Stündlich? (Allgemeines Forum)

s103, Montag, 24.12.2018, 12:30 (vor 2659 Tagen) @ Blaschke

Hallo!

Dass unabhängig von all dem natürlich dringend was passieren muß, steht natürlich außer Frage. Aber all das Palaver reduziert sich schlußendlich auf eine einzige Frage: WER BEZAHLT?

Wobei uns das doch im Effekt eigentlich klar ist: Der Bürger = Steuerzahler.

Die aufgeworfene und vielleicht überflüssige Frage ist ungefähr, auf welche der zahlreichen möglichen Kostenstellen das verbucht wird. Zusatzfrage könnte sein, welche Person Prestige gewinnt oder verliert.

Das halte ich für die wirklich sinnvolle Frage:
Ist das nötige Geld für ordentliche Infrastruktur und Rahmenbedingungen für den Betrieb (Stichworte: Wartung, Gehaltsniveau, Einsatzreserve) es uns wert?

Falls (höchstwahrscheinlich) ja, soll der Bund die aktuell anstehenden Investitionen in seinem Budget bzw. über seine im Vergleich zur Bahn zinsgünstigen Anleihen tragen, und Thema beendet. Dann wäre man endlich die Metadiskussionen los und könnte sich wieder auf das Eigentliche, die Sachfragen nämlich, konzentrieren.

Ob Schenker und Arriva dann noch dabei wären? Vielleicht möchte man das lieber strategisch entscheiden, wenn es wirtschaftlich nicht eindeutig ist. Leichter wäre es natürlich, wenn die DB eigentlich 2 Unternehmen wäre: Eines steht im Wettbewerb, das andere kümmert sich um die Daseinsvorsorge.

Es wäre schön, wenn jeder nicht nur an sich denkt - was ich nicht allen unterstelle ;-) - sondern wieder mehr ins Bewusstsein rückt, dass jeder Einzelne auch Teil der Gesellschaft ist und entsprechende Verantwortung wahrnimmt. Anhand des politischen Systems trifft der Appell in erster Linie Politiker, die nun einmal an einem Strang ziehen sollten, und zwischen den Wahltagen auch Normalbürger, die entsprechendes Feedback geben sollten, um jene auf die richtige Spur zu bringen.


Grüße
Gero


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