US: Fernverkehr mit Bussen statt Bahnen. (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 15.03.2019, 09:33 (vor 2645 Tagen)
Hello ICE fans,
wer mal in den USA von Ostküste nach Westküste reisen möchte, sollte dies rasch tun, denn es droht die Einstellung der Langstreckenverkehre:
While the full details of the budget are due to be released on March 18, the initial synopsis from the White House argues that Amtrak’s long-distance passenger services are losing ‘roughly $500m annually’ while ‘inadequately’ serving rural markets. The administration is therefore proposing to gradually transfer responsibility for all Amtrak services to the states concerned, on the basis that the remaining trains would cover routes of 1 200 km or less.
The existing long-distance routes would partly be replaced by ‘robust inter-city bus services’ which would be delivered by a partnership between Amtrak and coach operators.
Einerseits kann ich es verstehen. 1200 km, das ist Dortmund-Bologna. Das gab es mal als D-Zug, Ende 1980er. War damals selber mit ihm unterwegs, Eindhoven-Köln-Rovereto, auch 1200 km, Umstieg in Köln mit 2 Stunden Übergang. Erdrutsch in Kufstein, Umleitung via Salzburg und Zell am See, 3 Stunden Verspätung.
Heute geht Dortmund-Bologna mit zwei Umstiegen, in München und Verona. Auf den drei Teilstrecken gibt es mindestens Zweistundentakt.
Kommt noch dazu, dass besagter "Dolomiten Express" vmax 160 km/h hatte, und vdurch 90-100 km/h. Ob die Amizüge das auch schaffen, bin ich mir nicht sicher.
Aber Strecken über 1200 km mit einem Bus? Sorry, aber das scheint mir doch wirklich Tortur. Na gut, wenn diese Tortur kaum noch etwas kostet, viel Spass denn.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
US: Fernverkehr mit Bussen statt Bahnen.
Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 15.03.2019, 09:48 (vor 2645 Tagen) @ Oscar (NL)
Nach meinen Erfahrungen fliegt der Ami lieber solche Strecken anstatt die sich in den Greyhound zu quetschen. Aber Amiland ist eh anders. Nicht erst seit das Trampeltier an der Macht ist...
US: Fernverkehr mit Bussen statt Bahnen.
BGSMH, Freitag, 15.03.2019, 11:09 (vor 2645 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von BGSMH, Freitag, 15.03.2019, 11:13
Richtige Entscheidung. Was Verluste macht hat keine Existenzberechtigung. Lieber Subventionen streichen und Steuern senken.
Ach ja: Auch in Europa fahren doch kaum Leute - von Bahnfans mal abgesehen - länger als 6h mit dem Zug, wenn es eine bezahlbare Flugalternative gibt. Oder wie viele normale Leute kennt ihr die Strecken wie Berlin <-> Paris mit dem Zug machen?
Datengrundlage?
martarosenberg, Freitag, 15.03.2019, 11:39 (vor 2645 Tagen) @ BGSMH
Ach ja: Auch in Europa fahren doch kaum Leute - von Bahnfans mal abgesehen - länger als 6h mit dem Zug, wenn es eine bezahlbare Flugalternative gibt. Oder wie viele normale Leute kennt ihr die Strecken wie Berlin <-> Paris mit dem Zug machen?
Woher hast Du diese Aussage? Was sind die Datn dahinter?
Ich kenne genügend Leute, die nicht spezifisch Bahnaffin sind, die auch deutlich längere Fahrten mit dem Zug machen (kein Auto, kein Flieger).
Und dann diejenigen, die das Auto nehmen.
Ich kenne auch solche, die den Flieger nehmen, wenn "Ausland" im Spiel ist, eher weniger abhängig von der Fahrzeit.
Aber auch wieder genügend, die Bremen - Italien mit dem Zug fahren.
Also, bitte mal um die Quellenangabe für Deine Aussage und um konkretere Zahlen als "kaum Leute".
Und was sind "normale Leute"?
Gruß!
Datengrundlage?
schlaufuxxx, Freitag, 15.03.2019, 12:08 (vor 2645 Tagen) @ martarosenberg
Ich kenne genügend Leute...
Ich kenne auch solche...
Aber auch wieder genügend...
Also, bitte mal um die Quellenangabe für Deine Aussage und um konkretere Zahlen als "kaum Leute".
Und was sind das für Quellenangaben? Leute, die du kennst, ist also repräsentativer?
Eine Behauptung in Zweifel ziehen aber selbst eine aufstellen?
Und was sind "normale Leute"?
Siehe auch hier: http://www.ice-treff.de/index.php?id=557447
Datengrundlage?
martarosenberg, Freitag, 15.03.2019, 12:24 (vor 2645 Tagen) @ schlaufuxxx
Ich kenne genügend Leute...
Ich kenne auch solche...
Aber auch wieder genügend...
Also, bitte mal um die Quellenangabe für Deine Aussage und um konkretere Zahlen als "kaum Leute".
Und was sind das für Quellenangaben? Leute, die du kennst, ist also repräsentativer?
Einzelfälle, welche Globalaussagen widerlegen. Genügen nicht um vergleichbare Zahlen zu erhalten, aber genügen um zu sagen "es gibt Leute, die lange mit dem Zug fahren und keine Bahnfans sind".
Und was sind "normale Leute"?
Siehe auch hier: http://www.ice-treff.de/index.php?id=557447
Und das sagt mir jetzt was?
Neben gemütlichem Unterwegssein (nicht für alle ist die Zeit des Unterwegsseins vergeudete Zeit, die es zu minimieren gilt, sondern auch als Lebenszeit zum Leben gehörig "anerkannt") ist auch Gepäckbequemlichkeit (kannst einpacken, was Du willst, kannst groß oder schwer sein, wie Du willst, musst Dir wenig Gedanken machen wie Du das Gepäckstück gestaltest damit es nicht kaputtgeht beim Handling im Flughafen ...) so eine Sache, die gegen Flugzeug sprechen kann.
Datengrundlage?
schlaufuxxx, Freitag, 15.03.2019, 12:43 (vor 2645 Tagen) @ martarosenberg
Einzelfälle, welche Globalaussagen widerlegen. Genügen nicht um vergleichbare Zahlen zu erhalten, aber genügen um zu sagen "es gibt Leute, die lange mit dem Zug fahren und keine Bahnfans sind".
Einzelfälle also.
Na das passt ja gut zu der gegenständlichen Aussage:
"Auch in Europa fahren doch kaum Leute - von Bahnfans mal abgesehen - länger als 6h mit dem Zug"
kannst einpacken was Du willst
Das sieht die Bahn aber anders:
Beförderungsbedingungen für Personen durch die
Unternehmen der Deutsche Bahn AG (BB Personenverkehr)
7. Mitnahme von Handgepäck, Traglasten und Tieren
7.1 Traglast
Gegenstände, die andere Reisende behindern, belästigen oder Schäden verursachen
können, dürfen nicht mitgenommen werden.
kannst groß oder schwer sein, wie Du willst,
Das sieht die Bahn aber anders:
Beförderungsbedingungen für Personen durch die
Unternehmen der Deutsche Bahn AG (BB Personenverkehr)
7. Mitnahme von Handgepäck, Traglasten und Tieren
7.1 Traglast
Neben Handgepäck darf der Reisende ein Stück Traglast mit sich führen. Traglasten sind Gegenstände, die – ohne Handgepäck zu sein – von einer Person getragen werden können.
7.2 Beförderungsausschluss
7.2.1 Von der Mitnahme als Handgepäck oder Traglast sind Gegenstände und Stoffe
ausgeschlossen, die geeignet sind, Mitreisende zu stören oder zu verletzen oder den Wagen zu beschädigen. Ausgeschlossen sind insbesondere gefährliche Stoffe und Gegenstände, Schusswaffen, explosive und entzündbare Stoffe und Gegenstände, entzündend wirkende, giftige, radioaktive, ätzende und ansteckungsgefährliche Stoffe sowie sonstige gefährliche Güter nach dem Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter (GGBefG) und der hierzu ergangenen Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB), Mopeds oder Mofas und Gegenstände und Stoffe, deren Beförderung aufgrund sonstiger Rechtsvorschriften verboten ist. Nach den Freistellungsvorschriften der Ordnung über die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID) sind für den persönlichen Gebrauch jedoch Zündhölzer, Feuerzeuge, Spraydosen mit ungefährlichem Inhalt, elektronische Aufnahme- und Abspielgeräte, Mobiltelefone sowie tragbare Computer
zugelassen. Das Mitnahmeverbot nach Satz 1 und 2 gilt nicht für gefährliche Stoffe und Gegenstände von solchen Personen, die diese aufgrund öffentlichen Dienstrechts als zugelassene Einsatzmittel entsprechend den für sie geltenden Vorschriften in Zügen mit sich führen. Das Mitnahmeverbot nach Satz 1 und 2 gilt auch nicht für Schusswaffen von solchen Personen, die durch eine Erlaubnis nach § 10 Abs. 4 Satz 1 WaffG („Waffenschein“) – ausgenommen jedoch Erlaubnisse nach § 10 Abs. 4 Satz 4 WaffG („Kleiner Waffenschein“) - oder eine Bescheinigung nach § 55 Abs. 2 oder 56 WaffG jeweils zum Führen dieser
Schusswaffen in Zügen zu Zwecken des Selbst- oder Drittpersonenschutzes berechtigt sind.
7.3 Tiere
Lebende Haustiere, die klein (bis zur Größe einer Hauskatze), ungefährlich und in
geschlossenen Behältnissen (z. B. Tierboxen) wie Handgepäck untergebracht sind, können mitgenommen werden. Die Behältnisse müssen so beschaffen sein, dass
Beeinträchtigungen für Personen und Sachen ausgeschlossen sind. Die Beförderung dieser Tiere erfolgt unentgeltlich. Darüber hinaus können Hunde, die in Behältnissen wie Handgepäck nicht untergebracht sind oder nicht untergebracht werden können, unter der Voraussetzung mitgenommen werden, dass sie angeleint und mit einem für sie geeigneten Maulkorb versehen sind.
8. Mitnahme von Fahrrädern
8.2 Beschränkungen
Jeder Reisende darf nur ein Fahrrad mitnehmen. Die Mitnahme ist auf zweirädrige,
einsitzige, nicht- oder elektrohilfsmotorisierte Fahrräder sowie zusammengeklappte
Fahrradanhänger beschränkt.
musst Dir wenig Gedanken machen wie Du das Gepäckstück gestaltest damit es nicht kaputtgeht
Das sieht die Bahn aber anders:
VERORDNUNG (EG) Nr. 1371/2007 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND
DES RATES
vom 23. Oktober 2007
über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr
ANHANG I
Auszug aus den einheitlichen Rechtsvorschriften für den Vertrag über die internationale
Eisenbahnbeförderung von Personen und Gepäck (CIV)
Anhang A
zum Übereinkommen über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF) vom 9. Mai 1980,
geändert durch das Protokoll vom 3. Juni 1999 betreffend die Änderung des Übereinkommens
über den internationalen Eisenbahnverkehr
R e i s e g e p ä c k
Artikel 36
Haftungsgrund
(3) Der Beförderer ist von dieser Haftung befreit, soweit der Verlust oder die Beschädigung aus der mit einer oder mehreren der folgenden Tatsachen verbundenen besonderen Gefahr entstanden ist:
a) Fehlen oder Mängel der Verpackung;
b) natürliche Beschaffenheit des Reisegepäcks;
OK!
martarosenberg, Samstag, 16.03.2019, 12:42 (vor 2644 Tagen) @ schlaufuxxx
- kein Text -
US: Fernverkehr mit Bussen statt Bahnen.
brandenburger, Perleberg, Freitag, 15.03.2019, 11:47 (vor 2645 Tagen) @ BGSMH
bearbeitet von brandenburger, Freitag, 15.03.2019, 11:51
Ach ja: Auch in Europa fahren doch kaum Leute - von Bahnfans mal abgesehen - länger als 6h mit dem Zug, wenn es eine bezahlbare Flugalternative gibt. Oder wie viele normale Leute kennt ihr die Strecken wie Berlin <-> Paris mit dem Zug machen?
Es ist ja zu hoffen, dass sich das deutlich ändert und immer mehr Leute aus Umweltschutzgründen auf die bezahlbare Flugalternative verzichten. Ich denke dass die Jugendlichen, die zzt. den Schulstreik mitmachen, auch ihr persönliches Leben anders leben werden als ihre Eltern. Nicht alle aber viele. Und das wird auf die anderen Generationen abfärben.
Zusätzlich gibt es natürlich auch heute schon viele ganz normale Leute, die länger als 6 Stunden innerhalb Deutschlands mit der Bahn unterwegs sind, einfach weil die Reise mit Nahverkehrsvor- und Nachlauf insgesamt so lange dauert. Und wenn weder am Ziel noch am Start ein Flughafen in der Nähe ist, spart man durch Fliegen auch kaum Zeit.
Die sehen nicht aus, als wollten sie auf etwas verzichten
flierfy, Freitag, 15.03.2019, 17:45 (vor 2645 Tagen) @ brandenburger
Es ist ja zu hoffen, dass sich das deutlich ändert und immer mehr Leute aus Umweltschutzgründen auf die bezahlbare Flugalternative verzichten. Ich denke dass die Jugendlichen, die zzt. den Schulstreik mitmachen, auch ihr persönliches Leben anders leben werden als ihre Eltern. Nicht alle aber viele. Und das wird auf die anderen Generationen abfärben.
Von wegen nicht fliegen. Diese Klima-Heuchler sind die Ersten, die Easyjet die Tickets aus den Händen reissen.
Die sehen nicht aus, als wollten sie auf etwas verzichten
brandenburger, Perleberg, Freitag, 15.03.2019, 18:06 (vor 2645 Tagen) @ flierfy
bearbeitet von brandenburger, Freitag, 15.03.2019, 18:09
Von wegen nicht fliegen. Diese Klima-Heuchler sind die Ersten, die Easyjet die Tickets aus den Händen reissen.
Und warum sagst du uns das jetzt? Menschen haben Fehler. Menschen werden ihren Ansprüchen nicht gerecht. Sind die Ansprüche deswegen falsch?
Und es wird Leute geben, die heuchlerisch handeln, und es wird Leute geben die es nicht tun. Wie immer.
Die sehen nicht aus, als wollten sie auf etwas verzichten
Münchner, Samstag, 16.03.2019, 19:46 (vor 2644 Tagen) @ brandenburger
bearbeitet von Münchner, Samstag, 16.03.2019, 19:50
Von wegen nicht fliegen. Diese Klima-Heuchler sind die Ersten, die Easyjet die Tickets aus den Händen reissen.
Und warum sagst du uns das jetzt? Menschen haben Fehler. Menschen werden ihren Ansprüchen nicht gerecht. Sind die Ansprüche deswegen falsch?
Viel durchschlagender, als zu fordern, dass die anderen etwas tun sollen, ist, wenn ich selbst etwas tue. Aber beim eigenen Komfort hört es bekanntlich auf. Eine Schule ist bei uns nebenan. Die, die man am Freitag mit Plakaten kommen sieht, sieht man Mo-Fr wie sie früh mit Mamataxi gebracht und mittags/nachmittags abgeholt werden. Freitags wird dann neben dem Rucksack mit tausenden, sicherlich absolut notwendig Gadgets noch das Plakat mit ausgeladen. Die S-Bahn ist nicht so weit weg, wer nicht laufen will, fährt mit dem Bus und wenn das hochtagte Leutchen schaffen, dann werden es Teenies wohl erst recht schaffen. Wenn ich mir die Autonummern anschaue, dann kommt auch keiner von denen vom Land, wo der Verbindung vielleicht umständlich ist. Also vielleicht doch erst einmal bei sich selbst anfangen... Ich will nicht abstreiten, dass einige dort aus Überzeugung sind. Bei der Masse habe ich eher das Gefühl, dass sie mitmacht, weil man das gerade so macht.
Das nächste sind die überquellenden Mülltonnen voll mit Verpackungen von dem heute üblichen Essen vom Kiosk. Zu meiner Zeit, wohlgemerkt in den 80er/90ern hat man früh daheim Pausenbrote geschmiert, die in eine Brotbox kamen, für Tee gab es Thermoskannen und man ist nicht zum Kiosk gerannt, wo man sich einen Salat oder eine Sushibox und ein Getränk mit 5kg Plastikverpackung drumherum geholt hat.
Aber man muss noch nicht einmal beim Komfort anfangen. Wenn ich im Sportverein schaue, dann scheinen viele Teenager verlernt zu haben, dass man Duschen auch abdrehen und Licht ausschalten kann. Wenn mal irgendwo kein W-Lan bricht, dann bricht gleich der Aufstand aus. Man kann auch gerne mal fragen, was Facebook, Instagramm und Co. so an Stromverbrauch erzeugen. Mit den gehypten Bitcoins leistet man sich eine Kryptowährung, deren Stromverbrauch mittlerweile den einer Republik Irland übersteigt. Und wenn man sich mal unterhält, was so die Urlaubspläne für die Ferien sind, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass man die umweltfreundlich zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt. Aber schon klar, dass man seinen Urlaub nicht in so uncoolen Locations wie Rom verbringen will, sondern es schon etwas weiter sein muss. Nach Rom jettet man ja schon am Wochenende, vielleicht auch nach der Demo. Neueste Mode ist, nach dem Abi erst einmal ein Jahr, bezahlt von Mami und Papi, die "Welt kennenzulernen". Wohl auch kaum zu Fuß oder mit Fahrrad.
NL: Klimastreik-Schüler fahren Bus und Bahn.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Samstag, 16.03.2019, 21:12 (vor 2644 Tagen) @ Münchner
Hallo Münchner,
Eine Schule ist bei uns nebenan. Die, die man am Freitag mit Plakaten kommen sieht, sieht man Mo-Fr wie sie früh mit Mamataxi gebracht und mittags/nachmittags abgeholt werden.
Da besteht also Verbesserungsbedarf. Wir sagen gerne dass die USA nicht gerade umweltfreundlich sind, aber dort reisen die Highschooler doch zumindest meistens mit dem "School Bus".
Freitags wird dann neben dem Rucksack mit tausenden, sicherlich absolut notwendig Gadgets noch das Plakat mit ausgeladen. Die S-Bahn ist nicht so weit weg, wer nicht laufen will, fährt mit dem Bus und wenn das hochtagte Leutchen schaffen, dann werden es Teenies wohl erst recht schaffen. Wenn ich mir die Autonummern anschaue, dann kommt auch keiner von denen vom Land, wo der Verbindung vielleicht umständlich ist. Also vielleicht doch erst einmal bei sich selbst anfangen... Ich will nicht abstreiten, dass einige dort aus Überzeugung sind. Bei der Masse habe ich eher das Gefühl, dass sie mitmacht, weil man das gerade so macht.
Also hier in NL sind recht viele mit Bus & Bahn zum Protestort (Malieveld, Den Haag) gefahren.
gruß,
Oscar (NL).
--
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NL: Klimastreik-Schüler fahren Bus und Bahn.
Aphex Twin, Samstag, 16.03.2019, 21:23 (vor 2644 Tagen) @ Oscar (NL)
Eine Schule ist bei uns nebenan. Die, die man am Freitag mit Plakaten kommen sieht, sieht man Mo-Fr wie sie früh mit Mamataxi gebracht und mittags/nachmittags abgeholt werden.
Da besteht also Verbesserungsbedarf. Wir sagen gerne dass die USA nicht gerade umweltfreundlich sind, aber dort reisen die Highschooler doch zumindest meistens mit dem "School Bus".
Zum Teil, aber der Prozentsatz der Schüler die mit dem Auto zur Schule gefahren werden ist in den USA immer noch massiv grösser als in Deutschland.
NL: Klimastreik-Schüler fahren Bus und Bahn.
Münchner, Sonntag, 17.03.2019, 10:38 (vor 2643 Tagen) @ Aphex Twin
Zum Teil, aber der Prozentsatz der Schüler die mit dem Auto zur Schule gefahren werden ist in den USA immer noch massiv grösser als in Deutschland.
Auch darum geht es nicht. Bei der Siedlungstruktur in den USA außerhalb der Metropolen kann es durchaus auch sein, dass der Bus enorme Wege fahren müsste, um jeden einzelnen abzuholen, und es neben dem Familienauto keine Alternativen gibt.
Mein Beitrag bezog sich auf München und da gibt es einen gut nutzbaren ÖPNV. Ich schaffe es auch, damit an 9 von 10 Tagen in die Arbeit zu fahren und den auch zu einem erheblichen Teil in meiner Freizeit zu nutzen. Zudem sind die Autonummern vom Mamataxi aus dem Nummernkreis München-Stadt, da fällt das Argument mit der abgeschiedenen und ungünstigen Lage auf dem Land weg. Zum Thema SUV sage ich nichts, da es kaum in der Entscheidungsgewalt der Teenies liegen wird, welche Autos ihre Eltern kaufen. Aber wer groß prostestieren kann, kann auch mal klein daheim anfangen und sich dort gegen die tägliche Taxifahrt auflehnen.
NL: Klimastreik-Schüler fahren Bus und Bahn.
Aphex Twin, Sonntag, 17.03.2019, 11:25 (vor 2643 Tagen) @ Münchner
Zum Teil, aber der Prozentsatz der Schüler die mit dem Auto zur Schule gefahren werden ist in den USA immer noch massiv grösser als in Deutschland.
Auch darum geht es nicht. Bei der Siedlungstruktur in den USA außerhalb der Metropolen kann es durchaus auch sein, dass der Bus enorme Wege fahren müsste, um jeden einzelnen abzuholen, und es neben dem Familienauto keine Alternativen gibt.Mein Beitrag bezog sich auf München und da gibt es einen gut nutzbaren ÖPNV. Ich schaffe es auch, damit an 9 von 10 Tagen in die Arbeit zu fahren und den auch zu einem erheblichen Teil in meiner Freizeit zu nutzen. Zudem sind die Autonummern vom Mamataxi aus dem Nummernkreis München-Stadt, da fällt das Argument mit der abgeschiedenen und ungünstigen Lage auf dem Land weg. Zum Thema SUV sage ich nichts, da es kaum in der Entscheidungsgewalt der Teenies liegen wird, welche Autos ihre Eltern kaufen. Aber wer groß prostestieren kann, kann auch mal klein daheim anfangen und sich dort gegen die tägliche Taxifahrt auflehnen.
Dem stimme ich vollkommen zu. Mein Kommentar bezog sich nur auf diesen Satz:
"Aber dort reisen die Highschooler doch zumindest meistens mit dem "School Bus".", und die darin steckende Unterstellung in der USA sei es besser. Und die allerwenigsten Highschooler die dennoch mit dem Bus fahren machen dies wohl aus persönlicher Überzeugung.
2004 --> 55,3% were bused to school
ktmb, Sonntag, 17.03.2019, 11:49 (vor 2643 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 17.03.2019, 11:50
"In 2004-05, the most recent year for which statistics are compiled, 55.3% of the 45,625,458 children enrolled in public K-12 schools were bused to school at public expense." http://www.saferoutespartnership.org/sites/default/files/pdf/school_bus_cuts_national_s...
2004 --> 55,3% were bused to school
Aphex Twin, Sonntag, 17.03.2019, 12:06 (vor 2643 Tagen) @ ktmb
"In 2004-05, the most recent year for which statistics are compiled, 55.3% of the 45,625,458 children enrolled in public K-12 schools were bused to school at public expense." http://www.saferoutespartnership.org/sites/default/files/pdf/school_bus_cuts_national_s...
Und in Deutschland soll diese Zahl (bzw. diese Zahl plus Fahrrad und zu Fuß) niedriger sein?
Deutschland nur 34% ÖPV auf dem Schulweg, 15% Fahrrad
ktmb, Sonntag, 17.03.2019, 12:10 (vor 2643 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 17.03.2019, 12:13
Die Zahlen aus den USA und aus D kann man sicherlich nicht direkt vergleichen. Eine Größenordnung tut sich aber schon auf. Die Zahlen dürften ähnlich sein.
D: 2013
Transportwege zur Ausbildung: 34 % (ÖPV)
15 % Fahrrad
27 % MIV
S. 10
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Querschnitt/Brosch...
Deutschland nur 34% ÖPV auf dem Schulweg, 15% Fahrrad
Aphex Twin, Sonntag, 17.03.2019, 13:13 (vor 2643 Tagen) @ ktmb
Die Zahlen aus den USA und aus D kann man sicherlich nicht direkt vergleichen. Eine Größenordnung tut sich aber schon auf. Die Zahlen dürften ähnlich sein.
D: 2013
Transportwege zur Ausbildung: 34 % (ÖPV)
15 % Fahrrad
27 % MIVS. 10
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Querschnitt/Brosch...
Und der MIV in den USA dürfte deutlich näher bei 45% als bei 27% liegen. Dazu kommt noch dass rund 10% aller Schüler in den USA auf Privatschulen gehen bei denen das Verhältnis zwischen ÖPNV und MIV deutlich niedriger als bei öffentlichen Schulen liegen dürfte.
Deutschland hat auch ca. 10 % Privatschulen.
ktmb, Sonntag, 17.03.2019, 13:25 (vor 2643 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 17.03.2019, 13:28
https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/191321/privatschulen?p=all
Und der MIV in den USA dürfte deutlich näher bei 45% als bei 27% liegen.
Dafür konnte ich keine Zahlen finden.
Deutschland hat auch ca. 10 % Privatschulen.
Aphex Twin, Sonntag, 17.03.2019, 13:35 (vor 2643 Tagen) @ ktmb
https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/191321/privatschulen?p=all
Und der MIV in den USA dürfte deutlich näher bei 45% als bei 27% liegen.
Dafür konnte ich keine Zahlen finden.
Die deutsche Verkehrsstatistik dürfte aber die Privatschulen schon miteinschliessen.
NL: Klimastreik-Schüler fahren Bus und Bahn.
Münchner, Sonntag, 17.03.2019, 10:32 (vor 2643 Tagen) @ Oscar (NL)
Also hier in NL sind recht viele mit Bus & Bahn zum Protestort (Malieveld, Den Haag) gefahren.
Es geht nicht darum, wie sie zum Protestort gefahren sind, sondern wie sie sich das ganze Jahr über verhalten.
Mal so als Beispiel: Wir hatten in München vor ein paar Jahren auch so einen "Radlbürgermeister". Der ist immer schön und vor allem öffentlichkeitswirksam mit dem Rad gefahren. Das ging ein paar Jahre gut, dann kam an die breite Öffentlichkeit, dass er das auch nur solange getan hat, wie die Kameras an waren. Sobald die aus waren, kam die dicke Dienstlimosine und das Rad hat dann schon irgendwer seiner Angestellten wieder in den Keller geschafft oder zum nächsten Publicity-Termin gebracht.
Die sehen nicht aus, als wollten sie auf etwas verzichten
Aphex Twin, Samstag, 16.03.2019, 21:21 (vor 2644 Tagen) @ Münchner
Von wegen nicht fliegen. Diese Klima-Heuchler sind die Ersten, die Easyjet die Tickets aus den Händen reissen.
Und warum sagst du uns das jetzt? Menschen haben Fehler. Menschen werden ihren Ansprüchen nicht gerecht. Sind die Ansprüche deswegen falsch?
Viel durchschlagender, als zu fordern, dass die anderen etwas tun sollen, ist, wenn ich selbst etwas tue.
Es braucht beides. Ich kann mich z.B. entscheiden mich nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln (oder zu Fuss/mit dem Fahrrad) fortzubewegen. Ich persönlich kann aber nicht beeinflussen ob die Züge mit Ökostrom oder Kohlestrom fahren, ob der Bus mit Biodiesel, Batterien, Wasserstoff, Oberleitung oder eben mit stinknormalen Diesel betrieben wird (und im Falle von Strom bzw. Wasserstoff, wo dieser wieder her kommt).
Wasser predigen und schön weit weg fliegen.
ktmb, Samstag, 16.03.2019, 20:00 (vor 2644 Tagen) @ brandenburger
- kein Text -
EU: echtes HGV-Netz fehlt.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 15.03.2019, 11:50 (vor 2645 Tagen) @ BGSMH
Hallo BGSMH,
Ach ja: Auch in Europa fahren doch kaum Leute - von Bahnfans mal abgesehen - länger als 6h mit dem Zug, wenn es eine bezahlbare Flugalternative gibt.
Paris-Köln-Berlin sind etwa 1000 km. Beijing-Shanghai auch.
Auf beiden Strecken gibt es bezahlbare Flugangebote.
Dennoch fahren auf Beijing-Shanghai direkte Rennzüge, und die fahren nicht leer rum.
Was haben die Chinesen, was wir nicht haben? Ein durchgehendes HGV-Netz.
Der Normalchinese reist, je nach Budget, 1318 km in 4,5 bis 6 Stunden.
Oder wieviele normale Leute kennt ihr, die Strecken wie Berlin <-> Paris mit dem Zug machen?
Die Frage könnte auch sein: "wieviele normale Leute wären bereit, Strecken wie Paris-Berlin mit der Bahn zu reisen, wenn eine solche Reise nur 4,5 Stunden dauern würde?"
Andererseits stellen wir uns die Frage, ob Paris-Berlin und Teilstrecken davon ausreichend Potential für so ein "China-Netz" darstellen. China hat ja mehr als doppelt soviele Einwohner wie Europa.
Zudem sei erwähnt, dass das Reiseziel in der Regel nicht ein Bahnhof ist, und erst recht nicht ein Bahnhof am Rande einer Millionenstadt, wie Beijing Süd. Oder ein Flughafenbahnhof wie Shanghai Hongqiao.
Dafür beginnt man Paris-Berlin in der Innenstadt und endet man in einer anderen Innenstadt.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Gar nicht so unüblich
J-C, In meiner Welt, Freitag, 15.03.2019, 12:57 (vor 2645 Tagen) @ BGSMH
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.03.2019, 12:59
Ich war etwa von Zürich nach Wien gefahren im Railjet, da gab es schon Reservierungen bis Linz oder St. Pölten - sicher such nach Wien. Dabei dauert Zürich - Linz etwa schon über 6 Stunden. Das Potenzial existiert also durchaus und wird bei einem Takt durchaus auch begünstigt.
Aber seien wir mal ehrlich, bei einer richtig langen Strecke, die teils nur eins, zwei Mal pro Woche befahren wird (wir haben da ganze Regionen, wo nur einmal die Woche oder so der Amtrak-Zug rüberfährt) wird es fraglich, wie da eine nennenswerte Nachfrage zustande kommt. Für den Alltag sind die Bahnen schlicht unbrauchbar. Sowas ist für Touristen oder für längere Reisen, die man mal im Urlaub machen will und das ohne Auto, brauchbar.
Wenn wir stattdessen einen Bus hätten, der täglich fährt, hätte man immerhin mal was gewonnen. Ich weiß nicht, ob das euch bekannt ist, aber in den USA ist es möglich, auch Busse zum Schlafen anzubieten.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Gar nicht so unüblich
brandenburger, Perleberg, Freitag, 15.03.2019, 18:00 (vor 2645 Tagen) @ J-C
Aber seien wir mal ehrlich, bei einer richtig langen Strecke, die teils nur eins, zwei Mal pro Woche befahren wird (wir haben da ganze Regionen, wo nur einmal die Woche oder so der Amtrak-Zug rüberfährt) wird es fraglich, wie da eine nennenswerte Nachfrage zustande kommt. Für den Alltag sind die Bahnen schlicht unbrauchbar. Sowas ist für Touristen oder für längere Reisen, die man mal im Urlaub machen will und das ohne Auto, brauchbar.
Die allermeisten Amtrak-Fernzüge fahren täglich oder mehrmals täglich, nur ein paar weniger dreimal in der Woche oder so.
Täglich ist auch schon doof, so kann man manche Wege nur über Nacht oder nur über Tag zurücklegen. Aber immerhin. Wenn der "Greta-Effekt" auch in den USA eine Massenerscheinung wird, gibt es bestimmt ein größeres Angebot. ;)
Als Tourist kann man sich aber darauf einstellen. Ich war noch nicht in den USA, aber wenn dann würde ich zusätzlich zu dem Flug bestimmt nicht noch viele Tausend km mit einem Mietwagen fahren wollen.
Man sieht eh nie alles in einem Leben! Dann sähe ich eben nur Kalifornien, oder nur New York (den Staat) und vielleicht noch angrenzende Staaten. Oder ich nähme tatsächlich mal den Lakeshore Limited oder den Southwest Chief, falls es ihn dann noch gibt.
(Immer wenn ich in einem Forum Reisebericht USA oder so lese freue ich mich zuerst, und dann ist es doch wieder nur jemand der die Züge von außen fotografiert hat anstatt mitgefahren ist. ;( )
Lange Strecken mit der Bahn
JumpUp, Freitag, 15.03.2019, 11:55 (vor 2645 Tagen) @ Oscar (NL)
In den USA ist es tatsächlich (noch viel mehr als bei uns) üblich,
mal schnell in die Nachbarstadt zu fliegen: Ein ordentlicher Eisenbahnverkehr (außerhalb der Pendlerströme in der Metropole) existiert nicht, für alles bis zu 300 km Entfernung nutzt mann das Auto und darüber hinaus wird geflogen. Den Fernbus gibt es ja - aber das ist verglichen zum Flugzeug fast schon ein Nischenprodukt...
Aber auch in Deutschland werden Strecken über 4-5 Stunden Bahnreise häufig geflogen,
in meinem Bekanntenkreis, die Kollegen im Büro: Frankfurt - London oder Frankfurt - Wien (trotz Bahnfahrt von ca. 6 Stunden) wird hier ganz selbstverständlich geflogen, die Mühe nach Bahnfahrten macht sich niemand...
Witzigerweise: Zwei Tage Autofahrt mit Zwischenübernachtung von Hamburg nach Kroatien,
das ist dann wieder problemlos machbar, gerne auch mit Wohnwagen hintendran...
Aber die Bahn hat bei Strecken über 4-5 Stunden tatsächlich sehr schwer, irgendwie Marktanteil zu erhalten. Am besten Punkten kann sie noch bei Verbindungen abseits der Flugrouten (Lepzig - St. Pölten oder Göttingen - Genf)
Kein Wunder
Lumi25, Freitag, 15.03.2019, 12:34 (vor 2645 Tagen) @ JumpUp
Der ICE ist mittlerweile ein reines Billigprodukt und da DB Fernverkehr auch keine Aufspaltung auf Hauptrouten wünscht in A und B-Produkte muss der ICE dann auch noch alles mit bedienen.
Entsprechend langsam schleicht er dahin und das auch in Zukunft.
Umfahrung Mannheim NEIN
Umfahrung Ulm NEIN
Besser dort wie in Fulda, Kassel oder Göttingen mit Schrittgeschwindigkeit durchschleichen.
Ich hatte es ja auch schon mal angesprochen, wenn ich von Köln nach Leipzig oder Dresden möchte laufen alle schnellen Verbindungen mit Umsteigen über Frankfurt. Leider ist es, dass in Frankfurt regelmäßig diese Anschlüsse platzen man dann 1 Stunde warten darf und gegebenfalls im nächsten ICE zittern muss einen vernünftigen Sitzplatz zu bekommen, da die Reservierung ja verfällt. Da kommt man schon verärgert und unentspannt am Zielort an. Genau deshalb mache ich keine Tagesreisen nach Leipzig oder Dresden.
Davon mal abgesehen, wenn man so dahinschleicht wie der ICE wird man auch anfällig für Konkurrenz. Ein 200 km/h schneller Flixtrain kann halt wunderbar mit einem ICE mithalten welcher alle 50-100 km hält. Würde letzterer aber von Frankfurt nach München mit einem Zwischenhalt in Stuttgart Nonstop mit 250-300 km/h fahren müsste Flixtrain massiv Geld in die Hand nehmen um dagegen konkurrieren zu können. Das sieht man z.B. an Berlin-München.
Verbesserungs-Idee für Bahnens
Altmann, Freitag, 15.03.2019, 12:38 (vor 2645 Tagen) @ Lumi25
Leider ist es, dass in Frankfurt regelmäßig diese Anschlüsse platzen man dann 1 Stunde warten darf und gegebenfalls im nächsten ICE zittern muss einen vernünftigen Sitzplatz zu bekommen, da die Reservierung ja verfällt.
Wäre doch super, wenn DB und Co. in so einem Fall (Anschlussverlust) automatisch die Reservierung übertragen auf die nächstmögliche Verbindung (Verständigung des Reisenden über SMS, ...).
Verbesserungs-Idee für Bahnens
Celestar, Freitag, 15.03.2019, 12:43 (vor 2645 Tagen) @ Altmann
Dein Zeitplan ist ohnehin im Eimer. Solange die DB nicht wengistens so was wie 98% der Anschlüsse sicherstellt, sind solche Umsteigeverbindungen wertlos, v.a. wenn auf den Strecken nur jede Stunde ein ICE fährt.
Celestar
Ja, aber ...
Altmann, Freitag, 15.03.2019, 12:47 (vor 2645 Tagen) @ Celestar
... wenn ich schon ne Stunde Verspätung hab, dann möcht ich nicht auch noch Stehen müssen (trotz bezahltem erste Klasse-Ticket mit Sitzplatzreservierung). Da ist man dann nämlich doppelt genervt, und fragt sich, ob ne Bahn-Reise wirklich ne gute Idee war ...
Köln-Dresden vs. Lyon-Bordeaux
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 15.03.2019, 13:56 (vor 2645 Tagen) @ Lumi25
Hallo Lumi25,
Ich hatte es ja auch schon mal angesprochen, wenn ich von Köln nach Leipzig oder Dresden möchte laufen alle schnellen Verbindungen mit Umsteigen über Frankfurt. Leider ist es, dass in Frankfurt regelmäßig diese Anschlüsse platzen man dann 1 Stunde warten darf und gegebenfalls im nächsten ICE zittern muss einen vernünftigen Sitzplatz zu bekommen, da die Reservierung ja verfällt. Da kommt man schon verärgert und unentspannt am Zielort an. Genau deshalb mache ich keine Tagesreisen nach Leipzig oder Dresden.
Das ganze erinnert mich an Lyon-Bordeaux, das heutzutage nur via Massy ("Paris Süd TGV") vernünftig geht. Früher gab es noch Corail-Züge die den direkten Weg fuhren, via Vichy und Brive-La Gaillarde.
Zu K-F-L(-DD): was auch eine Rolle spielt: K-F wird mehrmals stündlich angeboten, die Weiterfahrt nach Leipzig stündlich.
Über Kassel gibt es nur noch sporadisch Fernverkehr, und über Hannover hast Du zwar den Zug direkt, dafür aber langsam (ein "IC"2) und nur zweistündlich.
"IC", nicht IC; die Talgo230 die DB gerade bestellt hat, das sollten die echten ICs sein.
Die ICE3/Velaro D wären die echten ICEs und die ICE4 wahlweise ICE oder IC.
Ein 200 km/h schneller Flixtrain kann halt wunderbar mit einem ICE mithalten welcher alle 50-100 km hält. Würde letzterer aber von Frankfurt nach München mit einem Zwischenhalt in Stuttgart Nonstop mit 250-300 km/h fahren müsste Flixtrain massiv Geld in die Hand nehmen um dagegen konkurrieren zu können. Das sieht man z.B. an Berlin-München.
Die Zeiten für Flixtrain könnten gut aussehen. Irgendwann mustert DB die IC1-Garnituren aus. Würde mich nicht überraschen, wenn die Wagen grün umgepinselt werden.
Oh Ironie: der Flixtrain braucht auch noch die Hälfte weniger Energie (200 vs 280 km/h, kwadratisch in der Geschwindigkeit) und kann dann erst recht sagen dass sie grün unterwegs sind.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Köln-Dresden vs. Lyon-Bordeaux
Lumi25, Samstag, 16.03.2019, 01:49 (vor 2645 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Lumi25, Samstag, 16.03.2019, 01:49
Das ganze erinnert mich an Lyon-Bordeaux, das heutzutage nur via Massy ("Paris Süd TGV") vernünftig geht. Früher gab es noch Corail-Züge die den direkten Weg fuhren, via Vichy und Brive-La Gaillarde.
Man kommt aber durchgehend von Brüssel nach Marseille oder Lyon ohne Zwangsumstieg in Paris. Auch von Strasbourg nach Bordeaux.
Klar nicht im 1h oder 2h-Takt aber eben ein paar mal am Tag.
Von Köln nach Leipzig gibt es dagegen nur die IC2-Verbindungen durchgehend mit ellenlanger Fahrzeit.
Zu K-F-L(-DD): was auch eine Rolle spielt: K-F wird mehrmals stündlich angeboten, die Weiterfahrt nach Leipzig stündlich.
Tja ich habe die Erfahrung gemacht sobald man auf Anschlüsse angewiesen ist klappen diese nicht. Was machst Du denn, wenn die NBS gesperrt ist? Die Umleitung durchs Rheintal dauert im Optimalfall rund 70 Minuten länger. Wird dann noch rechtsrheinisch gefahren kann das schnell mal auf 90 Minuten anwachsen. Da kann man den Tagesausflug vergessen.
Über Berlin ist es ja leider auch nicht besser.
Die Zeiten für Flixtrain könnten gut aussehen. Irgendwann mustert DB die IC1-Garnituren aus. Würde mich nicht überraschen, wenn die Wagen grün umgepinselt werden.
Oh Ironie: der Flixtrain braucht auch noch die Hälfte weniger Energie (200 vs 280 km/h, kwadratisch in der Geschwindigkeit) und kann dann erst recht sagen dass sie grün unterwegs sind.
Sollte Flixtrain selber neue Wagen beschaffen bzw. deren Subunternehmer Leo-Express und BTE dann stand ja schon in der Presse das es Grooßraumwagen mit hoher Packdichte sein werden.
Nun ja 200 km/h-Wagen druckdicht dürfte man sicherlich auch bei einem Herrsteller in Rumänien oder Bulgarien kostengünstig einkaufen können. 200 km/h-Wagen sind heutzutage ja keine Kunst mehr.
Köln-Dresden vs. Lyon-Bordeaux
Celestar, Samstag, 16.03.2019, 11:19 (vor 2644 Tagen) @ Oscar (NL)
Oh Ironie: der Flixtrain braucht auch noch die Hälfte weniger Energie (200 vs 280 km/h, kwadratisch in der Geschwindigkeit) und kann dann erst recht sagen dass sie grün unterwegs sind.
Ab welcher Geschwindigkeit wird eigentlich dann der Flug energetisch günstiger als die Bahn, weil bei Flugzeugen die v-Quadrat regel nicht greift :)
Celestar
USA-Europa
Celestar, Freitag, 15.03.2019, 12:41 (vor 2645 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Celestar, Freitag, 15.03.2019, 12:41
Aber die Bahn hat bei Strecken über 4-5 Stunden tatsächlich sehr schwer, irgendwie Marktanteil zu erhalten. Am besten Punkten kann sie noch bei Verbindungen abseits der Flugrouten (Lepzig - St. Pölten oder Göttingen - Genf)
Das ist aber seit langem bekannt. Wenn man wirklich ein Interesse hätte, würde man diese Grenzen deutlich unterschreiten.
Abgesehen davon gibt es einen sehr großen Unterschied zwischen den USA und Europa. In den USA sind die Metropolen sehr weit verteilt, in Europa eher geclustert. In dem Polygon London-Barcelona-Rom-Berlin lebt ein sehr sehr großer Anteil der EU-Bevölkerung, auf einer Fläche die etwa 12% der der USA entspricht. Wenn man Madrid dazunimmt, sind es etwa 15%. Da ist es sehr viel einfacher, ein HGV Netz aufzubauen. Aber das müsste man tun. EIN Netz, eine Spannung, ein Leitsystem. Aber keine der großen politsche Parteien hat da irgendein Interesse.
Allerdings ist es von einem Umweltpolitschen Standpunkt wesentlich besser, das Geld anderweitig zu investieren. 5% des Autoverkehrs auf die Schiene zu bekommen spart sicherlich mehr CO2 als 100% des Flugverkehrs. Die gesamte LH-Flotte produziert weniger CO2 als das Kraftwerk Neurath.
Celestar
EU vs. CN: Stichwörter Netz und Autodichte.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 15.03.2019, 14:45 (vor 2645 Tagen) @ Celestar
Hallo Celestar,
Abgesehen davon gibt es einen sehr großen Unterschied zwischen den USA und Europa. In den USA sind die Metropolen sehr weit verteilt, in Europa eher geclustert. In dem Polygon London-Barcelona-Rom-Berlin lebt ein sehr sehr großer Anteil der EU-Bevölkerung, auf einer Fläche die etwa 12% der der USA entspricht.
Da ist es sehr viel einfacher, ein HGV Netz aufzubauen.
Einfacher schon, aber immer noch schwierig genug, es nicht wirklich zu machen.
Aber das müsste man tun. [3] EIN Netz, [2] eine Spannung, [1] ein Leitsystem. Aber keine der großen politsche Parteien hat da irgendein Interesse.
Zu 1: daran wird gearbeitet = ETCS. Gut, ist subotimal, sozusagen ein Schienen-Esperanto mit ein paar Dutzend Dialekten.
Zu 2: nicht dringend notwendig, 15/25 kV~ geht auch.
Zu 3: Nagel auf dem Kopf.
Blickpunkt ICE-Fan: So viele Strecken innerhalb so manches Landes, aber so wenig davon sind grenzüberschreitend. Forbach-Saarbrücken und Strasbourg-Kehl sind s.i.w. immer noch nicht Highspeed. Paris-Brüssel, DAS ist Highspeed.
Klar kann man sagen: in Aachen, Saarbrücken und Kehl muss man halten. Das darf das B-Produkt ICE gerne machen: Brüssel - Lüttich - Aachen - Düren - Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen - Bochum - Dortmund - Hamm - Bielefeld - Hannover - Wolfsburg (-Stendal) - Berlin. Aber das A-Produkt "ICE International" soll Brüssel-Köln nonstop fahren (dann z.B. weiter nach Frankflug, Stuttgart, München = nur diese Halte).
Allerdings ist es von einem Umweltpolitschen Standpunkt wesentlich besser, das Geld anderweitig zu investieren. 5% des Autoverkehrs auf die Schiene zu bekommen spart sicherlich mehr CO2 als 100% des Flugverkehrs.
Blickpunkt pragmatischer Niederländer: Nur schade, dass es mehr Mühe kostet, ein Autofahrer in die Bahn zu kriegen als ein Fluggast. Ein Auto hat sowohl Fern- als Regiofunktion und macht umsteigen überflüssig. Zudem steht es jederzeit zur Verfügung.
Man kann also auch, wie CH und NL das tun, den Umstieg bequemer machen. Korrespondenzanschlüsse und vor allem öfter fahren. Halbstundentakt auf dem Kernnetz sollte im deutschen Fernverkehr normal sein.
Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges des China-Netzes ist die niedrige Autodichte von 173 pro 1000 Einwohner (DE: 591). Der Normalchinese wird vermutlich Reisen ab 200 km mit der Bahn reisen, und kann dank durchgehendes Netz sogar Strecken reisen, die wir fliegen würden, wie Beijing-Shanghai (1318 km).
Die Strecke wird zwischen 6:43 und 19:08 sagenhafte 44x pro Tag angeboten, wovon 4x direkt; die anderen 40 sind Umsteigeverbindungen. Man kann sogar um 19:00 noch loslegen und vor Mitternacht am Ziel sein.
Karte dazu:
(in den kommenden 5 Jahren sollen noch viele Sackgassen durchgebunden werden)
gruß,
Oscar (NL).
--
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Umstiegsqualität
Celestar, Samstag, 16.03.2019, 11:17 (vor 2644 Tagen) @ Oscar (NL)
Zu den Umstiegen gehört aber noch etwas mehr. Ich finde, es kann nicht sein, dass man das "Premium"produkt der Bahn nutzt, in Frankfurt oder Köln etc ankommt und man erstmal buchstäblich im Regen steht. Die DB schafft es noch nicht einmal, Bahnsteige auf voller Länge und so zu überdachen, dass man bei Wind nicht nass wird und nicht über einen verschneiten Bahnsteig stafpen muss. Ist das wirklich so schwierig?
Celestar
Acela?
MartinN, Fricktal, Schweiz, Freitag, 15.03.2019, 13:00 (vor 2645 Tagen) @ JumpUp
Hallo zusammen
In den USA ist es tatsächlich (noch viel mehr als bei uns) üblich,
mal schnell in die Nachbarstadt zu fliegen: Ein ordentlicher Eisenbahnverkehr (außerhalb der Pendlerströme in der Metropole) existiert nicht, für alles bis zu 300 km Entfernung nutzt mann das Auto und darüber hinaus wird geflogen. Den Fernbus gibt es ja - aber das ist verglichen zum Flugzeug fast schon ein Nischenprodukt...
Aber euch ist es schon bekannt, dass es in den USA ein Zug Namens Acela Express gibt der von Boston via New York Philadelphia nach Wasingthon fährt und soviel ich weiss, hater eine gute Auslastung und stellt dort durchaus eine Alternative zum Flugzeug. Wenn dem nicht so wäre würde ich mich fragen warum denn Amtrak neue Acela Rennzuüge bei Alstom in Auftrag gegeben haben.
Von mir aus zeigt das gut auf, dass auch die Bahn selbst in den USA eine konkurenzfähige Alternative zu Flugzeug und Auto ist wenn das Angebot stimmt.
Acela?
Celestar, Freitag, 15.03.2019, 13:06 (vor 2645 Tagen) @ MartinN
Richtig, aber die Hauptrelationen (Boston-New York, New York-Philly) sind kurz (300-400km). New York-Chicago sind 1200km. Sinnvollerweise müsste dann die Vdurch irgendwo um die 300km/h sind. Technisch sicherlich machbar, aber finanziell sinnvoll? Glaube ich kaum.
Celestar
Acela?
Norddeich, Freitag, 15.03.2019, 15:49 (vor 2645 Tagen) @ MartinN
bearbeitet von Norddeich, Freitag, 15.03.2019, 15:50
Aber euch ist es schon bekannt, dass es in den USA ein Zug Namens Acela Express gibt der von Boston via New York Philadelphia nach Wasingthon fährt und soviel ich weiss, hater eine gute Auslastung und stellt dort durchaus eine Alternative zum Flugzeug. Wenn dem nicht so wäre würde ich mich fragen warum denn Amtrak neue Acela Rennzuüge bei Alstom in Auftrag gegeben haben.
Von mir aus zeigt das gut auf, dass auch die Bahn selbst in den USA eine konkurenzfähige Alternative zu Flugzeug und Auto ist wenn das Angebot stimmt.
Für mich zeigt der Northeast Corridor, dass Zugverkehr in den USA heutzutage nicht grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sein muß.
Acela?
Norddeich, Freitag, 15.03.2019, 16:03 (vor 2645 Tagen) @ Norddeich
Aber euch ist es schon bekannt, dass es in den USA ein Zug Namens Acela Express gibt der von Boston via New York Philadelphia nach Wasingthon fährt und soviel ich weiss, hater eine gute Auslastung und stellt dort durchaus eine Alternative zum Flugzeug. Wenn dem nicht so wäre würde ich mich fragen warum denn Amtrak neue Acela Rennzuüge bei Alstom in Auftrag gegeben haben.
Von mir aus zeigt das gut auf, dass auch die Bahn selbst in den USA eine konkurenzfähige Alternative zu Flugzeug und Auto ist wenn das Angebot stimmt.
Für mich zeigt der Northeast Corridor, dass Zugverkehr in den USA heutzutage nicht grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sein muß.
Da ich den Eintrag nicht mehr bearbeiten kann:
Gemeint ist natürlich Personenverkehr.
Acela?
GibmirZucker, Freitag, 15.03.2019, 19:48 (vor 2645 Tagen) @ Norddeich
Nein, wenn das Angebot stimmt. Die Mentalität wird überschätzt, gewählt wird, egal ob in China, den USA, Spanien oder Österreich das, was an Bequemlichkeit, kosten und Zeitaufwand das persönliche, auch subjektive, Optimum darstellt. Wenn die Politik jahrelang den Schienenverkehr vernachlässigt hat, dann führt ein schlechtes Angebot zu noch weniger Nachfrage. Ich frage mich nur, wie es das Ego der Amis verträgt zu sehen, dass man bahntechnisch gerade von Marokko und Äthiopien überholt wird. die Wende bringen könnte nur ein Einstieg chinesischer Investoren, was aber natürlich politisch unerwünscht wäre.
Acela?
brandenburger, Perleberg, Freitag, 15.03.2019, 20:33 (vor 2645 Tagen) @ GibmirZucker
Die Mentalität wird überschätzt, gewählt wird, egal ob in China, den USA, Spanien oder Österreich das, was an Bequemlichkeit, kosten und Zeitaufwand das persönliche, auch subjektive, Optimum darstellt. Wenn die Politik jahrelang den Schienenverkehr vernachlässigt hat, dann führt ein schlechtes Angebot zu noch weniger Nachfrage.
Grundsätzlich ja.
Aber dass alle Leute rational handeln wäre auch ein Irrtum. Ebenso wie viele Leute ihr Auto benutzen, wenn es rational (auch was Kosten, Zeitaufwand und Bequemlichkeit betrifft) nicht begründbar ist, werden viele Leute (jetzt schon und in Zukunft immer mehr) sich für das umweltfreundlichere Verkehrsmittel entscheiden, auch wenn es rational dumm wäre.
Außer wenn man den Umwelteffekt einbezieht natürlich, und dann wird es wieder rational. Aber auch diese Entscheidungen werden irrational getroffen, die Leute werden sich deswegen gut fühlen wollen. Oder es wird in bestimmten Kreisen zur Mode.
Die Flugscham, die für sich nichts bringt, wenn die Leute verschämt fliegen, wird nach und nach zur Flugvermeidung.
Acela?
brandenburger, Perleberg, Freitag, 15.03.2019, 20:40 (vor 2645 Tagen) @ brandenburger
Fortsetzung (Editieren ging nicht mehr):
Automatisiertes Handeln. So wie unsere Eltern uns beigebracht haben (mir jedenfalls), dass man seinen Abfall nicht in Nachbars Garten wirft, sondern in den nächsten Mülleimer. Da denkt man ja nicht mehr drüber nach. Genau so wird es für viele Angehörige der "Greta"-Generation selbstverständlich sein, dass man nicht fliegt. Oder jedenfalls ganz selten.
Die ganzen Flughafenausbauplanungen sind für die Tonne, könnte jedenfalls passieren. Weil niemand voraussehen kann, wie Menschen in 10, 20 Jahren handeln. Oder hättet ihr vor 10 Jahren gedacht, dass Raucher freiwillig nach draußen gehen? Also, nicht gezwungenermaßen und mit Fluchen, sondern völlig selbstverständlich, wo man nicht mehr drüber nachdenkt?
Acela
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 16.03.2019, 08:01 (vor 2645 Tagen) @ Norddeich
bearbeitet von 218 466-1, Samstag, 16.03.2019, 08:02
Aber euch ist es schon bekannt, dass es in den USA ein Zug Namens Acela Express gibt der von Boston via New York Philadelphia nach Wasingthon fährt und soviel ich weiss, hater eine gute Auslastung und stellt dort durchaus eine Alternative zum Flugzeug. Wenn dem nicht so wäre würde ich mich fragen warum denn Amtrak neue Acela Rennzuüge bei Alstom in Auftrag gegeben haben.
Von mir aus zeigt das gut auf, dass auch die Bahn selbst in den USA eine konkurenzfähige Alternative zu Flugzeug und Auto ist wenn das Angebot stimmt.
Für mich zeigt der Northeast Corridor, dass Zugverkehr in den USA heutzutage nicht grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sein muß.
Der Acela fährt bei mir in der Nähe und hätte ja fast ICE sein können. Acela hat nur sechs Wagen, insofern ist die Nachfrage jetzt nicht so dramatisch hoch.
Es gibt auch normale Amtrak Züge, Northeast Regional und Keystone im Takt, dazu einzelne Zugpaare Maple Leaf, Silver Serrvice, Cardinal und Cesent (letzterer in nördlicher Richtung selten unter 2h Verspätung).
Der NEC ist praktisch die einzige Bahnstrecke in den USA, die mit Hauptabfuhrstrecken von DB-Netz (auch bzgl. Störungen :P) vergleichbar ist.
Entlang dieser Strecke, ist die Besiedlung aber auch deutlich höher, als im Rest der USA bzw. ist nur an der anderen Küste z.T. ähnlich.
Auch der Regionalverkehr ist in NJ mit Abstand der beste der ganzen USA und m.M. sogar besser, als bei euch. Sowohl in der Taktdichte, Kapazität und in der Aussatattung. Störungen, Verspätungen und Ausfälle sind jedoch auch da, absolut mit DB vergleichbar . -.-
Mit dem Langstreckenverkehr macht ihr immer den Fehler, ganz USA mit Deutschland vergleichen zu wollen. Aber wie viele Direktverbindungen mit Zügen gibt es denn z.B. von München nach Barcelona, von Hamburg nach Rom oer von Amsterdam nach Wien?
Strecken über 1000 Km sind nunmal mit klassischen Rad-Schiene Zügen keine Konkurrenz zum Fluchzeug.
Flächendekender Regionalverkehr ist in Spanien und Frankreich - Länder die auch schwächer besiedelt sind - praktisch auch nicht vorhanden. Auf einigen Nebenbahnen der ex-DDR haben die Besteller vor kurzem den NV ganz abbestellt.
Auch ICE leben überwiegend von den Zwischenhalten und es sind nur wenig "Durchfahrer" im Zug. Echte ICE-Sprinter und MET, die jew. nur zwei Zwischenhalte auf ihren jew. verleichsweise kurzen <500 Km Laufwegen hatten, wurden mangels Wirtschaftlichkeit alle eingestellt. Für jetztige "ICE-Sprinter" müssen normale Taktzüge mit paar weniger Halten reichen.
Dazu gibt es hier für HGV-NBS, wie im letzten USA-Thread erwähnt, deutlich strengere Sicherheitsvorschriften der FRA, sodass ein entgleisender HGV-Zug bei voller Fahrt, in bebauten Gebieten nicht von der Strecke abkommen kann und dass ggf. engleisende GZ auf paralell verlaufenden Bestandsstrecken nicht in die HGV-Trasse eindringen können. Dazu braucht es Barrieren, die praktisch auch Raketeneinschläge überstehen würden und entsprechend teuer sind.
Leute, für Langstrecken bleibt nur Transrapid oder Fluchzeug. Ersteres ist in der Beschaffung für alle zu teuer und daher ändert sich nix.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Acela
amtrak, Sonntag, 17.03.2019, 00:43 (vor 2644 Tagen) @ 218 466-1
Der Fernverkehr befand sich seit der Entstehung von amtrak eigentlich immer in der Gefahrenzone. Dies ist keinesfalls der erste Angriff. Am Ende entscheidet der Kongress und nicht die Regierung über Amtrak. Dies schließt nicht aus, dass es einmal gelingen wird. Vor allem, wenn die soliden Doppelstock-Superliner abgenutzt sind. Übrigens bin ich oft in diese langstreckenzüge gereist. Es sind genau alle Zwischenstationen, die kaum Flughäfen oder andere öffentliche Verkehrsmittel haben, für die diese Züge eine begrenzte Bedeutung haben, also nicht nur Endpunkt-Endpunkt! Die Staaten mit diesen Stationen wollen nicht für die Strecke Washington-NY-Boston bezahlen, wenn sie "ihren" Zug verlieren.
Acela
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 17.03.2019, 14:03 (vor 2643 Tagen) @ 218 466-1
Entlang dieser Strecke, ist die Besiedlung aber auch deutlich höher, als im Rest der USA bzw. ist nur an der anderen Küste z.T. ähnlich.
Auch der Regionalverkehr ist in NJ mit Abstand der beste der ganzen USA und m.M. sogar besser, als bei euch. Sowohl in der Taktdichte, Kapazität und in der Aussatattung. Störungen, Verspätungen und Ausfälle sind jedoch auch da, absolut mit DB vergleichbar . -.-
Die Strukturen in den USA sind tatsächlich anders und vor allem auf's Auto optimiert. Bei NJ Transit hat man wohl eine Nachfrage, die der in Großstädten wie Hamburg oder Berlin um nichts nachstehen. Bloß sind Städte in Europa meist sehr kompakt, in den USA ist das immer weitläufiger, die Städte selber sind viel größer dort.
Ich meine, in Japan fährt der Shinkansen ja alle 10 Minuten, eben weil die Nachfrage bei ao riesigen Metropolen entsprechend hoch ist.
Mit dem Langstreckenverkehr macht ihr immer den Fehler, ganz USA mit Deutschland vergleichen zu wollen. Aber wie viele Direktverbindungen mit Zügen gibt es denn z.B. von München nach Barcelona, von Hamburg nach Rom oer von Amsterdam nach Wien?
Strecken über 1000 Km sind nunmal mit klassischen Rad-Schiene Zügen keine Konkurrenz zum Fluchzeug.
Rom - Wien? Täglich mit dem Nachtzug. Und die Langstreckenverbindungen sind ja wie Nachtzüge.
Amsterdam-Wien will man künftig auch mit dem Nightjet anbieten.
Tagsüber kriegt man durchaus akzeptable Umsteigeverbindungen auf solchen Relationen. Das Hauptproblem ist eher, dass jedes Land da sein eigenes Süppchen kocht, deswegen ist es auch so schwer, etwa nach Spanien zu fahren.
Aber doch, wir haben solche Direktverbindungen. Teils auch öfters als einmal täglich. Und wenn nicht, Umsteigeverbindungen gibt's in Europa zu Hauf.
Aber ja, ich verstehe schon, Europa hat eine wesentlich höhere Besiedlungsdichte als die USA oder der amerikamische Kontinent überhaupt.
Flächendekender Regionalverkehr ist in Spanien und Frankreich - Länder die auch schwächer besiedelt sind - praktisch auch nicht vorhanden. Auf einigen Nebenbahnen der ex-DDR haben die Besteller vor kurzem den NV ganz abbestellt.
Und trotzdem kriegt man immer noch dort ein besseres Angebot als in den USA. Und es gibt Ansätze, in genannten Gebieten wieder mejr Regionalverkehr einzuführen.
Auch ICE leben überwiegend von den Zwischenhalten und es sind nur wenig "Durchfahrer" im Zug. Echte ICE-Sprinter und MET, die jew. nur zwei Zwischenhalte auf ihren jew. verleichsweise kurzen <500 Km Laufwegen hatten, wurden mangels Wirtschaftlichkeit alle eingestellt. Für jetztige "ICE-Sprinter" müssen normale Taktzüge mit paar weniger Halten reichen.
Und auch die Langstreckenzüge von Amtrak leben überwiegend von ihren Zwischenhalten, sie sind überhaupt erst ihre Existenzberechtigung.
Ohne die wären Gebiete so groß wie Deutschland wohl komplett vom Bahnverkehr abgeschnitten.
Dazu gibt es hier für HGV-NBS, wie im letzten USA-Thread erwähnt, deutlich strengere Sicherheitsvorschriften der FRA, sodass ein entgleisender HGV-Zug bei voller Fahrt, in bebauten Gebieten nicht von der Strecke abkommen kann und dass ggf. engleisende GZ auf paralell verlaufenden Bestandsstrecken nicht in die HGV-Trasse eindringen können. Dazu braucht es Barrieren, die praktisch auch Raketeneinschläge überstehen würden und entsprechend teuer sind.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten also sind die Vorschriften also so viel schärfer. Das fasziniert.
Leute, für Langstrecken bleibt nur Transrapid oder Fluchzeug. Ersteres ist in der Beschaffung für alle zu teuer und daher ändert sich nix.
Klar, von der Ostküste zur Westküste wäre es so abwegig mit der Bahn zu fahren wie von Paris nach Moskau. Wobei halt, daüfr gibt es ja sehr wohl Kundschaft... egal. Aber es gibt nicht wenige Regionen in den USA, wo sich Schienenverkehr lohnen könnte, aber es nucht gemacht wird. Was in Europa selbstverständlich ist: Regionalverkehre zu bestellen, um ein gewisses Angebot sicherzustellen, das ist für Amerikaner womöglich unpatriotisch.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Langstreckenverkehr.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 18.03.2019, 11:59 (vor 2642 Tagen) @ J-C
218 466-1:
Mit dem Langstreckenverkehr macht ihr immer den Fehler, ganz USA mit Deutschland vergleichen zu wollen. Aber wie viele Direktverbindungen mit Zügen gibt es denn z.B. von München nach Barcelona, von Hamburg nach Rom oer von Amsterdam nach Wien?
Strecken über 1000 Km sind nunmal mit klassischen Rad-Schiene Zügen keine Konkurrenz zum Fluchzeug.
Viele dieser Verbindungen hatte es tatsächlich mal gegeben. Als D-Zug. Gut, Flieger hat einiges getan, und erst recht Ryanair & Co.
J-C:
Rom - Wien? Täglich mit dem Nachtzug. Und die Langstreckenverbindungen sind ja wie Nachtzüge.
Amsterdam-Wien will man künftig auch mit dem Nightjet anbieten.
Ich werfe mal Beijing-Wuhan rein. 1225 km in 4,5 Stunden.
Und 30x pro Tag, entspricht Halbstundentakt.
Nun sind chinesische Städte um einiges grösser als amerikanische Städte. Dazwischen ist China genauso dünn besiedelt wie die USA.
Und wenn die berührungsfreie Bahn das Nonplusultra wäre, hätten die Chinesen sie schon längst gebaut.
Tagsüber kriegt man durchaus akzeptable Umsteigeverbindungen auf solchen Relationen. Das Hauptproblem ist eher, dass jedes Land da sein eigenes Süppchen kocht, deswegen ist es auch so schwer, etwa nach Spanien zu fahren.
Genau dieses Problem hat China nicht, und die USA auch nicht.
Das werfe ich auch gerne mal in Diskussionen rein, wenn ein Amerikaner behauptet, in Europa sei es leichter Rennbahnen zu bauen.
Es ist aber zu hoffen, dass "High speed California" und "High speed Texas" ein gleiches Protokol verwenden (dieselbe Energieversorgung, dieselbe Zugsicherung, usw.). Wenn nicht, dann schaffen die USA genau das Problem, das wir Europäer versuchen zu lösen (z.B. mit ETCS Level 1/2/3).
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
US Verkehrspolitik
ThomasK, Sonntag, 17.03.2019, 13:18 (vor 2643 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ThomasK, Sonntag, 17.03.2019, 13:20
Meine persönliche Schmerzgrenze bei Busfahrten liegt bei etwa 300 - 350 km. Vor einem halben Jahr bin ich, wenn man von ÖPNV-Fahrten innerhalb Münchens absieht, seit langer Zeit wieder einmal mit dem Reisebus gefahren und zwar von München nach Zürich.
Das habe ich aber auch nur gemacht, weil momentan an der Strecke gebaut wird und ich auf der Hinfahrt so schnell wie möglich in Zermatt sein wollte. Auf der Rückfahrt war es mir egal, dass es mit dem Zug wesentlich länger dauert.
Spätestens ab Dezember 2020 hat die Eisenbahn aber wieder zwischen München und Zürich den Bus ausgeknockt.
____________
Was die USA angeht, muss man sagen, dass man den ÖV in weiten Teilen komplett vergessen kann. Als ich im Sommer 2016 in Lone Pine, Kalifornien, USA, war, MUSSTE ich mit dem Auto einer Freundin von San Ramon aus mitfahren, denn es gibt dort keinen ÖV. Keine Buslinie, keine Eisenbahn - GAR NICHTS.
Niemand fährt dort mit dem ÖV, niemand fährt dort Fahrrad, ALLES fährt mit dem Auto. Da wir auf den Mount Whitney wollten, stellte sie das Auto am Whitney Portal auf 2458 m Höhe ab.
Als wir dann zwei Tage später von Lone Pine nach Palm Springs weiterfuhren, weil ich unbedingt die Seilbahn Palm Springs - San Jacinto Peak sehen wollte, ging es auch wieder mit dem Auto weiter, weil es dort keinen ÖV gibt.
Rein vom Verkehrspotential würde sich ein Regionalexpress-System zwischen Los Angeles und Palm Springs durchaus lohnen, doch das interessiert die Amerikaner exakt null, null. Es gibt sogar schon eine Eisenbahnstrecke zwischen Los Angeles und Palm Springs. Doch die meisten Amerikaner legen die 170 km zwischen Los Angeles und Palm Springs mit dem Auto zurück oder mit dem Flugzeug (170 km!). Ein paar wenige fahren auch mit dem Bus, aber die Eisenbahn interessiert dort keinen Menschen.
Ich würde sogar die Aerial Tram Palm Springs bis zur Eisenbahnstrecke verlängern und einen Haltepunkt einrichten, damit die Fahrgäste direkt vom Zug auf die Seilbahn umsteigen könnten.
Als wir im Sommer 2016 zur Seilbahn wollten, wurden wir von einem Parkwächter zurückgewinkt, weil die Parkplätze überfüllt waren und auf der Straße alles im Stau stand. Am nächsten morgen sind wir dann schon vor 8 Uhr angereist, um dem Stau zu entgehen.
_________
Man muss sich auch immer vor Augen halten, dass New York MITNICHTEN repräsentativ für die USA ist. In New York wird im ÖPNV (U-Bahn, Bus incl. Verbindungen nach New Jersey) eine doppelt so hohe Verkehrsleistung erbracht, wie in der gesamten übrigen USA zusammen. Von der Einwohnerzahl her sind Los Angeles und New York in etwa vergleichbar; gleichwohl ist die Verkehrsarbeit in New York pro Einwohner 15 Mal so hoch wie in Los Angeles.
Deshalb sage ich: Wenn jetzt die USA die Langstreckenverbindungen auch noch einstellen, dann kommt es darauf auch nicht mehr an. Wenn der Zug nur zweimal oder dreimal pro Woche fährt, dann kann man es dann auch gleich ganz bleiben lassen.
Nachdem zudem Kalifornien demokratisch ist, der neue Gouverneur das Schienenprojekt LAX - SFO abgesagt hat, ist dann eh schon alles egal.
Wäre ich US-Demokrat dann hätte ich versucht, mit Trump einen Deal zu machen: OK, du kriegst deine 10 Milliarden $ für deine Mauer, aber wir bekommen 100 Milliarden $ für die Eisenbahn. Entweder es wird beides gebaut, oder gar nichts. Fertig.
Aber auch die Demokraten interessieren sich nicht für die Eisenbahn. Die Demokratin Nancy Pelosi ist genauso eine Selbstdarstellerin wie Donald Trump. Kein Wunder, dass bei den eitlen Showkämpfen und Jahrmarkt der Eitelkeiten in der Generation Ü70 nichts dabei herauskommt.
Aber selbstverständlich ist das Sache der Amerikaner, wie sie ihre Politik gestalten; wir in Deutschland müssen unseren eigenen Scheißdreck aufräumen. Unser politisches Personal ist keinen Deut besser.
US Verkehrspolitik
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 17.03.2019, 13:42 (vor 2643 Tagen) @ ThomasK
Unser politisches Personal hält wenigstens noch was von der Eisenbahn... wir müssen nach Ländern, die es schlimmer machen, nicht suchen, aber auch nicht nach solchen, die es besser machen, werden wir beides finden.
Ich finde, Bahnreisen in den USA hat durchaus noch seinen Reiz. Wenngleich das durchaus verdammt teuer sein kann. Wir sind mal von Chigago nach Harpers Ferry gefahren, dort wurden wir mit dem Auto abgeholt. Es war wohl das erste und einzige Mal, wo ich sitzend zum Schlafen kam. Die Reise an sich war recht angenehm, dafür, dass es ein Sitzwagen ist.
Am Morgen hatten wir ein Frühstück im unteren Teil des Dining Car gehabt, an was ich mich gerne noch erinnere (wenngleich ich vergaß, was wir genau aßen)... und ich denk mir, es gibt die Zielgruppe für sowas und der Zug hat durchaus eine gewisse Auslastung. Aber ohne Anschlüsse, ohne eine gewisse Frequenz kann man sich nicht eine entsprechende Qualität erwarten. Am Ende musste man halt auch mit dem Auto abgeholt werden.
Es wäre aber trotzdem schade, wenn man jetzt mal eben diese Langstreckenverbindungen aufgäbe. Wie gesagt, Kunden gibt es dafür. Wenn das Angebot besser wäre, würden auch mehr Leute damit fahren.
Wie oft fährt denn der Zug auf deiner genannten Relation? Kann sein, dass das nicht zu oft ist.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
US Verkehrspolitik
ThomasK, Sonntag, 17.03.2019, 14:11 (vor 2643 Tagen) @ J-C
Wie oft fährt denn der Zug auf deiner genannten Relation? Kann sein, dass das nicht zu oft ist.
Der Zug fährt nur zweimal bis dreimal pro Woche.
Palm Springs ist übrigens von der Einwohnerzahl deutlich größer als Chur und hat einen extrem hohen Tourismusverkehr.
Die Entfernung Los Angeles - Palm Springs ist mit 170 km etwas mehr als von Zürich nach Chur.
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Jetzt stelle dir mal vor, dass die Relation Zürich - Chur in den USA läge.
Wie sähe dann die Situation aus?
Die meisten fahren von Zürich nach Chur mit dem Auto oder benutzen das Flugzeug. Einige wenige fahren mit dem Bus von Zürich nach Chur. Die Eisenbahn interessiert keinen Menschen, weil der Zug von Zürich nach Chur nur zweimal PRO WOCHE fährt.
Zwischen Zürich und Chur fahren gelegentlich Güterzüge mit bulligen Dieselloks.
Die Strecke ist nicht elektrifiziert, da sich eine Elektrifizierung bei zwei bis drei Personenfahrten pro Woche nicht lohnt.
Na gut, dann kann man es auch gleich ganz bleiben lassen.
Mach mal eine Volksabstimmung in der Schweiz und frage die Schweizer, ob der Zug von Zürich nach Chur zweimal oder dreimal pro Woche fahren soll.
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Ich war auch schockiert, dass die Amerikaner in Colorado mit Autos bis auf 4300 m Seehöhe auf den Pikes Peak fahren. Auf 4300 m Seehöhe ein riesiger Parkplatz. Absoluter Wahnsinn. In Hinblick auf den Luftdruck von ca. 585 hPa in 4300 m Höhe sind Verbrennungsmotoren noch wesentlich ineffizienter als ohnehin schon. Da müsste selbstverständlich eine elektrisch betriebene 3S-Bahn gebaut werden, die zugleich die völlig ineffiziente dieselbetriebene Zahnradbahn ersetzt und nicht nur bei weitem wirtschaftlicher ist, sondern auch wesentlich ökologischer (99 % weniger Flächenbedarf, 90% weniger Energiebedarf, 90% leiser, 99% sicherer).
Das ist eben Amerika.
Wie gesagt, es bringt einfach nichts, da mit dem Amerikanern großartig zu diskutieren. Man sollte nicht als Besserwisser auftreten, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte.
US: Pikes Peak = Autorennen.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 18.03.2019, 11:30 (vor 2642 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 18.03.2019, 11:33
Hallo ThomasK,
Ich war auch schockiert, dass die Amerikaner in Colorado mit Autos bis auf 4300 m Seehöhe auf den Pikes Peak fahren.
Ich gar nicht.
Es gibt ja auch ein Autorennen auf diesem Berg, "race to the clouds" (Wiki). Dabei geht's nicht um die Bestzeit, sondern ob Mensch und/oder Maschine am Ende noch leben.
So betrachtet ist Pikes Peak nichts anderes als ein deutscher Autoversammlungsplatz wie der Nürburgring (inklusive "Touristenfahrten").
Da müsste selbstverständlich eine elektrisch betriebene 3S-Bahn gebaut werden, die zugleich die völlig ineffiziente dieselbetriebene Zahnradbahn ersetzt und nicht nur bei weitem wirtschaftlicher ist, sondern auch wesentlich ökologischer.
Eher fährt man dort mit Elektromobilen hoch...
(99 % weniger Flächenbedarf, 90% weniger Energiebedarf, 90% leiser, 99% sicherer)
Dafür dann 99,9 Prozent geiler.
Das ist eben Amerika.
So ist es.
Als ich während Fussball-WM 2006 im ICE auf der Rennbahn Ingolstadt-Nürnberg einige Amis gesprochen hatte, waren die voll begeistert.
We need these trains in the United States.
Inzwischen habe ich die Idee, dass die Amis die ICEs haben möchten, damit sie sich einen teuren Tag Sixflags aussparen können. Der ICE als "theme park ride", statt Hochleistungstransportmittel.
Andererseits: Hoffnungsträger sind die Schüler, die nach dem "high school" und vor dem "college" sich für "discover Europe by rail" entscheiden.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
US: Pikes Peak = Autorennen.
ThomasK, Montag, 18.03.2019, 13:22 (vor 2642 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar!
So betrachtet ist Pikes Peak nichts anderes als ein deutscher Autoversammlungsplatz wie der Nürburgring (inklusive "Touristenfahrten").
Ich habe mal nachgerechnet. Der Pikes Peak in Colorado ist mit 4303 m höher als der höchste Berg des Berner Oberland, das Finsteraarhorn, denn das ist "nur" 4274 m hoch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Finsteraarhorn#/media/File:Finsteraarhorn.jpg
Und jetzt baust du da einmal eine Straße hoch. Die Bergkuppe wird selbstverständlich weggesprengt, denn man benötigt Platz für einen Riesenparkplatz.
Selbst wenn man mit Brachialgewalt vom Talort Grindelwald aus eine voll ausgebaute Straße auf die Spitze des Finsteraarhorns bauen würde, bräuchte der Autofahrer mindestens eine Stunde, um mit seinem voll motorisierten SUV-Dreckskarren da hoch zu fahren. Realistisch wären aber für den Durchschnittsautofahrer eher 75 Minuten.
Wenn man eine Seilbahn da hoch bauen würde, dann würde man aufgrund der berüchtigten starken Stürme am Finsteraarhorn wahrscheinlich keine Luftseilbahn bauen, sondern eher eine unterirdische Standseilbahn nach dem Vorbild des Pitztals.
Die Standseilbahn würde ca. 17 Minuten brauchen, um die Leute vom Talort Grindelwald (1034 m) bis auf das Finsteraarhorn (4274 m) zu bringen. Da käme so mancher Flachlandtiroler mit seinem degenerierten Körper eh schon an seine medizinische Belastungsgrenze.
Da müsste selbstverständlich eine elektrisch betriebene 3S-Bahn gebaut werden, die zugleich die völlig ineffiziente dieselbetriebene Zahnradbahn ersetzt und nicht nur bei weitem wirtschaftlicher ist, sondern auch wesentlich ökologischer.
Eher fährt man dort mit Elektromobilen hoch...
(99 % weniger Flächenbedarf, 90% weniger Energiebedarf, 90% leiser, 99% sicherer)
Dafür dann 99,9 Prozent geiler.
Also ich persönlich finde Seilbahnen nicht nur unendlich geiler als Autos, sondern auch wesentlich intelligenter und faszinierender.
Zwischen Eisenbahn und Seilbahn ist es in meiner Bewertungsfunktion ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Jedes der beiden Systeme ist dort schwach, wo das andere stark ist und umgekehrt, sodass Eisenbahn und Seilbahn unbedingt zusammenarbeiten müssen, um gegen das Auto zu gewinnen.
Auf dem Pikes Peak wäre eine 3S-Bahn aber einer Standseilbahn vorzuziehen. Die Felsformationen dort sind für eine 3S-Bahn unproblematisch. Wahrscheinlich käme man mit 9 - 10 Stützen aus. Von der Talstation würde ich einen 20-Minuten-Takt mit Bussen zum Talort Colorado Springs anbieten.
Die alte Standseilbahn am Fuße des Pikes Peaks ist inzwischen stillgelegt worden.
Nach dem Bau einer 3S-Bahn würde ich die Straße sperren. Lediglich an einem Tag im Jahr, sollen sie dann ihr Rennen machen, aber ich bleibe bei meiner Meinung: Autos haben auf dem Pikes Peak auf 4300 m Höhe nichts zu suchen.
Als ich während Fussball-WM 2006 im ICE auf der Rennbahn Ingolstadt-Nürnberg einige Amis gesprochen hatte, waren die voll begeistert.
We need these trains in the United States.
Inzwischen habe ich die Idee, dass die Amis die ICEs haben möchten, damit sie sich einen teuren Tag Sixflags aussparen können. Der ICE als "theme park ride", statt Hochleistungstransportmittel.Andererseits: Hoffnungsträger sind die Schüler, die nach dem "high school" und vor dem "college" sich für "discover Europe by rail" entscheiden.
Ich schätze die Situation einfach so ein, dass du nur mit politischen Deals in den USA die Eisenbahn bauen kannst.
Sonst geht es nicht.
Egal, ob Carter, Clinton, Obama, Bush, Trump oder wer auch immer. Du schaffst es nicht. Trump spielt lieber Golf, als die Eisenbahn auszubauen.
Die einzige Chance, die ich theoretisch sehe, wäre mit einem politischen Deal. Im anderen Thread habe ich es ja schon gesagt. Man sagt zu Trump: OK, du kriegst deine Mauer, aber wir kriegen unsere Eisenbahn. Für jeden $ für deine Mauer bekommen wir 10 $ für unsere Eisenbahn.
Wenn du also deine Mauer nach dem Vorbild der DDR haben willst mit Minen, Selbstschussanlagen, Splitterbomben, Wachtürmen, Wachhunden, Bewegungsmelder, Leuchtraketen usw. dann kostet das nicht 10 Milliarden $, sondern 50 Milliarden $.
https://www.youtube.com/watch?v=jlbAUFvh04k
OK, kannst du haben, aber dann bauen wir für 500 Milliarden $ die Eisenbahn aus.
Entweder es wird beides gebaut oder gar nichts.
___________
Ich habe es ja schon ein paarmal geschrieben. Die Eisenbahn Boston - Washington ist dieEINZIGE ELEKTRIFIZIERTE Fernbahn in den USA. Sämtliche anderen Fernbahnen in den USA fahren mit Diesel.
Nachdem die Demokraten die Fernbahn Los Angeles - San Francisco abgesagt haben, kannst du sowieso alles vergessen.
Ohne politischen Deal läuft in den USA nichts. Alles andere ist Selbstbetrug.
Ich sage aber auch: Es ist Sache der Amerikaner, wie sie die Politik in ihrem Land organisieren und was für Politik sie machen. Wir haben uns da gefälligst rauszuhalten.
„Da haben wir uns rauszuhalten!“
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 18.03.2019, 14:35 (vor 2642 Tagen) @ ThomasK
Das haben wir nicht. Wir haben nur diesen einen Planeten, daher müssen wir schauen, wo wir besser / effizienter sind und wo andere besser sind. Und die besten Prozesse/Ideen werden dann adaptiert. So MÜSSTE es laufen. Aber das klappt ja noch nicht einmal in ...
US: Pikes Peak = Autorennen.
Aphex Twin, Montag, 18.03.2019, 15:19 (vor 2642 Tagen) @ ThomasK
Ich habe mal nachgerechnet. Der Pikes Peak in Colorado ist mit 4303 m höher als der höchste Berg des Berner Oberland, das Finsteraarhorn, denn das ist "nur" 4274 m hoch:
Und jetzt baust du da einmal eine Straße hoch. Die Bergkuppe wird selbstverständlich weggesprengt, denn man benötigt Platz für einen Riesenparkplatz.
Selbst wenn man mit Brachialgewalt vom Talort Grindelwald aus eine voll ausgebaute Straße auf die Spitze des Finsteraarhorns bauen würde, bräuchte der Autofahrer mindestens eine Stunde, um mit seinem voll motorisierten SUV-Dreckskarren da hoch zu fahren. Realistisch wären aber für den Durchschnittsautofahrer eher 75 Minuten.
Wenn man eine Seilbahn da hoch bauen würde, dann würde man aufgrund der berüchtigten starken Stürme am Finsteraarhorn wahrscheinlich keine Luftseilbahn bauen, sondern eher eine unterirdische Standseilbahn nach dem Vorbild des Pitztals.
Die Standseilbahn würde ca. 17 Minuten brauchen, um die Leute vom Talort Grindelwald (1034 m) bis auf das Finsteraarhorn (4274 m) zu bringen. Da käme so mancher Flachlandtiroler mit seinem degenerierten Körper eh schon an seine medizinische Belastungsgrenze.
Auf dem Pikes Peak wäre eine 3S-Bahn aber einer Standseilbahn vorzuziehen. Die Felsformationen dort sind für eine 3S-Bahn unproblematisch. Wahrscheinlich käme man mit 9 - 10 Stützen aus. Von der Talstation würde ich einen 20-Minuten-Takt mit Bussen zum Talort Colorado Springs anbieten.
In den Rockies liegt aber vieles schon einmal höher. Mit Colorado Springs liegt eine 500'000-Einwohner Stadt auf 1800 m, während Grindelwald Grund (von wo die Bergbahnen aus starten) auf rund 940 m Höhe liegt.
US: Pikes Peak = Autorennen.
ThomasK, Montag, 18.03.2019, 23:10 (vor 2642 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von ThomasK, Montag, 18.03.2019, 23:11
In den Rockies liegt aber vieles schon einmal höher. Mit Colorado Springs liegt eine 500'000-Einwohner Stadt auf 1800 m, während Grindelwald Grund (von wo die Bergbahnen aus starten) auf rund 940 m Höhe liegt.
Das ist völlig richtig, was du sagst.
Ausgangspunkt war eigentlich, dass in 4,3 km Höhe der mittlere normale Luftdruck nach der barometrischen Höhenformel 1013,25 * 0,88237 ^ 4,3 = 591 hPa ist. Bei schlechtem Wetter liegt er sogar bei 565 hPa. Das bedeutet einen deutlichen Effizienzverlust für Verbrennungsmotoren.
Ich habe einen Amerikaner gefragt, was sein SUV-Karren denn für diese Gebirgsfahrten benötigt. Er sagte mir, dass er durchschnittlich mit einer Gallone 10 Meilen fahren könnte und der Preis von 3,30 $ für eine Gallone eine Riesenfrechheit sei.
Wie ich schon schrieb, bringt das alles nichts, da großartig zu diskutieren. Ich war in den USA zu Gast, also habe ich meine Klappe gehalten. Fertig.
In USA ist Sprit recht billig.
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 18.03.2019, 23:24 (vor 2642 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 18.03.2019, 23:24
Bei uns kostet die Gallone etwa 5 Euro, umgerechnet also etwa 5,65 US-Dollar (beim aktuellen Wechselkurs). Fast das Doppelte.
In USA ist Sprit recht billig.
ThomasK, Dienstag, 19.03.2019, 00:23 (vor 2642 Tagen) @ ICETreffErfurt
Bei uns kostet die Gallone etwa 5 Euro, umgerechnet also etwa 5,65 US-Dollar (beim aktuellen Wechselkurs). Fast das Doppelte.
Ja, aber wenn er sagt, dass er mit einer Gallone nur 10 Meilen fahren kann, dann wird der Preisvorteil durch den hohen Verbrauch wieder überkompensiert.
Aber Benzin zu sparen, fällt den meisten Amerikanern nicht im Traum ein.
Überhaupt haben die Amerikaner immer so völlig ineffiziente und krude Maßeinheiten. Die Geschwindigkeiten der Seilbahnen geben die Amerikaner in feet / minute an.
Völlig gaga so etwas.
OK, ich würde mir auch wünschen, dass sich in Europa die Eisenbahner ein Vorbild an den Seilbahnern nähmen und die Geschwindigkeit AUSSCHLIESSLICH in der SI-Einheit m/s angeben, aber zum Glück hält sich bei uns die Ineffizienz noch in Grenzen.
SI ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.03.2019, 00:53 (vor 2642 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 19.03.2019, 00:53
Wenn man die groben Umrechnungsfaktoren kennt, sind die angloamerikanischen / britischen Maßeinheiten gar nicht so schlimm.
Sie orientieren sich halt an menschlichen Körperteilen oder natürlichen Maßen.
Das metrische System ist ja total willkürlich gewählt ohne jeden festen Bezug in der Natur, abgesehen vielleicht von der Temperatur.
SI ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Aphex Twin, Dienstag, 19.03.2019, 08:55 (vor 2641 Tagen) @ ICETreffErfurt
Wenn man die groben Umrechnungsfaktoren kennt, sind die angloamerikanischen / britischen Maßeinheiten gar nicht so schlimm.
Sie orientieren sich halt an menschlichen Körperteilen oder natürlichen Maßen.
Das metrische System ist ja total willkürlich gewählt ohne jeden festen Bezug in der Natur, abgesehen vielleicht von der Temperatur.
Wenn ein Zoll einen Daumenbreit sein soll, dann ist ein Zentimeter die Breite des kleinen Fingers.
Wenn ein Fuss die Länge eines Fusses sein soll, dann ist ein Meter ungefähr die Hälfte meiner Körpergrösse (oder meine Schrittlänge).
Abgesehen von der Namensgebung eines Fusses sehe ich Null praktischen Nutzen des Angloamerikanischen Systems.
SI ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.03.2019, 14:31 (vor 2641 Tagen) @ Aphex Twin
Ich habe nicht gesagt, dass ich es bei uns haben will. Ich finde es nur nicht ganz so schlimm wie hier dargestellt.
Einzig Grad Fahrenheit finde ich ein wenig albern.
SI ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Aphex Twin, Mittwoch, 20.03.2019, 11:58 (vor 2640 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich habe nicht gesagt, dass ich es bei uns haben will. Ich finde es nur nicht ganz so schlimm wie hier dargestellt.
Einzig Grad Fahrenheit finde ich ein wenig albern.
Mir ist egal wie groß die Grundeinheit ist, mir ist egal was für einen Namen sie hat. Aber bitte benutzt ein 10er-basiertes System und — was den meisten Leuten weniger bewusst ist — ein in sich konsistentes System. Ein Beispiel für das wäre das Joule welches genau ein kg*m^2/s^2 ist, während eine Kalorie 0,239 kg*m^2/s^2 ist.
SI ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
ThomasK, Dienstag, 19.03.2019, 10:23 (vor 2641 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von ThomasK, Dienstag, 19.03.2019, 10:24
Wenn man die groben Umrechnungsfaktoren kennt, sind die angloamerikanischen / britischen Maßeinheiten gar nicht so schlimm.
Sie orientieren sich halt an menschlichen Körperteilen oder natürlichen Maßen.
Das metrische System ist ja total willkürlich gewählt ohne jeden festen Bezug in der Natur, abgesehen vielleicht von der Temperatur.
Die ganze Welt rechnet in Metern. Da braucht die USA keine Extrawurst. Das geschieht es ihnen völlig recht, wenn ihnen die Marssonde abgestürzt ist, weil ein Softwareentwickler die Daten in Fuß und der andere in Meter eingegeben hat.
Australien hat es innerhalb von 10 Jahren geschafft, die gesamte Verwaltung, das gesamte öffentliche Leben komplett alles auf Meter umzustellen. Warum nicht die USA?
Abgesehen davon ist, auch wenn man sich vor 250 Jahren an der 7. Stelle hinter dem Komma verrechnet hat, die Definition, dass das Meter der 10 Millionste Abstand des Nordpols vom Äquator ist, bei weitem objektiver als Fuß, weil jeder einen unterschiedlich großen Fuß hat.
Und das Dezimalsystem ist bei weitem praktischer als unterschiedliche numerische Konstanten.
Zwar wäre es bei weitem einfacher gewesen, konsequent alles im Duodezimalsystem zu rechnen, da 3 als Teiler bei weitem wichtiger ist als 5 und dadurch, dass 2 im Quadrat in 12 enthalten ist, sich mit der Vielzahl als Teiler sehr elegant rechnen lässt, aber weil wir 10 Finger haben, ist das Dezimalsystem nun weltweit Standard.
Zudem sind auch die US-Bezeichnungen teilweise völlig falsch. Die Briten haben vor ca. 300 Jahren eine Billion als Million ^ 2 festgelegt, da (10^6)^2 = 10^12 ist. Da die Amerikaner ihre Unabhängigkeit von Großbritannien demonstrieren wollten, haben sie absichtlich eine Billion falsch als 10^9 definiert.
Deutschland würde sich völlig lächerlich machen, wenn es nun versucht, diesen Falschdefinionen hinterherzulaufen. Eine Billion bleibt 10^12 wegen (10^6)^2 und eine Trillion bleibt 10^18 wegen (10^6)^3. Fertig. Das ist Stoff der 9. oder 10. Klasse.
OK, ein paar charakterlose Pfeifen laufen jetzt auch den Amerikanern in diesem Punkt hinterher, aber zum Glück bleiben die meisten standhaft und lassen die Amerikaner mit ihren Falschdefinitionen voll auflaufen.
SI ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.03.2019, 14:31 (vor 2641 Tagen) @ ThomasK
In Europa ist Treibstoff recht teuer.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 19.03.2019, 10:45 (vor 2641 Tagen) @ ThomasK
ICETreffErfurt:
Bei uns kostet die Gallone etwa 5 Euro, umgerechnet also etwa 5,65 US-Dollar (beim aktuellen Wechselkurs). Fast das Doppelte.
"Billig" und "teuer" sind relative Begriffe, denn ich kann auch sagen, dass unser Treibstoff recht teuer sei. Oder, wie die Autofahrergemeinde hier behauptet, absichtlich teuer gemacht wird (mehr als die Hälfte des Treibstoffpreises ist Steuer = 42,7% Treibstoffsteuer und 21% Mehrwertsteuer).
Der NL-Staat verdient also ordentlich an die Autofahrer. Wie hoch ist diese Quote in Deutschland?
ThomasK:
Ja, aber wenn er sagt, dass er mit einer Gallone nur 10 Meilen fahren kann, dann wird der Preisvorteil durch den hohen Verbrauch wieder überkompensiert.
Aber Benzin zu sparen, fällt den meisten Amerikanern nicht im Traum ein.
Frage ist nun: produzieren die USA ihre Treibstoffe selber oder importieren sie diese aus dem Nahosten?
Wenn die Quelle dieselbe ist, dann liegt es nur an unterschiedliche Besteuerung.
Überhaupt haben die Amerikaner immer so völlig ineffiziente und krude Maßeinheiten.
Diese wurden vom United Kingdom "geliehen".
Ohne Meilen kein InterCity 125 (dafür dann aber der High Speed Train).
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
In Europa ist Treibstoff recht teuer.
heinz11, Dienstag, 19.03.2019, 10:53 (vor 2641 Tagen) @ Oscar (NL)
ICETreffErfurt:
Bei uns kostet die Gallone etwa 5 Euro, umgerechnet also etwa 5,65 US-Dollar (beim aktuellen Wechselkurs). Fast das Doppelte.
"Billig" und "teuer" sind relative Begriffe, denn ich kann auch sagen, dass unser Treibstoff recht teuer sei. Oder, wie die Autofahrergemeinde hier behauptet, absichtlich teuer gemacht wird (mehr als die Hälfte des Treibstoffpreises ist Steuer = 42,7% Treibstoffsteuer und 21% Mehrwertsteuer).
Der NL-Staat verdient also ordentlich an die Autofahrer. Wie hoch ist diese Quote in Deutschland?
In Summe (also incl. MwSt) sind es beim Benzinpreis 65% und beim Dieselpreis 59 %, die sich der deutsche Staat in die Tasche steckt.
![[image]](https://www.travelchinaguide.com/images/map/train/high-speed-railway.jpg)