten, läuft doch irgendwas falsch.
Burkhard: ... Wenn die DB aber schon nicht in der Lage ist, auf der großen Abfahrtstafel mitzuteilen, dass der Zugverkehr eingestellt ist, ...
...Nirgends gab es Hinweise auf den eingestellten Zugverkehr.Wurde denn der Zugverkehr eingestellt? Ich kenne nur Informationen, daß aufgrund der Witterungsunbilden die Fernverkehrszüge im Regionalbereich West (also ganz NRW) komplett für Nahverkehrsreisende freigegeben wurde. Die NE-Bahnen fuhren auch weitestgehend.
Wenn es so war, wie Du schreibst, kann man doch genau diese Information anzeigen? Und nicht einfach die fahrplanmäßig nächsten 20 abfahrenden Züge (die es zum Großteil gar nicht gab)!
Burkhard: Es ist bei manchen Bahn-Mitarbeitern immer wieder erstaunlich, dass nur erklärt wird, dass alles sowieso nicht geht.
Es ist bei manchen Nicht-Eisenbahnern immer wieder erstaunlich, daß sie sich vieles so furchtbar einfach vorstellen.
Ja, ich stelle es mir sehr einfach vor, auf einer großen Bahnhofsabfahrtstafel eine aktuelle Information anzuzeigen. Alternativ kann man auch eine Tafel von Hand beschriftet neben den ServicePoint stellen, gibts in anderen Städten an jedem U-Bahnhof.
Und eine Rufbereitschaft für so einen Tag zu organisieren halte ich auch für einfach. Letztlich halte ich es sogar für selbstverständlich, dass ein Bahnhofsmanager an so einem Tag höchstselbst vor Ort ist und sein Team am ServicePoint unterstützt. Aber ich erwarte offensichtlich viel zu viel und abwegige Dinge, die überall funktionieren - nur nicht beim selbsternannten Mobilitätsdienstleister Nummer 1 in Deutschland.
Burkhard: Und auch, dass so viele Kunden zu dumm sind. Da frage ich mich immer, warum man sich für diesen Beruf entschieden hat?
Ich wollte beispielsweise bei der Reichsbahn Chef vom Magdeburger Hbf werden. Daß ich nun ein kleiner, dummer, arroganter und was-weiß-ich-noch-alles schlechter Zugschaffner geworden bin
Wenn das Dein Selbstbild ist, ist das sehr bedauerlich. HIer machst Du eigentlich nicht so einen Eindruck.
Nur noch mal zur Klarstellung: Es hat - soweit ich alles gelesen habe - in diesem Thread niemand abwegige Dinge gefordert. Niemand hat sich darüber aufgeregt, dass der Zugverkehr eingestellt wird. Und niemand hat gefordert, dass hunderte von Menschen oder Ersatzzügen bereitgestellt werden oder Hubschrauber zur Verfügung gestellt werden.
Es wurde nur gefordert, Infomationen auf dafür vorgesehene Anzeigen zu bringen und das Servicepersonal an einem solchen Tag irgendwie aufzustocken und vielleicht mal eine Kanne Tee hinzustellen, nachdem am Tag vorher vor einem Orkan vom Ausmaß von Kyrill gewarnt wurde. Aber selbst das scheint an einem Bahnhof mit 200.000 Fahrgästen am Tag nicht leistbar und wird selbst von engagierten Bahnmitarbeitern wie Dir als eindeutig nicht leistbar dargestellt. Das ist schade. Offensichtlich gehen da die (in meinen Augen sehr geringen) Ansprüche der Kunden und das mögliche sehr weit auseinander.
doch, die gab es...
Zumal ist es unsinnig davon auszugehen, dass das Fernverkehrspersonal einfach nur im Bahnhof rumsteht! Jedes Personal gehört zu einem Zug, und wenn der im Bahnhof strandet kannst du nicht einfach verlangen, dass dieses Personal sich von ihrem Zug entfernt und in der Bahnhofshalle mitmacht. Essen Hbf ist jetzt auch kein Bahnhof wo weiteres Personal einfach so rumsitzt, auch nicht vom Fernverkehr.
Hätte das ZUB der zwei ICEs sich von ihrem Zug entfernt, um mir zu helfen, hätten zwei ICEs nicht zurück nach Köln fahren können (mussten umrangiert werden!) und in meinem Bahnhof alle wichtigen Gleise blockiert.
doch, die gab es...
Weil die Information auf den Bahnhöfen Arbeit von DB Netze ist und die Zub zu DB Fernbverkehr gehören. DB Fernverkehr muß für diese an sich selbstverständliche Dienstleistung Geld verlangen, was DB Netzte verständlicherweise nicht bezahlen wird. Das ist auch Folge der ach so tollen und schönen Bahnreform.
Sorry, irgendwie macht mich wütend was du schreibst. Wer bitte schreibt DB Fernverkehr oder Regio denn bitte vor, dass sie DB S&S "alleine lassen" müssen mit der Kundenberatung? Wer sagt denn bitte, dass da irgendwas verrechnet werden muss? Die fahrenden GB sollen doch froh sein, wenn sie IHRE eigenen Kunden in so einer Situation unterstützen können. Und das müssen doch auch keine ganze Heerschaaren von Mitarbeitern sein, aber wenn neben den Menschen am Service Point irgendwie noch 3, 4, 5 Mitarbeiter durch die Bahnhofshalle laufen und ansprechbar sind an einem Bahnhof der Größe Essens, dann ist das doch bitte nicht zu viel verlangt...
Ich glaube das Problem, was in diesem Thread aufbricht ist der zwischen Vielfahrern und Bahnangestellten, bei denen die ersten wissen, dass die Bahn zuwenig tut, und bei denen letztere das Gefühl haben, dass man zu viel von ihnen persönlich verlangt. Letztlich stellt sich aber die Frage, ob man nicht organisatorisch mehr machen müsste, besser auf solche Situationen bei der Bahn vorbereitet sein müsste. Und du, Ralf, und auch Mario, so sehr ihr sicher auch richtige Dinge sagt*, könnt ihr mich nicht überzeugen, dass bei der Bahn alles richtig läuft, und auch nicht, dass da zwischen dem Optimum und dem Realzustand keine allzugroße Lücke klafft. Mein kleiner abendlichen Besuch auf einem großen Bahnhof gestern abend hat mir gestern einen anderen Eindruck vermittelt.
* ich finde zum Beispiel durchaus richtig, dass man einen Flughafen nicht mit Gevelsberg HBF oder Kleinkleckersdorf vergleichen kann. Leider halten aber selbst die großen Bahnhöfe (HBF in den Großstädten) einem Vergleich nicht stand, und auch andere Informationen bleiben halt spärlich, ich wundere mich zB immer, dass es keinen SMS-Service gibt, der zB alle Online-Ticket-Nutzer des Tages auf Schwierigkeiten bei ihrer Fahrt hinweist. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass es gerade in der Informationskette doch starke Mängel gibt, aber dann muss da halt mehr Personal hin...
Die Sammelantwort zum Thread
Burkhard: Ich habe es schon weiter unten geschrieben: Das ganze Fernverkehrs-Zugbegleitpersonal ist an vielen Bahnhöfen gerade untätig gestrandet - die könnte man auch an die ServicePoints beordern.
Kann man nicht. Die Antwort steht weiter unten.
Chritz schrieb ja, dass es bei ihm geklappt hat. Offensichtlich ist mit Eigeninitiative mancher Mitarbeiter viel möglich!
Essen ist nun aber nicht Dortmund. Die Dortmunder kennen sich untereinander. Ich kenne ja auch die Bahnsteigpersonale vom Service von Südkreuz, Hbf, Gesundbrunnen, Spandau, Zoo. Die vom Ostbahnhof sowieso. Und weil man sich eben kennt, ist gerade hier die Wahrscheinlichkeit höher, daß ein Zub freiwillig das Servicepersonal unterstützt. Ich kenne auch die Servicepersonale von vielen weiteren Bahnhöfen, die ich eben auch aus diesem Grund unterstützen würde. Nur in Essen kenne ich niemanden.
Damit war ein einfaches „Ausborgen“ von Mitarbeitern des Fernverkehrs zu den Personenbahnhöfen - wie von Dir gefordert – nicht mehr möglich. Auch einfache „Gefälligkeiten“ müssen zwingend monetär verrechnet werden.
Das steht nirgendwo gesetzlich festgeschrieben, dass wird von der DB so gehandhabt.
Unwahrscheinlich. DB Systel muß beispielsweise DB-eigne Aufträge dem einzelnen DB-Unternehmen in Rechnung stellen,ebenso wie bei den Fremdaufträgen, die sie abarbeiten. Da geht es auch nicht, daß die konzerneignen Arbeiten "verschenkt" werden, während ein Nicht-DB-Auftraggeber dafür schweres Geld hinlegen muß. Genauso ist es mit dem Personal der DB Fernverkehr, was im Auftrag von Station und Service arbeitet. Das muß man schon deswegen so machen, um eine saubere Bilanz zu bekommen, weil es spätestens beim Jahresabschluß böses Blut geben würde (und es gäbe den nächsten Skandal).
Holger_HAM: Aber man kann zumindest Personal "vorwarnen", dass ein Herbeiruf möglich ist und dann hätte man am Mittag das Personal anfordern können.
Auch das geht nicht. Jeder Mitarbeiter hat eine Jahresarbeitszeit, die genau vorgegeben ist. Ebenso sind die Ruhezeiten fest vorgegeben und können nicht einfach so verändert werden. Da muß vorher der Betriebsrat gefragt werden. Außerdem sind die gesetzlich und tarifvertraglich vorgegebenen Arbeits- und Ruhezeiten einzuhalten. Nach einer maximalen Arbeitszeit von 54 Stunden innerhalb eines 168-Stunden-Zeitraumes hat eine zusammenhängende Ruhe von mindestens 56 Stunden zu erfolgen.
Wenn es bei der DB nicht möglich ist, für einen Bahnhof mit täglich rund 200.000 Fahrgästen nicht einen einzigen Mitarbeiter auf Abruf bereit zuhalten, läuft doch irgendwas falsch.
Gut, aber das ist nicht das Problem des Fußvolks. In meinem Arbeitsvertrag steht weit und breit nix von einer möglichen Rufbereitschaft, die ich abzuleisten habe. Also werde ich auch keine machen. Genauso handhaben es die anderen Mitatrbeiter. Wenn bei einer Führungskraft eine Rufbereitschaft drinsteht, dann soll die mal ran. Wird ja auch dafür bezahlt.
Burkhard: ... Wenn die DB aber schon nicht in der Lage ist, auf der großen Abfahrtstafel mitzuteilen, dass der Zugverkehr eingestellt ist, ...
...Nirgends gab es Hinweise auf den eingestellten Zugverkehr.Wurde denn der Zugverkehr eingestellt? Ich kenne nur Informationen, daß aufgrund der Witterungsunbilden die Fernverkehrszüge im Regionalbereich West (also ganz NRW) komplett für Nahverkehrsreisende freigegeben wurde. Die NE-Bahnen fuhren auch weitestgehend.
Wenn es so war, wie Du schreibst, ...
Es war so. Hätte ich gewußt, daß das von enormer Bedeutung sein wird, hätte ich das extra mal abfotografiert. Bei jeder Info, die ich für im Regionalbereich West anforderte, gab es oben drüber erst einmal einen rot eingefärbten Text. Dort stand, daß die Fernverkehrszüge für NV-Reisende freigebenen sind. Die Info hat jeder bekommen, der mit einem der DB-internen RIS-Module (z.B. für mich RIS-Zub) arbeitet. Also wußten die Lautsprecherbediener dieses auch.
...kann man doch genau diese Information anzeigen? Und nicht einfach die fahrplanmäßig nächsten 20 abfahrenden Züge (die es zum Großteil gar nicht gab)!
Ob und wie man das über die Zugzielanzeiger laufen lassen kann, entzieht sich meinem Wissen. Zumindest als Laufband bei den LCD-Anzeigen sollte es machbar sein. Daß die 20 nächsten Züge angezeigt werden, liegt an den im System festprogrammierten Daten. Man hätte - nach meiner laienhaften Ansicht - diese Anzeige deaktivieren und eine neue Anzeige eingeben müssen. Inwieweit das bei den Fallblattanzeigen geht - keine Ahnung.
Burkhard: Es ist bei manchen Bahn-Mitarbeitern immer wieder erstaunlich, dass nur erklärt wird, dass alles sowieso nicht geht.
Es ist bei manchen Nicht-Eisenbahnern immer wieder erstaunlich, daß sie sich vieles so furchtbar einfach vorstellen.
Ja, ich stelle es mir sehr einfach vor, auf einer großen Bahnhofsabfahrtstafel eine aktuelle Information anzuzeigen.
Siehe weiter oben. Theoretisch sollte es machbar sein, aber praktisch? Und ob nun derjenige der das zu tun hat (sinnvollerweise der Lautsprecherbediener bzw. derjenige, der das RIS vor der Nase hat) auch zeitlich und vom Wissen her dazu in der Lage ist...
Alternativ kann man auch eine Tafel von Hand beschriftet neben den ServicePoint stellen, gibts in anderen Städten an jedem U-Bahnhof.
Da ist das nächste Problem. Das gab es mal, wurde aber weitestgehend abgeschafft, weil irgendein Controller, Mänätscher (also jemand, der als BWL-Quereinsteiger bei der Bahn landete und demzufolge keine Ahnung vom System Bahn hat - zumindest nicht von dem was wichtig ist) genau dieses wegen "zu teuer", "unnötig" (was weiß ich) kurzerhand abschaffte. Das ist ungefähr genauso das Gleiche wie der Ausbau der Weichenheizungen. Nur weil die letzten 10-15 Winter relativ mild waren und weitestgehend im Flachland schneefrei blieben, wurden die Weichenheizungen ausgebaut. Das ersparte zunächst immensen Wartungsaufwand und Kosten für die Vorratshaltung von Ersatzteilen dafür.
Und dann kam ein normaler Winter, wie der diesjährige: Schnee im Flachland, im Januar einige Tagen mit Starkfrost (gut es waren dieses Jahr etwas mehr als die in meiner Kindheit). Was dann pssierte, ist bekannt.
Und eine Rufbereitschaft für so einen Tag zu organisieren halte ich auch für einfach. Letztlich halte ich es sogar für selbstverständlich, dass ein Bahnhofsmanager an so einem Tag höchstselbst vor Ort ist und sein Team am ServicePoint unterstützt.
Naja, der Bahnhofsmänätscher saß bestimmt in seinem Büro und mänätschte das von da aus, getreu dem Motto: "Sieht man sich ein Problem aus dem Dienstwagen an, ist es doch gar nicht so schlimm."
Aber ich erwarte offensichtlich viel zu viel und abwegige Dinge, die überall funktionieren - nur nicht beim selbsternannten Mobilitätsdienstleister Nummer 1 in Deutschland.
So? Wer behauptet das? H.M. sagte damals lediglich, daß die DB die beste Bahn Europas werden will. Wie sich die Wahrnehmung verzerrt... Hat er wohl zu oft gesagt und andere haben ihm das brav nachgeplappert.
Burkhard: Und auch, dass so viele Kunden zu dumm sind. Da frage ich mich immer, warum man sich für diesen Beruf entschieden hat?
Ich wollte beispielsweise bei der Reichsbahn Chef vom Magdeburger Hbf werden. Daß ich nun ein kleiner, dummer, arroganter und was-weiß-ich-noch-alles schlechter Zugschaffner geworden bin
Wenn das Dein Selbstbild ist, ist das sehr bedauerlich. HIer machst Du eigentlich nicht so einen Eindruck.
Mein Selbstbild... Ich wollte tatsächlich zu DDR- und Reichsbahnzeiten Leiter des Bahnhofes Magdeburg Hbf werden. Es kam leider die Wende dazwischen. Ich landete als Fdl plötzlich im Zub, weil ich nicht auf irgendeine kleine Klitsche abgeschoben werden wollte. Dann habe ich auch vorerst das Studium verschoben, dann noch ein paar weitere Male, bis es irgendwann zu spät dafür war. Wenn ich nun aber sehe, welche Schwachmaten und Dumpfbacken sich hier als "Mänätscher" profilieren... Die arme Bahn. Nun bin ich also Zub und lotse - so gut es geht - die Reisenden durch den Dschungel. ;-)
Nur noch mal zur Klarstellung: Es hat - soweit ich alles gelesen habe - in diesem Thread niemand abwegige Dinge gefordert.
Doch, es wurde. Leider darf ich hier mich nicht öffentlich äußern, sonst bekomme ich wieder ganz böse auf die Schnauze. Darum also noch kurz Werbung: Die Bahn ist schön, die Bahn ist toll...
Es wurde nur gefordert, Infomationen auf dafür vorgesehene Anzeigen zu bringen und das Servicepersonal an einem solchen Tag irgendwie aufzustocken und vielleicht mal eine Kanne Tee hinzustellen, nachdem am Tag vorher vor einem Orkan vom Ausmaß von Kyrill gewarnt wurde.
Wem sagste das. Das Volk kennt die Stimmung im Land immer besser als der König und die Obrigkeit.
...Aber selbst das scheint an einem Bahnhof mit 200.000 Fahrgästen am Tag nicht leistbar und wird selbst von engagierten Bahnmitarbeitern wie Dir als eindeutig nicht leistbar dargestellt. Das ist schade. Offensichtlich gehen da die (in meinen Augen sehr geringen) Ansprüche der Kunden und das mögliche sehr weit auseinander.
Nochmal Werbung gefällig? ;-)
Gruß, Ralf
was kommt danach?
Benjamin, volle Punktzahl für dich. Ich gebe dir absolut Recht und möchte einen Schritt weiter gehen: was wird nach so einem Sonntag passieren? NICHTS. Leider.
Weil sich die DB als verselbstständigter Konzern wieder hinter sich selbst und seiner Komplexität versteckt.
Weil die Mitarbeiter durch ihre Führungskräfte offensichtlich nicht motiviert werden können.
Weil die Kunden auch mit dem Chaos Bahn fahren ...usw.
Ich bin dringend dafür, beim Staatsunternehmen etwas mehr Betriebswirtschaft walten zu lassen und Low-Performer im Personal rigeros auszusortieren. Beispiele gäbe es genug (RB FFM-Mannheim, ICE 50). Wenn ich so arbeiten würde, hätte ich wohl schon Hartz IV.
GANZ WICHTIG: Ich möchte nicht pauschal schimpfen, sondern ausdrücklich die (vor allem jungen!!!) engagierten Mitarbeiter der DB loben. Und dies tue ich auch regelmäßig im "Kundendialog". Leider ist das aber noch nicht der überwiegende Teil...
was kommt danach?
Ich bin dringend dafür, beim Staatsunternehmen etwas mehr Betriebswirtschaft walten zu lassen und Low-Performer im Personal rigeros auszusortieren. Beispiele gäbe es genug (RB FFM-Mannheim, ICE 50). Wenn ich so arbeiten würde, hätte ich wohl schon Hartz IV.
Wobei ja gerade das NICHT Inhalt meines Postings war. Ich glaube eher, dass die Bedeutung qualitativer Kundeninformation in der Führungsetage vernachlässigt wird. Und sicher gibt es auch unmotivierte Mitarbeiter, aber die gibt es andererseits überall und außerdem habe ich auch das Gefühl, dass viele durch die unmögliche Politik ihrer Konzernspitze(n) entmutigt wurden. Gerade hier gibt es aber auch viele, die sicher zum Teil berechtigt ihre Firma mit Löwenmut verteidigen! Und gerade eben weil es bei der Bahn (noch) so viele Idealisten gibt, finde ich es so schade, dass so vieles durch schlechte Organisation und mangelnde Konzepte wieder kaputt gemacht wird.
(Dies ist die Einschätzung eines absoluten Laiens!* :-))
* als Protestant ist man es eben gewöhnt, trotzdem eine Meinung zu haben, schließlich sind wir alle ein bißchen Papst^^
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Vielen Dank für die ausgesprochen netten Komplimente ... :-) Mir ist gar nicht bewusst, dass ich Hobbyeisenbahner wäre oder alles besser gewusst hätte, ich meine eher im Gegenteil, dass ich durchaus den Versuch unternommen habe, mal ein einigermaßen neutrales Bild zu zeichnen. Und auch Otto Normalkunde zeigt wesentlich mehr Verständnis, wenn man ihn ehrlich aufklärt als mit inhaltslosen Floskeln ("Verzögerungen im Betriebsablauf") hinhält. Meine letzte größere Verspätung entstammte dem Umstand, dass Türen witterungsbedingt vereist waren - Vereisung war während der Fahrt entstanden!!! - und erst enteist werden mussten - dafür habe ich eher Verständnis als für eine Information über ca. 45 Minuten Verspätung wegen Verzögerungen im Betriebsablauf.
Ach ja: Dieses Forum droht tatsächlich zum Kaspertheater zu verkommen - aber vornehmlich wegen Beiträgen, die absolut einseitige Perspektiven vertreten, weder Bahn-Bashing noch Bahn-Verteidigung um jeden Preis ist angesagt, denk mal darüber nach ...
Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Aber warum sollte sie FREIWILLIG solche Ereignisse entschädigen. Macht die Bahn das einmal wird es jedesmal aufs neue verlangt.
Schön wär's!
Und ich würde mal sagen, solche Wetterereignisse häufen sich in Zukunft.
Eben deswegen. Achselzuckend zu sagen: Is nich - das ist unangemessen! Denn dann wird bald die Störung zum Regelbetrieb. Heute Schnee, morgen Sturm, übermorgen Hochwasser und im Sommer unerträgliche Sahara-Hitze!
Da kann ich ja als Bahnkunde demnächst besser Pokern gehen - da ist die Chance auf Gewinn vermutlich dann höher als mit der Bahn pünktlich anzukommen.
Nein, die Bahn braucht da "Druck", sich eben auf die Wetterverhältnisse besser einzustellen! Muß ich als kleiner Arbeiter, der vielleicht noch etwas Eigentum besitzt, ja schließlich auch.
Inwieweit man die Bahn hier "alleine läßt", oder inwieweit sich eine Versicherung oder der Staat an einer solchen "Verpflichtung" beteiligt, darüber kann man diskutieren.
Der simple Verweis auf's Wetter wird für die Bahn jedenfalls garantiert kein Erfolgsmodell.
Bevor der Hinweis auf den Flieger und die gesperrte Autobahn kommt:
Ein Nischenanbieter - und nichts anderes ist die Bahn in Deutschland - muss schon besser sein als die "Platzhirsche", wenn er sich auf Dauer im Konkurrenzkampf bewähren will!
Schöne Grüße von
jörg
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Hallo Jan,
Indirekt schon, weil solch ein Sturm natürlich ein prima Vorwand ist, von den eigenen Problemen abzulenken.
Hat das denn jemand versucht?
Nein, hab ich auch nicht gesagt. Ich möchte aber nicht jeden Abend nur einen Sardinenplatz in einem Halbzug haben.
Das verstehe ich ja. Was Du gesagt hast, war: Beim Flieger ist das doch viel besser. Nur dem habe ich widersprochen.
Hab ich auch nicht gesagt, dass es falsch ist.
Warum stellst Du es dann in eine Liste von Vorwürfen? Geschweige denn in den Kontext, im Flugverkehr laufe es besser - wo es doch ein Streik beim Flugverkehr war, der diesen Punkt ausgelöst hat?
Dafür hätte ich gerne Zahlen. Ich habe unendliche Geschichten gehört von Stunden Verspätungen und Ausfällen wegen vereisten Fliegern und zeitweise komplett gesperrten Flughäfen.
Genau, der entscheidende Punkt: zeitweise. Soweit ich es mitbekommen habe, war es bei der Fliegerei kein Dauerzustand.
Der Extremfall "komplett gesperrte Flughäfen" nicht (und nur auf den bezog sich das "zeitweise"); aber Stunden Verspätung m.W. eher die Regel als die Ausnahme. "Bundespolizei räumt überfüllten Zug" war schließlich auch ein Extremfall, aber kein Tagesgeschäft.
Deswegen habe ich ja nach Zahlen gefragt.
Als Tagesfernpendler kann ich an einer Hand abzählen, wie oft dieses Jahr durch Verspätung/Überfüllung von ICE 725 mein Anschluss noch nicht geplatzt ist.
Anschluss in Frankfurt? Dann schätze ich, dass Du in Deiner Liste noch einen wesentlichen Punkt vergessen hast: Geschwindigkeits-Reduktion wegen Eisbrocken-Flug. Der dürfte Hauptgrund für dauernde Verspätungen auf der Linie gewesen sein.
Immerhin ist der (leider!) systemimmanent und nicht durch bessere Wartung o.ä. in den Griff zu bekommen; der TGV hat das Problem auch. Siehe die Diskussion in diesem Thread.
Mein Einspruch zielte auch nicht so sehr auf Deine Aufzählung, was alles schiefgegangen sei, sondern auf die Behauptung, im Flugverkehr sei es besser. Als Tagespendler gerade auf dieser Linie hast Du nun in letzter Zeit die Probleme in geballter Form abbekommen, da kann ich Deinen Frust voll verstehen und muss als Bahner um Entschuldigung bitten. Nur der Vergleich hinterließ den Eindruck, dass (um im Bild der Parallel-Beiträge zu bleiben) Dir die "Birnen saftiger" vorkamen, nur weil Du gar nicht die Gelegenheit hattest, die genauso oft zu probieren.
Psychologisch verständlich, aber sachlich deshalb noch nicht richtig.
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Hallo Jan,
Moin Daniel,
Indirekt schon, weil solch ein Sturm natürlich ein prima Vorwand ist, von den eigenen Problemen abzulenken.
Hat das denn jemand versucht?
Komplette Sperrung der FGF-Ausgabe geht meines Erachtens schon stark in die Richtung...
Nein, hab ich auch nicht gesagt. Ich möchte aber nicht jeden Abend nur einen Sardinenplatz in einem Halbzug haben.
Das verstehe ich ja. Was Du gesagt hast, war: Beim Flieger ist das doch viel besser. Nur dem habe ich widersprochen.
Ausschlaggebend war ja die folgende Aussage:
"Warum werden unternehmerische Maßnahmen bei der Bahn (was anderes ist die Sperrung der Ausgabe der FGF nämlich nicht) stets kritisiert, während unternehmerische Maßnahmen bei anderen Konzernen klaglos hingenommen werden?"
Die "anderen Unternehmen" waren die letzten 2 Monate eindeutig nicht so häufig wegen genannten Problemen in der Presse. Dass die Flieger generell viel besser sind, habe ich nicht behauptet, und kann dies auch nicht objektiv beurteilen.
Hab ich auch nicht gesagt, dass es falsch ist.
Warum stellst Du es dann in eine Liste von Vorwürfen? Geschweige denn in den Kontext, im Flugverkehr laufe es besser - wo es doch ein Streik beim Flugverkehr war, der diesen Punkt ausgelöst hat?
Das hatte ich doch eigentlich im letzten Posting begründet.
Dafür hätte ich gerne Zahlen. Ich habe unendliche Geschichten gehört von Stunden Verspätungen und Ausfällen wegen vereisten Fliegern und zeitweise komplett gesperrten Flughäfen.
Genau, der entscheidende Punkt: zeitweise. Soweit ich es mitbekommen habe, war es bei der Fliegerei kein Dauerzustand.
Der Extremfall "komplett gesperrte Flughäfen" nicht (und nur auf den bezog sich das "zeitweise"); aber Stunden Verspätung m.W. eher die Regel als die Ausnahme. "Bundespolizei räumt überfüllten Zug" war schließlich auch ein Extremfall, aber kein Tagesgeschäft.Deswegen habe ich ja nach Zahlen gefragt.
Die würden mich genau so interessieren. Nach den letzten Presselinks, die hier gepostet wurden, waren das aber keine Einzelfälle.
Als Tagesfernpendler kann ich an einer Hand abzählen, wie oft dieses Jahr durch Verspätung/Überfüllung von ICE 725 mein Anschluss noch nicht geplatzt ist.
Anschluss in Frankfurt? Dann schätze ich, dass Du in Deiner Liste noch einen wesentlichen Punkt vergessen hast: Geschwindigkeits-Reduktion wegen Eisbrocken-Flug. Der dürfte Hauptgrund für dauernde Verspätungen auf der Linie gewesen sein.
Anschluss in Aschaffenburg. Und stimmt: Der Punkt gehört auch noch in die Liste.
Mein Einspruch zielte auch nicht so sehr auf Deine Aufzählung, was alles schiefgegangen sei, sondern auf die Behauptung, im Flugverkehr sei es besser. Als Tagespendler gerade auf dieser Linie hast Du nun in letzter Zeit die Probleme in geballter Form abbekommen, da kann ich Deinen Frust voll verstehen und muss als Bahner um Entschuldigung bitten. Nur der Vergleich hinterließ den Eindruck, dass (um im Bild der Parallel-Beiträge zu bleiben) Dir die "Birnen saftiger" vorkamen, nur weil Du gar nicht die Gelegenheit hattest, die genauso oft zu probieren.
Du als Person kannst ja noch am wenigsten dafür... Und stimmt: Pendeln per Flieger kenne ich nicht, und käme für mich wegen Umweltsauerei in allerhöchstem Maße niemals in Frage. (Womit an sich die saftigen Birnen auch schon relativiert sind.)
Viele Grüße,
Jan
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Hi,
Die "anderen Unternehmen" waren die letzten 2 Monate eindeutig nicht so häufig wegen genannten Problemen in der Presse. Dass die Flieger generell viel besser sind, habe ich nicht behauptet, und kann dies auch nicht objektiv beurteilen.
die anderen Unternehmen, speziell die Luftfahrt ist derzeit wirklich nicht so sehr in der Presse, aber dennoch haben auch diese Unternehmen speziell bei den Wetterlagen erhebliche Probleme gehabt.
Ich habe im Februar 13 Flüge absolviert, davon liefen 3 pünktlich ab und der Rest davon war mind. 15 Min. verspätet (erst ab dann gilt ein Flug als verspätet!) - 3 wurden gleich ganz gestrichen - alternative (eventuell ohne feste Zusage!) am nächsten Tag.
Da der eine Flug wichtig war, habe ich mir selber Alternativen herausgesucht und dann mit der Dame beim Kundenservice telefonisch umgebucht - hat mich an Telefonkosten nur 49,-€ gekostet...
Bei einem anderen annullierten Flug hatte ich Zeit, wollte ja nur nach Hause, so hab ich mich 2 Stunden am Flughafen beim Kundenservice angestellt - immerhin hat man unter den Wartenden Freundschaften fürs Leben geschlossen :-)
Gut auf mein Gepäck warte ich seit Samstag, uns konnte man wenigstens sagen wo es sich befindet, bei dem Herrn neben uns war es nicht einmal klar wo es sich befindet.
Und das sind Sachen die regelmäßiger stattfinden - auch eine Empfehlung von mir das Wartelistenspiel der Fluggesellschaften, mein bestes Ergebnis Flug 8 und 37 Stunden später...
Aus Erfahrung nehmen aber die Flugkunden es wesentlich anderes entgegen, da sind Verspätungen bis zu 30 Min. als hinnehmbar, teilweise werden diese selbstverständlich hingenommen.
Speziell die DB hat derzeit auch viele eigene Probleme, dass ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Presse, teilweise zurecht und benötigt diese Medien, aber langsam wird es öde in fast jeder Zeitung das gleiche alte zu lesen - was kommt den noch an neuen Problemen in der Presse?
Und so geht es durch alle Branchen, in einem Jahr ist vielleicht die Luftfahrt dran...
Das soll natürlich nicht die Probleme der Bahn beschönigen, aber ich bin dafür jeder sollte vor seiner eigenen Haustür kehren, da nützen keine Vergleiche da und da ist es besser - dies kann man eigentlich nur beurteilen wenn man diese Systeme auch oft nutzt. (*)
Viele Grüße
(*) = sieht man schön am Beispiel der SBB, für uns ist es ein Vorbild Betrieb. Wenn man aber mal in der Schweiz für mehrere Monate unterwegs ist bekommt man sehr viele Kritische Meinungen über die SBB von den anderen Reisenden zu hören, auch wenn ich diese nicht unbedingt verstehen kann ;-)
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Hallo Jörg,
Nein, die Bahn braucht da "Druck", sich eben auf die Wetterverhältnisse besser einzustellen! Muß ich als kleiner Arbeiter, der vielleicht noch etwas Eigentum besitzt, ja schließlich auch.
Wie stellst Du Dir das konkret vor? Gegen Probleme durch "Sahara-Hitze" helfen erprobte und gut gewartete hitzeresistente Züge, aber was hilft auf Dauer dagegen, dass Hochwasser eine Strecke überflutet und ein Sturm Bäume in die Oberleitung weht?
Bessere Info bei Störungen ist eine Sache. Aber so wie ich Dich verstehe, reicht Dir das nicht?
Und eins sollte auch klar sein: Alles, was nennenswert Geld kostet, wird die Bahn früher oder später auf den Fahrpreis schlagen.
Inwieweit man die Bahn hier "alleine läßt", oder inwieweit sich eine Versicherung oder der Staat an einer solchen "Verpflichtung" beteiligt, darüber kann man diskutieren.
Ja. Aber dann bitte als Entweder-Oder.
Entweder man vertraut der Bahn, dass sie von sich aus etwas unternimmt. Oder man hat das Vertrauen nicht und schreibt ihr von Gesetzes wegen Maßnahmen vor, aber dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn sie nur das und sonst nichts tut.
Bevor der Hinweis auf den Flieger und die gesperrte Autobahn kommt:
Ein Nischenanbieter - und nichts anderes ist die Bahn in Deutschland - muss schon besser sein als die "Platzhirsche", wenn er sich auf Dauer im Konkurrenzkampf bewähren will!
Für den Nischenanbieter Bahn finde ich es eine bemerkenswerte Leistung, mehr als zehnmal so viele Passagiere zu transportieren wie der Platzhirsch Flieger. ;-))
Quelle Destatis
Da brauche ich schon bessere Gründe dafür, mit zweierlei Maß zu messen.
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Höhere Gewalt - und ihre Grenzen
Hallo Jan,
Hat das denn jemand versucht?
Komplette Sperrung der FGF-Ausgabe geht meines Erachtens schon stark in die Richtung...
M.E. nur, wenn man den fett markierten Satz im folgenden Beitrag ignoriert (Zitat aus diesem Beitrag):
"16:12 - Meldung ZTP Frankfurt: Ausgabe von FGF ab sofort für heute gesperrt. Grund: extreme Witterungsauswirkungen. Ausgabe FGF nur noch im Einzelfall bei eindeutig bahnverschuldeten Ereignissen. ZTP Frankfurt. Danke!"
Die "anderen Unternehmen" waren die letzten 2 Monate eindeutig nicht so häufig wegen genannten Problemen in der Presse.
Ich will die Probleme der Bahn nicht herunterreden, aber dieser Vergleich hat meiner Erfahrung nach auch damit zu tun, dass die Presse dem Volk aufs Maul schaut und das Volk dazu neigt, die gleichen Störungen, die es an der Bahn kritisiert, beim Flugzeug klaglos hinzunehmen und allenfalls aufs eigene Pech zu schieben.
Dass die Flieger generell viel besser sind, habe ich nicht behauptet
Sorry: Ich habe Dein Ausgangs-Posting noch einmal gelesen und kann es immer noch nicht anders verstehen. Und wie war das mit den faulen Äpfeln und saftigen Birnen?
Das hatte ich doch eigentlich im letzten Posting begründet.
Dass es im eh vollen Zug nicht für Freude gesorgt hat, ist klar. Etwas anderes ist es, deswegen auf die Bahn zu schimpfen. Und im Kontext Deines Beitrags war es nur so zu verstehen.
Die würden mich genau so interessieren. Nach den letzten Presselinks, die hier gepostet wurden, waren das aber keine Einzelfälle.
Wenn Du den in diesem Beitrag verlinkten Artikel meinst: Da ist die Rede von vier Fällen, bundesweit seit Jahresanfang. Da dürfte die Zahl der Flughafen-Sperrungen genauso hoch sein (behaupte ich jetzt einfach mal, zugegeben ohne Quelle).
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Achja und wie soll man sich auf solch ein Wetter einstellen? Ein Baum fällt auf die Oberleitung? Aber warum steht der Baum da auch. Alle Bäume in der Nähe von Gleisen den Erdboden gleich machen. Aber was würden dann die ganzen Naturschützer sagen? Sorry aber auf Wetter kann sich kein Unternehmen einstellen. Auch nicht die Bahn.
Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Hallo,
Achja und wie soll man sich auf solch ein Wetter einstellen? Ein Baum fällt auf die Oberleitung? Aber warum steht der Baum da auch. Alle Bäume in der Nähe von Gleisen den Erdboden gleich machen. Aber was würden dann die ganzen Naturschützer sagen? Sorry aber auf Wetter kann sich kein Unternehmen einstellen. Auch nicht die Bahn.
aber genau das geschieht doch. Entlang elektrifizierter Strecken wird doch schon viel abgeholzt. Die Bahn bereitet sich auf solche Wetterlagen im Moment auf jeden Fall viel besser vor als noch vor ein paar Jahren. In Dortmund musste die S4 wegen fehlender Sicht auf die Signale nach Starkregen ihren Betrieb einstellen. Die sonst die Fahrzeuge bürstenden Äste ragten in den Sichtbereich, der frei sein muss. Danach ging es an den Grünschnitt. 4 Meter auf jeder Seite blieb nix stehen.
Allerdings, da hast du recht, wird das nicht überall SO intensiv gemacht. Und natürlich stellt sich auch die Bahn auf das Wetter ein. Das möchte ich einfach nicht so stehen lassen. Die Frage ist nur, wie intensiv sie sich darauf einstellt und ob nicht ein relativ geringer Mehraufwand einen erheblichen Mehrwert für Fahrgäste UND Mitarbeiter darstellt.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Hallo Holger,
Allerdings, da hast du recht, wird das nicht überall SO intensiv gemacht. Und natürlich stellt sich auch die Bahn auf das Wetter ein. Das möchte ich einfach nicht so stehen lassen. Die Frage ist nur, wie intensiv sie sich darauf einstellt und ob nicht ein relativ geringer Mehraufwand einen erheblichen Mehrwert für Fahrgäste UND Mitarbeiter darstellt.
Das war das, was ich meinte. Beiderseits einer ebenerdigen Strecke kann und sollte man 4 Meter freiräumen, muss dann aber theoretisch noch achtgeben, dass die Bäume dahinter nicht höher als 4 Meter werden... und bei Strecken direkt unter einem bewaldeten Abhang wird es erst recht schwierig.
Hier hat die Bahn einen systemimmanenten Nachteil gegenüber dem Auto, einfach durch das dünnere Netz: Ein Baum kann auch auf eine Straße stürzen, Hochwasser auch eine Straße überfluten, aber dann ist viel leichter eine Umgehungs-Route zu finden.
Was man m.E. durchaus von der Bahn erwarten kann, ist im Fall der Fälle zumindest für lokale Störungen dieser Art ein Plan B in der Schublade, etwa Standard-Umleitungen oder rasch zu aktivierender Schienenersatzverkehr. Wenn natürlich das Netz großräumig lahmgelegt ist, stößt auch das an seine Grenzen.
Insgesamt würde ich mir einfach bei solchen Gelegenheiten ein wenig mehr Gelassenheit wünschen. Ich kenne keinen Chef und keinen Kunden, der nicht nach einem Orkan akzeptieren würde, dass man mal ein bis zwei Stunden später auf der Matte steht - solange es die Ausnahme bleibt. Ich denke aber auch, gerade wegen der eh massiven Probleme der Bahn in den letzten Monaten ist im Moment die Stimmung überkritisch.
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Ich hab mal ein bissl gekramt und stell jetzt mal etwas provokativ einen Text in den Raum zum Thema. Das ist das Idealbild eines Eisenbahnlaien von der Eisenbahn. Stimmts? So hättet Ihr die Eisenbahn gern...
Wenn Ihr als Fahrgäste genug Druck macht, lässt sich das bestimmt umsetzten.Die Frage ist allerdings - WER soll das bezahlen?:
Der Kunde kommt auf den Bahnhof in Kleinposemuckel. Da es noch recht früh am Morgen ist, hat der Schalter noch nicht geöffnet. Dafür gibt es einen Automaten, der einfach und verständlich ist. Der Kunde zieht sein Ticket und wartet auf die S-Bahn. Diese kommt pünktlich und befördert den Kunden zur nächsten größeren Stadt. Dort hat der Kunde 1Stunde Zeit bis der Anschlußzug geht. Erstaunt geht er durch den Bahnhof dieser großen Stadt. Lange ist er nicht mehr Bahn gefahren. Viel hat sich verändert seit dem. Ein Bahnmitarbeiter spricht den etwas verloren da stehenden Kunden an und fragt, ob er ihm helfen könne. Gemeinsam gehen sie an den vielen Geschäften vorbei zur DB Lounge. eine Klassenteilung gibt es nicht mehr, erklärt der freundliche Mann von der Bahn. "Bitte setzen Sie sich. Ich sage am Empfang Bescheid." Bequeme Sessel laden zum verweilen ein. Große Grünepflanzen in Töpfen stehen im Raum verteilt und lockern die Räumlichkeit etwas auf. Die Mitarbeiterin der DB Lounge kommt und begrüßt den Kunden ebenfalls freundlich und fragt nach seinem Anschlußzug und dessen Abfahrtszeit. Dann fragt sie den Kunden, was er trinken möchte und ob er eine Tageszeitung haben möchte,um sich die Wartezeit etwas zu verkürzen. Das Getränk und die Tageszeitung sind selbstverständlich gratis. Der Kunde bedankt sich und vertieft sich in die Zeitung.
Nach einiger Zeit kommt die Mitarbeiterin wieder und informiert den Kunden, dass sein Anschlußzug leider Verspätung hat. "Ich werde Ihnen aber rechtzeitig sagen, wann der Zug hier eintrifft."
Dann ist es soweit. Der Zug kommt mit 45 Min. Verspätung an. Tja und nu? Etwas hilflos sitzt unser Kunde nun im Zug und weiß nicht recht wie weiter. Wird er den 2. Anschluß noch bekommen. Es kommt die Ansage im Zug:". . . Begrüßen wir alle neu Zugestiegenen Fahrgäste auf der Fahrt nach... Wir kümmern uns um Ihre Anschlußzüge und geben ihnen die Informationen rechtzeitig vor Ankunft...." Na, ob das so funktioniert? Der Kunde ist skeptisch. Schließlich hat er in der Vergangenheit schon mehrfach ähnliche Sprüche gehört-nur funktioniert hat das leider nicht Verschaukelt hat er sich gefühlt von der Bahn.
"Ihren Fahrschein bitte" wird der Kunde aus seinen Gedanken gerissen. Der Schaffner schaut sich den Fahrschein und macht sich Notitzen auf seinem kleinen Fahrkartenverkaufsgerät. "Vielen Dank. Ich habe mir Ihren Zielbahnhof notiert. Der Zugchef weiß jetzt auch schon Bescheid. Eine angenehme Weiterfahrt wünsche ich. Wenn sie möchten, dann gönnen sie sich doch einen Kaffe in unserem Bordrestaurant.Wir haben aber auch eine Minibar im Zug, die zu Ihnen an den Platzt kommt." Erstaunt von soviel Freundlichkeit fragt der Kunde neugierig " Sagen sie mal, Sie haben gerade gesagt, Sie haben sich meinen Zielbahnhof notiert und der Zugchef wüßte auch Bescheid. Wie geht das denn? Sie waren doch die ganze Zeit bei mir..." "Ja" sagt der Schaffner,"das stimmt auch so. Es ist nämlich so, das wir als neueste Errungenschaft der Technik unsere Mobilen Terminals -so heißt das Ding was ich hier habe- jetzt ein kleines Programm haben, mit dem wir die Anschlüßwünsche unserer Kunden direkt via Bluetooth an den Zugchef senden. Damit hat dieser auch genauere Daten für die Leitzentrale. Die kann jetzt auch genauer planen dadurch. Zusätzlich ist der Zugchef mit seinem Handy auf 2 Meter genau via GPS ortbar. Unsere Lokomotive sendet auch ein Signal aus, wo wir uns gerade befinden. Diese 2 Signale werden mittels Computer ausgewertet. So erhölt die Leitzentrale ein genaues Bild davon wo wir uns gerade befinden. Anhand dieser Daten und der der anderen Züge, die hier auf der Strecke fahren, erstellt man in der Leitzentrale ein ziemlich genaues Bild, wo wir gerade sind und wann wir auf dem nächsten Haltebahnhof eintreffen werden. Züge, die langsamer fahren als wirbei apssender Gelegenheit "aus dem Weg geräumt". Umgekehrt ist es genauso mit uns. Wenn ein Zug schneller ist, als wir, müssen wir ausweichen. All das geht dann mit rein in die Prognose. In ganz eiligen Fällen ruft uns die Leitstelle auch schon mal im Zug an und erklärt den Reisenden die Lage. Ansonsten informiert sie der Zugchef schon rechtzeitig. Etwas früher als die Durchsage zu den Anschlüssen kommt, bekommen wir vom ZC auf unsere Geräte die Info,welcher Zug wartet und welcher nicht. Ersatzvarianten inclusive. Spezialfälle können wir selber bearbeiten. Mit unseren Geräten können wir auf ein spezielles Zuginternet zugreifen. Dort sind alle Fahrpläne der in Deutschland verkehrenden Züge,Busse und Strassenbahnen hinterlegt. Bei jedem planmäßigen Halt aktualisiert der Zugserver diese Daten. So wissen wir auch,wenn ich Hinterbumpfing mal eine Straßenbahn ausfällt oder in Berlin mal wieder an der S-Bahn gewerkelt wird... Alles im Interesse der Zufriedenheit unserer Kunden. An Ihrer Frage erkenne ich, dass sie lange nicht mehr mit der Bahn gefahren sind. Kann ich sonst noch was etwas tun für Sie? Der Zug ist nicht so voll und ich habe etwas Zeit. Mein Kollege ist ja auch schon da." "Ähäm-Danke, sehr liebnswürdig. Eigentlich nicht. Oder doch. Eine Frage hätt ich noch: Wie geht das denn vonstatten ,wenn es spät abends ist und der letzte Anchlußzug nicht warten kann? Mir is ja klar,das die Züge nicht stundenlang warten können. Aber die Leute wollen doch einfach nur nach Hause zu so später Stunde. Auch gibt es evtl. Abholer..." "Das ist gut, das sie danach fragen. Da hat sich auch eine ganze Menge getan. Wenn der seltene Fall eintritt,dass der letzte Anschlußzug
nicht warten kann, dann gibts immer noch die 3 Möglichkeiten, wie schon vor Jahren. Entweder mit dem Taxi weiter bis nach Hause oder ins Hotel gehen oder Weiterfahrt mit einem anderen Zug. Wir haben Verträge mit allen Verkehrsunternehmen in Deutschland, die Ihre Weiterbeförderung sicher stellen. Kostenausgleich inclusive.Wenn die Leute von uns mitnehmen, bekommen die Geld von uns. Und umgekehrt. Wenn wir Leute von denen mitnehmen bekommen wir Geld von denen. Was im Einzelfall mit Ihnen passiert wird mit der Leitzentrale abgesprochen. Da hat sich nix eändert in all den Jahren. Die Taxiunternehmen und Hotels haben mit uns Verträge, wo geregelt ist, welche Leistung bezahlt wird und welche nicht. Die Übernachtung im Hotel ist selbstredend immer mit Frühstück inclusive. schleißlich können sie nix dafür, dass die Reise unterbrochen wurde und es nicht weiter ging. Die Taxis bringen sie bis vor die Haustür. Ja, wie das mit der Bezahlung der Taxen und deren Fahrer ist, kann ich Ihnen nicht so richtig beantworten.Da hat es gerade erst eine Änderung gegeben... Falls auf dem Bahnhof wirklich niemand mehr sein sollte vom Bahnpersonal, dann wissen wir als Zugpersonal das und können Ihnen dann eine entsprechenden Gutschein aushändigen. Wir haben eine gewisse Anzahl davon vorrätig im Zug Wir bräuchten dann von Ihnen, Name und Adresse und FS-Nummer.Wir mpssen unserem Dienstherren gegenüber ja auch Rede und Antwort stehen, was mit den Dingern passiert ist Schwarze Schafe gibt es schließlich überall. Wenn nun der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass im Zug keine GS mehr da sind,dann gibt es als Rückfallebene noch unsere Mobilen Terminals. Wir können mit diesen Dingern,die auch jeder kleine popelige Lokführer auf den Triebzügen des Nahverkehrs hat, diese GS auch ausdrucken. Dazu müssen wir aber von der Leitzentrale eine Freigabenummer bekommen. Nur mit dieser Nummer können wir die GS drucken.Mogelpower is nich.Wird alles kontrolliert und nachgeprüft. Tja und so kommt jeder Fahrgast noch an sein Ziel. Auch spät Nachts. Aber jetzt hab ich Durst und möchte einen Kaffee trinken. Kommen Sie mit ins Restaurant?"
"Ich weiß nicht so recht.Kaffee? Um die Uhrzeit? Was gibts denn noch?""Ach ne ganze Menge anderer Sachen. Kommen sie einfach mit und sehn sichs an. Wissen sie was, ich lade sie ein.Ein Getränk Ihrer Wahl im Restaurant geht auf Kosten der Bahn." "Das ist aber nett von Ihnen. Na gut, dann komm ich halt mal mit."
Auf dem Weg zum Restaurant kommt jedoch im Zug die Ansage:" Hier spricht die Leitzentrale. Wir bitten um Aufmerksamkeit. Reisende nach XY steigen bitte heute bereits in ABC aus. Ihr Zug hält heute zusätzlich dort. In ABC hält dann für Sie auch zusätzlich der Anschluß nach XY. Ich wiederhole..." "Das betrifft ja mich! Was mach ich denn jetzt?" "Bleiben sie ganz ruhig. Es ist alles geregelt. Die Service-MA vor Ort wissen schon Bescheid und werden sich um sie kümmern. Aus dem Zug helfe ich Ihnen selbstverständlich auch mit raus. Achja und das versprochene Getränk holen sie sich dann im nächsten Zug. Der hat auch ein Restaurant oder ein Bistro." Mann erreicht also ABC. Der Kunde steigt aus und wirklich. Es stehen Serivce MA da und beantworten die Fragen der aufgeregten Reisenden. "Meine Damen und Herren am Gleis1. Bitte Vorsicht am Bahnsteig es fährt ein hält zusätzlich für sie der Zug nach XY." Und wirklich. der Zug kommt und hält. Weiter gehts im andern Zug bis nach XY. Unterwegs wird noch einmal länger gehalten, um Reisende aus einem SEV-Bus aufzunehmen.Ein anderer Zug wurde umgeleitet wegen Böschungsbrand und konnte den Bahnhof nicht anfahren. Irgendwie mußten ja die Reisenden nach ... kommen. Also hat die Bahn kurzfristig Busse eingesetzt.
Ein anderes Transportunternehmen...
bietet das von dir beschriebene in einer ähnlichen Art an... aber wie hiessen diese Kunden dort noch? Hmmmm... *kratz,kratz*
ach ja! HON Circle Member oder so...
SCNR
Gruss,
Kai
--
I am older now, but still running against the wind...
Ein anderes Transportunternehmen...
Irgendwie kann ich deinem Beitrag nix sinnvolles entnehmen Kai_ME. Wäre doch nett von dir, wen du dich mal etwas deutlicher ausdrückst...
--Danke im Vorraus--
Ich ahnte es...
Hallo,
Irgendwie kann ich deinem Beitrag nix sinnvolles entnehmen Kai_ME. Wäre doch nett von dir, wen du dich mal etwas deutlicher ausdrückst...
--Danke im Vorraus--
geahnt hatte ich es. Google liefert bei "HON Circle" folgenden Link:
http://www.honcircle.com/
"Eine Airline, die Ihre Treue zu honorieren weiß.
Außergewöhnliche Leistungen für einen kleinen Kreis unserer Gäste.
Und die Gewissheit, als HON Circle Member noch angenehmer zu reisen.
Alles für diesen Moment."
Die Hervorhebung stammt von mir.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Ich ahnte es...
Hm, was soll ich dazu sagen? Den Vergleich kannst du getrost in die Tonne treten. Der zieht nicht...
Wie oft soll man es denn noch herbeten: Die Bahn lässt sich nicht mit dem Flugzeug vergleichen! -Ende der Ansage-
Ich ahnte es...
Hm, was soll ich dazu sagen? Den Vergleich kannst du getrost in die Tonne treten. Der zieht nicht...
Wie oft soll man es denn noch herbeten: Die Bahn lässt sich nicht mit dem Flugzeug vergleichen! -Ende der Ansage-
Haben es die Bahnmanager nicht getan mit ihrem unsäglichen Sparpreiswahnsinn und der Einführung der BC25 und der Zugbindung?
Ein anderes Transportunternehmen...
Hi,
Kai meinte die Lufthansa, diese bietet ein Bonus Programm für ihre Fluggäste an, wo man mehrere Stufen erreichen kann.
Ab 35000 Meilen im Jahr (oder 30 Flügen mit Lufthansa) erreicht man den Silber Status, 50000 Meilen im Jahr den Gold Status und ab 300000 Meilen in zwei Jahren den HON-Status.
Den letzten Status erreichen nur sehr wenige Kunden der Lufthansa, aber es wird alles für einen gemacht, ich empfehle ein Flug in der First Class eines Star Alliance Mitglied ab Frankfurt, da nutzt ihr dann das First Class Terminal - http://www.wiwo.de/lifestyle/frankfurter-airport-punktet-mit-first-class-terminal-273604/ (ist aber ein älterer Artikel) - da gibt es nichts was es nicht gibt! (Da wird auch schnell mal der Fisch aus Sylt oder Hamburg eingeflogen)
Aber der normale Kunde von Lufthansa wird auch nicht wesentlich anders behandelt als bei der Bahn, selbst der Silber Status ist kaum die Karte wert, worauf dieser gedruckt ist.
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Ich ahnte es...
Hm, was soll ich dazu sagen? Den Vergleich kannst du getrost in die Tonne treten. Der zieht nicht...
Wie oft soll man es denn noch herbeten: Die Bahn lässt sich nicht mit dem Flugzeug vergleichen! -Ende der Ansage-
Haben es die Bahnmanager nicht getan mit ihrem unsäglichen Sparpreiswahnsinn und der Einführung der BC25 und der Zugbindung?
Ja, haben sie teilweise. In Unkenntnis des Systems Eisenbahn.Wer in der Führungsspitze des Bahnkonzerns, der an einer Stelle sitzt, wo er auch was bewirken kann an Veränderungen ist denn noch Eisenbahner von klein auf?
So ganz auf die Schnelle fällt mir keiner ein. Die Verantwortlichen für diesen >>Sparpreiswahnsinn<< sind schon längst den Weg aller "Mänätscher" gegangen und die Treppe nach oben gestolpert. Ausbaden muß es auf beiden Seiten der kleine Mann. -Leider-
Und mal ehrlich, so schlecht find ich die BC 25 gar nicht...
Stationspreise
Weil die Information auf den Bahnhöfen Arbeit von DB Netze ist und die Zub zu DB Fernbverkehr gehören. DB Fernverkehr muß für diese an sich selbstverständliche Dienstleistung Geld verlangen, was DB Netzte verständlicherweise nicht bezahlen wird. Das ist auch Folge der ach so tollen und schönen Bahnreform.
Sorry, irgendwie macht mich wütend was du schreibst. Wer bitte schreibt DB Fernverkehr oder Regio denn bitte vor, dass sie DB S&S "alleine lassen" müssen mit der Kundenberatung?
Die einzelnen Schienenverkehrsunternehmen bezahlen doch DB Netze Personenbahnhöfe (so heißt DB S&S seit einiger Zeit) dafür, daß sie bestimmte Leistungen - Serviceleistungen gegenüber Reisenden und den Schienenverkehrsunternehmen selbst - erbringen. dazu gehört auch das Betreiben der ServicePoints. Warum soll also DB Fernverkehr diese Leistung mit eignem Personal nochmal machen? Das ist rausgeschmissenes geld. Essen Hbf gehört zur Bahnhofskategorie 1, was bedeutet, daß DB Fernverkehr für jeden seiner Züge die dort halten, 20,76 Euro pro Tag bezahlen muß. Jetzt rechne die Fernverkehrszüge aus, die dort halten, multipliziere das mit den 20,76 Euro - und multipliziere das dann nochmals mit den 365 Tagen pro Jahr. Macht wieviel? 114 Züge, die an mindestens sechs Tagen in der Woche halten. Die Züge die nur an einzelnen Tagen halten, habe ich gar nicht erst mitgezählt.
Die stark gerundete Rechnung sieht dann so aus:
110 Züge
x 20 Euro Stationsnutzungsentgelt
x 365 Tage pro Jahr
= 803.000 Euro
Die tatsächliche Summe dürfte tatsächlich noch größer sein.
Das Stationsnutzungsentgelt kannst Du hier nachrechnen, einfach mal durchklicken.
Das Stationspreissystem
Die Bahnhofskategorien
Die aktuelle Stationspreisliste
Die damit bezahlten Basisleistungen sind:
DB Service Point und mobiler Service:
- Produktauskunft, persönliche Kunden- und Reisendeninformation, z.B. aktuelle Auskünfte zu Fahrplänen, Zügen und Bahnsteigen und ÖPNV-Angeboten
- Orientierungshilfe im Bahnhof, Auskünfte zu Kundenanfragen, interne Wegeleitung und Reisendenlenkung
- Leistungen bei Unregelmäßigkeiten, z.B. Annahme von Kundenbeschwerden, aktuelle Tipps zu Anschlusszügen und Ausweichalternativen
- Besondere Hilfestellungen, z.B. Hilfe in Notsituationen, Fundservice
- Durchführung von Service für mobilitätseingeschränkte Reisende, z.B. Hilfestellung beim Ein-, Um- und Aussteigen
Quelle: http://www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/infomaterial/sonstige/bahnhof_...
Dazu kommen noch die Zusatzleistungen, die DB Netze Personenbahnhöfe als Kundenservice anbietet und die DB Fernverkehr nutzt:
Die Ausgabe von Gutscheinkarten/Verspätungsbescheinigungen kostet an Standorten mit stationärem Service (DB Service Point mit System IRIS) 40,46 EUR (inkl. 19% UST.) pro Stunde!
Quelle auch hier: http://www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/infomaterial/sonstige/bahnhof_...
Die übrigen Zusatzleistungen wie das Fundsachen- und Gepäckaufbewahrungsmanagement (ja, auch in Essen gibt es sowas) erwähne ich lieber nicht. Obwohl... Kostet auch 40,46 EUR (inkl. 19% UST.) pro Stunde!
Eine weitere Rechnung gefällig? Ich nehme nur die Gepäckaufbewahrung, ist am einfachsten. Die Schließfächer stehen rund um die Uhr zur Verfügung, sind also 24 Stunden, multipliziert mit den rund 40 Euro = 960 Euro/Tag. Das sind im Jahr 350.400 Euro, die zu den obigen 803.000 Euro hinzukommen. Pi mal Daumen bekommt DB Netze Personenbahnhöfe von DB Fernverkehr für den Bahnhof Essen Hbf mehr als 1,15 Millionen Euro im Jahr.
Für dieses Geld soll DB Fernverkehr also noch zusätzliches eignes Personal hinstellen???
Wer sagt denn bitte, dass da irgendwas verrechnet werden muss?
Frag mal die Eigentümer, warum sie diesen Schwachsinn mit der Privatisierung ausgeheckt hat. Die BRD ist doch chronisch pleite.
Die fahrenden GB sollen doch froh sein, wenn sie IHRE eigenen Kunden in so einer Situation unterstützen können. Und das müssen doch auch keine ganze Heerschaaren von Mitarbeitern sein, aber wenn neben den Menschen am Service Point irgendwie noch 3, 4, 5 Mitarbeiter durch die Bahnhofshalle laufen und ansprechbar sind an einem Bahnhof der Größe Essens, dann ist das doch bitte nicht zu viel verlangt...
Aber nicht für 1,15 Millionen, die DB Netze Personenverkehr pro Jahr bekommt, wobei diese Zahl von mir noch zugunsten DB Netze Personenverkehr kleingerechnet wurde, es dürfte bedeutend mehr sein.
Ich glaube das Problem, was in diesem Thread aufbricht ist der zwischen Vielfahrern und Bahnangestellten, bei denen die ersten wissen, dass die Bahn zuwenig tut, und bei denen letztere das Gefühl haben, dass man zu viel von ihnen persönlich verlangt.
Schwachsinn. Das Problem ist, daß sich die wenigsten Vielfahrer mal die Mühe machen, hinter das System zu gucken. Hast Du schon mal die DB-Struktur vor und nach der Bahnreform angesehen?
Vor der Reform war es so (ich nehme die Reichsbahn, die Bundesbahn dürfte ähnlich funktioniert haben):
Es gab die Bereiche
- Betriebs- und Verkehrsdienst (also Stellwerker, Aufsichten, Zub, Fahrkartenverkäufer, Rangierer, Güterverkehrsleute, Gepäckarbeiter)
- Maschinenwirtschaft (alles rund um die Tfz)
- Wagenwirtschaft (Reisezug- und Güterwagen)
- Gleisbau
- Signalwesen
Die Hierarchie war:
- Generaldirektion
- Reichsbahndirektion
- Reichsbahnamt
- Bahnhof
- jeweilige Abteilung
- Unterabteilung/Brigade
- einzelner Mitarbeiter
Die jetzige Struktur:
- Aufsichtsrat DB AG
- Vorstand DB AG
- Vorstand DB ML AG (u.a. mit Vorstand Personenverkehr)
- Geschäftsfeld (z.B. DB Fernverkehr)
- Bordservice & Personal Fernverkehr
- Bordservice Fernverkehr
- Regionalbereich Fernverkehr
- Servicemanager Regionalbereich Fernverkehr
- Gruppenleiter Zub Fernverkehr
- einzelner Zub Fernverkehr
Damit ist es jedoch noch nicht getan, dazu kommen noch diverse Servicecenter, die bestimmte Zuarbeiten für die jeweilige Einheit erledigen.
Ich habe einen direkten Disziplinarvorgesetzten, den Gruppenleiter. Dann habe ich noch den Schichtdisponenten vor meiner Nase, der mir die Schichten zuteilt und mir vor und nach meinem Dienst weisungsbefugt ist - und schlußendlich gibt es noch die Transportleitung, die ist mir gegenüber auch noch weisungsbefugt, und zwar unmittelbar während des Dienstes. Macht schon drei mir weisungsbefugte Chefs. Wenn ich jetzt auch noch aufschlüsseln würde, wer in welcher Geschäfts-/Disziplinarbeziehung zueinander steht,...
Letztlich stellt sich aber die Frage, ob man nicht organisatorisch mehr machen müsste, besser auf solche Situationen bei der Bahn vorbereitet sein müsste.
Noch mehr Organisation? Lieber weniger. Früher war es einfacher. Da rief der Leiter des Bahnhofes mal den Fahrmeister an und forderte kurzerhand ein paar Zub vorübergehend ab, die beispielsweise die Aufsichten unterstützten. Ich habe beispielsweise auch schon in meiner damaligen Funktion als Fahrdienstleiter in Schönebeck-Salzelmen die Straße gefegt, weil unser Bahnhofsarbeiter erkrankt war. Heute dagegen...
Ist schon vor ein paar etlichen Jahren passiert: Vor Wittenberge ist ein IC liegengeblieben und blockierte das Gleis. Der Fdl von Wittenberge hatte ne Lok, den Lokführer und nen Rangierer - also alles um den Zug zu holen. Das Problem war:
der Lokführer nebst Lok war von Cargo,
der Rangierer gehörte zu Regio,
der Fdl war vom Netz
und der IC halt vom Fernverkehr.
Wieso Problem?
Cargo hätte Geld für die Nutzung von Lok und Lokführer gefordert,
Regio verlangte Geld für den Rangierer,
der Fernverkehr hätte nicht gezahlt weil er die Leistung nicht bestellt habe und
das Netz hätte nicht gezahlt, weil es dem Fdl keinen Auftrag erteilt habe.
Also hätte der Fdl das schlußendlich aus seiner eignen Tasche bezahlt.
Was dann passierte, war klar: Der liegengebliebene Zug blieb wo er war, es war keine Gefahr in Verzug und man wartete brav, bis der Fernverkehr von weit entfernt eine eigne Lok holte, die den Zug abschleppte... Hat ja nix gekostet...
Die Story erzählte mir damals der Fdl, dem das passierte.
Und du, Ralf, und auch Mario, so sehr ihr sicher auch richtige Dinge sagt*, könnt ihr mich nicht überzeugen, dass bei der Bahn alles richtig läuft, und auch nicht, dass da zwischen dem Optimum und dem Realzustand keine allzugroße Lücke klafft.
Das behauptet auch niemand. Doch wir sind es schon lange leid, stets und ständig für jeden Mist uns rechtfertigen zu müssen. Station und Service bekommt viel Geld, um bestimmte Serviceleistungen zu erbringen. Und kein EVU der Welt wird da freiwillig neben dem Geld auch noch zusdätzliches Personal zur Unterstützung schicken.
Das wäre genauso, als ob ich mein Auto in die Werkstatt bringe, es dort selbst repariere - und der Werkstatt die komplette Reparatur nebst Arbeitsleistung bezahle.
Gruß, Ralf
was kommt danach?
Benjamin, volle Punktzahl für dich. Ich gebe dir absolut Recht ...
Ja, denn Du hast Dich auch nicht mit den Hintergründen befaßt. Auf der Konzernseite der Bahn gibt es jede Menge Wissenswertes, neben dem Stationspreissystem auch beispielsweise das Trassenpreissystem und diverse Netzzugangsbedingungen, Geschäftsberichte und so weiter.
...und möchte einen Schritt weiter gehen: was wird nach so einem Sonntag passieren? NICHTS. Leider.
Und? Was passierte denn nach Lothar und Kyrill? Schwaches Gedächtnis?
Weil sich die DB als verselbstständigter Konzern wieder hinter sich selbst und seiner Komplexität versteckt.
Weil die Eigentümerin Politiker - die sie nicht mehr braucht - bei der Bahn mit Posten und Pöstchen versorgt (ist/war bei jedem Staatskonzern so) und dem Konzern dauernd reinquatscht. Weil die Eigentümerin heute "hüh" und morgen "hott" schreit. Weil sie nicht weiß was sie will - und vermutlich auch keine Ahnung hat, daß ein Dienstleistungsunternehmen schon gut ist, wenn es eine schwarze Null erwirtschaftet. Gewinn kann man nämlich nur erwirtschaften, wenn man nicht auf Teufel komm raus börsenfähig gemacht wird, sondern das Geld sinnvoll reinvestiert und sich einen guten Namen macht. Erst dann kann man auch mal überlegen an die Börse zu gehen, aber nicht umgekehrt! Die Politik wollte mit dem Börsengang der Bahn ihre marode Haushaltskasse sanieren, was gründlich daneben ging.
Weil die Mitarbeiter durch ihre Führungskräfte offensichtlich nicht motiviert werden können.
Klar doch. Die bösen Mitarbeiter mal wieder. Weißt Du, was die Mitarbeiter als "Motivation" bzw. "Dank" bekommen haben, nachdem sie das Chaos durchstanden, gemeinsam mit den Reisenden aufgrund von Fehlern, die nicht sie als Mitarbeiter begangen hatten? Willst Du es wissen? Ja? - Kannstz Du haben: Einen 08/15-Dankesbrief, dessen Inhalt sowieso niemand glaubte - und einen DB-Schal vom UBK-Versender Dohmen. Der kostet 13,85 Euro. Eine wahrlich "tolle" Motivation für die Mitarbeiter. Manche warteten den ganzen Winter auf UBK-Teile, wie vernünftige Winterhosen. Die konnte Dohmen natürlich nicht liefern, neben einigem anderen mehr. Wirklich, sehr motivierend. :-(
Ich bin dringend dafür, beim Staatsunternehmen etwas mehr Betriebswirtschaft walten zu lassen und Low-Performer im Personal rigeros auszusortieren.
Bla bla. BWLer hat das Unternehmen wie Sand am Meer, bloß haben die keine Ahnung von der Bahn. Jahrelang gewachsene Strukturen wurden durch solche und andere Gestalten ohne Not kaputtgemacht und am falschen Ende gespart.
Beispiele gäbe es genug (RB FFM-Mannheim, ICE 50). Wenn ich so arbeiten würde, hätte ich wohl schon Hartz IV.
Ja, das böse Zub. Selbst keine Ahnung von den Hintergründen, aber groß auf die Kacke hauen. Ich gehe recht in der Annahme, daß die Zahl in Deinem Nicknamen Dein Geburtsjahr ist? Herzlichen Glückwunsch dazu! Als die DB AG gegründet wurde, warst Du 17 und hast vermutlich Dein Abi gemacht. Da hatte ich schon die was weiß ich wievielte Weiterbildung hinter mir: Geprüfter Weichenwärter, Fahrdienstleiter und Aufsicht auf zwei Bahnhöfen. Zugführer bei der Reichsbahn.
1991 Verwendungsfortbildung bei der Bundesbahn
1991 Wagentechniker im IC-Verkehr
1997 im weitesten Sinne eine Gastroausbildung
2000 Einweisung in den ICE-T
2001 Einweisung in den ICE 1 und ICE 2
2005 Sicherheitstraining Zub Fernverkehr
2007 Einweisung in den ICE 3
2008 Deeskalationstraining Zub
Die jährlichen Seminare habe ich nicht mitgezählt.
Als ich 1990 im Zub anfing, hatte ich schon ein paar Jahre Stellwerksdienst hinter mir. Was weißt Du denn von der Bahn und deren Strukturen?
Die Veränderung der Strukturen, die ich mitmachte, nur allein im Zugbegleitdienst:
- 01.04.1990 Zugführer der Reichsbahn, Bf. Magdeburg Hbf
- 29.05.1994 Zugführer der DB AG im Geschäftsbereich Fernverkehr, Zweigniederlassung Magdeburg
- 01.01.1996 Zugführer der DB AG im Geschäftsbereich Fernverkehr, Niederlassung Leipzig
- 01.01.1998 Zugbegleiter im Geschäftsbereich Fernverkehr, Regionalbereich Transport Leipzig
- 01.09.1998 Zugbegleiter im Geschäftsbereich Reise&Touristik, Regionalbereich Süd-Ost Magdeburg
- 01.06.1999 Zugführer der DB Reise&Touristik AG, Regionalbereich Süd-Ost Magdeburg
- 11.06.2001 Zugbegleiter der DB Reise&Touristik AG, Regionalbereich Nord-Ost Berlin
- 01.01.2003 Zugführer der DB Reise&Touristik AG, Regionalbereich Ost Berlin
- 27.11.2003 Zugführer der DB Fernverkehr AG, Regionalbereich Ost Berlin
GANZ WICHTIG: Ich möchte nicht pauschal schimpfen, ...
Machst Du aber.
...sondern ausdrücklich die (vor allem jungen!!!) engagierten Mitarbeiter der DB loben.
Klar, die jungen Mitarbeiter sind die wichtigsten. Größtenteils vom Betriebsdienst keine Ahnung, wissen aber wie man das Tablett mit Kaffee schwingt. Ach ja, ganz vergessen: Tarifkenntnisse. Sind weitestgehend auch nicht vorhanden, werden aber übertüncht mit supernetter Freundlichkeit. Das freut den Reisenden doppelt...
Und dies tue ich auch regelmäßig im "Kundendialog". Leider ist das aber noch nicht der überwiegende Teil...
Was ist Dir lieber: ein supernetter und überfreundlicher junger DB-Mitarbeiter, der Dir den größten und falschesten Mist verkauft oder ein etwas brummiger und älterer Mitarbeiter, der Dir aus dem Gedächtnis richtig den Tarif erklärt, und zwar sowohl den alten der Bundes-/Reichsbahn als auch den neuen der DB AG?
Gruß, Ralf
was kommt danach?
So muss in morgen anfangen. Achja ich fahre gleich zur Arbeit und bin dann gegen 21 Uhr wieder zu Hause. Aber das nur am Rande. Die lieben Fahrgäste wollen doch gar nicht den Tarif erklärt. Am besten mit einer falschen Fahrkarte (war ja super günstig) in den Zug eingestiegen und der Schaffner wird dann solange gequatscht (ich will ihr namen und so) bis dieser genervt aufgibt und mit seinem SUPERSONDERPREIS einen Zug benutzen darf, wo er normalerweise nicht reingehört. Weil der Mann am Schalter hat ja den Fehler gemacht, oder der Automat hat einfach die falsche Info ausgedruckt. Böser Automat. Aber schön das es noch Kollegen gibt die genauso wie ich bei genau diesen Fahrgästen nicht locker lassen. Ich habe nun fast 16 Jahren auf den Schienen verbracht und bin immernoch sehr stolz ein Eisenbahner geworden zu sein. Und kein Fahrgast der Welt wird es schaffen meinen schönen Job kaputt zu machen. Und ich erwarte auch ein bischen Respekt von den Fahrgästen im Zug. Solange ich mit Respekt behandelt werde, kann man über alles reden. Aber solange man mich für Blöd verkaufen möchte, PECH GEHABT. Dann heißt es entweder zahlen oder raus. Und da stört mich auch nicht dieser Standardspruch "ICH WILL IHREN NAMEN, ICH WERDE MICH ÜBER SIE BESCHWEREN" Mir schlottern schon die Knie.
Da muß noch viel mehr gefordert werden!
Hallo Tabernaer,
Ich hab mal ein bissl gekramt und stell jetzt mal etwas provokativ einen Text in den Raum zum Thema. Das ist das Idealbild eines Eisenbahnlaien von der Eisenbahn. Stimmts? So hättet Ihr die Eisenbahn gern...
Klingt alles sehr schön, aber ich denke, die Probleme liegen an anderen Stellen, als Du glaubst. Vieles von dem, was Du Dir vorstellst, geht jetzt schon, kann aber aus den verschiedensten Gründen seine Stärke nicht ausspielen.
Dafür gibt es einen Automaten, der einfach und verständlich ist.
Der kann nicht einfacher und verständlicher sein als das Preissystem, das er abbildet.
Dort hat der Kunde 1Stunde Zeit bis der Anschlußzug geht.
Eh... die weitaus meisten Bahnfahrer aus meinem Bekanntenkreis würden liebend gerne auf eine Lounge und Getränke verzichten, wenn sie auf ihren Anschlusszug nicht eine volle Stunde warten müssen.
Ein Bahnmitarbeiter spricht den etwas verloren da stehenden Kunden an und fragt, ob er ihm helfen könne.
Das wird auf Großstadtbahnhöfen nicht funktionieren, dafür ist einfach zu viel los. Und zwar zu 95 Prozent von Leuten, die genau wissen, wo sie hinmüssen.
Hier im Forum habe ich schon Stimmen von Leuten gehört, die sich von solch einer Ansprache sogar eher belästigt fühlen würden.
Es ist nämlich so, das wir als neueste Errungenschaft der Technik unsere Mobilen Terminals -so heißt das Ding was ich hier habe- jetzt ein kleines Programm haben, mit dem wir die Anschlüßwünsche unserer Kunden direkt via Bluetooth an den Zugchef senden. Damit hat dieser auch genauere Daten für die Leitzentrale. Die kann jetzt auch genauer planen dadurch.
Wäre technisch kein Problem, setzt aber voraus, dass auf der Fahrkarte irgendwie hinterlegt ist, welche Verbindung Du fahren wolltest. Im Fernverkehr mag das noch angehen, widerspricht aber o.g. Wunsch eines einfachen Automaten (Du müsstest immer eine Verbindung wählen); und im Verkehrsverbund oder bei Zeitkarten wird es schwierig bis unmöglich.
Und selbst dann fehlt der Transportleitung immer noch eine entscheidende Info für die Frage, ob sie einen Anschluss warten lassen soll oder nicht: die Zahl und die Ziele (und möglicherweise ebenfalls gefährdeten Anschlüsse) der Passagiere im wartenden Anschlusszug. Deren Daten bekäme sie nämlich erst hinterher übermittelt...
Anhand dieser Daten und der der anderen Züge, die hier auf der Strecke fahren, erstellt man in der Leitzentrale ein ziemlich genaues Bild, wo wir gerade sind und wann wir auf dem nächsten Haltebahnhof eintreffen werden.
Das kann im Kern die Software der Betriebszentralen jetzt schon.
Das Hauptproblem dabei ist das der Wettervorhersage: die Anfälligkeit gegenüber kleinsten Einflüssen von außen - ein Schmetterling kann einen Orkan auslösen. An irgendeinem Provinzbahnhof hält ein RE 30 Sekunden länger, weil jemand drei Koffer über den Treppeneinstieg wuchten muss; aber diese 30 Sekunden reichen aus, dass der RE einem ICE in die Quere kommt. Oder eine Holzfirma ist mit der Arbeit schneller fertig und bestellt den Güterzug schon zwei Stunden früher als geplant - plötzlich bringt ein neuer Zug auf der Strecke die Prognose der anderen Züge durcheinander.
Ganz abgesehen von Störungen.
Züge, die langsamer fahren als wirbei apssender Gelegenheit "aus dem Weg geräumt". Umgekehrt ist es genauso mit uns. Wenn ein Zug schneller ist, als wir, müssen wir ausweichen. All das geht dann mit rein in die Prognose.
Wird alles jetzt schon gemacht. Aber aus o.g. Gründen kann man die Entscheidungen "wo räume ich einen Zug aus dem Weg?" immer erst kurzfristig definitiv treffen. Entsprechend unzuverlässig bleibt die Prognose.
Spezialfälle können wir selber bearbeiten.
Das wird nicht funktionieren, weil davon die Prognose für andere Züge abhinge. Entscheidungen können nur zentral getroffen werden.
Mit unseren Geräten können wir auf ein spezielles Zuginternet zugreifen. Dort sind alle Fahrpläne der in Deutschland verkehrenden Züge,Busse und Strassenbahnen hinterlegt. Bei jedem planmäßigen Halt aktualisiert der Zugserver diese Daten. So wissen wir auch,wenn ich Hinterbumpfing mal eine Straßenbahn ausfällt oder in Berlin mal wieder an der S-Bahn gewerkelt wird...
Das wäre auch mein Traum. Es setzt aber eine sehr enge Verzahnung von Netzbetreibern und Verkehrsunternehmen voraus. Das ist derzeit politisch unerwünscht (Stichwort "diskriminierungsfreier Netzzugang").
Falls auf dem Bahnhof wirklich niemand mehr sein sollte vom Bahnpersonal, dann wissen wir als Zugpersonal das und können Ihnen dann eine entsprechenden Gutschein aushändigen. Wir haben eine gewisse Anzahl davon vorrätig im Zug
Das kann ich mir vorstellen im ICE in der Anfahrt auf Hamburg, aber nicht in der S-Bahn in der Anfahrt auf Lorsbach, wenn dort der letzte Bus weg ist.
Die Service-MA vor Ort wissen schon Bescheid und werden sich um sie kümmern.
Auch hier greift wieder der Unterschied zwischen Hamburg und Lorsbach.
Unterwegs wird noch einmal länger gehalten, um Reisende aus einem SEV-Bus aufzunehmen.Ein anderer Zug wurde umgeleitet wegen Böschungsbrand und konnte den Bahnhof nicht anfahren. Irgendwie mußten ja die Reisenden nach ... kommen. Also hat die Bahn kurzfristig Busse eingesetzt.
Dafür bin ich auch sehr zu haben.
Allerdings, auch wenn man alles dafür Nötige vorrätig hält: Bis das Reserve-Personal aktiviert ist, die Busse flottgemacht und an den richtigen Bahnhof gefahren hat, können locker ein bis zwei Stunden vergehen. Vielleicht ist bis dahin die Strecke schon wieder frei?
Und auch dieser zusätzliche, kurzfristige Halt müsste ja in die Prognose eingehen... siehe oben.
Nichts für ungut, ich wollte nur andeuten, wie komplex das ganze Ursache-Wirkungs-Netz ist. Sicherlich ist der Service gerade bei Störungen sehr verbesserungswürdig. Da sehe ich das Kernproblem allerdings beim Informationsfluss innerhalb der DB AG; der beste Service-MA vor Ort hilft wenig, wenn er nicht weiß, was Sache ist - und das ist heute leider oft so.
Eine fundamentale Verbesserung vieler Probleme in diesem Umfeld scheitert aber auch daran, dass es "Otto Normal-Bahnfahrer" nicht gibt und jeder andere Wünsche hat.
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa, der sich beruflich mit der IT der DB befasst)
Sorry...
Ich dachte,
der Begriff spricht für sich selbst! Aber Holger_HAM und Alexander
haben das ja mittlerweile schön erklärt!
:-)
Gruss,
Kai
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I am older now, but still running against the wind...
Danke! :-) (owt)
nix
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I am older now, but still running against the wind...
Ich ahnte es...
Hm, was soll ich dazu sagen? Den Vergleich kannst du getrost in die Tonne treten. Der zieht nicht...
Wie oft soll man es denn noch herbeten: Die Bahn lässt sich nicht mit dem Flugzeug vergleichen! -Ende der Ansage-
Haben es die Bahnmanager nicht getan mit ihrem unsäglichen Sparpreiswahnsinn und der Einführung der BC25 und der Zugbindung?
Exakt... Oder die Lounges in den Bahnhöfen? Am Flughafen nicht anders... Da zeigst du halt nicht deine bahn.comfort-karte, sondern deine "Senator" - oder sonstige Vielflieger-Karte! Oder wie bei der Bahn, du reist direkt "1.Klasse"...
Gruss,
Kai
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I am older now, but still running against the wind...
Ich weiß viel...
... aber nicht alles...