Ärger mit Fahrpreisnacherhebung (Fahrkarten und Angebote)
Hallo zusammen,
ich war am 01. Dezember 2009 nachmittags zusammen mit meinem Bruder in einer Regionalbahn unterwegs. Blöderweise noch mit der Monatswertmarke vom November, weil wir morgens vergessen hatten, das Ticket für Dezember zu kaufen und nachmittags ansonsten die Zeit nicht mehr gereicht hätte, um den Zug noch zu erreichen. Unserer Gefahr bewusst, setzten wir uns in den Zug und wurden zufällig direkt vom Zugbegleiter (den man sonst nur 2-3 Mal im Monat sieht) kontrolliert, was nach kurzer Diskussion in einer Fahrpreisnacherhebung endete (4,20 Euro direkt gezahlt, 35,80 Euro sollten überwiesen werden).
Da ich nun schon seit 6 Jahren fast täglich mit der Bahn fahre (immer mit Jahres- und Monatskarten), haben wir beide jeweils auf www.db-fahrpreisnacherhebung.de eine Reklamation erstellt. Wir argumentierten, dass wir die neue Monatswerktmarke sowieso am Zielbahnhof gekauft hätten (was ja auch der Wahrheit entsprach und wir auch gemacht haben) und somit der Bahn aus unserer Sicht dadurch kein finanzieller Nachteil entstanden wäre.
Anfang Januar bekam dann mein Bruder die schriftliche Antwort von der Bahn, dass aufgrund von Kundenorientierung und Kulanz ein Nachlass um 20 Euro gewährt wurde. Den Restbetrag (16,80 EUR) hat er dann selbstverständlich gleich überwiesen.
Zu meiner FN-Reklamation kam dagegen lange Zeit keine Antwort, bis schließlich Anfang Februar eine Mahnung (!) im Briefkasten lag, wonach ich es bisher versäumt hätte, den noch zu zahlenden Betrag vollständig zu begleichen. Der Betrag lautete 20,80 EUR (inkl. 5 Euro Mahngebühren).
Darauf habe ich ein Beschwerde-Fax abgeschickt, mit dem Inhalt, dass ich bisher keine Antwort auf meine FN-Reklamation erhalten hätte und darum bat, dass die Forderung einer Mahngebühr zurückgenommen wird. Außerdem stellte ich die Frage, ob es möglich sei, dass ich einen Brief nicht erhalten hätte.
Gestern nun kam die Antwort von der Bahn: Ich hätte am 07.01.2010 schon einmal einen Brief zugesandt bekommen und dieser sei "nicht zurück gekommen". Ich solle nun "den Restbetrag von 20,80 EUR (einschl. Mahngebühren da nach unserem ersten Schreiben die Zahlungsfrist nicht eingehalten wurde)" bis Anfang März überweisen.
Außerdem war in der Anschrift dieses Briefes meine Adresse falsch geschrieben ("SDtauferstraße 7" statt "Stauferstraße 4"). Interessanterweise war meine Adresse auf dem Mahnungs-Brief anfang Januar sowie auf dem FN-Ausdruck vom Zugbegleiter korrekt.
Was nun? Irgendwie sehe ich es nicht ein, dass ich die 5 Euro Mahngebühren bezahlen soll, nur weil der angebliche erste Brief nicht bei mir an kam.
Es könnte ja auch sein, dass der erste Brief auch die falsche Adresse erhielt und der falsche Empfänger diesen einfach wegwarf?!
Wisst ihr, wie das rechtlicht aussieht? Ich denke, dass man nur mit einem Einschreiben beweisen kann, dass ein Brief auch korrekt zugestellt wurde.
Ich hätte jetzt gute Lust, die 16,80 EUR sofort zu überweisen und nochmals nen Fax zu schicken, warum ich die 5 Euro Mahngebühr nicht zahlen werde.
Was meint ihr?
Anrufen werde ich bei dem Verein auf jedenfall nicht mehr, die 01805-Hotline hat mich eh schon mindestens 5 Euro gekostet, als ich letzte Woche nachgefragt habe, ob mein Beschwerde-Fax überhaupt angekommen ist.
Danke für eure Hilfe.
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