Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit (Allgemeines Forum)
ICE-T-Fan, Donnerstag, 18.02.2010, 17:03 (vor 6001 Tagen)
Da ich nun seit etwa einem Jahr neben dem ICE-Treff auch im Bahnerforum aktiv bin, auch wenn sich dieses Forum primär an Eisenbahn-Mitarbeiter aller EVU und EIU richtet, habe ich dort heute etwas zu lesen bekommen, was mir ziemlich sauer werden lässt.
Ein langjähriges Mitglied in diesem Forum, dessen Beiträge ich auch immer wieder gerne gelesen habe und die ich lesenswert fand, ist nun aus diesem Forum ausgestiegen.
Der Grund war (was man zwischen den Zeilen deutlich heraus lesen konnte), dass derjenigen Person nahe gelegt wurde, sich zwischen seinem Beruf und der Mitgliedschaft in diesem Forum zu entscheiden.
Da mir meine Mitgliedschaft nun beruflich zum Nachteil geworden ist...
Soweit sind wir also schon gekommen, dass wir uns zwischen Meinungsfreiheit und beruflicher Sicherheit entscheiden müssen.
Ich bin jedenfalls stinke sauer auf den entsprechenden Vorgesetzten beim entsprechenden EVU.
So, das musste ich auch hier mal loswerden, da ich innerlich ziemlich schockiert und ärgerlich bin... zumal es ja auch einige Mitglieder unseres Forums jederzeit treffen kann.
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 18.02.2010, 17:13 (vor 6001 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hallo,
Da mir meine Mitgliedschaft nun beruflich zum Nachteil geworden ist...
Soweit sind wir also schon gekommen, dass wir uns zwischen Meinungsfreiheit und beruflicher Sicherheit entscheiden müssen.
es dürfte wohl eher um die Beiträge bzw. die Art der Beiträge gehen als um die Mitgliedschaft.
Ich bin jedenfalls stinke sauer auf den entsprechenden Vorgesetzten beim entsprechenden EVU.
Es dürfte wohl kaum an den Entscheidungen der jeweiligen Vorgesetzten liegen als vielmehr an der Unternehmenskultur. Bei entsprechender Unternehmenskultur kann auch ein Vorgesetzter manchmal nicht anders entscheiden. Allerdings ist immer noch die Frage, ob er selbst mitliest oder ob da Denunzianten unterwegs sind. Wenn kleine Lächerlichkeiten zum Betriebsgeheimnis erklärt werden, so produziert man natürlich selbst die Verstöße.
So, das musste ich auch hier mal loswerden, da ich innerlich ziemlich schockiert und ärgerlich bin... zumal es ja auch einige Mitglieder unseres Forums jederzeit treffen kann.
Niemand ist hier verpflichtet unter seinem Realnamen zu schreiben oder Mailadressen zu veröffentlichen, die Rückschluss auf seine Person zulassen und wir geben als Betreiber keine Daten weiter. Das ist SICHER.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Internet-Identität
ICE-T-Fan, Donnerstag, 18.02.2010, 17:46 (vor 6001 Tagen) @ Holger_HAM
Niemand ist hier verpflichtet unter seinem Realnamen zu schreiben oder Mailadressen zu veröffentlichen, die Rückschluss auf seine Person zulassen und wir geben als Betreiber keine Daten weiter. Das ist SICHER.
Man kann alleine schon aufgrund von Inhalt und Beitragsdatum/-zeit auf einen bestimmten Personenkreis schlussfolgern, dafür braucht man nicht die Realdaten der Person aus dem Internet.
Außerdem reichen ja auch Denunzianten aus, die die persönlichen Daten des entsprechenden Users kennen, vielleicht weil sie ihn beim Beitragsschreiben beobachtet haben.
Es kann meiner Meinung einfach nicht angehen, wenn Unternehmen Druck auf Mitarbeitet machen, damit diese sich nicht in öffentlichen Interessengemeinschaften solidarisieren. Das ist doch der eigentliche Knackpunkt.
Und da spielt der Inhalt der Beiträge auch keine große Rolle, da man heutzutage aus jeder Kleinigkeit einen Strick drehen kann, wie du selbst in deiner Antwort festgestellt hast. Kleinigkeiten, offene Geheimnisse und irgendwelche Nebensächlichkeiten werden da über Nacht zu verbotenen Interna. Und der Mitarbeitet kann sich nicht wehren, da er nicht beweisen kann, dass er keine Interna veröffentlicht hat.
Mir stößt das alles ziemlich sauer auf, dass es prinzipiell jeden treffen kann.
Dieser Thread ist nur meine Art Protest darüber auszudrücken.
Existenzfrage für das oberste Management
GUM, Donnerstag, 18.02.2010, 19:12 (vor 6001 Tagen) @ ICE-T-Fan
Es kann meiner Meinung einfach nicht angehen, wenn Unternehmen Druck auf Mitarbeitet machen, damit diese sich nicht in öffentlichen Interessengemeinschaften solidarisieren. Das ist doch der eigentliche Knackpunkt.
Der eigentliche Knackpunkt ist die Existenzfrage für das oberste Management. Deren Gehälter inkl. der als notwendig erachteten Ausgaben für die Selbstinszenierung (sh. später) müssen vom Unternehmen koste es, ws es wolle verdient werden.
Es ist schlichtweg für Hr. Grube und Konsorten eine Existenzfrage für den eigenen Status und das eigene Wohlergehen, dass die Öffentlichkeit die von oben verkündete Strategie "schluckt".
Sparen wo es nur geht, Leistungen für die Fahrgäste kürzen und verschlechtern (sh. ICE 1 Platzzahlerhöhung, sog. Redesign/neue niedrigere komfortable Züge München-Ausgburg oder auch Regioquiiiiiietsch-Züge) sowie das Ausquetschen des Unternehmens. Dies hat ja nach historischer Bilanzregelung gewisse Vermögenswerte zu (damaligen) Herstell- und Kaufkosten bilanziert. Jetzt kann man (still und leise) oder laut und dröhnend wie bei Stuttgart 21 diese Grundstücke STück für Stück verjubeln.
Und siehe da: Ein Rekordgewinn jagt den nächsten. Dass diese nicht aus höherer Verlehrsleistung resultiert oder höherem Kundennutzen, wen interessiert's ? Und wird Mehdorn abgelöst, dann kommt: ja mehr vom Gleichen in anderem Gewand.
Jenseits jeglicher Mindestlohn- und Gerechtigkeitsdebatte haben sich alle ähnlich organisierten Unternehmen vom Markt und den Menschen entfernt, auch durch das "Streichen" der mittleren Führungsebenen, die vom Geschäft und den Menschen etwas verstanden.
Man kann ja das Gehalt eines Vorstandsmitgliedes dem Geschäftsbericht entnehmen und einmal umrechnen, wie viele Ingenieursstunden man bei Tariflohn dafür bekommt. Erstaunliche Zahlen.
Und so kommt es dann, dass man:
+ gleichzeitig Print- und Funkwerbung schaltet, obwohl kein Geld da ist, eine angemessen große Flotte auch nur instandzuhalten
+ die Journalisten jeden Blödsinn abschreiben (müssen), denn die Bahn ist ja ein großer Kunde. Den Vogel hierzu hat die Süddeutsche Zeitung kürzlich abegchossen in Bezug auf den Lok-Vorschlepp der ICE T-Züge: Die Lok wird nur benötigt, weil die Oberleitung zuwenig Strom herbringt (!!!)
+ in dieser Art Unternehmen kein ordentliches Management im betriebswirtschaftlichen Sinne mehr arbeitet. Sowohl Erst- als auch höhere Semester kennen die Formel Gewinn = Umsatz - Kosten und deren Stellgrößen. Hier wird aber fast nur an Kosten gearbeitet.
Wollte ich mal als Kunde und Bahnfan loswerden. Bitte um Verständnis, dies ist kein "Bahn-bashing" sondern eher ein "Funktionärs-Bashing". Dieses Posting ist auch diametral entgegengesetzt zur verzerrten Umweltwahrnehmung von Guido Westerwelle ! Denn "spätrömische Dekadenz" ist ausschließlich (!) im Vorstand solcher Unternehmen zufinden.
Dass diese Strategie nicht auffliegt, wird zur Existenzfrage der Vorstandsebene.
Deshalb auch Repressalien, die der Meinungsfreiheit entgegenstehen !
Kommentare (auch bissige) zu meiner Meinung ausdrücklich erwünscht.
Identität richtig verschleiern!
Manitou, Donnerstag, 18.02.2010, 23:50 (vor 6001 Tagen) @ GUM
Ich habe 4 Mail-Adressen, die ich von meinem PC aus nutze:
- Eine unter echten Namen für normale Mails (Bewerbungen, Kontakt mit Bekannten)
- Je ein Pseusonym für
- Eisenbahn- und andere Verkehrsforen
- Politische Foren (z.B. bei Zeitschriften-, Partei- und Gewerkschaftswebseiten)
- und noch eine für ein weiteres Hobby-Gebiet
Darüber hinaus errichte ich temporäre Accounts, die ich von öffenlichen Zugängen nutze, wenn ein Thema besonders "heiß" ist.
So dürfte es kaum möglich sein, alles was ich im Internet tue, mir persönlich zuzuordnen.
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
BenjaRa, Donnerstag, 18.02.2010, 23:59 (vor 6001 Tagen) @ Manitou
verschiedene Mailadressen werden da wohl kaum ausreichen.
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
Steffen, Freitag, 19.02.2010, 00:05 (vor 6001 Tagen) @ BenjaRa
IP-Adressen sind doch nicht eindeutig?!
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 19.02.2010, 00:32 (vor 6001 Tagen) @ Steffen
IP-Adressen sind doch nicht eindeutig?!
Doch, in Verbindung mit der zeitlichen Komponente schon.
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
Steffen, Freitag, 19.02.2010, 00:36 (vor 6001 Tagen) @ Fabian318
IP-Adressen sind doch nicht eindeutig?!
Doch, in Verbindung mit der zeitlichen Komponente schon.
Ok. Dazu muss man aber die Daten beim Provider erschnüffeln.
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
mausgalaxy99, Freitag, 19.02.2010, 07:38 (vor 6001 Tagen) @ Steffen
In wie fern es für die DB AG schwierig ist diesen Zusammenhang zu erschnüffeln weiß ich nicht. Aber hätten sie mal Arcor behalten, hätten sie zumindestens dort direkten Zugriff gehabt. *grins*
Aber durch die Vorratsdatenspeicherung ist ja jeder Nutzer von neuen Medien automatisch für 6 Monate ein Verbrecher. Denn nur bei Verbrechern werden ja Daten gesammelt. ;) Somit ist es wohl nicht all zu schwierig Zusammenhänge zu finden.
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
JanKrohn, Vaals (NL), Freitag, 19.02.2010, 08:33 (vor 6000 Tagen) @ Steffen
IP-Adressen sind doch nicht eindeutig?!
Noch nicht. IPv6 soll doch soweit ich weiß statisch werden.
Jan
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
ICE 79, Freitag, 19.02.2010, 08:36 (vor 6000 Tagen) @ BenjaRa
da gibt es auch Möglichkeiten. Einfachste ist ein Proxy irgendwo, oder auch via SSL-VPN Link :D
ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
bahn-user, Freitag, 19.02.2010, 08:43 (vor 6000 Tagen) @ ICE 79
da gibt es auch Möglichkeiten. Einfachste ist ein Proxy irgendwo, oder auch via SSL-VPN Link :D
Und am besten noch verschiedene Browser nutzen, denn deren Daten hinterlassen auch eine Art von Fingerabdruck.
EFF hat dazu eine Webseite: https://panopticlick.eff.org/
Höchste Sicherheitsstufe
Manitou, Samstag, 20.02.2010, 08:02 (vor 6000 Tagen) @ bahn-user
Und als höchste Sicherheitsstufe kann man auch ein Internetcafe bzw. ein öffentliches WLAN nutzen (natürlich mit anderen E-Mail-Adressen und Foren-Accounts), denn da kann man genau wie bei einer Telefonzelle den Zugang niemals einer konkreten Person zuordnen.
IP-Adressen kann man auch verschleiern.
liebe70, Freitag, 19.02.2010, 09:38 (vor 6000 Tagen) @ BenjaRa
Dazu gibt es solch schöne Programme wie das von torproject.org. In Verbindung mit Wegwerf-Mailadressen kann man seine Identität recht gut im Internet verbergen. Außerdem sollte man sich mit der allzu freizügigen Angabe von persönlichen Daten auf Plattformen wie facebook & Co. zurückhalten.
Gruß, Ralf
OT ehm...und was ist beispielsweise mit deiner IP Adresse???
BenjaRa, Freitag, 19.02.2010, 13:24 (vor 6000 Tagen) @ BenjaRa
bearbeitet von BenjaRa, Freitag, 19.02.2010, 13:25
verschiedene Mailadressen werden da wohl kaum ausreichen.
In diesem Zusammenhang (Datenschutz/Internetidentität) auch ganz interessant ist folgender Artikel:
http://www.faz.net/s/Rub2F3F4B59BC1F4E6F8AD8A246962CEBCD/Doc~E612B5C2877B94793B22C47227...
Existenzfrage für das oberste Management
sappiosa, Freitag, 19.02.2010, 08:31 (vor 6000 Tagen) @ GUM
Hallo GUM,
Kommentare (auch bissige) zu meiner Meinung ausdrücklich erwünscht.
Tja - was soll man auf solch einen Wust an Stammtisch-Gewäsch denn erwidern?
Vielleicht: Ist gut, dass wir mal drüber gesprochen haben.
Ansonsten fällt mir Heinrich Heine ein:
"Der Knecht singt gern ein Freiheitslied
Des Abends in der Schenke;
Das fördert die Verdauungskraft
Und würzet die Getränke."
Nichts für ungut und schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Nichts für ungut und Augen auf
GUM, Freitag, 19.02.2010, 21:18 (vor 6000 Tagen) @ sappiosa
Tja - was soll man auf solch einen Wust an Stammtisch-Gewäsch denn erwidern?
Vielleicht: Ist gut, dass wir mal drüber gesprochen haben.
Leider kein Stammtisch-Gewäsch sondern Realität.
Würde gerne mal mindestens eine Leistung des neuen Bahnchefs laut Deiner Wahrnehmung lesen.
Abwiegeln alleine hilft nicht, trotz NRW-Wahl. Bei einem "Weiter so" verleugnen wir die Freiheitlich-demokratische Grundordnung und das, was unser Land erst hat wachsen lassen.
Augen auf für die Realität.
Nichts für ungut und Augen auf
sappiosa, Samstag, 20.02.2010, 12:11 (vor 5999 Tagen) @ GUM
Hi GUM,
Würde gerne mal mindestens eine Leistung des neuen Bahnchefs laut Deiner Wahrnehmung lesen.
An Grube kann man einiges kritisieren. Aber Kritik ist etwas anderes als "die da oben sind doch alle unfähig", und erst recht als "die halten uns bewusst dumm, damit wir ihre profitgeilen Intrigen nicht durchkreuzen".
Bei einem "Weiter so" verleugnen wir die Freiheitlich-demokratische Grundordnung und das, was unser Land erst hat wachsen lassen.
Was tust Du denn konkret gegen ein "Weiter so"?
Im übrigen gibt es zwischen "Weiter so" und "ist doch alles Scheiße" Grautöne.
Augen auf für die Realität.
Ich dachte, Du wolltest eine bissige Antwort haben. *fg*
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
fabs, Braunschweig, Donnerstag, 18.02.2010, 17:50 (vor 6001 Tagen) @ ICE-T-Fan
Moin!
Wenn meinem Arbeitgeber nicht passt, was ich hier schreibe, melde ich die Domain einfach ab und dann ist ruhe ;-)
Scherz bei Seite: Zumindest meine Disponennten wissen um dieses Forum - und lesen gelegntlich auch darin. Merkt man, wenn ein - mehr oder weniger Schlauer Seitenhieb a la "Ich hab da mal irgendwo gelesen, daß ..." und dann folgt ein 1:1 Zitat von einem meiner Beiträge. Die nehmen das Ganze aber sehr locker. (Schöne Grüße an dieser Stelle an S. K. *gg*).
Weiterhin weiß ich von mindestens einem User hier, daß er bei einem EVU in einer höheren Stellung arbeitet.
Zurück zum Thema:
Bin ich eigentlich der einzige, dem dabei gewisse Parallelen zu unserem Vorgängerforum auffallen?"Dummer Weise" war der betreffende kein normaler User, sondern der Administrator.
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
Tommyboy, OWL, Donnerstag, 18.02.2010, 18:02 (vor 6001 Tagen) @ fabs
Bin ich eigentlich der einzige, dem dabei gewisse Parallelen zu unserem Vorgängerforum auffallen?"Dummer Weise" war der betreffende kein normaler User, sondern der Administrator.
Hallo,
ist es eigentlich ein Geheimnis, was der Grund war, weshalb die fanpage schließen musste? War es so, dass dem Admin mit beruflichen Schwierigkeiten gedroht wurde, wenn er als Mitarbeiter eine Plattform betreibt, auf der Kritik am Unternehmen geäußert wird? Die Schließung kam ja sehr plötzlich, drastisch und ging mit der Löschung aller Beiträge einher...
Andererseits, wenn man sich mal das aktuelle Schwarzbuch Bahn durchliest überrascht so etwas nicht mehr. Auch ein Zub beschrieb hier im Forum (oder war's doch woanders?), dass ein Treffen "zum Tee" beim Vorgesetzten durchaus mal vorkommen kann und scheint vorsichtiger geworden zu sein mit den Beiträgen, insbesondere, was interne Weisungen zu Fahrscheinen, Tarifen und Umsatzzielen angebelangt.
Gruß,
Tommyboy
--
Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)
Geschichte...
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 18.02.2010, 18:21 (vor 6001 Tagen) @ Tommyboy
Hallo,
ist es eigentlich ein Geheimnis, was der Grund war, weshalb die fanpage schließen musste?
ehrliche Antwort von mir: Keine Ahnung! Zum früheren Webmaster der ice-fanpage habe ich keinen Kontakt. Falls ich ihn dann doch mal treffen würde, so würde ich mich mit ihm ganz normal unterhalten und mich über vieles unterhalten, jedoch nicht darüber. Für mich ist die Sache abgehakt und rückblickend betrachtet ein nötiger Umbruch gewesen. Es ist wie bei vielen Projekten. Am Anfang steht ein Gedanke und ein "Anschieber" und irgendwann muss für die Beständigkeit ein Umbruch erfolgen. Das ist in vielen Vereinen so und das, was wir hier erlebt haben, ist ein solcher Umbruch.
Der beste Gedanke mit Blick auf das alte Forum war es zu gründen, der zweitbeste Gedanke es zu schließen und somit den Neustart anzuschieben. Ohne das alte Forum wären wir nicht hier. Mit dem alten Forum gäbe es uns aber auch nicht.
Am Ende war es gut, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist.
Ich vermute, dass es meine Moderatorenkollegen so ähnlich sehen.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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Fällt mir auch auf
GUM, Donnerstag, 18.02.2010, 19:15 (vor 6001 Tagen) @ fabs
Zurück zum Thema:
Bin ich eigentlich der einzige, dem dabei gewisse Parallelen zu unserem Vorgängerforum auffallen?"Dummer Weise" war der betreffende kein normaler User, sondern der Administrator.Viele Grüße
fabs
Leider arbeite ich nicht bei der Bahn oder einem EVU, kenne aber Parallelentwicklungen.
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
liebe70, Donnerstag, 18.02.2010, 18:43 (vor 6001 Tagen) @ ICE-T-Fan
Da ich nun seit etwa einem Jahr neben dem ICE-Treff auch im Bahnerforum aktiv bin, auch wenn sich dieses Forum primär an Eisenbahn-Mitarbeiter aller EVU und EIU richtet, habe ich dort heute etwas zu lesen bekommen, was mir ziemlich sauer werden lässt.
Ein langjähriges Mitglied in diesem Forum, dessen Beiträge ich auch immer wieder gerne gelesen habe und die ich lesenswert fand, ist nun aus diesem Forum ausgestiegen. (...)
Soweit sind wir also schon gekommen, dass wir uns zwischen Meinungsfreiheit und beruflicher Sicherheit entscheiden müssen.
Das war leider schon immer so. Im Zeitalter der modernen Kommunikation wird es immer schwieriger, sich zu verstecken. Aus diesem Grund werden brisante Themen auch gar nicht mehr veröffentlicht, sondern nur noch per Mailingliste verteilt. Da hineinzukommen ist verständlicherweise ziemlich schwierig. Mögliche Kritik egal welcher Art ist auch nur noch über Umwege möglich, falls überhaupt.
So, das musste ich auch hier mal loswerden, da ich innerlich ziemlich schockiert und ärgerlich bin... zumal es ja auch einige Mitglieder unseres Forums jederzeit treffen kann.
Die fraglichen User sind auch aus diesem Grund nicht per Mail zu erreichen. Ebenso werden bestimmte Themen nicht oder nur sehr vage beantwortet.
Gruß, Ralf
Ein herrliches Weltuntergangsszenario!
Blaschke, Donnerstag, 18.02.2010, 19:49 (vor 6001 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hallo!
Ja, so ist das heutzutage...
Das schöne ist nur: Das wird nicht funktionieren! Wenn die Plüschetagen meinen, dass sie damit den Informationsfluß unter Kontrolle behalten, dann ist das ein Riesenirrtum. Kurzfristig und mittelfristig mag das funktionieren - langfristig niemals. Ganz im Gegenteil. Informationen sind erst dann reizvoll, wenn sie "verboten" sind.
Und was noch schöner ist: Je wilder sie es oben treiben, desto eher geht das ganze System den Bach runter. Deswegen habe ich nichts gegen den zunehmenden Datenspeicherungswahn. Sollen sie alles speichern, aufschreiben, auswerten. Da haben wir bald Vollbeschäftigung: Die eine Hälfte des Volkes überwacht die andere. Und im folgenden Monat wird dann getauscht.
Dass der ganze Wahn den Untergang nicht aufhält, müßten gerade wir Deutschen doch eigentlich noch gut in Erinnerung haben.
Ist aber auch nicht tragisch das Ganze; bislang ist noch JEDES System, welches vor uns auf der Welt war, irgendwann abgesoffen (einzige Ausnahme vielleicht: Die katholische Kirche; aber soooo lange gibbet die ja auch noch nicht...) Das ist der natürliche Lauf der Dinge; darüber kann man sich aufregen (was ich früher tat) oder es lassen (was ich heute tue), ändern wird es sich nicht, weil es eines der Naturgesetze ist.
Wann das Ganze untergeht, weiß ich natürlich auch nicht. Kann in 5 Jahren sein, kann auch in 50 sein oder erst in 150.
Bis dahin muss man das Beste draus machen - und jeder muss selbst entscheiden, was ihm wichtig ist.
1.) Spüre die Welt
2.) Tue was Du willst
3.) ZAHLE DEN PREIS!
Punkt 3 wird immer vergessen. Wenn mir - aus durchaus verständlichen Gründen - der Job wichtig ist, dann kann ich nicht im Forum schreiben. Wenn mir das Forum wichtiger ist, dann habe ich im Job vielleicht Probleme - übrigens kein theoretisches Geschwafel: Eine Bewerbung bei der besten aller Privatbahnen scheiterte [mittlerweile sage ich: zum Glück!] auch aufgrund von Äußerungen bei DS-O. Und da ein Mitarbeiter dort meine BR-Tätigkeiten in meinem damaligen Job kannte. Ja mei, dann nehmen's mich halt net - deswegen dreht sich die Welt trotzdem weiter. Und ich kann in Ruhe weiterschreiben... ;-)
Meinungsfreiheit - gibt's doch schon lange nicht mehr. Nur landet man hier nicht im Zuchthaus oder auf dem Schafott, sondern hier läuft das viel subtiler ab. Aber wie geschrieben: Laß sie da oben mal machen...
Am meisten straft man sie übrigens, indem man sie so weit wie möglich IGNORIERT!!! Wenn niemand mehr die Tagesschau gucken würde, niemand mehr Polit"shows" und -"magazine", wenn niemand mehr wählt, wenn JEDEM das Gemeinwohl egal ist ==> dann bricht das System mir nichts dir nichts umgehend zusammen.
Viele haben das übrigens schon längst erkannt - nicht umsonst steigt die Zahl der Auswanderer. DDR = Der doofe Rest - bald auch bei uns. Allerdings ist das Auswandern genau so ein Humbug - weil es woanders nicht besser ist...
Bis dahin laßt uns das genießen, was wir noch haben. Anstatt so oft in Zoff untereinander auszubrechen und in Neid und Mißgunst. Wenn man mit der Bahn mit EINEM Fahrschein für 39 Euro von Hengelo über Kiel (!) nach Basel fahren kann, dann soll man's auch tun. Und möglichst dem, der es zuerst macht, nachmachen. Und ihn nicht ob seiner "Kreativität" beschimpfen. Wenn die Plüschetage besch... werden will, dann soll man ihr auch den Gefallen tun ;-). Sozusagen als "Gegenwehr" dafür, dass man nix zu melden hat.
Oder wie ich es grad erlebe: Da werden die teuren Leute rausgeworfen (bzw. ihnen wird die Arbeit weggenommen). Dafür stellt man billige Leute ein (wovon ich grad profitiere). Allerdings braucht man dann zusätzlich neue teure Leute, die die billigen Leute überwachen. Ist das nicht herrlich? Man könnte ja gleich teure Leute beschäftigen, die dank gutem Lohn auch gute Arbeit machen und sich die Kontrolle und die Überwachung ersparen - aber das wäre ja viel zu einfach. Also machen wir es kompliziert und so haben viel mehr Leute Arbeit.
Sodele, das war jetzt mal wieder ein Hammer! Aber heutzutage muss es ja drastisch sein, wenn man was bezwecken will... ;-))))
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Ein herrliches Weltuntergangsszenario!
Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 10:07 (vor 6000 Tagen) @ Blaschke
Wenn mir das Forum wichtiger ist, dann habe ich im Job vielleicht Probleme - übrigens kein theoretisches Geschwafel: Eine Bewerbung bei der besten aller Privatbahnen scheiterte [mittlerweile sage ich: zum Glück!] auch aufgrund von Äußerungen bei DS-O. Und da ein Mitarbeiter dort meine BR-Tätigkeiten in meinem damaligen Job kannte. Ja mei, dann nehmen's mich halt net - deswegen dreht sich die Welt trotzdem weiter. Und ich kann in Ruhe weiterschreiben... ;-)
Ganz ehrlich? Wundert Dich das?
Je nachdem, um welchen Job es geht, hole ich mir doch nicht freiwillig den schwierigsten, wenn ich große Auswahl habe?!
Und genauso, wie ich es bei Dir sehr schätze, dass Du immer mit Deinem vollen Namen schreibst, schätze ich bei dem von Dir erwähnten Unternehmen, dass die so ehrlich waren, Dir das so mitzuteilen!
Querulanten...
Blaschke, Freitag, 19.02.2010, 14:38 (vor 6000 Tagen) @ Burkhard
Hallo!
Eine Bewerbung (...) scheiterte (...) auch aufgrund von Äußerungen bei DS-O. Und da ein Mitarbeiter dort meine BR-Tätigkeiten in meinem damaligen Job kannte.
Ganz ehrlich? Wundert Dich das?
Nicht wirklich :-)
Je nachdem, um welchen Job es geht, hole ich mir doch nicht freiwillig den schwierigsten, wenn ich große Auswahl habe?!
Vielen Dank für's Kompliment - "den schwierigsten"... Ts ts ts.... Bin doch 'n ganz lieber. Und meine Arbeit mach' ich auch korrekt. Zumindest bemühe ich mich darum...
;-))))))))))))))))))))))))))
Nein, im Ernst: Klar, würde ich als Personaler sicherlich genauso handhaben. Als Chef sähe ich das vielleicht schon differenzierter. Voraussetzung ist natürlich, dass die fachliche Qualität und die Leistung stimmt. Danach würde ich dann schon versuchen zu unterscheiden: Mosert da jemand hauptsächlich aus Prinzip (also die "Ist doch alles Murks"-Quassler; und wenn sie dann konkret werden sollen, wissen sie nix) oder ist es doch eher konstruktive Kritik, über die es sich lohnt, nachzudenken.
schätze ich bei dem von Dir erwähnten Unternehmen, dass die so ehrlich waren, Dir das so mitzuteilen!
Na ja, so ehrlich waren sie dann nicht. Aber der, der mich kannte, den kannte wiederum einer, den ich kannte und der, der mich kannte, hat's dann dem erzählt, den ich kannte (ohne zu wissen, dass ich ihn kannte) und der hat's dann mir weitererzählt... ;-)))))
Wie's auf'm Lande und im Dorf so ist... (die Strukturen sind in meinem Friedensstädtchen hier so ähnlich - nur halt alles etwas größer... *g*)
Schöne Grüße von
jörg
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 08:16 (vor 6000 Tagen) @ ICE-T-Fan
Der Grund war (was man zwischen den Zeilen deutlich heraus lesen konnte), dass derjenigen Person nahe gelegt wurde, sich zwischen seinem Beruf und der Mitgliedschaft in diesem Forum zu entscheiden.
Da mir meine Mitgliedschaft nun beruflich zum Nachteil geworden ist...
Soweit sind wir also schon gekommen, dass wir uns zwischen Meinungsfreiheit und beruflicher Sicherheit entscheiden müssen.
Guten Morgen.
Ich kenne den konkreten Fall nicht, differenzieren muss man da schon.
Wenn man manche Bahner bei DSO liest, ist das wirklich geschaeftsschaedigend - da kann ich verstehen, wenn man dagegen vorgeht. Bei aller Kritik am eigenen Arbeitgeber ist eine gewisse Loyalitaet in der Oeffentlichkeit selbstverstaendlich!
Wenn es nur sachliche Dinge sind, ist das was anderes. Es gibt aber genuegend Arbeitsvertraege, in denen steht, dass man sich nicht in der Oeffentlichkeit ueber Betriebsbelange aeussern darf. Wenn man das unterschrieben hat, sollte man sich auch dran halten!
Einen schoenen Freitag wuenscht
Burkhard
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
sappiosa, Freitag, 19.02.2010, 09:08 (vor 6000 Tagen) @ Burkhard
Hallo Burkhard,
Wenn man manche Bahner bei DSO liest, ist das wirklich geschaeftsschaedigend - da kann ich verstehen, wenn man dagegen vorgeht. Bei aller Kritik am eigenen Arbeitgeber ist eine gewisse Loyalitaet in der Oeffentlichkeit selbstverstaendlich!
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja.
Ich als Bahner höre ja notgedrungen reichlich Bahn-Kritik (lassen wir Bashing mal außen vor und reden nur von sachlichen Punkten). Manches kann ich zurückweisen, auf politische Anforderungen schieben (z.B. Thema bestellter Nahverkehr) oder darauf verweisen, dass hier mehrere Interessen kollidieren, die die DB alle berücksichtigen muss - aber oft steckt in der Kritik ein Kern, dem ich als Mensch rechtgeben kann. Und dann tue ich das auch, Loyalität hin oder her. Daran ist m.E. auch nichts Geschäftsschädigendes.
Wer aber mit seinem Arbeitgeber so über Kreuz liegt, dass er in einem Internet-Forum (und möglichst noch anonym) bewusst Dinge veröffentlicht, die der DB nur schaden können, der muss sich fragen lassen, was ihn noch bei diesem Arbeitgeber hält. Ein gewisser Grad an Identifikation ist nötig - wenn ich den nicht mehr habe, packe ich nicht anonym aus, sondern dann kündige ich und suche mir einen neuen Arbeitsplatz. Danach kann ich ungestraft reden.
Also hier auch nicht anonym: Ich heiße Daniel Obermeyer, arbeite bei der DB Systel GmbH (der IT-Tochter der DB) in Frankfurt.*
Wenn es nur sachliche Dinge sind, ist das was anderes. Es gibt aber genuegend Arbeitsvertraege, in denen steht, dass man sich nicht in der Oeffentlichkeit ueber Betriebsbelange aeussern darf. Wenn man das unterschrieben hat, sollte man sich auch dran halten!
Na ja, bis zu einem gewissen Grad kann und sollte da jeder Chef auch fünfe gerade sein lassen. Nicht jedes betriebliche Internum ist geschäftsschädigend, wenn es herauskommt.
Einen schoenen Freitag wuenscht
Burkhard
Danke und Dir auch
Daniel (aka Sappiosa)
* Eigentlich im Moment in Eschborn bei Frankfurt. Aber wir wollen 2012 in den Dresdner-Bank-Turm im Frankfurter Bankenviertel ziehen, der jetzt schon den DB-Keks trägt.
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 10:01 (vor 6000 Tagen) @ sappiosa
Und dann tue ich das auch, Loyalität hin oder her. Daran ist m.E. auch nichts Geschäftsschädigendes.
Da hast Du im Prinzip *g* ja völlig Recht!
Bei DSO meine ich auch eher so Leute, die schreiben, dass alle Doppelstockwagen "scheiße", alle ESTW "gefährlich" und die Bundesbahn sowieso "viel besser" sind/war. Das ist für mich dann schon geschäftsschädigend - vor allem, wenn man dann noch als Betriebseisenbahner einen Unfall mit "endlich wieder ein Scheiß-Dosto weniger" kommentiert. So jemandem hätte ich als Chef schon lange "Schreibverbot" verpasst.
Wer aber mit seinem Arbeitgeber so über Kreuz liegt, dass er in einem Internet-Forum (und möglichst noch anonym) bewusst Dinge veröffentlicht, die der DB nur schaden können, der muss sich fragen lassen, was ihn noch bei diesem Arbeitgeber hält. Ein gewisser Grad an Identifikation ist nötig - wenn ich den nicht mehr habe, packe ich nicht anonym aus, sondern dann kündige ich und suche mir einen neuen Arbeitsplatz. Danach kann ich ungestraft reden.
Das sehe ich im Übrigen ganz genauso. Wer so unglücklich ist, kann sich doch was hübsches Neues suchen.
Na ja, bis zu einem gewissen Grad kann und sollte da jeder Chef auch fünfe gerade sein lassen. Nicht jedes betriebliche Internum ist geschäftsschädigend, wenn es herauskommt.
"fünfe gerade sein lassen" ist halt etwas, was man vertraglich nur schwer regeln kann. Deshalb gibt es in der Regel Formulierungen, die einfach grundsätzlich ausschließen, dass man sich in der Öffentlichkeit äußern darf. Solange das alles nichts schlimmes ist, wird man deshalb vermutlich auch nie angesprochen werden. Wenn man aber unterschiedlicher Ansicht darüber ist, was nun geschäftsschädigend ist oder nicht, ist es das gute Recht des Arbeitgebers, an der Stelle den - vertraglich sowieso vereinbarten - Maulkorb zu verpassen.
So, schönen Tag weiterhin.
Ich genieße hier gerade erstklassigen 1. Klasse-Service bei Berliner Personal *g*
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
liebe70, Freitag, 19.02.2010, 10:58 (vor 6000 Tagen) @ Burkhard
Und dann tue ich das auch, Loyalität hin oder her. Daran ist m.E. auch nichts Geschäftsschädigendes.
Da hast Du im Prinzip *g* ja völlig Recht!
Bei DSO meine ich auch eher so Leute, die schreiben, dass alle Doppelstockwagen "scheiße", alle ESTW "gefährlich" und die Bundesbahn sowieso "viel besser" sind/war. Das ist für mich dann schon geschäftsschädigend - vor allem, wenn man dann noch als Betriebseisenbahner einen Unfall mit "endlich wieder ein Scheiß-Dosto weniger" kommentiert.
Nur weil sich jemand einen Nicknamen wie beispielsweise " Disponent" oder "Fahrdienstleiter" oder "Zuglaufüberwachung" oder was weiß ich zulegt, so bedeutet das noch lange nicht, daß er das auch als Tätigkeit innehat. Die wenigsten DB-Mitarbeiter haben einen direkten Bahnbezug als Nicknamen.
Wer aber mit seinem Arbeitgeber so über Kreuz liegt, dass er in einem Internet-Forum (und möglichst noch anonym) bewusst Dinge veröffentlicht, die der DB nur schaden können, der muss sich fragen lassen, was ihn noch bei diesem Arbeitgeber hält. Ein gewisser Grad an Identifikation ist nötig - wenn ich den nicht mehr habe, packe ich nicht anonym aus, sondern dann kündige ich und suche mir einen neuen Arbeitsplatz. Danach kann ich ungestraft reden.
Das sehe ich im Übrigen ganz genauso. Wer so unglücklich ist, kann sich doch was hübsches Neues suchen.
Meistens liegt es allerdings nicht an der unmittelbaren Tätigkeit oder dem Unternehmen, sondern an den äußeren Umständen. Sich etwas neues zu suchen, ist zwar schön und gut, aber ob derjenige dann da glücklicher ist?
Na ja, bis zu einem gewissen Grad kann und sollte da jeder Chef auch fünfe gerade sein lassen. Nicht jedes betriebliche Internum ist geschäftsschädigend, wenn es herauskommt.
"fünfe gerade sein lassen" ist halt etwas, was man vertraglich nur schwer regeln kann. Deshalb gibt es in der Regel Formulierungen, die einfach grundsätzlich ausschließen, dass man sich in der Öffentlichkeit äußern darf. Solange das alles nichts schlimmes ist, wird man deshalb vermutlich auch nie angesprochen werden. Wenn man aber unterschiedlicher Ansicht darüber ist, was nun geschäftsschädigend ist oder nicht, ist es das gute Recht des Arbeitgebers, an der Stelle den - vertraglich sowieso vereinbarten - Maulkorb zu verpassen.
Was ist, wenn das "geschäftsschädigende" zu allem Übel beispielsweise sicherheitsrelevant oder kriminell ist? Hätten brav alle ihre Klappe gehalten, wäre der DB-Datemnschutzskandal nie ans Tageslicht gekommen.
Gruß, Ralf
Ich muss hier mal Frust loswerden bzgl Meinungsfreiheit
Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 11:06 (vor 6000 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 11:07
Nur weil sich jemand einen Nicknamen wie beispielsweise " Disponent" oder "Fahrdienstleiter" oder "Zuglaufüberwachung" oder was weiß ich zulegt, so bedeutet das noch lange nicht, daß er das auch als Tätigkeit innehat. Die wenigsten DB-Mitarbeiter haben einen direkten Bahnbezug als Nicknamen.
Das ist schon klar. Bei dem User, den ich meine, handelt es sich aber - so vermute ich - schon um einen Eisenbahner.
Der war mal nach einer Eisenbahnstrecke in BaWü benannt und hat jetzt irgendwas mit Kaffeeküch im Namen oder so.
Was ist, wenn das "geschäftsschädigende" zu allem Übel beispielsweise sicherheitsrelevant oder kriminell ist? Hätten brav alle ihre Klappe gehalten, wäre der DB-Datemnschutzskandal nie ans Tageslicht gekommen.
Wenn sich das Unternehmen kriminell verhält ist natürlich der einzig richtige Weg, dagegen vor zu gehen. Ob da aber nun das Internetforum oder vielleicht doch besser die Staatsanwaltschaft die richtige Adresse ist, lasse ich mal offen.
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ICE-TD, Freitag, 19.02.2010, 19:02 (vor 6000 Tagen) @ Burkhard
So jemandem hätte ich als Chef schon lange "Schreibverbot" verpasst.
Deshalb gibt es in der Regel Formulierungen, die einfach grundsätzlich ausschließen, dass man sich in der Öffentlichkeit äußern darf. Solange das alles nichts schlimmes ist, wird man deshalb vermutlich auch nie angesprochen werden. Wenn man aber unterschiedlicher Ansicht darüber ist, was nun geschäftsschädigend ist oder nicht, ist es das gute Recht des Arbeitgebers, an der Stelle den - vertraglich sowieso vereinbarten - Maulkorb zu verpassen.
Bei einer solchen Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit, hätte man auch gleich die DDR behalten können, zumindestens die Reglungen zum Thema Meinungsfreiheit. Eigentlich wollten die meisten DDR-Bürger damals was anderes, als sie bei diesem Thema bekommen haben.
Der Vergleich mit der DDR ist wirklich absolut daneben!
Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 19:50 (vor 6000 Tagen) @ ICE-TD
Bei einer solchen Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit, hätte man auch gleich die DDR behalten können, zumindestens die Reglungen zum Thema Meinungsfreiheit. Eigentlich wollten die meisten DDR-Bürger damals was anderes, als sie bei diesem Thema bekommen haben.
Das ist doch totaler Quatsch, was Du hier schreibst. Bei sowas reagiere ich wirklich mehr als allergisch. Und bevor Du Begriffe wie Zensur verwendest, mach Dich erst mal schlau, was Zensur ist... vor allem solche in der DDR.
Das Verhältnis Bürger/Staat ist doch ein grundlegend anderes als das Verhältnis Arbeitnehmer/Arbeitgeber!
Wenn ein Bahnmitarbeiter in einem Forum schreibt "Alles scheiße bei der Bahn/ich freue mich, dass da heute so ein neumodischer Zug gegen den Prellbock gefahren ist und endlich kapuut ist" oder Hinweise gibt, wie man die Bahn finanziell übers Ohr haut, dann ist das absolut untragbar.
Im Übrigen möchte ich auch nicht, dass meine Putzfrau in der Öffentlichkeit verkündet, was sie in meinem Nachttischschrank beim Aufräumen findet oder welche Unterhosen-Sorte in meinem Kleiderschrank liegt. Gehöre ich also mit zum Zensur ausübenden DDR-ähnlichen Regime?
Dass die Grenzziehung, was man schreiben darf und was nicht schwierig ist, ist keine Frage.
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liebe70, Freitag, 19.02.2010, 10:20 (vor 6000 Tagen) @ Burkhard
Ich kenne den konkreten Fall nicht, differenzieren muss man da schon.
Wenn man manche Bahner bei DSO liest, ist das wirklich geschaeftsschaedigend - da kann ich verstehen, wenn man dagegen vorgeht.
Andersherum darf es aber auch nicht sein, alles was die Bahn macht in den siebenten Himmel zu loben und wahlweise sowohl Reisende als auch DB-Mitarbeiter niederzumachen, obwohl man bei letzteren noch nicht einmal deren Befugnisse kennt. Damit zeigt man lediglich eindrucksvoll, daß man nicht nur vom Unternehmen keine Ahnung hat. Bestes Beispiel für das Beschriebene ist dieser DSO-User.
Wenn es nur sachliche Dinge sind, ist das was anderes. Es gibt aber genuegend Arbeitsvertraege, in denen steht, dass man sich nicht in der Oeffentlichkeit ueber Betriebsbelange aeussern darf. Wenn man das unterschrieben hat, sollte man sich auch dran halten!
Gut, aber wo ist die Grenze? Mal angenommen, ich kritisiere in einem Forum einen DB-Mitarbeiter, der mir in einer bestimmten Situation dumm gekommen ist und später werde ich aufgrund dieser berechtigten Kritik benachteiligt, ist das gerecht? An einem Bespiel festgemacht:
Während einer Privatreise mit dem Zug frage ich auf einem Bahnhof X einen Servicemitarbeiter etwas wegen einer Verspätung. Der Servicemitarbeiter kommt mir dämlich und ich äußere mich später in einem Internetforum dazu. Ich schildere den Fall ohne Einzelheiten zu nennen. Bei einer späteren Stellenbesetzung werde ich übergangen und als Begründung bezieht man sich auch meine berechtigt geäußerte Kritik. Ist das nun betriebsintern oder nicht?
Gruß, Ralf
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Burkhard, Freitag, 19.02.2010, 10:45 (vor 6000 Tagen) @ liebe70
Andersherum darf es aber auch nicht sein, alles was die Bahn macht in den siebenten Himmel zu loben und wahlweise sowohl Reisende als auch DB-Mitarbeiter niederzumachen, obwohl man bei letzteren noch nicht einmal deren Befugnisse kennt.
Das hat hier ja auch niemand verlangt.
Während einer Privatreise mit dem Zug frage ich auf einem Bahnhof X einen Servicemitarbeiter etwas wegen einer Verspätung. Der Servicemitarbeiter kommt mir dämlich und ich äußere mich später in einem Internetforum dazu. Ich schildere den Fall ohne Einzelheiten zu nennen. Bei einer späteren Stellenbesetzung werde ich übergangen und als Begründung bezieht man sich auch meine berechtigt geäußerte Kritik. Ist das nun betriebsintern oder nicht?
Wieso oft - und wie unten auch schon geschrieben - ist natürlich gerade die Grenzziehung das Problem. Und da schreibe ich im Forum lieber mal zu wenig als zu viel.
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liebe70, Freitag, 19.02.2010, 11:14 (vor 6000 Tagen) @ Burkhard
Andersherum darf es aber auch nicht sein, alles was die Bahn macht in den siebenten Himmel zu loben und wahlweise sowohl Reisende als auch DB-Mitarbeiter niederzumachen, obwohl man bei letzteren noch nicht einmal deren Befugnisse kennt.
Das hat hier ja auch niemand verlangt.
Passiert aber trotzdem, wenn Du die Beiträge des DSO-Users liest. Er macht beispielsweise in einem der Beiträge den AIRail-Betreuer nieder, weil dieser sich weigert, die vertraglich festgelegten Sitzplätze für LH-Kunden auch für andere freizugeben. Der DSO-User kennt dabei noch nicht einmal ansatzweise die Vorgaben die ein AIRail-Betreuer hat - und genausowenig das ausgehandelte Vertragswerk zwischen DB, LH und FRAPort.
Während einer Privatreise mit dem Zug frage ich auf einem Bahnhof X einen Servicemitarbeiter etwas wegen einer Verspätung. Der Servicemitarbeiter kommt mir dämlich und ich äußere mich später in einem Internetforum dazu. Ich schildere den Fall ohne Einzelheiten zu nennen. Bei einer späteren Stellenbesetzung werde ich übergangen und als Begründung bezieht man sich auch meine berechtigt geäußerte Kritik. Ist das nun betriebsintern oder nicht?
Wieso oft - und wie unten auch schon geschrieben - ist natürlich gerade die Grenzziehung das Problem. Und da schreibe ich im Forum lieber mal zu wenig als zu viel.
Dann steht in den Foren irgendwann nur noch etwas übers Wetter und den Wasserstand vom Nil. ;-)
Gruß, Ralf
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bahn-user, Freitag, 19.02.2010, 13:35 (vor 6000 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von bahn-user, Freitag, 19.02.2010, 13:38
An einem Bespiel festgemacht:
Während einer Privatreise mit dem Zug frage ich auf einem Bahnhof X einen Servicemitarbeiter etwas wegen einer Verspätung. Der Servicemitarbeiter kommt mir dämlich und ich äußere mich später in einem Internetforum dazu. Ich schildere den Fall ohne Einzelheiten zu nennen. Bei einer späteren Stellenbesetzung werde ich übergangen und als Begründung bezieht man sich auch meine berechtigt geäußerte Kritik. Ist das nun betriebsintern oder nicht?
Wenn man mal aus Kundensicht ("privat") bashen will, warum nicht einen zweiten Account dafür aufmachen? So wie man auf Ebay sein Käufer u Verkäuferkonto trennen sollte.
Ebenso auch für "brisante Informationen", wie es im Thread mal hiess.
Gruss aus dem ICE650.
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liebe70, Freitag, 19.02.2010, 13:53 (vor 6000 Tagen) @ bahn-user
Wenn man mal aus Kundensicht ("privat") bashen will, warum nicht einen zweiten Account dafür aufmachen?
Das funktioniert auch nur bedingt. Geübte Leser können den User auch anhand seines Schreibstils erkennen. Und wenn man dann noch versehentlich den "falschen" Account erwischt, je nach dem was man schreiben will, geht das auch daneben.
Ebenso auch für "brisante Informationen", wie es im Thread mal hiess.
Solche Informationen würde ich - wenn überhaupt - dann nur über absolut vertrauenswürdige Dritte verbreiten.
Gruß, Ralf
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bahn-user, Freitag, 19.02.2010, 14:02 (vor 6000 Tagen) @ liebe70
Wenn man mal aus Kundensicht ("privat") bashen will, warum nicht einen zweiten Account dafür aufmachen?
Das funktioniert auch nur bedingt. Geübte Leser können den User auch anhand seines Schreibstils erkennen.
Stimmt, zumindest wenn bereits einiges an Material vorhanden.
Ebenso auch für "brisante Informationen", wie es im Thread mal hiess.
Solche Informationen würde ich - wenn überhaupt - dann nur über absolut vertrauenswürdige Dritte verbreiten.
Ah, da fällt mir ein, dass ich neulich an Wikileaks gespendet habe. *g*
Allgemeine Antwort an alle
ICE-T-Fan, Freitag, 19.02.2010, 14:22 (vor 6000 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ohne jetzt auf einen konkreten Beitrag einzugehen:
Ich finde es einfach scheiße, wenn ein Arbeitgeber seiner Arbeitnehmer unter Druck setzt, dass dieser sein Account in einem Internetforum aufgibt.
Ich kenne einige Beiträge des betreffenden Users im Bahnerforum und hatte nie das Gefühl, dass da besonderes Bashing oder besondere Interna enthalten waren.
Er war ein ganz normaler vernünftiger Diskussionspartner... etwas was bei DSO nur zu selten ist... aber BF ist nun mal nicht DSO.
Theoretisch könnte die Bahn auch diejenigen Leute unter Druck setzen, die uns hier tagtäglich mit Tfz-Meldungen und Ersatzzügen und andere Betriebsbesonderheiten informieren, da dies streng genommen ja auch Interna sind.
Mein Problem mit dem Problem ist, dass sich die Mitarbeiter irgendwann so unter Druck gesetzt fühlen könnten, dass dieses und andere Eisenbahnforen nur noch in absolute Banalität abgleiten und nur noch einen geringen Informationsgehalt aufweisen, weil unsere "Quellen" aus Angst nix mehr schreiben.
Das reine Fuzzy-Foren völlig ohne Mitarbeiterbeteiligung niemals so wirklich funktionieren und nur aus Bashing und Schubladen-Beiträgen bestehen würden, dürfte wohl den meisten hier durchaus klar sein.