Von Saint-Nicolas à Nancy bis Advent u Zagrebu – 4/4 | 64 B (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
ich wünsche ein gutes neues Jahr – und willkommen zum letzten Teil unserer vorweihnachtlichen Bahntour. Im dritten Teil waren wir mit dem Nachtzug von Zürich nach Prag gefahren und hatten Brünn und Wien besucht.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/095-Nancy-Zagreb/95-000Karte.jpg)
Heute soll es nun von Wien nach Zagreb gehen. Mit dem EC Croatia gibt es eine tägliche Direktverbindung zwischen beiden Städten, dieser erreicht Zagreb aber erst am späten Abend. Da wir allerdings nur einen Abend in Zagreb haben, hatte ich nach einer frühen Verbindung gesucht. Die Fahrplanauskunft schlägt eine Umsteigeverbindung über Villach vor, allerdings hätten wir dann die Strecke Villach-Zagreb doppelt befahren, da gefällt mir der Weg über Graz besser.
Tag 6: Wien – Ljubljana - Zagreb
Und so machen wir uns am frühen Morgen auf den Weg zum Hauptbahnhof Wien. Wir sind so zeitig dran, dass noch ein Abstecher in die ÖBB Lounge möglich ist.
Wir starten nun mit dem Eurocity „Emona“ in den Süden. Zwei Tage vor unserer Reise war zwischen dem Hauptbahnhof und Wien Meidling die Lok des EC 159 (das ist genau der Croatia) entgleist. Dadurch ist der Betrieb beeinträchtigt und wir starten schließlich mit einer Viertelstunde Verspätung.
Das mit dem Wetter im Dezember ist immer so eine Sache. So wünscht man sich eigentlich eine schöne Fahrt durch verschneite Winterlandschaften; wenn man Pech, hat kann es einem aber auch so ergehen wie in den ersten beiden Teilen, als wir bei Regen und Plusgraden durch eine grün-braune Landschaft in Frankreich gefahren waren. Aber zumindest Bergstrecken lassen auf etwas Winter hoffen – und tatsächlich wird es auf der Semmeringbahn nun weiß vor dem Zugfenster. Hier der Blick auf den Ort Payerbach-Reichenau im Schwarzatal.
Die Semmeringbahn ist zwischen Gloggnitz bis Mürzzuschlag 42 Kilometer lang, sie überwindet mit zahlreichen Tunneln und Viadukten den Semmeringpass; in Luftlinie trennen die beiden Orte nur 21 Kilometer. Seit 1998 gehört die Bahnstrecke zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Bild stammt vom Bahnhof Semmering unweit des Scheitelpunkts der Strecke, hier auf 896 Meter über dem Meer scheint es recht frisch zu sein. Kurz darauf durchfährt der Zug den Semmering-Tunnel – Zeit für ein kleines Vesper.
Auf der anderen Seite des Semmerings liegt deutlich mehr Schnee und die Fahrt hinab nach Mürzzuschlag ist reizvoll, bevor es dann auf der weiteren Fahrt entlang der Mur nach Graz und weiter zur slowenischen Grenze wieder grün wird. Ab Graz ist die Verspätung aufgeholt.
Am Grenzbahnhof Spielfeld-Straß findet ein Lokwechsel statt, dann führt die Strecke weiter nach Maribor. Die Strecke war früher zweigleisig, dann wurde das zweite Gleis abgebaut. Derzeit laufen Bauarbeiten zur Wiederherstellung des zweiten Gleises, ab 2021 soll die Strecke wieder zweigleisig befahrbar und auch für höhere Achslasten ertüchtigt sein, so dass Taurus-Loks durchfahren und der Lokwechsel entfallen können.
In Maribor quert die Bahnstrecke die Drau, weiter führt die Strecke zunächst über die Ebene des Draufelds, dann folgt sie dem Tal der Savinja.
In Zidani Most mündet die Savinja in die Save. Auch bahntechnisch ist Zidani Most bedeutsam, denn hier zweigt die Bahnstrecke nach Zagreb ab von der altösterreichischen Südbahn von Wien über Maribor und Ljubljana nach Triest. Der deutsche Name von Zidani Most ist Steinbrück. Der Ort hat zwar einen bedeutsamen Bahnhof, bei 330 Einwohnern gibt es bis auf die Steinbrücke aber nicht allzu viel zu sehen, unsere Motivation hier zweieinhalb Stunden auf den Zug nach Zagreb zu warten, ist deshalb begrenzt. Und so fahren wir dem Zug nach Zagreb bis Ljubljana entgegen.
Habt Ihr Anfang Dezember auf Pro7 das „Duell um die Welt“ gesehen, bei dem Johannes B. Kerner in einem slowenischen Zug durch ein Flusstal gefahren war und dann einen Schornstein besteigen musste? Das war hier. Der Schornstein von Trbovlje gehört zu einem mittlerweile stillgelegten Kraftwerk, mit 360 Metern ist er der höchste Schornstein in Europa. Durch das Tal der Save fahren wir nun nach Ljubljana.
Reicht die Übergangszeit von 30 Minuten, um in Ljubljana vom Bahnhof ins Zentrum zum Prešerenplatz zu laufen um einen Blick auf die Burg oberhalb der Altstadt zu werfen sowie auf die Franziskanerkirche an den Drei Brücken? Ja schon, man muss sich aber doch ordentlich sputen.
Rechtzeitig kommen wir an den Hauptbahnhof Železniška postaja Ljubljana zurück. Der Bahnhof wurde 1849 im Zuge des Baus der Österreichischen Südbahn errichtet. Vor dem Empfangsgebäude befindet sich der Busbahnhof.
Mit dem Zug 211 „Sava“ fahren wir nun nach Zagreb. Der Zug startet in Villach und wird bei den ÖBB als D-Zug geführt, in Slowenien läuft er als Eurocity.
Das Bild des leeren Abteils im slowenischen Wagen entstand erst nach der Ankunft in Zagreb. Wir sind offenbar nicht die Einzigen, die auf die Idee gekommen sind, zum Weihnachtsmarkt nach Zagreb zu fahren. Im Zweifel habe ich häufig eine Sitzplatzreservierung zu viel dabei, aber diesmal war das Geld gut investiert, das wäre sonst nämlich ein Stehplatz von Ljubljana bis Zagreb geworden.
Wir haben jetzt zwar Fensterplätze, aber auf der „falschen“ flussabgewandten Seite. Und auf den Gang komme ich auch nicht, da stehen ja schon Leute. Insofern habe ich von der Fahrt von Ljubljana bis Zagreb kaum noch Bilder. Bis Zidani Most kennen wir die Strecke durch das enge Tal der Save ja schon, als kleiner Eindruck von unterwegs hier das Empfangsgebäude von Zagorje.
Ab Zidani Most führt die Strecke weiter reizvoll durch das Flusstal, aber ich kann ja nur Bilder von links zeigen: also hier die Burg Sevnica auf einem Hügel oberhalb des gleichnamigen Ortes. Das Flusstal weitet sich nun und bald ist der Grenzbahnhof Dobova an der slowenisch-kroatischen Grenze erreicht. Kroatien ist zwar Mitglied der EU aber noch kein Vollmitglied im Schengenraum, so dass weiterhin Grenzkontrollen stattfinden. Außerdem findet ein Lokwechsel statt. Für Lokwechsel und Grenzkontrolle sind fahrplanmäßig 15 Minuten Aufenthalt vorgesehen. Da der Zug so voll ist, benötigt die Grenzkontrolle aber deutlich mehr Zeit, mit 20 Minuten Verspätung geht es schließlich auf die restlichen knapp 30 Kilometer bis Zagreb.
Und nun haben wir unser Ziel Zagreb erreicht. Das Portal „European Best Destinations“ hatte Zagreb in den letzten drei Jahren zum schönsten Adventsmarkt in Europa gekürt. Inwiefern das wirklich eine neutrale Bewertung bzw. repräsentative Abstimmung war, weiß ich nicht, ist mir aber auch egal – irgendwie wollen ja Inspirationen für Reiseziele gefunden werden. Ich sehe übrigens gerade, dass das Portal für 2019 Tallinn auf Platz 1 gesetzt hat. Hmm, das würde mich schon auch mal interessieren, ist aber vielleicht etwas weit für ein verlängertes Wochenende. Mal sehen, bis zur Weihnachtsreise 2019 ist ja noch etwas Zeit.
Aber jetzt schauen wir erstmal, warum es „Advent u Zagrebu“ auf den ersten Platz geschafft hatte. Das ist in Zagreb nicht nur ein Weihnachtsmarkt, sondern ein Weihnachtsevent verteilt über die ganze Stadt. Direkt vor dem Bahnhof geht es los mit einem Eispark vor der Kulisse des Kunstpavillons. Wer einen besinnlichen Weihnachtsmarkt sucht, ist hier nicht ganz richtig, überhaupt hat das ganze mehr einen Event-Charakter, auf dem es durchaus auch Rock- und Poptöne gibt.
Auch hier dreht eine weihnachtliche Straßenbahn ihre Runden, wobei wir ein anderes Ziel mit Bahnbezug haben...
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Von Saint-Nicolas à Nancy bis Advent u Zagrebu – Fortsetzung
...nämlich Backo Mini Express. Das ist eine Modellbahnanlage im Zentrum von Zagreb, übrigens die größte Südosteuropas – mit einer Erwartungshaltung wie beim Miniatur-Wunderland in Hamburg sollte man aber besser nicht herkommen, hier ist auch noch viel Baustelle.
Anlässlich von „Advent u Zagrebu“ präsentiert sich die Modellbahn mit erweiterten Öffnungszeiten am Abend und besonderen weihnachtlichen Inhalten. Dazu gehört auch der Tomislav-Platz mit der Eisbahn...
...und dem Hauptbahnhof Glavni kolodvor. So sieht es hier also im richtigen Winter aus – und bei Tageslicht werden dir den echten Bahnhof diesmal auch nicht sehen.
Als es Abend wird im Backo Mini Express...
...wenden wir uns wieder Zagreb in Originalgröße zu. Recht bekannt ist auch die Markuskirche mit den Wappen Zagrebs (weiße Burg auf rotem Hintergrund) und des dreieinigen Königreiches Kroatien, Slawonien und Dalmatien auf dem Kirchendach.
Unter dem Altstadtteil Grič wurde im Zweiten Weltkrieg ein Tunnel angelegt, der zuletzt während des kroatischen Unabhängigkeitskriegs in den 1990er-Jahren nochmals als Bunker genutzt wurde. Seit 2016 ist der Tunnel als Fußgängertunnel und für Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zugänglich. Zur Adventszeit verwandelt sich die Halle im Tunnel in einen magischen Wintergarten.
Mit der Standseilbahn (oder schneller und ohne Anstehen zu Fuß über die Treppe) kommt man zur Strossmayerpromenade in der Oberstadt. Auch dort gibt es einen Weihnachtsmarkt, stattdessen lassen wir von hier den Blick über die Dächer der Stadt schweifen.
Zu den höchsten Gebäuden Kroatiens gehört die Kathedrale von Zagreb, der gotische Bau entstand ab dem Ende des 13. Jahrhunderts.
Doch nun wieder zurück in den vorweihnachtlichen Trubel, hier auf dem Ban-Jelačić-Platz, dem zentralen Platz in der Hauptstadt. Auf der Hauptbühne gibt es ein abwechslungsreiches Musikangebot von Pop bis Klassik.
Ähnlich wie Tschechien genießen wir auch hier eine vermeintlich lokale Spezialität, die aber eigentlich aus der Nachbarschaft kommt. Die meistverkaufte Speise auf dem Adventmarkt sind Germknedle – in Österreich bekannt als Germknödel.
Und damit endet auch unser Abend im vorweihnachtlichen Zagreb. Auch hier wieder ein Hinweis für Schnellentschlossene: „Advent u Zagrebu“ ist noch bis zum 6. Januar.
Tag 7: Zagreb – Schwarzach-St.Veit – Zürich - Konstanz
So, letzter Reisetag, heute fahren wir zurück an den Bodensee. Ich hätte mir für die Rückfahrt gerne mehr Zeit gelassen, aber mein Bruder will am Abend zu Hause sein, und so starten wir frühmorgens um 7 Uhr in Zagreb.
Der Hauptbahnhof Glavni kolodvor ist auch am Morgen weihnachtlich beleuchtet. Ich hätte nicht gedacht, dass der Bäcker im Bahnhof 24 Stunden geöffnet hat, aber so ist der Kaffee zum Frühstück gesichert.
Wir fahren mit dem EC 212/112 „Mimara“ in Richtung Frankfurt, werden aber in Schwarzach-St.Veit umsteigen. Der Zug ist recht lang, da er bis Dobova vereinigt mit dem EC Croatia nach Wien verkehrt, außerdem befinden sich zwischen den beiden Zugteilen auch einige kroatische Wagen des „Adventski vlak“, der als Partyzug bis Ljubljana verkehrt.
Durch die zusätzlichen Wagen dauert die Grenzkontrolle in Dobova auch diesmal wieder deutlich länger, mit einer Viertelstunde Verspätung setzt sich der Zug schließlich wieder in Bewegung und fährt durch die Ebene der Save.
Diesmal haben wir den Wagen fast für uns alleine und nun wären ungehindert Fotos bei der Fahrt durch das Savetal möglich – allein der dichte Morgennebel im Flusstal macht dieses Vorhaben zunichte. Und so gibt es nur ein Bild des Bahnhofs von Zidani Most.
Ab Ljubljana geht es im verbleibenden Drei-Wagen-Zug bei Sonne durch die Ebene der Oberkrain zwischen Karawanken und Julischen Alpen, dann durch das enge Tal des Oberlaufs der Save.
Die Karawanken kommen nun näher, nach dem Halt in Jesenice, wo auch der Personalwechsel stattfindet, geht es durch den knapp 8 Kilometer langen Karawankentunnel...
...ins winterliche Österreich. In Villach werden die drei Wagen des EC Mimara mit dem EC 112 „Blauer Enzian“ aus Klagenfurt vereinigt und fahren gemeinsam nach Frankfurt.
Mit der Tauernbahn folgt nun eine klassische Gebirgsbahn, vom Mölltal windet sich der Zug hinauf zum Tauerntunnel...
...und auf der anderen Seite hinab ins Gasteinertal.
In Schwarzach-St.Veit verlassen wir den Zug. Wären wir im Zug sitzengeblieben bis Ulm, hätten wir (theoretisch) eine Dreiviertelstunde früher zu Hause sein können. Allerdings mag ich die Arlbergstrecke lieber, zumal das mit den Anschlüssen in Deutschland immer so eine Sache ist.
Und der EC 164 „Transalpin“ aus Graz nach Zürich bietet nun doch etwas mehr Reisekultur als eine Regionalbahn von Friedrichshafen nach Radolfzell – besonders im Panoramawagen.
Der Zug fährt auf der sogenannten Giselabahn über Zell am See und Kitzbühel nach Wörgl und weiter auf der Unterinntalbahn nach Innsbruck. Das Wetter wird zunehmend schlechter, da brauchen wir keinen Panoramawagen...
...sondern können uns auch in den Speisewagen setzen.
Ein Curry gab es - soweit ich mich erinnere - schon länger auf der Karte, aber die Farbe ist neu: Grünes Gemüsecurry mit Basmatireis-Wildreis.
Mittlerweile ist auch der Schnee weg, dann machen wir gleich weiter mit der Winter-Karte und probieren etwas, das ich ohne Foto auf der Speisekarte wahrscheinlich nicht bestellt hätte, weil mir der Begriff „Powidlpofesen“ völlig fremd war.
Hier also nun: Powidlpofesen auf Vanille-Zimtsauce. In Deutschland würde man das Gericht wohl Arme Ritter nennen.
Die Geschichte ist nun bald auserzählt, denn auf der restlichen Fahrt über den Arlberg regnet es dann und auch die Dunkelheit setzt ein.
Nach den Ankunft in Zürich wechseln wir auf den Interregio nach Konstanz – meine erste Fahrt in einer IC2000-Garnitur auf der Strecke nach Konstanz, wenn auch mit artfremdem Steuerwagen.
Und damit sind wir am Ende des Reiseberichts angelangt. Ich bedanke mich für das Interesse und die Kommentare zu den bisherigen Teilen.
Viele Grüße vom Bodensee
Tobias
PS: Meine früheren Bahnreiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de.
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Von Saint-Nicolas à Nancy bis Advent u Zagrebu – Fortsetzung
Hoi TD,
Vorweg ein gutes Neues und Danke für den schönen Bericht.
Am Bahnhofplatz erinnert ein Denkmal an den Eisenbahnpionier Alfred Escher. Escher trieb damals die Sorge um, dass die Schweiz den Anschluss an das Eisenbahnzeitalter versäumen und die europäischen Bahnen um die Schweiz herumgeführt werden könnten. Sowohl als Politiker als auch im Vorstand von Bahngesellschaften, u.a. der Gotthardbahn-Gesellschaft, nahm er wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Bahn in der Schweiz.
Um den ganzen Eisenbahnbau zu finanzieren, hat er übrigens die Schweizerische Kreditanstalt (SKA) gegründet. Die SKA kennt heute jeder auf der Welt als CS, ausgeschrieben Credit Suisse. Alfred Escher war damals der Überzeugung, der Eisenbahnbau müsste privat erfolgen. Damals war diese Strategie sicher richtig. Unzählige Bahnen schossen wie Pilze aus dem Boden. Irgendwann hatte das aber auch seine Kehrseiten. So haben sich die vielen Bahnen auf engstem Raum gegenseitig so stark konkurrenziert, dass viele in Konkurs gingen. Die Gründung der Schweizerischen Bundesbahnen SBB hatte Alfred Escher nicht mehr miterlebt. Viele dieser Privatbahnen gibt es aber immer noch, nur drei Fünftel des Schweizer Schienennetzes gehört heute den SBB. Die Aktien dieser Privatbahnen gehören heute mehrheitlich aber auch dem Bund, den Kantonen oder den Gemeinden.
Nach den Ankunft in Zürich wechseln wir auf den Interregio nach Konstanz – meine erste Fahrt in einer IC2000-Garnitur auf der Strecke nach Konstanz, wenn auch mit artfremdem Steuerwagen.
Das ist dann der Krüppeldosto. Es hat mehr Mittelwagen als Steuerwagen. Deswegen ist mindestens eine Komposition aus IC2000-Mittelwagen und Bt-IV (Steuerwagen EW IV) gebildet.
Nachdem der Kanton Luzern so dermassen gemotzt hat über die Flughafenanbindung, wird Dezember 2020 die Flughafenanbindung von Luzern mit den IR 70 durchgebunden auf den IR 13 erfolgen. Dann hat man dann mit Twindexx durchgehende Zugläufe Luzern-Zürich-St. Gallen-Chur.
Für Konstanz hat das den Nachteil, dass die Durchbindung des IR 75 nach Luzern in Zürich wieder gebrochen werden soll. Der IR 75 soll ab Dezember 2020 durchgehend mit IR-Dosto verkehren. Das sind die Stadler Kiss Regio-Dosto, die in der ersten Klasse von 2019 bis 2024 auf eine 2+1-Bestuhlung umgebaut werden. Dazu wird auf der einen Seite die Gang-Sitzreihe entfernt und bei der anderen Seite wird die Gangsitzreihe weiter in Richtung Fahrzeugmitte verschoben und zwischen den Sitzen gibt es eine zweite Armlehne. Ansonsten bleibt es bei denselben Sitzen ohne Sitzverstellung.
Ich denke aber, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Jetzt hat mal der Kanton Luzern so laut gemotzt, dass sie die Flughafenanbindung wieder zur vollen statt zur halben Stunde haben wollen. Der Kanton Thurgau darf dann sicher auch noch motzen, dass ihm deshalb die Direktverbindung nach Luzern wieder weggenommen werden soll. Dann dürfen wir gespannt darauf sein, was in knapp zwei Jahren wirklich für ein Fahrpan mit welchem Rollmaterial gilt.
Nachdem sich die Fahrzeiten der Schweizer Züge in Konstanz jetzt so markant verändert haben, hat es da auch Anpassungen an den Bus-Anschlüssen in Konstanz gegeben? Bzw. kannst du von den besseren Fahrzeiten von/nach Zürich überhaupt profitieren?
Grüsse aus dem IC 4.
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![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Vielen Dank
Hallo Tobi,
erstmal auch dir ein frohes neues Jahr:)
Das war wieder mal ein sehr schöner Bericht, da hast du ordentlich was mitgenommen.
Gruß aus dem Taunus
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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717
Stand: 20.02.2026
Von Saint-Nicolas à Nancy bis Advent u Zagrebu – Fortsetzung
Nachdem sich die Fahrzeiten der Schweizer Züge in Konstanz jetzt so markant verändert haben, hat es da auch Anpassungen an den Bus-Anschlüssen in Konstanz gegeben? Bzw. kannst du von den besseren Fahrzeiten von/nach Zürich überhaupt profitieren?
Hallo,
zunächst vielen Dank für die ergänzenden Infos.
Beim Stadtbusverkehr in Konstanz gab es keine Änderungen, soweit ich das überblicken kann, ist der ohnehin nicht besonders auf die Bahnanschlüsse von/zur Schweiz ausgerichtet.
Zum letzten Fahrplanwechsel gab es bei den Bussen nur einzelne Anpassungen im Hinblick auf die bessere Anbindung an die Züge der Schwarzwaldbahn, einige Linien sind auch auf den seehas ausgerichtet.
Richtung Zürich gibt es nun einen eigentlich guten Anschluss mit 5-Minuten-Übergang - nur bei meinen Touren, die komplett durchgeplant sind, wäre mir das zu knapp, eine Verspätung im Berufsverkehr, ein kleiner Stau oder eine Ampel zu viel rot und dann ist die ganze Tour futsch, das wäre mir zu riskant.
Viele Grüße
Tobias
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