Mit dem Nachtzug nach Lissabon 3/7 | 48 B Fortsetzung (Reiseberichte)

TD, Freitag, 15.02.2019, 17:15 (vor 2624 Tagen) @ TD

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...und machen uns stattdessen erneut auf den Weg zum Rossio. Dieses prächtige Gebäude ist ein Bahnhof, nämlich der Kopfbahnhof Lissabon Rossio – oder etwas wohlklingender Estação de Caminhos de Ferro do Rossio. Der Innenstadtbahnhof wurde 1890 eröffnet.

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Im Inneren des Gebäudes geht es nach oben zur Bahnsteighalle. Der Bahnhof wird planmäßig nur von Vorortzügen angefahren, er ist Ausgangspunkt für die Linie nach Sintra. Auf der Linie verkehren Elektrotriebzüge der Baureihe 2300, die von Siemens und Sorefame gebaut wurden.

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Die Linha de Sintra führt zunächst durch den Túnel do Rossio und weiter durch das Hinterland. Die Strecke ist 27 Kilometer lang und landschaftlich weniger spektakulär.

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Die Kleinstadt Sintra zieht mit ihren Palästen und der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Kulturlandschaft zahlreiche Touristen an. Um alle Sehenswürdigkeiten einschließlich der Burganlage oben am Berg und einer Überlandstraßenbahn zu besuchen, bräuchte man wahrscheinlich einen ganzen Tag. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit müssen wir Abstriche machen und begnügen uns mit dem ehemaligen königlichen Palast Palácio Nacional...

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...einem Blick über die Umgebung mit dem Rathaus...

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...und hinauf zum Castelo dos Mouros.

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Der Bahnhof Sintra ist Endpunkt der Linha de Sintra. Die Züge verkehren von hier im Viertelstundentakt nach Lissabon, die Linie ist die am stärksten frequentierte Vorortlinie. Wir steigen nun in den Zug nach Lissabon,...

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...fahren diesmal aber nur bis zum Bahnhof Campolide. Campolide ist eine Stadt im Großraum Lissabon und ein wichtiger Bahnknoten im Vorortverkehr. An dem Keilbahnhof gibt es eine Umsteigemöglichkeit von der Linha de Sintra zur Linha do Sul. Diese Strecke ist gleich aus zwei Gründen interessant, denn sie führt auf der Ponte 25 de Abril über den Tejo und sie wird von der Privatbahn Fertagus befahren.

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Fertagus setzt doppelstöckige Elektrotriebzüge der Baureihe 3500 ein, die auch unter dem Markennamen X'TRAPOLIS Tagus bekannt sind. Fahrzeuge dieses Typs sind auch bei der portugiesischen Staatsbahn CP im Einsatz.

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Die Fahrt unternehmen wir nur, um einen Blick von der beeindruckenden Brücke auf den Tejo zu werfen. Hier der Blick flussabwärts zur Mündung des Tejo in den Atlantik.

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Am ersten Halt jenseits des Flusses in Pragal steigen wir aus und fahren gleich wieder zurück. Zwischen 1996 und 1999 wurde die Ponte 25 de Abril um die Eisenbahn-Ebene erweitert und der Verkehr auf der Neubaustrecke ausgeschrieben. Seither befährt Fertagus als erster und einziger privater Anbieter in Portugal die Strecke mit den blau-weißen Zügen.

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Die Ponte 25 de Abril (Brücke des 25. April) ist eine 2.278 Meter lange Hängebrücke über den Tejo. Die Brücke umfasst zwei Gleise und darüber 6 Autospuren, sie führt in 70 Metern Höhe über den Fluss. Hier nun der Blick Richtung Lissabon. Der 25. April ist der Tag der Nelkenrevolution, ein Militärputsch führte 1974 zum Sturz der Diktatur und mündete schließlich in freien und demokratischen Wahlen.

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Bis wir schließlich wieder im Zentrum von Lissabon angekommen sind und uns gestärkt haben, legt sich die Dunkelheit über die Stadt. Hier das Teatro Nacional D. Maria II am Rossio.

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Weiter geht es zum Praça do Comércio...

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...und zum Tejo. Das beleuchtete Etwas links der Ponte 25 de Abril ist die Chistus-Statue Cristo Rei in Almada.

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Und mit einem nächtlichen Blick über die Dächer von Alfama beenden wir diesen Reiseberichtsteil. In den nächsten Tag folgt Teil 4 mit der Fahrt auf der Linha da Beira Baixa und nach Porto.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Tobias

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