Am Rande notiert: Integration klappt. (Allgemeines Forum)

Blaschke, Sonntag, 24.03.2019, 14:28 (vor 2615 Tagen)

Hallöchen allerseits!


Sonntag vormittags im beschaulichen Münsterland. Unsere zugewanderten Neubürger sichern dem ÖPNV auch zu dieser Zeit seine Daseinsberechtigung, indem sie ihre erhaltenen Fahrkarten auch nutzen! Der Einheimische schimpft ja gerne, wenn mal was eingestellt werden soll mangels Nachfrage; kommt aber deswegen noch lange nicht auf die Idee, selbst mitzufahren. Das soll doch gefälligst der Nachbar, dann ist die Straße für den eigenen SUV frei.

Nun, Ostbevern, Westbevern, Telgte - da ruft dann doch die Weltmetropole Münster. Also heißt es für die in den Einsiedeleien Verbrachten: auf in den Bus! Und das mit Sack und Pack und Kind und Kegel. Die ganze Großfamilie auf Achse. Komisch genaugenommen, dass CSU, CDU, AfD und Nazis da immer über diese Mitmenschen und ihre Anwesenheit nörgeln - wo doch da FAMILIE noch was zählt; also doch genau das, was diesen politischen Richtungen so als traditionelles Ideal vorschwebt. Derweil die eigene landsmännische Brut gern in Verwahr- und Bespaßungsanstalten abgeladen wird und nachher Erzieher, System und Regierung beschimpft werden, wenn die teuer bezahlte Erziehung für den Nachwuchs nicht zum Facebook-Chef oder Bundeskanzler gereicht hat.


Das schönste am heutigen Erlebnis war aber: Integration kann erfolgreich sein!

In 2 der Kinderwägen spielte die Spieluhr nämlich ihr fröhlich Liedchen, damit der Neubürger Ruhe gibt und nicht quengelt. Und was spielte die Technik für kindliche Melodei? SCHLAF KINDLEIN SCHLAF!!! ;-))

Und es funktionierte: aus den Kinderwägen kam ansonsten kein Mucks!!!

Na also!


Und so hat sich der Sonntagmorgen-Törn auf der R 13 Münster - Ostbevern Wischhausstraße mal wieder gelohnt.

Witzigerweise fährt übrigens zwischen Münster und Telgte die R 11 nach Warendorf parallel zur selben Zeit! Da hatte der Kunde sogar die Wahl: mit dem original Westfalenbus oder doch mit dem Subbi in Form der Fa. Bils. So hat Wettbewerb zu funktionieren.

Ein Vorbild für die Schiene. Statt 14teilige Fernzüge würde ich ausschließlich nur noch 3- bzw. 4-Teiler zulassen. Und dann kann eine Trasse an verschiedene Unternehmen vergeben werden:

Wagen 1 bis 4: IC 2185 der DB Hamburg Köln Frankfurt
Wagen 5 bis 7: FLX 1966 des Flixtrains Hamburg Köln
Wagen 8 bis 10: FD 1465 von Müllertours Bremen Basel
Wagen 11 bis 13: RRX 2 von Abellio Osnabrück Aachen
Wagen 14 bis 16: UEx 3288 von Keolis Westerland Kornwestheim

Die sind dann alle zu EINER Zugskomposition verbunden. Dann hat der Fahrgast echte Auswahl. Zumal wenn jedes Unternehmen seine eigene Preissystematik hat.


Schöne Grüße von jörg

Hups

mdln, Sonntag, 24.03.2019, 14:33 (vor 2615 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von mdln, Sonntag, 24.03.2019, 14:33

Sonntag vormittags im beschaulichen Münsterland. Unsere zugewanderten Neubürger sichern dem ÖPNV auch zu dieser Zeit seine Daseinsberechtigung, indem sie ihre erhaltenen Fahrkarten auch nutzen! Der Einheimische schimpft ja gerne, wenn mal was eingestellt werden soll mangels Nachfrage; kommt aber deswegen noch lange nicht auf die Idee, selbst mitzufahren.

Tickets kosten halt Geld und der Staat schenkt nicht jedem ein solches

Ja, ja, der teure ÖPNV ...

Blaschke, Sonntag, 24.03.2019, 14:54 (vor 2615 Tagen) @ mdln

Huhu.

Tickets kosten halt Geld

Jo, das höre ich immer besonders gerne bei den Jugendlichen.

Nikes für 160 Euro an den Füßen, das neueste I-Phone am Ohr; Disco, Kino, Essen, Event - was kostet die Welt ... Aber die 20 Euro 70 für ein Jugendfreizeitmonatsticket - die sind nicht drin. Und natürlich ist der Preis unverschämt teuer.

Und auch sonst: ob der Zweitwagen unterm Strich dann tatsächlich so viel günstiger ist ...

Usw usw ...


Schöne Grüße von jörg

Extrem: 79% Preissteigerung seit 2000 beim ÖPNV

musicus, Sonntag, 24.03.2019, 15:02 (vor 2615 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von musicus, Sonntag, 24.03.2019, 15:03

Quelle: Statistisches Bundesamt

Zum Vergleich: Kosten fürs Auto haben im selben Zeitraum lediglich 36% zugelegt, durchschnittliche Verbraucherpreise 30%. Und die zitierten „Luxus“-Sportschuhe haben mit 14% nur einen ganz geringen Bruchteil der ÖPNV-Preisspirale abbekommen.

Am Rande notiert: Integration klappt.

Torpedo, häufiger im Zug, Sonntag, 24.03.2019, 18:34 (vor 2615 Tagen) @ Blaschke

Hallöchen allerseits!


Sonntag vormittags im beschaulichen Münsterland. Unsere zugewanderten Neubürger sichern dem ÖPNV auch zu dieser Zeit seine Daseinsberechtigung, indem sie ihre erhaltenen Fahrkarten auch nutzen! Der Einheimische schimpft ja gerne, wenn mal was eingestellt werden soll mangels Nachfrage; kommt aber deswegen noch lange nicht auf die Idee, selbst mitzufahren. Das soll doch gefälligst der Nachbar, dann ist die Straße für den eigenen SUV frei.

Nun, Ostbevern, Westbevern, Telgte - da ruft dann doch die Weltmetropole Münster. Also heißt es für die in den Einsiedeleien Verbrachten: auf in den Bus! Und das mit Sack und Pack und Kind und Kegel. Die ganze Großfamilie auf Achse. Komisch genaugenommen, dass CSU, CDU, AfD und Nazis da immer über diese Mitmenschen und ihre Anwesenheit nörgeln - wo doch da FAMILIE noch was zählt; also doch genau das, was diesen politischen Richtungen so als traditionelles Ideal vorschwebt. Derweil die eigene landsmännische Brut gern in Verwahr- und Bespaßungsanstalten abgeladen wird und nachher Erzieher, System und Regierung beschimpft werden, wenn die teuer bezahlte Erziehung für den Nachwuchs nicht zum Facebook-Chef oder Bundeskanzler gereicht hat.


Das schönste am heutigen Erlebnis war aber: Integration kann erfolgreich sein!

In 2 der Kinderwägen spielte die Spieluhr nämlich ihr fröhlich Liedchen, damit der Neubürger Ruhe gibt und nicht quengelt. Und was spielte die Technik für kindliche Melodei? SCHLAF KINDLEIN SCHLAF!!! ;-))

Und es funktionierte: aus den Kinderwägen kam ansonsten kein Mucks!!!

Na also!


Und so hat sich der Sonntagmorgen-Törn auf der R 13 Münster - Ostbevern Wischhausstraße mal wieder gelohnt.

Witzigerweise fährt übrigens zwischen Münster und Telgte die R 11 nach Warendorf parallel zur selben Zeit! Da hatte der Kunde sogar die Wahl: mit dem original Westfalenbus oder doch mit dem Subbi in Form der Fa. Bils. So hat Wettbewerb zu funktionieren.

Ein Vorbild für die Schiene. Statt 14teilige Fernzüge würde ich ausschließlich nur noch 3- bzw. 4-Teiler zulassen. Und dann kann eine Trasse an verschiedene Unternehmen vergeben werden:

Wagen 1 bis 4: IC 2185 der DB Hamburg Köln Frankfurt
Wagen 5 bis 7: FLX 1966 des Flixtrains Hamburg Köln
Wagen 8 bis 10: FD 1465 von Müllertours Bremen Basel
Wagen 11 bis 13: RRX 2 von Abellio Osnabrück Aachen
Wagen 14 bis 16: UEx 3288 von Keolis Westerland Kornwestheim

Die sind dann alle zu EINER Zugskomposition verbunden. Dann hat der Fahrgast echte Auswahl. Zumal wenn jedes Unternehmen seine eigene Preissystematik hat.


Schöne Grüße von jörg

Lieber Herr Blaschke,

als stiller Genießer Ihrers Humors kann ich zwar nicht über jeden Ihrer Beiträge schmunzeln, aber ein solches Forum dient ja zuweilen auch dem friedlichen Austausch von (unterschiedlichen) Meinungen. In jedem Fall möchte ich einfach mal danke für diesen Beitrag sagen - er zeigt, wie man die Verrücktheiten der heutigen Zeit auf humorvolle Weise auf die Schippe nehmen kann und zugleich für eine liberale Gesellschaft einstehen kann. Dafür ein ehrliches: Danke!

Es grüßt freundlichst,
T.

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